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Kodikologie

http://www.univie.ac.at/voeb/blog/?p=33244

"Philipp Jakob Franz, Bakkalaureus der Theologie, zunächst Kaplan in Waidhofen an der Ybbs, spä­ter Pfarrer in Opponitz und [St. Georgen am] Reith, hat in der Zeit von 1682 bis 1694 eine hand­ge­schrie­bene Sammlung von Predigten («Conciones») ver­fasst, von denen die NÖ Landesbibliothek vor kur­zem acht Bände erwer­ben konnte. "

Seit 2009 steht der Cgm 1930 online zur Verfügung

http://archiv.twoday.net/stories/5714473/

Nun wurde mit

Marx Walthers Turnierbuch. Mit Familienchronik und Stiftungsverzeichnis. Hrsg. von Daniel J. M. Huber. Königsbrunn 2014

ein gedrucktes Faksimile und eine komplette Transkription vorgelegt. Erfreulicherweise ist die Einleitung ungekürzt online:

http://books.google.de/books?id=btUBBAAAQBAJ

Marx Walther (1456-1511) ließ in dem wohl um 1506 angelegten Turnierbuch seine Turniere 1477-1489 bildlich dokumentieren.

GND
http://beacon.findbuch.de/seealso/pnd-aks?format=sources&id=120950782

Das Turnierbuch selbst:

München, SB, Cgm 1930
Marx Walther: Turnierbuch, 1506-1511
http://www.handschriftencensus.de/10052
Handschriftenkatalog
http://www.manuscripta-mediaevalia.de/hs/katalogseiten/HSK0189_a312_jpg.htm
Digitalisat:
http://nbn-resolving.de/urn/resolver.pl?urn=urn:nbn:de:bvb:12-bsb00038795-5

An wesentlicher Literatur ist außer Huber (siehe oben) zu nennen:

Chroniken der deutschen Städte 23 (1894)
https://archive.org/stream/diechronikender01rothgoog#page/n444/mode/2up

Katalog: Ritterwelten im Spätmittelalter (2009), S. 219-225 Nr. 23a/b (Max Tewes)

Tewes machte auch aufmerksam auf eine Sammlung von Vorzeichnungen für das Turnierbuch:

Augsburg, SuStB, Cod. 2° Cod. Aug. 479b
Sammelband, nach 1690
Darin: Vorzeichnungen zu Marx Walthers Turnierbuch, Vorzeichnungen zu einem Turnierbuch der Fugger
Katalog: Ritterwelten im Spätmittelalter (2009), S. 219-225 Nr. 23b (Max Tewes)
Huber S. 16, Abbildung S. 14

Um 1570 kopierte Jeremias Schemel alle Turnierabbildungen Walthers für sein Confect- und Turnierbuch (Huber S. 16). Zu Schemel:
http://archiv.twoday.net/search?q=jeremias+schemel

Aus einer Vorlage Hans Felix Ilsungs wurde das Turnierbuch Walthers im 17. Jahrhundert kopiert in:

Bamberg, SB, Msc. Hist. 181
Sammelhandschrift 17./18. Jh.
Darin: Verzeichnis Augsburger Turniere
Handschriftenkatalog
http://www.manuscripta-mediaevalia.de/hs/katalogseiten/HSK0600_1319_jpg.htm
Huber S. 18


http://archive.thulb.uni-jena.de/hisbest/receive/HisBest_cbu_00025283

http://www.handschriftencensus.de/14762

Siehe auch
http://de.wikisource.org/wiki/Burgunderkriege#Konrad_Stolle

Die in meiner Miszelle zu Hans Wertmann

http://archiv.twoday.net/stories/97060108/

erwähnte Erlanger Handschrift B 213 ist inzwischen online.

http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:29-bv041822029-3

Die Beschreibung der in Augsburg um 1570/77 entstandenen Handschrift (Datierung nach: Die Welt im Umbruch I, 1980, S. 201 Nr. 127) von Pütz 1973

http://www.manuscripta-mediaevalia.de/hs/katalogseiten/HSK0016_a138_jpg.htm

geht nicht näher auf das Turnierbuch ein. Von den Seiten des Katalogs von Lutze, die das Turnierbuch betreffen, und von Lutzes Beitrag in der FS Stollreither 1950 stellte die UB Erlangen keine kostenlosen Scans zur Verfügung. Es wäre wünschenswert, wenn die Bibliothek den Katalog von Lutze und den mir ebenfalls nicht zugänglich gemachten Katalog Cimelia Erlangensis (1993), S. 60, 63 ins Netz stellen und mit dem Digitalisat der Handschrift so verknüpfen würde, dass man den Metadaten des Digitalisats die SEITENZAHLEN und NUMMERN und die URL der Literatur entnehmen könnte. Jetzt wird nur der Katalog von Pütz und der uralte Katalog von Irmscher angegeben, aber ohne SEITENZAHLEN und/oder NUMMERN und erst recht nicht Links!

Mir wurde die leider nicht-öffentlich zugängliche interne Dokumentation zur Handschrift übermittelt, die aber weitgehend nur Abbildungsnachweise betrifft, sieht man von dem Nürnberger Katalog Vom Adler zum Löwen (2006), S. 511 ab.

Anders als andere Turnierbücher des 16. Jahrhunderts geben die mit Überschriften versehenen Darstellungen des Turnierbuchs Bl. 197r-220r nicht konkrete Turnierkämpfe wieder, sondern enthalten allgemeine Darstellungen von insgesamt 11 Turniertypen wohl aus der Zeit Maximilians I. Dargestellt werden die Kämpfer jeweils im Ruhezustand auf dem Pferd nebeneinander, gefolgt von einer doppelseitigen Abbildung, auf der sie gegeneinander kämpfen.

Näheres über die Vorlagen zu recherchieren fehlt mir die Zeit, aber es bestehen Übereinstimmungen hinsichtlich der Bezeichnungen der Turniere mit Burgkmairs Turnierbuch, siehe etwa

http://spiritoftheages.com/Hans%20Burgkmair%20-%20''Turnierbuch''.htm

und den Turnierdarstellungen im Triumphzug Kaiser Maximilians, zu welchem zuletzt zu vergleichen der Katalog Kaiser Maximilian. Der letzte Ritter und das höfische Turnier (2014), S. 89-91 mit allzu kärglichen Literaturangaben. Siehe auch

http://books.google.de/books?id=ichcAAAAcAAJ&pg=PA476

Der Schaffhauser Katalog Ritterturniere (2014), S. 129 bildet eine Seite aus Jeremias Schemels (Augsburg) Reit- und Turnierbuch um 1570 ab, beschriftet "Turnier zu Roß zu Schimpff und Ernst zu brauchenn". Schemel ist hier kein Unbekannter:

http://archiv.twoday.net/stories/120175110/ mit weiteren Nachweisen zu solchen Turnierbüchern

Lutze 1950 vermutete als Zeichner der Erlanger Handschrift den 1611 gestorbenen Schemel (Pütz).

Das Turnier zu Ross zu Schimpf und Ernst Bl. 207r der Erlanger Handschrift zeigt zwar den gleichen Bildtyp aber weder von den Farben, der sonstigen Ikonographie noch von der zeichnerischen Gestaltung eine Übereinstimmung mit der Wiener Schemel-Handschrift. Trotzdem erscheint es aussichtsreich, die Augsburger Turnierbücher mit der Erlanger Handschrift zu vergleichen.

Bisher war unbekannt (und womöglich wird es in Erlangen auch unbekannt bleiben, wenn die UB Erlangen nicht auf die Idee kommt Internetquellen wie diesen belanglosen Blogeintrag in ihre erlesene Handschriftendokumentation aufzunehmen), dass die Erlanger Handschrift in diversen frühneuzeitlichen gelehrten Büchern erwähnt wird, die auf ein lateinisches Werk des Ansbacher Juristen Limnaeus zurückgehen.

Siehe etwa
https://www.google.de/search?tbm=bks&q="rennen+in+den+alten+pund"

Bei
http://books.google.de/books?id=3qpXAAAAcAAJ&pg=PA65
stellte es eine gewisse Herausforderung dar, von dem Zitat "Limnaeus in tom. 1 addit. jur. publ. lib. 6 c. 5 n. 125" zu dem Digitalisat zu kommen, aber mit ein wenig Herumsuchen war auch diese Klippe gemeistert.

Ausgabe 1650
http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb11067405_01142.html
= Google Books (Abbildung ist anklickbar)



Der Fürst des Johannes Limnaeus residierte in Ansbach.

https://de.wikipedia.org/wiki/Johannes_Limn%C3%A4us

Da Limnaeus die Überschriften der Erlanger Handschrift, die aus der Ansbacher Schlossbibliothek stammt, wiedergibt, habe ich keinen Zweifel, dass ihm B 213 vorlag.

#forschung

#fnzhss


Wenn die Technik hart auf das Begehren der ÖNB knallt, sich als in digitalen Dingen kompetente Bibliothek darzustellen ...

Zu http://data.onb.ac.at/rec/AL00172924 Cod. 226 gibt es leider kein Digitalisat, obwohl ein solches rechts angezeigt wird. Unten steht dann: "Falsche Verknüpfung mit einem Volldigitalisat".

Im Digitalisat stehen natürlich keine Metadaten, aber man kann auf die Signatur 3413 schließen:

http://manuscripta.at/?ID=6640

Dort steht: "Volldigitalisat derzeit (26.04.2013) in HANNA falsch zugeordnet (bei Cod. 226)".

Offensichtlich verhindert das sicher sündteure Wiener System eine einfache und simple Fehlerkorrektur.

Update: JP appelliert nun auch an die ÖNB
http://www.univie.ac.at/voeb/blog/?p=33190

http://manuscriptroadtrip.wordpress.com/2014/08/07/manuscript-road-trip-sweet-home-alabama-and-georgia-too/

macht darauf aufmerksam, dass alle Handschriften der Medical Library at the University of Alabama nun unter

http://contentdm.mhsl.uab.edu/cdm/search/collection/PHARM

abrufbar sind, also auch das deutschsprachige Ms. 2 von 1489, geschrieben von Bernhard Dittrich, mit dem ich mich 2011 befasste.

Digitalisat:
http://contentdm.mhsl.uab.edu/cdm/ref/collection/PHARM/id/659

http://archiv.twoday.net/stories/14660345/
http://www.handschriftencensus.de/18218


Otto Erhard, Die Kirchenbibliothek bei St. Mang in Kempten. Kempten. Ein Beitrag zur Geschichte ihrer Entstehung und Vermehrung. In: Allgäuer Geschichtsfreund 1911, S. 74 — 88

https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Erhard_Kirchenbibliothek_St._Mang.pdf (Danke für die Bereitstellung des Scans an das Stadtarchiv Kempten, Dr. Böck)

Der Aufsatz erhält schätzenswerte Mitteilungen zu den Handschriften der Kirchenbibliothek St. Mang zu denen auch die Mittelalterlichen Bibliothekskataloge (von Ruf, habe ich nicht zur Hand) zu vergleichen sind. Bei Krämer, Scriptores findet sich folgende Liste zu Schreibern und Besitzern, die wohl aus den MBK stammt:

(poss.) Kempten, KirchenB St. Mang, M 4 (a. 1447).
Hägelin, Jodocus

(poss.) Kempten, KirchenB St. Mang, s. n. (Druck v. 1483).
Frölich, Johannes

Kempten, KirchenB St. Mang, M. 1.
Rinnsshart (Rinnhart, Zynnshart), Sixtus

Kempten, KirchenB St. Mang, M. 1.
Rinnhart (Rinnßhart), Sixtus

Kempten, KirchenB St. Mang, M. 10.
Brack, Thomas

Kempten, KirchenB St. Mang, M. 11.
Brack, Thomas

Kempten, KirchenB St. Mang, M. 12 (a. 1487).
Brack, Thomas

Kempten, KirchenB St. Mang, M. 13 (a. 1472).
Brack, Thomas

Kempten, KirchenB St. Mang, M. 14 (a. 1473).
Brack, Thomas

Kempten, KirchenB St. Mang, M. 15.
Brack, Thomas

Kempten, KirchenB St. Mang, M. 16 (a. 1487).
Brack, Thomas

Kempten, KirchenB St. Mang, M. 18, fol. 199v (a. 1422).
Bodenwaltz, Friedrich (Fridericus)

Kempten, KirchenB St. Mang, M. 18.
Binwang (Bywang), Konrad

Kempten, KirchenB St. Mang, M. 20.
Hägelin, Jodocus

Kempten, KirchenB St. Mang, M. 4 (fol. 1r).
Hägelin, Jodocus

Kempten, KirchenB St. Mang, M. 6 (a. 1434/36).
Waltherus (1434)

Kempten, KirchenB St. Mang, M. 6.
Binwang (Bywang), Konrad

Kempten, KirchenB St. Mang, M. 7.
Hägelin, Jodocus

Kempten, KirchenB St. Mang, M. 9 (a. 1450).
Brak, Conradus

Kempten, KirchenB St. Mang, M.20,fol. 274 ("Hist. scholastica"). (a. 1447).
Hägelin, Jodocus

Kempten, KirchenB St. Mang, M.4, fol. 299r-347vb, aus Kempten, St. Mang.
Tüschlin, Johannes

Kempten, KirchenB St. Mang, s. n. (scr. Walther von Füssen).
Binwang (Bywang), Konrad

Kempten, KirchenB St. Mang, s. n. (von 1422).
Binwang (Bywang), Konrad

Kempten, KirchenB St. Mang, s. n. (von 1434).
Binwang (Bywang), Konrad

Kempten, KirchenB St. Mang, s. n. (von 1436).
Binwang (Bywang), Konrad

Kempten, KirchenB von St. Mang, s. n. ("Gregorius M., Dialogi", etc.), aus Kempten.
Füssen, Waltherus von

Ziemlich schlecht ist der Artikel:

http://www.vifabbi.de/fabian?St._Mangkirche_(Kempten/Allgaeu)

Hier fehlen z.B. die MBK.

Handschriften der Sammlung Leichtle verzeichnete Schmidt im Serapeum

http://books.google.de/books?id=P-RaAAAAQAAJ&pg=PA113

Inwieweit diese (z.B. das Antiphonar der Felicitas Imhoff in Medingen) wenigstens teilweise in der Kirchenbibliothek St. Mang, die die Sammlung Leichtle erhielt, noch vorhanden sind, weiß ich nicht.

Nr. 9 wurde jedenfalls 1988 in München versteigert:

http://books.google.de/books?id=K__ZPCaj0BkC&pg=PR16

"A. Linde, Katalog der Kirchenbibliothek von St. Mang Kempten. Kempten 1857" (so Kristeller online) ist nicht online. im BVB kein Nachweis (?).

Insgesamt verzeichnet
http://books.google.de/books?id=MrkA3682xkYC&pg=PA266
ca. 60 Handschriften, davon 22 mittelalterlich.

https://www.soscisurvey.de/pilotphase_hss/

http://www.museumplantinmoretus.be/Museum_PlantinMoretus_NL/PlantinMoretusNL/PlantinMoretusNL-Bibliotheken-en-archieven/Bibliotheken-en-archieven-Bibliotheken/De-oude-bibliotheek/De-oude-bibliotheek-Manuscripten.html

Via
https://docs.google.com/spreadsheet/pub?key=0AseU5yPuuROfdHI1VldNdGdnbE8zcFV6UU5XMFRHWHc&output=html


http://manuscrits-drac.bnsa.aquitaine.fr/

Darüber hinaus über 400 weitere Handschriften in Auszügen.

http://cehistoire.hypotheses.org/98

 

twoday.net AGB

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