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http://de.wikisource.org/wiki/Württembergische_Geschichtsquellen

Die ältere Reihe und die jüngere (Bd. 1-8, 12) sind frei (ohne US-Proxy) im WWW einsehbar.

" ..... Die Volkshochschule Köln muss für das vergangene Jahr ein großes Minus verzeichnen. Denn insgesamt nahmen rund 5.000 Menschen weniger an Kursen der VHS teil. Dadurch hat die VHS rund 350.000 Euro weniger eingenommen. Schuld daran sei vor allem der Umzug der VHS. Die verließ im vergangenen Jahr ihr Studienhaus am Neumarkt und zog in die Lotharstraße in Köln-Sülz und in das Bezirksrathaus Nippes. Etwa 6.700 Menschen gingen jedoch nicht mit und blieben den Kursen, die zuvor in der Innenstadt angeboten worden waren, fern. Das läge insbesondere daran, dass beide Ausweichorte nicht so zentral und gut erreichbar seien wie das Studienhaus am Neumarkt. ....Trotzdem entschloss man sich im vergangenen Jahr zum Umzug, um eine ständige Baustellen-Situation im Studienhaus am Neumarkt zu vermeiden. Geplant war, dass der VHS im kommenden Jahr ihre Räumlichkeiten in der Kölner Innenstadt wieder zur Verfügung stehen. Doch es kam alles ganz anders. Denn am 3. März 2009 stürzte das Historische Archiv der Stadt Köln in der Severinsstraße ein. Betroffen war von diesem Unglück auch das daneben liegende Friedrich Wilhelm Gymnasium. Das Schulgebäude konnte nicht mehr genutzt werden und wird derzeit noch saniert. Kurzerhand bot Gabriele Hammelrath, Leiterin der VHS, dem Gymnasium im Studienhaus ein Dach über den Kopf. Bis heute findet der Unterricht für die Kölner Schüler dort statt. Ein Umzug zurück in das sanierte Schulgebäude ist für Sommer 2011 geplant. Erst danach können die Sanierungsarbeiten des Studienhauses am Neumarkt beginnen. Sollte die planmäßig verlaufen, könnte die VHS im Sommer 2013 wieder in die Innenstadt ziehen. ...."
Quelle: http://www.report-k.de/content/view/25568/141/

http://www.flickr.com/commons/register/

Angesichts der Probleme bei der Auslegung der Bildrechte-Problematik weiß man nicht, ob man das wirklich bedauern soll. Flickr ist ein kommerzielles Angebot, das von einem Tag auf den anderen verschwunden sein kann und kein OAI-kompatibles Bild-Repositorium.

Update: http://www.libraryjournal.com/blog/1090000309/post/480052248.html



http://www.flickr.com/photos/museemccordmuseum/

http://www.nytimes.com/2010/01/24/world/americas/24heritage.html?pagewanted=all

Excerpt:

At the National Archives, there was some structural damage, but important historical documents did not appear threatened, said Bernard Hadjadj, a special envoy for Unesco.

Mit der Rezension der neuen MGH-Ausgabe des "Oberrheinischen Revolutionärs" befasst, suchte ich seit Tagen nach dem Aufsatz von Haupt in Google Books. Auch Volltextsuchen anhand des mir in Kopie vorliegenden Texts blieben zunächst erfolglos (dass die Metadaten oft unterirdisch sind, ist den Lesern hinreichend bekannt). Eine Volltextsuche führte dann aber heute doch zum Ziel. Die Zeichenfolge "Oberrheinischer Revolutionär" in dem betreffenden Buch wird von der OCR korrekt erkannt - allein Google gibt eine völlig nutzlose Verlagswerbung als relevanten Treffer aus:

http://books.google.de/books?id=JfJtAAAAMAAJ&pg=RA1-PA230 (US-Proxy)

Natürlich kam ich nicht auf die Idee, in diesem Band zwei Seiten zurückzublättern, um auf das Ende des gesuchten Aufsatzes zu stoßen.

Der Aufsatz ist nun auf Commons:

http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Ein_Oberrheinischer_Revolutionaer_aus_dem_Zeitalter_Kaiser_Maximilians_I.pdf

Weiteres siehe vorerst
http://delicious.com/Klausgraf/oberrheiner

Im Geschäftsbereich des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst ist beim Hessischen Staatsarchiv Marburg zum 1. Mai 2010 die Stelle eines/einer
Archivoberrats/Archivoberrätin
(A 13/A 14 BBesG)
zu besetzen.
Das Aufgabengebiet umfasst:
- die stellv. Leitung des Referats Urkunden und ältere Amtsbücher; insbesondere beinhaltet diese die Konzeption, die Leitung und das Management von Erschließungs- und Digitalisierungsprojekten an den Urkundenbeständen sowie eigene Erschließungsarbeiten;
- die Leitung der Abteilung Magazin und Lesesaal incl. Zuständigkeit für Rechtsfragen der Benutzung und Datenschutz;
- die Leitung der Fotowerkstatt;
- die stellv. Leitung des Referats Nutzung und Vermittlung von Archivgut.
Aufgrund seiner rund 120.000 Urkunden und umfangreichen älteren Amtsbuchbestände gehört das Staatsarchiv Marburg zu den bedeutendsten Archiven in Deutschland. Seit einigen Jahren konzentriert es sich auf die online-Erschließung und Digitalisierung seiner Urkundenbestände, die vornehmlich mit Drittmitteln
gefördert vorangetrieben werden. Auch in den kommenden Jahren soll der Schwerpunkt hierauf gesetzt werden.
Gesucht wird daher eine Persönlichkeit mit ausgewiesenen Kenntnissen der Mittelalterlichen Hilfswissenschaften, insbesondere der Diplomatik und der Sphragistik, die zudem über die Laufbahnbefähigung für den höheren Archivdienst verfügt.
Ferner sind sichere Kenntnisse des Archivrechts und des Magazinmanagements sowie der Bestandserhaltung erforderlich. Erwartet werden außerdem ein souveräner Umgang mit Informations- sowie die Kenntnis moderner
Reproduktionstechnologien sowie Digitalisierungsstrategien. Darüber hinaus sind Kenntnisse oder Erfahrungen im Projektmanagement erwünscht.
Erwartet werden die Fähigkeit zu konzeptioneller Arbeit, eine zielführende, ergebnisorientierte Arbeitsweise, eine teamorientiert-kooperative und flexible Mitarbeiterführung,
Selbstständigkeit und Entscheidungsfreude, Organisationstalent,
Kommunikationsfähigkeit sowie eine positive Einstellung zur Neuen Verwaltungssteuerung in Hessen.
Kenntnisse der hessischen Landesgeschichte sind nicht Voraussetzung, aber für die Einstellung förderlich.
Die Stelle ist grundsätzlich teilbar. Das Land Hessen ist bestrebt, den Anteil von Frauen in der Landesverwaltung zu erhöhen; Bewerbungen von Frauen sind daher besonders erwünscht. Schwerbehinderte Menschen werden bei Vorliegen gleicher Eignung bevorzugt.
Bewerbungen mit aussagekräftigen Unterlagen sind bis zum 15. Februar 2010 (Datum des Poststempels) zu richten an den
Direktor des Hessischen Staatsarchivs Marburg
Friedrichsplatz 15
35037 Marburg



Quelle: Link, Fotograf: Stephan Krahn, Creative Commons CC-BY-NC-ND 3.0

"Seit im Jahre 1993 das Heinrich-und-Thomas-Mann-Zentrum im Buddenbrookhaus gegründet wurde, werden im hauseigenen Archiv Briefe, Manuskripte, Fotografien, wertvolle Erstausgaben und biografische Dokumente zur Familie Mann und zu Erich Mühsam zusammengetragen. Seit 2009 vereint die Sammlung außerdem Archivalien, die seit den Fünfzigerjahren an verschiedenen Orten in der Hansestadt Lübeck verwahrt wurden. Der Bestand wächst zudem durch Schenkungen und Leihgaben. Darunter finden sich besondere Entdeckungen, Fundstücke, die der Forschung neue Impulse geben können – und die Lesern, Liebhabern und historisch Interessierten jeweils eine Geschichte erzählen können. Das Buddenbrookhaus hat exemplarische Stücke aus den Archivschachteln geholt, um sie – allermeist erstmalig – öffentlich zu präsentieren: Eine Ausstellung als Schatzkammer, ein Blick ins Archiv.
Thomas Mann: Ein Namenszug, ein Gruß, ein Vers von Rückert – das vielleicht früheste Zeugnis von Thomas Manns Hand fand sich jüngst in Lübeck: ein Eintrag in das Poesiealbum eines Mitschülers. Briefkonvolute waren nach dem Zweiten Weltkrieg nach Lübeck gekommen. Als Beispiele sind Korrespondenzen mit Paul Amann, dem wichtigen Briefpartner im Ersten Weltkrieg, und Münchner Rechtsanwalt Maximilian Brantl und anderen zu sehen. Und natürlich Buddenbrooks: Fotografien und Dokumente der Lübecker Familie Mann zeigen, woraus Literatur auch gemacht ist. Wie sie auch gelesen wurde zeigen Lübecker Dokumente der Rezeption, die Schlüssellisten.
Heinrich Mann: Ein besonderes Fundstück ist ein Gedichtband von Heinrich Manns Schulfreund Ludwig Ewers, in den Heinrich Mann eigene, später nie publizierte Gedichte eingetragen hat. Ewers selbst vollendete den Band mit eigener Lyrik, die der Freund einer gründlichen Kritik unterzog. Korrespondenzen mit Verlegern geben einen Einblick in die Bemühungen Heinrich Manns um Publikationsorte. Frühe Drucke zeigen, dass der Weg häufig über Zeitschriften führte. Briefe aus dem Umfeld Heinrichs dokumentieren das Schicksal seiner ersten Frau Maria Kanová und seiner Tochter während des Nationalsozialismus.
Erich Mühsam: Der Lübecker Apothekersohn Erich Mühsam wurde wegen seiner politischen Aktivitäten als Schriftsteller und Anarchist von den Nationalsozialisten verfolgt und 1934 im KZ Oranienburg ermordet. Erschütternde Dokumente sind seine letzten Briefe von dort, die sich im Archiv des Hauses befinden. Bedeutende Fundstücke sind auch Mühsams Flugblätter. Erstmals werden auch einzelne Stücke aus dem Konvolut der Charlotte Landau präsentiert, das sich seit 2009 im Archiv der Hansestadt Lübeck befindet. Die Fotos und Dokumente aus diesem Nachlass der Schwester Mühsams sind wichtige Zeugnisse jüdischen Lebens in Lübeck.


Die Ausstellung wird gefördert durch:

* Arbeitsgemeinschaft Literarischer Gesellschaften und Gedenkstätten, Berlin (ALG)
* Förderverein Buddenbrookhaus Lübeck e.V.
* Deutsche Thomas Mann-Gesellschaft
* Heinrich Mann-Gesellschaft
* Erich-Mühsam-Gesellschaft

Kulturpartner: NDR Kultur"

Quelle: Pressemitteilung des Buddenbrookhauses

s. a. Lübecker Nachrichten

Diverse katholische Bibliotheken bieten eine Art Gesamtkatalog an:

http://www.catholicresearch.net

http://naxos.bsz-bw.de/swbdok/

http://opus.bsz-bw.de/swop/volltexte/2010/804/pdf/zkdial63.pdf

http://www.ub.uni-heidelberg.de/helios/fachinfo/www/math/htmg/Welcome.html

Wieso diese Digitalisate nicht nach dem Muster der anderen Heidelberger Digitalisate der UB Heidelberg anständig verfügbar gemacht werden, erschließt sich mir nicht. Alle Digitalisate auf einer Website sollten einheitlich präsentiert werden.

http://www.cbc.ca/consumer/story/2010/01/21/consumer-passwords.html

Und wie siehts in Benin aus? http://tinyurl.com/ybnn4bl

http://smu.edu/bridwell/specialcollections/I&DIntro.htm

Richenbach-Einband

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?apm=0&aid=wtz


Felicitas Schmieder: Web-Rezension zu: Bibliotheca Palatina digital, in: H-Soz-u-Kult, 23.01.2010, http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/rezensionen/id=157&type=rezwww

http://www.zugang-zum-wissen.de/journal/archives/139-Copyright-Transfer-Agreements.html

http://openbiomed.info/?p=81

http://www.bildblog.de/15463/selbstausloeser

Seit vielen Jahren bin ich Mitglied der Wissenschaftlichen Buchgesellschaft, obwohl ich eigentlich längst austreten sollte, denn die Anzahl der Bücher, die ich wirklich häufig benutze und über die WBG etwas billiger bekommen konnte, ist überschaubar. Seit die WBG gegen Google klagte (und sich eine blutige Nase holte), ist meine Solidarität mit diesem wirtschaftlichen Verein sagen wir mal extrem reduziert. 2009 habe ich wieder nichts passendes gefunden gehabt, und nun muss ich mich sputen, sonst flattert mir im Februar die Besondere Wissenschaftliche Reihe, die in alter Zeit mal Billige Wissenschaftliche Reihe hieß (aber längst nicht mehr billig oder preisgünstig ist) ins Haus.

Die sogenannten "Leseproben" auf der Website sind ein Witz. Zu dem Renaissance-Buch von Hubertus Günther 2009 lautet die Leseprobe wie folgt:

Leseprobe
2. Allgemeine historische Merkmale
»Obwohl die grundlegenden Elemente der Renaissance bis weit ins 17. Jahrhundert fortlebten, halten wir uns hier an die übliche kunsthistorische Begrenzung. Nur beziehen wir gelegentlich spätere Bauten und Autoren ein, weil sie besonders charakteristisch für die Renaissance sind. Allerdings beschränken wir uns nicht auf formale Gesichtspunkte, sondern gehen von der gesamten geistigen Strömung aus, die Europa im 15. und 16. Jahrhundert erfasste. Ihre zentralen Errungenschaften sollen unsere Leitlinien bilden. Wir wollen sehen, wie sie in der Architektur zum Ausdruck kommen. Dabei halten wir uns schlicht an das, was historische Handbücher allgemein als typische Züge der Renaissance herausstellen. Unsere knappe Charakterisierung der Epoche kann nur Stichpunkte liefern und muss unter Verzicht auf viele eigentlich nötige Einschränkungen das Wesentliche zugespitzt bündeln.«


http://www.wbg-wissenverbindet.de/WBGShop/php/Proxy.php?purl=/wbg/products/details,extract,2996,.html

Wer soll sich angesichts einer solchen albernen "Leseprobe" nicht ver*** vorkommen?

Dass Verlage nichts verlieren, wenn sie im Netz großzügig Leseproben spendieren (und damit meine ich mindestens ein komplettes Kapitel), erscheint mir evident. Aber auch, dass jeder, der nicht vollkommen verblödet ist, bei einer "Leseprobe", die im Grunde genommen nur zeigt, dass der Autor fehlerfrei einige deutsche Sätze Ankündigungsprosa formulieren kann, ärgerlich wird.

http://schiedam.courant.nu/

http://www.hardenbergsarchief.nl/


http://rzbl04.biblio.etc.tu-bs.de:8080/docportal/receive/DocPortal_document_00032067

http://blogs.nyu.edu/library/sp.collections/

This is a blog highlighting special collections at the libraries of New York University.


Most, if not all, consumer-grade camera flashes emit a level and spectrum of light that is relatively insignificant in terms of harming library, museum, or archives materials.

Here is a link to Stephan Michalski's oft-cited article that makes this assertion:

http://cool.conservation-us.org/byorg/abbey/an/an20/an20-6/an20-607.html

Though the cumulative effects of several flash exposures over many (many, many, many) years might indeed accelerate degradation of certain pigments, the same can be said for the repeated physical handling of any particular object - including exposure to normal room lighting conditions.

I think banning flash for preservation reasons is an overreaction.

Thomas Blake
(archives-L)

Link zur PDF-Datei

s. dazu auf Archivalia: http://archiv.twoday.net/search?q=NRW+Archivgesetz

Hier nochmal der erste zur Erinnerung, im Bild:



Nun gibts den von Christoph Haitzmann, der durch Sigmund Freuds Artikel berühmt wurde (auch diesen Text gibts auf Wikisource):

http://de.wikisource.org/wiki/Teufelspakt_des_Malers_Christoph_Haitzmann

http://de.wikisource.org/wiki/Eine_Teufelsneurose_im_Siebzehnten_Jahrhundert


http://www.at-web.de/blog/20100121/synonyme-in-der-google-suche.htm

An interview with Peter B. Hirtle

http://fairuse.stanford.edu/commentary_and_analysis/2010_01_hirtle.html

The famous Hirtle Chart is now CC-BY! Congrats!

http://www.kanzlei.biz/nc/urteile/24-11-2009-bverfg-i-bvr-213-08.html

Eine Verfassungsbeschwerde zweier Filmurheber gegen die am 1. Januar 2008 in Kraft getretene Neuregelungen des Urheberrechtsgesetzes (UrhG) wurde nicht zur Entscheidung angenommen. Die Beschwerdeführer rügten die Neuregelungen in Bezug auf die Einräumung von Rechten an unbekannten Nutzungsarten, wonach der Filmproduzent automatisch die Verwertungsrechte auch für unbekannte Nutzungsarten erwerbe. Das Gericht sah es als nicht erwiesen an, dass die Beschwerdeführer, die bei mehreren Filmproduktionen unter anderem als Regisseure und Drehbuchautoren tätig geworden sind, von den Neuregelungen selbst betroffen sind.

Bundesverfassungsgericht. Beschluss vom 24.11.2009, Az.: 1 BvR 213/08

Zitat:

Vorliegend kann kein Zweifel daran bestehen, dass der Gesetzgeber legitimerweise den Zweck verfolgen durfte, zum Nutzen der Allgemeinheit, der Urheber und der Verwerter die „in zahlreichen Archiven ruhenden Schätze“ dadurch zugänglich zu machen, dass die wegen § 31 Abs. 4 UrhG a.F. entstandenen praktischen Verwertungshindernisse nachträglich beseitigt werden (vgl. Begründung zum RegE, BTDrucks 16/1828, S. 22). Ob die Öffnung der Archive im Wege der Übergangsvorschrift des § 137l UrhG gelingen wird und welche Rechtseinbußen, aber auch möglichen Vorteile - auch über den Anspruch auf gesonderte angemessene Vergütung (§ 137l Abs. 5 UrhG) hinaus - damit für die Filmurheber verbunden sind, muss sich im Laufe der Anwendung dieser Norm zeigen. Auch hier kann eine verfassungskonforme Auslegung in Betracht kommen (vgl. etwa Spindler/Heckmann, ZUM 2006, S. 620 <624, 626>). Erst dann wird sich die Frage stellen, ob ein etwa verbleibender Eingriff in Art. 14 Abs. 1 GG in Abwägung der teilweise widerstreitenden Interessen der Beteiligten und der Allgemeinheit im Rahmen von Art. 14 Abs. 1 Satz 2, Abs. 2 GG gerechtfertigt ist.

Zum Thema unbekannte Nutzungsarten:
http://archiv.twoday.net/search?q=unbekannte+nutzungsart



http://blog.bnf.fr/gallica/?p=1141

http://www.uniko.ac.at/upload/Uniko-Empfehlungen_Open_Access_01_2010.pdf


Sammlung Hoheneck ("Schlüsselberger Archiv")

Diese besteht aus 204 Handschriften und Druckwerken, die vom Freiherrn Johann Georg Adam von Hoheneck erworben bzw. angelegt worden sind (siehe dazu auch Herrschaftsarchiv Schlüsselberg). Darunter befinden sich wertvolle Abschriften der genealogischen Manuskripte des Freiherrn Reichard Strein von Schwarzenau, deren Originale 1800 verbrannt sind, die Collectanea Job Hartmanns von Enenkel u.v.a.

204 Handschriften
Laufzeit: 14. - 18. Jh.
Literatur: Ferdinand Krackowizer, Das Archiv von Schlüsselberg im Oberösterreichischen Landesarchiv zu Linz (Linz 1899)

Letzteres Buch ist als PDF einsehbar:

http://www.landesarchiv-ooe.at/xbcr/SID-4C43419D-EEAF6BC0/ArchivSchluesselberg.pdf

Update: Chmel gab kurze Notizen über einige Handschriften, die aber wohl komplett durch Krackowitzer ersetzt sind:

http://books.google.de/books?id=EEdAAAAAYAAJ&pg=PA343

Gebhard Mehring, Stift Lorch, 1911

http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/content/titleinfo/1077343

http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/content/titleinfo/1078561

Auch für Balneologen!

http://hdl.handle.net/10062/14626

http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/content/titleinfo/1077648

Ein wichtiges Standardwerk, das bislang nicht online zur Verfügung stand. Wieder einmal ein herzliches Dankeschön an die ULB Düsseldorf, die diesen und viele andere Wünsche erfüllt hat!

via DCC: Empirical research on migration

" .... Kern der Gesetzesnovelle seien allerdings die Veränderungen der Zeiträume, nach denen Informationen aus den Landesarchiven für wissenschaftliche Zwecke oder zeitgeschichtliche Dokumentationen zugänglich gemacht würden, betonte die Wissenschafts- und Kulturministerin. Entsprechend der Regelungen in anderen Bundesländern werde die Sperrfrist für personenbezogene Unterlagen von bislang 30 Jahren nach dem Tod der oder des Betroffenen auf nun 20 Jahre oder – wenn das Todesjahr der oder des Betroffenen nicht bekannt sei – auf künftig 90 Jahre nach dem Geburtsjahr (bislang 110 Jahre) verkürzt. Bei Unterlagen, die der Geheimhaltung unterliegen, werde die Sperrfrist von bislang 80 Jahren auf künftig 60 Jahre verkürzt, erläuterte die Ministerin. Erweitert werde zudem der Spielraum der Landesarchivverwaltung, wenn es darum gehe, Sperrfristen von für die Wissenschaft oder die Gesellschaft heute besonders bedeutsamen Informationen zu verkürzen. Wenn überwiegende schutzwürdige Interessen von Betroffenen oder aber von Dritten dies nicht verhinderten, solle die Archivverwaltung künftig nach einer Güterabwägung festlegen, ob Informationen unter der Auflage einer Anonymisierung personenbezogener Angaben auch schon vor Ablauf der eigentlichen Sperrfrist freigegeben werden. „Damit wird es zum Beispiel für Forscherinnen und Forscher leichter, die historische Aufarbeitung von Vorgängen in der Zeit des Nationalsozialismus voranzutreiben. Bislang noch gesperrte Akten von Vorgängerbehörden der jetzigen Landesbehörden können so für die Wissenschaft geöffnet werden“, sagte Doris Ahnen. Der Gesetzentwurf wird nun dem Landtag zugeleitet."
Quelle: Pressemitteilung der Landesregierung Rheinland Pfalz

Übrigens: im Gegensatz zum nordrhein-westfälischen Gesetzgebungsverfahren wurde in Rheinland-Pfalz die Stellungnahme des VdA frühzeitig eingeholt. Diese ist leider auch nur auf der Mitgliederseite des Vereins einsehbar.



"Der "gedanke, ein archiv für ungedruckte biographien aufzumachen" kam Walter Kempowski auf einem Gang über den Gefängnishof in Bautzen an einem Winterabend des Jahres 1950. Er hörte ein „eigenartiges Summen“. Das war der "babylonische Chorus" seiner Zellengenossen, deren Lebensgeschichten niemand kennen- und weitererzählen wird. Über Jahrzehnte hat er die Briefe, Fotos und Tagebücher unzähliger Personen gesammelt und in zehn Echolotbänden für die Zeit vom Beginn des Rußlandfeldzuges 1941 bis zur Kapitulation des NS-Regimes am 08.Mai 1945 collagiert. Unter der Leitung von Dominic Friedel lauscht Ulrich Anschütz dem Raunen der Stimmen, die Kempowski für die Tage vom 20. bis zum 30. April 1945 zusammengetragen hat.
Archivar Ulrich Anschütz Regie Dominic Friedel Bühne Karoline Bierner Kostüme Hanne Günther Dramaturgie Andrea Koschwitz

Premiere am 07. Feburar 2009 im Maxim Gorki Theater Berlin"

Vorerste letzte Aufführung 18. Januar 2010

Quelle: Maxim Gorki Theater, Monatsplan


Dr. Birgit Mitzscherlich, die Leiterin des Bautzener Domarchivs, präsentiert ihren spektakulären Fund. (Foto: Elisabeth Meuser)

"Eine päpstliche Bulle, datiert auf den 21. Januar 1676, hat Dr. Birgit Mitzscherlich, Leiterin des Diözesanarchivs des Bistums Dresden-Meißen, durch Zufall in den Archivräumen des Domstifts in Bautzen entdeckt. Es handelt sich bei dem Fund um eine auf Latein verfasste Nachricht von Papst Innozenz XI. (1611-1689) an das französische Erzbistum Besançon, in dem der Heilige Vater die Nachbesetzung einer Domherrenstelle regelt. "Das Dokument lag sorgfältig verpackt über Jahrzehnte unbemerkt in einem Karton in einer Fensternische. Bei Aufräumarbeiten nach dem Umbau unseres Archivs bin ich darauf gestoßen", berichtet Birgit Mitzscherlich über den spektakulären Fund.
In dem Schreiben erteilt Innozenz XI. dem Erzbischof von Besançon -Antoine Pierre de Gramont - eine päpstliche Instruktion. Demnach war ein Domherr namens Johann Baptist Boudret unheilbar an Schwindsucht erkrankt. In einem Brief hatte Boudret den Papst gebeten, ihm - wie damals üblich - seinen Neffen Philibertus Josephus Boudret als Koadjutor an die Seite zu stellen, mit der Aussicht, dass dieser auch seine Nachfolge antreten dürfe. In seiner Bulle befürwortet der Papst das Anliegen. Zugleich beauftragt er den Erzbischof aber, vor einer Amtsübergabe an Philibertus Boudret zu prüfen, ob dieser der neuen Aufgabe gewachsen sei.
"Es ist bemerkenswert, mit welchem Aufwand die Nachfolge eines Domherrn damals in Rom geprüft wurde", so die Leiterin des Bistumsarchivs. Wie das wertvolle Schriftstück nach Bautzen gelangte, darüber kann sie nur spekulieren. "Möglich, dass das Pergament zu Kriegszeiten von deutschen Soldaten aus Frankreich mitgebracht wurde", so Mitzscherlich.
Inzwischen hat sie auch eine siebenseitige Abschrift des Schriftstücks aus dem Jahre 1943 vom damaligen Bautzener Domstiftsarchivar Otto Rudert ausfindig machen können, die belegt, dass das Dokument dem kirchlichen Archivar bereits vor über 60 Jahren aufgefallen war. In einer Notiz hatte Rudert die Bemerkung hinterlassen, den päpstlichen Bescheid nach Kriegsende wieder seinem ursprünglichen Bestimmungsort zukommen lassen zu wollen - wozu es in den Wirren der Nachkriegsjahre dann offensichtlich nicht mehr gekommen war.
"Für das Erzbistum Besançon besitzt das Dokument einen wichtigen Stellenwert in seiner Kirchengeschichte", so Birgit Mitzscherlich. Bischof Joachim Reinelt hat daher den Beschluss gefasst, die päpstliche Bulle den Katholiken in Frankreich zukommen lassen zu wollen. Ein Schreiben an Erzbischof André Lacrampe in Besançon in dieser Angelegenheit ist bereits unterwegs.
Alle historisch Interessierten haben nun allerdings erst einmal Gelegenheit, das wertvolle Schriftstück in der Domschatzkammer persönlich in Augenschein zu nehmen. "In einer Vitrine unserer Bautzener Ausstellungsräume wird das päpstliche Schreiben von heute an vier Wochen lang zu bewundern sein. Dann wollen wir es nach Frankreich zurückgeben", so Mitzscherlich."

Quelle: Michael Baudisch, Pressemitteilung des Bistums Dresden-Meißen

Die Berliner Zeitung vom 18. Januar 2010 zur Bewertungspraxis in der Birthler-Behörde:

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2010/0118/feuilleton/0052/index.html

http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/content/titleinfo/1075925

Zur Handschrift:
http://www.mr1314.de/5914


http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/content/titleinfo/1076284

http://www.rambow.de/codex-seffken.html war schneller als ich :-)


"Die Kosten für das Historische Archiv der Stadt Köln steigen im laufenden Haushaltsjahr deutlich an. Wie die Stadtverwaltung mitteilt, werden rund 6,5 Millionen Euro mehr benötigt. Damit steigen die Kosten beispielsweise für die Konservierung, Restaurierung und Digitalisierung der Archivalien allein in diesem Jahr auf 19 Millionen Euro. Der Kulturausschuss wird am Nachmittag über die Ausgaben beraten. Insgesamt werden 116 Millionen Euro bis zum Jahr 2015 veranschlagt."
Quelle: WDR, Studio Köln, Kurznachrichten

http://www.economistsonline.org

Via
http://infobib.de/blog/2010/01/19/economists-online/

Was mir am derzeitigen Portal nicht gefällt:

* Keine Kennzeichnung des Status des PDFs (Preprint, Postprint, final Draft)

* Keine Permanentlinks.

* Keine Browsingfunktion.

"A preselected list of major buildings and urban facilities were assessed for damages using GeoEye-1 satellite imagery recorded on 13 January 2010. Building sites have been identified by local name and classified by type when possible, with a focus on hospitals, government and UN offices, schools, churches and industrial complexes. Damage classes have been assigned based on visual interpretation of available satellite imagery and thus contain an associated level of uncertainty for buildings with less severe forms of damages. Sites marked as "No Visual Damage" may have major structural damages not identifiable in the imagery, thus damages in the analysis have likely been underestimated. Note also that the major sites evaluated are not exhaustive of all important buildings within the city. A total of 110 selected sites were assessed; of this total 58 sites (53% were visibly damaged or destroyed. The percentage of affected buildings by type: Educational = 50%; Government = 88%; Hospitals = 42%; Int. Org. Offices = 50%; Churches = 60%. This is a preliminary analysis & has not yet been validated in the field. Please send ground feedback to UNITAR / UNOSAT. Map scale for A3: 1:15,000; Projection: UTM Zone 18 North; Datum: WGS-84 (EGM-96).
UNOSAT is the UN Institute for Training and Research (UNITAR) Operational Satellite Applications Programme, implemented in co-operation with the European Organization for Nuclear Research (CERN). "


Link to PDF

Meint zurecht http://blog.kooptech.de/2010/01/angst-vor-google-verschwoerung-bei-zeit-online-gedanken-zu-einer-debatte/

Dort auch einige Sätze zu Google StreetView.



http://www.personalizemedia.com/garys-social-media-count/

http://beschlussdatenbank.bundesnetzagentur.de/

Es versteht sich von selbst, dass diese Abzocke nicht mit dem Leitgedanken von § 5 UrhG in Einklang steht. Kundige können das PDF sowieso knacken.

http://blog.initiatived21.de/2009/05/twitter-im-horsaal/

http://digital.slub-dresden.de/sammlungen/werkansicht/314927891/0/

http://open-access.net/de/austausch/oa_in_der_blogosphaere/

http://infobib.de/blog/2010/01/15/schaufenster-der-deutschen-open-access-szene/

Als RSS-Feed sollte im Prinzip funktionieren:

http://pipes.yahoo.com/pipes/pipe.run?_id=d2b199a430c5215075dba5eeb8907a23&_render=rss

Geht aber bei mir in Bloglines offenbar nicht.

http://www.gemeingueter.de/

http://www.geheugenvannederland.nl/?/nl/collecties/wiel_van_der_randen


http://de.wikisource.org/wiki/Paul_Joachimsen

The Planets-Project has published a "Report on emerging digital art characterisation techniques"

Vgl.: Preservation of digital art

http://stadt-bremerhaven.de/creative-commens-koennen-teuer-werden/


Der Historiker und Archivar Dr. Christian R. Salewski arbeitet seit Jahresbeginn für Wirtschaftsarchiv Nord-West-Niedersachsen.(1)

"Das Land Niedersachsen, die Industrie und Handelskammer für Ostfriesland und Papenburg (IHK) und die Handwerkskammer für Ostfriesland (HWK) haben in Emden die Stiftung „Wirtschaftsarchiv Nord-West-Niedersachsen“ offiziell gegründet. Bei der Vertragsunterzeichnung in der IHK in Emden unterstrich der Chef der Niedersächsischen Staatskanzlei, Staatssekretär Dr. Lothar Hagebölling, die Notwendigkeit, „das Gedächtnis der regionalen Wirtschaft“ zu erhalten.
Häufig gingen bei Betriebsaufgaben, Unternehmensnachfolgen oder Verkäufen wichtige Unternehmensinformationen unwiederbringlich verloren. Hier soll das Wirtschaftsarchiv künftig ansetzen, indem es Informationen und Dokumente aus der Wirtschaft der Region sichtet und für die Nachwelt erhält.
IHK-Präsident Manfred Wendt und HWK-Präsident Klaus Hippen betonten, dass das Gemeinschaftsprojekt des Landes Niedersachen und der beiden Kammern eine „Win-Win-Situation“ für alle Beteiligten sei. Vor allem die Unternehmen der Region sollten davon profitieren.
Zu Geschäftsführern der Stiftung wurden Dr. Reinhold Kolck für die IHK und Peter-Ulrich Kromminga für die HWK bestellt. Den Vorsitz im Kuratorium als interne Stiftungsaufsicht hat Staatssekretär Dr. Lothar Hagebölling übernommen.
Zu den Hauptaufgaben des Archivs gehört die Erfassung von wirtschaftlichen Daten und Fakten aus Vergangenheit und Gegenwart der Region. Bedeutendes Schriftgut von Unternehmen, historische Verträge oder Bilddokumente sollen so auf Dauer gesichert werden. Darüber hinaus soll das Archiv Betriebe beim Aufbau und Erhalt unternehmenseigener Archive beraten und betreuen. Dazu gehört auch die Hilfestellung bei der Erstellung von Unternehmenschroniken oder Festschriften.
Das Wirtschaftsarchiv hat seinen Sitz in der Ringstraße 43 in Emden und ist ab dem 4. Januar 2010 unter Tel. 04921 8901-0 oder info@wirtschaftsarchiv-nordwest.de erreichbar. Im Internet ist das Archiv schon jetzt unter http://www.wirtschaftsarchiv-nordwest.de vertreten."
(2)

Quelle:
(1) http://www.lifepr.de/pressemeldungen/ihk-industrie-und-handelskammer-fuer-ostfriesland-und-papenburg/boxid-141014.html
(2) http://www.ihk-emden.de/index.php3?hid=021341&wid=3514&spid=1(11.12.2009)

" .... Präsidenten plünderten ihre Paläste und Archive. Beim Besuch eines Dokumentenhändlers in Paris fiel eine Zahl Briefe berühmter Haitianer auf. „Die stammen alle aus dem Staatsarchiv von Port-au-Prince“, sagte der Händler, „sie wurden uns von Leuten aus der Umgebung von Baby Doc verkauft.“
Papa Doc und Baby Doc Duvalier terrorisierten Haiti von 1957 bis 1986. Als der Sohn flüchtete, ging er nach Frankreich. Dort lebt er bis heute ungestört. Priester Aristide (Präsident 1994–1996, 2001–2004), Hoffnungsträger der Armen, zog als reicher Mann ins Exil nach Südafrika. ....."

Quelle: Bild.de

http://europeanalocal-d.blogspot.com/

" .... Neu im Besitz des Museums sind hingegen die Pläne des Salzburger Architekten Gerhard Garstenauer. Sie sollen der Grundstein für ein Salzburger Architekturarchiv werden. "
Quelle: http://salzburg.orf.at/stories/416495/

Hannelore Crolly referiert in der Welt den Sachstand: " ...... Das Archiv präsentiert auch freudig erste restaurierte Stücke als Triumph über die epochale Kulturkatastrophe, mittelalterliche Handschriften etwa aus der Sammlung Ferdinand Franz Wallraf, oder eine Pergamenturkunde von 1256. Die zog ein Helfer vor Monaten zerknittert aus den Trümmern. Heute liegt sie wie unversehrt in der Vitrine, daneben ein Foto ihres einst so kläglichen Zustandes. Von 6. März bis 11. April ist im Berliner Gropius-Bau eine Ausstellung geplant, mit Dokumenten aus der Amtszeit von Konrad Adenauer oder früheren Manuskripten von Heinrich Böll.
"Die Menschen sind erstaunt, wie viel die Restauratoren aus schwer beschädigten Fragmenten retten können", sagt die Direktorin des Archivs, Bettina Schmidt-Czaia. Man werde zwar immer die Spuren des Unglücks sehen. "Die Narben bleiben. Aber mit Geld ist sehr viel hinzukriegen."
Genau das ist das Problem. Es ist nämlich völlig unklar, woher jene 400 Millionen Euro kommen sollen, um 30 Regalkilometer an Dokumenten und Büchern, Handschriften und Urkunden, Fotografien und Notenblättern auszubessern. 1800 Fachleute und Helfer aus ganz Europa haben zwar unermüdlich Fundstücke aus den Trümmern geklaubt, sie sortiert, verpackt oder oft auch tiefgefroren, damit sie nicht schimmeln. Die Voraussetzungen sind also geschaffen, um das Kölner Gedächtnis wiederherzustellen. Doch dass das tatsächlich gelingt, ist keineswegs ausgemacht.
Für die Finanzierung soll eine Stiftung gegründet werden. Der Bund und das Land Nordrhein-Westfalen verweigern aber in Zeiten der Finanznot bisher Zusagen zur Beteiligung, nicht zuletzt mit dem Hinweis, das Kölner Archiv sei schließlich eine kommunale Einrichtung. Die ohnehin klamme Domstadt wäre aber mit der Aufgabe heillos überfordert.Nicht nur das Geld bereitet Sorgen. Auch die ganz reale Herausforderung, Abermillionen von Fragmenten zu reinigen, restaurieren und in ihren Originalzusammenhang zurück zu bringen, erscheint als schier nicht zu bewältigende Aufgabe. "Das ist ein Milliardenpuzzle, für Menschen nicht zu leisten", sagt Schmidt-Czaia. Gefragt ist die Wissenschaft, doch die notwendigen Technologien existieren teilweise noch gar nicht und müssen mühsam entwickelt werden.
Eine große Hilfe könnte das Berliner Fraunhofer-Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik (IPK) sein. Mit Software vom IPK wurden schon Transportlisten der Konzentrationslager Oranienburg und Sachsenhausen wieder lesbar gemacht, weil die Computer verblasste oder verschmutzte Handschriften hervorheben können. Berühmt ist das IPK aber vor allem durch ein Computerprogramm, das 600 Millionen von Stasiakten-Schnipseln zusammensetzen half. Auch für die deutsche Steuerfahndung nutzt das Verfahren, wenn sie zerrissene Papiere wiederherstellen will.
Allerdings liegt der Kölner Fall komplizierter als bei geschredderten oder von Hand zerrupften neuen Akten. Denn die Software, die erst noch angepasst werden muss, hat all die unterschiedlichen Materialien und Formate aus fast 1100 Jahren zu berücksichtigen, muss Briefe aus dem Mittelalter von aktuellen Tagebüchern unterscheiden können, darf einen Schnipsel aus Pergament nicht aus Versehen einem Notenblatt zuordnen.
Zugleich läuft die Zeit davon. Nicht nur, dass Platznot droht: Im Mai schon muss das erste Gastarchiv in Düsseldorf geräumt werden, weil das dortige Stadtarchiv umzieht. Möglichst schnell muss nun für die Kölner Bestände ein großes, ehemaliges Möbellager nahe der Domstadt aufgerüstet werden, mit Alarm- und Klimaanlagen, mit Regalen und Transportwegen. Vor allem droht vielen Archivalien auch nicht mehr gut zu machender Schaden, wenn sie nicht ganz schnell behandelt werden. Fotos beispielsweise oder Negative sind viel empfindlicher als Papier. Wenn sich auf ihnen die Schmutzkruste so verhärtet, dass sie nicht mehr zu trennen ist von der Oberfläche, sind die Erinnerungen für immer verloren.
Robert Fuchs, Professor und Experte für Restaurierung an der Fachhochschule Köln, hat daher mit seinen Studenten in den vergangenen Monaten eilig viele Negative mit einer Speziallösung gereinigt. Doch aussehen wie einst werden die Funde dennoch nie mehr. Denn viele Negative sind geknickt oder gebrochen. Das Glattbügeln würden sie nicht überstehen.
Eile geboten ist auch bei tiefgefrorenen Stücken, denn nach höchstens zwei Jahren droht Gefrierbrand. Unter ihnen sind viele nasse Bücher, deren Seiten wie ein Backstein zusammengeklebt sind. Sie müssen mühsam Seite für Seite getrennt werden. Zuvor werden sie in riesigen Vakuumtrocknungsanlagen aufgetaut und getrocknet, wie sie im Westfälischen Archivamt in Münster, im Bundesarchiv Berlin oder im Sächsischen Staatsarchiv auf Schloss Hubertusburg stehen. Dabei setzen Restauratoren die Stücke einem Vakuum aus, in dem das Eis sofort zu Gas wird und abgesaugt werden kann. Mit normaler Warmluft bekämen die Papiere Ränder und Schimmel.
Noch aufwendiger ist die Aufgabe für die Mitarbeiter des Kölner Stadtarchivs, die Ordnung ins Chaos bringen und ein Archivkataster erstellen müssen. Ein eigens gegründeter Fachbeirat wird Prioritäten setzen und entscheiden, was zuerst gerettet wird. Weil viele Stücke aus Platzmangel auf Jahre in Asylarchiven bleiben, ist eine komplizierte, aufwendige Logistik nötig. ...."

http://www.handschriftencensus.de/22303

Siehe auch:
http://archiv.twoday.net/search?q=lirer

http://jdgdb.bbaw.de

Zu meinen dort gelisteten knapp 50 Publikationen (Historische Bibliographie Online: 29, Regesta Imperii OPAC: über 100) sind dort auch die Internetnachweise zu finden.

http://mannigfaltigkeiten.twoday.net/stories/6142439/

Gedächtnis der Wirtschaft : Das Westfälische Wirtschaftsarchiv und seine Beiträge zur wirtschafts- und sozialgeschichtlichen Forschung. Einige Beispiele

Jahrbuch der Historischen Forschung 2007
http://www.ahf-muenchen.de/Forschungsberichte/Jahrbuch2007/AHF_Jb2007_FB_Ellerbrock.pdf

http://www.oldenbourg.de/verlag/ahf/

Eine weitere Hybrid-Abzocke, 1250 Euro +MWSt. für einen geisteswissenschaftlichen Artikel:

http://www.oldenbourg-wissenschaftsverlag.de/olb/de/1.c.1733270.de

http://medienarchiv68.de/index.html

Dazu: http://www.taz.de/1/leben/medien/artikel/1/heischen-nach-spaeter-genugtuung/


http://www.heise.de/ct/10/03/links/068.shtml

Hochkompetent kann man eine Zusammenstellung kaum nennen, die das unbrauchbare Angebot der European Library auflistet, bei dem derzeit kaum einmal ein Katalog antwortet (nach Ermittlungen von Matthias Schindler, die er mit vor einigen Tagen als Screenshot sandte).

http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/content/titleinfo/1074461

http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/content/titleinfo/1073125

Ein bisher nicht digitalisiertes Werk des Meister-Fälschers, wertvoll nicht nur für die Geschichte des Klosters Hirsau, sondern auch als Dokument der Historiographiegeschichte.

http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/content/titleinfo/1073887

Nach wie vor ein Standardwerk zu mittelalterlichen Bibliothekskatalogen.

Kurz zuvor erschienen Beckers Catalogi:

http://www.archive.org/details/catalogibibliot00beckgoog

 

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