Open Access
Eine digitale Volltextedition ist für die meisten Tagungsteilnehmer und -teilnehmerinnen höchstens ein "nice to have", ein Supplement. Wichtig ist, dass man die Transkription der Dokumente auf Papier lesen und bearbeiten kann. Auch den Zugriff auf Digitalisate der Dokumente erachtete niemand als zwingend und unverzichtbar
In der Schweiz ist man doch sehr hinterwäldlerisch.
http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/tagungsberichte/id=1659
Zum Thema Edition und Open Access siehe
http://archiv.twoday.net/stories/230198/
In der Schweiz ist man doch sehr hinterwäldlerisch.
http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/tagungsberichte/id=1659
Zum Thema Edition und Open Access siehe
http://archiv.twoday.net/stories/230198/
KlausGraf - am Freitag, 27. Juli 2007, 23:11 - Rubrik: Open Access
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Mit http://archiv.twoday.net/stories/4069419/ begann eine Serie von Besprechungen aller 14 Institute der Sektion A der Leibniz Gemeinschaft. Als Kommentar zum ersten Beitrag liegt eine Stellungnahme des Arbeitskreises OA der LG vor.
Hier nochmals das jeweilige Fazit zu den einzelnen Instituten:
(1) Deutsches Bergbaumuseum
http://archiv.twoday.net/stories/4069419/
OA wird ignoriert.
(2) Deutsches Institut für Erwachsenenbildung
http://archiv.twoday.net/stories/4073672/
Trotz des Fehlens eines programmatischen Bekenntnisses zu OA ist das DIE auf dem richtigen Weg. Es werden bereits jetzt sehr viele Volltexte kostenfrei bereitgestellt, teilweise ist sogar eine Nutzung unter einer (freilich zu restriktiven) CC-Lizenz möglich.
(3)Deutsches Institut für Internationale Pädagogische Forschung
http://archiv.twoday.net/stories/4077508/
Während bei der Zugänglichmachung von Kulturgut im Internet das DIPF überdurchschnittlich aktiv ist, könnte erheblich mehr von den eigenen Publikationen online verfügbar gemacht werden.
(4) Deutsches Museum
http://archiv.twoday.net/stories/4081646/
Wie schon beim Bergbaumuseum glänzt OA auch beim Deutschen Museum durch völlige Abwesenheit.
(5) Deutsches Schiffahrtsmuseum
http://archiv.twoday.net/stories/4085010/
Wie beim Bergbaumuseum und dem Deutschen Museum ist von OA keine Spur zu finden.
(6) Germanisches Nationalmuseum
http://archiv.twoday.net/stories/4088349/
Wie die anderen Museen der Leibniz Gemeinschaft hat das GNM bislang keine Anstalten gemacht, OA praktisch umzusetzen.
(7) Herder-Institut
http://archiv.twoday.net/stories/4091735/
Open Access ist für das Herder-Institut noch kein Thema.
(8) Institut für Deutsche Sprache
http://archiv.twoday.net/stories/4093621/
Das IDS macht bislang keinerlei Anstalten, OA zu unterstützen. Bei dem Datenzugang pflegt es eine Kultur der Angst und des Copyfraud, die den Wissenschaftler als potentiellen Feind und nicht als Partner beim Erkentnnisprozess sieht.
(9) Institut für Zeitgeschichte
http://archiv.twoday.net/stories/4096044/
Von den meisten anderen besprochenen Institutionen unterscheidet sich das IfZ durch sein löbliches Retrodigitalisierungsprojekt der Instituts-Zeitschrift. Sonst ist aber von OA nichts zu entdecken, und die Bildrechtegebühren sind eine Frechheit.
(10) Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften
http://archiv.twoday.net/stories/4100507/
Indem die wissenschaftliche Zeitschrift des IPN OA ist (allerdings nur im Sinne von kostenfrei zugänglich), ist ein wichtiges Ziel von OA bereits realisiert. Weitere Publikationen müssen folgen!
(11) IWF Wissen und Medien
http://archiv.twoday.net/stories/4103216/
Das IWF ist auf Vermarktung seiner Filme angewiesen, kostenlose Vorschau soll Appetit machen, aber nicht satt. OA kann daher unter diesen Umständen naturgemäß kein Thema für das IWF sein. Um so positiver, dass es Publikationsvolltexte gibt und sich Dr. Carlson mit OA publizistisch befasst. Schade, wie wenig kompetent er ist.
(12) Institut für Wissensmedien
http://archiv.twoday.net/stories/4106159/
Über neue Medien forschen, diese aber nicht als Mittel der Wissenschaftskommunikation gemäß OA nutzen, erscheint paradox.
(13) Römisch-Germanisches Zentralmuseum
http://archiv.twoday.net/stories/4106227/
Auch wenn einige archäologische Datenbanken durch das RGZM zugänglich gemacht werden, sind OA-Aktivitäten nicht zu registrieren.
(14) Zentrum für Psychologische Information und Dokumentation
http://archiv.twoday.net/stories/4110473/
OA ist im ZPID zwar "angekommen", aber noch längst nicht befriedigend umgesetzt.
Gesamtfazit
And the winner is: http://www.die-bonn.de/
Zwar gab es beim DIE auch kleinere Kritikpunkte, aber der hohe Anteil an Volltexten ist doch sehr beachtlich. Angesichts dessen, was dem DIE möglich war, muten die restlichen Bemühungen doch mehr als erbärmlich an.
Vor allem die Museen machen keinerlei Anstalten, das von ihnen verwahrte Kulturgut nach Maßgabe von OA zugänglich zu machen. OA gilt auch für Kulturgut, und es ist kein richtiger Weg, sich auf OA für Daten konzentrieren zu wollen, wie in der Stellungnahme angedeutet.
OA muss rasch in allen Institutionen der LG und hinsichtlich aller betroffenen Mediengattungen (Publikationsvolltexte, Daten, Kulturgut) umgesetzt werden. Es sind vier Jahre vergangen, in denen man in der geisteswissenschaftlichen Sektion buchstäblich so gut wie nichts vorangebracht hat. Wie in den Kommentaren zutreffend vermutet wurde, dient der OA Arbeitskreis weniger dem Umsetzen von OA als vielmehr dem Aufdielangebankschieben.
Es muss sichergestellt werden, dass OA tatsächlich auch in den geisteswissenschaftlichen Instituten ankommt und diese nicht länger ihre Blockadepolitik fortsetzen können. Dazu sollte für jedes LG-Institut ein OA-Beauftragter bestellt werden.
Die Anzahl der Volltexte aus eigener Publikation könnte - angesichts der günstigen urheberrechtlichen Lage (bezogen auf Monographien allerdings nur noch dieses Jahr, § 31 IV UrhG soll ja wegfallen) - bei auch nur ein wenig Engagement schlagartig in die Höhe schnellen. Ein eigenes Repositorium für alle Institute wäre demgegenüber eher cura posterior.
Die von den Instituten herausgegebenen wissenschaftlichen Zeitschriften sollten mittelfristig alle OA werden. Für die Retrodigitalisierung älterer Jahrgänge sind ggf. Finanzmittel bereitzustellen.
OA heisst nicht nur kostenfrei, sondern auch: frei von urheberrechtlichen Beschränkungen. Die Wissenschaftler der LG sollten daher angehalten werden, ihre Forschungsbeiträge unter Creative-Commons-Lizenzen zu stellen. CC-BY ist der Vorzug zu geben.
Schließlich ist den Museen deutlich zu machen, dass das übliche drastische Bildrechte-Regime mit OA nicht kompatibel ist. Die Wissenschaft schneidet sich überdies ins eigene Fleisch damit. Kulturgut muss frei sein!
Hier nochmals das jeweilige Fazit zu den einzelnen Instituten:
(1) Deutsches Bergbaumuseum
http://archiv.twoday.net/stories/4069419/
OA wird ignoriert.
(2) Deutsches Institut für Erwachsenenbildung
http://archiv.twoday.net/stories/4073672/
Trotz des Fehlens eines programmatischen Bekenntnisses zu OA ist das DIE auf dem richtigen Weg. Es werden bereits jetzt sehr viele Volltexte kostenfrei bereitgestellt, teilweise ist sogar eine Nutzung unter einer (freilich zu restriktiven) CC-Lizenz möglich.
(3)Deutsches Institut für Internationale Pädagogische Forschung
http://archiv.twoday.net/stories/4077508/
Während bei der Zugänglichmachung von Kulturgut im Internet das DIPF überdurchschnittlich aktiv ist, könnte erheblich mehr von den eigenen Publikationen online verfügbar gemacht werden.
(4) Deutsches Museum
http://archiv.twoday.net/stories/4081646/
Wie schon beim Bergbaumuseum glänzt OA auch beim Deutschen Museum durch völlige Abwesenheit.
(5) Deutsches Schiffahrtsmuseum
http://archiv.twoday.net/stories/4085010/
Wie beim Bergbaumuseum und dem Deutschen Museum ist von OA keine Spur zu finden.
(6) Germanisches Nationalmuseum
http://archiv.twoday.net/stories/4088349/
Wie die anderen Museen der Leibniz Gemeinschaft hat das GNM bislang keine Anstalten gemacht, OA praktisch umzusetzen.
(7) Herder-Institut
http://archiv.twoday.net/stories/4091735/
Open Access ist für das Herder-Institut noch kein Thema.
(8) Institut für Deutsche Sprache
http://archiv.twoday.net/stories/4093621/
Das IDS macht bislang keinerlei Anstalten, OA zu unterstützen. Bei dem Datenzugang pflegt es eine Kultur der Angst und des Copyfraud, die den Wissenschaftler als potentiellen Feind und nicht als Partner beim Erkentnnisprozess sieht.
(9) Institut für Zeitgeschichte
http://archiv.twoday.net/stories/4096044/
Von den meisten anderen besprochenen Institutionen unterscheidet sich das IfZ durch sein löbliches Retrodigitalisierungsprojekt der Instituts-Zeitschrift. Sonst ist aber von OA nichts zu entdecken, und die Bildrechtegebühren sind eine Frechheit.
(10) Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften
http://archiv.twoday.net/stories/4100507/
Indem die wissenschaftliche Zeitschrift des IPN OA ist (allerdings nur im Sinne von kostenfrei zugänglich), ist ein wichtiges Ziel von OA bereits realisiert. Weitere Publikationen müssen folgen!
(11) IWF Wissen und Medien
http://archiv.twoday.net/stories/4103216/
Das IWF ist auf Vermarktung seiner Filme angewiesen, kostenlose Vorschau soll Appetit machen, aber nicht satt. OA kann daher unter diesen Umständen naturgemäß kein Thema für das IWF sein. Um so positiver, dass es Publikationsvolltexte gibt und sich Dr. Carlson mit OA publizistisch befasst. Schade, wie wenig kompetent er ist.
(12) Institut für Wissensmedien
http://archiv.twoday.net/stories/4106159/
Über neue Medien forschen, diese aber nicht als Mittel der Wissenschaftskommunikation gemäß OA nutzen, erscheint paradox.
(13) Römisch-Germanisches Zentralmuseum
http://archiv.twoday.net/stories/4106227/
Auch wenn einige archäologische Datenbanken durch das RGZM zugänglich gemacht werden, sind OA-Aktivitäten nicht zu registrieren.
(14) Zentrum für Psychologische Information und Dokumentation
http://archiv.twoday.net/stories/4110473/
OA ist im ZPID zwar "angekommen", aber noch längst nicht befriedigend umgesetzt.
Gesamtfazit
And the winner is: http://www.die-bonn.de/
Zwar gab es beim DIE auch kleinere Kritikpunkte, aber der hohe Anteil an Volltexten ist doch sehr beachtlich. Angesichts dessen, was dem DIE möglich war, muten die restlichen Bemühungen doch mehr als erbärmlich an.
Vor allem die Museen machen keinerlei Anstalten, das von ihnen verwahrte Kulturgut nach Maßgabe von OA zugänglich zu machen. OA gilt auch für Kulturgut, und es ist kein richtiger Weg, sich auf OA für Daten konzentrieren zu wollen, wie in der Stellungnahme angedeutet.
OA muss rasch in allen Institutionen der LG und hinsichtlich aller betroffenen Mediengattungen (Publikationsvolltexte, Daten, Kulturgut) umgesetzt werden. Es sind vier Jahre vergangen, in denen man in der geisteswissenschaftlichen Sektion buchstäblich so gut wie nichts vorangebracht hat. Wie in den Kommentaren zutreffend vermutet wurde, dient der OA Arbeitskreis weniger dem Umsetzen von OA als vielmehr dem Aufdielangebankschieben.
Es muss sichergestellt werden, dass OA tatsächlich auch in den geisteswissenschaftlichen Instituten ankommt und diese nicht länger ihre Blockadepolitik fortsetzen können. Dazu sollte für jedes LG-Institut ein OA-Beauftragter bestellt werden.
Die Anzahl der Volltexte aus eigener Publikation könnte - angesichts der günstigen urheberrechtlichen Lage (bezogen auf Monographien allerdings nur noch dieses Jahr, § 31 IV UrhG soll ja wegfallen) - bei auch nur ein wenig Engagement schlagartig in die Höhe schnellen. Ein eigenes Repositorium für alle Institute wäre demgegenüber eher cura posterior.
Die von den Instituten herausgegebenen wissenschaftlichen Zeitschriften sollten mittelfristig alle OA werden. Für die Retrodigitalisierung älterer Jahrgänge sind ggf. Finanzmittel bereitzustellen.
OA heisst nicht nur kostenfrei, sondern auch: frei von urheberrechtlichen Beschränkungen. Die Wissenschaftler der LG sollten daher angehalten werden, ihre Forschungsbeiträge unter Creative-Commons-Lizenzen zu stellen. CC-BY ist der Vorzug zu geben.
Schließlich ist den Museen deutlich zu machen, dass das übliche drastische Bildrechte-Regime mit OA nicht kompatibel ist. Die Wissenschaft schneidet sich überdies ins eigene Fleisch damit. Kulturgut muss frei sein!
KlausGraf - am Freitag, 27. Juli 2007, 19:27 - Rubrik: Open Access
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Das letzte Institut der von uns besprochenen Sektion A - Geisteswissenschaften und Bildungsforschung der Leibniz Gemeinschaft (siehe http://archiv.twoday.net/stories/4069419/ )
ist das Trierer ZPID.

Da die Psychologen in Deutschland OA-freundlich sind, kommt OA nicht nur auf der Website häufig vor, es ist derzeit sogar im Newsticker auf der Startseite präsent.
Zwei Weblogs zeigen, dass man die Herausforderungen von Web 2.0 annehmen will.
Dessen ungeachtet kann eine nennenswerte Förderung von OA durch das ZPID nicht konstatiert werden, denn in der Publikationsliste
http://www.zpid.de/index.php?wahl=IuD&uwahl=publications
sind nur ganz wenige Beiträge als freie Volltexte markiert. Übermäßig Werbung für das psychologische Fachrepositorium in Saarbrücken wird nicht gemacht, und das zentrale Produkt des Hauses, die Datenbank PSYNDEX ist natürlich kostenpflichtig.
Besonders restriktiv sind die Nutzungsbedingungen des elektronischen Testarchivs:
http://www.zpid.de/index.php?wahl=products&uwahl=frei&uuwahl=userlog
Gebetsmühlenartig wiederholen wir: Der Wissenschaft ist am meisten mit einem denkbar freien Zugang zu Daten, wissenschaftlichen Verfahren usw. gedient. Eine Kultur der Ängstlichkeit ist erst am Platz, wenn man empirisch valide festgestellt hat, dass die Freiheit nicht funktioniert.
Fazit: OA ist im ZPID zwar "angekommen", aber noch längst nicht befriedigend umgesetzt.
ist das Trierer ZPID.

Da die Psychologen in Deutschland OA-freundlich sind, kommt OA nicht nur auf der Website häufig vor, es ist derzeit sogar im Newsticker auf der Startseite präsent.
Zwei Weblogs zeigen, dass man die Herausforderungen von Web 2.0 annehmen will.
Dessen ungeachtet kann eine nennenswerte Förderung von OA durch das ZPID nicht konstatiert werden, denn in der Publikationsliste
http://www.zpid.de/index.php?wahl=IuD&uwahl=publications
sind nur ganz wenige Beiträge als freie Volltexte markiert. Übermäßig Werbung für das psychologische Fachrepositorium in Saarbrücken wird nicht gemacht, und das zentrale Produkt des Hauses, die Datenbank PSYNDEX ist natürlich kostenpflichtig.
Besonders restriktiv sind die Nutzungsbedingungen des elektronischen Testarchivs:
http://www.zpid.de/index.php?wahl=products&uwahl=frei&uuwahl=userlog
Gebetsmühlenartig wiederholen wir: Der Wissenschaft ist am meisten mit einem denkbar freien Zugang zu Daten, wissenschaftlichen Verfahren usw. gedient. Eine Kultur der Ängstlichkeit ist erst am Platz, wenn man empirisch valide festgestellt hat, dass die Freiheit nicht funktioniert.
Fazit: OA ist im ZPID zwar "angekommen", aber noch längst nicht befriedigend umgesetzt.
KlausGraf - am Freitag, 27. Juli 2007, 01:21 - Rubrik: Open Access
Kein Museum hat bislang in unserer Besprechungsreihe (Liste der Beiträge: http://archiv.twoday.net/stories/4069419/ ) durch OA-Aktivitäten geglänzt. Dies bestätigt sich auch für eines der führenden archäologischen Museen unseres landes, das RGZM in Mainz.
Kommt OA auf der Website vor?
Nein!
Gibt es Publikationen (Zeitschriften, Zeitschriftenartikel, Monographien) als Volltext?
Nein!
Beim Bildarchiv herrscht das übliche wissenschaftsfeindliche Bildrechte-Regime:
http://web.rgzm.de/13.0.html
Es gibt keine Digitalisierungsaktivitäten hinsichtlich archäologischer Literatur.
Zu nennen sind die archäologischen Datenbanken:
http://web.rgzm.de/14.0.html
Diese werden aber als urheberrechtlich geschützt bezeichnet, eine wissenschaftliche Nachnutzung der Daten oder gar Bilder gemäß OA ist daher nicht möglich.
Fazit: Auch wenn einige archäologische Datenbanken durch das RGZM zugänglich gemacht werden, sind OA-Aktivitäten nicht zu registrieren.
Kommt OA auf der Website vor?
Nein!
Gibt es Publikationen (Zeitschriften, Zeitschriftenartikel, Monographien) als Volltext?
Nein!
Beim Bildarchiv herrscht das übliche wissenschaftsfeindliche Bildrechte-Regime:
http://web.rgzm.de/13.0.html
Es gibt keine Digitalisierungsaktivitäten hinsichtlich archäologischer Literatur.
Zu nennen sind die archäologischen Datenbanken:
http://web.rgzm.de/14.0.html
Diese werden aber als urheberrechtlich geschützt bezeichnet, eine wissenschaftliche Nachnutzung der Daten oder gar Bilder gemäß OA ist daher nicht möglich.
Fazit: Auch wenn einige archäologische Datenbanken durch das RGZM zugänglich gemacht werden, sind OA-Aktivitäten nicht zu registrieren.
KlausGraf - am Mittwoch, 25. Juli 2007, 20:55 - Rubrik: Open Access
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Wow! Das IWM, das sich der "innovative[n] Forschung zur Wissensvermittlung mit neuen Medien" widmet, hat seit Juli eine Repräsentanz in "Second Life".
Auf den mäßig innovativen Gedanken, auch die eigene wissenschaftliche Kommunikation in den neuen Medien abzuwickeln, kommt dieses hippe Institut aber nicht. In der langen Publikationsliste gibt es nur ein paar Web-Dokumente:
http://www.iwm-kmrc.de/forschung_publikationen.html#Web%20Documents
(Eine Beobachtung, die man schon vor vielen Jahren bei der Volkskunde machen konnte: Das Internet wurde früh als Forschungsgegenstand entdeckt, aber für die eigene wissenschaftliche Kommunikation kaum genutzt.)
OA kommt denn auch nur in einer Literaturliste auf dem Server des Instituts vor.
Fazit: Über neue Medien forschen, diese aber nicht als Mittel der Wissenschaftskommunikation gemäß OA nutzen, erscheint paradox.
Die früheren Folgen dieser Besprechungsreihe der geisteswissenschaftlichen Institutionen der Leibniz Gemeinschaft:
http://archiv.twoday.net/stories/4069419
Auf den mäßig innovativen Gedanken, auch die eigene wissenschaftliche Kommunikation in den neuen Medien abzuwickeln, kommt dieses hippe Institut aber nicht. In der langen Publikationsliste gibt es nur ein paar Web-Dokumente:
http://www.iwm-kmrc.de/forschung_publikationen.html#Web%20Documents
(Eine Beobachtung, die man schon vor vielen Jahren bei der Volkskunde machen konnte: Das Internet wurde früh als Forschungsgegenstand entdeckt, aber für die eigene wissenschaftliche Kommunikation kaum genutzt.)
OA kommt denn auch nur in einer Literaturliste auf dem Server des Instituts vor.
Fazit: Über neue Medien forschen, diese aber nicht als Mittel der Wissenschaftskommunikation gemäß OA nutzen, erscheint paradox.
Die früheren Folgen dieser Besprechungsreihe der geisteswissenschaftlichen Institutionen der Leibniz Gemeinschaft:
http://archiv.twoday.net/stories/4069419
KlausGraf - am Mittwoch, 25. Juli 2007, 20:42 - Rubrik: Open Access
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http://www.pik-potsdam.de/

Das Potsdam Institut für Klimafolgenforschung der Leibniz Gemeinschaft erfüllt eine wohl herausragende gesellschaftliche Aufgabe, kann man wohl sagen. Ich war vorwitzig und neugierig genug, auch ein paar Instituts-Homepages aus anderen Bereichen anzuklicken und stieß dann auf dieses Institut, das eine Publikationsdatenbank unterhält, in der man elektronische Publikationen eigens filtern kann. Prima, denke ich, die Klimaforscher werden ja wohl hoffentlich anders als die verschnarchten geisteswissenschaftlichen Museen der Gemeinschaft ihre Publikationen wohl im Volltext zugänglich machen. Weit gefehlt! Bei allen neueren Publikationen steht: fulltext not public.
Wie man in meiner Heimat sagt:
Noi des däd au ed ganga, d'Erd retta ond nex dafir zahla wella. Was nex koschd, isch au nex. So ischs scho immr gwä ond da lasset mr uns au vo dem gaasa Klimawandel-Zuigs net beirra.

Das Potsdam Institut für Klimafolgenforschung der Leibniz Gemeinschaft erfüllt eine wohl herausragende gesellschaftliche Aufgabe, kann man wohl sagen. Ich war vorwitzig und neugierig genug, auch ein paar Instituts-Homepages aus anderen Bereichen anzuklicken und stieß dann auf dieses Institut, das eine Publikationsdatenbank unterhält, in der man elektronische Publikationen eigens filtern kann. Prima, denke ich, die Klimaforscher werden ja wohl hoffentlich anders als die verschnarchten geisteswissenschaftlichen Museen der Gemeinschaft ihre Publikationen wohl im Volltext zugänglich machen. Weit gefehlt! Bei allen neueren Publikationen steht: fulltext not public.
Wie man in meiner Heimat sagt:
Noi des däd au ed ganga, d'Erd retta ond nex dafir zahla wella. Was nex koschd, isch au nex. So ischs scho immr gwä ond da lasset mr uns au vo dem gaasa Klimawandel-Zuigs net beirra.
KlausGraf - am Mittwoch, 25. Juli 2007, 01:01 - Rubrik: Open Access
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Wer erinnert sich nicht an das laute Knistern, wenn im Filmsaal der Schule ein grauenhaft zerkratzter Film mit dem IWF-Logo vorgeführt wurde? Natürlich ist diese Institution heute flott und zeitgemäß und bietet jede Menge kostenlose Vorschauen an, wenngleich man auf einen YouTube-Auftritt wohl noch ein wenig wird warten müssen.

Man sollte nun meinen, dass diese gGmbH nun gar nichts mit OA am Hut haben kann, aber der übliche Website-Check führt zu unerwarteten Treffern. Das liegt an Dr. Christopher N. Carlson, der als Fachpublizist in Sachen OA auftritt, ohne freilich davon recht viel Ahnung zu haben:
http://archiv.twoday.net/stories/2066005/
Ansonsten muss zugestanden werden, dass eine kleine Zahl von Volltexten in der Publikationsliste vorhanden ist:
http://www.iwf.de/IWF/Service/Medieneinsatz/Publikationen.htm
Nur in Carlsons Aufsatz von 2006 kommt "Creative Commons" vor. Freie Lizenzen sind fürs IWF noch kein Thema. Ein furcheinflößender Urheberrechtsvermerk verbietet das Deep-Linking und das Umgehen der Schutzvorrichtung bei Streaming.
Fazit: Das IWF ist auf Vermarktung seiner Filme angewiesen, kostenlose Vorschau soll Appetit machen, aber nicht satt. OA kann daher unter diesen Umständen naturgemäß kein Thema für das IWF sein. Um so positiver, dass es Publikationsvolltexte gibt und sich Dr. Carlson mit OA publizistisch befasst. Schade, wie wenig kompetent er ist.
Die früheren Folgen der OA-Reihe:
http://archiv.twoday.net/stories/4069419

Man sollte nun meinen, dass diese gGmbH nun gar nichts mit OA am Hut haben kann, aber der übliche Website-Check führt zu unerwarteten Treffern. Das liegt an Dr. Christopher N. Carlson, der als Fachpublizist in Sachen OA auftritt, ohne freilich davon recht viel Ahnung zu haben:
http://archiv.twoday.net/stories/2066005/
Ansonsten muss zugestanden werden, dass eine kleine Zahl von Volltexten in der Publikationsliste vorhanden ist:
http://www.iwf.de/IWF/Service/Medieneinsatz/Publikationen.htm
Nur in Carlsons Aufsatz von 2006 kommt "Creative Commons" vor. Freie Lizenzen sind fürs IWF noch kein Thema. Ein furcheinflößender Urheberrechtsvermerk verbietet das Deep-Linking und das Umgehen der Schutzvorrichtung bei Streaming.
Fazit: Das IWF ist auf Vermarktung seiner Filme angewiesen, kostenlose Vorschau soll Appetit machen, aber nicht satt. OA kann daher unter diesen Umständen naturgemäß kein Thema für das IWF sein. Um so positiver, dass es Publikationsvolltexte gibt und sich Dr. Carlson mit OA publizistisch befasst. Schade, wie wenig kompetent er ist.
Die früheren Folgen der OA-Reihe:
http://archiv.twoday.net/stories/4069419
KlausGraf - am Mittwoch, 25. Juli 2007, 00:08 - Rubrik: Open Access
"Das Copyright für veröffentlichte, von uns selbst erstellte Grafiken, Tondokumente, Videosequenzen und Texte bleibt allein bei uns, bzw. den jeweiligen Autoren der Seiten. Eine Vervielfältigung oder Verwendung solcher Objekte in anderen elektronischen oder gedruckten Publikationen ist ohne ausdrückliche Zustimmung der Autoren nicht gestattet."
Das liest man im Impressum http://www.ipn.uni-kiel.de
Abgesehen davon, dass es im deutschen Recht kein Copyright gibt, ist ein solcher umfassender Rechtevorbehalt mit Open Access im Sinne der BBB-Erklärungen nicht vereinbar.
Kommt OA auf der Website vor?
Ja, aber nur in zwei englischen Texten. Davon bezieht sich die eine Nennung auf die hier gemeinte Bedeutung.
Die Forschungsprojekte
http://www.ipn.uni-kiel.de/projekte/projekte.html
haben eigene Homepages, auf der es jeweils in mehr oder minder großem Umfang didaktische Downloads gibt.
Von den Publikationen unter
http://www.ipn.uni-kiel.de/aktuell/publikationen.html
stehen auch vergriffene Bände nicht als Volltext zur Verfügung. Eine Veröffentlichungsdatenbank existiert nicht, für den problemlosen Aufruf von Online-Publikationen sind die jährlich eingestellten PDF-Dateien denkbar ungeeignet.

Die Newsletter-artigen IPN-Blätter liegen online vor. Wichtiger ist, dass die Zeitschrift für Didaktik der Naturwissenschaften online komplett kostenfrei vorliegt (mit eingescannten älteren Jahrgängen). Da die Zeitschrift erst seit 1995 erscheint, war der Aufwand dafür sicher nicht riesig, trotzdem ist das höchst löblich.
Fazit: Indem die wissenschaftliche Zeitschrift des IPN OA ist (allerdings nur im Sinne von kostenfrei zugänglich), ist ein wichtiges Ziel von OA bereits realisiert. Weitere Publikationen müssen folgen!
--
Erster Beitrag der Besprechungs-Reihe mit Links zu den weiteren:
http://archiv.twoday.net/stories/4069419
Das liest man im Impressum http://www.ipn.uni-kiel.de
Abgesehen davon, dass es im deutschen Recht kein Copyright gibt, ist ein solcher umfassender Rechtevorbehalt mit Open Access im Sinne der BBB-Erklärungen nicht vereinbar.
Kommt OA auf der Website vor?
Ja, aber nur in zwei englischen Texten. Davon bezieht sich die eine Nennung auf die hier gemeinte Bedeutung.
Die Forschungsprojekte
http://www.ipn.uni-kiel.de/projekte/projekte.html
haben eigene Homepages, auf der es jeweils in mehr oder minder großem Umfang didaktische Downloads gibt.
Von den Publikationen unter
http://www.ipn.uni-kiel.de/aktuell/publikationen.html
stehen auch vergriffene Bände nicht als Volltext zur Verfügung. Eine Veröffentlichungsdatenbank existiert nicht, für den problemlosen Aufruf von Online-Publikationen sind die jährlich eingestellten PDF-Dateien denkbar ungeeignet.

Die Newsletter-artigen IPN-Blätter liegen online vor. Wichtiger ist, dass die Zeitschrift für Didaktik der Naturwissenschaften online komplett kostenfrei vorliegt (mit eingescannten älteren Jahrgängen). Da die Zeitschrift erst seit 1995 erscheint, war der Aufwand dafür sicher nicht riesig, trotzdem ist das höchst löblich.
Fazit: Indem die wissenschaftliche Zeitschrift des IPN OA ist (allerdings nur im Sinne von kostenfrei zugänglich), ist ein wichtiges Ziel von OA bereits realisiert. Weitere Publikationen müssen folgen!
--
Erster Beitrag der Besprechungs-Reihe mit Links zu den weiteren:
http://archiv.twoday.net/stories/4069419
KlausGraf - am Dienstag, 24. Juli 2007, 10:35 - Rubrik: Open Access
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http://www.heise.de/tp/r4/artikel/25/25795/1.html
Die NIH-Bill ist durchs Repräsentantenhaus. Was aber wenig nützt, denn mit einem Veto von Bush ist zu rechnen.
Steinhauer hofft hinsichtlich der Förderung von OA hierzulande auf den Bundesrat:
http://bibliotheksrecht.blog.de/2007/07/23/der_zweite_korb_ist_noch_nicht_durch~2687801
Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass der Bundesrat den Korb nochmals aufmacht.
Die NIH-Bill ist durchs Repräsentantenhaus. Was aber wenig nützt, denn mit einem Veto von Bush ist zu rechnen.
Steinhauer hofft hinsichtlich der Förderung von OA hierzulande auf den Bundesrat:
http://bibliotheksrecht.blog.de/2007/07/23/der_zweite_korb_ist_noch_nicht_durch~2687801
Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass der Bundesrat den Korb nochmals aufmacht.
KlausGraf - am Dienstag, 24. Juli 2007, 02:17 - Rubrik: Open Access
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In unserer Reihe über die geisteswissenschaftlichen Leibniz-Institutionen und Open Access (OA) - die früheren Folgen sind aufgelistet im ersten Beitrag
http://archiv.twoday.net/stories/4069419
- steht heute das Münchner Institut für Zeitgeschichte auf dem Programm, neben dem Bundesarchiv sicher die erste Adresse in Sachen Zeitgeschichtsforschung.

Kommt OA auf der Website als Begriff vor?
Ja, aber nur im Rahmen der Bibliotheks-Systematik!
Wie sieht es mit Volltexten aus?
Da gibt es bei den angesehenen Vierteljahresheften für Zeitgeschichte eine Überraschung. Von den jüngeren Ausgaben gibt es nur eine aus 2005 (H. 4) kostenlos auf dem Verlagsserver anzusehen, aber bei den älteren Ausgaben hat die Retrodigitalisierung bereits gute Fortschritte gemacht:
http://www.ifz-muenchen.de/heftarchiv.html
"Seit Februar 2007 werden alle Hefte der Jahrgänge 1953 - 1997 (Jg.1/Heft 1 - Jg. 45/Heft 4) digitalisiert und kostenlos im pdf-Format zum Download angeboten. Diese Ausgaben stehen als Faksimileversion zur Verfügung und können als Volltext (Erkennungsgrad 99%) recherchiert werden.
Darüber hinaus können Sie bald in der Datenbank VfZ-Online im Gesamtbestand der Vierteljahrshefte Volltextrecherchen durchführen und dort ebenso einzelne Aufsätze oder komplette Hefte (1953-1997) kostenlos herunterladen.
Aktueller Stand der Retrodigitalisierung: 1953-1963 (weitere Hefte kommen in den nächsten Monaten)"
Dafür ein dickes Lob!
Allerdings ist es mir nicht gelungen, irgendwelche öffentliche Bekanntmachung dieses löblichen Unternehmens zu entdecken.
Von den sonstigen vielen Publikationen ist anscheinend nichts online, nicht einmal die vergriffenen Bände.
Und während es andere Leibniz Institute schaffen, die online vorliegenden Aufsätze im OPAC zu verlinken, findet man im Institut-OPAC keine solchen Links.
Das Archiv des IfZ hat in großem Umfang Findmittel digitalisiert, aber Digitalisate von Archivalien gibt es wohl noch nicht:
http://www.ifz-muenchen.de/archiv.html
Die Gebührenordnung für die Reproduktion von Vorlagen aus dem Institut
http://www.ifz-muenchen.de/fileadmin/pdf/gebuehrenverzeichnis.pdf
ist eine reine Unverschämtheit, auch für wissenschaftliche Publikationen bei einer Auflage von unter 3000 Exemplaren wird für eine Farbabbildung 15 Euro in Rechnung gestellt, eine Internetpublikation für 5 Jahre kostet 1000 Euro. Da die maximale Auflösung 75 dpi sein darf, kann man diese Reproduktion getrost vergessen.
Es ist eigentlich ganz einfach: OA bedeutet, dass wissenschaftliche Institute andere wissenschaftliche Institute und Wissenschaftler nicht abzocken sollen. Es geht nicht um Gebühren für die HERSTELLUNG der Reproduktion, sondern um Entgelte für das Recht der Wiedergabe. In vielen Fällen dürften die Dokumente aber gemeinfrei sein oder die Rechte liegen bei Dritten.
Will man mit OA ernst machen, muss die Bildrechte-Tyrannei der wissenschaftlichen Institutionen ein Ende haben. Die Institute sind Treuhänder, nicht Zwingherren des Archivguts.
Siehe dazu ARCHIVALIA passim:
http://archiv.twoday.net/search?q=bildrechte
Fazit: Von den meisten anderen besprochenen Institutionen unterscheidet sich das IfZ durch sein löbliches Retrodigitalisierungsprojekt der Instituts-Zeitschrift. Sonst ist aber von OA nichts zu entdecken, und die Bildrechtegebühren sind eine Frechheit.
http://archiv.twoday.net/stories/4069419
- steht heute das Münchner Institut für Zeitgeschichte auf dem Programm, neben dem Bundesarchiv sicher die erste Adresse in Sachen Zeitgeschichtsforschung.

Kommt OA auf der Website als Begriff vor?
Ja, aber nur im Rahmen der Bibliotheks-Systematik!
Wie sieht es mit Volltexten aus?
Da gibt es bei den angesehenen Vierteljahresheften für Zeitgeschichte eine Überraschung. Von den jüngeren Ausgaben gibt es nur eine aus 2005 (H. 4) kostenlos auf dem Verlagsserver anzusehen, aber bei den älteren Ausgaben hat die Retrodigitalisierung bereits gute Fortschritte gemacht:
http://www.ifz-muenchen.de/heftarchiv.html
"Seit Februar 2007 werden alle Hefte der Jahrgänge 1953 - 1997 (Jg.1/Heft 1 - Jg. 45/Heft 4) digitalisiert und kostenlos im pdf-Format zum Download angeboten. Diese Ausgaben stehen als Faksimileversion zur Verfügung und können als Volltext (Erkennungsgrad 99%) recherchiert werden.
Darüber hinaus können Sie bald in der Datenbank VfZ-Online im Gesamtbestand der Vierteljahrshefte Volltextrecherchen durchführen und dort ebenso einzelne Aufsätze oder komplette Hefte (1953-1997) kostenlos herunterladen.
Aktueller Stand der Retrodigitalisierung: 1953-1963 (weitere Hefte kommen in den nächsten Monaten)"
Dafür ein dickes Lob!
Allerdings ist es mir nicht gelungen, irgendwelche öffentliche Bekanntmachung dieses löblichen Unternehmens zu entdecken.
Von den sonstigen vielen Publikationen ist anscheinend nichts online, nicht einmal die vergriffenen Bände.
Und während es andere Leibniz Institute schaffen, die online vorliegenden Aufsätze im OPAC zu verlinken, findet man im Institut-OPAC keine solchen Links.
Das Archiv des IfZ hat in großem Umfang Findmittel digitalisiert, aber Digitalisate von Archivalien gibt es wohl noch nicht:
http://www.ifz-muenchen.de/archiv.html
Die Gebührenordnung für die Reproduktion von Vorlagen aus dem Institut
http://www.ifz-muenchen.de/fileadmin/pdf/gebuehrenverzeichnis.pdf
ist eine reine Unverschämtheit, auch für wissenschaftliche Publikationen bei einer Auflage von unter 3000 Exemplaren wird für eine Farbabbildung 15 Euro in Rechnung gestellt, eine Internetpublikation für 5 Jahre kostet 1000 Euro. Da die maximale Auflösung 75 dpi sein darf, kann man diese Reproduktion getrost vergessen.
Es ist eigentlich ganz einfach: OA bedeutet, dass wissenschaftliche Institute andere wissenschaftliche Institute und Wissenschaftler nicht abzocken sollen. Es geht nicht um Gebühren für die HERSTELLUNG der Reproduktion, sondern um Entgelte für das Recht der Wiedergabe. In vielen Fällen dürften die Dokumente aber gemeinfrei sein oder die Rechte liegen bei Dritten.
Will man mit OA ernst machen, muss die Bildrechte-Tyrannei der wissenschaftlichen Institutionen ein Ende haben. Die Institute sind Treuhänder, nicht Zwingherren des Archivguts.
Siehe dazu ARCHIVALIA passim:
http://archiv.twoday.net/search?q=bildrechte
Fazit: Von den meisten anderen besprochenen Institutionen unterscheidet sich das IfZ durch sein löbliches Retrodigitalisierungsprojekt der Instituts-Zeitschrift. Sonst ist aber von OA nichts zu entdecken, und die Bildrechtegebühren sind eine Frechheit.
KlausGraf - am Montag, 23. Juli 2007, 02:30 - Rubrik: Open Access
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