wenn Blogleserinnen Fragen über Datenschutz stellen, Kollegen ratlos sind, ob sie ein Bild verwenden dürfen und Studenten außer Google kaum sinnvolle Recherchestationen kennen, dann weißt das auf einen Missstand hin. Wir reden immer vom Netz der Möglichkeiten und dem Gewinn den es der Geschichtswissenschaft bringt. Selbst skeptische Kollegen zeigen zeitweise gewissen Enthusiasmus, nur um dann enttäuscht wieder von dannen zu ziehen. Aber das Internet ist keine Wunderlampe. Zwar geschieht auch hier oft nichts ohne Reibung, aber Ergebnisse werden nicht gezaubert. Das World Wide Web kann ein wertvolles Werkzeug sein, aber es ist eben nur das und kein Dschinn, der die Arbeit erledigt. Niemand würde sich vor einen Hammer stellen und ihm befehlen:“Bau mir ein Schwert, von dem die Welt zu reden hat!“ Oder glauben, dass er sich in ein Flugzeug setzt und es sofort selbst fliegen kann. Diese Erwartungshaltung scheint aber vielen wissenschaftlichen Nutzern des Netzes gegeben zu sein. Vermischt sie sich dann mit Vorurteilen, Ängsten und mangelndem technischem Wissen, ist das instabile Halbwissen komplett. Instabil deshalb, weil es mit dem was darauf aufgebaut ist oft zusammenbricht, es ist leicht entflammbar und entlädt sich nicht selten explosiv.
Im Gegensatz dazu stehen oft die Kuratoren und Dozenten, die einen Raum mit leuchtenden Augen verlassen nachdem ihnen gezeigt wurde, was alles möglich ist. Das zeigt doch, die Probleme liegen nicht nur im Medium selbst, sondern im Wissen und Umgang mit ihm. Spricht man bei Texten von Literalität, sprechen manche beim elektronischen Gegenpart von eLiteracy. Das Internet ist aber mehr als die Arbeit mit Texten und anderen Quellen. Ist eine Website nach gleichen Bedingungen zu betrachten, wie ein Text? Kann der Quellcode selbst eine Quelle sein? Aber auch darüber gehen die Möglichkeiten hinaus. Das Netz bietet Möglichkeiten zum erarbeiten und zum teilen von Ergebnissen. Computergestütztes Arbeiten ermöglicht Informationen zu taggen und zu vernetzen damit auf neuartige Weise ein asymmetrischer oder chaotischer Zettelkatalog entsteht mit dem neues Zusammenhänge sichtbar werden. Alles in allem geht es darum eine Kompetenz mit dem Medium Internet auszubilden.
Ich möchte den Arbeitsbereich eCompetence gründen. Wer das möchte, ist mir nicht klar.
https://digitalerwiderstand.wordpress.com/2011/09/27/kompetenz-statt-hexerei/
http://tantner.twoday.net/stories/42993509/
Seine Studierenden müssen ein eigenes Weblog aufsetzen. Im Vorgriff auf einen ausführlicheren Beitrag möchte ich jetzt schon zu bedenken geben: Es ist nicht nur zumutbar, sondern auch geboten, dass sich Dozenten insoweit medienkompetenzvermittlungskompetent zeigen müssen, dass sie mit dem Medium Blog Erfahrung sammeln. Als Blog definiere ich jegliche über RSS abgreifbaren regelmäßige oder sporadische Unterrichtung über wissenschaftliche Themen im Internet (dazu kann auch Twitter, Facebook und Google+ gehören). De facto zählen Medien des Mitmachwebs 2.0 zu den Informationsquellen der Studierenden, wenngleich bei der fachlichen Informationen fast ausschließlich die Wikipedia im Vordergrund stehen dürfte. Dass ein Dozent angemessen über Blogs oder Twitter usw. als mögliche fachliche Informationsquellen sprechen kann, ohne dazu eigene Erfahrungen zu haben, erscheint mir unwahrscheinlich. Und die Unterrichtung der Studierenden über Informationsquellen gehört nicht nur in eine Medienkompetenzveranstaltung, sondern in JEDE Veranstaltung, auch wenn diese sich ganz altmodisch mit der Kaiserkrönung Karls des Großen beschäftigt. Wie bringt man Studierenden bei, sich den neuesten Forschungsstand abgesehen von dem, was der Dozent in seine Literaturangaben schreibt, zu erschließen? In der Schule oder im Beruf kriegt ja niemand zu einem Recherchethema eine handliche kleine Literaturliste ausgehändigt, deren Lektüre ihm jegliche eigene Anstrengungen (im Buchzeitalter: bibliographischer Art) erspart. Jeder, nicht nur wir Newsjunkies muss "auf dem laufenden" sein, sonst ist er ein schlechter Wissenschaftler. Und dass man das ohne Nutzung von dem neumodischen Internet hinkriegen kann, kann mir niemand erzählen.
Angenommen jemand arbeitet zur Karolingerzeit (ich wähle absichtlich ein Beispiel, das von meinen eigenen Forschung weit entfernt ist). Er bekommt Mailbenachrichtigungen und bezieht RSS-Feeds der einschlägigen mittelalterlichen Fachzeitschriften, soweit er diese nicht automatisch in gedruckter Form auf den Tisch bekommt oder in der Bibliothek sichtet. Daneben gibt es natürlich Monographien oder Aufsätze in Sammelbänden, von denen er entweder elektronisch oder konventionell erfährt. Rezensionen liest er in H-SOZ-U-KULT, den Sehepunkten oder auf Recensio.net.
Innerhalb von 5 Minuten hat er ein Blog bei Tumblr eingerichtet. Sagen wir: Carolingian Musings oder meinetwegen auch Neues aus der Welt der Karolinger. Hinein kommen: Hinweise auf die wenigen Publikationen einschließlich Rezensionen, die er pro Jahr veröffentlicht. Das macht den Kohl nicht fett, ist aber trotzdem informativ. Also Schriftenverzeichnis mit Tag z.B. #ownpublication (Tags können leider soweit ich weiss bei Tumblr nicht als RSS bezogen werden.) Sodann alles, was er als relevante Publikation zu seinem Forschungsgebiet einschätzt. Verknüpfung mit einem Literaturverwaltungsprogramm wäre toll, aber da ich das selbst nicht praktiziere, mag das auf sich beruhen. Bei gedruckten Publikationen muss er einen Link raussuchen, wenn er das Tumblr-Bookmarklet in seiner Lesezeichenleiste einsetzen will. Wenn die automatisch erfassten Angaben nicht ausreichen oder wenn er besonders sorgfältig sein will, schreibt er die bibliographischen Angaben ins Feld und vergibt passende Schlagworte (Tags). Geht wirklich schnell. Wenn er ein passendes Zitat findet, braucht er es bei Tumblr nur mit der Maus markieren, es wird dann automatisch als Quote ins Eingabefeld kopiert.
Dieser Grundbestand kann beliebig angereichert werden: durch das "Carolingian Picture of the Month" (Urheberrechte achten!), durch einen Link "Digital Codex of the Month" (gibt ja inzwischen genügend karolingerzeitliche Handschriften im Netz), durch Reflexionen zu den eigenen Themen (Vom allmählichen Verfertigen von Publikationen während des Bloggens), Kommentare zu den Publikationen, Reblogging anderer Beiträge von Tumblr oder Hinweis auf andere Blogs mit Einträgen zur Karolingerzeit (dürften noch kaum vorhanden sein, allenfalls auf englisch), Pressefundstücke (z.B. http://archiv.twoday.net/stories/38784716/ ) Oder Veranstaltungsankündigungen/Berichte (ich mag es nicht, wenn diese in einem Blog überhand nehmen, aber das braucht ja niemand zu kümmern - Bloggen muss sich nicht an Archivalia orientieren).
Niemand kann mir weißmachen, dass selbst gremienächzende vielbeschäftigte Professoren wie Gerd S. ein solches anspruchsloses und zeitlich kaum zusätzlich belastendes Blog nicht ein Semester lang ausprobieren könnten.
Dieser Vorschlag stellt das digitale Kuratieren, das man auch bei Zotero oder Delicios/Connotea/Diigolet usw. betreiben könnte, in den Vordergrund und zielt auf Einsteiger ab.Denn das Sichten von neuen Informationen zum eigenen Fachgebiet gehört ja zu dem, was der Wissenschaftler ohnehin tut. Nun schreibt er aber keinen Forschungsbericht alle paar Jahre (was viel zu wenige tun), sondern kommuniziert zeitnah per Internet.
Der "Wissenschaftsblogger" kann sich so weder groß zum Narren machen und braucht, wenn er nicht populäre Inhalte wie spektakuläre Müstair-Bilder mitteilt, auch nicht eine größere Öffentlichkeit zu fürchten. Er braucht eigentlich nur ein paar Leute aus dem Kreis seiner Peers, denen er die Adresse mitteilen kann, ohne schief angesehen zu werden. Oder er nimmt seine Studierenden als primäre Adressaten und in Kauf, dass auch sonst jemand reinschauen kann. (Wohlgemerkt: ein lehrveranstaltungsbegleitendes Blog ist etwas anderes.)
Beim Thema Karolingerzeit ist an ein größeres oder auch nur kleineres Kommentaraufkommen derzeit nicht zu denken. Das ist bedauerlich, aber es wäre Unsinn zu suggerieren, dass der Blogger mit irgendwelchen nützlichen Reaktionen per Kommentar rechnen darf (abgesehen davon, dass Tumblr standardmäßig keine Kommentare vorsiegt).
Update:
http://archiv.twoday.net/stories/49589153/
Karl der Goße im Kloster St. Johann Müstair. Foto: Wladyslaw Sojka http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de
http://www.feldblog.de/?p=596
Volltext:
http://feldblog.de/wp-content/uploads/2011/10/mx-m310_20111012_111117.pdf
Artikel mit Link
http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,774524,00.html
Grundsätzlich haben Forscher in Bad Arolsen einen freien Zugriff auf alle Dokumente im Archiv des ITS. Die Abgabe von Kopien wurde durch die im Oktober 2010 eingeführte Gebührenordnung jedoch beschränkt. Die „Herausgabe ganzer Aktenbestände oder Sammlungen“ war danach „nicht möglich“. Diese Formulierung erwies sich in der Praxis als hinderlich, da der ITS seine Bestände bisher nicht nach archivarischen Grundbegriffen geordnet hat. Als Orientierung diente ein Inventarverzeichnis, dem zufolge ein einzelnes Blatt, aber auch mehrere Ordner ein „ganzer Aktenbestand“ sein können. „Der ITS war in der Vergangenheit kein Archiv, sondern über sechs Jahrzehnte ein Suchdienst. Wir benötigen Zeit für die Umstellung“, erklärte Blondel. „Bei der Darstellung seiner Bestände wird sich der ITS ab sofort an internationale Standards in der Archivterminologie halten.“
Die neue Gebührenordnung verzichtet gänzlich auf Fachtermini aus dem Archivwesen, um Missverständnisse in der Definition von Beständen künftig auszuschließen. Forscher können Dokumentenkopien in Auftrag geben, „soweit sie sich auf das im Forschungsantrag angegebene Thema beziehen“. „Die Orientierung an einem konkreten Forschungsthema erscheint uns ein guter und praktikabler Weg“, erläuterte Blondel. Der ITS reagiert mit der Neuregelung auf Kritik, die von Seiten der Forschung an der Praxis der Kopienabgabe geäußert wurde.
http://www.its-arolsen.org/de/presse/pressemeldungen/index.html?expand=5543&cHash=31b1429677&mid=4
Siehe hier
http://archiv.twoday.net/search?q=bremberger
http://archiv.twoday.net/search?q=arolsen
http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,791316,00.html
http://de.wikipedia.org/wiki/Datei:2011-09-11_Podiumsdiskussion_Bildfilter_(360p).ogv
Manuel Schneider, http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de
Zusammenfassung eines Erfahrungsberichts:
http://mdzblog.wordpress.com/2011/10/12/erfahrungsbericht-archivdigitalisierungsprojekt/
2009 schloss Yahoo den GeoCities-Hostingdienst und damit auch ein Kapitel der Geschichte des Internets. Zehn Jahre zuvor hatte Yahoo den Anbieter für rund 3.6 Mrd. Dollar übernommen. Kurz vor dem Ende rettete ein Team des Internet Archive rund 650 Gigabyte an Daten von der einst populären Homepage-Plattform. Diese sind nun via BitTorrent herunterladbar. Der niederländische Informationsdesigner Richard Vijgen macht diese nun in seinem Projekt "Deleted City" visuell erkundbar.
HALL (Tirol), Fundatio Baldaufica (Waldauff’sche Stiftung) in OFM convent [Brunner 1983; EPG, “Inkunabel.-Reisen in Österreich”, ZfB 33 (1916), 363 sqq.; founded 1509 by Florian Waldauf, imperial councillor, c. 1450-1510]: Ups(a) 1633, 1925, 1084bis; Harv. 948; LCH 239 (1984): 57 (P-725); Klotz 16 (A-1272); Gent; Fft/M (q.v.); Ritm II 3 (A-174); Bod-inc.; YUL G-186 (v. I)
Dieser Eintrag aus Needhams IPI ist von mir in dem oben genannten Blogeintrag schon weitgehend bearbeitet worden. Harv. = Harvard (Katalog Walsh), Fft/M ist Frankfurt am Main, Ritm. bezieht sich auf eine Versteigerung aus der Hermetica-Sammlung Ritmans, Bod-inc = Katalog der Bodleiana, YUL = Yale.
Paul Needham war so liebenswürdig, rasche Hilfe bei fast allen anderen Nachweisen zu leisten.
LCH 239: this is (Firma) Lathrop C. Harper (NYC), Cat. 239, 1984, Printed Books & Bookbindings. No. 57 (Goff P-725 / Hain 169), in contemporary Milanese binding. The provenance is stated as: "Monastic ownership inscription 'Waldaufficae fundationis Ao 1596', eteched armorial bookplate and inscription of Ignatius Weinhart dated 1684."
Klotz 16 = books from the collection of Leonhard L. P. Klotz, Austrian-American banker, d. 1993, sold Christie's London 2 November 1994. Lot 16 (Goff A-1272, in 2 volumes) has provenance as "with engraved bookplate (Fundationis Baldauficae), inscription dated 1596, and library stamp (Ritter-Waldauf-Bibliothek) in both volumes." The item description refers to a work I have not seen: E. Verdross-Drossberg, "Florian Waldauf von Waldenstein," Schlern-Schriften 184 (1958); and also to Brunner's Katalog, 1983.
Ups(a) = Hans Sallander, Katalog der Inkunabeln der Kgl. Universitaetsbibliothek zu Uppsala, Neuerwerbungen seit der Jahre 1907 (Uppsala, 1953):
no. 1633 = GW 4334, with Exlibris, Fundationis Baldauficae; acquired 1952 via Austausch mit Richard du Rietz.
no. 1084bis = Hain 3255*, bound with no. 1633
no. 1925 = Hain 13687*, also bound with no. 1633
Der umfangreiche Genter Katalog ist online (80+ MB!):
http://lib.ugent.be/fulltxt/RUG01/000/009/248/BIB-G-027518-A-5_2010_0001_AC.pdf
Ich finde darin aber nur einen Druck aus dem Franziskanerkloster Hall, keinen aus der Waldauf-Stiftung. Needham könnte diesen dem Bestand zugeordnet haben, da er die Bibliothek irrtümlich als Franziskanerbibliothek ansah.
http://archiv.twoday.net/stories/42999544/
zählt auch als Katalognummer 6 eine 1435 datierte Handschrift der Hieronymus-Briefe, geschrieben von einem Johannes Tyrolf.
http://de.zisska.de/nr-6-hieronymus-epistulae/580010
Die wohl in einem Regensburger Kloster abgefaßte Handschrift enthält eine in 31 Kapitel eingeteilte Auswahl aus den Briefen des Hieronymus, abgefaßt in sauberer, gleichmäßiger Textura. Darunter: "De contemptu mundi" (an Heliodorus), "De institutione clericorum et monachorum" (an Paulinus von Nola, hier: "ad Paulinum Presbyterum"), "De vita clericorum" (an Oceanus), "De dormitione Blesillae" (an Paulinus von Nola), "Epistula ad Pamachium et Oceanum", "Epistula contra vigilantium", "De optimo genere" (an Pamachius), die Streitschrift "Contra Helvidium de Sancte Marie virginitate et castitate", der "Liber vigiliarum" etc. Der Text mit den Briefen des Hieronymus ist vollständig, jedoch scheinen wenige Blätter der Vorstücke zu fehlen, denn die Handschrift beginnt ohne besondere Auszeichnung mit Zitaten aus Texten eines "Hugo de claust."; verso folgt bereits das Register der Hieronymus-Briefe (fol. 1v.-2r.), dann, auf fol. 2v., Notizen zur Vita Hieronymi. Der Beginn des ersten Briefs ("Ad Antonium Monachum", auch genannt "Rusticus") auf fol. 3r. Die Briefe enden auf fol. 201r. Fol. 45v. und 46r. sind weiß, wohl für eine unterbliebene Einfügung. Auf 201v.-212v. ein Sachregister zu den Briefen. Am Ende (fol. 212v.-216r.) Kommentare zu diversen Hieronymus-Briefen, beginnend mit "Ad Demetria de virginitate". Mit dem fragmentarischen fol. 216 endet die Handschrift (verso weiß, Kolophon durch Ausriß unvollständig). – Der Schreiber nennt sich über dem Textanfang "Johannes Tyrolf ipsa manus" (fol. 3r.) und in einem Kolophon mit Datierung 1435 (am Ende des Briefes "De viduitate servanda" an die Römerin Furia, fol. 177r.): "Explicit p(er) manus d(omi)ni Johannis Tyrolf p(res)b(yte)ri". Johannes Tyrolf ist durch Kolophone in Handschriften des Benediktinerstiftes Seitenstetten (Cod. 104, Rupert von Deutz, datiert 1435/36) und der Bayerischen Staatsbibliothek (clm 7451, Johannes Calderinus, datiert 1432), hier mit Zusatz "Ratisponae", als Schreiber nachweisbar. Er war offenbar Mönch in einem Regensburger Kloster. Am Ende des letzten Briefes ("Ad Letam") ein weiteres Kolophon mit der geläufigen Schlußformel: "Explicit anno 1435. Hic locus est mete liber explicit ergo valete ..." – Fol. 1r. mit unvollständig gelöschtem Stempel, die letzten drei Bl. stärker gebräunt und mit großen Ein – und Ausrissen (Textverlust); stellenw. wenige Wurmspuren im unteren Rand, etw. gebräunt und fleckig. – Besitzvermerk auf vorderem Spiegel: "Waldaufficae fundationis 1596".
Können die bei Zisska nicht googlen? Was da über den Schreiber steht, ist schlecht recherchiert.
Rumbold hat im Gutenberg-Jahrbuch 1985, S. 334 auch Clm 14881 von 1435 für den Schreiber genannt und angegeben (unter Berufung auf die Mittelalterlichen Bibliothekskataloge IV/1, 1977, S. 115), dieser sei Mönch in St. Emmeram in Regensburg gewesen. Er identifiziert ihn mit dem Johannes Tyrolf de Straubing, in Wien immatrikuliert 1442/43.
Selbstverständlich sollte man, wenn es um mittelalterliche Schreiber geht, bei Krämer, Scriptores nachschlagen, deutschen wissenschaftlich Interessierten via Nationallizenz zugänglich.
Sie hat ihn als Schreiber:
Presbiter in Regensburg. In domo proprie habitacionis. Tunc capellanus Apostolorum Symonis et Jude Ratisponensis (Regensburg) super Zertitudone. Mönch im Kloster St. Emmeram in Regensburg unter Abt Wolfhard Strauss <1423/75>.
Handschriften
München, SB, Clm 14811, fol. 97-116r (a. 1435).
München, SB, Clm 14808, fol. 80r-97v (a. 1435).
München, SB, Clm 7451 (a. 1432) (partim), aus Indersdorf.
München, SB, Clm 7823 (für Conrad Onsorg), aus Indersdorf
Literatur
MBK 4/1, S. 115; MBK 4/2, S. 668.
Col. 3, Nr. 11656-11657.
Aber auch als Besitzer:
Mönch im Beneiktinerkloster St. Emmeram in regensburg unter Abt Wolfhard Strauss [1423/..]. Seine Bücher gehen teilweise an Conradus Onsorg (s. d.)
Handschriften
München, SB, Clm 14811 (scr.).
München, SB, Clm 14893.
München, SB, Clm 7451 (scr.).
München, SB, Clm 7823 (scr.), aus Indersdorf.
München, SB, Clm 7819.
Literatur
MBK 4/1, S. 115; 4/2, S. 668.
Hinzu kommt der von Zisska im Internet gefundene Seitenstettener Beleg in Cod. 104: Scripsi Johannes Tyrolf anno 1436 presbyter indignus.
http://www.ksbm.oeaw.ac.at/seit/inv/inventar.htm
Da bei Krämer alles kontrolliert werden muss, gebe ich die Belege mit Links zu den Münchner Katalogen:
Clm 7451
Johannes Tyrolf Ratisponae 1432
http://daten.digitale-sammlungen.de/bsb00008267/image_164
Clm 7819
Bei Halm ohne Nennung Tyrolfs, 15. Jh.
http://daten.digitale-sammlungen.de/bsb00008267/image_205
Clm 7823
Bei Halm ohne Schreibername, 1445
http://daten.digitale-sammlungen.de/bsb00008267/image_206
Clm 14808
Bei Halm mit anderem Schreibernamen (Friedrich, Mönch von St. Emmeram)
http://daten.digitale-sammlungen.de/bsb00008253/image_240
Clm 14811
manus Johannis Tyrolf presb.1435
http://daten.digitale-sammlungen.de/bsb00008253/image_240
Clm 14893
Bei Halm ohne Angaben zu Tyrolf
http://daten.digitale-sammlungen.de/bsb00008253/image_252
Digitalisiert liegt davon noch keine Handschrift vor. Ohne Einsichtnahme in die MBK kann nicht gesagt werden, ob Krämers Angaben verlässlich sind.
#forschung
Mit den gleichen schlechten Suchfunktionalitäten wie bisher.
Wenn ich scriptores rerum eingebe, erwarte ich nicht, dass unter language links kein einziges Mal latin erscheint. Bei 262 Treffern.
Walter Janssen, Dietrich Lohrmann (Hg.): Villa – Curtis – Grangia. Landwirtschaft zwischen Loire und Rhein von der Römerzeit zum Hochmittelalter. Économie rurale entre Loire et Rhin de l'époque gallo-romaine au XIIe-XIIIe siècle. 16. Deutsch-französisches Historikerkolloquium des Deutschen Historischen Instituts Paris, Xanten, 28.9.-1.10.1980, (Beihefte der Francia, 11), München/Zürich (Artemis) 1983, ISBN 3-7608-4661-0.
Jürgen Voss: Deutschland und die Französische Revolution. 17. Deutsch-französisches Historikerkolloquium des Deutschen Historischen Instituts Paris (Bad Homburg 29. September-2.Oktober 1981), (Beihefte der Francia, 12), München/Zürich (Artemis) 1983, 3-7608-4662-9.
Karl Hammer: Hôtel Beauharnais Paris (Beihefte der Francia, 13), München/Zürich (Artemis) 1983, ISBN 3-7608-4663-7.
Alain Dierkens: Abbayes et chapitres entre Sambre et Meuse (VIIe – XIe siècles). Contribution à l'histoire religieuse des campagnes du Haut Moyen Âge (Beihefte der Francia, 14), Sigmaringen (Thorbecke) 1985, ISBN 3-7995-7314-3.
Patrick Corbet: Les saints ottoniens. Sainteté dynastique, sainteté royale et sainteté féminine autour de l'an Mil (Beihefte der Francia, 15), Sigmaringen (Thorbecke) 1986, ISBN 3-7995-7315-1.
Hartmut Atsma: La Neustrie. Les pays au nord de la Loire de 650 à 850. Colloque historique international. Tome 1, (Beihefte der Francia, 16/1), Sigmaringen (Thorbecke) 1989, ISBN 3-7995-7316-X.
Hartmut Atsma: La Neustrie. Les pays au nord de la Loire de 650 à 850. Colloque historique international. Tome 2, (Beihefte der Francia, 16/2), Sigmaringen (Thorbecke) 1989, ISBN 3-7995-7316-X.
Werner Paravicini: Die Preußenreisen des europäischen Adels. Teil 1 (Beihefte der Francia, 17/1), Sigmaringen (Thorbecke) 1989, ISBN 3-7995-7317-8.
Werner Paravicini: Die Preußenreisen des europäischen Adels. Teil 2 (Beihefte der Francia, 17/2), Sigmaringen (Thorbecke) 1995, ISBN 3-7995-7348-8.
Rainer Babel: Zwischen Habsburg und Bourbon. Außenpolitik und europäische Stellung Herzog Karls IV. von Lothringen und Bar vom Regierungsantritt bis zum Exil (1624-1634) (Beihefte der Francia, 18), Sigmaringen (Thorbecke) 1989, ISBN 3-7995-7318-6.
Gerd Krumeich: Jeanne d'Arc in der Geschichte. Historiographie - Politik - Kultur (Beihefte der Francia, 19), Sigmaringen (Thorbecke) 1989, ISBN 3-7995-7319-4.
David Ganz: Corbie in the Carolingian Renaissance (Beihefte der Francia, 20), Sigmaringen (Thorbecke) 1990, ISBN 3-7995-7320-8.
http://gdke.webseiten.cc/fileadmin/bilder/presse_veranstaltungen/Landesmuseum_Mainz/Tagung_SchUM-Gemeinden_8-Seiter_web.pdf
http://thomaspleil.wordpress.com/2011/10/08/ach-delicious-oder-kuratieren-in-der-digitalen-kammer/
Siehe dazu auch
http://archiv.twoday.net/stories/42992367/
http://archiv.twoday.net/stories/19462074/
http://diepresse.com/home/politik/amtshilfe/699571/Strafe_Archivsperre-gilt-nun-befristet
Nach der Beschädigung einer Parte, die M. vor gut einem Jahr im Österreichischen Staatsarchiv für eine zeitgeschichtliche Arbeit ausgehoben hat, kam es zu einem monatelangen Konflikt um die Verhältnismäßigkeit der Strafe wegen dieses Vorfalls. M. erhielt unter Berufung auf das Bundesarchivgesetz eine Vorschreibung von 50 Euro zur Restaurierung des beschädigten Archivguts und letztlich – außer drei Tagen zur Fertigstellung seiner Arbeit – keinen Zutritt mehr zum Archiv.
Der Betroffene wandte sich schließlich an die Volksanwaltschaft, weil für ihn das Ausmaß der Sanktionen in keinem Verhältnis zu dem Missgeschick stand. Kostelka informierte den freien Uni-Mitarbeiter nun mittels „offizieller schriftlicher Mitteilung“ über das Endergebnis des Prüfverfahrens der Volksanwaltschaft.
„Unverhältnismäßige“ Sanktion
Demnach habe die Volksanwaltschaft ein zeitlich „gänzlich unbefristetes“ Zutrittsverbot zum Staatsarchiv als „unverhältnismäßig“ und damit als rechtswidrig angesehen. Es wurde gegenüber dem Staatsarchiv vor allem darauf verwiesen, dass der mit den Sanktionen bedachte Uni-Mitarbeiter schon mehrfach im Lesesaals des Archivs geforscht habe, ohne dass es je zu einer Beschädigung eines Archivgutes gekommen sei. Daher sei eine solch drastische Maßnahme nicht zu rechtfertigen.
Die Generaldirektion des Staatsarchivs verteidigte in einer Stellungnahme gegenüber der Volksanwaltschaft die schwerwiegende Sanktion mit Hinweis auf den entstandenen Schaden. Schließlich wurde aber auf Vorschlag der Volksanwaltschaft eine Befristung der Sperre des Archivzugangs angeboten. Einer Befristung bis Ende dieses Jahres stimmte dann die Volksanwaltschaft zu, weil ein zeitlich begrenztes Zutrittsverbot nicht mehr als unverhältnismäßig angesehen werden könne.
Von befreundeter Seite alarmiert, fand ich im Katalog des Auktionshauses Zisska & Schauer nicht nur viele alte Drucke aus dem österreichischen Kloster Michaelbeuern (Land Salzburg), sondern auch weit über 100 Stücke aus der berühmten Haller Waldauf-Bibliothek.
http://de.zisska.de/category/katalog-58/handschriften-buecher/waldauf-bibliothek
Unter dem verkauften Bestand ist eine mittelalterliche Handschrift Nr. 6 [zu ihr http://archiv.twoday.net/stories/43000828/ ] (wobei sich auch Nr. 17 auf Hall in Tirol bezieht) sowie eine Gruppe von 11 Inkunabeln, von denen 7 Klaus Brunner (gest. 2007) in den VÖB-Mitteilungen 2003 auflistete:
http://www.univie.ac.at/voeb/fileadmin/Dateien/Publikationen/VOB-Mitteilungen/vm5620032.pdf
(Klaus Brunner: 64 verschollene Inkunabeln der Ritter-Waldauf-Bibliothek (früher Hall, jetzt Innsbruck). In: Tiroler Heimatblätter Bd. 81 (2006) S. 79-84 liegt mir nicht vor.)
Zisska-Nr. - Hain - Brunner (ggf. ja)
118 - 3166
119 - 3169 - ja
120 - 3170 - ja
124 - 9550 - ja
125 - 5946
135 - 9432 - ja
138 - 16120 - ja
140 - 10854
146 - 11792
147 - 5533 - ja
153 - 12315 - ja
Von den Waldauf-Büchern ist Nr. 120 mit 10.000 Euro am teuersten angesetzt.
[Im Mai 2011 wurden von Zisska neben dem Hrabanus-Maurus 1503 Nr. 206a bereits 9 Inkunabeln der Waldaufbibliothek in alle Welt zerstreut:
http://de.zisska.de/wp-content/uploads/file/katalog/katalog_57_web.pdf
94a - 1243
95a - 3166
95b - 3600 - ja
98a - 8594 - ja
98b - 8792
98c - 10169 - ja
99a - 10569 - ja
106a - 922 - ja
106b - 1436 ]
Die Drucke des 16. bis 18. Jahrhunderts werden unter Nr. 360-470 gelistet, wobei die beiden Konvolute Nr. 473 mit 31 nicht einzeln genannten Werken vor allem des 16. Jahrhunderts und 474 mit 43 Werken aus bibliotheksgeschichtlicher Sicht nur als katastrophal zu bewerten sind, da so eine Rekonstruktion des Bestands nicht möglich ist.
Hain 9009 mit Exlibris Wolfgang Crener wurde bereits 2010 bei Christie`s versteigert:
http://www.christies.com/LotFinder/lot_details.aspx?intObjectID=5370948
Das Stück trug eine Bookplate von Walter Hirst (Needhams IPI gibt zu diesem "noted collector" keine Lebensdaten); weitere Inkunabeln sind über diverse Bibliotheken verstreut:
HALL (Tirol), Fundatio Baldaufica (Waldauff’sche Stiftung) in OFM convent [Brunner 1983; EPG, “Inkunabel.-Reisen in Österreich”, ZfB 33 (1916), 363 sqq.; founded 1509 by Florian Waldauf, imperial councillor, c. 1450-1510]: Ups(a) 1633, 1925, 1084bis; Harv. 948; LCH 239 (1984): 57 (P-725); Klotz 16 (A-1272); Gent; Fft/M (q.v.); Ritm II 3 (A-174); Bod-inc.; YUL G-186 (v. I)
[Ritm II 3 ist
http://www.archive.org/stream/sothebysguide00ritmrich#page/n25/mode/2up
Bod-inc A 466 wurde schon 1859 angekauft
http://www.bodley.ox.ac.uk/csb/bod-inc_Volume_1_A.pdf
Der Lübecker Birgitta-Druck von 1492 in Harvard ist für die Herausgeber-Tätigkeit Waldaufs besonders wichtig
Houghton f Typ Inc 2625 [Original printed edition.] [Imperfect: leaves h3, n3, and n8 are facsimile; a duplicate of n6 is found after n7.] [Without rubrication.] [MS ownership notation inside front cover, "Waldaufficae fundationis A ̊ 1596" (i.e., the library of the Waldauff’sche Stiftung at Hall in the Tyrol); from the library of William Morris, with his booklabel; from the library of Michael Tomkinson of Franche Hall, near Kidderminster, with his bookplate.]
]
[Zu weiteren Inkunabelnachweisen siehe http://archiv.twoday.net/stories/43001084/ ]
Der Aufsatz von Goldschmidt in der ZfB 1916 online:
http://www.digizeitschriften.de/dms/img/?PPN=PPN338182551_0033&DMDID=dmdlog95
Er erwähnt 70 Inkunabeln der Waldauf-Stiftung, von denen mehrere das gemalte Exlibris des Wolfgang Crener trugen. Nach dem Stiftungsbrief der Waldaufstiftung von 1501 war Wolfgang Crener von Sulzbach, Doktor der geistlichen Rechte, der erste Prediger der Haller Stiftung:
http://wwwg.uni-klu.ac.at/kultdoku/kataloge/38/html/2901.htm
Abdruck:
http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/jbksak1915/0592
[Nach Schweygers Haller Chronik starb er am 7. Januar 1515:
http://books.google.de/books?id=cVZAAAAAYAAJ&pg=PA21 ]
Needham hat zu ihm nur eine Inkunabel in Yale. Nicht besonders gut informiert zeigt sich die Beinecke-Library (Yale U):
Waldauf (Walluf, Hesse?). Fundatio Baldaufica--Bookplate.
http://hdl.handle.net/10079/bibid/1305297
Aus dem Besitz Creners stammte die bei Christie's versteigerte Inkunabel (siehe oben) und jetzt die Nr. 140 bei Zisska. Außerdem gibt es noch sein Buchzeichen im Ferdinandeum:
http://sammellust.tiroler-landesmuseum.at/objekte/1950b.html
[ Mitteilung von Dr. Rabanser, Ferdinandeum 15.11.2011: "Das von Ihnen angesprochene Crener-Exlibris (Hall, um 1505/10) befindet sich unter der Signatur FB 48779 in unseren Bibliotheksbeständen. Die Aufschrift auf dem Kuvert, in dem sich das Exlibris befindet, lässt die Handschrift eines Bibliothekars aus den 70/80er Jahren des 20. Jh. erkennen, doch eine Suche in den Eingangsbüchern der Bibliothek zu den betreffenden zwei Jahrzehnten blieb erfolglos, weshalb ich Ihnen nicht einwandfrei sagen kann, wann das Blatt in die Bestände integriert wurde. Vermutlich kam das Exlibris im Zuge eines Konvoluts in die Bibliothek und wurde deshalb nicht gesondert aufgelistet." ]
Bei viaLibris ist im Angebot (Antiquariat Inlibris, Wien):
Hrabanus Maurus.De laudibus sanctae crucis opus [.].
Pforzheim, Thomas Anshelm, 1503. - [...] - Vorderer fliegender Vorsatz mit Wurmspur, hinterer fehlt. Etwas gebräunt bzw. fleckig. Aus der Bibliothek des Geistlichen Johann Stadler aus Hall bei Innsbruck (sein eh. Besitzvermerk, dat. 1588, am Titel; sein gest. Exlibris mit eh. Besitzvermerk und Datierung 1612 am vorderen Innendeckel). Hernach, wie durch ein um 1700 angebrachtes gest. Exlibris nachgewiesen, in der Haller Ritter-Waldauf-Bibliothek.
[Angebot von Daniel Good, Beromünster:
http://www.worthpoint.com/worthopedia/1635-scarce-jesuit-poetry-beautiful-engrav-ex
Bidermann, Jakob SJ
Silvulae hendecasyllaborum.
Lucernae, formis Ioannis Hederlin, 1635. Fine engraved Exlibris "FUNDATIONIS BALDAVFICAE" and of Kaspar Stocker Baldauf preacher (1663). Library stamp to title "Ritter v. Baldauf'sche / Stifts- / Bibliotheck/ in / Hall." (Ritter Waldauf library in Hall / Innsbruck). ]
[Bücher aus Waldauf-Provenienz in den Penn Libraries:
http://www.flickr.com/photos/58558794@N07/5453311583/ ]
[1954 erwarb Marston eine Handschrift der Bibliothek, heute Yale U:
http://brbl-net.library.yale.edu/pre1600ms/docs/pre1600.mars077.htm ]
Da mir die Monographie Brunners von 1983 nicht vorliegt, muss ich mich auf die Angaben des Handbuchs der historischen Buchbestände stützen:
http://www.vifabbi.de/fabian?Ritter-Waldauf-Bibliothek_(Hall)
1.1 Florian Waldauf (ursprünglich wohl und wieder im Barockzeitalter: Baldauf; um 1450-1510), der 1495 in Antwerpen den Vorvertrag zur habsburgisch-spanischen Doppelhochzeit gegenzeichnete (De speciali et expresso mandato sacre maiestatis domini Romanorum Regis prefati - nämlich des späteren Kaisers Maximilian - Florianus Waldauf de Waldenstain aules Regius prothonotarius etc.), und seine Frau Barbara ( nach 1510) stifteten mit Urkunde vom 29. Dezember 1501 der Pfarrkirche in Hall eine Marienkapelle, eine Reliquiensammlung und ein Predigtamt. Dem Prediger und einem Meßkaplan stellten sie vier messpuecher bei (nicht mehr vorhanden), item vil gedruckt und gepunden puecher in merklicher anzal zu der heiligen capellen liberei und dem predigambt ... (Garber, s. u. 4.2). Zudem hatte gemäß Verfügung des Stifterpaares die Stadt Hall als Verwalterin der gesamten Waldauf-Stiftung dafür zu sorgen, das alle jar etliche puecher nach anzaigen des predigers zum predigambt gekauft und in der heiligen capellen liberei an ketten gehangen und versorgt werden ... (ebda). Ferner sollten der Bibliothek Bücher aus den Nachlässen der Prediger und Meßkapläne zukommen.
1.2 Entgegen der Anordnung Waldaufs wurde die Bibliothek kaum durch gezielte Ankäufe vermehrt, sondern größtenteils durch die zufällige Übernahme von Büchern und Schenkungen. 53 Prozent der Bände tragen einen Vorbesitzervermerk. Aus der Hand von fünf Predigern sind 491 Titel nachzuweisen, aus dem aufgehobenen Jesuitenkolleg in Hall 235, von anderen ehemaligen Eigentümern (u. a. Damenstift Hall, Geistliche, Schüler) 361. Der bekannteste Vorbesitzer ist Johannes Eck; ein nichtkoloriertes Exlibris (entspricht der zweiten Holzschnittvariante von Ecks Exlibris) in einem Predigtband (Nr. 837 des Kataloges, s. u. 3) bezeugt ihn als vormaligen Bucheigner. Die Titelblätter sind fast durchwegs mit einem Stempel aus dem 19. Jh versehen (Ritter v. Baldauf'sche Stifts-Bibliotheck in Hall). Signaturen dürften die Bücher fünfmal erhalten haben. Ein größerer Teil des Bestandes weist eine Gruppensignatur auf (S - mnemotechnisch für Scriptura, Md für Moralia et dogmatica, H für Homiletica, A für Ascetica, HJ für Historia et Jus, P für Patres und M für Miscellanea).
1.3 Nach 400 Jahren ihres Bestehens und nur fallweisem Zuwachs schien das Interesse am Fortbestand der Ritter-Waldauf-Bibliothek als geschlossener Sammlung verlorenzugehen. Obendrein war das Stiftungsvermögen im Ersten Weltkrieg vollends untergegangen. Während des Zweiten Weltkriegs wurde eine unbekannte Anzahl wertvoller Hss. und Drucke an Privatpersonen in Hall und Umgebung ausgehändigt, um sie vor der Beschlagnahmung durch die Nationalsozialisten zu sichern. Nach Kriegsende wurde jedoch keines dieser Bücher rückerstattet. In den Nachkriegsjahren ordnete ein Pastoraltheologe aus dem Jesuitenorden die Bibliothek neu und sonderte im Zuge dessen etwa 16 Laufmeter Bücher aus. Es handelte sich dabei hauptsächlich um Drucke aus dem 18. Jh; sie wurden 1964 an ein Antiquariat verkauft.
1.4 Anfang der achtziger Jahre setzten sich u. a. das Bundesdenkmalamt und das Innsbrucker Generalvikariat verstärkt für den Fortbestand der Waldauf-Bibliothek als selbständiger Sammlung und für die Rückführung [en]tfremdeter Bände ein. Der Verfasser des beschreibenden Kataloges der Waldauf-Bibliothek (s. u. 3) verfolgte mit der Bestandsaufnahme dasselbe Ziel. Ätere Inventare und ein Katalogbuch (Mayrhofer, s. u. 4.2 ) dürften nicht (mehr) vorhanden sein. Der Bestand umfaßt heute 127 Laufmeter Bücher, die in einem Magazin in der Waldaufgasse leider ungünstigen klimatischen Bedingungen ausgesetzt sind.
Seit 2003 befinden sich die Bücher als Leihgabe in der ULB Innsbruck, wo sie katalogisiert werden:
http://www.uibk.ac.at/ipoint/news/uni_und_tirol/20030930.html
http://www.uibk.ac.at/ulb/ueber_uns/sondersammlungen/biblibliothek_ritter_von_waldauf.html
"Die Sammlung umfasst 2.056 Titel von Druckwerken in 3.048 Bänden sowie 20 Papierhandschriften, darunter auch 14 Inkunabeln. "
Zu Forian Waldauf:
http://de.wikipedia.org/wiki/Florian_Waldauf
Kühne
http://books.google.de/books?id=9pu2d2mWXJkC&pg=PA446&dq=florian+waldauf#v=onepage&q=florian%20waldauf
Garber 1915
http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/jbksak1915/0479
Honemann im ²VL
http://www.libreka.de/9783110156065/314
(sowie von demselben: Spätmittelalterliche" und "humanistische" Frömmigkeit: Florian Waldauf von Waldenstein und Heinrich Bebel
Honemann, Volker. (2001) - In: Tradition and innovation in an era of change p. 75-98, non vidi)
Noflatscher, Räte und Herrscher, 1999, S. 351 mit zahlreichen Literaturangaben
Weiteres
http://opac.regesta-imperii.de/lang_de/suche.php?qs=waldauf
KOMMENTAR
Eine telefonische Nachfrage beim Pfarrer von Hall, Dr. Jakob Patsch, ergab, dass dort von der Versteigerung nichts bekannt war. Obwohl allergrößte Zweifel bestehen, dass die zwischen 1938 und den 1960er Jahren entfremdeten wertvollen Buchbestände auf legale Weise die Stiftungsbibliothek verlassen haben, hat das Auktionshaus keine Veranlassung gesehen, im Vorfeld auf den rechtmäßigen und legitimen Eigentümer, die Waldauf'sche Stiftung bzw. Pfarrei Hall, zuzutreten. Ein gutgläubiger Erwerb an den mit eindeutigen Besitzvermerken versehenen Büchern kann nicht angenommen werden.
Moralischer, womöglich auch legaler Eigentümer des bedeutenden Teilbestands, der nun auseinandergerissen werden soll, ist die Waldaufsche Stiftung. Siehe auch
http://de.wikipedia.org/wiki/Hehlerei
Die zuständigen österreichischen Stellen werden zu prüfen haben, ob ein juristisches Vorgehen gegen das Auktionshaus Erfolg verspricht. Immerhin steht die Waldauf-Bibliothek unter Denkmalschutz. Der jetzt angebotenene Teilbestand bildet zusammen mit dem Haller nun in Innsbruck aufbewahrten Bestand eine Geschichtsquelle von größter Bedeutung nicht nur für die Geschichte Tirols. Unterschlagung wertvollen Kulturguts darf sich nicht lohnen! Verantwortlich ist höchstwahrscheinlich nicht der ignorante Jesuit, der Drucke des 18. Jahrhunderts aussonderte, sondern diejenigen, die das Kulturgut eigentlich schützen sollten:
Während des Zweiten Weltkriegs wurde eine unbekannte Anzahl wertvoller Hss. und Drucke an Privatpersonen in Hall und Umgebung ausgehändigt, um sie vor der Beschlagnahmung durch die Nationalsozialisten zu sichern. Nach Kriegsende wurde jedoch keines dieser Bücher rückerstattet.
Die UB Innsbruck ist aufgerufen, vor der für den 09. – 11. November 2011 angesetzten Auktion eine detaillierte Erfassung der angebotenen Bücher und insbesondere der beiden nicht katalogisierten Konvolute vorzunehmen.
Ob es gelingen wird, einzelne Stücke für Tiroler Institutionen zu sichern, bleibt abzuwarten.
Dass Zisska sich in schamloser Weise an einem Kulturgut von europäischem Rang vergeht sollte einmal mehr die Öffentlichkeit gegen diese Kulturgutfledderer mobilisieren!
Update: Josef Pauser weist auf meinen Beitrag hin und fordert zurecht: "Die Provenienz der nunmehr aufgetauchten Stücke sollte lückenlos geklärt werden."
http://www.univie.ac.at/voeb/blog/?p=17712
Tiroler Tag greift die Causa auf:
http://archiv.twoday.net/stories/49588218/
Update: Die Rettung des Bestands scheiterte
http://archiv.twoday.net/stories/49609348/
Buchzeichen des Dr. decretorum Wolfgang Crener (Christies)Siehe auch
http://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Waldauf_Library
Update zu:
http://archiv.twoday.net/stories/38780465/
ID: 333573.0, Max Planck Digital Library / Stab
Open Access an der Max-Planck-Gesellschaft: Aktuelle Entwicklungen
Translation of Title: Open Access at the Max Planck Society: Current Developments
Authors: Bruch, Christoph
Language: German
Name of Conference/Meeting: Herbsttagung der CPTS-Bibliotheken
Place of Conference/Meeting: IPP Greifswald
(Start) Date of Conference/Meeting
(YYYY-MM-DD): 2007-10-23
End Date of Conference/Meeting
(YYYY-MM-DD): 2007-10-24
Invitation status: contributed
Copyright: Creative Commons Attribution-No Derivative Works 2.0 German License
Free Keywords: Open access, copyright
Last Change of the Resource (YYYY-MM-DD): 2007-12-03
Document Type: Talk at Event
Communicated by: Laurent Romary
Affiliations: Max Planck Digital Library/Stab/Open Access Policy
Full Text:
Sorry, no privileges
Siehe auch
http://archiv.twoday.net/stories/4159366/
http://apps.cdn.tv1.eu/iptv/player/macros/FES_live_11_10_2011
Via http://www.univie.ac.at/voeb/blog/?p=17685
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/im-gespraech-ulrich-raulff-welche-zukunft-hat-das-literaturarchiv-herr-raulff-11486005.html
Citizen's Archive School Campaign from Maaz Maudood on Vimeo.
Animation done for the Citizen's archive of PakistanMit einem kleinen Festakt am Morgen feierten das Landesarchiv und die Landesbibliothek ihr 50-jähriges Jubiläum. Am Nachmittag hatte die Bevölkerung die Möglichkeit, beide Institutionen beim Tag der offenen Tür zu besuchen.
Die Gründung 1956 wurde ein Initiativkommittee gegründet, mit dem Ziel, dass alles, was in Liechtenstein an Gedrucktem in Umlauf ist (oder über Liechtenstein geschrieben wurde), gesammelt und erhalten wird. Die Institutionen wurden dann mit dem Erlass des Gesetzes zur Errichtung der Landesbibliothek im Jahr 1961 gegründet und bis 2001 gemeinsam geführt.
Quelle: Dr. Dieter Rossmeissl, Berufsmäßiger Stadtrat,
Referent für Kultur, Jugend und Freizeit, Okt. 2011


"HOFFMANN UND CAMPE bietet den historischen Roman “Schandweib” von Claudia Weiss ab sofort auch als E-Book an, das sich u.a. auf dem iPhone, dem iPod touch oder dem iPad lesen lässt. Das enhanced E-Book entführt den Leser in das Hamburg vor 300 Jahren – und das nicht nur im Roman selbst. Das umfangreiche Multimedia-Material sorgt mit Videos, neu eingesungenen Schandliedern, einem Glossar und historischen Fotos und Karten für die passende Einstimmung in die Geschichte.
Kurz zusammengefasst:
- Neu erschienen: enhanced E-Book “Schandweib”
- Historischer Roman von Claudia Weiss
- Enhanced E-Book im ePUB-Format
- Vielfältiges Multimedia-Material zur damaligen Zeit
- 5 Videos über die Originalschauplätze des Romans
- Überlieferte Schandlieder neu eingesungen
- Hintergrundinformationen, Originalakten, Glossar
- Preis: 14,99 Euro
- Link: http://www.hoca.de
Hamburg, 1701. Am Schweinemarkt ist eine Frauenleiche ohne Kopf gefunden worden. Eine Verdächtige ist schnell gefunden. Es ist Ilsabe Bunk, eine Frau in Männerkleidern, die vom gemeinen Volk als Abschaum und Hexe gemieden wird. Der junge Advokat Hinrich Wrangel übernimmt die Pflichtverteidigung der Gefangenen vor Gericht. Die gibt plötzlich auch noch zu, den Mord selbst begangen zu haben, angeblich, um den Kopf der Toten zu exklusiven Heilmitteln zu verarbeiten. Schon bald gerät der Anwalt selbst in eine gefährliche Intrige hinein, aus der er ohne Hilfe von gänzlich unerwarteter Seite selbst nicht mehr herausfinden kann. Ausgerechnet Ruth Abelson, die schöne Tochter eines jüdischen Bankiers, stellt sich auf die Seite des jungen Anwalts. Doch sie haben es mit Gegnern zu tun, die über Leichen gehen.
Claudia Weiss, promovierte Historikerin und Privatdozentin, nimmt den Leser auf 544 Seiten mit in ein Hamburg weit vor unserer Zeit. Wie es vor 300 Jahren noch in der Elbstadt ausgesehen hat, das wird hier bis ins Detail ausgearbeitet. Ein authentischer Kriminalfall in historischer Kulisse: Ilsabe Bunk wurde wirklich 1702 als “Schandweib” hingerichtet, weil sie ein Leben in Männerkleidern geführt hat.
“Das Schandweib”: enhanced E-Book mit umfangreichem Multimedia-Block
HOFFMANN UND CAMPE hat den gedruckten Roman als Hardcover Ende August in den Handel gebracht, nun liegt bereits die digitale Fassung als enhanced E-Book mit umfangreichem Multimedia-Mehrnutzen vor. Zu den Erweiterungen zählen:
- Original-Filmaufnahmen: In fünf Videos zeigt Claudia Weiss Originalschauplätze des Romans und weist auf historische Gebäude hin, die heute noch im Stadtbild sichtbar sind.
- Exklusives Audiomaterial: Für das E-Book wurden überlieferte Schandlieder, die bei der Hinrichtung Ilsabe Bunks zum Einsatz kamen, neu arrangiert und eingespielt.
- Hintergrundinformationen: Claudia Weiss beleuchtet in einem Video und in einem Text die historischen Fakten rund um den wahren Fall der Ilsabe Bunk.
- Originalakten: Eingebunden in das E-Book sind Auszüge aus den Originalakten des historischen Falls, die direkt aus dem Hamburger Staatsarchiv stammen. Sie wurden erstmals für dieses E-Book digitalisiert.
- Karten Overlay: Der historische und der aktuelle Stadtplan Hamburgs lassen sich direkt übereinander legen, um beide Pläne auf diese Weise miteinander vergleichen zu können.
- Historisches Bild- und Kartenmaterial: Originale Dokumente illustrieren das historische Leben aus der Zeit von 1700.
- Glossar: Direkt aus dem Lesetext heraus lassen sich 150 redaktionell bearbeitete Verweise aufrufen. Sie bieten weitere Informationen zu historischen Personen und zu vielen Begriffen.
HOFFMANN UND CAMPE-Geschäftsführer Markus Klose freut sich über die gelungene Umsetzung von “Schandweib” ins ePUB-Format: “Nach den ersten Erfahrungen, die wir mit unserer App Cagot gemacht haben, wollten wir nun die Gestaltungsmöglichkeiten ausreizen, die uns das ePUB-Format bei enhanced E-Books bietet. Bei Schandweib haben wir ausgeschöpft, was möglich war – sowohl in technischer als auch in inhaltlicher Hinsicht.”
Die angereicherte E-Book-Ausgabe ist ab sofort über alle gängigen E-Book-Plattformen erhältlich (z.B. iBook Store). Das umfangreichste Leseerlebnis bieten Tablet-PCs wie das iPad und andere multimediafähige Geräte. Im iTunes App Store ist das E-Book im Bereich “Bücher” für 14,99 Euro (349 MB) erhältlich. (3785 Zeichen, zum kostenlosen Abdruck freigegeben)
Homepage HOFFMANN UND CAMPE: http://www.hoca.de
Informationen zum Buch: http://www.hoffmann-und-campe.de/go/schandweib
iTunes App Store: http://itunes.apple.com/de/book/schandweib/id466255626?mt=11 ....."
Link zur Pressemitteilung
Was an diesem extrem bescheidenen Fund so sensationell sein soll, dass er es unter die News des Handschriftencensus geschafft hat, erschließt sich mir nicht.
http://www.handschriftencensus.de/news
http://www.handschriftencensus.de/19451
http://www.flickr.com/photos/usnationalarchives/

Animation as an method to visualize topics, for which there are no pictures. Interesting for archival public relation? I think so.
Kostenlose Anmeldung und weitere Infos: http://www.hfg.edu/gedaechtnis/
Beeindruckend das (c).
Dazu auch: http://archiv.twoday.net/stories/6040766/
Schwarz auf Weiss – Die Rückseite der Bilder von Klub Zwei, Simone Bader und Jo Schmeiser from Klub Zwei on Vimeo.
Schwarz auf Weiss – Die Rückseite der Bilder. Beta SP, 4:3, 5 Min., Schwarz-Weiß, A / GB 2003»Schwarz auf Weiß« beschäftigt sich mit der Bedeutung historischer Fotografien in der Gegenwart. Wie wurden Fotodokumente des Holocaust 1945 gezeigt? In welche Kontexte werden sie heute gestellt? Rosemarie Nief, die Bibliothekarin und Leiterin des Fotoarchivs am Institute of Contemporary History and Wiener Library in London analysiert die mediale Verwendung von Fotodokumenten des Holocaust. Ihren Aussagen werden Passagen eines Textes von Clément Chéroux aus der Pariser Publikation „Mémoire des Camps“ gegenübergestellt.
Archives municipales de Dole from Tourisme Pays de Dole on Vimeo.
Présentation des archives municipales de la ville de Dole dans le Jura, Franche-Comté.http://macrotypography.blogspot.com/2011/10/new-issue-by-e-codices.html
Liste der Neuzugänge:
http://www.e-codices.unifr.ch/de/list/all/LastUpdate
Viele Handschriften stammen aus der Klosterbibliothek von Engelberg. Deutschsprachig sind u.a.:
Fribourg/Freiburg, Bibliothèque cantonale et universitaire / Kantons- und Universitätsbibliothek, Ms. L 308
Papier · 312 ff. · 29 x 21 cm · Oberrheingebiet · zweite Hälfte des 15. Jahrhunderts
Otto von Passau, Die vierundzwanzig Alten
St. Gallen, Stiftsbibliothek, Cod. Sang. 985
Papier · 507 pp. · 2° · wahrscheinlich Freiburg i. Br. · 1467
Spiegelbuch und andere erbauliche Traktate in deutscher Übersetzung.
Die Handschrift von 1467, die einst dem Klarissenkloster in Freiburg i. Br. gehörte und im Jahr 1699 vom Kloster St. Gallen erworben wurde, enthält neben wenigen lateinischen Texten mehrere erbauliche geistliche Traktate in deutscher Übersetzung, unter anderem eine Ars moriendi, das Cordiale de quattuor novissimis des Gerard van Vliederhoven, die sog. Hieronymus-Briefe, übersetzt durch Johann von Neumarkt (ca. 1315-1356), das Spiegelbuch – einen dialogischen Text in Reimzeilen über rechte Lebensführung, Versuchungen eines weltlichen Lebens und Jenseitsstrafen mit rund zwanzig kolorierten Federzeichnungen – sowie die Legende der Heiligen Drei Könige in der Fassung von Johannes von Hildesheim (1310/1320-1375).

Die Textsuche ist eine nette Ergänzung, kann aber nicht die Funktionen eines guten und detaillierten Registers übernehmen. Nur ein solches kann den Weg zu wesentlichen Textpassagen zeigen, Synonyme abfangen und Kontexte aufzeigen. Gute Registererstellung ist daher auch im Medium E-Book eine Voraussetzung für gute Auffindbarkeit der Inhalte. Die derzeitige Praxis zeigt jedoch, dass E-Book-Register wie ihre Printgeschwister oft von noch mangelhafter Qualität sind, und die Möglichkeiten des neuen Mediums gar nicht ausschöpfen.
"Nette Ergänzung" ist mir aber viel zu wenig. Wir brauchen unbedingt Beides: gute Indices und eine gute Volltextsuche.
http://www.boersenblatt.net/458345/
Siehe auch
http://archiv.twoday.net/search?q=indexer
Die Erinnerungen von Zeitzeugen filmisch festzuhalten und auch künftigen Generationen verfügbar zu machen, ist eine Aufgabe von hoher gesellschaftlicher und kultureller Bedeutung. Unser gemeinnütziger Verein „Unsere Geschichte. Das Gedächtnis der Nation stellt sich dieser Herausforderung und macht diese unwiederbringlichen Erfahrungen und Erlebnisse der Öffentlichkeit zugänglich. Die Vereinsidee reicht bis in das Jahr 1998 zurück. Damals startete der „ZDF-Jahrhundertbus“, um für Dokumentationen zu bedeutenden Wendepunkten der deutschen Geschichte möglichst viele Zeitzeugnisse zu sammeln. Bislang konnten über 6.000 Interviews gesammelt werden, was dazu ermutigte, dieses Projekt ins Leben zu rufen.
Die Initiatoren
Im Jahr 2006 haben Guido Knopp, Leiter der ZDF-Redaktion Zeitgeschichte, und Hans-Ulrich Jörges, Mitglied der Chefredaktion des stern, dieses Projekt in Angriff genommen und die Gründung des Vereins UNSERE GESCHICHTE. DAS GEDÄCHTNIS DER NATION initiiert. Das von ihnen angeregte Zeitzeugenportal ist deutschlandweit einmalig und als Archiv der Erinnerungen eine historische Quelle von besonderer Aussagekraft.
Dass sie es nicht geschafft haben, auf YouTube zum Start ihres Portals ein paar Beispiele für Oral History-Interviews zugänglich zu machen, spricht für sich.
Das Landratsamt von Märkisch-Oderland liegt zentral in der Kreisstadt Seelow. An markanten Punkten gibt es überall in der Stadt Wegweiser. Alle Dienstzimmer – so auch das Kreisarchiv, das sich im Keller befindet – sind barrierefrei zu erreichen. Im Gebäude gibt es einen Fahrstuhl.
Parkplatz: *****
Auf dem Hinterhof der Kreisverwaltung stehen Besuchern kostenfreie Parkplätze zur Verfügung. Behindertenparkplätze gibt es auch.
Wartezeit: *****
Wer selbst für Recherchen das Kreisarchiv aufsucht, muss nicht warten. Ein vorheriger Anruf, um einen Termin zu vereinbaren, kann aber nicht schaden. Wer seine Anfrage schriftlich stellt, erhält innerhalb der nächsten vier Wochen die gewünschte Auskunft.
Freundlichkeit: *****
Beide Mitarbeiter des Kreisarchivs sind sehr freundlich und hilfsbereit.
Kosten/Gebühren: *****
Im Kreisarchiv fallen Gebühren an. Sie richten sich nach dem Rechercheaufwand. In der Archivsatzung des Kreises sind die genauen Kosten geregelt. Eine halbe Stunde Recherche kostet demnach 15 Euro.
Internet: ****
Der Landkreis präsentiert sich mit einer schlichten, aber übersichtlichen Internetplattform unter www.maerkisch-oderland.de. Von dort führen zahlreiche Verknüpfungen zu weiteren Seiten. Das Kreisarchiv ist dort nicht aufgeführt. Stattdessen finden User auf den Seiten des Landeshauptarchives eine Bestandsübersicht."
Quelle: Märkische Oderzeitung, 5.10.11
Für Alexander Scharff, sei eine Verdreifachung der Gebühr für die Benutzung des Archivs für einen Tag nicht nachvollziehbar. Laut Steffen Iffland (CDU) sei das Stadtarchiv eine „wichtige kulturelle Einrichtung“, die aus der Gebührenordnung herausgenommen werden müsste. Nach einer längeren Diskussion wurde das Thema schließlich in die 1. Lesung übernommen und fand in der öffentlichen Beschlussfassung kein Ergebnis. ...."
Quelle: Neue Nordhäuser Zeitung, 5.10.2011
http://bibliotheca-laureshamensis-digital.de/view/onb_cod515
Textwiedergabe:
http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/ihd/content/pageview/264132
Artikel im ²VL
http://www.libreka.de/9783110072648/643
Handschriftencensus
http://www.paderborner-repertorium.de/6426


"Am 6. Oktober 2011 übergab Dr. Erwin Kreim seine bedeutende Briefsteller-Sammlung an das Gutenberg-Museum. Dazu waren die Bau- und Kulturdezernentin der Landeshauptstadt Mainz, Frau Marianne Grosse, und die Direktorin des Gutenberg-Museums, Frau Dr. Annette Ludwig, in das Mainzer Wohnhaus des Sammlers gekommen. Frau Grosse dankte Herrn Dr. Kreim für seine mäzenatische Unterstützung und betonte besonders das vorbildliche bürgerschaftliche Engagement. Denn zusätzlich zu seiner wertvollen Sammlung stellt das Ehepaar Dr. Kreim 20.000 € zur Verfügung, um die zeitnahe wissenschaftliche Aufarbeitung und Darstellung der Sammlung zu gewährleisten.
Dr. Annette Ludwig, die Direktorin des Gutenberg-Museums, erläuterte den kulturellen und wissenschaftlichen Wert der ca. 400 Briefsteller, also Ratgeber zum Verfassen von Briefen. Sie stammen aus sechs Jahrhunderten, darunter auch Inkunabeln aus der Zeit vor 1500. Durch seinen Namensgeber insbesondere dem Buchdruck verpflichtet, entsteht für das Gutenberg-Museum durch diese Schenkung die besondere Gelegenheit, die Bestände auf den Gebieten der privaten Kommunikation und der kulturellen Basiskompetenzen wie Lesen und Schreiben zu vervollkommnen. Zu anderen Museumsabteilungen wie dem Zeitungsdruck, der europäischen Schriftentwicklung und anderen Formen des öffentlichen Informationsaustauschs wird eine Brücke geschlagen. Diese Verbindung verspricht für die Zukunft spannende Ausstellungen, anregende Aktionen und Forschungsprojekte. Damit gelingt es dem Medienstandort Mainz, sein Angebotsspektrum um den elementaren Aspekt der schriftlichen Kommunikation zu erweitern.
Der ehemalige Mainzer Bankdirektor Dr. Erwin Kreim begann vor 40 Jahren systematisch damit, die schriftliche Kommunikation mit seinen Kreditkunden zu verbessern. Zur Optimierung des Briefverkehrs verfasste er einen Leitfaden für den internen Gebrauch, der bald von einem
namhaften Verlag verlegt wurde und zahlreiche Wiederauflagen erfuhr. Inspiriert durch die Arbeit an seinem Leitfaden, begann Dr. Kreim nach historischen Vorbildern zu suchen. Dabei stieß er auf „Briefsteller“, also Ratgeber zum Schreiben von Briefen. Sie entwickelten sich seit dem späten Mittelalter und gewannen für die schriftliche Kommunikation – gemeinsam mit der Verbreitung des Buchdrucks, der Papiertechnik und der Alphabetisierung weiter
Bevölkerungskreise – zunehmend an Bedeutung.
Nach und nach erwarb Dr. Kreim eine große Zahl solcher Briefsteller. So entstand eine großartige Spezialsammlung, die Ihresgleichen sucht. Sie enthält Standardwerke über die Rede- und Vortragskunst sowie Bücher mit Musterbriefen für alle Lebenslagen: amtliche Schreiben von oder an Herrscher und Kirchenfürsten, aber auch Mitteilungen, Bitten oder Verträge. Allein Caspar Stielers "Der Spaten" von 1681 enthält rund 4500 Seiten und dementsprechend viele Musterbriefe. Diese Musterbriefe spiegeln den Geist der jeweiligen Epochen wider und lassen den Zeitpunkt ihres Entstehens erkennen: Ob in der Renaissancezeit, im Barock, in der Aufklärung, oder ob vor oder ach der französischen Revolution.
Durch die Übergabe seiner Sammlung an das Gutenberg-Museum erschließt Dr. Erwin Kreim der Öffentlichkeit diese wertvollen Zeugnisse der schriftlichen Kommunikationsgeschichte. Wissenschaftler, Forscher und Museumsbesucher haben nun Zugang zu einem Gebiet des öffentlichen und privaten Kontakt- und Nachrichtenaustauschs, der nicht zuletzt durch Gutenbergs Erfindung möglich wurde."
Quelle: Gutenberg-Museum Mainz, Pressemitteilung, 6.10.11
Das ist jetzt der Punkt, der die Netzwelt auf die Barrikaden gehen lassen sollte. Wir sollen uns auch im Jahr 2011 beim Umgang mit Wissen und Information so verhalten, wie es ganz offensichtlich die Juristen aus ihrer Ausbildung gewohnt waren. Ich erinnere mich gut an die Antwort auf meine Frage an Frau Zypries, damals zuständig für das Justizministerium und damit entscheidend verantwortlich für Paragraphen wie 52b, ob es denn zeitgemäß sei, sich am Bildschirm handschriftliche Notizen machen zu müssen: „Was wollen Sie denn, ich habe mein ganzes Studium in der Bibliothek gesessen und fleißig exzerpiert. Und Sie sehen ja, was aus mir geworden ist.“
http://www.inf.uni-konstanz.de/netethicsblog/?p=460
Update zu:
http://archiv.twoday.net/stories/42990237/
Volltext des Urteils gegen die FernU Hagen:
http://www.kuhlen.name/MATERIALIEN/Downloads/urteil-kroener-hagen-04102011.pdf
Update: Kommentar von A. Talke
http://www.iuwis.de/lg_stuttgart_52a
Update: Kommentar von RA Stadler
Denn der Gesetzgeber, so das Landgericht, wollte mit § 52a UrhG nur eine Nutzung ermöglichen, die der analogen Nutzung vergleichbar ist. Die Speicherung auf den Computern der Studenten stellt aber eine qualitativ höherwertige Form der Vervielfältigung als die analoge Nutzung dar, weil das abgespeicherte Werk sogleich in die Textverabeitung übernommen werden kann. Man hätte deshalb ein anderes Dateiformat wählen müssen.
Diese Urteilsbegründung ist m.E. falsch und auch gänzlich praxisfern, weil sie weder vom Wortlaut noch von der ratio der Vorschrift gedeckt ist.
http://www.internet-law.de/2011/10/das-urheberrecht-und-seine-auslegung-treibt-seltsame-bluten.html
ZUGRIFF NICHT ERLAUBT
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Laut Google Reader hat dieses Mistangebot (ja so möchte ich es nennen, obwohl es ein kostenloser Service ist) 66 Abonnenten, während Schmalenstroers Links (unten die jüngste Ausgabe) nur 5 haben. Wer keine Zeit hat, diverse Online-Medien auf Meldungen zur Geschichte zu sichten, wird bei beiden Angeboten zugreifen müssen, wobei alles Interessante eigentlich auch bei Schmalenstroer vorhanden ist.
http://www.schmalenstroer.net/site/2011/10/links-historische-10062011/
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Germany reopens investigations into Nazi death camp guards | World news | The Guardian
“John Demjanjuk’s conviction set a precedent under which hundreds of suspects could be charged, say prosecutors”
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“Italiens Wikipedia streikt aus Protest: Ein geplantes Gesetz der Regierung Berlusconi würde dazu führen, dass jeder, der sich im Netz schlecht behandelt fühlt, Inhalte zum Verschwinden bringen könnte – ohne unabhängige Prüfung. Kritiker brandmarken den Entwurf als faschistisch.”
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Bibelkunde: Die Qumran-Rollen kommen aus Jerusalem – Nachrichten Kultur – WELT ONLINE
Israel Museum und Google beginnen mit der Online-Edition der Qumran-Rollen. Noch immer ist unklar, wer sie schrieb. Die Essener waren es gewiss nicht.
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RAF und die Studienstiftung: Aus Stipendiaten wurden Terroristen – Wissen – Tagesspiegel
Die Studienstiftung förderte einst Gudrun Ensslin, Ulrike Meinhof und andere spätere RAF-Größen. Jetzt arbeitet die Studienstiftung ihre Geschichte auf.
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Aus 300 deutschen Staaten bestand das Heilige Römische Reich im 17. Jahrhundert. Doch die Kleinstaaterei bedeutete mehr als ein Bürokratie-Chaos.
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Nach der Abstimmung über eine UN-Resolution hat Syriens Botschafter den Westen attackiert. Deutschland erinnerte er spöttisch an die Juden-Verfolgung.
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Hunderte Tomaten und Eiern flogen Richtung Günter Grass, als er vor 46 Jahren Wahlkampf für Willy Brandt machte. Die Rede gibt es jetzt auf CD.
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Gesichter der Gewalt (Magazin, NZZ Online)
Peter Englund erzählt die Geschichte des Ersten Weltkrieges in neunzehn Schicksalen
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Telepolis – Tempelritter und Tiermenschen
Er gilt manchen als Mann, der Hitler die Ideen gab. Andere verorten ihn als Sektierer am äußersten rechten Rand völkischer Religiosität. Auch wenn erstere nicht recht haben sollten, ist es doch möglich, dass Hitler das Werk des Jörg Lanz von Liebenfels, mit seinen rassistisch-sexualgnostischen Spekulationen gekannt hat. Auf jeden Fall hat die in ihrer Radikalität unübertroffene völkische Trash-Philosophie des Lanz von Liebenfels den Vernichtungswillen des Nationalsozialismus gegen alles “Minderrassige” um Jahrzehnte antizipiert. Sie bleibt ein extremes und erschreckendes Beispiel dafür, wohin sich rassistisches Denken versteigen kann.
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Nachrichten: Frühmittelalterlicher Symbolstein blieb lange unentdeckt – epoc
Erst kürzlich entdeckten Archäologen im Mauerwerk eines schottischen Bauernhauses einen Stein der piktischen Kultur mit Ritzzeichnungen des 5. bis 7. Jahrhunderts n. Chr.
Im Vorfeld dieses riesigen Onlineprojekts waren aufwendige Recherchearbeiten notwendig, um die Autorenrechte für die elektronische Erfassung einzuholen. Springer ging bereits im Vorfeld auf die Autoren bzw. die Inhaber der Urheberrechte zu, um die Honorarfrage für die elektronische Ausgabe zu klären.
Jedes Buch in den gierigen Fingern gewissenloser Verlage ist ein Verlust für die Wissenschaft und die Public Domain.
Academic researchers have a conservative set of attitudes, perceptions and behaviours
towards the scholarly communication system and do not desire fundamental changes in
the way research is currently disseminated and published.
Volltext:
http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&Art=en&sid=89a0a076b43a3d676089abb9b9e2588b&nr=57746&pos=0&anz=1
Zitat:
Vor allem aber obliegt es allein der Antragstellerin, die sich aus dem
Grundbuch ergebenden Informationen unter Berücksichtigung des Gegenstands ihrer Nachforschungen einzuordnen und zu bewerten. Eine Beschränkung ihres Einsichtsrechts würde im Ergebnis auf eine Vorauswahl des Grundbuchamts bzw. des Beschwerdegerichts hinsichtlich relevanter und nicht relevanter Eintragungen hinauslaufen. Zu einer solchen Beurteilung sind die Gerichte jedenfalls dann nicht befugt, wenn sich die journalistische Recherche
nach dem Inhalt des Gesuchs auf einen Sachverhalt bezieht, der - wie hier -
nicht durch eine unmittelbar aus dem Inhalt des Grundbuchs zu erzielende Information zu klären ist. In einem solchen Fall darf das Grundbuchamt der Presse nicht vorschreiben, welche Teile des nach § 12 Abs. 1 Satz 1 GBO in seiner
Gesamtheit - wenn auch beschränkt durch das Erfordernis eines berechtigten
Interesses - der Kenntnisnahme durch Dritte zugänglichen Grundbuchs für die
Recherche von Nutzen sein können. Das gebietet neben dem von dem Grundbuchamt zu beachtenden Gebot staatlicher Inhaltsneutralität (vgl. BVerfG, NJW
2001, 503, 506) die besondere Rolle, die der Presse in der freiheitlichen Demokratie zukommt und deren wirksame Wahrnehmung den prinzipiell ungehinderten Zugang zur Information voraussetzt (BVerfGE 50, 234, 240; BGH, Urteil
vom 7. Dezember 2010 - VI ZR 30/09, NJW 2011, 755 Rn. 8 [zur Veröff. in
BGHZ vorgesehen]).
Update: Es ging um den Fall Wulff
http://blog.strafrecht-online.de/2011/12/der-bgh-und-die-affaere-wulff-oder-was-daraus-werden-kann-wenn-der-bgh-einsicht-in-grundakten-gewaehrt/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=der-bgh-und-die-affaere-wulff-oder-was-daraus-werden-kann-wenn-der-
Leider werden keine Rechte gekauft.
Befragt wurden Personen aus der Hochschulforschung, der öffentlich finanzierten außeruniversitären Forschung, der Industrieforschung, aus Bibliotheken, Museen und Archiven, Lehrende und Studierende sowie Personen aus der Wissenschaftsinfrastruktur, den Medien und der Politik. Unter den 2.519 Rückläufen waren 1.653 vollständig ausgefüllte Fragebögen. Die meisten Antworten kamen aus der Forschung.
Der Sprecher des Aktionsbündnisses, Prof. Rainer Kuhlen, fordert den Gesetzgeber auf, aus den Ergebnissen der Befragung politische Konsequenzen zu ziehen und sich endlich daran zu machen, ein bildungs- und wissenschaftsfreundliches Urheberrecht zu schaffen. Weder den AutorInnen noch den NutzerInnen in Bildung und Wissenschaft sind die jetzigen kleinteiligen Regelungen länger zuzumuten; diese Normen verhindern eine Entfaltung des immensen Potenzials der Digitalisierung. Eine gründliche Reform des Urheberrechts im Dritten Korb zugunsten des Bildungs- und Wissenschaftssektors – und damit der Allgemeinheit – darf nicht länger durch Verweis auf zehn Jahre alte EU-Vorgaben blockiert werden.
Die Einschätzungen der Praktiker und Experten aus Bildung und Wissenschaft sprechen eine deutliche Sprache: 92,1 % der Befragten sind mit den Regelungen in § 52a UrhG (Wissenschaftsschranke) unzufrieden, 94,4% mit § 52b UrhG (Wiedergabe von Werken aus Bibliotheken) und 89,5% mit § 53a UrhG (Kopienversand auf Bestellung). Vor allem bei § 52a UrhG darf der Gesetzgeber sich ihrer Meinung nach nicht auf die Aufhebung der bestehenden Befristung bis Ende 2012 beschränken: Die jetzigen restriktiven Nutzungsbedingungen sind unpraktikabel.
Allerdings setzt die große Mehrheit der Befragten kaum noch auf eine Verbesserung einzelner Schrankenbedingungen; gefordert wird vielmehr die Einführung eines allgemeinen Wissenschaftsprivilegs.
http://www.urheberrechtsbuendnis.de/pressemitteilung0711.html.de
Noch tut sich in der Blogosphäre nicht allzu viel, aber es ist ja in den USA vergleichsweise früh.
Zwei Blogeinträge zitiert
http://archivalia.tumblr.com/tagged/archives
Twitter:
http://archivist.visitmix.com/G_AmSpinnrade/1
http://twapperkeeper.com/hashtag/digitalArchivesDay
Digitale Unterlagen waren bei uns von Anfang an (2003) Thema:
http://archiv.twoday.net/topics/Digitale+Unterlagen/
Gut 230 Beiträge sind abrufbar:
http://archiv.twoday.net/topics/Digitale+Unterlagen/?start=230

http://sca.jiscinvolve.org/wp/files/2009/05/iDF153-SCA_Ithaka_CaseStudies_v2_DigiZeit_v1-03.pdf
Zum Thema hier:
http://archiv.twoday.net/search?q=digizeitschriften
Zum erst jetzt gefundenen Video v. 25.9.2010 auf wmtv
Preisliste hier:
http://www.faz-rechte.de/preistabelle-faz-texte.htm
via Archivliste
This is a prepared text of the Commencement address delivered by Steve Jobs, on June 12, 2005.
I am honored to be with you today at your commencement from one of the finest universities in the world. I never graduated from college. Truth be told, this is the closest I've ever gotten to a college graduation. Today I want to tell you three stories from my life. That's it. No big deal. Just three stories.
The first story is about connecting the dots.
I dropped out of Reed College after the first 6 months, but then stayed around as a drop-in for another 18 months or so before I really quit. So why did I drop out?
It started before I was born. My biological mother was a young, unwed college graduate student, and she decided to put me up for adoption. She felt very strongly that I should be adopted by college graduates, so everything was all set for me to be adopted at birth by a lawyer and his wife. Except that when I popped out they decided at the last minute that they really wanted a girl. So my parents, who were on a waiting list, got a call in the middle of the night asking: "We have an unexpected baby boy; do you want him?" They said: "Of course." My biological mother later found out that my mother had never graduated from college and that my father had never graduated from high school. She refused to sign the final adoption papers. She only relented a few months later when my parents promised that I would someday go to college.
And 17 years later I did go to college. But I naively chose a college that was almost as expensive as Stanford, and all of my working-class parents' savings were being spent on my college tuition. After six months, I couldn't see the value in it. I had no idea what I wanted to do with my life and no idea how college was going to help me figure it out. And here I was spending all of the money my parents had saved their entire life. So I decided to drop out and trust that it would all work out OK. It was pretty scary at the time, but looking back it was one of the best decisions I ever made. The minute I dropped out I could stop taking the required classes that didn't interest me, and begin dropping in on the ones that looked interesting.
It wasn't all romantic. I didn't have a dorm room, so I slept on the floor in friends' rooms, I returned coke bottles for the 5¢ deposits to buy food with, and I would walk the 7 miles across town every Sunday night to get one good meal a week at the Hare Krishna temple. I loved it. And much of what I stumbled into by following my curiosity and intuition turned out to be priceless later on. Let me give you one example:
Reed College at that time offered perhaps the best calligraphy instruction in the country. Throughout the campus every poster, every label on every drawer, was beautifully hand calligraphed. Because I had dropped out and didn't have to take the normal classes, I decided to take a calligraphy class to learn how to do this. I learned about serif and san serif typefaces, about varying the amount of space between different letter combinations, about what makes great typography great. It was beautiful, historical, artistically subtle in a way that science can't capture, and I found it fascinating.
None of this had even a hope of any practical application in my life. But ten years later, when we were designing the first Macintosh computer, it all came back to me. And we designed it all into the Mac. It was the first computer with beautiful typography. If I had never dropped in on that single course in college, the Mac would have never had multiple typefaces or proportionally spaced fonts. And since Windows just copied the Mac, it's likely that no personal computer would have them. If I had never dropped out, I would have never dropped in on this calligraphy class, and personal computers might not have the wonderful typography that they do. Of course it was impossible to connect the dots looking forward when I was in college. But it was very, very clear looking backwards ten years later.
Again, you can't connect the dots looking forward; you can only connect them looking backwards. So you have to trust that the dots will somehow connect in your future. You have to trust in something — your gut, destiny, life, karma, whatever. This approach has never let me down, and it has made all the difference in my life.
My second story is about love and loss.
I was lucky — I found what I loved to do early in life. Woz and I started Apple in my parents garage when I was 20. We worked hard, and in 10 years Apple had grown from just the two of us in a garage into a $2 billion company with over 4000 employees. We had just released our finest creation — the Macintosh — a year earlier, and I had just turned 30. And then I got fired. How can you get fired from a company you started? Well, as Apple grew we hired someone who I thought was very talented to run the company with me, and for the first year or so things went well. But then our visions of the future began to diverge and eventually we had a falling out. When we did, our Board of Directors sided with him. So at 30 I was out. And very publicly out. What had been the focus of my entire adult life was gone, and it was devastating.
I really didn't know what to do for a few months. I felt that I had let the previous generation of entrepreneurs down - that I had dropped the baton as it was being passed to me. I met with David Packard and Bob Noyce and tried to apologize for screwing up so badly. I was a very public failure, and I even thought about running away from the valley. But something slowly began to dawn on me — I still loved what I did. The turn of events at Apple had not changed that one bit. I had been rejected, but I was still in love. And so I decided to start over.
I didn't see it then, but it turned out that getting fired from Apple was the best thing that could have ever happened to me. The heaviness of being successful was replaced by the lightness of being a beginner again, less sure about everything. It freed me to enter one of the most creative periods of my life.
During the next five years, I started a company named NeXT, another company named Pixar, and fell in love with an amazing woman who would become my wife. Pixar went on to create the worlds first computer animated feature film, Toy Story, and is now the most successful animation studio in the world. In a remarkable turn of events, Apple bought NeXT, I returned to Apple, and the technology we developed at NeXT is at the heart of Apple's current renaissance. And Laurene and I have a wonderful family together.
I'm pretty sure none of this would have happened if I hadn't been fired from Apple. It was awful tasting medicine, but I guess the patient needed it. Sometimes life hits you in the head with a brick. Don't lose faith. I'm convinced that the only thing that kept me going was that I loved what I did. You've got to find what you love. And that is as true for your work as it is for your lovers. Your work is going to fill a large part of your life, and the only way to be truly satisfied is to do what you believe is great work. And the only way to do great work is to love what you do. If you haven't found it yet, keep looking. Don't settle. As with all matters of the heart, you'll know when you find it. And, like any great relationship, it just gets better and better as the years roll on. So keep looking until you find it. Don't settle.
My third story is about death.
When I was 17, I read a quote that went something like: "If you live each day as if it was your last, someday you'll most certainly be right." It made an impression on me, and since then, for the past 33 years, I have looked in the mirror every morning and asked myself: "If today were the last day of my life, would I want to do what I am about to do today?" And whenever the answer has been "No" for too many days in a row, I know I need to change something.
Remembering that I'll be dead soon is the most important tool I've ever encountered to help me make the big choices in life. Because almost everything — all external expectations, all pride, all fear of embarrassment or failure - these things just fall away in the face of death, leaving only what is truly important. Remembering that you are going to die is the best way I know to avoid the trap of thinking you have something to lose. You are already naked. There is no reason not to follow your heart.
About a year ago I was diagnosed with cancer. I had a scan at 7:30 in the morning, and it clearly showed a tumor on my pancreas. I didn't even know what a pancreas was. The doctors told me this was almost certainly a type of cancer that is incurable, and that I should expect to live no longer than three to six months. My doctor advised me to go home and get my affairs in order, which is doctor's code for prepare to die. It means to try to tell your kids everything you thought you'd have the next 10 years to tell them in just a few months. It means to make sure everything is buttoned up so that it will be as easy as possible for your family. It means to say your goodbyes.
I lived with that diagnosis all day. Later that evening I had a biopsy, where they stuck an endoscope down my throat, through my stomach and into my intestines, put a needle into my pancreas and got a few cells from the tumor. I was sedated, but my wife, who was there, told me that when they viewed the cells under a microscope the doctors started crying because it turned out to be a very rare form of pancreatic cancer that is curable with surgery. I had the surgery and I'm fine now.
This was the closest I've been to facing death, and I hope it's the closest I get for a few more decades. Having lived through it, I can now say this to you with a bit more certainty than when death was a useful but purely intellectual concept:
No one wants to die. Even people who want to go to heaven don't want to die to get there. And yet death is the destination we all share. No one has ever escaped it. And that is as it should be, because Death is very likely the single best invention of Life. It is Life's change agent. It clears out the old to make way for the new. Right now the new is you, but someday not too long from now, you will gradually become the old and be cleared away. Sorry to be so dramatic, but it is quite true.
Your time is limited, so don't waste it living someone else's life. Don't be trapped by dogma — which is living with the results of other people's thinking. Don't let the noise of others' opinions drown out your own inner voice. And most important, have the courage to follow your heart and intuition. They somehow already know what you truly want to become. Everything else is secondary.
When I was young, there was an amazing publication called The Whole Earth Catalog, which was one of the bibles of my generation. It was created by a fellow named Stewart Brand not far from here in Menlo Park, and he brought it to life with his poetic touch. This was in the late 1960's, before personal computers and desktop publishing, so it was all made with typewriters, scissors, and polaroid cameras. It was sort of like Google in paperback form, 35 years before Google came along: it was idealistic, and overflowing with neat tools and great notions.
Stewart and his team put out several issues of The Whole Earth Catalog, and then when it had run its course, they put out a final issue. It was the mid-1970s, and I was your age. On the back cover of their final issue was a photograph of an early morning country road, the kind you might find yourself hitchhiking on if you were so adventurous. Beneath it were the words: "Stay Hungry. Stay Foolish." It was their farewell message as they signed off. Stay Hungry. Stay Foolish. And I have always wished that for myself. And now, as you graduate to begin anew, I wish that for you.
Stay Hungry. Stay Foolish.
Thank you all very much".
Steve Jobs 2005 at Stanford University
[Source e.g. http://web.mac.com/gregwolfe/main/Steve_Jobs.html KG]
Mitschnitt Stanford University
mit spanischen Untertiteln (sorry) aber guter Akustik
http://www.youtube.com/watch?v=DCsxANtBoIs
Konterfei
http://www.adn.es/clipping/ADNIMA20111006_2378/5.jpg
Tripota enthält Porträtgrafik aus den Sammlungen unterschiedlicher Trierer Einrichtungen. Die meisten Bilder stammen aus der Porträtsammlung der Stadtbibliothek Trier. Deren Zettelkatalog wurde 2010 zusammen mit den Porträts digitalisiert und in eine durchsuchbare Datenbank überführt. Die Angaben zu den dargestellten Personen und zu den Künstlerinnen und Künstlern wurden wo möglich um Links zu den entsprechenden Einträgen in der der Personennamendatei (PND) der Deutschen Nationalbibliothek und zu Wikipedia sowie um Angaben zur Auffindbarkeit der Personendaten im Word Biographical Information Systems (WBIS) ergänzt. Die Arbeiten an der Erfassung dieser Metadaten sind noch nicht abgeschlossen. Neben der Porträtsammlung der Stadtbibliothek Trier beinhaltet Tripota auch Porträts aus dem Buchbestand der Universitätsbibliothek Trier und aus der Graphischen Sammlung des Fachs Kunstgeschichte der Universität Trier. Die Einbindung weiterer Bilder und Sammlungen in Tripota ist in Vorbereitung.
Die Datenbank enthält momentan 7540 Portraits.
Siehe auch
http://de.wikisource.org/wiki/Wikisource:Biographische_Recherche#Portr.C3.A4tsammlungen

"An Cassandra Fedeles Schicksal sind Glanz und Elend der gelehrten Frau im Italien der Renaissance deutlich abzulesen. Als Zeichen kulturellen Fortschritts wurden die raren Exempel weiblicher Gelehrsamkeit enthusiastisch begrüßt. Ihr Wirken jedoch blieb auf die Demonstration ihrer Kenntnisse beschränkt, und sie erhielten keine Chance, in der Männerwelt der wissenschaftlichen Institutionen (respublica doctorum) Fuß zu fassen."
http://www.uni-mannheim.de/mateo/desbillons/fedele.html

