In überaus widerwärtiger Weise zieht de Gruyter den Bibliotheken das Geld mit einem faden Neuaufguss des Verfasserlexikons das Geld aus den Rippen. Mietlinge, die aus gutem Grund nur mit Initialen zeichnen, meist aus der dritten oder vierten Reihe müssen Verfasserlexikonartikel umschreiben und nach Möglichkeit aktualisieren, was aber kaum einmal gelingt. Einen herausragenden Artikel habe ich gesehen, den über Felix Fabri, der aber schäbigerweise die Vorarbeiten der Wikipedia (den dortigen Artikel verantworte im wesentlichen ich selbst) unterschlägt. Ich nenne daher bewusst nicht den Autor, der sich in persönlicher Mail mit der Notwendigkeit, seine Familie zu ernähren, herausredete. Das kann aber keine Entschuldigung sein, die Regeln guter wissenschaftlicher Praxis (wie ich sie verstehe) mit Füßen zu treten.
Auszüge aus einem Band:
http://books.google.de/books?id=L38-gpDWkw4C (2011)
Muss man anno 2012 noch des langen und des breiten begründen, wieso solche gedruckten Nachschlagewerke keine Zukunft haben, dass die Zukunft vielmehr den kollaborativen freien Nachschlagewerken gehört, die vergleichsweise schnell aktualisiert werden können?
Wer immer der BJ = Bruno Jahn sein mag, der den Artikel "Gebetbuch moselfränkischer Zisterzienserinnen" verantwortet - er sollte sich schämen, einfach nur das Verfasserlexikon nachgeschrieben zu haben. Was der wirkliche Stand der Forschung ist, sagt der (nicht zitierte) Handschriftencensus:
http://www.handschriftencensus.de/8888
Auszüge aus einem Band:
http://books.google.de/books?id=L38-gpDWkw4C (2011)
Muss man anno 2012 noch des langen und des breiten begründen, wieso solche gedruckten Nachschlagewerke keine Zukunft haben, dass die Zukunft vielmehr den kollaborativen freien Nachschlagewerken gehört, die vergleichsweise schnell aktualisiert werden können?
Wer immer der BJ = Bruno Jahn sein mag, der den Artikel "Gebetbuch moselfränkischer Zisterzienserinnen" verantwortet - er sollte sich schämen, einfach nur das Verfasserlexikon nachgeschrieben zu haben. Was der wirkliche Stand der Forschung ist, sagt der (nicht zitierte) Handschriftencensus:
http://www.handschriftencensus.de/8888
KlausGraf - am Samstag, 23. Juni 2012, 17:10 - Rubrik: Kodikologie
http://www.bisdom-roermond.nl/single/index.php?ID=619
Angeblich mit Digitalisaten der Originale, die ich aber nicht finde.
Vorgestellt auf dem Rheinischen Archivtag, siehe
http://lvrafz.hypotheses.org/
Leider muss ich jetzt das Blog unterbrechen. Ich melde mich später nochmals, falls es in der Archivwelt oder bei den hier traktierten Themen etwas Neues gibt.
Angeblich mit Digitalisaten der Originale, die ich aber nicht finde.
Vorgestellt auf dem Rheinischen Archivtag, siehe
http://lvrafz.hypotheses.org/
Leider muss ich jetzt das Blog unterbrechen. Ich melde mich später nochmals, falls es in der Archivwelt oder bei den hier traktierten Themen etwas Neues gibt.
KlausGraf - am Samstag, 23. Juni 2012, 15:33 - Rubrik: Digitale Bibliotheken
http://www.stargardt.de/download/file/698/VI_Geschichte.pdf
1118* RÜXNER (Rixner), Georg, kaiserlicher Reichsherold; Verfasser des 1530 in Simmern
erschienenen Tu r n i e r b u c h s . E. Br. m. U. „Görg Rixner genandt Hierosalem Eraldo“.
Würzburg „an mitwoch nach S Veizs tag“ (17.VI.) 1523. 1 S. folio. Mit papiergedecktem Siegel
(eingerissen) und Adresse (Name getilgt). Minimale Randläsuren, verso kleine Montagespuren.
(2.500.—)
(An Gerhard Pichler?) wohl im Zusammenhang mit einem an den „Ritterkrieg“ sich anschließenden Streit
zwischen dem Landgrafen Philipp dem Großmütigen von Hessen und dem Reich, das sich der Ansprüche
einiger mit Franz von Sickingen verbündet gewesener Ritter angenommen hatte.
„... Ich hab dem amptman zü marburg Etlich warnung meins g[nädigen] h[errn]“ (Fürstbischof Konrad
III. von Würzburg?) „halb zü geschriben uff sein schrifftlich ansuchen und Begern, da mit mein
g[nädiger] h[err] gewarndt werde, wan in der still da von geredt wirt, Beym Bundt oder im her, als ob
man uber sein gand“ (verschrieben für „land“?) „im umwenden ziechen wölle, ist mir nit zweyffels sein
f[ürstlich] g[naden] wiß sich uff solche warnung wol zü hallten, sye haben nit uber thaussent Reissiger
pferde und Bis an neuntaussent zü fuß, aber Ein stargk geschoß Bey vier oder XXV stugken uff Redern
die Eyssen schiessen, dar under wol acht Brechender stugk sind, aber fur war, die stradiotten und vil
knecht underm hauffen wern lieber uff dem gegentheil dan Beym pund ... Ich hab XIII artigkel Bey mir,
die Sind schon gedrugkt, aber nit von mir, die Beschliessen allen Eingang des gannczen Regamenczs aller
stend im Reich ...“
Aus der 1911 durch C.G. Boerner versteigerten Sammlung Carl Geibel. – Vo n g r ö ß t e r S e l t e n h e i t .
Siehe die Abbildung auf Seite 553.
Zu diesem Brief
http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Ruexner_nebehay.jpg
Graf S. 120
http://www.freidok.uni-freiburg.de/volltexte/7140/pdf/Graf_Ruexner.pdf
Über Rüxner:
http://archiv.twoday.net/search?q=r%C3%BCxner
Update: Klaus Arnold erwähnt den Brief in seinem Humanismus-VL-Artikel über Sebastian von Rotenhan
http://books.google.de/books?id=iCQt5LikZ6MC&pg=PT60
Zum erwähnten Druck (beide Drucke sind also wohl nicht nach 1523 Juni 17 zu datieren):
http://de.wikisource.org/wiki/Deutscher_Nation_Notdurft
Eine Transkription des Briefs auf Wikimedia Commons.
http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Brief_von_R%C3%BCxner.jpg
Wenn Rüxner sagt, der Adressat solle in Nürnberg am Hof des Statthalters nach ihm fragen, so deutet dies auf Pfalzgraf Friedrich, der im Juli 1523 das Statthalter-Amt des Reichsregiments resignierte und den wir bereits als Rüxners Dienstherrn kennen.
Aus Google Books geht hervor, dass die Vermutung hinsichtlich des Adressaten aus dem Katalog von 1911 stammt:
"Autographen sammlungen dr. Carl Geibel, Leipzig, Carl Herz v. ...: Band 1
Carl Geibel, Carl Herz von Hertenried, C.G. Boerner (Firm) - 1911 - Snippet-Ansicht
Georg Rüxner. 214 Der Verfasser des berühmten „Turnierbuchs". — L. as Würzburg, am St. Veitstag (17. Juni) 1523, an Gerhard Pichler (?). 1 pag. fol., mit Adresse und Siegel. Kostbarer und sehr interessanter Brief. Er habe den Amtmann von"
Bereits 1866 hatte Stargardt einen anderen Brief Rüxners in Besitz:
http://books.google.de/books?id=oBAUAQAAMAAJ&pg=PA53-IA31 (Ewalde muss Eraldo heißen) - es ist wohl einer der beiden Briefe von 1526 wegen seines Schwagers Hans Eysen zu Schonungen (von Stargardt verlesen), die sich in Coburg und Berlin befinden (Graf a.a.O.).
Eine andere Unterschrift Rüxners 1523 aus ungenannter Quelle:
http://books.google.de/books?id=at9JAAAAcAAJ&pg=PA277
http://books.google.de/books?id=at9JAAAAcAAJ&pg=PA173
#forschung

1118* RÜXNER (Rixner), Georg, kaiserlicher Reichsherold; Verfasser des 1530 in Simmern
erschienenen Tu r n i e r b u c h s . E. Br. m. U. „Görg Rixner genandt Hierosalem Eraldo“.
Würzburg „an mitwoch nach S Veizs tag“ (17.VI.) 1523. 1 S. folio. Mit papiergedecktem Siegel
(eingerissen) und Adresse (Name getilgt). Minimale Randläsuren, verso kleine Montagespuren.
(2.500.—)
(An Gerhard Pichler?) wohl im Zusammenhang mit einem an den „Ritterkrieg“ sich anschließenden Streit
zwischen dem Landgrafen Philipp dem Großmütigen von Hessen und dem Reich, das sich der Ansprüche
einiger mit Franz von Sickingen verbündet gewesener Ritter angenommen hatte.
„... Ich hab dem amptman zü marburg Etlich warnung meins g[nädigen] h[errn]“ (Fürstbischof Konrad
III. von Würzburg?) „halb zü geschriben uff sein schrifftlich ansuchen und Begern, da mit mein
g[nädiger] h[err] gewarndt werde, wan in der still da von geredt wirt, Beym Bundt oder im her, als ob
man uber sein gand“ (verschrieben für „land“?) „im umwenden ziechen wölle, ist mir nit zweyffels sein
f[ürstlich] g[naden] wiß sich uff solche warnung wol zü hallten, sye haben nit uber thaussent Reissiger
pferde und Bis an neuntaussent zü fuß, aber Ein stargk geschoß Bey vier oder XXV stugken uff Redern
die Eyssen schiessen, dar under wol acht Brechender stugk sind, aber fur war, die stradiotten und vil
knecht underm hauffen wern lieber uff dem gegentheil dan Beym pund ... Ich hab XIII artigkel Bey mir,
die Sind schon gedrugkt, aber nit von mir, die Beschliessen allen Eingang des gannczen Regamenczs aller
stend im Reich ...“
Aus der 1911 durch C.G. Boerner versteigerten Sammlung Carl Geibel. – Vo n g r ö ß t e r S e l t e n h e i t .
Siehe die Abbildung auf Seite 553.
Zu diesem Brief
http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Ruexner_nebehay.jpg
Graf S. 120
http://www.freidok.uni-freiburg.de/volltexte/7140/pdf/Graf_Ruexner.pdf
Über Rüxner:
http://archiv.twoday.net/search?q=r%C3%BCxner
Update: Klaus Arnold erwähnt den Brief in seinem Humanismus-VL-Artikel über Sebastian von Rotenhan
http://books.google.de/books?id=iCQt5LikZ6MC&pg=PT60
Zum erwähnten Druck (beide Drucke sind also wohl nicht nach 1523 Juni 17 zu datieren):
http://de.wikisource.org/wiki/Deutscher_Nation_Notdurft
Eine Transkription des Briefs auf Wikimedia Commons.
http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Brief_von_R%C3%BCxner.jpg
Wenn Rüxner sagt, der Adressat solle in Nürnberg am Hof des Statthalters nach ihm fragen, so deutet dies auf Pfalzgraf Friedrich, der im Juli 1523 das Statthalter-Amt des Reichsregiments resignierte und den wir bereits als Rüxners Dienstherrn kennen.
Aus Google Books geht hervor, dass die Vermutung hinsichtlich des Adressaten aus dem Katalog von 1911 stammt:
"Autographen sammlungen dr. Carl Geibel, Leipzig, Carl Herz v. ...: Band 1
Carl Geibel, Carl Herz von Hertenried, C.G. Boerner (Firm) - 1911 - Snippet-Ansicht
Georg Rüxner. 214 Der Verfasser des berühmten „Turnierbuchs". — L. as Würzburg, am St. Veitstag (17. Juni) 1523, an Gerhard Pichler (?). 1 pag. fol., mit Adresse und Siegel. Kostbarer und sehr interessanter Brief. Er habe den Amtmann von"
Bereits 1866 hatte Stargardt einen anderen Brief Rüxners in Besitz:
http://books.google.de/books?id=oBAUAQAAMAAJ&pg=PA53-IA31 (Ewalde muss Eraldo heißen) - es ist wohl einer der beiden Briefe von 1526 wegen seines Schwagers Hans Eysen zu Schonungen (von Stargardt verlesen), die sich in Coburg und Berlin befinden (Graf a.a.O.).
Eine andere Unterschrift Rüxners 1523 aus ungenannter Quelle:
http://books.google.de/books?id=at9JAAAAcAAJ&pg=PA277
http://books.google.de/books?id=at9JAAAAcAAJ&pg=PA173
#forschung

KlausGraf - am Freitag, 22. Juni 2012, 20:32 - Rubrik: Landesgeschichte
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Dem neuen ZKBW-Dialog https://wiki.bsz-bw.de/doku.php?id=fl-team:publikationen:dialog72-html entnehme ich:
"Das Getty Research Portal ( http://portal.getty.edu/ ) gewährt gebührenfreien Zugang zu den Volltexten von kunsthistorischen Büchern, die nicht mehr unter Urheberschutz stehen. Das Portal beschränkt sich nicht nur auf den Nachweis der Bestände des Getty Research Institutes, sondern verlinkt auf die frei verfügbaren Texte, die von Bibliotheken, Universitäten und Museen in Europa und den USA digitalisiert wurden (und werden). Beteiligt sind bisher die UB Heidelberg, das Institut National d’Histoire de l’Art in Paris, die Frick Art Reference Library und die Thomas J. Watson Library des Metropolitan Museums of Art in New York, die Avery Architectural and Fine Arts Library at Columbia University, die Biblioteca de la Universidad de Málaga und andere mehr. "
Was es allerdings an Fortschritt bringt, wenn ohne jegliche Kennzeichnung US-Bibliotheken ihre für Nicht-US-Bürger nicht zugänglichen Digitalisate etwa
http://babel.hathitrust.org/cgi/pt?id=nnc1.0029763550
nachweisen dürfen, erschließt sich mir nicht.
"Das Getty Research Portal ( http://portal.getty.edu/ ) gewährt gebührenfreien Zugang zu den Volltexten von kunsthistorischen Büchern, die nicht mehr unter Urheberschutz stehen. Das Portal beschränkt sich nicht nur auf den Nachweis der Bestände des Getty Research Institutes, sondern verlinkt auf die frei verfügbaren Texte, die von Bibliotheken, Universitäten und Museen in Europa und den USA digitalisiert wurden (und werden). Beteiligt sind bisher die UB Heidelberg, das Institut National d’Histoire de l’Art in Paris, die Frick Art Reference Library und die Thomas J. Watson Library des Metropolitan Museums of Art in New York, die Avery Architectural and Fine Arts Library at Columbia University, die Biblioteca de la Universidad de Málaga und andere mehr. "
Was es allerdings an Fortschritt bringt, wenn ohne jegliche Kennzeichnung US-Bibliotheken ihre für Nicht-US-Bürger nicht zugänglichen Digitalisate etwa
http://babel.hathitrust.org/cgi/pt?id=nnc1.0029763550
nachweisen dürfen, erschließt sich mir nicht.
KlausGraf - am Freitag, 22. Juni 2012, 20:20 - Rubrik: Digitale Bibliotheken
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Narratio de rebus gestis archiepiscoporum Moguntinorum
(Bericht über die Taten der Erzbischöfe von Mainz)
Werk
Umfangreiche Geschichte der Erzbischöfe von Mainz, verfaßt Ende 15. Jh. Die Handschrift mit dem Gesamttext ist seit dem 19. Jh. verschollen; erhalten sind nur einige kurze Auszüge über acht Kriege im Rheingau (Hessen) in den Jahren 1165, 1301, 1360, 1369, 1371, 1382, 1405 und 1410. Hinzu kommt ein Bericht über die Befestigungsmaßnahmen, die Erzbischof Adalbert II. von Mainz (PND119496313) (1138-1141) in Bingen (Rheinland-Pfalz) durchführen ließ.
Handschriften - Mss.
v. Edd. Böhmer, p. xliii nr. 23
[ http://archive.org/stream/fontesrerumgerm03hubegoog#page/n48/mode/2up ]
Ausgaben - Edd.
F. J. Bodmann, Rheingauische Altertümer, Mainz 1819, pp. 160 sqq. Auszüge
in Böhmer, Font., 4 (1868) 363-367 aus ed. Bodmann
Literatur - Comm.
v. Edd. Böhmer, p. xliii nr. 23
Letzte Änderung der Daten am 20-03-2012 09:56
Zedler hat diese Geschichtsquelle als Erfindung Bodmanns nachgewiesen:
http://archive.org/stream/NassauischeAnnalen45/NassauischeAnnalen451921#page/n361/mode/2up
Markus Müller, Bistumsgeschichtsschreibung, 1998, S. 24 verweist darauf, dass sich aus der Bistumschronik Zimmerns ein weiteres Argument gegen die Echtheit der Narratio ergibt.
Gleichwohl sind Böhmer, Holder-Egger und in ihrem Gefolge diverse Autoren auf diese Fälschung hereingefallen:
https://www.google.de/search?tbm=bks&q=%22Narratio+de+rebus+gestis+archiepiscoporum+Moguntinorum+%22
http://www.burgenlexikon.eu/104.html#c356
Holder-Egger gibt immerhin eine Warnung vor Bodmann:
http://www.mgh.de/dmgh/resolving/MGH_SS_rer._Germ._42_S._59
Zu Bodmann
http://archiv.twoday.net/stories/97064349/
Zu den Geschichtsquellen
http://archiv.twoday.net/stories/96988260/
(Bericht über die Taten der Erzbischöfe von Mainz)
Werk
Umfangreiche Geschichte der Erzbischöfe von Mainz, verfaßt Ende 15. Jh. Die Handschrift mit dem Gesamttext ist seit dem 19. Jh. verschollen; erhalten sind nur einige kurze Auszüge über acht Kriege im Rheingau (Hessen) in den Jahren 1165, 1301, 1360, 1369, 1371, 1382, 1405 und 1410. Hinzu kommt ein Bericht über die Befestigungsmaßnahmen, die Erzbischof Adalbert II. von Mainz (PND119496313) (1138-1141) in Bingen (Rheinland-Pfalz) durchführen ließ.
Handschriften - Mss.
v. Edd. Böhmer, p. xliii nr. 23
[ http://archive.org/stream/fontesrerumgerm03hubegoog#page/n48/mode/2up ]
Ausgaben - Edd.
F. J. Bodmann, Rheingauische Altertümer, Mainz 1819, pp. 160 sqq. Auszüge
in Böhmer, Font., 4 (1868) 363-367 aus ed. Bodmann
Literatur - Comm.
v. Edd. Böhmer, p. xliii nr. 23
Letzte Änderung der Daten am 20-03-2012 09:56
Zedler hat diese Geschichtsquelle als Erfindung Bodmanns nachgewiesen:
http://archive.org/stream/NassauischeAnnalen45/NassauischeAnnalen451921#page/n361/mode/2up
Markus Müller, Bistumsgeschichtsschreibung, 1998, S. 24 verweist darauf, dass sich aus der Bistumschronik Zimmerns ein weiteres Argument gegen die Echtheit der Narratio ergibt.
Gleichwohl sind Böhmer, Holder-Egger und in ihrem Gefolge diverse Autoren auf diese Fälschung hereingefallen:
https://www.google.de/search?tbm=bks&q=%22Narratio+de+rebus+gestis+archiepiscoporum+Moguntinorum+%22
http://www.burgenlexikon.eu/104.html#c356
Holder-Egger gibt immerhin eine Warnung vor Bodmann:
http://www.mgh.de/dmgh/resolving/MGH_SS_rer._Germ._42_S._59
Zu Bodmann
http://archiv.twoday.net/stories/97064349/
Zu den Geschichtsquellen
http://archiv.twoday.net/stories/96988260/
KlausGraf - am Freitag, 22. Juni 2012, 02:10 - Rubrik: Geschichtswissenschaft
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Nun gibt es endlich einen Wikipedia-Artikel über Bodmann:
http://de.wikipedia.org/wiki/Franz_Joseph_Bodmann
Franz Joseph Bodmann (* 7. Mai 1754 in Groß-Aura (Oberfranken); † 20. Oktober 1820 in Mainz) war ein deutscher Jurist, Politiker, Historiker, Bibliothekar und Geschichtsfälscher.
Bodmann studierte in Würzburg und Göttingen Rechtswissenschaften. 1780 wurde er Professor der Rechte in Mainz, 1805 Vizepräsident des Zivilgerichts und 1811 Präsident des Finanzgerichts in Mainz. Von 1806 bis zu seiner Dispensation nach dem Abzug der französischen Truppen 1814 leitete er die Mainzer Stadtbibliothek.
Seine früher hochgeschätzen landesgeschichtlichen Publikationen - sein Hauptwerk sind die Rheingauischen Alterthümer - sind durch erst am Ende des 19. Jahrhunderts aufgedeckte schwerwiegende Fälschungen teilweise entwertet. So fälschte er das Rheingauer Landrecht aus holländischen Quellen und schrieb Urteile des Ingelheimer Oberhofs auf Eltville um. Als Mainzer Stadtbibliothekar entfremdete er ihm anvertraute Bestände, verstümmelte Handschriften und Drucke. Auch andere Institutionen bestahl er: „Wo er ein Archiv benutzte, riß er das, was er in seine Werke aufnehmen wollte, aus den Originalen heraus und fügte es seinem Manuskript bei“.
Materialien zu seinen Fälschungen und der Bodmann-Habel'schen Sammlung habe ich zusammengestellt in Wikisource (während die Bibliographie seiner digitalisierten Publikationen dankenswerterweise von anderer Hand erfolgte):
http://de.wikisource.org/wiki/Franz_Joseph_Bodmann
Zu Habel:
http://archiv.twoday.net/stories/5262222/
Zu Fröschels verschollener Chronik aus der Sammlung:
http://archiv.twoday.net/stories/137406/
Zu einer Fälschung Bodmanns
http://archiv.twoday.net/stories/97008197/
[Zu einer weiteren:
http://archiv.twoday.net/stories/97064397/ ]
Fälschungen in Archivalia:
http://archiv.twoday.net/stories/96987511/
Nachtrag: Roths Aufsatz über Bodmann 1909
http://commons.wikimedia.org/w/index.php?title=File%3ARoth_deutsche_geschichtsblaetter.pdf&page=22
Zu Bodmann als zeichnender Fälscher vgl. einen Tagungsbericht von 2010
http://www.ahf-muenchen.de/Tagungsberichte/Berichte/pdf/2010/119-10.pdf
"Von einer gewissen wissenschaftlichen Eitelkeit zeugt der gelungene Versuch des Mainzer Juristen und
Historikers Franz Josef Bodmann (1754-1820), mit Zeichnungen angeblicher Grabsteine einer Familie De
Ageduch (Vom Aquädukt, Von den Römersteinen) eine sonst in Urkunden nicht nachgewiesene Familie zu
einer schillernden Existenz zu verhelfen, die im Mainz benachbarten Kloster Dalheim, eben in der Nähe der
römischen Wasserleitung, eine in der Säkularisierung verschwundene Grablege gehabt haben soll. Erst Josef
Heinzelmann (†2010, Vortrag gelesen von Eberhard J. Nikitsch, beide Mainz) kam dem Fälscher auf die Spur
und entlarvte seine Zeichnungen hochrechteckiger Grabplatten mit konventionellen Anno domini-Formularen
des 13. und 14. Jahrhunderts als pure Phantasie und Fälschung wider besseres Wissen. Die wirklichen
Motive bleiben im Dunkeln, wenngleich Bodmann mehrfach Zeugnisse zur Stützung seiner historischen
Forschungen gefälscht hat."
Siehe auch
https://www.mainz.de/kultur-und-wissenschaft/bibliotheken-und-archive/stadtarchiv/mittelalterfaelschungen.php
Für Dieter Werkmüller: Bodmann, Franz Josef (1754-1820). In: Handwörterbuch zur deutschen Rechtsgeschichte 2. Auflage Bd. 1 (2008), Sp. 629f., hier Sp. 630 "müssen alle nur von ihm überlieferten Quellen solange als verdächtig gelten, bis eine von B. unabhängige Bestätigung auftaucht".

http://de.wikipedia.org/wiki/Franz_Joseph_Bodmann
Franz Joseph Bodmann (* 7. Mai 1754 in Groß-Aura (Oberfranken); † 20. Oktober 1820 in Mainz) war ein deutscher Jurist, Politiker, Historiker, Bibliothekar und Geschichtsfälscher.
Bodmann studierte in Würzburg und Göttingen Rechtswissenschaften. 1780 wurde er Professor der Rechte in Mainz, 1805 Vizepräsident des Zivilgerichts und 1811 Präsident des Finanzgerichts in Mainz. Von 1806 bis zu seiner Dispensation nach dem Abzug der französischen Truppen 1814 leitete er die Mainzer Stadtbibliothek.
Seine früher hochgeschätzen landesgeschichtlichen Publikationen - sein Hauptwerk sind die Rheingauischen Alterthümer - sind durch erst am Ende des 19. Jahrhunderts aufgedeckte schwerwiegende Fälschungen teilweise entwertet. So fälschte er das Rheingauer Landrecht aus holländischen Quellen und schrieb Urteile des Ingelheimer Oberhofs auf Eltville um. Als Mainzer Stadtbibliothekar entfremdete er ihm anvertraute Bestände, verstümmelte Handschriften und Drucke. Auch andere Institutionen bestahl er: „Wo er ein Archiv benutzte, riß er das, was er in seine Werke aufnehmen wollte, aus den Originalen heraus und fügte es seinem Manuskript bei“.
Materialien zu seinen Fälschungen und der Bodmann-Habel'schen Sammlung habe ich zusammengestellt in Wikisource (während die Bibliographie seiner digitalisierten Publikationen dankenswerterweise von anderer Hand erfolgte):
http://de.wikisource.org/wiki/Franz_Joseph_Bodmann
Zu Habel:
http://archiv.twoday.net/stories/5262222/
Zu Fröschels verschollener Chronik aus der Sammlung:
http://archiv.twoday.net/stories/137406/
Zu einer Fälschung Bodmanns
http://archiv.twoday.net/stories/97008197/
[Zu einer weiteren:
http://archiv.twoday.net/stories/97064397/ ]
Fälschungen in Archivalia:
http://archiv.twoday.net/stories/96987511/
Nachtrag: Roths Aufsatz über Bodmann 1909
http://commons.wikimedia.org/w/index.php?title=File%3ARoth_deutsche_geschichtsblaetter.pdf&page=22
Zu Bodmann als zeichnender Fälscher vgl. einen Tagungsbericht von 2010
http://www.ahf-muenchen.de/Tagungsberichte/Berichte/pdf/2010/119-10.pdf
"Von einer gewissen wissenschaftlichen Eitelkeit zeugt der gelungene Versuch des Mainzer Juristen und
Historikers Franz Josef Bodmann (1754-1820), mit Zeichnungen angeblicher Grabsteine einer Familie De
Ageduch (Vom Aquädukt, Von den Römersteinen) eine sonst in Urkunden nicht nachgewiesene Familie zu
einer schillernden Existenz zu verhelfen, die im Mainz benachbarten Kloster Dalheim, eben in der Nähe der
römischen Wasserleitung, eine in der Säkularisierung verschwundene Grablege gehabt haben soll. Erst Josef
Heinzelmann (†2010, Vortrag gelesen von Eberhard J. Nikitsch, beide Mainz) kam dem Fälscher auf die Spur
und entlarvte seine Zeichnungen hochrechteckiger Grabplatten mit konventionellen Anno domini-Formularen
des 13. und 14. Jahrhunderts als pure Phantasie und Fälschung wider besseres Wissen. Die wirklichen
Motive bleiben im Dunkeln, wenngleich Bodmann mehrfach Zeugnisse zur Stützung seiner historischen
Forschungen gefälscht hat."
Siehe auch
https://www.mainz.de/kultur-und-wissenschaft/bibliotheken-und-archive/stadtarchiv/mittelalterfaelschungen.php
Für Dieter Werkmüller: Bodmann, Franz Josef (1754-1820). In: Handwörterbuch zur deutschen Rechtsgeschichte 2. Auflage Bd. 1 (2008), Sp. 629f., hier Sp. 630 "müssen alle nur von ihm überlieferten Quellen solange als verdächtig gelten, bis eine von B. unabhängige Bestätigung auftaucht".

KlausGraf - am Freitag, 22. Juni 2012, 01:09 - Rubrik: Archivgeschichte
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https://kurier.at/nachrichten/niederoesterreich/4500688-stift-klosterneuburg-bibliothekar-stahl-prachtbaende.php
Fast ein Jahr lang konnte der Bibliothekar des Stifts Klosterneuburg wertvolle historische Bände unbemerkt aus der prachtvollen Bibliothek der Chorherren mitgehen lassen und verkaufen. Jetzt wurde dem diebischen Mitarbeiter das Handwerk gelegt. Da die Käufer der Bücher bekannt sind, hat das Stift eine realistische Chance auf Rückerstattung der gestohlenen Bücher.
Der 61-jährige Bibliothekar – er war seit vielen Jahren bei den Chorherren beschäftigt – bediente sich bei der Auswahl des Diebsguts eines Tricks: Er stahl nur Bücher, von denen es in der Stiftsbibliothek zumindest zwei Exemplare gibt. Deshalb dauerte es so lange, bis der Schwund auffiel.
Auch die Aufklärung ist einem Zufall zu verdanken: Nachdem ein bestimmtes Buch nicht auffindbar war (ein Exemplar war ausgeliehen, das andere hatte der Bibliothekar bereits verkauft), begannen zuerst stiftsinterne Nachforschungen.
Als der Mitarbeiter die Diebstähle gestand, wurde am Dienstag die Polizei alarmiert. Dort gab der Mann an, seit rund einem Jahr insgesamt 19 historische Bände mitgenommen und um jeweils 1000 Euro verkauft zu haben. Das Geld habe er für die Pflege seiner bettlägrigen Mutter benötigt, sagte der überführte Bücher-Dieb.
Update:
http://archiv.twoday.net/stories/219050113/
Fast ein Jahr lang konnte der Bibliothekar des Stifts Klosterneuburg wertvolle historische Bände unbemerkt aus der prachtvollen Bibliothek der Chorherren mitgehen lassen und verkaufen. Jetzt wurde dem diebischen Mitarbeiter das Handwerk gelegt. Da die Käufer der Bücher bekannt sind, hat das Stift eine realistische Chance auf Rückerstattung der gestohlenen Bücher.
Der 61-jährige Bibliothekar – er war seit vielen Jahren bei den Chorherren beschäftigt – bediente sich bei der Auswahl des Diebsguts eines Tricks: Er stahl nur Bücher, von denen es in der Stiftsbibliothek zumindest zwei Exemplare gibt. Deshalb dauerte es so lange, bis der Schwund auffiel.
Auch die Aufklärung ist einem Zufall zu verdanken: Nachdem ein bestimmtes Buch nicht auffindbar war (ein Exemplar war ausgeliehen, das andere hatte der Bibliothekar bereits verkauft), begannen zuerst stiftsinterne Nachforschungen.
Als der Mitarbeiter die Diebstähle gestand, wurde am Dienstag die Polizei alarmiert. Dort gab der Mann an, seit rund einem Jahr insgesamt 19 historische Bände mitgenommen und um jeweils 1000 Euro verkauft zu haben. Das Geld habe er für die Pflege seiner bettlägrigen Mutter benötigt, sagte der überführte Bücher-Dieb.
Update:
http://archiv.twoday.net/stories/219050113/
KlausGraf - am Freitag, 22. Juni 2012, 00:08 - Rubrik: Bibliothekswesen
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Gottfried Zedlers Abrechnung vor allem mit den Fälschungen Bodmanns und Schotts erschien 1921 als Nassauische Annalen. Band 45, 1918-1921:
http://archive.org/details/NassauischeAnnalen45
Die Studien Zedlers fanden eine durchaus kritische Aufnahme, was nicht bedeutet, dass Bodmanns und Schotts Machwerke als echt zu gelten hätten. Die Rezension des Wiesbadener Staatsarchivar Emil Schaus von Zedlers Buch:
http://archive.org/stream/DeutscheZeitschriftFuerGeschichtswissenschaftNf1920#page/n479/mode/2up
"Die Zedlersche Untersuchung ist anfechtbar und vernachlässigt die Urkundenkritik" lautet die erste Zwischenüberschrift von Richard Drögereit, Die Bleidenstädter Traditionen, in: Nassauische Annalen 58 (1938), S. 1-19, hier S. 1. Drögereit verweist auf die Besprechung des Buchs Zedlers von A. Hessel/Herbert Meyer, GGA 184 (1922) 114ff. und Levisons ganz kurze Stellungnahme im NA
http://www.digizeitschriften.de/link/0179-9940/0/46/346
[GGA zu Zedler:
http://archive.org/stream/GoettingischeGelehrteAnzeigen1922#page/n119/mode/2up ]
Siehe auch
http://archiv.twoday.net/stories/97008197/
Fälschungen in Archivalia:
http://archiv.twoday.net/stories/96987511/
http://archive.org/details/NassauischeAnnalen45
Die Studien Zedlers fanden eine durchaus kritische Aufnahme, was nicht bedeutet, dass Bodmanns und Schotts Machwerke als echt zu gelten hätten. Die Rezension des Wiesbadener Staatsarchivar Emil Schaus von Zedlers Buch:
http://archive.org/stream/DeutscheZeitschriftFuerGeschichtswissenschaftNf1920#page/n479/mode/2up
"Die Zedlersche Untersuchung ist anfechtbar und vernachlässigt die Urkundenkritik" lautet die erste Zwischenüberschrift von Richard Drögereit, Die Bleidenstädter Traditionen, in: Nassauische Annalen 58 (1938), S. 1-19, hier S. 1. Drögereit verweist auf die Besprechung des Buchs Zedlers von A. Hessel/Herbert Meyer, GGA 184 (1922) 114ff. und Levisons ganz kurze Stellungnahme im NA
http://www.digizeitschriften.de/link/0179-9940/0/46/346
[GGA zu Zedler:
http://archive.org/stream/GoettingischeGelehrteAnzeigen1922#page/n119/mode/2up ]
Siehe auch
http://archiv.twoday.net/stories/97008197/
Fälschungen in Archivalia:
http://archiv.twoday.net/stories/96987511/
KlausGraf - am Donnerstag, 21. Juni 2012, 18:50 - Rubrik: Landesgeschichte
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Von befreundeter Seite wurde ich auf eine inzwischen beendete Ebay-Auktion hingewiesen:
http://www.ebay.de/itm/1588-HUMANISMUS-EINHORN-WAPPENEINBAND-FOLIO-DATIERT-PROVENIENZ-/110895833998#ht_24284wt_1139
Mit 621 Euro konnte der Anbieter einen satten Gewinn einstreichen, denn in der Zisska-Auktion 59 (Nr. 403) waren für den Druck von 1588 nur 250 Euro erzielt worden:
http://de.zisska.de/nr-403-sylburg-f/590824
http://de.zisska.de/wp-content/uploads/file/katalog/katalog_59_web.pdf
VD 16 S 10350. Adams S 786 (unter Scriptores). – Bedeutende, von F. Sylburg edierte Sammlung von Historikern der silbernen Latinität. [...] – Das Wappen-Supralibros mit dem Einhorn (Wappentier der Stadt Schwäbisch Gmünd) wird umrahmt vom Namen des Besitzers. – Vorderschnitt gepunzt mit goldgepr. Titel mit der Jahreszahl "1589". (Zisska-Beschreibung)
Besonders viel Mühe hat sich Zisska - wie üblich - mit der Provenienz nicht gegeben: Aus dem Besitz des gräflichen Hofkaplans Abraham Nagel aus Schwäbisch Gmünd, Verfassers eines Berichts über das Wunder von Flochberg. Simples Googeln bringt erheblich mehr über Abraham Nagel zutage.
[GND
http://beacon.findbuch.de/seealso/pnd-aks?format=sources&id=121166147 ]
Maßgeblich ist die Kurzbiographie von Alfred Wendehorst, Das Stift Neumünster in Würzburg (1989), S. 593-595. Online:
http://hdl.handle.net/11858/00-001S-0000-0003-16EF-B
[ http://personendatenbank.germania-sacra.de/books/view/36/609 ]
Abraham Nagel dürfte 1550/60 in der altgläubigen Reichsstadt Schwäbisch Gmünd geboren worden sein, da er 1572 in Freiburg im Breisgau immatrikuliert wurde. In Augsburg wurde er 1577 zum Priester geweiht. Anschließend stand er in den Diensten des Grafen von Oettingen-Wallerstein als Pfarrer zu Wallerstein. In der vom 4. September 1582 datierten Widmung seines 1583 gedruckten Flochberger Mirakelbuchs nennt er sich Kaplan Graf Wilhelms von Oettingen-Wallerstein. 1583 ging er nach Würzburg, wo er 1584 Pfarrer des Juliusspitals und Kanoniker des Neumünster-Stifts wurde. 1585 verzeichnet ihn die Matrikel der Universität Würzburg. Nagels Bücherleidenschaft führte zu hohen Schulden und Nagel ins Gefängnis. Er musste auf sein Pfarramt und das Kanonikat 1589 verzichten, konnte aber nach Speyer fliehen, wo er am Stift St. German Kanoniker und Pfarrer von St. Peter wurde. Seine 1589 beschlagnahmte Bibliothek wurde in Teilen an den Abt von Bildhausen verkauft. Nagel kehrte wieder ins Bistum Würzburg zurück, da er 1591 als Pfarrer von Ebenhausen bezeugt ist. Weitere Lebenszeugnisse waren Wendehorst nicht bekannt.
Nagel schrieb zwei apologetische Werke, in der er die katholische Kirche in Schutz nahm:
Unser liebe Fraw zu Flochberg im Roggen-Acker [...]. Ingolstadt 1583
Digitalisat ohne Titelblatt:
http://www.mdz-nbn-resolving.de/urn/resolver.pl?urn=urn:nbn:de:bvb:12-bsb10179977-0
Rudolf Schenda hat die Auseinandersetzung um diese Schrift als Einstieg für seinen Aufsatz "Die protestantisch-katholische Legendenpolemik im 16. Jahrhundert", in: Archiv für Kulturgeschichte 52 (1970), S. 28-48 (Toll Access DigiZeitschriften) benützt, nachdem er zuvor schon einen kurzen Aufsatz in der Heimatzeitschrift Ostalb (liegt mir nicht vor) geschrieben hatte (Die Wallfahrt zu Flochberg ..., in: Ostalb 2, 1968, S. 20-24).
Philipp M. Soergel ist 1993 ebenfalls kurz auf diese Schrift Nagels eingegangen:
http://publishing.cdlib.org/ucpressebooks/view?docId=ft738nb4fn&chunk.id=d0e6769&toc.depth=100&brand=ucpress
Schüttlung des vermeinten Christenbaums [...], Ingolstadt 1589 - ein polemischer Angriff auf das Luthertum (kurz zusammengefasst von Schwitalla, in: Sprachhandeln und Medienstrukturen, 2007, S. 97).
Völlig unbrauchbares Digitalisat von Google via MDZ:
http://www.mdz-nbn-resolving.de/urn/resolver.pl?urn=urn:nbn:de:bvb:12-bsb10168317-1
Brauchbares Digitalisat von Google via MDZ:
http://www.mdz-nbn-resolving.de/urn/resolver.pl?urn=urn:nbn:de:bvb:12-bsb10168316-6
In diesem Buch werden auch die "Insignia" Nagels wiedergegeben:
http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10168316_00004.html =
http://books.google.de/books?id=23s8AAAAcAAJ&pg=PT4
Es handelt sich um den Holzschnitt Jost Ammans (gest. 1591), der eines der Exlibris Nagels schmückt. Mit diesen Buchzeichen hat sich Ilse O'Dell 1997 in der Zeitschrift für schweizerische Archäologie und Kunstgeschichte befasst:
http://retro.seals.ch/digbib/view?rid=zak-003:1997:54::378&id=hitlist&id2=&id3=
Ammans Exlibris für Nagel wird von ihr nach einem Exemplar der Veste Coburg reproduziert. Ein zweites Exlibris verwahrt das British Museum, ein drittes in Form eines Probedrucks ebenfalls das British Museum [siehe Ilse O'Dell: Deutsche und österreichische Exlibris 1500-1599 im Britischen Museum, 2003, S. 67f. Nr. 264f. mit Abbildungen]. Ein vollständiges Exemplar ist in dem Buch H. mon. f. 4 der SB Bamberg erhalten. Nicht bekannt war O'Dell das inzwischen digitalisierte Exemplar der Exlibris-Sammlung Berlepsch in Wolfenbüttel (offenbar das vollständige Exlibris Nr. 3):
http://diglib.hab.de/?grafik=exlib-berlepsch-16-2-00036
Außer dem Bamberger Druck, dem bei Zisska/Ebay verscherbelten Band und der via Needhams IPI auffindbaren Würzburger Inkunabel (Hubay Nr. 201 mit entferntem Exlibris)
http://www.inka.uni-tuebingen.de/?inka=48000285
kenne ich keine Reste aus Nagels reicher Bibliothek.
Die Helmzier von Nagels Wappen, verweist auf seine Herkunft aus Schwäbisch Gmünd, auf die er wohl stolz war. Auch auf dem Titelblatt der "Schüttlung" heißt es "durch M. Abrahamum Nagelium, Gamundianum".
#forschung
http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Abraham_nagel_supralibros.jpg
http://www.ebay.de/itm/1588-HUMANISMUS-EINHORN-WAPPENEINBAND-FOLIO-DATIERT-PROVENIENZ-/110895833998#ht_24284wt_1139
Mit 621 Euro konnte der Anbieter einen satten Gewinn einstreichen, denn in der Zisska-Auktion 59 (Nr. 403) waren für den Druck von 1588 nur 250 Euro erzielt worden:
http://de.zisska.de/wp-content/uploads/file/katalog/katalog_59_web.pdf
VD 16 S 10350. Adams S 786 (unter Scriptores). – Bedeutende, von F. Sylburg edierte Sammlung von Historikern der silbernen Latinität. [...] – Das Wappen-Supralibros mit dem Einhorn (Wappentier der Stadt Schwäbisch Gmünd) wird umrahmt vom Namen des Besitzers. – Vorderschnitt gepunzt mit goldgepr. Titel mit der Jahreszahl "1589". (Zisska-Beschreibung)
Besonders viel Mühe hat sich Zisska - wie üblich - mit der Provenienz nicht gegeben: Aus dem Besitz des gräflichen Hofkaplans Abraham Nagel aus Schwäbisch Gmünd, Verfassers eines Berichts über das Wunder von Flochberg. Simples Googeln bringt erheblich mehr über Abraham Nagel zutage.
[GND
http://beacon.findbuch.de/seealso/pnd-aks?format=sources&id=121166147 ]
Maßgeblich ist die Kurzbiographie von Alfred Wendehorst, Das Stift Neumünster in Würzburg (1989), S. 593-595. Online:
http://hdl.handle.net/11858/00-001S-0000-0003-16EF-B
[ http://personendatenbank.germania-sacra.de/books/view/36/609 ]
Abraham Nagel dürfte 1550/60 in der altgläubigen Reichsstadt Schwäbisch Gmünd geboren worden sein, da er 1572 in Freiburg im Breisgau immatrikuliert wurde. In Augsburg wurde er 1577 zum Priester geweiht. Anschließend stand er in den Diensten des Grafen von Oettingen-Wallerstein als Pfarrer zu Wallerstein. In der vom 4. September 1582 datierten Widmung seines 1583 gedruckten Flochberger Mirakelbuchs nennt er sich Kaplan Graf Wilhelms von Oettingen-Wallerstein. 1583 ging er nach Würzburg, wo er 1584 Pfarrer des Juliusspitals und Kanoniker des Neumünster-Stifts wurde. 1585 verzeichnet ihn die Matrikel der Universität Würzburg. Nagels Bücherleidenschaft führte zu hohen Schulden und Nagel ins Gefängnis. Er musste auf sein Pfarramt und das Kanonikat 1589 verzichten, konnte aber nach Speyer fliehen, wo er am Stift St. German Kanoniker und Pfarrer von St. Peter wurde. Seine 1589 beschlagnahmte Bibliothek wurde in Teilen an den Abt von Bildhausen verkauft. Nagel kehrte wieder ins Bistum Würzburg zurück, da er 1591 als Pfarrer von Ebenhausen bezeugt ist. Weitere Lebenszeugnisse waren Wendehorst nicht bekannt.
Nagel schrieb zwei apologetische Werke, in der er die katholische Kirche in Schutz nahm:
Unser liebe Fraw zu Flochberg im Roggen-Acker [...]. Ingolstadt 1583
Digitalisat ohne Titelblatt:
http://www.mdz-nbn-resolving.de/urn/resolver.pl?urn=urn:nbn:de:bvb:12-bsb10179977-0
Rudolf Schenda hat die Auseinandersetzung um diese Schrift als Einstieg für seinen Aufsatz "Die protestantisch-katholische Legendenpolemik im 16. Jahrhundert", in: Archiv für Kulturgeschichte 52 (1970), S. 28-48 (Toll Access DigiZeitschriften) benützt, nachdem er zuvor schon einen kurzen Aufsatz in der Heimatzeitschrift Ostalb (liegt mir nicht vor) geschrieben hatte (Die Wallfahrt zu Flochberg ..., in: Ostalb 2, 1968, S. 20-24).
Philipp M. Soergel ist 1993 ebenfalls kurz auf diese Schrift Nagels eingegangen:
http://publishing.cdlib.org/ucpressebooks/view?docId=ft738nb4fn&chunk.id=d0e6769&toc.depth=100&brand=ucpress
Schüttlung des vermeinten Christenbaums [...], Ingolstadt 1589 - ein polemischer Angriff auf das Luthertum (kurz zusammengefasst von Schwitalla, in: Sprachhandeln und Medienstrukturen, 2007, S. 97).
Völlig unbrauchbares Digitalisat von Google via MDZ:
http://www.mdz-nbn-resolving.de/urn/resolver.pl?urn=urn:nbn:de:bvb:12-bsb10168317-1
Brauchbares Digitalisat von Google via MDZ:
http://www.mdz-nbn-resolving.de/urn/resolver.pl?urn=urn:nbn:de:bvb:12-bsb10168316-6
In diesem Buch werden auch die "Insignia" Nagels wiedergegeben:
http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10168316_00004.html =
http://books.google.de/books?id=23s8AAAAcAAJ&pg=PT4
Es handelt sich um den Holzschnitt Jost Ammans (gest. 1591), der eines der Exlibris Nagels schmückt. Mit diesen Buchzeichen hat sich Ilse O'Dell 1997 in der Zeitschrift für schweizerische Archäologie und Kunstgeschichte befasst:
http://retro.seals.ch/digbib/view?rid=zak-003:1997:54::378&id=hitlist&id2=&id3=
Ammans Exlibris für Nagel wird von ihr nach einem Exemplar der Veste Coburg reproduziert. Ein zweites Exlibris verwahrt das British Museum, ein drittes in Form eines Probedrucks ebenfalls das British Museum [siehe Ilse O'Dell: Deutsche und österreichische Exlibris 1500-1599 im Britischen Museum, 2003, S. 67f. Nr. 264f. mit Abbildungen]. Ein vollständiges Exemplar ist in dem Buch H. mon. f. 4 der SB Bamberg erhalten. Nicht bekannt war O'Dell das inzwischen digitalisierte Exemplar der Exlibris-Sammlung Berlepsch in Wolfenbüttel (offenbar das vollständige Exlibris Nr. 3):
http://diglib.hab.de/?grafik=exlib-berlepsch-16-2-00036
Außer dem Bamberger Druck, dem bei Zisska/Ebay verscherbelten Band und der via Needhams IPI auffindbaren Würzburger Inkunabel (Hubay Nr. 201 mit entferntem Exlibris)
http://www.inka.uni-tuebingen.de/?inka=48000285
kenne ich keine Reste aus Nagels reicher Bibliothek.
Die Helmzier von Nagels Wappen, verweist auf seine Herkunft aus Schwäbisch Gmünd, auf die er wohl stolz war. Auch auf dem Titelblatt der "Schüttlung" heißt es "durch M. Abrahamum Nagelium, Gamundianum".
#forschung

KlausGraf - am Donnerstag, 21. Juni 2012, 17:03 - Rubrik: Landesgeschichte
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Wer kann mir bitte bei der Beantwortung der folgenden Anfrage helfen?
"Wie
verhält sich das mit dem Urheberrecht bei alten Zeitungen,
Zeitschriften halt Periodika. Zum Beispiel: Eine "Rügensche Zeitung"
von 1940 in welcher 10 verschiedene Autoren einen Beitrag geschrieben
haben. Diese Zeitung ist über 70 Jahre alt, die Autoren aber sind noch
nicht alle 70 Jahre verstorben. Den Zeitungsverlag gibt es auch seit
1945 nicht mehr. Ist diese Zeitung dann gemeinfrei ? Könnte man sie
ins Internet stellen oder zur weiteren Vermarktung Reprints
herstellen ? Es gibt doch Zeitungsarchive im Internet. Umgehen diese
das Urheberrecht der jeweiligen Autoren ?"
Geklärt ist, dass es auch keinen Rechtsnachfolger für den Zeitungsverlag gibt. Folgt man strikt dem Urheberrecht, müsste man ja warten, bis alle Autoren 70 Jahre verstorben sind, aber gibt es nicht irgendein Schlupfloch? Wobei ich selber denke, dass es auch noch einen Unterschied zwischen öffentlicher freier und kommerzieller Verwertung geben müsste?
Danke Margret Ott
"Wie
verhält sich das mit dem Urheberrecht bei alten Zeitungen,
Zeitschriften halt Periodika. Zum Beispiel: Eine "Rügensche Zeitung"
von 1940 in welcher 10 verschiedene Autoren einen Beitrag geschrieben
haben. Diese Zeitung ist über 70 Jahre alt, die Autoren aber sind noch
nicht alle 70 Jahre verstorben. Den Zeitungsverlag gibt es auch seit
1945 nicht mehr. Ist diese Zeitung dann gemeinfrei ? Könnte man sie
ins Internet stellen oder zur weiteren Vermarktung Reprints
herstellen ? Es gibt doch Zeitungsarchive im Internet. Umgehen diese
das Urheberrecht der jeweiligen Autoren ?"
Geklärt ist, dass es auch keinen Rechtsnachfolger für den Zeitungsverlag gibt. Folgt man strikt dem Urheberrecht, müsste man ja warten, bis alle Autoren 70 Jahre verstorben sind, aber gibt es nicht irgendein Schlupfloch? Wobei ich selber denke, dass es auch noch einen Unterschied zwischen öffentlicher freier und kommerzieller Verwertung geben müsste?
Danke Margret Ott
MOtt - am Mittwoch, 20. Juni 2012, 19:30 - Rubrik: Archivrecht
https://unglue.it/work/81724/
So sehr ich das Ziel unterstütze, Bücher zu "befreien" - es kann doch nicht sein, dass sich Oxford University Press für 7500 Dollar eine goldene Nase bei einem vergriffenen (!) Buch verdient. Das deutsche Urheberrecht bietet da den Rückruf aufgrund von Nichtausübung. Der Autor oder seine Erben kann die Rechte zurückrufen, wenn sie nicht ausgeübt werden. Ich würde es auch als völlig unanständig empfinden, wenn ein deutscher Verlag sich bei einem vergriffenen Buch weigern würde, die Nutzungsrechte für die Digitalisierung unentgeltlich an eine Bibliothek abzugeben. Selbst Verleger Ulmer würde in so einem Fall keine Einwände haben.
So sehr ich das Ziel unterstütze, Bücher zu "befreien" - es kann doch nicht sein, dass sich Oxford University Press für 7500 Dollar eine goldene Nase bei einem vergriffenen (!) Buch verdient. Das deutsche Urheberrecht bietet da den Rückruf aufgrund von Nichtausübung. Der Autor oder seine Erben kann die Rechte zurückrufen, wenn sie nicht ausgeübt werden. Ich würde es auch als völlig unanständig empfinden, wenn ein deutscher Verlag sich bei einem vergriffenen Buch weigern würde, die Nutzungsrechte für die Digitalisierung unentgeltlich an eine Bibliothek abzugeben. Selbst Verleger Ulmer würde in so einem Fall keine Einwände haben.
KlausGraf - am Mittwoch, 20. Juni 2012, 14:28 - Rubrik: Open Access
http://resource.wur.nl/en/wetenschap/detail/all_5200_theses_have_been_digitized/
Alle 5200 Dissertationen wurden gescannt. Es geht zwar aus dem Artikel nicht explizit hervor, aber Stichproben zufolge sind die Arbeiten über den Katalog der Bibliothek frei online erreichbar, auch die dünnste der Doktorarbeiten (de anno 1972):
http://library.wur.nl/WebQuery/edepot/192022
Alle 5200 Dissertationen wurden gescannt. Es geht zwar aus dem Artikel nicht explizit hervor, aber Stichproben zufolge sind die Arbeiten über den Katalog der Bibliothek frei online erreichbar, auch die dünnste der Doktorarbeiten (de anno 1972):
http://library.wur.nl/WebQuery/edepot/192022
KlausGraf - am Mittwoch, 20. Juni 2012, 13:23 - Rubrik: Open Access
Herrn Notar Gollasch verdanke ich den Hinweis auf:
http://www.hl-live.de/aktuell/textstart.php?id=77639
Die berühmte und auf der Welt einzige Urkunde, die das Wirken des schottischen "Freiheitshelden" William Wallace ("Braveheart") dokumentiert, wird im Archiv der Hansestadt Lübeck verwahrt. Nun soll ein Handschriften-Experte aus Tschechien sie kopieren.
Die Urkunde gilt in Schottland quasi als Nationalheiligtum. Im August 2012 wird dieses zentrale Stück schottischer Identität nach Edinburgh "reisen", um dort im Parlament für kurze Zeit feierlich ausgestellt zu werden. Da die Urkunde wegen ihres Wertes nur kurze Zeit in Schottland bleiben kann bevor sie in die Hansestadt zurückkehrt, haben die Schotten den Wunsch geäußert, wenigstens ein Duplikat des Wallacebriefes zu bekommen.
Dieser Bitte konnte sich die Hansestadt nicht entziehen. Doch es gibt ein Problem: Wie soll man von Pergament und Siegel, das schon sehr zerbrechlich ist, ein Faksimile fertigen, ohne das Original zu gefährden? Zwar hat das Archiv mittlerweile ein bundesweit einmaliges Verfahren entwickelt, das Siegel schonend zu duplizieren, aber der Text konnte bisher "nur" durch ein Foto ausgedruckt auf Pergament nachgeahmt werden.
Auf Vermittlung der schottischen Kollegen ist derzeit David Frank aus Prag im Archiv zu Gast. Frank ist Bilderrestaurator und hat spezielle Fertigkeiten, mittelalterliche Handschriften zu schreiben und nachzuahmen. Es ist erstaunlich, ihm bei seiner "Fälschertätigkeit" zuzusehen: Originale Schrift und "Fälschung" sind fast nicht zu unterscheiden, zumal wenn letztere noch auf Pergament geschrieben wird. Die nationalbewussten Schotten werden hocherfreut sein, bald ein Duplikat ihres Symbols nationaler Freiheit im Land zu haben.
http://www.hl-live.de/aktuell/textstart.php?id=77639
Die berühmte und auf der Welt einzige Urkunde, die das Wirken des schottischen "Freiheitshelden" William Wallace ("Braveheart") dokumentiert, wird im Archiv der Hansestadt Lübeck verwahrt. Nun soll ein Handschriften-Experte aus Tschechien sie kopieren.
Die Urkunde gilt in Schottland quasi als Nationalheiligtum. Im August 2012 wird dieses zentrale Stück schottischer Identität nach Edinburgh "reisen", um dort im Parlament für kurze Zeit feierlich ausgestellt zu werden. Da die Urkunde wegen ihres Wertes nur kurze Zeit in Schottland bleiben kann bevor sie in die Hansestadt zurückkehrt, haben die Schotten den Wunsch geäußert, wenigstens ein Duplikat des Wallacebriefes zu bekommen.
Dieser Bitte konnte sich die Hansestadt nicht entziehen. Doch es gibt ein Problem: Wie soll man von Pergament und Siegel, das schon sehr zerbrechlich ist, ein Faksimile fertigen, ohne das Original zu gefährden? Zwar hat das Archiv mittlerweile ein bundesweit einmaliges Verfahren entwickelt, das Siegel schonend zu duplizieren, aber der Text konnte bisher "nur" durch ein Foto ausgedruckt auf Pergament nachgeahmt werden.
Auf Vermittlung der schottischen Kollegen ist derzeit David Frank aus Prag im Archiv zu Gast. Frank ist Bilderrestaurator und hat spezielle Fertigkeiten, mittelalterliche Handschriften zu schreiben und nachzuahmen. Es ist erstaunlich, ihm bei seiner "Fälschertätigkeit" zuzusehen: Originale Schrift und "Fälschung" sind fast nicht zu unterscheiden, zumal wenn letztere noch auf Pergament geschrieben wird. Die nationalbewussten Schotten werden hocherfreut sein, bald ein Duplikat ihres Symbols nationaler Freiheit im Land zu haben.
KlausGraf - am Dienstag, 19. Juni 2012, 20:07 - Rubrik: Kommunalarchive
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"Die Leiterin Ursula Reber berichtet über die vielfältigen Aktivitäten dieser mittlerweile weitgehend inaktiven Plattform, die sich früh – vielleicht zu früh – darum bemühte, Wissenschaftsbloggen im deutschen Sprachraum populär zu machen."
http://redaktionsblog.hypotheses.org/558
http://redaktionsblog.hypotheses.org/558
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Das prachtvolle Buch, ca. 1504 von einem Speyerer Buchmaler (oder einer Buchmalerin, wer weiß) geschmückt, ging für £ 289.250 bei Christie's weg:
http://www.christies.com/LotFinder/lot_details.aspx?intObjectID=5573303
This splendid choirbook contains chants for the Divine Office for feasts from the Sanctoral -- from the Visitation on 2 July (f.1) to St Katherine on 25 November (f.171) -- followed by the Common of Saints (ff.176-223v) and Hymnal (ff.224v-338). It was illuminated for Elisabeth of Gemmingen, who is shown kneeling before Saint Katherine in the border miniature of f.171. Elisabeth, named in the banderole above her head, is shown dressed in the habit of a Dominican. She was the daughter of Hans von Gemmingen and Brida von Neuenstein of Speyer, whose coats of arms are painted beside the lavishly illuminated initials throughout the manuscript: U. Frommberger-Weber, 'Spätgotische Buchmalerei in den Städten Speyer, Worms und Heidelberg (1440-1510). Ein Beitrag zur Malerei des nördlichen Oberrheingebietes im ausgehenden Mittelalter', Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins, 121 (1973), pp.35-145.
Elisabeth was received into the Dominican Order in 1486 in the convent of Sankt Maria Magdalena zu Hasenpfühl close to Speyer Cathedral. In 1504 she became prioress of the convent and this is perhaps the most likely date for her to have had the manuscript made. It seems likely to have been intended for the use of the sisters there. The rubric for the Feast for St Dominic names him as 'our patron' and the predominant presence of female saints, ten of the fourteen illustrated feasts, would fit with this use. Elisabeth is known to have presented a window and a Missal to her convent and this manuscript, another instance of her artistic patronage and benefaction, seems most likely to have been created for the same destination. It was clearly just one volume of a multi-volume series of choirbooks -- four other leaves with miniatures, now in the Suermondt-Ludwig Museum in Aachen, clearly came from a companion Antiphonal with Feasts from the Temporal: E.G. Grimm, Miniaturen, Handzeichnungen, Aquarelle (Katalog des Suermondt-Ludwig Museum, Aachen), 1977. Presumably the gatherings of a volume with Sanctoral feasts from December to June was written continuously with those of the present volume, which are numbered from xxviii-lviii. The division into two was made after the first leaf of the first gathering of this book.
Collection d'un amateur suisse, Mm.-Mensing et fils, Amsterdam 22 November 1929, lot 35.
Wer entschlüsselt alle Wappen?

http://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Antiphonal_of_Elisabeth_von_Gemmingen
http://www.christies.com/LotFinder/lot_details.aspx?intObjectID=5573303
This splendid choirbook contains chants for the Divine Office for feasts from the Sanctoral -- from the Visitation on 2 July (f.1) to St Katherine on 25 November (f.171) -- followed by the Common of Saints (ff.176-223v) and Hymnal (ff.224v-338). It was illuminated for Elisabeth of Gemmingen, who is shown kneeling before Saint Katherine in the border miniature of f.171. Elisabeth, named in the banderole above her head, is shown dressed in the habit of a Dominican. She was the daughter of Hans von Gemmingen and Brida von Neuenstein of Speyer, whose coats of arms are painted beside the lavishly illuminated initials throughout the manuscript: U. Frommberger-Weber, 'Spätgotische Buchmalerei in den Städten Speyer, Worms und Heidelberg (1440-1510). Ein Beitrag zur Malerei des nördlichen Oberrheingebietes im ausgehenden Mittelalter', Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins, 121 (1973), pp.35-145.
Elisabeth was received into the Dominican Order in 1486 in the convent of Sankt Maria Magdalena zu Hasenpfühl close to Speyer Cathedral. In 1504 she became prioress of the convent and this is perhaps the most likely date for her to have had the manuscript made. It seems likely to have been intended for the use of the sisters there. The rubric for the Feast for St Dominic names him as 'our patron' and the predominant presence of female saints, ten of the fourteen illustrated feasts, would fit with this use. Elisabeth is known to have presented a window and a Missal to her convent and this manuscript, another instance of her artistic patronage and benefaction, seems most likely to have been created for the same destination. It was clearly just one volume of a multi-volume series of choirbooks -- four other leaves with miniatures, now in the Suermondt-Ludwig Museum in Aachen, clearly came from a companion Antiphonal with Feasts from the Temporal: E.G. Grimm, Miniaturen, Handzeichnungen, Aquarelle (Katalog des Suermondt-Ludwig Museum, Aachen), 1977. Presumably the gatherings of a volume with Sanctoral feasts from December to June was written continuously with those of the present volume, which are numbered from xxviii-lviii. The division into two was made after the first leaf of the first gathering of this book.
Collection d'un amateur suisse, Mm.-Mensing et fils, Amsterdam 22 November 1929, lot 35.
Wer entschlüsselt alle Wappen?

http://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Antiphonal_of_Elisabeth_von_Gemmingen
KlausGraf - am Montag, 18. Juni 2012, 19:27 - Rubrik: Kodikologie
http://fuldig.hs-fulda.de/viewer/toc/PPN189786167/0/
Schön, dass man ältere Jahrgänge der ZHG zugänglich macht. Aber wem um Himmels willen nützt eine solche Reihe, wenn man das Jahr dem Titelblatt entnehmen muss?
Schön, dass man ältere Jahrgänge der ZHG zugänglich macht. Aber wem um Himmels willen nützt eine solche Reihe, wenn man das Jahr dem Titelblatt entnehmen muss?
KlausGraf - am Montag, 18. Juni 2012, 15:29 - Rubrik: Digitale Bibliotheken
noch kein Kommentar - Kommentar verfassen
Sagt zurecht der DBV:
http://www.bibliotheksverband.de/fileadmin/user_upload/DBV/positionen/2012_06_Stellungnahme__52a_final.pdf
"Große Sorge bereitet dem dbv zurzeit der drohende Wegfall der bis zum 31.12.2012 befristeten Regelung von § 52a UrhG. Wenn der Gesetzgeber nicht vorher tätig wird, um den Paragrafen zu entfristen, würden plötzlich viele der heute üblichen Unterrichtsformen und der Austausch von Texten in Forscherteams illegal. "
Steinhauer bespricht die aktuelle, völlig unbefriedigende Lage in seiner Bibtag-Präsentation:
http://www.opus-bayern.de/bib-info/volltexte//2012/1306/pdf/Vortrag_Hamburg_BTag_Steinhauer.pdf
http://www.bibliotheksverband.de/fileadmin/user_upload/DBV/positionen/2012_06_Stellungnahme__52a_final.pdf
"Große Sorge bereitet dem dbv zurzeit der drohende Wegfall der bis zum 31.12.2012 befristeten Regelung von § 52a UrhG. Wenn der Gesetzgeber nicht vorher tätig wird, um den Paragrafen zu entfristen, würden plötzlich viele der heute üblichen Unterrichtsformen und der Austausch von Texten in Forscherteams illegal. "
Steinhauer bespricht die aktuelle, völlig unbefriedigende Lage in seiner Bibtag-Präsentation:
http://www.opus-bayern.de/bib-info/volltexte//2012/1306/pdf/Vortrag_Hamburg_BTag_Steinhauer.pdf
KlausGraf - am Montag, 18. Juni 2012, 14:57 - Rubrik: Archivrecht
Obwohl das Leistungsschutzrecht noch nicht beschlossen ist, machen bereits die ersten Blogs dicht aus Angst davor, heute: Das Weblog der Gemeindebücherei Grenzach-Wyhlen.
BeatePaland - am Montag, 18. Juni 2012, 12:10 - Rubrik: Weblogs
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Das Blog widmet sich ausschliesslich dem Thema: Historical Source Criticism. Der Autor, Pascal Föhr, schreibt zur Zeit in Basel eine Dissertation zu diesem Thema. Das Blog verspricht deshalb, forschungsnah und dynamisch zu werden.
Link: http://hsc.hypotheses.org/
Dank an Peter Haber für den Hinweis! ( http://weblog.hist.net/archives/6185 )
Link: http://hsc.hypotheses.org/
Dank an Peter Haber für den Hinweis! ( http://weblog.hist.net/archives/6185 )
Wolf Thomas - am Montag, 18. Juni 2012, 10:07 - Rubrik: Weblogs
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Pinterest - eine Ideenplattform, die nicht nur kommerziell genutzt werden kann.
Im folgenden eine Auflistung von Archiven, Museen und Bibliotheken bei pinterest oder thematisch damit zusammenhängenenden Boards : (bitte ergänzen!)
http://pinterest.com/europeana/
Europeana - Europeana is Europe’s multilingual digital library, museum and archive.
http://pinterest.com/gallicabnf/
GallicaBnF - Discover more than 1.7 million documents on Gallica, digital platform of the French National Library
http://pinterest.com/cinstatearchive/
Cincinnati State Archives
http://pinterest.com/usnatarchives/
US National Archives - The National Archives preserves and makes accessible the more than 9 billion permanently valuable records of the Federal government.
http://pinterest.com/uknatarchives/
National Archives - The National Archives is the official archive of the UK government, and is home to over 1,000 years of historical records.
http://pinterest.com/aalborgcityarch/
Aalborg City Archives (Aalborg Stadsarkiv) - Aalborg City Archives: Municipal archive in Denmark - hold public & private archives.
http://pinterest.com/nsarchives/
Nova Scotia Archives - Lauren @ the Nova Scotia Archives. Sharing the province's history one pin at a time.
http://pinterest.com/archivesmanche/
Archives Manche - ous aimez l'histoire, le patrimoine ou bien encore la généalogie ? Alors cette page est pour vous.
http://pinterest.com/mbmuseum/
Mercedes-Benz Museum - The Mercedes-Benz Museum is a fitting location in which to celebrate the rich heritage of automotive technology.
http://pinterest.com/mohistorymuseum/
Missouri History Museum - The Missouri History Museum houses countless treasures from St. Louis history.
">http://pinterest.com/akHMG/">
http://pinterest.com/akHMG/
Arbeitskreis Hannoversche Militärgeschichte
http://pinterest.com/pakurilecz/
Peter Kurilecz - Records and Archives in the News
http://pinterest.com/melmannon/
Melissa Mannon
Archivist and Cultural Heritage Consultant
http://pinterest.com/paradoxographer/the-archival-imaginary/
RH - Records and Information manager with one foot still in Classics and Ancient History. Interests: theory and philosophy of records and archives; paradoxography.
Freundliche Grüße
Margret Ott
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Europeana - Europeana is Europe’s multilingual digital library, museum and archive.
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Cincinnati State Archives
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National Archives - The National Archives is the official archive of the UK government, and is home to over 1,000 years of historical records.
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Nova Scotia Archives - Lauren @ the Nova Scotia Archives. Sharing the province's history one pin at a time.
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">http://pinterest.com/akHMG/">
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Arbeitskreis Hannoversche Militärgeschichte
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Peter Kurilecz - Records and Archives in the News
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Melissa Mannon
Archivist and Cultural Heritage Consultant
http://pinterest.com/paradoxographer/the-archival-imaginary/
RH - Records and Information manager with one foot still in Classics and Ancient History. Interests: theory and philosophy of records and archives; paradoxography.
Freundliche Grüße
Margret Ott
MOtt - am Sonntag, 17. Juni 2012, 21:36 - Rubrik: Oeffentlichkeitsarbeit

Das "Wappen" findet sich auf dem ersten Blatt (recto) einer italienischen Handschrift des 14. Jahrhunderts: Giovanni Boccaccio, "Il filostrato".
Das ganze Blatt
Die Darstellung zeigt einen Helm mit Visier und darauf einen von einer Lilie gekrönten und umkränzten Kardinalshut, ein Schild mit den drei Medici-Lilien und einen Stern (manche sagen: einen Morgenstern, also eine Waffe)
Die vor Jahrzehnten aufgestellte These, es handele sich um das Wappen der venezianischen Familie Querini, ist offensichtlich falsch. Ich persönlich halte das "Wappen" für die Botschaft eines Auftraggebers, der die Handschrift - eine Geschichte von Leidenschaft und Eifersucht - vielleicht einer Dame zum Geschenk hat anfertigen lassen; die Handschrift enthält zahlreiche Vignetten mit Betten... (Beispiel)
Wer hat eine zündendere Idee?
Siehe auch: http://anonymea.tumblr.com/post/25252033987/ein-wappen-fiktiv-oder-real-in-giovanni
FeliNo - am Sonntag, 17. Juni 2012, 21:10 - Rubrik: Hilfswissenschaften
http://www.lwl.org/waa-download/archivpflege/heft76/Heft_76_2012.pdf
Rainer Polley sichtet in: Archivpflege in Westfalen-Lippe 76 (2012), S. 25-31 die vielfältigen Normen der Landesgesetzgebung, bezieht sich abschließend auf meinen Beitrag http://archiv.twoday.net/stories/3857905/ und unterstreicht die Notwendigkeit einer gesetzlichen Grundlage. An meiner eigenen Position hat sich nichts geändert: Archive sollten die BITTE äußern, Belegexemplare zu erhalten und Benutzer sollten im eigenen Interesse und im Interesse der Allgemeinheit, wenn irgend zumutbar, dieser Bitte nachkommen - eventuell auch durch Abgabe einer elektronischen Fassung. Da ein Belegexemplar meines Wissens noch nie eingeklagt wurde, tragen rechtliche Vorschriften zum Thema nur zur Verkomplizierung des Archivrechts bei und sollten unterbleiben.
http://archiv.twoday.net/search?q=belegexemplar
Rainer Polley sichtet in: Archivpflege in Westfalen-Lippe 76 (2012), S. 25-31 die vielfältigen Normen der Landesgesetzgebung, bezieht sich abschließend auf meinen Beitrag http://archiv.twoday.net/stories/3857905/ und unterstreicht die Notwendigkeit einer gesetzlichen Grundlage. An meiner eigenen Position hat sich nichts geändert: Archive sollten die BITTE äußern, Belegexemplare zu erhalten und Benutzer sollten im eigenen Interesse und im Interesse der Allgemeinheit, wenn irgend zumutbar, dieser Bitte nachkommen - eventuell auch durch Abgabe einer elektronischen Fassung. Da ein Belegexemplar meines Wissens noch nie eingeklagt wurde, tragen rechtliche Vorschriften zum Thema nur zur Verkomplizierung des Archivrechts bei und sollten unterbleiben.
http://archiv.twoday.net/search?q=belegexemplar
KlausGraf - am Sonntag, 17. Juni 2012, 20:57 - Rubrik: Archivrecht
Aus dem Jahr 1668, in der ÖNB Wien von Google in brauchbarer Qualität digitalisiert:
http://books.google.de/books?id=o8VOAAAAcAAJ
Zur Person und den Familienverhältnissen gibt ein wenig Auskunft das Titelblatt:
http://resolver.staatsbibliothek-berlin.de/SBB00003B5D00000000
http://books.google.de/books?id=o8VOAAAAcAAJ
Zur Person und den Familienverhältnissen gibt ein wenig Auskunft das Titelblatt:
http://resolver.staatsbibliothek-berlin.de/SBB00003B5D00000000
KlausGraf - am Sonntag, 17. Juni 2012, 18:48 - Rubrik: Geschichtswissenschaft
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Inhalt
Roswitha Link: Lernort Archiv - Kompetenzorientierung und Historische Bildung im Archiv
Christiane Artmann: Arbeit von Jugendlichen in der Industrie um 1960 -eine Lernsequenz im Stadtarchiv Dülmen
Eleonore Sent: 10 Jahre Westfälisches Literaturarchiv: Tagung „Zwischen Literaturbetrieb und Forschung - Regionale Literaturarchive heute"
Hartmut Steinecke: Braucht die Literaturwissenschaft regionale Literaturarchive?
Rainer Polley: Der archivische Belegexemplaranspruch in vielseitiger Ausprägung als Rechtsproblem
Gerhilt Dietrich/Marc von Miquel: Die Dokumentations- und Forschungsstelle der Sozialversicherungsträger und die Aktenüberlieferung zur Geschichte der sozialen Sicherung
Kerstin Stockhecke unter Mitarbeit von Jens Murken: Zwei Archive unter einem Dach -Der Archivbau des Landeskirchlichen Archivs der Evangelischen Kirche von Westfalen und des Hauptarchivs der von Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel
Sachstandsbericht zur Landesinitiative Substanzerhalt
Überlieferungsprofil für das nichtstaatliche Archivgut im Landesarchiv NRW
Tagungsbericht zum 20. Fortbildungsseminar der BKK in Eisenach
Lernort Archiv. Eine gemeinsame Veranstaltung der Archive in Münster
OWL - Heimat für Fremde? Ausstellungsprojekt von Archiven in Ostwestfalen-Lippe
Fünf Archive aus Münster präsentierten sich am Tag der Archive
Bestand „Vereinigung Westfälischer Museen" im Archiv LWL
Archiv Ruhr: Neuverzeichnung des Familienbestandes Zurmühlen
Nachlass „Erster Landesrat Dr. Helmut Naunin" im Archiv LWL
Die Renteiverwaltung der Herrschaft Gronau
Ehrung für guten Ausbildungsabschluss
Bücher
Infos
Quelle: Link
#Publikationen
Wolf Thomas - am Sonntag, 17. Juni 2012, 18:42 - Rubrik: Kommunalarchive
KlausGraf - am Sonntag, 17. Juni 2012, 16:45 - Rubrik: Staatsarchive
Bei ILAB:
Nearly every day, more and more news and background information become public. The book theft in the Girolamini Library turns out to be one of the most spectacular ever.
Siehe auch:
http://archiv.twoday.net/stories/97040317/
(dazu ergänzend der Beitrag in La Repubblica vom 10. Juni: http://napoli.repubblica.it/cronaca/2012/06/10/news/il_mistero_nero_dei_girolamini_sono_2200_i_libri_spariti_nel_nulla-36894250/ )
http://anonymea.tumblr.com/post/25254010835/update-biblioteca-dei-girolamini-in-neapel-bestohlen
Nearly every day, more and more news and background information become public. The book theft in the Girolamini Library turns out to be one of the most spectacular ever.
Siehe auch:
http://archiv.twoday.net/stories/97040317/
(dazu ergänzend der Beitrag in La Repubblica vom 10. Juni: http://napoli.repubblica.it/cronaca/2012/06/10/news/il_mistero_nero_dei_girolamini_sono_2200_i_libri_spariti_nel_nulla-36894250/ )
http://anonymea.tumblr.com/post/25254010835/update-biblioteca-dei-girolamini-in-neapel-bestohlen
FeliNo - am Sonntag, 17. Juni 2012, 01:21