Landesgeschichte
Der Aufsatz beginnt mit einem Trugschluss: Für mich war immer die Frage von Interesse, inwieweit zurückliegende Ereignisse allein durch die Weitergabe von Mund zu Mund in ein allgemeines Bewusstsein der Bevölkerung Eingang finden und sich dort über Jahrhunderte hinweg einprägen. Ein dramatischer Vorfall in der Geschichte Schwabens, der nun genau 500 Jahre zurückliegt, dürfte diesem Tatbestand entsprechen. Er hat sich bei der Bevölkerung im näheren Umkreis des Tatortes bis zum heutigen Tag lebendig gehalten.
Nachdem es hinreichend schriftliche Quellen zu dem spektakulären Mordfall gab, die ins sog. Volk einsichern konnten, ist die Annahme einer jahrhundertelangen mündlichen Tradition völlig lächerlich.
Vanotti 1845
http://books.google.de/books?id=t5BAAAAAYAAJ&pg=PA454
Vochezer 1888
http://www.archive.org/details/GeschichteDesFrstlichenHausesWaldburgInSchwaben1
Steiff/Mehring Nr. 24
http://commons.wikimedia.org/wiki/File:De_Lieder_Spr%C3%BCche_W%C3%BCrttembergs_053.jpg
http://de.wikipedia.org/wiki/Andreas_von_Sonnenberg
(D)
KlausGraf - am Sonntag, 29. Mai 2011, 22:38 - Rubrik: Landesgeschichte
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http://www.burghauptmannschaft.at/php/detail.php?ukatnr=12171&artnr=7091
"Die erste urkundliche Erwähnung eines Burggrafen (Michael von Maidburg) stammt aus dem Jahr 1434, die Bezeichnung Burghauptmann wird das erste Mal 1443 verwendet. Bis ins Jahr 1793 wurden Burggrafen bestellt. Da Franz I. (1768-1835) keinen Burggrafen bestellte, wurden die Aufgaben ab 1793 von einem Burginspektor übernommen. Mit der unter Kaiser Franz Joseph I. (1830-1916) durchgeführten Reform der Hofdienste (1849) wurde die Hofburginspektion in Burghauptmannschaft umbenannt."
Burginspektor klingt doch weit moderner als Burghauptmann - war die Rückkehr zur alten Bezeichnung ein spätromantisches Archaisieren?
Via http://www.univie.ac.at/voeb/blog/?p=14387
Achja: Im früheren Hofkammerarchiv in der Johannesgasse will die Öst. Nationalbibliothek bis 2015 ein Literaturmuseum einrichten.
(RSS)
"Die erste urkundliche Erwähnung eines Burggrafen (Michael von Maidburg) stammt aus dem Jahr 1434, die Bezeichnung Burghauptmann wird das erste Mal 1443 verwendet. Bis ins Jahr 1793 wurden Burggrafen bestellt. Da Franz I. (1768-1835) keinen Burggrafen bestellte, wurden die Aufgaben ab 1793 von einem Burginspektor übernommen. Mit der unter Kaiser Franz Joseph I. (1830-1916) durchgeführten Reform der Hofdienste (1849) wurde die Hofburginspektion in Burghauptmannschaft umbenannt."
Burginspektor klingt doch weit moderner als Burghauptmann - war die Rückkehr zur alten Bezeichnung ein spätromantisches Archaisieren?
Via http://www.univie.ac.at/voeb/blog/?p=14387
Achja: Im früheren Hofkammerarchiv in der Johannesgasse will die Öst. Nationalbibliothek bis 2015 ein Literaturmuseum einrichten.
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KlausGraf - am Sonntag, 29. Mai 2011, 14:35 - Rubrik: Landesgeschichte
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Lateinischer Druck aus dem Jahr 1612:
http://fuldig.hs-fulda.de/viewer/viewImage.xhtml?action=open&iddoc=1902869&page=1
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http://fuldig.hs-fulda.de/viewer/viewImage.xhtml?action=open&iddoc=1902869&page=1
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KlausGraf - am Donnerstag, 26. Mai 2011, 16:32 - Rubrik: Landesgeschichte
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Kurt Andermann, Raubritter, in: Historisches Lexikon Bayerns, URL: http://www.historisches-lexikon-bayerns.de/artikel/artikel_45355 (10.05.2011)
Der Begriff als solcher lässt sich zwar schon 1672 nachweisen (Christian August Pfalz, Abominatio desolationis Turcicae, Prag 1672, S. 47 u. ö.), fand aber erst seit dem späteren 18. Jahrhundert eine weitere Verbreitung. Allerdings hatten schon früher vielgelesene Ritterromane und aufklärerische Geschichtswerke die Gestalt des räuberischen Ritters und Plackers unter die Leute gebracht. Die erzählenden, naturgemäß zumeist parteilichen Quellen des späten Mittelalters sprechen in diesbezüglichen Kontexten, in denen es freilich mitnichten allein um Auseinandersetzungen zwischen landgesessenem Adel und städtischem Bürgertum ging, gewöhnlich von "raptores", "predones", "latrones", "spoliatores" oder "räubern" und bezeichnen deren Burgen bisweilen als "raubheußer".
Als die griffige Bezeichnung "Raubritter" einmal in der Welt war, fand sie, wohl nicht zuletzt wegen ihres in der deutschen Sprache so beliebten alliterierenden Charakters, rasch Eingang in die bildungsbürgerliche Literatur. Das "Staats-Lexikon" von Karl von Rotteck (1775-1840) und Karl Theodor Welcker (1790-1869) aus dem Jahr 1835/48, Friedrich Christoph Schlossers (1776-1861) "Weltgeschichte für das deutsche Volk" (1844/56), die weit verbreiteten Weltgeschichte von Karl Friedrich Becker (1867) und Spamers illustrierte Weltgeschichte (1893-1898) sowie viele andere Werke trugen zu seiner Popularisierung bei. Gustav Freytag (1816-1895) fügte noch das Bild von den die städtischen Mauern umschwärmenden Raubvögeln hinzu (1859/67). Die Burgenromantik und die mit ihr verbundenen Sagen taten ein übriges.
Den Hinweis auf diesen Neufund gab
http://archiv.twoday.net/stories/18117222/#18118466
Zu dem bisher bekannten ältesten Beleg 1781 siehe
http://archiv.twoday.net/stories/4537828/
In Andermanns Literaturhinweisen vermisse ich meine Ausführungen im Artikel "Ritter" der Enzyklopädie des Märchens (Sp. 714-717 Abschnitt "Raubrittersagen"), online:
Ritter, in: Enzyklopädie des Märchens Bd. 11 Lief. 2, Berlin/New
York 2004, Sp. 707-723
(ab Sp. 709 einsehbar unter
http://www.libreka.de/9783110175653/371
die fehlenden Sp. 707-708 sind online:
http://www.flickr.com/photos/34028941@N00/5641850934/in/photostream
Preprint-Fassung, im Druck geändert, nur Abschnitte 1-3:
http://www.aedph-old.uni-bayreuth.de/2003/0091.html )
(E)

Der Begriff als solcher lässt sich zwar schon 1672 nachweisen (Christian August Pfalz, Abominatio desolationis Turcicae, Prag 1672, S. 47 u. ö.), fand aber erst seit dem späteren 18. Jahrhundert eine weitere Verbreitung. Allerdings hatten schon früher vielgelesene Ritterromane und aufklärerische Geschichtswerke die Gestalt des räuberischen Ritters und Plackers unter die Leute gebracht. Die erzählenden, naturgemäß zumeist parteilichen Quellen des späten Mittelalters sprechen in diesbezüglichen Kontexten, in denen es freilich mitnichten allein um Auseinandersetzungen zwischen landgesessenem Adel und städtischem Bürgertum ging, gewöhnlich von "raptores", "predones", "latrones", "spoliatores" oder "räubern" und bezeichnen deren Burgen bisweilen als "raubheußer".
Als die griffige Bezeichnung "Raubritter" einmal in der Welt war, fand sie, wohl nicht zuletzt wegen ihres in der deutschen Sprache so beliebten alliterierenden Charakters, rasch Eingang in die bildungsbürgerliche Literatur. Das "Staats-Lexikon" von Karl von Rotteck (1775-1840) und Karl Theodor Welcker (1790-1869) aus dem Jahr 1835/48, Friedrich Christoph Schlossers (1776-1861) "Weltgeschichte für das deutsche Volk" (1844/56), die weit verbreiteten Weltgeschichte von Karl Friedrich Becker (1867) und Spamers illustrierte Weltgeschichte (1893-1898) sowie viele andere Werke trugen zu seiner Popularisierung bei. Gustav Freytag (1816-1895) fügte noch das Bild von den die städtischen Mauern umschwärmenden Raubvögeln hinzu (1859/67). Die Burgenromantik und die mit ihr verbundenen Sagen taten ein übriges.
Den Hinweis auf diesen Neufund gab
http://archiv.twoday.net/stories/18117222/#18118466
Zu dem bisher bekannten ältesten Beleg 1781 siehe
http://archiv.twoday.net/stories/4537828/
In Andermanns Literaturhinweisen vermisse ich meine Ausführungen im Artikel "Ritter" der Enzyklopädie des Märchens (Sp. 714-717 Abschnitt "Raubrittersagen"), online:
Ritter, in: Enzyklopädie des Märchens Bd. 11 Lief. 2, Berlin/New
York 2004, Sp. 707-723
(ab Sp. 709 einsehbar unter
http://www.libreka.de/9783110175653/371
die fehlenden Sp. 707-708 sind online:
http://www.flickr.com/photos/34028941@N00/5641850934/in/photostream
Preprint-Fassung, im Druck geändert, nur Abschnitte 1-3:
http://www.aedph-old.uni-bayreuth.de/2003/0091.html )
(E)

KlausGraf - am Freitag, 20. Mai 2011, 15:16 - Rubrik: Landesgeschichte
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Wismar im Mittelalter
http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/ihd/content/titleinfo/2566456
Die Bürgersprachen der Stadt Wismar
http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/ihd/content/titleinfo/2566880
Das älteste Wismarsche Stadtbuch : von etwa 1250 bis 1272
http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/ihd/content/titleinfo/2566242
Das war Rekord: Am Dienstag regte ich die Digitalisierung an (siehe auch http://archiv.twoday.net/stories/18112372/ ) - heute stehen sie schon im Netz!
(PM)
Update:
Die Grabsteine der lübeckischen Kirchen
http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/ihd/content/titleinfo/2574087
http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/ihd/content/titleinfo/2566456
Die Bürgersprachen der Stadt Wismar
http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/ihd/content/titleinfo/2566880
Das älteste Wismarsche Stadtbuch : von etwa 1250 bis 1272
http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/ihd/content/titleinfo/2566242
Das war Rekord: Am Dienstag regte ich die Digitalisierung an (siehe auch http://archiv.twoday.net/stories/18112372/ ) - heute stehen sie schon im Netz!
(PM)
Update:
Die Grabsteine der lübeckischen Kirchen
http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/ihd/content/titleinfo/2574087
KlausGraf - am Donnerstag, 19. Mai 2011, 11:33 - Rubrik: Landesgeschichte
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KlausGraf - am Montag, 16. Mai 2011, 00:55 - Rubrik: Landesgeschichte
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Sehr geehrter Herr Dr. Graf,
neben meiner Tätigkeit als Lokalhistoriker im
Gelnhausen-Hanau-Büdinger Raum rekonstruiere ich gerade
meine Roman-Pentalogie
"Grenzgänger" mit den Romanen "Der Damenschneider",
"Putztruppen", "Der Erbsenzähler", "Die drei Leben der
Hannia W.", "Die Vertreibung aus dem Rosengarten" und dem
"Grenzgänger", die mir durch einen Festplatten-Crash alle
verloren gegangen sind.
Bei der Rekonstruktion des Odenwald-Michelstadt-Romanes
"Der Damenschneider", der zwischen 806 und 1974 spielt
und in dem die Frage der Herkunft und der Biographie des
Nikolaus Matz wesentlicher Bestandteil ist, fehlen
mir noch einige Daten zu Nikolaus Matz. Der Ex-SSler
und Viehzuchtberater der Ortsbauernführer und Zuteiler
von Zwangsarbeiterkontingenten Dr. Alsberg streitet sich
mit Dr. Mömlinger , dem aus dem US-Exil zurückgekehrten
Historiker und säkularisierten jüdischen Entnazifizierer
über Matzens Herkunft, ein Streit, der schon vor 33
begonnen hatte.
Gibt es Aufzeichnungen über die Freiburger Zeit des
Nikolaus Matz ?
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Hartmut Barth-Engelbart
(PM) mit freundlicher Genehmigung des Anfragenden.
neben meiner Tätigkeit als Lokalhistoriker im
Gelnhausen-Hanau-Büdinger Raum rekonstruiere ich gerade
meine Roman-Pentalogie
"Grenzgänger" mit den Romanen "Der Damenschneider",
"Putztruppen", "Der Erbsenzähler", "Die drei Leben der
Hannia W.", "Die Vertreibung aus dem Rosengarten" und dem
"Grenzgänger", die mir durch einen Festplatten-Crash alle
verloren gegangen sind.
Bei der Rekonstruktion des Odenwald-Michelstadt-Romanes
"Der Damenschneider", der zwischen 806 und 1974 spielt
und in dem die Frage der Herkunft und der Biographie des
Nikolaus Matz wesentlicher Bestandteil ist, fehlen
mir noch einige Daten zu Nikolaus Matz. Der Ex-SSler
und Viehzuchtberater der Ortsbauernführer und Zuteiler
von Zwangsarbeiterkontingenten Dr. Alsberg streitet sich
mit Dr. Mömlinger , dem aus dem US-Exil zurückgekehrten
Historiker und säkularisierten jüdischen Entnazifizierer
über Matzens Herkunft, ein Streit, der schon vor 33
begonnen hatte.
Gibt es Aufzeichnungen über die Freiburger Zeit des
Nikolaus Matz ?
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Hartmut Barth-Engelbart
(PM) mit freundlicher Genehmigung des Anfragenden.
KlausGraf - am Montag, 9. Mai 2011, 17:15 - Rubrik: Landesgeschichte
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http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/ihd/content/titleinfo/2525515
Der Dortmunder Dominikaner (gestorben nach 1456) verfasste seine Dortmunder Chronik nicht später als 1450 (Katharina Colberg im ²VL VI, 868-70, in http://www.amazon.de/Literatur-Mittelalters-Verfasserlexikon-Marienberger-Osterspiel/dp/3110107546/ nach handwerkerfamilie suchen!).
(RSS)
Der Dortmunder Dominikaner (gestorben nach 1456) verfasste seine Dortmunder Chronik nicht später als 1450 (Katharina Colberg im ²VL VI, 868-70, in http://www.amazon.de/Literatur-Mittelalters-Verfasserlexikon-Marienberger-Osterspiel/dp/3110107546/ nach handwerkerfamilie suchen!).
(RSS)
KlausGraf - am Montag, 9. Mai 2011, 14:40 - Rubrik: Landesgeschichte
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Ein bedeutsames Sammelwerk zur württembergischen Landeskunde und Literaturgeschichte, in gewohnt schlechter Qualität in München von Google digitalisiert:
http://www.mdz-nbn-resolving.de/urn/resolver.pl?urn=urn:nbn:de:bvb:12-bsb10121156-2
(W)
http://www.mdz-nbn-resolving.de/urn/resolver.pl?urn=urn:nbn:de:bvb:12-bsb10121156-2
(W)
KlausGraf - am Montag, 9. Mai 2011, 01:07 - Rubrik: Landesgeschichte
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http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/kissling1975
Zum Autor:
http://de.wikipedia.org/wiki/Hermann_Kissling
(PM)
Zum Autor:
http://de.wikipedia.org/wiki/Hermann_Kissling
(PM)
KlausGraf - am Dienstag, 3. Mai 2011, 19:12 - Rubrik: Landesgeschichte
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