http://archiv.twoday.net/stories/3391750/
Die Stellungnahme des OA-Teams in den Kommentaren war nichts anderes als Geschwafel. Das war am 4. März 2007. Ein Jahr später ein erneuter Blick auf ZORA.
Nach gut zwei Monaten 2008 gibt es ganze 25 Dokumente im Schriftenserver, was hochgerechnet aufs Jahr 150 Dokumente bedeutet. 2007 wurden 252 Dokumente eingestellt.
Wie sieht es mit der großen Philosophischen Fakultät aus? Da hat sich nichts geändert, es führt das Psychologische Institut (27), gefolgt von den Politologen (1) und den Linguisten (1).
Kein Wunder, dass Zürich nicht im Repositorien-Ranking vertreten ist:
http://www.webometrics.info/top200_rep.asp?offset=0
Die Uni Zürich ist eine bedeutende Forschungsuniversität mit 23.000 Studierenden. Freiburg im Breisgau hat etwas weniger (21.000), ist aber auch "exzellent". Freiburg gestattet aber leider nicht, auf einen Blick die Zahl der jährlich eingestellten Dokumente einzusehen, aber da die Reihe im wesentlich lückenlos ist und für 2007 von 2800 bis 3938 reicht, sind das ca. 1100 Dokumente im Gegensatz zu kümmerlichen ca. 250 in Zürich.
Freiburg hat aber kein institutionelles OA-Mandat!
Zürich ist die einzige deutschsprachige Hochschule mit einem "Mandat", das aber "erwartet", nicht "verpflichtet". Ein "von oben" durchgesetztes Mandat hat offenbar wenig Effekt.
Die OA-Debatten sehen in Mandaten eine wirksame Möglichkeit, der gähnende Leere der Repositorien zu begegnen. Zürich zeigt, dass das ein Irrglaube sein könnte. Die großartigen Anstrengungen des niederländischen "Cream of Science"-Programms kamen gänzlich ohne ein Mandat aus.
Die Stellungnahme des OA-Teams in den Kommentaren war nichts anderes als Geschwafel. Das war am 4. März 2007. Ein Jahr später ein erneuter Blick auf ZORA.
Nach gut zwei Monaten 2008 gibt es ganze 25 Dokumente im Schriftenserver, was hochgerechnet aufs Jahr 150 Dokumente bedeutet. 2007 wurden 252 Dokumente eingestellt.
Wie sieht es mit der großen Philosophischen Fakultät aus? Da hat sich nichts geändert, es führt das Psychologische Institut (27), gefolgt von den Politologen (1) und den Linguisten (1).
Kein Wunder, dass Zürich nicht im Repositorien-Ranking vertreten ist:
http://www.webometrics.info/top200_rep.asp?offset=0
Die Uni Zürich ist eine bedeutende Forschungsuniversität mit 23.000 Studierenden. Freiburg im Breisgau hat etwas weniger (21.000), ist aber auch "exzellent". Freiburg gestattet aber leider nicht, auf einen Blick die Zahl der jährlich eingestellten Dokumente einzusehen, aber da die Reihe im wesentlich lückenlos ist und für 2007 von 2800 bis 3938 reicht, sind das ca. 1100 Dokumente im Gegensatz zu kümmerlichen ca. 250 in Zürich.
Freiburg hat aber kein institutionelles OA-Mandat!
Zürich ist die einzige deutschsprachige Hochschule mit einem "Mandat", das aber "erwartet", nicht "verpflichtet". Ein "von oben" durchgesetztes Mandat hat offenbar wenig Effekt.
Die OA-Debatten sehen in Mandaten eine wirksame Möglichkeit, der gähnende Leere der Repositorien zu begegnen. Zürich zeigt, dass das ein Irrglaube sein könnte. Die großartigen Anstrengungen des niederländischen "Cream of Science"-Programms kamen gänzlich ohne ein Mandat aus.
KlausGraf - am Freitag, 7. März 2008, 21:26 - Rubrik: Open Access
Frau Dr. Judith Bauer-Merinsky, Mitarbeiterin der Donau Universität Krems, hat der Universitätsbibliothek der Medizinischen Universität Wien freundlicherweise gestattet, die in ihrer Dissertation veröffentlichten 143 “Biographien entlassener Professoren und Dozenten” zu digitalisieren und ins Repositorium der Universitätsbibliothek aufzunehmen. Die Dissertation, die 1979/80 an der Geisteswissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien entstanden ist, stützt sich im Wesentlichen auf unveröffentlichte Dokumente aus dem Universitätsarchiv und auf Quellen und Literatur des Instituts für Geschichte der Medizin. Sie gehört zu den am meisten benutzten bzw. entlehnten Dissertationen der Zweigbibliothek für Geschichte der Medizin, wo sie bisher ausschliesslich in gedruckter Form in zwei Exemplaren zur Verfügung gestanden ist.
http://ub.meduniwien.ac.at/blog/?p=772
Nachtrag:
Siehe auch
http://medinfo.netbib.de/archives/2008/03/18/2537
http://ub.meduniwien.ac.at/blog/?p=772
Nachtrag:
Siehe auch
http://medinfo.netbib.de/archives/2008/03/18/2537
KlausGraf - am Freitag, 7. März 2008, 21:11 - Rubrik: Universitaetsarchive
noch kein Kommentar - Kommentar verfassen
http://www.fwf.ac.at/de/public_relations/oai/index.html
Der FWF hat die Verpflichtung der Mitarbeiter an geförderten Projekten, ihre Forschungsergebnisse OA zu publizieren, verschärft. Nur wenn es rechtlich unmöglich ist, darf von einer solchen Publikation abgesehen werden.
"Gibt es hingegen Karenzzeiten, vor deren Ablauf das Einstellen bereits publizierter Forschungsergebnisse in disziplinspezifische oder institutionelle elektronische Archive nicht gestattet wird, sollten diese i.d.R. nicht länger als 6 Monate bei Zeitschriftenartikeln und 12 Monate bei Büchern sein."
Anders als bei der Schweizer-NFR-Weisung (auf meinen Beitrag http://archiv.twoday.net/stories/4155226/ erhielt ich von den Verantwortlichen zwar eine Zuschrift, die ich aber nicht zitieren darf) werden hier auch Monographien als Forschungsergebnisse angesprochen. Die Verpflichtung gilt also nicht nur für Zeitschriftenartikel!
In der Pressemitteilung heisst es schnörkellos:
Förderorganisationen wie Geförderte in den Wissenschaften stehen gegenüber den SteuerzahlerInnen in der Pflicht, nicht nur effizient und effektiv die anvertrauten Mittel einzusetzen, sondern auch die Ergebnisse ihrer Forschung in Form von Publikationen der Gesellschaft zur Verfügung zu stellen.
STIMMT!
Leider setzt einer der wichtigsten Mitspieler in der österreichischen Wissenschaftslandschaft auf Kommerz und nicht auf Open Access: Die Österreichische Akademie der Wissenschaften.
Im übrigen haben es österreichische Wissenschaftler schwer, institutionelle Repositorien zu finden: Die meisten Hochschulen verfügen noch nicht über Schriftenserver!
Der FWF hat die Verpflichtung der Mitarbeiter an geförderten Projekten, ihre Forschungsergebnisse OA zu publizieren, verschärft. Nur wenn es rechtlich unmöglich ist, darf von einer solchen Publikation abgesehen werden.
"Gibt es hingegen Karenzzeiten, vor deren Ablauf das Einstellen bereits publizierter Forschungsergebnisse in disziplinspezifische oder institutionelle elektronische Archive nicht gestattet wird, sollten diese i.d.R. nicht länger als 6 Monate bei Zeitschriftenartikeln und 12 Monate bei Büchern sein."
Anders als bei der Schweizer-NFR-Weisung (auf meinen Beitrag http://archiv.twoday.net/stories/4155226/ erhielt ich von den Verantwortlichen zwar eine Zuschrift, die ich aber nicht zitieren darf) werden hier auch Monographien als Forschungsergebnisse angesprochen. Die Verpflichtung gilt also nicht nur für Zeitschriftenartikel!
In der Pressemitteilung heisst es schnörkellos:
Förderorganisationen wie Geförderte in den Wissenschaften stehen gegenüber den SteuerzahlerInnen in der Pflicht, nicht nur effizient und effektiv die anvertrauten Mittel einzusetzen, sondern auch die Ergebnisse ihrer Forschung in Form von Publikationen der Gesellschaft zur Verfügung zu stellen.
STIMMT!
Leider setzt einer der wichtigsten Mitspieler in der österreichischen Wissenschaftslandschaft auf Kommerz und nicht auf Open Access: Die Österreichische Akademie der Wissenschaften.
Im übrigen haben es österreichische Wissenschaftler schwer, institutionelle Repositorien zu finden: Die meisten Hochschulen verfügen noch nicht über Schriftenserver!
KlausGraf - am Freitag, 7. März 2008, 20:37 - Rubrik: Open Access
noch kein Kommentar - Kommentar verfassen
Bibliographische Daten sollten eigentlich nach den lauthals vorgetragenen Bekenntnissen der Bibliotheken frei sein, aber das sind sie nicht:
http://blog.okfn.org/2008/03/06/open-bibliographic-data-the-state-of-play/
http://blog.okfn.org/2008/03/06/open-bibliographic-data-the-state-of-play/
KlausGraf - am Freitag, 7. März 2008, 19:51 - Rubrik: Open Access
noch kein Kommentar - Kommentar verfassen
KlausGraf - am Freitag, 7. März 2008, 19:24 - Rubrik: Archivrecht
noch kein Kommentar - Kommentar verfassen
" .... Schrotts Homer musste mehrere Sprachen gekonnt und Zugang zu einem Archiv gehabt haben. Denn nur das könne erklären, warum sich in der Ilias so große Parallelen zum Gilgamesch, zugleich aber auch zum Alten Testament finden ließen und genaue Kenntnis der damals rezenten Aufstände ....."
Quelle:
http://derstandard.at/?url=/?id=3255545
".....Unzweifelhaft ist aber auch, dass Homer dort ein Archiv fand, wo die ganzen Siegesberichte vorlagen, die die assyrischen Könige, die jedes Jahr einen Feldzug starteten, losschickten in ihre Provinzen, um zu dokumentieren, welche Regionen sie wieder erobert, wie viel Beute sie gemacht haben. ...."
Quelle:
http://www.dradio.de/dlf/sendungen/interview_dlf/750351/
Quelle:
http://derstandard.at/?url=/?id=3255545
".....Unzweifelhaft ist aber auch, dass Homer dort ein Archiv fand, wo die ganzen Siegesberichte vorlagen, die die assyrischen Könige, die jedes Jahr einen Feldzug starteten, losschickten in ihre Provinzen, um zu dokumentieren, welche Regionen sie wieder erobert, wie viel Beute sie gemacht haben. ...."
Quelle:
http://www.dradio.de/dlf/sendungen/interview_dlf/750351/
Wolf Thomas - am Freitag, 7. März 2008, 18:54 - Rubrik: Archivgeschichte
noch kein Kommentar - Kommentar verfassen
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
sicherlich haben die meisten von Ihnen in der letzten Woche das neue Heft des Archivar im veränderten Lay-out im Briefkasten vorgefunden. Mittlerweile ist auch der neue Internetauftritt des Archivar unter www.archive.nrw.de/archivar/ online. Dort finden Sie beim Jahrgang 2007 auch das Jahresinhaltsverzeichnis, das viele bereits bei der Auslieferung vermisst haben. Es erscheint ab sofort nur noch als pdf-Exemplar, das nach Bedarf ausgedruckt werden kann.
Mit freundlichen Grüßen
Ihre Redaktion des Archivar
Kontakt:
Redaktion „Archivar“
Landesarchiv Nordrhein-Westfalen
Grundsatzfragen und Öffentlichkeitsarbeit
Graf-Adolf-Str. 67
40210 Düsseldorf
Tel. 0211 – 159 238-800
Fax 0211 – 159 238-888
E-Mail: archivar@lav.nrw.de
sicherlich haben die meisten von Ihnen in der letzten Woche das neue Heft des Archivar im veränderten Lay-out im Briefkasten vorgefunden. Mittlerweile ist auch der neue Internetauftritt des Archivar unter www.archive.nrw.de/archivar/ online. Dort finden Sie beim Jahrgang 2007 auch das Jahresinhaltsverzeichnis, das viele bereits bei der Auslieferung vermisst haben. Es erscheint ab sofort nur noch als pdf-Exemplar, das nach Bedarf ausgedruckt werden kann.
Mit freundlichen Grüßen
Ihre Redaktion des Archivar
Kontakt:
Redaktion „Archivar“
Landesarchiv Nordrhein-Westfalen
Grundsatzfragen und Öffentlichkeitsarbeit
Graf-Adolf-Str. 67
40210 Düsseldorf
Tel. 0211 – 159 238-800
Fax 0211 – 159 238-888
E-Mail: archivar@lav.nrw.de
Dr. Martina Wiech - am Freitag, 7. März 2008, 18:10 - Rubrik: Oeffentlichkeitsarbeit
noch kein Kommentar - Kommentar verfassen
Das aktuelle Buch von Rainer Kuhlen "Erfolgreiches Scheitern - eine Götterdämmerung des Urheberrechts" kann jetzt auch beim Verlag direkt bestellt werden, aber auch frei als PDF heruntergeladen werden.
http://www.inf-wiss.uni-konstanz.de/RK2008_ONLINE/
Kuhlens Buch enthält ein umfangreiches Kapitel über die "Open Access"-Bewegung und Creative-Commons-Lizenzen und steht selbst unter zwei CC-Lizenzen, bei der die eine eigenartigerweise die kommerzielle Nutzung zulässt, die andere sie ausschließt.
Kuhlen zitiert übrigens auch ARCHIVALIA ...
http://www.inf-wiss.uni-konstanz.de/RK2008_ONLINE/
Kuhlens Buch enthält ein umfangreiches Kapitel über die "Open Access"-Bewegung und Creative-Commons-Lizenzen und steht selbst unter zwei CC-Lizenzen, bei der die eine eigenartigerweise die kommerzielle Nutzung zulässt, die andere sie ausschließt.
Kuhlen zitiert übrigens auch ARCHIVALIA ...
KlausGraf - am Freitag, 7. März 2008, 17:10 - Rubrik: Open Access
noch kein Kommentar - Kommentar verfassen
Der im Jahr 2007 erstmals durchgeführte Wettbewerb „Archiv und Jugend", mit dem die Landesregierung die Archive des Landes erfolgreich animieren konnte, sich verstärkt um das Interesse Jugendlicher zu bemühen, führte zu zahlreichen Projekten im Land, deren Durchführung mit einer Landesunterstützung sichergestellt wird.
Nach diesem erfolgreichen Auftakt soll der Wettbewerb im Jahr 2008 neu aufgelegt werden. Zu diesem Zweck führt die Landesregierung die bewährte Kooperation mit den Landschaftsverbänden Rheinland und Westfalen-Lippe fort und stellt für den Wettbewerb „Archiv und Jugend" auch im Jahr 2008 einen Betrag von 100.000 EUR zur Verfügung.
http://www.rama.lvr.de/archivberatung/serviceleistungen/archivjugend09.asp
Teilnehmen können Archive in
o kommunaler,
o privater und
o kirchlicher Trägerschaft sowie
o die Abteilungen des Landesarchivs Nordrhein-Westfalen sein.
Damit sind die Universitätsarchive ausgeklammert - fast alle anderen Archive können teilnehmen!
UPDATE:
Aus einer Mail von Thomas Becker:
"Auf meine Anfrage bei der Archivberatungsstelle hat mir Herr Kollege Dr. Weber die folgende Mitteilung gemacht, die ich gerne an Sie weitergeben möchte.
der Aufruf, sich am Wettbewerb "Archiv und Jugend" zu beteiligen, richtet sich an alle Archivsparten in NRW, damit auch an Hochschularchive, ganz gleich, ob man sie nun eher in der nichtstaatlichen oder staatlichen Archivfamilie verorten möchte. Entscheidend für die Teilnahmeberechtigung ist allerdings die Zielgruppe, mit der das Projekt durchgeführt werden soll. Die Landesinitiative sieht als Projektpartner der Archive bei diesem Wettbewerb ausschließlich Jugendliche vor. Dabei spielt es keine Rolle, ob Jugendliche an ein Kommunal-, Kirchen- oder eben ein Hochschularchiv herangeführt werden."
Nach diesem erfolgreichen Auftakt soll der Wettbewerb im Jahr 2008 neu aufgelegt werden. Zu diesem Zweck führt die Landesregierung die bewährte Kooperation mit den Landschaftsverbänden Rheinland und Westfalen-Lippe fort und stellt für den Wettbewerb „Archiv und Jugend" auch im Jahr 2008 einen Betrag von 100.000 EUR zur Verfügung.
http://www.rama.lvr.de/archivberatung/serviceleistungen/archivjugend09.asp
Teilnehmen können Archive in
o kommunaler,
o privater und
o kirchlicher Trägerschaft sowie
o die Abteilungen des Landesarchivs Nordrhein-Westfalen sein.
Damit sind die Universitätsarchive ausgeklammert - fast alle anderen Archive können teilnehmen!
UPDATE:
Aus einer Mail von Thomas Becker:
"Auf meine Anfrage bei der Archivberatungsstelle hat mir Herr Kollege Dr. Weber die folgende Mitteilung gemacht, die ich gerne an Sie weitergeben möchte.
der Aufruf, sich am Wettbewerb "Archiv und Jugend" zu beteiligen, richtet sich an alle Archivsparten in NRW, damit auch an Hochschularchive, ganz gleich, ob man sie nun eher in der nichtstaatlichen oder staatlichen Archivfamilie verorten möchte. Entscheidend für die Teilnahmeberechtigung ist allerdings die Zielgruppe, mit der das Projekt durchgeführt werden soll. Die Landesinitiative sieht als Projektpartner der Archive bei diesem Wettbewerb ausschließlich Jugendliche vor. Dabei spielt es keine Rolle, ob Jugendliche an ein Kommunal-, Kirchen- oder eben ein Hochschularchiv herangeführt werden."
KlausGraf - am Freitag, 7. März 2008, 16:59 - Rubrik: Archivpaedagogik
