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Rechtsanwalt Alexander vom Hofe legt in: Vier Prinzen zu Schaumburg-Lippe und das parallele Unrechtssystem, Madrid 2006 seine persönliche Gegendarstellung in einem vermögensrechtlichen Streit vor, die dick mit Verschwörungstheorien gespickt ist. Es geht um die Auflösung des Hausguts des Hauses Schaumburg-Lippe. Wer sich für Fideikommissrecht bzw. die Auflösung interessiert, findet hier eine Fülle von dokumentarischem Material.

[Update 2008: Das Buch ist online unter:
http://edocs.fu-berlin.de/docs/receive/FUDOCS_document_000000000100 Zu Ergänzungen siehe die Kommentare dieses Beitrags]

Vom Hofe scheiterte vor den Zivil- und Verwaltungsgerichten bei dem Versuch, zur Absicherung des von ihm geltend gemachten Eigentumsanspruch Unterlagen aus dem Depositum des Hauses Schaumburg-Lippe im Staatsarchiv Bückeburg einzusehen:
OVG Lüneburg auf Wikisource
Zur Kritik: http://archiv.twoday.net/stories/566986/

Er zitiert S. 127 eine Einlassung der Niedersächsischen Staatskanzlei, die im wesentlichen das öffentliche Interesse an den Adelsarchivalien höher bewertet als das private Interesse des Klägers. Ohne die Möglichkeit, nach Belieben die Einsichtnahme genehmigen oder versagen zu können, würden die Adelsfamilien ihre Unterlagen nicht übergeben. Damit erweist sich die niedersächsische Landesregierung einmal mehr als speichelleckerischer Adels-Diener. Wenn die Unterlagen nach heutigen Maßstäben "der Sphäre staatlicher Hoheit" zuzuordnen sind, dann ist es schlicht und einfach nicht hinzunehmen, dass diese Quellen der Benutzung nach Maßgabe der Archivgesetze entzogen sind.

Materialien zum Dossier Schaumburg-Lippe findet man auch bei RA Möbius, der vom Land Niedersachsen erfolglos wegen Abbildung von Schriftstücken "aus" dem Staatsarchiv Bückeburg auf seiner Homepage
http://www.rechtsanwaltmoebius.de/presse.html
verklagt wurde.

Zum Buch von Vom Hofe und einer anderen Studie schrieb der Adelshistoriker Eckart Conze in der FAZ:

Dies gilt auch für das im Selbstverlag erschienene Buch von Alexander vom Hofe, Enkel von Heinrich Prinz zu Schaumburg-Lippe (1894-1952). Er dokumentiert seine jahrelangen Recherchen zu den Vermögensverhältnissen und Erbauseinandersetzungen im Hause Schaumburg-Lippe. Im Kern geht es dem Autor um den Nachweis, dass 1936, nach dem Tod des letzten regierenden Bückeburger Fürsten, dessen Bruder Wolrad von Schaumburg-Lippe, der neue Chef des Hauses, das ungeteilte Alleineigentum am Vermögen des Hauses für sich und seine Nachkommen zu sichern versucht habe, indem er sich vorbehaltlos in den Dienst des nationalsozialistischen Regimes stellte. Und während zwei weitere Brüder, der Diplomat Stephan von Schaumburg-Lippe und der Goebbels-Adjutant Friedrich Christian von Schaumburg-Lippe, durch ihre NS-Karriere, billige Abfindungen und Aussichten auf üppige Landdotationen im Osten zufriedengestellt worden seien, habe man mögliche Ansprüche des vierten Bruders, Heinrich von Schaumburg-Lippe (des Großvaters des Verfassers). durch seine Denunziation als Regimegegner verhindern wollen.

Viel interessanter als die Vermögensauseinandersetzung, die vom Hofe in einen Rahmen von Spekulationen und Verschwörungstheorien stellt, ist das in der Publikation reich dokumentierte Material aus einer Vielzahl von Archiven. Es gibt Auskunft über die Lebenswege zwischen 1933 und 1945 einer weiteren Gruppe von vier Prinzen, diesmal aus dem Hause Schaumburg-Lippe. So schließt das ansonsten in seiner Struktur nicht sonderlich systematische und in seiner Argumentation nicht stringente Buch an Petropoulos an und erhellt an weiteren individuellen Beispielen viele Ergebnisse von dessen Studie. Und noch eines verbindet die beiden Bücher: Auch Alexander vom Hofe blieben wichtige Privatarchive oder familienbezogene Bestände in öffentlichen Archiven verschlossen. Das fördert nicht nur kühne Hypothesen, sondern es lenkt auch Fragen auf die betroffenen Adelsfamilien und ihr Selbstverständnis. Denn solche Zugangssperren sind leider kein Einzelfall. Wer aber stets den öffentlichen Charakter von Adelsherrschaft und Adelskultur betont und deren Erbe auch durch Inanspruchnahme öffentlicher Mittel pflegt, der darf sich mit Blick auf die Familienarchive nicht plötzlich auf das Argument der Privatheit zurückziehen. Das gilt ganz besonders für die Frage nach der Rolle des Adels im Nationalsozialismus. Hier ist es höchste Zeit, dass eine jüngere Adelsgeneration endlich die Familienarchive öffnet und damit auch diejenige Liberalität an den Tag legt, die man in der Geschichte des deutschen Adels im 20. Jahrhundert so lange hat vermissen müssen.
(Hervorhebung von mir)
Gisela Ziedek meinte am 9. Jul, 21:45:
Adelsarchive
Herr Conze hat Recht, es geht aber meiner Meinung nach nicht ausschließlich nur darum, ob Forscher grundsätzlich die Adelsarchive nutzen dürfen oder nicht. Bei meinem Dissertationsprojekt begegnet mir immer wieder der Fal, dass ich mich und meine Arbeit bzw. deren Thema vor den Familienvertreteren "rechtfertigen" muss, um Zutritt zu erlangen. Ein für mich untragbarer Zustand. 
vom hofe meinte am 31. Jul, 17:55:
Rezension der Süddeutschen Zeitung und Vorbemerkung
http://www.youtube.com/watch?v=NGrDBIYmT98

VORBEMERKUNG: Folgende "Kommentare" kommentieren nicht die Besprechung von Herrn Dr. Klaus Graf. Die folgenden Kommentare sind meine Notizen für den Rohentwurf einer zweiten Auflage der "Vier Prinzen". Kurios, dass per 20.1.2010 31 "Kommentare" zustandekamen. Das Buch hat 30 Kapitel.

Seit April 2006 wurden die Recherchen und die Auseinandersetzung mit der "prätorianischen Garde" fortgeführt- Relevante neue Erkenntnisse werden hier mitgeteilt. Da Gerichte und Behörden eine Beiladung oder Beteiligung eines Miterben nicht zulassen wollen stellt dies die einzige Möglichkeit dar, Erkenntnisse und Tatsachen interessierten Kreisen (einschl. Behörden und Gerichten) zugänglich zu machen. Ich hoffe, dass dieser Informationskanal nicht unterbunden wird. Mich freut, dass nach Auffinden der Spuren "Leopold III", Aufsichtsratsmitgliedschaften in der Dresdner Bank, Verfahren der Staatsanwaltschaft Bückeburg gegen Valentin Henckel Graf von Donnersmarck und Adolf Fürst zu Schaumburg Lippe wegen des hitlerschen "Volksvarratsgesetzes" die Anzahl der downloads der "Vier Prinzen" einen neuen Schub erfahren hat. Das heisst zwar nicht dass ich sympathischer geworden bin, sondern dass der Gegenstand meiner Untersuchungen nicht nur auf Ablehnung stösst.

So interessant wie der Gegenstand der Untersuchungen selbst ist der staatliche Umgang mit den Untersuchungen.



"GESCHÄFT AUF GEGENSEITIGKEIT" (von Ralf Husemann) in Süddeutsche Zeitung vom 5.3.2007, Rubrik: Das Politische Buch

Schaumburg-Lippe und die Nazis

Dies ist kein Buch, sondern ein Steinbruch. Wer sich aber durch das Geröll der endlos langen Dokumente, Briefe, Listen und Fragen des Autors ("War ich nun auf der richtigen Spur?") durchgearbeitet hat, der kann sogar einigen Erkenntniswert gewinnen. Alexander vom Hofe, ein Großneffe von Adolf von Schaumburg-Lippe, des letzten fürstlichen Herrschers dieses noch bis 1946 bestehenden norddeutschen Mini-Staates, hat sich seine Familie vorgenommen - und die hat es wahrlich in sich. Der Großonkel kam 1936 unter bis heute ungeklärten Umständen mit seiner Frau in Mexiko bei einem Flugzeugabsturz ums Leben. Drei Brüder des Fürsten arrangierten sich mit den Nazis (Friedrich Christian brachte es gar zum Adjutanten von Goebbels). Doch der vierte (Heinrich), der Großvater des Autors, hatte nicht nur mit den Nazis nichts am Hut, er gehörte auch noch einer (alsbald verbotenen) Freimaurer-Loge an.

Im Zentrum dieses Buches steht Prinz Wolrad, der nach dem mysteriösen Tod seines Bruders alles tat, um als neues "Oberhaupt" der Fürstenfamilie dessen Gesamtbesitz an sich zu reißen. Der Autor versucht nun nachzuweisen, dass die anderen Brüder (und damit auch sein Großvater Heinrich) um ihr Erbe betrogen wurden. Dem Rechtsanwalt Alexander von Hofe geht es aber um Grundsätzlicheres. Er sieht die Kumpanei der Familie mit den Nazis als Geschäft auf Gegenseitigkeit. Das Haus Schaumburg-Lippe behielt im Wesentlichen seine riesigen Besitztümer, auf denen dafür zum Teil kriegswichtige Produktionsstätten und Zwangsarbeiterlager eingerichtet wurden. 37 in einem Steinbruch ermordete Zwangsarbeiter sind namentlich* bekannt, die tatsächliche Anzahl der Getöteten liegt vermutlich noch weit darüber. Eher niedere Chargen mussten sich später dafür rechtfertigen, gegen den blaublütigen Besitzer wurde aber nichts unternommen. Ein interessanter Nebenaspekt ist die Frage, ob der Verkauf des Bonner Palais Schaumburg, des späteren Dienstsitzes des Bundeskanzlers an die Wehrmacht rechtlich einwandfrei war. Ein anderes Thema sind die staatlichen Archive, die den Autor bei seinen Recherchen immer wieder abzuwimmeln versuchten. Das Thema ist offensichtlich noch brisant." Zitatende.

http://www.politikkritik.info/Schaumburg-Lippe.html


Man wird das dumpfe Gefühl nicht los, dass es sich nicht selten gelohnt hat, Nationalsozialist gewesen zu sein.

*Beim Namen genannt werden Gefangene die im Steinbruch in Steinbergen (Aussenlager des Straflagers Lahde) verstarben:

Henrikus Maria Vierling, Holländer, geboren 19.5.20, gestorben 28.12.1943,Wohnort Steinbergen 144. (5)
Theodor Peters, Brite, geboren 26.5.23, gestorben 11.12.1943, Wohnort Steinbergen 144 (5)
Andrey Baran, Pole, geboren 19.3.19, gestorben 27.3.1945, Wohnort Steinbergen 144 (1)
Konstantin Misiejuk, Weissrusse, geboren 15.3.1924, gestorben 11.2.1945, Wohnort Steinbergen 144 (3)
Michael Anisudkin, "Ostabeiter", geboren 12.1.1920, gestorben 31.1.1945, Wohnort Steinbergen 144 (4)
Grigori Kindra, "Ostabeiter", geboren 10.5.1924, gestorben 30.1.1945, Wohnort Steinbergen 144 (4)
Felix Blaszczyk, Pole, geboren 25.6.1923, gestorben 20.1.1945, Wohnort Steinbergen 144 (1)
Jaroslaw Chab, Protektoratsangehöriger, geboren 14.1.1899, gestorben 10.1.1945, Wohnort Steinbergen 144 (4)
Stanislaw Koslowski, Pole, geboren 25.10.1911, gestorben 18.11.1944, Wohnort Steinbergen 144 (4)
Fedor Korow, "Ostabeiter", geboren 27.12.1915, gestorben 8.11.1944, Wohnort Steinbergen 144 (4)
Henryk Bukowski, Pole, geboren 18.1.1921, gestorben 18.10.1944, Wohnort Steinbergen 144 (1)
Johann Pawloswski, Pole, geboren 21.10.1921, gestorben 14.10.1944, Wohnort Steinbergen 144 (2)
Josef Jama, Pole, geboren 10.6.1917, gestorben 11.10.1944, Wohnort Steinbergen 144 (6)
Francisek Kaczmarek, Pole, geboren 11.9.1911, gestorben 11.10.1944, Wohnort Steinbergen 144 (4)
Zdislaw Tokarski, Pole, geboren 26.11.1923, gestorben 11.10.1944, Wohnort Steinbergen 144 (6)
Dimitrj Stupak, "Ostarbeiter", geboren 8.9.1926, gestorben 7.10.1944, Wohnort Steinbergen 144 (4)
Felix Franos, Pole, geboren 24.3.1922, gestorben 6.10.1944, Wohnort Steinbergen 144 (6)
David Tschichwaija, Pole, geboren 13.12.1920, gestorben 5.10.1944, Wohnort Steinbergen 144 (2)
Zivota Pavlovic, Serbe, geboren 29.5.1922, gestorben ------, Wohnort Steinbergen 144 (2)
Alexander Kondratschow, "Ostarbeiter", geboren 18.8.1922, gestorben 20.9.1944, Wohnort Steinbergen 144 (4)
Jan Woitowicz, Pole, geboren 10.5.1922, gestorben 5.9.1944, Wohnort Steinbergen 144 (2)
A. Jastremski, West Ukraine, geboren 4.3.1912, gestorben 23.8.1944, Wohnort Steinbergen 144 (1)
Victor Boltwinow, Pole, geboren 12.8.1926, gestorben 10.8.1944, Wohnort Steinbergen 144 (5)
Josef Wachowiak, Pole, geboren 7.7.1908, gestorben 9.8.1944, Wohnort Steinbergen 144 (7)
Anatoli Poleschtschuk, “Ostarbeiter”, geboren 15.11.1900, gestorben 15.7.1944, Wohnort Steinbergen 144 (6)
Casimir Przybilski, Pole, geboren 11.8.1916, gestorben 28.5.1944, Wohnort Steinbergen 144 (6)
Iwan Hallenja, “Ostarbeiter”, geboren 1911, gestorben 24.5.1944, Wohnort Steinbergen 144 (8)
Adek Rojek, Pole, geboren 8.4.1921, gestorben 9.5.1944, Wohnort Steinbergen 144 (6)
Wladislaw Gurski, Pole, geboren 1.5.1914, gestorben 5.5.1944, Wohnort Steinbergen 144 (6)
Wassili Gebenink, “Ostarbeiter”, geboren 12.8.1928, gestorben 1.3.1944, Wohnort Steinbergen 144 (2)
Alexander Kazura, “Ostarbeiter”, geboren 20.8.1911, gestorben 1.3.1944, Wohnort Steinbergen 144 (2)
Anton Olszewski, Pole, geboren 4.12.1915, gestorben 26.2.1944, Wohnort Steinbergen 144 (2)
Czeslaw Kasprzyk, Pole, geboren 16.5.1923, gestorben 15.2.1944, Wohnort Steinbergen 144 (1)
Ewgeni Puschin, “Ostarbeiter”, geboren 1.5.1923, gestorben 28.10.1943, Wohnort Steinbergen 144 (1)
Peja Stanilaw, Pole, geboren 4.1.1920, gestorben 4.9.1943, Wohnort Steinbergen 144 (2)
Stanislaus Granczyk, Pole, geboren 16.7.1905, gestorben 2.9.1943, Wohnort Steinbergen 144 (1)
Alexander Wereskikow, “Ostarbeiter”, geboren 6.7.1903, gestorben 13.8.1943, Wohnort Steinbergen 144 (1)

Todesursachen:
Auf der Flucht erschossen (1)
Erschossen wegen Widerstand gegen die Staatsgewalt (2)
Selbstmord (3)
verstorben wegen allgemeiner Schwäche (4)
Todesursache unbekannt (5) Kurios dass dies ausgerechnet bei einem Holländer und einem Briten steht
Erschossen wegen Fluchtversuch (6)
Erschossen wegen tätlichem Angriff (7)
gestorben an Herzschwäche (8)

Hinter der Adresse Steinbergen 144 verbergen sich die Nebenräume des Schlosses Arensburg (eine "fürstliche" Unterkunft des "Fürsten" Wolrad). Der Steinbruch war und ist nach Angabe Wolrads und dessen Nachfolger Eigentum des "Oberhauptes des Hauses Schaumburg Lippe".

(siehe Details in Kapitel 18 des Buches Vier Prinzen:
http://edocs.fu-berlin.de/docs/receive/FUDOCS_document_000000000100

Ich danke Herrn Eix, der in unmittelbarer Nähe des Messingberges lebt, dass er sich öffentlich mit diesem dunklen Kapitel auseinandersetzt.

http://www.52gradnord.de/Messingberg.html

erinnert an die "Fallschirmspringerwand" des KZ Mauthausens

http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:IMG_0689.JPG&filetimestamp=20070106190635

http://www.52gradnord.de/Mord_im__Steinbruch.html

Meldung der Schaumburger Nachrichten vom 12 Januar 2009:

Bückeburg. Der Gedenkstein für die jüdischen Mitbürger der Stadt hinter dem Stadthaus ist geschändet worden. Unbekannte Täter beschmierten ihn mit einem durchgestrichenen Davidstern und mit einer antijüdischen Parole.....

der Artikel unter www.sn-online.de/newsroom/regional/bueckeburg/stadt/art5424,776322 wurde inzwischen von den Schaumburger Nachrichten gelöscht. 
vom hofe meinte am 22. Feb, 18:17:
Archiv des Landes Niedersachsen als Treuhänder (in eigener Sache ?)
Das Staatsarchiv Bückeburg schrieb an das Amtsgericht Bückeburg am 29 Dezember 2005 auf die Bitte des Amtsgerichtes (Nachlassgericht) hin, letztwillige Verfügungen gesetzeskonform an das Gericht zu übergeben:

"Seit nunmehr fast genau 5 Jahren versucht Herr RA vom Hofe auf allen möglichen Wegen Einsichtnahme in das Fürstlich Schaumburg - Lippische Hausarchiv zu bekommen. Er hat es versucht auf dem direkten Wege, auf dem Wege der Amsthilfe durch das Landesamt für die Regelung offener Vermögensfragen in Schwerin ebenso wie auf dem Klagewege in allen denkbaren Instanzen vom Bundesverfassungsgericht bis zum Oberlandesgericht Celle....Die Einsichtnahme unterliegt dem Genehmigungsvorbehalt des Eigentümers. Das Staatsarchiv als Verwahrer ist rechtlich an diesen Vorbehalt gebunden. Der Vorbehalt gilt uneingeschränkt. Dieser Rechtsgrund hindert das Staatsarchiv daran, der Ablieferungspflicht gemäss § 2259 Abs. 1 BGB(*) nachzukommen. Eine Ablieferungspflicht besteht dann nicht, wenn der unmittelbare Besitzer aus Rechtsgründen z.Bsp. wegen eines Treuhandverhältnisses, an dieser gehindert ist.....

Archivdirektor"

Somit ist zugegeben, dass in Schloss Bückeburg ein Testament Adolfs liegt das nicht vorgelegt wird (unfassbar).

* Wortlaut: (1) Wer ein Testament, das nicht in besondere amtliche Verwahrung gebracht ist, im Besitz hat, ist verpflichtet, es unverzüglich, nachdem er von dem Tode des Erblassers Kenntnis erlangt hat, an das Nachlassgericht abzuliefern.

§ 2339 BGB

Erbunwürdig ist:

wer sich in Ansehung einer Verfügung des Erblassers von Todes wegen einer Straftat nach den §§ 267, 271 bis 274 des Strafgesetzbuchs schuldig gemacht hat

Wer diese Vorschrift begriffen hat begreift auch, dass weder der "Fürst" das Testament herausrücken kann, noch der Staat die Herausgabe forcieren darf. In beiden Fällen stehen Fürst und Staat vor einem unlösbaren Problem. Das ist die crux.

Heute verschanzt sich das Land Niedersachsen hinter die Rolle eines privatrechtlichen Treuhänders und hebt somit eine gesetzlich vorgeschriebene Ablieferungspflicht auf. Mittelbar hebt aber ein selbsternannter "Fürst" Gesetze und dessen Rechtsfolgen auf.

Dieser Erbschein wird nicht zur Kenntnis genommen:

http://www.politikkritik.info/Schaumburg-Lippe.html

Anekdotisch ein Hinweis auf den Begriff Ehre:

Aus dem Ehrenkodex der Archvarinnen und Archivare
Die wichtigste Aufgabe der Archivarinnen und Archivare besteht darin, die Unversehrtheit der von ihnen verwalteten und verwahrten Unterlagen zu erhalten. Bei der Erfüllung dieser Aufgabe müssen sie die legitimen, aber manchmal auch widersprechenden Rechte und Interessen von früheren, gegenwärtigen und zukünftigen Dienstherren, Eigentümern, Betroffenen und Archivbenutzern berücksichtigen. Objektivität und Unparteilichkeit bestimmen das Mass ihrer Fachlichkeit. Sie müssen Druck von welcher Seite auch immer widerstehen, Beweismaterial zur Verschleierung oder Verdrehung von Tatsachen zu manipulieren.

http://www.vsa-aas.org/de/beruf/kodex-ethischer-grundsaetze/ 
vom hofe meinte am 31. Mrz, 23:29:
Palais Schaumburg in Preussen: Haus der Demokratie ?
zuerst: http://archiv.twoday.net/stories/4879981/

Das Bonner Palais Schaumburg befindet sich im ehemaligen Preussen. Es handelte sich um freies (ungebundenes) Vermögen der Prinzessin Viktoria von Preussen. Freies Vermögen ist dem Zivilrecht unterworfen. Fürst Adolf zu Schaumburg Lippe kaufte als Privatperson am 29.12.1919 (nach seiner Abdankung und Abschaffung der Monarchie) das Palais Schaumburg in Bonn von Viktoria von Preussen (nachzulesen in der Grundakte Bonn 11535, Grundbuch Bonn Band 150 Blatt Nr. 5976 mit dazugehörigem Kaufvertrag). Fürst Adolf wurde am 9.3.1920 in das Grundbuch als Eigentümer eingetragen. Somit handelte es sich beim Palais Schaumburg um Privatvermögen des Fürsten Adolf, nicht um Hausvermögen oder gar Fideikommiss.

http://www.politikkritik.info/Schaumburg-Lippe.html


In der Vereinbarung vom 19 September 1927 (Preussische Gesetzessammlung vom 22.Oktober 1927 S.194) zwischen dem Freistaat Preussen und dem Freistaat Schaumburg Lippe heisst es in Paragraf 3:"Die in Preussen belegenen Bestandteile des Fürst Schaumburg-Lippischen Hausguts werden mit dem 8. Dezember 1923 von der Hausguteigenschaft für frei erklärt." Das Palais Schaumburg in Bonn war nie Hausvermögen gewesen und selbst wenn dies so gewesen wäre, so wäre dies seit dem 8.12.1923 nicht mehr der Fall. So ist es verkündet worden. 1936 verstarb Fürst Adolf kinderlos bei einem Flugzeugabsturz in Mexiko. Ausweislich eines damals unterdrückten Erbscheines wurde er von seinen Geschwistern beerbt. Somit stand das Palais Schaumburg seit 1936 im Wahrheit im Eigentum der Geschwister des Fürsten Adolf. Wie konnte dann das Eigentum am Palais Schaumburg an "Fürst Wolrad" fallen ? Wie konnte dann "Fürst Wolrad" das Palais Schaumburg allein ohne Mitwirkung der Miterben an die Wehrmacht verkaufen ? Es fällt auf, dass "Fürst Wolrad" am 11.7.1942 bei gleichzeitiger Unterdrückung des Erbscheines nach Adolf in das Grundbuch eingetragen wurde. Es fällt auf, dass "Fürst Wolrad schon 1939, drei Jahre früher, das Palais Schaumburg in Bonn an die Wehrmacht verkaufte. Es fällt auf, dass das Verkaufsangebot des "Fürstlichen Hauses" an die Wehrmacht am 31.1.1939 abgegeben wurde. Weiter fällt auf, dass Stabzahlmeister August Schön, Vorsteher der Heeresstandortverwalung in Minden für den Reichsfiskus das Verkaufsangebot des Fürstlichen Hauses unter dem Aktenzeichen II 1/39 des Amtsgerichtes Minden am 24.3.1939 annahm. Genau sechs Tage später wird die auf Schaumburg Lippe zugeschnittene rückwirkende Vorschrift des Paragrafen 86 der DVO zum Fideikommissauflösungsgesetz erlassen. Privatvermögen wird rückwirkend zu Hausvermögen deklariert , soll dann aufgelöst werden und dem "Fürsten Wolrad" zugeschrieben werden. Aber schon vorher hatte "Fürst Wolrad" den Verkauf beschlossen und getätigt.

Robert Figge, OLGRat aus Celle, Vorsitzender Richter des Fideikommisssenates in der "schaumburg-lippischen Hausgutsache" schrieb 1947: "Der Richter, der den Nationalsozialismus unterstützte, konnte (...) u. U. des Glaubens sein, einer Humanität zu dienen. (...) Sollte man es dem deutschen Richter wirklich verübeln, wenn er glaubte, in politischen Prozessen einer guten Sache, einer höheren Humanität zu dienen ?" (zitiert in Joachim Perels, Das juristische Erbe des "Dritten Reiches", Beschädigungen der demokratischen Rechtsordnung, S. 89, Campus Verlag, Frankfurt am Main, 1999).

Die gemeinsame Interessenlage erklärt die Kollaboration des Hochadels mit den Nationalsozialisten. Ähnliche Zusammenhänge hat auch Frau Anke Schmeling herausgearbeitet für Josias Prinz zu Waldeck und Pyrmont (Josias Erbprinz zu Waldeck und Pyrmont, der politische Weg eines hohen SS-Führers, Schriftenreihe Nationalsozialismus in Nordhessen Heft 16, Gesamthochschul-Bibliothek, Kassel 1993 S. 70-73 online https://kobra.bibliothek.uni-kassel.de/handle/urn:nbn:de:hebis:34-2008032620872 . Dort heisst es: "Am 2.12.1938 wurde der fürstliche Besitz als Erbhof anerkannt. Dem Erbprinzen boten diese Regelungen eine Reihe wirtschaftlicher Vorteile, da die Umwandlung zum Erbhof die einzige Möglichkeit darstellte, den Besitz ungeteilt an eine Person zu binden. Gleichzeitig wurde er von allen Pflichtteilansprüchen von seiten seiner Geschwister, besonders seiner zwei Brüder entbunden, da ein Erbhof laut gesetzlicher Festlegung nur Alleineigentum sein konnte, das ungeschmälert an den Anerben überzugehen hatte. Darüberhinaus entfiel bei der Umschreibung des Besitzes und der darauf folgenden Umwandlung in einen Reichserbhof die sonst üblicherweise zu zahlende Erbschaftssteuer". Hierauf weist auch Jonathan Petropoulos in "Royals and the Reich" hin, Oxford University Press 2006, S. 264. Genau diese Zusammenhänge treffen auf "Fürst Wolrad" zu. Die rückwirkende Umwandlung von freiem Vermögen zu Fideikommiss (die einhergeht mit der Rückdatierung des Aufnahmeantrages in die NSDAP) ermöglichte den Übergang des Alleineigentums an denjenigen der sich als besonders "hilfswilliger Nationalsozialist" ausgezeichnet hatte.
Es ist somit eine Ironie, dass das Palais Schaumburg möglicherweise eine der (fremden) Münzen war, mit denen die Nazis bestochen wurden, um Recht (in Bereicherungsabsicht) zu brechen.

Ist es von der Politik zu viel verlangt, diese Aspekte aufzuarbeiten bzw. aufarbeiten zu lassen ? Im Vorwort zum oben zitierten Buch von Joachim Perels schrieb Frau BMJ Dr. Herta Däubler-Gmelin: "Unsere demokratische Rechtskultur setzt voraus, dass Bürgerinnen und Bürger Vertrauen in die Justiz haben können: ...Vertrauen auch darauf, dass die Justiz bereit ist,sich mit iher Vergangenheit auseinanderzusetzen, also auch mit den dunklen Seiten ihrer eigenen Geschichte". Das Postulat ist deutlich. Wird es erfüllt ? 
vom hofe meinte am 28. Aug, 18:13:
GEGEN TRANSPARENZ UND KONTROLLE: INFORMATIONSSPERREN
Die Aufhebung der Informationssperren würde Licht in das Dunkel bringen. Sie ist aber nicht erwünscht.

Wo ?

STEYERLING
In Österreich in den Vorgang Steyerling (Adolfs ca. 10.000 Hektar grosser Forstbesitz).

HABERSTOCK STIFTUNG AUGSBURG
In Augsburg diverse Gemälde (Rubens-Werkstatt Inventarnummer 12418, Paris Bordone Inventarnummer 12417 und "Flämische" Landschaft Inventarnummer12578 im Bestand der Karl und Magdalene Haberstock Stiftung). Die Stadt Augsburg lehnt es ab, weitere 7 Gemälde zu benennen die 1934 Karl Haberstock von Adolf Fürst zu Sch. L. "erworben" haben will. Karl Haberstock war der Chefkunsteinkäufer Adolf Hitlers. Die Stadt Augsburg lehnt es ab die "Einkaufsbelege" vorzulegen. Zum Schriftverkehr siehe Seiten 146 bis 148 von http://edocs.fu-berlin.de/docs/receive/FUDOCS_document_000000000100.
Zur Karl Haberstock Stiftung (sowie andere Fälle sogenannter Raubkunst) sei auf einen Artikel von Matthias Frehner in der NZZ vom 15 Dezember 2001, mit dem Titel "Späte Einsicht-Museen im Zwielicht" hingewiesen. Daraus sei zitiert: "Ein nachdenklich stimmendes Bild vom Umgang mit Schlüsselakten zum Thema Raubkunst gab Horst Kessler. Er musste mangels Geld die Aufarbeitung von Karl Haberstocks Nachlass, den dieser 1956 in Form einer Stiftung der Stadt Augsburg übergeben hatte, abbrechen. Haberstock, Hitlers Einkäufer für das «Führermuseum» Linz, ist eine zentrale Figur im Kunstmarkt des Dritten Reichs. Dass seine Witwe mit Hilfe des zuständigen Bibliothekars die Korrespondenz noch in den achtziger Jahren «säubern» konnte, ist aus heutiger Sicht schwer verständlich. Und es ist ein Skandal, wenn die für die rasche Aufarbeitung pendenter Fälle eminent wichtige Korrespondenz, Inventarbücher und Fotodokumentationen nicht umgehend inventarisiert werden können."

FÜHRERMUSEUM LINZ

AERTSEN IM RHEINISCHEN LANDESMUSEUM IN BONN UND IM STÄDTISCHEN GUSTAV LÜBCKE MUSEUM IN HAMM
Die Liste der für das von Adolf Hitler geplante Kunstmuseum in Linz bestimmten Kunst ist nun im internet frei zugänglich (Datenbank Sammlung des Sonderauftrages Linz http://www.dhm.de/datenbank/linzdb/). Gibt man dort Schaumburg Lippe ein finden sich zwei Gemälde von Pieter van Aertsen wieder die als Kunstbesitz der Bundesrepublik Deutschland bezeichnet werden: jeweils eine "Marktszene".

Eine "Marktszene", 1562, befindet sich heute als Dauerleihgabe des Bundes im Rheinischen Landesmuseum in Bonn, Inv.Nr. D 1092. Es ist zur Zeit nicht ausgestellt, sondern im Depot. Es ist im Gemäldekatalog publiziert: Rheinisches Landesmuseum Bonn, Gemälde bis 1900, bearbeitet von F.Goldkuhle, I.Krueger, H.M.Schmidt, Köln 1982, S. 13-15.

Eine weitere "Marktszene" befindet sich im Gustav-Lübcke-Museum der Stadt Hamm.

siehe http://www.lostart.de/recherche/einzelobjekt.php3?lang=german&einzel_id=220809

und

http://www.lostart.de/recherche/einzelobjekt.php3?lang=german&einzel_id=220537

Fundmelder ist das BADV.

Beide Marktszenen will Karl Haberstock am 14.12.1937 für 7.800 Reichsmark an die Reichsleitung der NSDAP in München, vertreten durch Martin Bormann "verkauft" haben. Sie erhielten die Linznummern 12 und 397. Er will sie 1934 von der "Fürstlichen Hofkammer" gekauft haben. "Fürstliche Hofkammern" haben aber seit 1918 keine eigene Rechtspersönlichkeit. Klarheit schafft ausnahmsweise dieses Zitat aus einem Interview mit Alexander Prinz zu Schaumburg Lippe im Mindener Tageblatt vom 8.11.2008: " Aber im Großen und Ganzen ist die Fürstliche Hofkammer nichts anderes als eine Personengesellschaft. Verkürzt gesagt, die Hofkammer, das bin ich." (klingt wie „L’Etat c’est moi“)

http://mt-online.de/mt/lokales/minden/?sid=397220129008dcf139664c05b14b4463&cnt=2676018
(link zwischenzeitlich entfernt).


Karl Haberstock will diese Gemälde zusammen mit 8 weiteren Gemälden im Dezember 1934 vom Fürsten zu Schaumburg Lippe für 14.000 RM erworben haben. Sehr spärliche Informationen zu diesem Vorgang befinden sich in den Akten V 42-VV6200-438/00 und 979/00 beim BADV (Bundesamt für zentrale Dienste und offene Vermögensfragen).

Gemäss Handreichung zur Umsetzung der Washingtoner Konferenz kommen grundsätzlich mit dem Ziel der Feststellung unklarer Provenienzen alle Erwerbsvorgänge (Kauf, Tausch, Schenkung, Vermächtnis usw.) zwischen 1933 und 1945 und als Gegenstand alle Kulturgüter in Frage, die in dieser Zeit den Besitzer gewechselt haben.

Indizien für einen verfolgungsbedingten Entzug können sein: Angaben über NS-staatliche Auftraggeber, insbesondere NS-Kulturgut-rauborganisationen und -eliten, deren Beauftragte und Institutionen und/oder• Namen von in den Handel mit NS-verfolgungsbedingt entzogenen Kulturgütern involvierten Kunsthändlern. Dzu zählt der Kunsthändler Karl Haberstock (Berliner Kunsthändler, Mitglied der Verwertungskommission zur Beseitigung "entarteter Kunst", Berater „Sonderauftrag Linz“).

Dubios sind Geschäfte, wenn an der Inbesitznahme, Beschlagnahmungen bzw. "Käufen" oder „Tausch“ von Kunstwerken Personen im Auftrag von Hitler, Bormann, Himmler, Göring gehandelt haben. Hier hat die Reichsleitung der NSDAP vertreten durch Bormann Kunstwerke erworben.

Indizien sind auffallend preisgünstige Erwerbungen, eine unvollständige und fehlerhafte Akzession und der Erwerb von bedeutenden Kunstwerken "en bloc".

Hier waren Karl Haberstock und Martin Bormann beteiligt. Adolf Fürst zu Schaumburg Lippe und dessen Bruder Heinrich wurden von der SS verfolgt. Adolfs Ehefrau Elisabeth sollte 1936 nicht bestattet werden, da nicht arisch (siehe Wikipedia zu Adolf Fürst zu Schaumburg Lippe) und Heinrich galt als gefährlicher politischer Gegner, weil er einer Freimaurerloge angehörte.

Ausweislich eines Blattes aus der Geschäftsunterlage Haberstocks (HA XXIII) ergibt sich die Buchung einer Zahlung in Höhe von 14.000 RM an die "Fürstliche Hofkammer" für insgesamt 10 Gemälde von Fr. Snyders, P.P. Rubens, wahrsch. Rubens, L. Backhuysen; Moyaert; Anton Palamedes; wahrsch. de Witte; Jos. Heintz; Brueghel (wahrsch. P. Aertsen); Brueghel (wahrsch. Beukelar).

Keine Spur eines Kaufvertrages.

In der Beschreibung der Datei des Deutschen Historischen Museums heisst es zur Provenienz: Fürst von Schaumburg Lippe 1937 (Privat Deutschland). Einlieferung Karl Haberstock. Welcher Fürst von Schaumburg Lippe ist 1937 gemeint ? Der letzte regierende Fürst (Adolf) war am 26.3.1936 gestorben. Welcher selbsternannte "Fürst" wollte Adolf Hitler erfreuen ? Antwort: Wolrad Prinz zu Schaumburg Lippe, der am 1 September 1936 bei Rudolf Hess die Rückdatierung seines Aufnahmeantrages in die NSDAP auf das Jahr 1928 beantragte. Zum Beweis der gesetzeswidrigen Führung des Titels "Fürst" durch Wolrad und dessen Enkel siehe die zeitgenössischen Ausführungen unter http://www.rechtsanwaltmoebius.de/presse/schaumburg-lippe_85.pdf. Der auch bei Wikipedia (Wolrad Prinz zu Schaumburg Lippe) vermerkte Hinweis wurde am 4.10.08 gelöscht. Macht aber nichts. Hier ist er sicher aufgehoben.

Auch Josias Prinz zu Waldeck und Pyrmont versuchte Sonderrechte und Einflussnahmen zu ermöglichen in dem er sich gesetzeswidrig als "Fürst" gerierte. Es handelt sich um eine Taktik die häufiger anzutreffen ist. Er konnte aber die amerikanische Justiz nicht täuschen, siehe die Akte UNITED STATES / Josias Prince zu Waldeck

http://www.icwc.de/fileadmin/quellen/000-50-9.pdf

Das Gesicht "Josens" in Wikipedia kann einem fast leid tun. er hält im April 1947 noch ein Schild auf dem zu lesen ist: Fuerst Josias zu Waldeck. Wahrscheinlich rettete es ihm das Leben.

Somit ist die unterschätzte und unterbewertete Titelfrage dreidimensional: Sie tangiert Freibriefe in den Bereichen der "Gesetzesübetretungen", des "public image" und der vermögensrechtlichen "Sonderrechte". Die Summe davon: "das parallele Unrechtssystem".


STIFTUNG PREUSSISCHER KULTURBESITZ BODE MUSEUM (VRIES SKULPTUREN)
In Berlin bei der Stiftung Preussischer Kulturbesitz (Bode Museum) Bronzefiguren von Adriaen de Vries (Venus und Adonis und der Raub der Proserpina). Diese Figuren wurden im Morgengrauen des 22 Oktober 1935 von der Schlossbrücke in Bückeburg abmontiert und durch Kopien ersetzt. Die "Hofkammer" will sie an das Staatliche Museum in Berlin verkauft haben. Zum Vergleich: Die Reiterstatue des Herzogs Heinrich Julius von Braunschweig, ein Meisterwerk der Zeit um 1600 von Adriaen de Vries wird auf acht bis zehn Millionen Euro geschätzt. Die Stiftung Preussischer Kulturbesitz gab an vollständige und lückenlose Belege zum Erwerb der Figuren nicht zu besitzen. Siehe auch S. 148 von http://edocs.fu-berlin.de/docs/receive/FUDOCS_document_000000000100.

http://www.faz.net/s/RubCF3AEB154CE64960822FA5429A182360/Doc~E6A8C56A880DF403E9872C0FBEC107ABE~ATpl~Ekom~SKom~Ak~E190588.html

STIFTUNG PREUSSISCHER KULTURBESITZ GEMÄLDEGEALERIEN BERLIN

Zum Vorgang Vries Skulpturen gehört auch die damalige gleichzeitige Verbringung (Wegnahme) von zwei Gemälden von Ziesenis (Portraits des Grafen Wilhelm zu Schaumburg Lippe und Ehefrau). In Schloss Bückeburg verblieben Kopien, die Originale wanderten nach Berlin. Die Stiftung Preussischer Kulturbesitz stellt sich bei lostart als Sucherin ein und beschreibt die Provenienz wie folgt: Objektklasse Museum
Künstler Ziesenis, Johann Georg
Geburtsdatum 1716
Geburtsort Kopenhagen
Todesdatum 04.03.1776
Todesort Hannover
Erwähnungsort Frankfurt (Main); Mannheim; Zweibrücken; Braunschweig; Den Haag

Titel Bildnis des Grafen Wilhelm Friedrich Ernst zu Schaumburg-Lippe
Objektart Malerei
Abmessungen Höhe: 153,00 cm Breite: 126,00 cm
Material / Technik Leinwand /
Inventarnummer 2102
Beschreibung Tafelmalerei: Bild:
Provenienz (frühere) Verwaltung: Berlin; (öffentliche) Sammlung; Staatliche Museen; Gemäldegalerie; Inv. Nr. 2102; Zugangsart: Überweisug; Zugangsdatum: 1936; Auslagerungsort: Berlin; Friedrichshain; Flakturm Friedrichshain; Besitzzeit: bis 1945; Zugangsart: Auslagerung; Zugangsdatum: 1941/1942; Vorbesitzer: (private) Sammlung: Dresdner Bank; Besitzzeit: bis 1936; Zugangsart: Pfändung. Ehemaliges Pfandgut der Dresdner Bank, welches 1936 vom Ministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung der Berliner Galerie übergeben wurde. [Ministerielle Überweisung
Verlustgeschichte Berlin (Flakturm Friedrichshain) 1945
Verlustgeschichte Leiturm des Flakbunkers; Friedrichshain

Titel Bildnis der Gräfin Maria Barbara Eleonore von Lippe-Biesterfeld vor dem Jagdschloß Baum bei Bückeburg
Objektart Malerei
Abmessungen Höhe: 153,00 cm Breite: 126,00 cm
Material / Technik Leinwand /
Inventarnummer 2103
Beschreibung Tafelmalerei: Bild: Jagdsitz, Jagdhütte, Jagdschloß; rendez-vous de chasse;
Provenienz (frühere) Verwaltung: Berlin; (öffentliche) Sammlung; Staatliche Museen; Gemäldegalerie; Inv. Nr. 2103; Zugangsart: Überweisung; Zugangsdatum: 1936; Auslagerungsort: Berlin; Friedrichshain; Flakturm Friedrichshain; Besitzzeit: bis 1945; Zugangsart: Auslagerung; Zugangsdatum: 1941/1942; Vorbesitzer: (private) Sammlung: Dresdner Bank; Besitzzeit: bis 1936; Zugangsart: Pfändung. Ehemaliges Pfandgut der Dresdner Bank, welches 1936 vom Ministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung der Berliner Galerie übergeben wurde. [Ministerielle Überweisung
Verlustgeschichte Berlin (Flakturm Friedrichshain) 1945
Verlustgeschichte Leiturm des Flakbunkers; Friedrichshain

Die Dresdner Bank hatte angeblich Vries Skulpturen und die Gemälde die im Eigentum des verfolgten und emigrierten letzten regierenden Fürsten zu Schaumburg Lippe standen pfänden lassen um sie dem späteren Goebbelsministerium zu übergeben. Warum erteilt die suchende SPK den Erben Adolfs und der Öffentlichkeit nicht umfassende Auskunft und Information über den gesamten Vorgang ? Was steckte hinter der Pfändung durch die Dresdner Bank ? Weil der Staat fremdes Eigentum beansprucht.

Restitution ist Illusion. Restitution bedeutet Vollendung einer nationalsozialistischen Enteignung. Der Staat restituiert an sich selbst.

CRANACH FUND (DIE PINAKOTHEKEN IM KUNSTAREAL/BAYERISCHE STAATSGEMÄLDESAMMLUNGEN)

Der gläubige Hauptmann unter dem Kreuz Christi von Cranach befindet sich in der Pinakothek in München. Bei

www.lostart.de

lautet die Provenienzgeschichte:
1822 aus dem Besitz des Domherrn de la Tour, Hildesheim, an die Fürstlich Lippesche Sammlung, Bückeburg. - In der Fürstlich Lippeschen Sammlung, Bückeburg, bis 1929. - 1929 an den Kunsthändler J. Rosenbaum, Frankfurt a. M. - Zu unbekanntem Zeitpunkt in Paris (?). - Am 3.7.1941 von der Kunsthandel AG, Luzern,120 an die Galerie Theodor Fischer, Luzern. - Am 25.2.1941 von der Galerie Fischer im Tausch gegen beschlagnahmte Bilder aus dem ERR (Einsatzstab Reichsleiter Rosenberg) an Hermann Göring. Tauschwert sfr. 18000,-. - Inventar Reichsmarschall, RM-Nr. 849. - CCP München, Münchner Nr. 5756. - Am 1.2.1961 von der Treuhandverwaltung an die Direktion der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen für den Freistaat Bayern überwiesen, Nr. 122 der Übertragungsliste.

Die "Fürstliche Hofkammer (=Wolrads Sohn) soll 1967 auf Anfrage mitgeteilt haben, dass 1929 das Gemälde an den jüdischen Kunständler Rosenbaum verkauft worden sei (siehe Ilse von zur Mühlen, Die Kunstsammlung Hermann Görings,ein Provenienzbericht der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen, S. 112 ff.) Verwunderlich ist dies weil es immer hiess, dass der "Fürst Adolf" vermögenslos war. Wie soll er dann einen Cranach verkauft haben, der dann auf Umwegen bei Göring "landet"....Natürlich ist es möglich, aber es sollten die Verkaufsbelege vorgelegt werden. Ob das möglich sein wird ? Provenienzforschung müsste dies gestatten. Um so mehr, wenn die Kunsthandel AG Luzern und die Galerie Theodor Fischer in Luzern intervinierten (Abwickler von Verkäufen entweder für das Linz Museum oder für die Sammlung Göring).

Auf S. 243 Fussnote 118 schreibt Ilse von zur Mühlen: "Angesichts der Umstände wäre es um so wichtiger, Aufschluss über den Zeitpunkt des Besitzwechsels des Bildes zu gewinnen..."

Wichtig wäre es den vermeintlichen Besitzwechsel des Bildes von Adolf Fürst zu Schaumburg Lippe an Rosenbaum dokumentiert zu sehen. Wo bleiben die Belege ?

Verblüffende Parallelen tun sich auf zum Vorgang Welfenschatz:

http://www.zeit.de/2009/20/Welfenschatz

Niedersächssischer Hochadel, Göring, Rosenbaum, 1935. Ich tippe darauf, dass sowohl Ernst August von Hannover als auch Wolrad Prinz zu Schaumburg Lippe bei Göring (einem Cranach fan) das Fideikommissauflösungsgesetz "einkaufen" wollten, um das riesige Vermögen dem BGB zu entziehen.

Parallelen auch in der Hinhaltetaktik

http://www.zeit.de/online/2009/23/welfenschatz-interview


GUT SEWEKOW (Brandenburg, ehemals Preussen)
Für die Enteignung im Jahre 1945 des in Preussen belegenen ca. 100 Hektar grossen Forstgutes Muggendorf schwebt ein Verfahren auf Feststellung der Berechtigung nach dem EALG. Im Rahmen der Recherchetätigkeit des zuständigen Landesamtes in Brandenburg bat dieses das Staatsarchiv Bückeburg um Amtshilfe: es schrieb: "Wir bitten Sie um die entsprechenden Unterlagen, die die
Grundlage des Eigentumsüberganges von Adolf Fürst zu Schaumburg Lippe, bzw. der Erbengemeinschaft nach ihm, an Wolrad Prinz zu Schaumburg Lippe dokumentieren." Die Antwort des Staatsarchivs sowie dessen interner Vermerk lauteten: "aus Gründen der Zuständigkeit bitte ich Sie, Ihre Anfrage an folgende Adresse zu richten: Fürstlich Schaumburg Lippische Hofkammer, zu Händen Herrn D. Schlossplatz 6, 31675 Bückeburg".
interner Vermerk auf der Kopie: "Frau Sch. m.d.B. eine Kopie des Vorgangs in der Akte vom Hofe abzulegen, da er vermutlich die Anfrage ausgelöst hat. Handschr. Vermerk: erledigt." Bis heute ist dem bearbeitenden Amt die Einsichtnahme in die Unterlagen verwehrt worden. Bei mehr als einer brandenburgischen Behörde stösst dieses Verhalten auf wenig Verständnis. Wie erginge es einem "Durchschnittsbürger" der ähnlich verfahren würde? Nicht auszudenken.

GÜTER IN GÜSTROW (Mecklenburg - Vorpommern)
Eine ähnliche Situation ergibt sich für die Güter in Mecklenburg Vorpommern. Für die Enteignung im Jahre 1945 der dort belegenen ca. 6700 Hektar grossen Güter schwebt ein Verfahren auf Feststellung der Berechtigung nach dem EALG. Hervorzuheben ist Gut Boldebuck, 840 Hektar, (ehemalige gentechnische Versuchsanstalt der DDR) für das Alexander Prinz zu Schaumburg eine Kaufoption bei der BVVG Schwerin als vermeintlich Alleinberechtigter ausgeübt hat; der verwaltungsrechtliche Antrag auf Feststellung seiner Alleinberechtigung wurde aber vom Landesamt zur Regelung offener Vermögensfragen in Schwerin abgelehnt. Das ist jedenfalls dann nicht verwunderlich und folgerichtig, wenn der Antragsteller Archive nicht öffnet und Unterlagen zurückhält. Gegen die Versagung seines Antrages auf Feststellung seiner Alleinberechtigung hat er am 13 August 2007 Klage vor dem Verwaltungsgericht Greifswald (ehemaliges Aktenzeichen 5 A 1175/07) erhoben. Die 5 Kammer des VG Greifswald hatte zuvor das Landesamt verpflichtet, die Tochter von Heinrich Prinz zu Schaumburg Lippe zum Verwaltungsverfahren hinzuzuziehen. Sehr erfreulich damals.

Wegen einer Änderung des Geschäftsverteilungsplanes wurde das Klageverfahren an die 2 Kammer übertragen (Aktenzeichen nunmehr VG Greifswald 2 A 1157/07).

Alexander Prinz zu Schaumburg Lippe drängt auf eine zeitnahe Gerichtsentscheidung die seine Berechtigung zur Ausübung der Kaufoption aussprechen soll.

http://www.politikkritik.info/Schaumburg-Lippe_und_Gut_Boldebuck.html

In Ausübung des mir als Rechtsanwalt zustehenden Rechtes auf Wahrnehmung (auch eigener) berechtigter Interessen erkläre ich hiermit:

Ein Gerichtsverfahren welches dem Amtsermittlungsgrundsatz unterliegt, bei dem der Kläger Belege vorsätzlich zurückhält, bei dem ein stattgebendes Urteil ausgesprochen wird, ohne dass Zugang zu entscheidungserheblichen Archivalien gewährt wurde, definiere ich als FARCE. Damit sage ich nicht, dass das konkrete Verfahren vor dem VG Greifswald eine Farce sei, sondern, dass es zu einer Farce degradiert werden könnte.

Ich kritisiere ferner, dass eine Beiladung dieser Partei zum Verfahren abgelehnt wird, obwohl die Rechte der Miterben direkt betroffen werden und das Recht auf Hinzuziehung zum Verwaltungsverfahren vor der 5. Kammer des Verwaltungsgerichts Greifswald erstritten worden war. Die Beiladung wäre auch verfahrensökonomisch. Sehr erstaunlich, dass der "Fürst" im Klageververharen auf Einsichtnahme in die Archivalien des Staatsarchivs Bückeburg beigeladen wurde. Es gilt somit eine parallele Messlatte. Hier der Bürger der im Unwissen verharren soll, dort der Monarch, der nach gusto Urkunden zurückhält, wenn sie "nicht ins Konzept" passen.

Eine kaum vorhersehbare Zuspitzung fand nunmehr im September 2009 statt: der "Fürst" droht mir persönlich über seinen RA mit einer Schadensersatzklage in Höhe von mehr als 5 Millionen euro. Begründung: meine Recherchen und bei den zuständigen Behörden eingereichte Urkunden (aus Archiven) hätten zu einer Ablehnung seiner Berechtigung zum Kauf geführt. Diese Urkunden wären ohne mein Zutun den Behörden und Gerichten verborgen geblieben (wörtllich: "Urkunden die der Behörde ohne meine Mithilfe nicht zugänglich gewesen wären") und der "Fürst" hätte sein Recht bekommen. Ausserdem hätten die Recherchen zu einer zeitlichen Verzögerung geführt. Während der Verzögerung seien die Bodenpreise stark gestiegen. Der Preis habe sich fast verdoppelt, deshalb müsse ich den Mehrpreis als Schadensausgleich zahlen, mehr als 5 Mio euro. Die Bundesrepublik müsste mir eigentlich dankbar sein, dass sie den Boden nicht "verschleudert" hat. Der "Fürst" hätte einen Gewinn auf Kosten des deutschen Volkes gemacht...

In Anbetracht der ausgesprochenen Drohung (Nötigung) habe ich erneut eine Beiladung zum Verfahen 1175-07 bei der 2. Kammer des VG Greifswald beantragt (die ausgesprochen werden muss, weil sie notwendig ist). Aber man weiss ja nie.

Dass hier ein Zwei-Klassensystem (paralleles Unrechtssytem) perpetuiert werden könnte ergibt sich daraus, dass der "Fürst" stets zu meinen Verfahren beigeladen wird, wir hingegen an "seinen" Verfahren nicht teilhaben dürfen. Die Beiladung des "Fürsten" kann nachgelesen werden in

http://www.dbovg.niedersachsen.de/Entscheidung.asp?Ind=05000200200012311%20LB

An dieser Stelle verweise ich auf

http://archiv.twoday.net/stories/5314125/

Um es in aller Deutlichkeit zu sagen: Es kann nicht angehen, dass jemand öffentlich rechtliche Leistungen (jedweder Art) in Anspruch nimmt und gleichzeitig den Behörden und Gerichten die über den Anspruch zu entscheiden hatten (haben) den Zugang zu Urkunden verwehrt (siehe Aktenvermerk S. 314 im Buch http://edocs.fu-berlin.de/docs/receive/FUDOCS_document_000000000100 in dem es heisst: Hinweis von Hrn. D., dass sobald das Landesamt Recherchen im Staatsarchiv durchführt, hier der Zugang zu best. Beständen verwehrt bleibe). Welcher Bürger der einen Antrag auf Gewährung öffentlich rechtlicher Leistungen beansprucht, kann es sich erlauben, Urkunden selbst staatlichen Stellen gegenüber zurückzuhalten und darauf hinzuweisen, dass er die Recherchebemühungen der öffentlichen Hand verhindern wird ? Nur derjenige der so handeln darf.

Es ist auch nicht einzusehen, wieso ein "selbsternannter unechter und falscher Fürst" ohne jeglichen Nachweis, eine Alleinberechtigung kundtun darf, die derzeit widerlegt ist. Es handelt sich um einen klaren Fall von Hochstapelei.

http://www.rechtsanwaltmoebius.de/presse/schaumburg-lippe_86.pdf


STADT HANNOVER UND DER LASTENAUSGLEICH
In den 70iger Jahren zahlte das Lastenausgleichsamt hohe Summen an Philipp Ernst Prinz zu Schaumburg Lippe für die in Mecklenburg Vorpommern belegenen Güter. Wegen noch offenstehender Positionen ist das Verfahren formal noch nicht abgeschlossen. Das Aktenzeichen lautet 57.45/ S 72 120 b bei der Landeshauptstadt Hannover. Wie steht es mit der Rückforderbarkeit der Summen ? Dazu mehr unter nachstehendem Absatz:


NIEDERSACHSEN
In Niedersachsen zahlreiche Besitzungen in Bückeburg (das Palais welches von Wolrad veräussert wurde), in Rinteln (der Steinbruch Steinbergen), in Bad Eilsen (Fürstenhof, den Wolrad an das Land Niedersachsen verkaufte), Steinhuder Meer (welches Philipp Ernst Prinz zu Schaumburg Lippe an das Land Niedersachsen verkaufte) und die Inselfestung Wilhelmstein.

PALAIS SCHAUMBURG IN BONN
In Bonn das Palais Schaumburg (welches Wolrad 1939 an die Wehrmacht verkaufte).

Ist es bei derart vielen Rechtsgeschäften zwischen einem Teil der Familie und dem Land Niedersachsen bzw. Bund ein Zufall, dass das Land Niedersachsen die Archivalien unter Verschluss hält ? Mit der Sicherung von historischen Quellen hat dies aus meiner Sicht gar nichts zu tun.

EVANGELISCH REFORMIERTE KIRCHE IN BüCKEBURG
Der Pastor der evangelisch reformierten Kirche in Bückeburg verweigerte und verweigert nach wie vor Angehörigen und Miterben des letzten regierenden Fürsten zu Schaumburg Lippe Einsichtnahme in die Sterbeunterlagen sowie Bestattungsdokumente aus dem Jahre 1936. Gravierender wirkt sich aus, dass im Staatsarchiv Detmold ein Dokument aufgetaucht ist, wonach sich Friedrich Christian (Adjutant von Goebbels) gegenüber dem Reischstatthalter Meyer (Wannsee Konfoerenz) gegen eine Bestattung der Ehefrau Adolfs ausspricht. Argument: Sie sei nicht arisch. Auf dem gleichen Blatt wird auch notiert, dass Adolf ein Testament errichtet hat. Bis heute ist dieses Testament "verschwunden". Siehe auch S. 103 und 256 von http://edocs.fu-berlin.de/docs/receive/FUDOCS_document_000000000100

DIe protestantische Kirche war im NS-Regime der eifrigste Sippenforscher. Siehe auch Manfred Gailus: Kirchliche Amtshilfe. Die Kirche und die Judenverfolgung im "Dritten Reich", Göttingen 2008. 
KlausGraf antwortete am 10. Okt, 15:06:
Stellungnahme des Finanzministeriums
Nach dem Informationsfreiheitsgesetz des Bundes kann ein Rechtsanspruch gegenüber dem Finanzministerium des Bundes hinsichtlich der Einsicht in die Stellungnahme gegenüber dem Petitionsausschuss bestehen. Im Versagungsfalle hilft der Bundesbeauftragte für die Informationsfreiheit. 
vom hofe meinte am 6. Sep, 11:28:
Vermögensauseinandersetzungen waren die treibende Kraft im NS-System
Wenn Herr Prof. Dr. Conze die vermögensrechtlichen Auseinandersetzungen relativiert so wird jetzt noch deutlicher, welche Motive Behörden und Gerichte zu einer absoluten Informationsblockade bewegen: fiskalische. 
vom hofe meinte am 6. Okt, 15:35:
Mischt die Politik kräftig mit ?
Der Innenminister von Mecklenburg Vorpommern (Caffier, CDU) verlieh heute, am Tag des Amtsantritts durch den neuen Ministerpräsidenten Sellering, der Gemeinde Gülzow Prüzen ein Wappen welches weitgehend dem schaumburg lippischen Wappen entspricht. Zur Begründung wird auf die Geschichte des Hauses Schaumburg Lippe bezug genommen. Genau in dieser Gemeinde befinden sich die Güter für deren Enteignung Ausgleichsleistungen beantragt werden, ebenso der Flächenerwerbsantrag gestellt wurde.

Die dazugehörige Presseerklärung lautet:

(aus MVticker)
"Zu einem überzeugenden Wappen gehört neben einer fachlich korrekten Beschreibung besonders eine schlüssige historische Begründung. Diese Anforderungen erfüllt das Wappen der Gemeinde Gülzow-Prüzen.
Das auf rotem Grund abgebildete Nesselblatt ist seit dem 13. Jahrhundert Wappensymbol der Grafen und Fürsten von Schaumburg-Lippe. Sechs der elf Dörfer, aus denen sich Gülzow-Prüzen zusammensetzt und die im Wappen durch die elf roten Kugeln auf dem Nesselblatt symbolisiert werden, waren seit der napoleonischen Zeit im Besitz des Hauses Schaumburg-Lippe."

Diese Begründung ist unrichtig.

Das mecklenburgische Staatsministerium Finanzen in Schwerin schrieb am 4 Juni 1941 unter dem Aktenzeichen IV 2380/37: Fideikommiss ist Gülzow nicht gewesen.

Das Landesamt zur Regelung offener Vermögensfragen in Schwerin schrieb in seinem Bescheid vom 24 Juli 2007 auf Seite 7:

"Das Landesamt schliesst sich vielmehr der (zum Gut Gülzow ausdrücklich) geäusserten Rechtsauffassung des damaligen Mecklenburgischen Staatsministeriums an, dass das Eigentum von Fürst Adolf an den beantragten Gütern zum Zeitpunkt seines Todes sachenrechtlich Privatvermögen und nicht Fideikommiss war."

Es ist ein Verstoss gegen die Gewaltenteilung, wenn der Innenminister sich zu einer Frage amtlich äussert die sub judice steht. Die Frage, ob die Güter Hausvermögen oder freies Vermögen waren klärte das Landesamt in letzterem Sinne. Dem VG Greifswald liegt eine Klage vor. Weder eine Gemeinde noch der Innenminister sind Partei noch haben sie Entscheidungskompetenzen. Somit sollten sie sich mit ihren Äusserungen zurückhalten und die Neutralitätspflicht wahren. Es ist nicht opportun vor Abschluss eines gerichtlichen Verfahrens derartige Proklamationen in die Welt zu setzen.

Dass das zuständige Landesamt die Hausvermögenseigenschaft der Güter verneint hat spricht zumindest gegen die Begründung zur Verleihung des Wappens.

Hier ein link zur Pressemeldung des Landes Mecklenburg Vorpommern http://www.mvticker.de/mv/news_id3105_eigenes_wappen_gemeinde_guelzow_pruezen_innenminister_caffier_uebergibt_wappenbrief.html

mit einem Hinweis auf die presserechtliche Gegendarstellung durch Verweis auf diesen link.

Die Pressemeldung verrät ein tief verankertes rechtsstaatswidriges Vorgehen. Diskriminierend ist es, im Falle von Bülow die Bezeichnung Familie zu verwenden, andererseits im Falle Schaumburg Lippe nur von Haus zu sprechen und zwar im Jahre 2008, neunzig Jahre nach Abschaffung der Monarchie. Aber das passt genau zur Strategie des selbsternannten "Fürsten" der sich über das Konstrukt Haus Alles einverleiben möchte.

1934 wurde mein Grossonkel Adolf, der letzte Fürst zu Schaumburg Lippe von der SS verfolgt. Zwischen 1933 und 1945 wurde mein Grossvater Heinrich, dessen Bruder von der SS verfolgt. Wolrad Prinz zu Schaumburg Lippe spannte Rudolf Hess, Hermann Göring, Alfred Meyer und andere Nazigrössen ein um sich das gesamte Vermögen anzueignen. Er verkaufte fremdes Eigentum an Bormann, er übergab fremde Kunst für das "Führermuseum" in Linz. Er kooperierte mit dem Naziregime grenzenlos. Sämtliche Archive sperren sich gegen den Zugang zu Dokumenten. Gerichte weigern sich, "Miterben des letzten regierenden Fürsten" zum Gerichtsverfahren beizuladen, obwohl die Beiziehung zum Verwaltungsverfahren erstritten worden war.

So können weder Transparenz noch Fairness noch Chancengleichheit im Verfahren zur Geltung kommen. Aber genau das scheint beabsichtigt zu sein. 
vom hofe meinte am 6. Nov, 13:58:
Die Kontrolle über Information ist Quelle von Macht
Informationsvorenthaltung, -unterdrückung, -blockierung -verzerrung und -verzögerung sind eine effektive Strategie, so effektiv wie die Desinformation. Der freie, egalitäre Fluss der Information ist eine realitätsferne Utopie.

In einem anderen Kontext siehe

http://eprints.rclis.org/archive/00008496/

Dieses Dokument (Erbschein) soll niemand lesen:

http://www.politikkritik.info/Schaumburg-Lippe.html 
vom Hofe (Gast) meinte am 7. Dez, 12:08:
Witness The Hub
http://www.witness.org/

gefördert von PG (Peter Gabriel) 
vom hofe meinte am 16. Dez, 17:08:
Das Schweigen der Schaumburg Lippes
wer sich diesen Film in Ruhe noch einmal ansieht versteht die Politik des Schweigens auf allen Ebenen besser. Dabei beziehe ich mich auf die Passagen (ab Minute 54) zur Nichtübergabe des Belastungsmaterials an das Nürnberger Gericht, die Protektion der Quandts seitens der Briten, die Passivität der Amerikaner und die Nichtbeachtung ehemaliger Zwangsarbeiter. Schliesslich die Absetzung des Staatsanwaltes Herf. Und alles offensichtlich weil es den wirtschaftlichen Interessen diente.

http://video.google.de/videoplay?docid=-363409574704299677

auch

http://archiv.twoday.net/stories/5382001/ 
vom hofe meinte am 21. Mrz, 09:24:
Attentatskörper und goebbelsches Veröffentlichungsverbot
aus dem Tagebuch des Adjutanten von Goebbels, 11 Januar 1934:
"Dieser gewisse G..wohnte in seinem Arsenal explosiver Attentatskörper. Ein ganzes Archiv davon besass dieser Mann. Der Führer hatte es einmal besichtigt, als er ihn-hier in Berlin-aufsuchte. Da sah er die erstaunlichsten Dinge. Federhalter und Bleistifte, in denen Zünder eingebaut waren. Die also nach einer ganz bestimmten Zeit explodierten und in der Lage waren, den verheerendsten Schaden anzurichten...Er hatte da solche stehen, die auf Monate, und solche die auf Jahre eingestellt waren....Der Führer erzählte, er sei damals in den Zimmern dieses Herrn gewesen....Was aber hatte unser Führer mit diesem Mann zu tun ? Nun, es war damals in den ersten Jahren unserer Bewegung so, dass alle wirklich zum Widerstand entschlossenen Männer einander suchten..." (aus Als die goldene Abendsonne, Tagebücher 1933 - 1937 F.C. Prinz zu Schaumburg Lippe, 1971, S. 55 und 56)

Exkurs: 1941 entwickelte Jock Lewes die Lewes Bombe:

Beschreibung:

"Lewes Bomb

Developed by Jock Lewes, second in command of the SAS, the bomb was a one pound charge consisting of thermite, Nobel 808 plastic explosive. and a flammable liquid (motor oil). Using a delayed fuse, the charge was placed on enemy aircraft. The preferred location of placement was WHERE THE WING MET THE FUSELAGE . This was thought to be the best place to cause the most damage. (Aircraft often had their fuel cells in the wings.)

The Lewes bomb came about because grenades and other explosive devices proved unreliable. Lewes' formula was a pound of plastic explosive, a quarter pound of thermite mixed with a bit of engine oil. Inside the mass was inserted a 2-ounce dry guncotton primer and detonator and a thirty-second fuse. The most common ignition method used was time pencils or pencil detonators. Others included release switches and PRESSURE SWITCHES.

The Lewes bomb was a field expedient explosive. It is unclear what the container for the explosive was but it was probably a simple canvas sack or pouch coated with a sticky substance to ensure adherence to the surfaces. The bomb was usually placed and not thrown."

http://en.wikipedia.org/wiki/Lewes_bomb

1 Pfund schwere Bomben fixiert an die mit Treibstoff gefüllten Tragflächen, Druckauslöser und guten Flug.

Am 26 März 1936 zerschellte in Mexiko in der Nähe des Vulkans Popocatepetl aus unerklärlichen Gründen ein Flugzeug. Modell

hier

http://en.wikipedia.org/wiki/Ford_Trimotor

der Compañia Mexicana de Aviación, Tochtergesellschaft der Panamerican Airways.

An Bord unter anderen der von der Gestapa im Juli 1934 in Italien beschattete Adolf Fürst zu Schaumburg Lippe nebst Ehefrau und der restlichen Reisebgleitung. Niemand überlebt.

NEW YORK TIMES vom 27.3.1936, Freitag berichtete auf der Titel- und Seite 17 wie folgt: "Heard engines miss fire. Observers in this little town of Amecamca, watched the giant air kiner falter as the pilots sought altitude to fly over the pass. Then they heard the engines miss fire (Fehlzündung kann einen Knall hervorrufen, aber auch eine kleine Bombe kann den Knall verursacht haben). A few minutes later, after the plane had circled the little mountain twice its pilot pointed toward Mexiko D.F, but slithered down among the rocky crap of the saddle bewtween the two volcanoes." Weiter S. 17: "The plane said a witness, of the accident, passed over the town of Amecameca flying low when it was between the volcanoes it apparently developed engine trouble, for it circled as if the pilot intended to return to the landing field. Suddenly the ship became enveloped in smoke and it crashed with great speed to the earth and burned completely." Aus dieser Berichterstattung ergibt sich eindeutig ein Motorenproblem vor dem Absturz. Die mexikanische Presse berichtete (siehe Vier Prinzen S. 37) schon am 28 März, dass am 27 März die Motore vergraben wurden. Genau das ist aber verdächtig nachdem Augenzeugen berichtet haben, dass es Fehlzündungsgeräusche gab. Die Motoren hätten auf jeden Fall untersucht werden sollen, da sie ursächlich waren. Sie wurden aber sofort beseitigt. Der Rest des Flugzeugs wurde am 27.3.1936 verbrannt (weil nicht von Nutzen).


Die Ehefrau weil nicht arisch sollte nicht bestattet werden, das Testament ist bis heute verschwunden, wurde aber damals eröffnet... (dies ist mein Hinweis, A. vom Hofe).

Weiter das Tagebuch des Adjutanten von Goebbels, S.204 Fussnote: "Hier hört - mitten im Text - der 5. Band im Jahr 1934 auf. Es folgen zwei Seiten vom 31 Mai 1935 und die Fortsetzung im April 1936..Seiten wurden auch herausgeschnitten, ....Ich weiss heute nicht, was das alles zu bedeuten hatte. Vermutlich war die Ursache meine damalige Absicht, das Tagebuch zu veröffentlichen, was aber Dr. Goebbels verbot."

Unglaubwürdig: "scheinheilig: ich weiss heute nicht....was das alles zu bedeuten hat..."

Seltsam, dass Friedrich Christian nie über den Tod Adolfs schrieb, obwohl er viele Bücher veröffentlichte.

Kurioses Zitat aus seinem Tagebuch: "Montag, den 9 April soll ich meinen Dienst wieder antreten. Während dieser Ferien, am 26 März,(Todestag Adolfs !!) war es ein Jahr her, dass ich in den Dienst des Reiches übernommen wurde. Ich hatte mich seinerzeit brieflich dem "Doktor" für sein eben eingerichtetes Ministerium zur Verfügung gestellt...." (a.a.O. S. 124). Weiter S. 125: "Zum ersten Mal Flottenparade, Reichsparteitag in Nürnberg, Reichsbauerntag am Bückeberg, Mit dem "Doktor" (Goebbels) beim Völkerbund in Genf. ...Vorher schon mit dem "Doktor" in Italien, Rom, Mussolini, Balbo u.s.w..."

Und S.138 a.a.O.: "2 Mai 1934: (Hitler) Er lädt mich ein, abends zum Essen zu ihm zu kommen...auch der "Doktor", Frau Goebbels, Fräulein Goebbels, Brückner, Schaub, Stenger, Himmler und andere sind da..."

Hiermit bekräftige ich, dass sehr vieles dafür spricht, dass Adolf Fürst zu Schaumburg Lippe auf Anordnung Hitlers, Goebbels und Göring ermordet wurde; siehe Kapitel 4 in
http://edocs.fu-berlin.de/docs/receive/FUDOCS_document_000000000100

Friedrich Christian steht bei mir oben auf der Verdächtigenliste.

Eine Bombe mit Zeitzünder und Druckauslöser auf dem Anflug auf den Popocatepetl zeigte am 26 März 1936 ihre verheerende Wirkung. Dieser Verdacht drängt sich auf.
Himmler, Göring, Hitler darf man eine Tötung zutrauen. Tatopfer, vermögend aber kein glühender Nationalsozialist.
Tatmotiv liegt vor: Zugriff auf riesige Vermögensmassen. 
vom hofe meinte am 22. Mrz, 23:04:
Das schöne Bad Eilsen
Mein Dank an Herrn Eix wegen seiner Verlinkung der Vier Prinzen

http://www.52gradnord.de/Bad_Eilsen.html#Historie 
F. Eix (Gast) antwortete am 20. Apr, 07:35:
Schaumburg-Lippe
Sehr geehrter Herr vom Hofe,

das Ihnen angetane Unrecht durch die Bückeburger und die unverständliche Behandlung durch Archiv und Justiz empören mich.

Freundliche Grüsse
Frederik Eix 
vom hofe meinte am 26. Mrz, 09:11:
Prinz zitiert sich selbst
Friedrich Christian Prinz zu Schaumburg Lippe, Adjutant von Goebbels, Reichsredner und Vielschreiber in seinem Buch "Damals fing das Neue an, Erlebnisse und Gedanken eines Gefangenen 1945-1948" Hannover, 1968 S. 111. Hintergrund: FC wird in Hersbruck vernommen:

"Sie sind jetzt der vierzehnte Prinz, den wir vernehmen-die anderen haben uns gesagt, Sie seien, aus der Art geschlagen und der schlimmste gewesen." "Nun -es kommt wohl mehr darauf an-ob aus der guten-oder der schlechten Art geschlagen-und darüber müsste man sich erst einmal einigen".-"Im übrigen",fuhr ich fort, "kann ich mich nicht entsinnen, dass meine Vettern mir früher den Nationalsozialismus zum Vorwurf gemacht haben, auch meine Brüder nicht. Meines Wissens waren sie fast alle mehr oder weniger mit von der Partie."

Ein Vetter war Josias Waldeck von Pyrmont, die Brüder waren Wolrad, Stephan und Heinrich Prinz zu Schaumburg Lippe. Nicht von der Partie war letzterer, dessen verstorbene Tochter keine Einsichtnahme in sie betreffende Archive erhielt. Absolut folgerichtig, erklärbar und typisch für Personen die vieles zu verbergen haben. Und sie verbreiten noch heute ungehindert ihren Müll

http://www.clarysmith.com/scriptorium/deutsch/archiv/diktator/diktator00.html

Ich habe sogar die gedruckte Ausgabe des "Naturpolitischen Verlags" 1976 gekauft und gelesen. Ich zitiere die "Höhepunkte" für die ein Herr Williamson sich im Vatikan und bei Frau Merkel den allergrössten Ärger einhandelte:

S. 61:"... es ist inzwischen längst erwiesen, dass es im Lager Dachau z.B. niemals einen Ofen für Massenverbrennung von Menschen gegeben hat. Ich habe zuvor berichtet, dass nach der amtlichen Statistik höchstens zur fraglichen Zeit 3, 7 % der Juden insgesamt -also aller Juden, in sämtlichen Ländern fehlten." S. 63: "Wieso darf ungestraft nunmehr seit Jahrzehnten rings um die Erde von 6 Millionen vergasten Juden gesprochen werden-und niemals erfährt die Menschheit, was einem schon wehrlosen Deutschland in den letzten Tagen des Krieges und dann nach Abschluss des Waffenstillstandes angetan wurde ?".."Warum berichtet man nie, was in Aschaffenburg von amerikanischen Negersoldaten mit den deutschen Mädchen gemacht wurde ..." S. 71: "Die deutsche Jurisprudenz bekam gerade unter Hitler ein solches Ansehen in der Welt, dass eine Welttagung der Richter nach Deutschland verlegt wurde. Leiter dieser Tagung und sozusagen Gastgeber war der von den Verleumdern ganz besonders angegriffene Dr. Freisler." 
vom hofe meinte am 1. Apr, 15:22:
naheliegende Forschungslinie
Es drängt sich folgende Forschungslinie auf:

Adolf Fürst zu Schaumburg Lippe, Inhaber eines Riesenvermögens und letzter Monarch in Schaumburg Lippe steht seit 1933 im Visier der Gestapo.

Siehe dieses Dokument:

http://www.politikkritik.info/

Sein Halbbruder Friedrich Christian Prinz zu Schaumburg Lippe, seit 1928 aktivst für Hitler tätig intriguiert in Abstimmung mit seinen Brüdern Stephan und Wolrad gegen den exilierten Ex Fürsten. Gemeinsam bereiten sie die Entmachtung und Enteignung Adolfs vor. Unterstützt werden sie von Goebbels, Hitler, Göring, Frick und Hess. Friedrich Christian wird von seinen Brüdern und von der NS Führung instrumentalisiert. Wie es zu Adolfs Beschattung und Bespitzelung ab 1934 und zu dessen Tod 1936 kam wusste Friedrich Christian zu gut. Er schrieb zwischen 1934 und 1936 zu viel in sein Tagebuch. Deshalb wurde sein Tagebuch für den besagten Zeitraum verstümmelt. Nach Adolfs Tod 1936 fror der persönliche Kontakt zwischen Hitler und Goebbels ein. Gleichzeitig begann die aktive Anbiederung Wolrads und Stephans. Dieser Struktur ist nachzugehen, wenn man Ursachen und Wirkungen identifizieren möchte...

Friedrich Christan Prinz zu Schaumburg Lippe auf S. 110 der Tagebücher 1933 - 1937 (als die goldne Abendsonne):" 25.2.1934: Nach dieser Feier fahren wir hinüber zur Staatsoper unter den Linden. Wir gehen, das heisst der "Doktor" (Goebbels) und ich mit dem Reichswehrminister (von Blomberg) und dessen Adjutanten, dem Sohn unseres Bückeburger Hofkammerpräsidenten von der Decken, zum Osteingang des Opernhauses, um hier den Reichskanzler und den Reichspräsidenten zu empfangen."

Schlossinspektor (Bückeburg) Rohrssen kam am 15.6.1937 zu Goebbels nach Berlin als Hausintendent ...

Zum Denunzianten Kurt von Behr ausführlich hier:

http://archiv.twoday.net/stories/3810499/comments/5705469/comment 
vom hofe meinte am 20. Apr, 23:49:
Prinz zu Schaumburg Lippe fragte: Wo war der Adel ?
Friedrich Christian Prinz zu Schaumburg Lippe, Adjutant von Goebbels stellte 1934 diese Frage in seiner im Zentralverlag Berlin herausgegeben Beitragssammlung:

Dort auf Seite 7 erklärt Bernhard Graf zu Solms Laubach: "Der Adel ist tot, weil er sich selbst getötet hat.... Damals stand der Adelige selbstverständlich in vorderster Front als ein Vorkämpfer für die Sache seines Volkes, bereit, nicht allein sein Leben, auch sein Hab und gut hinzugeben und zu opfern, wenn damit geholfen werden konnte...."

S. 23 erklärt Manfred Freiherr von Killinger: "Der weiteren Verjudung des deutschen Sachwertadels wurde nur durch den ausbrechenden Krieg Einhalt geboten."

S. 32 Freiherr von Etz Rübenach: "Es gibt nur einen Adel: die zeitlose Hierarchie des deutschen Sozialismus, verschworen im Willen Adolf Hitlers, gewachsen aus Boden und Blut und jederzeit bereit..."

S. 42: Heinz Günther von Obernitz: "Zu wenige des Adels stellten sich der Prüfung auf die Echtheit ihres Blutes und Geistes, wenige sind es, die auserwählt wurden. Aber diese werden mit der Unerbittlichkeit und Ausschliesslichkeit ihrer nationalsozialistischen Weltanschauung nicht nur ein neues Volk gestalten helfen, sondern auch einen neuen Adel formen... Die Zeit ist erbarmungslos, sie wertet nur Hingabe, Leistung und Opfer..."

S. 48: Graf Helldorf: "Steht der Adel abseits von dieser grossen aristokratischen Volksbewegung, so wird das Schicksal über ihn hinweggehen, und es wäre dann besser, wenn er sich entschlösse, die wertlos gewordenen Adelsprädikate abzulegen."

S. 49 Friedrich Christian Prinz zu Schaumburg Lippe: "der deutsche Adel hat als Stand völlig versagt und somit vor Volk und Nation nicht mehr das Recht, sich als solcher -wie er war- zu betrachten".

Und am 26 März 1936 stürzte aus unerklärlichen Gründen Adolf Fürst zu Schaumburg Lippe in der Nähe des Popocatepetl Vulkans in Mexiko ab....

Ist in Friedrich Christians Vorstellung der Name Adolf Synonym für Adel gewesen ? Dachte 1934 Friedrich Christian an ADOLF als er ADEL schrieb ?

Nochmal:

Adolf ist tot, weil er sich selbst getötet hat....

Steht Adolf abseits von dieser grossen aristokratischen Volksbewegung, so wird das Schicksal über ihn hinweggehen, und es wäre dann besser, wenn er sich entschlösse, die wertlos gewordenen Adelsprädikate abzulegen

Adolf hat völlig versagt und somit vor Volk und Nation nicht mehr das Recht, sich als solcher -wie er war- zu betrachten

Verblüffend einfach. 
vom hofe meinte am 17. Mai, 10:21:
Kurt von Behr, Aussenpolitisches Amt (A.P.A.) und Göring
Ein Herr von Behr zeigte Adolf Fürst zu Schaumburg Lippe Mitte Juni 1934 an.

siehe S. 261 unter

http://edocs.fu-berlin.de/docs/receive/FUDOCS_document_000000000100

Das Dokument hier:

http://www.politikkritik.info/

Die Mitteilung der Denunziation unter Bezugnahme auf ACHT Berichte/Anlagen durch Herrn von Behr ging an das Auswärtige Amt in Berlin und wurde vom Reichsminister von Neurath persönlich eingesehen. Der Eingangsstempel des Auswärtigen Amtes datiert vom 16 Juni 1934. Wo sind die Berichte ? Nicht auffindbar.

Und jetzt ein merkwürdiger Zufall:

Am 14./15. Juni 1934 fand das erste Treffen zwischen Mussolini und Adolf Hitler in Venedig statt. Mit dabei: Konstantin von Neurath.

Hat dieser Herr von Behr in Venedig Belastungsmaterial gegen den auf Brioni (Inselgruppe die damals zur Region Venedig gehörte) residierenden Adolf Fürst zu Schaumburg Lippe persönlich an Herrn von Neurath übergeben ? Das ist sehr wahrscheinlich, weil von Behr zum Stützpunkt Venedig der Nsdap AO in Italien gehörte. Vom 3.2.1932 bis August 1934 war Landesgruppenleiter in Italien mit Sitz in Venedig Heinrich Brand (siehe Schreiben vom 20.2.1935 des Adjutanten von Hitler, Wiedemann, BARCH NS 10, 268, Bl. 33). Aufsichtsstelle des Stützpunktes Venedig war der Stab des Stellvertreters des Führers, Der Leiter der Auslandsorganisation der NSDAP, Anschrift: Ernst Wilhelm Bohle, Hamburg 13, Harvesterhuderweg 22. Der Stabsleiter hiess Bormann. Die Aufischt über die Landesgruppe Italien wurde schliesslich wegen der Entfernung nach München (Braunes Haus) verlegt. In jedem Fall lag die Kontrolle über die NSDAP in Italiien direkt bei der Reichsleitung. Die Bespitzelung und Bewachung von Adolf Fürst zu Schaumburg Lippe geschah mit Wissen und Wollen der Reichsleitung; Hitler, Bormann und Hess.

Nach dem Tod von Adolf Fürst zu Schaumburg Lippe wird am 3.3.1939 die Stiftung Biologisches Krankenhaus, das persönliche Domizil des letzten regierenden Fürsten zu Schaumburg Lippe, die Villa Belle Maison in Pullach, kaufen. Dort werden sich erholen Bormann und Hess. Siehe S. 199

http://edocs.fu-berlin.de/docs/receive/FUDOCS_document_000000000100

Am 4. Juli verschickte das Auswärtige Amt die Denunziation durch von Behr an das Gestapa in der Prinz Albrechtstrasse 8 in Berlin.

Wenig Unterlagen gibt es zu von Behr aus der Zeit vor 1940.

Im Bundesarchiv (ehem Berlin Document Center) befindet sich die Mitgliedskarteikarteikarte der NSDAP Gaukartei von Kurt von Behr. Wo war Kurt von Behr seit dem 1.7.1933 gemeldet ? In Venedig Anschrift San Samuele 3348. Ortsgruppe Italien. Gau Ausl. Abteilung.

Wer war dieser Herr von Behr ? Geboren wurde er am 1.3.1890 in Hannover. Am 7 August 1924 heiratete er eine Frau Guzmann Chake geboren in Britisch Indien am 16.2.1896. Diese Angaben ergeben sich aus den Sterbeurkunden des Ehepaars. Vorname der Ehefrau Johanna !.

Zur Identität der Ehefrau aber noch folgender Hinweis aus Axis History:

in dem Buch "Soldier Sailor and Airman Too", by AB Woodhall soll es den Hinweis auf einen Artikel der Times geben: "The Times (London) had his announcement on August 8, 1924: 'The marriage of Baron Kurt von Behr of Munich, and Joy Clarke, daughter of Mrs Godfrey Clarke, of Venice, took place in London on August 7, from the home of her aunt, Miss de Guzman Youl'"

Die Sterbeurkunde schreibt "Guzman" mit zwei nn, was falsch ist, und Clarke wurde zu "Chake". und der Vorname Joy wurde zu Johanna, damit die NS Grössen sich über das Deutschtum freuen könnten. Damit war Joy Guzman Clarke eingedeutscht zu Johanna Gutzmann Chake.

Diese Miss de Guzman Youl entstammte einer Familie aus Melbourne (Australien).

Interessant somit, dass Kurt von Behrs Schwiegermutter in Venedig residierte...

Verstorben ist das Ehepaar in Schloss Banz am 19 April 1945 gegen 17 Uhr, Selbstmord. In der Sterbeurkunde des Standesamtes Bad Staffelstein heisst die verstorbene Ehefrau Johanna Baronin von Behr.

Es handelte sich bei dem Denunzianten Herrn von Behr um den späteren Leiter der Abteilung Bildende Kunst des ERR (Einsatzstab Reichsleiter Rosenberg, Rauborganisation des Dritten Reiches während des Zweiten Weltkrieges, die unter der Leitung des NS-Parteiideologen Alfred Rosenberg und dem von ihm geführten Außenpolitischen Amt der NSDAP (APA) stand), bei dem später einige Gemälde Adolfs "landeten".

http://residence.aec.at/rax/KUN_POL/UND/BIOS/behr.html

hier kann der ALIU Bericht nach dem Namen von Behr durchsucht werden

http://www.lootedart.com/aliu-long

Über ihn schrieb die Reichsleitung der NSDAP am 14.7.1943: "Pg. Kurt von Behr hat sich insbesondere um die Sicherstellung von Kunstwerken ...verdient gemacht. Es handelt sich dabei um Millionenwerte, die im wesentlichen durch die geschickte Verhandlungstaktik und durch das schnelle Zugreifen des Obengenannten aus jüdischem Besitz rechtzeitig für die NSDAP sichergestellt werden konnten."

Hinter der Anzeige des Herrn von Behr steckte Hermann Göring der damalige Leiter der Gestapa, dem Wolrad 1936 Treuebekundungen schrieb, als neuer "Fürst". War Göring nicht von Anfang an auf die Kunst aus, die Adolf besass ?

1941 liess von Behr Möbel und Kunst der jüdischen Bevölkerung in die "besetzten Ostgebieten" abtransportieren (sogenannte M-Aktion). Wolrad Prinz zu Schaumburg Lippe war in den besetzten Ostgebieten Nachschubführer. Transportierte er in Zusammenarbeit mit von Behr jüdischen Besitz ?

siehe Kapitel Die Monatsberichte der OFK 365 (Seite 112 ff.) in:

http://edocs.fu-berlin.de/docs/receive/FUDOCS_document_000000000100

Arthur Seehof (Autor von "Das Braune Netz. Wie Hitlers Agenten im Auslande arbeiten und den Krieg vorbereiten Paris 1935") erwähnte (in der sozialistischen Warte S. 473, Fussnote 3) einen Herrn von Behr als Vertrauensmann der Gestapo auf Mallorca. Er soll emigrierte Deutsche ausspioniert haben. Das tat er 1934 schon in Italien. Die Gestapozentrale in Spanien befand sich 1935 getarnt in den Geschäftsräumen der Aktiengesellschaft Baquera, Kusche y Martin S.A, mit vielen Dependancen. Kurios: dieser Gesellschaftsname wird zum "red flag" Namen bei

http://www.lootedart.com/aliu-long

Viele Affinitäten zwischen Gestapo und Kurt von Behr und Baquera Kusche y Martin S.A....

Wortlaut:Fussnote 3 Seite 473:"Dieser Mann in Zivil war der deutsche Staatsangehörige Förster aus Hamm in Westfalen. Er ist von Beruf Lehrer...Sein Bruder, von Beruf Arzt, unterhält enge freundschaftliche Beziehungen zu Dr. Göbbels...Förster arbeitete ständig im besten Einvernehmen mit dem speziellen Vertrauensmann der Gestapo in Palma de Mallorca: von Behr...er konnte sich genaue Listen der Deutschen beschaffen, die bei ihrem Weggehen von Mallorca keine deutschen Schiffe benutzt haben."

in der Pariser Tageszeitung sticht ein Artikel hervor, Titel:
Naziorganisation in Mallorca arbeitet fuer die Rebellen
Pariser Tageszeitung, Jg. 1. 1936, Nr. 57 (07.08.1936), S. 2

http://deposit.ddb.de/online/exil/exil.htm

Mallorca 6. August: "Die Hitler - Agenten in Spanien beschäftigen sich bekanntlich seit langem mit dem Projekt auf Mallorca,...einen deutschen Flotten- und Flugzeugstützpunkt anzulegen. Seit einem Jahr hat der Baron Kurt von Behr, der vorher als Gestapo-Agent in London tätig war, von der Stadt Palma auf Mallorca aus die Verhandlungen mit den spanischen Faschisten eingeleitet und um sich einen Stab von Nazi-Agenten gesammelt, zu denen u.a. ein Dr. Adler (Leiter der deutschen Schule), Frau Norget.., der Kaufmann Tischner und die Leiterin der nationalsozialistischen Frauenschaft Frau Luecken gehören. ...In dem Nachbarort Terrino (richtig Terreno, Stadtteil von Palma) wurde auf Denunziation des Herrn von Behr ein spanischer Arzt verhaftet und, angeblich wegen des Besitzes eines Feindsenders erschossen...Seitdem die regierungstreuen Flugzeuge...mit dem täglichen Luftbombardement begonnen haben, haben die Nazis dort ihre Versammlungen in der deutschen Schule und der Vertretung des Deutschen Roten Kreuzes , als dessen Leiter Herr von Behr offiziell figuriert, aufgegeben...."

Im Bestand des International Institute of Social History in Amsterdam befindet sich in der Akte FAI archive, no 3, Blatt 6
eine handschriftliche Liste mit Namen von Agenten in Spanien aus dem Jahre 1936, darunter ‘Baron v.Behr, Mallorca. Pg. A.A.Berlin’

Mit dabei auf der Liste: ganz oben: Hans Hellermann, Landesgruppenleiter seit April 1936; Burbach, Auslandskommissar; Walter Zuchristian, Siemens Werke Madrid; Carl Cords, Hafendienstleiter Madrid, Siemens; Otto Philippi; Dede, Konsul, Mallorca und andere.

Wer hat noch Zweifel daran, dass Adolf Fürst zu Schaumburg Lippe von Kurt von Behr ausspioniert und denunziert worden war ? Adolf lebte auf Brioni. Brioni gehörte 1934 zur Region Venedig. Der Stützpunkt Venedig war somit zuständig für Brioni. In Meyers Reisebücher, Norditailien, 12. Auflage, 1933 heisst es, dass Brioni von Venedig aus mit dem Wasserflugzeug erreicht werden kann. Wann reichte Kurt von Behr, aus Hannover, erstmalig Adolf Fürst zu Schaumburg Lippe auf Brioni lächelnd die Hand ?

Hier ist das Gesicht Kurt von Behrs:

http://www.jmberlin.de/raub-und-restitution/en/glossar_b.php

Kurt von Behr war Mitglied des Aussenpolitischen Amtes der NSDAP (siehe: Spione und Verschwörer in Spanien: nach offiziellen nationalsozialistischen Dokumenten / / Spielhagen, Franz . - Paris : Ed. du Carrefour, 1936, S. 152 und 153):

S. 152:"Das Aussenpolitische Amt Rosenbergs hat der Insel Mallorca besondere Aufmerksamkeit zugewandt...Vertreter des Aussenpolitischen Amtes war Baron von Behr, über den der Landesgruppenleiter (Hans Willi, hinzugefügt) Hellermann in seinem Brief vom 29 Juni 1936 folgendes erzählt: Der Hauptorganisator des wohlgelungenen Sonnenwendfestes war ein Partigenosse Baron v. Behr, der mir gleich mitteilte, dass er NICHT zum Stützpunkt Palma gehöre, SONDERN zum AUSSENPOLITISCHEN AMT. Diese Mit- (weiter S. 153):
teilung machte mich anfänglich sehr misstrauisch, doch belegte mir Pg. v. Behr auf Aufforderung seine Zugehörigkeit zum A.P.A. durch eine Mitgliedskarte...Pg. v. Behr erzählte mir, dass er Adjutant bei Herrn v. Papen war und zeigte mir auch Fotografien, wo er in Begleitung von Göring und von Papen sichtbar ist... In dem Brief wird weiter berichtet, dass Behr durch seine Frau, die eine geborene Engländerin ist, über die Vorgänge in der englischen Kolonie sehr gut unterrichtet ist...Er hat mit Hilfe der Phalangisten blutige Jagden auf Emigranten veranstaltet. Ein deutscher Arzt und der deutsche Pazifist Kraschutzki sind ihm zum Opfer gefallen.

Zu Hans Willi Hellermann kann vorerst auf diesen Artikel hingewiesen werden:

http://coordinadoravictimas.blogspot.com/2008/12/los-nazis-alentaron-franco.html

Interessant ist, dass Hans Hellermann später am 28 Februar 1942 als Spion in Méxiko festgenommen werden wird (NARA, R.G. 226, 0SS, 12007, March 1942; Strategy, Security and Spies, Maria Emilia Paz, Pennsylvania State Univ., 1997 S. 158). Seine Vernehmung ergab:

Hellermann war ab 1938 Leiter der Gestapo in Mexiko.
Hellerman war nicht nur Nazi Agent sondern auch militärischer Ausbilder der Falange in Mexiko. Hellermann erhielt Anweisungen vom Ibero-Amerikanischen Institut in Berlin (Leiter General von Faupel). Hellermann war 1936 Landesgruppenleiter der NSDAP in Spanien gewesen. Zuvor war er Ortsgruppenleiter in Barcelona. Er kam 1933 nach Spanien.

Für die Klärung der Identität des Herrn von Behr möchte ich auch dem Autor und Journalisten Herrn Dr. Christian Buckard danken. Sein Beitrag (dritter Absatz) und Hinweise brachten mich auch auf die richtige Spur:

http://www.freitag.de/2006/28/06282301.php

Das AA (Politisches Archiv) hatte mir am 25.4.2004 (vor 5 Jahren !) geschrieben: "Wenn Sie mir eine persönliche Einschätzung gestatten wollen, so halte ich es für unmöglich, dass sich zu dem von Ihnen angenommenen Mordkomplott gegen Ihren Onkel hier Dokumente werden finden lassen. Der Vorgang an sich und eine Beteiligung des Auswärtigen Amtes im besonderen wäre doch zu sensationell,um der Forschung, die seit annähernd 50 Jahren die Akten aus der NS-Zeit intensiv bearbeitet, und besonders auch der internationalen Historikerkommission, die in jahrzehntelanger Arbeit die o.g. Edition erstellt hat, entgangen zu sein." (siehe S. 261 Vier Prinzen).

Sehr akribisch und intensiv hat die Forschung nicht recherchiert. Dass die Anzeige von Kurt von Behr erstattet wurde sollte bis heute nicht ausgeleuchtet werden. Informationen über von Behr aus der Zeit vor 1940 sind kaum auffindbar. Bei dessen historischer Bedeutung ist das sehr befremdlich.

Zu gern wüsste ich welches Interesse Kurt von Behr, Göring und die NS-Befürworter in der Familie an der Lebenserhaltung Adolfs plus Ehefrau haben konnten. Ich kann mir Adolf nicht bei Hans Frank in Krakau vorstellen, ebensowenig als Nachschubführer der OFK 365 oder als Adjutant von Goebbels oder beim SD. Eigentlich eine wertlose, wahrscheinlich hinderliche Figur für die NS Riege. Er hätte auch keine Untertageverlagerungen in Bad Eilsen oder Straflager des Straflagers Lahde im Steinbruch Steinbergen befürwortet. Als Emigrant auf Brioni war er nicht sicher. Es ist auch eigentlich gleichgültig aus welchem Grund Kurt von Behr Adolf denunzierte. Damit waren er und seine Frau für den Abschuss freigegeben.

Noch ein Zufall: Stephan Prinz zu Schaumburg Lippe wird unmittelbar nach dem Tod seines Bruders Adolf 1936 auf "wärmste Empfehlung" Bormanns hin befördert. Er kommt als Gesandtschaftsrat zur deutschen Botschaft in Rom. Durchschlag der Empfehlung geht an Bohle (AO). Ein sehr deutlicher Trennungsstrich durchzieht die Familie.

Kurt von Behr und Schaumburg Lippe werden später gemeinsam in der gleichen Akte auftauchen: Regest 17249, Akten der Partei-Kanzlei der NSDAP; Ausführungsbestimmungen zum Führererlass über die Fernhaltung international gebundener Männer von massgebenden Stellen in Staat, Partei und Wehrmacht.

136/325: 5.Name Prinz zu Schaumburg Lippe, Amt Ministerialrat Dienststelle Propagandaminister, Bemerkung Träger des Ehrenzeichens, Propagandaminister bezweifelt internationale Gebundenheit.

136/326: 12. DRK-Oberstführer von Behr, Amt im Ostministerium, Dienststelle Ostminister, Bemerkung: Reichshauptstellenleiter der NSDAP, Frau gebürtige Engländerin, Mitglied der NSDAP.

136/338: Geheim ! An den Herrn Reichsminister für Volksaufklärung und Popaganda (Eigenhändig!). Auf das Schreiben vom 18 Januar 1944: Der Führer hat entschieden, dass sein Erlass vom 19 Mai 1943 auf den Ministerialrat Prinz zu Schaumburg Lippe keine Anwendung findet.

136/341: Geheim ! An den Herrn Reichsminister für die besetzten Ostgebiete (Eigenhändig!). Gegen die weitere Verwendung des DRK-Oberstführers von Behr bestehen, wie ich Ihnen nach Vortrag beim Führer mitteile, keine Bedenken.

Für die Übersendung des letztgenannten Materials bedanke ich mich bei der Bibliothek des Instituts für Zeitgeschichte in München.

Am 22.5.09 erhielt ich folgende aufmunternde email:

"Many thanks for the most recent article and for your very helpful response. Now I understand (better).

It is so striking how our research experiences and our books are similar. I too endeavored to clarify whether there was a murder plot (in the case of the Hessens, of Christoph Prinz von Hessen, whose plane crashed near Forli after seemingly heading off course in October 1943, as he attempted to return to Germany and find out what had happened to his family). I could not resolve the issue, but an assassination by the SS seems a distinct possibility.

Thank you for keeping me informed about your work.

All the best,
Jonathan Petropoulos
John V. Croul Professor of European History
Claremont McKenna College
850 Columbia Avenue
Claremont, CA 91711
Tel.: 909-XXXXXX
Fax: 909-XXXXXX"

Die Chronologie der Ereignisse ist verblüffend:

15 Januar 1934 es ergeht Görings "Erlass des Preussischen Ministerpräsidenten-Geheime Staatspolizei"- vom 15.Januar 1934-II F 264/4-2. Rückwanderung deutscher Emigranten aus dem Auslande

http://www.politikkritik.info/Erlass_Goering1934.pdf

(Quelle: Internationaal Instituut voor Sociale Geschiedenis, Akte FAI PE 22 C 1 , Amsterdam von mir persönlich dort eingesehen); FAI= Federación Anarquista Internacional: Im Juli 1936 erbeuteten die Anarchisten in Spanien sämtliche Unterlagen des deutschen Generalkonsulats in Barcelona, darunter der hier einsehbare Erlass Görings. Gruppe 3 findet sich in der Ermittlungsakte wieder)

Darin heisst es unter anderem: "Marxistische Zersetzer und Verbrecher in führenden Stellungen, die ihr Vaterland von jeher gewissenlos geschädigt haben ...dürfen jemals wieder deutschen Boden betreten..Die Kreise dieser Volksfeinde sollen damit rechnen, dass ihre Hetzarbeit einer dauernden Beobachtung unterliegt,...Sie müssen gewärtig sein, dass auf jede ihrer Niederträchtigkeiten hin alle möglchen Repressalien persönlicher und vermögensrechtlicher Natur unnachsichtig ergriffen werden...Von allen Staatspolizeistellen sind ..Listen aufzustellen .... und dem Geheimen Staatspolizeiamt bis 15. Februar 1934 vorzulegen...Göring.

Ab Juni 1934 ermittelt die Gestapo gegen den auf Brioni (Italien) lebenden Adolf Fürst zu Schaumburg Lippe der als Eigentümer grosser Besitzungen in den Grundbüchern persönlich eingetragen ist. Vermerk auf den Ermittlungsvorgängen: "die Vermögensverhältnisse des Fuersten sollen nicht geregelt sein."

im Juni 1935 wird das erste Gesetz zur Vereinheitlichung der Fideikommissauflösung erlassen.

im Juli 1935 werden ohne Mitwirkung Adolfs dessen Vermögenspositionen in den Grundbüchern auf das "Fürstliche Haus" umgeschrieben. Am 23.10.1935 werden die Vries Skulpturen (Venus und Adonis sowie Proserpina) auf der Schlossbrücke abmontiert und nach Berlin verbracht. In seinen Memoiren dementiert der ehemalige Präsident der Landesregierung des Freistaates Schaumburg Lippe, Karl Dreier, dass Göring im Frühjahr 1935 diese Figuren Hitler am 20.4.1935 zum Geburtstag schenken wollte, (S. 40 der Memoiren). Nein, es sei ganz anders gewesen. Valentin Graf Henckel von Donnersmarck habe sie teuer an Göring verkaufen wollen.

Lese heute die Zeitungszeugen Nummer 41, Berliner Morgenpost vom 16 November 1938, erste Seite: "Geschenk Balbos an Göring. Am Dienstag vormittag wurde Generalfeldmarschall Göring ...im Auftrag des Marschalls Balbo die marmorene Statue der Venus aus Leptis überbracht..." Sammelte Göring Venus Figuren ? Die Statue der Venus von Leptis Magna wurde in der Festhalle in Carinhall aufgestellt.

Am 26. März 1936 ereignet sich der Flugzeugabsturz. Das kinderlose Ehepaar stirbt gleichzeitig.

NEW YORK TIMES vom 27.3.1936, Freitag berichtete auf der Titel- und Seite 17 wie folgt über den Flugzeugabsturz bei dem Adolf Fürst zu Schaumburg Lippe mit Ehefrau in Mexiko verstarb:

Amecameca, 26. März 1936

Heard engines miss fire

Observers in this little town of Amecameca, watched the giant air kiner falter as the pilots sought altitude to fly over the pass. Then they heard the engines miss fire (Fehlzündung kann einen Knall hervorrufen, aber auch eine kleine Bombe). A few minutes later, after the plane had circled the little mountain twice its pilot pointed toward Mexiko D.F, but slithered down among the rocky crap of the saddle bewtween the two volcanoes." Weiter S. 17: "The plane said a witness, of the accident, passed over the town of Amecameca flying low when it was between the volcanoes it apparently developed engine trouble, for it circled as if the pilot intended to return to the landing field. Suddenly the ship became enveloped in smoke and it crashed with great speed to the earth and burned completely." Aus dieser Berichterstattung vom 26.3. ergibt sich eindeutig ein Motorenproblem und Rauchentwicklung vor dem Absturz. Die mexikanische Presse berichtete

(siehe Vier Prinzen S. 37):

http://edocs.fu-berlin.de/docs/receive/FUDOCS_document_000000000100

schon am 28 März, dass am 26 März die Motore vergraben wurden. Genau das ist aber verdächtig nachdem Augenzeugen am Absturztag berichtet haben, dass es Fehlzündungsgeräusche gab. Die Motoren hätten auf jeden Fall untersucht werden sollen. Sie wurden aber sofort beseitigt, obwohl es 14 Todesopfer zu beklagen gab. NYT Titel lautete: "14 Die in Worst Mexican Air Crash".

Das Interessante ist dass am 27.3.1936 Compañia Mexicana de Aviacion (Filiale von Panamerican) die Windstosstheorie in Umlauf brachte die in Deutschland verbreitet wurde. Die NYT Berichterstattung war aber die erste Berichterstattung. Diario de Yucatan und Excelsior sprachen von Windstoss oder ungeklärte Ursache. Kein Wort über Fehlzündung oder engine trouble. Compañia Mexicana de Aviacion liess sofort die Motoren beseitigen.

Was wurde aus dem Generalvertreter des "vermögenslosen" Fürsten Adolf und Testamentsvollstrecker ? Valentin Graf Henckel Donnersmarck und seine Sekretärin wurden bei der Staatsanwaltschaft angezeigt. Es handelte sich um ein Verfahren wegen Vergehens gegen das sogenannte Volksverratsgesetz geführt. (S.129 Horst R. Sassin, Liberale im Widerstand;Karl Dreiers Memoiren, S. 41). Er war der Testamentsvollstrecker Adolfs und das Testament ist bis heute "verschwunden".

Valentin Graf Henckel von Donnersmarck starb am 22 Mai 1940 in Berlin Halensee.

Aus meiner Sicht ist dies die Vollendung einer von Wolrad und seinen Verbündeten eingefädelten rechtswidrigen Wegnahme Adolfs Eigentum. Josias von Waldecks Schwägerin Ingeborg Alix Herzögin von Oldenburg formulierte in ihrem Tagebuch so: "Namhafte Anwälte wurden aufgeboten, um ihm (Adolf) das Verfügungsrecht über den riesigen Besitz und vor allem das Hausvermögen zu entziehen..." siehe Seite 278 in

http://edocs.fu-berlin.de/docs/receive/FUDOCS_document_000000000100

Dankenswerterweise erhielt ich vom Standesamt Bad Staffelstein die Sterbeurkunden des Ehepaars von Behr. Diese sowie neue Erkenntnisse sandte ich Herrn Prof. Dr. Petropoulos der mir am 7.10.09 schrieb:

Dear Alexander vom Hofe,

Many thanks for the interesting documents and for keeping me informed about your blog.....

I am especially interested in the issue of archival access (or lack of access). Best wishes for your important work.

Sincerely,

Jonathan P.

Jonathan Petropoulos
John V. Croul Professor of European History
Claremont McKenna College
850 Columbia Avenue
Claremont, CA 91711
Tel.: 909-6XXX
Fax: 909-XXXX 
vom hofe meinte am 25. Mai, 18:38:
Welcher Onkel von Alexander Prinz zu Schaumburg Lippe ist gemeint ?
Da ich mich sehr für die Familiengeschichte interessiere würde ich zu gerne wissen, welcher Onkel mit Faustschlägen zwei Gestapo Agenten niederstreckte und aus dem Fenster sprang um Beteiligte des 20 Juli zu schützen. Da muss mir etwas entgangen sein und ich habe die Brüder meines Grossvaters völlig falsch eingeschätzt.

Es hat den Anschein als wiederhole man die Taktik die erfolgreich im Entnazifizierungsverfahren geführt wurde

siehe Seite 190 des Buches Vier Prinzen:


http://edocs.fu-berlin.de/docs/receive/FUDOCS_document_000000000100

“Er, Schwertfeger sonnte sich in der Ehrenhaftigkeit Plettenbergs....”

War es der Adjutant von Goebbels ?
War es SS Obersturmbannführer und Mitglied des SD Stephan ?
War es Wolrad ?
Wer war es ?

http://www.hagalil.com/01/de/Israel.php?itemid=2016

oder HONESTLY concerned

http://honestlyconcerned.info/bin/articles.cgi?ID=KO31608&Category=ko&Subcategory=9 
vom hofe meinte am 28. Mai, 21:07:
Verschwieg das Politische Archiv des Auswärtigen Amtes die Identität Kurt von Behr ?
Im Rahmen der Deutung des Dokumentes in dem die Denunziation durch einen Herrn v. Behr bei der Gestapa enthalten ist, kam es zu umfangreichen Kontakten zwischen dem Politischen Archiv und mir. Ich erhielt keinerlei Hinweis darauf, dass es sich bei Herrn von Behr um Kurt von Behr handelte oder handeln könnte. Wusste das Politische Archiv am 25.4.2004, dass es sich um Kurt von Behr handeln musste ?

Das Dokument kann hier eingesehen werden:

http://www.politikkritik.info/

In diesem Dokument wird auf ACHT Berichte/Anlagen bezug genommen. Wo sind diese Berichte ?

Der Bearbeiter des PA des AA schrieb mir am 25.4.2004 (vor 5 Jahren !): "Wenn Sie mir eine persönliche Einschätzung gestatten wollen, so halte ich es für unmöglich, dass sich zu dem von Ihnen angenommenen Mordkomplott gegen Ihren Onkel hier Dokumente werden finden lassen. Der Vorgang an sich und eine Beteiligung des Auswärtigen Amtes im besonderen wäre doch zu sensationell, um der Forschung, die seit annähernd 50 Jahren die Akten aus der NS-Zeit intensiv bearbeitet, und besonders auch der internationalen Historikerkommission, die in jahrzehntelanger Arbeit die o.g. Edition erstellt hat, entgangen zu sein." (siehe S. 261 Vier Prinzen)

Korrekt teilte mir vor wenigen Tagen der Bearbeiter bei Sichtung der selben Akte mit, dass es wohl Kurt von Behr sei. 2004 erhielt ich aber keinerlei Hinweis auf dessen Identität, ein Schwergewicht unter den Kriegsverbrechern. Es handelte sich um die gleiche Akte (abgebildet in der printed edition meines Buches nach S. 256, Dokument des PA des AA, R 3029). Ich verwendete es sogar als Plakat im Stand der Frankfurter Buchmesse.

2004 erhielt ich nach meiner Auffassung einen überflüssigen Kommentar, aber keinen Hinweis auf die Identität des Denunzianten. 2009 erhielt ich eine korrekte umfassende Antwort und keine überflüssigen Kommentare.

Fakt ist auch, dass ich auf Herrn Kurt von Behr aufgrund eines Zufallsfundes gekommen bin, nicht aufgrund einer Hilfe des PA.

Verschwieg 2004 das Politische Archiv des Auswärtigen Amtes die Identität von Herrn von Behr ? Für eine hausinterne Aufklärung wäre ich dankbar, weil es mich fünf Jahre Verzögerung gekostet hat, ebenso einen möglichen Anspruch gemäss Paragraph 1 Abs. 6 Vermögensgesetz.

Wen Kurt von Behr interessiert

http://archiv.twoday.net/stories/3810499/comments/5705469/comment 
vom hofe meinte am 11. Jun, 09:43:
Wieviel Wahrheit verträgt die Bundesrepublik ? Urkunden zum Palais Schaumburg in Bonn
zuerst: http://archiv.twoday.net/stories/4879981/

Das Palais Schaumburg in Bonn wurde 1939 an die Wehrmacht übergeben. Doch dieses Rechtsgeschäft war illegal, eine Bestechungsaktion durch Wolrad Prinz zu Schaumburg Lippe um Hitler zum Erlass ihn begünstigender Gesetze zu bewegen.

Siehe:

Kapitel 29 des Buches Vier Prinzen:
http://edocs.fu-berlin.de/docs/receive/FUDOCS_document_000000000100

und

http://www.politikkritik.info/Schaumburg-Lippe.html

Am 15 Juni 2009, 9 Uhr 54 Minuten wurde der Erbschein nach Adolf Fürst zu Schaumburg Lippe im Wikipedia Artikel zu Palais Schaumburg verlinkt. 
vom hofe meinte am 3. Jul, 18:50:
Nach Intervention des LKA Brandenburg wurden Durchsuchungen abgesagt
Das Amtsgericht Frankfurt Oder erliess am ersten November 2007 (Gs 251/07) auf Antrag der Staatsanwaltschaft Frankfurt Oder vier Durchsuchungsbeschlüsse (u.a. für das Staatsarchiv Bückeburg und das Hauptstaatsarchiv Hannover). Es bestand Anfangsverdacht der Urkundenunterdrückung (hinsichtlich letztwilliger Verfügungen und Erbschein nach Adolf Fürst zu Schaumburg Lippe).

Zum Beispiel:

http://www.politikkritik.info/Schaumburg-Lippe.html

Die Durchsuchungen waren auf den 5.2.2008 angesetzt. Das LKA Brandenburg äusserte massiv Bedenken an. Formal begründete es die Bedenken mit wirtschaftlichen Erwägungen. Die angeforderte Hundertschaft sei zu teuer. Das Verfahren wurde dann von der Staatsanwaltschaft eingestellt, die die gerichtlichen Anordnungen beantragt hatte. Dem ermittelnden Staatsanwalt der die Duchsuchungsanordnungen beantragt hatte wurde der Fall entzogen. er bekam ein Aussageverbot. Keinerlei Massnahme wurde durchgeführt. Nach meiner Auffassung war die Staatsanwaltschaft Frankfurt Oder keineswegs "Herrin des Verfahrens", vielmehr das LKA Brandenburg (das dem Innenminister Schönbohm untersteht).

Ob bei der Durchsuchung Unterlagen aufgetaucht wären die unter anderem das Palais Schaumburg betroffen hätten werden wir nie erfahren.

Ich melde dies am heutigen Tage, weil mich dazu diese Pressemeldung veranlasst hat.

http://www.welt.de/politik/deutschland/article4047492/Merkels-Bewacher-sollen-Stasi-Leute-gewesen-sein.html

Es wird bekannt, dass im LKA Brandenburg ca. 100 ehemalige Stasi Offiziere der DDR arbeiten. Davon seien 13 Dezernatsleiter.

Es wird gestattet sein kundzutun, dass ich einer Behörde die so stark mit Stasi Offizieren durchsetzt ist, genauso wenig Vertrauen entgegenbringen kann, wie ich es im "Dritten Reich" dem SD entgegengebracht hätte.

Die Bewacher des Wochenendhauses von Frau Merkel in der Uckermark sollen Stasi Leute gewesen sein.

Das Palais Schaumburg in Bonn ist zweiter Dienstsitz der Bundeskanzlerin. "Bewachten" Stasi Leute auch dieses Objekt in Bonn ? Oder sitzen beim LKA Brandenburg "Prätorianer" die den Staat vor den Bürgern "schützen" ? Schert sich jemand um das Prinzip der Gewaltenteilung ? Nicht wirklich.

siehe Kapitel 29 des Buches Vier Prinzen:
http://edocs.fu-berlin.de/docs/receive/FUDOCS_document_000000000100

http://archiv.twoday.net/stories/4879981/

Noch eine beunruhigende Meldung:
"Für das Bundeskriminalamt arbeiten auch ehemalige Stasi-Mitarbeiter. Das bestätigte das Bundesinnenministerium. Wegen des Einigungsvertrages seien in wenigen Einzelfällen auch Mitarbeiter der Staatssicherheit übernommen worden. Nach BKA-Angaben wurden nach der Wiedervereinigung 48 hauptamtliche Stasi-Mitarbeiter übernommen, 23 sollen noch heute dort arbeiten. Einer von ihnen gehört auch zum Personenschutzkommando von Kanzlerin Angela Merkel. Er soll aber nicht zu ihrem direkten Schutz eingesetzt sein."

(SZ vom 8.7.09).


"2733 ehemalige Stasi-Mitarbeiter in der Berliner Verwaltung"

http://www.faz.net/s/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1/Doc~ED2B77AD348AE4189AB5CE905570DB19D~ATpl~Ecommon~Scontent.html

(FAZ vom 10.7.09)

"Sicherheit" und Extremisten gehen heute wie damals Hand in Hand. Wenn Politik und Recht kollidieren zieht das Recht oft den Kürzeren. 
vom hofe meinte am 24. Nov, 20:55:
Leopold III König von Belgien und Schloss Bückeburg
Wenn man den Memoiren des nationalsozialistischen Präsidenten der Landesregierung des Freistaates Schaumburg Lippe, Karl Dreier, Glauben schenken darf, so sollte im Juni 1940 der "Kriegsgefangene" Leopold III König von Belgien zwangsweise in Schloss Bückeburg untergebracht werden (S. 118). Speer soll den Plan verworfen haben, weil die Einrichtung einer gut funktionierenden Sanitär- und Heizungsanlage zu aufwändig gewesen wäre. An diesen Vorgängen waren unter anderen, Dr. Otto Meissner (Präsidialkanzlei des Führers) , Rohrssen (ehemaliger Schlossinspektor und dann Hausintendent bei Goebbels), Karl Dreier und Wolrad Prinz zu Schaumburg Lippe beteiligt. Meine Ausführungen auf S. 165 unten, 166 ud 167 in Vier Prinzen gewinnen damit eine Erklärung.

http://edocs.fu-berlin.de/docs/receive/FUDOCS_document_000000000100 
vom hofe meinte am 26. Nov, 20:58:
NEW YORK TIMES 27 März 1936 Heard engines miss fire
NEW YORK TIMES vom 27.3.1936, Freitag berichtete auf der Titel- und Seite 17 wie folgt über den Flugzeugabsturz bei dem Adolf Fürst zu Schaumburg Lippe mit Ehefrau in Mexiko verstarb:

Amecameca, 26. März 1936

Heard engines miss fire

Observers in this little town of Amecameca, watched the giant air kiner falter as the pilots sought altitude to fly over the pass. Then they heard the engines miss fire (Fehlzündung kann einen Knall hervorrufen, aber auch eine kleine Bombe). A few minutes later, after the plane had circled the little mountain twice its pilot pointed toward Mexiko D.F, but slithered down among the rocky crap of the saddle bewtween the two volcanoes." Weiter S. 17: "The plane said a witness, of the accident, passed over the town of Amecameca flying low when it was between the volcanoes it apparently developed engine trouble, for it circled as if the pilot intended to return to the landing field. Suddenly the ship became enveloped in smoke and it crashed with great speed to the earth and burned completely." Aus dieser Berichterstattung vom 26.3. ergibt sich eindeutig ein Motorenproblem und Rauchentwicklung vor dem Absturz. Die mexikanische Presse berichtete

(siehe Vier Prinzen S. 37):

http://edocs.fu-berlin.de/docs/receive/FUDOCS_document_000000000100

schon am 28 März, dass am 26 März die Motore vergraben wurden. Genau das ist aber verdächtig nachdem Augenzeugen am Absturztag berichtet haben, dass es Fehlzündungsgeräusche gab. Die Motoren hätten auf jeden Fall untersucht werden sollen. Sie wurden aber sofort beseitigt, obwohl es 14 Todesopfer zu beklagen gab. NYT Titel lautete: "14 Die in Worst Mexican Air Crash".

Das Interessante ist dass am 27.3.1936 Compañia Mexicana de Aviacion (Filiale von Panamerican) die Windstosstheorie in Umlauf brachte die in Deutschland verbreitet wurde. Die NYT Berichterstattung war aber die erste Berichterstattung. Diario de Yucatan und Excelsior sprachen von Windstoss oder ungeklärte Ursache. Kein Wort über Fehlzündung oder engine trouble. Compañia Mexicana de Aviacion liess sofort die Motoren beseitigen.

Hier das Flugzeugmodell im Flug mit guter Sicht der Motoren:

http://www.youtube.com/watch?v=dGKPD4q5Jdo

Hier die Absturzstelle: Cerro Venacho (Hügel)

http://www.montero.org.mx/marcadores.htm

nach Auskunft des Nationalparks Izta Popo

http://iztapopo.conanp.gob.mx

sind die Koordenaten der als Zumpango bekannten Zone 19° 05' 30'' N und 98° 40' 38''W Die Koordenaten des Cerro Venacho, sind 19° 06' 49'' N y 98° 40' 21''W . Entfernung zum Vulkan Popocatépetl etwa 10 km SW. Mit google earth leicht zu finden. 
vom hofe meinte am 28. Nov, 15:18:
Schaumburger nationalsozialistische Gründlichkeit und Rückdatierungen
Am 15 Januar 1934 ergeht Görings "Erlass des Preussischen Ministerpräsidenten-Geheime Staatspolizei"- vom 15.Januar 1934-II F 264/4-2. Rückwanderung deutscher Emigranten aus dem Auslande

http://www.politikkritik.info/Erlass_Goering1934.pdf

(Quelle: Internationaal Instituut voor Sociale Geschiedenis, Akte FAI PE 22 C 1 , Amsterdam von mir persönlich dort eingesehen); FAI= Federación Anarquista Internacional: Im Juli 1936 erbeuteten die Anarchisten in Spanien sämtliche Unterlagen des deutschen Generalkonsulats in Barcelona, darunter der hier einsehbare Erlass Görings. Gruppe 3 findet sich in der Ermittlungsakte wieder)

Darin heisst es unter anderem: "Marxistische Zersetzer und Verbrecher in führenden Stellungen, die ihr Vaterland von jeher gewissenlos geschädigt haben ...dürfen jemals wieder deutschen Boden betreten..Die Kreise dieser Volksfeinde sollen damit rechnen, dass ihre Hetzarbeit einer dauernden Beobachtung unterliegt,...Sie müssen gewärtig sein, dass auf jede ihrer Niederträchtigkeiten hin alle möglchen Repressalien persönlicher und vermögensrechtlicher Natur unnachsichtig ergriffen werden...Von allen Staatspolizeistellen sind ..Listen aufzustellen .... und dem Geheimen Staatspolizeiamt bis 15. Februar 1934 vorzulegen...Göring.

Ab Juni 1934 ermittelt die Gestapo gegen den auf Brioni (Italien) lebenden Adolf Fürst zu Schaumburg Lippe der als Eigentümer grosser Besitzungen in den Grundbüchern persönlich eingetragen ist. Vermerk auf den Ermittlungsvorgängen: "die Vermögensverhältnisse des Fuersten sollen nicht geregelt sein."

http://www.politikkritik.info/Gestapo_Fuerst_Adolf.pdf

im Juni 1935 wird das erste Gesetz zur Vereinheitlichung der Fideikommissauflösung erlassen. Für die "Auflösung" des "Hausvermögens" wird das OLG Celle zuständig sein.

im Juli 1935 werden ohne Mitwirkung Adolfs dessen Vermögenspositionen in den Grundbüchern auf das "Fürstliche Haus" umgeschrieben. Am 23.10.1935 werden die Vries Skulpturen (Venus und Adonis sowie Proserpina) auf der Schlossbrücke abmontiert und nach Berlin verbracht. In seinen Memoiren dementiert der ehemalige Präsident der Landesregierung des Freistaates Schaumburg Lippe, Karl Dreier, dass Göring im Frühjahr 1935 diese Figuren Hitler am 20.4.1935 zum Geburtstag schenken wollte, (S. 40 der Memoiren). Nein, es sei ganz anders gewesen. Valentin Graf Henckel von Donnersmarck habe sie teuer an Göring verkaufen wollen. Passend hierzu: Zeitungszeugen Nummer 41, Berliner Morgenpost vom 16 November 1938, erste Seite: "Geschenk Balbos an Göring. Am Dienstag vormittag wurde Generalfeldmarschall Göring ...im Auftrag des Marschalls Balbo die marmorene Statue der Venus aus Leptis überbracht..." Sammelte Göring Venus Figuren ? Die Statue der Venus von Leptis Magna wurde in der Festhalle in Carinhall aufgestellt.

Am 26. März 1936 ereignet sich der Flugzeugabsturz. Das kinderlose Ehepaar stirbt gleichzeitig.

NEW YORK TIMES vom 27.3.1936, Freitag berichtete auf der Titel- und Seite 17 wie folgt über den Flugzeugabsturz bei dem Adolf Fürst zu Schaumburg Lippe mit Ehefrau in Mexiko verstarb:

Amecameca, 26. März 1936

Heard engines miss fire

Observers in this little town of Amecameca, watched the giant air kiner falter as the pilots sought altitude to fly over the pass. Then they heard the engines miss fire (Fehlzündung kann einen Knall hervorrufen, aber auch eine kleine Bombe). A few minutes later, after the plane had circled the little mountain twice its pilot pointed toward Mexiko D.F, but slithered down among the rocky crap of the saddle bewtween the two volcanoes." Weiter S. 17: "The plane said a witness, of the accident, passed over the town of Amecameca flying low when it was between the volcanoes it apparently developed engine trouble, for it circled as if the pilot intended to return to the landing field. Suddenly the ship became enveloped in smoke and it crashed with great speed to the earth and burned completely." Aus dieser Berichterstattung vom 26.3. ergibt sich eindeutig ein Motorenproblem und Rauchentwicklung vor dem Absturz. Die mexikanische Presse berichtete

(siehe Vier Prinzen S. 37):

http://edocs.fu-berlin.de/docs/receive/FUDOCS_document_000000000100

schon am 28 März, dass am 26 März die Motore vergraben wurden. Genau das ist aber verdächtig nachdem Augenzeugen am Absturztag berichtet haben, dass es Fehlzündungsgeräusche gab. Die Motoren hätten auf jeden Fall untersucht werden sollen. Sie wurden aber sofort beseitigt, obwohl es 14 Todesopfer zu beklagen gab. NYT Titel lautete: "14 Die in Worst Mexican Air Crash".

Das Interessante ist dass am 27.3.1936 Compañia Mexicana de Aviacion (Filiale von Panamerican) die Windstosstheorie in Umlauf brachte die in Deutschland verbreitet wurde. Die NYT Berichterstattung war aber die erste Berichterstattung. Diario de Yucatan und Excelsior sprachen von Windstoss oder ungeklärte Ursache. Kein Wort über Fehlzündung oder engine trouble. Compañia Mexicana de Aviacion liess sofort die Motoren beseitigen.

Was wurde aus dem Generalvertreter und Testamentsvollstrecker des "vermögenslosen" Fürsten Adolf ? Valentin Graf Henckel Donnersmarck und seine Sekretärin wurden bei der Staatsanwaltschaft angezeigt (Dreier Memoiren S. 41, Archivsignatur ist NLA - Staatsarchiv Bückeburg E 77 Nr. 3).

Gegen sie wurde von 1936 - 1938 ein (oder mehrere) Verfahren wegen Vergehens gegen das sogenannte Volksverratsgesetz geführt, (S.129 Horst R. Sassin, Liberale im Widerstand, die Robinson Strassmann Gruppe). Das Gesetz kann hier nachgelesen werden:

http://www.servat.unibe.ch/verfassungsgeschichte/dns/RGBl_1933_I_360_G_Verrat_Volkswirtschaft.pdf

Wie absurd die Angelegenheit war ergibt sich bereits aus dem Gesetzestext (siehe Reichsgesetzblatt I, S. 360 ff.) Gemäss Paragraf 4 Absatz 1 Ziffer 2 waren anzeigepflichtige Personen u.a. die Testamentsvollstrecker. Anzeigepflichtig waren im Ausland befindliche Vermögensstücke (Grundstücke, Landwirtschaft, Beteiligungen usw.). Wenn nun Adolf Fürst zu Schaumburg Lippe vermögenslos war: wie soll sich der Testamentsvollstrecker strafbar gemacht haben ? Welche Vermögensstücke im Ausland soll er nicht angezeigt haben ?

Zuständig war im Fall Valentin Henckel Graf von Donnersmarck das "Sondergericht für den Oberlandesgerichtsbezirk Celle beim Landgericht in Hannover“. Es umfaßte die Landgerichtsbezirke Aurich, Bückeburg, Detmold, Göttingen, Hannover, Hildesheim, Lüneburg, Osnabrück, Stade und Verden. Wer ermittelte ? Die Staatsanwaltschaft Bückeburg ! Die strafrechtliche Aktion führte zum erwünschten Erfolg. Valentin Graf Henckel von Donnersmarck war in Sachen Adolf Fürst zu Schaumburg Lippe handlungsunfähig. Darum ging es. Strafrechtliche Ermittlungen wegen Volksverrat gegen den Testamentsvollstrecker von Adolf Fürst zu Schaumburg Lippe einschliesslich U-Haft ab November 1936 sollten seine Entlassung als Testamentsvollstrecker gemäss Paragraf 2227 BGB ermöglichen. Paragraf 8 des Verratsgesetzes sah als Strafe Zuchthaus nicht unter drei Jahren bei Nichterfüllung der Anzeigepflicht vor, ebenso Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte.

Die Verfahren gegen Valentin Graf Henckel von Donnersmarck beschäftigten sogar mehrfach den Reichsjustizminister Dr. Gürtner und den Reichsfinanzminister Graf Schwerin von Krosigk. Im Diensttagebuch des RJM finden sich vier Eintragungen zum Vorgang (7.5.1937; 28.5.1937; 27.12.1937 und 18.3.1938). Nachdem ich vom Bundesarchiv die Diensttagebucheintragungen erhalten habe zitiere ich:

R 3001/20721 BArch
7. Mai 1937: Reichsfinanzminister (gez. Krosigk, an den Herrn Minister persönlich, 30.4.) überreicht ein Aktenheft seines Ministeriums über das Strafverfahren gegen den Grafen Henckel von Donnersmarck, Generalbevollmächtigter des Hauses Schaumburg Lippe, wegen Steuer-und Devisenzuwiderhandlungen. Er bittet um Prüfung der Frage der Haftentlassung. Der Rechtsanwalt des 68. jährigen Beschuldigten habe darauf hingewiesen, dass Graf H. infolge einer Lähmung an beiden Beinen ständig gesundheitlich gefährdet sei. Die Ermittlungen würden von der StA Bückeburg geführt. Graf H, sei seit 16.11.36 in Haft, zunächst im Gefängnislazarett, jetzt im Städtischen Krankenhaus Hannover. Sein Vetter, Fürst von Donnersmarck, verwende sich für ihn.

http://www.politikkritik.info/StA%20B%FCckeburg%20ermittelt%20gegen%20GB%20von%20Adolf%20und%20TV.pdf

Einschub von mir: Ich erhielt auch eine Ablichtung aus "Der Stürmer" 13, 1935, Nr. 26:
Dort hiess es: "Im Jahre 1907 hatten wir ganz hohen Besuch. Der Kolonialsekretär Dr. Bernhard Dernburg (getaufter Jude !) erschien mit einem Gefolge von etwa 6 oder 7 Herren, darunter Graf Henckel von Donnersmarck (Jude) und Rathenau (Jude)....

Der Beschuldigte werde sich nach Haftentlassung voraussichtlich in Rottach-Egern aufhalten und nur mit seinen Anwälten in Verbindung treten. Keine Verdunkelungsgefahr.

28.5.1937
OStA. Hannover (20.5.)
...Die weitere Beschwerde gegen die Zurückweisung der Haftberschwerde ist zurückgewiesen. Auf wiederholte Vorstellungen habe das Fin.Amt eine Darstellung der bisherigen Ermittlungen gegeben, wonach noch wichtige Feststellungen ausstünden und der Verdacht des Volksverrats bereits wesentlich bestärkt sei. Der OFinPräs. habe am 20.4. dringend gebeten, die Haft aufrechtzuerhalten, da die Ermittlungen von dem Beschuldigten voraussichtlich durchkreuzt würden, wenn er davon erführe, dass die Finanzbehörden von den Kapitalabhebungen Kenntnis hätten....

R 3001/20734 BArch
27.12.1937
OStA. Hannover (20.12)
überreicht die von ohm erhobene Anklage (20.12.) gegen Valentin Graf Henckel von Donnersmarck (Vergehen und Verbrechen gegen die VO. v. 1.8.1931 und die VO. v. 23.5.1932 sowie gegen Paragrafen 2 u. 8 des Volksverratsgesetzes)....

R 3001/20946 BArch
OStA. Hannover (19.2.) überreicht das Urteil des Sond.Ger. Hannover, durch das Valentin Graf Henckel von Donnersmarck am 20.1.1938 des Verbrechens gegen das Volksverratsgesetz freigesprochen worden ist. (Unersuchungs.Haft seit 9.10.37). In den Gründen wird ausgeführt, dem Angekl. sei nicht zu widerlegen, dass sein Sohn, der 1935 nach Schutzhaft nach Holland ausgewandert ist und den er angeblich 1934 zum letzten Mal gesehen hat, die Transaktionen auf Grund einer Gen. Vollmacht ausgeführt und er selbst davon nichts gewusst habe.

Aus "Gestalten rings um Hindenburg, führende Köpfe der Republik und die Berliner Gesellschaft von heute, dritte Auflage 1930, anonym S. 188: ...dagegen macht der jüngste der drei Brüder, Herr Erich von Goldschmidt-Rothschild, ein grosses Haus. Dabei hilft ihm seine reizende junge Gattin, geborene Gräfin Henckel...sie ist die Tochter des Grafen Henckel Valentin Henckel-Donnersmarck und seiner Gattin geborenen Gräfin Kanitz. Graf Henckel. der früher einmal kurze Zeit Hofmarschall des Kaisers war, steht seit einigen Jahren als Generalbevollmächtigter an der Spitze der grossen Vermögensverwaltung des Fürsten (Adolf, von mir ergänzt) Schaumburg-Lippe.

Valentin Graf Henckel von Donnersmarck starb am 22 Mai 1940 in Berlin Halensee.

Mich wunderte seit Jahren, dass die Unterschrift dieses Testamentsvollstreckers immer als Faksimile zu sehen war, nie das Original. Jetzt weiss ich warum: im Mai 1936 agierte er als Testamentsvollstrecker doch kurz danach wurde er in Untersuchungshaft genommen. Man musste bestimmte vermögensrechtliche Vorgänge rückdatieren zeitgleich mit der Rückdatierung der NSDAP Mitgliedschaft Wolrads; interessant übrigens wie bei Wikipedia zu "Wolrad Prinz zu Schaumburg-Lippe" zur Rückdatierung am 28.11.2009 "rumgefeilt" wurde.

Ein Dokument ist bezeichnend: eine lange Liste mit Vermögenspositionen Adolfs wird betitelt mit dem Hinweis, dass sie zwar Adolf zu gehören scheinen aber doch nicht gehören, darunter Gut Steyerling, Vietgest, Nienhagen, Boldebuck, Gülzow, Wilhelminenhof, Reinshagen, Krümmel und das Palais Schaumburg in Bonn und Beteiligungen an vielen Gesellschaften. Die "Unterschrift" ist ein Stempel mit der nachgemachten Unterschrift von Henckel von Donnersmarck, Testamentsvollstrecker, 20. Mai 1936.

Adolf und Ehefrau starben
Adolfs Testament verschwand
das Flugzeug wurde verbrannt
Unterlagen verschwanden in dem sie von den Ermittlungsbehörden beschlagnahmt wurden

Wozu dienten die Ermittlungen gegen Valentin Graf Henckel von Donnermarck auch ? Um ihn als Testamentsvollstrecker zu entlassen. § 2227 BGB: Entlassung des Testamentsvollstreckers.Das Nachlassgericht kann den Testamentsvollstrecker auf Antrag eines der Beteiligten entlassen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt; ein solcher Grund ist insbesondere grobe Pflichtverletzung oder Unfähigkeit zur ordnungsmäßigen Geschäftsführung.

Anfang 1937 "bescheinigt" das Nachlassgericht Bückeburg, dass Adolf Fürst zu Schaumburg Lippe vermögenslos verstarb (siehe Erbschein)

und deshalb darf ich heute keinerlei Unterlagen einsehen.

§ 2339 BGB

Erbunwürdig ist:

wer sich in Ansehung einer Verfügung des Erblassers von Todes wegen einer Straftat nach den §§ 267, 271 bis 274 des Strafgesetzbuchs schuldig gemacht hat 
vom hofe meinte am 5. Dez, 10:28:
Hinweise auf ein abhanden gekommenes Testament
aus einer "Nachlassabrechung" des vermögenslosen Adolf Fürst zu Schaumburg Lippe, erstellt von der "Hofkammer":

1936
6.8.1936 Beglaubigung Testamentsvollstreckerzeugnis 0, 25 RM

1937
19.3. Gerichtskasse Bückeburg für Testamentseröffnung und Erteilung Testamentsvollstreckerzeugnis 184,- RM

1938
28.4. Gerichtskasse Bückeburg Testamentsvollstreckerzeugnis 40, 08 RM

Das Testamentsvollstreckerzeugnis vom 14.4.1938 (Kostenabrechnung 28.4.1938) weist als Testamentsvollstrecker nun "Hofrat Müller" aus. Damit ist die "Testamentsvollstreckung" aus einem nicht auffindbaren "Testament" vollends in die Hand der "Hofkammer", also des Miterben Wolrad gelangt.

Auch dieser Passus aus einem Schriftsatz von Valentin Graf Henckel von Donnersmarck lässt keinen Zweifel über die Existenz eines Testaments zu:

"Niemals hat der Fürst die Verträge mit dem Kläger (Valentin HvD) als sittlich und unter Zwang abgeschlossen angesehen. Wie sollte er auch wohl sonst dazu gekommen sein, im Jahre 1925, also nach vierjähriger Tätigleit, die Verträge zu verlängern ? Wie sollte er weiter dazu gekommen sein, ihn im Testament mit einer Anerkennung zu bedenken, für die ihm treu geleisteten Dienste ? Zum Beweis hierfür wird auf die Testamentsakten beim Amtsgericht in Bückeburg Bezug genommen."

Wo ist das Testament ? 
vom hofe meinte am 11. Dez, 11:21:
Wichtige Erkenntnisse: Adolf Fürst zu Schaumburg Lippe, vermögenslos, aber Mitglied des Aufsichtsrates der Dresdner Bank
Habe den schriftlichen Nachweis darüber erhalten, dass Adolf Fürst zu Schaumburg Lippe Mitglied des Aufsichtsrates der Dresdner Bank war. Am heutigen Tag habe ich den Leiter des Historischen Archivs der Dresdner Bank gebeten, darüber Genaueres mitzuteilen.

Kurios ist, dass sich im Frühjahr 1935 das Reichsfinanzministerium mit der Dresdner Bank auf das Prozedere bei der Vergabe von Konsortialverträgen einigte. Zwischen 1934 und 1936 ermittelte die Gestapa gegen Adolf Fürst zu Schaumburg Lippe, das Landesfinanzamt in Hannover ermittelte wegen Devisenvergehen, die Zollfahnundgsstelle wegen Verstosses gegen das "Volksverratsgesetz" (Nichtanzeige von im Ausland befindlichem Vermögen). Nach Adolfs Tod liefen diverse Verfahren gegen den Testamentsvollstrecker Valentin Graf Henckel von Donnersmarck wegen Beihilfe zu Delikten des Fürsten Adolf. 1936 wurden von der Dresdner Bank Kunstobjekte gepfändet die dann nach Berlin kamen. Bin gespannt ob die Commerzbank AG einem Miterbeserben Informationen über ein ehemaliges Aufsichtsratsmitglied der Dresdner Bank erteilen wird.

Der Rechtsanwalt von Valentin Graf Henckel vn Donnersmarck, Dr. Walter Schulz, Georgstrasse 20, Haus Continental, schrieb an das Landgericht Hannover am 8 März 1937:

"Der Kläger ist Mitte November 1936 wegen angeblicher Steuerhinterziehung verhaftet worden. Es handelt sich nicht, wie die Beklagten (Wolrad) angeben, um die dritte sondern um die zweite Verhaftung. Der Kläger ist der Überzeugung, dass die verschiedenen Strafverfahren, nämlich wegen angeblichen Devisenvergehens, wegen Steuerhinterziehung und wegen Untreue, gegen ihn durch Mitglieder des Fürstlichen Huses oder in deren Auftrage verlanlasst worden sind, um die mit ihm geschlossenen Verträge zur Auflösung bringen zu können. Der Haftbefehl wegen angeblicher Beteiligung an einem Devisenvergehen des Fürsten Adolf war unhaltbar und wurde vom Landgericht Bückeburg aufgehoben. Aus diesem Verfahren heraus hat dann die Zollfahndungsstelle in Hannover in Verbindung mit dem Finanzamt weiter ein Ermittlungsverfahren wegen Steuerhinterziehung eingeleitet und zwar hat der bearbeitende Referent in Bückeburg erklärt, dieses Verfahren sei eingeleitet worden, weil man bei der Durchsuchung der Briefschaften und Geschäftspapiere des Klägers Spendenscheine festgestellt hätte. Daraus habe man geschlossen, dass demnach die Steuererklärungen nicht in Ordnung sein könnten. Mit dieser und mit keiner anderen Begründung wurde das Verfahren gegen den Kläger (Henckel von Donnersmarck) fortgeführt. Seine Verhaftung erfolgte dann wegen angeblicher Verdunkelungsgefahr. Der Kläger ist dann von Wolrad Prinz zu Schaumburg Lippe fristlos mit der Begründung entlassen worden, dass die wiederholten Verhaftungen wegen Volksverrat pp. ihn zu dieser Massnahmen zwingen..."

Fürst Adolf war Mitglied des Aufsichtsrates der Dresdner Bank.

Valentin Graf Henckel von Donnersmarck wurde auf Empfehlung der Dresdner Bank (durch Herrn Henry Nathan) von Adolf Fürst zu Schaumburg Lippe 1921 eingestellt.

Lost art database erwähnt Henry Nathan mit folgenden Worten:

Gründer der Dresdner Bank AG. Die Dresdner Bank wurde 1872 aus dem jüdischen Privatbankhaus Michael Kaske in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Sie galt schon im Kaiserreich als eine "jüdisch" geprägte Bank, da nicht nur ihr Gründer und sein Nachfolger Henry Nathan sondern auch ein großer Teil des Aufsichtsrats jüdischer Herkunft war.

Eugen Gutmann schied Ende des Jahres aus dem Vorstand aus und wurde 1921 Ehrenvorsitzender des Aufsichtsrats. Henry Nathan trat an seine Stelle als primus inter pares.

Valentin Henckel von Donnersmarcks RA schrieb 1937:

Es ist leicht verständlich, dass der Fürst der Empfehlung der Dresdner Bank folgte und den Kläger (Valentin HvD) als Generalbevollmächtigten einstellte. Dass der Kläger mit dem Direktor Nathan der Dresdner Bank bekannt war, wird nicht bestritten. Es gehört aber in das Gebiet der Fantasie, wenn die "Hofkammer" jetzt behauptet, eine Anstellung sei unter Ausübung eines Drucks der Dresdner Bank erfolgt.

Auch Henckel Graf von Donnersmarck war Mitglied des Aufsichtsrates der Dresdner Bank bis 1931 gewesen. Adolf Fürst zu Schaumburg Lippe erstattete ihm jährlich die entgangenen Tantiemen für den aufgegebenen Posten.

Es ist von enormer Bedeutung für das Verständnis dieser Vorgänge, dass Valentin Henckel Graf von Donnersmarck eben nicht Mitglied der "Hofkammer" war, sondern Generalbevollmachtigter von Adolf Fürst zu Schaumburg Lippe. Er konnte die "Hofkammer" anweisen. Valentin hob diesen Aspekt heraus, in dem er sagte, dass er nicht ein verbeamteter Träger von goldenen Knöpfen sei, der sich auf die Ableistung von Unterschriften beschränkte, sondern weit darüber stand. Er war wenn man einen modernen Begriff verwenden darf, "Vice-President" und nicht "back-office" ("Hofkammer"). Er war CEO und eben nicht Finanzchef. Diese Erkenntnis ist deshalb so wichtig, weil sie die simultanen Verfahren gegen Adolf und Valentin als Verfahren gegen den "Kopf" enttarnen. Deshalb wird Valentin Beihilfe zu Delikten Adolfs vorgeworfen. Somit haben die Nazis das "Oberhaupt" mit einem gezielten Schlag "enthauptet" und Wolrad sofort als "Oberhaupt" eingesetzt. Wäre Valentin nur "back office" gewesen, wäre er nicht in U-Haft gekommen.

Mich wundert überhaupt nicht, dass niemand den verfolgungsbedingten Vermögensentzug geltend gemacht hat. Wer sollte auch. Wohl kaum Wolrad Prinz zu Schaumburg Lippe der ja Nutzniesser und Verfolger war. Wolrad war Miterbe Adolfs, dann könnte ja sein Nachfare einen Anspruch aus Paragraf 1 Abs. 6 VermG geltend machen. Warum tut er das wohl nicht ? Weil die Aufklärung der Vorgänge sehr gefährlich werden kann. Lieber auf Boldebuck verzichten, als Steyerling zu gefährden. Nur ein Narr würde 9000 hektar (Adolfs Gut in Steyerling) für 840 hektar Land in Mecklenburg Vorpommern aufs Spiel setzen.

Zwischenfragen:

Wen wundert es, dass 5 richterliche Durchsuchungsanordnungen (Hauptstaatsarchiv Hannover und Staatsarchiv Bückeburg und ...) nicht umgesetzt wurden ? Mich nicht. Durchsuchungen sollen nicht belegen, wie schnell durchsucht wird, wenn es dem Staat in den Kram passt. Die Nachlasunterlagen Adolfs beschlagnahmte im November 1936 ausgerechnet die Staatsanwaltschaft in Bückeburg.

Wen wundert, dass der Staat der eine grosse Rolle in der Beraubung Adolfs gespielt hat, heute vertuscht und wegschaut ? Mich nicht, weil der Staat Profiteur ist.

Wen wundert, dass das Landesamt zur Regelung offener Vermögensfragen in Schwerin eine Beteiligung des Astes Heinrich Prinz zu Schaumburg Lippe ablehnt, Akteneinsicht verweigert und erst NACH "Abschöpfung" von Information behauptet, dass der Antrag verfristet sei ? Mich nicht, weil es für das BMF tätig wird. Das Landesamt wollte nur erfahren, wieviel ich weiss oder nicht weiss.

Wen wundert es, dass das Verwaltungsgericht Greifswald eine Beiladung zum Verfahren 1175/07 bislang nicht gewährt ? Mich nicht, weil die deutsche Justiz noch nie Licht in diese dunkle Geschichte hat eindringen lassen. Egal, Licht wird eindringen, ob sie wollen oder nicht.

Wen wundert es, dass die "Lokalhistoriker" ausser "Verschwörungstheorie und närrischer Randbereich" absolut gar nichts an Information bieten wollen ? Ich sage wollen, weil Herr Frank Werner aus den "Memoiren Dreiers" nichts referiert hat, was Wolrad Prinz zu Schaumburg Lippe belasten könnte. Die "Memoiren" mit einem grossen Titelbild von Adolf Hitler wurden vom Staatsarchiv Bückeburg angekauft, auf Vermittlung von Herrn Frank Werner.

Frau Dr. Lu Seegers hat in ihrem Beitrag zum Steinbruch in Steinbergen absolut nichts zur Familie Schaumburg-Lippe referiert.
Mich wundert es nicht, weil es immer Menschen geben wird, die sich an die Seite der "Starken" stellen. Langfristig werden sie aber kaum Vorteile von so einem Verhalten erlangen.

Wie so oft gesagt: alles eine Frage der Machtverhältnisse. 
vom hofe meinte am 17. Dez, 14:36:
Historisches Archiv der Dresdner Bank (Commerzbank AG) reagiert vernünftig
am 17.12.2009 teilte die Dresdner Bank mit, dass erste Recherchen ergeben hätten, daß Unterlagen zu der von mir genannten Thematik in Frankfurt vorliegen. Gern könne ich diese Unterlagen im Archiv einsehen. Ich müsste die Berechtigung zur Einsichtnahme nachweisen (gegebenenfalls durch eine Kopie des Erbscheins nach Adolf Fürst zu Schaumburg Lippe sowie meinen amtlichen Lichtbildausweis). Habe die Unterlagen umgehend vorgelegt und wartete nun darauf, die Akten einsehen zu dürfen. Am 22.12.2009 antwortete das Historische Archiv sinngemäss: Frühestens Ende Februar 2010 könnte eine Akteneinsicht stattfinden. Begründung: Umbauten und Verschmelzung Dresdner mit Commerzbank. Hoffentlich kein schlechtes Omen ! Die Unterlagen benötige ich dringend zwecks Einreichung bei Gerichten und Behörden in laufenden Verfahren. Am 8 Januar 2010 hat das Historische Archiv der Dresdner Bank eine gut nachvollziehbare und vernünftige Nachricht an mich verschickt: Ich bekomme die erwünschten Unterlagen unter der Bedingung, so die Rechtsabteilung der Commerzbank, dass sämtliche Miterben von Adolf Fürst zu Schaumburg Lippe ebenfalls Kopien der Unterlagen bekommen. Das ist eine sehr korrekte Reaktion die ich bei Gerichten, Behörden, Staatsarchiven und Alexander Prinz zu Schaumburg Lippe seit Jahrzehnten vermisse. Die Rechtsabteilung der Commerzank hat das Recht aller Miterben auf Auskunft innerhalb weniger Tage festgestellt. "Kundenfreundlich" hat sie präzisiert: es genügt die Benennung eines Vertreters aus jedem Stamm.

Staatliche Stellen und deren Verbündete "drucksen" seit Jahrzehnten "herum" mit an den Haaren herbeigezogenen komplexen Gedankenspielereien. Erfreulich, dass die Rechtsabteilung einer deutschen Grossbank meine Rechtsmeinung zu Einsichtnahmerechte teilt. Bleibt nur abzuwarten, welche Unterlagen die Dresdner Bank zugänglich macht. 
vom hofe meinte am 1. Jan, 13:37:
Archive so verschlossen wie 1936
Das Jahr 2010 beginnt und die meisten (nicht alle) Archive in Sachen Geschichte der Familie Schaumburg Lippe bleiben verschlossen. Verheimlichung ist der Ausweg der Gesetzesbrecher. In dem der Staat relevante Unterlagen zurückhält, Betroffene von Verfahren fernhält, ergreift er Partei: zuallererst für sich selbst und dann für seinen damaligen und heutigen Geschäftspartner. Rechtsstaatlich ? Keineswegs, aber effizient. Der Staat als Richter in eigener Sache. Zum Beispiel, wenn das Landesamt zur Regelung offener Vermögensfragen, in Kenntnis der Informationsvorenthaltung auf breiter Front, insbesondere durch das Nachlassgericht in Bückeburg, bertroffene Antragsteller nach NEUN Jahren Bearbeitung, wegen Verfristung zurückweist.

Weder der Bund noch die Länder haben die Absicht, Licht in die dunklen Geschäfte eindringen zu lassen: weder in die Abverkäufe wie Steinhuder Meer an das Land Niedersachsen, Palais Schaumburg an die Wehrmacht, Vries Skulpturen die nun im Bode Museum vorgeführt werden, Gemälde die Karl Haberstock erwarb, Verpachtung von Gut Boldebuck. Dass Adolf Fürst zu Schaumburg Lippe verfolgt wurde, der Testamentsvollstrecker Henckel Graf von Donnersmarck in U Haft genommen wurde im Jahre 1936, dessen Unterlagen beschlagnahmt wurden, letztwillige Verfügungen beseitigt wurden oder "unter Verschluss" gehalten werden wundert nicht.

Eine "Würdigkeitsprüfung" gemäss EALG unterbleibt und wird unterbunden. So hat das Verwaltungsgericht Greifswald unter Hinweis auf einen Vermerk des Landesamtes zur Regelung offener Vermögensfragen zum Vortrag zu den Ausschliessungsgründen des Paragrafen 1 Abs. 4 EALG zur Person Wolrad Prinz zu Schaumburg Lippe (bis zum 30.9.09) aufgefordert. In dieser Aufforderung wurde auf einen Vermerk aus Dezember 2006 des Landesamtes hingewiesen in dem gesagt wurde, dass Wolrad auch als "Bahnhofskommandant" im Generalgouvernment (in Zusammenhang mit Auschwitz oder Lemberg) tätig gewesen sein soll. Ich kann verstehen, dass diese Prüfung unerwünscht ist, wenn die gesetzlich vorgeschriebene Thematik der Würdigkeit selbst unterbunden werden soll. Genausowenig erwünscht war es ja zu prüfen, ob der erste SPD Ministerpräsident Niedersachsens Hinrich Wilhelm Kopf in Auschwitz präsent gewesen war und als Kriegsverbrecher an Polen auszuliefern war.

S. 222 ff. in:
http://edocs.fu-berlin.de/docs/receive/FUDOCS_document_000000000100

Ende Dezember 2009 hatte das Landesamt zur Würdigkeit noch nichts vorgetragen. Was es aber prompt tat, das war meinen Antrag wegen Verfristung abzulehnen. Ich soll offensichtlich entfernt werden und verstummen.

Es hat den Anschein, als wolle man es sich nicht verderben mit dem vermeintlichen "Alteigentümer" der zu verbesserten Konditionen vom Bund Flächen kaufen will.

So heisst es im Koalitionsvertrag 2009:

"Die Verwertung der Flächen der Bodenverwertungs- und Verwaltungs GmbH (BVVG) soll unter verstärkter Berücksichtigung agrarstruktureller Belange zügig vorangebracht und im Wesentlichen bis zum Jahr 2025 abgeschlossen werden.
Die gegenwärtige Verkaufspraxis der BVVG wird überprüft. Wir setzen Verbesserungen beim Flächenerwerbsänderungsgesetz im Sinne der Alteigentümer durch".

So wird klar, dass sowohl eine lückenlose Aufklärung der "Alteigentümerschaft", sowie eine Würdigkeitsprüfung unerwünscht sind.

Einer Aufforderung des Verwaltungsgerichtes Greifswald bis zum 30 September 2009 zur Unwürdigkeit Wolrads (Ausschlussgründe des Par. 1 Abs. 4 EALG) vorzutragen kam das Landesamt in Schwerin nicht nach.

Dass Archive verschlossen bleiben, die Würdigkeitsprüfung der NS Akteure unerwünscht ist, Opfer alleingelassen werden, all diese Tendenzen folgen der Logik der Vollendung einer rechtswidrigen Zueignung. Und diese Logik verlangt Dunkelheit. Und wer dieser Forschungslinie folgt gilt als unseriöser Verschwörungstheoretiker.

Das für mich gravierendste Dokument: der Aktenvermerk vom 13.3.2002 in der Akte beim Landesamt Schwerin, abgedruckt auf S. 314 von:

http://edocs.fu-berlin.de/docs/receive/FUDOCS_document_000000000100

Wenn dort formuliert wird: "Zugang zum Archiv nicht zwingend notwendig", dann bedeutet das nichts anderes als: Recherche und Aufklärung unerwünscht.

Der Grossvater dessen der heute sämtliche Rechte (Alleineigentum und Ausübung einer Kaufoption) beansprucht, als sei dies ein Naturrecht des "Fürsten" schrieb am 24.8.1933 in der Beilage des Hannoverschen Kuriers: "Wenn unseres Führers Wille und Graf Wilhelm´s Geist sich vereinen, wird das neue Deutschland eine höchst unerschütterliche Unterstützung gefunden haben." Das Vorwort zum Artikel unterzeichnete Alfred Meyer. Die Fotografie Wolrads Prinz zu Schaumburg Lippe in militarischer Uniform.

Wenn der Staat Allianzen eingeht, die sich im Nachhinein als problematisch erweisen kommt es zur "Verdunkelung", nie zu einer Aufklärung. Aufklärung "nicht notwendig". Wer es nicht glaubt, der kann Herrn Prof. Dr. Michael Buback fragen.

Zusammenfassung:

Aufklärung Vermögensverhältnisse ? Unerwünscht
Beteiligung oder Beiladung von Miterben ? Unerwünscht
Prüfung Würdigkeit von Nazis ? Unerwünscht
Zugang zu Archiven und Inormation ? Unerwünscht
Favorisierung eines selbsternannten "Fürsten" ? Absolut notwendig
Diskreditierung von Miterben die recherchieren ? Notwendig

Da klingt die Meinung der Rechtsabteilung der Commerzbank fast revolutionär: Gleiche Informationsrechte für sämtliche Miterben 
vom hofe meinte am 13. Jan, 09:17:
Feige Taschenspielertricksereien
Herr Reuter, Leiter des Landesamtes zur Regelung offener Vermögensfragen in Schwerin hat den juristischen Bearbeiter angewiesen, nach NEUN Jahren der "Bearbeitung" unseres Antrages diesen wegen Verfristung zurückzuweisen. Eine sogenannte Nachsichtgewährung komme nun überhaupt (also grundsätzlich) nicht in Frage. Dabei war unter dem AZ 1302/05 das Landesamt rechtskräftig verurteilt worden uns zum Verfahren von Alexander Prinz zu Schaumburg Lippe hinzuzuziehen. Die Begründung auf Seite 8 des Urteils: "Unter diesen Umständen kann nicht von vornherein ausgeschlossen werden, dass der Klägerin zu 1. ein Anspruch auf Nachsichtgewährung zustehen könnte. Ob dies der Fall ist, kann in diesem Zusammenhang nicht entschieden werden, sondern muss der Prüfung im Ausgleichsleistungsverfahren der Erbengemeinschaft vorbehalten werden". Die Behörde kommt weder den Aufforderungen des Gerichtes nach, zur Unwürdigkeit Wolrads vorzutragen, noch befolgt sie rechtskräftige Feststellungen des Verwaltungsgerichtes, ein Husarenstück.

Nachsicht ist dann zu gewähren, wenn die fristgemässe Antragstellung wegen staatlichen Fehlverhaltens nicht wahrgenommen werden konnte. In der Ablehnung geht es mit keinem Wort auf die Kette von Verdunkelungsaktionen ein. Exemplarisch seien folgende Vorgänge genannt die dem Landesamt bekannt sind:

1936: Wolrad veranlasst die Beschlagnahme sämtlicher Unterlagen die der Testamentsvollstrecker und Generalbevollmächtigte von Adolf Fürst zu Schaumburg Lippe, Valentin Graf Henckel von Donnersmarck besitzt. Wer ermittelt und beschlagnahmt ? Die Staatsanwaltschaft Bückeburg.

http://www.politikkritik.info/StA%20B%FCckeburg%20ermittelt%20gegen%20GB%20von%20Adolf%20und%20TV.pdf

Sinn des Ermittlungsverfahrens ist keineswegs die Aufklärung einer Straftat. Sinn der Ermittlungsverfahrens besteht darin, die Nachlassunterlagen zu beseitigen !

1937: Das unzuständige "Nachlassgericht" in Bückeburg erklärt auf einem Erbschein, dass Adolf vermögenslos war. Obwohl ein Testament Adolfs eröffnet worden ist wird dieses unterschlagen. Bis heute wird es an das Nachlassgericht nicht abgegeben.

1994: Das Amtsgericht Stadthagen verweigert Auskunft zum Testament von Georg Fürst zu Schaumburg Lippe. Das Amtsgericht Bückeburg verweigert faktisch die Einsichtnahme in die Nachlassvorgänge nach Adolf Fürst zu Schaumburg Lippe und andere Familienmitglieder.
Im Mai 1995 endet die Frist zur Antragstellung

siehe S. 316 ff in:

http://edocs.fu-berlin.de/docs/receive/FUDOCS_document_000000000100

Hauptverantwortlich für diesen letztgenannten unwürdigen Vorgang war nach meiner Auffassung der damalige Direktor des Amtsgerichts Bückeburg und späterer Präsident des dortigen Landgerichts: Herr Adolf-Fiedrich von Oertzen.

Am ersten November 2007 kam es im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens wegen des Verdachts der Urkundenunterdrückung (Staatsanwaltschaft Frankfurt Oder) sogar zum Erlass von fünf Durchsuchungsanordnungen die hauptsächlich die Staatsarchive von Bückeburg, Hannover und das Archiv der "Hofkammer" betrafen. Nach Auffassung der Staatsanwaltschaft und der die Anordnungen erlassenden Richterin war die "rote Linie" überschritten worden.

Die Anordnungen wurden nie vollzogen. Archive blieben verschlossen, Aufklärung wurde unterbunden. Kein Wunder dass sich die zuständige Behörde mit keinem Wort zu den Tatsachen äussert und sich hinter einer unzulässigen Verfristungseinrede versteckt. 
vom hofe meinte am 20. Jan, 19:07:
Urkundenunterdrückerin Nummer 1 (1936): Staatsanwaltschaft Bückeburg
Unfassbar ist nicht, dass im "Dritten Reich" "Behörden" instrumentalisiert wurden um unliebsame Urkunden zu beseitigen oder Ermittlungsverfahren zweckzuentfremden, etwa um Personen wirtschaftlich auszuschalten. An derartige Erkenntnisse haben wir uns gewöhnt. Die StA Bückeburg ermittelte 1936 im Bereich des Sondergerichts für den Oberlandesgerichtsbezirk Celle beim Landgericht in Hannover gegen den Generalbevollmächtigten Valentin Graf Henckel von Donnersmarck und Testamentsvollstrecker nach Adolf Fürst zu Schaumburg Lippe. Sie beschlagnahmte im November 1936 seine Unterlagen und steckte ihn in U-Haft. Dies fand in Bückeburg statt, dort wo die "Hofkammer" residiert. Angezeigt wurde er nach Auskunft des Präsidenten der Landesregierung Karl Dreier von Wolrad Prinz zu Schaumburg Lippe. Einziger Sinn und Zweck der Aktion war es, an die Nachlassunterlagen von Adolf Fürst zu Schaumburg Lippe zu kommen und diese "wegzusperren".

http://www.politikkritik.info/StA%20B%FCckeburg%20ermittelt%20gegen%20GB%20von%20Adolf%20und%20TV.pdf

Unfassbar ist, dass in den neunziger Jahren der Direktor des Amtsgerichts Bückeburg, Herr von Oertzen, vorhandene Erbvorgänge trotz schriftlicher Anträge vorenthalten liess. Nebenbei bemerkt: Wie hiess das Anwaltsbüro das Wolrad 1938 in Mecklenburg Vorpommern beriet ? Böbs & von Oertzen.

Unfassbar ist, dass das Staatsarchiv Bückeburg Urkunden zurückhält die in das Nachlassgericht gehören, dass das OLG Celle und das OVG Lüneburg Einsichtnahme in Archive den Miterben verweigern, dass das Verwaltungsgericht Greifswald Miterben nicht beilädt, dass das Landesamt in Schwerin Anträge der wahrhaft geschädigten Miterben wegen Verfristung ablehnt. Unfassbar, dass die Staatsanwaltschaft Frankfurt Oder, die selbst fünf Durchsuchungsanordnungen für Bückeburg beim AG Frankfurt Oder erwirkte, diese in letzter Minute nicht umsetzte. Merkte die Katze, dass sie sich in den eigenen Schwanz beissen könnte ?

Welche "Unrechtspartnerschaft" (wenn´s das Wort nicht gibt, dann sollte es eingeführt werden) soll nicht gestört werden ?

Wolrad Prinz zu Schaumburg Lippe und staatliche Stellen handelten wie Sozien. Wie ist es heute ? Wer ist Vermieter der Räumlichkeiten der Justiz in Bückeburg ? Wer ist Vermieter der Räumlichkeiten des Staatsarchivs in Bückeburg ? Alexander Prinz zu Schaumburg Lippe.
Sein Grossvater unterstützte den Nationslasozialismuns, war Kriegsverbrecher, unterdrückte Unterlagen, eignete sich rechtswidrig fremdes Vermögen zu, führte zu Unrecht einen ihm nicht zustehenden Fürstentitel und liess sich zu seiner Sicherheit von staatlichen Stellen schützen in dem Dokumente weggesperrt oder vernichtet wurden. 
vom hofe meinte am 8. Feb, 19:00:
Nach Ansicht des Bundes liegt ein staatliches Fehlverhalten nicht vor
Dass Nachlassgerichte in Deutschland letztwillige Verfügungen und Erbscheine "verschlammen" stellt kein staatliches Fehlverhalten dar. Das muss man glauben, wenn man die beabsichtigte Entscheidung des BADV oder die des Landesamtes zur Regelung offener Vermögensfragen in Schwerin oder den Bescheid des Petitionsausschusses des Deutschen Bundestages aus dem Jahre 2010 liest. Sämtliche Bescheide ergingen kurioserweise gleichzeitig mit der gleichen Argumentation: Nachsichtgewährung wird verweigert, weil staatliches Fehlverhalten nicht gegeben ist. Nein, dass Antragsteller keine Unterlagen bekommen ist deren eigene Schuld. Wird das Argument überzeugender, weil es drei Mal gleichzeitig proklamiert wird ? Ein lauter Chor soll das Argument verstärken. Ist es überzeugender weil es drei "Behörden" (Petitionsausschuss des BT ist an sich keine Behörde, sondern Verfassungsorgan)" erklären ?

Ich zitiere aus den Belegen die das staatliche Fehlverhalten dokumentieren sollten:

Vermerk vom 17.5.1988 des Staatsarchivs in Bückeburg über die Zustände im Amtsgericht Bückeburg:
"Andererseits ist aber Herr ...offenbar bereit, die unmöglichen Zustände in der Altregistratur abzuschaffen, zumal nach Aussagen der Sachbearbeiter Auskünfte aus Akten nicht mehr gegeben werden können, da diese unauffindbar sind...Die Akten lagen in grossen Haufen auf dem Boden bis in die Schräge des Dachbodens hinein. Eine sachliche Ordnung war dabei völlig verloren gegangen. Übernommen wurden etwa 40 lfd. m. Akten der Amtsgerichte Obernkirchen und Bückeburg aus den Bereichen: Generalakten,...Testamente..."

Weder die Niedersächsische Aktenordnung die vorgibt, wie letztwillige Erklärungen und Erbvorgänge zu verwahren sind,

siehe Paragrafen 27 ff.

http://cdl.niedersachsen.de/blob/images/C8941381_L20.pdf

noch die Verwaltungsvorschriften zum Niedersächsischen Archivgesetz gestatten die chaotische Lagerordnung.

Ich zitiere den Direktor des Amtsgerichts Bückeburg, der im Sommer 1994 nicht dazu beitrug, dass mir die Erbscheine nach Spanien geschickt wurden. Er schrieb am 19.2.2001: ..."Selbstverständlich ist es ausserordentlich unerfreulich, wenn Akten, die von Rechts wegen bei Gericht archiviert sein müssten, nicht aufzufinden sind..... der Verlust von drei Akten ist nicht hinnehmbar"....

Im Kommentar von Fieberg zum VermG Paragraf 30 a heisst es: Voraussetzung für eine Nachsichtgewährung ist das Vorliegen eines staatlichen Fehlverhaltens, das die nachträgliche, d.h. nach Fristablauf erfolgte Anmeldung des vermögensrechtlichen Anspruchs erst verursacht haben muss (für den Fall, dass die tatsächlichen Erben aufgrund von Versäumnissen des zuständigen Nachlassgerichts nicht rechtzeitig über ihre Stellung als testamentarische Erben informiert wurden vgl. BVerwG VIZ 1996, 390 (391)).

Nach Ansicht des Bundes lag ein staatliches Fehlverhalten nicht vor.

Das VG Greifswald hatte im Jahr 2007 in einem Urteil festgestellt: "Unter diesen Umständen kann nicht von vornherein ausgeschlossen werden, dass ein Anspruch auf Nachsichtgewährung zustehen könnte."
Hinzukommt, dass der "Fürst", Privatverwahrer letztwilliger Verfügungen, Herr über Gut und Böse, nicht daran interessiert ist, dass erbrechtliche Vorgänge offengelegt werden. Staat und "Fürst" sind sich offensichtlich einig.

Und der wichtige Grund für die Abriegelung: siehe S. 297ff. in

http://edocs.fu-berlin.de/docs/receive/FUDOCS_document_000000000100 
 

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