Bewertung
http://www.google.de/search?hl=de&source=hp&q="Der+Stand+einer+Sache+muss+jederzeit+aus+den+Akten"
Sollte man im Eingangsbereich der Ministerien in Erz graben. SPIEGEL 4/2012, S. 14: Eine Aufklärung des umstrittenen Aktiendeals um den Energieversorger EnBW wird schwierig, da ein Prüfbericht große Lücken in der Aktenführung dokumentiert.
Der wahre Schatz sind die Akten der niedersächsischen Staatskanzlei, als Christian Wulff dort noch regiert hat. Aber sein damaliger Sprecher Olaf Glaeseker hat, so sagt es sein Nachfolger, ein "aktenfreies Büro" übergeben, bevor er mit Wulff aufs Schloss Bellevue umzog.
http://www.stern.de/politik/deutschland/fragen-und-antworten-zur-wulff-affaere-die-grosse-lehr-stunde-1775935.html
http://www.google.de/search?hl=de&source=hp&q=%22aktenfreies+b%C3%BCro%22&btnG=Google-Suche&meta=&aq=f&oq=
Quousque tandem?
Sollte man im Eingangsbereich der Ministerien in Erz graben. SPIEGEL 4/2012, S. 14: Eine Aufklärung des umstrittenen Aktiendeals um den Energieversorger EnBW wird schwierig, da ein Prüfbericht große Lücken in der Aktenführung dokumentiert.
Der wahre Schatz sind die Akten der niedersächsischen Staatskanzlei, als Christian Wulff dort noch regiert hat. Aber sein damaliger Sprecher Olaf Glaeseker hat, so sagt es sein Nachfolger, ein "aktenfreies Büro" übergeben, bevor er mit Wulff aufs Schloss Bellevue umzog.
http://www.stern.de/politik/deutschland/fragen-und-antworten-zur-wulff-affaere-die-grosse-lehr-stunde-1775935.html
http://www.google.de/search?hl=de&source=hp&q=%22aktenfreies+b%C3%BCro%22&btnG=Google-Suche&meta=&aq=f&oq=
Quousque tandem?
http://www.lawblog.de/index.php/archives/2011/12/04/nicht-mehr-im-dienstlichen-gewahrsam/
Ein krasses Fehlurteil. Es ging um beschlagnahmtes Eigentum, das nicht mehr auffindbar war.
Ein krasses Fehlurteil. Es ging um beschlagnahmtes Eigentum, das nicht mehr auffindbar war.
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Hatten wir schon http://archiv.twoday.net/stories/51315259/, ist aber wichtig genug, dass man den Fall nicht mit einem Einzeiler und einigen Links in den Kommentaren abtut.
die Wissenschaftler Jost Dülffer (Köln), Klaus-Dietmar Henke (Dresden), Wolfgang Krieger (Marburg) und Rolf-Dieter Müller (Potsdam) haben herausgefunden, dass der BND 2007 die Personalakten von etwa 250 hauptamtlichen Mitarbeitern vernichtet hat. Der Dienst bestätigt das.
Unter den entsorgten Unterlagen befinden sich nach Angaben der Kommission auch die Papiere von Personen, die während der NS-Zeit "in signifikanten geheimdienstlichen Positionen, in der SS, dem SD oder der Gestapo tätig gewesen sind"; gegen einige sei sogar nach 1945 wegen NS-Verbrechen ermittelt worden. Er sei über den Vorgang "einigermaßen fassungslos", erklärte Kommissionssprecher Henke gegenüber SPIEGEL ONLINE.
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,800655,00.html
http://www.welt.de/politik/deutschland/article13742169/BND-vernichtete-Personalakten-frueherer-SS-Leute.html
http://www.sueddeutsche.de/politik/nazi-vergangenheit-des-bnd-bnd-vernichtete-historische-akten-1.1222126
http://tagesschau.de/inland/bnd150.html
Die Rechtslage ist eindeutig: Nach dem Bundesarchivgesetz entscheidet das Bundesarchiv und nicht die Behörde, was archivwürdig ist. Auch wenn das Politische Archivs des Auswärtigen Amts das anders sieht: Behördenarchive sieht das Bundesarchivgesetz nicht vor.
Daher geht Schmalenstrtöers Vorwurf an die Archivare fehl:
Der Vorfall wirft aber auch Schatten auf die Rolle der Archivare. Es gibt keinen, der sich im eigenen Archiv so gut auskennt wie der zuständige Archivar. Und es liegt in der Natur eines Archives, dass nicht alle eingehenden Akten aufbewahrt werden können. Die Sortierung und Bewertung dieser Kassation liegt in den Händen der Archivare. Diese kontrollieren so das, was die spätere Forschung in die Hände bekommt und womit diese überhaupt arbeiten kann. Der Beruf des Archivares ist somit extrem verantwortungsvoll – denn was einmal vernichtet wurde, ist unwiederbringlich verloren. Die Archivare des BNDs haben entweder bei der Kassation gezeigt, dass sie diese Verantwortung nicht tragen können oder haben absichtlich vernichtet – und dann sollten sie die Verantwortung erst recht nicht tragen.
http://schmalenstroer.net/blog/2011/11/der-bnd-vernichtete-historisch-wertvolle-akten-ber-nazis-in-den-eigenen-reihen/
Ebensowenig wie es ein BND-Archiv geben kann, kann es BND-Archivare geben. Es wäre ein dicker Hund, wenn das Bundesarchiv der Vernichtung zugestimmt hätte.
Der Bundesnachrichtendienstbestand im Bundesarchiv trägt die Bestandskennzeichnung B 206:
http://www.bundesarchiv.de/oeffentlichkeitsarbeit/bilder_dokumente/00691/index.html.de
Wer in ARGUS etwas finden möchte, sollte vorher allerdings erst einen Kurs machen.
Findbuch mit Einleitung (2006)
http://startext.net-build.de:8080/barch/MidosaSEARCH/B206-28950/index.htm
Dass es unter den BND-Archivalien einen Punkt "Archiv" mit Archivberichten gibt, heißt nicht, dass diese Registratur tatsächlich ein Archiv im Sinne des Bundesarchivgesetzes darstellt.
Im Findbuch heißt es in der Einleitung: Die weitgehende Bevorzugung der Bearbeiterablage führte in der Organisation Gehlen und nachfolgend auch im Bundesnachrichtendienst zu überwiegend ungeordneten Unterlagen. Auch die Einführung des Aktenplans im Jahr 1969 konnte keine wesentliche Verbesserung erreichen. Eine sachgerechte Aktenführung findet nicht statt. Die Zuordnung gemäß Aktenplan erfolgt in zahlreichen Fällen erst im "Archivwesen" des BND.
Wenn es in der WELT heißt: "Die Kommission habe den BND nun aufgefordert, keine Unterlagen mehr ohne Rücksprache mit dem Historikergremium zu vernichten.", dann stellt das die Sachlage auf den Kopf. Der BND darf auch mit Zustimmung der Kommission nichts vernichten. Allein das Bundesarchiv entscheidet über die Archivwürdigkeit.
Wie schon bei den Bundeslöschtagen zeigt sich auch hier die Ohnmacht der gesetzlich vorgesehenen Archivare gegenüber mächtigen Behörden, die nach Gutdünken wild kassieren.
Und es bewahrheitet sich einmal mehr, dass weder die Historikerkommission noch die Presse in der Lage ist, die archivrechtlichen Gegebenheiten korrekt wiederzugeben. Ich wäre dankbar, wenn die LeserInnen von Archivalia den Medien ebenfalls entsprechende Hinweise geben könnten. Eine Anfrage beim Bundesarchiv wäre sinnvoll.
Nachtrag:
Zu den Bundeslöschtagen
http://archiv.twoday.net/search?q=bundesl%C3%B6schtage
Zum Thema Verwahrungsbruch
http://archiv.twoday.net/search?q=verwahrungsbruch
die Wissenschaftler Jost Dülffer (Köln), Klaus-Dietmar Henke (Dresden), Wolfgang Krieger (Marburg) und Rolf-Dieter Müller (Potsdam) haben herausgefunden, dass der BND 2007 die Personalakten von etwa 250 hauptamtlichen Mitarbeitern vernichtet hat. Der Dienst bestätigt das.
Unter den entsorgten Unterlagen befinden sich nach Angaben der Kommission auch die Papiere von Personen, die während der NS-Zeit "in signifikanten geheimdienstlichen Positionen, in der SS, dem SD oder der Gestapo tätig gewesen sind"; gegen einige sei sogar nach 1945 wegen NS-Verbrechen ermittelt worden. Er sei über den Vorgang "einigermaßen fassungslos", erklärte Kommissionssprecher Henke gegenüber SPIEGEL ONLINE.
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,800655,00.html
http://www.welt.de/politik/deutschland/article13742169/BND-vernichtete-Personalakten-frueherer-SS-Leute.html
http://www.sueddeutsche.de/politik/nazi-vergangenheit-des-bnd-bnd-vernichtete-historische-akten-1.1222126
http://tagesschau.de/inland/bnd150.html
Die Rechtslage ist eindeutig: Nach dem Bundesarchivgesetz entscheidet das Bundesarchiv und nicht die Behörde, was archivwürdig ist. Auch wenn das Politische Archivs des Auswärtigen Amts das anders sieht: Behördenarchive sieht das Bundesarchivgesetz nicht vor.
Daher geht Schmalenstrtöers Vorwurf an die Archivare fehl:
Der Vorfall wirft aber auch Schatten auf die Rolle der Archivare. Es gibt keinen, der sich im eigenen Archiv so gut auskennt wie der zuständige Archivar. Und es liegt in der Natur eines Archives, dass nicht alle eingehenden Akten aufbewahrt werden können. Die Sortierung und Bewertung dieser Kassation liegt in den Händen der Archivare. Diese kontrollieren so das, was die spätere Forschung in die Hände bekommt und womit diese überhaupt arbeiten kann. Der Beruf des Archivares ist somit extrem verantwortungsvoll – denn was einmal vernichtet wurde, ist unwiederbringlich verloren. Die Archivare des BNDs haben entweder bei der Kassation gezeigt, dass sie diese Verantwortung nicht tragen können oder haben absichtlich vernichtet – und dann sollten sie die Verantwortung erst recht nicht tragen.
http://schmalenstroer.net/blog/2011/11/der-bnd-vernichtete-historisch-wertvolle-akten-ber-nazis-in-den-eigenen-reihen/
Ebensowenig wie es ein BND-Archiv geben kann, kann es BND-Archivare geben. Es wäre ein dicker Hund, wenn das Bundesarchiv der Vernichtung zugestimmt hätte.
Der Bundesnachrichtendienstbestand im Bundesarchiv trägt die Bestandskennzeichnung B 206:
http://www.bundesarchiv.de/oeffentlichkeitsarbeit/bilder_dokumente/00691/index.html.de
Wer in ARGUS etwas finden möchte, sollte vorher allerdings erst einen Kurs machen.
Findbuch mit Einleitung (2006)
http://startext.net-build.de:8080/barch/MidosaSEARCH/B206-28950/index.htm
Dass es unter den BND-Archivalien einen Punkt "Archiv" mit Archivberichten gibt, heißt nicht, dass diese Registratur tatsächlich ein Archiv im Sinne des Bundesarchivgesetzes darstellt.
Im Findbuch heißt es in der Einleitung: Die weitgehende Bevorzugung der Bearbeiterablage führte in der Organisation Gehlen und nachfolgend auch im Bundesnachrichtendienst zu überwiegend ungeordneten Unterlagen. Auch die Einführung des Aktenplans im Jahr 1969 konnte keine wesentliche Verbesserung erreichen. Eine sachgerechte Aktenführung findet nicht statt. Die Zuordnung gemäß Aktenplan erfolgt in zahlreichen Fällen erst im "Archivwesen" des BND.
Wenn es in der WELT heißt: "Die Kommission habe den BND nun aufgefordert, keine Unterlagen mehr ohne Rücksprache mit dem Historikergremium zu vernichten.", dann stellt das die Sachlage auf den Kopf. Der BND darf auch mit Zustimmung der Kommission nichts vernichten. Allein das Bundesarchiv entscheidet über die Archivwürdigkeit.
Wie schon bei den Bundeslöschtagen zeigt sich auch hier die Ohnmacht der gesetzlich vorgesehenen Archivare gegenüber mächtigen Behörden, die nach Gutdünken wild kassieren.
Und es bewahrheitet sich einmal mehr, dass weder die Historikerkommission noch die Presse in der Lage ist, die archivrechtlichen Gegebenheiten korrekt wiederzugeben. Ich wäre dankbar, wenn die LeserInnen von Archivalia den Medien ebenfalls entsprechende Hinweise geben könnten. Eine Anfrage beim Bundesarchiv wäre sinnvoll.
Nachtrag:
Zu den Bundeslöschtagen
http://archiv.twoday.net/search?q=bundesl%C3%B6schtage
Zum Thema Verwahrungsbruch
http://archiv.twoday.net/search?q=verwahrungsbruch
Spiegel Online berichtet über Wild-Kassationen (im wahrsten Sinne):
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,791770,00.html
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,791770,00.html
Archivar123 - am Freitag, 14. Oktober 2011, 13:22 - Rubrik: Bewertung
http://www.npr.org/blogs/monkeysee/2011/10/12/141265066/hard-choices-do-libraries-really-destroy-books
http://www.cracked.com/article_19453_6-reasons-were-in-another-book-burning-period-in-history.html
Wieder einmal viel Luft um einen fachlich normalen Vorgang
http://www.cracked.com/article_19453_6-reasons-were-in-another-book-burning-period-in-history.html
Wieder einmal viel Luft um einen fachlich normalen Vorgang
Archivar123 - am Freitag, 14. Oktober 2011, 10:04 - Rubrik: Bewertung
"Die Bewertungsgrundsätze (Dokumentationsprofil) wurden von der Arbeitsgruppe "Rationalisierung der Bewertung in der Abteilung Bundesrepublik Deutschland" erarbeitet.
Die Arbeitsgruppe „Rationalisierung der Bewertung in der Abteilung Bundesrepublik Deutschland“ hat unter Berücksichtigung der nationalen und internationalen Fachdiskussion im Mai 2011 ihr Arbeitsergebnis vorgelegt. Das Strategiepapier Bewertungsgrundsätze (Dokumentationsprofil) des Bundesarchivs für Unterlagen der Bundesrepublik Deutschland vermittelt, wie die Ermittlung dauerhaft aufzubewahrender Unterlagen erfolgt und welche Akten in den Beständen der Abteilung Bundesrepublik Deutschland Wissenschaft, Verwaltung und interessiertem Bürger im Rahmen der Bestimmungen des Bundesarchivgesetzes zur Verfügung stehen."
Link zum Dokumentationsprofil (PDF)
Quelle: Bundesarchiv, Fachinformationen
Die Arbeitsgruppe „Rationalisierung der Bewertung in der Abteilung Bundesrepublik Deutschland“ hat unter Berücksichtigung der nationalen und internationalen Fachdiskussion im Mai 2011 ihr Arbeitsergebnis vorgelegt. Das Strategiepapier Bewertungsgrundsätze (Dokumentationsprofil) des Bundesarchivs für Unterlagen der Bundesrepublik Deutschland vermittelt, wie die Ermittlung dauerhaft aufzubewahrender Unterlagen erfolgt und welche Akten in den Beständen der Abteilung Bundesrepublik Deutschland Wissenschaft, Verwaltung und interessiertem Bürger im Rahmen der Bestimmungen des Bundesarchivgesetzes zur Verfügung stehen."
Link zum Dokumentationsprofil (PDF)
Quelle: Bundesarchiv, Fachinformationen
Wolf Thomas - am Donnerstag, 4. August 2011, 20:05 - Rubrik: Bewertung
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"Der 70. Südwestdeutsche Archivtag in Müllheim Baden stand unter dem Motto Vom Büro ins Depot und befasste sich mit praktikablen Wegen der Überlieferungsbildung. Diskutiert wurde dies vor allem unter dem Aspekt der Effizienz, der raschen und effektiven Überlieferungs-
bildung. Mit möglichst wenig Aufwand, möglichst viel sinnvoll bewegen! In den hier nun vorliegenden Beiträgen der einzelnen Referentinnen und Referenten steht daher die Praxis der Überlieferungsbildung im Vordergrund. Dabei wird der theoretische Bezug nie aus den Augen verloren. Die einzelnen Beiträge überprüfen die Praxis vor dem Hintergrund der Theorie und modifizieren die Theorie anhand der konkreten Praxis."
Jürgen Treffeisen (Hrsg.)
80 Seiten mit 15 Abbildungen. Kart., 12,– Euro / sFr
Eine Publikation des Landesarchivs Baden-Württemberg.
Zu beziehen über den Buchhandel oder direkt beim Verlag W. Kohlhammer in Stuttgart.
Homepage Landesarchiv Baden-Württemberg, Publikationen
Wolf Thomas - am Mittwoch, 20. Juli 2011, 19:44 - Rubrik: Bewertung
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Fazit:
"... Die Abschlussdiskussion verdeutlichte, dass bezüglich der Herausbildung von Dokumentationsprofilen vor allem die Detailkenntnis der Archivare benötigt wird. Die Schwierigkeit wird darin gesehen, dass formale Kriterien nicht auf jedes Nachlassobjekt angewandt werden können. Übereinstimmend wird die Gründung einer „AG Dokumentationsprofile“ befürwortet, möglicherweise könne diese innerhalb der KOOP-LITERA, dem Kompetenznetzwerk für Nachlässe, eingebettet werden. Eine besondere Berücksichtigung der Kulturarchive durch den Verband deutscher Archivarinnen und Archivare wurde als dringend erforderlich angesehen, die aktuelle Zuordnung zur Fachgruppe 8 als nicht befriedigend eingeschätzt. "
Quelle:
Tagungsbericht Dokumentationsprofil kultureller Überlieferungen. 30.06.2011-01.07.2011, Düsseldorf, in: H-Soz-u-Kult, 18.07.2011, < http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/tagungsberichte/id=3729 >.
"... Die Abschlussdiskussion verdeutlichte, dass bezüglich der Herausbildung von Dokumentationsprofilen vor allem die Detailkenntnis der Archivare benötigt wird. Die Schwierigkeit wird darin gesehen, dass formale Kriterien nicht auf jedes Nachlassobjekt angewandt werden können. Übereinstimmend wird die Gründung einer „AG Dokumentationsprofile“ befürwortet, möglicherweise könne diese innerhalb der KOOP-LITERA, dem Kompetenznetzwerk für Nachlässe, eingebettet werden. Eine besondere Berücksichtigung der Kulturarchive durch den Verband deutscher Archivarinnen und Archivare wurde als dringend erforderlich angesehen, die aktuelle Zuordnung zur Fachgruppe 8 als nicht befriedigend eingeschätzt. "
Quelle:
Tagungsbericht Dokumentationsprofil kultureller Überlieferungen. 30.06.2011-01.07.2011, Düsseldorf, in: H-Soz-u-Kult, 18.07.2011, < http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/tagungsberichte/id=3729 >.
Wolf Thomas - am Sonntag, 17. Juli 2011, 20:15 - Rubrik: Bewertung
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"Was sind bewahrungswürdige Überlieferungen? Woran erkennen
Archivare heute, welche Bestände gesichert werden müssen,
welche nicht? Welche Teile solcher Überlieferungen sind zu
sichern, welche nicht?
Diese Fragen stehen unmittelbar im Zentrum des archivarischen
Handelns. Erst in den letzten Jahren aber haben die Archive
hier eine systematische Grundlagenforschung betrieben, um
allgemeine Dokumentationsprofile zu erstellen, anhand derer
sich die Arbeit ausrichten kann. Für bestimme Archivtypen sind
bereits erste Arbeitshilfen für eine erfolgreiche
Bestandssicherung formuliert worden, insbesondere für die
Kommunalarchive, die bei ihrer Bundeskonferenz 2008 eine
"Arbeitshilfe zur Erstellung eines Dokumentationsprofils für
Kommunalarchive" verabschiedeten.
Für Kulturarchive gibt es eine solche Arbeitshilfe bislang
nicht - sie wäre jedoch ein echtes Desiderat, gerade weil
kulturelle Überlieferungen einem immensen Bedeutungswandel
erleben: Zum einen ist Kultur im gesellschaftlichen Kontext
sehr viel wichtiger geworden, sie ist gewissermaßen omnipräsent
auf verschiedensten Vermittlungsstufen - von der Kneipenlesung
bis zum Mega-Event; damit verbunden ist auch eine gewachsene
ökonomische Bedeutung des Sektors ?Kulturwirtschaft?. Für die
Archive ergibt sich aus dem fulminanten Anwachsen kultureller
Äußerungsformen zwangsläufig ein Selektionsproblem.
Zum anderen ändern sich auch die Inhalte kultureller Bestände
nachhaltig: Die neuen Medien haben nicht nur zu einer
Digitalisierung des Schriftguts, sondern auch zu einer
generellen Diversifizierung der Bestandsinhalte geführt, die
zunehmend visuelle und akustische Daten bergen.
Die Tagung, ausgerichtet vom Rheinischen Literaturarchiv im
Heinrich-Heine-Institut in Verbindung mit dem Westfälischen
Literaturarchiv im LWL-Archiamt für Westfalen, soll erste
Schritte hin zu einer Definition eines eigenen
Dokumentationsprofils für Kulturarchive formulieren.
Programm
30. Juni 2011:
14.00: Tagungsbeginn, Begrüßung - Dr. Sabine Brenner-Wilczek
(Direktorin Heinrich-Heine-Institut)
Sektion I: Archivische Bewertung und Dokumentationsprofile
Sektionsleitung: Katharina Tiemann (LWL-Archivamt für Westfalen)
14.15 - 15.00: Dr. Peter Weber/Jan Richarz M.A.
(LVR-Archivberatungs- und Fortbildungszentrum, Brauweiler):
Dokumentationsprofile in der nichtstaatlichen
Überlieferungsbildung. Entwicklung und Anwendung
15.00 - 15.45: Dr. Gisela Fleckenstein (Historisches Archiv der
Stadt Köln): Ein Nachlass für das Historische Archiv der Stadt
Köln? Übernahmekriterien und Bewertung auf der Grundlage eines
Dokumentationsprofils
15.45-16.15 Kaffeepause
16.15 - 17.00: Dr. Enno Stahl (Heinrich-Heine-Institut
Düsseldorf): Übernahme literarischer Bestände. Prolegomena zu
einer Systematisierung
Danach Diskussion.
1. Juli 2011:
Sektion II - Literaturarchive und ihre Übernahmepraxis
Sektionsleitung: Dr. Jochen Grywatsch (Westfälisches
Literaturarchiv im LWL-Archivamt für Westfalen)
10.00 - 10.45: Dr. Ulrich von Bülow (Deutsches Literaturarchiv,
Marbach): Erwerbungen in Marbach: Sammlungsprofil und aktuelle
Praxis
10.45 - 11.15 Kaffeepause
11.15 - 12.00: PD Dr. Volker Kaukoreit (Österreichisches
Literaturarchiv, Wien): Erwerbungsstrategien,
Erwerbungsprobleme. Beispiele aus dem Literaturarchiv der
Österreichischen Nationalbibliothek
12.00 - 12.45: Dr. Sabine Brenner-Wilczek
(Heinrich-Heine-Institut Düsseldorf): Erwerbspolitik und
Bestandsbildung im Heinrich-Heine-Institut
12.45 - 14.00 Mittagspause
Sektion III - Andere Kulturarchive und ihre Übernahmepraxis
Sektionsleitung: Prof. Dr. Bernd Kortländer
(Heinrich-Heine-Institut)
14.00 - 14.45: Sabine Wolf (Akademie der Künste Berlin): Was
bleibt? Die multidisziplinären Archive der Akademie der Künste
im Spannungsfeld Maßstab - Bewertung - Auswahl
14.45 - 15.30: Prof. Dr. Günter Herzog (Zentralarchiv des
Internationalen Kunsthandels, Köln): Erste Erfahrungen aus
einer jüngst entstandenen Archivgattung
15.30 - 16.00 Kaffeepause
16.00 - 16.45: Huub Sanders (Internationales Institut für
Sozialgeschichte, Amsterdam): Das Internationale Institut für
Sozialgeschichte, Amsterdam: Kontinuität und neue Aussichten im
Sammlungsprofil
16.45 - 17.30: Julia Landsberg (Deutsches Komponistenarchiv,
Dresden): Jenseits aller Genres - Die Übernahmepraxis des
Deutschen Komponistenarchivs
Danach Abschlussdiskussion
INFO
Die Teilnahme ist für jede/n Interessierte/n frei, es wird aber
um eine Anmeldung per Email gebeten:
E-Mail: enno.stahl@duesseldorf.de oder telefonisch
unter 0211-8995986.
Heinrich-Heine-Institut
Bilker Str. 12-14
40213 Düsseldorf
Tel.: 0211/899-5986
URL: www.duesseldorf.de/heineinstitut
URL: www.literatur-archiv-nrw.de
URL: www.rheinische-literaturnachlaesse.de"
ia Mailingliste "Westfälische Geschichte"
Archivare heute, welche Bestände gesichert werden müssen,
welche nicht? Welche Teile solcher Überlieferungen sind zu
sichern, welche nicht?
Diese Fragen stehen unmittelbar im Zentrum des archivarischen
Handelns. Erst in den letzten Jahren aber haben die Archive
hier eine systematische Grundlagenforschung betrieben, um
allgemeine Dokumentationsprofile zu erstellen, anhand derer
sich die Arbeit ausrichten kann. Für bestimme Archivtypen sind
bereits erste Arbeitshilfen für eine erfolgreiche
Bestandssicherung formuliert worden, insbesondere für die
Kommunalarchive, die bei ihrer Bundeskonferenz 2008 eine
"Arbeitshilfe zur Erstellung eines Dokumentationsprofils für
Kommunalarchive" verabschiedeten.
Für Kulturarchive gibt es eine solche Arbeitshilfe bislang
nicht - sie wäre jedoch ein echtes Desiderat, gerade weil
kulturelle Überlieferungen einem immensen Bedeutungswandel
erleben: Zum einen ist Kultur im gesellschaftlichen Kontext
sehr viel wichtiger geworden, sie ist gewissermaßen omnipräsent
auf verschiedensten Vermittlungsstufen - von der Kneipenlesung
bis zum Mega-Event; damit verbunden ist auch eine gewachsene
ökonomische Bedeutung des Sektors ?Kulturwirtschaft?. Für die
Archive ergibt sich aus dem fulminanten Anwachsen kultureller
Äußerungsformen zwangsläufig ein Selektionsproblem.
Zum anderen ändern sich auch die Inhalte kultureller Bestände
nachhaltig: Die neuen Medien haben nicht nur zu einer
Digitalisierung des Schriftguts, sondern auch zu einer
generellen Diversifizierung der Bestandsinhalte geführt, die
zunehmend visuelle und akustische Daten bergen.
Die Tagung, ausgerichtet vom Rheinischen Literaturarchiv im
Heinrich-Heine-Institut in Verbindung mit dem Westfälischen
Literaturarchiv im LWL-Archiamt für Westfalen, soll erste
Schritte hin zu einer Definition eines eigenen
Dokumentationsprofils für Kulturarchive formulieren.
Programm
30. Juni 2011:
14.00: Tagungsbeginn, Begrüßung - Dr. Sabine Brenner-Wilczek
(Direktorin Heinrich-Heine-Institut)
Sektion I: Archivische Bewertung und Dokumentationsprofile
Sektionsleitung: Katharina Tiemann (LWL-Archivamt für Westfalen)
14.15 - 15.00: Dr. Peter Weber/Jan Richarz M.A.
(LVR-Archivberatungs- und Fortbildungszentrum, Brauweiler):
Dokumentationsprofile in der nichtstaatlichen
Überlieferungsbildung. Entwicklung und Anwendung
15.00 - 15.45: Dr. Gisela Fleckenstein (Historisches Archiv der
Stadt Köln): Ein Nachlass für das Historische Archiv der Stadt
Köln? Übernahmekriterien und Bewertung auf der Grundlage eines
Dokumentationsprofils
15.45-16.15 Kaffeepause
16.15 - 17.00: Dr. Enno Stahl (Heinrich-Heine-Institut
Düsseldorf): Übernahme literarischer Bestände. Prolegomena zu
einer Systematisierung
Danach Diskussion.
1. Juli 2011:
Sektion II - Literaturarchive und ihre Übernahmepraxis
Sektionsleitung: Dr. Jochen Grywatsch (Westfälisches
Literaturarchiv im LWL-Archivamt für Westfalen)
10.00 - 10.45: Dr. Ulrich von Bülow (Deutsches Literaturarchiv,
Marbach): Erwerbungen in Marbach: Sammlungsprofil und aktuelle
Praxis
10.45 - 11.15 Kaffeepause
11.15 - 12.00: PD Dr. Volker Kaukoreit (Österreichisches
Literaturarchiv, Wien): Erwerbungsstrategien,
Erwerbungsprobleme. Beispiele aus dem Literaturarchiv der
Österreichischen Nationalbibliothek
12.00 - 12.45: Dr. Sabine Brenner-Wilczek
(Heinrich-Heine-Institut Düsseldorf): Erwerbspolitik und
Bestandsbildung im Heinrich-Heine-Institut
12.45 - 14.00 Mittagspause
Sektion III - Andere Kulturarchive und ihre Übernahmepraxis
Sektionsleitung: Prof. Dr. Bernd Kortländer
(Heinrich-Heine-Institut)
14.00 - 14.45: Sabine Wolf (Akademie der Künste Berlin): Was
bleibt? Die multidisziplinären Archive der Akademie der Künste
im Spannungsfeld Maßstab - Bewertung - Auswahl
14.45 - 15.30: Prof. Dr. Günter Herzog (Zentralarchiv des
Internationalen Kunsthandels, Köln): Erste Erfahrungen aus
einer jüngst entstandenen Archivgattung
15.30 - 16.00 Kaffeepause
16.00 - 16.45: Huub Sanders (Internationales Institut für
Sozialgeschichte, Amsterdam): Das Internationale Institut für
Sozialgeschichte, Amsterdam: Kontinuität und neue Aussichten im
Sammlungsprofil
16.45 - 17.30: Julia Landsberg (Deutsches Komponistenarchiv,
Dresden): Jenseits aller Genres - Die Übernahmepraxis des
Deutschen Komponistenarchivs
Danach Abschlussdiskussion
INFO
Die Teilnahme ist für jede/n Interessierte/n frei, es wird aber
um eine Anmeldung per Email gebeten:
E-Mail: enno.stahl@duesseldorf.de oder telefonisch
unter 0211-8995986.
Heinrich-Heine-Institut
Bilker Str. 12-14
40213 Düsseldorf
Tel.: 0211/899-5986
URL: www.duesseldorf.de/heineinstitut
URL: www.literatur-archiv-nrw.de
URL: www.rheinische-literaturnachlaesse.de"
ia Mailingliste "Westfälische Geschichte"
Wolf Thomas - am Donnerstag, 9. Juni 2011, 13:47 - Rubrik: Bewertung
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Nr. 74 Tankquittung (1934) im Bestand Varia des Staatsarchivs München
http://www.gda.bayern.de/findmittel/pdf/stam_varia-smmlg_001_2009.pdf
(W)
http://www.gda.bayern.de/findmittel/pdf/stam_varia-smmlg_001_2009.pdf
(W)