Landesgeschichte
Hans Sachs besaß eine Ausgabe von Georg Rüxners Turnierbuch, das bereits in Simmern ab 1530 mehrere Auflagen erlebte. Er fasste den Stoff, nämlich den Ursprung und die Reihenfolge der (angeblichen) Turniere ab 938, in einem Spruchgedicht zusammen, das auf den 21. Mai 1541 datiert ist.
Ein Einzeldruck erschien schon 1541 bei Hans Guldenmund in Nürnberg (VD 16 S 573, z.B. auch in Nürnberg GNM und UB Salzburg; Varianten in der Sachs-Werkausgabe von Keller und Goetze Bd. 21, S. 365
http://www.archive.org/stream/hanssachs06sachgoog#page/n377/mode/2up
Bibliographisch erfasst von Emil Weller: Der Volksdichter Hans Sachs und seine Dichtungen. Nürnberg 1868, S. 86 Nr. 204
http://books.google.com/books?id=7TkuAAAAYAAJ&pg=PA86 )
[Digitalisat:
http://data.onb.ac.at/ABO/%2BZ156765309 ]
Der Turnierspruch erscheint dann in der ersten Folioausgabe von 1558, die im 16. Jahrhundert mehrere Nachdrucke erlebte. Hiernach druckte es Adelbert von Keller (Hrsg.): Hans Sachs Bd. 2, Stuttgart 1870, S. 342-352
http://www.archive.org/stream/hanssachs10sachgoog#page/n347/mode/2up
Ein späterer Einzeldruck in Nürnberg um 1570 ist nach dem VD 16 S 575 in Wolfenbüttel nachgewiesen. Handschriftlich überliefert ist das Gedicht in der Zwickauer Spruchgedichte-Handschrift SG 4, Bl. 180v-186.
Weitere Nachweise in Bd. 25 der Ausgabe S. 123
http://commons.wikimedia.org/w/index.php?title=File:BLV_225_Hans_Sachs_Band_25.pdf&page=127
Zur Quellenbearbeitung äußerte sich Carl Drescher: Studien zu Hans Sachs. Neue Folge, Marburg 1891, S. 18-21:
http://www.archive.org/stream/studienzuhanssa00dresgoog#page/n31/mode/2up
Ergänzungen dazu in einer Besprechung von A. L. Stiefel in der Zeitschrift für vergleichende Litteraturgeschichte NF 6 (1893), S. 146
http://books.google.com/books?id=aNYNAAAAYAAJ&pg=PA146 (US-Proxy)
Auf die Rezeption des Spruchgedichts weist hin: Ferdinand Eichler: Das Nachleben des Hans Sachs vom XVI. bis ins XIX. Jahrhundert. Leipzig 1904, S. 123:
http://www.archive.org/stream/dasnachlebendes00eichgoog#page/n141/mode/2up
Aufgrund von Rüxners Erfindung des ersten Turniers (Magdeburg 938) stieß auch das Spruchgedicht des Nürnberger Handwerkerdichters in Magdeburg auf ein besonderes Interesse. Zwei (bislang nicht weiter beachtete) frühneuzeitliche Handschriften des 17. Jahrhunderts, die die hochdeutsche Fassung der Magdeburger Schöppenchronik enthalten (fortgesetzt bis 1566) sowie die Liste der Bürgermeister und Kämmerer (bis 1601), überliefern auch das Spruchgedicht von Sachs.
- Leipzig, UB (Leihgabe der Stadtbibliothek) Rep. II 75
http://books.google.de/books?id=MAAVAAAAQAAJ&pg=PA169
- Kopenhagen, KB Cod. Thott. 633, 2°
http://books.google.de/books?id=Ro0kAQAAIAAJ&pg=RA2-PA357
Sicher handelt es sich um eine Druckabschrift. Schon Weller a.a.O. bemerkte, dass das Gedicht in Magdeburger Chronik-Drucken von 1587 und 1589 (Pomarius/Baumgartens d. J. Bearbeitung der Sassen-Chronik) abgedruckt wurde.
Die gleichen drei Texte (Schöppenchronik, Bürgermeisterkatalog, Turniere), aber wohl in anderer Reihenfolge, bot die verschollene Handschrift des Haller Universitätskanzlers Ludewig:
http://digital.slub-dresden.de/ppn33724149X/370
#forschung
#fnzhss
Einzeldruck von Guldenmund 1541 (Wikimedia Commons)
Ein Einzeldruck erschien schon 1541 bei Hans Guldenmund in Nürnberg (VD 16 S 573, z.B. auch in Nürnberg GNM und UB Salzburg; Varianten in der Sachs-Werkausgabe von Keller und Goetze Bd. 21, S. 365
http://www.archive.org/stream/hanssachs06sachgoog#page/n377/mode/2up
Bibliographisch erfasst von Emil Weller: Der Volksdichter Hans Sachs und seine Dichtungen. Nürnberg 1868, S. 86 Nr. 204
http://books.google.com/books?id=7TkuAAAAYAAJ&pg=PA86 )
[Digitalisat:
http://data.onb.ac.at/ABO/%2BZ156765309 ]
Der Turnierspruch erscheint dann in der ersten Folioausgabe von 1558, die im 16. Jahrhundert mehrere Nachdrucke erlebte. Hiernach druckte es Adelbert von Keller (Hrsg.): Hans Sachs Bd. 2, Stuttgart 1870, S. 342-352
http://www.archive.org/stream/hanssachs10sachgoog#page/n347/mode/2up
Ein späterer Einzeldruck in Nürnberg um 1570 ist nach dem VD 16 S 575 in Wolfenbüttel nachgewiesen. Handschriftlich überliefert ist das Gedicht in der Zwickauer Spruchgedichte-Handschrift SG 4, Bl. 180v-186.
Weitere Nachweise in Bd. 25 der Ausgabe S. 123
http://commons.wikimedia.org/w/index.php?title=File:BLV_225_Hans_Sachs_Band_25.pdf&page=127
Zur Quellenbearbeitung äußerte sich Carl Drescher: Studien zu Hans Sachs. Neue Folge, Marburg 1891, S. 18-21:
http://www.archive.org/stream/studienzuhanssa00dresgoog#page/n31/mode/2up
Ergänzungen dazu in einer Besprechung von A. L. Stiefel in der Zeitschrift für vergleichende Litteraturgeschichte NF 6 (1893), S. 146
http://books.google.com/books?id=aNYNAAAAYAAJ&pg=PA146 (US-Proxy)
Auf die Rezeption des Spruchgedichts weist hin: Ferdinand Eichler: Das Nachleben des Hans Sachs vom XVI. bis ins XIX. Jahrhundert. Leipzig 1904, S. 123:
http://www.archive.org/stream/dasnachlebendes00eichgoog#page/n141/mode/2up
Aufgrund von Rüxners Erfindung des ersten Turniers (Magdeburg 938) stieß auch das Spruchgedicht des Nürnberger Handwerkerdichters in Magdeburg auf ein besonderes Interesse. Zwei (bislang nicht weiter beachtete) frühneuzeitliche Handschriften des 17. Jahrhunderts, die die hochdeutsche Fassung der Magdeburger Schöppenchronik enthalten (fortgesetzt bis 1566) sowie die Liste der Bürgermeister und Kämmerer (bis 1601), überliefern auch das Spruchgedicht von Sachs.
- Leipzig, UB (Leihgabe der Stadtbibliothek) Rep. II 75
http://books.google.de/books?id=MAAVAAAAQAAJ&pg=PA169
- Kopenhagen, KB Cod. Thott. 633, 2°
http://books.google.de/books?id=Ro0kAQAAIAAJ&pg=RA2-PA357
Sicher handelt es sich um eine Druckabschrift. Schon Weller a.a.O. bemerkte, dass das Gedicht in Magdeburger Chronik-Drucken von 1587 und 1589 (Pomarius/Baumgartens d. J. Bearbeitung der Sassen-Chronik) abgedruckt wurde.
Die gleichen drei Texte (Schöppenchronik, Bürgermeisterkatalog, Turniere), aber wohl in anderer Reihenfolge, bot die verschollene Handschrift des Haller Universitätskanzlers Ludewig:
http://digital.slub-dresden.de/ppn33724149X/370
#forschung
#fnzhss

KlausGraf - am Freitag, 17. Juni 2011, 23:49 - Rubrik: Landesgeschichte
"vielen Dank für Ihre Hinweise. Wir haben in Abstimmung mit der Autorin des Beitrags nun einige Ergänzungen vorgenommen" teilt die Bayerische Staatsbibliothek mir mit. Dass man bei substantiellen Hinweisen den Hinweisgeber oder die Quelle nennen muss, gilt nicht nur für den Universitätsbereich oder den Handschriftencensus.
Es geht um:
Sonja Kerth, Bernhard von Uissigheim: Vom Würzburger Städtekrieg, in: Historisches Lexikon Bayerns, URL: http://www.historisches-lexikon-bayerns.de/artikel/artikel_45645 (17.06.2011)
Meine Hinweise wurden veröffentlicht:
http://archiv.twoday.net/stories/19456421/
In den Kommentaren Hinweise auf auch jetzt nicht berücksichtigte Arbeiten von Klaus Arnold, wo bereits der Druck von 1527 genannt ist.
Die Existenz des Drucks und der Link wurde vermerkt, weitere Links wurden gesetzt (ärgerlicherweise aber nicht die zu den beiden JfL-Aufsätzen Schuberts, von der BSB digitalisiert, und weitere von mir genannte Links). Es fehlen aber die Arbeiten von Klaus Arnold.
Es geht um:
Sonja Kerth, Bernhard von Uissigheim: Vom Würzburger Städtekrieg, in: Historisches Lexikon Bayerns, URL: http://www.historisches-lexikon-bayerns.de/artikel/artikel_45645 (17.06.2011)
Meine Hinweise wurden veröffentlicht:
http://archiv.twoday.net/stories/19456421/
In den Kommentaren Hinweise auf auch jetzt nicht berücksichtigte Arbeiten von Klaus Arnold, wo bereits der Druck von 1527 genannt ist.
Die Existenz des Drucks und der Link wurde vermerkt, weitere Links wurden gesetzt (ärgerlicherweise aber nicht die zu den beiden JfL-Aufsätzen Schuberts, von der BSB digitalisiert, und weitere von mir genannte Links). Es fehlen aber die Arbeiten von Klaus Arnold.
KlausGraf - am Freitag, 17. Juni 2011, 18:20 - Rubrik: Landesgeschichte
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http://www.archive.org/stream/urkundenbuchder05sachgoog#page/n347/mode/2up
(auch Die Magdeburger Schöppensprüche, 1901, S. 6f. Nr. 2 http://books.google.de/books?id=-5QwAAAAYAAJ US-Proxy = http://www.archive.org/details/DieMagdeburgerSchoeppensprueche)
Hertel datiert im UB der Stadt Magdeburg I, n. 508 um 1370. Die Ausfertigung lag im Stadtarchiv Groß-Salze Nr. 39. Die Schöffen befragten ihren Schreiber - das war aber wohl der üblicherweise mit Heinrich von Lammespringe identifizierte Verfasser der Magdeburger Schöppenchronik. Er dürfte dann auch die Urkunde geschrieben haben. Zumindest ist das nicht unwahrscheinlicher als die Identifizierung des Autors mit dem Kleriker Heinrich von Lammespringe. Dieser erscheint 1386 und 1396 in Groß-Salze als Altarist von St. Peter in Magdeburg und ehemaliger Stadtschreiber von Magdeburg. Der Verfasser der Urfassung der Schöppenchronik ca. 1360/72 war nach eigenen Angaben Altarist von St. Petri und Stadtschreiber sowie Schöffenschreiber. Er muss 1350 noch recht jung gewesen sein. Die von den Schöffen zu Lehen gehende Heiligkreuzpfründe war für einen "armen scholere edder papen" vorgesehen (ed. Janicke S. 220). Auch nach dem Ausscheiden aus dem Dienst der Schöffen und der Stadt konnte der Schreiber diese Pfründe behalten. Es ergeben sich folgende Möglichkeiten:
a) Heinrich von Lammesspringe ist vielleicht um 1330 geboren und wurde 1350 Schöffenschreiber. Nach dem wohl ca. 1372 anzusetzenden Ende seiner Tätigkeit begab er sich unter Beibehaltung der Pfründe an St. Petri nach Groß-Salze. Er dürfte hochbetagt nicht vor 1396 gestorben sein. So die auf Janicke zurückgehende bisherige Forschung.
b) Der Chronist starb kurz nach 1372 (wohl in seinen 40ern) - oder er zog aus Magdeburg weg. Sein Nachfolger als Stadtschreiber bzw. Schöffenschreiber und Inhaber der Peterspfründe wurde Heinrich von Lammesspringe, der später nach Groß-Salze ging (unter Beibehaltung seiner Pfründe).
In chronologischer Hinsicht kann man die Variante b) nicht als erheblich weniger plausibel ansehen als a). Die Lücke zwischen 1372 und 1386 ist groß genug für einen langjährig amtierenden Nachfolger. Daher kann die übliche Gleichsetzung des Chronisten mit Heinrich von Lammesspringe nicht als gesichert angesehen werden.
Auf Schriftvergleiche ist aufgrund der fragmentarischen Überlieferung und der Problematik der Händezuweisung nicht zu hoffen. Man könnte allenfalls UB Magdeburg 1 Nr. 525 von 1373 (Magdeburg an Lübeck) im Stadtarchiv Lüneburg mit der oben zitierten Urkunde vergleichen. Aber selbst wenn es die gleiche Hand wäre, was wäre damit gewonnen?
Bei Janicke nicht berücksichtigt ist die Urkunde vom 24.2.1386, in der "her Hinric unn her Curt von Lammespring" als Zeugen auftreten (UB 1 n. 614 bzw. Volltext UB ULF) und zwar in Magdeburg. Ebenso wenig die von 1387 Sept. 4 ebd., Nr. 629 (S. 400), zu letzterer auch UB Halle http://goo.gl/DQDar http://goo.gl/Hn95D = GBS.
[Update: Aber war es der Schreiber der Magdeburger Schöffen oder nicht eher der der von Groß-Salze?]
#forschung
(auch Die Magdeburger Schöppensprüche, 1901, S. 6f. Nr. 2 http://books.google.de/books?id=-5QwAAAAYAAJ US-Proxy = http://www.archive.org/details/DieMagdeburgerSchoeppensprueche)
Hertel datiert im UB der Stadt Magdeburg I, n. 508 um 1370. Die Ausfertigung lag im Stadtarchiv Groß-Salze Nr. 39. Die Schöffen befragten ihren Schreiber - das war aber wohl der üblicherweise mit Heinrich von Lammespringe identifizierte Verfasser der Magdeburger Schöppenchronik. Er dürfte dann auch die Urkunde geschrieben haben. Zumindest ist das nicht unwahrscheinlicher als die Identifizierung des Autors mit dem Kleriker Heinrich von Lammespringe. Dieser erscheint 1386 und 1396 in Groß-Salze als Altarist von St. Peter in Magdeburg und ehemaliger Stadtschreiber von Magdeburg. Der Verfasser der Urfassung der Schöppenchronik ca. 1360/72 war nach eigenen Angaben Altarist von St. Petri und Stadtschreiber sowie Schöffenschreiber. Er muss 1350 noch recht jung gewesen sein. Die von den Schöffen zu Lehen gehende Heiligkreuzpfründe war für einen "armen scholere edder papen" vorgesehen (ed. Janicke S. 220). Auch nach dem Ausscheiden aus dem Dienst der Schöffen und der Stadt konnte der Schreiber diese Pfründe behalten. Es ergeben sich folgende Möglichkeiten:
a) Heinrich von Lammesspringe ist vielleicht um 1330 geboren und wurde 1350 Schöffenschreiber. Nach dem wohl ca. 1372 anzusetzenden Ende seiner Tätigkeit begab er sich unter Beibehaltung der Pfründe an St. Petri nach Groß-Salze. Er dürfte hochbetagt nicht vor 1396 gestorben sein. So die auf Janicke zurückgehende bisherige Forschung.
b) Der Chronist starb kurz nach 1372 (wohl in seinen 40ern) - oder er zog aus Magdeburg weg. Sein Nachfolger als Stadtschreiber bzw. Schöffenschreiber und Inhaber der Peterspfründe wurde Heinrich von Lammesspringe, der später nach Groß-Salze ging (unter Beibehaltung seiner Pfründe).
In chronologischer Hinsicht kann man die Variante b) nicht als erheblich weniger plausibel ansehen als a). Die Lücke zwischen 1372 und 1386 ist groß genug für einen langjährig amtierenden Nachfolger. Daher kann die übliche Gleichsetzung des Chronisten mit Heinrich von Lammesspringe nicht als gesichert angesehen werden.
Auf Schriftvergleiche ist aufgrund der fragmentarischen Überlieferung und der Problematik der Händezuweisung nicht zu hoffen. Man könnte allenfalls UB Magdeburg 1 Nr. 525 von 1373 (Magdeburg an Lübeck) im Stadtarchiv Lüneburg mit der oben zitierten Urkunde vergleichen. Aber selbst wenn es die gleiche Hand wäre, was wäre damit gewonnen?
Bei Janicke nicht berücksichtigt ist die Urkunde vom 24.2.1386, in der "her Hinric unn her Curt von Lammespring" als Zeugen auftreten (UB 1 n. 614 bzw. Volltext UB ULF) und zwar in Magdeburg. Ebenso wenig die von 1387 Sept. 4 ebd., Nr. 629 (S. 400), zu letzterer auch UB Halle http://goo.gl/DQDar http://goo.gl/Hn95D = GBS.
[Update: Aber war es der Schreiber der Magdeburger Schöffen oder nicht eher der der von Groß-Salze?]
#forschung
KlausGraf - am Donnerstag, 16. Juni 2011, 21:13 - Rubrik: Landesgeschichte
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http://www.archive.org/details/DieGeschichtsquellenDerProvinzSachsenImMittelalterUndInDer
Eine Bibliographie von Walther Schultze, keine Quellenkunde, aber vorbildlich.
Eine Bibliographie von Walther Schultze, keine Quellenkunde, aber vorbildlich.
KlausGraf - am Donnerstag, 16. Juni 2011, 20:37 - Rubrik: Landesgeschichte
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Bd. 1 der Ausgabe von 1755
http://www.archive.org/details/PagusNeleticiEtNudzici1
Bd. 2:
http://www.archive.org/details/PagusNeleticiEtNudzici2
Ausgabe 1772/73:
http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Pagus_Neletici_et_Nuvdzici_oder_Diplomatisch-historische_Beschreibung_des_Saal-Creyses_1.pdf
http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Pagus_Neletici_et_Nuvdzici_oder_Diplomatisch-historische_Beschreibung_des_Saal-Creyses_2.pdf
In Halle sind leider nur die Beilagen der Erstausgabe 1749-50 online (die SB München ist im Rahmen von VD 18 für die Digitalisierung des Gesamtwerks zuständig):
http://digitale.bibliothek.uni-halle.de/vd18/content/titleinfo/1692979
http://www.archive.org/details/PagusNeleticiEtNudzici1
Bd. 2:
http://www.archive.org/details/PagusNeleticiEtNudzici2
Ausgabe 1772/73:
http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Pagus_Neletici_et_Nuvdzici_oder_Diplomatisch-historische_Beschreibung_des_Saal-Creyses_1.pdf
http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Pagus_Neletici_et_Nuvdzici_oder_Diplomatisch-historische_Beschreibung_des_Saal-Creyses_2.pdf
In Halle sind leider nur die Beilagen der Erstausgabe 1749-50 online (die SB München ist im Rahmen von VD 18 für die Digitalisierung des Gesamtwerks zuständig):
http://digitale.bibliothek.uni-halle.de/vd18/content/titleinfo/1692979
KlausGraf - am Donnerstag, 16. Juni 2011, 20:02 - Rubrik: Landesgeschichte
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http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Egler_Fuehrer_durch_Hechingen_und_die_Burg_Hohenzollern.pdf
Zu Egler:
http://de.wikipedia.org/wiki/Ludwig_Egler
http://de.wikisource.org/wiki/Ludwig_Egler
Schöne Pfingsten!

Zu Egler:
http://de.wikipedia.org/wiki/Ludwig_Egler
http://de.wikisource.org/wiki/Ludwig_Egler
Schöne Pfingsten!

KlausGraf - am Sonntag, 12. Juni 2011, 14:33 - Rubrik: Landesgeschichte
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URN: urn:nbn:de:bsz:25-opus-81229
URL: http://www.freidok.uni-freiburg.de/volltexte/8122/
Graf, Klaus: Die Burghalde bei Mutlangen - ein ungelöstes Rätsel : zugleich ein Beitrag zur Geschichte der Weibelhube ob Gmünd. In: ostalb/einhorn 9 (1982) H. 35, S. 318-322
1439 erscheint als limpurgisches Lehen die Wiese Burghalde bei Mutlangen (bei Schwäbisch Gmünd) und zwar als Bestandteil der Weibelhube ob Gmünd, einem Gerichts- und Herrschaftsverband von freien Gütern und Bauern, die von den Herren von Rechberg 1410 an die Schenken von Limpurg überging. Während Karl Weller die freien Bauern der Weibelhube als staufische Rodungsfreie ansah, wird - in Rückkehr zur älteren Lehre - vermutet, dass die Weibelhube ob Gmünd als Relikt einer älteren Schicht der Gerichtsverfassung anzusehen ist, gewissermaßen als Ableitung der Grafschaftsgerichtsbarkeit über (alt-)freie Leute. Eine Phosphatuntersuchung an der Burghalde scheint nahezulegen, dass sich dort eine Ansiedlung befand, während sonstige Anhaltspunkte für eine Burganlage abgesehen vom Namen fehlen.

Ruppertshofen war der Mittelpunkt der Waibelhube und beherbergt diese hübsche Kapelle, die HolgerHw fotografierte http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.en
URL: http://www.freidok.uni-freiburg.de/volltexte/8122/
Graf, Klaus: Die Burghalde bei Mutlangen - ein ungelöstes Rätsel : zugleich ein Beitrag zur Geschichte der Weibelhube ob Gmünd. In: ostalb/einhorn 9 (1982) H. 35, S. 318-322
1439 erscheint als limpurgisches Lehen die Wiese Burghalde bei Mutlangen (bei Schwäbisch Gmünd) und zwar als Bestandteil der Weibelhube ob Gmünd, einem Gerichts- und Herrschaftsverband von freien Gütern und Bauern, die von den Herren von Rechberg 1410 an die Schenken von Limpurg überging. Während Karl Weller die freien Bauern der Weibelhube als staufische Rodungsfreie ansah, wird - in Rückkehr zur älteren Lehre - vermutet, dass die Weibelhube ob Gmünd als Relikt einer älteren Schicht der Gerichtsverfassung anzusehen ist, gewissermaßen als Ableitung der Grafschaftsgerichtsbarkeit über (alt-)freie Leute. Eine Phosphatuntersuchung an der Burghalde scheint nahezulegen, dass sich dort eine Ansiedlung befand, während sonstige Anhaltspunkte für eine Burganlage abgesehen vom Namen fehlen.
Ruppertshofen war der Mittelpunkt der Waibelhube und beherbergt diese hübsche Kapelle, die HolgerHw fotografierte http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.en
KlausGraf - am Mittwoch, 8. Juni 2011, 02:26 - Rubrik: Landesgeschichte
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KlausGraf - am Mittwoch, 8. Juni 2011, 02:19 - Rubrik: Landesgeschichte
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http://www.archive.org/stream/frankfurterchro00unkngoog#page/n316/mode/2up (Frankfurter Chroniken Bd. 2 ed. Jung)
Die Frankfurterin Katharina Weiss von Limburg (gest. 1548) berichtete aus dem Zeitgeschehen 1524-46 aus altgläubiger Perspektive.
Siehe auch Hille 2010
http://books.google.de/books?id=5Fyq36rUTuwC&&pg=PA55
Die Frankfurterin Katharina Weiss von Limburg (gest. 1548) berichtete aus dem Zeitgeschehen 1524-46 aus altgläubiger Perspektive.
Siehe auch Hille 2010
http://books.google.de/books?id=5Fyq36rUTuwC&&pg=PA55
KlausGraf - am Montag, 6. Juni 2011, 23:02 - Rubrik: Landesgeschichte
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http://www.bautz.de/bbkl/r/rustan_a.shtml (kostenfrei nur die Biographie, siehe http://archiv.twoday.net/stories/16568987/ ) [Additio 17.8.2011: kostenfrei nur noch die Lebensdaten!]
[Gedruckt: Biographisch-bibliographisches Kirchenlexikon Bd. 33 (2011), Sp. 1159-1160]
Ergänzungen willkommen!
RUSTEN von St. Blasien, Abt OSB (1108-1125). † 19. September 1125. - Rusten wurde um 1072 von Abt Giselbert gemeinsam mit Uto, der ebenfalls später Abt wurde, ins Kloster Fruttuaria entsandt, um den dortigen Ordo zu übernehmen. Seine eigene Abtszeit (ab Herbst 1108, sein Vorgänger Uto starb am 24. September 1108) stand im Zeichen der Festigung und Ausbreitung der damals eingeleiteten Reform des Klosters. Von sechs Mönchen darf man annehmen, dass sie während seiner Amtszeit als Äbte anderer Klöster eingesetzt wurden. Rusten kann als Gründer des Frauenklosters Berau (um 1115) gelten. Vermutlich hat er den in St. Blasien bestehenden Frauenkonvent ganz dorthin verlegt. Vom Fürstengericht unter Kaiser Heinrich V.erlangte er 1125 das Recht der freien Vogtwahl. Umgehend ersetzte er den vom Hochstift Basel eingesetzten Adelgoz durch den Zähringer Konrad - ein wichtiger Sieg für die klösterliche "libertas" einerseits und im Machtkampf der Zähringer mit dem Hochstift Basel andererseits. Der "Liber constructionis" würdigt vor allem Rustens Bautätigkeit: Er ließ Kirche und Kloster vollenden, die Abtskapelle und einen Großteil der Abtswohnung erbauen, stiftete Altäre, unter anderem den Erlöseraltar mitten im Münster, und errichtete das Krankenhaus (Infirmarie) mit zugehöriger Marienkapelle. Einer späten Quelle zufolge führte er eine Messe (missa tertia) um 6 Uhr morgens in dieser Marienkapelle und eine Prozession zu ihr jeden Samstag ein. Das heute noch in St. Paul (Hs. 60/1) vorhandene prächtige Bernauer Missale wurde in seinem Auftrag geschrieben. Seine letzte Ruhestätte fand der Abt in der Krypta St. Peter. Die St. Blasianer Mönche der frühen Neuzeit verehrten ihn als heiligmäßig. Den Ordensnamen Rustenus führte der 1715 geborene Christian Heer, der 1733 die Profess in St. Blasien ablegte und als Historiker zu den bedeutendsten Mönchen des Klosters im 18. Jahrhunderts zählte.
Quellen: Johann Wilhelm Braun (Hrsg.), Urkundenbuch des Klosters Sankt Blasien im Schwarzwald: von den Anfängen bis zum Jahr 1299 (Veröffentlichungen der Kommission für geschichtliche Landeskunde in Baden-Württemberg. Reihe A, Quellen, 23), Stuttgart 2003 (grundlegend); Liber constructionis: Franz Joseph Mone (Hrsg.), Quellensammlung der badischen Landesgeschichte, 4, Lateinische Chroniken, Lebensbeschreibungen, Karlsruhe 1867, 104 Nekrologische Annalen von St. Blasien: Franz Joseph Mone (Hrsg.); Quellensammlung der badischen Landesgeschichte, 3, Karlsruhe 1863, 599 [Additio: Columban Reble, Liber Originum Monasterij Sancti Blasij In Silva Hercynia [...], Waldshut 1716, 72-75, 77, 82 http://digilib.ub.uni-freiburg.de/document/348131461/]
Lit.: Marc Rosenberg, Allegorie auf St. Blasien, in: Veröffentlichungen der Grossherzoglich Badischen Sammlungen für Altertums- und Völkerkunde in Karlsruhe und des Karlsruher Altertumsvereins 2 (1895), 53-74, hier 61 (Hinweis auf Kupferstich 1681 mit bildlicher Darstellung des Abts) Ludwig Schmieder, Das Benediktinerkloster St. Blasien. Eine baugeschichtliche Studie, Augsburg 1929 Helmut Maurer, - Das Land zwischen Schwarzwald und Randen im frühen und hohen Mittelalter. Königtum, Adel und Klöster als politisch wirksame Kräfte (Forschungen zur oberrheinischen Landesgeschichte, 16),. Freiburg i. Br.1965; - Hermann Jakobs, Der Adel in der Klosterreform von St. Blasien (Kölner historische Abhandlungen, 16), Köln 1968; - Hugo Ott, in: Franz Quarthal [u.a.] (Hrsg.), Die Benediktinerklöster in Baden-Württemberg (Germania Benedictina, 5), Augsburg 1975 (Reprint St. Ottilien 1987), 146-160; - Hubert Houben, St. Blasianer Handschriften des 11. und 12. Jahrhunderts: unter besonderer Berücksichtigung der Ochsenhauser Klosterbibliothek (Münchener Beiträge zur Mediävistik und Renaissance-Forschung, 30), München 1979; - Johann Wilhelm Braun, Gefälschte Urkunden vor dem hochmittelalterlichen Königs- und Hofgericht. Kloster St. Blasien contra Bistum Basel (2008).
Webseiten: http://historia-docet.de/VortragStBlasienWebsite2.doc bzw. Archivversion http://www.webcitation.org/5ytwylnv2.
Klaus Graf
Braun-Vortrag als PDF:
http://historia-docet.de/VortragStBlasienWebsite2.pdf
[Gedruckt: Biographisch-bibliographisches Kirchenlexikon Bd. 33 (2011), Sp. 1159-1160]
Ergänzungen willkommen!
RUSTEN von St. Blasien, Abt OSB (1108-1125). † 19. September 1125. - Rusten wurde um 1072 von Abt Giselbert gemeinsam mit Uto, der ebenfalls später Abt wurde, ins Kloster Fruttuaria entsandt, um den dortigen Ordo zu übernehmen. Seine eigene Abtszeit (ab Herbst 1108, sein Vorgänger Uto starb am 24. September 1108) stand im Zeichen der Festigung und Ausbreitung der damals eingeleiteten Reform des Klosters. Von sechs Mönchen darf man annehmen, dass sie während seiner Amtszeit als Äbte anderer Klöster eingesetzt wurden. Rusten kann als Gründer des Frauenklosters Berau (um 1115) gelten. Vermutlich hat er den in St. Blasien bestehenden Frauenkonvent ganz dorthin verlegt. Vom Fürstengericht unter Kaiser Heinrich V.erlangte er 1125 das Recht der freien Vogtwahl. Umgehend ersetzte er den vom Hochstift Basel eingesetzten Adelgoz durch den Zähringer Konrad - ein wichtiger Sieg für die klösterliche "libertas" einerseits und im Machtkampf der Zähringer mit dem Hochstift Basel andererseits. Der "Liber constructionis" würdigt vor allem Rustens Bautätigkeit: Er ließ Kirche und Kloster vollenden, die Abtskapelle und einen Großteil der Abtswohnung erbauen, stiftete Altäre, unter anderem den Erlöseraltar mitten im Münster, und errichtete das Krankenhaus (Infirmarie) mit zugehöriger Marienkapelle. Einer späten Quelle zufolge führte er eine Messe (missa tertia) um 6 Uhr morgens in dieser Marienkapelle und eine Prozession zu ihr jeden Samstag ein. Das heute noch in St. Paul (Hs. 60/1) vorhandene prächtige Bernauer Missale wurde in seinem Auftrag geschrieben. Seine letzte Ruhestätte fand der Abt in der Krypta St. Peter. Die St. Blasianer Mönche der frühen Neuzeit verehrten ihn als heiligmäßig. Den Ordensnamen Rustenus führte der 1715 geborene Christian Heer, der 1733 die Profess in St. Blasien ablegte und als Historiker zu den bedeutendsten Mönchen des Klosters im 18. Jahrhunderts zählte.
Quellen: Johann Wilhelm Braun (Hrsg.), Urkundenbuch des Klosters Sankt Blasien im Schwarzwald: von den Anfängen bis zum Jahr 1299 (Veröffentlichungen der Kommission für geschichtliche Landeskunde in Baden-Württemberg. Reihe A, Quellen, 23), Stuttgart 2003 (grundlegend); Liber constructionis: Franz Joseph Mone (Hrsg.), Quellensammlung der badischen Landesgeschichte, 4, Lateinische Chroniken, Lebensbeschreibungen, Karlsruhe 1867, 104 Nekrologische Annalen von St. Blasien: Franz Joseph Mone (Hrsg.); Quellensammlung der badischen Landesgeschichte, 3, Karlsruhe 1863, 599 [Additio: Columban Reble, Liber Originum Monasterij Sancti Blasij In Silva Hercynia [...], Waldshut 1716, 72-75, 77, 82 http://digilib.ub.uni-freiburg.de/document/348131461/]
Lit.: Marc Rosenberg, Allegorie auf St. Blasien, in: Veröffentlichungen der Grossherzoglich Badischen Sammlungen für Altertums- und Völkerkunde in Karlsruhe und des Karlsruher Altertumsvereins 2 (1895), 53-74, hier 61 (Hinweis auf Kupferstich 1681 mit bildlicher Darstellung des Abts) Ludwig Schmieder, Das Benediktinerkloster St. Blasien. Eine baugeschichtliche Studie, Augsburg 1929 Helmut Maurer, - Das Land zwischen Schwarzwald und Randen im frühen und hohen Mittelalter. Königtum, Adel und Klöster als politisch wirksame Kräfte (Forschungen zur oberrheinischen Landesgeschichte, 16),. Freiburg i. Br.1965; - Hermann Jakobs, Der Adel in der Klosterreform von St. Blasien (Kölner historische Abhandlungen, 16), Köln 1968; - Hugo Ott, in: Franz Quarthal [u.a.] (Hrsg.), Die Benediktinerklöster in Baden-Württemberg (Germania Benedictina, 5), Augsburg 1975 (Reprint St. Ottilien 1987), 146-160; - Hubert Houben, St. Blasianer Handschriften des 11. und 12. Jahrhunderts: unter besonderer Berücksichtigung der Ochsenhauser Klosterbibliothek (Münchener Beiträge zur Mediävistik und Renaissance-Forschung, 30), München 1979; - Johann Wilhelm Braun, Gefälschte Urkunden vor dem hochmittelalterlichen Königs- und Hofgericht. Kloster St. Blasien contra Bistum Basel (2008).
Webseiten: http://historia-docet.de/VortragStBlasienWebsite2.doc bzw. Archivversion http://www.webcitation.org/5ytwylnv2.
Klaus Graf
Braun-Vortrag als PDF:
http://historia-docet.de/VortragStBlasienWebsite2.pdf
KlausGraf - am Sonntag, 5. Juni 2011, 20:50 - Rubrik: Landesgeschichte
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