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Wissenschaftsbetrieb

Aus: Garbers-von Boehm: Rechtliche Aspekte der Digitalisierung ... 2011 (von den "Sehepunkten" unverschämterweise mit einem dicken fetten Stempel Rezensionsexemplar verziert)

riesen_url

Wer ist mehr zu beklagen, das BMJ, das mit einem solchen CMS leben muss, oder die Autorin, die das zitieren musste? Und wer tippt so etwas wirklich ab?

Die QR-Codes im gedruckten SPIEGEL sind noch recht klobig. Wie lange dauert es, bis fußnotentaugliche Mini-QR-Codes gut funktionieren, und ist bis dahin womöglich klar geworden, dass eine nur gedruckte Version bei zunehmender Wichtigkeit digitaler Quellen viel zu unbequem ist?

http://www.handelsblatt.com/politik/oekonomie/nachrichten/neue-eigenplagiate-bringen-zuericher-top-oekonomen-unter-druck/4600708.html

Die Eigenplagiate werden im Freyplag Wiki untersucht:

http://freyplag.wikia.com/wiki/FreyPlag_Wiki

Update zu:
http://archiv.twoday.net/stories/38730427/


Vorschläge, u.a. Peer Review nach der Publikation:

http://www.guardian.co.uk/science/2011/sep/05/publish-perish-peer-review-science?CMP=twt_gu

Zitate:

The only people who benefit from the intense pressure to publish are those in the publishing industry

-

it would be essential to allow anonymous comments. Most reviewers are anonymous at present, so why not online?

Ulrich Herb polemisiert:

http://www.scinoptica.com/pages/posts/planwirtschaft-wissenschaft-bei-spon-37.php

Eine Qual ist es, dass der SPON-Text kein Wort über die Dysfunktionalitäten verliert, die die wissenschaftliche Publikationsflut (deren Gründe sind vielfältig und haben wenig mit gestiegener Qualität zu tun) hervorbringt. Keine Silbe widmet man der Publikationsstrategie der Verwertung jeder noch so kleinen least publishing unit, die Publikationslisten streckt, Reviewer und Herausgeber blockiert und Leser mit fünf bis fünfzehn, nur Minimalerkenntnisse beinhaltenden Kurzartikeln langweilt. Über diese Strategie freuen sich eigentlich nur Verlage: Sie können noch zig neue Journale auflegen und den Bibliotheken in den big deals andrehen. Journals, die keiner lesen will, die aber nötig sind, weil publiziert werden muss - schließlich wird man ja bewertet und evaluiert. Schweigen bei SPON auch über Ehrenautorenschaften, bei denen Wissenschaftlicher sich gegenseitig mit Ko-Autorenschaften beschenken und deren Folge Artikel mit bis zu dreistelligen Autorenzahlen sind.

Der kritisierte Spon-Artikel:

http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,783650,00.html

Bernd-Christoph Kämper enthüllt:

http://www.ub.uni-dortmund.de/listen/inetbib/msg45839.html

Das Internet ist das Medium, in das sich Gesellschaft, der Mensch, die Poesie, all das, womit sich die Geisteswissenschaftler beschäftigen, auslagert. Ein unfassbar spannender Prozess findet hier statt. Aber die Herrn Geisteswissenschaftler sitzen bräsig in ihren Ledersesseln und tun so, als ginge es sie nichts an. Warum sind noch nicht alle Geisteswissenschaftler hier, bloggen, twittern, schreiben, lesen und bringen den Diskurs voran?

Aber wisst Ihr was? Vielleicht braucht Euch ja doch keiner.


Michael Seemann http://mspr0.de/?p=2378

Dirk Baranek stimmt zu:

https://plus.google.com/u/0/111341364283079760535/posts/W9Cm4GdwLWr

Debatte in G+:
https://plus.google.com/u/0/105021561293211020643/posts/4BiaL9e5j3n

Kommentar: An der Kritik ist etwas Wahres dran. Die Ignoranz der Geisteswissenschaften gegenüber Web 2.0 bzw. moderneren Form des Internets geht auch mir auf den Geist. Die allermeisten Wissenschaftler bleiben ängstlich auf bedrucktes Papier fixiert, auf den Tagungszirkus. Natürlich nutzen sie Mails, aber Mailinglisten sind schon längst nicht mehr das Nonplusultra der neuen Medien.

Update: Daniel Eisenmenger sagt: Wenn ich alle mir bekannten deutschsprachigen Historiker, Geschichtsdidaktiker und Geschichtslehrer durchzähle, die halbwegs aktiv in den sozialen Netzwerken unterwegs sind, komme ich weiterhin mit Abzählen an Händen und immerhin Füßen durch...
https://plus.google.com/u/0/102202296776649260686/posts/DAKxF223D2h

Der Artikel in der NZZ klammert die Probleme des Verfahrens nicht aus:

http://www.nzz.ch/nachrichten/hintergrund/wissenschaft/vermessene_wissenschaft_1.11851334.html

Die einschlägigen Initiativen stellt vor:

http://plagiatsgutachten.de/blog.php/das-grose-scannen-oder-ehrendoktorat-fur-guttenberg/

Der Zürcher Ökonom hat parallel Arbeiten bei verschiedenen Fachzeitschriften eingereicht, ohne diese zu zitieren. Anfang Juli nahm die Universität Zürich eine offizielle Untersuchung der Vorwürfe auf.

http://blog.handelsblatt.com/handelsblog/2011/07/04/sitzt-bruno-frey-auf-der-titanic/

http://blog.handelsblatt.com/handelsblog/tag/eigenplagiate/

In seiner Replik auf die Anschuldigungen findet es Frey alles andere als zwingend, eine parallele ältere Studie zum Titanic-Untergang anderer Autoren zu zitieren - eine sehr eigenartige Ansicht!

http://economicsintelligence.com/2011/07/05/university-of-zurich-looks-at-freys-conduct/

Update:
http://archiv.twoday.net/stories/38781567/



Foto Hannes Röst http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de

Der neue Plagiatsfall Jürgen Goldschmidt (Bürgermeister eines Lausitz-Kaffs) offenbart einen Abgrund unseriöser Quellenverwendung, über den sich Stefan Weber zu Recht empört:

http://plagiatsgutachten.de/blog.php/dissertation-an-der-tu-berlin-erneut-schmerzliche-enthullungen-auf-vroniplag/

http://de.vroniplag.wikia.com/wiki/Jg

Nicht beipflichten kann ich dem abwertenden Urteil von Vroni-Plag:

"Dreimal werden Begrifflichkeiten mit Nachweis aus Wikipedia übernommen (S. 144, 353, 358)."

Aber schon bei dem ersten Treffer tut sich ein auch für mich als erfahrenen Wikipedianer eher unübliches Problem auf.

S. 144
Eine Strategie ist ein längerfristig ausgerichtetes planvolles Anstreben einer vorteilhaften Lage oder eines Ziels. Oder: Strategie ist der „große Plan über allem“ oder das „grundsätzliche Muster der
Handlungen“

Wikipedia.org, Strategie, Stand: 02.02.2007

Am 2.2.2007 gab es aber SCHEINBAR keine solche Formulierung in dem Strategie-Artikel der deutschsprachigen Wikipedia:
http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Strategie&oldid=27281515

Das Zitat stammt offenbar aus zweiter Hand:

Unter Wikipedia findet man auch: ›Eine Strategie ist ein längerfristig ausgerichtetes planvolles Anstreben einer vorteilhaften Lage oder eines Ziels.‹ Bzw. Strategie ist der ›große Plan über allem‹ oder das ›grundsätzliche Muster der Handlungen‹ (http://de.wikipedia.org/wiki/Strategie, Zugriff 02.02.2007). ...«
http://www.planung-neu-denken.de/content/view/61/41

Eigentlich ist die zitierte Wikipedia-Definition so gelungen, dass man sie in einer Reihe von Internetquellen antrifft:

http://www.google.de/search?num=100&hl=de&safe=off&q=plan+%E2%80%9Egrunds%C3%A4tzliche+Muster+der+Handlungen%E2%80%9C+wikipedia&btnG=Suche&aq=f&aqi=&aql=&oq=

Aber was ist die Ur-Quelle und wo in der Wikipedia traf man diese Formulierungen an?

Hier gibts Stoff für neue Plagiatorenrecherchen:
http://goo.gl/3aR7H = google Suche nach
Strategie ist der „große Plan über allem“ oder das „grundsätzliche Muster der Handlungen“. Dieser Plan kann dabei eine Vision oder Mission (Wirtschaft), eine Mehrheit oder Macht (Politik) oder auch ein militärisches Ziel definieren. Strategie ist mittel- bis langfristig angelegt.

2008 wurde ein Wikipedia-Artikel abgespeichert, der wenigstens den großen Plan über allem enthält:

http://bildungsabteilung.files.wordpress.com/2008/10/strategie.pdf

Ein Wikipedia-Klon enthält den alten Artikel mit der Formulierung vom grundsätzlichen Muster:

http://www.xn--rmer-5qa.de/index.php/Strategie

Siehe auch
http://web.archive.org/web/20060913000000/http://de.wikipedia.org/wiki/Strategie

Warum kommt man in der Versionsgeschichte von "Strategie", das heute und in der gesamten Versionsgeschichte de facto eine Begriffsklärungsseite ist, nicht weiter? Eine Prüfung der Versionsgeschichten der verlinkten Strategie-Aspekte Wirtschaft, Militär, Spieltheorie ca. Januar 2007 war erfolglos.

Des Rätsels Lösung liefert:

(Aktuell | Vorherige) 12:54, 23. Jun. 2009 Peng (Diskussion | Beiträge) K (749 Bytes) (hat „Strategie (Begriffsklärung)“ nach „Strategie“ verschoben: der allgemeine artikel ''strategie'' zu dem der einzige link hierher führte wurde gelöscht. nun muss die BKL zur weiterleitung dienen.) (entfernen)

Im Juni 2009 wurde der von diversen Quellen gern zitierte Artikel Strategie als "Assoziationsblaster" gelöscht:

http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:L%C3%B6schkandidaten/13._Juni_2009#Strategie_.28gel.C3.B6scht.29

Man hätte den Artikel ohne weiteres auf eine Begriffsklärung kürzen können und damit den sich auf die GNU FDL berufenden Klone die URV ersparen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Benutzer:Historiograf/GNU_FDL_Highway_to_Hell_-_FAQ#Warum_sind_gel.C3.B6schte_Artikel_ein_Problem.3F

Gegen die Löschung hätte auch die empfehlenswerte Zitierweise nach Version nichts geholfen.

 

twoday.net AGB

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