Open Access
Der Arbeitskreis OA der Leibniz Gemeinschaft mag es noch so "müßig" finden, die Mitgliedsinstitute anhand des jeweiligen Internetauftritts auf ihre Position zum Open Access zu befragen, wir setzen unsere Reihe trotzdem fort. Es werden also alle Institute der Sektion A - Geisteswissenschaften und Bildungsforschung besprochen werden.
Heute an der Reihe: das Mannheimer Institut für Deutsche Sprache.
Kommt der Begriff OA auf der Website vor?
Nein!
Stehen Volltexte zur Verfügung?
Abgesehen vom Jahresbericht gibt es nur jeweils nur 1-2 Beiträge aus den letzten Jahrgängen der Zeitschrift "Sprachreport", die auch in der Publikationsdatenbank mit einem Link zum Volltext versehen sind. Eine Filtermöglichkeit wie beim DIE ( http://archiv.twoday.net/stories/4073672/ ) gibt es nicht.
Besonders unsinnig ist die Forderung, man müsse sich vor der Einsichtnahme in die Online publizierten Arbeiten zur Lingustik (OPAL), bisher 5 Bände, registrieren.
http://www.ids-mannheim.de/pub/laufend/opal/
"Aus datenschutz- und urheberrechtlichen Gründen ist für OPAL - wie für alle personenbezogenen Online-Dienste des IDS - eine (einmalige) Registrierung erforderlich, die Sie auf der Anmeldeseite durchführen können."
Weder bei den Millionen OA-Artikel weltweit noch bei den tausenden Dissertationen auf Hochschulschriftenservern ist eine solche Registrierung erforderlich. Aus Datenschutzgründen ist eine solche Registrierung absolut abzulehnen, da unnötig personenbezogene Daten erhoben werden.
Sogar bei den im Eigenverlag erschienenen Veröffentlichungen gibt es keine Volltexte, obwohl hier keine Verlagsrechte zu beachten sind.
Für die volle Nutzung der Datenbanken (lexikalische Materialien, Transkriptionen, Tonaufzeichnungen)
http://www.ids-mannheim.de/service/
besteht eine besonders restriktive Nutzungsregelung (unzutreffend als "Copyright" bezeichnet)
http://dsav-oeff.ids-mannheim.de/DSAv/COPYRGHT.HTM
In allen Corpora (Wikipedia ist nur aus dem Jahr 2005 präsent) sind keine ganzen Texte zugänglich, auch wenn es sich um gemeinfreie Texte wie von Goethe oder den Brüdern Grimm handelt:
http://www.ids-mannheim.de/kl/projekte/korpora/archiv.html
Fazit: Das IDS macht bislang keinerlei Anstalten, OA zu unterstützen. Bei dem Datenzugang pflegt es eine Kultur der Angst und des Copyfraud, die den Wissenschaftler als potentiellen Feind und nicht als Partner beim Erkentnnisprozess sieht.
Die bisherigen Folgen sind im ersten Beitrag am Ende aufgelistet:
http://archiv.twoday.net/stories/4069419/
Heute an der Reihe: das Mannheimer Institut für Deutsche Sprache.
Kommt der Begriff OA auf der Website vor?
Nein!
Stehen Volltexte zur Verfügung?
Abgesehen vom Jahresbericht gibt es nur jeweils nur 1-2 Beiträge aus den letzten Jahrgängen der Zeitschrift "Sprachreport", die auch in der Publikationsdatenbank mit einem Link zum Volltext versehen sind. Eine Filtermöglichkeit wie beim DIE ( http://archiv.twoday.net/stories/4073672/ ) gibt es nicht.
Besonders unsinnig ist die Forderung, man müsse sich vor der Einsichtnahme in die Online publizierten Arbeiten zur Lingustik (OPAL), bisher 5 Bände, registrieren.
http://www.ids-mannheim.de/pub/laufend/opal/
"Aus datenschutz- und urheberrechtlichen Gründen ist für OPAL - wie für alle personenbezogenen Online-Dienste des IDS - eine (einmalige) Registrierung erforderlich, die Sie auf der Anmeldeseite durchführen können."
Weder bei den Millionen OA-Artikel weltweit noch bei den tausenden Dissertationen auf Hochschulschriftenservern ist eine solche Registrierung erforderlich. Aus Datenschutzgründen ist eine solche Registrierung absolut abzulehnen, da unnötig personenbezogene Daten erhoben werden.
Sogar bei den im Eigenverlag erschienenen Veröffentlichungen gibt es keine Volltexte, obwohl hier keine Verlagsrechte zu beachten sind.
Für die volle Nutzung der Datenbanken (lexikalische Materialien, Transkriptionen, Tonaufzeichnungen)
http://www.ids-mannheim.de/service/
besteht eine besonders restriktive Nutzungsregelung (unzutreffend als "Copyright" bezeichnet)
http://dsav-oeff.ids-mannheim.de/DSAv/COPYRGHT.HTM
In allen Corpora (Wikipedia ist nur aus dem Jahr 2005 präsent) sind keine ganzen Texte zugänglich, auch wenn es sich um gemeinfreie Texte wie von Goethe oder den Brüdern Grimm handelt:
http://www.ids-mannheim.de/kl/projekte/korpora/archiv.html
Fazit: Das IDS macht bislang keinerlei Anstalten, OA zu unterstützen. Bei dem Datenzugang pflegt es eine Kultur der Angst und des Copyfraud, die den Wissenschaftler als potentiellen Feind und nicht als Partner beim Erkentnnisprozess sieht.
Die bisherigen Folgen sind im ersten Beitrag am Ende aufgelistet:
http://archiv.twoday.net/stories/4069419/
KlausGraf - am Samstag, 21. Juli 2007, 23:59 - Rubrik: Open Access
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Der Ostmitteleuropa-Forschung widmet sich das Herder-Institut in Marburg.
Kommt der Begriff OA auf der Website vor?
Ja, aber nur in einer Neuerscheinungsliste von 2004.
Jahresberichte 2004 und 2006 sowie der Newsletter Herder Aktuell sind online, jedoch kein Artikel (nur Besprechungen) aus der renommierten Hauszeitschrift.
Ein Archivintenvar ist online:
http://www.herder-institut.de/pdf/ebooks/Archivbestaende_Est_Liv_Kurl_Bd_9.pdf
Weitere Veröffentlichungen sind nicht online, soweit aus der extrem unübersichtlichen Homepage ersichtlich.
Suche nach PDF auf der Website
Es gibt eine Bilddatenbank, in der alle digitalisierten Bilder mit einem fetten Copyright-Zeichen verunstaltet sind:
http://www.herder-institut.de/index.php?lang=de&id=10
Die Bildhonorare sind schlechter Brauch (auch wenn wiss. Editionen mit einer Auflage unter 1000 befreit sind) - keine Spur von OA.
Klares Copyfraud ist, wenn gescannte Quellen (quellen.herder-institut.de), mit dem Vermerk versehen werden: "Weitere Vervielfältigung nur für wissenschaftliche Zwecke gestattet". Ein französischer Kokordatstext ist z.B. gemeinfrei und die Leistung, die paar Seiten zu scannen, ist schlicht und einfach zu vernachlässigen.
In der Vifa Ost ist die Sektion digitaler Volltexte im übrigen weit davon entfernt, prall gefüllt zu sein:
http://www.vifaost.de/texte-materialien/
Fazit: Open Access ist für das Herder-Institut noch kein Thema.
Liste der früheren Besprechungen im ersten Beitrag:
http://archiv.twoday.net/stories/4069419/
Kommt der Begriff OA auf der Website vor?
Ja, aber nur in einer Neuerscheinungsliste von 2004.
Jahresberichte 2004 und 2006 sowie der Newsletter Herder Aktuell sind online, jedoch kein Artikel (nur Besprechungen) aus der renommierten Hauszeitschrift.
Ein Archivintenvar ist online:
http://www.herder-institut.de/pdf/ebooks/Archivbestaende_Est_Liv_Kurl_Bd_9.pdf
Weitere Veröffentlichungen sind nicht online, soweit aus der extrem unübersichtlichen Homepage ersichtlich.
Suche nach PDF auf der Website
Es gibt eine Bilddatenbank, in der alle digitalisierten Bilder mit einem fetten Copyright-Zeichen verunstaltet sind:
http://www.herder-institut.de/index.php?lang=de&id=10
Die Bildhonorare sind schlechter Brauch (auch wenn wiss. Editionen mit einer Auflage unter 1000 befreit sind) - keine Spur von OA.
Klares Copyfraud ist, wenn gescannte Quellen (quellen.herder-institut.de), mit dem Vermerk versehen werden: "Weitere Vervielfältigung nur für wissenschaftliche Zwecke gestattet". Ein französischer Kokordatstext ist z.B. gemeinfrei und die Leistung, die paar Seiten zu scannen, ist schlicht und einfach zu vernachlässigen.
In der Vifa Ost ist die Sektion digitaler Volltexte im übrigen weit davon entfernt, prall gefüllt zu sein:
http://www.vifaost.de/texte-materialien/
Fazit: Open Access ist für das Herder-Institut noch kein Thema.
Liste der früheren Besprechungen im ersten Beitrag:
http://archiv.twoday.net/stories/4069419/
KlausGraf - am Samstag, 21. Juli 2007, 01:35 - Rubrik: Open Access
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Seit einigen Tagen besprechen wir die in den geisteswissenschaftlichen Intituten der Leibniz Gemeinschaft zu registrierenden oder eben nicht zu registrierenden Open-Access-Aktivitäten:
http://archiv.twoday.net/topics/Open+Access/
Das Germanische Nationalmuseum in Nürnberg ist eines der angesehensten deutschen kulturhistorischen Museen.
Kommt der Begriff OA auf der Website vor?
Ja ein einziges Mal: "Die Mendelschen- und Landauerschen Zwölfbrüderbücher mit ihren rund 1.400 Handwerksdarstellungen aus der Zeit von 1425 bis 1806 sind die umfangreichsten und bedeutendsten Bildquellen zur Handwerks-, Handels- und Technologiegeschichte. In Kooperation mit der Stadtbibliothek Nürnberg, wo die beiden Handschriften verwahrt werden, soll deshalb eine Veröffentlichung der überaus bedeutenden Bücher erfolgen. Geplant ist außerdem, Ergebnisse des interdisziplinären Projekts in digitalisierter Form mehrsprachig auf einer Website im Wege eines open access zur Verfügung zu stellen, um ein vernetztes Recherchieren zu ermöglichen."
Hinsichtlich der vielfältigen Publikationen des GNM muss festgestellt werden, dass von den wissenschaftlich relevanten Publikationen nichts OA vorliegt. Nur der Newsletter KulturGut (und der Vorläufer: Monatsanzeiger) liegt komplett online vor:
http://forschung.gnm.de/htm/htm3/p02.html
OA meint aber, dass die wissenschaftlichen Publikationen kosten- und beschränkungsfrei vorliegen und nicht nur Materialien der Selbstdarstellung wie Newsletter oder Jahresberichte.
Die Bibliothek des GNM baut eine digitale Bibliothek auf, worauf wir bereits im Februar hinwiesen:
http://archiv.twoday.net/stories/3345735/
Seit Februar ist nichts Entscheidendes hinzugekommen.
Als weiteres virtuelles Projekt ist eine Beschreibung hessischer Renaissance-Schlösser zu vermerken:
http://forschung.gnm.de/ressourcen/schloesser/index.htm
Ein Bestandskatalog ist unter
http://forschung.gnm.de/apps/dmsweb/
zugänglich, nur sind die Schwarzweissabbildungen nicht vergrößerbar und daher für wissenschaftliche Zwecke oft nur begrenzt verwertbar.
Fazit: Wie die anderen Museen der Leibniz Gemeinschaft hat das GNM bislang keine Anstalten gemacht, OA praktisch umzusetzen.
http://archiv.twoday.net/topics/Open+Access/
Das Germanische Nationalmuseum in Nürnberg ist eines der angesehensten deutschen kulturhistorischen Museen.
Kommt der Begriff OA auf der Website vor?
Ja ein einziges Mal: "Die Mendelschen- und Landauerschen Zwölfbrüderbücher mit ihren rund 1.400 Handwerksdarstellungen aus der Zeit von 1425 bis 1806 sind die umfangreichsten und bedeutendsten Bildquellen zur Handwerks-, Handels- und Technologiegeschichte. In Kooperation mit der Stadtbibliothek Nürnberg, wo die beiden Handschriften verwahrt werden, soll deshalb eine Veröffentlichung der überaus bedeutenden Bücher erfolgen. Geplant ist außerdem, Ergebnisse des interdisziplinären Projekts in digitalisierter Form mehrsprachig auf einer Website im Wege eines open access zur Verfügung zu stellen, um ein vernetztes Recherchieren zu ermöglichen."
Hinsichtlich der vielfältigen Publikationen des GNM muss festgestellt werden, dass von den wissenschaftlich relevanten Publikationen nichts OA vorliegt. Nur der Newsletter KulturGut (und der Vorläufer: Monatsanzeiger) liegt komplett online vor:
http://forschung.gnm.de/htm/htm3/p02.html
OA meint aber, dass die wissenschaftlichen Publikationen kosten- und beschränkungsfrei vorliegen und nicht nur Materialien der Selbstdarstellung wie Newsletter oder Jahresberichte.
Die Bibliothek des GNM baut eine digitale Bibliothek auf, worauf wir bereits im Februar hinwiesen:
http://archiv.twoday.net/stories/3345735/
Seit Februar ist nichts Entscheidendes hinzugekommen.
Als weiteres virtuelles Projekt ist eine Beschreibung hessischer Renaissance-Schlösser zu vermerken:
http://forschung.gnm.de/ressourcen/schloesser/index.htm
Ein Bestandskatalog ist unter
http://forschung.gnm.de/apps/dmsweb/
zugänglich, nur sind die Schwarzweissabbildungen nicht vergrößerbar und daher für wissenschaftliche Zwecke oft nur begrenzt verwertbar.
Fazit: Wie die anderen Museen der Leibniz Gemeinschaft hat das GNM bislang keine Anstalten gemacht, OA praktisch umzusetzen.
KlausGraf - am Donnerstag, 19. Juli 2007, 22:50 - Rubrik: Open Access
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Ulrich Herb: Open Access: Soziologische Aspekte
Ursprünglich erschienen in: IWP - Information Wissenschaft & Praxis. - 58. 2007, 4, S. 239-244
http://scidok.sulb.uni-saarland.de/volltexte/2007/1146/
Kurzfassung:
Die Forderung nach Open Access wird wissenschaftslogisch (Beschleunigung der wissenschaftlichen Kommunikation), finanziell (Linderung der Zeitschriftenkrise), sozial (Verringerung des Digital Divide), demokratietheoretisch (Zugang zu Informationen ermöglicht Partizipation) und sozialpolitisch (freier Zugang zu Informationen nivelliert Ungleichheiten) begründet. Dieser Beitrag untersucht einige dieser Annahmen mittels sozialwissenschaftlicher Modelle. Von Befunden aus der Bildungssoziologie und Sozialpsychologie bereits hinlänglich widerlegte Naivitäten wie die Annahme, Zugang zu Informationen wirke per se nivellierend, bleiben außen vor. Im Zentrum stehen die Erkenntnisse aus Pierre Bourdieus Kapitaltheorie für die Akzeptanz von Open Access und die Erkenntnisse aus Michel Foucaults Diskursanalyse für die Wirkung von Open Access innerhalb des Digital-Divide-Konzepts. Bourdieus Kapitaltheorie deutet darauf hin, dass für die Akzeptanz von Open Access bei Wissenschaftlern nicht hagiographische, wissenschaftslogische Argumente wie die Beschleunigung der Kommunikation ausschlaggebend sein dürften, sondern machtlogische Argumente: Entscheidend für die Akzeptanz von Open Access (und konzeptionell verbundener Modelle wie etwa alternative metrische Verfahren) ist, wie Wissenschaftler dessen mögliche Auswirkungen auf bestehende Akkumulationsprozesse wissenschaftlichen Kapitals wahrnehmen. Hinsichtlich der Wirkung von Open Access im Digital-Divide-Modell legt Foucaults Diskursanalyse nahe, dass Open Access Abhängigkeiten, Szientozentrismen und Ethnozentrismen verstärken kann.
Vom gleichen Autor gibt es noch online:
Ulrich Herb: Open Access in den Sozialwissenschaften
http://scidok.sulb.uni-saarland.de/volltexte/2007/1144/
Beitrag aus dem Handbuch "Open Access : Chancen und Herausforderungen" der Deutschen UNESCO-Kommission.
Ursprünglich erschienen in: IWP - Information Wissenschaft & Praxis. - 58. 2007, 4, S. 239-244
http://scidok.sulb.uni-saarland.de/volltexte/2007/1146/
Kurzfassung:
Die Forderung nach Open Access wird wissenschaftslogisch (Beschleunigung der wissenschaftlichen Kommunikation), finanziell (Linderung der Zeitschriftenkrise), sozial (Verringerung des Digital Divide), demokratietheoretisch (Zugang zu Informationen ermöglicht Partizipation) und sozialpolitisch (freier Zugang zu Informationen nivelliert Ungleichheiten) begründet. Dieser Beitrag untersucht einige dieser Annahmen mittels sozialwissenschaftlicher Modelle. Von Befunden aus der Bildungssoziologie und Sozialpsychologie bereits hinlänglich widerlegte Naivitäten wie die Annahme, Zugang zu Informationen wirke per se nivellierend, bleiben außen vor. Im Zentrum stehen die Erkenntnisse aus Pierre Bourdieus Kapitaltheorie für die Akzeptanz von Open Access und die Erkenntnisse aus Michel Foucaults Diskursanalyse für die Wirkung von Open Access innerhalb des Digital-Divide-Konzepts. Bourdieus Kapitaltheorie deutet darauf hin, dass für die Akzeptanz von Open Access bei Wissenschaftlern nicht hagiographische, wissenschaftslogische Argumente wie die Beschleunigung der Kommunikation ausschlaggebend sein dürften, sondern machtlogische Argumente: Entscheidend für die Akzeptanz von Open Access (und konzeptionell verbundener Modelle wie etwa alternative metrische Verfahren) ist, wie Wissenschaftler dessen mögliche Auswirkungen auf bestehende Akkumulationsprozesse wissenschaftlichen Kapitals wahrnehmen. Hinsichtlich der Wirkung von Open Access im Digital-Divide-Modell legt Foucaults Diskursanalyse nahe, dass Open Access Abhängigkeiten, Szientozentrismen und Ethnozentrismen verstärken kann.
Vom gleichen Autor gibt es noch online:
Ulrich Herb: Open Access in den Sozialwissenschaften
http://scidok.sulb.uni-saarland.de/volltexte/2007/1144/
Beitrag aus dem Handbuch "Open Access : Chancen und Herausforderungen" der Deutschen UNESCO-Kommission.
Ladislaus - am Donnerstag, 19. Juli 2007, 09:19 - Rubrik: Open Access
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Kommt der Begriff "Open Access" auf der Website des Deutschen Schiffahrtsmuseums, das wir uns heute im Rahmen der Artikelserie über die Leibniz Gemeinschaft
( http://archiv.twoday.net/topics/Open+Access/ ) vornehmen, vor?
Ja, aber alle drei Nennungen beziehen sich auf eine Tagung der Archivare der Gemeinschaft im Jahr 2006, ohne dass man aber Näheres über das Ergebnis der Beratungen erfährt.

Zwei Online-Publikaktionen - geringen Umfangs - (und eine in Vorbereitung) wird man nicht als Förderung von OA bezeichnen können:
http://www.dsm.de/Pubs2/online.htm
Die Jahresberichte sind nur für die Jahre ab 2000 als PDFs online.
Ansonsten ist noch ein virtuelles Projekt zur Handelsflotte erwähnenswert:
http://www.dsm.de/Seite2.htm
Eine Objektdatenbank gibt es nicht.
Findmittel des Archivs oder gar Digitalisate sind nicht online.
Man kann sich nur beglückwünschen, dass man nicht auf eine Auskunft dieses Museums angewiesen ist, denn als besondere Unverschämtheit wird angekündigt, dass wissenschaftliche Auskünfte - leider, leider - nicht kostenfrei möglich sind:
"Ein freier Mitarbeiter des Museums stellt gegen Gebühr Recherchen an, läßt Fotos, Bilder oder Pläne reproduzieren und sendet diese zu. Dieser Service des Museums ist unter dem Stichwort "Wissenschaftliche Auskunft" und der Adresse des DSM zu erreichen. Das DSM bittet um formlose Anschreiben, da Rechercheaufträge am Telefon nicht angenommen werden können.
Wegen der großen Zahl der Anfragen bitten wir um Verständnis, daß kostenlose Auskünfte über E-Mail nicht erteilt werden können. E-Mail-Anfragen müssen mit der postalischen Anschrift des Fragestellers versehen sein. Nachdem dann der erforderliche Aufwand kalkuliert wurde, erhält der Fragesteller einen Kostenvoranschlag und ein Bestellformular zugeschickt."
Fazit: Wie beim Bergbaumuseum und dem Deutschen Museum ist von OA keine Spur zu finden.
( http://archiv.twoday.net/topics/Open+Access/ ) vornehmen, vor?
Ja, aber alle drei Nennungen beziehen sich auf eine Tagung der Archivare der Gemeinschaft im Jahr 2006, ohne dass man aber Näheres über das Ergebnis der Beratungen erfährt.

Zwei Online-Publikaktionen - geringen Umfangs - (und eine in Vorbereitung) wird man nicht als Förderung von OA bezeichnen können:
http://www.dsm.de/Pubs2/online.htm
Die Jahresberichte sind nur für die Jahre ab 2000 als PDFs online.
Ansonsten ist noch ein virtuelles Projekt zur Handelsflotte erwähnenswert:
http://www.dsm.de/Seite2.htm
Eine Objektdatenbank gibt es nicht.
Findmittel des Archivs oder gar Digitalisate sind nicht online.
Man kann sich nur beglückwünschen, dass man nicht auf eine Auskunft dieses Museums angewiesen ist, denn als besondere Unverschämtheit wird angekündigt, dass wissenschaftliche Auskünfte - leider, leider - nicht kostenfrei möglich sind:
"Ein freier Mitarbeiter des Museums stellt gegen Gebühr Recherchen an, läßt Fotos, Bilder oder Pläne reproduzieren und sendet diese zu. Dieser Service des Museums ist unter dem Stichwort "Wissenschaftliche Auskunft" und der Adresse des DSM zu erreichen. Das DSM bittet um formlose Anschreiben, da Rechercheaufträge am Telefon nicht angenommen werden können.
Wegen der großen Zahl der Anfragen bitten wir um Verständnis, daß kostenlose Auskünfte über E-Mail nicht erteilt werden können. E-Mail-Anfragen müssen mit der postalischen Anschrift des Fragestellers versehen sein. Nachdem dann der erforderliche Aufwand kalkuliert wurde, erhält der Fragesteller einen Kostenvoranschlag und ein Bestellformular zugeschickt."
Fazit: Wie beim Bergbaumuseum und dem Deutschen Museum ist von OA keine Spur zu finden.
KlausGraf - am Mittwoch, 18. Juli 2007, 23:10 - Rubrik: Open Access
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Das renommierte Deutsche Museum, das führende Technikmuseum Deutschlands, gehört zur Leibniz Gemeinschaft, deren Institute wir in einer Reihe von Besprechungen
( http://archiv.twoday.net/topics/Open+Access/ ) auf ihre Position zu Open Access (OA) hin abklopfen.

Kommt der Begriff auf der Website vor?
Nein!
Auch sonst merkt man von OA nichts.
Die Website ist zwar eine schön bebildete anschauliche Präsentation, aber irgendeinen Volltext aus der reichen wissenschaftlichen Produktion, aus den Schriftenreihen (Vergriffenes!) und Zeitschriften, sucht man vergebens. Dass kleine Besprechungen wertvoller Bücher aus der Bibliothek, die auch gedruckt erscheinen, auf deren Website eingestellt sind, ist zu vernachlässigen.
Allerdings muss erwähnt werden, dass das Archiv-INFO, eine Art Newsletter, und die Jahresberichte online vorliegen.
Die Bibliothek könnte ohne weiteres Bücher oder Broschüren digitalisieren, sie tut es aber nicht (oder zumindest nicht für den Internetauftritt). Nur auf den Seiten des Archivs findet man eine Anzahl Archivalienreproduktionen unter "Archiv online".
Der folgende Brief Carl Friedrichs von Weizsäcker aus einer kleinen virtuellen Ausstellung enthält ein ärgerliches Copyfraud-Zeichen, denn wer auch immer die Urheberrechte an dem Brief hat, das Deutsche Museum bestimmt nicht.

Es gibt keine Bild- oder Objektdatenbank im Internet. Das Bildrechte-Regime ist gewohnt restriktiv (der Archivar Füßl tut sich als Vertreter einer Kommerzialisierungsposition hervor, wie ich aus früheren Kontakten weiss). Da wirkt es paradox, dass man sich im online vorliegenden umfangreichen Jahresbericht 2002 beklagt, die Kosten für Bildrechte bei Ausstellungen seien zu hoch:
http://www.deutsches-museum.de/fileadmin/Content/data/Allgemein/PDF/Jahresberichte/jab2002.pdf
Eine analoge Klage gabs auch 2005:
http://www.deutsches-museum.de/fileadmin/Content/data/Allgemein/PDF/Jahresberichte/jab2004.pdf
Zu den Tarifen siehe auch
http://archiv.twoday.net/stories/286186/
Immerhin ist man bereit, in kleinem Rahmen den Anliegen von Wissenschaft und Schule Rechnung zu tragen:
Alle Inhalte, Bilder oder Grafiken sind urheberrechtlich geschützt und dürfen nur mit schriftlicher Genehmigung des jeweiligen Rechteinhabers verwendet werden.
Ausnahme: Die Verwendung von Bildern und Grafiken aus dem Internetangebot des Deutschen Museums ist natürlichen Personen für eigene wissenschaftliche und schulische Zwecke hiermit auch ohne schriftliche Genehmigung gestattet, sofern innerhalb einer wissenschaftlichen- / schulischen Arbeit nicht mehr als fünf (5) Bilder verwendet werden und diese erkennbar und zuordenbar mit einem Copyright-Vermerk "© Deutsches Museum" versehen sind. Rechte aus dieser Ausnahme sind jedoch nicht auf Dritte, auch nicht auf Arbeitgeber, Verlage etc., übertragbar. Von Vornherein nicht von dieser Ausnahme umfasst ist jede Verwendung von Inhalten, die in unseren Seiten mit einem fremden Copyright-Vermerk / © gekennzeichnet sind.
Das Zitierrecht bleibt bei Einhaltung der Voraussetzungen des § 51 UrhG natürlich offen.
Mit Open Access hat das alles aber nichts zu tun.
Fazit: Wie schon beim Bergbaumuseum glänzt OA auch beim Deutschen Museum durch völlige Abwesenheit.
( http://archiv.twoday.net/topics/Open+Access/ ) auf ihre Position zu Open Access (OA) hin abklopfen.

Kommt der Begriff auf der Website vor?
Nein!
Auch sonst merkt man von OA nichts.
Die Website ist zwar eine schön bebildete anschauliche Präsentation, aber irgendeinen Volltext aus der reichen wissenschaftlichen Produktion, aus den Schriftenreihen (Vergriffenes!) und Zeitschriften, sucht man vergebens. Dass kleine Besprechungen wertvoller Bücher aus der Bibliothek, die auch gedruckt erscheinen, auf deren Website eingestellt sind, ist zu vernachlässigen.
Allerdings muss erwähnt werden, dass das Archiv-INFO, eine Art Newsletter, und die Jahresberichte online vorliegen.
Die Bibliothek könnte ohne weiteres Bücher oder Broschüren digitalisieren, sie tut es aber nicht (oder zumindest nicht für den Internetauftritt). Nur auf den Seiten des Archivs findet man eine Anzahl Archivalienreproduktionen unter "Archiv online".
Der folgende Brief Carl Friedrichs von Weizsäcker aus einer kleinen virtuellen Ausstellung enthält ein ärgerliches Copyfraud-Zeichen, denn wer auch immer die Urheberrechte an dem Brief hat, das Deutsche Museum bestimmt nicht.

Es gibt keine Bild- oder Objektdatenbank im Internet. Das Bildrechte-Regime ist gewohnt restriktiv (der Archivar Füßl tut sich als Vertreter einer Kommerzialisierungsposition hervor, wie ich aus früheren Kontakten weiss). Da wirkt es paradox, dass man sich im online vorliegenden umfangreichen Jahresbericht 2002 beklagt, die Kosten für Bildrechte bei Ausstellungen seien zu hoch:
http://www.deutsches-museum.de/fileadmin/Content/data/Allgemein/PDF/Jahresberichte/jab2002.pdf
Eine analoge Klage gabs auch 2005:
http://www.deutsches-museum.de/fileadmin/Content/data/Allgemein/PDF/Jahresberichte/jab2004.pdf
Zu den Tarifen siehe auch
http://archiv.twoday.net/stories/286186/
Immerhin ist man bereit, in kleinem Rahmen den Anliegen von Wissenschaft und Schule Rechnung zu tragen:
Alle Inhalte, Bilder oder Grafiken sind urheberrechtlich geschützt und dürfen nur mit schriftlicher Genehmigung des jeweiligen Rechteinhabers verwendet werden.
Ausnahme: Die Verwendung von Bildern und Grafiken aus dem Internetangebot des Deutschen Museums ist natürlichen Personen für eigene wissenschaftliche und schulische Zwecke hiermit auch ohne schriftliche Genehmigung gestattet, sofern innerhalb einer wissenschaftlichen- / schulischen Arbeit nicht mehr als fünf (5) Bilder verwendet werden und diese erkennbar und zuordenbar mit einem Copyright-Vermerk "© Deutsches Museum" versehen sind. Rechte aus dieser Ausnahme sind jedoch nicht auf Dritte, auch nicht auf Arbeitgeber, Verlage etc., übertragbar. Von Vornherein nicht von dieser Ausnahme umfasst ist jede Verwendung von Inhalten, die in unseren Seiten mit einem fremden Copyright-Vermerk / © gekennzeichnet sind.
Das Zitierrecht bleibt bei Einhaltung der Voraussetzungen des § 51 UrhG natürlich offen.
Mit Open Access hat das alles aber nichts zu tun.
Fazit: Wie schon beim Bergbaumuseum glänzt OA auch beim Deutschen Museum durch völlige Abwesenheit.
KlausGraf - am Mittwoch, 18. Juli 2007, 00:42 - Rubrik: Open Access
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In unserer Reihe über die Position der Leibniz Gemeinschaft zum Open Access ( http://archiv.twoday.net/topics/Open+Access/ ) besprechen wir heute das Deutsche Institut für Internationale Pädagogische Forschung.

Kommt OA auf der Website vor?
Ja, dank dem "Deutschen Bildungsserver" sogar sehr häufig.
Wie sieht es mit Volltexten aus?
Es gibt drei Online-Magazine, die aber eher Newsletter-Charakter haben und keine begutachteten Fachzeitschriften sind:
http://www.dipf.de/publikationen/online_magazine.htm
Nur sehr wenige Publikationen finden sich auf der Website online:
http://www.dipf.de/publikationen/publikationen_volltexte.htm
In der DIPF-Publikationendatenbank werden 415 Treffer bei der Suche nach erziehung* gefunden:
http://publikationen.dipf.de/
Davon liegen nur ca. 10 % frei zugänglich im Internet vor.
Die angeschlossene Bibliothek für bildungsgeschichtliche Forschung ist außerordentlich aktiv im Digitalisierungsbereich:
http://www.bbf.dipf.de/
Vor allem die umfangreichen digitalisierten Zeitschriften verdienen Erwähnung.
Angaben zur Weiternutzung der Digitalisate fehlen. Da nur auf die Verletzung der Rechte Dritter eingegangen wird, ist davon auszugehen, dass die gemeinfreien Texste und Bilder keinem Rechtevorbehalt des DIPF unterliegen.
Leider sind die Digitalisate nicht nach dem OAI-Standard abrufbar. Da sie nicht im Verbund katalogisiert werden und auch noch nicht im http://www.zvdd.de erfasst sind und weitgehend im "deep web" liegen, ist die Sichtbarkeit dieser wichtigen Quellen leider beschränkt. Sinnvoll wäre auch ein RSS-Feed für Neuzugänge.
Fazit: Während bei der Zugänglichmachung von Kulturgut im Internet das DIPF überdurchschnittlich aktiv ist, könnte erheblich mehr von den eigenen Publikationen online verfügbar gemacht werden.

Kommt OA auf der Website vor?
Ja, dank dem "Deutschen Bildungsserver" sogar sehr häufig.
Wie sieht es mit Volltexten aus?
Es gibt drei Online-Magazine, die aber eher Newsletter-Charakter haben und keine begutachteten Fachzeitschriften sind:
http://www.dipf.de/publikationen/online_magazine.htm
Nur sehr wenige Publikationen finden sich auf der Website online:
http://www.dipf.de/publikationen/publikationen_volltexte.htm
In der DIPF-Publikationendatenbank werden 415 Treffer bei der Suche nach erziehung* gefunden:
http://publikationen.dipf.de/
Davon liegen nur ca. 10 % frei zugänglich im Internet vor.
Die angeschlossene Bibliothek für bildungsgeschichtliche Forschung ist außerordentlich aktiv im Digitalisierungsbereich:
http://www.bbf.dipf.de/
Vor allem die umfangreichen digitalisierten Zeitschriften verdienen Erwähnung.
Angaben zur Weiternutzung der Digitalisate fehlen. Da nur auf die Verletzung der Rechte Dritter eingegangen wird, ist davon auszugehen, dass die gemeinfreien Texste und Bilder keinem Rechtevorbehalt des DIPF unterliegen.
Leider sind die Digitalisate nicht nach dem OAI-Standard abrufbar. Da sie nicht im Verbund katalogisiert werden und auch noch nicht im http://www.zvdd.de erfasst sind und weitgehend im "deep web" liegen, ist die Sichtbarkeit dieser wichtigen Quellen leider beschränkt. Sinnvoll wäre auch ein RSS-Feed für Neuzugänge.
Fazit: Während bei der Zugänglichmachung von Kulturgut im Internet das DIPF überdurchschnittlich aktiv ist, könnte erheblich mehr von den eigenen Publikationen online verfügbar gemacht werden.
KlausGraf - am Montag, 16. Juli 2007, 22:27 - Rubrik: Open Access
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In der DIPF-Publikationendatenbank werden 415 Treffer bei der Suche nach erziehung* gefunden:
http://publikationen.dipf.de/
Davon liegen nur ca. 10 % frei zugänglich im Internet vor.
http://publikationen.dipf.de/
Davon liegen nur ca. 10 % frei zugänglich im Internet vor.
KlausGraf - am Montag, 16. Juli 2007, 00:08 - Rubrik: Open Access
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Da auf der Website selbst das aktuelle Archiv nicht sichtbar ist (sondern nur Beiträge aus dem Juni) hier die Adresse des öffentlichen Listenarchivs:
http://lists.spline.inf.fu-berlin.de/pipermail/ipoa_forum/
http://lists.spline.inf.fu-berlin.de/pipermail/ipoa_forum/
KlausGraf - am Sonntag, 15. Juli 2007, 23:42 - Rubrik: Open Access
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In dem ersten Beitrag über die Position der Leibgniz Gemeinschaft und ihrer geisteswissenschaftlichen Institute zu Open Access (OA) http://archiv.twoday.net/topics/Open+Access/
ging es um Allgemeines und das Bergbaumuseum. Heute werde ich fragen, wie es das Deutsche Institut für Erwachsenenbildung mit OA hält.
Kommt OA auf der Website vor?
Ja, aber nicht in spezifischer Form. Dass die Leibniz Gemeinschaft OA unterstützt, ist der Homepage nicht zu entnehmen. Es werden auch keine konkreten Schritte in Richtung OA angekündigt.
Gut sieht es dagegen aus, was kostenfrei verfügbare Publikationen angeht. texte.online hat den Charakter eines Repositoriums für Texte zur Erwachsenenbildung:
http://www.die-bonn.de/publikationen/online-texte/index.asp
"Das DIE lädt daher ausdrücklich alle Erwachsenbildner/innen und Wissenschaftler/innen dazu ein, ihre Dokumente (Praxisberichte, wissenschaftliche Arbeiten, Projektergebnisse, statistische Untersuchungen ...) für eine Veröffentlichung in texte.online zur Verfügung zu stellen. Die Rechte an den Texten bleiben bei den Autor/inn/en. Bereits veröffentlichte Dokumente – dazu zählen auch Bücher, die als konventionelle Publikation schon vergriffen, aber archivierungswürdig sind – können ggf. in Absprache mit den Verlagen angenommen werden.
Für die Veröffentlichung benötigt die Internet-Redaktion eine Datei im Word-Format. Der Text wird sorgfältig redigiert und nach einem bestimmten Veröffentlichungsstandard formal aufbereitet. Weiterhin werden die bibliographischen Angaben in einer Datenbank erfasst, Schlagworte vergeben und eine Kurzbeschreibung angefertigt, so dass die Dokumente im Internet such- und auffindbar sind.
Darüber hinaus werden alle Dokumente bei der Sammlung Netzpublikationen der Deutschen Bibliothek und FIS Bildung angemeldet und sind dort ebenfalls recherchier- und einsehbar.
Durch die Vergabe von Creative Commons-Lizenzen ist die Verbreitung und Verwendung der Dokumente verbindlich geregelt."
Während man die Erfüllung des DOAI-Standards vermisst, ist die Nennung von CC-Lizenzen mehr als man erwarten kann.
URL: http://www.die-bonn.de/doks/herr0701.pdf
ist unter einer CC-BY-NC-ND-Lizenz veröffentlicht. Es bleibt offen, ob generell alle Dokumente diese restriktive Lizenz tragen (das scheint der Fall zu sein) oder ob das OA-freundlichere CC-BY ebenfalls möglich ist. Ältere Beiträge z.B. von 2005 haben noch keine CC-Lizenz:
http://www.die-bonn.de/esprid/dokumente/doc-2005/schmidt05_01.pdf
Nicht gelungen ist, dass in der Recherche-Trefferliste keine ausreichenden Metadaten zur Verfügung stehen. Das Abstract ist nur im PDF einsehbar, was das Verlinken einer maschinellen Übersetzung ins Englische verhindert.
Insgesamt gibt es anscheinend gut 300 Volltexte, was durchaus eine stattliche Anzahl ist.
Von den weiteren Publikationsreihen erfährt man bei der Recherche in texte.online, dass es DIE FAKTEN und die Volkshochschul-Statistik online (PDFs) gibt:
http://www.die-bonn.de/publikationen/print_recherche/detailergebnis2.asp?re=Volkshochschul-Statistik
Leider findet man die Titel von DIE FAKTEN nicht in der Recherche-Datenbank von texte.online. Es gibt aber eine eigene Print-Recherchedatenbank, die einen Filter der online verfügbaren Publikationen enthält. Von den 989 Publikationen sind nicht weniger als 743 online! Glückwunsch!
http://www.die-bonn.de/publikationen/print_recherche/recherche.asp
Trotzdem sollte man bei der Recherche in texte.online auch die weiteren Online-Veröffentlichungen des DIE finden. Zugleich wäre wünschenswert, dass im OPAC auch frei zugängliche Internetquellen aus dem Bereich der Bildungsforschung (einschließlich der hauseigenen Publikationen) katalogisiert würden und als solche auch gezielt gesucht werden könnten.
Bei den Zeitschriften des Instituts findet man keine Angaben, ob es geplant ist, diese in OA überzuführen.
Bei REPORT erfährt man:
"Hefte der Jahrgänge 1992 bis 2002 sowie vergriffene Ausgaben stehen Ihnen zum kostenlosen Download zur Verfügung.
Rezensionen aktueller Bücher können Sie ein Jahr nach Veröffentlichung im Heft hier im Volltext nachlesen."
http://www.report-online.net/start/
Das ist zwar kein OA, aber trotzdem erfreulich!
In der Recherchedatenbank der Zeitschrift erhält man beim Klick auf den Treffer automatisch das PDF, sofern ein Volltext vorhanden ist.
Leider sind die Zeitschriftenartikel offenbar nicht komplett in die Recherchedatenbanken des DIE integriert.
REPORT 44
http://www.die-bonn.de/esprid/dokumente/doc-1999/nuissl99_02.pdf
enthält u.a. einen Aufsatz von Meueler, Open Space, den man vergeblich sucht (ebensowenig ist Dauber: Lernkulturen verzeichnet)
Es wäre sinnvoll, wenn man in einer Maske
* den OPAC der DIE Bibliothek
* alle online verfügbaren Publikationen
* alle online verfügbaren Zeitschriftenartikel
* ggf. weitere frei zugängliche Datenbanken
* ggf. weitere (deutschsprachige) OA-Fachartikel aus dem Bereich Bildungsforschung durchsuchen könnte.
Via KVK findet man nur die bei der Deutschen Bibliothek archivierten Online-Publikationen, der zuständige Verbundkatalog katalogisiert sie nicht.
Bei "DIE Zeitschrift für Erwachsenenbildung" gibt es ausgewählte Artikel in HTML und vergriffene Hefte als PDF:
http://www.diezeitschrift.de/
Auch hier gibt es eine eigene Recherche-Datenbank.
Bei den Zeitschriften könnte man durchaus mutiger in Richtung OA sein. Falls sich Abo-Einbrüche zeigen, kann man ja immer noch ein langsameres Tempo einschlagen.
Fazit:
Trotz des Fehlens eines programmatischen Bekenntnisses zu OA ist das DIE auf dem richtigen Weg. Es werden bereits jetzt sehr viele Volltexte kostenfrei bereitgestellt, teilweise ist sogar eine Nutzung unter einer (freilich zu restriktiven) CC-Lizenz möglich.
Generell steht die Bildungsforschung OA aufgeschlossen gegenüber. Immerhin gibt es eine deutschsprachige OA-Zeitschrift:
http://www.bildungsforschung.org
Hier nochmals der Wunschzettel, was besser gemacht werden könnte:
* OA als Ziel sollte auf der Homepage verankert werden, mittel- und langfristige Zielvorstellungen sollten beschrieben werden.
* ALLE OA-Publikationen aus dem Umfeld des Archivs (auch die Artikel in den Zeitschriften) sollten in einer einheitlichen Recherchemaske auffindbar sein.
* Sie sollten zugleich gemäß dem OAI-Standard von OAI-Harvestern eingesammelt werden können. Zugleich sollte eine Katalogisierung über den Verbundkatalog erfolgen. Neben der Sichtbarkeit in allgemeinen Suchmaschinen und in pädagogikspezifischen Portalen sind das zwei Essentials.
ging es um Allgemeines und das Bergbaumuseum. Heute werde ich fragen, wie es das Deutsche Institut für Erwachsenenbildung mit OA hält.
Kommt OA auf der Website vor?
Ja, aber nicht in spezifischer Form. Dass die Leibniz Gemeinschaft OA unterstützt, ist der Homepage nicht zu entnehmen. Es werden auch keine konkreten Schritte in Richtung OA angekündigt.
Gut sieht es dagegen aus, was kostenfrei verfügbare Publikationen angeht. texte.online hat den Charakter eines Repositoriums für Texte zur Erwachsenenbildung:
http://www.die-bonn.de/publikationen/online-texte/index.asp
"Das DIE lädt daher ausdrücklich alle Erwachsenbildner/innen und Wissenschaftler/innen dazu ein, ihre Dokumente (Praxisberichte, wissenschaftliche Arbeiten, Projektergebnisse, statistische Untersuchungen ...) für eine Veröffentlichung in texte.online zur Verfügung zu stellen. Die Rechte an den Texten bleiben bei den Autor/inn/en. Bereits veröffentlichte Dokumente – dazu zählen auch Bücher, die als konventionelle Publikation schon vergriffen, aber archivierungswürdig sind – können ggf. in Absprache mit den Verlagen angenommen werden.
Für die Veröffentlichung benötigt die Internet-Redaktion eine Datei im Word-Format. Der Text wird sorgfältig redigiert und nach einem bestimmten Veröffentlichungsstandard formal aufbereitet. Weiterhin werden die bibliographischen Angaben in einer Datenbank erfasst, Schlagworte vergeben und eine Kurzbeschreibung angefertigt, so dass die Dokumente im Internet such- und auffindbar sind.
Darüber hinaus werden alle Dokumente bei der Sammlung Netzpublikationen der Deutschen Bibliothek und FIS Bildung angemeldet und sind dort ebenfalls recherchier- und einsehbar.
Durch die Vergabe von Creative Commons-Lizenzen ist die Verbreitung und Verwendung der Dokumente verbindlich geregelt."
Während man die Erfüllung des DOAI-Standards vermisst, ist die Nennung von CC-Lizenzen mehr als man erwarten kann.
URL: http://www.die-bonn.de/doks/herr0701.pdf
ist unter einer CC-BY-NC-ND-Lizenz veröffentlicht. Es bleibt offen, ob generell alle Dokumente diese restriktive Lizenz tragen (das scheint der Fall zu sein) oder ob das OA-freundlichere CC-BY ebenfalls möglich ist. Ältere Beiträge z.B. von 2005 haben noch keine CC-Lizenz:
http://www.die-bonn.de/esprid/dokumente/doc-2005/schmidt05_01.pdf
Nicht gelungen ist, dass in der Recherche-Trefferliste keine ausreichenden Metadaten zur Verfügung stehen. Das Abstract ist nur im PDF einsehbar, was das Verlinken einer maschinellen Übersetzung ins Englische verhindert.
Insgesamt gibt es anscheinend gut 300 Volltexte, was durchaus eine stattliche Anzahl ist.
Von den weiteren Publikationsreihen erfährt man bei der Recherche in texte.online, dass es DIE FAKTEN und die Volkshochschul-Statistik online (PDFs) gibt:
http://www.die-bonn.de/publikationen/print_recherche/detailergebnis2.asp?re=Volkshochschul-Statistik
Leider findet man die Titel von DIE FAKTEN nicht in der Recherche-Datenbank von texte.online. Es gibt aber eine eigene Print-Recherchedatenbank, die einen Filter der online verfügbaren Publikationen enthält. Von den 989 Publikationen sind nicht weniger als 743 online! Glückwunsch!
http://www.die-bonn.de/publikationen/print_recherche/recherche.asp
Trotzdem sollte man bei der Recherche in texte.online auch die weiteren Online-Veröffentlichungen des DIE finden. Zugleich wäre wünschenswert, dass im OPAC auch frei zugängliche Internetquellen aus dem Bereich der Bildungsforschung (einschließlich der hauseigenen Publikationen) katalogisiert würden und als solche auch gezielt gesucht werden könnten.
Bei den Zeitschriften des Instituts findet man keine Angaben, ob es geplant ist, diese in OA überzuführen.
Bei REPORT erfährt man:
"Hefte der Jahrgänge 1992 bis 2002 sowie vergriffene Ausgaben stehen Ihnen zum kostenlosen Download zur Verfügung.
Rezensionen aktueller Bücher können Sie ein Jahr nach Veröffentlichung im Heft hier im Volltext nachlesen."
http://www.report-online.net/start/
Das ist zwar kein OA, aber trotzdem erfreulich!
In der Recherchedatenbank der Zeitschrift erhält man beim Klick auf den Treffer automatisch das PDF, sofern ein Volltext vorhanden ist.
Leider sind die Zeitschriftenartikel offenbar nicht komplett in die Recherchedatenbanken des DIE integriert.
REPORT 44
http://www.die-bonn.de/esprid/dokumente/doc-1999/nuissl99_02.pdf
enthält u.a. einen Aufsatz von Meueler, Open Space, den man vergeblich sucht (ebensowenig ist Dauber: Lernkulturen verzeichnet)
Es wäre sinnvoll, wenn man in einer Maske
* den OPAC der DIE Bibliothek
* alle online verfügbaren Publikationen
* alle online verfügbaren Zeitschriftenartikel
* ggf. weitere frei zugängliche Datenbanken
* ggf. weitere (deutschsprachige) OA-Fachartikel aus dem Bereich Bildungsforschung durchsuchen könnte.
Via KVK findet man nur die bei der Deutschen Bibliothek archivierten Online-Publikationen, der zuständige Verbundkatalog katalogisiert sie nicht.
Bei "DIE Zeitschrift für Erwachsenenbildung" gibt es ausgewählte Artikel in HTML und vergriffene Hefte als PDF:
http://www.diezeitschrift.de/
Auch hier gibt es eine eigene Recherche-Datenbank.
Bei den Zeitschriften könnte man durchaus mutiger in Richtung OA sein. Falls sich Abo-Einbrüche zeigen, kann man ja immer noch ein langsameres Tempo einschlagen.
Fazit:
Trotz des Fehlens eines programmatischen Bekenntnisses zu OA ist das DIE auf dem richtigen Weg. Es werden bereits jetzt sehr viele Volltexte kostenfrei bereitgestellt, teilweise ist sogar eine Nutzung unter einer (freilich zu restriktiven) CC-Lizenz möglich.
Generell steht die Bildungsforschung OA aufgeschlossen gegenüber. Immerhin gibt es eine deutschsprachige OA-Zeitschrift:
http://www.bildungsforschung.org
Hier nochmals der Wunschzettel, was besser gemacht werden könnte:
* OA als Ziel sollte auf der Homepage verankert werden, mittel- und langfristige Zielvorstellungen sollten beschrieben werden.
* ALLE OA-Publikationen aus dem Umfeld des Archivs (auch die Artikel in den Zeitschriften) sollten in einer einheitlichen Recherchemaske auffindbar sein.
* Sie sollten zugleich gemäß dem OAI-Standard von OAI-Harvestern eingesammelt werden können. Zugleich sollte eine Katalogisierung über den Verbundkatalog erfolgen. Neben der Sichtbarkeit in allgemeinen Suchmaschinen und in pädagogikspezifischen Portalen sind das zwei Essentials.
KlausGraf - am Sonntag, 15. Juli 2007, 22:23 - Rubrik: Open Access
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