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Wissenschaftsbetrieb

//risources.dfg.de/

"RIsources erschließt Forschungsinfrastrukturen,
die ein anerkanntes, etabliertes wissenschaftliches und technologisches Angebot bieten,
die einen freien Zugang erlauben oder diesen über einen transparenten Auswahlprozess auf der Basis von wissenschaftlicher Qualität und Machbarkeit des Projekts regeln,
die über ein nachhaltiges Management verfügen und eine langfristige Perspektive besitzen."

//causaschavan.wordpress.com/2013/11/16/fall-eumann-betriebsstorung-an-der-tu-dortmund/

Es geht um - wichtige - Verfahrensfragen. Das Vorpreschen des Rektorats ist wohl universitätsintern auf Widerstand gestoßen.

//archiv.twoday.net/search?q=eumann

//www.morgenweb.de/nachrichten/sudwest/neuer-wirbel-um-institutschefin-1.1282876

Bis 2002 konnte der Doktortitel (nur gültig mit Zusatz: Dr. med. univ.) in Graz auch ohne Dissertation erworben werden.

//www.scinoptica.com/pages/topics/fake-journals-fake-conferences-fake-impact-factors.php

Beschäftigt Schreg aus Anlass einer kruden Hohenstaufen-Theorie:

//archaeologik.blogspot.de/2013/11/ein-berg-von-menschenhand.html

//www.nzz.ch/aktuell/zuerich/uebersicht/rektor-fischer-tritt-zurueck-1.18180733

Danke an MR.

//archiv.twoday.net/search?q=m%C3%B6rgeli

//scienceblogs.de/frischer-wind/2013/11/07/sechs-monate-nach-dem-verkauf-an-elsevier-mendeley-grunder-dr-victor-henning-im-gesprach/

"In der Dissertation finden sich zwar vermeidbare Schwächen in den Zitationen, die aber den Verdacht des Plagiats oder der Täuschung keineswegs rechtfertigen" sagt die Uni Bochum.

//aktuell.ruhr-uni-bochum.de/pm2013/pm00294.html.de

Auch bei Lammert sah ich nur geringe Schuld, siehe

//archiv.twoday.net/stories/444876536/ (Kommentare)
//archiv.twoday.net/stories/444876504/

"Robert Schmidt" hat kurz Stellung bezogen:

//lammertplag.wordpress.com/

Weber-Wulff hatte ebenso wie Volker Rieble nicht von Plagiat sprechen wollen, anders Zelot Weber:

//plagiatsgutachten.de/blog.php/von-guttenberg-zuruck-zu-lammert-das-wissenschaftsplagiat-hat-also-eine-lange-tradition/

Stündlich ist eine Reaktion von //erbloggtes.wordpress.com/ zu erwarten, einem Blog, das uns an analytischer Schärfe regelmäßig übertrifft.

Foto: Heinrich-Böll-Stiftung https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/deed.de

Sehr vernünftig äußert sich der Diskutant "Ein Wikia-Nutzer" [bzw. eine von mehreren IPs, aber es wird klar, wen ich meine] zur schlechten Praxis in der Rechtswissenschaft, prägante und wichtige Formulierungen ohne Anführungszeichen wiederzugeben.

//de.vroniplag.wikia.com/wiki/Diskussionsfaden:30462

Dort spielt auch die Stelle

//de.vroniplag.wikia.com/wiki/Fws/185

eine Rolle, mit der ich mich

//archiv.twoday.net/stories/506933035/

befasst hatte. Ich weigere mich nach wie vor, darin ein Bauernopfer zu sehen. Wenn jemand auf einer Seite die zugrundegelegte Literaturquelle viermal zitiert, ist das keine Täuschung hinsichtlich der Abhängigkeit von fremdem Geistesgut.

//www.spiegel.de/unispiegel/studium/steinmeier-darf-doktortitel-behalten-a-931830.html

"Die Prüfer der Uni Gießen stellten dazu fest: Steinmeier habe mit dieser Zitierweise offenbar lediglich wichtige Stellen hervorheben wollen."

Da die Diskutanten hier überwiegend nicht kapiert haben, worum es mir ging: "Bauernopfer" setzt Intentionalität voraus, schon aufgrund des Bild-Ursprungs (Schach-Metapher). Intentionalität, Täuschungsabsicht, Vorsatz, Dolus directus 1. oder 2. Grades - diesem Vorwurf kann begegnet werden, wenn eine schlüssige alternative Erklärung der Auffälligkeiten (um den Begriff Plagiat zu vermeiden) gegeben werden kann. Niemand kann (noch?) in Steinmeiers Kopf (oder in irgendeinen anderen Kopf) hineinschauen, um zu überprüfen, ob wissentlich und willentlich getäuscht wurde. Der mentale Prozess Intentionalität ist aus meiner Sicht immer eine soziale Konstruktion, bei der sich zwischen Ankläger und Angeklagtem ein dialogisches Spiel um Vorwurf und Rechtfertigung entspinnt. Selbst Juristen behaupten Vorsatz nicht einfach, sie versuchen unter Berücksichtigung tatsächlicher Anhaltspunkte und der Stellungnahme des Beschuldigten Vorsatz zuzuschreiben, wobei man versucht, dem Grundsatz "in dubio pro reo" gerecht zu werden.

Das VG Freiburg schrieb 2012: "Auch der Einwand der Klägerin, auf mehreren Seiten ihrer Dissertation, in denen Textstellen anderer Autoren wörtlich oder nahezu wörtlich übernommen wurden, fänden sich Fußnoten, die auf die Dritttexte verwiesen, entkräftet den Plagiatsvorwurf nicht. Ohne klare Kenntlichmachung als Zitat erweckt die Klägerin mit der Nennung des fremden Werkes und des Autors lediglich in einer Fußnote den Eindruck, sie habe die Aussagen in diesem Werk als Teil der eigenen Argumentation verarbeitet, anstatt deutlich zu machen, dass es sich um die bloße Wiedergabe der bereits erbrachten gedanklichen Leistung eines anderen handelt."
//www.rechtsanwaltmoebius.de/urteile/vg-freiburg_1-o-58-12_dissertation-taueschung-entziehung-doktorgrad.html

Anders als die Uni Gießen attestiere ich Steinmeier kein sauberes wissenschaftliches Arbeiten. Seine Praxis liegt aus meiner Sicht zwischen "geringen handwerklichen Mängeln" und "erheblichen handwerklichen Mängeln". Etwa ein Viertel der Seiten mit verdächtigen Stellen ist keine quantité négligeable.

Angesichts der hohen sonstigen Qualität der Arbeit, die ja mit Summa cum laude bewertet wurde, wäre ein Entzug des Doktorgrads aus meiner Sicht unverhältnismäßig gewesen. Eine Herabsetzung der Note auf "Magna cum laude" hätte ich dagegen vertretbar gefunden - auch als Zeichen, dass korrektes Arbeiten sich auch in der richtigen Benutzung von Anführungszeichen zeigt. Um es aber ganz deutlich zu sagen: Die jetzt getroffene Entscheidung kann ich aber mit gewissen Bedenken auch akzeptieren.

Update: Anders Zelot Weber, der von einer krassen Fehlentscheidung spricht

//plagiatsgutachten.de/blog.php/tag-der-entscheidung-im-fall-steinmeier/

Er darf seinen Titel behalten:

//www.sueddeutsche.de/bildung/uni-giessen-weist-plagiatsvorwuerfe-zurueck-steinmeier-darf-doktortitel-behalten-1.1810862

Vroniplag-Aktivisten werden diese Entscheidung eher unverständlich finden:

//archiv.twoday.net/search?q=steinmeier
und insbesondere
//archiv.twoday.net/stories/506933035/

//de.vroniplag.wikia.com/wiki/Fws (23,8 % Seiten mit sogenannten Plagiatsfunden)

Update:

//erbloggtes.wordpress.com/2013/11/05/verquickungssand-im-getriebe-des-steinmeier-verfahrens/

//www.uni-giessen.de/cms/ueber-uns/pressestelle/pm/pm213-13/

 

twoday.net AGB

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