Medienarchive
Dr. Michael-Dieter Crone, Leiter Dokumentation und Archive, Foto: hr/Isabel Schad
"Das Deutsche Rundfunkarchiv (DRA) erhält eine neue Leitung. Nach dem Ausscheiden des gegenwärtigen Vorstands Hans-Gerhard Stülb Ende September 2011 wird Dr. Michael Crone kommissarisch die Leitung des DRA übernehmen. Die ARD-Intendantinnen und -Intendanten haben bei ihrer Sitzung in Frankfurt dem Vorschlag des DRA-Verwaltungsratsvorsitzenden und hr-Intendanten Dr. Helmut Reitze zugestimmt: „Dr. Crone wird bis Mitte/Ende 2012 kommissarisch die Leitung des DRA übernehmen, bis die ARD-Prüfgruppe unter rbb-Justitiar Dr. Reinhart Binder ihre Arbeit abgeschlossen hat und die Zukunft des DRA geklärt ist“, erklärte Reitze. Im Herbst 2011 wechselt Crone als Leiter der Abteilung „Dokumentation und Archive“ im Hessischen Rundfunk (hr) in den Ruhestand. „Ich freue mich sehr darüber, dass sich der ausgewiesene Archiv-Experte Crone bereit erklärt hat, seine Erfahrung und sein Wissen zur Neuausrichtung des DRA einzubringen und die kommissarische Leitung zu übernehmen“, sagte Reitze weiter.
Michael Crone, 1948 in Bad Gandersheim geboren, studierte Publizistik, Geschichte und Soziologie an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster und promovierte 1980. Nach mehreren Jahren als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Münster wechselte er 1985 zum hr, wo er seit 2001 Leiter der Abteilung „Dokumentation und Archive“ ist. Crone erhielt Lehraufträge an den Universitäten Leipzig und Frankfurt und wurde 2010 an der Hochschule Darmstadt zum Honorarprofessor für Mediendokumentation berufen. Er ist Mitglied des Studienkreises Rundfunk und Geschichte und war lange Jahre Vorsitzender der Ländergruppe Deutschland/Deutschschweiz der Internationalen Vereinigung der Schall- und audiovisuellen Archive (IASA)."
Quelle: Hess. Rundfunk, Pressemitteilung v. 8.8.11
Zur "Zukunft" des DRA s. http://archiv.twoday.net/search?q=rundfunkarchiv
Wolf Thomas - am Mittwoch, 10. August 2011, 19:23 - Rubrik: Medienarchive
"In Zusammenhang mit einem von der Forschungsstiftung der schwedischen Reichsbank (RJ) geförderten Forschungsprojekt über den schwedischen Japanreisenden Carl Peter Thunberg (1743-1828) und der Entstehungsgeschichte der deutschen Übersetzung seines Reiseberichts suche ich dringend nach Informationen zum Verlagsarchiv Haude und Spener (Berlin) und/oder zum Nachlass des Publizisten/Verlegers Johann Carl Philipp Spener (1749-1827).
Thunbergs Reise (durchgeführt 1770-1779) bahnte den Weg für die spätere Karriere des schwedischen Botanikers. 1784 wurde er Inhaber der naturalhistorischen Professur an der Universität Uppsala. Aber erst vier Jahre später, 1788, erschien der erste Band seiner Reiseschilderung auf Schwedisch, Band II 1789. Band III und IV waren Japan gewidmet und daher von der Leserschaft heiß erwartet. Bis 1796 wurden Übersetzungen ins Deutsche, Englische und Französische angefertigt.
Die im Verlag Hauder und Spener herausgegebene Gesamtübersetzung (1792-1794) wurde 1991 von Eberhard Friese als Faksimile herausgegeben und eingeleitet (Thunberg, Reise, Hg. Friese, Heidelberg: Manutius, 1991).
Carl Jung publizierte im Jahr 2002 (Stuttgart: Steiner) seine Dissertation Kaross und Kimono: "Hottentotten" und Japaner im Spiegel des Reiseberichts von Carl Peter Thunberg (1743-1828) und hat sich auch in weiteren Artikeln mit dieser Thematik beschäftigt.
Auch wenn Friese und Jung teilweise Aspekte der deutschen Übersetzung Thunbergs berühren, finden sich zu den Verlegern Thunbergs nur spärliche Informationen. Doch interessiere ich mich in meinem Projekt vor allen Dingen für die Kulturgeschichte des Übersetzens im 18. Jahrhundert (siehe auch die Publikation des Fragestellers: “Translating Discourses of Enlightenment – Trans-cultural Language Skills and Cross-references between Swedish and German Educated Journals in the 18th century”, in: Cultural transfer through translation: the circulation of Enlightened thought in Europe by means of translation, Hg. Stefanie Stockhorst, Amsterdam/New York: Rodopi 2010, S. 209-229).
Es ist daher ein ausgesprochener Glücksfall, dass in der Thunberg-Sammlung der Universitätsbibliothek Uppsala eine umfangreiche Korrespondenz zwischen Autor, Übersetzer (Groskurd, Stralsund) und Verleger (Spener, Berlin) erhalten ist. Diese Korrespondenz ist bereits gesichtet und ausgewertet worden und bietet einen einmaligen Einblick in die Bedingungen des transnational organisierten Verlagswesens.
Jedoch fehlt, um ein Gesamtbild zu recherchieren, die andere Seite der Korrespondenz zwischen Autor, Übersetzer und Verleger, Thunbergs Briefe an Groskurd und Spener, Groskurds Briefe an Spener, Speners an Groskurd. Im Stadtarchiv Stralsund gibt es leider keine Bestände zu Groskurd, die im Zusammenhang von Interesse sind. Ob und wo sich eventuell Bestände des Verlags Haude und Spener oder ein eventueller Nachlass Speners befindet, entzieht sich leider meiner Kenntnis, da mir in Schweden dazu keine Findmittel zur Verfügung stehen.
Es gibt auch Indizien für eine Korrespondenz Thunbergs mit dem Verleger Voß oder auch mit Vater und Sohn Forster, da Voß 1792 eine Zusammenfassung der ersten beiden Teile der Reiseschilderung publizierte.
Jegliche Hinweise zu einer Fortsetzung der Recherche in deutschen Archiven sind willkommen!
Mit kollegialen Grüssen,
Dr. Andreas Önnerfors
Universitätsbibliothek Lund
andreas.onnerfors@kultur.lu.se
leidenuniv.academia.edu/AndreasÖnnerfors"
URL zur Zitation dieses Beitrages http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/forum/id=1574&type=anfragen
Thunbergs Reise (durchgeführt 1770-1779) bahnte den Weg für die spätere Karriere des schwedischen Botanikers. 1784 wurde er Inhaber der naturalhistorischen Professur an der Universität Uppsala. Aber erst vier Jahre später, 1788, erschien der erste Band seiner Reiseschilderung auf Schwedisch, Band II 1789. Band III und IV waren Japan gewidmet und daher von der Leserschaft heiß erwartet. Bis 1796 wurden Übersetzungen ins Deutsche, Englische und Französische angefertigt.
Die im Verlag Hauder und Spener herausgegebene Gesamtübersetzung (1792-1794) wurde 1991 von Eberhard Friese als Faksimile herausgegeben und eingeleitet (Thunberg, Reise, Hg. Friese, Heidelberg: Manutius, 1991).
Carl Jung publizierte im Jahr 2002 (Stuttgart: Steiner) seine Dissertation Kaross und Kimono: "Hottentotten" und Japaner im Spiegel des Reiseberichts von Carl Peter Thunberg (1743-1828) und hat sich auch in weiteren Artikeln mit dieser Thematik beschäftigt.
Auch wenn Friese und Jung teilweise Aspekte der deutschen Übersetzung Thunbergs berühren, finden sich zu den Verlegern Thunbergs nur spärliche Informationen. Doch interessiere ich mich in meinem Projekt vor allen Dingen für die Kulturgeschichte des Übersetzens im 18. Jahrhundert (siehe auch die Publikation des Fragestellers: “Translating Discourses of Enlightenment – Trans-cultural Language Skills and Cross-references between Swedish and German Educated Journals in the 18th century”, in: Cultural transfer through translation: the circulation of Enlightened thought in Europe by means of translation, Hg. Stefanie Stockhorst, Amsterdam/New York: Rodopi 2010, S. 209-229).
Es ist daher ein ausgesprochener Glücksfall, dass in der Thunberg-Sammlung der Universitätsbibliothek Uppsala eine umfangreiche Korrespondenz zwischen Autor, Übersetzer (Groskurd, Stralsund) und Verleger (Spener, Berlin) erhalten ist. Diese Korrespondenz ist bereits gesichtet und ausgewertet worden und bietet einen einmaligen Einblick in die Bedingungen des transnational organisierten Verlagswesens.
Jedoch fehlt, um ein Gesamtbild zu recherchieren, die andere Seite der Korrespondenz zwischen Autor, Übersetzer und Verleger, Thunbergs Briefe an Groskurd und Spener, Groskurds Briefe an Spener, Speners an Groskurd. Im Stadtarchiv Stralsund gibt es leider keine Bestände zu Groskurd, die im Zusammenhang von Interesse sind. Ob und wo sich eventuell Bestände des Verlags Haude und Spener oder ein eventueller Nachlass Speners befindet, entzieht sich leider meiner Kenntnis, da mir in Schweden dazu keine Findmittel zur Verfügung stehen.
Es gibt auch Indizien für eine Korrespondenz Thunbergs mit dem Verleger Voß oder auch mit Vater und Sohn Forster, da Voß 1792 eine Zusammenfassung der ersten beiden Teile der Reiseschilderung publizierte.
Jegliche Hinweise zu einer Fortsetzung der Recherche in deutschen Archiven sind willkommen!
Mit kollegialen Grüssen,
Dr. Andreas Önnerfors
Universitätsbibliothek Lund
andreas.onnerfors@kultur.lu.se
leidenuniv.academia.edu/AndreasÖnnerfors"
URL zur Zitation dieses Beitrages http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/forum/id=1574&type=anfragen
Wolf Thomas - am Donnerstag, 14. Juli 2011, 21:53 - Rubrik: Medienarchive
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"Bei Ihrer Sitzung in Würzburg haben sich die ARD-Intendantinnen und Intendanten auch mit der Zukunft des Deutschen Rundfunkarchivs beschäftigt. Sie betonen nachdrücklich, dass nicht daran gedacht ist, die Bestände des Deutschen Rundfunkarchivs aufzulösen. Es besteht auch nicht die Absicht, die Dienstleistungen dieses Archivs gegenüber Zuschauern und Hörern, Wissenschaft und Forschung, Bildungsinstitutionen oder gegenüber den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten massiv einzuschränken. Diesen falschen Eindruck hatten einige Presseartikel in den letzten Wochen vermittelt.
Das Deutsche Rundfunkarchiv leistet einen wichtigen Beitrag zur Sicherung des kulturellen und audio-visuellen Erbes in Deutschland. Gleichzeitig trägt es auch dazu bei, den Bildungsauftrag der ARD einzulösen.
Eine finanzielle und technische Herausforderung stellt aktuell die Digitalisierung dieser Archivmaterialen dar. Sie ist erforderlich zur physischen und inhaltlichen Sicherung der Hörfunk- und Fernsehbeiträge. Die Digitalisierung der Materialien macht sie zudem besser für die digitalen Produktionsprozesse im Rundfunk zugänglich.
Die ARD-Vorsitzende Monika Piel stellte noch einmal klar: "Alle ARD-Anstalten stehen vor großen finanziellen Herausforderungen und prüfen, wie sie durch Synergien ihr Leistungsniveau mit weniger finanziellem Aufwand künftig halten können. Wenn alles auf dem Prüfstand steht, können auch Gemeinschaftseinrichtungen der ARD wie zum Beispiel die Stiftung Deutsches Rundfunkarchiv davon nicht ausgenommen werden. Diese Prüfung zielt jedoch nicht auf die Abschaffung des DRA, sondern darauf, die Leistungen dieser 1952 als 'Lautarchiv des deutschen Rundfunks' gegründeten Einrichtung zu optimieren"."
Quelle: ARD.de, Presseservice, 28.6.11
Medienreaktionen:
Radioszene, 28.6.11
infosat.de, 28.6.11
Das Deutsche Rundfunkarchiv leistet einen wichtigen Beitrag zur Sicherung des kulturellen und audio-visuellen Erbes in Deutschland. Gleichzeitig trägt es auch dazu bei, den Bildungsauftrag der ARD einzulösen.
Eine finanzielle und technische Herausforderung stellt aktuell die Digitalisierung dieser Archivmaterialen dar. Sie ist erforderlich zur physischen und inhaltlichen Sicherung der Hörfunk- und Fernsehbeiträge. Die Digitalisierung der Materialien macht sie zudem besser für die digitalen Produktionsprozesse im Rundfunk zugänglich.
Die ARD-Vorsitzende Monika Piel stellte noch einmal klar: "Alle ARD-Anstalten stehen vor großen finanziellen Herausforderungen und prüfen, wie sie durch Synergien ihr Leistungsniveau mit weniger finanziellem Aufwand künftig halten können. Wenn alles auf dem Prüfstand steht, können auch Gemeinschaftseinrichtungen der ARD wie zum Beispiel die Stiftung Deutsches Rundfunkarchiv davon nicht ausgenommen werden. Diese Prüfung zielt jedoch nicht auf die Abschaffung des DRA, sondern darauf, die Leistungen dieser 1952 als 'Lautarchiv des deutschen Rundfunks' gegründeten Einrichtung zu optimieren"."
Quelle: ARD.de, Presseservice, 28.6.11
Medienreaktionen:
Radioszene, 28.6.11
infosat.de, 28.6.11
Wolf Thomas - am Mittwoch, 29. Juni 2011, 09:34 - Rubrik: Medienarchive

Vor 37 Jahren gedreht und erst heute gesendet: Szene aus dem einst zensierten "Polizeiruf 110" Foto: © MDR/DRA
"Eine 1974 in der DDR verbotene und über Jahrzehnte verschollene "Polizeiruf 110"-Folge wird erstmals gesendet. Der Krimi zeigt ein Verbrechen, das der Stasi missfiel.
Es klingt zunächst nur nach einer filmischen Fingerübung eines Krimi-Nerds: Der Dresdner Filmproduzent Stefan Urlaß hat für den MDR eine 1974 gedrehte Folge der DDR-Krimireihe "Polizeiruf 110" rekonstruiert. Der Film mit dem Titel "Im Alter von?" durfte damals nicht zu Ende produziert werden, das Material galt als vernichtet, bevor es 2009 beim Deutschen Rundfunkarchiv in Babelsberg entdeckt wurde.
Es gibt keine Tonspur, aber das Drehbuch tauchte durch einen Zufall wieder auf - und mithilfe aktueller "Polizeiruf 110"-Darsteller wurde die Produktion synchronisiert. Da stellt sich die Frage: Musste das sein? Gibt es nicht genug altbackene "Polizeiruf"-Episoden, die ständig wiederholt werden? ...."
Quelle: Sven Sakowitz, TAZ v. 23.6.2011
Termin: MDR, 23.6.11, 20:15
Homepage des DRA
U. a. zur drohenden Schließung des Rundfunkarchivs s. http://archiv.twoday.net/search?q=rundfunkarchiv
Wolf Thomas - am Donnerstag, 23. Juni 2011, 12:52 - Rubrik: Medienarchive
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Bernd Reiher vom Onlinemagazin "Radioszene", interviewt Heiko Hilker:
" ...... Heiko Hilker ist ein Mann, der sich mit den Medien im Osten bestens auskennt. Er hat für die Rettung von DT64 demonstriert, war viele Jahre Abgeordneter mit Schwerpunkt Medien im sächsischen Landtag und baut nach seinem Ausstieg aus der Parlamentsarbeit an seinem „Dresdner Institut für Medien, Bildung und Beratung“. Weil das Deutsche Rundfunkarchiv sich derzeit in Sachen eigene Zukunft in Zurückhaltung übt, haben wir ihn gebeten, uns in einigen Sätzen zu erklären, was das Deutsche Rundfunkarchiv ist und worum es bei der Schließungs-Debatte geht. ....
RADIOSZENE: Welche Bedeutung hat das Deutsche Rundfunkarchiv aus Ihrer Sicht für die gesamtdeutsche Medienlandschaft?
Hilker: Das Deutsche Rundfunkarchiv ist in der deutschen Medienlandschaft einmalig. Es gibt keine weitere Einrichtung, die in diesem Umfang Ton- und Bildträger aller Art erfasst hat, die von geschichtlichem, künstlerischem oder wissenschaftlichen Wert sind und in Kunst, Wissenschaft, Forschung und Unterricht genutzt werden können. Das DRA restauriert und sichert audiovisuelle Medien. Zur Langzeitsicherung werden die schriftlichen, audiophonen und audiovisuellen Dokumente auch verfilmt bzw. digitalisiert. Zudem gibt es eine umfangreiche Dokumentation rundfunkgeschichtlich bedeutsamer Tatsachen und Dokumente.
RADIOSZENE: Könnte jemand anderes die zum Teil kostbaren Unikate betreuen, die das DRA pflegt? Das Bundesarchiv?
Hilker: Das hat andere Aufgaben.
RADIOSZENE: Die ARD-Anstalten selbst?
Hilker: Denen mangelt es an Kapazitäten und Fachpersonal. Um es an einem Beispiel deutlich zu machen: „Ein Hörfunkredakteur benötigt Musik aus Lortzings unbekannter Oper „Zum Großadmiral“. Die einzige Aufnahme ist ein Radio-Schellack-Mitschnitt von 1937. Das Original, abermals ein Unikat, liegt in Frankfurt; …. Wer hören will, wie die Stimme Giacomo Puccinis geklungen hat: Per Recherche-Anfrage beim DRA erfährt er es in 30 Sekunden.“ (RP Online, 8.6.2011).
RADIOSZENE: Über dem DRA scheinen derzeit dunkle Kürzungs- oder Privatisierungswolken zu schweben. Aus dem Hause selber war bisher nicht viel zu erfahren. Was wissen Sie über die aktuelle Lage der Einrichtung zu berichten?
Hilker: Seit etwa sieben Jahren ist das Budget des DRA nicht gestiegen. Die ARD möchte jedoch innerhalb ihrer Gemeinschaftseinrichtungen, zu denen das DRA gehört, 15 Prozent sparen. Begründet wird dies mit sinkenden Gebühreneinnahmen. (Allerdings sind die Einnahmen aus der Rundfunkgebühr in den letzten zehn Jahren nur einmal gesunken). Im Jahre 2009 hatte man über 300 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Und so werden verschiedene Varianten bis hin zur Privatisierung geprüft. Demnächst wollen die Intendanten hierzu eine Entscheidung treffen. Der Etat des DRA liegt bei zirka 12 Millionen Euro. Die Gebühreneinnahmen lagen 2009 bei 7,6 Millionen Euro. Die „degeto“ erhält für ihre Spielfilme über 370 Millionen Euro, die „SportA“ hatte 2010 einen Etat von über 300 Millionen Euro. Drei Fußballspiele der deutschen Fußballnationalmannschaft kosten in etwa so viel wie der Etat des DRA. Es ist fraglich, ob eine Privatisierung des DRA der ARD Kosten spart. Schließlich erstellt das DRA nicht nur für die ARD deren Jahrbuch. Das DRA würde dann seine Leistungen den ARD-Anstalten voll in Rechnung stellen. Dies könnte für die ARD teurer als bisher werden oder dazu führen, dass weniger historisches Material genutzt wird.
RADIOSZENE: Wie sollte es aus Ihrer Sicht mit dem DRA weitergehen – was wünschen Sie sich für die Zukunft des Hauses? Was wünschen Sie sich von den Verantwortlichen, die derzeit laut über die Zukunft des DRA nachdenken?
Hilker: Die Intendanten haben im Zusammenhang mit den Dreistufentests ihrer Online-Angebote immer wieder darauf hingewiesen, wie wichtig möglichst lange Verweildauern im Internet wären, da das Internet zum medialen Gedächtnis werde. Das DRA ist auch ein mediales Gedächtnis, ja, es ist die Grundlage jeden medialen Gedächtnisses. Es wäre falsch, diesen Speicher auszulagern. Das Geld ist da. Dazu nur ein aktuelles Beispiel. Der SWR hatte für das Jahr 2010 mit Einnahmen von 1,16 Millionen Euro geplant, laut Jahresabschluss hat man 1,21 Millionen Euro eingenommen. Die Ausgaben sind im Plan geblieben. Bisher finanziert der SWR zirka 2 Millionen Euro vom Etat des DRA.
RADIOSZENE: Der Wunsch?
Hilker: Die Intendanten sollten alles so belassen, wie es ist. Das DRA bleibt eine Gemeinschaftseinrichtung. Der Etat wird nicht reduziert, sondern entsprechend den Aufgaben angepasst. Nur so kann man das „mediale Gedächtnis“ erhalten, haben Journalisten, Künstler und Wissenschaftler die Chance, auch in Zukunft zu erfahren, was einer genau gesagt hat, welches Gesicht er dazu gemacht hat und wie seine Stimme dabei geklungen hat. Nur so kann man Legendenbildung verhindern."
Radioszene, 15.6.2011
Zur möglichen Schließung s. a.: http://archiv.twoday.net/stories/19472003/
Diskussion: Radioforen.de, Thema: "DRA (Deutsches Rundfunkarchiv) vor der Zerschlagung? "
" ...... Heiko Hilker ist ein Mann, der sich mit den Medien im Osten bestens auskennt. Er hat für die Rettung von DT64 demonstriert, war viele Jahre Abgeordneter mit Schwerpunkt Medien im sächsischen Landtag und baut nach seinem Ausstieg aus der Parlamentsarbeit an seinem „Dresdner Institut für Medien, Bildung und Beratung“. Weil das Deutsche Rundfunkarchiv sich derzeit in Sachen eigene Zukunft in Zurückhaltung übt, haben wir ihn gebeten, uns in einigen Sätzen zu erklären, was das Deutsche Rundfunkarchiv ist und worum es bei der Schließungs-Debatte geht. ....
RADIOSZENE: Welche Bedeutung hat das Deutsche Rundfunkarchiv aus Ihrer Sicht für die gesamtdeutsche Medienlandschaft?
Hilker: Das Deutsche Rundfunkarchiv ist in der deutschen Medienlandschaft einmalig. Es gibt keine weitere Einrichtung, die in diesem Umfang Ton- und Bildträger aller Art erfasst hat, die von geschichtlichem, künstlerischem oder wissenschaftlichen Wert sind und in Kunst, Wissenschaft, Forschung und Unterricht genutzt werden können. Das DRA restauriert und sichert audiovisuelle Medien. Zur Langzeitsicherung werden die schriftlichen, audiophonen und audiovisuellen Dokumente auch verfilmt bzw. digitalisiert. Zudem gibt es eine umfangreiche Dokumentation rundfunkgeschichtlich bedeutsamer Tatsachen und Dokumente.
RADIOSZENE: Könnte jemand anderes die zum Teil kostbaren Unikate betreuen, die das DRA pflegt? Das Bundesarchiv?
Hilker: Das hat andere Aufgaben.
RADIOSZENE: Die ARD-Anstalten selbst?
Hilker: Denen mangelt es an Kapazitäten und Fachpersonal. Um es an einem Beispiel deutlich zu machen: „Ein Hörfunkredakteur benötigt Musik aus Lortzings unbekannter Oper „Zum Großadmiral“. Die einzige Aufnahme ist ein Radio-Schellack-Mitschnitt von 1937. Das Original, abermals ein Unikat, liegt in Frankfurt; …. Wer hören will, wie die Stimme Giacomo Puccinis geklungen hat: Per Recherche-Anfrage beim DRA erfährt er es in 30 Sekunden.“ (RP Online, 8.6.2011).
RADIOSZENE: Über dem DRA scheinen derzeit dunkle Kürzungs- oder Privatisierungswolken zu schweben. Aus dem Hause selber war bisher nicht viel zu erfahren. Was wissen Sie über die aktuelle Lage der Einrichtung zu berichten?
Hilker: Seit etwa sieben Jahren ist das Budget des DRA nicht gestiegen. Die ARD möchte jedoch innerhalb ihrer Gemeinschaftseinrichtungen, zu denen das DRA gehört, 15 Prozent sparen. Begründet wird dies mit sinkenden Gebühreneinnahmen. (Allerdings sind die Einnahmen aus der Rundfunkgebühr in den letzten zehn Jahren nur einmal gesunken). Im Jahre 2009 hatte man über 300 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Und so werden verschiedene Varianten bis hin zur Privatisierung geprüft. Demnächst wollen die Intendanten hierzu eine Entscheidung treffen. Der Etat des DRA liegt bei zirka 12 Millionen Euro. Die Gebühreneinnahmen lagen 2009 bei 7,6 Millionen Euro. Die „degeto“ erhält für ihre Spielfilme über 370 Millionen Euro, die „SportA“ hatte 2010 einen Etat von über 300 Millionen Euro. Drei Fußballspiele der deutschen Fußballnationalmannschaft kosten in etwa so viel wie der Etat des DRA. Es ist fraglich, ob eine Privatisierung des DRA der ARD Kosten spart. Schließlich erstellt das DRA nicht nur für die ARD deren Jahrbuch. Das DRA würde dann seine Leistungen den ARD-Anstalten voll in Rechnung stellen. Dies könnte für die ARD teurer als bisher werden oder dazu führen, dass weniger historisches Material genutzt wird.
RADIOSZENE: Wie sollte es aus Ihrer Sicht mit dem DRA weitergehen – was wünschen Sie sich für die Zukunft des Hauses? Was wünschen Sie sich von den Verantwortlichen, die derzeit laut über die Zukunft des DRA nachdenken?
Hilker: Die Intendanten haben im Zusammenhang mit den Dreistufentests ihrer Online-Angebote immer wieder darauf hingewiesen, wie wichtig möglichst lange Verweildauern im Internet wären, da das Internet zum medialen Gedächtnis werde. Das DRA ist auch ein mediales Gedächtnis, ja, es ist die Grundlage jeden medialen Gedächtnisses. Es wäre falsch, diesen Speicher auszulagern. Das Geld ist da. Dazu nur ein aktuelles Beispiel. Der SWR hatte für das Jahr 2010 mit Einnahmen von 1,16 Millionen Euro geplant, laut Jahresabschluss hat man 1,21 Millionen Euro eingenommen. Die Ausgaben sind im Plan geblieben. Bisher finanziert der SWR zirka 2 Millionen Euro vom Etat des DRA.
RADIOSZENE: Der Wunsch?
Hilker: Die Intendanten sollten alles so belassen, wie es ist. Das DRA bleibt eine Gemeinschaftseinrichtung. Der Etat wird nicht reduziert, sondern entsprechend den Aufgaben angepasst. Nur so kann man das „mediale Gedächtnis“ erhalten, haben Journalisten, Künstler und Wissenschaftler die Chance, auch in Zukunft zu erfahren, was einer genau gesagt hat, welches Gesicht er dazu gemacht hat und wie seine Stimme dabei geklungen hat. Nur so kann man Legendenbildung verhindern."
Radioszene, 15.6.2011
Zur möglichen Schließung s. a.: http://archiv.twoday.net/stories/19472003/
Diskussion: Radioforen.de, Thema: "DRA (Deutsches Rundfunkarchiv) vor der Zerschlagung? "
Wolf Thomas - am Mittwoch, 15. Juni 2011, 08:44 - Rubrik: Medienarchive
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http://ak-zensur.de/download/Stellungnahme-AK-Zensur--15-RAeStV.pdf
Via
http://www.internet-law.de/2011/06/ak-zensur-nimmt-zum-depublizieren-stellung.html
Via
http://www.internet-law.de/2011/06/ak-zensur-nimmt-zum-depublizieren-stellung.html
KlausGraf - am Samstag, 11. Juni 2011, 14:15 - Rubrik: Medienarchive
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So fragt Wolfram Goertz auf rp-online.de:
"Man greift nicht zu hoch, wenn man das Deutsche Rundfunkarchiv (DRA) das mediale Gedächtnis Deutschlands nennt. Wo immer in einem zivilisierten Radio- oder Fernsehprogramm eine Sendeminute läuft: In Frankfurt und Babelsberg, den DRA-Standorten, wird sie seit bald 60 Jahren verwaltet, gespeichert, katalogisiert.
Zahllose Bild-, Ton- und Schallplattendokumente – zum Teil aus dem 19. Jahrhundert – türmen sich zu einem Datenspeicher, in den nicht nur vergnügte Exzentriker wie Dagobert Duck gern hineinspringen. Wer als Journalist mit erweitertem Horizont für Radio oder Fernsehen arbeitet, hat fast täglich mit dem DRA zu tun – und so gerät auch jeder von uns mit dem DRA in Kontakt, wenn er eine Sendung zu einem historischen Thema sieht oder hört. Auch alte und älteste Schallplatten werden dort restauriert, der Nachwelt und der Forschung nutzbar gemacht. Das DRA sättigt jedes Interesse, wie Deutschland im Äußersten und Innersten klang und klingt.
Dieser segensreiche Auftrag droht storniert zu werden. Die Intendanten der ARD-Anstalten, zu deren Gemeinschaftsprojekten das DRA zählt, werden Ende Juni bei einer Sitzung in Würzburg darüber befinden, ob sie die zwölf Millionen Euro noch aufbringen wollen, die das DRA pro Jahr kostet. Es kursieren mehrere Modelle, als deren finsterstes die Zerschlagung dräut. Selbstverständlich wird mit Sparzwängen argumentiert, die auf das DRA mit der tückischen Formel von der "Optimierung" angewendet werden. Man fragt sich aber, wer die zum Teil kostbaren Unikate betreuen soll, die das DRA pflegt? Das Bundesarchiv? Das hat andere Aufgaben. Die ARD-Anstalten selbst? Den mangelt es an Kapazität.
Kleiner Blick in den aktuellen Leistungskatalog: Ein Hörfunkredakteur benötigt Musik aus Lortzings unbekannter Oper "Zum Großadmiral". Die einzige Aufnahme ist ein Radio-Schellack-Mitschnitt von 1937. Das Original, abermals ein Unikat, liegt in Frankfurt; die DRA-Könner wollen jetzt in einer knappen Woche Umschnitt und Restauration von 20 Platten bewerkstelligen. Wer hören will, wie die Stimme Giacomo Puccinis geklungen hat: Per Recherche-Anfrage beim DRA erfährt er es in 30 Sekunden.
Derzeit beschäftigt sich das DRA unter dem Motto "Das besondere Dokument" mit Aufnahmen von Werken Robert Schumanns. Im Schallarchiv des DRA sind etwa 250 zwischen 1933 und 1945 entstandene Aufnahmen von den Sendern der Reichs-Rundfunk-Gesellschaft nachgewiesen. Diese beachtliche Zahl erklärt sich unter anderem durch die Rezeptionsgeschichte Schumanns im "Dritten Reich". Denn ähnlich wie Beethoven und Wagner – ganz im Gegensatz zu den Komponisten jüdischer Herkunft wie Mendelssohn Bartholdy, Meyerbeer und Mahler – genoss Schumann in der NS-Zeit erhöhte Wertschätzung. Er gehörte zu den Komponisten, deren Werk als Nationalgut gepflegt wurde. Bezeichnungen wie "urdeutsch", "Herrenmenschentum", "Abbild der deutschen Volksseele" und "echtes deutsches Heroentum" wurden auf Schumann angewendet. Wer dieses Schumann-Kapitel auf der Website des DRA studiert, bekommt einen Einblick von der Brisanz mancher Archivalie.
Wer das DRA abschafft oder amputiert, will nicht wissen, was einer wirklich und genau gesagt hat, welches Gesicht er dazu gemacht hat, wie seine Stimme geklungen hat. Er ist mit jener Unschärfe zufrieden, der alle Legenden entspringen – auch die gefährlichen."
Diesem flammenden Appell für den Erhalt des Rundfunkarchivs kann nur zugestimmt werden. M. E. sollte der VdA und der Verein für Medieninformation und Mediendokumentation (VfM) an die Medien gehen und den uneingeschränkten Erhalt dieses Archivs fordern.
Nachtrag:
"Deutsches Rundfunkarchiv womöglich vor dem Aus: Auf ihrer Sitzung Ende Juni entscheiden die ARD-Intendanten über den Fortbestand der Institution. Neben der Auflösung stehen starke Einsparungen zur Debatte, die die Aufgabe des Standorts Frankfurt zur Folge haben könnten." Exzerpt
"FAZ", S. 33"
s. a. FAZ, 7.6.11, S. 33 (Printausgabe, liegt mir nicht vor)
"Man greift nicht zu hoch, wenn man das Deutsche Rundfunkarchiv (DRA) das mediale Gedächtnis Deutschlands nennt. Wo immer in einem zivilisierten Radio- oder Fernsehprogramm eine Sendeminute läuft: In Frankfurt und Babelsberg, den DRA-Standorten, wird sie seit bald 60 Jahren verwaltet, gespeichert, katalogisiert.
Zahllose Bild-, Ton- und Schallplattendokumente – zum Teil aus dem 19. Jahrhundert – türmen sich zu einem Datenspeicher, in den nicht nur vergnügte Exzentriker wie Dagobert Duck gern hineinspringen. Wer als Journalist mit erweitertem Horizont für Radio oder Fernsehen arbeitet, hat fast täglich mit dem DRA zu tun – und so gerät auch jeder von uns mit dem DRA in Kontakt, wenn er eine Sendung zu einem historischen Thema sieht oder hört. Auch alte und älteste Schallplatten werden dort restauriert, der Nachwelt und der Forschung nutzbar gemacht. Das DRA sättigt jedes Interesse, wie Deutschland im Äußersten und Innersten klang und klingt.
Dieser segensreiche Auftrag droht storniert zu werden. Die Intendanten der ARD-Anstalten, zu deren Gemeinschaftsprojekten das DRA zählt, werden Ende Juni bei einer Sitzung in Würzburg darüber befinden, ob sie die zwölf Millionen Euro noch aufbringen wollen, die das DRA pro Jahr kostet. Es kursieren mehrere Modelle, als deren finsterstes die Zerschlagung dräut. Selbstverständlich wird mit Sparzwängen argumentiert, die auf das DRA mit der tückischen Formel von der "Optimierung" angewendet werden. Man fragt sich aber, wer die zum Teil kostbaren Unikate betreuen soll, die das DRA pflegt? Das Bundesarchiv? Das hat andere Aufgaben. Die ARD-Anstalten selbst? Den mangelt es an Kapazität.
Kleiner Blick in den aktuellen Leistungskatalog: Ein Hörfunkredakteur benötigt Musik aus Lortzings unbekannter Oper "Zum Großadmiral". Die einzige Aufnahme ist ein Radio-Schellack-Mitschnitt von 1937. Das Original, abermals ein Unikat, liegt in Frankfurt; die DRA-Könner wollen jetzt in einer knappen Woche Umschnitt und Restauration von 20 Platten bewerkstelligen. Wer hören will, wie die Stimme Giacomo Puccinis geklungen hat: Per Recherche-Anfrage beim DRA erfährt er es in 30 Sekunden.
Derzeit beschäftigt sich das DRA unter dem Motto "Das besondere Dokument" mit Aufnahmen von Werken Robert Schumanns. Im Schallarchiv des DRA sind etwa 250 zwischen 1933 und 1945 entstandene Aufnahmen von den Sendern der Reichs-Rundfunk-Gesellschaft nachgewiesen. Diese beachtliche Zahl erklärt sich unter anderem durch die Rezeptionsgeschichte Schumanns im "Dritten Reich". Denn ähnlich wie Beethoven und Wagner – ganz im Gegensatz zu den Komponisten jüdischer Herkunft wie Mendelssohn Bartholdy, Meyerbeer und Mahler – genoss Schumann in der NS-Zeit erhöhte Wertschätzung. Er gehörte zu den Komponisten, deren Werk als Nationalgut gepflegt wurde. Bezeichnungen wie "urdeutsch", "Herrenmenschentum", "Abbild der deutschen Volksseele" und "echtes deutsches Heroentum" wurden auf Schumann angewendet. Wer dieses Schumann-Kapitel auf der Website des DRA studiert, bekommt einen Einblick von der Brisanz mancher Archivalie.
Wer das DRA abschafft oder amputiert, will nicht wissen, was einer wirklich und genau gesagt hat, welches Gesicht er dazu gemacht hat, wie seine Stimme geklungen hat. Er ist mit jener Unschärfe zufrieden, der alle Legenden entspringen – auch die gefährlichen."
Diesem flammenden Appell für den Erhalt des Rundfunkarchivs kann nur zugestimmt werden. M. E. sollte der VdA und der Verein für Medieninformation und Mediendokumentation (VfM) an die Medien gehen und den uneingeschränkten Erhalt dieses Archivs fordern.
Nachtrag:
"Deutsches Rundfunkarchiv womöglich vor dem Aus: Auf ihrer Sitzung Ende Juni entscheiden die ARD-Intendanten über den Fortbestand der Institution. Neben der Auflösung stehen starke Einsparungen zur Debatte, die die Aufgabe des Standorts Frankfurt zur Folge haben könnten." Exzerpt
"FAZ", S. 33"
s. a. FAZ, 7.6.11, S. 33 (Printausgabe, liegt mir nicht vor)
Wolf Thomas - am Donnerstag, 9. Juni 2011, 12:29 - Rubrik: Medienarchive
Wolf Thomas - am Sonntag, 5. Juni 2011, 17:19 - Rubrik: Medienarchive
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1981, l'onde de choc des radios libres from Télérama on Vimeo.
Il y a trente ans, la fin du monopole de l'état sur la bande FM allait transformer radicalement le paysage radiophonique français. A l'heure de Facebook, twitter et de la blogosphère, où chacun peut émettre des informations à la vitesse d'un clic, la grande saga des radios libres nous paraît inouïe. On s'y replonge avec délice avec Thierry Lefebvre. A l'aide d'archives sonores, cet historien des médias décrypte l'aboutissement de cette conquête qui marqua l'année 1981, lorsque les radios "pirates" sont devenues "libres".Réalisation : Pierrick Allain
Extraits sonores : avec l'aimable autorisation d'Eldoradio : eldoradio.fr/
(W)
Wolf Thomas - am Donnerstag, 2. Juni 2011, 15:00 - Rubrik: Medienarchive
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http://daserste.ndr.de/panorama/archiv/index.html
Adenauer spricht:
http://daserste.ndr.de/panorama/archiv/1961/panorama1841.html
(T)
Adenauer spricht:
http://daserste.ndr.de/panorama/archiv/1961/panorama1841.html
(T)
KlausGraf - am Donnerstag, 26. Mai 2011, 23:47 - Rubrik: Medienarchive
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