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" ..... Seinen Platz findet das Sicherheitslager zur Bewahrung der Pflanzenvielfalt im Permafrostboden eines abgelegenen arktischen Berges, rund tausend Kilometer vom Nordpol entfernt. Drei frostige Hallen von jeweils 27 mal 10 Metern Grösse wurden in den Sand- und Kalkstein der norwegischen Insel gebohrt. .....
Bis zu 4,5 Millionen Samenproben der wichtigsten Nutzpflanzen hätten hier Platz. Verschwindet eine Pflanze oder wird sie gar durch eine Katastrophe ausgelöscht, könnte sie wieder angepflanzt werden. Die drei luftdichten Räume sollen als Speicher für Proben der mehr als 1400 nationalen Samenkornlager weltweit dienen. Rund 250 000 Samenproben schlummern schon jetzt in dem eisgekühlten Lager. Sie werden zwar auf Spitzbergen gesammelt, bleiben aber im Besitz der Herkunftsländer. ....."

Quelle:
Link zum Tagblatt-Artikel

Nachtrag (Auswahl) 26.02.2008:
http://www.ksta.de/html/artikel/1204006260843.shtml
http://www.stern.de/wissenschaft/natur/:Samenspeicher-Arche-Noah-Eis/612298.html
http://www.rp-online.de/public/article/aktuelles/wissen/umwelt/537271

s. a.
http://archiv.twoday.net/stories/4242847/

s. http://www.berlinerliteraturkritik.de/index.cfm?id=17111

" .... So bietet die Stadt Uster vor den Toren Zürichs mit dem „SwissJazzOrama“ das größte Jazz-Archiv der Schweiz inklusive Jazz-Museum. „SwissJazzOrama“ verfolgt das Ziel, den Jazz von den 20er-Jahren des letzten Jahrhunderts bis in die Gegenwart möglichst vollständig zu dokumentieren. Im eigenen Musikclub finden regelmäßig Konzerte statt, und im Jazzmuseum sind Ausstellungen mit Bezug zur Schweizer Jazzszene zu sehen. Das Archiv umfasst Tausende alte (Schellack-)Platten, Bücher, Magazine, Bilder, Filme, Poster und Noten. ..."
Quelle: Link

Link zum Jazzarchiv:
http://www.jazzorama.ch/Archiv/archiv.html

" .... Das Forschungsboot Thalassa führte die Wissenschaftler der Eidgenössischen Wasserforschungsanstalt Eawag in Dübendorf zu den verschiedenen Becken des Vierwaldstättersees. Kilometerlange Schlangenlinien sind die Forscher gefahren, im Abstand von hundert Metern. Mit Schallwellen haben sie dabei den Seegrund abgetastet. .......
Die Aufnahmen öffnen ein Archiv von Episoden aus einer Zeit, die in keinen schriftlichen Aufzeichnungen dokumentiert ist. Zum Beispiel die Schlammlawinen, die vor gut vierhundert Jahren an den Ufern des Vitznauer Beckens unterseeisch niedergingen. ...."

Quelle:
http://www.tagesanzeiger.ch/dyn/wissen/umwelt/844510.html

Quellen:
http://www.markenpost.de/news_Liechtenstein-Wie-Hehler-an-LGT-Daten-kamen_28651.html
http://www.bild.de/BILD/news/wirtschaft/2008/02/25/lgt-bank/daten-dieb-klage,geo=3858434.html
http://www.volksblatt.li/Default.aspx?newsid=12593&src=vb
http://www.vaterland.li/page/lv/artikel_detail.cfm?id=28478

http://www.staatliche-bibliothek-passau.de/video/video.html

Kurz und gelungen, mit einigen Beispielen aus dem Altbestand.

FZW

Zahlen sind Geschäftsgeheimnisse, klaro. Dass sich ein Projekt wie die Wikipedia (ebenso wie UNICEF) aber gewissen Transparenz-Erfordernissen stellen sollte, wird dabei übersehen. Ein Live-Mirror wird hier erlaubt (sonst verboten, was ich nicht für GNU FDL konform ansehe) und das fragwürdige Gentlemen-Agreement der GNU FDL zugrundegelegt.

Zudem werden die CC-Lizenzen nicht auf der Seite des Anbieters genannt, nur auf den Bildseiten der Wikipedia, und die AGB rechnen ersichtlich nur damit, dass die Inhalte unter der GNU FDL stehen (was z.B. für PD-Inhalte ebenfalls nicht zutrifft).

Dass die Kooperation von Seiten von Wikimedia e.V. nur in einer winzigen Anmerkungen im Vereinsweblog angedeutet wurde, wirft einiges Licht auf das Gebaren von Michail Jungierek und Konsorten.


http://www.heise.de/newsticker/meldung/103973

Zum Thema siehe am besten
http://medinfo.netbib.de/tag/subito

Interessant auch der Beitrag von Jörg Prante
http://www.heise.de/newsticker/foren/S-Technik-des-subito-DRM/forum-132673/msg-14474305/read/

"Die Vorsitzende von subito, Frau Braun-Gorgon, hat bereits im Juni
2006
über die Technik des künftigen DRM in subito informiert:

Link auf den Vortrag:

http://www.ekz.de/fileadmin/ekz/cms_old/files/427.pdf

Zum Einsatz kommt ein Produkt der amerikanischen Firma FileOpen
Systems.

D.h. alle PDF-Zugriffe von WissenschaftlerInnen und StudentInnen
werden offenbar durch einen US-amerikanischen Kontrollserver erfasst und ausgewertet. Es handelt sich dabei um nichts anderes als eine ausländische Überwachungstechnologie, die das Ziel hat, eine Auswertung des Lese- und damit Forschungsverhaltens anhand bestellter elektronischer Dokumente in Deutschland zu ermöglichen."

Am 18. Januar 2008 schrieb Bettina Wagner folgenden Brief an den Rektor der Universität Heidelberg, der ohne Antwort blieb:

Magnifizenz,
Sehr geehrter Herr Professor Eitel,

mit Befremden und großem Bedauern haben wir erfahren, daß Dr. Armin Schlechter zum 1.12.2007 die Leitung der Handschriftenabteilung der Universitätsbibliothek Heidelberg entzogen wurde.

Herr Bibliotheksoberrat Dr. Schlechter ist uns als Bibliothekaren und Wissenschaftlern, die in der Verwaltung, Erschließung, Erforschung und Präsentation von Handschriften, Inkunabeln und anderen historischen Bibliotheksbeständen tätig sind, aus langjähriger und angenehmer Zusammenarbeit bekannt. In den über 10 Jahren seiner Tätigkeit als Leiter der Handschriftenabteilung der UB Heidelberg hat er nicht nur die Benutzung der Bestände stets zuvorkommend, kompetent und zügig ermöglicht, sondern mit seiner Arbeit auch erheblich dazu beigetragen, die wertvollen Heidelberger Altbestände auf modernem Stand der Wissenschaft zu erschließen und sie zugleich öffentlichkeitswirksam zu präsentieren.

Beträchtliche überregionale Wirkung erreichten insbesondere die von ihm und unter seiner Mitwirkung erarbeiteten Handschriftenkataloge und Nachlaßverzeichnisse sowie die seit 1997 in nahezu jährlicher Folge publizierten Ausstellungskataloge, u.a. zu kostbaren Bucheinbänden (Von Ottheinrich zu Carl Theodor, 2003), den Salemer Handschriften (Vom Bodensee an den Neckar, 2003/04), der Inkunabelsammlung (Die edel kunst der truckerey, 2005) und der Literatur der Romantik (Ein Knab auf schnellem Roß, 2007). Der Katalog der umfangreichen Inkunabelsammlung, den Herr Dr. Schlechter zusammen mit seinem langjährigen Mitarbeiter Ludwig Ries erstellt hat, liegt nahezu druckfertig vor. Es wäre außerordentlich zu bedauern, wenn die Publikation dieses wichtigen Bestandskatalogs, in den ja erhebliche Steuermittel investiert wurden, so kurz vor der Vollendung verhindert würde. Mit seiner Publikations- und Vortragstätigkeit baute Herrn Dr. Schlechter auf seinen bestandserschließenden Aktivitäten auf und vermittelte so die Heidelberger Bestände einem breiten bibliothekarischen und fachwissenschaftlichen Publikum. Ein derartiges Engagement zeugt von hoher Identifikation mit der beruflichen Tätigkeit und erfordert immer erheblichen Einsatz von privater Zeit und Energie.

Die Gründe für die drastische Entscheidung der Universitätsbibliothek sind für uns nicht nachvollziehbar. Die Beschneidung von Herrn Dr. Schlechters Aufgabengebiet ist weder seinen fachwissenschaftlichen und bibliothekarischen Qualifikationen noch seiner langjährigen Berufserfahrung angemessen. Aufgrund der mangelnden Begründung dieses Schritts hat bereits jetzt der Ruf von Herrn Dr. Schlechter erheblichen Schaden genommen. Die Universität Heidelberg sollte unserer Ansicht nach ihre Fürsorgepflicht gegenüber einem Mitarbeiter, der sich in weit überdurchschnittlichem Maß für die Bekanntmachung ihrer Sammlungen eingesetzt hat, wahrnehmen, indem sie ihn vor aufkommenden Verdächtigungen unrechtmäßigen Handelns schützt und ihm die Möglichkeit eröffnet, weiterhin in einer seinen Qualifikationen angemessenen Weise tätig zu sein. In der derzeitigen Situation verfügt Herr Dr. Schlechter über keine entsprechende Zukunftsperspektive. Wir bitten Sie daher, den vollzogenen Schritt vor dem Hintergrund von Herrn Dr. Schlechters bisheriger Tätigkeit für die UB Heidelberg durch eine unabhängige und fachkundige Instanz prüfen zu lassen und das Ergebnis auch nach außen transparent zu machen.

Mit vorzüglicher Hochachtung

Dr. Bettina Wagner

(Vorsitzende des Standing Committee for Rare Books and Manuscripts der International Federation of Library Associations (IFLA); Leiterin des Referats ‚Handschriftenerschließungszentrum’, Abteilung für Handschriften und Alte Drucke, Bayerische Staatsbibliothek München)

Dieses Schreiben wird unterstützt von

Dr. Werner Arnold (stellv. Direktor, Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel)

Dr. Ulrike Bodemann-Kornhaas (Kommission für Deutsche Literatur des Mittelalters, Bayerische Akademie der Wissenschaften)

Dr. Gerd Brinkhus (Leiter der Abteilung Handschriften, Nachlässe, Historische Buchbestände und Rara, Universitätsbibliothek Tübingen)

Dr. Peter Burkhart (Handschriftenabteilung, Württembergische Landesbibliothek Stuttgart)

Monika Butz (Arbeitsstelle Altes Buch, Öffentliche Bibliothek der Universität Basel)

Ewa Dubowik-Baradoy (ehemals Universitätsbibliothek Tübingen, derzeit Leiterin der Redaktion "Germanistik", Niemeyer Verlag)

Dr. Falk Eisermann (Referatsleiter, Gesamtkatalog der Wiegendrucke, Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz)

Reinhard Feldmann (Leiter der Abteilung Handschriften, Historische Bestände und Bestandserhaltung, Universitäts- und Landesbibliothek Münster)

Dr. Klaus Graf (Hochschularchiv der RWTH Aachen)

Dr. Mechthild und Dr. Thomas Haffner (Dresden)

Dr. Helmar Härtel (Leiter der Handschriftenabteilung a.D., Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel)

Prof. Dr. Jeffrey Hamburger (Kuno Francke Professor for German Art & Culture, Harvard University)

Dr. Christian Heitzmann (Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel)

Dr. Helmut Hilz (Bibliotheksdirektor, Bibliothek des Deutschen Museums, München)

Prof. Dr. Wernfried Hofmeister (Institut für Germanistik, Universität Graz)

Dr. Helga Köhler (Seminar für Klassische Philologie, Universität Mainz)

Gisela Kornrumpf (München)

Dr. Sven Limbeck (Handschriftenabteilung, Württembergische Landesbibliothek Stuttgart)

Dr. Arno Mentzel-Reuters (Monumenta Germaniae historica, München)

Dr. Paul Needham (Princeton University Library)

Dr. Holger Nickel (Referatsleiter a.D., Gesamtkatalog der Wiegendrucke, Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz)

Annelen Ottermann, M.A. (Leiterin der Abteilung Handschriften, Rara, Alte Drucke, Bestandserhaltung und Einbandstelle, Bibliotheken der Stadt Mainz - Wissenschaftliche Stadtbibliothek)

Dr. Kathrin Paasch (Leiterin der Forschungsbibliothek Gotha, Universitäts- und Forschungsbibliothek Erfurt/Gotha)

Dr. Karl-Georg Pfändtner (Abteilung für Handschriften und Alte Drucke, Bayerische Staatsbibliothek München)

Dr. Konrad von Rabenau (Oberkirchenrat i. R. und Schüler von Prof. Gerhard von Rad; Gründer des Arbeitskreises für die Erfassung, Erschließung und Erhaltung Historischer Bucheinbände; Schöneiche bei Berlin)

Dr. Eva Raffel (Herzogin Anna Amalia Bibliothek, Klassik Stiftung Weimar)

Dr. Martina Rebmann (Leiterin der Musiksammlung, Badische Landesbibliothek Karlsruhe)

Dr. Susanne Rischpler (Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät, Institut für Kunstgeschichte, Universität Wien)

Dr. Frieder Schanze (Deutsches Seminar, Universität Tübingen)

Dr. Friedrich Seck (Bibliotheksdirektor a.D., Universitätsbibliothek Tübingen)

Dr. Thomas Stäcker (Leiter Abteilung Alte Drucke, Digitalisierung, Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel)

Dr. K. H. Staub (BOR a.D., ehemals Leiter der Handschriften- und Inkunabelabteilung der LHB jetzt ULB Darmstadt)

Ninon Suckow (Mitarbeiterin am Gesamtkatalog der Wiegendrucke, Staatsbibliothek zu Berlin)

Andreas Wittenberg (Sprecher des ‚Arbeitskreises Einbandforschung’, Staatsbibliothek zu Berlin)

Dieses Schreiben gibt die persönliche Meinung der Unterzeichnenden wieder; es handelt sich nicht um eine offizielle Stellungnahme der Institutionen, in denen sie tätig sind.


Als Mobbing-Opfer der Universität Heidelberg (1989) sehe ich diesen skandalösen Fall mit persönlicher Betroffenheit, auch wenn Schlechter inzwischen glücklicherweise eine andere Aufgabe in der Pfälzischen Landesbibliothek gefunden hat.

In der Stuttgarter Zeitung vom 23.02.2008, S. 9 wurde die Personalie aufgegriffen.

"Mona Lisa" löst Zwist in der Unibibliothek aus

Der Chef der Heidelberger UB degradiert seinen Abteilungsleiter und erntet dafür Kritik aus Fachkreisen

Vor kurzem hat ein Mitarbeiter der Unibibliothek Heidelberg mit der Entdeckung eines Hinweises zur Identität der "Mona Lisa" Schlagzeilen gemacht. Jetzt verlässt der anerkannte Experte für Handschriften die Universitätsbibliothek. Nicht nur Kollegen rätseln über die Gründe.

Von Johanna Eberhardt

Zehn Jahre war Armin Schlechter Leiter der berühmten Handschriftenabteilung der Heidelberger Universitätsbibliothek (UB), zu deren Glanzstücken der Codex Manesse zählt. Anfang April wird der Fachmann für frühe Handschriften und alte Drucke an die Pfälzische Landesbibliothek in Speyer wechseln. Dort wird er nicht mehr annähernd so viele und ganz so illustre Werke zu betreuen haben. Trotzdem sagt der 47-jährige Philologe und Bibliothekar, er sei "froh und erleichtert, dass ich die Stelle bekommen habe".

In der Fachwelt wie in der Stadt selbst hat Schlechters Kündigung in Heidelberg Überraschung und Verwunderung ausgelöst. Denn erst durch sie ist bekanntgeworden, dass der allseits geschätzte Handschriftenexperte bereits Ende November 2007 auf recht ungewöhnliche Weise von seinem bisherigen Posten abgelöst worden ist. Innerhalb von kaum einer Viertelstunde habe man Schlechter "entmachtet", schildert einer seiner Kollegen. Er habe die Schlüssel zu den Tresorräumen, in denen die wertvollen Handschriften und alten Drucke lagern, abgeben und sein Büro räumen müssen. Anschließend habe Bibliotheksdirektor Veit Probst die Verantwortung für die Abteilung einer weit weniger qualifizierten Mitarbeiterin und der Leiterin des Referats für Kunstgeschichte übertragen, Schlechter habe man im Zimmer eines Kollegen einquartiert.

Über die Gründe und Hintergründe der Aktion gibt es fast nur Spekulationen. "Das ist ja nicht irgendeine kleine Personalie - Herr Schlechter ist doch das Aushängeschild der UB gewesen", sagt Professor Reinhard Düchting, der Vorsitzende des Freundeskreises für Archiv und Museum der Universität Heidelberg. Er sei "empört und sprachlos" über dessen Abberufung.

Man habe mit "großem Befremden und Bedauern" erfahren, dass Schlechter die Abteilungsleitung entzogen worden sei, haben 30 weitere Fachleute und Mitarbeiter großer Bibliotheken zwischen Stuttgart, Wolfenbüttel und Princeton (USA) Mitte Januar dem Rektor der Universität Heidelberg, Bernhard Eitel, geschrieben. Dieser habe sich "weit überdurchschnittlich für die Sammlung eingesetzt" und mit seiner Arbeit "erheblich dazu beigetragen, die wertvollen Heidelberger Altbestände für die moderne Wissenschaft zu erschließen", die von ihm initiierten Ausstellungen und Kataloge hätten "beträchtliche überregionale Wirkung erreicht".

Eine Antwort aus Heidelberg haben die Kollegen noch nicht bekommen. "Ich bin sehr unglücklich, dass eine verwaltungsinterne Angelegenheit so an die Öffentlichkeit getragen worden ist", sagt UB-Direktor Probst. Denn Schlechter, versichert er, sei vorwiegend wegen der Umorganisation seiner Abteilung abberufen worden. Dort wolle man künftig mehr Gewicht auf moderne Medien und die Digitalisierung legen. "Das können andere Kollegen besser." Die ganze Dimension des Falles hingegen gehöre nicht an die Öffentlichkeit. "Der Rektor kennt sie, und er steht voll hinter mir", sagt er und verrät nur so viel: "Es geht nicht um Kriminelles."

In der Tat spricht einiges für weit banalere Gründe des Zwistes zwischen Chef und Abteilungsleiter. Beide, so hört man im Umfeld der UB, hätten sich noch nie besonders gemocht. Mit der wachsenden Bekanntheit des Handschriftenexperten sei es nicht besser geworden. "Probst kann es eben nicht gut ertragen, dass Schlechter öfter in den Medien vorkommt als er", sagt ein Kenner.

Als der Direktor im vergangenen Jahr angefangen habe, an einem Aufsatz über einen vielfach als sensationell eingestuften Hinweis zur Identität der berühmten "Mona Lisa" zu schreiben, den Schlechter 2005 in einem alten Cicero-Band entdeckt und erstmals publiziert hatte, seien beide endgültig "aneinandergerasselt". Schließlich habe Schlechter diesen Aufsatz selbst schreiben wollen, sei aber wegen anderweitiger Arbeiten zunächst nicht dazugekommen.

Letzte Woche hat Probst seine Arbeit veröffentlicht. Das, sagt er, sei ganz normal und mit dem Kollegen abgesprochen gewesen. Der widerspricht. "Wenn er ein bisschen Fingerspitzengefühl gehabt hätte, hätte er es nicht gemacht", sagt Schlechter nur.



Zwei RNZ-Artikel berichteten über den Fall Schlechter:

Ein Blick zurück, auch im Zorn: Armin Schlechter verlässt Heidelberg /
Von Heide Seele (20.03.2008)
(Bericht über die Verabschiedung Dr. Schlechters in einer Festveranstaltung des Freundeskreis für Archiv und Museum der Universität Heidelberg)

Mona Lisa lächelt auch dazu geheimnisvoll / Von Götz Mustermann (21.02.2008)

Zwei Leserbriefe in der RNZ vom 25.2.2008 protestieren ebenfalls gegen die Heidelberger Machenschaften.

Zum Mona-Lisa-Fund siehe
http://archiv.twoday.net/stories/4615981/

Publikation von Probst (23.01.2008)
urn:nbn:de:bsz:16-artdok-4105

Update: Publikation von Schlechter (29.04.2008),
Rückblick auf die Inkunabelpräsentation in Heidelberg:
http://archiv.twoday.net/stories/4899128/

Über Schlechter:
http://de.wikipedia.org/wiki/Armin_Schlechter

Bilder oben: Dr. Armin Schlechter 2005 mit Jung-Redakteuren der Kinder-Uni im Netz (Heidelberg)

http://weblog.histnet.ch/archives/837#comment-52079

http://www.archivesnext.com/?p=109

Best Use of Web 2.0 Technologies

* Winner: “A View To Hugh: Processing the Hugh Morton Photographs and Films,” North Carolina Collection Photographic Archives, University of North Carolina at Chapel Hill.
* Honorable Mention: The Library of Congress on Flickr, The Library of Congress.

Best Online Archival Exhibition

* Winner: “Publishers’ Bindings Online, 1815-1930: The Art of Books,” The University of Alabama, University Libraries and the University of Wisconsin-Madison Libraries.
* Honorable Mention: “Crafting the Oregon Constitution,” Oregon State Archives.
* Honorable Mention: “Sounds and Stories: The Musical Life of Maryland’s African American Communities,” Archives of the Peabody Institute of The Johns Hopkins University.

Best Total Web Experience

* Winner: The National Archives of the United Kingdom.
* Honorable Mention: Archives of American Art, Smithsonian Institution.
* Honorable Mention: The Wisconsin Historical Society.
* Honorable Mention: Archives Division, Ulster County Clerk, Ulster County, New York.

In der Nacht vom Montag, den 18.02. auf Dienstag, den 19.02.2008 wurde der Infoladen Bremen zum wiederholten Male Ziel eines Anschlags von Neonazis. In dem Gebäude ist auch seit Anfang 2000 das Archiv der sozialen Bewegungen untergebracht. Der Infoladen als Hauptmieter hat dazu folgende Presseerklärung veröffentlicht:

Infoladen Bremen
St.-Pauli-Str. 10
28203 Bremen

Bremen, 19.02.2008

Pressemitteilung: Rechtsextremer Anschlag auf den Infoladen Bremen

In der Nacht vom Montag, den 18.02. auf Dienstag, den 19.02.2008 wurde der Infoladen Bremen zum wiederholten Male Ziel eines Anschlags von Neonazis. Mit Pflastersteinen wurden drei große Fensterscheiben zertrümmert. Auf zwei der Scheiben wurden mit schwarzer Farbe rechte Schmierereien angebracht. Zum einen „SS-Runen“, zum anderen der Schriftzug „C 18“ (steht für Combat 18, das Zahlenkürzel 18 ist ein oft verwendetes Chiffre für die Anfangsbuchstaben Hitlers; Combat 18 ist der militante Teil der verbotenen neonazistischen Organisation „Blood & Honour“)
Bereits Ende Januar dieses Jahres schmierten Neonazis Hakenkreuze an die Scheiben.
Der Infoladen Bremen ist ein unkommerzieller und selbstverwalteter Ort für kritische Gegenöffentlichkeit. Der Infoladen ist Treffpunkt für verschiedenste antifaschistische, antirassistische und feministische Initiativen sowie Veranstaltungsort.
Montags, Mittwochs und Freitags von 16 bis 19 Uhr können dort Zeitschriften, Bücher aber auch Kaffee aus Kooperativen gekauft werden. Seit vielen Jahren beherbergt das Ladenlokal in der St.-Pauli-Straße 10 auch das „Archiv der sozialen Bewegungen“.
Der Anschlag stellt keinen Einzelfall dar. Immer wieder treten auch in Bremen Neonazis in Erscheinung, sei es in Form von Übergriffen bei Fußballspielen, Angriffe auf linke Veranstaltungen und auf der Straße gegen Menschen die nicht in ihr faschistisches Bild passen. Außerdem betreiben sie in Kneipen und eigenen Läden rechtsradikale Propaganda und finanzieren damit ihre Aktivitäten.
Anschläge wie diese zeigen, dass auch in Bremen antifaschistisches Engagement absolut notwendig ist!

Infoladen Bremen

Bei Rückfragen 0421-700 144.
mehr dazu hier auf indymedia



http://streitsache.blogspot.com/2008/02/fr-alle-die-jetzt-noch-schnell-akten.html

http://www.stuttgarter-nachrichten.de/stn/page/detail.php/1644076

Der Streit um den Verkauf einer kostbaren mittelalterlichen Handschrift in Süddeutschland steht vor der Entscheidung. Nach der überraschenden Rückführung des 20 Millionen Euro schweren Hausbuchs aus dem 15. Jahrhundert werde nun „sehr rasch“ über den endgültigen Verbleib des Kulturguts verhandelt, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur dpa am Sonntag in Stuttgart. [...]

Den privaten Verkauf von landesgeschichtlich bedeutenden Kulturgütern hält der Chef der Badischen Landesbibliothek Karlsruhe, Peter Michael Ehrle, für grundsätzlich bedenklich. „Der jüngste Verkauf der wertvollen mittelalterlichen Handschrift 'Hausbuch' durch ein baden-württembergisches Adelshaus ist unzulässig“, sagte er. „Was hier abgelaufen ist, war einfach ungesetzlich.“

Die SPD-Landtagsfraktion in Stuttgart forderte von der CDU/FDP-Landesregierung eine schnelle Klärung offener Fragen über den Verkauf. Auch die Grünen kritisierten die Landesregierung scharf. „Wie kann es nach dem Handschriftenskandal passieren, dass wieder mit unglaublich wichtigen Kunstgegenständen höchst unsensibel umgegangen wird?“, sagte der Grünen-Landtagsabgeordnete, Jürgen Walter. Das Land müsse endlich erklären, warum es das Hausbuch nicht selbst erworben habe.


Ehrle wird bereits in einem früheren Artikel zitiert:

Der Chef der Badischen Landesbibliothek Karlsruhe, Peter Michael Ehrle, nannte den privaten Verkauf von landesgeschichtlich bedeutenden Kulturgütern für grundsätzlich bedenklich. Nach seiner Ansicht müssten wesentlich mehr herausragende Kunstwerke auf die nationale Kulturgutliste gesetzt werden, als dies bisher der Fall ist. Zwar könne nicht jedes Kulturgut auf der Schutzliste stehen, es müsse aber ein Weg gefunden werden, um zumindest den Privatverkauf von wirklichen Raritäten wie das Hausbuch außer Landes zu verhindern. "Wer ohne Befreiung von gesetzlichen Auflagen wichtige Kulturgüter privat verkauft, handelt falsch", betonte der Kunstexperte.
http://www.swr.de/nachrichten/bw/-/id=1622/nid=1622/did=3192246/1hb39kb/


Link

Ergänzung v. 25.02.2008 via Mailingliste "Westfälische Geschichte":
" ..... Der Bochumer Schriftsteller und Preisträger des Literaturpreises Ruhrgebiet Hugo Ernst Käufer hat die Sammlung seiner Veröffentlichungen dem Archiv seiner Heimatstadt gestiftet. Die ingesamt 177 Einzelstücke beginnen mit dem Werk "Poemes" aus dem Jahr 1952 und enden vorläufig mit zwei musikalischen Vertonungen, die vor wenigen Wochen erschienen sind.
Die Sammlung beinhaltet auch das handschriftliche Manuskript und die maschinenschriftliche Druckvorlage zu dem Bühnenstück "Sieben Gerechte oder Auschwitz der Ort das Tor der Abgrund".
Käufer, Jahrgang 1927, lebt seit 1963 in Bochum. Er war Direktor der Stadtbücherei Gelsenkirchen, Mitbegründer der Literarischen Werkstatt Gelsenkirchen und des Werkkreises Literatur der Arbeitswelt, ist Ehrenvorsitzender der Europäischen Autorenvereinigung "Die Kogge" sowie Vorstandsvorsitzender der Liselotte- und Walter-Rauner-Stiftung. 2002 erhielt er den Literaturpreis Ruhrgebiet. ..."

Link zum Tagesspiegel-Artikel

Hausbuch kehrt ins Land zurück. Käufer verzichtet auf das Kulturgut
Zeitgewinn im Streit um das "Mittelalterliche Hausbuch": Der Käufer gibt das Kulturgut vorerst an das Fürstenhaus Waldburg-Wolfegg zurück (Südwestpresse, 23.02.2008, Roland Muschel)

Kurz vor Ende der für gestern Nacht gesetzten Frist hat sich die Fürstenfamilie zu Waldburg-Wolfegg über ihre Anwälte beim Wissenschaftsministerium gemeldet - mit einer Erklärung, die den Streit um die Rechtmäßigkeit des Verkaufs des wertvollen "Mittelalterlichen Hausbuchs" von 1480 erst einmal entspannt: Danach gibt der Erwerber - eine Name wird nicht genannt, es soll sich dabei aber um den Münchner Milliardär August von Finck handeln - das Kulturgut an die Familie Waldburg-Wolfegg zurück, bis zur Klärung der Rechtsfragen. Damit ist der Streit erst einmal vertagt, vor allem muss er nicht vor Gericht ausgefochten werden.

"Ich halte das für einen vernünftigen Schritt", sagte Wissenschaftsminister Peter Frankenberg (CDU) am Abend der SÜDWEST PRESSE. "Jetzt können wir die strittigen Punkte in Ruhe klären."

Die Landesregierung hatte den vom Kunsthändler Christoph Graf Douglas eingefädelten Verkauf des kulturhistorisch wertvollen Hausbuchs, für das 20 Millionen Euro geflossen sein sollen, für unwirksam erklärt, da sich das Adelshaus dafür keine Genehmigung vom Regierungspräsidium Tübingen eingeholt hatte. Bis gestern Mitternacht hatte Frankenberg Aufklärung über den Verbleib des Werks verlangt, das auf der Liste der nationalen Kulturgüter unter der Nummer 01404 eingetragen ist. Wäre es im Ausland gelandet, hätte die Regierung am Montag die Staatsanwaltschaft eingeschaltet. Denn ein nicht genehmigter Verkauf eines auf der Liste des nationalen Kulturguts stehenden Gegenstands steht unter Strafe. Darauf wollten es Erwerber und Verkäufer offenbar nicht anlegen.

Trotzdem haben Regierung und Adelshaus weiterhin unterschiedliche Rechtsauffassungen. Nach Meinung der Ministerien darf das Fürstenhaus das reich illustrierte Hausbuch auch im Inland nur mit Zustimmung des Regierungspräsidiums Tübingen verkaufen. Die Anwälte der Familie Waldburg-Wolfegg indes bezweifeln sowohl das Veto- als auch das Vorkaufsrecht des Landes, das das Oberlandesgericht Stuttgart 1956 in einem Beschluss festgeschrieben hat. In diesen Fragen, kündigten Wissenschafts- und Wirtschaftsministerium gestern an, werde man "unverzüglich" ein Gespräch mit den Beteiligten anberaumen.

Der Verkauf des Werks, das die spätmittelalterliche Lebenswelt in Texten und Zeichnungen zeigt und von Experten als "hochbedeutend" eingestuft wird, steht damit weiter im Raum. Den früher von Graf Douglas, Ex-Deutschland-Chef des Auktionshauses Sothebys, geäußerten Vorschlag, das Hausbuch gegen veräußerungsfähige Akten des Landes zu tauschen, hatte das Wissenschaftsministerium abgelehnt. Bei den kolportierten 20 Millionen Euro für den Erwerb des Hausbuchs dürfte es dem Land jedoch schwer fallen, sein Vorkaufsrecht in Anspruch zu nehmen. Dass der Kulturgüter-Streit mit dem Haus Baden ebenfalls noch nicht endgültig geklärt ist, macht eine Lösung politisch nicht einfacher.


Die Süddeutsche Zeitung (Verkauft? Verworren: Die Hausbuch-Affäre in Baden-Württemberg, SZ 23.02.2008, Nr. 46, S. 13) schreibt:
"Der Verkauf war physisch offenbar vollzogen, ein Eintrag in die Kulturgüterliste des Freistaates stand bevor."
Rainer Ruf (Stuttgarter Zeitung, 23.02.2008, Nr. 46, S. 8) schreibt unter der Überschrift "Der Streit ums Hausbuch ist nicht zu Ende":
Allerdings wird der Streit um das auf 20 Millionen Euro taxierte Hausbuch nach der Rückkehr nach Wolfegg kein Ende finden. In dem Anwaltsschreiben wird die denkmalschutzrechtliche Aufsicht des Landes über das Hausbuch in Frage gestellt. Diese Aufsicht leitet sich aus einem Beschluss des Oberlandesgerichts (OLG) Stuttgart aus dem Jahr 1956 ab, in welchem dem Land auch ein Vorkaufsrecht eingeräumt wird.

Das Mittelalterliche Hausbuch war Bestandteil des früheren Familienfideikommisses des Hauses Waldburg-Wolfegg. Dabei handelt es sich um eine Verfügungsbeschränkung über Teile des Familieneigentums. Mit dem OLG-Beschluss wurde die Verfügungsbeschränkung durch eine öffentlich-rechtliche Aufsicht abgelöst. Danach bedarf der Verkauf des Buches der staatlichen Zustimmung. Die Mitteilung der Anwälte ist ein klares Anzeichen dafür, dass die Adelsfamilie diese Fessel abstreifen will.
Auch der SWR bekundet "Freude über Rückkehr von kostbarem Hausbuch". Zitiert wird auch Ehrle. Der Leiter der Badischen Landesbibliothek Karlsruhe, Peter Michael Ehrle, hält den privaten Verkauf von landesgeschichtlich bedeutenden Kulturgütern für grundsätzlich bedenklich. Nach seiner Ansicht müssten wesentlich mehr herausragende Kunstwerke auf die nationale Kulturgutliste gesetzt werden, als dies bisher der Fall ist. Zwar könne nicht jedes Kulturgut auf der Schutzliste stehen, es müsse aber ein Weg gefunden werden, um zumindest den Privatverkauf von wirklichen Raritäten wie das Hausbuch außer Landes zu verhindern. "Wer ohne Befreiung von gesetzlichen Auflagen wichtige Kulturgüter privat verkauft, handelt falsch", betonte Ehrle.

vgl. auch die Pressemitteilung
"Wissenschaftsministerium und Wirtschaftsministerium zum Mittelalterlichen Hausbuch: Hausbuch kehrt zurück nach Baden-Württemberg" des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst vom 23.02.2008.

"..... Auf breiterer Basis erfolgten weitere Kontakte zum Buddhismus an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert, als der Indologe Karl Eugen Neumann den Pali-Kanon , eine der wichtigsten Schriften des Buddhismus, übersetzte und in Wien veröffentlichte. Die Urschriften Neumanns befinden sich im Archiv der ÖBR[=Österreichische Buddhistische Religionsgesellschaft] ...."
Quelle:
http://www.wienerzeitung.at/DesktopDefault.aspx?TabID=4664&Alias=wzo&cob=329662

Zur ÖBR:
http://www.buddhismus-austria.at

Zu K. E. Neumann:
http://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Eugen_Neumann

"..... Ich habe mir eine Zeit lang ernsthaft überlegt, Autorin von Horror-Romanen zu werden. Mein Archiv quillt über mit Geschichten, die Stoff hergeben für ganze Serien von Thrillern, die auf den ersten Blick als Liebesgeschichten daherkommen. Das ist ja das Fiese. .....
Autorin Birgit Ehrenberg (45) schreibt seit Jahren über Lust und Liebe. Außerdem ist sie Love-Expertin beim Radiosender RPR 1"

Soll man hoffen, dass wir von weiteren Archivauswertungen verschont bleiben? Oder erliegt man dem Charme des Bild-Kitschs und-Trashs?
Quelle:
http://www.bild.de/BILD/entertainment/erotik/Kolumne-Ehrenberg/22-02-2008/falschertyp-folge-04,geo=3829710.html

Bibliothekare und Archivare werden ja oft durcheinandergeworfen. Hinter ihrer "nüchternen Fassade" werden aber bei beiden oft Abgründe vermutet. Eine nette Variante liefert hierzu der aktuelle FAZ-Artikel zu Eichstätt:
"... Ohne auf die Schlammschlacht im Detail eingehen zu wollen, sei die These gewagt, dass sich hinter vermeintlich nüchternen Archivaren häufig leidenschaftlich liebende und also auch hassende Büchertriebtäter verbergen."

" ..... Endlich hat Radio DRS einen Dreh gefunden, seine widerspenstigen Hörerinnen und Hörer dazu zu bringen, sich ein DAB-Radio zu kaufen: Die drei Radiolegenden Elisabeth Schnell, Ueli Beck und Max Rüeger treten ab 3. März in Kurzsendungen auf der DRS-Musikwelle auf, die nur via Kabelanschluss, DAB-Digitalradio, Internet oder Satellit empfangbar ist. Unter dem Stichwort «Sinerzyt» erzählt das landauf landab bestens bekannte, mittlerweile grauhaarige und längst pensionierte Trio Anekdoten aus der Vergangenheit und stöbert nach Perlen im Archiv, teilte Radio DRS am Donnerstag mit. «Viele Hörerinnen und Hörer verknüpfen schöne Erinnerungen mit den berühmten Radiostimmen von Schweizer Radio DRS. Genau diese Erinnerungen möchte die DRS Musikwelle in der neuen Rubrik `Sinerzyt` wecken», schreibt der Sender dazu. Die 5 bis 8 Minuten langen Sendungen sollen von Montag bis Freitag im Rahmen der «Gratulationen» jeweils um etwa 9.45 Uhr über den Äther gehen. "
Quelle:
http://www.kleinreport.ch/meld.phtml?id=45156

Wer ettwas fyndt / vnd dreyt das hyn
Vnd meynt gott well / das es sy syn
So hat der tufel bschyssen jn
Sebastian Brant, das narren schyff , XX. Von schatz fynden

Lieber Klaus,
herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag! BC

http://digitale.bibliothek.uni-halle.de/content/overview


Nur das Inhaltsverzeichnis ist online:

http://www.ulb.tu-darmstadt.de/tocs/189546654.pdf

Nachtrag: Besprochen unter

http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/rezensionen/type=rezbuecher&id=10767

#sphragistik

http://www.exulanten.geschichte.uni-muenchen.de

Die Böhmischen Exulanten – zu einem großen Teil lutherische Konfessionsflüchtlinge, die seit dem Dreißigjährigen Krieg Böhmen, Mähren, die Slowakei oder Schlesien verließen und sich in großer Zahl in Sachsen ansiedelten – gehörten lange Zeit zu den in der Forschung wenig behandelten Migrantengruppen des 17. Jahrhunderts, vergleicht man ihren Bekanntheitsgrad mit dem der Hugenotten oder der Salzburger Protestanten. Nichts desto weniger wurde vor allem in Sachsen die Erinnerung an die vielen tausend Einwanderer aufrechterhalten, die sich im 17. und 18. Jahrhundert dort niederließen. Aufgrund des jüngst neu belebten Interesses an Migrationsgeschichte schien es geboten, hier der Forschung neue Grundlagen zu liefern.

Das Sächsische Hauptstaatsarchiv Dresden verwahrt zahlreiche Archivalia und Hilfsmittel zur Geschichte der Böhmischen Exulanten, darunter die sogenannte »Bergmann'sche Exulantensammlung«. In einer Kooperation zwischen dem Hauptstaatsarchiv und einem von der DFG geförderten Forschungsprojekt am Historischen Seminar der Universität München (SFB 573 »Pluralisierung und Autorität«, Teilprojekt C9) wurde im Jahre 2001 damit begonnen, die Informationen der »Bergmann'schen Exulantensammlung« in eine Datenbank aufzunehmen. Auf diese Weise ergeben sich ganz neue Recherche- und Zugriffsmöglichkeiten auf individuelle Schicksale und soziale Strukturen dieser Personen und Familien. Die Datenbank stellt so eine neue Grundlage für jedwede prosopographische Studie zu den Exulanten dar.

" ..... Das freie Kölner Theaterensemble Futur3 führt die Besucher am TAG DER ARCHIVE in das Innenleben eines Archivs und füllt einen Magazinraum mit einer Performance aus Klang, Schauspiel und Musik. Literarische Texte über das Erinnern werden neben wissenschaftliche Texte über die Arbeit des Archivars gestellt. Mit Musik von vorgestern und übermorgen, dem Rapper MC Sensitive, sowie einer subtilen Lichtinstallation umkreist Futur3 das Thema des gemeinsamen Tages: den Bauch des Archivars.
Archivarinnen und Archivare aus 14 Kölner Archiven - darunter auch die Mitarbeiter des RWWA - präsentieren dazu eine Ausstellung persönlicher Lieblingsstücke, in der bedeutende, überraschende, merkwürdige und amüsante Schätze der Kölner Stadtgeschichte zu sehen sein werden, die nebenbei sicherlich einiges über die Aussteller verraten und Anknüpfungspunkte für Gespräche mit den Besuchern bieten......"

Ich glaube kulturpolitisch korrekt beschreibt man dieses Projekt als spannend, charmant und womöglich sogar sexy.
Quelle:
Link

Nachtrag 27.02.2008:
http://www.futur-drei.de/

Aus einer Buchbesprechung (Dirik von Oettingen: Verhüllt um zu verführen. Die Welt auf der Orange. vacat Verlag, Potsdam 2007)
des Deutschlandradios:
" ..... Da lässt sich sogar eine Merkwürdigkeit übersehen, die darauf hindeutet, dass Orangenpapiersammler älteren Jahrgangs und noch aus einer Zeit sind, in der es wenig berufstätige Frauen gegeben hat: Als typische Berufe von Sammlern zählt Oettingen Bäcker, Fotografen, Übersetzer, Designer oder Ingenieure auf, alle in der männlichen Form. Das wäre kaum der Rede wert, fände sich dazwischen nicht doch eine feminine Endung; dass ausgerechnet die Archivarin für den Autor der offenbar einzig vorstellbare weibliche Beruf ist, lässt auf einen ähnlich vagen Zusammenhang zwischen dem "Bewahren von Dingen" und "Frau" schließen, wie er sich für die Orangenpapiergestalter zwischen der Blutorange und einem Mohren hergestellt haben mag ..."
Quelle:
http://www.dradio.de/dlf/sendungen/buechermarkt/741587/

" .... Früh pensioniert und auf Diät gesetzt, ist dem mausgrauen Archivar Ákos nur die Leidenschaft für Namens-, Wappen- und Siegelkunde geblieben. Vor sich sieht er nur Tod, doch Herkunft ist ihm alles. ....."
Besprechung in der NZZ:
http://www.nzz.ch/nachrichten/medien/der_menschliche_makel_1.674478.html

Inhalt: http://www.mdr.de/tv/programm/prog_detail+43207000244429.html

weitere Informationen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Archiv_des_Todes

Besprechung in der TAZ.

s. a.
http://archiv.twoday.net/stories/4230226/

http://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/ag/mitglieder.html

Siehe dazu auch:
http://titan.bsz-bw.de/cms/recherche/links/infedo/infedo13.html

http://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Briefsteller_%28Ruckert%29

Alois Josef Ruckert: Briefsteller für Volks- & Fortbildungs-Schulen, Würzburg 1875

Auswahl:
http://www.histsem.uni-freiburg.de/mertens/graf/brief.htm

Vorwort:
http://www.hs-augsburg.de/~harsch/germanica/Chronologie/19Jh/Briefsteller/bri_vorw.html


http://www.opus-bayern.de/uni-augsburg/volltexte/2008/731/

Rupp, Paul Berthold: Die Totenroteln der Universitätsbibliothek Augsburg gesammelt in den Benediktinerklöstern Heilig Kreuz, Donauwörth und St. Martin, Mönchsdeggingen, 02/IV.28.2.243-1 ff.
pdf-Format:
Dokument 1.pdf (1,392 KB)

Kurzfassung in deutsch
Das Dokument verzeichnet in alphabetischer Reihenfolge die Personen, derer in den Totenroteln gedacht wird, die in den Benediktinerklöstern Hl. Kreuz / Donauwörth und Mönchsdeggingen gesammelt wurden und die heute zur Oettingen-Wallersteinschen Bibliothek an der Universitätsbibliothek Augsburg gehören. Es handelt sich um insgesamt ca. 650 Personen, die in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts und im 18. Jahrhundert lebten bzw. tätig waren (meist Angehörige des Benediktinerordens im süddeutschen Raum). Jeder Eintrag ist mit biographischen und bibliographischen Daten versehen.

"Das Jenny-Aloni-Archiv sammelt und archiviert den literarischen Nachlaß der deutschsprachigen Schriftstellerin Jenny Aloni, die 1917 als Jenny Rosenbaum in Paderborn/Westfalen geboren wurde, Ende 1939 nach Palästina/Israel emigrierte und dort 1993 starb. Jenny Aloni gilt als die bedeutendste deutschsprachige Schriftstellerpersönlichkeit Israels ihrer Generation und als eine der herausragenden Schriftstellerinnen Westfalens und der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur. 1990 bis 1997 erschienen in zehn Bänden die "Gesammelten Werke in Einzelausgaben", die inzwischen auch als preiswerte Taschenbuchausgabe vorliegen. Das 1992 am Fachbereich 3 "Sprach- und Literaturwissenschaft" der Universität Paderborn gegründete Archiv wird von Prof. Dr. Hartmut Steinecke geleitet und umfaßt inzwischen mehr als 1200 Nummern literarische Texte, 550 Briefe von und an Jenny Aloni, sowie zahlreiche Lebensdokumente: Zeugnisse, Ausweise, Auswanderungspapiere...sowie über 200 Fotos. Viele Texte sind bisher unveröffentlicht. Die Bestände des Archivs können nach Rücksprache eingesehen werden, als Hilfsmittel steht eine Datenbank zur Verfügung, die den Gesamtbestand erfaßt. Ein wichtiger Bestandteil des Archivs ist das von Jenny Aloni von 1935 bis zu ihrem Tod 1993 geführte Tagebuch, das in 12 Heften insgesamt mehr als 1900 Seiten umfaßt. ...."
Quelle:
http://kw.upb.de/~aloni/

Informationen zu Jenny Aloni:
http://de.wikipedia.org/wiki/Jenny_Aloni

Der Mond ist "Archiv von Vorgängen, die seit viereinhalb Milliarden Jahren im Sonnensystem ablaufen".
Quelle:
Link

s.a.
http://archiv.twoday.net/stories/4249200/

s. http://www.ksta.de/html/artikel/1202761031067.shtml

s.a.
http://archiv.twoday.net/stories/4681303/

http://www.iwk-online.de/2006-2-3_editorial.html
http://www.jungewelt.de/2008/02-19/026.php

Via http://adresscomptoir.twoday.net/stories/4718066/

http://www.searchpigeon.org/

A Google Custom Search.

Eine Beschwerde 1966:
http://www.mgh-bibliothek.de/da/da221/da221.pl?seite=308.gif&start=308

 

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