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petition

http://www.ec-petition.eu

Das hatten wir, glaube ich, noch nicht:

Günther Widmer: "Die Entwicklung der württembergischen evangelischen Landeskirche im Spiegel der Pfarrberichte bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts", Dissertation, Universität Stuttgart 2003. 692 Seiten.

Im Volltext:
http://elib.uni-stuttgart.de/opus/volltexte/2004/1606/
bzw. urn:nbn:de:bsz:93-opus-16066 .

Widmer entnimmt den Pfarrberichten, die in den kirchlichen Archiven Württembergs schlummern, eine Fülle von historisch, kirchengeschichtlich und auch volkskundlich interessanten Informationen und bereitet sie thematisch auf. Und es wird deutlich, wie reichhaltig die evangelischen Pfarrberichte auch als Quelle für die Geschichte der in der Arbeit nicht berücksichtigten Orte sein dürften.

Der Autor ist Jahrgang 1928: dieser Beitrag ist damit Teil 2 der losen Folge "Lesenswertes aus dem Seniorenstudium" (siehe auch Teil 1).

Mehr zur Entstehung des Werks in einer Pressemitteilung von 2003 und einem Artikel der Stuttgarter Zeitung.

http://www.ivir.nl/creativecommons/CC_for_cultural_heritage_institutions.pdf

Esther Hoorn, Creative Commons Licences for cultural heritage institutions: A Dutch perspective, IVIR, September 2006 (73 pp. PDF). Excerpt:

...This study explores the possibilities for the cultural heritage institutions to provide free access to digital cultural heritage, based on voluntary use of standardized licences. The central question in this research is whether Creative Commons Licences constitute a tool allowing cultural heritage institutions to fulfil their mission within their funding and operational framework....

[A] general policy objective for cultural heritage institutions that cultural heritage should be broadly available and that user involvement should be facilitated. Yet the consequences of this are for a large part not yet translated into policies on access and re-use in the digital environment. From a user perspective for the participation in culture it is of importance to have access as well as the rights to re-use works. CC Licences can be instrumental to identify appropriate levels of sharing in fields of creative practice. For works of which a cultural heritage institution is the rights holder, the use of CC Licences makes re-use easier and therefore stimulates the production of new works....

Via Open Access News

Read!


Anders als die meisten deutschsprachigen Digitalisierungsprojekte hat die ungarische digitale Bibliothek, die gelegentlich auch deutschsprachige alte Drucke zugänglich macht, einen RSS-Feed.

Neu im Programm ein Lutherdruck als PDF:
http://mek.oszk.hu/04500/04515/04515.pdf

Luther

http://www.buergerbegehren-mk.de/

Klage vor dem VG Arnsberg ist eingereicht. VERDI übernimmt die Kosten. Viel Erfolg!

http://www.jnul.huji.ac.il/dl/maps/pal/html/

The JNUL (Jewish National and University Library), David & Fela Shapell Family Digitization Project is pleased to announce the opening to the public of the digital collection: Holy Land Maps. This project, based on the Eran Laor Cartographic Collection at the JNUL, contains over 1,000 maps dating from 1462 through the early 20th century.

map

Each map is presented in a variety of image formats, including the zoomable MrSid format (which requires a special plug-in, available atthe project site). The maps are arranged both chronologically and by persons (cartographers, engravers, etc.). A number of maps are arranged by specific locations such as Acre or Mount Tabor (maps of Jerusalem arein a separate, previous, site). The bilingual site also contains an introduction and links to relatedsites. Each map is accompanied by detailed bibliographic data.

Source: http://maputopia.blogspot.com/2007/01/digitized-holy-land-maps.html

http://www.gettysburg.edu/library/gettdigital/maps/index.html
http://www.gettysburg.edu/library/gettdigital/maps/stuckenberg_maps.htm

"Dr. Stuckenberg had a life long interest in maps, and while living in Germany purchased the majority of his collection which consists of three 17th century atlases and over 500 separate maps from the 16th through the 19th century. A few of the cartographers represented in the collection are: Willem Jansoon Blaeu (1571-1638), Matthaus Seutter (1678-1756), and Tobias Conrad Lotter (1717-1777)."

Ausschnittsvergrößerungen sind möglich.

map

http://www.landesarchiv-bw.de/sixcms/media.php/25/archivnachrichten33.pdf

Von dem bunten Strauß der Themen nenne ich nur das Lebensbild von Alexander Kaufmann, dessen Nachlass das StA Wertheim verwahrt.

bietet das Weblog Bibliodyssey

Goya Goya

http://bibliodyssey.blogspot.com

Ein neues Weblog - willkommen in der Blogosphäre!

http://digireg.twoday.net/

Gefunden übers Wiki
http://www.lwg.uni-hannover.de/wiki/Regionalgeschichte_online
wo unsere Kartenlinks ("der Blog von Klaus Graf") verlinkt sind. Wir halten fest:

1. Es ist redaktionelle Grundregel von ARCHIVALIA, Blog nur als Neutrum zu gebrauchen: DAS Blog/Weblog.

2. ARCHIVALIA ist nicht mein Blog, es war von Anfang an ein Gemeinschaftsblog.

http://www.lwl.org/LWL/Kultur/Archivamt/Dienstleistungen/Tagungen/archivtag_2007

Münzenlexikon: http://www.muenzen-lexikon.de,
Münzlexikon: http://www.reppa.de/lex.asp,
Löhne, Preise und Gehälter: http://home.arcor.de/maramut/02arc/st14prei.htm und
Umriss einer Geschichte der Preise und Löhne in Deutschland: http://www.digitalis.uni-koeln.de/Elsas/elsas_index.html

Hinweis bei
http://wiki-de.genealogy.net/wiki/Computergenealogie/2007/02

http://www.youtube.com/watch?v=eRjVeRbhtRU

Wenn es einen Preis für einen Klassiker der historischen Quellensammlung auf Landkreisebene gäbe, dann würde ich ihn diesem innovativen Buch aus dem Jahr 1964 verleihen. Schon vor vielen Jahren, als ich die Sammlung durchlas, war ich von ihr hellauf begeistert. Es ist durchaus kein Werbewischiwaschi, wenn der Göppinger Landrat im Vorwort das Konzept des Bandes "neu und beeindruckend" nannte. Nach wie vor staune ich über die bunte Vielfalt der Texte, die mit aufschlußreichen Bildern illustriert und durch sachkundige Kommentare ergänzt wurden.

Fußtapfen Titelbild mit Schloss Wiesensteig

Auf Wikimedia Commons ist aus dem Band eine Quelle komplett und (aus urheberrechtlichen Gründen) eine Quelle ohne den Kommentar verfügbar (einzelne gemeinfreie Texte dürfen ohne weiteres aus einer solchen Textsammlung entnommen werden).

http://commons.wikimedia.org/wiki/Letter_from_Johann_Wolfgang_Friedrich_Boennecken_1788_July_11
Ein Brief schildert Eybach zur Goethezeit, in: Manfred Ackermann/Helmut Schmolz, Fußtapfen der Geschichte im Landkreis Göppingen. Schicksale aus elf Jahrhunderten, Weißenhorn: Konrad 1964, S. 104-106 - Der Brief (1788) des jungen Pfarrers Johann Friedrich Wolfgang Boennecken († 1789) aus Göttingen ist etwas Besonderes, nicht nur weil er eine kurze Passage über eine ehemalige Adelsbibliothek enthält.

Zur Eybacher Bibliothek der Reichsgrafen von Degenfeld schreibt er:
"Im Schloß ist eine ansehnliche Bibliothek. Freilich keine Göttingische, aber die hab' ich jetzt auch nicht mehr nötig. Ich will gerne und ohne neidisch darüber zu werden, andere dort wühlen lassen. Die hiesige bietet mir dafür einen desto freieren Gebrauch. Selbst der Schlüssel dazu ist mir angeboten worden, und im historischen und ökonomischen Fache besonders hat sie vortreffliche Werke".

Aus der Eybacher Schlossbibliothek stammt die Veldeke-Handschrift E, heute in Cologny Cod. Bodmer 83.
http://cgi-host.uni-marburg.de/~mrep/beschreibung.php?id=1874
Digitalisat: http://www.e-codices.ch/bibliotheken/cb/cb_de.htm

Die zweite Quelle aus den "Fußtapfen" ist die Göppinger Eidschwurtafel von 1755 siehe
http://archiv.twoday.net/stories/3074959/comments/3302566/

Ausnahmsweise kostenfrei ist das neue digitale Angebot des englischen Nationalarchivs:

http://www.nationalarchives.gov.uk/documentsonline/petitions.asp



Die Auflösung ist nicht exzellent, dafür kostet der Download nichts.

Via http://library-mistress.blogspot.com/2007/02/suche-in-ancient-petitions.html

Unter den Präsentationen der Tagung zu diesem Thema ist auch ein reichlich unergiebiger Beitrag zu den rechtlichen Aspekten:

http://www.dini.de/veranstaltung/workshop/oatutorial2007/presentations/korb.pdf

Anders als bei ausformulierten Texten fällt es schwer, an solchen Präsentationen Kritik zu üben, denn sie müssen notwendigerweise verkürzen. Man kann aber auf keinen Fall sagen, dass es die Präsentation verstanden hat, die Probleme auf den Punkt zu bringen.

Südwestdeutscher Archivtag, 22.-23. Juni 2007, Eppingen

Programm:

Freitag, 22. Juni 2006

15.00 Uhr: Stadtführung
Treffpunkt: Stadt- und Fachwerkmuseum, Fleischgasse 2 in der Altstadt
17.00 Uhr: Triariersitzung (Bürgersaal Neues Rathaus)
19.00 Uhr: Empfang durch die gastgebende Stadt (Stadt- und Fachwerkmuseum „Alte Universität“)
20.00 Uhr: Vortrag: Bernd Röcker „Die Eppinger Linien“ (Katharinenkapelle)

Samstag, 23. Juni 2006

9.00 Uhr: Eröffnung des 67. Südwestdeutschen Archivtages durch den Tagungspräsidenten Dr. Peter Müller, Landesarchiv Baden-Württemberg-Staatsarchiv Ludwigsburg

Grußworte

Individualisierung von Geschichte – neue Chancen für die Archive?

9.30 Uhr: Erinnern, Erzählen, Überliefern – Familiengeschichten im Lichte der Tradierungsforschung
Dr. CHRISTIAN GUDEHUS, Essen

10.15 Uhr: Heinrich Himmler und seine Brüder - Auf Spurensuche in der eigenen Familiengeschichte
KATRIN HIMMLER, Berlin

11.00 Uhr: Kaffeepause

11:30 Uhr: Vergessene Nachbarn und verschwiegene Familiengeschichten - Individualisierung der Geschichte als Herausforderung für die öffentlichen Archive
Dr. ELKE KOCH, Ludwigsburg

12:10 Uhr: Biografie als Dienstleistung – Marktpotential und Vernetzungsmöglichkeiten
JAN FISCHER, München

12:45 Uhr: Mittagspause

14:00 Uhr: „Jeder hat das Recht gehört zu werden“ - Das Deutsche Tagebucharchiv in Emmendingen
FRAUKE VON TROSCHKE, Emmendingen

14:40 Uhr: Erlebte Geschichte – Oral-History im Netz
Dr. MICHAEL RÜTHER, Köln

15.15 Uhr: Kaffeepause

15.45 Uhr: Das private Filmtagebuch - Selbstzeugnisse in der Landesfilmsammlung Baden-Württemberg
Dr. REINER ZIEGLER, Stuttgart

Organisatorische Hinweise

Tagungsstätte: Mensa im Schulzentrum
Tagungsbüro: Samstag, 23. Juni, 8.30-14.00 Uhr
Tagungsbeitrag: 20,- € (bei Überweisung vorab)
25,- € (Tageskasse)
10,- € für Pensionäre und Auszubildende

Zahlungen: Es wird gebeten, die Tagungsbeiträge möglichst bis 15. Juni 2007 auf das Konto Nr. 387017759 bei der Postbank Karlsruhe (BLZ 66010075) zu überweisen, lautend auf Dr. Kurt Hochstuhl/Südwestdeutscher Archivtag.
(Absenderadresse nicht vergessen!!!)
Anmeldung: Stadt Eppingen- Fachbereich Bildung & Kultur, Rathausstr. 14, 75031 Eppingen
Tel. 07262 – 920-1116 oder 920-1118
s.hettler@eppingen.de
s.schuchmann@eppingen.de
Bitte bis spätestens 10. Juni 2006

Auskunft: Landesarchiv Baden-Württemberg
Staatsarchiv Freiburg, Colombistr. 4, D 79098 Freiburg
Tel.: 0761/3806011, Fax: 0761/3806013
E-mail: kurt.hochstuhl@la-bw.de

Dr. Peter Müller Peter Riek Dr. Kurt Hochstuhl

http://www.juergenwalter.de/initiativen/ka_saal_0207.html

Ich frage die Landesregierung

1. Wurde im Rahmen der Auktion der Firma Sotheby's 1995 das Bild "Hirtenidylle" von Georg Otto Eduard Saal versteigert?
2. Welcher Erlös wurde für das Bild erzielt?
3. Ist das Bild "Hirtenidylle" identisch mit dem Bild, das in der 2. Auflage des Beschreibenden Verzeichnisses der Großherzoglichen Gemälde-Sammlung (Louis Jüncksche Stiftung) aus dem Jahre 1905 als "Zigeunerfamilie" bezeichnet wird und damit Teil der Louis Jüncke'schen Gemäldesammlung ist?
4. Ist das Bild damit Teil der Sammlungen, welche in die Zähringer-Stiftung eingebracht wurde?
5. War die Versteigerung dieses Bildes somit rechtswidrig?
6. Falls ja, weshalb wurde dies von der zuständigen Stiftungsaufsicht nicht verhindert?


Stuttgart, 8.2.07

Jürgen Walter


Meine Güte, dem parlamentarischen Laien erschließt sich nicht, wieso erst gestern Herr Walter einen Anlass gesehen hat, nach dem Bild zu fragen. Dass darüber hinaus ausgerechnet das Bild des Stifters Jüncke ebenfalls versteigert wurde, ist doch auch dank der Recherchen der Baden-Badener Presse sonnenklar. Dazu wird Herr Walter dann vermutlich in ein paar Monaten eine Anfrage stellen.

Leser von ARCHIVALIA (also auch Herr Walter) wurden bereits am 8. Dezember 2006 darauf hingewiesen, dass es keinem Zweifel unterliegt, dass bei Sotheby's 1995 zwei Bilder aus der Zähringer Stiftung versteigert wurden:
http://archiv.twoday.net/stories/3039440/

Der Beleg zum Hofmaler Saal und zum Stifterbild wurde hier bereits am 22. Oktober 2006 veröffentlicht:
http://archiv.twoday.net/stories/2835396/

Man weiss bereits heute, was das Ministerium antworten wird:

1. Das im Katalog von Sotheby's unter der Nr. 4293 aufgeführte Bild "Hirtenidylle" wurde 1995 versteigert.

saal

2. Der Erlös betrug ... (weiss ich nicht, ist aber bei Sotheby's leicht in Erfahrung zu bringen)

3. Ein Beweis ist dem Ministerium nicht bekannt, dass das im Katalog Bd. V S. 105 in kleiner Farbabbildung wiedergegebene Bild, das unten rechts "Paris 1870" datiert ist und 126x197 cm maß, mit dem Bild "Zigeunerfamilie" im Katalog der Jüncke'schen Sammlung von Schall identisch ist, das unten rechts mit "G. Saal Paris 1870" bezeichnet ist, dessen Beschreibung auf das von Sotheby's abgebildete Bild zutrifft und das 128x200 cm maß.

4. Ob das Bild zum Bestand der Zähringer Stiftung gehörte, vermag das Ministerium nicht zu sagen, da dem Ministerium keine Inventare der Zähringer Stiftung vorliegen. Selbst wenn man die Identität der Bilder bejaht, ist es vorstellbar, dass das Bild bei der Versteigerung von Bildern aus der Jüncke'schen Sammlung in Baden-Baden 1919 verkauft und später vom Haus Baden rückerworben wurde, woraus man den Schluss ziehen könnte, dass es 1995 nicht Bestandteil der Zähringer Stiftung war.

5. Angesichts der Antwort auf Punkt 4 sieht das Ministerium keine Veranlassung, über die Rechtmäßigkeit des Verkaufs zu spekulieren.

6. Siehe Punkt 5.

Weniger formal wird man entgegnen:

Klar wurde das Bild gegen den Stiftungszweck verkauft, aber bei tausenden Objekten kommt schon mal ein Versehen vor. Weder das Haus Baden noch Sotheby's hat offenbar die Zugehörigkeit zur Jüncke'schen Stiftung bemerkt, deren Bilder wohl im wesentlichen getrennt vom Auktionsgut gelagert waren. Die Stiftungsaufsicht konnte seinerzeit nicht auf Verdacht umfangreichste Ermittlungen anstellen, ob womöglich Stücke der Zähringer-Stiftung ebenfalls im Versteigerungsgut sich befanden. Bei der zurückgezogenen Waffensammlung lagen konkrete Hinweise aus dem Landesmuseum vor.

Variantenreiche Lyriktexte und Volkslieder wurden im Rahmen eines Freiburger DFG-Projekts digital erfasst:
http://www.lyrik-und-lied.de

Insbesondere bei Open-Access-Befürwortern ist die jüngst veröffentlichte Einigung zwischen dem Börsenverein und dem Deutschen Bibliotheksverband (PDF) zur Digitalisierung/on-the-spot-Consultation und zum Dokumentenversand auf harsche Kritik gestoßen.

Börsenverein

Rainer Kuhlen, Sprecher von http://www.urheberrechtsbuendnis.de, lehnte die gemeinsame Erklärung ab und verwies auf eine zu erwartende Stellungnahme des Bündnisses:
http://www.ub.uni-dortmund.de/listen/inetbib/msg32376.html

Ich selbst sprach von einem "Teufelspakt", der die Interessen von Bildung und Wissenschaft und "Open Access" verrate:
http://www.ub.uni-dortmund.de/listen/inetbib/msg32378.html

Eric Steinhauer führte ebenfalls in INETBIB aus:

"die "Stellungnahme von DBV und Börsenverein zum Urheberrecht in Bildung und Wissenschaft" vom 11. Januar 2007 enthält sinnvolle Regelungen für einen Burgfrieden zwischen Bibliotheken und Verlagen.

Wer aber eine Perspektive für eine zukunftsweisende Entwicklung in der wissenschaftlichen Informationsversorgung erwartet, wird enttäuscht. Das Papier ist ein Versuch, überkommende Marktstrukturen in das digitale Zeitalter zu retten.

Deutlich wird dies an solchen Formulierungen:
"Es darf sich aber auch die Absatzsituation der Verlage dadurch nicht
nachhaltig verändern, dass die Bibliotheken die Möglichkeiten elektronischer Bereitstellung nutzen."

Die in dem Papier vorgeschlagenen Lizenzierungsmodelle sind im Grunde systemwidrig. In der analogen Welt war es dem Urheberrecht fremd, die einzelne Nutzung von Werken abzurechnen. Vergütet wurde pauschal durch Verwertungsgesellschaften.

Das gesamte Papier ist von dem Versuch durchzogen, die Kontrolle über die Verbreitung digitaler Inhalte durch die kommerziellen Verwerter zu bewahren. Damit werden die Verwerter mittelfristig scheitern. Der Grund dafür liegt in der Logik wissenschaftlichen Publizierens."

Siehe auch die Zusammenfassung Steinhauers der wichtigsten Punkte:
http://bibliotheksrecht.blog.de/2007/02/08/das_neue_papier_von_dbv_und_borsenverein~1702540

Kritik findet sich auch in den Kommentaren von Netbib:
http://log.netbib.de/archives/2007/02/07/shavanengesang-bibliotheken-und-verlage-legen-streit-bei/#comment-31707

Bernd-Christoph Kämper, rühriger OA-Befürworter von der UB Stuttgart, meint:
"Man hat in der Tat den Eindruck, dass das ganze als “Geheime Kommandosache” eingestuft und behandelt wurde, die Mitglieder des DBV waren offenbar nicht informiert. Ich halte das für skandalös. Diejenigen, die in den Universitäten für die Förderung von alternativen Publikationsmodellen und Open Access, über den grünen wie den gelben Weg eintreten, sind jetzt vor den Wissenschaftlern restlos blamiert, der angerichtete Schaden, nicht nur ein Image-Schaden, sondern der, überhaupt noch ernst genommen und gehört zu werden, wird immens sein."

Wenig Interesse fand das Thema bei Heise, aber auch hier wurde Kritik laut:
http://www.heise.de/newsticker/foren/go.shtml?read=1&msg_id=12153587&forum_id=112145

Die Presse meldet meistens nur neutral die Bekanntgabe der Einigung. Zutreffend titelt pressetext.de: Einigung "zu Lasten der Bibliotheken"
http://www.pressetext.de/pte.mc?pte=070208032

Das Archiv der Sozialen Demokratie der SPD-nahen der Friedrich-Ebert-Stiftung hat eine neue Bestandsübersicht vorgelegt. herausgegeben von Gisela M. Krause (Bonn 2006, Umfang: 555 Seiten, ISBN: 3-89892-432-7). Die letzte erschien 1997 im Druck. Weiteres zur gedruckten Beständeübersicht
Das Archiv der FES publiziert auch einen HTML-Newsletter.

Nachdem Steinhauer auf Bibliothekarisches aufmerksam gemacht hat
http://bibliotheksrecht.blog.de/2006/11/20/bibliothekarisches_im_staatsrecht~1348782
soll Bardo Fassbender, Wissen als Grundlage staatlichen Handelns, in: Handbuch des Staatsrechts IV 3. Aufl. 2006 auch hier Erwähnung finden.

Für die Archive relevant: § 76 Rdnr. 41-45 Bewahrung des Wissens im Wechsel der staatlichen Ordnung; Rdnr. 82-92 Das staatliche Wissen der Vergangenheit; Rdnr. 76 Archivnutzung; Rdnr. 77 Staatsgeheimnis.

Rdnr. 103 Anm. 297 wird übrigens die Wikipedia (Artikel Internet) zitiert.

Ganz anregend und durchaus kenntnisreich.

Kopfmann, Klaus: Augustin Kölner, Sekretär und Archivar am Hof der Münchner Herzöge an der Schwelle vom Mittelalter zur Neuzeit. In: Zeitschrift für Bayerische Landesgeschichte 69 (2006), S. 467 ff.

Zu Kölner siehe auch
http://books.google.com/books?q=%22augustin+k%C3%B6lner

Das Geheime Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz hat seine Bestandsübersicht und zahlreiche Findbücher ins Netz gestellt: http://www.gsta.pk.findbuch.net/php/main.php?ar_id=3676
Erfahren tut man sowas leider immer noch mehr durch Zufall. Und umständlich ist's auch noch ziemlich.

Peter Suber writes:

I'm very pleased to provide this update on the petition to the European Commission for guaranteed public access to publicly-funded research results.
http://www.ec-petition.eu/

petition

As of this morning, there were 18,476 signatures (in the 24 days since the petition was launched on January 14).

The petition welcomes signatures from any individual or institution but especially from European researchers and European research institutions. Please help by signing the petition yourself, asking your institution to sign as an institution, and spreading the word.

Here are some of the notable institutional signatures:

* European research funders

Association of Medical Research Charities (UK)
Austrian Science Fund
British Heart Foundation
CNRS (Centre Nationale de la Recherche Scientifique)
European Research Council
Deutsche Forschungsgemeinshaft (German Research Foundation)
INRIA (Institut National de Recherche en Informatique et en Automatique)
Max Planck Society
Medical Research Council (UK)
Spanish National Research Council
Volkswagen Foundation
Wellcome Trust

* European university associations

Assocation of Swedish Higher Education
Conference of Italian University Rectors
Finnish Council of University Rectors
Hochschulrektorenconferenz (Germany)
Irish Universities Association
Portuguese Rectors Conference

* National academies in Europe

Academia Romana (Romanian Academy)
Hungarian Academy of Sciences
Lithuanian Academy of Sciences
Royal Flemish Academy of Arts and Sciences
Royal Netherlands Academy of Arts and Sciences
Royal Scientific Society of Jordan
Royal Swedish Academy of Letters, History & Antiquities
Schweizerische Akademie der Geistes- und Socialwissenschaften

* European research institutions other than universities

Brain Health Centre, Rome
CERN (European Centre for Nuclear Research)
CNRS-Paris Descartes Laboratory
BESSY (German Synchrotron Radiation Research Centre)
DESY (German Electron Synchrotron: Helmholtz Association)
Herder Institute, Marburg
IFO Institute for Economic Research, Munich
Istituto Superiore di Sanita (National Institute of Health, Italy)
Istituto Universitario di Scienze Motorie, Rome
Leibniz Institute for Agricultural Engineering
Netherlands Institute of Ecology (NIOO-KNAW)
Netherlands Space Research Institute
Nordic Cochrane Centre
RWI Essen (Rheinisch-Westfälisches Institut für Wirtschaftsforschung)

* European universities

National Pedagogical University, Lithuania
Università degli Studi del Molise
Università degli Studi della Tuscia ­ Viterbo
Università degli Studi di Messina
Università degli Studi di Teramo
Università degli Studi di Torino
Universidad de Huelva
University "G. d'Annunzio" of Chieti-Pescara
University of Bristol
University of Cyprus
University of Genoa
University of Ghent
University of Giessen
University of Göteborg
University of Goettingen
University of Groningen
University of Konstanz
University of Kristianstad
University of Liege
University of London Birkbeck College
University of London Royal Holloway College
University of London School of Advanced Study
University of Lund
University of Macerata
University of Minho
University of Naples 'Parthenope'
University of Porto
University of Southampton
University of Stockholm
University of Strathclyde
University of Twente
University of Umea
University of Westminster
University of Wolverhampton
University of Zurich

* European research organizations

ERCIM (European Research Consortium for Information and Mathematics)
ESIB (National Unions of Students in Europe)
euroCRIS (European Organisation for Current Research Information Systems)
European Educational Research Association
Euroscience (European Association for the Advancement of Science & Technology)
World Academy of Young Scientists

Kudos to the petition organizers for generating this remarkable response. The voice of the European research community is coming through loud and clear.

Remember that the petition is still open and welcomes signatures from every quarter.

Best,
Peter

Peter Suber
Senior Researcher, SPARC
Open Access Project Director, Public Knowledge
Research Professor of Philosophy, Earlham College
Author, SPARC Open Access Newsletter
Author, Open Access News blog
http://www.earlham.edu/~peters/

Source:
https://mx2.arl.org/Lists/SPARC-OAForum/Message/3596.html

Die Handexemplare der Kinder- und Hausmärchen von Jacob und Wilhelm Grimm gehören nicht der Brüder-Grimm-Gesellschaft (BGG), wie diese in der Vergangenheit behauptet hat. Das ergab eindeutig das von der Stadt in Auftrag gegebene Rechtsgutachten. Die Folge ist, wie Kulturdezernent Thomas-Erik Junge im Gespräch mit der HNA einräumen musste, dass die Urkunde der Unesco zur Anerkennung der Handexemplare als Weltdokumentenerbe im Blick auf die Besitzverhältnisse geändert werden muss.

Mehr dazu
http://www.hna.de/kasselticker/00_20070202204937_Falsche_Angaben_zu_Grimm_Schriften.html

 

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