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http://www.landesarchiv-bw.de/web/53608

In Kooperation mit der Stadt Neuenstein und dem Hohenlohekreis veranstaltet das Hohenlohe–Zentralarchiv am 14. und 15. Juni 2012 in der Stadthalle in Neuenstein eine Tagung zur Bedeutung von Herrschaftsarchiven in Region und Wissenschaft.

Aus dem Programm:

Dr. Andreas Wilts, Donaueschingen: Lebendige Geschichte – ein Protrait [SIC] des Fürstenberg–Archivs in Donaueschingen

Wir erinnern uns: Aufgrund seiner unrühmlichen Rolle bei der Auflösung der Hofbibliothek Donaueschingen musste Wilts sein Amt im Baarverein aufgeben.

Statt eine unkritische Jubelveranstaltung zu inszenieren, sollte man lieber dafür sorgen, dass das seit vielen Jahren geschlossene Leininger Archiv endlich wieder benutzbar ist!

Man lernt aus den Word-Dateien der Studis unter

http://digitalemedien2012.wordpress.com/blogosphaere/

wenig Neues.

Via
http://adresscomptoir.twoday.net/stories/75240565/

http://adresscomptoir.twoday.net/stories/75240576/

Update zu: http://archiv.twoday.net/stories/64967707/

Update zu: http://archiv.twoday.net/stories/16549947/

http://www.landesarchiv-bw.de/web/53611


"... Mein Lebensthema „Freiheit“ ist dann für sie keine Verheißung, kein Versprechen, sondern nur Verunsicherung. Ich verstehe diese Reaktion, doch ich will ihr keinen Vorschub leisten. Ängste ‑ so habe ich es gelernt in einem langen Leben ‑ vermindern unseren Mut wie unser Selbstvertrauen, und manchmal so entscheidend, dass wir beides ganz und gar verlieren können, bis wir gar Feigheit für Tugend halten und Flucht für eine legitime Haltung im politischen Raum.

Stattdessen ‑ da ich das nicht will ‑ will ich meine Erinnerung als Kraft und Kraftquelle nutzen, mich und uns zu lehren und zu motivieren. Ich wünsche mir also eine lebendige Erinnerung auch an das, was in unserem Land nach all den Verbrechen der nationalsozialistischen Diktatur und nach den Gräueln des Krieges gelungen ist. In Deutschlands Westen trug es, dieses Gelungene, als Erstes den Namen „Wirtschaftswunder“. Deutschland kam wieder auf die Beine. Die Vertriebenen, gar die Ausgebombten erhielten Wohnraum. Nach Jahren der Entbehrung nahm der Durchschnittsbürger teil am wachsenden Wohlstand, freilich nicht jeder im selben Maße.

Allerdings sind für mich die Autos, die Kühlschränke und all der neue Glanz einer neuen Prosperität nicht das Wunderbare jenes Jahrzehnts. Ich empfinde mein Land vor allem als ein Land des „Demokratiewunders“. Anders als es die Alliierten damals nach dem Kriege fürchteten, wurde der Revanchismus im Nachkriegsdeutschland nie mehrheitsfähig. Es gab schon ein Nachwirken nationalsozialistischer Gedanken, aber daraus wurde keine wirklich gestaltende Kraft. Es entstand stattdessen eine stabile demokratische Ordnung. Deutschland West wurde Teil der freien westlichen Welt.

Die Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte in dieser Zeit blieb allerdings defizitär. Die Verdrängung eigener Schuld, die fehlende Empathie mit den Opfern des Naziregimes prägten den damaligen Zeitgeist. Erst die 68er-Generation hat das nachhaltig geändert. Damals war meine Generation konfrontiert mit dem tiefschwarzen Loch der deutschen Geschichte, als die Generation unserer Eltern sich mit Hybris, Mord und Krieg gegen unsere Nachbarn im Inneren wie im Äußeren vergingen. Es war und blieb das Verdienst dieser Generation, der 68er: Es war ein mühsam errungener Segen, sich neu, anders und tiefer erinnern zu können. Trotz aller Irrwege, die sich mit dem Aufbegehren der 68er auch verbunden haben, hat sie die historische Schuld ins kollektive Bewusstsein gerückt.

Diese auf Fakten basierende und an Werten orientierte Aufarbeitung der Vergangenheit wurde nicht nur richtungsweisend für uns nach 1989 in Ostdeutschland. Sie wird auch als beispielhaft von vielen Gesellschaften empfunden, die ein totalitäres oder despotisches Joch abgeschüttelt haben und nicht wissen, wie sie mit der Last der Vergangenheit umgehen sollen.

Das entschlossene Ja der Westdeutschen zu Europa ist ein weiteres kostbares Gut der deutschen Nachkriegsgeschichte, ein Erinnerungsgut, das uns wichtig bleiben sollte. Konrad Adenauer, Kanzler des Landes, das eben noch geprägt und dann ruiniert war vom Nationalismus, wird zu einem der Gründungsväter einer zukunftsgerichteten europäischen Integration. Dankbarkeit und Freude!

So wie später ‑ 1989 ‑ dieser nächste Schatz in unserem Erinnerungsgut. Da waren die Ostdeutschen zu einer friedlichen Revolution imstande, zu einer friedlichen Freiheitsrevolution. Wir wurden das Volk, und wir wurden ein Volk. Und nie vergessen: Vor dem Fall der Mauer mussten sich die vielen ermächtigen. Erst wenn die Menschen aufstehen und sagen: „Wir sind das Volk“, werden sie sagen können: „Wir sind ein Volk“, werden die Mauern fallen.

Damals wurde auf ganz unblutige Weise auch der jahrzehntelange Ost-West-Gegensatz aus den Zeiten des Kalten Krieges gelöscht, und die aus ihr erwachsende Kriegsgefahr wurde besiegt und beseitigt.

Der Sinn dessen, dass ich so spreche, ist, dass ich nicht nur über die Schattenseiten, über Schuld und Versagen sprechen möchte. Auch jener Teil unserer Geschichte darf nicht vergessen sein, der die Neugründung einer politischen Kultur der Freiheit, die gelebte Verantwortung, die Friedensfähigkeit und die Solidarität unseres Volkes umfasst. Das ist kein Paradigmenwechsel in der Erinnerungskultur. Das ist eine Paradigmenergänzung. Sie soll uns ermutigen: Das, was mehrfach in der Vergangenheit gelungen ist, all die Herausforderungen der Zeit anzunehmen und sie nach besten Kräften ‑ wenn auch nicht gleich ideal ‑ zu lösen, das ist eine große Ermutigung auch für uns in der Zukunft. ..."


Quelle: Antrittsrede, 23.3.2012

Der "Archivar" von Bellevue predigte also auch über seine Erinnerungsgüter. Die Wortwahl erinnerte - zufällig ? - an die in den Niederlanden geführte erfgoed-Diskussion. Ob Gauck einen solchen Diskurs anstoßen wollte? Die ehrende Erwähnung der 68er lässt dies vermuten und erhoffen.
Würde eine ähnliche Diskussion auch in Deutschland den Stellenwert der Archive steigern?

Christina Meckelnborg/Anne-Beate Riecke: Georg Spalatins Chronik der Sachsen und Thüringer. Ein historiographisches Großprojekt der Frühen Neuzeit (= Schriften des Thüringischen Hauptstaatsarchivs Weimar 4), Köln/Weimar/Wien 2011 bieten einige wichtige neue Belege zu Georg Rüxner.

S. 78 Nach Abschrift der Reinschrift der Chronik Georg Spalatins setzte Kurfürst Friedrich die Korrespondenz mit seinem Hofhistoriographen in bescheidenem Rahmen fort. Mit Schreiben vom 12. Dezember 1515 (Weimar Reg. O 58, Bl. 1r) leitete der Herrscher ein Verzeichnis Rüxners, das dieser während seines Aufenthalts am sächsischen Hof angelegt hatte, an Spalatin weiter.

Wirdiger lieber Andechtiger Gegenwertiger Iorg Ierusalem ist Itzo ein zeit her bey vns alhie gewest, vnnd vns ein vortzeichnus, wy Ir hiebey sehen werdt, gemacht. Derhalb haben wir nicht vnderlassen wollen In zu euch zufertigenn, Ob ir aus der vortzeichnus, vnd seiner vnderricht, Etwas nemen kondt, Das zu dem werck der Cronicken dinstlich sein mocht, Domit das so vff disen man gangen, nit ganz vorgeblich were. Vnd ist vnnser Begere, Ir wollet, dieselb verzaichnus allenthalben vbersehen, Vnd euch mit gedachtem. Jorgen ferner dauon vnderreden, Wo Ir als dan was nutzlichs, daraus Befindet, So werdt Ir solchs wolh zugebrauchen wissen.

Wohl 1516 (der Brief gehört nach den Wasserzeichen in die Zeit um 1516) schickte Rüxner die Abschrift der Abhandlung des Jordan stargkendich mit kurzen Personenkapiteln zu einigen sächsischen Herzögen des 9. bis 12. Jahrhunderts und zu den Ottonen enthält. Der Name Stargkendich sei vermutlich fingiert (S. 79 Anm. 270 im Anschluss an Graf 2009, S. 119). Überlieferung des schon bisher bekannten autographen Briefs Rüxners: Reg. O 157, Bl. 311r-312v. Handschriftenbeschreibung ebd. S. 494 mit zusätzlicher Aufzählung der behandelten Personen.

Ende 1515 stand Rüxner also in Diensten des sächsischen Kurfürsten.

In Spalatins Kleiner Chronik der Sachsen und Thüringer Reg. O 19 wird S. 404f. als Bl. 24r-31r (um 1515) ein nachträglich eingefügtes Inserat von der Hand Rüxners nachgewiesen, die Abschrift einer Reichsschatzkammerordnung Kaiser Friedrichs III.

(24r Titel): Ein auszug Vonn zwölff Capitelnn keisser fricherichs (!) des dritten furgenomen Ordnung, In zwölff artigkel geseczt, Vnd mit dem kurczsten außgeczogen
(25r Überschrift) Volgund 12 artigkel sind aus 12 Capitteln keisser friderichs des dritten furgenomen Ordnung geczogen. Text: Durch Bekanntnus ... des gemein nucz Im heligen Römischen Reich haben wir Betracht Vnnd furgenomen vier schaczkammern Vff zu Richten ... (26r) Überschrift als Kopfzeile: Sollicher schaczkamern Einniemen (!) volgt zum theil hernach Text: Erstlich Soll furkomen werden das Bey allen pfarrn styfften Clöstern kirchen Claussen spitäll Capellen vnd ander vermeint geistlich perschonnen oder Camonnen (!) nit gestadt werde ... (29v) ... So vil statlicher Vnd in Eim merern wessen dan Bis her Erhallten möchten etc. (30r) Nachwort: Durchleuchtigster Churfurst gnedigster her disse zwölff artigkel hie vor angeczögt ... (30v): ... dann Ichs Euer Churfürstlich gnaden ... Befelchenn. Euer Churfürstlich gnaden gehorsamer Vndertäniger görg rixner Hierosalem Eraldo (S. 405)

Behandelt werde die Einrichtung von vier Schatzkammern unter Kaiser Friedrich III. und die Einstufung von Pfarreien, Stiften, Klöstern, Münzen und Mühlen etc. zur Zahlung einer Reichshilfe (3. Pfennig), die in den Schatzkammern aufzubewahren ist.

Womöglich hat Rüxner diesen Text selbst verfasst.

In der Materialsammlung Reg. O 156, Bl. 208v (Teil XI der Handschrift um 1514 geschrieben) gibt es laut S. 458 eine Nachricht von einem Turnier in Magdeburg, ähnlich Rüxners Turnierbuch 1530 (Bl. e4v). Spalatin lag also wohl eine der Rüxnerschen Turnierchroniken vor.

"Das Deutsche Literaturarchiv in Marbach will historische Dokumente des Suhrkamp und des Insel Verlags systematisch erforschen. Mehrere Wissenschaftler werden sich in einem dreijährigen Forschungsprojekt mit den Verlagsarchiven beschäftigen. Sie umfassen Briefwechsel und Manuskripte von Autoren wie Theodor W. Adorno, Bertolt Brecht, Max Frisch, Jürgen Habermas und Hermann Hesse. An dem Forschungsprojekt sind Universitäten in Konstanz, Stuttgart, Tübingen, Berlin und Pennsylvania beteiligt. Die Volkswagenstiftung unterstützt das Vorhaben mit rund einer Million Euro."
Quelle: WDR3.de, Kulturnachrichten v. 22.3.2012


http://www.dradio.de/dlf/sendungen/campus/1707868/

Der Mathematiker Manfred Götzke wurde zum Elsevier-Boykott interviewt. Manfred Götzke sprach mit Günter M. Ziegler von der FU Berlin zum Elsevier-Boykott.

Auszug:

Götzke: Jetzt richtet sich der Boykott gegen den Großverlag Elsevier. Warum haben Sie sich den herausgesucht für den Boykott?

Ziegler: Da gibt es mehrere Gründe. Er ist auf der einen Seite der Größte, er ist in den Vertragsgestaltungen auch der aggressivste und der, der am meisten, also auch international wirklich die Wissenschaft schädigt durch diese Verträge. Er hat sich über die Jahre immer wieder sehr unethisch verhalten, indem er zum Beispiel auch diese Fake-Journals in der Medizin publiziert hat, und jetzt, indem er gerade Lobbyarbeit in Washington gemacht hat gegen diesen Research Works Act, wo die versuchen, sozusagen "Open Access" zu behindern. Also, das ist ein ganz anderer Grund, der aber eben auch in dieses Bild reingehört, dass der Verlag nur Profitmaximierung macht mit 36 Prozent Gewinn am Umsatz, aber nicht mehr für uns arbeitet, wie er sollte, sondern gegen uns.


Siehe auch
http://archiv.twoday.net/search?q=elsevier

Und werden anschließend durch ihr Persönlichkeitsrecht vor öffentlicher Kritik geschützt. Ein durch und durch fragwürdiges Urteil in Sachen presserechtlicher Auskunftsanspruch:

http://www.urheberrecht.org/news/4557/

Überlegen wir kurz, wie die Rechtslage bei Einsicht im Archiv und nach einem IFG wäre. Ohne Wissen um einen Skandal würden die betreffenden Akten ohne weiteres offen gelegt, da der Verantwortliche als Amtsträger agiert und seine schützensdwerte Privatsphäre nicht betroffen ist (siehe etwa § 7 Abs. 4 ArchivG NRW). Wer als Amtsträger handelt, handelt nicht privat.

John Wilbanks argumentiert überzeugend gegen CC-NC-Lizenzen:

http://lists.okfn.org/pipermail/open-science/2012-March/001466.html

Die Bestallung des Paulus Melser von Innsbruck zum Stadtschreiber von Speyer vom 17. Juni 1448 lagert im Stadtarchiv Speyer unter der Signatur 1 U Nr. 380. Ein digitales Faksimile in monasterium.net:

http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/DE-StaASpeyer/1U/0380/charter

Das aufschlussreiche Dokument druckte ab Erhard Christoph Baur: Leben des berühmten Christoph Lehmanns [...], Frankfurt 1756, S. 198-204
http://books.google.de/books?id=tBk6AAAAcAAJ&pg=PA198

Sonst ist über Melser anscheinend nichts bekannt.

Frühere Beiträge zu Speyerer Stadtschreibern:
http://archiv.twoday.net/stories/49586414/ (Joh. Selbach)
http://archiv.twoday.net/stories/49587546/ (Michel Geilfus)

Bibliotheken und Präsentationen der wichtigen Konferenz sind online unter:

http://swib.org/swib11/index.html

Viel zu Open Linked Data. Zu Open Access äußerte sich insbesondere Brembs.

http://www.perspectivia.net/content/publikationen/bdf

In Bd. 39 ("Identité régionale et conscience nationale en France et en Allemagne du Moyen Âge à l'époque moderne") mein Aufsatz "Souabe":
http://www.perspectivia.net/content/publikationen/bdf/babel-moeglin_identite/graf_souabe

Das Buch liegt auch online vor (unter CC-BY-NC-SA)

http://nestor.sub.uni-goettingen.de/bestandsaufnahme/index.php

Das Stadtarchiv Speyer hat ab sofort eine Stelle im Bundesfreiwilligendienst zu vergeben (Dauer i.d.R. 12 Monate, mit Aufwandentschädigung).

Nähere Informationen unter:

http://tinyurl.com/6w4xnbu
(Platzbörse Bundesfreiwilligendienst).

"Ausschreibung des NDR-Hamburg für die Stelle eines ersten Archivgehilfen: "Erforderlich ist auch eine gute Beherrschung des Alphabets" (50/10.12.84)" [gemeint ist die Spiegel-Ausgabe]
zitiert aus: Riha, Karl: Aussen Kohl, innen hohl. Ein satirischer Zitaten-SPIEGEL, Zürich 1995, S. 70

"Bis zum 30. November 2014 müssen restitutionsbehaftete Kunst- und Kulturgüter, die sich in Museen, Archiven oder Sammlungen in Sachsen-Anhalt befinden, ihren im Zuge der Bodenreform enteigneten Eigentümern zurückgegeben werden. Das legt das Entschädigungs- und Ausgleichsleistungsgesetz (EALG) fest. Über die Rückgabe entscheidet das Landesamt zur Regelung offener Vermögensfragen.
„In den vergangenen Jahren hat es zahlreiche gütliche Einigungen gegeben, so dass Kunst- und Kulturgut sowohl in den Museen des Landes als auch in den Museen anderer Trägerschaften verbleiben konnte“, informiert Kultusminister Stephan Dorgerloh. „Uns sind derzeit 285 Vermögenswerte bekannt, die restitutionsbehaftet und für das Land bedeutsam sind. Für diese laufen derzeit die Verhandlungen mit den Alteigentümern mit dem Ziel einer gütlichen Einigung.“
Für das Land Sachsen Anhalt sind in erster Linie die Kunstgegenstände von Bedeutung, die sich in Museen des Landes befinden oder auch in Museen anderer Trägerschaften (Landkreise, Städte, Stiftungen) und die für das Land von besonderem kunstgeschichtlichen Wert sind. Dies ist beim Großteil der restitutionsbehafteten Gegenstände nicht der Fall, wie z.B. bei Möbeln, Teppichen, Geschirr etc. Diese Gebrauchsgegenstände werden zurückgegeben. Insgesamt sind beim Landesamt zur Regelung offener Vermögensfragen 120.770 Vermögenswerte erfasst. Da die Bearbeitung der vorliegenden Anträge aber noch nicht abgeschlossen ist, liegt die tatsächliche Zahl der beantragten Rückgabeobjekte wesentlich höher. "

Quelle: Land Sachsen-Anhalt, Staatskanzlei, Pressemitteilung Nr. 122/2012

Leider geht aus der Pressemitteilung nicht nicht hervor, ob Archivgut "betroffen" ist. Geschweige denn um welche Stücke es sich handelt. Ein Liste hätte schon geholfen.

In Stuttgart (Cod. Donaueschingen 580a, 580b)

http://digital.wlb-stuttgart.de/purl/bsz35308316X

Die Wikipedia weiß: "Hs. 580: Zwei, im Jahre 1792 getrennte, papierne Foliobände, im ersten die Seiten 1 bis 802, im zweiten die Seiten 803 bis 1567. Die Bände sind mit 41 Wappenbildern, einem Bannerträger und drei Schmuckseiten mit Ornamentranken bebildert. Der Haupttext der Chronik reicht bis Seite 1181. Bis Seite 1557 folgen Nachträge, bis Seite 1567 schließt sich ein Literaturverzeichnis an."

Die Ausgabe Baracks (2. Auflage):
http://de.wikisource.org/wiki/Zimmerische_Chronik


Der Druck von 1777/85 steht bei Google und der BSB zur Verfügung:

Bd. 1:
http://books.google.de/books?id=f4dOAAAAcAAJ

Bd. 2
http://books.google.de/books?id=kIdOAAAAcAAJ

Weitere Digitalisate von diesem und weiteren Werken Pappenheims:
http://de.wikisource.org/wiki/Matth%C3%A4us_von_Pappenheim

Hoffentlich bald verfügbar das Digitalisat von Cod. Don. 590 (Pappenheim-Chronik)
http://digital.wlb-stuttgart.de/resolver?bsz352883766


http://www.handschriftencensus.de/23915 kündigt an: Klaus Klein, Ein Neufund zu Veit Arnpecks 'Chronik der Bayern'. München, Stadtarchiv, HV Ms. 510, in: ZfdA 141 (2012) [im Druck].

Die Handschrift stammt aus der Zeit um 1600.

Zu Arnpeck:

Georg Leidingers Ausgabe von 1915
http://www.archive.org/details/QuellenUndErrterungenZurBayerischenGeschichte.NeueFolgeDritterBand

Leidingers Schrift von 1936 mit der Auswertung der Handschrift des Hauptstaatsarchivs Stuttgart:
http://www.mgh-bibliothek.de/dokumente/b/b004193.pdf

Leidingers Preisschrift von 1893
http://www.mgh-bibliothek.de/dokumente/b/b004191.pdf

http://de.wikipedia.org/wiki/Veit_Arnpeck

Abbildung aus Cgm 2817
http://www.manuscripta-mediaevalia.de/hsk0620c.html

http://www.archive.org/details/handschriftender00ment

Autograph von Georg Frölich (gest. 1575)

http://www.meerbusch.de/C12573AD002EF008/0/A239CC27BEB92B51C125761F004DB007?opendocument

"Das muss ein Museum erst einmal verkraften: auf einen Schlag mehr als 4300 Kunstwerke zu verlieren. Mit diesem Verlust muss sich seit Freitagvormittag das Deutschen Historische Museum (DHM) in Berlin auseinandersetzen. Es wurde vom Bundesgerichtshof in Karlsruhe dazu verurteilt, an Peter Sachs aus Nevada die historische Plakatsammlung von dessen Vater Hans Sachs zurückzugeben."

Der BGH stellt sich mit seinem Fehlurteil gegen das Kammergericht.

http://www.fr-online.de/kultur/ns-raubkunst-ein-herber-verlust,1472786,11914800.html

http://www.rechtslupe.de/zivilrecht/plakatsammlung-sachs-die-verschollene-ns-raubkunst-339760

Update zu:
http://archiv.twoday.net/stories/6184892/

Nun ist auch Michail Jungierek der Kragen geplatzt:

http://www.finanzer.org/blog/2012/03/20/fragwuerdige_qualitaet_des_mdz/


http://www.i-d-e.de/schriften/6-digitale-urkundenprasentationen

Urkunden sind die wichtigsten Quellen für die Erforschung der Geschichte des Mittelalters. Der Band diskutiert die Erfahrungen, welche Archive und Fachwissenschaftler aus Mitteleuropa mit der Digitalisierung dieser Quellengattung gemacht haben. Er dokumentiert die Referate, die auf der Abschlußtagung des DFG-Projektes „Urkundenportal“ am 16.6.2010 in München gehalten wurden. Die Beiträge diskutieren das Verhältnis von diplomatischer Forschung zur Archiverschließung im Web. Sie stellen Projekte wie Monasterium.net, das Lichtbildarchiv Marburg, die Online-Edition der Urkunden des Klosters Fulda und das Virtuelle deutsche Urkundennetzwerk und die Digitalisierungsaktivitäten in den staatlichen Archiven Ungarns, Österreichs und Bayerns vor.

Mit Beiträgen von: Joachim Kemper und Katharina Wolff; Francesco Roberg; Steffen Arndt und Sebastian Zwies; Csaba Reisz; Sebastian Müller; Thomas Just; Georg Vogeler; Maria Magdalena Rückert

Digitale Urkundenpräsentationen. Beiträge zum Workshop in München, 16. Juni 2010
herausgegeben von Joachim Kemper u. Georg Vogeler, Norderstedt (BoD) 2011, 116 S., Abb., Hardcover, ISBN 978-3-8423-6184-3

[19,90 Euro für gerade mal 116 Seiten ist absolut happig!]

Online im KUPS (URN urn:nbn:de:hbz:38-45320)
http://kups.ub.uni-koeln.de/4532/

[Der gesamte Band und die Einzelbeiträge stehen unter Creative Commons BY-NC-ND ]

Inhaltsverzeichnis
Vorwort (V)

Joachim Kemper / Georg Vogeler
Das ideale Urkundendigitalisierungsprojekt. Eine Einleitung (VII) (KUPS)

Joachim Kemper / Katharina Wolff
Bayerische Urkunden im Netz. Erfahrungen und Perspektiven aus dem DFG-Projekt „Urkundenportal“ (1) (KUPS)

Francesco Roberg
Verzeichnung und Digitalisierung von Urkundenbeständen in Archiven. Einige grundsätzliche Gedanken (11) (KUPS)

Steffen Arndt / Sebastian Zwies
Von Bonifatius bis Napoleon. Die „Online-Edition“ der Urkunden der Reichsabtei Fulda 751 bis 1837 am Hessischen Staatsarchiv Marburg
(2008–2010) (21) (KUPS)

Csaba Reisz
Collectio Diplomatica Hungarica. Mittelalterliche Urkunden aus Ungarn online (35) (KUPS)

Sebastian Müller
LBA-online. Datenbank, Strukturen und Online-Archiv des Digitalisierungsprojekts Lichtbildarchiv älterer Originalurkunden Marburg (41) (KUPS)

Thomas Just
Digitale Urkundenpräsentationen in Österreich, im Österreichischen Staatsarchiv und bei Monasterium.net. Eine Stellungnahme (51) (KUPS)

Georg Vogeler
Das Verhältnis von Archiven und Diplomatik im Netz. Von der archivischen zur kollaborativen Erschließung (61) (KUPS)

Maria Magdalena Rückert
Das „Virtuelle deutsche Urkundennetzwerk“. Ein Kooperationsprojekt zur Online-Bereitstellung von Urkunden im Kontext der Erschließung (83) (KUPS)

Die Autoren (97)

Alex Hensel blickt auf die Münchner Tagung zurück:
http://www.demokratie-goettingen.de/blog/noch-lange-nicht-der-goldstandard

Für einen amüsanten und inhaltlichen Höhepunkt der Tagung sorgte Klaus Graf, Mediävist, Archivar und Betreiber des als durch [sic] erfolgreich geltenden Blogs Archivalia. Er kritisierte in seinem – mit einem Bullshit-Bingo aufgeheiterten – Vortrag die nach wie vor in Geisteswissenschaften dominante Abwehrhaltung gegen die Nutzung des Web 2.0 und formulierte die These, ein Wissenschaftler, der nicht blogge, sei ein schlechter Wissenschaftler, die er wie folgt begründete:

„ […] Jeder akademisch Lehrende hat seinen Studentinnen und Studenten immer auch Heuristik beizubringen. Dazu gehört im digitalen Zeitalter essentiell der Umgang mit Internetressourcen und das Wissen um die Möglichkeiten des Web 2.0. Wie man das Mitmach-Web hinreichend verstehen und seine Chancen, aber auch Gefahren im universitären Unterricht angemessen darstellen soll, ohne selbst mitzumachen, ist mir ein Rätsel. Ein Schwimmlehrer, der nur auf dem Trockenen lehrt, aber selbst nie im Wasser war, wäre eine absurde Vorstellung. Ein Professor, der sich von oben herab über die Wikipedia äußert, ohne sich mit ihr genügend auseinandergesetzt zu haben, ist dagegen alles andere als ein Außenseiter. Über soziale Netzwerke wie Twitter, Facebook oder Mendeley werden zunehmend auch wissenschaftliche Neuigkeiten ausgetauscht. Wer hier nicht am Ball bleibt, gerät ins Hintertreffen. Natürlich kann man als genialer Meistererzähler mit einem kleinen Handapparat veralteter gedruckter Quellenausgaben und ohne Zuhilfenahme einer Schreibmaschine eine großartige historisch-philosophische Darstellung schaffen – aber wie realistisch ist ein solches Wissenschaftlerbild in unserer Gegenwart? […]”


Das Zitat stammt aus:
http://redaktionsblog.hypotheses.org/392


Sehr umfangreiche Sammlung von PDFs mit lateinischen Werken:

http://capricorn.bc.edu/siepm/books.html

Ausnahmsweise nicht Google, sondern die Kunstsammlung der Uni Milwaukee

http://uwmart.pastperfect-online.com/36290cgi/mweb.exe?request=ks


Heute Thema auf der Facebook-Seite des Stadtarchivs: "Ein aus heutiger archivfachlicher Sicht kaum mehr vorstellbares Foto: Die frühere Lagerung und Präsentation der ältesten Urkunden des Stadtarchivs Speyer im Historischen Museum der Pfalz (das Foto datiert um 1936)! Die Urkunden waren Jahrzehnte früher bereits dem Historischen Verein/Museum deshalb übergeben worden, weil sie als "ungeheuer wertvoll" galten, deshalb "hervorragende Schaustücke" (so Albert Pfeiffer, 1912) waren und teils über Goldsiegel verfügten. Die Urkunden wurden erst vor gut 30 Jahren aus dem Schrank entfernt und lagern seitdem wieder im Magazin des Archivs...".
http://www.facebook.com/Speyer.Stadtarchiv?ref=tn_tnmn#!/photo.php?fbid=265845450164401&set=a.114742011941413.21843.102902879791993&type=1&theater

2873-Speyer-Historisches-Museum-Urkundenschrank-wohl-1936

025

1. Bild: http://archiv.twoday.net/stories/75233764/

Um welches Archiv handelt es sich?

Expertengespräch / Workshop zur Begleitung des DFG-Projekts „VdU – Virtuelles deutsches Urkundennetzwerk“
Termin: Freitag, 25. Mai 2012
Dauer: ca. 10.00 Uhr bis 16.00 Uhr


Ort: Marburg, Hessisches Staatsarchiv, Friedrichsplatz 15
Veranstalter: DFG-Projekt „VdU“ (federführend: Manfred Thaller, Köln) – Hessisches Staatsarchiv Marburg – Deutsche Kommission für die Bearbeitung der Regesta Imperii – Abteilung Historische Grundwissenschaften und Historische Medienkunde der LMU München (Irmgard Fees)

Programm
10.00 Begrüßung (Dr. Andreas Hedwig, Prof. Dr. Irmgard Fees)
10.30 Prof. Dr. Claudia Märtl (MGH): Die Relevanz der Beschäftigung mit mittelalterlichen Urkunden heute
11.00 Prof. Dr. Enno Bünz (Universität Leipzig): Digitalisierungsprojekte und die Probleme der Bearbeitung spätmittelalterlicher Urkundenbestände
11.30 Prof. Dr. Michael Menzel (Humboldt-Universität Berlin): Welche Prioritäten sind bei der Digitalisierung von Urkundenbeständen aus der Sicht der Forschung zu setzen?
12.00 Diskussion
12.30 Mittagspause
14.00 Dr. Andreas Hedwig (Hessisches Staatsarchiv Marburg): Welche Prioritäten sind bei der Digitalisierung von Urkundenbeständen aus der Sicht der Archive zu setzen?
14.30 Prof. Dr. Franz Fuchs (Universität Würzburg): Was ist unbedingt erforderlich, um mit digitalisierten Urkunden zu arbeiten?
15.00 Prof. Dr. Hedwig Röckelein (Universität Göttingen): Zur Digitalisierung universitärer Lehrsammlungen
15.30 Dr. Daniel Jeller (ICARUS): Technische Details: Wie sehen erschwingliche Lösungen aus?
16.00 Abschluß (Prof. Dr. Manfred Thaller)

Bei Interesse der Teilnehmer bietet das Hessische Staatsarchiv Marburg im Anschluß an den Workshop eine Führung durch die Urkundenabteilung an (Leitung: Dr. Francesco Roberg).

Die Teilnahme ist kostenlos; Anmeldung erbeten bis zum 15. Mai 2012 per E-Mail an:
Stadtarchiv Speyer
hiltrud.zellner@stadt-speyer.de
Tel. +49 (0) 62 32/14 22 65

Siehe auch: http://www.hgw.geschichte.uni-muenchen.de/aktuelles/termine/urkundendigitalisierung/index.html

http://de.wikisource.org/wiki/Wikisource:E-books#Johann_Gottfried_Pahl

Inzwischen gibt es eine ganze Reihe Handschriften mehr, unter anderem ein Ochsenfurter Zinsbuch vom Anfang des 15. Jahrhunderts:

http://vb.uni-wuerzburg.de/ub/permalink/mpmiscf12

Auf einen digitalisierten Breslauer Ausstellungskatalog von 2006 macht Margret Ott in den Kommentaren zu
http://archiv.twoday.net/stories/11445459/
aufmerksam.

http://www.bibliotekacyfrowa.pl/dlibra/doccontent?id=15480&from=PIONIER%20DLF


Die berühmte Inschriftensammlung ist online:

http://daten.digitale-sammlungen.de/bsb00007356/image_1

Zur Einordnung siehe etwa
http://books.google.de/books?id=u88lBLFCUswC&pg=PA284
http://books.google.de/books?id=GN7BA6YF_lIC&pg=PA170

#epigraphik

http://www.bourgendoc.fr/

Die französische Stadt Bourg en Bresse (am Westrand des französischen Jura) unterhält ein Portal für Digitalisate aus ihren Kulturgütern. Neben der offenbar unvermeidlichen Schedel-Chronik gibt es unter anderem zwei Handschriften des 13. Jahrhhunderts (komplett).

GW weist bisher 18 Schedel-Digitalisate weltweit nach:
http://gesamtkatalogderwiegendrucke.de/docs/M40784.htm
Das Exemplar in Bourg en Bresse (BMun) ist defekt.


Eine Auswahl von 800+ Exlibris wurde digitalisiert:

http://digitalcollections.library.ubc.ca/cdm4/index_bookplate.php?CISOROOT=/bookplate

Zu anderen Exlibrissammlungen online siehe
http://archiv.twoday.net/stories/11445459/


http://manuscripttranscription.blogspot.fr/2012/03/crowdsourcing-at-imls-webwise-2012.html

Crodwsourcing-Sektion einer US-Konferenz als Video, auf der Ben Brumfield vortrug. Das Video ist englischsprachig untertitelt, was dem Verständnis sehr nützt.

http://www.tvworldwide.com/events/webwise/120229/globe_show/default_go_archive.cfm?gsid=1971&type=flv&test=0&live=0

Das Blog Brumfields empfahlen wir:
http://archiv.twoday.net/stories/8380086/

Wenn es etwas gibt, was höchstes Stirnrunzel hervorrufen sollte, dann sind es grobe Lesefehler bei bekannten Daten wie dem Sonntag Exaudi.

Aus der Edition (!) des Eyb'schen Turnierbuchs von Heide Stamm (Dissertation in Essen bei Horst Wenzel 1986), S. 174 zum Ansbacher Turnier
https://www.google.de/search?hl=de&q=sonntag%20elandj&&tbm=bks

In der Vorlage steht Exaudj (nach Stamms Konvention sogar Exaúdj, also mit u-Haken)
http://daten.digitale-sammlungen.de/bsb00038996/image_169

Ebenso in der von Thumser 2002 S. 384 edierten Parallelüberlieferung in den Schriften Ludwigs von Eyb des Älteren.

Ebenso in Raidenbuchers verschollenem Turnierbuch ed. Gumppenberg
http://books.google.de/books?id=6NFAAAAAcAAJ&hl=de&pg=PA113

Rüxner 1532 hat die Nennung von Exaudi nicht
http://www.dilibri.de/rlbdfg/content/pageview/324670

Update: http://archiv.twoday.net/stories/83809128/

 

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