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Eingangsvoraussetzungen hin oder her: Wir in Archivalia hatten ja noch nie etwas gegen Quereinsteiger ...

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/schavan-wird-botschafterin-im-vatikan-a-968041.html

http://causaschavan.wordpress.com/2014/05/07/die-glocken-von-rom/

http://archiv.twoday.net/search?q=schavan (150 Treffer)


HathiTrust hat sich überzeugen lassen, den Band weltweit freizugeben:

http://hdl.handle.net/2027/wu.89069098788

Ebenfalls frei sein illustrierter Führer:

http://hdl.handle.net/2027/njp.32101078300702

http://archiv.twoday.net/search?q=riga

http://kunstmuseumbern.ch/de/service/medien/medienmitteilungen-2014/07-05-14-kunstsammlung-gurlitt-1139.html (Danke stellvertretend für hunderte Hinweise an MR)

"Heute, den 7. Mai 2014 wurde das Kunstmuseum Bern durch Herrn Christoph Edel, den Rechtsanwalt des gestern, den 6. Mai 2014 verstorbenen Herrn Cornelius Gurlitt, telefonisch wie schriftlich informiert, dass Herr Cornelius Gurlitt die privatrechtliche Stiftung Kunstmuseum Bern zu seiner unbeschränkten und unbeschwerten Alleinerbin eingesetzt habe. Trotz Spekulationen in den Medien darüber, dass die Sammlung testamentarisch einer Kunstinstitution ausserhalb Deutschlands vermacht worden sei, schlug die Nachricht wie ein Blitz aus heiterem Himmel ein, bestanden doch zu keiner Zeit irgendwelche Beziehungen zwischen Herrn Gurlitt und dem Kunstmuseum Bern. Dessen Stiftungsrat und Direktion sind einerseits dankbar und freudig überrascht, wollen andererseits aber auch nicht verhehlen, dass das grossartige Vermächtnis ihnen eine erhebliche Verantwortung und eine Fülle schwierigster Fragen aufbürdet, Fragen insbesondere rechtlicher und ethischer Natur. Zu einer konkreten, sachbezogenen Stellungnahme sehen sie sich vor Einsicht in die relevanten Akten und vor einem ersten Kontakt mit den zuständigen Behörden nicht in der Lage. "

http://www.nzz.ch/aktuell/panorama/wie-ein-blitz-aus-heiterem-himmel-1.18297793


Patrick Bahners hat sich die Produktion Raders vorgenommen - mit vernichtendem Ergebnis:

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/forschung-und-lehre/der-plagiatsfall-grosse-seeschlachten-12924883.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2

Auszüge:

"Statt sich bei Janning zu bedanken, überzieht ihn der Verlag in der Pressemitteilung vom 29. April mit Gegenvorwürfen. Die haltlose Formulierung, das ganze Buch sei zusammenkopiert, und die Vermutung, Fördergelder seien verschwendet worden, hatte Janning schnell zurückgezogen. Der Verlag behauptet jetzt: „Die Plagiatsverdächtigungen gegen Arne Karsten erweisen sich als haltlos.“ Mehrere Beispiele Jannings’ stammten allerdings aus dem Epilog, der nach Verlagsangaben von Olaf Rader „im Namen beider Autoren“ geschrieben wurde. War für Janning ersichtlich, dass Rader den Epilog allein verfasst hat? Und tut es überhaupt etwas zur Sache, wenn Rader ihn doch zugleich im Namen seines Mitautors schrieb?"

Absolut richtig! Siehe auch
http://archiv.twoday.net/search?q=seeschlacht

"Der Textvergleich ergibt, dass Rader direkt bei Hannebauer abgeschrieben hat. Er hat noch nicht einmal das dort genannte Radbruch-Buch konsultiert, obwohl dessen Kapitel über die falschen Friedriche wohl als der locus classicus zu seinem Thema zu gelten hat. Rader paraphrasiert also die Radbruch-Paraphrasen der Internet-Nacherzählerin."

Siehe auch den Textstellenvergleich zu Übernahmen aus Gamber 1977:

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/forschung-und-lehre/friedrich-ii-biographie-ein-textstellenvergleich-raders-entlehnungen-12927466.html

"Wie Gerätehersteller ihren Kunden die jüngste Version naturgemäß auch dann verkaufen wollen, wenn die zweitjüngste noch tadellose Dienste tut, beruht das Geschäftsmodell der historischen Sachbuchverlage auf dem Versprechen, dass die neueste Biographie Friedrichs II. oder Darstellung der Kreuzzüge die beste ist. Sie bewegt sich tänzerisch auf der Höhe der Forschung und ist natürlich - so circa hundert Prozent aller Beck-Klappentexte - glänzend geschrieben! Nicht selten wird aber das ältere, gründlich gearbeitete Buch dem mit großem Tamtam daherkommenden jüngeren vorzuziehen sein, zumal dann, wenn der Autor wie Rader auch stilistisch ein Blender ist, dem regelmäßig Grammatikfehler unterlaufen."

Zum Stil des Seeschlachtenbuchs siehe auch meine Notiz:

http://archiv.twoday.net/stories/790549776/


"Der Lesesaal ist fantastisch. Auf der einen Seite strahlt die Sonne in einen großen, mit Fresken bemalten Saal. Auf der anderen Seite befinden sich auf zwei Ebenen die Bücherregale. Zwischen den Fenstern hängen riesige Porträts der ehemaligen Leiter dieser Bibliothek. Im Saal befinden sich etwa 100 Plätze, die alle auf die Bücherausgabe ausgerichtet sind. Hinter dieser befindet sich eine überlebensgroße Statue des heiligen Thomas von Aquin, der seine rechte Hand bedeutungsschwer auf den Leser richtet. Es scheint, als wolle er mit seinem Geist die Anwesenden durchdringen. Allerdings musste ich mich sputen, da man jeden Tag nur fünf Drucke einsehen darf. "

http://astrologiefnz.hypotheses.org/315

Ein Crowdsourcing-Projekt widmet sich Einträgen von Lesern und Leserinnen des 19. Jahrhunderts in Bibliotheksbücher:

"Those traces of long-gone readers live on, preserved in the books themselves, in the stacks of the University of Virginia’s Alderman Library. The volumes aren’t housed in the library’s special collections but in the regular stacks, where they’re free to circulate—or to be discarded someday. Like countless other 19th-century volumes in libraries across the country, they enjoy no special protection.

That worries Andrew M. Stauffer, an associate professor of English at Virginia. Mr. Stauffer is leading a new crowdsourced project, Book Traces. It’s designed to call greater attention to the existence of such books and to the readers’ histories they contain by asking people to upload examples they come across in library collections."

http://www.booktraces.org/

Sebastian Fitzner kündigt eine Blogserie an:

http://archidrawing.hypotheses.org/345

Auf die Beiträge in Archivalia wird dort aufmerksam gemacht.

http://archiv.twoday.net/search?q=bildrechte

Neben dem von der EU (Kommission, Europaparlament) befürworteten Grundsatz "Gemeinfreies muss auch nach der Digitalisierung gemeinfrei bleiben" erscheint mir der von Fitzner angesprochene Gesichtspunkt wichtig, dass Institutionen durch Gebührenverzicht oder Gebührenreduktion Qualifikationsarbeiten ermöglichen sollten, die unerforschte Bestände erschließen. Wer über den Zusammenprall von Atomkernen forscht bekommt die Möglichkeit, an milliardenteuren Institutionen zu arbeiten, während es als selbstverständlich angesehen wird, dass im geisteswissenschaftlichen Bereich Doktoranden hohe Kosten für Digitalisate oder früher Mikrofilme aus eigener Tasche tragen - zuzüglich zu den verabscheuungswürdigen Bildrechte-Gebühren, die auf die reinen Reproduktionskosten (die ja schon oft happig genug sind) aufgeschlagen werden. Wenn wir keine Schmalspur-Wissenschaft wollen, die bei Dissertationen nur auf ausgetretenen Pfaden wandelt (mit entsprechender Plagiatsgefahr), muss auf institutionellen Egoismus verzichtet und die Arbeit mit ungedruckten Quellen gefördert werden.

Update: In den dortigen Kommentaren wird genannt

http://dissertationreviews.org/archives/7619

"Dear all,

Here are some incunabula news again.

- The long-awaited final instalment of the Bibliothèque nationale de France incunabula catalog is out: Catalogue des incunables (CIBN), Tome I Fasc. 4: E-G et supplément, Paris: BN, 2014 (ISBN 978-2-7177-2561-2), again featuring quite a lot of hitherto unrecorded items. Excellent bibliographical work as usual, thanks to Nicolas Petit, Denise Hillard and Ursula Baurmeister whom I’d like to congratulate on the completion of their invaluable project.

- Another important new publication: Catalogue of the Incunables in the Library and Information Centre of the Hungarian Academy of Sciences ... Inc-MTA. Compiled by Marianne Rozsondai and Béla Rozsondai, Budapest: Library of the Hungarian Academy of Sciences, 2013 (ISBN 978-963-446-695-6, in English!)

- A short list of illustrated incunabula at the Biblioteca Casanatense, Rome, is available at http://www.casanatense.it/index.php/it/gli-editoriali/50-gli-editoriali/375-gli-incunaboli-miniati-della-casanatense.html

- GW has added two small, hitherto unrecorded Spanish collections to its database, both located in Segovia and not present in IBE: The Biblioteca del Seminario (see Peñas Barroso, María del Mar: Cuatro incunables inéditos en la Biblioteca del seminario de Segovia, Estudios segovianos 109 (2010) pp. 391-428) and the Biblioteca de la Diputación (ead., Dos incunables inéditos en la Biblioteca de la Diputación, Estudios segovianos 106 (2007) pp. 199-219). There is also a charming film on YouTube about the Diputación library at http://www.youtube.com/watch?v=SwZQshd-aAo, starring their two 15th-century volumes, text in Spanish.

- New incunabula in the GW database: A Plenarium printed by Melchior Lotter, Leipzig, c. 1500, only copy in the Gleimhaus in Halberstadt (Germany): http://gesamtkatalogderwiegendrucke.de/docs/M3405250.htm; and another broadside, this one found in the State Archives in Meiningen (Thuringia): http://gesamtkatalogderwiegendrucke.de/docs/M4410950.htm

- O on his highly recommended blog “Research Fragments”, Jonathan Green has provided some useful graphs relating to Eric White’s Census of Print Runs for Fifteenth-Century Books: http://researchfragments.blogspot.de/2014/04/eric-white-census-print-runs-for.html

- Finally, most of you who read auction and or sale catalogs will have noticed that there are lots of incunabula on the market, including some really interesting ones. Among the many outstanding auctions that have already taken place or are about to happen I’d like to highlight the upcoming event at Sotheby’s London. Under the somewhat misleading label “Music, Continental and Russian Books and Manuscripts” (http://www.sothebys.com/en/auctions/2014/music-continental-books-manuscripts-l14402.html, scheduled May 20), the catalog contains about 40 incunabula, among them leftover items from last year’s Law Society sale (as discussed here; lot #19seq.) and a couple of fragments from a paper copy of the Gutenberg Bible (lots #109 and 110). However, perhaps the most interesting batch at least from a German perspective are numbers 1-18, disguised as “Property of a European Princely Family”. A quick look at the copy descriptions of the 10 remarkable incunabula reveals that the whole batch is from the Fürstlich Hohenzollernsche Hofbibliothek, Sigmaringen (Southwest Germany) [about this collection see for example http://fabian.sub.uni-goettingen.de/fabian?Fuerstliches_Archiv_(Sigmaringen), in German]. A very prominent provenance indeed, but I figure there will be controversial discussions about this sale.

Thank you, best wishes,
Falk
Dr. Falk Eisermann" (Exlibris-Liste, Hervorhebung von mir)

Die Hofbibliothek Sigmaringen ist eine der wichtigsten Altbestandsbibliotheken in privater Hand. Von einem Denkmalschutz ist nichts bekannt. Bereits nach dem Zweiten Weltkrieg verscherbelte der Eigentümer Handschriften-Pretiosen. Die Sigmaringer Inkunabeln sind in INKA erfasst, sie wurden von der UB Tübingen aus bearbeitet und enthalten u.a. Tübinger Dubletten und Dubletten der Hofbibliothek Donaueschingen (mit Inkunabelverkäufen begann auch deren Zerstückelung 1994).

Sotheby's Lot 4
http://www.sothebys.com/en/auctions/ecatalogue/2014/music-continental-books-manuscripts-l14402/lot.4.html#
ist beispielsweise
http://www.inka.uni-tuebingen.de/?inka=21000057

Auch unter den frühneuzeitlichen Drucken sind schützenswerte Provenienzen:

Der Brahe Nr. 7: "Provenance
Jesuits of Freiburg im Breisgau, inscription at head of title-page dated 1640; given in memory of Basil Perger, professor of astronomy in Ochsenhausen, inscription at end signed by Father Nicolaus Remmele (1773-1811) and dated 10 October 1804 in Ochsenhausen (Baden-Württemberg)"

Es ist ein Unding, dass die Hohenzollern wertvolles südwestdeutsches Kulturgut auf den Markt geben, das als Ganzes zusammengehalten werden müsste. Ich bleibe natürlich am Ball.

Update:
http://archiv.twoday.net/stories/876868418/



Dublette der UB Tübingen mit Besitzvermerk Konrad Hagers
https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Hofbibliothek_sigmaringen_sotheby_s.jpg

http://www.sueddeutsche.de/kultur/cornelius-gurlitt-tod-eines-deutschen-schatzmeisters-1.1952907

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/kunst/zum-tod-von-cornelius-gurlitt-er-wollte-nur-in-seine-wohnung-zurueck-12926032.html

Siehe hier:
http://archiv.twoday.net/search?q=gurlitt

http://www.bfdi.bund.de/SharedDocs/Publikationen/Taetigkeitsberichte/TB_IFG/4TB12_13.pdf?__blob=publicationFile

Die anderen IFG-Beauftragten kriegen problemlos hin, was Frau Voßhoff nicht schafft: Den Tätigkeitsbericht bei der Bekanntgabe ins Netz zu stellen UND zu verlinken. Im Netz steht er zwar, ist aber eigentlich nicht auffindbar. Die URL wurde aus dem Schema für den 3. Bericht gewonnen.

S. 44f. zu restriktiv zu UrhG vs. IFG

S. 90 Verträge der juris GmbH

http://www.merkur-online.de/lokales/fuerstenfeldbruck/fuerstenfeldbruck/lichtspielhaus-denkmalfreaks-sorgen-maechtig-aerger-3515893.html

http://www.merkur-online.de/aktuelles/leserbriefe/bayern-region/denkmalschutz-3520160.html

http://www.mittelbayerische.de/nachrichten/oberpfalz-bayern/bayern-oberpfalz/newsticker/artikel/goppel_sorgt_fuer_veraergerung/1054536/goppel_sorgt_fuer_veraergerung.html

Thomas Goppel (CSU), Vorsitzender des bayerischen Denkmalrats, beschimpfte in einer vertraulichen E-Mail seine Kollegen im Denkmalrat als Freaks. Da hat man wohl wieder den Bock zum Gärtner gemacht.

Am Samstag leistete ich für die VHS Speyer wie schon oft eine Tagesfahrt. Es ging nach Mainfranken (Kitzingen, Dettelbach, Münsterschwarzach, Graue Marter, Volkach) und wir besuchten auch den Volkacher Kirchberg, Schauplatz des spektakulärsten Kunstraub der Nachkriegszeit. Die dort verkaufte Broschüre "Madonnenraub auf dem Kirchberg bei Volkach" (Umschlagtitel) von Wolfgang Egert (o. J., nicht vor 2002, laut Wikipedia 2004) ist zwar reich bebildert und anschaulich geschrieben, aber man erfährt kaum etwas über die Ganoven. Besser und teilweise ausführlicher kann man sich im Internet informieren.

UFA-Wochenschau (sehenswert!)
http://www.filmothek.bundesarchiv.de/video/584800

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-46185242.html

http://www.zeit.de/1968/14/tote-zahlen-nicht

http://www.rewi.europa-uni.de/de/lehrstuhl/sr/krimirecht/ausstellung/themenuebersicht/Kunst-und-Diebstahl.pdf

Interview mit Henri Nannen
http://www.br.de/radio/bayern1/sendungen/mittags-in-mainfranken/henri-nannen-104.html

https://de.wikipedia.org/wiki/Maria_im_Weingarten




http://dx.doi.org/10.7891/e-manuscripta-17666


http://staatsbibliothek-berlin.de/de/die-staatsbibliothek/abteilungen/handschriften/aufgaben-profil/projekte/nachlaesse-und-autographen/nachlass-adelbert-von-chamisso/

Zugriff über Kalliope (kein Online-Filter!, unbequem zu benutzen) oder die Suche der Digitalen Sammlungen.


Diese sind beträchtlich:

http://www.bianet.org/english/world/155390-open-archives-are-faulty-military-archives-are-de-facto-closed

""If you are accepted to the research, you are only allowed to see documents relevant to your subject. You may not see the document you requested if the archivist deduces that it is not relevant to your subject."

Ein Fall aus Kanada:

http://thinkingrecords.co.uk/2014/05/04/the-ontario-gas-plant-records-deletion-comic-strip-complete-edition/

Der Papyrus, der Jesus als Ehemann zeigt, scheint eine Fälschung zu sein.

http://online.wsj.com/news/articles/SB10001424052702304178104579535540828090438

Deutsche Medien behaupten dagegen die Echtheit, z.B.

http://www.welt.de/geschichte/article126843300/Das-Evangelium-von-Jesu-Frau-ist-echt.html

Siehe auch

https://de.wikipedia.org/wiki/Evangelium_der_Frau_Jesu

Update:
http://idw-online.de/pages/de/news586240


http://www.npr.org/blogs/thetwo-way/2014/05/02/308949576/sinn-fein-leader-s-arrest-ignites-debate-over-academic-freedom

See here
http://archiv.twoday.net/stories/18104530/

http://erbloggtes.wordpress.com/2014/05/05/braucht-die-wissenschaft-einen-tuv/

http://www.univie.ac.at/voeb/blog/?p=31982 weist auf das Faksimile einer Augsburger Bilderhandschrift aus der Mitte des 16. Jahrhunderts hin.


http://www.univie.ac.at/voeb/blog/?p=32016

http://bibliothekarisch.de/blog/2014/05/04/aus-aktuellem-anlass-ein-bibliothekssketch-zum-weltlachtag-aus-der-dirk-bach-show/

Urs Hafner mäkelt an Internetangeboten zum Ersten Weltkrieg herum:

http://www.nzz.ch/aktuell/feuilleton/uebersicht/materialschlacht-20-1.18293010

http://www.bildblog.de/57148/aus-ignoranz-eine-kunst-machen/


In der zu Recht sehr beliebten PLoS-Reihe “Ten simple rules …” hat ein Autorenkollektiv gerade “Ten Simple Rules for the Care and Feeding of Scientific Data” vorgelegt, die da lauten:

Rule 1. Love Your Data, and Help Others Love It, Too
Rule 2. Share Your Data Online, with a Permanent Identifier
Rule 3. Conduct Science with a Particular Level of Reuse in Mind
Rule 4. Publish Workflow as Context
Rule 5. Link Your Data to Your Publications as Often as Possible
Rule 6. Publish Your Code (Even the Small Bits)
Rule 7. State How You Want to Get Credit
Rule 8. Foster and Use Data Repositories
Rule 9. Reward Colleagues Who Share Their Data Properly
Rule 10. Be a Booster for Data Science

Citation: Goodman A, Pepe A, Blocker AW, Borgman CL, Cranmer K, et al. (2014) Ten Simple Rules for the Care and Feeding of Scientific Data. PLoS Comput Biol 10(4): e1003542. doi: http://dx.doi.org/10.1371/journal.pcbi.1003542


Quelle:
http://infobib.de/blog/2014/04/28/pflege-und-aufzucht-wissenschaftlicher-daten/ (Autor: CH)

Lizenz:
http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/

An der Medizinischen Fakultät der Uni Münster wird offenkundig bei Doktorarbeitern nicht nur punktuell geschummelt. Die Internetplattform Vroniplag listet momentan gleich neun Fälle auf.

http://www.wn.de/Muenster/Schon-wieder-Plagiat-Verdacht-Flaechenbrand-bei-den-Medizinern

http://xn--tag-der-offenen-klster-cic.de/index.php?id=94

Im Kontext der Errichtung des 1178 gegründeten Klosters Adelberg bei Göppingen fragten die Roggenburger Prämonstratenser eine Inkluse um Rat, die sich als Visionärin betätigte.

Als hochmittelalterliche Quelle liegt dafür die Adelberger Gründungsgeschichte vor (um 1240?), überliefert im Clm 15330:

http://www.geschichtsquellen.de/repOpus_02803.html

Die eine Stelle edierte Botho Odebrecht in der Zeitschrift für württembergische Landesgeschichte 6 (1942), S. 44-67, hier S. 71: "ad quandam beatam feminam in villa quae dicitur Musanshofen inclusam, cui merito sanctitatis spiritus prophetie subiectus erat". Die andere Stelle aus dem unverständlicherweise als historisch wertlos von Odebrecht nicht abgedruckten Kapitel über den ersten Propst Ulrich erwähnt Odebrecht S. 62. Er nennt eine Glosse aus dem 16./17. Jahrhundert, die die Prophetin als selige Gertrud namhaft macht. Musanshofen konnte er nicht bestimmen. [Stefanie Albus-Kötz: Von Krautgärten (2014), S. 11 stellt die Sachlage so dar, dass der Name "beate Gertrudis inclusa" im ungedruckten Abschnitt steht.]

Die 1768 von Kuen abgedruckte Roggenburger Chronik des Prämonstratensers Philipp Bayrhamer nennt den Ortsnamen Meßhofen ("Messhovii"):

http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/ihd/content/pageview/2662069

[Siehe auch die Ausgabe 1760
https://books.google.de/books?id=0R5hAAAAcAAJ&pg=PA25 ]

Ein Blick in Reitzensteins Lexikon schwäbischer Ortsnamen bestätigt die Identifizierung mit Meßhofen, das 1146 "Moysaneshouen" heißt, und heute Teil der Gemeinde Roggenburg ist.

http://books.google.de/books?id=EY6iAAAAQBAJ&pg=PA248

Ob schon der Roggenburger Konventuale Friedrich Rommel, der um 1629 eine Geschichte Adelbergs verfasste (vgl. Walter Ziegler, in:
Philipp von Schwaben. Ein Staufer im Kampf um die Königsherrschaft, 2008, S. 64) den Namen Gertrud nennt, wäre zu prüfen. Wahrscheinlich gab es in Roggenburg neben der im Stift vorhandenen Adelberger Gründungsgeschichte noch eine weitere Tradition über eine Klausnerin Gertrud in Meßhofen, die es ermöglichte, diesen Namen mit der Stelle in der Adelberger Gründungsgeschichte zu verbinden. Ob sie noch in weiteren Roggenburger Quellen erscheint, ist mir nicht bekannt.

Update: Im Beitrag von Hubert Koufen: Die Anfänge des schwäbischen Prämonstratenserstifts Adelberg. In: Analecta Praemonstratensia 85 (2009), S. 9-30, der wenig Neues bringt, wird S. 15f. Musanshofen ebenfalls als Meßhofen identifiziert und gemutmaßt, dort könnte der Sitz des Roggenburger Frauenkonvents gelegen haben. Koufen glaubt alles, was ihm "unverdächtig" erscheint. Maßgebliche Regionalliteratur (Maurer, Der Hohenstaufen, 1977, zu S. 18) wird von ihm übersehen! Die Fresken der Adelberger Ulrichskapelle sind heute wieder sichtbar (anders S. 20f.) und wurden schon 1996 von Harald Drös maßgeblich behandelt:

http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0238-di041h012k0018804

Dass Koufen S. 26-30 ausführlich darlegt, wieso es unwahrscheinlich ist (gegen Odebrecht, Ziegler u.a.), dass Adelberg auch einem hl. Ulrich, Bischof von Konstanz, geweiht war, ist nicht ohne Nutzen. Aber schon 2003 hatte Helmut Maurer erhebliche Zweifel geäußert:

http://personendatenbank.germania-sacra.de/files/books/NF%2042,1%20Maurer%20Bischofsreihe%20Konstanz%20bis%201206.pdf (S. 304f.)

Gertrud von Meßhofen erwähnte übrigens schon Wilhelm Zimmermann 1836 nach ungenannter Quelle:

https://books.google.de/books?id=dnkzAAAAYAAJ&pg=PA150

#forschung

Das Buch mit etlichen handschriftenkundlichen Beiträgen ist einsehbar unter:

http://issuu.com/2b-marcel/docs/kk_stb_festschrift_bro_195x295_2013_ff61a9845d4aa1

http://dramaontwitter.wordpress.com/2014/05/03/kulturblogstockchen-best-blog-award/

Wenn man nicht zu den Lieblingsblogs des Blogstöckchen-Werfenden gehört, macht man sich natürlich besonders viel Mühe.

1. Wie viel Selbstdarstellung steckt deiner Meinung nach im Bloggen?

Viel!

2. Hand auf’s Herz: Und welche Rolle spielt Selbstdarstellung in deinem Blog?

Eine große!

3. Welche Recherchequellen nutzt du hauptsächlich?

RSS, Mail, Twitter, Google+, WWW, Printprodukte.

4. Wie oft gehst du in Museen?

Ich führe keine Statistik. Im Schnitt sicher mehr als einmal im Monat.

5. Warst du schonmal in einem Archiv?

Zuletzt am Freitag.

6. Was ist das eigentlich “Kultur”?

Lies in der Wikipedia nach.

7. Was für ein Blog fehlt deiner Meinung nach noch in der Bloggosphäre?

Ein Watchblog, das darauf achtet, dass Blogosphäre richtig geschrieben wird.

8. Welche Hilfsmittel nutzt du zum Bloggen?

PC, iPAD, Kugelschreiber, Bleistift (für Notizen).

9. Warum bloggst du überhaupt?

Weil ich gern Meinungen und Wissen mit anderen virtuell teile.

10. Wie ist das Feedback deiner Leserinnen und Leser?

Könnte besser sein.

11. Was hast du durch das Bloggen gelernt?

Eine Menge.

Die gleichen 11 Fragen gehen weiter an Schmalenstroer, nur statt Frage 5: Wie oft gehst du in eine Bibliothek?


bei Bibliotheca Altonensis:
http://anonymea.tumblr.com/post/84547188426/kleines-bibliotheksraetsel-zum-wochenende-sie

Es ist viel leichter als das vom Siwiarchiv!

(Und ganz viel leichter als die Klausurfragen von Klaus Graf allemal...:-)

http://erbloggtes.wordpress.com/2014/05/01/radergate-verantwortlichkeiten-und-synopsen/

Mit lebhafter lesenswerter Diskussion.

RaderGate ist ursprünglich meine Bezeichnung der Causa, während andere noch auf #seeschlachtplag setzten.

http://archiv.twoday.net/search?q=seeschlacht


https://www.hfm-weimar.de/726/?tx_jobase_pi2[joNewsDetail]=493&tx_jobase_pi2[joRefererId]=416&tx_jobase_pi2[action]=news&tx_jobase_pi2[controller]=Elements&cHash=a2d2b98f5d8d1f584aa9793c153737e0

Und weiter werden Werke aus der Stralsunder Gymnasialbibliothek im Antiquariatshandel zum Verkauf ausgelegt:

http://www.wayfarersbookshop.com/sort-ssrch.php?pageNum_Recordset1=25&totalRows_Recordset1=391&sortName=Title&sortOrder=ASC&Submit=Search

http://www.abebooks.com/Miscellanea-analytica-seriebus-quadraturis-Miscellaneis-analyticis/11055941611/bd

http://www.antiqbook.com/books/bookinfo.phtml?nr=1335465980&l=nl&seller=

http://www.buchfreund.de/August-Hennings-Philosophische-und-Statistische-Geschichte-des-Ursprungs-und-des-Fortgangs-der-Freiheit-in-Engeland-Nach-Hume-Blackstone-und-andern-bewaehrten-Quellen-ausgearbeitet-Hennings-August,58898682-buch

http://www.buchfreund.de/Versuch-einer-Critischen-Dichtkunst-fuer-die-Deutschen-Darinnen-erstlich-die-allgemeinen-Regeln-der-Poesie-hernach-alle-besondere-Gattungen-der-Gedichte-abgehandelt-und-mit-Exempeln-erlaeutert-werden,58898672-buch

http://www.buchfreund.de/Bibliotheca-Latina-Nunc-Melius-Delecta-Rectius-Digesta-et-Aucta-Diligentia-Io-Aug-Eernesti-Fabrici-Io-Alb-Ernesti-Io-Aug,58898670-buch

http://www.buchfreund.de/Entwurf-einer-Theorie-und-Literatur-der-schoenen-Wissenschaften-Zur-Grundlage-bei-Vorlesungen-Eschenburg-Johann-Joachim,58898669-buch

http://www.buchfreund.de/Synopsis-Bibliothecae-Exegeticae-n-Novum-Testamentum-Kurzgefaster-Auszug-Der-gruendlichen-und-nutzbarsten-Auslegungen-ueber-alle-Buecher-Neues-Testaments-In-Tabellen-Erklaerungen-Anmerkungen-und-Nutza,58898659-buch


Sind schöne Sachen dabei, unter anderem auch mit Provenienz Direktor Großkurd.

Der Codex ist online:

http://resolver.sabinfo.nl/?sid=sab:lib_rep&pid=ppn:215824431

Inzwischen gibt es auch Links für das Zitieren einzelner Seiten, z.B.

http://www.athenaeumbibliotheek.nl/?sid=sab:lib_rep&pid=ppn:215824431&zoom=37&x=0&y=0&page=4&zoomin=true

Zur Verfügung stehen online knapp 100 Cimelien der traditionsreichen Bibliothek.

http://www.geschichtsquellen.de/repOpus_00526.html nennt eine veraltete Signatur.

http://heise.de/-2181010

Von Maria Rottler

https://storify.com/mariarottler/histmonast-april-2014

„»Wiki Loves Earth« ist ein von der Wikipedia durchgeführter Fotowettbewerb rund um Naturschutzgebiete, Landschaftschutzgebiete und Naturdenkmale, der zum ersten Mal International veranstaltet wird. [...]

Es geht im Wettbewerb darum, im Mai und Juni möglichst viele Fotos von diesen Objekten zu sammeln und allen Menschen zur Verfügung stellen zu können. Die Listen der Objekte mit nationaler Bedeutung sind über diese Website erreichbar.“

http://www.wikilovesearth.de

Ist womöglich einfacher als das Siwi-Quiz.

http://www.ub.uni-dortmund.de/listen/inetbib/msg52977.html

Der neue Aufsatz von Thomas Wozniak

http://cma.gbv.de/dr,cma,017,2014,a,04.pdf

ist lesenswert auch für denjenigen, der anders als der Autor die Bezeichnung Graffito für die beiden beschriebenen Gedenkinschriften ablehnt.

#epigraphik

Gestern ging die Jahrestagung 2014 des VdW zu Ende. Sie fand statt in den Räumen des DB-Museums (einigen noch als "Verkehrsmuseum" bekannt) in Nürnberg. Den Abschluß bildeten die wie immer sehr interessanten Fachexkursionen die der Tagungsort so bietet. Ich schloß mich einer Führung durch die Bibliothek, das Archiv und die Depots des DB-Museums an. Eine gute Wahl, denn die sehr engagierte Führung von Dr. Rainer Mertens und seiner Fachkollegen war wirklich so aufschlußreich wie kurzweilig.

Im DB-Museum befindet sich neuerdings auch das Kibala - das Kinderbahnland, ein Ort, an dem die kleinen Rabauken spielerisch mit Eisenbahngeschichte in Kontakt kommen können. Dort erfuhren wir, daß es dem Kibala zu verdanken sei, daß sich die Besucherzahl um >40% auf über 200.000 Besucher/Jahr erhöht habe ... und dann fiel ein Satz, der mich sehr zum grübeln brachte ... und daß es mit dem Kibala erfreulicherweise auch gelungen sei, nun deutlich mehr Migranten für das Museum zu interessieren.

Dieser Satz blieb nicht zuletzt deshalb in mir haften, weil mir erst kürzlich beim Besuch der "Kinderuni" (an der Aalener Fachhochschule) mit meinen beiden "Großen" so sehr aufgefallen war, daß dort (von Asiaten abgesehen) der Migrantenanteil unter den Nachwuchsforschern nicht dem der Kinder im gesellschaftlichen Durchschnitt entsprach – gelinde gesagt.


Wenn ich nun den Gegenstand unser Gespräche und Tagungen in den letzten Jahren betrachte, dann stelle ich fest, daß wir leidenschaftlich darüber debattieren, welche digitalen Erhaltungsstrategien existieren, welche Schnittstellen und Portale entwickelt wurden, welches Digitalisierungsprojekt die DFG gerade fördert, ja sogar ob Archive in Facebook präsent sein sollen oder nicht. Wir geben alten Dingen neue Namen. Wir reden über Ingest, Steakholder und Überlieferungskultur. Wir verwenden den DFG-Viewer, Gobi, Typo3 und interessieren uns für PDF/A, dpi, tiff, Farbmanagement, Optimierung hier, Perfektionierung dort ...

Ganz ehrlich, in der letzten Nacht hat mich ein Damoklesschwert an der Stirn gekratzt. Ich glaube, nein ich fürchte, in vielleicht 15 oder spätestens 25 Jahren wird der Gegenstand unserer Reden wieder viel existenzieller sein. Das "wie" könnte an Bedeutung verlieren und zunehmend das "ob" Gegenstand unserer Klagen werden.

Denn was passiert eigentlich mit den von uns so aufwendig präparierten, konservierten, digitalisierten, verzeichneten und präsentierten Sammlungen, wenn schlichtweg keiner mehr da ist, der sich dafür interessiert?

Ich denke, ich brauche hier keine Zahlen und Prognosen zum demographischen Wandel zitieren, die müßten allen hinlänglich bekannt, wenn auch nur widerwillig bewußt sein.

Ich könnte mir vorstellen, daß wir schon eine Generation später auf Tagungen davon zu hören bekommen, wenn schon wieder ein Vereinsarchiv oder ein kleines Stadtarchiv seinen Betrieb erst reduziert und dann eingestellt hat. Und zwar nicht nur aus Geldmangel, so wie heute, sondern schlicht aus Mangel an Interesse.

Wie entsteht denn ein lebendiges Interesse für die eigene Tradition und Kultur? Spontan würde ich in meinem Fall sagen, es waren die Ausführungen unseres Sachkundelehrers in der Grundschule, der uns beim Wandertag durch den Wald erklärte, was in jener Schlucht zur Zeit des 30jährigen Krieges geschehen war. Oder es waren die zugewachsenen Spuren einer alten stillgelegten Bahnlinie, die ich als Bub mit Entdeckerfieber abgeradelt bin. Und dann waren es Asterix und die allgegenwärtigen Römerspuren in meiner Schwäbischen Heimat, die mich als Jungen dazu verleitet hatten, in jedem Hügel entweder ein Keltengrab oder einen Mauerrest zu vermuten. Und es gab so viele Erlebnisse mehr, die Identität stifteten und mir das Gefühl für meine Kultur und Tradition vermittelten.

Schaue ich heute auf die Kinder – auch die eigenen – dann muß ich sagen, mache ich mir richtig Sorgen um unsere Lebensaufgaben, die doch zuvorderst von Interesse und Enthusiasmus leben. Zum einen haben wir viel zu wenige Kinder (in meinem Fall nur 3, und das ist heute sogar viel – und momentan sind diese ohnehin eher am Kaputtmachen als am Bewahren interessiert). Und zum anderen stelle ich fest, daß die Kinder auch gar nicht mehr die Interessen entwickeln, die sie haben müssten um ähnlich große Lust an der eigenen Tradition auszubilden. Wie auch? Entweder haben selbst die Kinder einen Terminkalender wie ein Außenminister – oder in "bildungsfernen" (böses Wort, ich habs nicht erfunden) Familien lungern (auch böses Wort, Entschuldigung, aber danach sieht das halt einfach aus) die Kinder irgendwo herum, bestenfalls auf dem Spielplatz. Sie erkunden jedenfalls nicht ihre Heimat; weder mit dem Fahrrad, noch in Büchern. Und die Schule? Von dort kommt gar nichts. Wandertage verdienen diesen Namen eigentlich nicht. Gelaufen wird bestenfalls zum Bahnhof oder zur Bushaltestelle. Oder es wird ein elterlicher Fahrdienst organisiert. Und das Ziel des Wandertages? Wieder bestenfalls ein Spielplatz, ein Landesgartenschaugelände. Heimatkunde???? Was war das noch gleich? Ach das ist doch das, was die Ewiggestrigen betreiben. Nicht hilfreich. Oder?

Tatsache ist doch, daß dort wo nicht die Eltern ganz bewußt kulturelles Interesse säen, die Kinder keine Chance mehr haben, überhaupt damit in Berührung zu kommen. Und daß Zuwanderer ihren Kindern ganz selbstverständlich ihre eigene Tradition vermitteln, also jene die sie kennen, ist ihnen doch kaum zu verübeln und sehr naheliegend.

Und in dem Maße, in dem unsere eigene Tradition in Vergessenheit gerät oder manchmal sogar bewußt verdrängt wird, wird es in der mittelfristigen Zukunft immer schwerer werden, für den Erhalt von Sammlungen Interessenten zu finden, geschweige denn Geldgeber.
Vielleicht wird ein kunsthistorisches Interesse für einzelne Objekte wenigstens Teile von Sammlungen am Leben erhalten.
Vielleicht wird es Strategien geben, Sammlungen wenigstens als virtuelle Sammlungen digital zu erhalten, sofern es finanziert wird.
Aber ich prophezeie: Wir werden in Zukunft öfter davon hören, daß ein Archiv einfach aufgegeben, schlicht verlassen wurde. Und wir werden es machtlos zur Kenntnis nehmen.

Darüber diskutiert worden ist meines Wissens bisher noch nie. Vielleicht sollten wir darüber nachzudenken beginnen, was wir tun müssten um dieser drohenden Entwicklung etwas entgegenzuwirken! Wie motivieren wir eine Jugend, deren Großeltern beispielsweise in Anatolien geboren wurden, sich für mittelalterliche Urkunden christlicher Klöster zu interessieren? Wie motivieren wir Kinder, die zwar schon mit 2,5 Jahren einen Tablet-PC bedienen konnten, die Deutsche Schrift zu lernen? (Jetzt komme mir bitte keiner damit, daß der Archivar von morgen soetwas ohnehin nicht wissen müsse, weil sein Archiv ja digitalisiert sei, durch OCR erschlossen wurde und in der Cloud liegen würde!)

Und noch etwas: Ich selber werde sehr froh sein, wenn ich mit dieser düsteren Prognose nicht recht behalten sollte! In keiner Sache möchte ich mich so gerne irren wie hier! Bitte tragt dazu bei, mich zu widerlegen!!!

 

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