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http://www.mainzerbibliotheksgesellschaft.de/projekte/autographen-hermann-levis-und-felix-mottls.html

https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Wiki_loves_monuments_2011/Preistr%C3%A4ger_Deutschland

Die Auswahl der Jury überzeugt nicht, es dominiert das Postkartenhafte. Völlig durchschnittliche Bilder wie das von M. Cyron erhielten einen Preis - woran das wohl liegen mag? Wieso muss unter den preisgekrönten Motiven die Burg Eltz vertreten sein? Fachwerkhäuser noch und nöcher, darunter auch eins, das als solches gar nicht erkennbar ist ( Nr. 88). Was ist z.B. an diesem Bild von DerHexer (Wikipedia-Steward) so Besonderes:

https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Gie%C3%9Fen-Allendorf_(DerHexer)_WLMMH_61838_2011-09-22_04.jpg

Siegerbild von Memorino: Die Anhäuser Mauer



http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.en

Zu Recht zum Landessieger Hessen gekürt: „© DerHexer, Wikimedia Commons, CC-by-sa 3.0“ (mit ätzender Lizenzerläuterung)
commons.wikimedia.org/wiki/File:Lauterbach-Frischborn_(DerHexer)_WLMMH_66500_2011-09-18_02.jpg


Teil I:
http://archiv.twoday.net/stories/49590238/

Schauen wir uns nun mal Quellen und Literatur von

Alexander Schubert, Städtekrieg, 1387/1389, in: Historisches Lexikon Bayerns, URL: http://www.historisches-lexikon-bayerns.de/artikel/artikel_45561 (10.10.2011)

an. Kein einziger Online-Nachweis, obwohl z.B. das JffL ein offizielles Angebot der BSB ist, von den Retrodigitalisaten der BSB ganz zu schweigen.

Literatur:

Heinz Angermeier, Städtebünde und Landfriede im 14. Jahrhundert, in: Historisches Jahrbuch 76 (1956), 34-54

Eberhard Holtz, Reichsstädte und Zentralgewalt unter König Wenzel (1376-1400) (Studien zu den Luxemburgern und ihrer Zeit 4), Warendorf 1993.

Theodor Lindner, Zur Geschichte des schwäbischen Städtebundes, in: Forschungen zur deutschen Geschichte 19 (1879), 42-58
http://de.wikisource.org/wiki/Forschungen_zur_Deutschen_Geschichte

Joachim Schneider, "Denn wo das Ende böse ist ...". Gründe und Begründungen für den ersten süddeutschen Städtekrieg in den Äußerungen der Chronisten, in: Horst Brunner (Hg.), Der Krieg im Mittelalter und in der frühen Neuzeit. Gründe, Begründungen, Bilder, Bräuche, Recht (Imagines Medii Aevi 3), Wiesbaden 1999, 139-182

Ludwig Schnurrer, König Wenzel und die Reichsstadt Rothenburg, in: Jahrbuch für fränkische Landesforschung 34/35 (1974/75), 681-720
http://daten.digitale-sammlungen.de/bsb00048807/image_748

Alexander Schubert, Der Stadt Nutz oder Notdurft? Die Reichsstadt Nürnberg und der Städtekrieg von 1388/89 (Historische Studien 476), Husum 2003

Theodor Straub, Bayerns Rolle im Reich und im Städtekrieg, in: Max Spindler/Andreas Kraus (Hg.), Handbuch der bayerischen Geschichte. 2. Band: Das alte Bayern. Der Territorialstaat vom Ausgang des 12. Jahrhunderts bis zum Ausgang des 18. Jahrhunderts, München 2. Auflage 1988, 225-232

Martin Weindl, Der Städtekrieg von 1388, in: Peter Morsbach/Peter Brielmaier/Uwe Moosburger (Hg.), Regensburg. Metropole im Mittelalter, Regensburg 2007, 225

Joseph Würdinger, Erster und zweiter Städtekrieg in Schwaben, Franken und am Rhein 1370-1390, in: Jahresbericht des Historischen Kreisvereins im Regierungsbezirke von Schwaben und Neuburg 33 (1868), 85-136
http://bavarica.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10333433_00090.html

Joseph Würdinger, Kriegsgeschichte von Bayern, Franken, Pfalz und Schwaben von 1347-1506. 1. Band, München 1868
http://www.mdz-nbn-resolving.de/urn/resolver.pl?urn=urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374387-2

Quellen:

Die Chroniken der Deutschen Städte vom 14. bis ins 16. Jahrhundert, hg. von der Historischen Commission bei der Königl. Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Leipzig/Göttingen 1862-1968
http://de.wikisource.org/wiki/Die_Chroniken_der_deutschen_St%C3%A4dte

Julius Weizsäcker (Hg.), Deutsche Reichstagsakten. Ältere Reihe. 1.-3. Band: Unter König Wenzel, Gotha u. a. 1867-1877
http://de.wikisource.org/wiki/Deutsche_Reichstagsakten

Auch die neuesten Artikel weisen nicht online verfügbare Quellen und Literatur nach. So sollte man im Artikel zu den Grafen von Kirchberg statt eines völlig überflüssigen unwissenschaftlichen E-Textes eines Lieds des Minnesängers Konrad von Kirchberg beispielsweise das Württembergische Urkundenbuch online oder Stälins Geschichte verlinken:

http://www.historisches-lexikon-bayerns.de/artikel/artikel_45827

Beschämend ist, dass man die Bucelin-Ansicht von Kloster Wiblingen in denkbar schlechter Schwarzweißqualität präsentiert. Hatte man kein Geld oder keine Zeit, sich eine Reproduktion der WLB zu besorgen?

Absolut inakzeptabel ist, dass die Quelle für das Aquarell des Wiblinger Epitaphs in der Bildunterschrift nicht genannt wird:

http://www.historisches-lexikon-bayerns.de/document/artikel_45827_bilder_value_6_kirchberg5.jpg
[Ein Foto des erhaltenen Grabmals:
http://oberkirchberg.blogspot.com/ ]

Und wieso gibt es keine Stammtafel? Sicher: die "geneaolgischen [SIC] Verhältnisse der Kirchberger sind undurchsichtig" - aber wenigsten für die jüngeren Generationen hätte man eine Stammtafel erwarten dürfen.

http://diglit.ub.uni-heidelberg.de/diglit/cpg848/0043?sid=59d995141c67d9350179e5226504c42f Sollte man annehmen, dass es etwas Dümmeres gibt, als diesen Link zu verwenden, wenn die UB Heidelberg eindeutig den permanenten Link vorgibt?

Die BSB stümpert weiter ...



http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Bucelin_wiblingen.jpg

Die Edition Helga Lengenfelder stellte bekanntlich auf ManuMed

http://www.manuscripta-mediaevalia.de/ (Direktlink nicht möglich)

diverse Beihefte als PDFs zur Verfügung. Weitere finden sich unter:

http://www.omifacsimiles.com/cats/lit.html

Sagt RA Marcus Beckmann, der das Gutachten des wissenschaftlichen Dienstes des Bundestags bespricht:

http://www.beckmannundnorda.de/serendipity/index.php?/archives/687-Wissenschaftlicher-Dienst-des-Deutschen-Bundestages-veroeffentlicht-Gutachten-zu-Facebook-Fanpages,-dem-Gefaellt-Mir-Button-und-anderen-Social-Plugins.html

Das Gutachten kommt zu dem Schluss:

"Vielmehr ist das geltende Datenschutzrecht von Unsicherheiten geprägt und macht die eindeutige Beantwortung rechtlicher Fragen in diesem Bereich schwer. Eine gerichtliche Beurteilung der untersuchten Sachverhalte steht bislang aus. Die zur Frage der Personenbezogenheit einer IP-Adresse auch in der Rechtsprechung vertretenen verschiedenen Auffassungen machen zudem deutlich, dass selbst im Falle einer richterlichen Entscheidung nicht von einer endgültigen Klärung datenschutzrechtlichen Kontroversen ausgegangen werden kann. Es kann daher keine abschließende Empfehlung hinsichtlich einer Entfernung der durch das ULD als datenschutzrechtlich unzulässig bewerteten Angebote gegeben werden."

Beckmann kommentiert: "Das Gutachten zeigt abermals, dass sich das deutsche Datenschutzrecht in einem katastrophalen Zustand befindet. Leider ist nicht damit zu rechnen, dass der Gesetzgeber in der Lage ist, eine zeitgemäßes, klares und funktionales Regelwerk zu schaffen. Es hilft dabei gar nichts, wenn Datenschützer wie das Unabhängige Landeszentrum für Datenschutz (ULD) Schleswig-Holstein mit markigen Worten und Ordnungsgeldern drohen."



Via http://joernborchert.twoday.net/

http://www.stadtarchiv-neuss.de/



http://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Stadtarchiv_Neuss

http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/literatur/schillers_ode_zu_teuer_fuer_die_oeffentliche_hand_1.13077702.html

Pech für die Stiftung Weimarer Klassik und die Öffentlichkeit: Die überraschend aufgetauchte Reinschrift von Friedrich Schillers berühmter «Ode an die Freude» gelangt in Privatbesitz. Bei der zweitägigen Autografen-Auktion, welche die Antiquariate Moirandat (Basel) und Stargardt (Berlin) am Freitag im grossen Saal von Basels Schmiedenhof begonnen haben, erhielt ein anonymer telefonischer Bieter den Zuschlag.

Das zweimal gefaltete und dann auf drei Seiten mit Tinte beschriebene Blatt von 1785, ein kleines Quartformat, war mit einem Schätz- bzw. Ausgabepreis von 150'000 Franken ausgerufen worden. Der Endpreis lag schliesslich bei einer halben Million Schweizer Franken.

Zwei Wochen vor Beginn der Auktion hatte sich die Stiftung Weimarer Klassik mit einem Spendenaufruf an die deutsche Öffentlichkeit mit der Bitte gewandt, ihr beim Erwerb von Schillers Autograf zu helfen. So unstrittig es von vornherein war, dass das Goethe- und Schiller-Archiv in Weimar der ideale Aufbewahrungsort dieser Gedicht-Handschrift wäre, so klar war dem Archiv auch, dass es sich «allein mit eigenen Mitteln bei der Versteigerung nicht erfolgreich behaupten können» würde.


Danke für den Hinweis an Karsten Schuldt

Text:
http://www.moirandat.ch/Auktion8_1_Literatur.pdf




Dem kann ich nur zustimmen.

A discussion on whether scholars should take the time to write a blog about their work.

http://www.universityaffairs.ca/should-you-enter-the-academic-blogosphere.aspx

(Thanks to Mareike König.)

FAZ über eine Studie die das e-book absolvieren soll, zeitgleich mit der Frankfurter Buchmesse bekanntgegeben

http://goo.gl/s9y2q

http://daten.digitale-sammlungen.de/bsb00064880/image_11

Das Digitalisat ist eine in Rom 1469 gedruckte Inkunabel von Caesars De bello Gallico.

Das Provenienzregister zu BSB-Ink (nicht online) gibt Auskunft über den Eigner des Wappens:

Peck, Georg
aus Ulm; Dr. decr.; Kanoniker (seit 1465) und bischöflicher
Offizial (1465–86) in Augsburg; gest. 1486;
verwendete ein Wappen.
A‑450,3; A‑854,1; C‑23,1; L‑187,1.
Lit.: Haemmerle, Augsburg, S. 19. – MBK 3/1, 83.


Man vermisst den Hinweis auf den Freiburger Inkunabelkatalog von Vera Sack (den Needhams IPI hat):

Register:
http://www.manuscripta-mediaevalia.de/hs/katalogseiten/HSK0024c_b1620_jpg.htm
Nr. 2168+2174 (Augsburger Isidor-Drucke 1472)
http://www.manuscripta-mediaevalia.de/hs/katalogseiten/HSK0024b_b0725_JPG.htm

Beck, der Augsburger Kanoniker und Offizial war, ist auch als Autor lateinischer juristischer Texte in Handschriften greifbar:

Tübingen, UB, Mc 63
Consilium von 1486
http://www.manuscripta-mediaevalia.de/dokumente/html/obj90630216,T

Augsburg, UB, Cod. II. 1. fol. 57
Informatio confessorum dioecesis Augustensis in tempore belli (1463)
http://www.manuscripta-mediaevalia.de/dokumente/html/obj90621013,T

Wie nicht selten hat ManuMed keineswegs alle Nachweise, die es eigentlich haben sollte. Der folgende Beleg kam über Google (findet sich aber auch bei Krämer, Scriptores):

Consilien Nr. 33 und 39
München, UB 2° 664
http://books.google.de/books?id=0pTjubri0ikC (Auszüge)
http://www.manuscripta-mediaevalia.de/hs/katalogseiten/HSK0054_b125_JPG.htm

Weitere biographische Nachweise bietet Elisabeth Wunderles Katalog der Dillinger Handschriften anlässlich der Erwähnung eines Jahrtags
http://daten.digitale-sammlungen.de/bsb00045613/image_149

Hinweis auf Clm 3895:
http://www.google.de/search?&tbm=bks&q=%22+ego+georgius+peck+**%22

Beleg fürs Todesdatum 22. Dez. 1486
http://books.google.de/books?id=WZsrAQAAIAAJ&pg=PA241

Repertorium Germanicum hat ebenfalls Belege zu Beck.

Update 2015: GND
http://beacon.findbuch.de/seealso/pnd-aks?format=sources&id=1025026241

#forschung


Die geplante Versteigerung von Teilen der Haller Waldauf-Bibliothek sorgt für Wirbel in der Fachwelt und der Salzstadt. [...]

Die Herkunft der bei Zisska & Schauer ange­bo­te­nen Werke beschäf­tigt nun das BDA, der­zeit prüfe die Rechtsabteilung, ob und wel­che Rechtsmittel ergrif­fen wer­den könn­ten, weiß Rampold. Bei Zisska & Schauer rea­giert man mit Verwunderung: Der Bestand stamme aus Deutschland und aus Privatbesitz, sagt Herbert Schauer, Leiter des Auktionshauses. Und: „Wir haben alles unter­nom­men, um die Herkunft zu klären.“

Gegenteiliger Meinung ist der deut­sche Historiker und Archivar an der RWTH Aachen, Klaus Graf, der den Stein in sei­nem Webblog „Archivalia“ ins Rollen gebracht hat. Er schließt aus, dass die Werke „auf lega­lem Weg aus Öster­reich ent­fernt wur­den“ und ist sich „ziem­lich sicher“, dass es sich um die wäh­rend des 2. Weltkriegs ver­lo­re­nen Bestände han­delt. Auf eine Einigung und den „Erhalt die­ses Kulturguts für Tirol“ hofft indes UB-Direktor Martin Wieser: Es wäre ein „immen­ser Schaden“, wür­den die Bestände durch den Verkauf verstreut.


Ganzer Artikel: http://www.tt.com/csp/cms/sites/tt/Freizeit/3608420-2/r%C3%A4tsel-um-kostbaren-haller-b%C3%BCcherschatz.csp

Update zu:
http://archiv.twoday.net/stories/42999544/


Lesenswertes von Mareike König:

http://dhdhi.hypotheses.org/380

http://hotfile.com/dl/131982872/09a19f7/Iserlohner_Urkundenbuch.pdf.zip.html

Skype kann Piraten verraten, Webcams lassen sich dank einer Lücke in Adobe Flash ausspionieren und PC-Tastatureingaben mit iPhones auslesen.
Wissenschaftler des Georgia Institute of Technology und des Massachusetts Institute of Technology (MIT) haben in einer Studie namens «Ich weiss, wo du bist und was du teilst» skizziert, wie sich das Filesharing-Verhalten von Anwendern nachvollziehen lässt, die Skype und Bittorrent nutzen

http://www.nzz.ch/nachrichten/digital/skype_bittorent_ip_adresse_1.13072821.html

"... Das Landesarchiv in Duisburg wird offenbar noch teurer als erwartet. Fast 200 Millionen Euro soll der Bau kosten. Der Bund der Steuerzahler rügt den Neubau als Fallbeispiel für Steuerverschwendung. Ursprünglich veranschlagt waren 30 Millionen Euro.


Der Bau des Landesarchivs am Innenhafen wird offenbar noch mal teurer und sprengt fast die Grenze von 200 Millionen Euro. In der SPD-Landtagsfraktion und am Rande einer Kabinettssitzung soll die Zahl 196 Millionen Euro genannt worden sein. Die Düsseldorfer Staatskanzlei dementierte gegenüber der WAZ diese Zahl nicht. Auch im jetzt veröffentlichten Schwarzbuch 2011 des Bundes der Steuerzahler (BdSt) findet das Bauvorhaben unrühmliche Nennung als Fallbeispiel für Steuerverschwendung.

Erst vergangene Woche hatte die WAZ über den Neubau des Landesarchivs berichtet. Die erwartete Bausumme von genannten 170 Millionen Euro hat sich dabei offenbar schon wieder längst überholt. Über die Gründe der weiteren Kostenexplosion gibt es unterschiedliche Mutmaßungen. So sollen sie in zusätzlichen Baukosten wegen der aufwendigen Gründungen am Hafenbecken liegen. Auch eine weitere Risikovorsorge und höhere Bauleitzinsen werden genannt. Der Landesbau-Betrieb BLB räumt Kostensteigerung ein, will die Summe aber nicht bestätigen.
..."

Quelle: derwesten.de, 20.10.11

".... Abzocke beim Landesarchiv
NRW. Im Frühjahr 2010 berichtete die Neue Ruhr Zeitung, dass das Land NRW bereits 2007 geplant hatte, ein altes Speichergrundstück im Duisburger Innenhafen für das neue Landesarchiv zu kaufen. Kosten: 2 Mio. Euro. Unmittelbar vor dem Notartermin verkaufte der Eigentümer sein Grundstück jedoch für 3,8 Mio. Euro an den Essener Projektentwickler Kölb Kruse. Zufall? Der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB) nahm zu einer entsprechenden Frage des BdSt keine Stellung. Kölb Kruse, die bereits mehrere Projekte im Duisburger Innenhafen verwirklicht hatten, sollten das Archiv nun bauen, das Land wollte das Gebäude mieten. Denn der politische Beschluss, das Landesarchiv am vorgesehenen Standort zu bauen, blieb weiter bestehen; der BLB erhielt keinen Auftrag, innerhalb oder außerhalb Duisburgs nach einer Alternative zu suchen. 3,8 Mio. Euro Miete jährlich waren zunächst vorgesehen, doch dann erhöhte Kölb Kruse die Forderung auf 12 Mio. Euro. Und noch immer hielt das Land am Duisburger Innenhafen fest. Aber anscheinend wurde ihm die Sache allmählich doch zu teuer. Kölb Kruse verkaufte das Grundstück samt einem Nachbargrundstück, das das Essener Unternehmen laut Presseberichten für rund 765.000 Euro der Stadt Duisburg abgekauft hatte. Das Land NRW zahlte die stolze Summe von fast 30 Mio. Euro. Der BLB betont auf Anfrage des BdSt, dass diese Kosten nicht nur die Grundstücke abdeckten, sondern auch „andere Kosten, z. B. für verausgabte Planungsleistungen“. Nach Presseberichten schlug allein der Ausstieg aus dem Mietvertrag mit gut 8 Mio. Euro zu Buche. Auf die Frage, wie sichergestellt werden könne, dass sich solche Vorgänge nicht wiederholen, erklärt der BLB dem BdSt, dass „bei der Anbahnung von Grundstücksgeschäften des Landes typischerweise ein öffentlicher Bekanntheitsgrad unvermeidbar ist, der tendenziell preissteigernd wirkt“. Tendenziell preissteigernd? Das klingt angesichts der Summen und der finanziellen Lage des Landes wie blanker Hohn. Hinzu kommt, dass es nicht bei den ursprünglich veranschlagten Baukosten von 80 Mio. Euro bleibt; inzwischen sind es mindestens 158 Mio. Euro. Mittlerweile ermittelt die Anti-Korruptions-Staatsanwaltschaft in Wuppertal in dem Fall, im Februar 2011 berichteten die Medien in NRW über umfangreiche Razzien – nicht nur in Sachen Landesarchiv. So gebe es einen Anfangsverdacht für Untreue und Korruption auch bei anderen Projekten des BLB. ...."

Quelle: Schwarzbuch 2011

"Aufmerksame Beobachter haben die Armada von Umzugswagen vor der Villa Plange registriert. Sie ist ein Vorbote von lange geplanten Veränderungen. Das Kreisarchiv zieht in diesen Tagen vom Soester Sigefridwall in das Kreishaus um. Denn in der Villa beginnen dringende Reparaturmaßnahmen.
Wasserschäden sind in einigen Räumen längst sichtbar. So funktioniert die Balkonentwässerung wegen defekter und nicht ausreichend dimensionierter Rohrleitungen nur unzureichend. Auch für andere Ver- und Entsorgungsleitungen besteht dringender Handlungsbedarf, wenn das denkmalgeschützte Gebäude keinen größeren Schaden nehmen soll. So stehen Heizungsarbeiten sowie Maßnahmen rund um Sanitär- und Elektroinstallation in den nächsten Monaten bevor. Daneben sollen Fenster und Türen ausgetauscht werden, vor allem aus energetischen Gründen. Aus dem Jahr 2010 stehen für das Projekt noch 110.000 Euro zur Verfügung, für 2011 hat der Kreistag 225.000 Euro an Haushaltsmitteln bereitgestellt.
Wegen des Umzugs bleibt das Archiv noch bis zum 28. Oktober geschlossen. Ab dem 31. Oktober ist das Kreisarchiv im Kreishaus am Hohen Weg unter der bekannten Telefonnummer 02921/302960 und der E-Mail-Adresse kreisarchiv@kreis-soest.de zu erreichen. Benutzungen des Archivs sind nach Voranmeldung möglich.
Das Magazin des Kreisarchivs verbleibt im Keller der Villa Plange. Zurzeit wird geprüft, ob die bisherigen Räume des Kreisarchivs im Ober- und Dachgeschoss der Villa Plange künftig von der jetzt noch im Kreishaus untergebrachten wfg Wirtschaftsförderung Kreis Soest GmbH genutzt werden können. Die Sanierungs- und Reparaturmaßnahmen, bei denen die Vorgaben des Denkmalschutzes zu beachten sind, werden den Zeitraum bis Juli 2012 in Anspruch nehmen. Zur langfristigen Unterbringung des Kreisarchivs, für dessen Bestände mittlerweile weder in der
Villa Plange, noch im Kreishaus genügend Raumkapazitäten zur Verfügung stehen, prüft der Kreis Soest mehrere Alternativen. Das hängt auch vom Erfolg des Regionale-2013-Projekts Adam-Kaserne Soest ab. Der vorliegende Konzeptentwurf sieht die Ansiedlung des Kreisarchivs mit dem Stadtarchiv vor."


via Mailingliste "Westfälische Geschichte"

http://www.allgemeine-zeitung.de/region/mainz/meldungen/print_11269021.htm

Seit längerer Zeit kursieren Gerüchte, inwieweit auch die Wissenschaftliche Stadtbibliothek von den Sparüberlegungen der Ampelkoalition betroffen sein könnte. Nach AZ-Informationen gibt es nun Planungen, die traditionsreiche Einrichtung an der Rheinallee zu schließen und von Grund auf umzustrukturieren: Das knapp 100-jährige, sanierungsbedürftige Jugendstilgebäude soll verkauft und die Bestände der Wissenschaftlichen Bibliothek auf drei Standorte aufgeteilt werden.

Das Stadtarchiv, dessen Bestand das Landesarchivgesetz garantiert, wird auf jeden Fall erhalten bleiben und könnte, so die Überlegungen, als eine Art historisches Zentrum für die Stadtgeschichtsforschung in eine der auslaufenden Grund- oder Hauptschulen im Stadtgebiet ziehen. Hierhin sollen auch Altbestände der Wissenschaftlichen Bibliothek mit archivarischem Charakter verlagert werden. Dieses erweiterte Stadtarchiv soll weiterhin für Jedermann öffentlich zugänglich sein.

Kooperation mit der Universität

Andere Teile der Wissenschaftlichen Bibliothek, wie etwa Handschriften oder Inkunabeln, sollen ins Gutenberg-Museum wandern, das lange Zeit Teil der Stadtbibliothek war und 1927 ins Haus zum Römischen Kaiser ausgegründet wurde. Die restlichen Bestände könnten, nach Vorstellungen der Ampel-Koalition, in dem künftigen Neubau der Universitätsbibliothek zusammengeführt werden.

Die dadurch entstehenden Synergieeffekte bedeuten aber auch, dass die Wissenschaftliche Stadtbibliothek keine neuen Anschaffungen – Bücher und Zeitschriften schlagen jährlich mit 130.000 Euro zu Buche – mehr tätigen könnte, die Bestände würden auf dem aktuellen Stand eingefroren.


Siehe auch
http://www.faz.net/aktuell/rhein-main/mainz-gedaechtnisverlust-in-der-gutenbergstadt-11498815.html

Das wäre eine katastrophale Fehlentscheidung und ein völlig falsches Signal für die anderen Altbestandsbibliotheken in kommunaler Trägerschaft.

Annelen Ottermann dazu: Mein Credo, für das ich nach 26 Jahren als Altbestandsbibliothekarin an dieser Bibliothek in Mainz mit aller verbleibenden Kraft gegenüber den politischen Entscheidungsträgern kämpfen werde, lautet:
"Es gibt den Denkmalschutz für historische Gebäude. Wir brauchen den Ensembleschutz für historische Sammlungen!"

Zur Situation der Freien Archive

von Jürgen Bacia

"Vor dem Hintergrund des Geschilderten müssen einige provozierende Fragen erlaubt sein. Sind wir in der Lage, verantwortlich mit unserer Geschichte umzugehen? Wollen wir alle einzeln untergehen oder gelingt uns eine gemeinsame Lösung?

Ist es möglich, Gegenstrukturen zu schaffen gegen das etablierte Archivwesen? Sollen politische Gruppen und Initiativen ihre Unterlagen lieber wegwerfen, als sie etablierten Archiven zur Verfügung zu stellen? Müssen alternative ArchivarInnen notwendigerweise am Hungertuch nagen oder ist es legitim, für bezahlte Stellen in Freien Archiven zu kämpfen?"

http://www.graswurzel.net/356/archiv.shtml

Graswurzelrevolution Nr. 356, Februar 2011


Nachtrag: Beim Stöbern bemerkte ich eben, dass es bereits einen Eintrag zu diesem Artikel gibt:

http://archiv.twoday.net/stories/14656210/

Prantl im Eröffnungsvortrag des Bremer Archivtags 2011:

VdA

Die Vermutung, jener ehrwürdige Greis, der Melanchthon auf dem Speyerer Reichstag von 1529 vor der bevorstehenden Verhaftung des Simon Grynäus warnte, sei der ehemalige Speyerer Stadtschreiber Michael Geilfuß gewesen, geht auf Erhard Christoph Baurs Lehmann-Biographie von 1756 zurück:

http://books.google.de/books?id=tBk6AAAAcAAJ&pg=PA206

Zur Sache die "Geschichte des Reichstages zu Speier im Jahre 1529" von Julius Ney 1880 (Separatabdruck aus den MHV Pfalz) S. 157-159

http://www.archive.org/details/geschichtedesre00neygoog
http://books.google.com/books?id=B10TAAAAYAAJ&pg=PA157 (US-Proxy)

In Baurs Verzeichnis der Kanzleiverwandten (Stadtarchiv Speyer 1 A 72) wird er mit den Tätigkeitsdaten 1483-1523 angeführt.

Einige Notizen zu ihm finde ich im Netz.

1493 Notar Michael Geilfuß von Motern (Mothern bei Weissenburg nördlich von Seltz im Elsaß, Speyerer Diözese) urkundet in Speyer
ZGO 26 (1874), S. 459
http://books.google.com/books?id=fYYVAAAAYAAJ&pg=PA459

1493 Notar des geistlichen Gerichts hat ein Haus in Speyer
http://www.archivdatenbank.lha-rlp.de/speyer/a/a.5/f9/fb/urkunden/71/

1494 Notar Michael Geilfusz des Speyerer Richters
http://www.wubonline.de/?wub=5688

1497 beurkundet als Stadtschreiber ein Testament
http://www.archivdatenbank.lha-rlp.de/speyer/a/a.6/e6/fb/akten/168/

1500 "Der Stadtschreiber Michael Geilfuss erhielt 70 fl. Lohn, 10 fl. für ein Kleid, die Hälfte der Einkünfte der Canzlei, freie Wohnung und Befreiung von allen städtischen Abgaben, ausser vom Kaufbausgeld; der Unterstadtschreiber Steffan Reyn von Alzei hatte 30 fl. Lohn, 4 fl. für ein Kleid, die Hälfte der Schreibgebühren."
MHV Pfalz 5 (1875), S. 24
http://books.google.de/books?id=H6gOAAAAYAAJ&pg=RA4-PA24

1502 Notar Michael Geilfuss de Motern
http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/remling1853/0459

1503 Gesandter (als Stadtschreiber) zu Florenz von Venningen
http://books.google.de/books?id=4mZFAAAAcAAJ&pg=PA10

1505 Reichstag zu Köln
http://books.google.de/books?id=XyYJAQAAIAAJ (s. Register)

1506 Gesandter (als Stadtschreiber) zu Maximilian
http://www.archivinformationssystem.at/detail.aspx?ID=599752

1507 Gesandter (als Stadtschreiber) nach Udenheim (Remling, Bischöfe II, 216)
http://books.google.de/books?id=sUNBAAAAcAAJ&pg=PA216

1508/11 Beklagter vor dem RKG
http://www.archivdatenbank.lha-rlp.de/speyer/a/a.6/e6/fb/akten/773/

1514 alter Stadtschreiber (Protokolle des Speyerer Domkapitels)
http://books.google.de/books?&id=i3k-AAAAYAAJ&dq=geylfus+michael&q=geylfus
Laut Register Nr. 3750, 3819, 4138, 4634

1518 die beiden Stadtschreiber Michael Geylfuß und Diether Truwel (sonst überwiegend Drawel) vertraten die Stadt
http://books.google.de/books?id=AtsCAAAAQAAJ&pg=PA239

[1481 ?] Speyerer Kleriker und öffentlicher Notar Michael Geylfus von Moteren fertigt im Kreuzgang des Wormser Doms ein Notariatsinstrument aus
http://books.google.de/books?id=a5hIAAAAMAAJ&q=geylfus+michael

Die elsässische Herkunft spricht eher gegen einen familiären Zusammenhang mit dem Erfurter Rektor Nikolaus Geilfus aus Speyer 1444/5
http://books.google.de/books?id=f0ZNAAAAYAAJ&q=geylfu%C3%9F
Nikolaus Geylfuß (ID: 1058176559)", in: RAG, Repertorium Academicum Germanicum. URL: http://www.rag-online.org/gelehrter/id/1058176559 (Abgerufen: 21. October 2011)

1408 lebte in der Speyerer Löwengasse schon ein Hensel Geylfuß
http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=1-1291803
Ende des 14. Jh. war ein Wernher G. Ratsherr (Voltmer, Reichsstadt und Herrschaft, 1981, S. 270).

Nachtrag: Schuler: Notare 1987 Nr. 391 hat einen päpstl. und kaiserl. Notar Nicolaus Geilfuß de Notern (sic!), Kleriker des Bt. Speyer, belegt 1510 und 1512.

#forschung

Tamiment Library at NYU is currently collaborating with some GSLIS folks from Queens College to collect materials for an archival collection documenting the Occupy Wall Street movement, including an oral history component.

http://arrrchivist.tumblr.com/post/11692439231/occupy-wall-street-archival-project

Photo: David Shankbone http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/deed.de

Das Gespräch mit Klaus Farin, dem Gründer des Archivs der Jugendkulturen in Berlin, ist (noch) auf der Homepage der "jungen Welt" frei einsehbar:

http://www.jungewelt.de/2011/09-03/057.php?sstr=farin%7Carchiv

junge Welt, 03.09.2011, S. 1 (Beilage)


"Was mal modisch am Fuß getragen wurde, hat seinen Platz im Sockenarchiv der Firma Falke in Schmallenberg. Ging es früher vor allem darum, die Füße warm zu halten, steht heute das Aussehen im Vordergrund."

Link zum Video der WDR-Lokalzeit Südwestfalen v. 19.10.2011

Wikipedia-Artikel zur Fa. Falke

Als ich mich 1991 mit dem als "Speyrer Chronik" bekannten Geschichtswerk befasste, musste ich mich auch mit den Speyerer Kanzleihänden und ihrem Verhältnis zu den Händen im Codex unicus im GLAK auseinandersetzen:

http://www.ag-landeskunde-oberrhein.de/fileadmin/protokolle/P309V.pdf

Eine gründliche Sichtung der archivalisch kaum erschlossenen reichen spätmittelalterlichen Speyerer Überlieferung konnte ich nicht leisten und musste mich auf einige Stichproben beschränken. Der Urheber der Chronik, den man wohl mit der Hand A der einzigen Handschrift identifizieren darf, war aber wohl kein Speyerer Stadtschreiber. Immerhin fand ich die Hand des Stadtschreibers Marcus Mommenson und wohl auch die des Stadtschreibers Eberhard Selbach im Karlsruher Codex.

Dem Internet sei Dank: Inzwischen kann man sehr viel bequemer Materialien zur Kanzleigeschichte der Stadt Speyer im 15. Jahrhundert zusammenstellen als vor über 20 Jahren. Die jetzt erfolgte Digitalisierung der Speyerer Urkunden ist ein riesiger Schritt voran - Joachim Kempers Engagement verdient größtes Lob.

Für Archivalia_EN auf Tumblr wählte ich als Abbildung aus dem Speyerer Digitalisate-Bestand ein Notariatssignet des Johannes Selbach 1442, der auch als Stadtschreiber tätig war.

http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/DE-StaASpeyer/1Uchron/106/charter?q=selbach

1442 November 26
Der Notar Johannes Selbach beurkundet die Aussagen einiger alter Speyerer Bürger über die Instandhaltung des Wages zum "Lußheimer far".

In monasterium.net gibt es noch zwei weitere Kurzregesten, die ihn erwähnen:

1440 Februar 1
Vollmacht des Rates der Stadt Speyer für die Altermeister Conrad Eyerer und Jost Fryspecher und für den Schreiber Johannes Selbach zu einem von Herman Loißke, Freigraf zu Lichtenfels, in Mainz festgesetzen Tag wegen der Forderungen von Herman Weise von Furbach und von Gunthram Schencke von Sweynsberg.

Das Regest ist nicht ganz präzise. In der Urkunde ist von "unserem" Schreiber die Rede, Selbach war damals also auch Rats- bzw. Stadtschreiber.

1442 Dezember 10
Notar Johannes Selbach von Gießen transsumiert vier Urkunden von 1368 November 2, 1361 April 22, 1361 März 17 und 1379 Dezember 4.

Abgesehen von den Lebensdaten ist die Angabe des Münchner Clm 10473 von großer Bedeutung. Diese legistische Handschrift schrieb Selbach, der sich als Protonotar der Stadt Speyer und clericus conjugatus des Erzbistums Trier bezeichnet, im Oktober 1446 während seines (juristischen) Studiums in Padua.

http://www.manuscripta-mediaevalia.de/hs/katalogseiten/HSK0240_b183_jpg.htm

Für die Stadt Mainz legte der Offenschreiber und Notar Johannes Selbach von Gießen 1442 eine Privilegiensammlung an: Chroniken der deutschen Städte 18, 1882, Verfassungsgeschichte S. 137 (damals im Münchner Reichsarchiv).

http://www.archive.org/stream/diechronikenderm02bayeuoft#page/136/mode/2up

Selbach war nicht nur für die Stadt, sondern auch für die in Speyer ansässigen geistlichen Institutionen als Notar und Schreiber tätig. Wie so häufig lässt uns Busch/Glasschröders ergiebige "Chorregel" (I, 1923, S. 189 Anm. 1) nicht im Stich: Als Notar des Speyerer Domkapitels erscheint er vom 24. Mai 1427 bis 1460.

Wenig kompetent gab das Stadtarchiv Speyer der Bearbeiterin eines 1972 erschienenen Stuttgarter Handschriftenkatalogs Auskunft: Selbach, der als Notar in Speyer in der Pergamentmakulatur zu 1432 belegt ist, sei in 4 (!) Urkunden 1439-1447 nachweisbar.

http://www.manuscripta-mediaevalia.de/hs/katalogseiten/HSK0071_b007_jpg.htm

Auch in HB X 18 finden sich Reste eines Notariatsinstruments von Selbach (Speyer 1431):

http://www.manuscripta-mediaevalia.de/hs/katalogseiten/HSK0071_b079_jpg.htm

1430 war er im Kontext des Trierer Schismas tätig:
http://books.google.de/books?id=G9fWAAAAMAAJ&q=%22johannes+selbach%22+gie%C3%9Fen

1432 Dezember 7 ist Johannes Selbach von Gießen als Notar in Bretten tätig (Neipperger Archiv):
http://books.google.de/books?id=SzlmAAAAMAAJ&q=%22johannes+selbach%22+gie%C3%9Fen
[Dagmar Kraus: Archiv der Grafen von Neipperg. Urkundenregesten 1280-1881. Stuttgart 1997, S. 27f. Nr. 27 zusammen mit dem kaiserlichen Schreiber = Notar Jacob Hartberg von Alzey, den Schuler, Notare 1987 Nr. 495a als öffentlichen Notar in Speyer zu 1429 hat - Findbuch WR ohne ihn zu nennen: http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=1-32708 - und seine Notarsdatenbank - siehe unten - zu 1436.]

1438 Januar 23 urkundet Selbach in Speyer für das Kloster Maulbronn. Die Urkunde mit seinem Signet liegt digitalisiert einsehbar beim LA BW vor:

http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=1-1291351

Beim Bischofseinritt 1439 las Selbach als Stadtschreiber zwei Urkunden vor (Remling, Bischöfe II, S. 66):

http://books.google.de/books?id=sUNBAAAAcAAJr&pg=PA66

Beim Bischofseinritt 1461 sollte der Stadtschreiber Mommenson die Urkunden verlesen, Selbach war 1461 Notar auf der Seite des Domkapitels:

http://books.google.de/books?id=Pes-AAAAcAAJ&pg=PA522

1446: Stadtschreiber Johannes Selbach als Bevollmächtigter der Stadt
http://books.google.de/books?id=iLFBAAAAcAAJ&pg=PA443

Der Speyerer Bürger Johann Selbach der 1447 in den Regesta Imperii belegt ist, ist wohl ebenfalls der Notar:

http://regesten.regesta-imperii.de/index.php?uri=1447-07-08_1_0_13_17_0_69_69

Im Repertorium Germanicum notariorum publicorum (RGN)
von Peter Johannes Schuler
http://www.hgw-online.net/menschzeichen/dbnotare/
findet sich zu Selbach der Eintrag:

Ref.-Nr. SE1085556997
Name Selbach, Johannes von
Herkunft Gießen
PS 1) öff. Not. 4) 1454-1455 Gerichtsnot. des Propstes des St. Germanstiftes in Speyer
NI 1455 .... (Arch. Municip. Wissembourg/Els U 7 – RI Ludwig d. B. H. 4 Nr. 19); 1455 Jan. 2, Speyer (2 NIe; GLA 38/3406; Rückert Gottesaue Nr. 77, 78); 1480 Aug. 4, Marburg (GLA 46/1228 – Rückert Gottesaue Nr. 105)


Wieso Johannes VON Selbach?

Die letzte Urkunde wird auch für den Notar Eberhard Selbach angeführt. Die Schnipsel der Rückert'schen Regesten unter

http://books.google.de/books?ei=0WqfTtGGBcT24QSxlKTDB

sprechen eher dafür, dass Eberhard 1480 tätig war, Johannes aber 1454. Dass er 1480 noch gelebt hat, wenn er bereits 1427 als Notar tätig war, erscheint kaum denkbar. Er dürfte in den ersten Jahren des 15. Jahrhunderts geboren sein. Letzter Beleg derzeit: 1461.

[Nachtrag: Ein Blick in Peter Rückert: Gottesaue. Die Urkunden der benediktinerabtei 1110-1550, Stuttgart 2000 bestätigt, dass Schuler fehlerhaft gearbeitet hat. S. 133 Nr. 105 vom 5. August 1480 (ausgestellt in Marburg) bezieht sich nur auf den Notar Eberhard Selbach. S. 113f. Nr. 77 bezeugt Johannes Selbach von Gießen, Gerichtsnotar des Propstes von St. German zu Speyer (und Archidiakons), der am 2. Januar 1455 ein Notariatsinstrument fertigte und am 18. Dezember 1454, am 19. Dezember 1454 und am 2. Januar 1455 Zeugenbefragungen durchführte. Ein weiteres Notariatsinstrument vom gleichen Datum ebd. S. 114f. Nr. 78 erwähnt weitere Zeugenbefragungen an den angegebenen Daten.]

Nichts spricht im Augenblick dagegen, im Stadtschreiber und Notar Eberhard Selbach, der 1453 in Heidelberg sich immatrikulierte

http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/matrikel1386/0353

den Sohn Johanns zu sehen.

1479 bezog ein Lucas Selbach de Spira die Universität Heidelberg:

http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/matrikel1386/0440

War es der Sohn von Eberhard? Und ist er womöglich mit dem von Krämer, Scriptores genannten Lukas Selbach identisch, der zwischen 1497 und 1502 in Basel (Schweiz) als Stadtschreiber nachweisbar ist? [Schuler, Notare 1987 Nr. 1236 wies bereits auf ihn hin.]

Deutlich wird jedenfalls einmal mehr die Bedeutung der clerici conjugati und die Rolle der akademischen Bildung für das städtische Kanzleipersonal.

Soweit eine hastige Skizze, die natürlich der Ergänzung durch vertiefte Recherchen bedürfte. Aber als kleines "Angebinde" für das Stadtarchiv Speyer anlässlich der Veröffentlichung der Urkundendigitalisate mag der Beitrag vielleicht willkommen sein.

Nachtrag: In meinen Aufzeichnungen aus dem Stadtarchiv Speyer fand sich zu Johannes Selbach nichts; einige Belege habe ich zu Eberhard Selbach. In 1 B 5 Bl. 181r ist Lucas Selbach als notarius 1488 bezeugt. Der Syndicus Erhard Christoph Baur, der 1747 Verzeichnisse der Kanzleiverwandten bis 1689 zusammenstellte (1 A 72) hat nur Eberhard Selbach zu 1470, 1480.

[Baur 1756, S. 150
http://books.google.de/books?id=tBk6AAAAcAAJ&pg=PA150 Johann fehlt ebenfalls. Bei Pfeiffer 1912, S. 13 ist handschriftlich zu 1447 Johann nachgetragen
http://www.slideshare.net/StadtASpeyer/albert-pfeiffer-das-archiv-der-stadt-speier-1912-10088242 ]

Weiterer Nachtrag März 2012: 1447 Nov. 16
http://www.mom-ca.uni-koeln.de/mom/DE-StaASpeyer/1Uchron/127/charter
Der Notar Marcus Momenson fertigt die Abschrift eines Ratsurteils
Anwesend: der Speyerer Stadtschreiber Johann Selbach (nicht im Regest)

Nachtrag: Am 30. Oktober 2012 erhielt ich folgende Mitteilung per Mail:

"An einer Stelle erwähnen Sie, dass Selbach z.T. auch "v. Selbach" genannt wird, und in der Tat belegt sein Notariatssignet seine Zugehörigkeit zur nassauischen Ganerbenfamilie der Selbach, die auch in einigen Zweigen einen offenen oder auch geschlossenen Flug als Helmschmuck verwendete:

http://www.picfront.org/d/8MPq

Über Gießener Zweige der von Selbach liegen mir derzeit allerdings leider keine Informationen vor.

Viele Grüße aus Gießen,

Martin Spies
--
Dr. Martin Spies
Institut für Anglistik
Justus-Liebig-Universität Gießen"

#forschung


Leander Wattig nimmt Anstoß an den Aussagen des Börsen-Vereins-Vorstehers Prof. Dr. Gottfried Honnefelder, der sich gegen ein neues Urheberrecht ausgesprochen hat.

http://leanderwattig.de/index.php/2011/10/20/ich-hoffe-der-borsenvereins-vorsteher-ist-nicht-nur-mir-peinlich/

„Die Gesellschaft braucht kein neues Urheberrecht – sie braucht Regeln für die Freiheit im Netz”.

Ich lese heraus: Liebe Kunden, Eure Welt und Eure Bedürfnisse sind mir egal, wenn Euer Tun und Nutzen der neuen Möglichkeiten meine Interessen tangiert, dann werde ich das in meinem Sinne “regeln”. Suggeriert wird auch einmal mehr, es gäbe keine Regeln – Stichwort Internet “als rechtsfreier Raum”, in dem die “Internetgemeinde” wie ein Haufen Banditen haust.

Entweder Prof. Honnefelder vertritt hier singuläre Standpunkte, dann wäre er stark zu hinterfragen, oder er vertritt die Konsens-Meinung seiner Stakeholder, dann wäre diese stark zu hinterfragen. Wenn Letzteres zutrifft, sollten sich die Unternehmen mal fragen, ob das wirklich der Weg in eine erfolgreiche Zukunft ist …

Schon heute stellen wir fest, dass die Branche ein Problem hat, gute Leute zu finden. Ich wundere mich nicht, wenn “branchenfremde” (um einen der vielen witzigen Buchbranchen-Termini zu nutzen) Leute Statements wie das von Honnefelder lesen, bei denen eine ganze Denkwelt mitschwingt, und dann zu dem Schluss kommen: “geht sterben”.



http://www.onlinekosten.de/news/artikel/45500/0/Bildersuche-Google-gewinnt-vor-dem-BGH

"CoForum wurde im Januar 2001 gegründet. Ich hatte vor einigen Tagen WikiWiki kennengelernt und war ganz begeistert von der Idee eines anarchischen Schreibrechts für alle..."

Thomas Kalka
http://www.coforum.de/?93

Meiner Meinung nach spielen Wikis wie das CoForum eine wichtige Rolle in der Verbreitung und Anwendung des Wiki-Konzeptes, hier in seiner anarchistischen Interpretation. Es ist ein sehr frühes Wiki im deutschsprachigen Raum und zeigt den Versuch, die Idee eines Wikis möglichst frei von Hierarchien umzusetzen.

Im CoForum findet sich viel zu Themen wie Open Access, Freies Radio u.s.w.

http://www.coforum.de

Internet Archive: archivierte Webseite vom 28.09.2001:
http://web.archive.org/web/20010928224710/http://coforum.de/

"KLEKs ist ein Projekt mit dem Ziel, Elemente unserer Kulturlandschaft in einer geografischen Datenbank zu erfassen, die insbesondere kulturhistorisch oder naturgeschichtlich interessant oder landschaftlich markant sind. Wir sammeln Informationen, Texte und Fotos zu Gebäuden, Starkbäumen, alten Verkehrswegen, historischen Stätten und vielem mehr. Alle Daten werden objektorientiert eingearbeitet und mit den Namen der Autoren versehen. Bestehende Datensätze können verändert und ergänzt werden. So ist es z. B. möglich, dass ein Heimatforscher ein neues Landschaftselement auf der digitalen Landkarte einzeichnet, ein Museumsmitarbeiter eine Beschreibung dessen Geschichte ergänzt und ein Landschaftsplanungsbüro ein Foto hinzu fügt, das bei Felderfassungen aufgenommen wurde sowie eine Bewertung des Elements nach planerischen Kriterien vornimmt."

aus der Rubrik "FAQ"

http://www.kleks-online.de/

Florian Friedrich / Uwe Rautenberg: Kultur-Landschaft-Digital:

http://www.friedrich-kulturlandschaft.de/images/2010Dez_KLD_StandbeinSpielbein.pdf

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Update: http://archiv.twoday.net/stories/876868590/



Ist das nicht ein schönes Symbolbild für einen kritischen Geist, der die Narungsmittelproduktion thematisieren will? Obiges Bild von "Brücke-Osteuropa" ist gemeinfrei, darf also ohne Namens- und Lizenznennung verwertet werden - eine Ausnahme auf Wikimedia Commons, wo die Bilder in der Regel unter einer freien Creative Commons Lizenz stehen.



(c) Leibnizkeks CC-BY-SA

Bei diesem Bild muss lediglich der Fotograf und die Lizenz genannt werden. Ich finde es auch sehr gelungen.

Aber der streitbare Liedermacher Konstantin Wecker musste mit seinem Internetangebot

http://hinter-den-schlagzeilen.de/

unbedingt auf eine Rezeptseite hereinfallen.

Vielleicht war es sogar das berüchtigte Marions Kochbuch. Dann wäre Wecker das prominenteste Opfer dieser Abmahn-Falle. Vor dem AG Düsseldorf musste er sich mit einem Fotografen streiten. Ein Vergleichsvorschlag von 550 Euro steht im Raum:

http://www.express.de/duesseldorf/prozess-schnitzel-kostet-konstantin-wecker-550-euro,2858,11027432.html

Wieso boykottiert der Liedermacher freie Inhalte? Auch mit der Google Bildersuche hätte er einige freie Schnitzelbilder gefunden:

http://www.google.de/search?q=wiener+schnitzel&tbm=isch&um=1&hl=de&biw=1280&bih=909&cr=&safe=off&tbs=iur:f

Sein Blog/Webmagazin steht nicht unter einer freien Lizenz. Wer Gegenöffentlichkeit erzeugen will, sollte freie Inhalte anbieten. Diese können sehr leicht weitergegeben und weitergenutzt werden.

wird betreut von Dr. Hans-Jürgen Vogtherr:

"Seit seiner Gründung im Jahre 1975 hat das Landwirtschaftsmuseum Lüneburger Heide in Hösseringen sein Augenmerk auch auf die Sicherung von Archivalien zur ländlichen Geschichte gerichtet. Anlaß waren Angebote zur Übernahme von Hofarchiven. Das Landwirtschaftsmuseum bemüht sich in einem solchen Fall zunächst immer darum, die jeweiligen Hofinhaber davon zu überzeugen, daß die Archive auf den Höfen bleiben sollten, weil sie Teil ihrer Geschichte sind. Wenn dies gelingt, dann nimmt das Landwirtschaftsmuseum davon im Einverständnis mit dem Hofinhaber Kopien und archiviert diese. Insofern unterscheidet es sich von der Praxis anderer Archive, die nur Originale verwahren. Wenn sich jedoch abzeichnet, daß die Archivalien auf dem einzelnen Hof gefährdet sind, z.B. wenn das Interesse daran fehlt oder die Schrift für den Ungeübten nicht mehr lesbar ist, dann übernimmt das Landwirtschaftsmuseum den Bestand, wenn er ihm angeboten wird. Seine jetzigen Bestände gehen inzwischen weit über die Hofarchive hinaus. Zentrales Einzugsgebiet des Archivs ist, entsprechend dem Arbeitsbereich des Landwirtschaftsmuseums, die Lüneburger Heide und ihre nähere Umgebung."

http://www.museumsdorf-hoesseringen.de/Download/Findbuch/Bestaendeuebersicht.pdf

Findbücher stehen als pdf-Dateien bereit:

http://www.museumsdorf-hoesseringen.de/Download.html

Für die Archive nicht nur als Anwender ein Problem...:
http://www.enterpriseefficiency.com/author.asp?section_id=1077&doc_id=233421

http://www.michaelgeist.ca/content/view/6069/125/

"The Supreme Court of Canada today issued its much anticipated ruling in Crookes v. Newton, a case that focused on the issue of liability for linking to allegedly defamatory content. The court provided a huge win for the Internet as it clearly understood the significance of linking to freedom of expression and the way the Internet functions by ruling that there is no liability for a mere hyperlink. The key quote from the majority, written by Justice Abella:

I would conclude that a hyperlink, by itself, should never be seen as “publication” of the content to which it refers.

This is an enormous win for the Internet since it rightly recognizes that links are just digital references that should not be viewed as republication of the underlying content. "

"Fördert die mächtige Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) den Ideenklau und die Selbstbedienung?" fragt die FAZ online

Weiter: Transparenz ist für sie ein Fremdwort. Dieses Monopol ist bedenklich.

http://goo.gl/x0GwA

Philadelphia Rare Books bietet die Handschrift einer Übersetzung (1753) von Kerssenbrochs lateinischer Wiedertäufer-Geschichte an.

Warhafte und kurtze Lehr und Lebens-Beschreibung der Wiedertauffer Wie dass dieselbe[n] durch ihre schein-heilige gegen alle Geist- undt Weltliche reichten ja wieder die natur selbst strebender Lebens-Regul in der Westphälischen Haubt- und Hansestadt Münster Wie auch in einige benachbarte Städte undt Länder eingeschlichen seyn und rechtmässig bestrafet worden welches weithläuftig in Lateinischer Sprache beschrieben durch den Ehrwüdigen Herrn Hermannum Kersenbrock, Art. lib. Mag. und der Schul-Rector ad S. Paul. In teutsch Ubersetzet als das zweIte JubelJahr der wIedertäuffer ausrottung gefeIret

Bemerkenswert ist die Provenienz:

Ex–Crozer Theological Library; then to Colgate Rochester Crozer Divinity School; deaccessioned.

http://www.prbm.com/interest/germanbks-a-e.php

#fnzhss


Eine umfangreiche Dokumentation des Nationalmuseums:

http://danmarkskirker.natmus.dk/



"Der Parlamentarische Untersuchungsausschuss des Landtags Nordrhein-Westfalen, der sich mit Vorgängen beim Bau- und Liegenschaftsbetrieb Nordrhein-Westfalen (BLB NRW) befasst, hat gestern – wie angekündigt – seinen ersten Beweisbeschluss gefasst.

Auf Grundlage des Gesetzes über die Einsetzung und das Verfahren von Untersuchungsausschüssen des Landtags Nordrhein-Westfalen haben die Abgeordneten beschlossen, Akteneinsicht zu nehmen. Einzelne Ressorts der Landesregierung, weitere Behörden sowie der BLB NRW sollen dazu jetzt entsprechende Akten übersenden.
Der Parlamentarische Untersuchungsausschuss Bau- und Liegenschaftsbetrieb hat sich am 29. September 2011 konstituiert. Er soll sich unter anderem mit dem Neubau des Landesarchivs in Duisburg, mit dem Erweiterungsbau des Polizeipräsidiums Köln-Kalk, mit dem Bauvorhaben Fachhochschule Köln sowie mit weiteren erkennbar werdenden Sachverhalten, beispielsweise dem Erwerb des Vodafone-Hochhauses, beschäftigen. Vorsitzender des Ausschusses ist Peter Biesenbach (CDU), stellvertretender Vorsitzender ist Markus Töns (SPD).

Hintergrund:
Im Gesetz über die Einsetzung und das Verfahren von Untersuchungsausschüssen des Landtags Nordrhein-Westfalen heißt es in § 14 Abs. 1 (Aktenvorlage, Aussagegenehmigung, Zutrittsrecht): Die Landesregierung und alle Behörden des Landes sowie die Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts, die der Aufsicht des Landes unterstehen, sind verpflichtet, dem Untersuchungsausschuss jederzeit Zutritt zu den von ihnen verwalteten öffentlichen Einrichtungen zu gestatten, die erforderlichen Aussagegenehmigungen zu erteilen und die Akten vorzulegen."

Quelle: Landtag NRW, Pressemitteilung v. 19.10.2011


Pink, red and yellow flower printed cocktail dress, from Sketch Book of 1960 & 1961, London College of Fashion Victor Stiebel Archive.

"The Visual Arts Data Service (VADS) is pleased to announce the launch of the Victor Stiebel Archive from the London College of Fashion, which has now been fully digitised and made available online.
Victor Stiebel (1907-1976) was a British fashion designer and his clients included members of the aristocracy and the royal family, including Princess Margaret, and he also had an international reputation and dressed stars such as Katherine Hepburn and Vivien Leigh.
The Archive at London College of Fashion includes three sketchbooks from his couture house in the early 1960s. The sketch books show models wearing his designs, ranging from stylish cocktail dresses to smart suits and blouses, and the books would serve as an overview of a collection and and be shown to clients to encourage them to place orders. The three sketch books cover Stiebel’s final years before ill health forced him to retire in 1963.
South African born Stiebel originally moved to England to study architecture in Cambridge where he designed the décor and costumes for the Footlights Review. He went on to train with the court dressmaker Reville & Rossiter and in the early 1930s opened his own business in Mayfair in London. After a period in the army during the Second World War and then working for Jacqmar as Director of Couture, he opened his own business again in Cavendish Square.
These new images add to the vast collection of material that has already been opened up online from the unique and extensive archives of the London College of Fashion. This includes images of sewing patterns; shoes from the Cordwainers College; promotional photographs of wool fashions from the Woolmark Company; promotional photographs of cosmetics from Gala and other cosmetics companies; as well as photographs which chronicle the history of the College from its origins as two early needle trade schools up until the 1970’s. In total this includes almost 8000 images which have been made available online for free use in non-commercial learning, teaching, and research.

To view the London College of Fashion Victor Stiebel Archive, see:
http://www.vads.ac.uk/collections/LCFVS

To view all the VADS collections, see:
http://www.vads.ac.uk/collections"

VADS Blog, 10.10.11



"... Fazit: Der Autor stellt einen Aspekt der Quellengattung Brief vor, der bisher wenig Beachtung gefunden hat, und zeigt eine große Anzahl von Beispielen dazu. Was allerdings kaum geleistet wird, ist eine Kontextualisierung der Quellenaspekte, zumal aktuelle Forschungsergebnisse zur Postgeschichte nicht eingeflossen sind. Die vom Autor angedachte Analyse von Postvermerken und Postverträgen unter Einbeziehung der Hinweise aus den Brieftexten selbst, die etwas über die Beförderung aussagen könnten, hätte durchaus einen Ansatz geboten, von dem neue Erkenntnisse zu erwarten gewesen wären. Präzise werden im Textteil Präsentationsformen und Bedeutung der Postvermerke geschildert. Dennoch arbeitet Helbig auch hier nur ansatzweise übergreifende Muster heraus. Was also bleibt, ist unter dem Strich eine umfangreiche Präsentation von Briefvermerken, deren Systematik und Auswahl sich dem Leser leider nur bedingt erschließt. Für ein wissenschaftliches Buch bietet diese Abhandlung wenig Substanz. Trotzdem gibt der Band Anregungen dazu, wie Postvermerke zu lesen sind und welche Informationen sie enthalten."
Quelle: Oswald Bauer: Rezension zu: Helbig, Joachim: Postvermerke auf Briefen 15.-18. Jahrhundert. Neue Ansichten zur Postgeschichte der frühen Neuzeit und der Stadt Nürnberg. München 2010, in: H-Soz-u-Kult, 11.10.2011, < http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/rezensionen/2011-4-022 >.


Baryshnikov warming up in Russia.

"Like most New Yorkers, Mikhail Baryshnikov had a bit of a storage problem. But unlike most New Yorkers, he had options that didn’t include orange storage lockers.

So when the dancer and his wife were getting ready to move, Baryshnikov donated 35 boxes filled with videos, photos, letters and documents -- his archive -- to the New York Public Library.

While most artists donate or sell their archives near the end of their careers, the 63-year-old is still working as a dancer, actor and founder of the Baryshnikov Arts Center in Manhattan. But space issues brought this collection to the library a little earlier than usual.

"People have so much more stuff than they used to," said Jan Schmidt, the curator of the Jerome Robbins Dance Division for the New York Public Library. "Fifty years ago if someone had a couple of films, that was a lot. Today people have hundreds, if not thousands of videos of their work."

Baryshnikov’s archives include nearly 700 videos, in which he can be seen practicing as a young boy, doing exercises at the Vaganova School in the 1960s, and after defecting from the Soviet Union in 1974, working with great choreographers like George Balanchine, Jerome Robbins and Martha Graham.

"I was just stunned to see so many incredible things," Schmidt said of the videos. "There's a lovely piece where Baryshnikov is doing a piece for Martha Graham and then he just comes and kneels in front of her and it's just really moving."

Schmidt says that despite his reputation as a great dancer, Baryshnikov still displayed a commitment to achieving the choreographer’s vision.

“He really has a genuine interest in what the choreographer wants him to do and you can really see the choreographer and him working off each other to really create something that comes from within,” Schmidt said.

Cataloguing, preserving and digitizing all this information is a complex and lengthy process that Schmidt estimates will take at least three years. At that point, it should be searchable by dancer, choreographer, year or performance.

“I’m looking forward to the point where they’ll be completely processed and available to the public because this will be an amazing record of his artistry,” Schmidt said."

WNYC, 7.10.11

Eine Suche nach dem Begriff "Archivar" ergabe in der Europeana folgende Fundstücke:
AbzeichenAbzeichen
AbzeichenAbzeichen

1854 hatte Franz Pfeiffer eine kurze Liste bekannt gegeben:

http://www.archive.org/stream/anzeigerfurkunde01germ#page/n207/mode/2up

1930 versteigerte sie das Antiquariat Joseph Baer:

http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/baer1930_10_06

Viele Stücke wurde von der Frankfurter Stadt- und Universitätsbibliothek erworben, z.B. http://www.handschriftencensus.de/4744

Siehe auch
http://www.histsem.uni-freiburg.de/mertens/graf/wertheim.htm

http://bibliotheca-laureshamensis-digital.de/view/ubffm_msbarth179

Frankfurt am Main, Stadt- und Universitätsbibliothek, Ms. Barth. 179

Lorsch, wohl nach 843 bis 876

Der "Lorscher Rotulus" ist der einzige liturgische Rotulus, der aus karolingischer Zeit aus der Region nördlich der Alpen erhalten ist. Mit seinen ca. 530 Heiligenanrufungen gehört er außerdem zu den längsten karolingischen Litaneien.



Beim Zeitzeugenprojekt "Gedächtnis der Nation" müssen alle Rechte abgegeben werden:

https://plus.google.com/u/0/113531191251644176468/posts/jZoXaLEMLgz

Ein tatsächlich bürgerschaftliches Oral-History-Projekt würde dagegen aus meiner Perspektive auf freie, also CC-Lizenzen setzen!

Norbert Frei hat die Masche des Projekts, Oral-History-Häppchen für die unsäglichen Fernsehdokumentationen Knopps zu gewinnen, kritisiert: "Hier wird Erinnerung eigentlich geformt und nicht abgefragt, nicht konserviert."

http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/thema/1577109/

Folgendes steht auf der Tagesordnung: Verfahrensregeln, Beweisanträge, Sitzungstermine und Verschiedenes. Was ist daran eigentlich so brisant, dass der Ausschuss nicht öffentlich tagt?

Archipel from IBBT on Vimeo.

This study proposal is based on the finding that a sustainable digital archive infrastructure is needed in Flanders in order to ensure a structural approach to the problem of digital archiving. This project is also based on the fact that there is an important role for players from the world of arts, cultural and scientific heritage and education in the development of this infrastructure. Our aim in this research project is to look into the practical aspects of creating a sustainable archive of diverse (complex) digital and multimedia objects within a decentralised Flemish digital archive infrastructure.

"Seit dem 1. April 2010 ist das Politische Archiv des Auswärtigen Amtes (PA AA) Gegenstand eines Projekts zur Evaluierung der Arbeitsabläufe, Benutzung und der Informationssysteme. Das Projekt des Fachbereiches Informationswissenschaften (Dr. Karin Schwarz) wird vom Auswärtigen Amt finanziell gefördert. Das Auswärtige Amt will die Transparenz und Zugänglichkeit von Archivgut effektiv und effizient gestalten. „Wir werden uns daher mit fast allen Bereichen archivischer Aufgaben befassen“ so Dr. Karin Schwarz „Die Nachvollziehbarkeit der Bewertung, die Effizienz der Erschließung und – als Ziel jeglicher archivischer Tätigkeit – die zufriedenstellende Benutzung sind unser Anliegen.“

Das Politische Archiv des Auswärtigen Amtes ist eines der bedeutendsten Archive in Deutschland. Hier werden die Dokumente zur deutschen Außenpolitik seit 1867 verwahrt, darunter auch die Einigungsverträge der beiden deutschen Staaten von 1990. Jährlich benutzen ca. 700 Interessenten das Archiv, 1/3 davon kommen aus dem Ausland, vorwiegend aus Frankreich, Österreich, Schweiz und den USA.

Innerhalb dieses Projektes wird aktuell eine Online-Umfrage unter den Benutzern des Politischen Archivs durchgeführt. Alle Benutzer aus den Jahren 2010 und 2011 sind angeschrieben und gebeten worden, an der Umfrage teilzunehmen. Zusätzlich liegen die Fragebögen im Lesesaal des Archivs aus.

Es werden Fragen zu ihren bisherigen Besuchen und Erfahrungen im Politischen Archiv gestellt. Gleichzeitig haben sie auch die Möglichkeit, Verbesserungsvorschläge und Kritik zu äußern. Die Umfrage trägt dazu bei, die Benutzung im Politischen Archiv zu verbessern.

Die ausgewerteten Ergebnisse der Benutzerumfrage und der Evaluierung werden 2012 innerhalb des Projektberichts veröffentlicht.


Für weitere Fragen wenden Sie sich an die Projektleitung:
Dr. Karin Schwarz
Fachbereich Informationswissenschaften, Studiengang Archiv
FH Potsdam
schwarz@fh-potsdam.de"

Quelle: FH Potsdam, Newas v. 17.10.2011

Die Ururenkelin von Lily Steche, die Liszt hoch schätzte, hat die beiden Bände an das Weimarer Archiv übergeben. Steche leitete ab 1840 in ihrer Leipziger Wohnung Sonntagsmatineen, zu deren Gästen neben Liszt, Richard Wagner, Johannes Brahms und Robert und Clara Schumann.
Quelle: MDR-Text, S. 134, 17.10.11

 

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