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Herrschaftsarchive

http://www.vierprinzen.com/2012/02/depositalvertrag-mit-nichtexistenter.html

http://nachrichten.lvz-online.de/kultur/news/saechsisches-staatsarchiv-erhaelt-historisch-wertvolle-briefe-darunter-25-goethe-originale/r-news-a-117518.html

„Die Übernahme eines solchen Schatzes gehört zu den Sternstunden eines Archivars“, sagt Abteilungsleiter Volker Jäger in heller Begeisterung. Die Briefbände, allesamt an oder von den großherzoglichen Staatsmännern Jakob Friedrich von Fritsch und seinem Sohn Karl Wilhelm gesendet, würden sich wie ein „Who-is-Who der Weimarer Klassik“ lesen: Wieland, Herder, Humboldt, Hufeland, Goethe und andere Persönlichkeiten sind als Absender verzeichnet, auch ein Fragment von Schillers „Wilhelm Tell“ ist darunter.

Formell gehören die Schriftstücke zum Archiv des ehemaligen Ritterguts Seerhausen bei Oschatz, dessen Besitzer die besagten Freiherrn waren. 800 solcher Rittergutsarchive verwahrt das Sächsische Staatsarchiv, 270 davon in seiner Leipziger Außenstelle. Dass hier nun die Sammlung ergänzt werden kann, darüber ist die Freude groß. Gerade die nicht-amtlichen Schriftwechsel seien es, die staatliche Überlieferungen in allen Bereichen ergänzen könnten, erklärt Referentin Birgit Richter. „Rittergutsarchive sind Quellen der Geschichte unserer Region. Der Schlüssel zu diesen Schätzen liegt aber oft in privatem Nachlass.“

So ist es ein glücklicher Zufall, dass die Erbengemeinschaft der Von-Fritsch-Briefe im Herbst 2010 die Internetseite des Archivs durchsuchte und dabei die lückenhaften Seerhausener Aktenbände entdeckte. „Sie ist dann auf uns zugegangen mit dem Angebot, uns die Schriften zu überlassen“, erinnert sich Jäger. „Gegen eine symbolische Aufwandsentschädigung, die dem Verkaufswert der Briefe nicht ansatzweise nahe kommt.“ Wie die Briefe in die Hände der Erbengemeinschaft gelangt sind, lasse sich leider nicht mehr nachvollziehen, so Jäger.

Obwohl das Maldeghem'sche Gutsarchiv Niederstotzingen vom Land Baden-Württemberg erworben wurde, wurden jetzt wichtige Schriftstücke im Belgischen Handel angeboten. Vermutlich wurden sie schon vor dem Ankauf veräußert.

Mehr in meinem Beitrag auf G+ "Saustall im Landesarchiv Baden-Württemberg"
https://plus.google.com/u/0/117546351384071338747/posts/iyxHvKLkbYQ

Findbuch HStAS Q 31
https://www2.landesarchiv-bw.de/ofs21/olf/einfueh.php?bestand=6830

Update: http://archiv.twoday.net/stories/59207534/

Goldene Worte, auch der Besuch schon ein paar Jahre zurückliegt (2007):

Zu Anfang wurden die Besucher durch den Grafen Droste zu Vischerering (Erbdroste) begrüßt, der zur Geschichte des Schlosses und aller Anwesen eingehende und sehr erläuternde Ausführungen machte. Alsbald stieß ein Mitarbeiter mit in unsere Gruppe. Dieser führte uns im Beisein des Grafen in das Archiv. Hier wurde allgemein festgestellt, dass das Archiv an Größe, Ordnung und Sauberkeit seinesgleichen sucht. Anschließend bat man uns in ein Besprechungszimmer, in dem der Mitarbeiter sehr gut vorbereitet anhand von Unterlagen und Wortbeiträgen über Haus Bevern berichtete.

Anschließend durften wir noch in der Stattelkammer die blank gewienerten Pferdegeschiere ansehenden. Dies war ein seltener Anblick. Gleichfalls herrschten hier besondere Sauberkeit und Ordnung. Es bleibt hervorzuheben, dass von Alter nichts zu sehen war.


http://www.heimatvereinostbevern.de/bildergalerie-einzel-heimatverein-ostbevern.php?backDat=bildergalerie-heimatverein-ostbevern.php&galid=9

Miterbe darf Testament von Adolf Fürst zu Schaumburg-Lippe nicht einsehen. Es wird entgegen § 2259 BGB nicht an das Nachlassgericht abgeliefert. Es wird seltsamerweise im Bestand des sogenannten Familien- und Hausarchivs in Bückeburg verwahrt.

Wird diese rechtswidrige Praxis auch nach dem 1.1.2012 aufrecht erhalten werden ?

"Testamentsverzeichnisse sind integraler Bestandteil des Zentralen Testamentsregisters und für dessen Betrieb unverzichtbar. Sie werden in einem gesonderten Verfahren überführt werden. Dieser Prozess erstreckt sich nach § 1 I Testamentsverzeichnisüberführungsgesetz über einen Zeitraum von höchstens sechs Jahren auf alle 5064 Standesämter mit geschätzten 15 Mio. Verwahrungsnachrichten und die Hauptkartei für Testamente", (Notarassessor Dr. Thomas Diehn, das Zentrale Testamentsregister, NJW 2011, 481 (484).

Zum Ablauf zur Erfassung der Testamente im Jahr 2011:

http://www.testamentsregister.de/Nutzer-Service/StA/index.php

Werden staatliche Instanzen dafür sorgen, dass das Testament Adolfs weiterhin unerfasst bleibt ?

Natürlich. Gesetzesbruch macht nichts, wenn er (auch) vom Staat begangen wird. Ist § 2259 BGB erstmal verletzt kommt es auch nicht zu einer Registrierung im Zentralen Testamentsregister, weil eine Registrierung im Testamentsverzeichnis unterblieb. Das parallele Unrechtssystem in Reinkultur.

siehe auch:

http://archiv.twoday.net/stories/3810499/#4727783

http://goo.gl/WYYIW

vierprinzen



"Popstar? Junkie? Genie? Oder einfach bloß verrückt? Wer war Ludwig II. wirklich? Zwei Münchner Autoren haben die Boulevardpresse seiner Zeit und das Geheime Hausarchiv der Wittelsbacher durchforstet und ein verblüffendes Buch geschrieben: "Ludwig forever. Die phantastische Welt der Märchenkönigs".
König Ludwig II. starb vor 125 Jahren. Zu lesen gibt es über den "Märchenkönig" zwar schon mehr als genug, dennoch ist Thomas Endl und Klaus Reichold jetzt ein Buch über ihn gelungen, das ganz neue Blicke auf den "Kini" ermöglicht. Sie haben die Presse seiner Zeit durchforstet, sich durch Klatschspalten gearbeitet, sind Tagebücher von Zeitgenossen durchgegangen und haben im Geheimen Hausarchiv der Wittelsbacher nach bislang wenig beachteten Fakten gesucht. So haben sie beispielsweise herausgefunden, dass schon während Ludwigs Regierungszeit Gerüchte die Runde machten, dass der König homoerotische Verhältnisse hatte.
"Es herrschte Krieg" - der Krieg gegen Österreich von 1866 - "und der König spielt auf der Roseninsel im Starnberger See mit dem Fürsten von Thurn und Taxis 'Fangermandl', das geht natürlich gar nicht", fasst Thomas Endl die zeitgenössische Kritik zusammen. In ihrem Buch "Ludwig forever" halten die Autoren auch fest, dass vieles am exzentrischen Verhalten des Königs auf etwas äußerst Banales zurückzuführen ist - beispielsweise Zahnschmerzen, die ihn zeitlebens plagten. Zum Schluss hatte er nur noch sechs Zähne im Mund. Ludwig II. nahm das Schmerzmittel Laudanum, ein Opiat, das sowohl Euphorie als auch Übellaunigkeit als Nebenwirkungen auslösen konnte - und ihn wohl so launisch werden ließ.

Auch zum Einschlafen brauchte der König ein Medikament. Das Chloralhydrat, das er nahm, hatte wahrscheinlich die Wirkung, seinen Schlafrhythmus immer weiter zu verschieben. "Es wäre denkbar, dass das bei Ludwig dazu geführt hat, dass er immer später aufgestanden ist, bis er eines Tages eigentlich erst um 19 Uhr aus dem Bett kam, gefrühstückt hat, nachts zwischen zwölf und eins gab es das Mittagessen, und um sieben Uhr in der Früh ist er dann ins Bett gegangen", sagt Klaus Reichold. Mit ihrem spannend geschriebenen Buch zeigen Endl und Reichold, dass man große Geschichte oft über Kleinigkeiten aus dem Alltag besser begreift - verblüffend und unterhaltsam."


Klaus Reichold, Thomas Endl
"Ludwig forever. Die phantastische Welt der Märchenkönigs"
Hoffmann & Campe 2011
ISBN-13:978-3-455-50200-8

Quelle: 3sat Kulturzeit, Lesezeit v. 18.5.2011

(S)

http://www.mdr.de/sachsen-anhalt/halle/8376748.html

Viele bedeutsame Hinterlassenschaften des Dichters waren zwar bereits im Novalis-Museum auf Schloss Oberwiederstedt zu sehen gewesen, allerdings bisher nur als Leihgaben. Unter den Ausstellungsstücken befindet sich zum Beispiel sein Taufhäubchen. Der bürgerliche Name des Frühromantikers Novalis war Georg Philipp Friedrich Freiherr von Hardenberg. Er wurde 1772 im Renaissance-Schloss seiner Eltern in Oberwiederstedt geboren.

Museumsleiterin Gabriele Rommel sagte am Dienstag: "Die Familie hätte die Dinge jederzeit weiterverkaufen können." Durch den Ankauf, die von der Kulturstiftung der Länder und des Landes Sachsen-Anhalt unterstützt werde, seien nun das umfangreiche Archiv der Familie von Hardenberg - den Nachkommen des Dichters Novalis - gesichert. Das teilte die Kulturstiftung am Dienstag mit. Die Novalis-Stiftung erhalte damit die Obhut über die noch erhaltenen Archivalien des Familien- und Gutsarchivs mit einigen kostbaren Autografen von Novalis, wie zum Beispiel Briefen, einem Gedichtentwurf und zwei Schulheften des Dichters.


(T)


Die Ot­to-​von-​Bis­marck-​Stif­tung zeigt in Zu­sam­men­ar­beit mit dem Lan­des­ar­chiv Schles­wig-​Hol­stein erst­mals aus­ge­wähl­te Ex­po­na­te aus dem Nach­lass Ot­to von Bis­marcks im Prin­zen­pa­lais in Schles­wig.

http://www.damals.de/de/4/news.html?aid=190148&action=showDetails

http://www.gs.uni-hd.de/md/neuphil/gs/personen/klingner_geborgene_schaetze_2008.pdf

Mein Dank gilt Herrn Klingner, dass er die unter http://archiv.twoday.net/stories/8474674/ angezeigte Publikation in der ARX 2008 online verfügbar gemacht hat!


 

twoday.net AGB

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