KlausGraf - am Dienstag, 9. Dezember 2014, 22:32 - Rubrik: Digitale Bibliotheken
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Im Rahmen von CALAMES, dessen Online-Filter sie aber nicht findet, wenn man nach allen digitalen Dokumenten sucht.
http://www.calames.abes.fr/pub/imagesmazarine.htm
Veraltet:
http://www.calames.abes.fr/pub/calamesimages_en.htm

http://www.calames.abes.fr/pub/imagesmazarine.htm
Veraltet:
http://www.calames.abes.fr/pub/calamesimages_en.htm

KlausGraf - am Dienstag, 9. Dezember 2014, 21:14 - Rubrik: Kodikologie
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"L'Argonnaute est la nouvelle bibliothèque numérique de la Bibliothèque de documentation internationale contemporaine et tire son nom du journal des tranchées du même nom.
Ce nouveau portail vous donnera accès aux plus de 130 000 documents numérisés par la BDIC : imprimés et pièces d'archives, dessins, peintures, photographies, affiches et objets, permettant de se plonger dans les sources de l'histoire du XXe siècle."
http://argonnaute.u-paris10.fr/
Update:
http://francofil.hypotheses.org/3145

Ce nouveau portail vous donnera accès aux plus de 130 000 documents numérisés par la BDIC : imprimés et pièces d'archives, dessins, peintures, photographies, affiches et objets, permettant de se plonger dans les sources de l'histoire du XXe siècle."
http://argonnaute.u-paris10.fr/
Update:
http://francofil.hypotheses.org/3145

KlausGraf - am Dienstag, 9. Dezember 2014, 20:40 - Rubrik: Digitale Bibliotheken
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Der Artikel befriedigt nicht und zwar nicht nur, weil einmal mehr keine Online-Nachweise gegeben werden:
http://www.historisches-lexikon-bayerns.de/artikel/artikel_45637
Sablonier 2002 ist online (ebenso wie die beiden ZBLG-Artikel):
http://digi20.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb00050022_00001.html
Ignoriert wurden auch die digitalisierten bayerischen Urbare aus Frauenklöstern auf
http://www.gda-old.bayern.de/bestaende/frauenkloester.php
Siehe auch
http://de.wikipedia.org/wiki/Urbar_%28Verzeichnis%29

http://www.historisches-lexikon-bayerns.de/artikel/artikel_45637
Sablonier 2002 ist online (ebenso wie die beiden ZBLG-Artikel):
http://digi20.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb00050022_00001.html
Ignoriert wurden auch die digitalisierten bayerischen Urbare aus Frauenklöstern auf
http://www.gda-old.bayern.de/bestaende/frauenkloester.php
Siehe auch
http://de.wikipedia.org/wiki/Urbar_%28Verzeichnis%29

KlausGraf - am Dienstag, 9. Dezember 2014, 20:11 - Rubrik: Hilfswissenschaften
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Das Getty-Museum hat das kostbare Stück ins Netz gestellt:
http://hdl.handle.net/10020/2012m8
Eine ausführliche Beschreibung von Inlibris, die die 1574 von einem Kölner Briefmaler angelegte faszinierende Handschrift als herausragende Quelle zur Kunstgeschichte würdigt, ist im Netz:
http://issuu.com/inlibris/docs/hanberg/1
Desgleichen ein englischer Artikel (von David Brafman) aus dem Getty Research Journal 2014:
https://www.academia.edu/6544643/Diary_of_an_Obscure_German_Artist_with_Almost_No_Friends
#fnzhss

http://hdl.handle.net/10020/2012m8
Eine ausführliche Beschreibung von Inlibris, die die 1574 von einem Kölner Briefmaler angelegte faszinierende Handschrift als herausragende Quelle zur Kunstgeschichte würdigt, ist im Netz:
http://issuu.com/inlibris/docs/hanberg/1
Desgleichen ein englischer Artikel (von David Brafman) aus dem Getty Research Journal 2014:
https://www.academia.edu/6544643/Diary_of_an_Obscure_German_Artist_with_Almost_No_Friends
#fnzhss

KlausGraf - am Dienstag, 9. Dezember 2014, 19:30 - Rubrik: Kodikologie
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Ein Hypochonder ließ eiligst den Arzt kommen und theilte ihm mit: ihm sei während der Nacht eine Maus in den Mund gelaufen. "Dann müssen Sie nothwendig eine Katze einnehmen!" antwortete der Arzt.
Illustrirtes Familien-Journal Bd. 9 [1857?]
http://books.google.de/books?id=PxZCAAAAcAAJ&pg=PA15
Leicht anders formuliert im Egerer Anzeiger 1859 Nr. 28
http://www.portafontium.de/iipimage/32259028/egerer-anzeiger-1859-07-14-n28_1140

Illustrirtes Familien-Journal Bd. 9 [1857?]
http://books.google.de/books?id=PxZCAAAAcAAJ&pg=PA15
Leicht anders formuliert im Egerer Anzeiger 1859 Nr. 28
http://www.portafontium.de/iipimage/32259028/egerer-anzeiger-1859-07-14-n28_1140
KlausGraf - am Dienstag, 9. Dezember 2014, 19:08 - Rubrik: Unterhaltung
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Bietet für den Raum Pilsen/Eger Porta fontium (gute Qualität, kein Wasserzeichen):
http://www.portafontium.de/ (Suche nach Chroniken)
Siehe zu den Chroniken von Eger hier:
http://archiv.twoday.net/stories/289299132/
#fnzhss
http://www.portafontium.de/ (Suche nach Chroniken)
Siehe zu den Chroniken von Eger hier:
http://archiv.twoday.net/stories/289299132/
#fnzhss
KlausGraf - am Dienstag, 9. Dezember 2014, 18:53 - Rubrik: Digitale Bibliotheken
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KlausGraf - am Dienstag, 9. Dezember 2014, 18:43 - Rubrik: Musikarchive
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Die Düsseldorfer sind fleissig dabei genealogische Werke zu digitalisieren. Einige Schmackerl sind dabei. Aber heute waren zwei Stammtafelwerke dabei, die sind leider etwas daneben. Die Stammtafeln der Familie Pöllnitz und Stammbaum der Familie Grevel sind wohl interessant für die Leser, aber wenn er sich die Werke als PDF heruntergeladen hat, dann ist er sehr enttäuscht, denn wenn man die Seiten vergrößert, dann kann man leider nichts lesen, weil die Schrift total verschwommen ist. Also liebe Düsseldorfer, da müsst Ihr noch mal ran, denn das ist schlecht für das Image.
FredLo - am Dienstag, 9. Dezember 2014, 18:37 - Rubrik: Digitale Bibliotheken
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KlausGraf - am Dienstag, 9. Dezember 2014, 18:36 - Rubrik: Allgemeines
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KlausGraf - am Dienstag, 9. Dezember 2014, 18:33 - Rubrik: Kommunalarchive
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KlausGraf - am Dienstag, 9. Dezember 2014, 18:14 - Rubrik: Wissenschaftsbetrieb
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Wie bekommt man heraus, dass diese Studie ausgerechnet bei Delpher
http://resolver.kb.nl/resolve?urn=MMKB02:100000415:00007
voll einsehbar ist?
Unter den ersten 10 Google-Treffern der Suche mit Name und Titel ist das Digitalisat nicht zu finden (es sei denn jemand kommt auf die Idee, im WorldCat auf das genaueste die Ebooks zu sichten).
BASE findet nur eine gekürzte Dissertations-Fassung (1913) in HathiTrust, die einen US-Proxy erfordert. Der KVK kommt via BASE und EROMM mit seinem Online-Filter auch nur auf dieses Digitalisat; die Europeana meldet Fehlanzeige.
Im WorldCat gibt es einen Hinweis auf ein Digitalisat, doch keinen Link:
http://www.worldcat.org/title/die-landsknechte-entstehung-der-ersten-deutschen-infanterie/oclc/875535765
Man muss entweder um die Existenz von Delpher wissen oder auf die Idee kommen, im KB-OPAC zu suchen.
http://www.kb.nl/
Ich habe das Digitalisat heute dem Regesta Imperii OPAC gemeldet (es gab eine automatische Antwort mit Hinweis: Databases will be updated monthly!).
http://resolver.kb.nl/resolve?urn=MMKB02:100000415:00007
voll einsehbar ist?
Unter den ersten 10 Google-Treffern der Suche mit Name und Titel ist das Digitalisat nicht zu finden (es sei denn jemand kommt auf die Idee, im WorldCat auf das genaueste die Ebooks zu sichten).
BASE findet nur eine gekürzte Dissertations-Fassung (1913) in HathiTrust, die einen US-Proxy erfordert. Der KVK kommt via BASE und EROMM mit seinem Online-Filter auch nur auf dieses Digitalisat; die Europeana meldet Fehlanzeige.
Im WorldCat gibt es einen Hinweis auf ein Digitalisat, doch keinen Link:
http://www.worldcat.org/title/die-landsknechte-entstehung-der-ersten-deutschen-infanterie/oclc/875535765
Man muss entweder um die Existenz von Delpher wissen oder auf die Idee kommen, im KB-OPAC zu suchen.
http://www.kb.nl/
Ich habe das Digitalisat heute dem Regesta Imperii OPAC gemeldet (es gab eine automatische Antwort mit Hinweis: Databases will be updated monthly!).
KlausGraf - am Dienstag, 9. Dezember 2014, 16:51 - Rubrik: Digitale Bibliotheken
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KlausGraf - am Dienstag, 9. Dezember 2014, 16:28 - Rubrik: Archivrecht
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Finde ich nicht schlimm:
https://sympa.cms.hu-berlin.de/sympa/arc/repositorymanagement/2014-12/msg00001.html
https://sympa.cms.hu-berlin.de/sympa/arc/repositorymanagement/2014-12/msg00001.html
KlausGraf - am Dienstag, 9. Dezember 2014, 16:17 - Rubrik: Archivrecht
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Altmetric.com hat die TOP 100 für 2014 vorgestellt:
http://www.altmetric.com/top100/2014/
Aus dem Bereich Geschichte gibt es nur einen Artikel über vorgeschichtlihe Wandmalereien.
http://chem-bla-ics.blogspot.de/2014/12/nature-publications-and-readcube-see.html
entnehme ich, dass Altmetric.com ein Schwester-Unternehmen zu ReadCube ist, mit dem man Nature-Artikel lesen muss, wenn sie als #BeggarAccess geteilt werden:
http://archiv.twoday.net/stories/1022375526/
http://www.altmetric.com/top100/2014/
Aus dem Bereich Geschichte gibt es nur einen Artikel über vorgeschichtlihe Wandmalereien.
http://chem-bla-ics.blogspot.de/2014/12/nature-publications-and-readcube-see.html
entnehme ich, dass Altmetric.com ein Schwester-Unternehmen zu ReadCube ist, mit dem man Nature-Artikel lesen muss, wenn sie als #BeggarAccess geteilt werden:
http://archiv.twoday.net/stories/1022375526/
KlausGraf - am Dienstag, 9. Dezember 2014, 15:40 - Rubrik: Open Access
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Der vor kurzem erschienene Band "Humanisten edieren. Gelehrte Praxis im Südwesten in Renaissance und Gegenwart" geht auf ein Freiburger Kolloquium 2010 zurück und sollte eine Festschrift für Dieter Mertens sein, ist aber jetzt zu einer Gedenkschrift geworden. Das Schriftenverzeichnis Dieter Mertens enthält zu 2014 sechs im Druck befindliche Arbeiten des unlängst verstorbenen Gelehrten.
Inhaltsverzeichnis:
http://d-nb.info/1034215884/04
Rezension:
http://www.koeblergerhard.de/ZIER-HP/ZIER-HP-04-2014/Humanistenedieren.htm
Ergänzend teile ich die Fallbeispiele Kühlmanns (S. 123ff.) mit:
Der Mythos Paracelsus: ein editorisches Produkt?
Johannes Koch, latinisiert Obsopoeus, und die Sibyllina Oracula: das Ende eines Mythos
Johannes Posthius: Ovid für Laien und Handwerker
Abraham Scultetus: Die Arbeit an den Kirchenvätern im konfessionellen Kampf
Bernd Posselt erwähnt in seinem Aufsatz zur Schedelschen Weltchronik, der eine digitale Edition vorschlägt, S. 150 Anm. 31 auch die Wikisource-Transkription (letzter Zugriff 15.8.2010, was darauf hindeutet, dass der Band länger lag).
Eher enttäuschend ist die Studie von Birgit Studt zu einem Murbacher Sammelband. Man hat den Eindruck, dass konzeptionell kaum Fortschritte gegenüber dem Ansatz ihres wichtigen Aufsatzes zur Speyrer Chronik (ZGO 1995) erzielt wurden. Zur Handschrift:
https://de.wikisource.org/wiki/Burgunderkriege#Sammelhandschriften
Gern hätte man mehr über kodikologische Details, etwa über die verschiedenen Hände erfahren. Es sind auch autographie Briefe des Augsburger Benediktiners Sigismund Meisterlin, der 1463/64 in Murbach weilte, eingebunden. Zum Murbacher Abt Bartholomäus von Andlau sollte man inzwischen Adolf Heitzler, in: Helvetia Sacra Abt. III Bd. 1 Teil 2 (1986), S. 894f. zitieren.
Man sollte mit dem Etikett "Humanismus" vorsichtiger umgehen als es Studt in Überschrift und Aufsatz tut. Meisterlin war Frühhumanist, aber bei Bartholomäus sehe ich keine hinreichenden Anhaltspunkte. Nicht jeder, der zu einem Freundeskreis oder Netzwerk gehörte, dem Humanisten angehörten, war selbst ebenfalls Humanist!
In seiner Einleitung äußert sich Albert Schirrmeister übertrieben abfällig über Digitalisate älterer Editionen (S. 14f.). An wem liegt das denn, dass die maßgeblichen Editionen nicht im Netz sind? Doch an der unsäglichen Blockade durch Verlage und an der Ignoranz der Editoren, die nicht von totem Holz lassen mögen! Ich darf einmal mehr auf meinen Aufsatz "Open Access und Edition"
http://archiv.twoday.net/stories/230198/
hinweisen, den Schirrmeister übergeht.

Inhaltsverzeichnis:
http://d-nb.info/1034215884/04
Rezension:
http://www.koeblergerhard.de/ZIER-HP/ZIER-HP-04-2014/Humanistenedieren.htm
Ergänzend teile ich die Fallbeispiele Kühlmanns (S. 123ff.) mit:
Der Mythos Paracelsus: ein editorisches Produkt?
Johannes Koch, latinisiert Obsopoeus, und die Sibyllina Oracula: das Ende eines Mythos
Johannes Posthius: Ovid für Laien und Handwerker
Abraham Scultetus: Die Arbeit an den Kirchenvätern im konfessionellen Kampf
Bernd Posselt erwähnt in seinem Aufsatz zur Schedelschen Weltchronik, der eine digitale Edition vorschlägt, S. 150 Anm. 31 auch die Wikisource-Transkription (letzter Zugriff 15.8.2010, was darauf hindeutet, dass der Band länger lag).
Eher enttäuschend ist die Studie von Birgit Studt zu einem Murbacher Sammelband. Man hat den Eindruck, dass konzeptionell kaum Fortschritte gegenüber dem Ansatz ihres wichtigen Aufsatzes zur Speyrer Chronik (ZGO 1995) erzielt wurden. Zur Handschrift:
https://de.wikisource.org/wiki/Burgunderkriege#Sammelhandschriften
Gern hätte man mehr über kodikologische Details, etwa über die verschiedenen Hände erfahren. Es sind auch autographie Briefe des Augsburger Benediktiners Sigismund Meisterlin, der 1463/64 in Murbach weilte, eingebunden. Zum Murbacher Abt Bartholomäus von Andlau sollte man inzwischen Adolf Heitzler, in: Helvetia Sacra Abt. III Bd. 1 Teil 2 (1986), S. 894f. zitieren.
Man sollte mit dem Etikett "Humanismus" vorsichtiger umgehen als es Studt in Überschrift und Aufsatz tut. Meisterlin war Frühhumanist, aber bei Bartholomäus sehe ich keine hinreichenden Anhaltspunkte. Nicht jeder, der zu einem Freundeskreis oder Netzwerk gehörte, dem Humanisten angehörten, war selbst ebenfalls Humanist!
In seiner Einleitung äußert sich Albert Schirrmeister übertrieben abfällig über Digitalisate älterer Editionen (S. 14f.). An wem liegt das denn, dass die maßgeblichen Editionen nicht im Netz sind? Doch an der unsäglichen Blockade durch Verlage und an der Ignoranz der Editoren, die nicht von totem Holz lassen mögen! Ich darf einmal mehr auf meinen Aufsatz "Open Access und Edition"
http://archiv.twoday.net/stories/230198/
hinweisen, den Schirrmeister übergeht.

KlausGraf - am Montag, 8. Dezember 2014, 21:50 - Rubrik: Landesgeschichte
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KlausGraf - am Montag, 8. Dezember 2014, 21:31 - Rubrik: Literaturarchive
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http://dhd-blog.org/?p=4412
"Erfrischend deutlich äußern sich Felix Lohmeier und Jens Mittelbach zur Frage von Open Access. OA sei eine Verpflichtung für die Bibliothek. Kritisch wird die Rolle der Bibliotheken analysiert, die sich zum “Erfüllungsgehilfen der Monetarisierung” der Information durch pay walls gemacht (210) und sich zu lang auf “die dysfunktionalen Strukturen der deutschen Bibliotheksverbünde” (ib.) verlassen haben, eine Auffassung, die auch Rafael Ball vertritt, wenn er konstatiert, dass die Bibliotheksverbünde den heutigen Herausforderungen nicht mehr gerecht werden (268) . Lohmeier und Mittelbach fordern die “Befreiung bibliografischer Daten” und ein “strategisches Bekenntnis zu Linked-Data-Technologien” (211). Mit der Verwendung “unfreier Lizenzen für Digitalisate” und “Publikationen in Closed Access Journals” (213) müsse Schluss gemacht werden. Die Autoren versäumen nebenbei nicht, darauf hinzuweisen, dass sie sich des Problems bewusst sind, dass ZfBB selbst eine 12 monatige Embargofrist hat."
Die ZfBB ist inzwischen nach 1 Jahr kostenlos zugänglich, was erfreulich ist.
http://zs.thulb.uni-jena.de/receive/jportal_jpjournal_00000014
Darunter auch das Heft über OA 2013/5:
http://zs.thulb.uni-jena.de/receive/jportal_jpvolume_00193339
Wenig erfreulich ist, dass ich meinen Prozess gegen die Uni jena in Sachen ZfBB auch vor dem OVG verloren habe.
http://archiv.twoday.net/search?q=zfbb
"Erfrischend deutlich äußern sich Felix Lohmeier und Jens Mittelbach zur Frage von Open Access. OA sei eine Verpflichtung für die Bibliothek. Kritisch wird die Rolle der Bibliotheken analysiert, die sich zum “Erfüllungsgehilfen der Monetarisierung” der Information durch pay walls gemacht (210) und sich zu lang auf “die dysfunktionalen Strukturen der deutschen Bibliotheksverbünde” (ib.) verlassen haben, eine Auffassung, die auch Rafael Ball vertritt, wenn er konstatiert, dass die Bibliotheksverbünde den heutigen Herausforderungen nicht mehr gerecht werden (268) . Lohmeier und Mittelbach fordern die “Befreiung bibliografischer Daten” und ein “strategisches Bekenntnis zu Linked-Data-Technologien” (211). Mit der Verwendung “unfreier Lizenzen für Digitalisate” und “Publikationen in Closed Access Journals” (213) müsse Schluss gemacht werden. Die Autoren versäumen nebenbei nicht, darauf hinzuweisen, dass sie sich des Problems bewusst sind, dass ZfBB selbst eine 12 monatige Embargofrist hat."
Die ZfBB ist inzwischen nach 1 Jahr kostenlos zugänglich, was erfreulich ist.
http://zs.thulb.uni-jena.de/receive/jportal_jpjournal_00000014
Darunter auch das Heft über OA 2013/5:
http://zs.thulb.uni-jena.de/receive/jportal_jpvolume_00193339
Wenig erfreulich ist, dass ich meinen Prozess gegen die Uni jena in Sachen ZfBB auch vor dem OVG verloren habe.
http://archiv.twoday.net/search?q=zfbb
KlausGraf - am Montag, 8. Dezember 2014, 18:23 - Rubrik: Open Access
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Der Medienwissenschaftler Jochen Hörisch wäscht den Verächtern des Digitalen den Kopf.
http://www.zeit.de/kultur/2014-12/spiegel-buechner-medien-branche-nervositaet/komplettansicht
Jeder, der nicht über exquisite Verdrängungsleistungen verfügt, kann seit Langem wissen, dass die Internet-Revolution die klassischen Printmedien unumkehrbar marginalisiert. Es wird auch in zehn, zwanzig und dreißig Jahren noch gedruckte Bücher und Zeitungen geben – aber eben so, wie es heute noch Pferde und Kutschen gibt. Keine kulturkritisch-nostalgische, in sich noch so überzeugende Klage über die großartige Haptik von Büchern, den Geruch einer frischen Zeitung und das anheimelnde Rascheln beim Umblättern einer Seite wird etwas daran ändern, dass sich elektronische Publikationsformen aufgrund ihrer ökonomischen, ökologischen und vor allem logistischen Vorteile durchsetzen – ach was, bereits durchgesetzt haben. Verteidiger der alten Printmedien sind so liebenswerte und so traurige Figuren wie zwei Mönche, die um 1500 darüber klagen, dass da so ein teuflischer Medienfuzzi die Bibel massenreproduziert, wo sie doch noch in aufopferungsvoller Aufmerksamkeit jahrelang Buchstabe für Buchstabe das Alte und das Neue Testament (fehleranfällig) abgeschrieben haben.
http://www.zeit.de/kultur/2014-12/spiegel-buechner-medien-branche-nervositaet/komplettansicht
Jeder, der nicht über exquisite Verdrängungsleistungen verfügt, kann seit Langem wissen, dass die Internet-Revolution die klassischen Printmedien unumkehrbar marginalisiert. Es wird auch in zehn, zwanzig und dreißig Jahren noch gedruckte Bücher und Zeitungen geben – aber eben so, wie es heute noch Pferde und Kutschen gibt. Keine kulturkritisch-nostalgische, in sich noch so überzeugende Klage über die großartige Haptik von Büchern, den Geruch einer frischen Zeitung und das anheimelnde Rascheln beim Umblättern einer Seite wird etwas daran ändern, dass sich elektronische Publikationsformen aufgrund ihrer ökonomischen, ökologischen und vor allem logistischen Vorteile durchsetzen – ach was, bereits durchgesetzt haben. Verteidiger der alten Printmedien sind so liebenswerte und so traurige Figuren wie zwei Mönche, die um 1500 darüber klagen, dass da so ein teuflischer Medienfuzzi die Bibel massenreproduziert, wo sie doch noch in aufopferungsvoller Aufmerksamkeit jahrelang Buchstabe für Buchstabe das Alte und das Neue Testament (fehleranfällig) abgeschrieben haben.
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http://einsteinpapers.press.princeton.edu/
"Princeton University has created and released an open-access collection of thousands of documents by theoretical physicist and philosopher of Science Albert Einstein."
Via
http://sputniknews.com/science/20141206/1015565418.html
https://www.insidehighered.com/news/2014/12/05/princeton-u-press-launches-open-all-digital-version-einstein-papers-project
"Princeton University has created and released an open-access collection of thousands of documents by theoretical physicist and philosopher of Science Albert Einstein."
Via
http://sputniknews.com/science/20141206/1015565418.html
https://www.insidehighered.com/news/2014/12/05/princeton-u-press-launches-open-all-digital-version-einstein-papers-project
KlausGraf - am Montag, 8. Dezember 2014, 18:11 - Rubrik: English Corner
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KlausGraf - am Montag, 8. Dezember 2014, 18:03 - Rubrik: English Corner
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KlausGraf - am Montag, 8. Dezember 2014, 17:51 - Rubrik: Unterhaltung
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http://www.deutsches-museum.de/de/verlag/aus-der-forschung/preprint/
"Neben den Buchreihen gibt das Museum seit Herbst 2010 die Online-Reihe »Deutsches Museum PREPRINT« heraus, in der die Forschungsergebnisse von Museumsmitarbeitern und Gastwissenschaftlern des Deutschen Museums ihren Niederschlag finden."
"Neben den Buchreihen gibt das Museum seit Herbst 2010 die Online-Reihe »Deutsches Museum PREPRINT« heraus, in der die Forschungsergebnisse von Museumsmitarbeitern und Gastwissenschaftlern des Deutschen Museums ihren Niederschlag finden."
KlausGraf - am Montag, 8. Dezember 2014, 17:30 - Rubrik: Open Access
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http://www.landesarchiv.steiermark.at/cms/ziel/77968837/DE/
Es gibt natürlich keinen Online-Filter ...
Es gibt natürlich keinen Online-Filter ...
KlausGraf - am Montag, 8. Dezember 2014, 16:51 - Rubrik: Digitale Bibliotheken
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http://www.rism.info/de/startseite/newsdetails/article/2/a-summer-of-musical-sources.html
Einblick in die Arbeit des RISM.
Einblick in die Arbeit des RISM.
KlausGraf - am Montag, 8. Dezember 2014, 16:48 - Rubrik: Musikarchive
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http://citesandinsights.info/civ15i1.pdf
Zur APC-Auswertung ist folgendes Ergebnis von Bedeutung:
" It should be easier for an association,
a university department, an institute or a library
to publish a relatively small electronic-only
OA journal without special funding and without
charging fees—and apparently it is."
Zur APC-Auswertung ist folgendes Ergebnis von Bedeutung:
" It should be easier for an association,
a university department, an institute or a library
to publish a relatively small electronic-only
OA journal without special funding and without
charging fees—and apparently it is."
KlausGraf - am Montag, 8. Dezember 2014, 16:20 - Rubrik: Open Access
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http://bibliotheksausweis.npage.de/
Der Seitenbetreiber listet auch einen vermutlich handschriftlichen
Katalog der Bibliothek des Landkapitels Biberach, neu geordnet 1883/1884
NT: Katalog der Kapitalsbibliothek zu Biberach, für den Anstaltsgeistlichen im Kloster Heggbach
Biberach, 1884

Der Seitenbetreiber listet auch einen vermutlich handschriftlichen
Katalog der Bibliothek des Landkapitels Biberach, neu geordnet 1883/1884
NT: Katalog der Kapitalsbibliothek zu Biberach, für den Anstaltsgeistlichen im Kloster Heggbach
Biberach, 1884

KlausGraf - am Montag, 8. Dezember 2014, 16:12 - Rubrik: Bibliothekswesen
http://reichwein.hypotheses.org/
Das Blog ist ein Projekt des Universitäts- und Hochschularchivs Osnabrück.
Das Blog ist ein Projekt des Universitäts- und Hochschularchivs Osnabrück.
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http://www.archiv.sachsen.de/download/Archivblatt_2_2014_gesamt.pdf
U.a. mit dem Jahresbericht des Sächsischen Staatsarchivs für 2013.
U.a. mit dem Jahresbericht des Sächsischen Staatsarchivs für 2013.
ingobobingo - am Montag, 8. Dezember 2014, 14:51 - Rubrik: Staatsarchive
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Hubertus Kohle: Digitale Bildwissenschaft. Glückstadt: Verlag Werner Hülsbusch 2013. 189 S., 36 Abbildungen. 16,80 Euro.
Der vielleicht digitalste der deutschen Kunsthistoriker, Hubertus Kohle, hat ein lesenswertes (und angenehm lesbares) Plädoyer für mehr digitale Kunstwissenschaft geschrieben, das erfreulicherweise auch Open Access einsehbar ist:
http://archiv.ub.uni-heidelberg.de/artdok/volltexte/2013/2185
Das Buch wurde bisher wohlwollend besprochen bzw. angezeigt:
http://arthist.net/reviews/5332
http://games.hypotheses.org/1102
http://www.ankegroener.de/?p=21354
Als Kohle-Fan bin ich natürlich etwas befangen, siehe auch
http://archiv.twoday.net/search?q=hubertus+kohle
Kohle und ich stimmen in vielem überein, nicht nur hinsichtlich der drei Punkte, bei denen ich namentlich zitiert werde (Kultur des Fragments S. 100, Open Access S. 113 mit Hinweis auf Archivalia, Bildrechte S. 142 ebenfalls mit Hinweis auf Archivalia). Vielleicht hätte er meinen Beitrag aus der Kunstchronik 2007 "Kulturgut muss frei sein!"
http://archiv.twoday.net/stories/4477824/
ins Literaturverzeichnis aufnehmen können. Ganz sicher hätte er von meinen Beiträgen zur Form der URL beim Zitieren von Online-Quellen
http://archiv.twoday.net/stories/16539613/
http://archiv.twoday.net/stories/706566279/ (Grafs Rasiermesser)
profitieren können; sein Versagen auf S. 141 habe ich ihm ja schon frühzeitig um die Ohren gehauen:
http://archiv.twoday.net/stories/444868356/
Aber das sind Kleinigkeiten.
Am meisten gelernt habe ich natürlich in den Abschnitten über digitale Analyse-Werkzeuge (von der - alten! - QBIC-Colour-Search hatte ich noch nichts gehört) oder digitale Rekonstruktionen. Zu diesen eher technischen Aspekten siehe jetzt auch
http://www.kunstgeschichte-ejournal.net/420/
Immer wieder unterstreicht Kohle zurecht die Rolle von Web 2.0 und der Nutzerbeteiligung, nicht nur wenn es um sein Kunstgeschichtsspiel Artigo und das Crowdsourcing geht. Museen sollten sich seine Ausführungen S. 134ff. zu Herzen nehmen, siehe dazu jüngst auch
http://archiv.twoday.net/stories/1022375764/
Als positives Beispiel dient Kohle vor allem das Brooklyn-Museum:
http://www.brooklynmuseum.org/
Es nutzt gern wichtige soziale Medien (hat aber kein Wegblog!) und bietet in der Objektdatenbank mittels Tagging hilfreiche Verweise. Leider fehlt es an einer Bestandsaufnahme der "innovativen" Museums-Websites dieses Planeten.
Im Abschnitt über das Suchen scheint mir ein wichtiger Trend zu fehlen: die Nutzung von Normdaten (GND, ICONCLASS). Bekanntlich sind auch kunsthistorisch wichtige Angebote via BEACON-Dateien recherchierbar (z.B. der Digitale Portraitindex). Zur GND einführend hier:
http://archiv.twoday.net/stories/572462396/
Zu ICONCLASS:
https://de.wikipedia.org/wiki/Iconclass
Ein nützliches Sachregister rundet das empfehlenswerte Buch ab.

Der vielleicht digitalste der deutschen Kunsthistoriker, Hubertus Kohle, hat ein lesenswertes (und angenehm lesbares) Plädoyer für mehr digitale Kunstwissenschaft geschrieben, das erfreulicherweise auch Open Access einsehbar ist:
http://archiv.ub.uni-heidelberg.de/artdok/volltexte/2013/2185
Das Buch wurde bisher wohlwollend besprochen bzw. angezeigt:
http://arthist.net/reviews/5332
http://games.hypotheses.org/1102
http://www.ankegroener.de/?p=21354
Als Kohle-Fan bin ich natürlich etwas befangen, siehe auch
http://archiv.twoday.net/search?q=hubertus+kohle
Kohle und ich stimmen in vielem überein, nicht nur hinsichtlich der drei Punkte, bei denen ich namentlich zitiert werde (Kultur des Fragments S. 100, Open Access S. 113 mit Hinweis auf Archivalia, Bildrechte S. 142 ebenfalls mit Hinweis auf Archivalia). Vielleicht hätte er meinen Beitrag aus der Kunstchronik 2007 "Kulturgut muss frei sein!"
http://archiv.twoday.net/stories/4477824/
ins Literaturverzeichnis aufnehmen können. Ganz sicher hätte er von meinen Beiträgen zur Form der URL beim Zitieren von Online-Quellen
http://archiv.twoday.net/stories/16539613/
http://archiv.twoday.net/stories/706566279/ (Grafs Rasiermesser)
profitieren können; sein Versagen auf S. 141 habe ich ihm ja schon frühzeitig um die Ohren gehauen:
http://archiv.twoday.net/stories/444868356/
Aber das sind Kleinigkeiten.
Am meisten gelernt habe ich natürlich in den Abschnitten über digitale Analyse-Werkzeuge (von der - alten! - QBIC-Colour-Search hatte ich noch nichts gehört) oder digitale Rekonstruktionen. Zu diesen eher technischen Aspekten siehe jetzt auch
http://www.kunstgeschichte-ejournal.net/420/
Immer wieder unterstreicht Kohle zurecht die Rolle von Web 2.0 und der Nutzerbeteiligung, nicht nur wenn es um sein Kunstgeschichtsspiel Artigo und das Crowdsourcing geht. Museen sollten sich seine Ausführungen S. 134ff. zu Herzen nehmen, siehe dazu jüngst auch
http://archiv.twoday.net/stories/1022375764/
Als positives Beispiel dient Kohle vor allem das Brooklyn-Museum:
http://www.brooklynmuseum.org/
Es nutzt gern wichtige soziale Medien (hat aber kein Wegblog!) und bietet in der Objektdatenbank mittels Tagging hilfreiche Verweise. Leider fehlt es an einer Bestandsaufnahme der "innovativen" Museums-Websites dieses Planeten.
Im Abschnitt über das Suchen scheint mir ein wichtiger Trend zu fehlen: die Nutzung von Normdaten (GND, ICONCLASS). Bekanntlich sind auch kunsthistorisch wichtige Angebote via BEACON-Dateien recherchierbar (z.B. der Digitale Portraitindex). Zur GND einführend hier:
http://archiv.twoday.net/stories/572462396/
Zu ICONCLASS:
https://de.wikipedia.org/wiki/Iconclass
Ein nützliches Sachregister rundet das empfehlenswerte Buch ab.

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Eine aus meiner Sicht ziemlich ungeheuerliche Mail, die dem Interesse der wissenschaftlichen Öffentlichkeiten an den Katalogisaten der offenbar hochgefährdeten Pommersfeldener Handschriften-Sammlung - eine willkürliche Auswahl wurde dieses Jahr vorläufig als national wertvolles Kulturgut eingetragen (alles andere darf demnach auch ins Ausland verkauft werden) -
http://archiv.twoday.net/stories/948995578/
ins Gesicht schlägt, konnten die Bezieher der Liste Diskus lesen:
Sehr geehrter Herr Göhler,
ob es klug von Ihnen ist, mich auf einem öffentlichen Forum zu einer Antwort zu zwingen, lasse ich dahingestellt. Ich beschränke mich im Folgenden auf die Dinge, die in einem solchen Forum besprochen werden können.
a) Das Haus Schönborn hat 1945 die Momumenta Germaniae Historica und ihre Bibliothek in ihren dunkelsten Stunden in der Orangerie des Schlosses aufgenommen und für etliche Jahre kollegial beherbergt. Der Katalog der Pommersfeldener Handschriftensammlung ist Ausdruck dieser besonderen historischen Beziehung. Sein von Wilhelm Schonath erstelltes Manuskript ist unveröffentlichtes Nachlassmaterial, das den heutigen wissenschaftlichen Ansprüchen an einen Handschriftenkatalog in keiner Weise genügt. Seine Benutzung muß den Bestimmungen der besitzenden Einrichtungen und dem Bundesarchivgesetz folgen. Es existieren zwei Exemplare: eines bei der Gräflich-Schönborn'schen Bibliothek und eines bei den MGH. Diese sind nur hinsichtlich des Typoskripts Schonath identisch. Das MGH-Exemplar ist durch Walther Holtzmann und Irene Ott (seinerzeit MGH-Mitarbeiter) in erheblichem Umfang erweitert worden. Zumindest diese beiden Personen handelten während ihrer bezahlten Arbeitszeit im Auftrag der MGH, so daß den MGH für diesen Teil das Verwertungsrecht zusteht. Im übrigen sind mir Kinder von Frau Ott - also Erben - namentlich bekannt. Schonath stand seinerseits m.W. im Dienstverhältnis zur Gräfin Schönborn. Es ist mir nicht bekannt, ob er den Katalog privat oder als Auftragsarbeit anfertigte, das wäre nur durch eine Recherche in den Akten des Grafen Schönborn zu klären. Zu klären wäre auch, ob hier Ansprüche von Erben bestehen. Ohne diesen Prüfung ist es fahrlässig, den Katalog als "verwaistes Werk" zu titulieren; die Anteile Holtzmann/Ott sind sicher nicht verwaist.
b) Bei der Erstellung des Katalogs wurde zwischen Pommersfelden und den MGH vereinbart, daß es keine Verbreitung des Gesamtwerkes geben solle, daß aber die Beschreibungen einzelner Handschriften reproduziert werden dürften. Der Charakter dieser Vereinbarung spricht dafür, dass beide Seiten den Katalog als ein Auftragswerk ansahen, an dem ihnen das Verwertungsrecht zusteht. Diese Sichtweise wurde bislang nicht bestritten. Die Vereinbarung ist seit dem Umzug der MGH nach München im Jahr 1968 die gängige Praxis. Ich war naturgemäß nicht an der Vereinbarung beteiligt und habe nur ihre Umsetzung zu überwachen.
c) Aus konservatorischen Gründen wurde für den internen Gebrauch der MGH ein Digitalisat angefertigt, das im Hause über den OPAC erreichbar war. Es war nie für eine Veröffentlichung im Web bestimmt. Durch einen datentechnischen Fehler wurden für einen rückblickend nicht mehr bestimmbaren Zeitpunkt sämtliche Sperren im MGH-OPAC wirkungslos. Dadurch kam u.a. der Katalog Pommersfelden in eine öffentliche Anzeige. Diese war niemals beabsichtigt. Für den Benutzer war das zwar nicht erkennbar, dennoch aber kann nicht von einer Publikation bzw. "Depublikation" gesprochen werden, sondern nur von einer Lücke im Sicherungssystem. Diese Lücke ist mittlerweile geschlossen. Bei der Entdeckung der Panne war unklar, welche Folge die temporäre Öffnung unserer gesperrten Dateien hatte, so daß keine umfangreicheren Recherchen möglich warne, welche Links o.ä. zwischenzeitlich angelegt wurden.
c) Es waren die in gutem Glauben angelegten Links des "Handschriftencensus", die die Schönborn'schen Sammlungen auf das Digitalisat aufmerksam machten. Auf ausdrücklichen Wunsch der Sammlungen wurde die URL des Digitalisats des Schonath-Kataloges aufgehoben und der "Handschriftencensus" gebeten, die Links zu entfernen. Für die verständnisvolle Zusammenarbeit möchte ich hier danken. Das Ergebnis entspricht wieder zum einen der immer noch gültigen Absprache zwischen dem Grafenhaus und den MGH hinsichtlich der Nicht-Verbreitung des Werkes, und zum anderen der besonderen Verpflichtung der MGH gegenüber der Schönborn'schen Bibliothek.
d) Aus dem Voranstehenden ergibt sich, daß die Weiterverbreitung des Katalogs in gleich welcher Form nicht zulässig ist und ggf. juristische Folgen haben könnte. Ich versichere aber, daß Anfragen von der MGH-Bibliothek nach bestem Wissen beantwortet werden.
e) Es ist zu hoffen, dass durch eine zügige wissenschaftliche Neukatalogisierung des großartigen Bestandes die gesamte Problematik aus der Welt geschaffen wird.
Mit herzlichen Grüßen
Prof. Dr. Arno Mentzel-Reuters
--
Prof. Dr. Arno Mentzel-Reuters
- Leitung Archiv und Bibliothek der Monumenta Germaniae Historica -
- 1. Vorsitzender der Hist. Komm. für Ost- und Westpreußische Landesforschung -
MGH
Ludwigstr. 16
D-80539 München
Postanschrift:
MGH
Postfach 34 02 23
D-80099 München
email: arno.mentzel-reuters@mgh.de
Die Neukatalogisierung wird wohl durch ein Auktionshaus erfolgen - wetten?
PS: Leider hab ich kein PDF abbekommen. Hat mir jemand eins?
http://archiv.twoday.net/stories/948995578/
ins Gesicht schlägt, konnten die Bezieher der Liste Diskus lesen:
Sehr geehrter Herr Göhler,
ob es klug von Ihnen ist, mich auf einem öffentlichen Forum zu einer Antwort zu zwingen, lasse ich dahingestellt. Ich beschränke mich im Folgenden auf die Dinge, die in einem solchen Forum besprochen werden können.
a) Das Haus Schönborn hat 1945 die Momumenta Germaniae Historica und ihre Bibliothek in ihren dunkelsten Stunden in der Orangerie des Schlosses aufgenommen und für etliche Jahre kollegial beherbergt. Der Katalog der Pommersfeldener Handschriftensammlung ist Ausdruck dieser besonderen historischen Beziehung. Sein von Wilhelm Schonath erstelltes Manuskript ist unveröffentlichtes Nachlassmaterial, das den heutigen wissenschaftlichen Ansprüchen an einen Handschriftenkatalog in keiner Weise genügt. Seine Benutzung muß den Bestimmungen der besitzenden Einrichtungen und dem Bundesarchivgesetz folgen. Es existieren zwei Exemplare: eines bei der Gräflich-Schönborn'schen Bibliothek und eines bei den MGH. Diese sind nur hinsichtlich des Typoskripts Schonath identisch. Das MGH-Exemplar ist durch Walther Holtzmann und Irene Ott (seinerzeit MGH-Mitarbeiter) in erheblichem Umfang erweitert worden. Zumindest diese beiden Personen handelten während ihrer bezahlten Arbeitszeit im Auftrag der MGH, so daß den MGH für diesen Teil das Verwertungsrecht zusteht. Im übrigen sind mir Kinder von Frau Ott - also Erben - namentlich bekannt. Schonath stand seinerseits m.W. im Dienstverhältnis zur Gräfin Schönborn. Es ist mir nicht bekannt, ob er den Katalog privat oder als Auftragsarbeit anfertigte, das wäre nur durch eine Recherche in den Akten des Grafen Schönborn zu klären. Zu klären wäre auch, ob hier Ansprüche von Erben bestehen. Ohne diesen Prüfung ist es fahrlässig, den Katalog als "verwaistes Werk" zu titulieren; die Anteile Holtzmann/Ott sind sicher nicht verwaist.
b) Bei der Erstellung des Katalogs wurde zwischen Pommersfelden und den MGH vereinbart, daß es keine Verbreitung des Gesamtwerkes geben solle, daß aber die Beschreibungen einzelner Handschriften reproduziert werden dürften. Der Charakter dieser Vereinbarung spricht dafür, dass beide Seiten den Katalog als ein Auftragswerk ansahen, an dem ihnen das Verwertungsrecht zusteht. Diese Sichtweise wurde bislang nicht bestritten. Die Vereinbarung ist seit dem Umzug der MGH nach München im Jahr 1968 die gängige Praxis. Ich war naturgemäß nicht an der Vereinbarung beteiligt und habe nur ihre Umsetzung zu überwachen.
c) Aus konservatorischen Gründen wurde für den internen Gebrauch der MGH ein Digitalisat angefertigt, das im Hause über den OPAC erreichbar war. Es war nie für eine Veröffentlichung im Web bestimmt. Durch einen datentechnischen Fehler wurden für einen rückblickend nicht mehr bestimmbaren Zeitpunkt sämtliche Sperren im MGH-OPAC wirkungslos. Dadurch kam u.a. der Katalog Pommersfelden in eine öffentliche Anzeige. Diese war niemals beabsichtigt. Für den Benutzer war das zwar nicht erkennbar, dennoch aber kann nicht von einer Publikation bzw. "Depublikation" gesprochen werden, sondern nur von einer Lücke im Sicherungssystem. Diese Lücke ist mittlerweile geschlossen. Bei der Entdeckung der Panne war unklar, welche Folge die temporäre Öffnung unserer gesperrten Dateien hatte, so daß keine umfangreicheren Recherchen möglich warne, welche Links o.ä. zwischenzeitlich angelegt wurden.
c) Es waren die in gutem Glauben angelegten Links des "Handschriftencensus", die die Schönborn'schen Sammlungen auf das Digitalisat aufmerksam machten. Auf ausdrücklichen Wunsch der Sammlungen wurde die URL des Digitalisats des Schonath-Kataloges aufgehoben und der "Handschriftencensus" gebeten, die Links zu entfernen. Für die verständnisvolle Zusammenarbeit möchte ich hier danken. Das Ergebnis entspricht wieder zum einen der immer noch gültigen Absprache zwischen dem Grafenhaus und den MGH hinsichtlich der Nicht-Verbreitung des Werkes, und zum anderen der besonderen Verpflichtung der MGH gegenüber der Schönborn'schen Bibliothek.
d) Aus dem Voranstehenden ergibt sich, daß die Weiterverbreitung des Katalogs in gleich welcher Form nicht zulässig ist und ggf. juristische Folgen haben könnte. Ich versichere aber, daß Anfragen von der MGH-Bibliothek nach bestem Wissen beantwortet werden.
e) Es ist zu hoffen, dass durch eine zügige wissenschaftliche Neukatalogisierung des großartigen Bestandes die gesamte Problematik aus der Welt geschaffen wird.
Mit herzlichen Grüßen
Prof. Dr. Arno Mentzel-Reuters
--
Prof. Dr. Arno Mentzel-Reuters
- Leitung Archiv und Bibliothek der Monumenta Germaniae Historica -
- 1. Vorsitzender der Hist. Komm. für Ost- und Westpreußische Landesforschung -
MGH
Ludwigstr. 16
D-80539 München
Postanschrift:
MGH
Postfach 34 02 23
D-80099 München
email: arno.mentzel-reuters@mgh.de
Die Neukatalogisierung wird wohl durch ein Auktionshaus erfolgen - wetten?
PS: Leider hab ich kein PDF abbekommen. Hat mir jemand eins?
KlausGraf - am Sonntag, 7. Dezember 2014, 22:22 - Rubrik: Kodikologie
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Derzeit können angemeldete Nutzer von Academia.edu das von Peter von Moos herausgegebene Buch über Vergehen und Versehen in der Vormoderne als PDF herunterladen:
https://www.academia.edu/9660202/Der_Fehltritt._Vergehen_und_Versehen_in_der_Vormoderne_Norm_und_Struktur_15_K%C3%B6ln_etc._B%C3%B6hlau_2001
Gleiches gilt für den Band Unverwechselbarkeit (2004):
Langer Link
https://www.academia.edu/9660202/Der_Fehltritt._Vergehen_und_Versehen_in_der_Vormoderne_Norm_und_Struktur_15_K%C3%B6ln_etc._B%C3%B6hlau_2001
Gleiches gilt für den Band Unverwechselbarkeit (2004):
Langer Link
KlausGraf - am Sonntag, 7. Dezember 2014, 18:54 - Rubrik: Geschichtswissenschaft
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KlausGraf - am Sonntag, 7. Dezember 2014, 18:35 - Rubrik: English Corner
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http://www.srf.ch/kultur/im-fokus/weblese/hier-lernen-uesser-schwiizer-die-walliser-kultur-kennen
Nachtrag zu:
http://archiv.twoday.net/stories/1022220696/
Nachtrag zu:
http://archiv.twoday.net/stories/1022220696/
KlausGraf - am Sonntag, 7. Dezember 2014, 18:31 - Rubrik: Digitale Bibliotheken
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so gehts:
https://portal.dnb.de/opac.htm?method=showSearchForm#top
Expertensuche: url="http://www.ebook.de/*"
Bringt 13 171 Treffer, überw. ab Erscheinungsjahr 2012.
https://portal.dnb.de/opac.htm?query=url%3D%22http%3A%2F%2Fwww.ebook.de%2F%2A%22&method=simpleSearch&cqlMode=true
Nachtrag:
Bei näherem Hinsehen zeigt sich, dass es sich ganz überwiegend um Titel von Books on Demand, Norderstedt, handelt.
444 Ausnahmen:
url="http://www.ebook.de/*" not Demand not bod
https://portal.dnb.de/opac.htm?method=showSearchForm#top
Expertensuche: url="http://www.ebook.de/*"
Bringt 13 171 Treffer, überw. ab Erscheinungsjahr 2012.
https://portal.dnb.de/opac.htm?query=url%3D%22http%3A%2F%2Fwww.ebook.de%2F%2A%22&method=simpleSearch&cqlMode=true
Nachtrag:
Bei näherem Hinsehen zeigt sich, dass es sich ganz überwiegend um Titel von Books on Demand, Norderstedt, handelt.
444 Ausnahmen:
url="http://www.ebook.de/*" not Demand not bod
IngridStrauch - am Sonntag, 7. Dezember 2014, 17:17 - Rubrik: Bibliothekswesen
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Zum Wochenende gibt es Ornamente:
http://archivalia.tumblr.com/tagged/ornament
Mehr Tumblr-Tags:
http://archiv.twoday.net/stories/640155586/

http://archivalia.tumblr.com/tagged/ornament
Mehr Tumblr-Tags:
http://archiv.twoday.net/stories/640155586/

KlausGraf - am Samstag, 6. Dezember 2014, 16:00 - Rubrik: Unterhaltung
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KlausGraf - am Samstag, 6. Dezember 2014, 15:26 - Rubrik: Unterhaltung
Eine kritische Zwischenbilanz:
http://www.stauferstelen.net/texts/quovadis.htm
Update: U.a. lesenswert auf http://www.stauferstelen.com/ der Artikel über die entsetzlichen Fehler in den Stauferstelen-Inschriften.
Stele in Eger (eigenes Foto)
http://www.stauferstelen.net/texts/quovadis.htm
Update: U.a. lesenswert auf http://www.stauferstelen.com/ der Artikel über die entsetzlichen Fehler in den Stauferstelen-Inschriften.
KlausGraf - am Samstag, 6. Dezember 2014, 15:22 - Rubrik: Geschichtswissenschaft
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http://archive20.hypotheses.org/2248
"Die Online-Redaktion der Heilbronner Stimme wagte gestern ein spannendes Experiment: Sie erzählt die Geschichte der Bombardierung von Heilbronn am 4. Dezember 1944 via WhatsApp-Broadcast."
"Die Online-Redaktion der Heilbronner Stimme wagte gestern ein spannendes Experiment: Sie erzählt die Geschichte der Bombardierung von Heilbronn am 4. Dezember 1944 via WhatsApp-Broadcast."
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Martin Widmann: Neues zu den Reutlinger Ärzten und Apothekern der frühen Reichsstadtzeit. In: Reutlinger Geschichtsblätter NF 52 (2013), S. 9-55.
Es handelt sich um eine willkommene Bereicherung der prospographischen Forschung zu den gelehrten Ärzten Südwestdeutschlands (14.-17. Jahrhundert), die ohne Zweifel viele neue und wertvolle Belege enthält. Der Autor, Arzt in Tübingen, spricht einleitend von den “Segnungen des Internets”, hätte jedoch durchaus gründlicher in diesem recherchieren können. Weder die Auswahl der Lebenszeugnisse noch der bibliographische Apparat überzeugt mich in den Fällen, die ich anhand des Internets überprüft habe. Eine Synthese fehlt; Widmann begnügt sich mit der deskriptiven Aneinanderreihung der Biographien. Auch vermisst man eine tabellarische Zusammenstellung zu den jeweiligen Amtszeiten (wie sie Wankmüller - siehe gleich - 1953, S. 25 zu den Apothekern vorgelegt hat). Die Darstellung ist zudem recht unübersichtlich.
Ich klammere die Apotheker (mit denen sich die gelehrten Ärzte häufig stritten) aus und begnüge mich mit einer Namensliste (Othmar Scheltz um 1530 S. 26-29; sein Sohn Sigmund S. 29; Martin Hackh S. 27; Johann Christoph Müller S. 27-31; Anton Körber S. 34f., 39-43; Gabriel Körber S. 43, 47; Jonas Mainberger S. 47; Lorenz Dhen S. 47-50; zu den Menni siehe unten) und dem Hinweis auf die online bei der TU Braunschweig zugänglichen Aufsätze von Wankmüller 1953 und 1957:
http://goo.gl/ER3ZXI
http://goo.gl/pMbgu2
***
Burkart Tütel (S. 9-12)
Exemplarisch zeigt sich Widmanns wenig akribische Arbeitsweise an den Ausführungen über diesen ersten gelehrten Stadtarzt. Er stützt sich auf eine Studie von Walther 1979
http://www.jstor.org/stable/20776576 (nach kostenloser Registrierung einsehbar), hat aber dessen älteren Aufsatz von 1968 nicht herangezogen. Nur bei Walther, nicht bei Widmann erfährt man, dass Tütel, der 1358 in Paris Baccalaureus wurde und später auch in Montpellier studierte, in Reutlingen bis 1398 belegt ist. Zu 1381 nennt Widmann nur den Vornamen Adelheid der Ehefrau, Walther gibt als Familiennamen “die Üttenbrüggin”. Walther verweist auf seine Edition des Bade-Rezepts im Cgm 384, Bl. 96v-97r,
http://www.handschriftencensus.de/9673
das Widmann S. 11, 13 nochmals abdruckt, ohne frühere Walthers Ausgabe zu erwähnen (S. 12 ist eine Farbabbildung von Bl. 96v). Gern wüsste man, in welcher zweiten Handschrift dieses Rezept enthalten ist, das von Widmann nicht zitierte Verfasserlexikon (2. Auflage: Artikel Meister Burkhart von Reutlingen; Burkhart Tütel) kennt nur den Cgm 384.
Die von Walther (vor allem anhand von Rieder) ermittelte Pfründen-Karriere Tütels wird von Widmann ignoriert. Dass Tütel beispielsweise Kanoniker in Beromünster (Schweiz) war, erscheint aber durchaus wissenswert und verweist auf den Rang der Persönlichkeit.
Ohne die Studien Walthers zu kennen, hat Karl Heinz Burmeister Tütel (mit Ansetzung Truotel und Herkunftsort Riedlingen) ein wichtiges Biogramm gewidmet, das Widmann entgangen ist:
https://www.vorarlberg.at/pdf/as11burmeisterparis.pdf
(Nr. 274)
***
Meister Hans, der Wundarzt von Trochtelfingen (S: 10)
Erwähnt in Reutlinger Urkunden 1370, 1386. Um jüngere Laien-Ärzte hat sich Widmann anscheinend nicht gekümmert.
***
Die Gelehrten der Familie Spechtshart (S. 14-21)
Die Geschichte dieser Familie ist auch überregional von großer Bedeutung.
Hugo Spechtshart (S. 14)
http://beacon.findbuch.de/seealso/pnd-aks?format=sources&id=10096110X
Der nicht vor 1360 gestorbene bedeutende Gelehrte (Lehrer, Chronist) wird nur kurz erwähnt.
Konrad Spechtshart (S. 14-16)
http://beacon.findbuch.de/seealso/pnd-aks?format=sources&id=138475695
Zum Lateinschullehrer (Brudersohn Hugos), der, was Widmann verschweigt, am Studium Generale in Erfurt lehrte, hätten unbedingt die eindringlichen Studien des zu früh verewigten Sönke Lorenz: Studium Generale Erfordense (1989), S. 173-180 und die Arbeit von Wolfgang Wille über die Reutlinger Stadtschreiber (Reutlinger Geschichtsblätter 1998, hier S. 189-191) zitiert werden müssen.
Der Grabstein mit Todesdatum 9. Januar 1395 im Heimatmuseum Reutlingen (Abbildung S. 15) zeigt eine bemerkenswert frühe Lehrerdarstellung. Es wäre der Katalog Figuren des Heils (2009), S. 48f. Nr. 8 zu nennen gewesen.
Stephan Spechtshart (S. 16f.)
Der um 1390 geborene, 1404 in Wien immatrikulierte Wiener Universitätslehrer (gestorben nicht nach März 1447), Sohn Konrads, wird im prosopographischen Teil der Studie von Tuisl über die Medizinische Fakultät der Universität Wien (2014) behandelt (mir nicht zugänglich).
http://books.google.de/books?id=DueMBQAAQBAJ (der Auszug enthält leider nicht den Abschnitt zu Spechtshart)
Lukas Spechtshart (S. 17-19)
http://beacon.findbuch.de/seealso/pnd-aks?format=sources&id=121056740
Widmann wandelt hier überwiegend auf den Spuren derDissertation Magisterarbeit von Miriam Zitter (jetzt Eberlein) über die Leibärzte der württembergischen Grafen (2000).
Lukas wurde als Sohn Stephans um 1435 geboren (Immatrikulation in Heidelberg 1449) und war am 11. November 1506 schon tot. Er stand in den Diensten von Erzherzogin Mechthild in Rottenburg und ihres Sohns Eberhard im Bart, bevor er 1485 nach Reutlingen wechselte.
Ich kann einige weitere Belege beibringen.
(Lateinische) Briefe Spechtshart in Berlin, SB, Ms. lat. fol. 588, Bl. 110v-111r (zuvor Sammlung Thomas Phillips Nr. 16416) erwähnt Paul Otto Kristeller: Iter Italicum 3 (1983), S. 483
http://books.google.de/books?id=pwcjAQAAIAAJ&q=spetzhart
NA 1898, S. 265 (zu früh um 1450 datiert)
http://www.digizeitschriften.de/dms/img/?PPN=PPN345858530_0023&DMDID=dmdlog26&LOGID=log26&PHYSID=phys275#navi
http://dla.library.upenn.edu/dla/schoenberg/record.html?id=SCHOENBERG_51650
1464 März 20
Der Lehensrevers über 1 Morgen Weinberge in Untertürkheim, erster Beleg für den Doktortitel, ist entgegen der Angabe von Zitter S. 102 nicht verloren, sondern, worauf Matthias Miller: Mit Brief und Revers (2004), S. 101 Anm. 129 samt beigefügter CD (PDF zum Stadtkreis Stuttgart) hinwies, im Hauptstaastarchiv Stuttgart A 157 U 6320 erhalten.
1476 März 7
Er kauft Güter vom Rottenburger Bürger Hans Hipp.
http://www.inka.uni-tuebingen.de/cgi-bin/msst?idt=3760&form=lang
1477 Mai 28, Sindelfingen
Er ist Zeuge in einer Angelegenheit, die mit der Gründung der Universität Tübingen in Verbindung steht.
Abdruck bei bei Sproll, FDA 1902, S. 116
http://www.freidok.uni-freiburg.de/volltexte/6211/
1478 Februar 1
Dr. Lucas Spetzhart hat 14 Schilling ewige Gült aus einer Wiese der Präsenz in der Rottenburger Pfarrkirche gegeben.
Württembergische Archivinventare 8: Oberamt Rottenburg (1913), S. 2
1483 Januar 3, Schloss Stuttgart
Er bezeugt den Erhalt einer Bulle in Sache Ordensreform.
http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=2-2577856
Lukas Spechtshart der Jüngere (S. 19-21)
Der Sohn des älteren Lukas Spechtshart nahm 1483 mit dem Herkunftsort Rottenburg in Tübingen das Studium auf. 1506 war er bereits Doktor der Medizin. 1511 war er anscheinend noch am Leben, 1521 nicht mehr.
In den 1511/12 entstandenen Lorcher Chorbüchern erscheint er als Dr. med. und mit seinem Wappen. Widmann bildet S. 20 die Seite Cod. mus. fol. 63, Bl. 31v mit dem Lilienwappen Spechtsharts ab. Ich denke, dass sich der Eintrag auf den jüngeren Lukas bezieht und dass dieser als Angehöriger von Herzog Ulrichs Hof berücksichtigt wurde (vgl. auch Felix Heinzer, in: 900 Jahre Kloster Lorch, 2004, S. 138; Werner Gebhardt, in: Die Schriftmuster des Laurentius Autenrieth, 1979, S. 129 Anm. 78 dachte an den “Hausarzt des Klosters”).
https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Chorbuch_spechtshart.jpg
***
Alexander Seitz (S. 21-24)
http://beacon.findbuch.de/seealso/pnd-aks?format=sources&id=129907405
Der 1488 in Tübingen immatrikulierte bekannte Autor aus Marbach hielt sich 1525 in Reutlingen auf.
http://www.irg.uzh.ch/static/zwingli-briefe/index.php?n=Brief.407
Zu seiner Beteiligung am Aufstand des “Armen Konrad” 1514 siehe die virtuelle Ausstellung
http://www.landesarchiv-bw.de/web/56978
und einen kurzen Artikel im mir nicht zugänglichen Band: Der “Arme Konrad" vor Gericht (2014).
Die Frage des Todesjahrs kann ich jetzt nicht klären. 1533 lebte Seitz nach Widmann noch (S. 24), wobei - unzitiert -
http://query.staatsarchiv.bs.ch/query/detail.aspx?ID=595138
herangezogen worden sein dürfte. Für einen Streit in Basel 1535 gab Lindner keinen Beleg
https://archive.org/stream/bub_gb_HVI9AAAAYAAJ#page/n237/mode/2up
In der Amerbach-Korrespondenz heißt es, dass er 1533 ausgewiesen wurde.
http://books.google.de/books?id=D95EAAAAMAAJ&q=%22alexander+sytz%22
Die DNB gibt ca. 1544 als Todesdatum, aber seit 1868 stehen detaillierte Quellenbelege aus Landau zu 1543-1545 zur Verfügung:
http://books.google.de/books?id=799eAAAAcAAJ&pg=PA249
***
Georg Rentz (S. 24-26)
Einen Leibarzt Georg Rentz ohne nähere Angaben kennt die DNB:
http://beacon.findbuch.de/seealso/pnd-aks?format=sources&id=1055560149
Georg Rentz aus Waiblingen, der sich 1515 in Heidelberg immatrikulierte, war ab 1530 in Reutlingen als Stadtarzt tätig. Insbesondere bei Google Books fände man mehr über ihn als bei Widmann. Ich begnüge mich mit dem zugegebenermaßen nicht sehr nahrhaften Hinweis auf Wilhelm Glässner: Waiblingen in Chroniken des 16. Jahrhunderts (1978), S. 41, 119.
***
Martin Stürmlin (S. 26f.)
http://beacon.findbuch.de/seealso/pnd-aks?format=sources&id=1012366944
Der erste Stadtapotheker Othmar Scheltz gab in einem undatierten Schreiben an, nach Rentz seien jüngere, unerfahrene Ärzte in die Stadt gekommen. Er nennt Stürmlin, “Heinrich von Rottenburg” und “Jerg Trauttman”. Nur zu Martin Stürmlin bietet Widmann Nachrichten. Der Stuttgarter Stürmlin nahm 1528 sein Studium in Tübingen auf. Er starb am 20. Oktober 1562; sein Epitaph befindet sich im Stadtmuseum Stuttgart (leider nicht von Widmann abgebildet).
Auch hier lohnt es sich in Google Books ergänzend zu recherchieren (wie auch bei den meisten der folgenden Namen).
***
Georg Kürrmann (S. 27f.)
Der Straßburger Georg Kürrmann (immatrikuliert in Tübingen 1547) ist 1558 als Reutlinger Stadtarzt belegt.
***
Nikolaus Mögling (S. 29-34)
Der gebürtige Tübinger studierte ab 1547 in seiner Heimatstadt und wurde 1569 Stadtarzt in Reutlingen. Am 15. Januar 1576 ist er gestorben; sein schönes Epitaph ist im Reutlinger Heimatmuseum überliefert (abgebildet S. 32).
***
Lorenz Hyperius der Ältere (S. 34-36)
http://beacon.findbuch.de/seealso/pnd-aks?format=sources&id=128428643
Laurentius Hyperius aus Marburg, der Sohn des Theologen Andreas Hyperius, wurde 1560 in Marburg immatrikuliert und 1576 Reutlinger Stadtarzt. Sein gleichnamiger Sohn (S. 36), der ebenfalls Arzt wurde, ist in Reutlingen geboren. Nicht berücksichtigt hat Widmann den Hinweis von Krause auf den 1594 gestorbenen Vater::
http://books.google.de/books?id=c6W3Cn5x8V8C&pg=PA87
***
Alexander Camerer (S. 37f.)
Der Tübinger Bürgermeisterssohn schrieb sich 1565 in Tübingen ein und folgte Hyperius 1580 als Stadtarzt nach. Er starb am 12. November 1599. Er setzte die Reutlinger Chronik des Christoph Laubenberger fort.
***
Sebald Stoffel (S. 38-43)
http://beacon.findbuch.de/seealso/pnd-aks?format=sources&id=138407045
Ihm folgte der Reutlinger Sebald Stoffel nach (1585 Immatrikulation Tübingen), gestorben 1609. Er stiftete eine Kabinettsscheibe im Ulmer kleinen Ratssaal 1598 (abgebildet S. 41).
***
Johann Rudolf Camerer (S. 43-47)
http://beacon.findbuch.de/seealso/pnd-aks?format=sources&id=104338679
Dublette:
http://beacon.findbuch.de/seealso/pnd-aks?format=sources&id=173024343
Der Sohn Alexanders wurde 1593 in Tübingen eingeschrieben und starb 1635.
****
Johann Heinrich Menni (S. 50-53)
http://beacon.findbuch.de/seealso/pnd-aks?format=sources&id=122371143
Der Sohn des Uracher Physikus “sei am 4. August 1605 in Urach geboren, heißt es” (S. 50). Wo heißt es das? Eine solche für die Personendaten zentrale Angabe ohne Einzelnachweis ist wertlos. 1631 war Menni, der sich Dr. med. nannte, Apotheker in Reutlingen. Als Apotheker wirkte hier auch sein Bruder Johann Konrad (S. 53-55). Johann Heinrich Mennis Porträt von 1641 (abgebildet S. 52) ist nicht nur via Wellcome Images (so Fußnote 181) in besserer Qualität einsehbar, sondern auch zweimal im Digitalen Portraitindex (siehe GND-Link). Widmann weist Menni noch 1651 in Aschaffenburg nach.
Möglicherweise ergibt sich ein Terminus ante quem für das Sterbedatum aus Stuttgarter RKG-Akten. Da ein Findmittel nicht online ist, muss ich einen Schnipsel bemühen:
http://books.google.de/books?id=5VYrAQAAIAAJ&q=%22johann+heinrich+menni%22
Update: Georg Kümmerlin aus Urach wurde nach dem Tübinger Dr. med. 1539 Reutlinger Stadtarzt
https://www.google.de/search?tbm=bks&q=%22Stipendiaten+in+T%C3%BCb.+Er+verlor+dann++**%22
Nach Kothe (WVjh 1936, S. 275) ist er identisch mit einem Studenten in Ferrara, der 1551 Dr. jur. utr. wurde.
Bei Hofmann als Kämerlin erfasst:
https://books.google.de/books?id=q3bEdfHvSzIC&pg=PA256
Siehe auch Schnurrer:
https://books.google.de/books?id=GctXAAAAcAAJ&pg=PA432
#forschung
Spechtshart-Eintrag im Lorcher Chorbuch
Es handelt sich um eine willkommene Bereicherung der prospographischen Forschung zu den gelehrten Ärzten Südwestdeutschlands (14.-17. Jahrhundert), die ohne Zweifel viele neue und wertvolle Belege enthält. Der Autor, Arzt in Tübingen, spricht einleitend von den “Segnungen des Internets”, hätte jedoch durchaus gründlicher in diesem recherchieren können. Weder die Auswahl der Lebenszeugnisse noch der bibliographische Apparat überzeugt mich in den Fällen, die ich anhand des Internets überprüft habe. Eine Synthese fehlt; Widmann begnügt sich mit der deskriptiven Aneinanderreihung der Biographien. Auch vermisst man eine tabellarische Zusammenstellung zu den jeweiligen Amtszeiten (wie sie Wankmüller - siehe gleich - 1953, S. 25 zu den Apothekern vorgelegt hat). Die Darstellung ist zudem recht unübersichtlich.
Ich klammere die Apotheker (mit denen sich die gelehrten Ärzte häufig stritten) aus und begnüge mich mit einer Namensliste (Othmar Scheltz um 1530 S. 26-29; sein Sohn Sigmund S. 29; Martin Hackh S. 27; Johann Christoph Müller S. 27-31; Anton Körber S. 34f., 39-43; Gabriel Körber S. 43, 47; Jonas Mainberger S. 47; Lorenz Dhen S. 47-50; zu den Menni siehe unten) und dem Hinweis auf die online bei der TU Braunschweig zugänglichen Aufsätze von Wankmüller 1953 und 1957:
http://goo.gl/ER3ZXI
http://goo.gl/pMbgu2
***
Burkart Tütel (S. 9-12)
Exemplarisch zeigt sich Widmanns wenig akribische Arbeitsweise an den Ausführungen über diesen ersten gelehrten Stadtarzt. Er stützt sich auf eine Studie von Walther 1979
http://www.jstor.org/stable/20776576 (nach kostenloser Registrierung einsehbar), hat aber dessen älteren Aufsatz von 1968 nicht herangezogen. Nur bei Walther, nicht bei Widmann erfährt man, dass Tütel, der 1358 in Paris Baccalaureus wurde und später auch in Montpellier studierte, in Reutlingen bis 1398 belegt ist. Zu 1381 nennt Widmann nur den Vornamen Adelheid der Ehefrau, Walther gibt als Familiennamen “die Üttenbrüggin”. Walther verweist auf seine Edition des Bade-Rezepts im Cgm 384, Bl. 96v-97r,
http://www.handschriftencensus.de/9673
das Widmann S. 11, 13 nochmals abdruckt, ohne frühere Walthers Ausgabe zu erwähnen (S. 12 ist eine Farbabbildung von Bl. 96v). Gern wüsste man, in welcher zweiten Handschrift dieses Rezept enthalten ist, das von Widmann nicht zitierte Verfasserlexikon (2. Auflage: Artikel Meister Burkhart von Reutlingen; Burkhart Tütel) kennt nur den Cgm 384.
Die von Walther (vor allem anhand von Rieder) ermittelte Pfründen-Karriere Tütels wird von Widmann ignoriert. Dass Tütel beispielsweise Kanoniker in Beromünster (Schweiz) war, erscheint aber durchaus wissenswert und verweist auf den Rang der Persönlichkeit.
Ohne die Studien Walthers zu kennen, hat Karl Heinz Burmeister Tütel (mit Ansetzung Truotel und Herkunftsort Riedlingen) ein wichtiges Biogramm gewidmet, das Widmann entgangen ist:
https://www.vorarlberg.at/pdf/as11burmeisterparis.pdf
(Nr. 274)
***
Meister Hans, der Wundarzt von Trochtelfingen (S: 10)
Erwähnt in Reutlinger Urkunden 1370, 1386. Um jüngere Laien-Ärzte hat sich Widmann anscheinend nicht gekümmert.
***
Die Gelehrten der Familie Spechtshart (S. 14-21)
Die Geschichte dieser Familie ist auch überregional von großer Bedeutung.
Hugo Spechtshart (S. 14)
http://beacon.findbuch.de/seealso/pnd-aks?format=sources&id=10096110X
Der nicht vor 1360 gestorbene bedeutende Gelehrte (Lehrer, Chronist) wird nur kurz erwähnt.
Konrad Spechtshart (S. 14-16)
http://beacon.findbuch.de/seealso/pnd-aks?format=sources&id=138475695
Zum Lateinschullehrer (Brudersohn Hugos), der, was Widmann verschweigt, am Studium Generale in Erfurt lehrte, hätten unbedingt die eindringlichen Studien des zu früh verewigten Sönke Lorenz: Studium Generale Erfordense (1989), S. 173-180 und die Arbeit von Wolfgang Wille über die Reutlinger Stadtschreiber (Reutlinger Geschichtsblätter 1998, hier S. 189-191) zitiert werden müssen.
Der Grabstein mit Todesdatum 9. Januar 1395 im Heimatmuseum Reutlingen (Abbildung S. 15) zeigt eine bemerkenswert frühe Lehrerdarstellung. Es wäre der Katalog Figuren des Heils (2009), S. 48f. Nr. 8 zu nennen gewesen.
Stephan Spechtshart (S. 16f.)
Der um 1390 geborene, 1404 in Wien immatrikulierte Wiener Universitätslehrer (gestorben nicht nach März 1447), Sohn Konrads, wird im prosopographischen Teil der Studie von Tuisl über die Medizinische Fakultät der Universität Wien (2014) behandelt (mir nicht zugänglich).
http://books.google.de/books?id=DueMBQAAQBAJ (der Auszug enthält leider nicht den Abschnitt zu Spechtshart)
Lukas Spechtshart (S. 17-19)
http://beacon.findbuch.de/seealso/pnd-aks?format=sources&id=121056740
Widmann wandelt hier überwiegend auf den Spuren der
Lukas wurde als Sohn Stephans um 1435 geboren (Immatrikulation in Heidelberg 1449) und war am 11. November 1506 schon tot. Er stand in den Diensten von Erzherzogin Mechthild in Rottenburg und ihres Sohns Eberhard im Bart, bevor er 1485 nach Reutlingen wechselte.
Ich kann einige weitere Belege beibringen.
(Lateinische) Briefe Spechtshart in Berlin, SB, Ms. lat. fol. 588, Bl. 110v-111r (zuvor Sammlung Thomas Phillips Nr. 16416) erwähnt Paul Otto Kristeller: Iter Italicum 3 (1983), S. 483
http://books.google.de/books?id=pwcjAQAAIAAJ&q=spetzhart
NA 1898, S. 265 (zu früh um 1450 datiert)
http://www.digizeitschriften.de/dms/img/?PPN=PPN345858530_0023&DMDID=dmdlog26&LOGID=log26&PHYSID=phys275#navi
http://dla.library.upenn.edu/dla/schoenberg/record.html?id=SCHOENBERG_51650
1464 März 20
Der Lehensrevers über 1 Morgen Weinberge in Untertürkheim, erster Beleg für den Doktortitel, ist entgegen der Angabe von Zitter S. 102 nicht verloren, sondern, worauf Matthias Miller: Mit Brief und Revers (2004), S. 101 Anm. 129 samt beigefügter CD (PDF zum Stadtkreis Stuttgart) hinwies, im Hauptstaastarchiv Stuttgart A 157 U 6320 erhalten.
1476 März 7
Er kauft Güter vom Rottenburger Bürger Hans Hipp.
http://www.inka.uni-tuebingen.de/cgi-bin/msst?idt=3760&form=lang
1477 Mai 28, Sindelfingen
Er ist Zeuge in einer Angelegenheit, die mit der Gründung der Universität Tübingen in Verbindung steht.
Abdruck bei bei Sproll, FDA 1902, S. 116
http://www.freidok.uni-freiburg.de/volltexte/6211/
1478 Februar 1
Dr. Lucas Spetzhart hat 14 Schilling ewige Gült aus einer Wiese der Präsenz in der Rottenburger Pfarrkirche gegeben.
Württembergische Archivinventare 8: Oberamt Rottenburg (1913), S. 2
1483 Januar 3, Schloss Stuttgart
Er bezeugt den Erhalt einer Bulle in Sache Ordensreform.
http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=2-2577856
Lukas Spechtshart der Jüngere (S. 19-21)
Der Sohn des älteren Lukas Spechtshart nahm 1483 mit dem Herkunftsort Rottenburg in Tübingen das Studium auf. 1506 war er bereits Doktor der Medizin. 1511 war er anscheinend noch am Leben, 1521 nicht mehr.
In den 1511/12 entstandenen Lorcher Chorbüchern erscheint er als Dr. med. und mit seinem Wappen. Widmann bildet S. 20 die Seite Cod. mus. fol. 63, Bl. 31v mit dem Lilienwappen Spechtsharts ab. Ich denke, dass sich der Eintrag auf den jüngeren Lukas bezieht und dass dieser als Angehöriger von Herzog Ulrichs Hof berücksichtigt wurde (vgl. auch Felix Heinzer, in: 900 Jahre Kloster Lorch, 2004, S. 138; Werner Gebhardt, in: Die Schriftmuster des Laurentius Autenrieth, 1979, S. 129 Anm. 78 dachte an den “Hausarzt des Klosters”).
https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Chorbuch_spechtshart.jpg
***
Alexander Seitz (S. 21-24)
http://beacon.findbuch.de/seealso/pnd-aks?format=sources&id=129907405
Der 1488 in Tübingen immatrikulierte bekannte Autor aus Marbach hielt sich 1525 in Reutlingen auf.
http://www.irg.uzh.ch/static/zwingli-briefe/index.php?n=Brief.407
Zu seiner Beteiligung am Aufstand des “Armen Konrad” 1514 siehe die virtuelle Ausstellung
http://www.landesarchiv-bw.de/web/56978
und einen kurzen Artikel im mir nicht zugänglichen Band: Der “Arme Konrad" vor Gericht (2014).
Die Frage des Todesjahrs kann ich jetzt nicht klären. 1533 lebte Seitz nach Widmann noch (S. 24), wobei - unzitiert -
http://query.staatsarchiv.bs.ch/query/detail.aspx?ID=595138
herangezogen worden sein dürfte. Für einen Streit in Basel 1535 gab Lindner keinen Beleg
https://archive.org/stream/bub_gb_HVI9AAAAYAAJ#page/n237/mode/2up
In der Amerbach-Korrespondenz heißt es, dass er 1533 ausgewiesen wurde.
http://books.google.de/books?id=D95EAAAAMAAJ&q=%22alexander+sytz%22
Die DNB gibt ca. 1544 als Todesdatum, aber seit 1868 stehen detaillierte Quellenbelege aus Landau zu 1543-1545 zur Verfügung:
http://books.google.de/books?id=799eAAAAcAAJ&pg=PA249
***
Georg Rentz (S. 24-26)
Einen Leibarzt Georg Rentz ohne nähere Angaben kennt die DNB:
http://beacon.findbuch.de/seealso/pnd-aks?format=sources&id=1055560149
Georg Rentz aus Waiblingen, der sich 1515 in Heidelberg immatrikulierte, war ab 1530 in Reutlingen als Stadtarzt tätig. Insbesondere bei Google Books fände man mehr über ihn als bei Widmann. Ich begnüge mich mit dem zugegebenermaßen nicht sehr nahrhaften Hinweis auf Wilhelm Glässner: Waiblingen in Chroniken des 16. Jahrhunderts (1978), S. 41, 119.
***
Martin Stürmlin (S. 26f.)
http://beacon.findbuch.de/seealso/pnd-aks?format=sources&id=1012366944
Der erste Stadtapotheker Othmar Scheltz gab in einem undatierten Schreiben an, nach Rentz seien jüngere, unerfahrene Ärzte in die Stadt gekommen. Er nennt Stürmlin, “Heinrich von Rottenburg” und “Jerg Trauttman”. Nur zu Martin Stürmlin bietet Widmann Nachrichten. Der Stuttgarter Stürmlin nahm 1528 sein Studium in Tübingen auf. Er starb am 20. Oktober 1562; sein Epitaph befindet sich im Stadtmuseum Stuttgart (leider nicht von Widmann abgebildet).
Auch hier lohnt es sich in Google Books ergänzend zu recherchieren (wie auch bei den meisten der folgenden Namen).
***
Georg Kürrmann (S. 27f.)
Der Straßburger Georg Kürrmann (immatrikuliert in Tübingen 1547) ist 1558 als Reutlinger Stadtarzt belegt.
***
Nikolaus Mögling (S. 29-34)
Der gebürtige Tübinger studierte ab 1547 in seiner Heimatstadt und wurde 1569 Stadtarzt in Reutlingen. Am 15. Januar 1576 ist er gestorben; sein schönes Epitaph ist im Reutlinger Heimatmuseum überliefert (abgebildet S. 32).
***
Lorenz Hyperius der Ältere (S. 34-36)
http://beacon.findbuch.de/seealso/pnd-aks?format=sources&id=128428643
Laurentius Hyperius aus Marburg, der Sohn des Theologen Andreas Hyperius, wurde 1560 in Marburg immatrikuliert und 1576 Reutlinger Stadtarzt. Sein gleichnamiger Sohn (S. 36), der ebenfalls Arzt wurde, ist in Reutlingen geboren. Nicht berücksichtigt hat Widmann den Hinweis von Krause auf den 1594 gestorbenen Vater::
http://books.google.de/books?id=c6W3Cn5x8V8C&pg=PA87
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Alexander Camerer (S. 37f.)
Der Tübinger Bürgermeisterssohn schrieb sich 1565 in Tübingen ein und folgte Hyperius 1580 als Stadtarzt nach. Er starb am 12. November 1599. Er setzte die Reutlinger Chronik des Christoph Laubenberger fort.
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Sebald Stoffel (S. 38-43)
http://beacon.findbuch.de/seealso/pnd-aks?format=sources&id=138407045
Ihm folgte der Reutlinger Sebald Stoffel nach (1585 Immatrikulation Tübingen), gestorben 1609. Er stiftete eine Kabinettsscheibe im Ulmer kleinen Ratssaal 1598 (abgebildet S. 41).
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Johann Rudolf Camerer (S. 43-47)
http://beacon.findbuch.de/seealso/pnd-aks?format=sources&id=104338679
Dublette:
http://beacon.findbuch.de/seealso/pnd-aks?format=sources&id=173024343
Der Sohn Alexanders wurde 1593 in Tübingen eingeschrieben und starb 1635.
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Johann Heinrich Menni (S. 50-53)
http://beacon.findbuch.de/seealso/pnd-aks?format=sources&id=122371143
Der Sohn des Uracher Physikus “sei am 4. August 1605 in Urach geboren, heißt es” (S. 50). Wo heißt es das? Eine solche für die Personendaten zentrale Angabe ohne Einzelnachweis ist wertlos. 1631 war Menni, der sich Dr. med. nannte, Apotheker in Reutlingen. Als Apotheker wirkte hier auch sein Bruder Johann Konrad (S. 53-55). Johann Heinrich Mennis Porträt von 1641 (abgebildet S. 52) ist nicht nur via Wellcome Images (so Fußnote 181) in besserer Qualität einsehbar, sondern auch zweimal im Digitalen Portraitindex (siehe GND-Link). Widmann weist Menni noch 1651 in Aschaffenburg nach.
Möglicherweise ergibt sich ein Terminus ante quem für das Sterbedatum aus Stuttgarter RKG-Akten. Da ein Findmittel nicht online ist, muss ich einen Schnipsel bemühen:
http://books.google.de/books?id=5VYrAQAAIAAJ&q=%22johann+heinrich+menni%22
Update: Georg Kümmerlin aus Urach wurde nach dem Tübinger Dr. med. 1539 Reutlinger Stadtarzt
https://www.google.de/search?tbm=bks&q=%22Stipendiaten+in+T%C3%BCb.+Er+verlor+dann++**%22
Nach Kothe (WVjh 1936, S. 275) ist er identisch mit einem Studenten in Ferrara, der 1551 Dr. jur. utr. wurde.
Bei Hofmann als Kämerlin erfasst:
https://books.google.de/books?id=q3bEdfHvSzIC&pg=PA256
Siehe auch Schnurrer:
https://books.google.de/books?id=GctXAAAAcAAJ&pg=PA432
#forschung
KlausGraf - am Freitag, 5. Dezember 2014, 02:06 - Rubrik: Landesgeschichte
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http://www.staatsbibliothek-berlin.de/humboldt
Via
http://staatsbibliothek-berlin.de/nc/aktuelles/presse/detail/article/2014-11-25-8847/
Der Kalliope-Verbund hat jetzt Permalinks und einen (nicht funktionierenden!) Online-Filter:
http://kalliope-verbund.info/
Beispiel:
http://kalliope-verbund.info/de/ead?ead.id=DE-611-HS-2350316
Via
http://staatsbibliothek-berlin.de/nc/aktuelles/presse/detail/article/2014-11-25-8847/
Der Kalliope-Verbund hat jetzt Permalinks und einen (nicht funktionierenden!) Online-Filter:
http://kalliope-verbund.info/
Beispiel:
http://kalliope-verbund.info/de/ead?ead.id=DE-611-HS-2350316
KlausGraf - am Donnerstag, 4. Dezember 2014, 20:20 - Rubrik: Kodikologie
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http://zkbw.blogspot.de/2014/12/ub-wurzburg-hat-handschriften-der.html
http://vb.uni-wuerzburg.de/ub/lskd/index.html
http://vb.uni-wuerzburg.de/ub/lskd/index.html
KlausGraf - am Donnerstag, 4. Dezember 2014, 19:55 - Rubrik: Kodikologie
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Sinngemäß behauptet dies Anika Meier in ihrem dümmlichen Beitrag zu unserer Bloggerreise nach Karlsruhe und Basel.
http://www.artefakt-sz.net/kritik/wilde-maus-blogger-relations-in-deutschen-museen-ein-kommentar
Die Formulierung stammt von
https://twitter.com/musermeku/status/540185009140006912
In der Erstfassung dieses Beitrags stand als Überschrift eine noch
prägnantere Formulierung aus einem Kommentar Meiers, den sie inzwischen gelöscht hat. (Leider ist mein Entwurf vorgestern trotz stundenlanger Arbeit von Twoday in den Orkus geschickt worden, da ich mich neu einloggen musste und dann durch eine falsche Rückwärtstaste alles unwiederbringlich gelöscht habe.)
Schon diese Zensur zeigt, dass sie vom Bloggen nix begriffen hat. Ich lege Wert auf die Feststellung, dass ich nicht "Ruben" bin, der in einem weiteren Kommentar schrieb: "Klaus Graf und Tanja Neumann waren zwei Teilnehmer der Reise. Und das sind für Dich Teilnehmer ohne Relevanz und Reichweite?"
Was ist eigentlich eine Bloggerreise?
Kristine Honig hat eine Antwort versucht:
http://www.kristinehonig.de/2014/09/was-ist-eigentlich-eine-bloggerreise/
Was haben sich die Veranstalter dabei gedacht?
Finanziert wurde die Reise von der Kunsthalle Karlsruhe, der Karlsruhe Tourismus GmbH sowie Art & Design Museums Basel. Es gibt zwei Interviews zu den Hintergründen:
http://www.kunsthalle-karlsruhe.de/de/ausstellungen/degas/rueckblickbloggerreise-karlsruhe-basel28-30-november-2014.html
http://www.marlenehofmann.de/blog/2014/11/27/blogger-relations-fuer-museen-die-kunsthalle-karlsruhe-macht-es-vor/
(Interview von Marlene Hofmann und Diskussion zur Reise)
Zitat von Alexandra Hahn: "Blogger berichten auf sehr erfrischende Art in ganz anderen Kreisen, zu denen wir sonst wenig Zugang haben, und auch überregional. Es geht zum einen um die wertvollen persönlichen Empfehlungen der Blogger, zum anderen darum, dass wir ? vermittelt durch die Blogger und unsere Social-Media-Aktivitäten ? dem digitalen Publikum zeitgemäß, kreativ und nahbar gegenüber treten können".
Was gab es umsonst?
Viel! Wir bekamen Anreise und Übernachtung in zwei guten Hotels jeweils in unmittelbarer Bahnhofsnähe finanziert, jeweils ein Abendessen (in Karlsruhe gut, in Basel vorzüglich), in Karlsruhe noch einen Glühwein nach dem Abendessen in urigem Zeltlokal beim Schloss (der Weihnachtsmarkt hatte leider schon zu). In Karlsruhe durften wir die Degas-Ausstellung mit persönlicher Führung kostenlos besuchen. Beide Städte überließen uns Mobilitätstickets (in Karlsruhe samt Gutscheinheft). Von "Kleinigkeiten" wie Touristik-Unterlagen, Presse-Unterlagen zur Degas-Ausstellung, 1
USB-Stick und einer Packung Basler "Läckerli" (haltbar bis zum 30.11.2014) ganz abgesehen.
MERCI VILLMOLS!
Wie sollte man mit solchem Sponsoring umgehen?
Seit Januar 2013 gibt es einen Reiseblogger-Kodex, der dazu eine eindeutige Aussage enthält:
"3.1 Einladungen wie Pressereisen, Bloggerreisen und Events sowie
Unterstützungen von individuellen Reisen sind probate Mittel, um
Recherchereisen zu realisieren.
3.1.1 Unsere journalistische Freiheit bleibt von jeder
Unterstützung/Einladung unangetastet.
3.1.2 Eine Unterstützung/Einladung ist keine Bezahlung. Sie ist die
Grundlage dafür, dass wir unserer Arbeit nachgehen können.
3.1.3 Wir kennzeichnen Inhalte, die durch eine Unterstützung/Einladung
zustande gekommen sind, deutlich." (Hervorhebung von mir.)
http://reiseblogger-kodex.com/reiseblogger-kodex/
Es ist also wichtig, transparent mit der Fremdfinanzierung umzugehen (auch wenn dies Neid auslöst, siehe Anika Meier) und sich seine Unabhängigkeit in der Berichterstattung zu bewahren.
Ich selbst habe unzählige Rezensionsexemplare für gedruckte Zeitschriften und dieses Blog kostenlos erhalten, finde aber nicht, dass mich das in einem einzigen Fall gehindert hat, Kritik zu üben ...
Wer war mit dabei?
Außer mir vier supernette junge Bloggerinnen.
Angelika Schoder
http://musermeku.hypotheses.org/2068 (Bericht mit Diskussion)
Tanja Neumann
http://www.museumstraum.de/
Tine Nowak
http://tinowa.de/2014/11/29/kbreise1/ (1. Bericht)
http://mobilvideo.hypotheses.org/
Viviana D'Angelo
http://www.vividangelo.com/
https://vivisdeliriums.wordpress.com/
Wie war der Austausch?
Super, wir haben uns alle sehr gut verstanden.
Angelika @musermeku: Ich kann dem nur zustimmen! RT “@TanjaNeumann: Es war toll mit euch, @tinowa @dangelo_viviana @musermeku @Archivalia_kg! #kbreise14”
https://twitter.com/musermeku/status/539078822357123072
Wie erfolgte die Auswahl?
Angelika schreibt dazu: " Und natürlich gibt es auch unter Kulturbloggern reichweitenstärkere und -schwächere Blogger - aber das war für die Initiatoren der #kbreise14 nicht das Kriterium. Die Vorauswahl potentieller Teilnehmer und die Zusammenstellung einer Verteilerliste fand nach qualitativen Gesichtspunkten statt, wie Alexandra Hahn mir gegenüber in einem Feedback-Gespräch am 1. Dezember 2014 betonte. Und alle sich in diesem Verteiler befindenden Wissenschafts- und Kulturblogger wurden als
gleichwertig angesehen - aus diesem Grund entschied man sich für das "Windhund-Prinzip", d.h. die Schnellsten 5 waren dabei."
http://musermeku.hypotheses.org/2068
Eine Worte zu möglichen Auswahlkriterien. Für deutsche öffentliche
Institutionen wie die Kunsthalle Karlsruhe gibt es verwaltungsrechtliche Vorgaben, die eine willkürliche Auswahl etwa nach persönlicher Sympathie unterbinden. Auch wenn man einen weiten Entscheidungsspielraum bejaht, darf die Auswahl nicht grob unfair sein. Im Hinterkopf ist stets auch das Gleichbehandlungsgebot des Art. 3 GG zu behalten.
Kriterien können sein:
- Losverfahren nach Fristablauf
- Windhundprinzip: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst
https://de.wikipedia.org/wiki/Windhundprinzip
- Originalität/Qualität der Anmeldung/eines Probebeitrags
- Reichweite
Die Vergabe nach der Reihenfolge der Anmeldung ist in der deutschen Verwaltungspraxis ein durchaus bewährtes Verfahren, siehe etwa
https://www.bundesverfassungsgericht.de/entscheidungen/rk20021030_1bvr193202.html
https://www.bundesverfassungsgericht.de/entscheidungen/rk20130412_1bvr099013.html
Vor allem das Quotenargument Meiers stößt mir übel auf. Eine faire Auswahl kann nicht darin bestehen, die immer gleichen reichweitenstarken Blogger und Bloggerinnen zu bevorzugen. Durchaus übertragbar scheint mir die reiche verwaltungsgerichtliche Rechtsprechung zu Fragen der Marktzulassung, bei der es auch um knappe Güter geht, und zum Grundsatz "bekannt und bewährt" (der deutlich aufgelockert wurde), siehe nur
http://www.bverwg.de/entscheidungen/entscheidung.php?ent=240611B8B31.11.0
Wie war die persönliche Betreuung?
Toll! Man hat sich sehr viel Mühe mit uns gegeben. Auch dafür ein
herzliches Dankeschön.
Was kann ich empfehlen?
Ich kannte ja beide Städte seit langem. In Karlsruhe hatte ich ein halbes Jahr 1987 während meines Referendariats am GLAK gelebt, in Basel war ich mehrfach (wenn auch nie im Staatsarchiv mit seinen fantastischen Beständen zum Spätmittelalter). Beide lohnen nicht zuletzt aufgrund ihrer Museen den Besuch.
Die Degas-Ausstellung in der Karlsruher Kunsthalle läuft noch bis zum1. 15. Februar 2015 und ist für Freunde des Malers sicher sehr sehenswert, zumal sie sich redlich bemüht, die unvermeidlichen Ballerinas nicht in den Mittelpunkt zu stellen.
http://www.kunsthalle-karlsruhe.de/de/ausstellungen/degas.html
Degas und die Schau in Karlsruhe, die dem Besucher durchaus gewisse didaktische Elemente wie eine Zeittafel anbot, fand ich viel ansprechender als Courbet in der Fondation Beyeler (Basel), der einfallslos präsentiert wurde:
http://www.fondationbeyeler.ch/courbet
In der Fondation zu sehen waren auch Werke von Peter Doig, die mich aber weniger berührten. Sehr gut: Im teuren Eintritt (19 Euro) war freies WLAN inbegriffen. In den Fondations-Ausstellungen herrschte Fotografierverbot (auch beim gemeinfreien Courbet), die kleine eigene Sammlung durfte fotografiert werden, was aber erst bei Nachfragen kommuniziert wurde.
Die Basler Altstadt mit den vielen Gässli und historischen Hausnamen sowie das sehr gelungene Historische Museum in der Barfüßerkirche
http://www.hmb.ch/
versöhnten mich aber wieder.
Was kann ich nicht empfehlen?
Bis auf Angelika, die Karlsruher Jugendstil genoss, pilgerten wir alle am Samstag Nachmittag zum ZKM,
http://zkm.de/
um dort enttäuscht festzustellen, dass die Hälfte des Museumsbereichs geschlossen war. Es gab nur einen italienischen Künstler und eine Ausstellung über Computerspiele zu sehen. Hier hätte man uns von Veranstalterseite vorwarnen müssen!
Nach dem wunderbaren Abendessen in Basel hatte ich mir in den Kopf gesetzt, die auf dem Programm empfohlene Bar im Messeturm
http://www.barrouge.ch/
aufzusuchen. Die Damen ließen sich überreden, und wir nahmen die Tram zum Messegelände. Da aber alle unter 35 20 Franken Eintritt zahlen mussten, haben wir darauf verzichtet und uns noch gemütlich in einem Hotel neben unserem Hotel zusammengesetzt.
Wo kann man im Netz mehr zu unserer Bloggerreise finden?
Live-Berichterstattung fand vor allem auf Twitter mit #kbreise14 statt (dort auch Fotos bzw. Links zu Instagram usw.). Die Kunsthalle Karlsruhe hat rasch ein Storify gebaut daraus, Dankeschön auch hierfür:
http://www.kunsthalle-karlsruhe.de/de/ausstellungen/degas/rueckblickbloggerreise-karlsruhe-basel28-30-november-2014.html
Auf die beiden Beiträge von Angelika und Tine habe ich oben schon verlinkt. Bei Angelika und Marlene Hofmann (siehe oben) wird auch diskutiert. Alexandra Hahn von der Kunsthalle Karlsruhe hat sich bei Hofmann geäußert:
"Die Bloggerreise hat auch uns sehr gefallen und es hat riesig Spaß
gemacht, die Tweets mitzulesen! Ganz herzlichen Dank noch mal an Tanja Neumann, Tine Nowak, Klaus Graf, Viviana D´Angelo und Angelika Schoder
wir sind super glücklich mit unseren TeilnehmerInnen! - See more at:
http://www.marlenehofmann.de/blog/2014/11/27/blogger-relations-fuer-museen-die-kunsthalle-karlsruhe-macht-es-vor/#sthash.QWIZyiAN.dpuf "
Nadja Elia-Borer, die uns in Basel gastfreundlichst aufnahm, hat bei
Angelika im gleichen Sinn kommentiert.
Tine Nowak hat übrigens schon ein kleines Video gepostet.
http://www.magisto.com/album/video/JHc6XF5OAVV6KToGDmEwCXl6
Und die Kritikpunkte?
Die kamen schon oben, im Storify und bei Angelika zur Sprache. Künftige Veranstalter solcher Reisen sollten vor allem berücksichtigen, dass BloggerInnen (unter uns waren drei Museumsexpertinnen) sich gern mit Verantwortlichen austauschen (Manager, Kuratoren usw.). Für solche Begegnungen, die ja auch im Interesse der Institutionen sind, muss (genügend) Zeit zur Verfügung stehen.
War es das hier mit der Berichterstattung?
Nein! Geplant habe ich mindestens drei weitere Beiträge:
- zur leidigen Frage des Fotografierens
Siehe dazu auch
http://www.museumstraum.de/2014/11/22/der-vernetzte-besucher-wie-wird-das-smartphone-im-museum-zur-bereicherung/
http://www.tanjapraske.de/2014/11/19/14-gruende-warum-museen-kein-social-media-brauchen/#more-571
- ein kritischer Streifzug durch die digitalen Angebote Karlsruher
Kulturinstitutionen mit Ideen für bessere Kooperation (Digital Public
Library KA)
- Degas-Bilder im Netz
Smartphones ins Museum! (Hier ein Beispiel aus dem 19. Jahrhundert, das sich derzeit im Museum, der Kunsthalle KA befindet und sonst im Louvre ;-)
http://www.artefakt-sz.net/kritik/wilde-maus-blogger-relations-in-deutschen-museen-ein-kommentar
Die Formulierung stammt von
https://twitter.com/musermeku/status/540185009140006912
In der Erstfassung dieses Beitrags stand als Überschrift eine noch
prägnantere Formulierung aus einem Kommentar Meiers, den sie inzwischen gelöscht hat. (Leider ist mein Entwurf vorgestern trotz stundenlanger Arbeit von Twoday in den Orkus geschickt worden, da ich mich neu einloggen musste und dann durch eine falsche Rückwärtstaste alles unwiederbringlich gelöscht habe.)
@tinowa @Archivalia_kg @musermeku @TanjaNeumann daraufhin hat sie ihre Antwort gelöscht und meinen comment nie freigeschaltet. ..
— Vivi_D'Angelo (@dangelo_viviana) 3. Dezember 2014
Schon diese Zensur zeigt, dass sie vom Bloggen nix begriffen hat. Ich lege Wert auf die Feststellung, dass ich nicht "Ruben" bin, der in einem weiteren Kommentar schrieb: "Klaus Graf und Tanja Neumann waren zwei Teilnehmer der Reise. Und das sind für Dich Teilnehmer ohne Relevanz und Reichweite?"
Was ist eigentlich eine Bloggerreise?
Kristine Honig hat eine Antwort versucht:
http://www.kristinehonig.de/2014/09/was-ist-eigentlich-eine-bloggerreise/
Was haben sich die Veranstalter dabei gedacht?
Finanziert wurde die Reise von der Kunsthalle Karlsruhe, der Karlsruhe Tourismus GmbH sowie Art & Design Museums Basel. Es gibt zwei Interviews zu den Hintergründen:
http://www.kunsthalle-karlsruhe.de/de/ausstellungen/degas/rueckblickbloggerreise-karlsruhe-basel28-30-november-2014.html
http://www.marlenehofmann.de/blog/2014/11/27/blogger-relations-fuer-museen-die-kunsthalle-karlsruhe-macht-es-vor/
(Interview von Marlene Hofmann und Diskussion zur Reise)
Zitat von Alexandra Hahn: "Blogger berichten auf sehr erfrischende Art in ganz anderen Kreisen, zu denen wir sonst wenig Zugang haben, und auch überregional. Es geht zum einen um die wertvollen persönlichen Empfehlungen der Blogger, zum anderen darum, dass wir ? vermittelt durch die Blogger und unsere Social-Media-Aktivitäten ? dem digitalen Publikum zeitgemäß, kreativ und nahbar gegenüber treten können".
Was gab es umsonst?
Viel! Wir bekamen Anreise und Übernachtung in zwei guten Hotels jeweils in unmittelbarer Bahnhofsnähe finanziert, jeweils ein Abendessen (in Karlsruhe gut, in Basel vorzüglich), in Karlsruhe noch einen Glühwein nach dem Abendessen in urigem Zeltlokal beim Schloss (der Weihnachtsmarkt hatte leider schon zu). In Karlsruhe durften wir die Degas-Ausstellung mit persönlicher Führung kostenlos besuchen. Beide Städte überließen uns Mobilitätstickets (in Karlsruhe samt Gutscheinheft). Von "Kleinigkeiten" wie Touristik-Unterlagen, Presse-Unterlagen zur Degas-Ausstellung, 1
USB-Stick und einer Packung Basler "Läckerli" (haltbar bis zum 30.11.2014) ganz abgesehen.
MERCI VILLMOLS!
Wie sollte man mit solchem Sponsoring umgehen?
Seit Januar 2013 gibt es einen Reiseblogger-Kodex, der dazu eine eindeutige Aussage enthält:
"3.1 Einladungen wie Pressereisen, Bloggerreisen und Events sowie
Unterstützungen von individuellen Reisen sind probate Mittel, um
Recherchereisen zu realisieren.
3.1.1 Unsere journalistische Freiheit bleibt von jeder
Unterstützung/Einladung unangetastet.
3.1.2 Eine Unterstützung/Einladung ist keine Bezahlung. Sie ist die
Grundlage dafür, dass wir unserer Arbeit nachgehen können.
3.1.3 Wir kennzeichnen Inhalte, die durch eine Unterstützung/Einladung
zustande gekommen sind, deutlich." (Hervorhebung von mir.)
http://reiseblogger-kodex.com/reiseblogger-kodex/
Es ist also wichtig, transparent mit der Fremdfinanzierung umzugehen (auch wenn dies Neid auslöst, siehe Anika Meier) und sich seine Unabhängigkeit in der Berichterstattung zu bewahren.
Ich selbst habe unzählige Rezensionsexemplare für gedruckte Zeitschriften und dieses Blog kostenlos erhalten, finde aber nicht, dass mich das in einem einzigen Fall gehindert hat, Kritik zu üben ...
Wer war mit dabei?
Außer mir vier supernette junge Bloggerinnen.
Angelika Schoder
http://musermeku.hypotheses.org/2068 (Bericht mit Diskussion)
Tanja Neumann
http://www.museumstraum.de/
Tine Nowak
http://tinowa.de/2014/11/29/kbreise1/ (1. Bericht)
http://mobilvideo.hypotheses.org/
Viviana D'Angelo
http://www.vividangelo.com/
https://vivisdeliriums.wordpress.com/
Wie war der Austausch?
Super, wir haben uns alle sehr gut verstanden.
Angelika @musermeku: Ich kann dem nur zustimmen! RT “@TanjaNeumann: Es war toll mit euch, @tinowa @dangelo_viviana @musermeku @Archivalia_kg! #kbreise14”
https://twitter.com/musermeku/status/539078822357123072
Wie erfolgte die Auswahl?
Angelika schreibt dazu: " Und natürlich gibt es auch unter Kulturbloggern reichweitenstärkere und -schwächere Blogger - aber das war für die Initiatoren der #kbreise14 nicht das Kriterium. Die Vorauswahl potentieller Teilnehmer und die Zusammenstellung einer Verteilerliste fand nach qualitativen Gesichtspunkten statt, wie Alexandra Hahn mir gegenüber in einem Feedback-Gespräch am 1. Dezember 2014 betonte. Und alle sich in diesem Verteiler befindenden Wissenschafts- und Kulturblogger wurden als
gleichwertig angesehen - aus diesem Grund entschied man sich für das "Windhund-Prinzip", d.h. die Schnellsten 5 waren dabei."
http://musermeku.hypotheses.org/2068
#kbreise14 besser hätte man die Gruppe auch manuell nicht zusammenstellen können #windhundprinzip
— Klaus Graf (@Archivalia_kg) 29. November 2014
Eine Worte zu möglichen Auswahlkriterien. Für deutsche öffentliche
Institutionen wie die Kunsthalle Karlsruhe gibt es verwaltungsrechtliche Vorgaben, die eine willkürliche Auswahl etwa nach persönlicher Sympathie unterbinden. Auch wenn man einen weiten Entscheidungsspielraum bejaht, darf die Auswahl nicht grob unfair sein. Im Hinterkopf ist stets auch das Gleichbehandlungsgebot des Art. 3 GG zu behalten.
Kriterien können sein:
- Losverfahren nach Fristablauf
- Windhundprinzip: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst
https://de.wikipedia.org/wiki/Windhundprinzip
- Originalität/Qualität der Anmeldung/eines Probebeitrags
- Reichweite
Die Vergabe nach der Reihenfolge der Anmeldung ist in der deutschen Verwaltungspraxis ein durchaus bewährtes Verfahren, siehe etwa
https://www.bundesverfassungsgericht.de/entscheidungen/rk20021030_1bvr193202.html
https://www.bundesverfassungsgericht.de/entscheidungen/rk20130412_1bvr099013.html
Vor allem das Quotenargument Meiers stößt mir übel auf. Eine faire Auswahl kann nicht darin bestehen, die immer gleichen reichweitenstarken Blogger und Bloggerinnen zu bevorzugen. Durchaus übertragbar scheint mir die reiche verwaltungsgerichtliche Rechtsprechung zu Fragen der Marktzulassung, bei der es auch um knappe Güter geht, und zum Grundsatz "bekannt und bewährt" (der deutlich aufgelockert wurde), siehe nur
http://www.bverwg.de/entscheidungen/entscheidung.php?ent=240611B8B31.11.0
Wie war die persönliche Betreuung?
Toll! Man hat sich sehr viel Mühe mit uns gegeben. Auch dafür ein
herzliches Dankeschön.
Was kann ich empfehlen?
Ich kannte ja beide Städte seit langem. In Karlsruhe hatte ich ein halbes Jahr 1987 während meines Referendariats am GLAK gelebt, in Basel war ich mehrfach (wenn auch nie im Staatsarchiv mit seinen fantastischen Beständen zum Spätmittelalter). Beide lohnen nicht zuletzt aufgrund ihrer Museen den Besuch.
Die Degas-Ausstellung in der Karlsruher Kunsthalle läuft noch bis zum
http://www.kunsthalle-karlsruhe.de/de/ausstellungen/degas.html
Degas und die Schau in Karlsruhe, die dem Besucher durchaus gewisse didaktische Elemente wie eine Zeittafel anbot, fand ich viel ansprechender als Courbet in der Fondation Beyeler (Basel), der einfallslos präsentiert wurde:
http://www.fondationbeyeler.ch/courbet
In der Fondation zu sehen waren auch Werke von Peter Doig, die mich aber weniger berührten. Sehr gut: Im teuren Eintritt (19 Euro) war freies WLAN inbegriffen. In den Fondations-Ausstellungen herrschte Fotografierverbot (auch beim gemeinfreien Courbet), die kleine eigene Sammlung durfte fotografiert werden, was aber erst bei Nachfragen kommuniziert wurde.
Die Basler Altstadt mit den vielen Gässli und historischen Hausnamen sowie das sehr gelungene Historische Museum in der Barfüßerkirche
http://www.hmb.ch/
versöhnten mich aber wieder.
Was kann ich nicht empfehlen?
Bis auf Angelika, die Karlsruher Jugendstil genoss, pilgerten wir alle am Samstag Nachmittag zum ZKM,
http://zkm.de/
um dort enttäuscht festzustellen, dass die Hälfte des Museumsbereichs geschlossen war. Es gab nur einen italienischen Künstler und eine Ausstellung über Computerspiele zu sehen. Hier hätte man uns von Veranstalterseite vorwarnen müssen!
Nach dem wunderbaren Abendessen in Basel hatte ich mir in den Kopf gesetzt, die auf dem Programm empfohlene Bar im Messeturm
http://www.barrouge.ch/
aufzusuchen. Die Damen ließen sich überreden, und wir nahmen die Tram zum Messegelände. Da aber alle unter 35 20 Franken Eintritt zahlen mussten, haben wir darauf verzichtet und uns noch gemütlich in einem Hotel neben unserem Hotel zusammengesetzt.
Wo kann man im Netz mehr zu unserer Bloggerreise finden?
Live-Berichterstattung fand vor allem auf Twitter mit #kbreise14 statt (dort auch Fotos bzw. Links zu Instagram usw.). Die Kunsthalle Karlsruhe hat rasch ein Storify gebaut daraus, Dankeschön auch hierfür:
http://www.kunsthalle-karlsruhe.de/de/ausstellungen/degas/rueckblickbloggerreise-karlsruhe-basel28-30-november-2014.html
Auf die beiden Beiträge von Angelika und Tine habe ich oben schon verlinkt. Bei Angelika und Marlene Hofmann (siehe oben) wird auch diskutiert. Alexandra Hahn von der Kunsthalle Karlsruhe hat sich bei Hofmann geäußert:
"Die Bloggerreise hat auch uns sehr gefallen und es hat riesig Spaß
gemacht, die Tweets mitzulesen! Ganz herzlichen Dank noch mal an Tanja Neumann, Tine Nowak, Klaus Graf, Viviana D´Angelo und Angelika Schoder
wir sind super glücklich mit unseren TeilnehmerInnen! - See more at:
http://www.marlenehofmann.de/blog/2014/11/27/blogger-relations-fuer-museen-die-kunsthalle-karlsruhe-macht-es-vor/#sthash.QWIZyiAN.dpuf "
Nadja Elia-Borer, die uns in Basel gastfreundlichst aufnahm, hat bei
Angelika im gleichen Sinn kommentiert.
Tine Nowak hat übrigens schon ein kleines Video gepostet.
http://www.magisto.com/album/video/JHc6XF5OAVV6KToGDmEwCXl6
Und die Kritikpunkte?
Die kamen schon oben, im Storify und bei Angelika zur Sprache. Künftige Veranstalter solcher Reisen sollten vor allem berücksichtigen, dass BloggerInnen (unter uns waren drei Museumsexpertinnen) sich gern mit Verantwortlichen austauschen (Manager, Kuratoren usw.). Für solche Begegnungen, die ja auch im Interesse der Institutionen sind, muss (genügend) Zeit zur Verfügung stehen.
War es das hier mit der Berichterstattung?
Nein! Geplant habe ich mindestens drei weitere Beiträge:
- zur leidigen Frage des Fotografierens
Siehe dazu auch
http://www.museumstraum.de/2014/11/22/der-vernetzte-besucher-wie-wird-das-smartphone-im-museum-zur-bereicherung/
http://www.tanjapraske.de/2014/11/19/14-gruende-warum-museen-kein-social-media-brauchen/#more-571
Kleines Mädchen weint bitterlich, weil sie ihr Skizzenbuch wegpacken musste. Man kann's auch übertreiben... #kbreise14 @Fond_Beyeler
— museums(t)raum (@TanjaNeumann) 30. November 2014
- ein kritischer Streifzug durch die digitalen Angebote Karlsruher
Kulturinstitutionen mit Ideen für bessere Kooperation (Digital Public
Library KA)
- Degas-Bilder im Netz
Smartphones ins Museum! (Hier ein Beispiel aus dem 19. Jahrhundert, das sich derzeit im Museum, der Kunsthalle KA befindet und sonst im Louvre ;-)https://www.news.admin.ch/message/index.html?lang=de&msg-id=55502
Die IJV wurde 1994 vom Bundesrat und den Kantonen Jura und Bern geschaffen, um den interjurassischen Dialog zu fördern und Lösungen in der Jura-Frage zu erarbeiten.
Die IJV wurde 1994 vom Bundesrat und den Kantonen Jura und Bern geschaffen, um den interjurassischen Dialog zu fördern und Lösungen in der Jura-Frage zu erarbeiten.
KlausGraf - am Donnerstag, 4. Dezember 2014, 19:22 - Rubrik: Staatsarchive
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Hans Harter fragte mich nach der Quelle für eine verbreitete Darstellung. Im Netz habe ich aber nur Sackgassen gefunden:
http://www.listserv.dfn.de/cgi-bin/wa?A2=ind1412&L=hexenforschung&P=486

http://www.listserv.dfn.de/cgi-bin/wa?A2=ind1412&L=hexenforschung&P=486

KlausGraf - am Donnerstag, 4. Dezember 2014, 19:10 - Rubrik: Geschichtswissenschaft
So die zutreffende Überschrift
http://www.golem.de/news/wissenschaftliche-veroeffentlichungen-nature-befreit-inhalte-ein-bisschen-1412-110898.html
"Abonnenten können Freunden oder Kollegen eine eindeutige Webadresse zu einem Aufsatz zukommen lassen. Journalisten und Blogger, die über Wissenschaftsthemen berichten, können in ihren Artikeln auf die Aufsätze verlinken und ihren Lesern so den Zugang zur Vollversion ermöglichen. Das gilt für Nature sowie 48 weitere wissenschaftliche Fachzeitschriften der Nature Publishing Group (NPG). [...] Open Access ist das aber nicht: Die Aufsätze stehen als schreibgeschützte PDFs zur Verfügung. Um sie aufzurufen, benötigen die Nutzer die Lesesoftware Read Cube. "
Irreführend dagegen:
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/fachverlag-nature-macht-alle-fachartikel-frei-lesbar-a-1006419.html
Englischsprachige, überwiegend kritische Kommentare:
https://www.techdirt.com/articles/20141202/11073029297/nature-drops-its-paywall-replaces-it-with-insane-anti-research-proprietary-drm.shtml
http://www.michaeleisen.org/blog/?p=1668
http://rossmounce.co.uk/2014/12/02/beggar-access/
http://blogs.egu.eu/network/palaeoblog/2014/12/03/one-small-step-for-nature/
http://blogs.ch.cam.ac.uk/pmr/2014/12/03/natures-fauxpen-access-leaves-me-very-sad-and-very-angry/
Update:
http://wisspub.net/2014/12/04/nature-lesen-ja-drucken-nein/
http://scepticemia.com/2014/12/06/beggaraccess-nature-dark-social-free-to-view-and-the-open-access-debate/
Beispiel für einen mit ReadCube lesbaren Beitrag:
http://t.co/EYg621Pnwx
http://www.golem.de/news/wissenschaftliche-veroeffentlichungen-nature-befreit-inhalte-ein-bisschen-1412-110898.html
"Abonnenten können Freunden oder Kollegen eine eindeutige Webadresse zu einem Aufsatz zukommen lassen. Journalisten und Blogger, die über Wissenschaftsthemen berichten, können in ihren Artikeln auf die Aufsätze verlinken und ihren Lesern so den Zugang zur Vollversion ermöglichen. Das gilt für Nature sowie 48 weitere wissenschaftliche Fachzeitschriften der Nature Publishing Group (NPG). [...] Open Access ist das aber nicht: Die Aufsätze stehen als schreibgeschützte PDFs zur Verfügung. Um sie aufzurufen, benötigen die Nutzer die Lesesoftware Read Cube. "
Irreführend dagegen:
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/fachverlag-nature-macht-alle-fachartikel-frei-lesbar-a-1006419.html
Englischsprachige, überwiegend kritische Kommentare:
https://www.techdirt.com/articles/20141202/11073029297/nature-drops-its-paywall-replaces-it-with-insane-anti-research-proprietary-drm.shtml
http://www.michaeleisen.org/blog/?p=1668
http://rossmounce.co.uk/2014/12/02/beggar-access/
http://blogs.egu.eu/network/palaeoblog/2014/12/03/one-small-step-for-nature/
http://blogs.ch.cam.ac.uk/pmr/2014/12/03/natures-fauxpen-access-leaves-me-very-sad-and-very-angry/
Update:
http://wisspub.net/2014/12/04/nature-lesen-ja-drucken-nein/
http://scepticemia.com/2014/12/06/beggaraccess-nature-dark-social-free-to-view-and-the-open-access-debate/
Beispiel für einen mit ReadCube lesbaren Beitrag:
http://t.co/EYg621Pnwx
KlausGraf - am Mittwoch, 3. Dezember 2014, 21:58 - Rubrik: Open Access
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Ein Urteil von 1979 grub für seinen Adventskalender aus:
http://wissmit.com/2014/12/03/in-su%CC%88ddeutschland-gibt-es-kein-dorf-ohne-als-hexen-verrufene-frauen/
http://wissmit.com/2014/12/03/in-su%CC%88ddeutschland-gibt-es-kein-dorf-ohne-als-hexen-verrufene-frauen/
KlausGraf - am Mittwoch, 3. Dezember 2014, 21:47 - Rubrik: Archivrecht
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Das LG Köln ist ja nicht gerade für seinen urheberrechtlichen Sachverstand bekannt (Redtube usw.) und hat jetzt ein neues Fehlurteil gefällt: "Afghanistan-Leak" der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ) verstoße gegen Urheberrechte.
Einmal mehr wird das Urheberrecht vorgeschützt, um missliebige Publikationen zu unterdrücken.
http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=14%20O%20333/13
Einmal mehr wird das Urheberrecht vorgeschützt, um missliebige Publikationen zu unterdrücken.
http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=14%20O%20333/13
KlausGraf - am Mittwoch, 3. Dezember 2014, 21:39 - Rubrik: Archivrecht
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"*Archiv für Geschichte des Buchwesens* (AGB). Eine Richtigstellung
In einer Mitteilung zum Erscheinen von Band 69 des AGB haben die bisherigen Herausgeberinnen Ursula Rautenberg und Ute Schneider mitgeteilt, dass sie aus dieser Funktion ausgeschieden sind. Das ist zutreffend. Ab dem kommenden Band 70 wird die Redaktion in den Händen von Björn Biester und Carsten Wurm liegen, denen ein Beirat aus Mitgliedern der Historischen Kommission zur Seite steht: http://www.boersenblatt.net/832208/
Leider hat Frau Rautenberg diese Mitteilung mit einigen Bemerkungen verbunden, denen sehr nachdrücklich widersprochen werden muss, da sie in keiner Weise zutreffen und den Sachverhalt falsch darstellen. In den Bänden 67 und 68 des AGB waren in zwei Sammelbesprechungen unzutreffende Behauptungen aufgestellt worden: eine erste betraf den Mitbegründer der Historischen Kommission, den Oldenbourg-Verleger Horst Kliemann * er sei *SS-Mann* gewesen. Eine zweite betraf den stellvertretenden Vorsitzenden der Kommission und langjährigen Mitredakteur des AGB Reinhard Wittmann * ihm wurde unterstellt, er habe in seiner Geschichte des Oldenbourg Verlages belastende Materialien aus der NS-Zeit unterdrückt beziehungsweise verschwiegen. Darin sah Wittmann seine wissenschaftliche Ehre verletzt und bat in einer persönlichen Mail um Richtigstellung der Falschbehauptungen.
Die beiden Herausgeberinnen reagierten nach längerem Stillschweigen nur mit der kurzen Mitteilung, Wittmann stehe es frei, juristische Schritte gegen den Verlag einzuleiten. Weiterer Kommunikation, etwa auf der Jahressitzung der Historischen Kommission, erstrecht einer Korrektur, verweigerten sie sich kategorisch. Daraufhin sah auch die Kommission das Vertrauensverhältnis als nicht mehr gegeben an. Eine Auflösung des Herausgebervertrags war für beide Seiten die logische Konsequenz.
Wer einer Bitte um Korrekturen eindeutiger Falschbehauptungen *inhaltliche Eingriffe in die Manuskripte der Autoren und Autorinnen* unterstellt, wer öffentlich Einschränkung der wissenschaftlichen Meinungsfreiheit beklagt und sich gar als Zensuropfer stilisiert, wenn es um selbstverständliche Fairness im Umgang innerhalb der Gelehrtenrepublik geht, der ist tatsächlich für die Herausgeberschaft eines international renommierten Organs, wie es das AGB über Jahrzehnte war und künftig weiterhin sein wird, nicht geeignet. Frau Rautenberg ist im übrigen nicht mehr Mitglied der Historischen Kommission des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels.
Im Gegensatz zu Frau Rautenbergs Schlußsatz steht das AGB selbstverständlich auch künftig den Inkunabulisten als Publikationsorgan uneingeschränkt zur Verfügung.
Prof. Dr. h.c. mult Klaus G. Saur
Prof. Dr. Reinhard Wittmann "
Dies als Nachtrag zu:
http://archiv.twoday.net/stories/1022223420/
Saur und Wittmann haben sich mit dieser Erklärung keinen Gefallen getan (Streisand-Effekt). Der Vorwurf des Unterdrückens und Verschweigens von Nazi-Belastungen ist ein von der Meinungsfreiheit geschütztes WERTURTEIL und als solches zu akzeptieren.
Die beanstandete Kliemann-Stelle:
http://books.google.de/books?id=PMQcRPOOSMgC&pg=PA220
1995 war genau das im AGB belegt worden:
https://www.google.de/search?&tbm=bks&q=%22Horst+Kliemann+noch+vor+dem+Krieg+von+der+SS+als+f%C3%B6rderndes+**%22
"Formell begründet war die Einstufung dadurch, daß Horst Kliemann noch vor dem Krieg von der SS als förderndes Mitglied geführt wurde und sie in einem Umfang finanziell unterstützt hatte, der die Verleihung der silbernen Ehrennadel des ..."
Nachtrag 4. Dezember 2014. Gern veröffentliche ich die mir übermittelte "Klarstellung", behalte mir aber eine weitere Stellungnahme vor.
"Klaus Graf, wie immer um schnellstmögliche Meinungsäußerung bemüht, hat diesmal das Tempo allzusehr forciert. Er verweist maliziös auf eine 1995 justament im AGB veröffentlichte Dissertation, worin doch der Vorwurf des „SS-Mannes“ Kliemann bestätigt werde. Er hat dabei leider jene Sorgfalt vermissen lassen, die ihn bei seinen Mittelalterbeiträgen so sehr auszeichnet. Diese Dissertation von Bernd Gruschka, deren Thema die US-Buchpolitik in ihrer Besatzungszone und die Rolle des Verlegers Kurt Desch ist, wurde bei mir als Doktorvater angefertigt. Graf hätte also davon ausgehen dürfen, daß ich durchaus weiß, was darin steht.
Gruschka spricht von einer finanziellen Unterstützung der SS durch Kliemann, welche „die Verleihung der silbernen Ehrennadel des Reichsführers SS, Heinrich Himmler, zur Folge hatte“. Was aber hat es auf sich mit dieser inkriminierten „fördernden Mitgliedschaft der SS“? Dazu findet sich Näheres in der nach wie vor weitaus umfangreichsten Darstellung eines deutschen Verlages in den Zeiten der NS-Diktatur: dem von Saul Friedländer, Norbert Frei, Trutz Rendtorff und Reinhard Wittmann vorgelegten Werk „Bertelsmann im Dritten Reich“. Diese m. W. bisher einzige wissenschaftliche Aufarbeitung des Themas „Fördermitgliedschaft der SS“ ist der Tatsache geschuldet, dass auch Bertelsmann-Verleger Heinrich Mohn diesen Makel trug. Die beiden renommierten NS-Spezialisten Sibylle Steinbacher und Norbert Frei haben akribisch die verstreuten Quellen gesichtet und analysiert. Daraus läßt sich folgendes entnehmen:
Die Förderorganisation gab es seit den Zwanzigerjahren. Fördernde Mitglieder mussten „arisch“ sein, aber nicht Parteimitglied und hatten keinerlei SS-Pflichten oder -Rechte. Die Beiträge kamen nur der allgemeinen, nicht der Waffen-SS zugute, denn im Krieg ruhten die Beitragszahlungen. Vor allem Kaufleute und Industrielle, aber auch Adlige, Intellektuelle und Würdenträger der Kirchen wurden angeworben. Manche Mitglieder hofften auf politische Absicherung, denn die SS galt in den frühen Jahren als „anständigste Organisation der Partei“; der Beitritt „war die vornehmere Variante“, um für die „nationale Sache“ einzutreten. Jeder SS-Mann war verpflichtet, mindestens ein Mitglied zu werben. Die Mitgliederzahl stieg 1933 von etwa 13.000 auf rund 168.000, sie betrug 1936 gut 315.000 Personen. Die Beiträge wurden durch den Kauf von „Wertbeitragsmarken“ erhoben, der Durchschnitt lag bei monatlich ein bis zwei Reichsmark. Die silberne Ehrennadel wurde an sämtliche Mitglieder nach fünfjähriger Zugehörigkeit bei örtlichen Jahresversammlungen (ohne Heinrich Himmler!) verliehen. Ein Austritt war nicht vorgesehen.
Möglicherweise verwechselt Graf diese fördernde Mitgliedschaft mit dem „Freundeskreis Reichsführer-SS“, einem Industriellenzirkel, der jährlich an Himmler rund eine Million Reichsmark spendete. Aber gerade bei einem solchen stark diskreditierenden Vorwurf steht jede historische Forschung in der Pflicht größter Gewissenhaftigkeit. Gruschka, auf den Graf verweist, hat dieser Pflicht genügt, nicht jedoch der Beitrag in AGB 67 von Günther Fetzer, der Kliemann unzutreffend als „SS-Mann“ tituliert und damit bewußt diskriminiert. In einem wissenschaftlichen Organ wie dem AGB, das herausgegeben wird von der Historischen Kommission des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, die Kliemann maßgeblich nach dem Krieg wiederbegründet hat, ist dies nicht achselzuckend hinzunehmen.
Hier auf Präzision und Korrektur zu bestehen, hat mit Zensur nichts zu tun. Es ist sehr bedauerlich, wenn diese Bitte um Fairness rufschädigend als Einschränkung wissenschaftlicher Meinungsfreiheit an die Öffentlichkeit gezerrt wird, wo die erhoffte Resonanz am Blog-Pranger unter knalliger Schlagzeile denn auch umgehend erfolgt. Wie schreibt Herr Graf so zutreffend: „Jeder kann sich dazu seine eigenen Gedanken machen“.
Reinhard Wittmann"
In einer Mitteilung zum Erscheinen von Band 69 des AGB haben die bisherigen Herausgeberinnen Ursula Rautenberg und Ute Schneider mitgeteilt, dass sie aus dieser Funktion ausgeschieden sind. Das ist zutreffend. Ab dem kommenden Band 70 wird die Redaktion in den Händen von Björn Biester und Carsten Wurm liegen, denen ein Beirat aus Mitgliedern der Historischen Kommission zur Seite steht: http://www.boersenblatt.net/832208/
Leider hat Frau Rautenberg diese Mitteilung mit einigen Bemerkungen verbunden, denen sehr nachdrücklich widersprochen werden muss, da sie in keiner Weise zutreffen und den Sachverhalt falsch darstellen. In den Bänden 67 und 68 des AGB waren in zwei Sammelbesprechungen unzutreffende Behauptungen aufgestellt worden: eine erste betraf den Mitbegründer der Historischen Kommission, den Oldenbourg-Verleger Horst Kliemann * er sei *SS-Mann* gewesen. Eine zweite betraf den stellvertretenden Vorsitzenden der Kommission und langjährigen Mitredakteur des AGB Reinhard Wittmann * ihm wurde unterstellt, er habe in seiner Geschichte des Oldenbourg Verlages belastende Materialien aus der NS-Zeit unterdrückt beziehungsweise verschwiegen. Darin sah Wittmann seine wissenschaftliche Ehre verletzt und bat in einer persönlichen Mail um Richtigstellung der Falschbehauptungen.
Die beiden Herausgeberinnen reagierten nach längerem Stillschweigen nur mit der kurzen Mitteilung, Wittmann stehe es frei, juristische Schritte gegen den Verlag einzuleiten. Weiterer Kommunikation, etwa auf der Jahressitzung der Historischen Kommission, erstrecht einer Korrektur, verweigerten sie sich kategorisch. Daraufhin sah auch die Kommission das Vertrauensverhältnis als nicht mehr gegeben an. Eine Auflösung des Herausgebervertrags war für beide Seiten die logische Konsequenz.
Wer einer Bitte um Korrekturen eindeutiger Falschbehauptungen *inhaltliche Eingriffe in die Manuskripte der Autoren und Autorinnen* unterstellt, wer öffentlich Einschränkung der wissenschaftlichen Meinungsfreiheit beklagt und sich gar als Zensuropfer stilisiert, wenn es um selbstverständliche Fairness im Umgang innerhalb der Gelehrtenrepublik geht, der ist tatsächlich für die Herausgeberschaft eines international renommierten Organs, wie es das AGB über Jahrzehnte war und künftig weiterhin sein wird, nicht geeignet. Frau Rautenberg ist im übrigen nicht mehr Mitglied der Historischen Kommission des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels.
Im Gegensatz zu Frau Rautenbergs Schlußsatz steht das AGB selbstverständlich auch künftig den Inkunabulisten als Publikationsorgan uneingeschränkt zur Verfügung.
Prof. Dr. h.c. mult Klaus G. Saur
Prof. Dr. Reinhard Wittmann "
Dies als Nachtrag zu:
http://archiv.twoday.net/stories/1022223420/
Saur und Wittmann haben sich mit dieser Erklärung keinen Gefallen getan (Streisand-Effekt). Der Vorwurf des Unterdrückens und Verschweigens von Nazi-Belastungen ist ein von der Meinungsfreiheit geschütztes WERTURTEIL und als solches zu akzeptieren.
Die beanstandete Kliemann-Stelle:
http://books.google.de/books?id=PMQcRPOOSMgC&pg=PA220
1995 war genau das im AGB belegt worden:
https://www.google.de/search?&tbm=bks&q=%22Horst+Kliemann+noch+vor+dem+Krieg+von+der+SS+als+f%C3%B6rderndes+**%22
"Formell begründet war die Einstufung dadurch, daß Horst Kliemann noch vor dem Krieg von der SS als förderndes Mitglied geführt wurde und sie in einem Umfang finanziell unterstützt hatte, der die Verleihung der silbernen Ehrennadel des ..."
Nachtrag 4. Dezember 2014. Gern veröffentliche ich die mir übermittelte "Klarstellung", behalte mir aber eine weitere Stellungnahme vor.
"Klaus Graf, wie immer um schnellstmögliche Meinungsäußerung bemüht, hat diesmal das Tempo allzusehr forciert. Er verweist maliziös auf eine 1995 justament im AGB veröffentlichte Dissertation, worin doch der Vorwurf des „SS-Mannes“ Kliemann bestätigt werde. Er hat dabei leider jene Sorgfalt vermissen lassen, die ihn bei seinen Mittelalterbeiträgen so sehr auszeichnet. Diese Dissertation von Bernd Gruschka, deren Thema die US-Buchpolitik in ihrer Besatzungszone und die Rolle des Verlegers Kurt Desch ist, wurde bei mir als Doktorvater angefertigt. Graf hätte also davon ausgehen dürfen, daß ich durchaus weiß, was darin steht.
Gruschka spricht von einer finanziellen Unterstützung der SS durch Kliemann, welche „die Verleihung der silbernen Ehrennadel des Reichsführers SS, Heinrich Himmler, zur Folge hatte“. Was aber hat es auf sich mit dieser inkriminierten „fördernden Mitgliedschaft der SS“? Dazu findet sich Näheres in der nach wie vor weitaus umfangreichsten Darstellung eines deutschen Verlages in den Zeiten der NS-Diktatur: dem von Saul Friedländer, Norbert Frei, Trutz Rendtorff und Reinhard Wittmann vorgelegten Werk „Bertelsmann im Dritten Reich“. Diese m. W. bisher einzige wissenschaftliche Aufarbeitung des Themas „Fördermitgliedschaft der SS“ ist der Tatsache geschuldet, dass auch Bertelsmann-Verleger Heinrich Mohn diesen Makel trug. Die beiden renommierten NS-Spezialisten Sibylle Steinbacher und Norbert Frei haben akribisch die verstreuten Quellen gesichtet und analysiert. Daraus läßt sich folgendes entnehmen:
Die Förderorganisation gab es seit den Zwanzigerjahren. Fördernde Mitglieder mussten „arisch“ sein, aber nicht Parteimitglied und hatten keinerlei SS-Pflichten oder -Rechte. Die Beiträge kamen nur der allgemeinen, nicht der Waffen-SS zugute, denn im Krieg ruhten die Beitragszahlungen. Vor allem Kaufleute und Industrielle, aber auch Adlige, Intellektuelle und Würdenträger der Kirchen wurden angeworben. Manche Mitglieder hofften auf politische Absicherung, denn die SS galt in den frühen Jahren als „anständigste Organisation der Partei“; der Beitritt „war die vornehmere Variante“, um für die „nationale Sache“ einzutreten. Jeder SS-Mann war verpflichtet, mindestens ein Mitglied zu werben. Die Mitgliederzahl stieg 1933 von etwa 13.000 auf rund 168.000, sie betrug 1936 gut 315.000 Personen. Die Beiträge wurden durch den Kauf von „Wertbeitragsmarken“ erhoben, der Durchschnitt lag bei monatlich ein bis zwei Reichsmark. Die silberne Ehrennadel wurde an sämtliche Mitglieder nach fünfjähriger Zugehörigkeit bei örtlichen Jahresversammlungen (ohne Heinrich Himmler!) verliehen. Ein Austritt war nicht vorgesehen.
Möglicherweise verwechselt Graf diese fördernde Mitgliedschaft mit dem „Freundeskreis Reichsführer-SS“, einem Industriellenzirkel, der jährlich an Himmler rund eine Million Reichsmark spendete. Aber gerade bei einem solchen stark diskreditierenden Vorwurf steht jede historische Forschung in der Pflicht größter Gewissenhaftigkeit. Gruschka, auf den Graf verweist, hat dieser Pflicht genügt, nicht jedoch der Beitrag in AGB 67 von Günther Fetzer, der Kliemann unzutreffend als „SS-Mann“ tituliert und damit bewußt diskriminiert. In einem wissenschaftlichen Organ wie dem AGB, das herausgegeben wird von der Historischen Kommission des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, die Kliemann maßgeblich nach dem Krieg wiederbegründet hat, ist dies nicht achselzuckend hinzunehmen.
Hier auf Präzision und Korrektur zu bestehen, hat mit Zensur nichts zu tun. Es ist sehr bedauerlich, wenn diese Bitte um Fairness rufschädigend als Einschränkung wissenschaftlicher Meinungsfreiheit an die Öffentlichkeit gezerrt wird, wo die erhoffte Resonanz am Blog-Pranger unter knalliger Schlagzeile denn auch umgehend erfolgt. Wie schreibt Herr Graf so zutreffend: „Jeder kann sich dazu seine eigenen Gedanken machen“.
Reinhard Wittmann"
KlausGraf - am Mittwoch, 3. Dezember 2014, 20:58 - Rubrik: Geschichtswissenschaft
Das Archivamtblog hat einen Beitrag, der unverhohlen Schleichwerbung für eine Sandsack-Firma gemacht hat, wieder gelöscht (er ist im Google-Cache noch einsehbar). Im Februar 2014 habe ich schon Schleichwerbung für die Provinzial im Archivamtblog beanstandet.
http://archiv.twoday.net/stories/689713974/
Ich erinnere mich noch gut daran, dass mein Sachaktenprogramm SACHAV Anfang der 1990er Jahre im Bereich des Landschaftsverbands Westfalen keinen Fuß auf den Boden bekam, vermutlich da durch persönliche Verflechtungen des Archivamt-Personals mit der Firma AUGIAS andere Archivprogramme nahezu chancenlos waren.

http://archiv.twoday.net/stories/689713974/
Ich erinnere mich noch gut daran, dass mein Sachaktenprogramm SACHAV Anfang der 1990er Jahre im Bereich des Landschaftsverbands Westfalen keinen Fuß auf den Boden bekam, vermutlich da durch persönliche Verflechtungen des Archivamt-Personals mit der Firma AUGIAS andere Archivprogramme nahezu chancenlos waren.

KlausGraf - am Mittwoch, 3. Dezember 2014, 18:05 - Rubrik: Archivrecht

