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Drei Beispiele aus jüngster Vergangnenheit lassen einem die Frage derzeit bejahen:
1) Geänderte Öffnungszeiten des Bochumer Stadtarchivs:
Öffnungszeiten des Lesesaales ab dem 05. Juni:
Montag: geschlossen
Dienstag: 9:00-16:00 Uhr
Mittwoch: 9:00-16:00 Uhr
Donnerstag: 9:00-19:00 Uhr
Freitag: geschlossen

Öffnungszeiten ab dem 01. Dezember 2009
Montag: geschlossen
Dienstag: 10:00-15:30 Uhr
Mittwoch: 10:00-15:30 Uhr
Donnerstag: 10:00-18:00 Uhr
Freitag: für Gruppen nach Absprache

Wenn ich richtig rechne, handelt es sich um 5 Stünden weniger!
Quelle: Archivportal NRW v. 24.11.2009


2) "Stadtarchiv Mainz öffnet künftig montags erst um 13 Uhr!" twitterte die Stadt Mainz am 27.11.2009. Dies bedeutet eine Verkürzung der Publikumszeit von zweieinhalb stunden
http://twitter.com/mainz_de/status/6106266125

3)"[D]as StadtA München wird ab Januar nur halbtags geöffnet sein, weil die Lesesaaalkraft erkrankt ist und Vertretung schwer" zwitscherte eine 'Kollegin ebenfalls am 27.11.2009

Gerne können diesen Beispielen weitere hinzugefügt werden!


Lucas Cranach der Ältere, Selbstbildnis in der Heiligen Familie, um 1509/10, Wien, Gemäldegalerie der Akademie der bildenden Künste (Foto Heydenreich)

"Acht große Museen in Europa und den USA arbeiten gemeinsam mit dem museum kunst palast in Düsseldorf und der Fachhochschule Köln seit Oktober 2009 an einem Forschungsprojekt zur digitalen Erschließung der Gemälde eines der bedeutendsten Maler der deutschen Renaissance: Lucas Cranach der Ältere (1472 bis 1553).
Im Verbund mit acht großen Museen in Europa und den USA arbeiten das museum kunst palast in Düsseldorf und die Fachhochschule Köln seit Oktober 2009 gemeinsam an einem Forschungsprojekt zur digitalen Erschließung der Gemälde von Lucas Cranach dem Älteren.
Lucas Cranach der Ältere (1472 - 1553) gehört - neben Albrecht Dürer und Hans Holbein dem Jüngeren - zu den bedeutendsten Malern und Grafikern der deutschen Renaissance. Seit 1505 als Hofmaler für die sächsischen Kurfürsten tätig, übernahm er zudem Aufträge von Kaiser Maximilian I. und anderen bedeutenden weltlichen wie kirchlichen Auftraggebern. Mit zahlreichen neuen Bildschöpfungen trug Cranach wesentlich zur Verbreitung der Reformation in Deutschland bei.
Bereits seine Zeitgenossen waren beeindruckt von der Geschwindigkeit mit der Cranach produzierte: Weltweit sind heute noch mehr als 1000 Gemälde aus der Cranach-Werkstatt erhalten, und diese repräsentieren nur einen Bruchteil des ursprünglichen Werkbestandes. Eine beträchtliche Anzahl der erhaltenen Gemälde wurde bisher nicht wissenschaftlich bearbeitet. Bekannt ist, dass Lucas Cranach eine sehr gut organisierte Werkstatt aufgebaut hat, in der erfolgreiche Muster aufgehoben und für spätere Aufträge weitergenutzt wurden. Cranachs Lehrlinge und Gesellen waren einer strengen Disziplin unterworfen. Dies führte zu einem genormten Stil, der die Forschung vor die Aufgabe stellt, unter anderem die Arbeitsteilung zwischen Meister und Mitarbeitern genauer zu untersuchen.
Das interdisziplinäre Forschungsprojekt wird durch die Andrew W. Mellon Foundation, New York, für die Laufzeit von zwei Jahren mit 260.000 US Dollar gefördert.
(http://mac.mellon.org/issues-in-conservation-documentation/pilot-projects).
Ziel des zweijährigen Pilotprojektes ist die Entwicklung einer internetbasierten Infrastruktur für den Austausch und die Vermittlung neuer kunsthistorischer, technologischer und naturwissenschaftlicher Forschungsergebnisse zu den Gemälden des Wittenberger Hofmalers.
Zu den weiteren Partnern des Forschungsprojekts "Digitales Cranach Archiv" zählen:
odie Bayerische Staatsgemäldesammlungen mit der Alten Pinakothek und dem Doerner Institut, München,
odas J. Paul Getty Museum, Los Angeles,
odas Kunsthistorische Museum, Wien,
odas Kunstmuseum Basel,
odas Metropolitan Museum, New York,
odie National Gallery, London,
odie Staatlichen Museen zu Berlin,
odie Staatlichen Kunstsammlungen Dresden.
Weitere Projektpartner sind die renommierten Cranach-Experten Prof. Dr. Dieter Koepplin, Basel, Dr. Werner Schade, Berlin, und Prof. Dr. Ingo Sandner, Dresden. Zudem haben die Stiftung Preußischer Schlösser und Gärten in Berlin und das Statens Museum for Kunst, Kopenhagen ihre Mitarbeit bereits zugesagt. Zum ersten Mal werden mit diesem Pilotprojekt hochauflösende Abbildungen der Cranach-Gemälde mit detaillierten Ergebnissen langjähriger interdisziplinärer Forschung für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Digitale Röntgenaufnahmen und Infrarot-Reflektografien geben Einblicke in den Prozess der Bildentstehung und die restauratorischen Dokumentationen informieren über spätere Zustandsveränderungen der Gemälde.
Die mit modernsten Untersuchungstechniken von Kunsthistorikerinnen und -historikern, Restauratorinnen und Restauratoren sowie Naturwissenschaftlerinnen und Naturwissenschaftlern gewonnenen Informationen werden auf einer gemeinsamen Internetplattform über Open-Source Software zusammengeführt. Der umfangreiche Fundus an Bild- und Textinformationen soll ein tieferes Verständnis der Kunst Lucas Cranachs ermöglichen und die Forscher künftig dabei unterstützen, u. a. Fragen zu Zuschreibung und Werkstattorganisation zu beantworten.
Projektleiter ist der Dipl.- Restaurator und international renommierte Cranach-Forscher Prof. Dr. Gunnar Heydenreich, Fachhochschule Köln, der mit seinem 2007 veröffentlichten Buch "Lucas Cranach, the Elder" die bislang umfassendste Untersuchung zu Cranachs Technik und Werkstattpraxis vorgelegt hat.
"Der Aufbau eines >Digitalen Cranach Archivs< wird uns eine gänzlich neue Beurteilung der Werke Lucas Cranachs ermöglichen. Langfristig verfolgen wir das Ziel, gemeinschaftlich ein neues digitales Werkverzeichnis zu erarbeiten, das nicht mehr nur ausschließlich auf stilkritischen Beurteilungen basiert, sondern neue kunsttechnologische und naturwissenschaftliche Untersuchungsergebnisse berücksichtigt." (Prof. Dr. Gunnar Heydenreich)
.....

Weitere Informationen zum Forschungsprojekt
E-Mail: gunnar.heydenreich@fh-koeln.de

Kontakt für Medien
Stiftung museum kunst palast
Marina Schuster
Tel. 0211/8996211; Fax: 0221/8929504, E-Mail: marina.schuster@smkp.de

Fachhochschule Köln, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Petra Schmidt-Bentum
Tel.: 0221/8275 -3119; Fax: 0221/8275 -3394 E-Mail: petra.schmidt-bentum@fh-koeln.de
Weitere Informationen:
http://www.fh-koeln.de
http://www.smkp.de/Cranach
http://mac.mellon.org/issues-in-conservation-documentation/pilot-projects"

Quelle: http://idw-online.de/pages/de/news347462

Auf einen wichtigen Kommentar möchte ich ausdrücklich hinweisen:

http://archiv.twoday.net/stories/6084108/#6090992

Gallica hat inzwischen eine Menge von Handschriften (vor 1600: französischsprachige Rosenroman-Handschriften) als Komplett-Digitalisate eingestellt, allerdings noch keine deutschsprachige.

http://tinyurl.com/yc7vjko

"Bonjour,

je vous écris pour vous présenter le site internet et le blogue de Gregofacsimil
http://www.gregofacsimil.net/

A voir en particulier mon répertoire des manuscrits notées.
http://www.gregofacsimil.net/03-MANUSCRITS/INTERNET-ET-LES-MANUSCRITS/manuscrits_internet.html
vous pouvez télécharger la base Excel

voici notre blogue :
http://gregofacsimil.over-blog.com/

je suis aussi modérateur d'un réseau de musicologie médiévale :
http://gregorian-chant.ning.com/

Bonne visite dans ces lieux....

Je vous donne aussi une information pour Archivalia:

La Bibliothèque multimédia intercommunale Epinal-Golbey propose la consultation dans leur intégralité de dix-neuf manuscrits musicaux notés. Cet ensemble constitue le deuxième fonds musical lorrain, après celui de Verdun.
Ces manuscrits ont été décrits par mes soins dans le Catalogue des manuscrits notés du Moyen Age conservés dans les Bibliothèques publiques de France, Collections d'Alsace, de Franche-Comté et de Lorraine, t. II (Turnhout: Brepols, 2008).
L'opération de numérisation et de mise en ligne a pu être réalisée grâce à une subvention de la Mission de la Recherche et de la Technologie (MRT) du Ministère de la Culture et de la Commmunication.
http://www.bmi-epinalgolbey.fr:8080/manuscrits_musicaux/

Bien à vous,

Dominique GATTE
(Gregofacsimil) "

Der von dem/der betreffenden Archivierenden zurückgezogene Beitrag unter obigem Titel liegt mir vor und kann (wenn er aus dem Google-Cache verschwunden sein wird) von Interessenten per Mail an mich angefordert werden. Siehe http://archiv.twoday.net/topics/IMPRESSUM/

Auch aus Gründen des Persönlichkeitsrechts ist es wohl zu akzeptieren, wenn jemand einen Beitrag zurückzieht. Dies gilt aber natürlich nicht für die sich anschliessende Diskussion, die dann automatisch mitgelöscht wird. Daher bin ich BCK für seinen Vorschlag dankbar, eine kurze Zusammenfassung mitzuteilen, die er freundlicherweise erstellt hat, und die Kommentare aus dem Cache hierherzukopieren.

Vorweihnachtliches Klüngeling bei der Archivberatung des LVR /
fullminatrix - am Mittwoch, 11. November 2009, 08:02

Der/die Verfasser/in kritisiert "Klüngelei" bei der Stellenbesetzung der Archivberatung des LVR zugunsten der Einstellung der eigenen Volontäre, statt Leuten mit der Befähigung für den Höheren Archivdienst oder Leuten mit wenigstens Berufserfahrung in den geforderten Gebieten eine Chance zu geben. Der überalterten Archivberatung fehlten ausreichend qualifizierte und kompetente Mitarbeiter, sie werde ihren Aufgaben längst nicht mehr gerecht.


[Originalbeitrag wohl von Verf. aus dem Weblog gelöscht. Kommentare aus dem Google Cache, Stand: 17. Nov. 2009 10:00:44 GMT.]

lichtbild (Gast) meinte am 11. Nov, 09:08:
Da kann ich nur zustimmen: Herr Nabrings reagiert wohl nur, wenn man eine Kamera oder zumindest einen Presseausweis in der Hand hat.

Frank (Gast) meinte am 11. Nov, 11:30:
Die Hauptfrage ist...
wozu muss es unbedingt der höhere Dienst sein?? Ein FH-Studium sind 4 Jahre Archivwissenschaft + Ergänzungsrichtung (resp. 3 Jahre in Marburg), der Vorbereitungsdienst zwei Jahre und für den o.g. Job ist der wissenschaftliche Anspruch nur bedingt notwendig. Hier soll wohl eher, wie im deutschen Archivwesen üblich, das eigene Klientel unter "Naturschutz" gestellt werden, anstatt aufgrund objektiver Kriterien wie Fachkompetenz und Praxisnähe zu entscheiden - und die sind auf beiden Seiten vorhanden, beim FH-Absolventen mit entspr. Berufserfahrung zumeist noch umfänglicher. Oder anders gesagt: Ein Lehrbeispiel wie sich die dt. Archive mit einem zu engen Personalfokus um gutes Personal bringen...

blitzmerker (Gast) meinte am 11. Nov, 14:19:
Kontraste vermeiden
@Frank:
"Ein Lehrbeispiel wie sich die dt. Archive mit einem zu engen Personalfokus um gutes Personal bringen... "

Im vorliegenden Fall mag das ja Methode haben: Würde man hier eine kompetente und motivierte Persönlichkeit einstellen, dann würde der Rest ja noch viel mieser aussehen.
Wenn man den Kontrast reduziert, dann nennt man das Weichzeichnen. Manchmal die einzige Rettung ...
Antworten
Potsdam (Gast) meinte am 11. Nov, 19:26:
Höherer Dienst...
[...]Gesucht werden angeblich Leute mit der Befähigung für den Höheren Archivdienst (die formal so nur in Marburg oder München erhältlich ist),[...]

Falsch: Sie unterschlagen die nebenberufliche Masterausbildung der FH Potsdam.

Frank (Gast) antwortete am 11. Nov, 21:40:
Netter Hinweis
nur werden die frühestens in 3 Jahren fertig und die Stelle wird nicht die nächsten drei Jahre freigehalten! Der Hinweis ist also formal nett, löst jedoch nicht das Problem, sondern ist in diesem Kontext blanker Zynismus!

Abgesehen davon ist der Master genauso aberwitzig: die ehem. Fernweiterbildung zum Diplom-Archivar ohne inhaltliche Änderungen auf einen Master heben gibt noch lange keine fachlich besseren Absolventen. Denn auch hier gilt: Fernweiterbildung 3 Jahre und zwar ohne archivfachliche Vorbildung - FH-Diplom im Direktstudium 4 Jahre . also auch hier ein fachlich umfangreichere Ausbildung. Der Master zementiert also ebenfalls nur Klientelpolitik resp. unterstützt das Vorgehen der deutschen Archive sich möglichst um fachlich adäquates Personal zu bringen in dem vordringlich der Titel und nicht Erfahrungen und Fachwissen zählen. Potsdam sollte sich ein Beispiel an anderen einschlägigen FH nehmen bspw. HU, HDM, FH Hannover, Hamburg oder auch Chur, die einen echten Master anbieten, der eine zusätzliche, über ein informationsfachliches Erststudium hinausgehende und damit erweiternde Kompetenz verleiht und damit tatsächlichen Mehrwert für Bewerber wie insbesondere Arbeitgeber bietet. Nur in diesem Punkt scheint ein Großteil der Archive noch etwas verschlafen zu sein...

Archivar ohne Fachausbildung (Gast) antwortete am 12. Nov, 17:11:
Etwas platt
Titel und nicht Erfahrungen und Fachwissen zählen? Das schließt sich erstmal nicht aus. Mehrjährige archivarische Berufspraxis in ständiger Weiterbildung und zusätzlich ein FHP Master (wenn auch erst später) ist sicher nicht so schlecht wie dargestellt. Außerdem: was bedeutet schon das Zählen der Ausbildungsjahre und -orte? In Bezug auf die Stellenausschreibung Brauweiler mag das ja nicht so passend sein, aber grundsätzlich finde ich die Polemik von Frank etwas überzogen in Bezug auf die FHP Angebote

Frank (Gast) antwortete am 12. Nov, 17:33:
Platt
ist es, wenn der Sinn eines Masters, nämlich ein Aufsetzen auf eine vorhandene Ausbildung ad absurdum geführt wird. Der Master dient gerade einer inhaltlichen Weiterentwicklung der betreffenden Person und bietet damit auch einen Mehrwert für Arbeitgeber. Nur genau das erfolgt mit dem FHP-Master nicht! Genau hier greift der FHP-Master zu kurz im Gegensatz zu Angeboten anderer Hochschulen und insbesondere entspr. Angeboten der internationalen Archivwelt - bspw. Lausanne, Chur, University College London, University of Liverpool, University of Dundee...

Der FHP-Master ist keine Weiterentwicklung, sondern ein Rückschritt, zumal er ausgebildeten Diplom-Archivaren aufgrund der aberwitzigen Zugangsbedingungen die Chance auf Weiterentwicklung nimmt und äquivalent zur höheren Dienst-Ausbildung in Marburg Historikern ohne Archivausbildung den Zugang zu einem Abschluss gewährt, der den Zugang zu fachspezifischen Posten wie eben in der Brauweilerschen Ausschreibung ermöglicht.

Das Problem liegt in zwei Punkten: Überkommene praxisferne schwerpunktmäßig titellastige Personalauswahl - es muss der höhere Dienst sein unabhängig von Erfahrungen, Fachwissen etc. gepaart mit Weiterbildungsangeboten, die das Ganze noch zementieren.

Nebenbei: International besteht ein solche Trennung faktisch nicht und wenn ich mir die drängenden Probleme hinsichtlich der elektronischen Welt anschaue wundert es mich bei der o.g. Gemenlage nicht, dass das Entwicklungstempo im Kontext eArchivierung in der internationalen Archivwelt nicht von Deutschland vorgegeben wird oder anders gesagt: Sehr gute Fachkollegen ohne den richtigen Titel gehen mit der o.g. Einstellungs- und Weiterbildungspolitik verloren - denn die gehen dann außerhalb des Archivwesens.

Das Bibliothekswesen hat die Zeichen der Zeit erkannt und die entspr. Ausbildungsgänge zum Master (ehem. reine Referendariatstudien für den höheren Dienst) für FH-AbsolventInnen aller informationsfachlicher Disziplinen geöffnet. Die Dokumentarswelt auch.

Naja, Archive denken halt eher in längeren Perioden, insofern besteht noch Hoffnung.

Archivar ohne Fachausbildung (Gast) antwortete am 13. Nov, 08:26:
Replik
Ich bin ja altersmäßig nicht so sehr am Puls der BA/MA-Welt, aber soweit ich das sehe, gibt es da eine große Ausdifferenzierung an Angeboten. Und Aufsetzen auf Vorwissen durch Master würde es eben nicht nur für Diplom-Archivare geben (zur Zulassungspraxis in Potsdam kann ich mich nicht äußern), sondern auch für promovierte Historiker mit Archivarsanspruch, also mit langjähriger Beobachtung der Archivwelt neben eigener Tätigkeit, regelmäßigem Fachaustausch und Fortbildung, Lektüre der Fachzeitschriften, etc. Und was die ausländischen Angebote angeht: Manches ist zwar toll, aber nicht für jeden realisierbar. Da liegt Potsdam viel näher. Mein Statement ist sicher mit persönlicher Betroffenheit geschrieben, aber bei Frank dürfte ein subjektiver Anteil ebenfalls gegeben sein - hier geht es doch nicht nur um objektive Kriterien der Fachausbildung.

Vergleichsweise häufig lösche ich Kommentare, die mir unsachlich erscheinen (und meist vor allem nur persönliche Angriffe gegen mich enthalten), während ich bei Beiträgen (diese können nur von registrierten Nutzern angelegt werden) so gut wie nie etwas gelöscht habe. Ich wurde auf das Verschwinden eines kritischen Beitrags zum LVR angesprochen. Richtig ist, dass ich einen unsachlichen und auch im Ton diskutablen Nachfolgebeitrag gelöscht habe, während ich den Ursprungsbeitrag, an den sich ja auch eine kleine Diskussion anknüpfte, nicht angetastet habe.

Wer kann Löschungen vornehmen oder diese nachvollziehen? Löschen kann ich (sowie wohl auch der mit administrativen Funktionen versehene BCK) und sicher auch Twoday, wobei da aber wohl der Owner des Weblogs gleichzeitig oder vorher kontaktiert würde. Ich habe soeben eigens einen Zweitaccount eingerichtet, um festzustellen, dass auch jeder Beiträger seinen Beitrag auf "offline" setzen kann und anschließend löschen. Nachvollziehbar ist dies für niemanden (außer für Twoday), es gibt also kein Löschlogbuch, und ich kann auch einen gelöschten Beitrag nicht wiederherstellen. Das sind Vorgaben von Twoday, an denen ich nichts ändern kann. Ebensowenig wie an der Vorgabe, dass ich Kommentare nicht editieren kann (sondern nur löschen). Wenn ich also einen Tippfehler in einem Kommentar oder einen falsche URL verbessern will, kann ich das nicht. In Beiträgen kann ich (und BCK) zwar etwas ändern, aber selbstverständlich nehme ich - außer deutlich gekennzeichneten Bildhinzufügungen und Ergänzungen in seltenen Fällen - keine inhaltlichen Änderungen vor, sondern verbessere nur Tippfehler insbesondere in der Überschrift, da das nun wirklich nicht sein muss.

Da ich den Beitrag zum LVR nicht gelöscht habe, hat ihn der Autor zurückgezogen. Dagegen hilft dann wirklich nur der Google-Cache ;-)

http://openaccess.inist.fr/sites/openaccess/IMG/pdf/OA_in_Greece_report_2009v.1.pdf

http://poeticeconomics.blogspot.com/2009/12/open-access-to-public-domain.html

Wieso OASPA BMJ und die auch hier unangenehm aufgefallene Oxford University Press aufgenommen hat, wird im Blog des Verbands zu erklären versucht:

http://oaspa.org/blog/2009/12/11/why-did-oaspa-admit-the-bmj-group-and-oup-and-other-questions-about-membership/

Harnad übt daran berechtigte Kritik, vermengt diese aber mit seiner sattsam bekannten Aversion gegen libre-OA:

http://openaccess.eprints.org/index.php?/archives/675-guid.html

http://toolingup.stanford.edu/rplviz/

Meint Dörte Böhner:

http://bibliothekarisch.de/blog/2009/12/10/das-projekt-deutsche-digitale-bibliothek/

http://poeticeconomics.blogspot.com/2009/12/dramatic-growth-of-open-access-december.html

http://derstandard.at/1259281171438/Ein-Schleier-weniger-ueber-dem-Voynich-Manuskript

"Mithilfe materialwissenschaftlicher Untersuchungen konnte die Entstehung des Pergamentbandes mit höchster Wahrscheinlichkeit auf zwischen 1404 und 1438 eingegrenzt werden"

Handschriftenbeschreibung:
http://130.132.81.132/pre1600ms/docs/pre1600.ms408.htm



Via
http://www.univie.ac.at/voeb/blog/

http://www.manioc.org/

Es stehen derzeit auch 50 alte Bücher zum Download bereit. Den Viewer finde ich sehr schick und vor allem benutzerfreundlich. Natürlich ist auch ein PDF-Download möglich. Außerdem gibt es unter anderem noch eine Bildergalerie mit Bildern aus den digitalisierten Werken.


http://www.dilibri.de/ubtr/content/pageview/218929


Walter Boje, Bolero, 1959

"Anlässlich des 104. Geburtstags Walter Bojes (16. November) - übergaben die Erben Walter Bojes mehrere Hundert Tanzfotografien, darunter auch großformatige Vintage-Prints, an das Deutsche Tanzarchiv Köln/SK Stiftung Kultur. Nach der Schenkung wird nun das gesamte tanz- und ballettbezogene Werk Walter Bojes als „Archiv Walter Boje“ seinen Sitz in Köln haben.

Walter Boje (1905-1992) beschrieb sich selber bescheiden als "Feuilletonist mit der Kamera". Er kam erst spät zur Fotografie, nachdem er sein Studium der Nationalökonomie als promovierter Diplom-Volkswirt abgeschlossen hatte. Erst nach Ende des 2. Weltkriegs erlernte er in Hamburg das Metier des Theaterfotografen und wurde zum Chronisten der Hamburger Theater nach dem Krieg.

Als im Jahr 1949 das Agfa Color-Negativ-Positiv-Verfahren für Berufsfotografen zugänglich wurde, erkannte Walter Boje in der Farbfotografie bereits das Medium, um Dramatik, Stimmungen und Gefühle einer Bühnendarbietung adäquat abzubilden. Der Wechsel nach Leverkusen zur Firma AGFA im Jahr 1954 bewirkte, dass er fünf Jahre später zum Zeugen des Aufbruchs des Kölner Balletts wurde. In der Stadt am Rhein entwickelte der Choreograph Aurel von Milloss gerade eine neue, zeitgemäße Form des Balletts. Der Bühnenraum erfuhr in der Zusammenarbeit mit zeitgenössischen bildenden Künstlern eine Aufwertung. Die Musik gleichsam als Bauplan nutzend, versuchte Milloss ihre Vielstimmigkeit in der Bewegung sichtbar zu machen, das Auge des Zuschauers dem Ohr zu öffnen und doch dabei die Emanzipation der tänzerischen Bewegung von der Musik zu betonen. Walter Boje erfasste Milloss' choreographische Vision und, verfolgt man seinen fotografischen Stil über die Jahre, so mag diese auch für ihn das Signal eines ästhetischen Aufbruchs gewesen sein. Seine Vision von der Farbe als einem dynamischen Ausdrucksmittel der Photographie fand in Horst H. Baumann, Kilian Breier, Peter Cornelius, Fritz Fenzl, Erwin Fieger, und Heinz Hajek-Halke begeisterte Mitstreiter. Walter Boje war mehr als ein Fotograf, dessen Herz für das Theater und den Tanz schlug. Journalist, Dozent, Juror - es gibt wohl kaum eine Tätigkeit, die Walter Boje in den folgenden Jahren nicht auf seine unnachahmliche Weise ausgefüllt hat.

Die großzügige Schenkung unterstreicht einmal mehr die Bedeutung des Deutschen Tanzarchivs Köln als profilierten Aufbewahrungs- und Vermittlungsort der bildkünstlerischen Auseinandersetzung mit Tanz. Neben Bibliothek, Videothek und einem Archiv mit über 290 Nachlässen und Sammlungen von Tänzern, Choreographen, Pädagogen und Ballettkritikern verfügt das Deutsche Tanzarchiv Köln über eine bedeutende Fotosammlung, die ca. 160.000 Photos und über 117.000 Originalnegative umfasst. Zum Bestand gehören neben Aufnahmen und Konvoluten berühmter Photographen wie Albert Renger-Patzsch, Alfred Eisenstaedt, Hugo Erfurth, Arnold Genthe, Lotte Jacobi, Edward Steichen, Germaine Krull, Charlotte Rudolph, Fritz Henle oder Yva auch die Photographennachlässe von Siegfried Enkelmann, Hans Rama, Annelise Löffler und Dietmar Dünhöft.

Geschichte und Gegenwart der Tanzfotografie sind immer wieder auch Gegenstand der Ausstellungen des Archivs im Kölner Mediapark. Bereits im Jahr 2005 hatte das Deutsche Tanzarchiv Köln den 1992 verstorbenen Fotografen anlässlich seines 100. Geburtstags mit der Präsentation einer Auswahl seiner Tanz- und Theaterarbeiten als Pionier eines von dokumentarischen Zwängen emanzipierten fotografischen Blicks auf Tanz geehrt.
"

Quelle: http://www.sk-kultur.de/web/edit/projekt.php?id=310&news=1

"VVBAD, the Belgium association for archivists, and the KVAN, the Dutch association for archivists, are holding an international Congress titled Archives without Borders on August 30 and 31, 2010 in the Peace Palace in The Hague, The Netherlands. Archives without Borders commemorates the first international archives conference which took place in Brussels a century ago in 1910. The Congress is supported by the Section for Professional Associations of the International Council on Archives (ICA/SPA). The organising committee is now calling for proposals for papers.

Good archives and records management practices are a condition for ensuring continuity, efficiency and transparency of public and private services and stakeholder accountability. The Congress will focus on the importance of archives for good governance in an international context where their significance transcends national boundaries in the globalized information society. As the memory of society, archives are not only important from a cultural point of view, but also from the perspective of supporting efficient management practices. In the records continuum approach to record keeping, where records are managed from the point of creation, accountability is supported through ongoing attention to good records and archives management practices which underpin democracy and human rights. Such a continuous management approach is important in the transitory digital era.

In a globalised information society the significance of archives goes beyond national boundaries. This situation requires new approaches to familiar concepts like record keeping and accessibility. Congress debate will centre on such questions as:

What part can the archival professional and the professional societies play abroad?
What forms of international cooperation already exist or are being developed?
Where do the archives of international and supranational organizations belong and who should be responsible for managing them?
The congress will be a meeting place for professionals engaged in archives and records management. Other interested persons are also most welcome.


Sessions will be organized on the following themes:

1. Archival solidarity
What activities can archival professional associations undertake to support their colleagues in other parts of the world? What difficulties can they expect to encounter in providing such cross-border support? And what could be the significance of the proposed ICA Universal Declaration on Archives in this respect?

2. Human rights and archives
Archives can be considered as 'silent witnesses' and their relevance is particularly clear when human rights are at stake. How do archives safeguard human rights? Who can gain access to archives and who is denied? How does accessibility issues impact on the protection of human rights?
[I would visit this session, if I could]
3. Cross-border archives
There are several important archives whose significance go beyond national boundaries. For example: the records of the Nuremberg tribunal and the Yugoslavia tribunal and the archives of international and supranational organisations like the European Commission, the International Red Cross and the United Nations High Commissioner for Refugees. How should such archives, for which no specific international archival law exists, be managed?
4. Archives: Formation of the Nation State and National Identity
The way nation states are formed impacts on the development and keeping of archives. This topic covers such issues as the relationship between colonial powers and their former colonies; record keeping practices; the approach to managing non standardized formats and the capturing of the oral history of non-written cultures.
Advice on preparing proposals
Proposals on one of these four themes are welcome, in English or Spanish. The VVBAD/KVAN Organising Committee particularly welcomes contributions and ideas for conference sessions that encourage debate and comments from delegates. The following advice is offered to help those wishing to submit proposals:
In your abstract provide an overview of the main issues and arguments you intend to cover in your paper and explain how you expect the paper will provoke debate. This information will help the Committee make choices about the selection of papers and scheduling sessions.
Connect your proposal to the theme of the conference.
Aim to make your paper stimulating and creative.
Try to be relevant and touch on actual issues.
Cover the topic from opposing viewpoints.

Submitting your proposal
Proposals should be submitted by using the Proposal Submission Form. The deadline for submission of proposals is: 1 February, 2010. Submissions will be considered and invitations to speak will be confirmed by the Organising Committee in February, 2010.

If you have any further questions, please contact the Organising Committee.

We look forward to seeing you in The Hague next year as a speaker or as a delegate!"

Link: http://www.archiveswithoutborders.org/

".... In diesen Tagen und Wochen wurde in der Verbandsgeschäftsstelle mit Hochdruck am Relaunch unseres Internetauftrittes gearbeitet, so dass am 15. Dezember 2009 die neu konzipierte Seite http://www.vda.archiv.net online gehen kann und der VdA eine zeitgemäße und angemessene Visitenkarte auf der Datenautobahn vorzeigen kann bzw. Sie sich über den Verband und seine Aktivitäten komfortabel informieren können. Unser Dank geht dabei vor allem an den Ersten Stellvertretenden Vorsitzenden Dr. Clemens Rehm, der federführend die Konzeption der Seite begleitet hat und an die Vorsitzenden bzw. LeiterInnen der VdA-Fachgruppen und Arbeitskreise, die uns überarbeitete und aktualisierte Texte zugearbeitet haben. Die neue Seite wurde von der Kölner Firma hansen kommunikation nach dem CPD des VdA grafisch gestaltet und basiert technisch auf dem CMS-System TYPO3. Dabei wurde großer Wert auf die Barrierefreiheit gelegt. Inhaltlich gefüllt wurde die Seite in den letzten Wochen von den MitarbeiterInnen der Geschäftsstelle, die dafür speziell geschult wurden und künftig die Seite selbst pflegen werden. Ein besonderes Novum wird ein Bereich sein, der ausschließlich VdA-Mitgliedern über ein für jedes Mitglied individuelles Login zur Verfügung stehen wird. Ihre individuellen Zugangsdaten dafür werden Sie am 15. Dezember in einer separaten E-Mail bekommen.
Auf der neuen Internetseite www.vda.archiv.net (Link oben rechts) bzw. der Seite www.tagderarchive.de erhalten Sie auch die aktuellen Informationen zum bundesweiten 5. TAG DER ARCHIVE, der am 6./7. März 2010 unter dem Motto DEM VERBORGENEN AUF DER SPUR wieder viele Interessierte in unsere Archive locken soll. Unser Wunsch ist es, dass sich wieder zahlreiche Archiveinrichtungen an diesen Aktionstagen mit einem vielfältigen Programm deutschlandweit beteiligen. Wichtig ist, dass sich potentiell Interessierte zentral informieren können, wo und wann welche Veranstaltungen an diesen Tagen angeboten werden. Deshalb sind wir dankbar, wenn Ihre Einrichtung uns auch die geplanten Veranstaltungen meldet. Ein Formular für die Veranstaltungsmeldung finden Sie ebenfalls auf www.tagderarchive.de. Wir werden die Meldungen dann auch umgehend veröffentlichen. ...."

Quelle: VdA-Mitgliedermail 5-2009

Nactrag:


Auch der ICA hat seine Homepage neu gestaltet: http://new.ica.org/ . Das erfordert ja wohl eine Doppelbesprechung am 16.12.2009?!

[Hinweis: Ich habe den Beitrag editiert und je einen Tippfehler aus Überschrift und Text entfernt. KG, Administrator]

"Seite in Bearbeitung !!!

An der Internetadresse www.manuscripta.at ist ein Webportal im Entstehen, das den Zugang zu gedruckten wie ungedruckten Informationen zu Handschriften in österreichischen Bibliotheken wesentlich erleichtern wird."

http://manuscripta.at/_scripts/php/manuscripts.php

Digitalisierte Kataloge:
http://www.ksbm.oeaw.ac.at/kataloge/

Zu den vielen Merkwürdigkeiten der Handschriftenportal-Szene zählt, dass die Wiener Akademie zwar über Frau Glassner am Handschriftencensus beteiligt ist, die vom Handschriftencensus geleistete großartige Erschließungsleistung aber bei ihrer arg proprietären Datenbank nicht berücksichtigt. Selbstverständlich waren also auch umgekehrt die neuen Materialien (z.B. Seitenstettener Beschreibungen von Wagendorfer 2009
http://www.ksbm.oeaw.ac.at/univ/P16661.htm ) nicht im Handschriftencensus verlinkt. Dass man in Wien nicht einfach einen dann Link auf den Handschriftencensus setzen kann, wenn eine deutschsprachige Handschrift betroffen ist, leuchtet ganz und gar nicht ein. Jeder kocht aber munter sein eigenes Süppchen und verzichtet auf jegliche Synergieeffekte.

http://luebeckische-blaetter.info/2009/16_LB174.pdf

''Manchmal aber geht die Geschichte verworrene Wege. Das erfuhren jüngst die Mitarbeiter des Archivs der Hansestadt Lübeck, als sie mit Bauhistorikern und Denkmalpflegern die Trese besichtigten, die ehemalige Schatz- und Archivkammer des Lübecker Rates in der Marienkirche. Eher zufällig kam die Sprache auf einen dort verwahrten „Splint“ oder Nagel von etwa 17 cm Länge, der dort, soweit bekannt, schon seit langem als Verschluss für die vermutlich aus dem Spätmittelalter stammenden Archivschränke benutzt worden war. Einer der Teilnehmer äußerte den Verdacht, dieser Splint könnte mehr sein als nur ein Türverschluss...'' - Tatsächlich war es ein Stempel zur Herstellung von Hohlpfennigen von ca. 1250.

Danke an Concord!

http://www.hs-augsburg.de/~Harsch/germanica/Chronologie/15Jh/Minnereden/min_re00.html

Harsch verlinkt bei den Heidelberger Handschriften die digitalisierten Seiten.

Die Texte in Virginia
http://web.archive.org/web/20070111144242/http://etext.lib.virginia.edu/german/mhg/browse/author.html
wurden in das Trierer Angebot aufgenommen:

http://www.mhgta.uni-trier.de/

Niemand kann dieses Projekt, das vermutlich immense Gelder verschlungen hat, als geglückt ansehen. Die Texte stehen nicht als Scans bereit, etliche Texte sind nicht im Netz, sondern werden nur für nichtkommerzielle Zwecke per mail abgegeben. Damit ist natprlich auch keine Erfassung durch Suchmaschinen gegeben.

http://www.archive.org/stream/archivfrdasstu47brauuoft#page/400/mode/2up

Zum Text 'Liber ordinis rerum' siehe

http://www.handschriftencensus.de/werke/803

Eine Handschrift könnte man einsehen, wenn der Grazer Server nicht gerade wieder einmal down wäre:

http://143.50.26.142/digbib/handschriften/Ms.0800-0999/Ms.0884/index.html

http://teca.bmlonline.it/TecaRicerca/index.html

Derzeit stehen 1655 Manuskripte online zur Verfügung:

http://listserv.uleth.ca/pipermail/dm-l/attachments/20091211/c7fa69b5/attachment-0001.html

Der Server verabschiedet sich leicht, Chrome ist nicht zu empfehlen.

Nehmen wir Plut. 16.5

Die umfangreiche Dokumentation zur Handschrift
http://opac.bml.firenze.sbn.it/Bibliografia.htm?idlist=&record=533412435169
die man von den kryptischen Metadaten aus erreicht, bestätigt, dass es sich um
http://www.handschriftencensus.de/4735
handelt. Aber wie erreicht man das Summarium Heinrici? Denn als Metadaten gibt es nur einige unbrauchbare Textangaben ohne Blattangaben. Aber im Viewer kann man dann Bl. 87r ansteuern und stellt enttäuscht fest, dass die Auflösung (wie so oft bei solchen Projekten) nicht den erforderlichen Standards genügt. Ein wirkliches Erkunden der paläographischen Eigenheiten ist mit solchen Bildern nicht möglich.

http://teca.bmlonline.it/TecaViewer/index.jsp?RisIdr=TECA0000616242&keyworks=Plut.16.05

http://www.bodley.ox.ac.uk/csb/blockbooks.html


http://books.google.com/books?id=688-AAAAcAAJ

In hoc tomo continetur FLORES TEMPORUM (coll. 1551 sqq.) cum continuatione usque ad Carolum IV. (cont. versio vulgata).

http://books.google.com/books?id=688-AAAAcAAJ&pg=RA2-PT653

VG Frankfurt a.M., Urteil vom 23. 1. 2008 - 7 E 3280/06 (Abgedruckt in NVwZ 2008, 1384)

NVwZ 2009, 1448 teilt mit:

"Das Urteil des VG Frankfurt a.M. ist rechtskräftig geworden. Nachdem die Bekl. die Berufung gegen das Urteil des VG Frankfurt a.M. vom 23. 1. 2008 - 7 E 3280/06 - mit Schriftsatz vom 17. 9. 2009 zurückgenommen hatte, ist das Berufungsverfahren vom VGH Kassel mit Beschluss vom 18. 9. 2009 - 6 A 1788/08 - gem. § 92 III i.V. mit § 125 I 1 VwGO eingestellt worden."

Volltext Hessenrecht

Zitat:

§ 6 S. 1 IFG steht dem Informationszugangsanspruch der Klägerin nicht entgegen. Nach dieser Vorschrift besteht ein Anspruch auf Informationszugang nicht, soweit der Schutz geistigen Eigentums entgegensteht. Diese Vorschrift dient u.a. der Wahrung urheber-, marken-, patent-, gebrauchs- und geschmacksmusterrechtlicher Belange (BT-Drucksache 14/4493, S. 14). Im streitgegenständlichen Fall könnten urheberrechtliche Fragen eine Rolle spielen, soweit sich in den Akten z.B. Wirtschaftsprüferberichte oder vergleichbare sachverständige Äußerungen dritter natürlicher oder juristischer Personen befinden. Ein Verstoß gegen urheberrechtliche Vorschriften läge aber erst dann vor, wenn in unberechtigter Weise entsprechende Unterlagen vervielfältigt würden (vgl. Jastrow/Schlatmann, § 7 Rdnr. 31 f.). Allein mit der Einsichtnahme in die in der Behördenakte verbleibenden Dokumente werden hingegen noch keine Urheberrechte verletzt. Der Klägerin bleibt es auch unbenommen, sich handschriftliche Notizen zu dem Inhalt des entsprechenden Dokuments zu fertigen (vgl. § 7 Abs. 4 IFG).

Damit vertritt das Gericht (zutreffend) [zu UrhG vs. IFG] eine andere Ansicht als das VG Braunschweig:

http://archiv.twoday.net/search?q=urhg+ifg

Grundsätzlich ist das Gesetz klarer und besser geworden, wenngleich in Einzelfragen Klärungen oder Nachbesserungen aus meiner Sicht erforderlich sind.

Gegen § 6 Absatz 5 zum Belegexemplar ("Nutzer sind verpflichtet, von einem Druckwerk bzw. einer elektronischen Publikation im Sinne von § 3 Absatz 1 des Pflichtexemplargesetzes, das unter wesentlicher Verwendung von Archivgut des Landesarchivs verfasst oder erstellt wurde, nach Erscheinen dem Landesarchiv unaufgefordert ein Belegexemplar unentgeltlich abzuliefern.") habe ich erhebliche verfassungsrechtliche Bedenken:

http://archiv.twoday.net/stories/4898706/

Es fehlt die in anderen Archivgesetzen übliche Zumutbarkeitsregelung.

In § 7 erscheint mir mit Blick auf die Vorgabe des Informationsfreiheitsgesetzes des Landes, das Sachakten in der Regel sofort nach Entstehung freigibt, die Frist von 30 Jahren für zu lang. Auch wenn das IFG nicht die einzige einschlägige Vorschrift ist, wäre es zwingend erforderlich, wie beim Bundesarchivgesetz die beiden Bereiche IFG-Recht und Archivrecht aufeinander zu beziehen und klarzustellen, dass Archivgut, das in der Behörde frei wäre, im Archiv nicht den Sperrfristen unterliegt.

Zu § 7 Abs. 6. Es sollte klargestellt werden, dass es genügt, wenn eine der Voraussetzungen zutrifft. Ich möchte an meiner in dem Beitrag

http://archiv.twoday.net/stories/3054582/

geäußerten Rechtsauffassung festhalten.

Bedenklich erscheint mir § 7 Abs. 7 "Das Landesarchiv kann in besonders begründeten Fällen auf Antrag nach Ablauf der Schutzfristen die Überlassung von Vervielfältigungen von Archivgut an Archive, Museen und Forschungsstellen zulassen." Dass Archivgutkopien von Archiven - unabhängig von seinem Alter - nur ausnahmsweise an Archive, Museen und Forschungsstellen (Bibliotheken werden also ausgeschlossen!) abgegeben werden dürfen, ist eine Überreglementierung, die die Kooperation mit anderen kulturgutverwahrenden Institutionen über Gebühr einschränkt. Sofern der Schutzzweck des Archivgesetzes nicht tangiert ist, haben Benutzer das Recht, die an sie abgegebenen Kopien an Institutionen abzugeben.

S.a.
http://archiv.twoday.net/search?q=Archivgesetz+NRW

Inhaltsverzeichnis:
Thomas-Sergej Huck: Sächsischer Archivtag 2009 in Freiberg S. 3
Birgit Horn-Kolditz: Sitzung der Bundeskonferenz der Kommunalarchive im Vogtlandkreis S. 5
Sigrid Unger: 175 Jahre Hauptstaatsarchiv Dresden – Festakt und Fachtagung S. 7
Peter Wiegand: Übergabe der Verfassungsurkunde des Freistaates Sachsen an das Sächsische Staatsarchiv S. 8
Jürgen Rainer Wolf: Brockhaus Leipzig – was bleibt? S. 10
Thekla Kluttig: Fragen Sie doch – die Registratur! S. 10
Antje Goldmann: Zwischen „History Marketing“ und Kulturgeschichte: Das Archiv der Porzellan-Manufaktur Meissen S. 12
Peter Braun: Wiederentdeckung – Der Schriftsteller Hans Bauer und sein Nachlassfragment S. 14
Frauke Gränitz: Johannesburg – Bautzen – Dresden – Bonn. Nachlass eines sächsischen Gewerkschafters S. 17
Grit Richter-Laugwitz / Swen Steinberg: Unterlagen zur politischen Wende 1989/90 im Kreisarchiv des Erzgebirgskreises S. 18
Steffi Rathe: „Gruß aus Meißen“ – Das Ansichtskartenarchiv der Firma Brück & Sohn S. 19
Jörg Ludwig: Eine Handzeichnung des Kaisers S. 20
Volker Jäger: Zur Authentizität audiovisueller Archivalien im öffentlichen Gebrauch S. 22
Stefan Gööck: Ein Kriegsverlust kehrt heim – Korrespondenz Augusts des Starken wieder im Hauptstaatsarchiv S. 23
Peter Wiegand: Ein Archiv voller Kinder S. 25
Hans-Christian Herrmann: Sächsische Landessieger beim Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten S. 27
Hans-Christian Herrmann: Straßenfest der Leipziger Bibliotheken und Archive S. 28
Hans-Christian Herrmann: Tagung zur Mobilitäts- und Grenzgeschichte im 19. Jahrhundert S. 29
Grit Richter-Laugwitz / Lutz Vogel: „Zeichen Setzen!“ – Das Hauptstaatsarchiv Dresden präsentiert sich am Tag der Architektur S. 30
Link zum PDF

"Der Kulturausschuss hat die Abstimmung über den Gesetzentwurf verschoben und ein Expertengespräch beschlossen."
Quelle: Landtagsverwaltung, E-Mail 10.12.2009

Nach dieser Entscheidung entfällt wohl die zweite Lesung am 16.12.2009 im Landtag (Tagesordnung).

Die eingangs erwähnte Expertenanhörung wird am 27.01.2010 stattfinden (Link), so dass der Landtag frühestens in seinen Sitzungen am 3. oder 4. Februar 2010 über das Archivgesetz entscheiden kann.

Anm: Archivgesetz NRW:
"§ 14 In-Kraft-Treten, Außer-Kraft-Treten
Das Gesetz tritt am Tag nach der Verkündung in Kraft 2. Es tritt mit Ablauf des 31.Dezember 2009 außer Kraft."
Erläuterung:
"Dies ist eine gesetzlich angeordnete Evaluierungsverpflichtung. Sie verpflichtet die Landesregierung, dem Landtag rechtzeitig vor dem genannten Datum das Ergebnis der Evaluierung vorzulegen."

Nachtrag 15.12.2009: Die Beratrung des Archivgesetzes wurde gestern von der Tagesordnung der Plenarsitzung am 16.12.2009 genommen.

Sind wir in NRW bis zur Verkündung dann outlaws d´archives?

s. a. http://archiv.twoday.net/search?q=Archivgesetz+NRW

Alle Google-Digitalisate, die ja nur mit US-Proxy benutzbar sind, wurden auf Commons gespiegelt:

http://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Zeitschrift_des_Aachener_Geschichtsvereins

Inhaltsverzeichnisse:
http://www.aachener-geschichtsverein.de/publikationen

#histverein

http://www.taz.de/1/zukunft/wissen/artikel/1/freier-zugang-zu-forschungsergebnissen/

http://www.kanzleikompa.de/2009/12/09/personlichkeitsrecht-verstorbener-geschichtsschreibung/

Während die konventionelle Rechtsfähigkeit eines Menschen mit dem Ende primärer biologischer Funktionen aufhört, lebt das Persönlichkeitsrecht noch eine Weile weiter, um wie ein Vampir aus dem Grabe heraus den Lebenden das Leben schwer zu machen. Das scheint sogar einem 1960 verstorbenem NS-Arzt zu gelingen.

Ein Enkel, der seinen Großvater nie gesehen hat, möchte dessen Ehre gewahrt sehen und geht gegen den Filmemacher und Autor eines Buches vor, den Verstorbenen als “Fachmann der Vernichtung” etc. bezeichnet hat. Der Tote beansprucht gegenüber dem Historiker die Unschuldsvermutung, wobei er sich auf ein Gerichtsurteil stützt, in dem er als Mitläufer eingestuft worden sei. Das Problem ist, dass sich damals NS-Täter gegenseitig zu entlasten pflegten und erstaunlich viele hochbelastete Figuren ungeschoren davon kamen.

Darüber sitzt man nun in Stuttgart zu Gericht.


Umfangreiche Hintergrundinformationen:

http://www.die-anstifter.de/wp-content/uploads/2009/12/PMLempp.pdf

Columbia University Press is pleased to announce that Gutenberg-e is now an open access site. These award winning monographs, coordinated with the American Historical Association, afford emerging scholars new possibilities for online publications, weaving traditional narrative with digitized primary sources, including maps, photographs, and oral histories.

http://www.gutenberg-e.org/

Mit dem Browser Chrome ist es nach meinen Erfahrungen nicht möglich, bestimmte auf Wikimedia Commons eingestellte PDFs herunterzuladen. Die Dateien sind immer beschädigt. Also: FF oder IE benutzen! [Update: Man kann den Fehler vermeiden, wenn man die Anzeige des PDFs im Browser im Acrobat Reader deaktiviert.]

Was aber wenn man nur mal was schnell nachgucken will, die Schrift aber zu klein ist?

http://commons.wikimedia.org/w/index.php?title=File:Zeitschrift_des_Aachener_Geschichtsvereins_5.pdf&page=202

Hier hilft ein Trick: Bild mit rechter Maustaste in neuem Tab/Fenster öffnen:

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/6/6b/Zeitschrift_des_Aachener_Geschichtsvereins_5.pdf/page202-387px-Zeitschrift_des_Aachener_Geschichtsvereins_5.pdf.jpg

Pixelzahl in der URL hochstellen, z.B.

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/6/6b/Zeitschrift_des_Aachener_Geschichtsvereins_5.pdf/page202-687px-Zeitschrift_des_Aachener_Geschichtsvereins_5.pdf.jpg




http://bibliodyssey.blogspot.com/2009/12/war-book.html

http://www.urheberrechtsbuendnis.de/pressemitteilung1609.html.de

PDF

"Guide to clarify the legal protection applying to research data, intended for researchers who need to know what they can do with other people’s data. "

"Nach Einschätzung der Kölner Verkehrsbetriebe wird die Ursache für den Einsturz des Historischen Archivs spätestens im ersten Halbjahr 2010 geklärt sein. Das sagte KVB-Vorstand Walter Reinarz gestern Abend bei einer Diskussionsveranstaltung in der Kölner Innenstadt. Für sämtliche eventuelle Fälle habe man, so Reinarz wörtlich, Pläne in der Schublade, um den Bau der U-Bahn fortsetzen zu können. Wahrscheinlich könne die neue neue U-Bahn-Linie dann schon Ende 2013 fahren."
Quelle:
http://www.wdr.de/studio/koeln/nachrichten/index.html

"In Köln stellt ein Expertengremium am Donnerstag Überlegungen für ein neues Stadtarchiv vor. Dem Gremium gehören 17 Archivare, Restauratoren, Historiker und andere Experten aus ganz Deutschland an. Der Fachbeirat war ins Leben gerufen worden, um die Stadt Köln beim Wiederaufbau des Archivs zu beraten. Nun sollen erste Ergebnisse auf einer Pressekonferenz präsentiert werden".
Geht jemand hin und kann berichten?
Quelle:
http://www.wdr.de/themen/kultur/nachrichten/kulturnachrichten.jhtml#N10014

http://www.historischesarchivkoeln.de/documents/org/1000375.pdf

Robert Meier hat die komplette Transkription aus seiner Arbeit /samt den Abildungen aus der Hs.) spendiert.

Sicherheitslücke beim DRM-Kopierschutz
http://info.libreka.de/134-0--Sicherheitsluecke-beim-DRM-Kopierschutz.html

Bei einer Sicherheitskontrolle, die libreka! regelmäßig durchführt, wurde festgestellt, dass im Internet ein Programm kursiert, mit dem das auf libreka! und den meisten anderen E-Book-Plattformen verwendete DRM problemlos gehackt werden kann. E-Books, deren Kopierschutz mit diesem Programm entfernt wird, können beliebig im Internet verbreitet werden. In einem Schreiben hat libreka! die Partner-Verlage, die am E-Book-Verkauf teilnehmen, über diese Entwicklung informiert. Zugleich empfiehlt libreka!, E-Books mit dem so genannten psychologischen Kopierschutz per „digitalem Wasserzeichen“ zu schützen. Eine Umstellung von Adobe auf dieses System ist bei libreka! kostenlos möglich.

(Das Anschreiben an die Partnerverlage, auf das verlinkt wird, ist nicht mehr abrufbar.)

http://www.biologiezentrum.at/de/bz/pages.php?page_id=428

Wird wohl noch reichhaltiger für die Landesgeschichte!

Liste der PDFs: http://www.biologiezentrum.at/pdf_frei_remote/

Etliche der Schwäbisch Gmünder Urkunden der Fordham University in New York sind in sehr guter Qualität im "Digital Scriptorium" online, darunter auch das wichtigste Stück, das von mir entdeckte Parler-Zeugnis, das ich 1989 erstmals publizierte.

http://www.columbia.edu/cgi-bin/dlo?obj=ds.Fordham-NY.NNF-WSp.0000118&size=large

Zur Urkunde:

http://www.histsem.uni-freiburg.de/mertens/graf/gd14.htm

http://archiv.ub.uni-heidelberg.de/artdok/volltexte/2008/536/ (1989)

Update: In http://www.digital-scriptorium.org nach Gemunde suchen!

Parler-Siegel

http://orka.bibliothek.uni-kassel.de/handle/urn:nbn:de:hebis:34-02009061551608

http://commons.wikimedia.org/wiki/Commons:Tropenmuseum

Mit Copyfraud-Lizenz CC.


http://www.archive.org/search.php?query=subject:%22Deutsche%20Wochenschau%22

Urheberrechtlich bezweifle ich, dass diese Filme mindestens in den USA gemeinfrei sind.

http://www.earlham.edu/~peters/fos/2009/12/obama-administration-wants-oa-for.html

Und in Deutschland werden wir noch nicht einmal die 50.000 Stimmen für eine öffentliche Behandlung der Petition mit Petent für OA zusammenbekommen ... http://www.oapetition.de

Das Schweizerische Bundesarchiv stellt eine kostenlose zur Archivierung relationaler Datenbanken zur Verfügung. Diese beinhaltet das offene SIARD-Format, an dessen Entwicklung das Schweizerische Bundesarchiv unmittelbar beteiligt war.

Vgl. via Arbido: Software zur Archivierung relationaler Datenbanken

Vom 09.-11.Februar findet in London die nächste Tagung des PLANETS-Projekts zur elektronischen Archivierung statt. Nähere Informationen unter: PLANETS-Tagung London 2010

Nunmehr online bei Dilibri:

http://www.dilibri.de/rlb/periodical/structure/219044

The newest newsletter of the PLANETS-project is available online via: PLANETS-Newsletter

The News Round-up of the Digital Curation Center for November 2009 is available online via: DCC News Round-up 11/09

http://digital.bibliothek.uni-halle.de/id/363108

Wer gern einmal in dem Buch schmökern möchte, dem Otto Brunners vielzitierte Studie "Adeliges Landleben und europäischer Geist" (Salzburg, 1949) galt, hat dazu nun online Gelegenheit.


Die MacherInnen des im linken Kulturenztum Reitschule in der schweizerischen Hauptstadt Bern erscheinenden linken Magazins megafon haben in ihrem Dezemberheft netterweise den Themenschwerpunkt "Erinnern und Archive". Sie stellen Archive vor und fragen nach dem Sinn des Sammelns. Die Website http://www.megafon.ch/html/index.php ist derzeit leider erst auf dem Stand vom April 2009. Mehr zum megafon gibt es hier.


Die Restauratorinnen Claudia von Krieger vom Bundesarchiv (l.) und Imke Henningsen vom Historischen Archiv der Stadt Köln (r.) bei der Akteneinlagerung in der Kühlkammer
© Bundesarchiv, Foto: S. Schlegel


Quelle: Zwischenlagerung des Kölner Archivgutes in einer der Berliner Kühlkammern
© Bundesarchiv, Foto: S. Schlegel


Frau von Krieger und Frau Henningsen beim Beschicken des Gefriertrockners
© Bundesarchiv, Foto: S. Schlegel


"Am 25. November 2009 traf im Bundesarchiv in Berlin-Lichterfelde ein Gefriertransport aus Köln ein. Er enthielt 13 Gitterboxen mit insgesamt ca. 65 laufenden Metern tief gefrorenen Archiv- und Bibliotheksgutes. Die wertvollen Unterlagen waren nach dem Einsturz des Kölner Stadtarchivs in durchnässtem Zustand geborgen und anschließend direkt schockgefroren worden. Für die nunmehr erforderliche Gefriertrocknung stellt das Bundesarchiv seine Gefriertrocknungsanlage in Berlin zur Verfügung. Nach der Trocknung können dann die zusätzlich notwendigen restauratorischen Maßnahmen in Angriff genommen werden. Es ist geplant, weitere dieser Transporte zum Bundesarchiv folgen zu lassen.
Die Bereitstellung der Gefriertrocknungskapazitäten gehört zu den personellen und materiellen Hilfsmaßnahmen, mit denen das Bundesarchiv die Kollegen des Stadtarchivs Köln nach der verheerenden Einsturzkatastrophe vom 3. März 2009 unterstützt. ...."

Quelle: Pressemitteilung des Bundesarchivs

einestages.de stellt Henry Sternweiler, den "archivaren der Wehrmachtsgeschichte" vor. Sternweiler widerstetzte sich eine Befehl zur Vernichtung von Wehrmachtsakten, die den Grundstock der späteren Deutschen Dienststelle bildeten. Sternweiler erhält dafür das Bundesverdienstkreuz.

Aus dem Inhaltsverzeichnis: "
Editorial »Nach der Katastrophe« GiK 56 (2009), S. 7–10
Daniel Leupold: Medienarbeit am Archivkrater. Erinnerungen an den Einsturz in der Severinstraße GiK 56 (2009), S. 11–23
Wolfgang Ernst: ∆ t → 0, oder: Der Einbruch des Realen in die symbolische Ordnung von Gedächtnis.Eine medienarchäologische Reaktion auf den Einsturz des Historischen Archivs der Stadt Köln am 3. März 2009 GiK 56 (2009), S. 25–38
Klaus Militzer: Die Kölner Schreinsbücher GiK 56 (2009), S. 39–53
James M. Brophy: Aus der Not eine Tugend machen? Gedanken über die künftige Nutzung des Historischen Archivs der Stadt Köln
GiK 56 (2009), S. 55–67
Andreas Rutz: Ein digitaler Lesesaal für die Geschichte der Stadt Köln: Das digitale Historische Archiv Köln GiK 56 (2009), S. 69–75
Toni Diederich: Zur Urkunden- und Siegelüberlieferung des Stadtarchivs Köln nach dem Einsturz des Hauptmagazins am 3. März 2009 GiK 56 (2009), S. 77–88
Ulrich S. Soénius: Einheit in der Vielfalt – Die Archive in Köln und ihre Bedeutung für die Kölner Stadtgeschichte GiK 56 (2009), S. 89–104
Frank Möller: 1514 antwortet nicht mehr … Eine Geschichte von Verlust, Verantwortung und vom Nutzen eines Archivs GiK 56 (2009), S. 105–124
Link zur PDF ...."
Quelle: http://www.geschichte-in-koeln.de/gik_056.htm

"Der ‚Freundeskreis des Stadtarchivs Augsburg e.V.’ hat auf seiner Jahressitzung am 24. Nov. 2009 folgende Resolution einstimmig verabschiedet:
Augsburg verfügt über eines der bedeutendsten Stadtarchive im deutschsprachigen Raum. Der Kölner Unglücksfall hat uns gelehrt, dass jeder weiteren Gefährdung des ‚kulturellen Ge-dächtnisses’ Augsburgs dringend gegengesteuert werden muss. Nach dem Grundsatzbeschluss des Stadtrates vom 24.07.2003, das Stadtarchiv Augsburg aus dem derzeitigen Gebäude Fuggerstrasse in einen neuen adäquat ausgestatteten Standort im Gelände der ehem. Augsburger Kammgarnspinnerei zu verlagern, sind die Planungen derzeit erneut ins Stocken geraten. Der im Sommer 2009 entdeckte Schädlingsbefall hat die Lage verschärft und eine sofortige Maßnahme mit Auslagerung und Behandlung der reichsstädtischen Bestände nötig gemacht, die von der Stadt auch in Angriff genommen wird. Bei den derzeitigen Haushaltsberatungen droht aber die Gefahr, dass die für die Planung des neuen Standorts erforderlichen Mittel nur dafür eingesetzt werden, die Notlage Schädlingsbe-fall zu finanzieren. Damit wird die immer wieder in Aussicht genommene Zeitplanung, den Abschluss der Baumaßnahmen und damit den Umzug des Stadtarchivs im Jahr 2013 zu reali-sieren, in Frage gestellt.

Der Freundeskreis fordert deshalb die Stadt Augsburg dringend auf, seiner wichtigen Aufgabe der Erhaltung und Pflege des städtischen Archivs als öffentlicher Einrichtung nachzukommen und die folgenden Schritte sicherzustellen:

1. Die bekannte und von allen Seiten immer wieder bestätigte Notwendigkeit, für das Stadtar-chiv neue Räumlichkeiten zu schaffen, duldet keinen neuen Aufschub, will man nicht Gefahr laufen, unersetzliches Kulturgut durch fahrlässige Verzögerungen zu verlieren. Um die zeitge-rechte Fertigstellung des vorgesehenen neuen Standorts 2013 zu gewährleisten, müssen des-halb im Haushalt 2010 die nötigen Mittel für die Entwurfsplanung eingestellt werden, wie das im Grundsatzbeschluss zur Realisierung des Stadtarchivs durch den Stadtrat vom 31.07.2008 vorgesehen war.

2. Die als Sofortmaßnahme vorgesehene vorübergehende Auslagerung der reichsstädtischen Bestände ist die einzige Möglichkeit, der derzeitigen akuten Gefährdung der Archivalien zu begegnen. Um aber die Forschung nicht langfristig in Frage zu stellen, muss der Zugriff auf das Archivmaterial für Benutzer nach der Behandlung spätestens im September 2010 wieder ermöglicht werden. Es ist nicht zu verantworten, wenn zahlreiche archivgestützte For-schungsprojekte auf der ganzen Welt von Japan bis in die USA und nicht zuletzt an der Uni-versität Augsburg nicht zum Abschluss gebracht werden können. Darüber hinaus dürfen auch die rechtlichen Folgen, die eine Verzögerung von studentischen Abschlussarbeiten und Quali-fikationsschriften (Dissertationen, Habilitationen) mit sich bringt, nicht unbeachtet bleiben. Das Renommé des Wissenschaftsstandorts Augsburg würde empfindlich leiden, wenn den seit nunmehr gut sechs Jahren diskutierten Vorhaben der Rettung des Stadtarchivs nicht endlich Taten folgen.

3. Zudem droht eine vollständige Handlungsunfähigkeit im Stadtarchiv: Schon jetzt ist ein-deutig absehbar, dass die baulichen und technischen Mängel im Gebäude Fuggerstraße, die Auslastung der Außenstelle Imhofstraße und die Zwischenlösung der Auslagerung in den nächsten Jahren dazu führen werden, dass die Archivaufgaben organisatorisch und personell nicht mehr erfüllt werden können.

Augsburg, 24. November 2009
Für den Freundeskreis des Stadtarchivs Augsburg e.V.

Prof. Dr. Rolf Kießling Prof. Dr. Christoph Becker "


Quelle: http://www.jura.uni-augsburg.de/fakultaet/lehrstuehle/becker/Aktuelle_pdf/091124_Resolution.pdf

s. a. http://archiv.twoday.net/stories/6012519/ (engl.)

Die hier bereits zitierte, gemeinsame Stellungnahme des Landkreistages NRw und des Städte- und Gemeindebundes NRw kann als PDF aufgerufen.
Ebenfalls als PDF liegt die dezidierte Stellungnahme des nordrhein-westfälischen Städtetages vor.
Man darf auf die heutige Beratung des Kulturausschusses gespannt sein. Ist vielleicht jemand in Düsseldorf und kann berichten?

Das Kreisarchiv Kleve stellt lesbare Archivalien- und Bestandsbeschreibungen im Internet zur Verfügung. 12 Beispiele:

1) Bestand O, Kreis Geldern 1945-1974: Steckbrief Nr. 1 als PDF
2) Bestand O, Kreis Kleve nach 1975: Steckbrief Nr. 2 als PDF
3) Sammlung Steiger: Steckbrief Nr. 3 als PDF
4) Bestand O, Kreis Kleve nach 1975: Steckbrief Nr. 4 als PDF
5) Bestand V 5, NSDAP Ortsgruppe Geldern: Steckbrief Nr. 5 als PDF
6) Bestand Z, Zeitungen: Steckbrief Nr. 6 als PDF
7) Bestand D 6, Gemeinde Vernum: Steckbrief Nr. 7 als PDF
8) Bestand S 11, Postkartensammlung: Steckbrief Nr. 8 als PDF
9) Betand S 6, Totenzettelsammlung: Steckbrief Nr. 9 als PDF
10) Bestand F 2, Bildarchiv des Kreis Kleve: Steckbrief Nr. 10 und 11 als PDF
11) Bestand F 8, Fotosammlung Weinrother: Steckbrief Nr. 12 als PDF
13) Bestand V 3, Mühlenarchiv: Steckbrief Nr. 13 als PDF



" .... Die Publikation „Archäologie als Quelle der Stadtgeschichte“ spannt einen weiten Bogen von römischen Importfunden aus den ersten nachchristlichen Jahrhunderten bis zu den neuzeitlichen Wohnhäusern am Kötterhagen. Die römischen Funde hat Dr. Guido M. Berndt in einer Bestandsaufnahme zusammengefasst. Die Anzahl dieser Funde fällt zwar verglichen mit dem mittelalterlichen und neuzeitlichen Material aus der Paderborner Altstadt gering aus. Jedoch deuten die Münzen und die Gewandspangen- und Gefäßfragmente auf einen regen Kontakt der Bevölkerung mit dem Römischen Reich hin. Gleichzeitig machen die Funde und Befunde die Existenz eines Römerlagers auf dem Gebiet der Paderborner Innenstadt äußerst unwahrscheinlich.

Dr. Bernd Steinbring und Nicole Kröger-Köb nehmen in ihren Beiträgen die Ausgrabungen im Vorfeld des Sparkassen-Neubaus unter die Lupe. Aufgrund ihrer Untersuchungen lässt sich nun eine umfassende Bauabfolge von den ersten Öfen der Handwerker im 12. Jahrhundert bis zu den Steingebäuden der Kaufleute im 14. Jahrhundert rekonstruieren.

Von der umfangreichen Ausgrabung im Kötterhagen berichten die beiden Grabungsleiterinnen: Dr. Andrea Bulla stellt besondere Gebrauchsgegenstände wie einen Holzkamm, Teile von hölzernem Essgeschirr, Würfel und Lederschuhe vor. Aber auch der berühmte Gartenzaun und das Jesusfigürchen aus Pfeifenton untersucht sie wissenschaftlich. Marianne Moser vollzieht zusammen mit dem Historiker Ralf Otte die Baugeschichte am Kötterhagen in den vergangenen 500 Jahren nach. Anhand der Grabungsschichten aber auch von Fotos, Einwohnerlisten, Kaufverträgen und Kirchenbucheinträgen gehen sie den Häusern auf dem ehemaligen Steinbruch auf den Grund.

Erstmals präsentiert Dr. Sven Spiong die Grabungsergebnisse aus der bischöflichen Residenz in Schloss Neuhaus. Hier skizziert er eine Entwicklung von der Burg zum Schloss. Die bisher nur kurzzeitigen Forschungseinsätze auf dem Burgareal brachten dabei auch ein zwischen 1350 und 1450 abgebranntes Fachwerkhaus zutage.

Die Publikation „Archäologie als Quelle der Stadtgeschichte“ ist in der Reihe Mittelalterstudien der Universität Paderborn, Instituts zur Interdisziplinären Erforschung des Mittelalters und seines Nachwirkens (IEMAN) erschienen. Die Herausgeber, Dr. Martin Kroker, Leiter des Museums in der Kaiserpfalz und Stadtarchäologe Dr. Sven Spiong haben diese Reihe bewusst ausgewählt: „Wir sehen die Stadtarchäologie als Historische Disziplin an. Die Deutung unserer Funde bedarf zwar anderer Methoden, aber das Ziel, Stadtgeschichte zu schreiben ist das gleiche wie bei den Historikern,“ so Spiong.

Martin Kroker und Sven Spiong (Hrsg.), Archäologie als Quelle der Stadtgeschichte, erschienen in der Reihe MittelalterStudien (Band 23) des Instituts zur Interdisziplinären Erforschung des Mittelalters und seines Nachwirkens (IEMAN) an der Universität Paderborn (Wilhelm Fink Verlag, München 2009), 195 S. mit zahlreichen Abb. ISBN 978-3-7705-4950-4. 29,90 €."


Quelle: Pressemitteilung Landschaftsverband Westfalen-Lippe

Dr Claire Davies and Dr Max Hammond, Curtis+Cartwright Consulting Ltd Guildford, wrote this detail report, which is available as PDF.




Feuchte Kellerräume im Zwischenarchiv sind ein großes Problem für die Akten (Quelle: Pressemitteilung der Stadt Hattingen)

"Nach Messungen im Februar 2009 wissen Stadtverwaltung und Personalrat verlässlich, dass der abgeblich bereits seit vier Jahren bekannte Schimmel auf Beständen im Keller des Stadtarchives eine Gefährdung für Mitarbeiter und Archivnutzer darstellt. Am kommenden Donnerstag, 10. Dezember 2009, soll der Haupt- und Finanzausschuss den Lösungsvorschlägen von Stadtarchiv Thomas Weiß auf Vorschlag der Verwaltung „grundsätzlich“ zustimmen. Doch erst im Frühjahr 2010 soll sich der zuständige Bau- und Liegenschaftsausschuss mit Einzelheiten zur nachhaltigen Behebung der Raum- und Schimmelprobleme des Stadtarchivs befassen. Weiß mahnt: „Die Vernichtung von unersetzbarem Hattinger Kulturgut droht.“
In seiner Stellungnahme schlägt der Stadtarchivar in Abstimmung mit dem Archivamt für Westfalen vor, dem Platzmangel (seit Februar 2009 besteht ein Aufnahmestop für Akten und Dokumente) im Welperfeld übergangsweise durch die Anmietung von 700 Quadratmeter Büroraum im ehemaligen Verwaltungshochhaus der Henrichshütte zu begegnen. In den zunächst für fünf Jahre anzumietenden Räumen könnte nach Einrichtung der erforderlichen Arbeitsplätze sowie Beschaffung von Regalen mit der Wiederaufnahme der Aktenablieferungen der Stadtverwaltung an das Zwischenarchiv umgehend begonnen werden.
Zudem könnte am Ausweichstandort (die Stadt hat eine Verlängerung des Mietvertrages für die Räume an der Hüttenstraße 45 um 10 Jahre ausgehandelt) unter Einhaltung von Gesundheitsschutzmaßnahmen mit der Reinigung des von Schimmel befallenen Archivguts begonnen werden. Die externe Dekontamination durch Spezialfirmen sei, so Weiß, aufgrund des immensen Umfangs der zu reinigenden Akten – immerhin rund 1,6 Regalkilometer – kaum praktikabel und nicht finanzierbar. Erste Anfragen bei Spezialfirmen ergaben ein Kostenvolumen von ca. 350.000 Euro."

Quelle: Hattingen Eins

s. a.
(1) weiterer Artikel auf Hattingen Eins
(2) WAZ Hattingen, 08.12.2009

"Die reichsstädtischen Archivalien im Augsburger Stadtarchiv stehen nur noch bis 23. Dezember für die Forschung zur Verfügung. Die Maßnahmen der Stadt zur Bekämpfung des Brotkäferschädlings machen die Auslagerung der Bestände bis voraussichtlich September 2010 erforderlich, so die Pressestelle der Stadt Augsburg. Der Lesesaal des Stadtarchivs bleibt zwischen 28. Dezember 2009 und 5. Januar 2010 geschlossen."
Quelle: Die Augsburger Zeitung

" .... Das "Archiv Kindheit-Jugend-Biographie" (AKJB) ist integrativer Bestandteil des [Siegener Zentrum für Sozialisations-, Biografie- und Lebenslaufforschung (SiZe)] und wird ehrenamtlich von PD Dr. Imbke Behnken geleitet.

Im "Archiv Kindheit-Jugend-Biographie" (AKJB) ging es von Anfang an darum, die Kulturen des Aufwachsens in der Moderne, die Kulturen der Moratorien für Kinder und Jugendliche zu dokumentieren und zu analysieren. Im Gründungsdokument heißt es zur Zielsetzung:

"Archiv Kindheit-Jugend-Biographie" (AKJB) verfolgt das Ziel, vorhandene Zeugnisse zu sammeln, die die Geschichte und Gegenwart von Kindheit und Jugend im deutschsprachigen Raum seit Ende des 19./Anfang des 20. Jahrhunderts beschreiben und diese einer interessierten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. … Die Einrichtung versteht sich in der Tradition von Kindheits- und Jugendforschung seit Beginn des 20. Jahrhunderts. WissenschaftlerInnen, die sich mit den Besonderheiten dieser Lebensphase beschäftigten, stießen bald … auf die Möglichkeiten, die sich aus der kulturellen Eigentätigkeit von Kindern und Jugendlichen ergaben. … Sie legten Quellensammlungen von Tagebüchern, freien Aufsätzen, Zeichnungen u.ä. an … in dem Bewußtsein, daß es sich hierbei um kulturell bedeutsame Dokumente handelte, die nicht nur für entwicklungspsychologische, sozialpsychologische oder pädagogische Fragestellungen von Wert waren, sondern die auch kulturhistorisches Gewicht besaßen. ....(b) "Archiv Kindheit-Jugend-Biographie" (AKJB)

Das Archiv im SiZe diente in den ersten Jahren dazu, die Forschungsaktivitäten und die kulturellen Artefakte von Kindern, Jugendlichen und deren Bezugsinstitutionen (Schulen, Familien, Medien, Peers, Jugendhilfe) sorgfältig zu dokumentieren, die im Kontext dieser Forschungen seit Beginn der 1970er Jahre gesammelt worden waren. In der Folgezeit wurde die Tätigkeit um die Archivierung thematisch und methodisch verwandter Forschungsprojekte von KollegInnen erweitert. Damit werden systematische Reanalysen und Replikationsstudien – auch von qualitativen Studien - zu späteren Zeitpunkten ermöglicht.

Ein Teil der Bestände, insbesondere die Präsenzbibliothek autobiografischer Ganzschriften und Sammelbände sowie die Bildbestände wird fortlaufend mit Hilfe eines Dokumentations- und Retrievalsystems elektronisch erfasst. ....." (1)
"Das "Archiv Kindheit-Jugend-Biographie" (AKJB) wurde 1981 an der Philipps-Universität Marburg ins Leben gerufen, seit 1986 ist es an der Universität Siegen verortet. Es entstand, und das erklärt seine institutionelle Anbindung an die Universität, aus einer Aufeinanderfolge von Forschungsprojekten zur Kindheit und Jugend, die die Initiatoren des Archivs seit Beginn der 1970er-Jahre durchführten. Es galt, die Fülle persönlicher Dokumente zu Kindheit und Jugend, die sich im Rahmen dieser Projekte ansammelten, zu archivieren, um sie für weitere Forschungen zugänglich zu machen. Seit Anfang der 1980er-Jahre unternahmen die Beteiligten Versuche, neben der eigenen Forschungstätigkeit das Archiv als Sammel- und Arbeitsstelle für persönliche kulturelle Dokumente aus dem Umkreis von Kinder-, Schüler- und Jugendkultur zu öffnen.

In der Broschüre Nr. 1 „Programm“ heißt es zur Zielsetzung: Das "Archiv Kindheit-Jugend-Biographie" (AKJB) verfolgt das Ziel, vorhandene (Selbst-) Zeugnisse zu sammeln, die die Geschichte und Gegenwart von Kindheit und Jugend im deutschsprachigen Raum seit Ende des 19./Anfang des 20. Jahrhunderts beschreiben, und diese einer interessierten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.



Zu den Sammlungen gehören zur Zeit

* Dokumente aus abgeschlossenen Forschungsprojekten, beispielsweise „Aufruf Jugend ‘83“: kulturelle Produktionen wie Gedichte, Berichte, Collagen zu Themen des aktuellen Jugendlebens; „Kindheit um 1900 in Deutschland“: Oral-History-Interviews, Fotos; „Schüler im Schulbetrieb“: Aufsätze und Zeichnungen von SchülerInnen über Schule; Materialien zur „Schülerbewegung 1967-77“ am Gymnasium Darmstadt (A. Hüffel); Aufsatzsammlungen, 1990, von SchülerInnen 1990 aus der DDR und BRD), sowie, 2001, von SchülerInnen aus der BRD zum Thema „persönliche Zukunft“.
* Privatarchive und Teilnachlässe, beispielsweise Originalaufsätze aus dem Archiv von H. Bertlein zum Thema „Mein erstes Leseerlebnis“ um 1950; Sammlung der Kindheits- und Jugendautobiografien aus dem Archiv von E. Siegel.
* Unveröffentlichte persönliche Dokumente zu Kindheit und Jugend, beispielsweise Beiträge aus Aufrufen und Wettbewerben; Tagebücher und Poesiealben; Accessoires und Briefwechsel.
* Ikonografie zu Kindheit und Jugend, beispielsweise veröffentlichte Kindheitsfotografie in Postkarten, Ausstellungskatalogen oder Werbefotografie; nicht veröffentlichte Kindheitsfotografie wie private Fotoalben, Fotosammlungen aus Forschungsprojekten; Kindheit in der bildenden Kunst oder Bildquellen zur Jugendkultur.
* Zeitschriften für Kinder und Jugendliche, beispielsweise kommerzielle Schriften aus der BRD und der DDR; Verbandsliteratur, fanzines oder Schülerzeitungen.
* Veröffentlichte Autobiografien zu Kindheit und Jugend im 19. und 20. Jahrhundert.
* Veröffentlichte Erziehungsratgeber, Anstandsbücher und Aufklärungsschriften für Heranwachsende.

Die in unregelmäßiger Folge erscheinenden Broschüren aus der Reihe "Archiv Kindheit-Jugend-Biographie" (AKJB) informieren über die Arbeiten und Sammlungen des Archivs. Ein Findbuch zu den Sammlungen liegt vor. Stand 1994. " (2)

Quellen:
(1) http://www.uni-siegen.de/fb2/size/ueber_size/?lang=de
(2) http://www.uni-siegen.de/fb2/size/ueber_size/archiv_kindheit_jugend_biographie.html?lang=de

s. a. Artikel in der Siegener Zeitung, 08.12.2009

Bettina Wagner hat für das Zeitschriftenheft, das leider nicht Open Access zur Verfügung steht, eine Reihe von Arbeitsberichten versammelt. Bei der Übersicht der seit 1991 erschienenen Kataloge wird schmerzhaft deutlich, dass Open Access hinsichtlich der Produktion etwa der letzten zehn Jahre nur auf dem Papier steht, da ab ca. 2000 kaum Kataloge online zur Verfügung stehen (also z.B. nicht die drei Gothaer Kataloge 1994/2002, nicht Werner 2000 für Salem, nicht Stahl 2001 fürs Stadtarchiv Hildesheim usw.). Wer nun naiv annimmt, dass die Inhalte ja in der Handschriftendatenbank verfügbar sind, irrt. Es ist völlig intransparent, was da drin ist. Aus dem Katalog der Dillinger Studienbibliothek-Handschriften (Wunderle 2006) sind genau 2 Beschreibungen vorhanden. Und wenn J. Geiß in dem Heft die mißratenste Digitalisierungsaktion der deutschen Handschriftenbibliotheken, die unvorstellbar versteckten und unverlinkbaren Greifswalder Digitalisate in ManuMed als Musterprojekt und Vorbild für seine Tätigkeit in Bonn herausstellt, dann muss ich an mich halten, mich nicht zu übergeben. Ein völlig unzulängliches und teilweise höchst inkompetent betriebenes Projekt wie ManuMed ist nichts, worauf die deutsche kodikologische Forschung stolz sein könnte.

http://www.archive.org/details/RomanischeHandschriften2

Die PDF-Datei enhält an zweiter Stelle (ab S. 72 der PDF-Zählung) Längins Beschreibungen der deutschsprachigen Handschriften der Karlsruher Landesbibliothek. Zu weiteren Katalogen online:

http://www.uni-erfurt.de/amploniana/handschriftenkatalogeonline/deutschland/k/karlsruhe/

http://liber.library.uu.nl/publish/issues/2009-2/index.html?000472

http://www.manuscripta-mediaevalia.de/hs/projekt_gotha.htm

http://www.historisches-lexikon-bayerns.de/artikel/artikel_45585

Der Artikel zeigt, dass die Autoren und die Redaktion des Lexikons nichts vom Internet begriffen haben. Es sollte selbstverständlich sein, online vorliegende Quellen und Literatur (Regesta Imperii, ZBLG, Bleicher 2004) unmittelbar zu verlinken.

Für die Leser attraktiver ist der unter die "exzellenten Artikel" der Wikipedia aufgenommene Wikipedia-Artikel zum Thema, der ansprechend bebildert ist (Bilder sind in der BLO wenig ansprechend in den linken Rand gequetscht) und Einzelnachweise aufweist:

http://de.wikipedia.org/wiki/Straubing-Holland

Dass er nicht unter den Weblinks des BLO-Lexikons erscheint, erweist einmal mehr die abgestandene Geisteshaltung des Projekts.

http://www.archivesnext.com/?p=750

http://www.archivesnext.com/?p=729

http://stadtmuseum.bayerische-landesbibliothek-online.de/

Die Auflösung der Bilder ist alles andere als berauschend, sogar eher schlecht. Der Benutzer soll also möglichst teure TIFFs löhnen.

Weitere Porträtsammlungen im Netz im letztjährigen Adventskalender:
http://archiv.twoday.net/stories/5386851/


"Der neue Benutzer "Hengstschwanz" (zugegeben ein diskutabler
Benutzername) erstellt einen Artikel über eine Wüstung, die er selbst
über ein Regionallexikon nachweisen kann und die von inzwischen
zahlreichen Google-Treffern belegt ist. Auf diesem Artikel wurde von
einer IP mit der Begründung "Schwachsinniger Fake eines Trolls. Bereits
von Google erfasst, also zügig entsorgen! Danke!" (bei einem
angemeldeten Benutzer wäre diese "Begründung" wohl ein infiniter
Sperrgrund) ein LA gestellt. Nun regt sich dieser Benutzer (definitiv zu
Recht!) über diesen Antrag auf und wird nach Antrag von Johnny
Controletti von Nolispanmo dauerhaft gesperrt." (Kai F. Lahmann in Wikide-L) Die Sperre wurde aufgehoben, aber der Benutzer dürfte für das Projekt verloren sein.

http://www.archive.org/details/regestenderbisch01hess

Bd. 2 (bis 1305)
http://www.archive.org/details/regestenderbisch02wissuoft




http://www.wienbibliothek.at/aktuelles/objekt-des-monats-dezember.html

http://medinfo.netbib.de/archives/2009/12/03/3559

Matthias Herrmann - Im Dienst für Kamenz und die Oberlausitz. Vorträge des Kolloquiums zum ersten Todestag von Matthias Herrmann am 2. Oktober 2008 (= Beiträge des Kamenzer Geschichtsvereins e.V. NF 11), Kamenz 2009

Diese Gedenkpublikation, die es noch nicht in eine Pflichtexemplarbibliothek (bzw. deren Katalog) geschafft hat, enthält auch einen mir freundlicherweise vom Autor übersandten Aufsatz von Dirk Ullmann: Imprimatur in absentia. Matthias Herrmann und seine Dissertation zur Geschichte des Reichsarchivs (S. 30-42). Er stellt die ungedruckt gebliebene Dissertation (bei Botho Brachmann) zum Reichsarchiv vor, die, 1993 eingereicht, postum zum Druck in der Buchreihe "Pallas Athene" gelangen soll, nachdem das Bundesarchiv (bzw. Hartmut Weber) 2001 die zuvor gegebene Quasi-Veröffentlichungszusage zurückgezogen hatte.

 

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