Allgemeines
Architekturarchive
Archivbau
Archivbibliotheken
Archive in der Zukunft
Archive von unten
Archivgeschichte
Archivpaedagogik
Archivrecht
Archivsoftware
Ausbildungsfragen
Bestandserhaltung
Bewertung
Bibliothekswesen
Bildquellen
Datenschutz
... weitere
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren
null

 
http://naa.gov.au/collection/scope/audiovisual/australianscreen.aspx


Wie immer sehr sorgfältige Links von Josef Pauser:

http://www.univie.ac.at/voeb/blog/?p=3388

Die Veröffentlichung rechtwidrig aufgenommener Fotos, wie etwa durch Hausfriedensbruch, ist nicht von vorneherein rechtswidrig. Vielmehr unterfallen so beschaffte Informationen auch dem Art. 5 Abs. 1 GG. Daher ist eine Abwägung zwischen der Tatsache, dass die Aufnahmen illegal beschafft oder ermöglicht wurden und dem Interesse der Öffentlichkeit an dem Informationswert nötig. Überwiegt das Interesse der Allgemeinheit an der Veröffentlichung, ist diese daher auch zulässig.

Landgericht Hamburg, Urteil vom 28.08.2009, Az.: 324 O 864/06

Volltext: http://www.kanzlei.biz/nc/urteile/28-08-2009-lg-hamburg-324-o-864-06.html

http://www.heise.de/newsticker/meldung/Kulturstaatsminister-Es-gibt-kein-Recht-auf-Privatkopie-871314.html

Na wenn es kein Recht auf Privatkopie gibt, wird die Akzeptanz des Urheberrechts noch weiter schwinden, und man könnte gar nicht so viele Gefängnisse bauen, um die Raubkopierer darin einzusperren ...

Wieder mal der Hinweis auf mein neues Buch: http://www.contumax.de

http://www.bsrdigitalcollections.it/

Eine eindrucksvolle Startseite, aber beim Klicken auf die Bilder stellt man fest, das nur ein Teil der Fotos digitalisiert wurden und in zu geringer Auflösung online zu sehen sind.


Beim Deutschen Bundestag ist eine Petition zu Open Access "Wissenschaft und Forschung – Kostenloser Erwerb wissenschaftlicher Publikationen" eingereicht worden. Diese öffentliche Petition kann online mitgezeichnet werden. Wenn 50.000 Mitzeichnungen bis zum 22. Dezember erreicht werden, muss der Bundestag sich öffentlich mit der Petition beschäftigen.

Angesichts der Preisentwicklung von Büchern und Zeitschriften einerseits und dem Zustand der öffentlichen Haushalte ist es von großer Wichtigkeit, dass wissenschaftliche Literatur zumindest zu einem Teil in einem kostenfreien Zugriff zur Verfügung steht und von Behördenbibliotheken in die Informationsvermittlung aufgenommen werden kann.

Diese Petition wird vom DBV http://www.bibliotheksverband.de/dbv/themen/open-access.html als auch von Arbeitsgemeinschaft der Parlaments- und Behördenbibliotheken unterstützt.

Die Online-Petition ist unter folgender Adresse zu erreichen:

https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=7922

Falls Sie auch Benutzer darauf ansprechen wollen: Hier steht ein Flyer des "Aktionsbündnisses "Urheberrecht für Bildung und Wissenschaft" zum Download zur Verfügung.

http://www.urheberrechtsbuendnis.de/aktiv.html.de#publ

Technischer Hinweis: Wenn Sie den DIN-A4 Flyer einseitig ausdrucken, haben Sie zwei Blätter. Wenn er doppelseitig ausgedruckt wird, muss er in der Mitte durchgeschnitten werden. Sie haben dann pro DIN-A4 Seite 2 Flyer in DIN-A5.


Jürgen Kaestner in BIB-JUR. Die Petition haben bisher über 15.000 Bürgerinnen und Bürger gezeichnet!

"Personenbezogene Daten (v.a. Adressen Telefon) in jüngeren Jahrgängen seit 1977 wurden bei der Digitalisierung entfernt."

Was ist das für ein hochsensibles Periodikum, das als historische Quelle dergestalt verstümmelt wurde?

Das Würzburger Diözesanblatt
http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/wuerzburger-dioezesanblatt

Bei einem Blick in den Jahrgang 1999 fielen mir aber keine solchen Entfernungen auf. Ebensowenig 2005.

http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/bayerische-zeitungen-1848-1850


http://www.landesbibliothek-coburg.de/geschichte.htm

Abfindungsvertrag (Ausgleichsgesetz) vom 7. Juni bzw. 1. Juli 1919
Landesstiftungsgesetz vom 9. August 1919
Staatsvertrag vom 14. Februar 1920
Übereinkommen zwischen der Coburger Landesstiftung und dem Freistaat Bayern vom 1. Januar 1973
Verordnung über die Gliederung des staatlichen Bibliothekswesens vom 16. Juni 1999

http://aerial.rcahms.gov.uk/

Via
http://bazonline.ch/wissen/geschichte/Spektakulaere-neue-Kriegsbilder/story/19631516


http://lists.wikimedia.org/pipermail/wikide-l/2009-November/022212.html und folgende Beiträge

Wieder ist ein hervorragendes Geschichtswerk zur Regionalgeschichte aber auch zur Landesgeschichte Online. Aus den Beständen der Bayerischen Landesbibliothek wurde bei Google Books das Werk Leipzigisches Geschichtsbuch von Johann Jacob Vogel freigeschalten. Das über 1250 Seiten umfassende Werk ist sogar mit einer hervorragenden Qualität gescannt worden.



Früher gab man Zeitschriften heraus, heute haben wir das www.

Quelle: http://www.geschichte-in-koeln.de/gik_impressum.htm

…. „Ein auslösender Impuls für die studentische Initiative, eine eigene Zeitschrift zu gründen, war die Tatsache, daß Studen-ten in ihren Seminar- und Examensarbeiten häufig wichtige historische Themen untersuchten, ohne daß ihre Ergebnisse der Öffentlichkeit zugänglich wurden. Die Zeitschrift sollte gerade bei Arbeiten zur Stadtgeschichte hierfür ein Forum bieten. Ohne eine solche Publikationsmöglichkeit wären viele Forschungsergebnisse selbst für die Fachöffentlichkeit nur schwer, für ein historisch interessiertes Publikum überhaupt nicht greifbar geworden. So bietet GiK seinen Autoren und Autorinnen die Chance, ihre Forschungen einem sehr viel breiteren Leserkreis zu präsentieren, als dies andere Fachzeitschriften können. Bis heute ist es übrigens dabei geblieben, daß in GiK jüngere Geschichtswissenschaftler und Studenten gleichberechtigt neben etablierten Historikern publizieren können.
Der Schwerpunkt der in GiK veröffentlichten Arbeiten liegt auf der kölnischen Stadtgeschichte und ...

http://www.youtube.com/watch?v=TFB9J__8TGI

"Am 1. Dezember wird der WWF eine Festplatte um die Welt schicken: Der „People’s Orb“ (Himmelskörper des Volkes) ist ein elektronisches Archiv mit großer Speicherkapazität, das ähnlich wie das Olympische Feuer um die Welt getragen wird. Nach fünf Tagen wird der Orb im Klimaexpress, einem speziellen Zug, in Kopenhagen eintreffen. Auf diesem Orb befinden sich die Daten von Millionen Menschen und wissenschaftliche Studien, die der Menschheit der Zukunft beweisen sollen, dass die ganze Welt von der drohenden Gefahr des Klimawandels Bescheid wusste. Auch die Namen von bisher mehr als 14.000 Österreichern werden dort für die Zukunft gespeichert sein, die mit ihrer Stimme bei http://www.voteearth.at die Entscheidungsträger in Kopenhagen aufrufen, ein wirksamen Klimaschutzabkommen zu unterzeichnen und den Weg von Kyoto fortzusetzen. „Der Orb ist das Zeugnis des globalen Klimabewusstseins des Jahres 2009 und soll noch in Hundert Jahren an eine Zeit der Dummheit oder der Klugheit erinnern - je nachdem wie die Klimakonferenz von Kopenhagen ausgehen wird“, beschreibt WWF-Geschäftsführerin Hildegard Aichberger das globale Projekt.

Der Orb enthält neben den Stimmen für die Erde auch die Daten der Earth Hour, bei der sich im März 2009 Hunderte Millionen Menschen in mehr als 4.000 Städten in 88 Ländern beteiligten. Wissenschaftliche Studien, Stimmen, Bilder, Fotos und Videos von Aktionen für den Klimaschutz aus unzähligen Kampagnen sind ebenso dort gespeichert wie die Appelle von Wissenschaftlern, Prominenten und Politikern aus aller Welt. Der Orb wird am 16. Dezember den Repräsentanten der führenden Staats- und Regierungschefs der Welt in einer feierlichen Zeremonie übergeben. Eine identische Kopie des Orbs verbleibt als mahnendes Zeugnis für die zukünftigen Generationen für zukünftige Generationen im Nationalmuseum von Dänemark.

Der Orb wird zwei Tage vor dem Beginn der Klimakonferenz am 5. Dezember mit dem Klima-Express, einem Zug aus Brüssel, in Kopenhagen eintreffen. In diesem Zug werden 400 Experten, Politiker und NGO-Vertreter demonstrativ mit einem öffentlichen Verkehrsmittel fahren, darunter auch Achim Steiner, der Direktor des UN-Umweltprogramms und der internationale WWF-Generaldirektor James Leape. In den neun Tagen der wohl wichtigsten globalen Konferenz seit Ende des Zweiten Weltkriegs wird der Orb weiter mit Reden, Studien und Bildern vom Konferenzort gefüllt. Am 16. Dezember, wenn die Staats- und Regierungschefs anreisen, wird er abends im Rathaus von Kopenhagen als Mahnung des Wissens an die entscheidenden Politiker übergeben, die dort über die Zukunft unseres Planeten entscheiden werden. Die feierliche Zeremonie wird angeführt von einer Prozession von Kindern mit Laternen. Anschließend werden in Kopenhagen die Lichter für eine Stunde als Zeichen der Solidarität ausgeschaltet. Teil der WWF-Aktion ist auch die dänische Klima- und Energieministerin, Vorsitzende der UN-Klimakonferenz und designierte EU-Kommissarin Connie Hedegaard. Das Klimateam des WWF Österreich wird live vor Ort sein und aus Kopenhagen berichten."

Quelle: http://www.wwf.at/de/menu27/subartikel1325/

" Der Leiterin des Theodor-Fontane-Archivs im Brandenburgischen Landeshauptarchiv, Dr. Hanna Delf von Wolzogen, ist es am Donnerstag gelungen, auf einer Auktion in Basel ein bedeutendes Konvolut von Briefen Theodor Fontanes zu erstehen. Dies teilte das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur mit. Bei dem Konvolut handelt es sich um 23 gut erhaltene eigenhändige Briefe Theodor Fontanes an den Redakteur, Literaturhistoriker und Publizisten Gustav Karpeles (1848–1909) aus der Zeit von 1879 bis 1890.
Das Konvolut umfasst mehr als 60 Prozent der derzeit bekannten Briefe Fontanes an diesen Adressaten. ...."

Quelle: Kulturportal der Märkischen Allgemeine

http://www.uni-potsdam.de/u/romanistik/humboldt/hin/hin19/krafteinert.htm

Die Gleichsetzung der Scans des Internetarchivs mit Gutenberg.org ist absolut nicht gerechtfertigt.

Schaumburger Nationalsozialisten: Täter, Komplizen, Profiteure, ISBN 978-3895347375.
Eine Einladung zur Präsentation des von Frank Werner herausgegeben Buches mit dem Titel: Schaumburger Nationalsozialisten: Täter, Komplizen, Profiteure
im Staatsarchiv Bückeburg nahm ich am 16.11.2009 gerne wahr.

Im Nachhinein bin ich jedoch über die Einladung verwundert, weil mein Buch zwar häufiger in dem vorzustellenden Werk zitiert und erwähnt wurde, allerdings nicht sehr wohlwollend. Zum Beispiel so:

Auf Seite 28 vermerkt Herr Werner provokativ: "Eher am närrischen Rand der Forschung bewegt sich Alexander vom Hofe mit seinen quellenreichen, aber abseitigen Komplott-Theorien zum Fürstenhaus..."

Thomas Riechmann der seinen Beitrag Friedrich Christian zu Schaumburg Lippe widmet zitiert mehrfach mein Buch, sagt aber dann auf Seite 476 in Fussnote 114 "Alexander vom Hofe hat in einem kaum ernstzunehmenden Buch, das eine Mischung aus kruder Anklageschrift und chaotischer Quellensammlung (ohne
genaue Quellenhinweise zu geben) darstellt, versucht, einen fragwürdigen Zusammenhang zwischen dem NS- Engagement der Brüder und dem Unfalltod des Fürsten Adolf zu konstruieren, um eine Erbschaftsverschwörung nachzuweisen."

Der von mir aufrichtig geschätzte Herr Dr. Stefan Brüdermann (Archivleiter in Bückeburg) erklärt in seinem Beitrag über Alfred Meyer auf Seite 57 Fussnote 110: "vgl. über diese Streitigkeiten und ihre vermuteten Hintergründe mit einem von privatem Interesse geleiteten Zugang und höchst spekulativer Argumentantion..."

zur Dimension der Verstrickungen die bewusst ausgeblendet werden sei auf meinen Beitrag hingewiesen:

http://archiv.twoday.net/stories/8371822/

Ob in dem Buch "Schaumburger Nationalsozialisten" ein privates Interesse festgestellt werden kann überlasse ich den Historikern. Ich vermag ein solches zu erkennen. Zum Beispiel an nachfolgender Stelle, wobei diese Feinheit wohl eher einem Juristen auffallen wird:

Vor Monaten wurde der Beitrag von Frau Dr. Seegers wie folgt angekündigt:

"Der Steinbruchbesitzer Walter Schmidt, in: Frank Werner (Hg.), Frank Werner (Hg.), Schaumburger Nationalsozialisten. Täter, Komplizen,Profiteure, Bielefeld 2009 (im Erscheinen)"

damals und heute noch (26.11.09) unter http://www.uni-giessen.de/erinnerungskulturen/home/profil-lseegers.html

Ich habe den Beitrag von Frau Dr. Lu Seegers nun gelesen. Der Kolumnentitel im Beitrag lautet jetzt "Walter Schmidt Eigentümer der Schaumburger Steinbrüche". Ein Besitzer wird Eigentümer. Dies ist objektiv falsch, weil Walter Schmidt niemals Eigentümer eines Steinbruchs war. Der Kolumnentitel suggeriert, dass er Eigentümer (nicht mehr Besitzer) des Grundstücks war, auf dem Zwangsarbeiter ermordet wurden. Er war Gesellschafter einer Gesellschaft mit ähnlichem Firmennamen, nämlich “Schaumburger Steinbrüche Steinbergen (SSS)”. Somit ist die Angabe Eigentümer der Schaumburger Steinbrüche mit oder ohne Anführungszeichen irreführend und höchst unwissenschaftlcih. Wem gehörte der Steinbruch und die Ahrensburg in der die Strafgefangenen einquartiert wurden ? Am Anfang des Beitrags wird erwähnt dass der Steinbruch der “Fürstlichen Hofkammer” gehörte. Das ist juristisch und historisch falsch. Die “Fürstliche Hofkammer” hat keinerlei Rechtspersönlichkeit seit 1918. Wird der Frage nachgegangen wem der Steinbruch gehörte ? Nein. Es ist davon auszugehen, dass die Verfasserin weiss, wem der Steinbruch gehörte, insbesondere wenn mein Buch in der Literaturliste aufgeführt wird. Schmidts Firma war Pächterin. Seit wann ist ein Pächter Eigentümer ? Wer verpachtete ? Diese Strukturen habe ich herausgearbeitetet.

siehe Kapitel 18 in:

http://edocs.fu-berlin.de/docs/receive/FUDOCS_document_000000000100

Können diese Strukturen unter den Tisch fallengelassen werden ? Ich erkenne Partikularinteressen (was ja grundsätzlich legitim ist, aber wie ist es wenn ein Buchprojekt mit öffentlichen Geldern gefördert wird ?).

Eine Untersuchung zu Wolrad, Stephan und Heinrich Prinz zu Schaumburg Lippe fehlt in dem Band. Zugang zum Familienarchiv wird zu diesem Thema nach wie vor verweigert. Kurioserweise lobt Frank Werner den "Fürsten Alexander" für den grosszügigen Zugang zum Familienarchiv (in Sachen Friedrich Christian).

So ist mein Eindruck folgender:

Das Buch stellt durchaus eine Bereicherung dar. Es ist aber leider, was auch nicht anders zu erwarten war, mainstream geblieben. Brisante Zusammenhänge werden nicht mal ansatzweise angeschnitten. Wirkungskreise des "Fürstenhauses" und der "Hofkammer" werden vollständig ausgeblendet. Wer es wagt diese "Sphäre" zu untersuchen gilt bei den Autoren als Phantast oder Spinner oder Narr.

Das hat vermutlich zwei Gründe die ich nachvollziehen kann:
zum einen eine gewisse Zurückhaltung bei der Untersuchung der Verstrickung von wirklichen "Lokalgrössen" und der nach wie vor verweigerte Zugang zu den einschlägigen Primärquellen. Beide Gründe kann ich mit dem Verstand nachvollziehen. Wie von mir an anderer Stelle bereits erwähnt: "Es ist alles eine Frage der Machtverhältnisse".

Solange die Archive verschlossen bleiben, werden die Forschungsergebnisse kaum vollwertig sein. Mein Beitrag hier sollte daher nicht Archivsperren UND Schaumburger Nationalsozialisten, sondern Archivsperren WEGEN Schaumburger Nationalsoziisten lauten.

Wer erfahren möchte worüber das Buch nicht berichtet, der sollte hier reinschauen:

http://archiv.twoday.net/stories/3810499
http://archiv.twoday.net/stories/8408666/

Die Lokalzeitung musste wieder (wie 2006) den Schaumburgern klar machen, dass der "Fürst" meine Person ablehnen muss. Versteckt hinter dem Foto von Herrn Edathy ein weiteres Foto (Nummer 2)...

http://www.schaumburger-zeitung.de/portal/lokales/sz-heute/landkreis_Besuch-aus-Spanien-und-Baeren-in-Russland-_arid,194327.html

Wie unabhängig ist die Presse in Schaumburg ? Wer kritisiert dort die Archivsperrenpraxis ?

hierzu siehe auch hier:

http://archiv.twoday.net/stories/6307303/

http://vierprinzen.blogspot.com/

http://schneeschmelze.wordpress.com/2009/11/25/ernuchternde-erfahrungen-mit-der-onleihe/

Fazit: Bei der Onleihe handelt es sich um ein vollkommen überflüssiges Angebot, das ausschließlich für Windows-Anwender vollständig benutzbar ist. Es ist keine Ergänzung des bisherigen Angebots der Bibliotheken und es erspart mir auch nicht den Weg in die Bibliothek, weil ich die Bücher, die ich brauche und die mich interessieren, über die Onleihe gar nicht bekomme. Dazu paßt auch, daß der volle Umfang des ohnehin stark beschränkten Angebots mir gar nicht zur Verfügung steht, weil ich dazu den falschen Computer besitze, für den es die proprietäre Software nicht gibt, die die Onleihe mehr oder weniger stillschweigend voraussetzt. Es geht hier also nicht um die bibliothekarische Grundversorgung für alle. Es geht um einen zusätzlichen Service, auf den keiner gewartet hat und den trotzdem alle Steuerzahler mit bezahlen müssen.

Zur Kritik in netbib:

http://log.netbib.de/?s=onleihe

Insbesondere meine 30 Beiträge vom Januar 2008
http://log.netbib.de/?s=onleihe+%C3%A4tzend

Kritik in Futurezone.at
http://futurezone.orf.at/stories/1628556/

Kritik von schmoekerturm.de
http://www.schmoekerturm.de/tag/onleihe/






http://darwin-online.org.uk/Variorum/index.html

http://iuwis.de/blog/amended-google-book-settlement-eine-zusammenfassung

Variante 1:


Variante 2:


Patrick Sahles im Vorfeld hier kritisierter und später kurz zusamnmengefasster Vortrag im Oktober in Siegen liegt als Wiki-Beitrag zum Nachlesen vor.
Sahles Fazit ist als Arbeitsprogramm für das deutsche Archivbwesen zu lesen. Es verdient eine unvoreingenommene Aufnahme bei allen Entscheidungsträgern und eine konstruktive Diskussion:
"Wie kann die Entwicklung der historischen Forschung in ihrer Verbindung zu den Archiven und deren Leistungen vorangetrieben werden? Was ist zu tun?
* Die weitere Entwicklung braucht zunächst ein stabiles Fundament aus verschiedenen Komponenten:
o Die Basis der wissenschaftlichen Arbeit - auch unter digitalen Vorzeichen - sind die Quellen. Wir brauchen noch sehr viel mehr digitale Inhalte. Um zu einer digitalen Forschung zu kommen brauchen wir mehr als digitalisierte Beispielbestände. Wir brauchen auch mehr, als die oft zitierte "kritische Masse". Wir sollten die annähernde "Vollständigkeit" der digitalen Repräsentation der Überlieferung als Ziel ausgeben und seine Umsetzung verfolgen.
o Informationen für die Forschung müssen technischen und inhaltlichen Standards folgen. Die Standards sind für die meisten Bereiche inzwischen vorhanden und einigermaßen ausgereift (EAD für Findmittel, TEI für Volltexte, METS für komplexe Digitalisate, DC für vereinfachte Metadaten; XML als Metasprache hinter allen Standards).
o Ressourcen müssen über einfache, standardisierte Schnittstellen bereitgestellt werden. Informationen aus Finmitteln müssen nicht nur auf der Webseite eines Archivs suchbar und lesbar sein. Sie sollten auch in automatisierten Verfahren abrufbar und damit unmittelbarin andere Zusammenhänge einzubinden sein. Verschiedene Schnittstellen stehen zur Verfügung und sollten verstärkt eingesetzt werden. Ein Beispiel für ein einfaches Kommunikationsprotokoll, das im Bibliotheksbereich inzwischen weit verbreitet ist, sich aber genau so gut im Archivwesen einsetzen ließe ist OAI bzw. OAI-PMH.
o Für eine auf semantische Verfahren ausgerichtete Forschung brauchen wir eindeutig indentifizierte Informationsobjekte. Grundlage hierfür sind Normdaten. Im Bereich der Personenidentifizierung sollte die PND benutzt werden, wo immer dies möglich ist. Es spricht aber in dieser Phase der Entwicklung auch nichts gegen die Entwicklung weiterer Normdatensammlungen, die zu einem späteren Zeitpunkt verknüpft oder zusammengeführt werden könnten.
o Von entscheidender Bedeutung für eine nachhaltige Digitalisierung der Wissenschaften ist die dauerhaft zuverlässige Adressierung von Informationen. Dazu gibt es bereits eine Reihe verschiedener technischer Lösungen. Entscheidend ist hier aber, dass es sich weniger um ein technisches Problem handelt, als vielmehr um eine Frage der "Haltung". Institutionen des Kulturerbes und der Forschung müssen sich zu ihrer Verantwortung bekennen, digitale Informationen unter dauerhaft gleichbleibenden Adressen (bzw. persistente Identifikatoren) bereit zu stellen.
* Digitale Werkzeuge und Arbeitsumgebungen stehen in ihrer Entwicklung noch am Anfang. Hier brauchen wir im Moment experimentelle Projekte, die für einzelne Forschungsbereiche modellhafte Lösungen entwickeln. Es stellt sich hier die Frage, wo solche Werkzeuge und Arbeitsumgebungen angesiedelt sein können. Während für größere Archive die Einrichtung eigener Plattformen für die wissenschaftliche Arbeit mit den Beständen attraktiv sein könnte, wären für die kleineren Archive modularisierte, leicht nachnutzbare Software zu entwickeln oder Verbundlösungen, also die Einbindung in übergreifende Portale naheliegend.
* In der vertiefenden Erschließung als einem kontinierlichem Forschungsprozess, der auf die Auswertung von Information und Publikation zielt, stellt sich u.a. die Frage nach dem "innen" und "außen" des Archivs. Was soll an die Überlieferung zurückgebunden werden, was bleibt extern? Wie können Verfahren der externen Erschließung durch Software ermöglicht und wie kann der Prozess der Informationsanreicherung durch die Fachleute aus den Institutionen des Kulturerbes (also z.B. durch Archivare) moderiert werden?
* Entscheidend für das Funktionieren kollaborativer Arbeitsprozesse sind Gemeinschaften gleicher Interessen. Diese müssen unter Umständen erst konstituiert und gefördert werden. Das Community-Building gehört zu den wichtigsten Funktionen virtueller Forschungsumgebungen.
* Neue Formen der wissenschaftlichen Ergebnispräsentation müssen erst noch entwickelt und (wichtiger!) in der wissenschaftlichen Praxis als einem System der Zuweisung symbolischen Kapitals etabliert werden. Wenn der Aufsatz oder die Monographie die zentrale Form der Äußerung bleiben sollte, dann muss versucht werden, diesen stärker mit seinen Quellen und mit seinen Kontexten zu verkünpfen. Es stellt sich aber auch die Frage, ob daneben nicht ganz andere Formen der Argumentation und Ergebnispräsentation zu entwickeln sind: offene, kollaborative, hypertextuelle, visuelle Formen der wissenschaftlichen Äußerung.
* Die Etablierung alternativer Formen der wissenschaftlichen Arbeit und der wissenschaftlichen Ergebnispräsentation kann nur gelingen, wenn funktionierende Anreiz- und Belohnungssyteme aufgebaut werden. Digitale Arbeiten oder die Mitarbeit an einer verteilten, kollaborativen und inkrementellen Forschung müssen für die wissenschaftliche Reputation und den eigenen Werdegang verwertbar sein. Voraussetzung dafür sind eine klare Kennzeichnung auch nur partieller Urheberschaft und eine Versionskontrolle inkrementeller Publikationen. Entscheidend sind aber die Hebel, die an der sozialen Verfasstheit der Wissenschaften ansetzen. Wir brauchen ein Umdenken und klare Regeln (auch: Vorgaben der Verbände), wie die neuen Formen der Arbeit bewertet werden sollen und wie sie zum symbolischen Kapital des Wissenschaftlers beitragen können.
* Veränderte technische Rahmenbedingungen verändern die Welt in der wir leben. Sie verändern die Spielregeln, das Selbstverständnis der Akteure und das, was zwischen den Akteuren als Selbsterständlichkeit gelten sollte. Für die Geschichtswissenschaften ergibt sich daraus, dass die Öffnung der Archive für die Forschung, die Bereitstellung der Überlieferung im (digitalen) Lebens- und Arbeitsraum der Forschung und die Virtualisierung des Archivs als Arbeitsumgebung als eine selbstverständliche Zielvorstellung zu fordern ist. Dadurch ist auch zu einer Weiterentwicklung des Selbstverständnisses von Archiven beizutragen, die aufgefordert sind, die kulturelle Überlieferung dauerhaft möglichst umfassend, möglichst gut und möglichst offen für die Allgemeinheit zugänglich zu machen. "

http://www.inf.uni-konstanz.de/netethicsblog/?p=202

"Das Oberlandesgericht Frankfurt am Main hat am 24.11.2009 das Urteil des Landgerichts Frankfurt teilweise revidiert und untersagt, dass die Universitäts- und Landesbibliothek Darmstadt § 52b UrhG so interpretiert, dass die an den elektronischen Leseplätzen der Bibliothek einsehbaren elektronischen Dateien von den Nutzern ausgedruckt oder auf einem elektronischen Device wie USB-Stick gespeichert werden."

Ich habe sonst noch nichts über die Entscheidung gefunden, ein Aktenzeichen wäre fuers Weiterverfolgen der Angelegenheit hilfreich.

Kuhlen: "Gerichte tun, was sie müssen, und der Wortlaut von § 52b lässt offenbar keine Wahl."

Das ist, mit Verlaub, Unsinn. Wir sollten Hermeneutik nicht mit Wahrheit verwechseln. Das juristische Schrifttum war und ist sich uneins, was die Implikationen des § 52b UrhG angeht, den der Gesetzgeber offenkundig schlecht zusammengeschludert hat. Gerichte können definieren, was sie als Wahrheit ansehen, und der Ober sticht den Unter. Aber ein Pik As ist nicht wahrer als ein Pik König.

Aus meiner "Urheberrechtsfibel" zum § 52b:

"Wieder ein unzulängliches Mini-Zugeständnis an Bildung und Wissenschaft!
Die 2007 eingeführte Möglichkeit der Präsenznutzung digitaler
Inhalte in den Räumen der Bibliotheken, Museen und Archive –
sonstige Bildungsanstalten sind nicht privilegiert – verkennt das Bedürfnis,
diese ortsunabhängig zu nutzen. Ebenso befremdlich ist die
Begrenzung der gleichzeitigen Nutzung auf die Zahl der Exemplare,
auch wenn das „grundsätzlich“ so zu lesen ist, dass bei Bedarfsspitzen
nach dem Willen des Parlaments mehr Zugriffe möglich sind. Mit angezogener
Handbremse ins digitale Zeitalter!
Zukunftsfähig ist einzig und allein eine Regelung, die den § 52b in
einer allgemeinen Vorschrift aufgehen lässt, in der die Digitalisierung
des urheberrechtlich geschützten Kulturguts und seine Zugänglichmachung
geregelt wird. Vor allem seit der Kontroverse um das „Google
Book Search Settlement“ will man auch in Europa die Digitalisierung
forcieren. Die Informationsgesellschaft braucht mutige Schritte, auch
wenn diese der Urheberrechtsindustrie auf die Füße treten."
http://www.contumax.de

Update:
http://www.heise.de/newsticker/meldung/OLG-Frankfurt-schraenkt-Nutzerrechte-in-Bibliotheken-ein-874742.html

http://www.provenienzforschung.gv.at/fileitem.aspx?ID=392 PDF

Siehe dazu auch: http://www.univie.ac.at/voeb/blog/?p=3335

http://www.arl.org/news/pr/guide-for-perplexed-nov09.shtml

The American Library Association (ALA), the Association of Research Libraries (ARL), and the Association of College and Research Libraries (ACRL) announce the release of “A Guide for the Perplexed Part III: The Amended Settlement Agreement.” The guide describes the major changes in the amended settlement agreement (ASA), submitted to the Court by Google, the Authors Guild, and the Association of American Publishers on November 13, 2009, with emphasis on those changes relevant to libraries.

Die Stadt Augsburg hat einen Blogger per Anwalt abmahnen lassen, weil er die Internetadresse augsburgr.de registriert hatte.

http://www.augsburger-allgemeine.de/Home/Lokales/Augsburg-Stadt/Lokalnews/Artikel,-augsburg-mahnt-blogger-ab-namensrecht-231109-_arid,2002269_regid,2_puid,2_pageid,4490.html

Update:

Stadt nimmt Abmahnung zurück

http://www.augsburger-allgemeine.de/Home/Lokales/Augsburg-Stadt/Lokalnews/Artikel,-abmahnung-augsburg-blogger-keine-kosten-241109-_arid,2003827_regid,2_puid,2_pageid,4490.html

Update: Hintergründe

http://www.heise.de/tp/r4/artikel/31/31589/1.html


Eine neue Seite des open-access.net unterrichtet über OA-Suchmaschinen:

http://open-access.net/de/recherche/oasuchmaschinen/

Meine Ausführungen zu Open-Access-Suchen im Juni 2009 wurden ignoriert.

http://archiv.twoday.net/stories/5780759/ (BASE)

http://archiv.twoday.net/stories/5777050/ (PDF-Aufsätze in Schriftenservern)

http://archiv.twoday.net/stories/5776766/ (OpenDOAR)

Zu OpenDOAR heute in INETBIB:
http://www.ub.uni-dortmund.de/listen/inetbib/msg41022.html

Ich halte es nicht für vertretbar, in einer wertenden Zusammenstellung zu verschweigen, dass OpenDOAR in nicht nachvollziehbarer Weise nur eine Auswahl der Google-Treffer bietet.

Suche nach lorch meisterlin ergibt via Google Websuche 23 Treffer

http://www.google.com/search?q=site:www.archive.org+lorch+meisterlin

OpenDOAR: 7 Treffer, ohne dass die Möglichkeit besteht, weitere anzufordern.

Nun betrifft das die Treffer im Internetarchiv, aber eine Phrasen-Suche nach "Heinrich Bebel" zeigt, dass Treffer, die auf der Site Freidok von der Websuche gefunden werden, bei OpenDOAR fehlen (Herding; Mertens, Germania; Graf, Hug u.a.m.)

Antwort von OpenDOAR 25.11.2009

"The problems you describe with OpenDOAR Content Search are unfortunate,
but are shared by all applications that use the Google Custom Search
Engine (CSE). The parallel content search service run by our colleagues
at ROAR (http://roar.eprints.org/index.php?action=google) behaves in
exactly the same way, yielding the same (partial) results.

There are two possible solutions. The first is to get Google to fix the
limitations of the CSE. This is something over which we have little, if
any influence.

The second option would be for us to build our own content database,
although only 67% of the repositories listed in OpenDOAR are harvestable
using OAI-PMH. We do not have the resources to build such a database,
nor do is it something we wish to do. OpenDOAR Content Search is
primarily a demonstration system.

OpenDOAR is intended to help third party services such as BASE and
OAIster with their harvesting, and we would always recommend these
services to users in preference to OpenDOAR Content Search.

Feel free to post my reply to your blog as comments. With a bit of luck
Google will see them and take the necessary remedial action.

Regards

Peter Millington

SHERPA Technical Development Officer
Greenfield Medical Library, University of Nottingham, Queen's Medical
Centre, Nottingham, NG7 2UH, England "

http://www.aachener-geschichtsverein.de/Online-Beitraege/heinzelmaennchen-hinzenmaeaenchen-roemermaennchen-im-rheinischen-sagenschatz

Neuester der vor allem von Dietmar Kottmann geschriebenen "Online-Beiträge" des Aachener Geschichtsvereins:

http://www.aachener-geschichtsverein.de/online-Beitraege

#histverein

"Für die fachgerechte Reinigung und Wiederherstellung der Bestände des Historischen Archivs benötigt die Stadt Köln mehrere hundert Millionen Euro, auf die Restauratorinnen und Restauratoren wartet Arbeit für Jahrzehnte. Dank der Großzügigkeit von Spenderinnen und Spendern, die eine Patenschaft übernommen haben, konnte das Historische Archiv bereits die ersten Urkunden und Handschriften restaurieren lassen.

Die Stadt Köln stellt die Übernahme solcher Restaurierungspatenschaften nun auf eine breitere Basis. Künftig können sich alle Interessierten auf diese Weise für das Historische Archiv engagieren. Jeder Beitrag ist willkommen, schon mit 5 Euro ist es zum Beispiel möglich, die Archivalien fachgerecht zu verpacken und vor weiteren Schäden zu schützen.

Das digitale Historische Archiv stellt ab Dienstag, 24. November 2009, Urkunden, Akten, Fotos und Plakate ins Internet, die eine Patin oder einen Paten suchen. In den vier Rubriken

Kleine Maßnahmen - große WirkungNoch glimpflich davon gekommen - Schäden bis 1000 Euro Mit Pinsel und Skalpell - "Patienten" mit größeren Schäden Dicke Bretter bohren - Großspenden für Großprojekte findet sich für jeden Geldbeutel und Geschmack das passende Stück.

Bisher haben Feuerwehr, Archivare und freiwillige Helfer etwa 85 Prozent der beim Einsturz des Archivs am 3. März 2009 verschütteten und beschädigten Bestände geborgen. Schon jetzt zeichnet sich ab, dass die Hälfte davon schwere und mittlere Schäden aufweist, 35 Prozent schwerste Schäden davontrugen und nur 15 Prozent lediglich leichte Schäden erlitten haben.

Weitere Information erhalten Sie bei der Archivarin Dr. Letha Böringer, Telefon 0221 / 221-22328 und der Diplom-Restauratorin Rebekka Thalmann, Telefon 0221 / 221-24617, Fax 0221 / 221-22480 oder per E-Mail an: historischesarchiv@stadt-koeln.de

Das digitale Historische Archiv Köln "
Quelle: Pressemitteilung der Stadt Köln

Über die Qualität der Internetinhalte zu streiten, ist müßig. Joseph Weizenbaum hat es wohl am treffendsten ausgedrückt – “Das Internet ist ein großer Misthaufen, in dem man allerdings auch kleine Schätze und Perlen finden kann.” Um diese kleinen Schätze und Perlen zu finden, muss man allerdings über eine gewisse Medienkompetenz verfügen. Wenn sich Schirrmacher über die Belanglosigkeiten und die Irrelevanz der meisten Netzinhalte aufregt, so sollte er wohl zunächst einmal seinen eigenen Umgang mit dem Netz einer kritischen Überprüfung unterziehen. Das Netz macht die Menschen nicht klüger – diese Position vertreten wohl allenfalls noch die Fundamentalisten der Digitalen Revolution. Im Netz kann der einzelne Mensch jedoch Wissen finden, er muss allerdings eine gehörige Portion Medienkompetenz mitbringen und auch auf dem speziellen Wissensfeld bereits über ein solides Vorwissen verfügen. Das Internet ist nichts für Anfänger, aber für Profis, die dieses Werkzeug beherrschen, kann es eine schier unendliche Quelle des Wissens sein.

http://www.spiegelfechter.com/wordpress/1247/schirrmacher_payback über Schirrmachers "Payback"

http://www.historischekranten.be/

http://archieven.blogspot.com/2009/11/noorwegen.html

http://blog.bnf.fr/gallica/?p=997

After a long process of analysis and consultations with experts, scientific editors and members of the Advisory Committee of the SciELO Brasil collection, the Creative Commons (CC) Licensing, with the minimum standard "Attribution – Non-commercial Use" (CC-BY-NC) was formally adopted by the SciELO collection for all of its content, and with the possibility for the editors to adopt the BY license with broader attribution.
bvsalud.org


Nicht nur die deutschsprachige Version steht in der Kritik:

http://ascii.textfiles.com/archives/808

http://online.wsj.com/article/SB125893981183759969.html

http://www.heise.de/newsticker/meldung/Autorenschwund-bei-Wikipedia-866881.html

http://log.netbib.de/archives/2009/11/23/leistungsschutzrecht/

http://resolver.sub.uni-goettingen.de/purl?PPN611915898

Dieses mal war Google Books recht schnell. Ende September in der Bayrischen Staatsbibliotek digitalisiert und jetzt schon Online. Samuel Lenz Stiftshistorie von Havelberg 1750 Weiterhin ist auch die Stiftshistorie von Brandenburg online.

Weitere Stiftshistorien von Samuel Lenz sind digitalisiert worden und demnächst online.

Diese seltnen Werke sind für die Geschichts- und Heimatforscher eine Bereicherung. Hier mal einen großen Dank an die Bayerische Staatsbibliothek und natürlich auch mal an Google Books, dass diese Werke jetzt einer breiten Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt wurden.


Michael Bärmann: Der Verfasser des Buches der Beispiele als Entrepreneur? Neuaufgefundene Lebenszeugnisse zu Antonius von Pforr, in: Daphnis 37 (2008) , S. 381-408 [noch nicht gedruckt ausgeliefert, zugänglich vorab elektronisch bei Ingenta]

Abstract
"In den Colmarer Archives départementales du Haut-Rhin sind verschiedene historische
Quellen aufgetaucht, denen u. a. zu entnehmen ist, dass Antonius von Pforr
und dessen Brüder bereits lange vor der Entstehung des Buches der Beispiele in
einem Dienstverhältnis zum Haus Württemberg standen. Zu diesem überraschenden
Befund gesellt sich das Kuriosum, dass die Pforr-Brüder dank einer Schenkung
seitens der württembergischen Grafen vor den Toren Breisachs offensichtlich
eine Sägemühle betrieben, die sich aufgrund eines differenzierten Vertragswerkes
als eine Art ‘Joint Venture’ mit weiteren unternehmerisch innovativen Personen
aus der näheren und weiteren Umgebung Breisachs deuten lässt."

Aus Colmar, Archives départementales du Haut-Rhin, E 175 (Pergamenturkunde) teilt Bärmann einen neuen Beleg für Graf Heinrich von Württemberg mit (S. 396-398):

"Am 16. Oktober des Jahres 1482 (“geben vff mitwoch sant gallen tag”) stellt Wilhelm von Rappoltstein eine Urkunde aus, in deren Mittelpunkt die Beilegung eines Rechtsstreits steht. Als Kontrahenten dieser Auseinandersetzung werden zum einen die “cläger” Anton, Hans Wernher und Gervasius von Pforr, andererseits Graf Heinrich von Württemberg und Mömpelgard aufgeführt, wobei letzterer durch insgesamt vier württembergische Räte, namentlich durch den Hofmeister Wolf von Tachenhusen, den Kanzler Romanus Eberlin, den Schaffner Jörg von Tieffenbach sowie durch Johannes Huckler, der als Stadtschreiber von Reichenweier Erwähnung findet, vertreten wird".

Bärmann widmet Heinrich und seiner literarischen Tätigkeit einen langen Exkurs S. 400-4078, der sich vor allem auf meine Studie stützt. Kurioserweise entgeht ihm Heinzers Beitrag, der seit 2006 in der Wikipedia in der Vortragsfassung von 2004 und seit einiger Zeit auch in der Druckfassung von 2006 verlinkt ist.

Klaus Graf: Graf Heinrich von Württemberg († 1519) - Aspekte eines ungewöhnlichen Fürstenlebens. In: Sönke Lorenz, Peter Rückert (Hrsg.): Württemberg und Mömpelgard 600 Jahre Begegnung. Montbéliard - Wurtemberg 600 Ans de Relations. (Schriften zur Südwestdeutschen Landeskunde 26), Leinfelden-Echterdingen 1999, Seite 107-120
http://www.histsem.uni-freiburg.de/mertens/graf/heinr.htm

Felix Heinzer: Heinrich von Württemberg und Eberhard im Bart: zwei Fürsten im Spiegel ihrer Bücher. In: Peter Rückert (Hrsg.): Der württembergische Hof im 15. Jahrhundert: Beiträge einer Vortragsreihe des Arbeitskreises für Landes- und Ortsgeschichte, Stuttgart. Kohlhammer-Verlag Stuttgart 2006, Seite 149-163
http://www.freidok.uni-freiburg.de/volltexte/4460

Abgesehen von einigen fleißigen Literaturnachträgen zu den Büchern Heinrichs hat Bärmann (anders als Heinzer) nichts Neues zu Heinrichs literarischer Tätigkeit zu bieten.

Bärmann hätte erwähnen sollen, dass das Briefpaar im HStA Stuttgart A 602 Nr. 519c seit einigen Jahren digitalisiert vorliegt:

http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=1-24894-1

In der gleichen Akte befinden sich auch die in Anm. 60 erwähnten Reuchlin-Briefe.

S. 403f. zum stammbuchartigen 'Königssteiner Liederbuch', Berlin mgq 719:
http://www.handschriftencensus.de/4499

S. 404f. zu Stuttgart, Württembergische Landesbibliothek, Cod. med. et phys. 2° 14:
http://www.handschriftencensus.de/14658

S. 405f. zu Stuttgart, Württembergische Landesbibliothek, Cod. hist. quart. 10:
http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/content/pageview/265132

Ich bemerke, dass man geneigt sein könnte, bei einer Suche in Google Book Search nach Graf Heinrich von Württemberg den alten Aufsatz von Heyd zu vermissen. Dieser ist indes durchaus dort präsent:

Ludwig Friedrich Heyd, Graf Heinrich zu Württemberg, Dr., Coadjutor des Erzbisthums Mainz, in: Studien der evangelischen Geistlichkeit Wirtembergs 4 H. 2, Stuttgart 1832, S. 163-184
http://books.google.de/books?id=X9QrAAAAYAAJ&pg=RA1-PA163

Heyd teilt S. 181-184 einiges aus dem Inhalt dieser Hs. mit.

Zu den zwei Stuttgarter Inkunabeln (es waren ursprünglich drei, ein Lirer-Druck wurde als DUBLETTE verkauft und befindet sich heute in New Haven, Yale University) siehe INKA:

http://www.inka.uni-tuebingen.de/

Ziemlich sinnfrei ist, dass Yale inzwischen das Bild des Einbands der Lirer-Chronik aus der allgemein zugänglichen Bilddatenbank entfernt hat!

Übrigens widmete Karl Theodor Griesinger Heinrich 1860 einen zweibändigen historischen Roman, der online lesbar ist:

http://books.google.de/books?id=1bM6AAAAcAAJ
http://books.google.de/books?id=4rM6AAAAcAAJ

#forschung


Bild aus Sattlers Graven
http://www.archive.org/stream/allgemeinegeschi04satt#page/n61/mode/2up

Subjektiv muss ich diese Frage bejahen. Zwei Selbsttötungen in meinem Marburger Kurs sowie kürzlich ein weiterer Todesfall, dessen Umstände noch nicht geklärt sind, haben mich dazu veranlasst diese Titel-Frage zu stellen.

Viele weitere Fragen schließen sich an:
Gibt es vergleicbare, subjektive Wahrnehmungen?
Ist unser Beruf ein Risiko? Oder:
Wählen entsprechend disponierte Menschen häufiger unseren Beruf?
Exisitieren arbeitspsychologische Forschungen über die Archivarstätigkeit?
Müssten diese Studien angeregt werden?
Wenn die von mir bemerkten Auffälligkeiten keine Singularität, sondern eine Tendenz darstellen, was ist zu tun?
Vor allem: wer sollte es tun? Der Berufsverband? Die Ausbildungsbehörden? Die Fachhochschulen in Marburg oder Potsdam?

23. November, 17 Uhr, Domforum: Dr. Johannes Kistenich, Technisches Zentrum des Landesarchivs NRW zu Restaurierung, Digitalisierung und Verfilmung des Archivguts

http://www.culture.fr/fr/sections/collections/moteur_collections

chantilly allemand findet 354 Treffer

Europeana nur 125.


http://www.brasiliana.usp.br/

Eine digitale Bibliothek der UB Sao Paulo mit historischen Büchern über Brasilien, darunter auch deutschsprachige.


http://www.inf.uni-konstanz.de/netethicsblog/?p=186

Auszug: Es kann nicht im Interesse der Volkswirtschaft sein, dass einem vergleichsweise doch kleinen Teil der Wirtschaft, wie der Verlagswirtschaft, umfassende Privilegien zugestanden werden, die für den großen Teil der Wirtschaft, der Wissenschaft, des Bildungswesen und der Öffentlichkeit eher Nachteile mit sich bringen. Die Wirtschaft zieht Nutzen aus einem freien Zugriff auf publiziertes Wissen, indem das Reservoir für Innovationen geöffnet bleibt. Wissenschaft und Bildung können ohne die freie Verfügbarkeit über das publizierte Wissen ohnehin nicht leben. Und dass der Öffentlichkeit der Zugriff zu dem Wissen verschlossen sein soll, dessen Produktion sie selber mit Steuermitteln unterstützt hat, kann ohnehin niemand plausibel machen.

Freien Zugriff zum Wissen der Welt hat Google bislang in dem konsequent verfolgten Freeconomics-Modell verfolgt, auch wenn wir mehr und mehr mit anderer Währung (unseren Daten) für die Google-Dienste bezahlen. Es wäre besser, mit Google in Verhandlungen einzutreten, um das Freeconomics-Modell z.B. für Bildung und Wissenschaft weiter garantiert zu bekommen. Anders: Google kann auch mit Werken aus Bildung und Wissenschaft Geld verdienen (wie auch immer), solange der Zugriff auf diese Publikationen nach Open-Access-Prinzipien und unter einer Creative-Commons-Lizenz weiter möglich ist. Ist das nicht ein besserer Weg als zu versuchen, über Klagen Zugeständnisse zu erreichen?


Mein Kommentar:

Jede Internetsuchmaschine funktioniert nach dem Prinzip des "Opt out", denn eine gesetzliche Erlaubnis, fremde Internetseiten in einen eigenen Suchindex aufzunehmen, also zu vervielfältigen, existiert im europäischen Recht NICHT. Siehe dazu auch zu § 44a (S. 93) meine Urheberrechtsfibel. Auch der beliebte Google-Cache ist in Deutschland illegal.

Eine möglichst vollständige Volltexterfassung der gedruckten Überlieferung aller Zeiten zur Eingliederung in einen Suchindex ist von allergrößter Bedeutung für Wissenschaft und die Informationsgesellschaft. Hier den Weg der Einzelvereinbarungen zu gehen verschiebt dieses Ziel nicht zuletzt angesichts der verwaisten Werke auf den St. Nimmerleinstag. Es ist absurd, ein Google-Monopol zu beklagen, wenn niemand anderes gewillt ist, eine vergleichbare Massendigitalisierung durchzuführen. Tölpelhafte Versuche wie die Europeana zeigen, dass Google konkurrenzlos ist.

Ich zitiere nochmals:

Sabine Hüttner [Stipendiatin am Max-Planck-Institut für
Geistiges Eigentum, Wettbewerbs- und Steuerrecht in München, wo sie derzeit promoviert]: Die "Google Buchsuche" im deutsch/amerikanischen Vergleich, in:
Wettbewerb in Recht und Praxis, Heft 2009/04 S. 422-431

Die "Google Buchsuche" bringt einen großen Nutzen für die Allgemeinheit, binnen Sekunden kann jedermann relevante Bücher im Internet finden. Die Abwägung aller Interessen ergibt daher, dass die "opt-out"-Praxis der einzige Weg ist, das ehrgeizige Mammutprojekt von Google umzusetzen. Dass traditionelle, auf einem "opt-in"-System basierende Urheberrecht muss an die Erfordernisse des Informationszeitalters angepasst werden. Der Nutzen für die Allgemeinheit überwiegt in diesem Fall gegenüber den Interessen der Urheber. Diese werden durch die Anzeige von bloßen Buchausschnitten (Snippets) ohnehin nicht übergebührend beeinträchtigt. Meiner Auffassung nach sollte die "opt-out"-Praxis im Rahmen des "Bibliotheksprogramms" daher zulässig sein. [...]

Die Analyse ergibt, dass Google sich in den USA [...] erfolgreich auf das Vorliegen von fair use hätte berufen kann. Das "Bibliotheksprogramm" wäre in den USA demnach nicht urheberrechtswidrig. [...]

In diesem Fall sollte die Interessenabwägung zugunsten Googles ausgehen. Heutzutage werden Digitalisierungsprojekte für Bibliotheken unerlässlich. In der Informationsgesellschaft und durch die rasante Entwicklung des Internets suchen Nutzer verstärkt elektronisch verfügbare Datenquellen. Die "Google Buchsuche" als ehrgeizigstes Projekt des weltweit größten Suchmaschinenbetreibers bringt einen enormen Nutzen für die Allgemeinheit. Das gesamte Wissen der Menschheit wird durch die "Google Buchsuche" online verfügbar gemacht. Des Weiteren gibt es für Verlage große Chancen ihre Verkaufszahlen zu erhöhen, da auf der Suchergebnisseite auch links für Bestell- und Ausleihmöglichkeiten zu finden sind. Zudem gibt es auch viele urheberrechtlich geschützte Bücher in den Bibliotheken, die nicht mehr lieferbar sind bzw. Bücher, die man über andere Wege nicht mehr auffinden kann. Daher ist es im Interesse der Urheber und Verlage, wenn ihre Bücher gefunden werden. Außerdem läuft alles was nicht im Internet verfügbar ist, Gefahr irgendwann nicht mehr wahrgenommen zu werden. Zudem müssen die mit Google kooperierenden Bibliotheken für die Digitalisierung ihrer Bestände nicht selbst aufkommen. Das ist ein großer Vorteil, da die Bibliotheken sich die hohen Digitalisierungskosten selbst nicht leisten könnten. [...]

Langfristig gesehen sollte darüber nachgedacht werden für Europa eine Europäische fair use Ausnahme zu schaffen, durch die das "Bibliotheksprogramm" in Europa gerechtfertigt werden könnte. Als die nationalen Urhebergesetze geschaffen worden, hat man sich die Neuentwicklungen im Informationszeitalter noch nicht vorstellen können. Das deutsche Urhebergesetz aus dem Jahre 1965 ist auch relativ starr geregelt und enthält sehr konkrete Schrankenbestimmungen. Diese berücksichtigen jedoch neue technische Entwicklungen, insbesondere im Bereich des Internetrechts, nicht. Daher ist auch das "Bibliotheksprogramm" in Deutschland rechtswidrig. Eine Anpassung an das digitale Zeitalter und die Belange der Informationsgesellschaft ist daher notwendig. Damit der technische Fortschritt in Europa nicht behindert wird und Anbetrachts des großen Nutzens des "Bibliotheksprogramms", sollte daher eine Europäische fair use Ausnahme geschaffen werden.

http://archiv.twoday.net/stories/5715357/

http://archieven.blogspot.com/2009/11/photochrom-collectie-library-of.html

Aachen

http://opendotdotdot.blogspot.com/2009/11/british-librarys-bitter-digital.html

Gleiches gilt auch für die Angebote des Nationalarchivs.

http://www.mopo.de/2009/20091121/hamburg/panorama/schaemen_sie_sich_nicht.html

Vor drei Wochen waren am Gebäude des ehemaligen KZ Spaldingstraße zwei Tafeln eingeweiht worden, die an 800 KZ-Häftlinge erinnern, die dort ums Leben kamen. Ein offizieller Festakt. Schon wenige Tage später ließ der Eigentümer, die Immobilienfirma IVG, sie wieder demontieren und einem dunklen Hinterhof verstecken, der ausdrücklich nicht betreten werden darf. Die Gedenktafeln seien "geschäftsschädigend", so lautet die Begründung. Ein Skandal.

http://bibliodyssey.blogspot.com/2009/11/meet-fuggers.html



Siehe schon http://archiv.twoday.net/stories/6024087/

Frisch digitalisiert:
http://resolver.sub.uni-goettingen.de/purl?PPN600907821

Johann Carl Tutenberg's Unterhaltende Betrachtung der Himmelskörper, oder des großen Weltall's; für Kinder. Ein Beitrag zur angenehmern wissenschaftlichen Lectüre; Nebst einer Vorerinnerung des Herrn Hofrath’s Kästner.
Mit zwey Kupfern. Göttingen, bey Johann Christian Dieterich. 1782. – XVIII, 492 S. Mit 2 Faltkupfern mit astronomischen Figuren von Martin Medarus Thoenert.

Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen

Erster Teil eines auf mehrere Bände konzipierten Werks zur Astronomie. Der Lehrstoff über die Himmelskörper wird im Rahmen eines familiären Gespräches präsentiert. Im Haus eines reichen Kaufmanns führt ein Onkel mit seinen Neffen und seiner Nichte sowie deren Gefährten Abendunterhaltungen über Geschichten aus der Bibel. Den Kindern werden naturwissenschaftliche Phänomene erklärt und auch durch einfache Versuche untermauert. Physikalische und astronomische Sachverhalte sind dem kindlichen Verständnis entsprechend dargelegt. Tutenberg war laut Vorwort ein Schüler des Göttinger Mathematikprofessors Abraham Gotthelf Kästner. Der Autor widmete das Buch Friederike Henriette Wilhelmine und Jeanette Louise Georgine Heyne, den Kindern von Christian Gottlob Heyne, u.a. Professor für klassische Philologie und Leiter der Göttinger Universitätsbibliothek. (W.V./A.B.)

Beschreibung: Katalognr. 124 aus

Nützliches Vergnügen
Kinder- und Jugendbücher der Aufklärungszeit aus dem Bestand der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen und der Vordemann-Sammlung. Ausstellungskatalog. Herausgegeben von Elmar Mittler und Wolfgang Wangerin. - Göttingen 2004. - (Ausstellung in der Paulinerkirche vom 5. 12. 2004–20. 2. 2005) - ISBN 3-930457-65-2.
http://webdoc.sub.gwdg.de/ebook/fk/gbs/gbs_29.pdf

Eine ätzende zeitgenössische Rezension von Albrecht Georg Walch (1736-1822), Phil. et Math. Prof. et Gymnas. Rector in Schleusingen, findet sich in: ADB 53.1783, 164-168
http://www.ub.uni-bielefeld.de/cgi-bin/navtif.cgi?pfad=/diglib/aufkl/adb/254832&seite=00000173.TIF&scale=8
(...) Jeder Besuch oder jede Lection hat nun ihr eigen Exordium - eine Kinderscene, Epistel, Gedicht oder einen andern eingeschobenen Aufsatz, und sie selbst sind ganz dialogisch eingerichtet: der Vortrag des Onkels wird durch Fragen, Einwürfe und andere unmaßgeblichen Gedanken der Kinder unterbrochen. Eine Methode, die wir leider bis zum Ekel in vielen Kinderbüchern gebraucht sehen, und die Hr. T. vielleicht von den kosmologischen Unterhaltungen [Kosmologische Unterhaltungen für die Jugend / Christian Ernst Wünsch - 1780] entlehnt hat : als wenn es nicht auch möglich wäre, eine wissenschaftliche Lehre in dem Grad der Deutlichkeit vorzutragen, daß sie in einem Lesebuch für die Jugend stehen kann, ohne daß man daraus ein Kinderdrama macht. Leichter mag dies letzte freylich seyn; denn um die Schicklichkeit des Dialogs bekümmert man sich soviel nicht, sondern läßt Kinder dociren und disputiren, wie Alte; auch wohl behaglicher für den Verf., der sich seine Arbeit Bogenweise bezahlen läßt, denn die Bogen schwellen dadurch zusehends an, daß es eine Lust ist; aber gewiß nicht für den Käufer und Leser. (...)

Hermann Schreyer: Das staatliche Archivwesen der DDR. Ein Überblick, Düsseldorf: Droste Verlag 2008, wird von Klaus A. Lankheit rezensiert und zwar hier: http://www.sehepunkte.de/2009/11/15708.html auf www.sehepunkte.de

Wer soviel Geld von Bibliotheken kassiert, sollte vielleicht einige Sekunden über die Benutzbarkeit seines Angebots nachdenken. Jeder Wissenschaftler braucht sofort zu jedem Aufsatz die Metadaten.

Beispiel:

Pfleger, Luzian
Joseph Knepper
in: Historisches Jahrbuch 27 (1906), S. 484-486

Geben wir mal Knepper ein:

Joseph Knepper
Autor: Pfleger, Luzian
Historisches Jahrbuch / Zeitschriftenband 27 / Zeitschriftenheft 2 / Zeitschriftenteil / Nachruf

Auf der ersten Seite des Scans, die man durch Klicken erreicht, werden die Metadaten zugleich reduziert und erweitert:

Joseph Knepper
Historisches Jahrbuch / Zeitschriftenband / Zeitschriftenheft / Zeitschriftenteil / Nachruf
http://resolver.sub.uni-goettingen.de/purl?PPN385984421_0027

Herrschaftssakrament, sind die bibliographischen Daten vielleicht unter "Bibliografische Info" versteckt?

"Strukturtyp: Zeitschrift
Titel: Historisches Jahrbuch
Verlag: Alber
Schlagworte: histja
Fachgebiete: History
PURL: http://resolver.sub.uni-goettingen.de/purl?PPN385984421
PPN (digital): PPN385984421
PPN (original): PPN129074896
ZDB-ID: 2143296X
ISSN: 0018-2621
Links:
Strukturtyp: Zeitschriftenband
Titel: Historisches Jahrbuch
Band: 27
Herausgeber: Joseph Weiß
Erscheinungsjahr: 1906
Erscheinungsort: München
Verlag: Herder
Fachgebiete: History
Gescannte Seiten: 1.036
PURL: http://resolver.sub.uni-goettingen.de/purl?PPN385984421_0027
PPN (digital): PPN385984421_0027
Links:
Strukturtyp: Zeitschriftenheft
Titel: Historisches Jahrbuch
Band: 2
Gescannte Seiten: 238
Strukturtyp: Zeitschriftenteil
Titel: Nachrichten
Gescannte Seiten: 20
Strukturtyp: Nachruf
Titel: Joseph Knepper
Autor: Luzian Pfleger
Gescannte Seiten: 3"

Wir wissen zwar jetzt den Jahrgang und das Erscheinungsjahr, aber die Anfangs- und Endseite müssen wir den Scans entnehmen.

Die Metadaten stehen nicht über BASE zur Verfügung, da könnte man sich die Angaben rasch zusammenklauben.

"Titel:
Einige Bemerkungen zu dem Diskussionsbeitrag von Johannesmann, Knepper: Plädoyer für eine den affektiven Bereich erfassende politische Bildung
Autor:
Kassner, Peter
Verlag:
Schroedel
Veröffentlicht:
1971-01-01
Dokumentart:
Artikel
Quelle:
Kassner, Peter | Einige Bemerkungen zu dem Diskussionsbeitrag von Johannesmann, Knepper: Plädoyer für eine den affektiven Bereich erfassende politische Bildung | Die Deutsche Schule | 1971 | BAND: 63 | Seite: 582
Sprache:
de
Rechte:
DigiZeitschriften Abonnement ; Juventa
URL:
http://www.digizeitschriften.de/oai2/?436807
Datenlieferant:
DigiZeitschriften: Das deutsche digitale Zeitschriftenarchiv"

Werfen wir zum Vergleich einen Blick auf JSTOR. Bei der Suche nach Joseph Knepper bietet schon die Trefferliste vollständige Metadaten:

Review: [untitled]Review: [untitled]Christopher Silver Reviewed work(s): Greenbelt, Maryland: A Living Legacy of the New Deal by Cathy D. KnepperThe Journal of American History, Vol. 89, No. 4 (Mar., 2003), pp. 1578-1579

Der Autor ist hier verlinkt. Ähnliches kann als selbstverständlicher Standard bei Zeitschriftendigitalisierungsunternehmen gelten. Nur bei DigiZeitschriften muss man für eine simple Zitation lange herumsuchen.

http://www.swp.de/goeppingen/nachrichten/suedwestumschau/art4319,263297

Der Tübinger Kunsthistoriker Sergiusz Michalski rät dem Land zu beherztem Vorgehen, um den Ausverkauf privaten Kulturguts zu verhindern. Sein Appell richtet sich auch an die Adelshäuser.

Der Professor am Kunsthistorischen Institut der Universität Tübingen schlägt vor, die vom Land vorgesehene hochrangige Expertenkommission, die sich mit den Problemen der Adelsbibliotheken und Kunstsammlungen befassen soll, mit besonderen Befugnissen und mehreren externen Sachverständigen auszustatten. Eine solche Kompetenzerweiterung hält Sergiusz Michalski deshalb für so wichtig, weil die Befugnisse und das Einspruchsrecht der Denkmalpflege - eines wichtigen Beratungsdienstes des Landes - zuletzt systematisch ausgehöhlt worden seien. Eine solchermaßen verstärkte Kommission sollte in Ruhe eine erweiterte Liste von Kulturgütern erstellen, die dem Land, aber auch der deutschen Kultur wichtig wären.
Bisher habe das eingespielte Zusammengehen von verkaufswilligen Adelshäusern und großen britischen Auktionshäusern gekonnt eine Druckkulisse aufgebaut, der die öffentliche Hand und die Kulturbehörden nur wenig entgegensetzen konnten. Statt immer nur von Fall zu Fall zu agieren, wie jetzt bei den Verkaufsangeboten des Fürsten von Waldburg-Wolfegg, sollte sich Baden-Württemberg gezielt ein Instrument schaffen, das es in die Lage versetzte, für die Kultur des Landes unverzichtbare Werke aufzukaufen. Denkbar wäre ein aus Lotto-Mitteln und privaten Stiftungen gespeister Fonds. Zugleich fordert Michalski, die bestehenden Gesetze zum Schutz der Kulturgüter schärfer anzuwenden.
Michalski bedauert angesichts vorgesehener und absehbarer Verkäufe aus Adelsbibliotheken, dass sich die Häuser nicht mehr an ihre traditionelle Selbstverpflichtung zur Kulturbewahrung- und Repräsentation halten. Die alte Maxime "noblesse oblige" sei jungen Adligen offenbar nicht mehr so wichtig. Man verkaufe uralte Handschriften und zerstöre traditionelle Sammlungszusammenhänge um eine Finca auf Mallorca zu kaufen. Bibliotheken zu zerstreuen, die in 500 Jahren gewachsen wären, hält Michalski für eine Kulturschande. Sie erinnere an die rücksichtslose Politik der DDR-Behörden gegenüber ostdeutschen Adelsbibliotheken und kleineren Büchereien.
Ein besonderes Problem bildet seines Erachtens der Fall der in den Jahren 1803 bis 1806 durch Konfiskation von Klosterbibliotheken aufgebauten fürstlichen Bibliotheken. Hier hätten laut Michalski die jetzigen Besitzer eine zusätzliche Verpflichtung gegenüber den Hochleistungen der kirchlichen und monastischen Kultur, die man sich damals ohne viel Federlesens angeeignet habe. Eigentlich hätte man nach 1918 nicht nur - was damals halbherzig geschah - die Kunstsammlungen und Bibliotheken der regierenden Dynastien, sondern mit noch größerer moralischer Berechtigung die Bibliotheken der Säkularisationsgewinnler nationalisieren sollen.
Die Bedeutung der Adelsbibliotheken für die Rekonstruktion der alten Kulturzusammenhänge werde nach wie vor unterschätzt. Der Südwesten verfügt laut Michalski über einzigartige Kostbarkeiten in einer Vielfalt wie nirgendwo sonst in Deutschland. Auch eher kultur- und historienferne Zeitgenossen sollten im postindustriellen Zeitalter die Bedeutung solcher Sammlungen zu würdigen wissen - sie könnten Baden-Württemberg auch in materieller und touristischer Hinsicht große Vorteile verschaffen.


Exakt meine Meinung. Zum Thema hier siehe:

http://archiv.twoday.net/topics/Kulturgut/

Oberschwäbische Adelsbibliotheken (2006) http://eprints.rclis.org/6246/

Adelsbibliotheken in Gefahr (1995, 1997)
http://www.histsem.uni-freiburg.de/mertens/graf/privbib.htm

Fall Donaueschingen:
http://www.histsem.uni-freiburg.de/mertens/graf/don.htm

http://www.heise.de/newsticker/meldung/Anhoerung-zu-neuem-Google-Books-Vergleich-im-Februar-865535.html

In dem Streit um Googles Buchsuche zwischen dem Suchmaschinenriesen und der Verlagsbranche hat ein US-Bundesrichter den neuen Einigungsvorschlag vorerst gebilligt. Der mit dem Verfahren betraute New Yorker Richter Denny Chin erteilte dem Vorschlag mit einer Anordnung vom Donnerstag seinen vorläufigen Segen und setzte einen neuen Anhörungstermin für den 18. Februar 2010 an. Bis Ende Januar haben interessierte Parteien nun erneut Gelegenheit, zu dem neuen Vergleichsvorschlag Stellung zu nehmen.

http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/tagungsberichte/id=2860

http://iuwis.de/blog/aktionsb%C3%BCndnis-urheberrecht-f%C3%BCr-bildung-und-wissenschaft-nimmt-stellung-zur-europ%C3%A4ischen-digita

Das Börsenblatt schreibt natürlich von der horrenden Artikelgebühr nichts:

http://www.boersenblatt.net/348178/

Aber es gibt ja noch die Verlagswebsite:

„Open Access“ von Schattauer
Schattauer bietet seinen Zeitschriften-Autoren ab sofort die Möglichkeit, ihre Artikel nach Erscheinen in print bzw. online für alle Nutzer frei zugänglich zu machen. Das akzeptierte Manuskript wird nach Copy-Editing und Satz mit einer DOI-Nummer versehen und auf der Zeitschriften-Homepage frei zugänglich ins Internet gestellt („Open Access“). Parallel dazu erfolgt die Meldung der Artikel-Metadaten an Datenbanken wie Medline/PubMed und die Verlinkung des Artikels mit diesen Datenbanken. Der Artikel ist ab diesem Zeitpunkt weltweit für alle Interessierte im Volltext frei zugänglich.
Um das Subskriptionsmodell der Zeitschriften nicht zu gefährden, muss der nicht unerhebliche Arbeitsaufwand pro Manuskript und die zukünftige dauerhafte Archivierung durch den Verlag über eine Gebühr finanziert werden („Article Processing Charge“, APC), welche dem Autor in Rechnung gestellt wird. Diese Gebühr beträgt für alle Schattauer-Zeitschriften einheitlich 1.630,- € pro Artikel (2.450,- USD für USA). Gutachter der Zeitschrift erhalten 40% Rabatt. Interessierte Autoren wenden sich bitte an die jeweilige Zeitschriftenredaktion.

Für die Nutzung der Artikel gelten die Bestimmungen des deutschen Urheberrechts.

Von dem neuen Modell unberührt bleiben die Copyright-Bestimmungen des Verlages, wonach der Autor die vom Verlag bearbeitete und gesetzte Version seines Artikels frühestens nach einer Embargo-Frist von 12 Monaten auf seine eigene Webseite oder in ein institutionelles Repositorium stellen darf. Die vom Verlag noch unbearbeitete Manuskript-Fassung kann auch schon vor Ablauf der Embargo-Frist ins Netz gestellt werden. In beiden Fällen ist auf die Originalpublikation in der Schattauer-Zeitschrift hinzuweisen und auf diese zu verlinken.
schattauer.de

Solche Hybridmodelle sind abzulehnen. Sie sind völlig überteuert (hier 1630 Euro), libre Open Access, also der eigentlich wichtige Open Access, wird zu diesem hohen Preis aber nicht eingekauft. Wer von den Schattauer-Autoren OA will, sollte den grünen Weg wählen und sofort nach Annahme eine Manuskriptfassung in einem Repositorium deponieren und nach der Embargo-Frist die Verlagsfassung.

 

twoday.net AGB

xml version of this page

powered by Antville powered by Helma