"Personenbezogene Daten (v.a. Adressen Telefon) in jüngeren Jahrgängen seit 1977 wurden bei der Digitalisierung entfernt."
Was ist das für ein hochsensibles Periodikum, das als historische Quelle dergestalt verstümmelt wurde?
Das Würzburger Diözesanblatt
http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/wuerzburger-dioezesanblatt
Bei einem Blick in den Jahrgang 1999 fielen mir aber keine solchen Entfernungen auf. Ebensowenig 2005.
Was ist das für ein hochsensibles Periodikum, das als historische Quelle dergestalt verstümmelt wurde?
Das Würzburger Diözesanblatt
http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/wuerzburger-dioezesanblatt
Bei einem Blick in den Jahrgang 1999 fielen mir aber keine solchen Entfernungen auf. Ebensowenig 2005.
KlausGraf - am Freitag, 27. November 2009, 03:47 - Rubrik: Datenschutz
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KlausGraf - am Freitag, 27. November 2009, 03:43 - Rubrik: Digitale Bibliotheken
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http://www.landesbibliothek-coburg.de/geschichte.htm
Abfindungsvertrag (Ausgleichsgesetz) vom 7. Juni bzw. 1. Juli 1919
Landesstiftungsgesetz vom 9. August 1919
Staatsvertrag vom 14. Februar 1920
Übereinkommen zwischen der Coburger Landesstiftung und dem Freistaat Bayern vom 1. Januar 1973
Verordnung über die Gliederung des staatlichen Bibliothekswesens vom 16. Juni 1999
Abfindungsvertrag (Ausgleichsgesetz) vom 7. Juni bzw. 1. Juli 1919
Landesstiftungsgesetz vom 9. August 1919
Staatsvertrag vom 14. Februar 1920
Übereinkommen zwischen der Coburger Landesstiftung und dem Freistaat Bayern vom 1. Januar 1973
Verordnung über die Gliederung des staatlichen Bibliothekswesens vom 16. Juni 1999
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http://aerial.rcahms.gov.uk/
Via
http://bazonline.ch/wissen/geschichte/Spektakulaere-neue-Kriegsbilder/story/19631516

Via
http://bazonline.ch/wissen/geschichte/Spektakulaere-neue-Kriegsbilder/story/19631516

KlausGraf - am Freitag, 27. November 2009, 03:13 - Rubrik: Fotoueberlieferung
http://lists.wikimedia.org/pipermail/wikide-l/2009-November/022212.html und folgende Beiträge
Wieder ist ein hervorragendes Geschichtswerk zur Regionalgeschichte aber auch zur Landesgeschichte Online. Aus den Beständen der Bayerischen Landesbibliothek wurde bei Google Books das Werk Leipzigisches Geschichtsbuch von Johann Jacob Vogel freigeschalten. Das über 1250 Seiten umfassende Werk ist sogar mit einer hervorragenden Qualität gescannt worden.




Fregu - am Donnerstag, 26. November 2009, 22:13 - Rubrik: Digitale Bibliotheken
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Früher gab man Zeitschriften heraus, heute haben wir das www.
Quelle: http://www.geschichte-in-koeln.de/gik_impressum.htm
…. „Ein auslösender Impuls für die studentische Initiative, eine eigene Zeitschrift zu gründen, war die Tatsache, daß Studen-ten in ihren Seminar- und Examensarbeiten häufig wichtige historische Themen untersuchten, ohne daß ihre Ergebnisse der Öffentlichkeit zugänglich wurden. Die Zeitschrift sollte gerade bei Arbeiten zur Stadtgeschichte hierfür ein Forum bieten. Ohne eine solche Publikationsmöglichkeit wären viele Forschungsergebnisse selbst für die Fachöffentlichkeit nur schwer, für ein historisch interessiertes Publikum überhaupt nicht greifbar geworden. So bietet GiK seinen Autoren und Autorinnen die Chance, ihre Forschungen einem sehr viel breiteren Leserkreis zu präsentieren, als dies andere Fachzeitschriften können. Bis heute ist es übrigens dabei geblieben, daß in GiK jüngere Geschichtswissenschaftler und Studenten gleichberechtigt neben etablierten Historikern publizieren können.
Der Schwerpunkt der in GiK veröffentlichten Arbeiten liegt auf der kölnischen Stadtgeschichte und ...
Quelle: http://www.geschichte-in-koeln.de/gik_impressum.htm
…. „Ein auslösender Impuls für die studentische Initiative, eine eigene Zeitschrift zu gründen, war die Tatsache, daß Studen-ten in ihren Seminar- und Examensarbeiten häufig wichtige historische Themen untersuchten, ohne daß ihre Ergebnisse der Öffentlichkeit zugänglich wurden. Die Zeitschrift sollte gerade bei Arbeiten zur Stadtgeschichte hierfür ein Forum bieten. Ohne eine solche Publikationsmöglichkeit wären viele Forschungsergebnisse selbst für die Fachöffentlichkeit nur schwer, für ein historisch interessiertes Publikum überhaupt nicht greifbar geworden. So bietet GiK seinen Autoren und Autorinnen die Chance, ihre Forschungen einem sehr viel breiteren Leserkreis zu präsentieren, als dies andere Fachzeitschriften können. Bis heute ist es übrigens dabei geblieben, daß in GiK jüngere Geschichtswissenschaftler und Studenten gleichberechtigt neben etablierten Historikern publizieren können.
Der Schwerpunkt der in GiK veröffentlichten Arbeiten liegt auf der kölnischen Stadtgeschichte und ...
irisk. - am Donnerstag, 26. November 2009, 22:04
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irisk. - am Donnerstag, 26. November 2009, 21:53 - Rubrik: Archivpaedagogik
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"Am 1. Dezember wird der WWF eine Festplatte um die Welt schicken: Der „People’s Orb“ (Himmelskörper des Volkes) ist ein elektronisches Archiv mit großer Speicherkapazität, das ähnlich wie das Olympische Feuer um die Welt getragen wird. Nach fünf Tagen wird der Orb im Klimaexpress, einem speziellen Zug, in Kopenhagen eintreffen. Auf diesem Orb befinden sich die Daten von Millionen Menschen und wissenschaftliche Studien, die der Menschheit der Zukunft beweisen sollen, dass die ganze Welt von der drohenden Gefahr des Klimawandels Bescheid wusste. Auch die Namen von bisher mehr als 14.000 Österreichern werden dort für die Zukunft gespeichert sein, die mit ihrer Stimme bei http://www.voteearth.at die Entscheidungsträger in Kopenhagen aufrufen, ein wirksamen Klimaschutzabkommen zu unterzeichnen und den Weg von Kyoto fortzusetzen. „Der Orb ist das Zeugnis des globalen Klimabewusstseins des Jahres 2009 und soll noch in Hundert Jahren an eine Zeit der Dummheit oder der Klugheit erinnern - je nachdem wie die Klimakonferenz von Kopenhagen ausgehen wird“, beschreibt WWF-Geschäftsführerin Hildegard Aichberger das globale Projekt.
Der Orb enthält neben den Stimmen für die Erde auch die Daten der Earth Hour, bei der sich im März 2009 Hunderte Millionen Menschen in mehr als 4.000 Städten in 88 Ländern beteiligten. Wissenschaftliche Studien, Stimmen, Bilder, Fotos und Videos von Aktionen für den Klimaschutz aus unzähligen Kampagnen sind ebenso dort gespeichert wie die Appelle von Wissenschaftlern, Prominenten und Politikern aus aller Welt. Der Orb wird am 16. Dezember den Repräsentanten der führenden Staats- und Regierungschefs der Welt in einer feierlichen Zeremonie übergeben. Eine identische Kopie des Orbs verbleibt als mahnendes Zeugnis für die zukünftigen Generationen für zukünftige Generationen im Nationalmuseum von Dänemark.
Der Orb wird zwei Tage vor dem Beginn der Klimakonferenz am 5. Dezember mit dem Klima-Express, einem Zug aus Brüssel, in Kopenhagen eintreffen. In diesem Zug werden 400 Experten, Politiker und NGO-Vertreter demonstrativ mit einem öffentlichen Verkehrsmittel fahren, darunter auch Achim Steiner, der Direktor des UN-Umweltprogramms und der internationale WWF-Generaldirektor James Leape. In den neun Tagen der wohl wichtigsten globalen Konferenz seit Ende des Zweiten Weltkriegs wird der Orb weiter mit Reden, Studien und Bildern vom Konferenzort gefüllt. Am 16. Dezember, wenn die Staats- und Regierungschefs anreisen, wird er abends im Rathaus von Kopenhagen als Mahnung des Wissens an die entscheidenden Politiker übergeben, die dort über die Zukunft unseres Planeten entscheiden werden. Die feierliche Zeremonie wird angeführt von einer Prozession von Kindern mit Laternen. Anschließend werden in Kopenhagen die Lichter für eine Stunde als Zeichen der Solidarität ausgeschaltet. Teil der WWF-Aktion ist auch die dänische Klima- und Energieministerin, Vorsitzende der UN-Klimakonferenz und designierte EU-Kommissarin Connie Hedegaard. Das Klimateam des WWF Österreich wird live vor Ort sein und aus Kopenhagen berichten."
Quelle: http://www.wwf.at/de/menu27/subartikel1325/
Der Orb enthält neben den Stimmen für die Erde auch die Daten der Earth Hour, bei der sich im März 2009 Hunderte Millionen Menschen in mehr als 4.000 Städten in 88 Ländern beteiligten. Wissenschaftliche Studien, Stimmen, Bilder, Fotos und Videos von Aktionen für den Klimaschutz aus unzähligen Kampagnen sind ebenso dort gespeichert wie die Appelle von Wissenschaftlern, Prominenten und Politikern aus aller Welt. Der Orb wird am 16. Dezember den Repräsentanten der führenden Staats- und Regierungschefs der Welt in einer feierlichen Zeremonie übergeben. Eine identische Kopie des Orbs verbleibt als mahnendes Zeugnis für die zukünftigen Generationen für zukünftige Generationen im Nationalmuseum von Dänemark.
Der Orb wird zwei Tage vor dem Beginn der Klimakonferenz am 5. Dezember mit dem Klima-Express, einem Zug aus Brüssel, in Kopenhagen eintreffen. In diesem Zug werden 400 Experten, Politiker und NGO-Vertreter demonstrativ mit einem öffentlichen Verkehrsmittel fahren, darunter auch Achim Steiner, der Direktor des UN-Umweltprogramms und der internationale WWF-Generaldirektor James Leape. In den neun Tagen der wohl wichtigsten globalen Konferenz seit Ende des Zweiten Weltkriegs wird der Orb weiter mit Reden, Studien und Bildern vom Konferenzort gefüllt. Am 16. Dezember, wenn die Staats- und Regierungschefs anreisen, wird er abends im Rathaus von Kopenhagen als Mahnung des Wissens an die entscheidenden Politiker übergeben, die dort über die Zukunft unseres Planeten entscheiden werden. Die feierliche Zeremonie wird angeführt von einer Prozession von Kindern mit Laternen. Anschließend werden in Kopenhagen die Lichter für eine Stunde als Zeichen der Solidarität ausgeschaltet. Teil der WWF-Aktion ist auch die dänische Klima- und Energieministerin, Vorsitzende der UN-Klimakonferenz und designierte EU-Kommissarin Connie Hedegaard. Das Klimateam des WWF Österreich wird live vor Ort sein und aus Kopenhagen berichten."
Quelle: http://www.wwf.at/de/menu27/subartikel1325/
Wolf Thomas - am Donnerstag, 26. November 2009, 18:49 - Rubrik: Wahrnehmung
" Der Leiterin des Theodor-Fontane-Archivs im Brandenburgischen Landeshauptarchiv, Dr. Hanna Delf von Wolzogen, ist es am Donnerstag gelungen, auf einer Auktion in Basel ein bedeutendes Konvolut von Briefen Theodor Fontanes zu erstehen. Dies teilte das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur mit. Bei dem Konvolut handelt es sich um 23 gut erhaltene eigenhändige Briefe Theodor Fontanes an den Redakteur, Literaturhistoriker und Publizisten Gustav Karpeles (1848–1909) aus der Zeit von 1879 bis 1890.
Das Konvolut umfasst mehr als 60 Prozent der derzeit bekannten Briefe Fontanes an diesen Adressaten. ...."
Quelle: Kulturportal der Märkischen Allgemeine
Das Konvolut umfasst mehr als 60 Prozent der derzeit bekannten Briefe Fontanes an diesen Adressaten. ...."
Quelle: Kulturportal der Märkischen Allgemeine
Wolf Thomas - am Donnerstag, 26. November 2009, 18:39 - Rubrik: Literaturarchive
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http://www.uni-potsdam.de/u/romanistik/humboldt/hin/hin19/krafteinert.htm
Die Gleichsetzung der Scans des Internetarchivs mit Gutenberg.org ist absolut nicht gerechtfertigt.
Die Gleichsetzung der Scans des Internetarchivs mit Gutenberg.org ist absolut nicht gerechtfertigt.
KlausGraf - am Donnerstag, 26. November 2009, 17:11 - Rubrik: Digitale Bibliotheken
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Schaumburger Nationalsozialisten: Täter, Komplizen, Profiteure
Eine Einladung zur Präsentation des von Frank Werner herausgegeben Buches mit dem Titel: Schaumburger Nationalsozialisten: Täter, Komplizen, Profiteure
im Staatsarchiv Bückeburg nahm ich am 16.11.2009 gerne wahr.
Im Nachhinein bin ich jedoch über die Einladung verwundert, weil mein Buch zwar häufiger in dem vorzustellenden Werk zitiert und erwähnt wurde, allerdings nicht sehr wohlwollend. Zum Beispiel so:
Auf Seite 28 vermerkt Herr Werner provokativ: "Eher am närrischen Rand der Forschung bewegt sich Alexander vom Hofe mit seinen quellenreichen, aber abseitigen Komplott-Theorien zum Fürstenhaus..."
Thomas Riechmann der seinen Beitrag Friedrich Christian zu Schaumburg Lippe widmet zitiert mehrfach mein Buch, sagt aber dann auf Seite 476 in Fussnote 114 "Alexander vom Hofe hat in einem kaum ernstzunehmenden Buch, das eine Mischung aus kruder Anklageschrift und chaotischer Quellensammlung (ohne
genaue Quellenhinweise zu geben) darstellt, versucht, einen fragwürdigen Zusammenhang zwischen dem NS- Engagement der Brüder und dem Unfalltod des Fürsten Adolf zu konstruieren, um eine Erbschaftsverschwörung nachzuweisen."
Der von mir aufrichtig geschätzte Herr Dr. Stefan Brüdermann (Archivleiter in Bückeburg) erklärt in seinem Beitrag über Alfred Meyer auf Seite 57 Fussnote 110: "vgl. über diese Streitigkeiten und ihre vermuteten Hintergründe mit einem von privatem Interesse geleiteten Zugang und höchst spekulativer Argumentantion..."
Ob in dem Buch "Schaumburger Nationalsozialisten" ein privates Interesse festgestellt werden kann überlasse ich den Historikern. Ich vermag ein solches zu erkennen. Zum Beispiel an nachfolgender Stelle, wobei diese Feinheit wohl eher einem Juristen auffallen wird:
Vor Monaten wurde der Beitrag von Frau Dr. Seegers wie folgt angekündigt:
"Der Steinbruchbesitzer Walter Schmidt, in: Frank Werner (Hg.), Frank Werner (Hg.), Schaumburger Nationalsozialisten. Täter, Komplizen,Profiteure, Bielefeld 2009 (im Erscheinen)"
damals und heute noch (26.11.09) unter http://www.uni-giessen.de/erinnerungskulturen/home/profil-lseegers.html
Ich habe den Beitrag von Frau Dr. Lu Seegers nun gelesen. Der Kolumnentitel im Beitrag lautet jetzt "Walter Schmidt Eigentümer der Schaumburger Steinbrüche". Ein Besitzer wird Eigentümer. Dies ist objektiv falsch, weil Walter Schmidt niemals Eigentümer eines Steinbruchs war. Der Kolumnentitel suggeriert, dass er Eigentümer (nicht mehr Besitzer) des Grundstücks war, auf dem Zwangsarbeiter ermordet wurden. Er war Gesellschafter einer Gesellschaft mit ähnlichem Firmennamen, nämlich “Schaumburger Steinbrüche Steinbergen (SSS)”. Somit ist die Angabe Eigentümer der Schaumburger Steinbrüche mit oder ohne Anführungszeichen irreführend und höchst unwissenschaftlcih. Wem gehörte der Steinbruch und die Ahrensburg in der die Strafgefangenen einquartiert wurden ? Am Anfang des Beitrags wird erwähnt dass der Steinbruch der “Fürstlichen Hofkammer” gehörte. Das ist juristisch und historisch falsch. Die “Fürstliche Hofkammer” hat keinerlei Rechtspersönlichkeit seit 1918. Wird der Frage nachgegangen wem der Steinbruch gehörte ? Nein. Es ist davon auszugehen, dass die Verfasserin weiss, wem der Steinbruch gehörte, insbesondere wenn mein Buch in der Literaturliste aufgeführt wird. Schmidts Firma war Pächterin. Seit wann ist ein Pächter Eigentümer ? Wer verpachtete ? Diese Strukturen habe ich herausgearbeitetet.
siehe Kapitel 18 in:
http://edocs.fu-berlin.de/docs/receive/FUDOCS_document_000000000100
Können diese Strukturen unter den Tisch fallengelassen werden ? Ich erkenne Partikularinteressen (was ja grundsätzlich legitim ist, aber wie ist es wenn ein Buchprojekt mit öffentlichen Geldern gefördert wird ?).
Eine Untersuchung zu Wolrad, Stephan und Heinrich Prinz zu Schaumburg Lippe fehlt in dem Band. Zugang zum Familienarchiv wird zu diesem Thema nach wie vor verweigert. Kurioserweise lobt Frank Werner den "Fürsten Alexander" für den grosszügigen Zugang zum Familienarchiv (in Sachen Friedrich Christian).
So ist mein Eindruck folgender:
Das Buch stellt durchaus eine Bereicherung dar. Es ist aber leider, was auch nicht anders zu erwarten war, mainstream geblieben. Brisante Zusammenhänge werden nicht mal ansatzweise angeschnitten. Wirkungskreise des "Fürstenhauses" und der "Hofkammer" werden vollständig ausgeblendet. Wer es wagt diese "Sphäre" zu untersuchen gilt bei den Autoren als Phantast oder Spinner oder Narr.
Das hat vermutlich zwei Gründe die ich nachvollziehen kann:
zum einen eine gewisse Zurückhaltung bei der Untersuchung der Verstrickung von wirklichen "Lokalgrössen" und der nach wie vor verweigerte Zugang zu den einschlägigen Primärquellen. Beide Gründe kann ich mit dem Verstand nachvollziehen. Wie von mir an anderer Stelle bereits erwähnt: "Es ist alles eine Frage der Machtverhältnisse".
Solange die Archive verschlossen bleiben, werden die Forschungsergebnisse kaum vollwertig sein.
Eine Einladung zur Präsentation des von Frank Werner herausgegeben Buches mit dem Titel: Schaumburger Nationalsozialisten: Täter, Komplizen, Profiteure
im Staatsarchiv Bückeburg nahm ich am 16.11.2009 gerne wahr.
Im Nachhinein bin ich jedoch über die Einladung verwundert, weil mein Buch zwar häufiger in dem vorzustellenden Werk zitiert und erwähnt wurde, allerdings nicht sehr wohlwollend. Zum Beispiel so:
Auf Seite 28 vermerkt Herr Werner provokativ: "Eher am närrischen Rand der Forschung bewegt sich Alexander vom Hofe mit seinen quellenreichen, aber abseitigen Komplott-Theorien zum Fürstenhaus..."
Thomas Riechmann der seinen Beitrag Friedrich Christian zu Schaumburg Lippe widmet zitiert mehrfach mein Buch, sagt aber dann auf Seite 476 in Fussnote 114 "Alexander vom Hofe hat in einem kaum ernstzunehmenden Buch, das eine Mischung aus kruder Anklageschrift und chaotischer Quellensammlung (ohne
genaue Quellenhinweise zu geben) darstellt, versucht, einen fragwürdigen Zusammenhang zwischen dem NS- Engagement der Brüder und dem Unfalltod des Fürsten Adolf zu konstruieren, um eine Erbschaftsverschwörung nachzuweisen."
Der von mir aufrichtig geschätzte Herr Dr. Stefan Brüdermann (Archivleiter in Bückeburg) erklärt in seinem Beitrag über Alfred Meyer auf Seite 57 Fussnote 110: "vgl. über diese Streitigkeiten und ihre vermuteten Hintergründe mit einem von privatem Interesse geleiteten Zugang und höchst spekulativer Argumentantion..."
Ob in dem Buch "Schaumburger Nationalsozialisten" ein privates Interesse festgestellt werden kann überlasse ich den Historikern. Ich vermag ein solches zu erkennen. Zum Beispiel an nachfolgender Stelle, wobei diese Feinheit wohl eher einem Juristen auffallen wird:
Vor Monaten wurde der Beitrag von Frau Dr. Seegers wie folgt angekündigt:
"Der Steinbruchbesitzer Walter Schmidt, in: Frank Werner (Hg.), Frank Werner (Hg.), Schaumburger Nationalsozialisten. Täter, Komplizen,Profiteure, Bielefeld 2009 (im Erscheinen)"
damals und heute noch (26.11.09) unter http://www.uni-giessen.de/erinnerungskulturen/home/profil-lseegers.html
Ich habe den Beitrag von Frau Dr. Lu Seegers nun gelesen. Der Kolumnentitel im Beitrag lautet jetzt "Walter Schmidt Eigentümer der Schaumburger Steinbrüche". Ein Besitzer wird Eigentümer. Dies ist objektiv falsch, weil Walter Schmidt niemals Eigentümer eines Steinbruchs war. Der Kolumnentitel suggeriert, dass er Eigentümer (nicht mehr Besitzer) des Grundstücks war, auf dem Zwangsarbeiter ermordet wurden. Er war Gesellschafter einer Gesellschaft mit ähnlichem Firmennamen, nämlich “Schaumburger Steinbrüche Steinbergen (SSS)”. Somit ist die Angabe Eigentümer der Schaumburger Steinbrüche mit oder ohne Anführungszeichen irreführend und höchst unwissenschaftlcih. Wem gehörte der Steinbruch und die Ahrensburg in der die Strafgefangenen einquartiert wurden ? Am Anfang des Beitrags wird erwähnt dass der Steinbruch der “Fürstlichen Hofkammer” gehörte. Das ist juristisch und historisch falsch. Die “Fürstliche Hofkammer” hat keinerlei Rechtspersönlichkeit seit 1918. Wird der Frage nachgegangen wem der Steinbruch gehörte ? Nein. Es ist davon auszugehen, dass die Verfasserin weiss, wem der Steinbruch gehörte, insbesondere wenn mein Buch in der Literaturliste aufgeführt wird. Schmidts Firma war Pächterin. Seit wann ist ein Pächter Eigentümer ? Wer verpachtete ? Diese Strukturen habe ich herausgearbeitetet.
siehe Kapitel 18 in:
http://edocs.fu-berlin.de/docs/receive/FUDOCS_document_000000000100
Können diese Strukturen unter den Tisch fallengelassen werden ? Ich erkenne Partikularinteressen (was ja grundsätzlich legitim ist, aber wie ist es wenn ein Buchprojekt mit öffentlichen Geldern gefördert wird ?).
Eine Untersuchung zu Wolrad, Stephan und Heinrich Prinz zu Schaumburg Lippe fehlt in dem Band. Zugang zum Familienarchiv wird zu diesem Thema nach wie vor verweigert. Kurioserweise lobt Frank Werner den "Fürsten Alexander" für den grosszügigen Zugang zum Familienarchiv (in Sachen Friedrich Christian).
So ist mein Eindruck folgender:
Das Buch stellt durchaus eine Bereicherung dar. Es ist aber leider, was auch nicht anders zu erwarten war, mainstream geblieben. Brisante Zusammenhänge werden nicht mal ansatzweise angeschnitten. Wirkungskreise des "Fürstenhauses" und der "Hofkammer" werden vollständig ausgeblendet. Wer es wagt diese "Sphäre" zu untersuchen gilt bei den Autoren als Phantast oder Spinner oder Narr.
Das hat vermutlich zwei Gründe die ich nachvollziehen kann:
zum einen eine gewisse Zurückhaltung bei der Untersuchung der Verstrickung von wirklichen "Lokalgrössen" und der nach wie vor verweigerte Zugang zu den einschlägigen Primärquellen. Beide Gründe kann ich mit dem Verstand nachvollziehen. Wie von mir an anderer Stelle bereits erwähnt: "Es ist alles eine Frage der Machtverhältnisse".
Solange die Archive verschlossen bleiben, werden die Forschungsergebnisse kaum vollwertig sein.
vom hofe - am Donnerstag, 26. November 2009, 10:55
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http://schneeschmelze.wordpress.com/2009/11/25/ernuchternde-erfahrungen-mit-der-onleihe/
Fazit: Bei der Onleihe handelt es sich um ein vollkommen überflüssiges Angebot, das ausschließlich für Windows-Anwender vollständig benutzbar ist. Es ist keine Ergänzung des bisherigen Angebots der Bibliotheken und es erspart mir auch nicht den Weg in die Bibliothek, weil ich die Bücher, die ich brauche und die mich interessieren, über die Onleihe gar nicht bekomme. Dazu paßt auch, daß der volle Umfang des ohnehin stark beschränkten Angebots mir gar nicht zur Verfügung steht, weil ich dazu den falschen Computer besitze, für den es die proprietäre Software nicht gibt, die die Onleihe mehr oder weniger stillschweigend voraussetzt. Es geht hier also nicht um die bibliothekarische Grundversorgung für alle. Es geht um einen zusätzlichen Service, auf den keiner gewartet hat und den trotzdem alle Steuerzahler mit bezahlen müssen.
Zur Kritik in netbib:
http://log.netbib.de/?s=onleihe
Insbesondere meine 30 Beiträge vom Januar 2008
http://log.netbib.de/?s=onleihe+%C3%A4tzend
Kritik in Futurezone.at
http://futurezone.orf.at/stories/1628556/
Kritik von schmoekerturm.de
http://www.schmoekerturm.de/tag/onleihe/


Fazit: Bei der Onleihe handelt es sich um ein vollkommen überflüssiges Angebot, das ausschließlich für Windows-Anwender vollständig benutzbar ist. Es ist keine Ergänzung des bisherigen Angebots der Bibliotheken und es erspart mir auch nicht den Weg in die Bibliothek, weil ich die Bücher, die ich brauche und die mich interessieren, über die Onleihe gar nicht bekomme. Dazu paßt auch, daß der volle Umfang des ohnehin stark beschränkten Angebots mir gar nicht zur Verfügung steht, weil ich dazu den falschen Computer besitze, für den es die proprietäre Software nicht gibt, die die Onleihe mehr oder weniger stillschweigend voraussetzt. Es geht hier also nicht um die bibliothekarische Grundversorgung für alle. Es geht um einen zusätzlichen Service, auf den keiner gewartet hat und den trotzdem alle Steuerzahler mit bezahlen müssen.
Zur Kritik in netbib:
http://log.netbib.de/?s=onleihe
Insbesondere meine 30 Beiträge vom Januar 2008
http://log.netbib.de/?s=onleihe+%C3%A4tzend
Kritik in Futurezone.at
http://futurezone.orf.at/stories/1628556/
Kritik von schmoekerturm.de
http://www.schmoekerturm.de/tag/onleihe/

KlausGraf - am Donnerstag, 26. November 2009, 02:29 - Rubrik: Digitale Bibliotheken
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KlausGraf - am Donnerstag, 26. November 2009, 02:26 - Rubrik: English Corner
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KlausGraf - am Donnerstag, 26. November 2009, 02:07 - Rubrik: Digitale Bibliotheken
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Variante 1:
Variante 2:
Variante 2:
Wolf Thomas - am Mittwoch, 25. November 2009, 19:54 - Rubrik: Oeffentlichkeitsarbeit
Wolf Thomas - am Mittwoch, 25. November 2009, 19:41 - Rubrik: Kommunalarchive
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Patrick Sahles im Vorfeld hier kritisierter und später kurz zusamnmengefasster Vortrag im Oktober in Siegen liegt als Wiki-Beitrag zum Nachlesen vor.
Sahles Fazit ist als Arbeitsprogramm für das deutsche Archivbwesen zu lesen. Es verdient eine unvoreingenommene Aufnahme bei allen Entscheidungsträgern und eine konstruktive Diskussion:
"Wie kann die Entwicklung der historischen Forschung in ihrer Verbindung zu den Archiven und deren Leistungen vorangetrieben werden? Was ist zu tun?
* Die weitere Entwicklung braucht zunächst ein stabiles Fundament aus verschiedenen Komponenten:
o Die Basis der wissenschaftlichen Arbeit - auch unter digitalen Vorzeichen - sind die Quellen. Wir brauchen noch sehr viel mehr digitale Inhalte. Um zu einer digitalen Forschung zu kommen brauchen wir mehr als digitalisierte Beispielbestände. Wir brauchen auch mehr, als die oft zitierte "kritische Masse". Wir sollten die annähernde "Vollständigkeit" der digitalen Repräsentation der Überlieferung als Ziel ausgeben und seine Umsetzung verfolgen.
o Informationen für die Forschung müssen technischen und inhaltlichen Standards folgen. Die Standards sind für die meisten Bereiche inzwischen vorhanden und einigermaßen ausgereift (EAD für Findmittel, TEI für Volltexte, METS für komplexe Digitalisate, DC für vereinfachte Metadaten; XML als Metasprache hinter allen Standards).
o Ressourcen müssen über einfache, standardisierte Schnittstellen bereitgestellt werden. Informationen aus Finmitteln müssen nicht nur auf der Webseite eines Archivs suchbar und lesbar sein. Sie sollten auch in automatisierten Verfahren abrufbar und damit unmittelbarin andere Zusammenhänge einzubinden sein. Verschiedene Schnittstellen stehen zur Verfügung und sollten verstärkt eingesetzt werden. Ein Beispiel für ein einfaches Kommunikationsprotokoll, das im Bibliotheksbereich inzwischen weit verbreitet ist, sich aber genau so gut im Archivwesen einsetzen ließe ist OAI bzw. OAI-PMH.
o Für eine auf semantische Verfahren ausgerichtete Forschung brauchen wir eindeutig indentifizierte Informationsobjekte. Grundlage hierfür sind Normdaten. Im Bereich der Personenidentifizierung sollte die PND benutzt werden, wo immer dies möglich ist. Es spricht aber in dieser Phase der Entwicklung auch nichts gegen die Entwicklung weiterer Normdatensammlungen, die zu einem späteren Zeitpunkt verknüpft oder zusammengeführt werden könnten.
o Von entscheidender Bedeutung für eine nachhaltige Digitalisierung der Wissenschaften ist die dauerhaft zuverlässige Adressierung von Informationen. Dazu gibt es bereits eine Reihe verschiedener technischer Lösungen. Entscheidend ist hier aber, dass es sich weniger um ein technisches Problem handelt, als vielmehr um eine Frage der "Haltung". Institutionen des Kulturerbes und der Forschung müssen sich zu ihrer Verantwortung bekennen, digitale Informationen unter dauerhaft gleichbleibenden Adressen (bzw. persistente Identifikatoren) bereit zu stellen.
* Digitale Werkzeuge und Arbeitsumgebungen stehen in ihrer Entwicklung noch am Anfang. Hier brauchen wir im Moment experimentelle Projekte, die für einzelne Forschungsbereiche modellhafte Lösungen entwickeln. Es stellt sich hier die Frage, wo solche Werkzeuge und Arbeitsumgebungen angesiedelt sein können. Während für größere Archive die Einrichtung eigener Plattformen für die wissenschaftliche Arbeit mit den Beständen attraktiv sein könnte, wären für die kleineren Archive modularisierte, leicht nachnutzbare Software zu entwickeln oder Verbundlösungen, also die Einbindung in übergreifende Portale naheliegend.
* In der vertiefenden Erschließung als einem kontinierlichem Forschungsprozess, der auf die Auswertung von Information und Publikation zielt, stellt sich u.a. die Frage nach dem "innen" und "außen" des Archivs. Was soll an die Überlieferung zurückgebunden werden, was bleibt extern? Wie können Verfahren der externen Erschließung durch Software ermöglicht und wie kann der Prozess der Informationsanreicherung durch die Fachleute aus den Institutionen des Kulturerbes (also z.B. durch Archivare) moderiert werden?
* Entscheidend für das Funktionieren kollaborativer Arbeitsprozesse sind Gemeinschaften gleicher Interessen. Diese müssen unter Umständen erst konstituiert und gefördert werden. Das Community-Building gehört zu den wichtigsten Funktionen virtueller Forschungsumgebungen.
* Neue Formen der wissenschaftlichen Ergebnispräsentation müssen erst noch entwickelt und (wichtiger!) in der wissenschaftlichen Praxis als einem System der Zuweisung symbolischen Kapitals etabliert werden. Wenn der Aufsatz oder die Monographie die zentrale Form der Äußerung bleiben sollte, dann muss versucht werden, diesen stärker mit seinen Quellen und mit seinen Kontexten zu verkünpfen. Es stellt sich aber auch die Frage, ob daneben nicht ganz andere Formen der Argumentation und Ergebnispräsentation zu entwickeln sind: offene, kollaborative, hypertextuelle, visuelle Formen der wissenschaftlichen Äußerung.
* Die Etablierung alternativer Formen der wissenschaftlichen Arbeit und der wissenschaftlichen Ergebnispräsentation kann nur gelingen, wenn funktionierende Anreiz- und Belohnungssyteme aufgebaut werden. Digitale Arbeiten oder die Mitarbeit an einer verteilten, kollaborativen und inkrementellen Forschung müssen für die wissenschaftliche Reputation und den eigenen Werdegang verwertbar sein. Voraussetzung dafür sind eine klare Kennzeichnung auch nur partieller Urheberschaft und eine Versionskontrolle inkrementeller Publikationen. Entscheidend sind aber die Hebel, die an der sozialen Verfasstheit der Wissenschaften ansetzen. Wir brauchen ein Umdenken und klare Regeln (auch: Vorgaben der Verbände), wie die neuen Formen der Arbeit bewertet werden sollen und wie sie zum symbolischen Kapital des Wissenschaftlers beitragen können.
* Veränderte technische Rahmenbedingungen verändern die Welt in der wir leben. Sie verändern die Spielregeln, das Selbstverständnis der Akteure und das, was zwischen den Akteuren als Selbsterständlichkeit gelten sollte. Für die Geschichtswissenschaften ergibt sich daraus, dass die Öffnung der Archive für die Forschung, die Bereitstellung der Überlieferung im (digitalen) Lebens- und Arbeitsraum der Forschung und die Virtualisierung des Archivs als Arbeitsumgebung als eine selbstverständliche Zielvorstellung zu fordern ist. Dadurch ist auch zu einer Weiterentwicklung des Selbstverständnisses von Archiven beizutragen, die aufgefordert sind, die kulturelle Überlieferung dauerhaft möglichst umfassend, möglichst gut und möglichst offen für die Allgemeinheit zugänglich zu machen. "
Sahles Fazit ist als Arbeitsprogramm für das deutsche Archivbwesen zu lesen. Es verdient eine unvoreingenommene Aufnahme bei allen Entscheidungsträgern und eine konstruktive Diskussion:
"Wie kann die Entwicklung der historischen Forschung in ihrer Verbindung zu den Archiven und deren Leistungen vorangetrieben werden? Was ist zu tun?
* Die weitere Entwicklung braucht zunächst ein stabiles Fundament aus verschiedenen Komponenten:
o Die Basis der wissenschaftlichen Arbeit - auch unter digitalen Vorzeichen - sind die Quellen. Wir brauchen noch sehr viel mehr digitale Inhalte. Um zu einer digitalen Forschung zu kommen brauchen wir mehr als digitalisierte Beispielbestände. Wir brauchen auch mehr, als die oft zitierte "kritische Masse". Wir sollten die annähernde "Vollständigkeit" der digitalen Repräsentation der Überlieferung als Ziel ausgeben und seine Umsetzung verfolgen.
o Informationen für die Forschung müssen technischen und inhaltlichen Standards folgen. Die Standards sind für die meisten Bereiche inzwischen vorhanden und einigermaßen ausgereift (EAD für Findmittel, TEI für Volltexte, METS für komplexe Digitalisate, DC für vereinfachte Metadaten; XML als Metasprache hinter allen Standards).
o Ressourcen müssen über einfache, standardisierte Schnittstellen bereitgestellt werden. Informationen aus Finmitteln müssen nicht nur auf der Webseite eines Archivs suchbar und lesbar sein. Sie sollten auch in automatisierten Verfahren abrufbar und damit unmittelbarin andere Zusammenhänge einzubinden sein. Verschiedene Schnittstellen stehen zur Verfügung und sollten verstärkt eingesetzt werden. Ein Beispiel für ein einfaches Kommunikationsprotokoll, das im Bibliotheksbereich inzwischen weit verbreitet ist, sich aber genau so gut im Archivwesen einsetzen ließe ist OAI bzw. OAI-PMH.
o Für eine auf semantische Verfahren ausgerichtete Forschung brauchen wir eindeutig indentifizierte Informationsobjekte. Grundlage hierfür sind Normdaten. Im Bereich der Personenidentifizierung sollte die PND benutzt werden, wo immer dies möglich ist. Es spricht aber in dieser Phase der Entwicklung auch nichts gegen die Entwicklung weiterer Normdatensammlungen, die zu einem späteren Zeitpunkt verknüpft oder zusammengeführt werden könnten.
o Von entscheidender Bedeutung für eine nachhaltige Digitalisierung der Wissenschaften ist die dauerhaft zuverlässige Adressierung von Informationen. Dazu gibt es bereits eine Reihe verschiedener technischer Lösungen. Entscheidend ist hier aber, dass es sich weniger um ein technisches Problem handelt, als vielmehr um eine Frage der "Haltung". Institutionen des Kulturerbes und der Forschung müssen sich zu ihrer Verantwortung bekennen, digitale Informationen unter dauerhaft gleichbleibenden Adressen (bzw. persistente Identifikatoren) bereit zu stellen.
* Digitale Werkzeuge und Arbeitsumgebungen stehen in ihrer Entwicklung noch am Anfang. Hier brauchen wir im Moment experimentelle Projekte, die für einzelne Forschungsbereiche modellhafte Lösungen entwickeln. Es stellt sich hier die Frage, wo solche Werkzeuge und Arbeitsumgebungen angesiedelt sein können. Während für größere Archive die Einrichtung eigener Plattformen für die wissenschaftliche Arbeit mit den Beständen attraktiv sein könnte, wären für die kleineren Archive modularisierte, leicht nachnutzbare Software zu entwickeln oder Verbundlösungen, also die Einbindung in übergreifende Portale naheliegend.
* In der vertiefenden Erschließung als einem kontinierlichem Forschungsprozess, der auf die Auswertung von Information und Publikation zielt, stellt sich u.a. die Frage nach dem "innen" und "außen" des Archivs. Was soll an die Überlieferung zurückgebunden werden, was bleibt extern? Wie können Verfahren der externen Erschließung durch Software ermöglicht und wie kann der Prozess der Informationsanreicherung durch die Fachleute aus den Institutionen des Kulturerbes (also z.B. durch Archivare) moderiert werden?
* Entscheidend für das Funktionieren kollaborativer Arbeitsprozesse sind Gemeinschaften gleicher Interessen. Diese müssen unter Umständen erst konstituiert und gefördert werden. Das Community-Building gehört zu den wichtigsten Funktionen virtueller Forschungsumgebungen.
* Neue Formen der wissenschaftlichen Ergebnispräsentation müssen erst noch entwickelt und (wichtiger!) in der wissenschaftlichen Praxis als einem System der Zuweisung symbolischen Kapitals etabliert werden. Wenn der Aufsatz oder die Monographie die zentrale Form der Äußerung bleiben sollte, dann muss versucht werden, diesen stärker mit seinen Quellen und mit seinen Kontexten zu verkünpfen. Es stellt sich aber auch die Frage, ob daneben nicht ganz andere Formen der Argumentation und Ergebnispräsentation zu entwickeln sind: offene, kollaborative, hypertextuelle, visuelle Formen der wissenschaftlichen Äußerung.
* Die Etablierung alternativer Formen der wissenschaftlichen Arbeit und der wissenschaftlichen Ergebnispräsentation kann nur gelingen, wenn funktionierende Anreiz- und Belohnungssyteme aufgebaut werden. Digitale Arbeiten oder die Mitarbeit an einer verteilten, kollaborativen und inkrementellen Forschung müssen für die wissenschaftliche Reputation und den eigenen Werdegang verwertbar sein. Voraussetzung dafür sind eine klare Kennzeichnung auch nur partieller Urheberschaft und eine Versionskontrolle inkrementeller Publikationen. Entscheidend sind aber die Hebel, die an der sozialen Verfasstheit der Wissenschaften ansetzen. Wir brauchen ein Umdenken und klare Regeln (auch: Vorgaben der Verbände), wie die neuen Formen der Arbeit bewertet werden sollen und wie sie zum symbolischen Kapital des Wissenschaftlers beitragen können.
* Veränderte technische Rahmenbedingungen verändern die Welt in der wir leben. Sie verändern die Spielregeln, das Selbstverständnis der Akteure und das, was zwischen den Akteuren als Selbsterständlichkeit gelten sollte. Für die Geschichtswissenschaften ergibt sich daraus, dass die Öffnung der Archive für die Forschung, die Bereitstellung der Überlieferung im (digitalen) Lebens- und Arbeitsraum der Forschung und die Virtualisierung des Archivs als Arbeitsumgebung als eine selbstverständliche Zielvorstellung zu fordern ist. Dadurch ist auch zu einer Weiterentwicklung des Selbstverständnisses von Archiven beizutragen, die aufgefordert sind, die kulturelle Überlieferung dauerhaft möglichst umfassend, möglichst gut und möglichst offen für die Allgemeinheit zugänglich zu machen. "
Wolf Thomas - am Mittwoch, 25. November 2009, 18:54 - Rubrik: Web 2.0
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http://www.inf.uni-konstanz.de/netethicsblog/?p=202
"Das Oberlandesgericht Frankfurt am Main hat am 24.11.2009 das Urteil des Landgerichts Frankfurt teilweise revidiert und untersagt, dass die Universitäts- und Landesbibliothek Darmstadt § 52b UrhG so interpretiert, dass die an den elektronischen Leseplätzen der Bibliothek einsehbaren elektronischen Dateien von den Nutzern ausgedruckt oder auf einem elektronischen Device wie USB-Stick gespeichert werden."
Ich habe sonst noch nichts über die Entscheidung gefunden, ein Aktenzeichen wäre fuers Weiterverfolgen der Angelegenheit hilfreich.
Kuhlen: "Gerichte tun, was sie müssen, und der Wortlaut von § 52b lässt offenbar keine Wahl."
Das ist, mit Verlaub, Unsinn. Wir sollten Hermeneutik nicht mit Wahrheit verwechseln. Das juristische Schrifttum war und ist sich uneins, was die Implikationen des § 52b UrhG angeht, den der Gesetzgeber offenkundig schlecht zusammengeschludert hat. Gerichte können definieren, was sie als Wahrheit ansehen, und der Ober sticht den Unter. Aber ein Pik As ist nicht wahrer als ein Pik König.
Aus meiner "Urheberrechtsfibel" zum § 52b:
"Wieder ein unzulängliches Mini-Zugeständnis an Bildung und Wissenschaft!
Die 2007 eingeführte Möglichkeit der Präsenznutzung digitaler
Inhalte in den Räumen der Bibliotheken, Museen und Archive –
sonstige Bildungsanstalten sind nicht privilegiert – verkennt das Bedürfnis,
diese ortsunabhängig zu nutzen. Ebenso befremdlich ist die
Begrenzung der gleichzeitigen Nutzung auf die Zahl der Exemplare,
auch wenn das „grundsätzlich“ so zu lesen ist, dass bei Bedarfsspitzen
nach dem Willen des Parlaments mehr Zugriffe möglich sind. Mit angezogener
Handbremse ins digitale Zeitalter!
Zukunftsfähig ist einzig und allein eine Regelung, die den § 52b in
einer allgemeinen Vorschrift aufgehen lässt, in der die Digitalisierung
des urheberrechtlich geschützten Kulturguts und seine Zugänglichmachung
geregelt wird. Vor allem seit der Kontroverse um das „Google
Book Search Settlement“ will man auch in Europa die Digitalisierung
forcieren. Die Informationsgesellschaft braucht mutige Schritte, auch
wenn diese der Urheberrechtsindustrie auf die Füße treten."
http://www.contumax.de
"Das Oberlandesgericht Frankfurt am Main hat am 24.11.2009 das Urteil des Landgerichts Frankfurt teilweise revidiert und untersagt, dass die Universitäts- und Landesbibliothek Darmstadt § 52b UrhG so interpretiert, dass die an den elektronischen Leseplätzen der Bibliothek einsehbaren elektronischen Dateien von den Nutzern ausgedruckt oder auf einem elektronischen Device wie USB-Stick gespeichert werden."
Ich habe sonst noch nichts über die Entscheidung gefunden, ein Aktenzeichen wäre fuers Weiterverfolgen der Angelegenheit hilfreich.
Kuhlen: "Gerichte tun, was sie müssen, und der Wortlaut von § 52b lässt offenbar keine Wahl."
Das ist, mit Verlaub, Unsinn. Wir sollten Hermeneutik nicht mit Wahrheit verwechseln. Das juristische Schrifttum war und ist sich uneins, was die Implikationen des § 52b UrhG angeht, den der Gesetzgeber offenkundig schlecht zusammengeschludert hat. Gerichte können definieren, was sie als Wahrheit ansehen, und der Ober sticht den Unter. Aber ein Pik As ist nicht wahrer als ein Pik König.
Aus meiner "Urheberrechtsfibel" zum § 52b:
"Wieder ein unzulängliches Mini-Zugeständnis an Bildung und Wissenschaft!
Die 2007 eingeführte Möglichkeit der Präsenznutzung digitaler
Inhalte in den Räumen der Bibliotheken, Museen und Archive –
sonstige Bildungsanstalten sind nicht privilegiert – verkennt das Bedürfnis,
diese ortsunabhängig zu nutzen. Ebenso befremdlich ist die
Begrenzung der gleichzeitigen Nutzung auf die Zahl der Exemplare,
auch wenn das „grundsätzlich“ so zu lesen ist, dass bei Bedarfsspitzen
nach dem Willen des Parlaments mehr Zugriffe möglich sind. Mit angezogener
Handbremse ins digitale Zeitalter!
Zukunftsfähig ist einzig und allein eine Regelung, die den § 52b in
einer allgemeinen Vorschrift aufgehen lässt, in der die Digitalisierung
des urheberrechtlich geschützten Kulturguts und seine Zugänglichmachung
geregelt wird. Vor allem seit der Kontroverse um das „Google
Book Search Settlement“ will man auch in Europa die Digitalisierung
forcieren. Die Informationsgesellschaft braucht mutige Schritte, auch
wenn diese der Urheberrechtsindustrie auf die Füße treten."
http://www.contumax.de
KlausGraf - am Mittwoch, 25. November 2009, 16:55 - Rubrik: Archivrecht
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http://www.provenienzforschung.gv.at/fileitem.aspx?ID=392 PDF
Siehe dazu auch: http://www.univie.ac.at/voeb/blog/?p=3335
Siehe dazu auch: http://www.univie.ac.at/voeb/blog/?p=3335
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http://www.arl.org/news/pr/guide-for-perplexed-nov09.shtml
The American Library Association (ALA), the Association of Research Libraries (ARL), and the Association of College and Research Libraries (ACRL) announce the release of “A Guide for the Perplexed Part III: The Amended Settlement Agreement.” The guide describes the major changes in the amended settlement agreement (ASA), submitted to the Court by Google, the Authors Guild, and the Association of American Publishers on November 13, 2009, with emphasis on those changes relevant to libraries.
The American Library Association (ALA), the Association of Research Libraries (ARL), and the Association of College and Research Libraries (ACRL) announce the release of “A Guide for the Perplexed Part III: The Amended Settlement Agreement.” The guide describes the major changes in the amended settlement agreement (ASA), submitted to the Court by Google, the Authors Guild, and the Association of American Publishers on November 13, 2009, with emphasis on those changes relevant to libraries.
KlausGraf - am Dienstag, 24. November 2009, 23:20 - Rubrik: English Corner
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Die Stadt Augsburg hat einen Blogger per Anwalt abmahnen lassen, weil er die Internetadresse augsburgr.de registriert hatte.
http://www.augsburger-allgemeine.de/Home/Lokales/Augsburg-Stadt/Lokalnews/Artikel,-augsburg-mahnt-blogger-ab-namensrecht-231109-_arid,2002269_regid,2_puid,2_pageid,4490.html
Update:
Stadt nimmt Abmahnung zurück
http://www.augsburger-allgemeine.de/Home/Lokales/Augsburg-Stadt/Lokalnews/Artikel,-abmahnung-augsburg-blogger-keine-kosten-241109-_arid,2003827_regid,2_puid,2_pageid,4490.html

http://www.augsburger-allgemeine.de/Home/Lokales/Augsburg-Stadt/Lokalnews/Artikel,-augsburg-mahnt-blogger-ab-namensrecht-231109-_arid,2002269_regid,2_puid,2_pageid,4490.html
Update:
Stadt nimmt Abmahnung zurück
http://www.augsburger-allgemeine.de/Home/Lokales/Augsburg-Stadt/Lokalnews/Artikel,-abmahnung-augsburg-blogger-keine-kosten-241109-_arid,2003827_regid,2_puid,2_pageid,4490.html

KlausGraf - am Dienstag, 24. November 2009, 20:33 - Rubrik: Archivrecht
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Eine neue Seite des open-access.net unterrichtet über OA-Suchmaschinen:
http://open-access.net/de/recherche/oasuchmaschinen/
Meine Ausführungen zu Open-Access-Suchen im Juni 2009 wurden ignoriert.
http://archiv.twoday.net/stories/5780759/ (BASE)
http://archiv.twoday.net/stories/5777050/ (PDF-Aufsätze in Schriftenservern)
http://archiv.twoday.net/stories/5776766/ (OpenDOAR)
Zu OpenDOAR heute in INETBIB:
http://www.ub.uni-dortmund.de/listen/inetbib/msg41022.html
Ich halte es nicht für vertretbar, in einer wertenden Zusammenstellung zu verschweigen, dass OpenDOAR in nicht nachvollziehbarer Weise nur eine Auswahl der Google-Treffer bietet.
Suche nach lorch meisterlin ergibt via Google Websuche 23 Treffer
http://www.google.com/search?q=site:www.archive.org+lorch+meisterlin
OpenDOAR: 7 Treffer, ohne dass die Möglichkeit besteht, weitere anzufordern.
Nun betrifft das die Treffer im Internetarchiv, aber eine Phrasen-Suche nach "Heinrich Bebel" zeigt, dass Treffer, die auf der Site Freidok von der Websuche gefunden werden, bei OpenDOAR fehlen (Herding; Mertens, Germania; Graf, Hug u.a.m.)
Antwort von OpenDOAR 25.11.2009
"The problems you describe with OpenDOAR Content Search are unfortunate,
but are shared by all applications that use the Google Custom Search
Engine (CSE). The parallel content search service run by our colleagues
at ROAR (http://roar.eprints.org/index.php?action=google) behaves in
exactly the same way, yielding the same (partial) results.
There are two possible solutions. The first is to get Google to fix the
limitations of the CSE. This is something over which we have little, if
any influence.
The second option would be for us to build our own content database,
although only 67% of the repositories listed in OpenDOAR are harvestable
using OAI-PMH. We do not have the resources to build such a database,
nor do is it something we wish to do. OpenDOAR Content Search is
primarily a demonstration system.
OpenDOAR is intended to help third party services such as BASE and
OAIster with their harvesting, and we would always recommend these
services to users in preference to OpenDOAR Content Search.
Feel free to post my reply to your blog as comments. With a bit of luck
Google will see them and take the necessary remedial action.
Regards
Peter Millington
SHERPA Technical Development Officer
Greenfield Medical Library, University of Nottingham, Queen's Medical
Centre, Nottingham, NG7 2UH, England "
http://open-access.net/de/recherche/oasuchmaschinen/
Meine Ausführungen zu Open-Access-Suchen im Juni 2009 wurden ignoriert.
http://archiv.twoday.net/stories/5780759/ (BASE)
http://archiv.twoday.net/stories/5777050/ (PDF-Aufsätze in Schriftenservern)
http://archiv.twoday.net/stories/5776766/ (OpenDOAR)
Zu OpenDOAR heute in INETBIB:
http://www.ub.uni-dortmund.de/listen/inetbib/msg41022.html
Ich halte es nicht für vertretbar, in einer wertenden Zusammenstellung zu verschweigen, dass OpenDOAR in nicht nachvollziehbarer Weise nur eine Auswahl der Google-Treffer bietet.
Suche nach lorch meisterlin ergibt via Google Websuche 23 Treffer
http://www.google.com/search?q=site:www.archive.org+lorch+meisterlin
OpenDOAR: 7 Treffer, ohne dass die Möglichkeit besteht, weitere anzufordern.
Nun betrifft das die Treffer im Internetarchiv, aber eine Phrasen-Suche nach "Heinrich Bebel" zeigt, dass Treffer, die auf der Site Freidok von der Websuche gefunden werden, bei OpenDOAR fehlen (Herding; Mertens, Germania; Graf, Hug u.a.m.)
Antwort von OpenDOAR 25.11.2009
"The problems you describe with OpenDOAR Content Search are unfortunate,
but are shared by all applications that use the Google Custom Search
Engine (CSE). The parallel content search service run by our colleagues
at ROAR (http://roar.eprints.org/index.php?action=google) behaves in
exactly the same way, yielding the same (partial) results.
There are two possible solutions. The first is to get Google to fix the
limitations of the CSE. This is something over which we have little, if
any influence.
The second option would be for us to build our own content database,
although only 67% of the repositories listed in OpenDOAR are harvestable
using OAI-PMH. We do not have the resources to build such a database,
nor do is it something we wish to do. OpenDOAR Content Search is
primarily a demonstration system.
OpenDOAR is intended to help third party services such as BASE and
OAIster with their harvesting, and we would always recommend these
services to users in preference to OpenDOAR Content Search.
Feel free to post my reply to your blog as comments. With a bit of luck
Google will see them and take the necessary remedial action.
Regards
Peter Millington
SHERPA Technical Development Officer
Greenfield Medical Library, University of Nottingham, Queen's Medical
Centre, Nottingham, NG7 2UH, England "
KlausGraf - am Dienstag, 24. November 2009, 15:02 - Rubrik: Open Access
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http://www.aachener-geschichtsverein.de/Online-Beitraege/heinzelmaennchen-hinzenmaeaenchen-roemermaennchen-im-rheinischen-sagenschatz
Neuester der vor allem von Dietmar Kottmann geschriebenen "Online-Beiträge" des Aachener Geschichtsvereins:
http://www.aachener-geschichtsverein.de/online-Beitraege
Neuester der vor allem von Dietmar Kottmann geschriebenen "Online-Beiträge" des Aachener Geschichtsvereins:
http://www.aachener-geschichtsverein.de/online-Beitraege
KlausGraf - am Dienstag, 24. November 2009, 14:42 - Rubrik: Landesgeschichte
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"Für die fachgerechte Reinigung und Wiederherstellung der Bestände des Historischen Archivs benötigt die Stadt Köln mehrere hundert Millionen Euro, auf die Restauratorinnen und Restauratoren wartet Arbeit für Jahrzehnte. Dank der Großzügigkeit von Spenderinnen und Spendern, die eine Patenschaft übernommen haben, konnte das Historische Archiv bereits die ersten Urkunden und Handschriften restaurieren lassen.
Die Stadt Köln stellt die Übernahme solcher Restaurierungspatenschaften nun auf eine breitere Basis. Künftig können sich alle Interessierten auf diese Weise für das Historische Archiv engagieren. Jeder Beitrag ist willkommen, schon mit 5 Euro ist es zum Beispiel möglich, die Archivalien fachgerecht zu verpacken und vor weiteren Schäden zu schützen.
Das digitale Historische Archiv stellt ab Dienstag, 24. November 2009, Urkunden, Akten, Fotos und Plakate ins Internet, die eine Patin oder einen Paten suchen. In den vier Rubriken
Kleine Maßnahmen - große WirkungNoch glimpflich davon gekommen - Schäden bis 1000 Euro Mit Pinsel und Skalpell - "Patienten" mit größeren Schäden Dicke Bretter bohren - Großspenden für Großprojekte findet sich für jeden Geldbeutel und Geschmack das passende Stück.
Bisher haben Feuerwehr, Archivare und freiwillige Helfer etwa 85 Prozent der beim Einsturz des Archivs am 3. März 2009 verschütteten und beschädigten Bestände geborgen. Schon jetzt zeichnet sich ab, dass die Hälfte davon schwere und mittlere Schäden aufweist, 35 Prozent schwerste Schäden davontrugen und nur 15 Prozent lediglich leichte Schäden erlitten haben.
Weitere Information erhalten Sie bei der Archivarin Dr. Letha Böringer, Telefon 0221 / 221-22328 und der Diplom-Restauratorin Rebekka Thalmann, Telefon 0221 / 221-24617, Fax 0221 / 221-22480 oder per E-Mail an: historischesarchiv@stadt-koeln.de
Das digitale Historische Archiv Köln "
Quelle: Pressemitteilung der Stadt Köln
Die Stadt Köln stellt die Übernahme solcher Restaurierungspatenschaften nun auf eine breitere Basis. Künftig können sich alle Interessierten auf diese Weise für das Historische Archiv engagieren. Jeder Beitrag ist willkommen, schon mit 5 Euro ist es zum Beispiel möglich, die Archivalien fachgerecht zu verpacken und vor weiteren Schäden zu schützen.
Das digitale Historische Archiv stellt ab Dienstag, 24. November 2009, Urkunden, Akten, Fotos und Plakate ins Internet, die eine Patin oder einen Paten suchen. In den vier Rubriken
Kleine Maßnahmen - große WirkungNoch glimpflich davon gekommen - Schäden bis 1000 Euro Mit Pinsel und Skalpell - "Patienten" mit größeren Schäden Dicke Bretter bohren - Großspenden für Großprojekte findet sich für jeden Geldbeutel und Geschmack das passende Stück.
Bisher haben Feuerwehr, Archivare und freiwillige Helfer etwa 85 Prozent der beim Einsturz des Archivs am 3. März 2009 verschütteten und beschädigten Bestände geborgen. Schon jetzt zeichnet sich ab, dass die Hälfte davon schwere und mittlere Schäden aufweist, 35 Prozent schwerste Schäden davontrugen und nur 15 Prozent lediglich leichte Schäden erlitten haben.
Weitere Information erhalten Sie bei der Archivarin Dr. Letha Böringer, Telefon 0221 / 221-22328 und der Diplom-Restauratorin Rebekka Thalmann, Telefon 0221 / 221-24617, Fax 0221 / 221-22480 oder per E-Mail an: historischesarchiv@stadt-koeln.de
Das digitale Historische Archiv Köln "
Quelle: Pressemitteilung der Stadt Köln
Wolf Thomas - am Dienstag, 24. November 2009, 10:29 - Rubrik: Kommunalarchive
Über die Qualität der Internetinhalte zu streiten, ist müßig. Joseph Weizenbaum hat es wohl am treffendsten ausgedrückt – “Das Internet ist ein großer Misthaufen, in dem man allerdings auch kleine Schätze und Perlen finden kann.” Um diese kleinen Schätze und Perlen zu finden, muss man allerdings über eine gewisse Medienkompetenz verfügen. Wenn sich Schirrmacher über die Belanglosigkeiten und die Irrelevanz der meisten Netzinhalte aufregt, so sollte er wohl zunächst einmal seinen eigenen Umgang mit dem Netz einer kritischen Überprüfung unterziehen. Das Netz macht die Menschen nicht klüger – diese Position vertreten wohl allenfalls noch die Fundamentalisten der Digitalen Revolution. Im Netz kann der einzelne Mensch jedoch Wissen finden, er muss allerdings eine gehörige Portion Medienkompetenz mitbringen und auch auf dem speziellen Wissensfeld bereits über ein solides Vorwissen verfügen. Das Internet ist nichts für Anfänger, aber für Profis, die dieses Werkzeug beherrschen, kann es eine schier unendliche Quelle des Wissens sein.
http://www.spiegelfechter.com/wordpress/1247/schirrmacher_payback über Schirrmachers "Payback"
http://www.spiegelfechter.com/wordpress/1247/schirrmacher_payback über Schirrmachers "Payback"
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KlausGraf - am Montag, 23. November 2009, 23:30 - Rubrik: Digitale Bibliotheken
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KlausGraf - am Montag, 23. November 2009, 23:28 - Rubrik: Internationale Aspekte
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KlausGraf - am Montag, 23. November 2009, 23:23 - Rubrik: Digitale Bibliotheken
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After a long process of analysis and consultations with experts, scientific editors and members of the Advisory Committee of the SciELO Brasil collection, the Creative Commons (CC) Licensing, with the minimum standard "Attribution – Non-commercial Use" (CC-BY-NC) was formally adopted by the SciELO collection for all of its content, and with the possibility for the editors to adopt the BY license with broader attribution.
bvsalud.org

bvsalud.org

KlausGraf - am Montag, 23. November 2009, 23:08 - Rubrik: English Corner
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Nicht nur die deutschsprachige Version steht in der Kritik:
http://ascii.textfiles.com/archives/808
http://online.wsj.com/article/SB125893981183759969.html
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Autorenschwund-bei-Wikipedia-866881.html
http://ascii.textfiles.com/archives/808
http://online.wsj.com/article/SB125893981183759969.html
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Autorenschwund-bei-Wikipedia-866881.html
KlausGraf - am Montag, 23. November 2009, 22:47 - Rubrik: Archivrecht
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KlausGraf - am Montag, 23. November 2009, 22:35 - Rubrik: Landesgeschichte
Dieses mal war Google Books recht schnell. Ende September in der Bayrischen Staatsbibliotek digitalisiert und jetzt schon Online. Samuel Lenz Stiftshistorie von Havelberg 1750 Weiterhin ist auch die Stiftshistorie von Brandenburg online.
Weitere Stiftshistorien von Samuel Lenz sind digitalisiert worden und demnächst online.
Diese seltnen Werke sind für die Geschichts- und Heimatforscher eine Bereicherung. Hier mal einen großen Dank an die Bayerische Staatsbibliothek und natürlich auch mal an Google Books, dass diese Werke jetzt einer breiten Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt wurden.

Weitere Stiftshistorien von Samuel Lenz sind digitalisiert worden und demnächst online.
Diese seltnen Werke sind für die Geschichts- und Heimatforscher eine Bereicherung. Hier mal einen großen Dank an die Bayerische Staatsbibliothek und natürlich auch mal an Google Books, dass diese Werke jetzt einer breiten Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt wurden.

Fregu - am Montag, 23. November 2009, 22:07 - Rubrik: Digitale Bibliotheken
Michael Bärmann: Der Verfasser des Buches der Beispiele als Entrepreneur? Neuaufgefundene Lebenszeugnisse zu Antonius von Pforr, in: Daphnis 37 (2008) , S. 381-408 [noch nicht gedruckt ausgeliefert, zugänglich vorab elektronisch bei Ingenta]
Abstract
"In den Colmarer Archives départementales du Haut-Rhin sind verschiedene historische
Quellen aufgetaucht, denen u. a. zu entnehmen ist, dass Antonius von Pforr
und dessen Brüder bereits lange vor der Entstehung des Buches der Beispiele in
einem Dienstverhältnis zum Haus Württemberg standen. Zu diesem überraschenden
Befund gesellt sich das Kuriosum, dass die Pforr-Brüder dank einer Schenkung
seitens der württembergischen Grafen vor den Toren Breisachs offensichtlich
eine Sägemühle betrieben, die sich aufgrund eines differenzierten Vertragswerkes
als eine Art ‘Joint Venture’ mit weiteren unternehmerisch innovativen Personen
aus der näheren und weiteren Umgebung Breisachs deuten lässt."
Aus Colmar, Archives départementales du Haut-Rhin, E 175 (Pergamenturkunde) teilt Bärmann einen neuen Beleg für Graf Heinrich von Württemberg mit (S. 396-398):
"Am 16. Oktober des Jahres 1482 (“geben vff mitwoch sant gallen tag”) stellt Wilhelm von Rappoltstein eine Urkunde aus, in deren Mittelpunkt die Beilegung eines Rechtsstreits steht. Als Kontrahenten dieser Auseinandersetzung werden zum einen die “cläger” Anton, Hans Wernher und Gervasius von Pforr, andererseits Graf Heinrich von Württemberg und Mömpelgard aufgeführt, wobei letzterer durch insgesamt vier württembergische Räte, namentlich durch den Hofmeister Wolf von Tachenhusen, den Kanzler Romanus Eberlin, den Schaffner Jörg von Tieffenbach sowie durch Johannes Huckler, der als Stadtschreiber von Reichenweier Erwähnung findet, vertreten wird".
Bärmann widmet Heinrich und seiner literarischen Tätigkeit einen langen Exkurs S. 400-4078, der sich vor allem auf meine Studie stützt. Kurioserweise entgeht ihm Heinzers Beitrag, der seit 2006 in der Wikipedia in der Vortragsfassung von 2004 und seit einiger Zeit auch in der Druckfassung von 2006 verlinkt ist.
Klaus Graf: Graf Heinrich von Württemberg († 1519) - Aspekte eines ungewöhnlichen Fürstenlebens. In: Sönke Lorenz, Peter Rückert (Hrsg.): Württemberg und Mömpelgard 600 Jahre Begegnung. Montbéliard - Wurtemberg 600 Ans de Relations. (Schriften zur Südwestdeutschen Landeskunde 26), Leinfelden-Echterdingen 1999, Seite 107-120
http://www.histsem.uni-freiburg.de/mertens/graf/heinr.htm
Felix Heinzer: Heinrich von Württemberg und Eberhard im Bart: zwei Fürsten im Spiegel ihrer Bücher. In: Peter Rückert (Hrsg.): Der württembergische Hof im 15. Jahrhundert: Beiträge einer Vortragsreihe des Arbeitskreises für Landes- und Ortsgeschichte, Stuttgart. Kohlhammer-Verlag Stuttgart 2006, Seite 149-163
http://www.freidok.uni-freiburg.de/volltexte/4460
Abgesehen von einigen fleißigen Literaturnachträgen zu den Büchern Heinrichs hat Bärmann (anders als Heinzer) nichts Neues zu Heinrichs literarischer Tätigkeit zu bieten.
Bärmann hätte erwähnen sollen, dass das Briefpaar im HStA Stuttgart A 602 Nr. 519c seit einigen Jahren digitalisiert vorliegt:
http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=1-24894-1
In der gleichen Akte befinden sich auch die in Anm. 60 erwähnten Reuchlin-Briefe.
S. 403f. zum stammbuchartigen 'Königssteiner Liederbuch', Berlin mgq 719:
http://www.handschriftencensus.de/4499
S. 404f. zu Stuttgart, Württembergische Landesbibliothek, Cod. med. et phys. 2° 14:
http://www.handschriftencensus.de/14658
S. 405f. zu Stuttgart, Württembergische Landesbibliothek, Cod. hist. quart. 10:
http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/content/pageview/265132
Ich bemerke, dass man geneigt sein könnte, bei einer Suche in Google Book Search nach Graf Heinrich von Württemberg den alten Aufsatz von Heyd zu vermissen. Dieser ist indes durchaus dort präsent:
Ludwig Friedrich Heyd, Graf Heinrich zu Württemberg, Dr., Coadjutor des Erzbisthums Mainz, in: Studien der evangelischen Geistlichkeit Wirtembergs 4 H. 2, Stuttgart 1832, S. 163-184
http://books.google.de/books?id=X9QrAAAAYAAJ&pg=RA3-PA163
Heyd teilt S. 181-184 einiges aus dem Inhalt dieser Hs. mit.
Zu den zwei Stuttgarter Inkunabeln (es waren ursprünglich drei, ein Lirer-Druck wurde als DUBLETTE verkauft und befindet sich heute in New Haven, Yale University) siehe INKA:
http://www.inka.uni-tuebingen.de/
Ziemlich sinnfrei ist, dass Yale inzwischen das Bild des Einbands der Lirer-Chronik aus der allgemein zugänglichen Bilddatenbank entfernt hat!
Übrigens widmete Karl Theodor Griesinger Heinrich 1860 einen zweibändigen historischen Roman, der online lesbar ist:
http://books.google.de/books?id=1bM6AAAAcAAJ
http://books.google.de/books?id=4rM6AAAAcAAJ

Bild aus Sattlers Graven
http://www.archive.org/stream/allgemeinegeschi04satt#page/n61/mode/2up
Abstract
"In den Colmarer Archives départementales du Haut-Rhin sind verschiedene historische
Quellen aufgetaucht, denen u. a. zu entnehmen ist, dass Antonius von Pforr
und dessen Brüder bereits lange vor der Entstehung des Buches der Beispiele in
einem Dienstverhältnis zum Haus Württemberg standen. Zu diesem überraschenden
Befund gesellt sich das Kuriosum, dass die Pforr-Brüder dank einer Schenkung
seitens der württembergischen Grafen vor den Toren Breisachs offensichtlich
eine Sägemühle betrieben, die sich aufgrund eines differenzierten Vertragswerkes
als eine Art ‘Joint Venture’ mit weiteren unternehmerisch innovativen Personen
aus der näheren und weiteren Umgebung Breisachs deuten lässt."
Aus Colmar, Archives départementales du Haut-Rhin, E 175 (Pergamenturkunde) teilt Bärmann einen neuen Beleg für Graf Heinrich von Württemberg mit (S. 396-398):
"Am 16. Oktober des Jahres 1482 (“geben vff mitwoch sant gallen tag”) stellt Wilhelm von Rappoltstein eine Urkunde aus, in deren Mittelpunkt die Beilegung eines Rechtsstreits steht. Als Kontrahenten dieser Auseinandersetzung werden zum einen die “cläger” Anton, Hans Wernher und Gervasius von Pforr, andererseits Graf Heinrich von Württemberg und Mömpelgard aufgeführt, wobei letzterer durch insgesamt vier württembergische Räte, namentlich durch den Hofmeister Wolf von Tachenhusen, den Kanzler Romanus Eberlin, den Schaffner Jörg von Tieffenbach sowie durch Johannes Huckler, der als Stadtschreiber von Reichenweier Erwähnung findet, vertreten wird".
Bärmann widmet Heinrich und seiner literarischen Tätigkeit einen langen Exkurs S. 400-4078, der sich vor allem auf meine Studie stützt. Kurioserweise entgeht ihm Heinzers Beitrag, der seit 2006 in der Wikipedia in der Vortragsfassung von 2004 und seit einiger Zeit auch in der Druckfassung von 2006 verlinkt ist.
Klaus Graf: Graf Heinrich von Württemberg († 1519) - Aspekte eines ungewöhnlichen Fürstenlebens. In: Sönke Lorenz, Peter Rückert (Hrsg.): Württemberg und Mömpelgard 600 Jahre Begegnung. Montbéliard - Wurtemberg 600 Ans de Relations. (Schriften zur Südwestdeutschen Landeskunde 26), Leinfelden-Echterdingen 1999, Seite 107-120
http://www.histsem.uni-freiburg.de/mertens/graf/heinr.htm
Felix Heinzer: Heinrich von Württemberg und Eberhard im Bart: zwei Fürsten im Spiegel ihrer Bücher. In: Peter Rückert (Hrsg.): Der württembergische Hof im 15. Jahrhundert: Beiträge einer Vortragsreihe des Arbeitskreises für Landes- und Ortsgeschichte, Stuttgart. Kohlhammer-Verlag Stuttgart 2006, Seite 149-163
http://www.freidok.uni-freiburg.de/volltexte/4460
Abgesehen von einigen fleißigen Literaturnachträgen zu den Büchern Heinrichs hat Bärmann (anders als Heinzer) nichts Neues zu Heinrichs literarischer Tätigkeit zu bieten.
Bärmann hätte erwähnen sollen, dass das Briefpaar im HStA Stuttgart A 602 Nr. 519c seit einigen Jahren digitalisiert vorliegt:
http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=1-24894-1
In der gleichen Akte befinden sich auch die in Anm. 60 erwähnten Reuchlin-Briefe.
S. 403f. zum stammbuchartigen 'Königssteiner Liederbuch', Berlin mgq 719:
http://www.handschriftencensus.de/4499
S. 404f. zu Stuttgart, Württembergische Landesbibliothek, Cod. med. et phys. 2° 14:
http://www.handschriftencensus.de/14658
S. 405f. zu Stuttgart, Württembergische Landesbibliothek, Cod. hist. quart. 10:
http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/content/pageview/265132
Ich bemerke, dass man geneigt sein könnte, bei einer Suche in Google Book Search nach Graf Heinrich von Württemberg den alten Aufsatz von Heyd zu vermissen. Dieser ist indes durchaus dort präsent:
Ludwig Friedrich Heyd, Graf Heinrich zu Württemberg, Dr., Coadjutor des Erzbisthums Mainz, in: Studien der evangelischen Geistlichkeit Wirtembergs 4 H. 2, Stuttgart 1832, S. 163-184
http://books.google.de/books?id=X9QrAAAAYAAJ&pg=RA3-PA163
Heyd teilt S. 181-184 einiges aus dem Inhalt dieser Hs. mit.
Zu den zwei Stuttgarter Inkunabeln (es waren ursprünglich drei, ein Lirer-Druck wurde als DUBLETTE verkauft und befindet sich heute in New Haven, Yale University) siehe INKA:
http://www.inka.uni-tuebingen.de/
Ziemlich sinnfrei ist, dass Yale inzwischen das Bild des Einbands der Lirer-Chronik aus der allgemein zugänglichen Bilddatenbank entfernt hat!
Übrigens widmete Karl Theodor Griesinger Heinrich 1860 einen zweibändigen historischen Roman, der online lesbar ist:
http://books.google.de/books?id=1bM6AAAAcAAJ
http://books.google.de/books?id=4rM6AAAAcAAJ
Bild aus Sattlers Graven
http://www.archive.org/stream/allgemeinegeschi04satt#page/n61/mode/2up
KlausGraf - am Montag, 23. November 2009, 19:53 - Rubrik: Landesgeschichte
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Subjektiv muss ich diese Frage bejahen. Zwei Selbsttötungen in meinem Marburger Kurs sowie kürzlich ein weiterer Todesfall, dessen Umstände noch nicht geklärt sind, haben mich dazu veranlasst diese Titel-Frage zu stellen.
Viele weitere Fragen schließen sich an:
Gibt es vergleicbare, subjektive Wahrnehmungen?
Ist unser Beruf ein Risiko? Oder:
Wählen entsprechend disponierte Menschen häufiger unseren Beruf?
Exisitieren arbeitspsychologische Forschungen über die Archivarstätigkeit?
Müssten diese Studien angeregt werden?
Wenn die von mir bemerkten Auffälligkeiten keine Singularität, sondern eine Tendenz darstellen, was ist zu tun?
Vor allem: wer sollte es tun? Der Berufsverband? Die Ausbildungsbehörden? Die Fachhochschulen in Marburg oder Potsdam?
Viele weitere Fragen schließen sich an:
Gibt es vergleicbare, subjektive Wahrnehmungen?
Ist unser Beruf ein Risiko? Oder:
Wählen entsprechend disponierte Menschen häufiger unseren Beruf?
Exisitieren arbeitspsychologische Forschungen über die Archivarstätigkeit?
Müssten diese Studien angeregt werden?
Wenn die von mir bemerkten Auffälligkeiten keine Singularität, sondern eine Tendenz darstellen, was ist zu tun?
Vor allem: wer sollte es tun? Der Berufsverband? Die Ausbildungsbehörden? Die Fachhochschulen in Marburg oder Potsdam?
Wolf Thomas - am Montag, 23. November 2009, 19:35 - Rubrik: Wahrnehmung
23. November, 17 Uhr, Domforum: Dr. Johannes Kistenich, Technisches Zentrum des Landesarchivs NRW zu Restaurierung, Digitalisierung und Verfilmung des Archivguts
Wolf Thomas - am Montag, 23. November 2009, 08:52 - Rubrik: Veranstaltungen
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http://www.culture.fr/fr/sections/collections/moteur_collections
chantilly allemand findet 354 Treffer
Europeana nur 125.

chantilly allemand findet 354 Treffer
Europeana nur 125.

KlausGraf - am Montag, 23. November 2009, 02:13 - Rubrik: Digitale Bibliotheken
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http://www.brasiliana.usp.br/
Eine digitale Bibliothek der UB Sao Paulo mit historischen Büchern über Brasilien, darunter auch deutschsprachige.

Eine digitale Bibliothek der UB Sao Paulo mit historischen Büchern über Brasilien, darunter auch deutschsprachige.

KlausGraf - am Sonntag, 22. November 2009, 23:11 - Rubrik: Digitale Bibliotheken
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http://www.inf.uni-konstanz.de/netethicsblog/?p=186
Auszug: Es kann nicht im Interesse der Volkswirtschaft sein, dass einem vergleichsweise doch kleinen Teil der Wirtschaft, wie der Verlagswirtschaft, umfassende Privilegien zugestanden werden, die für den großen Teil der Wirtschaft, der Wissenschaft, des Bildungswesen und der Öffentlichkeit eher Nachteile mit sich bringen. Die Wirtschaft zieht Nutzen aus einem freien Zugriff auf publiziertes Wissen, indem das Reservoir für Innovationen geöffnet bleibt. Wissenschaft und Bildung können ohne die freie Verfügbarkeit über das publizierte Wissen ohnehin nicht leben. Und dass der Öffentlichkeit der Zugriff zu dem Wissen verschlossen sein soll, dessen Produktion sie selber mit Steuermitteln unterstützt hat, kann ohnehin niemand plausibel machen.
Freien Zugriff zum Wissen der Welt hat Google bislang in dem konsequent verfolgten Freeconomics-Modell verfolgt, auch wenn wir mehr und mehr mit anderer Währung (unseren Daten) für die Google-Dienste bezahlen. Es wäre besser, mit Google in Verhandlungen einzutreten, um das Freeconomics-Modell z.B. für Bildung und Wissenschaft weiter garantiert zu bekommen. Anders: Google kann auch mit Werken aus Bildung und Wissenschaft Geld verdienen (wie auch immer), solange der Zugriff auf diese Publikationen nach Open-Access-Prinzipien und unter einer Creative-Commons-Lizenz weiter möglich ist. Ist das nicht ein besserer Weg als zu versuchen, über Klagen Zugeständnisse zu erreichen?
Mein Kommentar:
Jede Internetsuchmaschine funktioniert nach dem Prinzip des "Opt out", denn eine gesetzliche Erlaubnis, fremde Internetseiten in einen eigenen Suchindex aufzunehmen, also zu vervielfältigen, existiert im europäischen Recht NICHT. Siehe dazu auch zu § 44a (S. 93) meine Urheberrechtsfibel. Auch der beliebte Google-Cache ist in Deutschland illegal.
Eine möglichst vollständige Volltexterfassung der gedruckten Überlieferung aller Zeiten zur Eingliederung in einen Suchindex ist von allergrößter Bedeutung für Wissenschaft und die Informationsgesellschaft. Hier den Weg der Einzelvereinbarungen zu gehen verschiebt dieses Ziel nicht zuletzt angesichts der verwaisten Werke auf den St. Nimmerleinstag. Es ist absurd, ein Google-Monopol zu beklagen, wenn niemand anderes gewillt ist, eine vergleichbare Massendigitalisierung durchzuführen. Tölpelhafte Versuche wie die Europeana zeigen, dass Google konkurrenzlos ist.
Ich zitiere nochmals:
Sabine Hüttner [Stipendiatin am Max-Planck-Institut für
Geistiges Eigentum, Wettbewerbs- und Steuerrecht in München, wo sie derzeit promoviert]: Die "Google Buchsuche" im deutsch/amerikanischen Vergleich, in:
Wettbewerb in Recht und Praxis, Heft 2009/04 S. 422-431
Die "Google Buchsuche" bringt einen großen Nutzen für die Allgemeinheit, binnen Sekunden kann jedermann relevante Bücher im Internet finden. Die Abwägung aller Interessen ergibt daher, dass die "opt-out"-Praxis der einzige Weg ist, das ehrgeizige Mammutprojekt von Google umzusetzen. Dass traditionelle, auf einem "opt-in"-System basierende Urheberrecht muss an die Erfordernisse des Informationszeitalters angepasst werden. Der Nutzen für die Allgemeinheit überwiegt in diesem Fall gegenüber den Interessen der Urheber. Diese werden durch die Anzeige von bloßen Buchausschnitten (Snippets) ohnehin nicht übergebührend beeinträchtigt. Meiner Auffassung nach sollte die "opt-out"-Praxis im Rahmen des "Bibliotheksprogramms" daher zulässig sein. [...]
Die Analyse ergibt, dass Google sich in den USA [...] erfolgreich auf das Vorliegen von fair use hätte berufen kann. Das "Bibliotheksprogramm" wäre in den USA demnach nicht urheberrechtswidrig. [...]
In diesem Fall sollte die Interessenabwägung zugunsten Googles ausgehen. Heutzutage werden Digitalisierungsprojekte für Bibliotheken unerlässlich. In der Informationsgesellschaft und durch die rasante Entwicklung des Internets suchen Nutzer verstärkt elektronisch verfügbare Datenquellen. Die "Google Buchsuche" als ehrgeizigstes Projekt des weltweit größten Suchmaschinenbetreibers bringt einen enormen Nutzen für die Allgemeinheit. Das gesamte Wissen der Menschheit wird durch die "Google Buchsuche" online verfügbar gemacht. Des Weiteren gibt es für Verlage große Chancen ihre Verkaufszahlen zu erhöhen, da auf der Suchergebnisseite auch links für Bestell- und Ausleihmöglichkeiten zu finden sind. Zudem gibt es auch viele urheberrechtlich geschützte Bücher in den Bibliotheken, die nicht mehr lieferbar sind bzw. Bücher, die man über andere Wege nicht mehr auffinden kann. Daher ist es im Interesse der Urheber und Verlage, wenn ihre Bücher gefunden werden. Außerdem läuft alles was nicht im Internet verfügbar ist, Gefahr irgendwann nicht mehr wahrgenommen zu werden. Zudem müssen die mit Google kooperierenden Bibliotheken für die Digitalisierung ihrer Bestände nicht selbst aufkommen. Das ist ein großer Vorteil, da die Bibliotheken sich die hohen Digitalisierungskosten selbst nicht leisten könnten. [...]
Langfristig gesehen sollte darüber nachgedacht werden für Europa eine Europäische fair use Ausnahme zu schaffen, durch die das "Bibliotheksprogramm" in Europa gerechtfertigt werden könnte. Als die nationalen Urhebergesetze geschaffen worden, hat man sich die Neuentwicklungen im Informationszeitalter noch nicht vorstellen können. Das deutsche Urhebergesetz aus dem Jahre 1965 ist auch relativ starr geregelt und enthält sehr konkrete Schrankenbestimmungen. Diese berücksichtigen jedoch neue technische Entwicklungen, insbesondere im Bereich des Internetrechts, nicht. Daher ist auch das "Bibliotheksprogramm" in Deutschland rechtswidrig. Eine Anpassung an das digitale Zeitalter und die Belange der Informationsgesellschaft ist daher notwendig. Damit der technische Fortschritt in Europa nicht behindert wird und Anbetrachts des großen Nutzens des "Bibliotheksprogramms", sollte daher eine Europäische fair use Ausnahme geschaffen werden.
http://archiv.twoday.net/stories/5715357/
Auszug: Es kann nicht im Interesse der Volkswirtschaft sein, dass einem vergleichsweise doch kleinen Teil der Wirtschaft, wie der Verlagswirtschaft, umfassende Privilegien zugestanden werden, die für den großen Teil der Wirtschaft, der Wissenschaft, des Bildungswesen und der Öffentlichkeit eher Nachteile mit sich bringen. Die Wirtschaft zieht Nutzen aus einem freien Zugriff auf publiziertes Wissen, indem das Reservoir für Innovationen geöffnet bleibt. Wissenschaft und Bildung können ohne die freie Verfügbarkeit über das publizierte Wissen ohnehin nicht leben. Und dass der Öffentlichkeit der Zugriff zu dem Wissen verschlossen sein soll, dessen Produktion sie selber mit Steuermitteln unterstützt hat, kann ohnehin niemand plausibel machen.
Freien Zugriff zum Wissen der Welt hat Google bislang in dem konsequent verfolgten Freeconomics-Modell verfolgt, auch wenn wir mehr und mehr mit anderer Währung (unseren Daten) für die Google-Dienste bezahlen. Es wäre besser, mit Google in Verhandlungen einzutreten, um das Freeconomics-Modell z.B. für Bildung und Wissenschaft weiter garantiert zu bekommen. Anders: Google kann auch mit Werken aus Bildung und Wissenschaft Geld verdienen (wie auch immer), solange der Zugriff auf diese Publikationen nach Open-Access-Prinzipien und unter einer Creative-Commons-Lizenz weiter möglich ist. Ist das nicht ein besserer Weg als zu versuchen, über Klagen Zugeständnisse zu erreichen?
Mein Kommentar:
Jede Internetsuchmaschine funktioniert nach dem Prinzip des "Opt out", denn eine gesetzliche Erlaubnis, fremde Internetseiten in einen eigenen Suchindex aufzunehmen, also zu vervielfältigen, existiert im europäischen Recht NICHT. Siehe dazu auch zu § 44a (S. 93) meine Urheberrechtsfibel. Auch der beliebte Google-Cache ist in Deutschland illegal.
Eine möglichst vollständige Volltexterfassung der gedruckten Überlieferung aller Zeiten zur Eingliederung in einen Suchindex ist von allergrößter Bedeutung für Wissenschaft und die Informationsgesellschaft. Hier den Weg der Einzelvereinbarungen zu gehen verschiebt dieses Ziel nicht zuletzt angesichts der verwaisten Werke auf den St. Nimmerleinstag. Es ist absurd, ein Google-Monopol zu beklagen, wenn niemand anderes gewillt ist, eine vergleichbare Massendigitalisierung durchzuführen. Tölpelhafte Versuche wie die Europeana zeigen, dass Google konkurrenzlos ist.
Ich zitiere nochmals:
Sabine Hüttner [Stipendiatin am Max-Planck-Institut für
Geistiges Eigentum, Wettbewerbs- und Steuerrecht in München, wo sie derzeit promoviert]: Die "Google Buchsuche" im deutsch/amerikanischen Vergleich, in:
Wettbewerb in Recht und Praxis, Heft 2009/04 S. 422-431
Die "Google Buchsuche" bringt einen großen Nutzen für die Allgemeinheit, binnen Sekunden kann jedermann relevante Bücher im Internet finden. Die Abwägung aller Interessen ergibt daher, dass die "opt-out"-Praxis der einzige Weg ist, das ehrgeizige Mammutprojekt von Google umzusetzen. Dass traditionelle, auf einem "opt-in"-System basierende Urheberrecht muss an die Erfordernisse des Informationszeitalters angepasst werden. Der Nutzen für die Allgemeinheit überwiegt in diesem Fall gegenüber den Interessen der Urheber. Diese werden durch die Anzeige von bloßen Buchausschnitten (Snippets) ohnehin nicht übergebührend beeinträchtigt. Meiner Auffassung nach sollte die "opt-out"-Praxis im Rahmen des "Bibliotheksprogramms" daher zulässig sein. [...]
Die Analyse ergibt, dass Google sich in den USA [...] erfolgreich auf das Vorliegen von fair use hätte berufen kann. Das "Bibliotheksprogramm" wäre in den USA demnach nicht urheberrechtswidrig. [...]
In diesem Fall sollte die Interessenabwägung zugunsten Googles ausgehen. Heutzutage werden Digitalisierungsprojekte für Bibliotheken unerlässlich. In der Informationsgesellschaft und durch die rasante Entwicklung des Internets suchen Nutzer verstärkt elektronisch verfügbare Datenquellen. Die "Google Buchsuche" als ehrgeizigstes Projekt des weltweit größten Suchmaschinenbetreibers bringt einen enormen Nutzen für die Allgemeinheit. Das gesamte Wissen der Menschheit wird durch die "Google Buchsuche" online verfügbar gemacht. Des Weiteren gibt es für Verlage große Chancen ihre Verkaufszahlen zu erhöhen, da auf der Suchergebnisseite auch links für Bestell- und Ausleihmöglichkeiten zu finden sind. Zudem gibt es auch viele urheberrechtlich geschützte Bücher in den Bibliotheken, die nicht mehr lieferbar sind bzw. Bücher, die man über andere Wege nicht mehr auffinden kann. Daher ist es im Interesse der Urheber und Verlage, wenn ihre Bücher gefunden werden. Außerdem läuft alles was nicht im Internet verfügbar ist, Gefahr irgendwann nicht mehr wahrgenommen zu werden. Zudem müssen die mit Google kooperierenden Bibliotheken für die Digitalisierung ihrer Bestände nicht selbst aufkommen. Das ist ein großer Vorteil, da die Bibliotheken sich die hohen Digitalisierungskosten selbst nicht leisten könnten. [...]
Langfristig gesehen sollte darüber nachgedacht werden für Europa eine Europäische fair use Ausnahme zu schaffen, durch die das "Bibliotheksprogramm" in Europa gerechtfertigt werden könnte. Als die nationalen Urhebergesetze geschaffen worden, hat man sich die Neuentwicklungen im Informationszeitalter noch nicht vorstellen können. Das deutsche Urhebergesetz aus dem Jahre 1965 ist auch relativ starr geregelt und enthält sehr konkrete Schrankenbestimmungen. Diese berücksichtigen jedoch neue technische Entwicklungen, insbesondere im Bereich des Internetrechts, nicht. Daher ist auch das "Bibliotheksprogramm" in Deutschland rechtswidrig. Eine Anpassung an das digitale Zeitalter und die Belange der Informationsgesellschaft ist daher notwendig. Damit der technische Fortschritt in Europa nicht behindert wird und Anbetrachts des großen Nutzens des "Bibliotheksprogramms", sollte daher eine Europäische fair use Ausnahme geschaffen werden.
http://archiv.twoday.net/stories/5715357/
KlausGraf - am Sonntag, 22. November 2009, 21:25 - Rubrik: Archivrecht
KlausGraf - am Sonntag, 22. November 2009, 17:23 - Rubrik: Fotoueberlieferung
http://opendotdotdot.blogspot.com/2009/11/british-librarys-bitter-digital.html
Gleiches gilt auch für die Angebote des Nationalarchivs.
Gleiches gilt auch für die Angebote des Nationalarchivs.
KlausGraf - am Sonntag, 22. November 2009, 17:16 - Rubrik: Open Access
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http://www.mopo.de/2009/20091121/hamburg/panorama/schaemen_sie_sich_nicht.html
Vor drei Wochen waren am Gebäude des ehemaligen KZ Spaldingstraße zwei Tafeln eingeweiht worden, die an 800 KZ-Häftlinge erinnern, die dort ums Leben kamen. Ein offizieller Festakt. Schon wenige Tage später ließ der Eigentümer, die Immobilienfirma IVG, sie wieder demontieren und einem dunklen Hinterhof verstecken, der ausdrücklich nicht betreten werden darf. Die Gedenktafeln seien "geschäftsschädigend", so lautet die Begründung. Ein Skandal.
Vor drei Wochen waren am Gebäude des ehemaligen KZ Spaldingstraße zwei Tafeln eingeweiht worden, die an 800 KZ-Häftlinge erinnern, die dort ums Leben kamen. Ein offizieller Festakt. Schon wenige Tage später ließ der Eigentümer, die Immobilienfirma IVG, sie wieder demontieren und einem dunklen Hinterhof verstecken, der ausdrücklich nicht betreten werden darf. Die Gedenktafeln seien "geschäftsschädigend", so lautet die Begründung. Ein Skandal.
KlausGraf - am Sonntag, 22. November 2009, 17:11 - Rubrik: Landesgeschichte
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http://bibliodyssey.blogspot.com/2009/11/meet-fuggers.html

Siehe schon http://archiv.twoday.net/stories/6024087/

Siehe schon http://archiv.twoday.net/stories/6024087/
KlausGraf - am Sonntag, 22. November 2009, 17:05 - Rubrik: English Corner
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Frisch digitalisiert:
http://resolver.sub.uni-goettingen.de/purl?PPN600907821
Johann Carl Tutenberg's Unterhaltende Betrachtung der Himmelskörper, oder des großen Weltall's; für Kinder. Ein Beitrag zur angenehmern wissenschaftlichen Lectüre; Nebst einer Vorerinnerung des Herrn Hofrath’s Kästner.
Mit zwey Kupfern. Göttingen, bey Johann Christian Dieterich. 1782. – XVIII, 492 S. Mit 2 Faltkupfern mit astronomischen Figuren von Martin Medarus Thoenert.
Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen
Erster Teil eines auf mehrere Bände konzipierten Werks zur Astronomie. Der Lehrstoff über die Himmelskörper wird im Rahmen eines familiären Gespräches präsentiert. Im Haus eines reichen Kaufmanns führt ein Onkel mit seinen Neffen und seiner Nichte sowie deren Gefährten Abendunterhaltungen über Geschichten aus der Bibel. Den Kindern werden naturwissenschaftliche Phänomene erklärt und auch durch einfache Versuche untermauert. Physikalische und astronomische Sachverhalte sind dem kindlichen Verständnis entsprechend dargelegt. Tutenberg war laut Vorwort ein Schüler des Göttinger Mathematikprofessors Abraham Gotthelf Kästner. Der Autor widmete das Buch Friederike Henriette Wilhelmine und Jeanette Louise Georgine Heyne, den Kindern von Christian Gottlob Heyne, u.a. Professor für klassische Philologie und Leiter der Göttinger Universitätsbibliothek. (W.V./A.B.)
Beschreibung: Katalognr. 124 aus
Nützliches Vergnügen
Kinder- und Jugendbücher der Aufklärungszeit aus dem Bestand der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen und der Vordemann-Sammlung. Ausstellungskatalog. Herausgegeben von Elmar Mittler und Wolfgang Wangerin. - Göttingen 2004. - (Ausstellung in der Paulinerkirche vom 5. 12. 2004–20. 2. 2005) - ISBN 3-930457-65-2.
http://webdoc.sub.gwdg.de/ebook/fk/gbs/gbs_29.pdf
Eine ätzende zeitgenössische Rezension von Albrecht Georg Walch (1736-1822), Phil. et Math. Prof. et Gymnas. Rector in Schleusingen, findet sich in: ADB 53.1783, 164-168
http://www.ub.uni-bielefeld.de/cgi-bin/navtif.cgi?pfad=/diglib/aufkl/adb/254832&seite=00000173.TIF&scale=8
http://resolver.sub.uni-goettingen.de/purl?PPN600907821
Johann Carl Tutenberg's Unterhaltende Betrachtung der Himmelskörper, oder des großen Weltall's; für Kinder. Ein Beitrag zur angenehmern wissenschaftlichen Lectüre; Nebst einer Vorerinnerung des Herrn Hofrath’s Kästner.
Mit zwey Kupfern. Göttingen, bey Johann Christian Dieterich. 1782. – XVIII, 492 S. Mit 2 Faltkupfern mit astronomischen Figuren von Martin Medarus Thoenert.
Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen
Erster Teil eines auf mehrere Bände konzipierten Werks zur Astronomie. Der Lehrstoff über die Himmelskörper wird im Rahmen eines familiären Gespräches präsentiert. Im Haus eines reichen Kaufmanns führt ein Onkel mit seinen Neffen und seiner Nichte sowie deren Gefährten Abendunterhaltungen über Geschichten aus der Bibel. Den Kindern werden naturwissenschaftliche Phänomene erklärt und auch durch einfache Versuche untermauert. Physikalische und astronomische Sachverhalte sind dem kindlichen Verständnis entsprechend dargelegt. Tutenberg war laut Vorwort ein Schüler des Göttinger Mathematikprofessors Abraham Gotthelf Kästner. Der Autor widmete das Buch Friederike Henriette Wilhelmine und Jeanette Louise Georgine Heyne, den Kindern von Christian Gottlob Heyne, u.a. Professor für klassische Philologie und Leiter der Göttinger Universitätsbibliothek. (W.V./A.B.)
Beschreibung: Katalognr. 124 aus
Nützliches Vergnügen
Kinder- und Jugendbücher der Aufklärungszeit aus dem Bestand der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen und der Vordemann-Sammlung. Ausstellungskatalog. Herausgegeben von Elmar Mittler und Wolfgang Wangerin. - Göttingen 2004. - (Ausstellung in der Paulinerkirche vom 5. 12. 2004–20. 2. 2005) - ISBN 3-930457-65-2.
http://webdoc.sub.gwdg.de/ebook/fk/gbs/gbs_29.pdf
Eine ätzende zeitgenössische Rezension von Albrecht Georg Walch (1736-1822), Phil. et Math. Prof. et Gymnas. Rector in Schleusingen, findet sich in: ADB 53.1783, 164-168
http://www.ub.uni-bielefeld.de/cgi-bin/navtif.cgi?pfad=/diglib/aufkl/adb/254832&seite=00000173.TIF&scale=8
(...) Jeder Besuch oder jede Lection hat nun ihr eigen Exordium - eine Kinderscene, Epistel, Gedicht oder einen andern eingeschobenen Aufsatz, und sie selbst sind ganz dialogisch eingerichtet: der Vortrag des Onkels wird durch Fragen, Einwürfe und andere unmaßgeblichen Gedanken der Kinder unterbrochen. Eine Methode, die wir leider bis zum Ekel in vielen Kinderbüchern gebraucht sehen, und die Hr. T. vielleicht von den kosmologischen Unterhaltungen [Kosmologische Unterhaltungen für die Jugend / Christian Ernst Wünsch - 1780] entlehnt hat : als wenn es nicht auch möglich wäre, eine wissenschaftliche Lehre in dem Grad der Deutlichkeit vorzutragen, daß sie in einem Lesebuch für die Jugend stehen kann, ohne daß man daraus ein Kinderdrama macht. Leichter mag dies letzte freylich seyn; denn um die Schicklichkeit des Dialogs bekümmert man sich soviel nicht, sondern läßt Kinder dociren und disputiren, wie Alte; auch wohl behaglicher für den Verf., der sich seine Arbeit Bogenweise bezahlen läßt, denn die Bogen schwellen dadurch zusehends an, daß es eine Lust ist; aber gewiß nicht für den Käufer und Leser. (...)
BCK - am Sonntag, 22. November 2009, 10:48 - Rubrik: Digitale Bibliotheken
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Hermann Schreyer: Das staatliche Archivwesen der DDR. Ein Überblick, Düsseldorf: Droste Verlag 2008, wird von Klaus A. Lankheit rezensiert und zwar hier: http://www.sehepunkte.de/2009/11/15708.html auf www.sehepunkte.de
Bernd Hüttner - am Sonntag, 22. November 2009, 05:55 - Rubrik: Archivgeschichte
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Wer soviel Geld von Bibliotheken kassiert, sollte vielleicht einige Sekunden über die Benutzbarkeit seines Angebots nachdenken. Jeder Wissenschaftler braucht sofort zu jedem Aufsatz die Metadaten.
Beispiel:
Pfleger, Luzian
Joseph Knepper
in: Historisches Jahrbuch 27 (1906), S. 484-486
Geben wir mal Knepper ein:
Joseph Knepper
Autor: Pfleger, Luzian
Historisches Jahrbuch / Zeitschriftenband 27 / Zeitschriftenheft 2 / Zeitschriftenteil / Nachruf
Auf der ersten Seite des Scans, die man durch Klicken erreicht, werden die Metadaten zugleich reduziert und erweitert:
Joseph Knepper
Historisches Jahrbuch / Zeitschriftenband / Zeitschriftenheft / Zeitschriftenteil / Nachruf
http://resolver.sub.uni-goettingen.de/purl?PPN385984421_0027
Herrschaftssakrament, sind die bibliographischen Daten vielleicht unter "Bibliografische Info" versteckt?
"Strukturtyp: Zeitschrift
Titel: Historisches Jahrbuch
Verlag: Alber
Schlagworte: histja
Fachgebiete: History
PURL: http://resolver.sub.uni-goettingen.de/purl?PPN385984421
PPN (digital): PPN385984421
PPN (original): PPN129074896
ZDB-ID: 2143296X
ISSN: 0018-2621
Links:
Strukturtyp: Zeitschriftenband
Titel: Historisches Jahrbuch
Band: 27
Herausgeber: Joseph Weiß
Erscheinungsjahr: 1906
Erscheinungsort: München
Verlag: Herder
Fachgebiete: History
Gescannte Seiten: 1.036
PURL: http://resolver.sub.uni-goettingen.de/purl?PPN385984421_0027
PPN (digital): PPN385984421_0027
Links:
Strukturtyp: Zeitschriftenheft
Titel: Historisches Jahrbuch
Band: 2
Gescannte Seiten: 238
Strukturtyp: Zeitschriftenteil
Titel: Nachrichten
Gescannte Seiten: 20
Strukturtyp: Nachruf
Titel: Joseph Knepper
Autor: Luzian Pfleger
Gescannte Seiten: 3"
Wir wissen zwar jetzt den Jahrgang und das Erscheinungsjahr, aber die Anfangs- und Endseite müssen wir den Scans entnehmen.
Die Metadaten stehen nicht über BASE zur Verfügung, da könnte man sich die Angaben rasch zusammenklauben.
"Titel:
Einige Bemerkungen zu dem Diskussionsbeitrag von Johannesmann, Knepper: Plädoyer für eine den affektiven Bereich erfassende politische Bildung
Autor:
Kassner, Peter
Verlag:
Schroedel
Veröffentlicht:
1971-01-01
Dokumentart:
Artikel
Quelle:
Kassner, Peter | Einige Bemerkungen zu dem Diskussionsbeitrag von Johannesmann, Knepper: Plädoyer für eine den affektiven Bereich erfassende politische Bildung | Die Deutsche Schule | 1971 | BAND: 63 | Seite: 582
Sprache:
de
Rechte:
DigiZeitschriften Abonnement ; Juventa
URL:
http://www.digizeitschriften.de/oai2/?436807
Datenlieferant:
DigiZeitschriften: Das deutsche digitale Zeitschriftenarchiv"
Werfen wir zum Vergleich einen Blick auf JSTOR. Bei der Suche nach Joseph Knepper bietet schon die Trefferliste vollständige Metadaten:
Review: [untitled]Review: [untitled]Christopher Silver Reviewed work(s): Greenbelt, Maryland: A Living Legacy of the New Deal by Cathy D. KnepperThe Journal of American History, Vol. 89, No. 4 (Mar., 2003), pp. 1578-1579
Der Autor ist hier verlinkt. Ähnliches kann als selbstverständlicher Standard bei Zeitschriftendigitalisierungsunternehmen gelten. Nur bei DigiZeitschriften muss man für eine simple Zitation lange herumsuchen.
Beispiel:
Pfleger, Luzian
Joseph Knepper
in: Historisches Jahrbuch 27 (1906), S. 484-486
Geben wir mal Knepper ein:
Joseph Knepper
Autor: Pfleger, Luzian
Historisches Jahrbuch / Zeitschriftenband 27 / Zeitschriftenheft 2 / Zeitschriftenteil / Nachruf
Auf der ersten Seite des Scans, die man durch Klicken erreicht, werden die Metadaten zugleich reduziert und erweitert:
Joseph Knepper
Historisches Jahrbuch / Zeitschriftenband / Zeitschriftenheft / Zeitschriftenteil / Nachruf
http://resolver.sub.uni-goettingen.de/purl?PPN385984421_0027
Herrschaftssakrament, sind die bibliographischen Daten vielleicht unter "Bibliografische Info" versteckt?
"Strukturtyp: Zeitschrift
Titel: Historisches Jahrbuch
Verlag: Alber
Schlagworte: histja
Fachgebiete: History
PURL: http://resolver.sub.uni-goettingen.de/purl?PPN385984421
PPN (digital): PPN385984421
PPN (original): PPN129074896
ZDB-ID: 2143296X
ISSN: 0018-2621
Links:
Strukturtyp: Zeitschriftenband
Titel: Historisches Jahrbuch
Band: 27
Herausgeber: Joseph Weiß
Erscheinungsjahr: 1906
Erscheinungsort: München
Verlag: Herder
Fachgebiete: History
Gescannte Seiten: 1.036
PURL: http://resolver.sub.uni-goettingen.de/purl?PPN385984421_0027
PPN (digital): PPN385984421_0027
Links:
Strukturtyp: Zeitschriftenheft
Titel: Historisches Jahrbuch
Band: 2
Gescannte Seiten: 238
Strukturtyp: Zeitschriftenteil
Titel: Nachrichten
Gescannte Seiten: 20
Strukturtyp: Nachruf
Titel: Joseph Knepper
Autor: Luzian Pfleger
Gescannte Seiten: 3"
Wir wissen zwar jetzt den Jahrgang und das Erscheinungsjahr, aber die Anfangs- und Endseite müssen wir den Scans entnehmen.
Die Metadaten stehen nicht über BASE zur Verfügung, da könnte man sich die Angaben rasch zusammenklauben.
"Titel:
Einige Bemerkungen zu dem Diskussionsbeitrag von Johannesmann, Knepper: Plädoyer für eine den affektiven Bereich erfassende politische Bildung
Autor:
Kassner, Peter
Verlag:
Schroedel
Veröffentlicht:
1971-01-01
Dokumentart:
Artikel
Quelle:
Kassner, Peter | Einige Bemerkungen zu dem Diskussionsbeitrag von Johannesmann, Knepper: Plädoyer für eine den affektiven Bereich erfassende politische Bildung | Die Deutsche Schule | 1971 | BAND: 63 | Seite: 582
Sprache:
de
Rechte:
DigiZeitschriften Abonnement ; Juventa
URL:
http://www.digizeitschriften.de/oai2/?436807
Datenlieferant:
DigiZeitschriften: Das deutsche digitale Zeitschriftenarchiv"
Werfen wir zum Vergleich einen Blick auf JSTOR. Bei der Suche nach Joseph Knepper bietet schon die Trefferliste vollständige Metadaten:
Review: [untitled]Review: [untitled]Christopher Silver Reviewed work(s): Greenbelt, Maryland: A Living Legacy of the New Deal by Cathy D. KnepperThe Journal of American History, Vol. 89, No. 4 (Mar., 2003), pp. 1578-1579
Der Autor ist hier verlinkt. Ähnliches kann als selbstverständlicher Standard bei Zeitschriftendigitalisierungsunternehmen gelten. Nur bei DigiZeitschriften muss man für eine simple Zitation lange herumsuchen.
KlausGraf - am Sonntag, 22. November 2009, 00:06 - Rubrik: Digitale Bibliotheken
http://www.swp.de/goeppingen/nachrichten/suedwestumschau/art4319,263297
Der Tübinger Kunsthistoriker Sergiusz Michalski rät dem Land zu beherztem Vorgehen, um den Ausverkauf privaten Kulturguts zu verhindern. Sein Appell richtet sich auch an die Adelshäuser.
Der Professor am Kunsthistorischen Institut der Universität Tübingen schlägt vor, die vom Land vorgesehene hochrangige Expertenkommission, die sich mit den Problemen der Adelsbibliotheken und Kunstsammlungen befassen soll, mit besonderen Befugnissen und mehreren externen Sachverständigen auszustatten. Eine solche Kompetenzerweiterung hält Sergiusz Michalski deshalb für so wichtig, weil die Befugnisse und das Einspruchsrecht der Denkmalpflege - eines wichtigen Beratungsdienstes des Landes - zuletzt systematisch ausgehöhlt worden seien. Eine solchermaßen verstärkte Kommission sollte in Ruhe eine erweiterte Liste von Kulturgütern erstellen, die dem Land, aber auch der deutschen Kultur wichtig wären.
Bisher habe das eingespielte Zusammengehen von verkaufswilligen Adelshäusern und großen britischen Auktionshäusern gekonnt eine Druckkulisse aufgebaut, der die öffentliche Hand und die Kulturbehörden nur wenig entgegensetzen konnten. Statt immer nur von Fall zu Fall zu agieren, wie jetzt bei den Verkaufsangeboten des Fürsten von Waldburg-Wolfegg, sollte sich Baden-Württemberg gezielt ein Instrument schaffen, das es in die Lage versetzte, für die Kultur des Landes unverzichtbare Werke aufzukaufen. Denkbar wäre ein aus Lotto-Mitteln und privaten Stiftungen gespeister Fonds. Zugleich fordert Michalski, die bestehenden Gesetze zum Schutz der Kulturgüter schärfer anzuwenden.
Michalski bedauert angesichts vorgesehener und absehbarer Verkäufe aus Adelsbibliotheken, dass sich die Häuser nicht mehr an ihre traditionelle Selbstverpflichtung zur Kulturbewahrung- und Repräsentation halten. Die alte Maxime "noblesse oblige" sei jungen Adligen offenbar nicht mehr so wichtig. Man verkaufe uralte Handschriften und zerstöre traditionelle Sammlungszusammenhänge um eine Finca auf Mallorca zu kaufen. Bibliotheken zu zerstreuen, die in 500 Jahren gewachsen wären, hält Michalski für eine Kulturschande. Sie erinnere an die rücksichtslose Politik der DDR-Behörden gegenüber ostdeutschen Adelsbibliotheken und kleineren Büchereien.
Ein besonderes Problem bildet seines Erachtens der Fall der in den Jahren 1803 bis 1806 durch Konfiskation von Klosterbibliotheken aufgebauten fürstlichen Bibliotheken. Hier hätten laut Michalski die jetzigen Besitzer eine zusätzliche Verpflichtung gegenüber den Hochleistungen der kirchlichen und monastischen Kultur, die man sich damals ohne viel Federlesens angeeignet habe. Eigentlich hätte man nach 1918 nicht nur - was damals halbherzig geschah - die Kunstsammlungen und Bibliotheken der regierenden Dynastien, sondern mit noch größerer moralischer Berechtigung die Bibliotheken der Säkularisationsgewinnler nationalisieren sollen.
Die Bedeutung der Adelsbibliotheken für die Rekonstruktion der alten Kulturzusammenhänge werde nach wie vor unterschätzt. Der Südwesten verfügt laut Michalski über einzigartige Kostbarkeiten in einer Vielfalt wie nirgendwo sonst in Deutschland. Auch eher kultur- und historienferne Zeitgenossen sollten im postindustriellen Zeitalter die Bedeutung solcher Sammlungen zu würdigen wissen - sie könnten Baden-Württemberg auch in materieller und touristischer Hinsicht große Vorteile verschaffen.
Exakt meine Meinung. Zum Thema hier siehe:
http://archiv.twoday.net/topics/Kulturgut/
Oberschwäbische Adelsbibliotheken (2006) http://eprints.rclis.org/6246/
Adelsbibliotheken in Gefahr (1995, 1997)
http://www.histsem.uni-freiburg.de/mertens/graf/privbib.htm
Fall Donaueschingen:
http://www.histsem.uni-freiburg.de/mertens/graf/don.htm
Der Tübinger Kunsthistoriker Sergiusz Michalski rät dem Land zu beherztem Vorgehen, um den Ausverkauf privaten Kulturguts zu verhindern. Sein Appell richtet sich auch an die Adelshäuser.
Der Professor am Kunsthistorischen Institut der Universität Tübingen schlägt vor, die vom Land vorgesehene hochrangige Expertenkommission, die sich mit den Problemen der Adelsbibliotheken und Kunstsammlungen befassen soll, mit besonderen Befugnissen und mehreren externen Sachverständigen auszustatten. Eine solche Kompetenzerweiterung hält Sergiusz Michalski deshalb für so wichtig, weil die Befugnisse und das Einspruchsrecht der Denkmalpflege - eines wichtigen Beratungsdienstes des Landes - zuletzt systematisch ausgehöhlt worden seien. Eine solchermaßen verstärkte Kommission sollte in Ruhe eine erweiterte Liste von Kulturgütern erstellen, die dem Land, aber auch der deutschen Kultur wichtig wären.
Bisher habe das eingespielte Zusammengehen von verkaufswilligen Adelshäusern und großen britischen Auktionshäusern gekonnt eine Druckkulisse aufgebaut, der die öffentliche Hand und die Kulturbehörden nur wenig entgegensetzen konnten. Statt immer nur von Fall zu Fall zu agieren, wie jetzt bei den Verkaufsangeboten des Fürsten von Waldburg-Wolfegg, sollte sich Baden-Württemberg gezielt ein Instrument schaffen, das es in die Lage versetzte, für die Kultur des Landes unverzichtbare Werke aufzukaufen. Denkbar wäre ein aus Lotto-Mitteln und privaten Stiftungen gespeister Fonds. Zugleich fordert Michalski, die bestehenden Gesetze zum Schutz der Kulturgüter schärfer anzuwenden.
Michalski bedauert angesichts vorgesehener und absehbarer Verkäufe aus Adelsbibliotheken, dass sich die Häuser nicht mehr an ihre traditionelle Selbstverpflichtung zur Kulturbewahrung- und Repräsentation halten. Die alte Maxime "noblesse oblige" sei jungen Adligen offenbar nicht mehr so wichtig. Man verkaufe uralte Handschriften und zerstöre traditionelle Sammlungszusammenhänge um eine Finca auf Mallorca zu kaufen. Bibliotheken zu zerstreuen, die in 500 Jahren gewachsen wären, hält Michalski für eine Kulturschande. Sie erinnere an die rücksichtslose Politik der DDR-Behörden gegenüber ostdeutschen Adelsbibliotheken und kleineren Büchereien.
Ein besonderes Problem bildet seines Erachtens der Fall der in den Jahren 1803 bis 1806 durch Konfiskation von Klosterbibliotheken aufgebauten fürstlichen Bibliotheken. Hier hätten laut Michalski die jetzigen Besitzer eine zusätzliche Verpflichtung gegenüber den Hochleistungen der kirchlichen und monastischen Kultur, die man sich damals ohne viel Federlesens angeeignet habe. Eigentlich hätte man nach 1918 nicht nur - was damals halbherzig geschah - die Kunstsammlungen und Bibliotheken der regierenden Dynastien, sondern mit noch größerer moralischer Berechtigung die Bibliotheken der Säkularisationsgewinnler nationalisieren sollen.
Die Bedeutung der Adelsbibliotheken für die Rekonstruktion der alten Kulturzusammenhänge werde nach wie vor unterschätzt. Der Südwesten verfügt laut Michalski über einzigartige Kostbarkeiten in einer Vielfalt wie nirgendwo sonst in Deutschland. Auch eher kultur- und historienferne Zeitgenossen sollten im postindustriellen Zeitalter die Bedeutung solcher Sammlungen zu würdigen wissen - sie könnten Baden-Württemberg auch in materieller und touristischer Hinsicht große Vorteile verschaffen.
Exakt meine Meinung. Zum Thema hier siehe:
http://archiv.twoday.net/topics/Kulturgut/
Oberschwäbische Adelsbibliotheken (2006) http://eprints.rclis.org/6246/
Adelsbibliotheken in Gefahr (1995, 1997)
http://www.histsem.uni-freiburg.de/mertens/graf/privbib.htm
Fall Donaueschingen:
http://www.histsem.uni-freiburg.de/mertens/graf/don.htm
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Anhoerung-zu-neuem-Google-Books-Vergleich-im-Februar-865535.html
In dem Streit um Googles Buchsuche zwischen dem Suchmaschinenriesen und der Verlagsbranche hat ein US-Bundesrichter den neuen Einigungsvorschlag vorerst gebilligt. Der mit dem Verfahren betraute New Yorker Richter Denny Chin erteilte dem Vorschlag mit einer Anordnung vom Donnerstag seinen vorläufigen Segen und setzte einen neuen Anhörungstermin für den 18. Februar 2010 an. Bis Ende Januar haben interessierte Parteien nun erneut Gelegenheit, zu dem neuen Vergleichsvorschlag Stellung zu nehmen.
In dem Streit um Googles Buchsuche zwischen dem Suchmaschinenriesen und der Verlagsbranche hat ein US-Bundesrichter den neuen Einigungsvorschlag vorerst gebilligt. Der mit dem Verfahren betraute New Yorker Richter Denny Chin erteilte dem Vorschlag mit einer Anordnung vom Donnerstag seinen vorläufigen Segen und setzte einen neuen Anhörungstermin für den 18. Februar 2010 an. Bis Ende Januar haben interessierte Parteien nun erneut Gelegenheit, zu dem neuen Vergleichsvorschlag Stellung zu nehmen.
KlausGraf - am Samstag, 21. November 2009, 00:42 - Rubrik: Digitale Bibliotheken
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KlausGraf - am Samstag, 21. November 2009, 00:41 - Rubrik: Miscellanea
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KlausGraf - am Samstag, 21. November 2009, 00:30 - Rubrik: Archivrecht
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Das Börsenblatt schreibt natürlich von der horrenden Artikelgebühr nichts:
http://www.boersenblatt.net/348178/
Aber es gibt ja noch die Verlagswebsite:
„Open Access“ von Schattauer
Schattauer bietet seinen Zeitschriften-Autoren ab sofort die Möglichkeit, ihre Artikel nach Erscheinen in print bzw. online für alle Nutzer frei zugänglich zu machen. Das akzeptierte Manuskript wird nach Copy-Editing und Satz mit einer DOI-Nummer versehen und auf der Zeitschriften-Homepage frei zugänglich ins Internet gestellt („Open Access“). Parallel dazu erfolgt die Meldung der Artikel-Metadaten an Datenbanken wie Medline/PubMed und die Verlinkung des Artikels mit diesen Datenbanken. Der Artikel ist ab diesem Zeitpunkt weltweit für alle Interessierte im Volltext frei zugänglich.
Um das Subskriptionsmodell der Zeitschriften nicht zu gefährden, muss der nicht unerhebliche Arbeitsaufwand pro Manuskript und die zukünftige dauerhafte Archivierung durch den Verlag über eine Gebühr finanziert werden („Article Processing Charge“, APC), welche dem Autor in Rechnung gestellt wird. Diese Gebühr beträgt für alle Schattauer-Zeitschriften einheitlich 1.630,- € pro Artikel (2.450,- USD für USA). Gutachter der Zeitschrift erhalten 40% Rabatt. Interessierte Autoren wenden sich bitte an die jeweilige Zeitschriftenredaktion.
Für die Nutzung der Artikel gelten die Bestimmungen des deutschen Urheberrechts.
Von dem neuen Modell unberührt bleiben die Copyright-Bestimmungen des Verlages, wonach der Autor die vom Verlag bearbeitete und gesetzte Version seines Artikels frühestens nach einer Embargo-Frist von 12 Monaten auf seine eigene Webseite oder in ein institutionelles Repositorium stellen darf. Die vom Verlag noch unbearbeitete Manuskript-Fassung kann auch schon vor Ablauf der Embargo-Frist ins Netz gestellt werden. In beiden Fällen ist auf die Originalpublikation in der Schattauer-Zeitschrift hinzuweisen und auf diese zu verlinken. schattauer.de
Solche Hybridmodelle sind abzulehnen. Sie sind völlig überteuert (hier 1630 Euro), libre Open Access, also der eigentlich wichtige Open Access, wird zu diesem hohen Preis aber nicht eingekauft. Wer von den Schattauer-Autoren OA will, sollte den grünen Weg wählen und sofort nach Annahme eine Manuskriptfassung in einem Repositorium deponieren und nach der Embargo-Frist die Verlagsfassung.
http://www.boersenblatt.net/348178/
Aber es gibt ja noch die Verlagswebsite:
„Open Access“ von Schattauer
Schattauer bietet seinen Zeitschriften-Autoren ab sofort die Möglichkeit, ihre Artikel nach Erscheinen in print bzw. online für alle Nutzer frei zugänglich zu machen. Das akzeptierte Manuskript wird nach Copy-Editing und Satz mit einer DOI-Nummer versehen und auf der Zeitschriften-Homepage frei zugänglich ins Internet gestellt („Open Access“). Parallel dazu erfolgt die Meldung der Artikel-Metadaten an Datenbanken wie Medline/PubMed und die Verlinkung des Artikels mit diesen Datenbanken. Der Artikel ist ab diesem Zeitpunkt weltweit für alle Interessierte im Volltext frei zugänglich.
Um das Subskriptionsmodell der Zeitschriften nicht zu gefährden, muss der nicht unerhebliche Arbeitsaufwand pro Manuskript und die zukünftige dauerhafte Archivierung durch den Verlag über eine Gebühr finanziert werden („Article Processing Charge“, APC), welche dem Autor in Rechnung gestellt wird. Diese Gebühr beträgt für alle Schattauer-Zeitschriften einheitlich 1.630,- € pro Artikel (2.450,- USD für USA). Gutachter der Zeitschrift erhalten 40% Rabatt. Interessierte Autoren wenden sich bitte an die jeweilige Zeitschriftenredaktion.
Für die Nutzung der Artikel gelten die Bestimmungen des deutschen Urheberrechts.
Von dem neuen Modell unberührt bleiben die Copyright-Bestimmungen des Verlages, wonach der Autor die vom Verlag bearbeitete und gesetzte Version seines Artikels frühestens nach einer Embargo-Frist von 12 Monaten auf seine eigene Webseite oder in ein institutionelles Repositorium stellen darf. Die vom Verlag noch unbearbeitete Manuskript-Fassung kann auch schon vor Ablauf der Embargo-Frist ins Netz gestellt werden. In beiden Fällen ist auf die Originalpublikation in der Schattauer-Zeitschrift hinzuweisen und auf diese zu verlinken. schattauer.de
Solche Hybridmodelle sind abzulehnen. Sie sind völlig überteuert (hier 1630 Euro), libre Open Access, also der eigentlich wichtige Open Access, wird zu diesem hohen Preis aber nicht eingekauft. Wer von den Schattauer-Autoren OA will, sollte den grünen Weg wählen und sofort nach Annahme eine Manuskriptfassung in einem Repositorium deponieren und nach der Embargo-Frist die Verlagsfassung.
KlausGraf - am Samstag, 21. November 2009, 00:23 - Rubrik: Open Access
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Zehn Hochschulen in Deutschland, Österreich und der Schweiz haben im Oktober 2009 vereinbart, im Bereich der Aus- und Weiterbildung in der digitalen Langzeitarchivierung langfristig zusammenzuarbeiten. Koordiniert von der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen (SUB) wollen die Partner ein gemeinsames Curriculum entwickeln, das mit unterschiedlichen Schwerpunkten an Bibliotheken, Archiven und Museen eingesetzt werden kann. Der Kooperationsverbund ist an das bundesweite Kompetenznetzwerk "Langzeitarchivierung "nestor" angebunden, das sich seit dem Jahr 2003 mit Fragen der langfristigen digitalen Archivierung beschäftigt.
Umgesetzt werden könnte das Programm beispielsweise in Form eines gemeinsamen modularen Studiums. Schon jetzt haben die beteiligten Einrichtungen vereinbart, die bei fachlich einschlägigen Lehrveranstaltungen erworbenen Punkte nach dem europaweiten Wertungssystem ECTS gegenseitig anzuerkennen. Die einzelnen Bausteine des Curriculums sollen allen Beteiligten zur Aus- und
Weiterbildung zur Verfügung stehen und sich auf thematische Schwerpunkte wie Technik, Organisation oder Standards der digitalen Langzeitarchivierung konzentrieren. Darüber hinaus werden die Hochschulen aber auch weiterhin gemeinsame Fortbildungen wie die jährlichen "nestor Schools" anbieten.
Im Jahr 2007 hatte die zuvor informelle Zusammenarbeit auf diesem Gebiet erstmals mit einer auf zwei Jahre begrenzten Absichtserklärung von damals acht Partnern einen Rahmen bekommen. Der jetzige Kooperationsverbund besteht neben der SUB aus Einrichtungen der Archivschule Marburg, der Technischen
Universität Wien, der Humboldt-Universität zu Berlin sowie den
Fachhochschulen Köln und Potsdam, der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig und der Hochschule für Technik und Wirtschaft Chur. Die Hochschule Darmstadt und die Hochschule der Medien Stuttgart sind neu hinzugekommen.
Kontaktadresse:
Dr. Heike Neuroth
Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen
Historisches Gebäude, Papendiek 14, 37073 Göttingen
Telefon (0551) 39-3866
E-Mail: neuroth@sub.uni-goettingen.de
Internet: www.sub.uni-goettingen.de
Umgesetzt werden könnte das Programm beispielsweise in Form eines gemeinsamen modularen Studiums. Schon jetzt haben die beteiligten Einrichtungen vereinbart, die bei fachlich einschlägigen Lehrveranstaltungen erworbenen Punkte nach dem europaweiten Wertungssystem ECTS gegenseitig anzuerkennen. Die einzelnen Bausteine des Curriculums sollen allen Beteiligten zur Aus- und
Weiterbildung zur Verfügung stehen und sich auf thematische Schwerpunkte wie Technik, Organisation oder Standards der digitalen Langzeitarchivierung konzentrieren. Darüber hinaus werden die Hochschulen aber auch weiterhin gemeinsame Fortbildungen wie die jährlichen "nestor Schools" anbieten.
Im Jahr 2007 hatte die zuvor informelle Zusammenarbeit auf diesem Gebiet erstmals mit einer auf zwei Jahre begrenzten Absichtserklärung von damals acht Partnern einen Rahmen bekommen. Der jetzige Kooperationsverbund besteht neben der SUB aus Einrichtungen der Archivschule Marburg, der Technischen
Universität Wien, der Humboldt-Universität zu Berlin sowie den
Fachhochschulen Köln und Potsdam, der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig und der Hochschule für Technik und Wirtschaft Chur. Die Hochschule Darmstadt und die Hochschule der Medien Stuttgart sind neu hinzugekommen.
Kontaktadresse:
Dr. Heike Neuroth
Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen
Historisches Gebäude, Papendiek 14, 37073 Göttingen
Telefon (0551) 39-3866
E-Mail: neuroth@sub.uni-goettingen.de
Internet: www.sub.uni-goettingen.de
Wolf Thomas - am Freitag, 20. November 2009, 12:07 - Rubrik: Digitale Unterlagen
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Anzahl Datum Titel Autor
1 65414 17.12.03 Deutsche Drucke des 16. Jahrhunderts im WWW KlausGraf
2 28684 04.09.03 Linkliste Lateinische Texte im Internet KlausGraf
3 22866 20.01.04 Neue Soziale Bewegungen: Archive von unten adi
4 22719 06.03.03 Bildersuchmaschinen KlausGraf
5 18816 15.06.03 Urheberrecht im WWW KlausGraf
6 16910 03.04.03 Deutsche Archivbibliotheken mit Internetkatalogen KlausGraf
7 15735 06.06.07 Vier Prinzen zu Schaumburg-Lippe KlausGraf
8 14587 15.07.05 Finding E-Books KlausGraf
9 14107 31.05.04 Open Access und Edition KlausGraf
10 12758 14.05.05 Fürstenhaus Ysenburg-Büdingen verscherbelt Kulturgut KlausGraf
11 12609 04.04.03 Die geheimen Tagebücher der Nibelungen aus Zwettl KlausGraf
12 12481 14.06.04 Digitalisierte Zeitschriften der Geschichtswissenschaft KlausGraf
13 10819 25.11.05 Du bist Deutschland - ein Foto macht Furore - Bildrechtliches KlausGraf
14 10691 03.03.09 Köln: Historisches Stadtarchiv eingestürzt Wolf Thomas
15 10263 20.11.06 Rechtsfragen von Open Access KlausGraf
16 9861 02.05.03 Übersicht der von Gallica faksimilierten Bände der MGH KlausGraf
17 9704 07.04.04 Reader Elektronisches Publizieren und Open Access KlausGraf
18 9236 12.11.07 Wie geht das mit dem US-Proxy? KlausGraf
19 9012 05.01.07 UB Eichstätt vernichtet Kulturgut KlausGraf
20 8693 28.05.07 Kirchenbücher digital: Evangelische Kirchenarchive planen gnadenlose Abzocke KlausGraf
21 8511 14.03.03 Gefahren durch Schimmelpilze KlausGraf
22 8188 05.01.05 Digitalisierung auf Ein-Euro-Job-Basis KlausGraf
23 8111 12.12.06 Wem gehören die badischen Kroninsignien? KlausGraf
24 7470 24.11.04 Archive auf dem Markt? hochstuhl
25 7184 25.02.08 Armin Schlechter von der Universitätsbibliothek Heidelberg weggemobbt KlausGraf
1 65414 17.12.03 Deutsche Drucke des 16. Jahrhunderts im WWW KlausGraf
2 28684 04.09.03 Linkliste Lateinische Texte im Internet KlausGraf
3 22866 20.01.04 Neue Soziale Bewegungen: Archive von unten adi
4 22719 06.03.03 Bildersuchmaschinen KlausGraf
5 18816 15.06.03 Urheberrecht im WWW KlausGraf
6 16910 03.04.03 Deutsche Archivbibliotheken mit Internetkatalogen KlausGraf
7 15735 06.06.07 Vier Prinzen zu Schaumburg-Lippe KlausGraf
8 14587 15.07.05 Finding E-Books KlausGraf
9 14107 31.05.04 Open Access und Edition KlausGraf
10 12758 14.05.05 Fürstenhaus Ysenburg-Büdingen verscherbelt Kulturgut KlausGraf
11 12609 04.04.03 Die geheimen Tagebücher der Nibelungen aus Zwettl KlausGraf
12 12481 14.06.04 Digitalisierte Zeitschriften der Geschichtswissenschaft KlausGraf
13 10819 25.11.05 Du bist Deutschland - ein Foto macht Furore - Bildrechtliches KlausGraf
14 10691 03.03.09 Köln: Historisches Stadtarchiv eingestürzt Wolf Thomas
15 10263 20.11.06 Rechtsfragen von Open Access KlausGraf
16 9861 02.05.03 Übersicht der von Gallica faksimilierten Bände der MGH KlausGraf
17 9704 07.04.04 Reader Elektronisches Publizieren und Open Access KlausGraf
18 9236 12.11.07 Wie geht das mit dem US-Proxy? KlausGraf
19 9012 05.01.07 UB Eichstätt vernichtet Kulturgut KlausGraf
20 8693 28.05.07 Kirchenbücher digital: Evangelische Kirchenarchive planen gnadenlose Abzocke KlausGraf
21 8511 14.03.03 Gefahren durch Schimmelpilze KlausGraf
22 8188 05.01.05 Digitalisierung auf Ein-Euro-Job-Basis KlausGraf
23 8111 12.12.06 Wem gehören die badischen Kroninsignien? KlausGraf
24 7470 24.11.04 Archive auf dem Markt? hochstuhl
25 7184 25.02.08 Armin Schlechter von der Universitätsbibliothek Heidelberg weggemobbt KlausGraf
KlausGraf - am Freitag, 20. November 2009, 10:43 - Rubrik: Allgemeines
http://www.betriebs-berater.de/magazin/pages/show.php?timer=1258644770&deph=1&id=68227&currPage=1
Twitter-Leser wissen: auch Archivalia wurde dieser Tage (nicht zum ersten Mal) abgemahnt.
Twitter-Leser wissen: auch Archivalia wurde dieser Tage (nicht zum ersten Mal) abgemahnt.
KlausGraf - am Freitag, 20. November 2009, 01:58 - Rubrik: Archivrecht
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KlausGraf - am Freitag, 20. November 2009, 01:02 - Rubrik: English Corner
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Lisa A. Gregory's Master's theses, "The Practice and Perception of Web Archiving in Academic Libraries and Archives," is available from the School of Information and Library Science at the University of North Carolina at Chapel Hill.
http://ils.unc.edu/MSpapers/3480.pdf
http://ils.unc.edu/MSpapers/3480.pdf
KlausGraf - am Freitag, 20. November 2009, 00:42 - Rubrik: English Corner
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http://www.weltwoche.ch/ausgaben/2009-47/artikel-2009-47-behoerden-zensur-im-namen-der-freiheit.html
Volle Zustimmung!
Volle Zustimmung!
KlausGraf - am Freitag, 20. November 2009, 00:33 - Rubrik: Datenschutz
KlausGraf - am Freitag, 20. November 2009, 00:31 - Rubrik: Open Access
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Auf der Versammlung des Fördervereins stellte sich als weiteres Vorstandsmitglied die ehemalige Kölner Stadtkonservatorin Professor Dr. Hiltrud Kier zur Wahl. Sie wird innerhalb des Vorstandes für Öffentlichkeitsarbeit und Mitgliederwerbung zuständig sein. Vielleicht weckt Sie den Verein, der mit jetzt 351 Mitgliedern noch deutlich unter der Schwelle zur vorzeitig angekündigten "Bürgerbewegung" steht.
http://www.stadt-koeln.de/1/presseservice/mitteilungen/2009/03947/
In Ihrem Bericht sprach Archivleiterin Frau Schmidt-Czaia auch über den Standort für Lesesaal und Ausstellungen. Die Stadt ist in Verhandlungen über eine Immobilie am Heumarkt (südlich des Maritim Hotel), die im Mai von einer Rechtsanwaltskanzlei in Richtung Kranhaus Süd verlassen wurde. Der zuvor als Bibliothek genutzte Raum würde sich hervorragend als Ausstellungsraum, mit seiner vollverglasten Straßenfront auch als Schaufenster, nutzen lassen.
Auch mit den notwendigen Arbeits- und Lagerräumen geht es voran. Archivleiterin Frau Schmidt-Czaia erläuterte eindrucksvoll, dass ein solches Gebäude nahezu alle Bedingungen erfüllen muß, die auch für das zukünftige neue Archivgebäude gelten.
"Der Leiter der städtischen Gebäudewirtschaft, Engelbert Rummel, ist zuversichtlich, dass die Stadt noch in diesem Jahr den Mietvertrag über ein vorübergehendes Domizil für das Kölner Stadtarchiv abschließen kann. Es sei nicht einfach gewesen, in Köln eine geeignete Halle zu finden, die den Anforderungen zum Beispiel hinsichtlich der Klimatechnik gerecht wird. Nach Abschluss des Mietvertrages müsse das Gebäude erst noch hergerichtet werden, bevor es dann vom Archiv etwa fünf bis sechs Monate später übernommen werden könne, erklärte Rummel."
http://www.rundschau-online.de/jkr/artikel.jsp?id=1246895336583
Der Leiter der städtischen Gebäudewirtschaft war auch schon für das eingestürzte Archiv verantwortlich.
http://www.stadt-koeln.de/1/presseservice/mitteilungen/2009/03947/
In Ihrem Bericht sprach Archivleiterin Frau Schmidt-Czaia auch über den Standort für Lesesaal und Ausstellungen. Die Stadt ist in Verhandlungen über eine Immobilie am Heumarkt (südlich des Maritim Hotel), die im Mai von einer Rechtsanwaltskanzlei in Richtung Kranhaus Süd verlassen wurde. Der zuvor als Bibliothek genutzte Raum würde sich hervorragend als Ausstellungsraum, mit seiner vollverglasten Straßenfront auch als Schaufenster, nutzen lassen.
Auch mit den notwendigen Arbeits- und Lagerräumen geht es voran. Archivleiterin Frau Schmidt-Czaia erläuterte eindrucksvoll, dass ein solches Gebäude nahezu alle Bedingungen erfüllen muß, die auch für das zukünftige neue Archivgebäude gelten.
"Der Leiter der städtischen Gebäudewirtschaft, Engelbert Rummel, ist zuversichtlich, dass die Stadt noch in diesem Jahr den Mietvertrag über ein vorübergehendes Domizil für das Kölner Stadtarchiv abschließen kann. Es sei nicht einfach gewesen, in Köln eine geeignete Halle zu finden, die den Anforderungen zum Beispiel hinsichtlich der Klimatechnik gerecht wird. Nach Abschluss des Mietvertrages müsse das Gebäude erst noch hergerichtet werden, bevor es dann vom Archiv etwa fünf bis sechs Monate später übernommen werden könne, erklärte Rummel."
http://www.rundschau-online.de/jkr/artikel.jsp?id=1246895336583
Der Leiter der städtischen Gebäudewirtschaft war auch schon für das eingestürzte Archiv verantwortlich.
ebertplatz.de - am Freitag, 20. November 2009, 00:02 - Rubrik: Kommunalarchive
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http://hdl.handle.net/2027/mdp.39015049794434
Bei einem Besuch bei meinem Verleger in Schwäbisch Gmünd, sicherte dieser mir nochmals zu, dass ich mein Buch bei Google usw. online einstellen lassen könnte (es ist bereits online bei ALO http://www.literature.at ). Das Exemplar der University of Michigan wurde von Google gescannt und war in HathiTrust vorhanden. Man konnte es aber nicht einsehen, sondern nur durchsuchen.
Am 14. November fragte ich bei HatiTrust an, ob es einen Weg gibt, dass mein Buch frei zugänglich sei. Am 15. kam die Antwort: "There is absolutely a way. You will just need to fill out the attached form (also available on our website at http://www.hathitrust.org/documents/permissions_agreement.pdf ) and return to Anne Karle-Zenith". Am gleichen Tag füllte ich die Erklärung aus und sandte sie gescannt an die angegebene Mailadresse. Am 18. fragte ich nach, nachdem keine Eingangsbestätigung kam. Soeben erhielt ich die Mitteilung, dass es online sei!
Bei einem Besuch bei meinem Verleger in Schwäbisch Gmünd, sicherte dieser mir nochmals zu, dass ich mein Buch bei Google usw. online einstellen lassen könnte (es ist bereits online bei ALO http://www.literature.at ). Das Exemplar der University of Michigan wurde von Google gescannt und war in HathiTrust vorhanden. Man konnte es aber nicht einsehen, sondern nur durchsuchen.
Am 14. November fragte ich bei HatiTrust an, ob es einen Weg gibt, dass mein Buch frei zugänglich sei. Am 15. kam die Antwort: "There is absolutely a way. You will just need to fill out the attached form (also available on our website at http://www.hathitrust.org/documents/permissions_agreement.pdf ) and return to Anne Karle-Zenith". Am gleichen Tag füllte ich die Erklärung aus und sandte sie gescannt an die angegebene Mailadresse. Am 18. fragte ich nach, nachdem keine Eingangsbestätigung kam. Soeben erhielt ich die Mitteilung, dass es online sei!
KlausGraf - am Donnerstag, 19. November 2009, 23:25 - Rubrik: Open Access
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Was geplant ist, beschreibt:
http://carta.info/18559/fair-share-verlage-leistungsschutzrecht-robert-schweizer/
http://carta.info/18559/fair-share-verlage-leistungsschutzrecht-robert-schweizer/
KlausGraf - am Donnerstag, 19. November 2009, 22:57 - Rubrik: Archivrecht
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Die rote Liste der Kultur –
Warum fällt der Schutz des nationalen Kunsterbes so schwer?
Es diskutieren:
Dr. Christoph Graf Douglas, Kunstberater, Frankfurt
Prof. Dr. Volker Himmelein, Kulturgut-Sachverständiger, Karlsruhe
Isabel Pfeiffer-Poensgen, Kulturstiftung der Länder, Berlin
Moderation: Susanne Kaufmann
Die Nibelungen-Handschrift C und Holbeins "Graue Passion" gehören dazu, auch viele Kunstschätze des Hauses Baden sowie das mittelalterliche "Hausbuch", das die Fürsten von Waldburg-Wolfegg 2008 zunächst am Land vorbei verkauften. Nun bieten sie erneut vier Kunstobjekte feil, die auf der Liste des national wertvollen Kulturguts stehen. Wann ist ein Kunstwerk überhaupt "national bedeutsam"? Warum entbrennen um diese Schätze regelmäßig neue Streitigkeiten? Was taugt diesbezüglich das deutsche Recht? Und was ist die Kulturgut-Liste wert, wenn Baden-Württemberg den weltberühmten Creglinger Altar nicht aufnimmt, während Bayern sogar ein Lüsterweibchen von Tilman Riemenschneider aufführt?
(Danke an KS)
Audio (befristet zugänglich)
http://www.swr.de/swr2/programm/sendungen/swr2-forum/rueckschau/-/id=660194/1365uzh/index.html
Die drei dubiosen Gestalten sind sich weitgehend einig. Alle drei singen das hohe Lied der Autonomie des Eigentümers. Es wird so getan, als stünden die privaten Kulturgüter für Forschung und Ausstellungswesen zur Verfügung, was eine glatte Lüge ist. Pfeiffer-Poensgen: diese Kulturgüter müssen nicht unbedingt in staatliche Museen. Himmelein: Hausbuch-Verkauf ist vom Ergebnis her in Ordnung. Douglas: 586 Objekte auf der Liste sind völlig willkürlich ausgewählt, es gäbe weit mehr von nationaler Bedeutung. Wolfegg will alle Werke auf der Kulturgutliste loswerden.
Keine zeitgenössische Kunst ist auf der Liste - wieso?
Douglas: Würth hat die Fürstenberg-Gemälde nur gekauft unter der Voraussetzung, dass die Sammlung nicht auf die Liste kommt (was Himmelein zurecht als fragwürdig ansprach).
Himmelein teilt Ansicht von Douglas, dass so wenige deutsche Kunst im Ausland zu sehen ist. Er findet auch den Waldseemüller-Verkauf in Ordnung.
Stillschweigendes Einvernehmen, dass ehemalige Raubkunst-Eigentümer nichts von der Liste zu befürchten haben. Alle drei dubiosen Gestalten finden diesen klaren Bruch des Gesetzes in Ordnung.
Douglas ist für die englische Lösung: Vorkaufsrecht des Staates. Findet englische und französische Lösung demokratischer und effektiver. Bayern fordert solch ein Verfahren. Länder diskutieren heftig über die Liste. Die Debatte sei voll im Gange - nur leider, ergänze ich, hinter dem Rücken der Öffentlichkeit und der Fachwelt!
Das Schlusswort hatte leider Douglas: Kunst braucht Freiheit!
Warum fällt der Schutz des nationalen Kunsterbes so schwer?
Es diskutieren:
Dr. Christoph Graf Douglas, Kunstberater, Frankfurt
Prof. Dr. Volker Himmelein, Kulturgut-Sachverständiger, Karlsruhe
Isabel Pfeiffer-Poensgen, Kulturstiftung der Länder, Berlin
Moderation: Susanne Kaufmann
Die Nibelungen-Handschrift C und Holbeins "Graue Passion" gehören dazu, auch viele Kunstschätze des Hauses Baden sowie das mittelalterliche "Hausbuch", das die Fürsten von Waldburg-Wolfegg 2008 zunächst am Land vorbei verkauften. Nun bieten sie erneut vier Kunstobjekte feil, die auf der Liste des national wertvollen Kulturguts stehen. Wann ist ein Kunstwerk überhaupt "national bedeutsam"? Warum entbrennen um diese Schätze regelmäßig neue Streitigkeiten? Was taugt diesbezüglich das deutsche Recht? Und was ist die Kulturgut-Liste wert, wenn Baden-Württemberg den weltberühmten Creglinger Altar nicht aufnimmt, während Bayern sogar ein Lüsterweibchen von Tilman Riemenschneider aufführt?
(Danke an KS)
Audio (befristet zugänglich)
http://www.swr.de/swr2/programm/sendungen/swr2-forum/rueckschau/-/id=660194/1365uzh/index.html
Die drei dubiosen Gestalten sind sich weitgehend einig. Alle drei singen das hohe Lied der Autonomie des Eigentümers. Es wird so getan, als stünden die privaten Kulturgüter für Forschung und Ausstellungswesen zur Verfügung, was eine glatte Lüge ist. Pfeiffer-Poensgen: diese Kulturgüter müssen nicht unbedingt in staatliche Museen. Himmelein: Hausbuch-Verkauf ist vom Ergebnis her in Ordnung. Douglas: 586 Objekte auf der Liste sind völlig willkürlich ausgewählt, es gäbe weit mehr von nationaler Bedeutung. Wolfegg will alle Werke auf der Kulturgutliste loswerden.
Keine zeitgenössische Kunst ist auf der Liste - wieso?
Douglas: Würth hat die Fürstenberg-Gemälde nur gekauft unter der Voraussetzung, dass die Sammlung nicht auf die Liste kommt (was Himmelein zurecht als fragwürdig ansprach).
Himmelein teilt Ansicht von Douglas, dass so wenige deutsche Kunst im Ausland zu sehen ist. Er findet auch den Waldseemüller-Verkauf in Ordnung.
Stillschweigendes Einvernehmen, dass ehemalige Raubkunst-Eigentümer nichts von der Liste zu befürchten haben. Alle drei dubiosen Gestalten finden diesen klaren Bruch des Gesetzes in Ordnung.
Douglas ist für die englische Lösung: Vorkaufsrecht des Staates. Findet englische und französische Lösung demokratischer und effektiver. Bayern fordert solch ein Verfahren. Länder diskutieren heftig über die Liste. Die Debatte sei voll im Gange - nur leider, ergänze ich, hinter dem Rücken der Öffentlichkeit und der Fachwelt!
Das Schlusswort hatte leider Douglas: Kunst braucht Freiheit!
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KlausGraf - am Donnerstag, 19. November 2009, 20:17 - Rubrik: Unterhaltung
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Eine ermüdende Umfrage mit so genialen Fragen wie "Wie bewerten Sie den Nutzen eines Empfehlungsdienstes, der in einem von zehn Fällen einen guten Vorschlag macht?". Wie soll man etwas bewerten, was es häufig noch nirgendwo gibt?
http://oas.sulb.uni-saarland.de/fragebogen.php

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KlausGraf - am Donnerstag, 19. November 2009, 17:48 - Rubrik: Open Access
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http://collections.si.edu/search/
Über 265.000 Bilder, nach Stichproben oft in bester Qualität. Toll!

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KlausGraf - am Donnerstag, 19. November 2009, 17:34 - Rubrik: Digitale Bibliotheken
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"We are pleased to inform you that the former owners' database of the Ancient Books and Manuscripts Section of the Library of the University of Barcelona is available at:
http://www.bib.ub.edu/fileadmin/posseidors/cerca_eng.htm
The database offers images of the marks as well as information of the previous owners of the copies kept in our Library. The search is available in Catalan, Spanish and English."
Leider ist der Gesamtbestand der Einträge noch sehr gering.

http://www.bib.ub.edu/fileadmin/posseidors/cerca_eng.htm
The database offers images of the marks as well as information of the previous owners of the copies kept in our Library. The search is available in Catalan, Spanish and English."
Leider ist der Gesamtbestand der Einträge noch sehr gering.

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mit dem aktuellen Update der GW-Datenbank sind jetzt die BSB-Ink- und ISTC-Nummern — z.B. BSB-Ink B-408, ISTC ib00526000 — Hyperlinks auf die entsprechenden Seiten im Inkunabelkatalog der Bayerischen Staatsbibliothek (BSB-Ink) und im Incunabula Short Title Catalogue (ISTC), die also mit einem Klick vom GW aus erreichbar sind.
Es sei auch darauf hingewiesen, daß alle Einträge in der GW-Datenbank jetzt über dauerhafte und zitierfähige URL verfügen, die jeweils in der Copyright-Zeile am Fuß der Einträge aufgeführt sind, z. B. http://gesamtkatalogderwiegendrucke.de/docs/GW04201.htm. Auch ganze Werkkataloge können entsprechend aufgerufen werden, z. B. http://gesamtkatalogderwiegendrucke.de/docs/BIBLIA.htm
Die Links zu den Digitalisaten sind jetzt erfreulicherweise auch anklickbar!
Es sei auch darauf hingewiesen, daß alle Einträge in der GW-Datenbank jetzt über dauerhafte und zitierfähige URL verfügen, die jeweils in der Copyright-Zeile am Fuß der Einträge aufgeführt sind, z. B. http://gesamtkatalogderwiegendrucke.de/docs/GW04201.htm. Auch ganze Werkkataloge können entsprechend aufgerufen werden, z. B. http://gesamtkatalogderwiegendrucke.de/docs/BIBLIA.htm
Die Links zu den Digitalisaten sind jetzt erfreulicherweise auch anklickbar!
KlausGraf - am Donnerstag, 19. November 2009, 17:16 - Rubrik: Hilfswissenschaften
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Aus INETBIB
> Liebe Kolleginnen und Kollegen,
>
> unter der Adresse:
> http://web10.ub.uni-rostock.de/uploads/simanowski/ma/091119_whitelist3129.conf.txt
>
> finden Sie eine aktualisierte Positiv-/Whitelist für den
> Zugang zum Internet,
> die aus den angegebenen Sites (Linksammlungen) per
> Link-Checker generiert wurde.
>
> siehe auch:
> http://www.ub.uni-dortmund.de/listen/inetbib/msg37958.html
> http://web10.ub.uni-rostock.de/uploads/simanowski/ma/
>
> Nach wie vor besteht Interesse daran, mehr über ähnliche
> Ansätze
> zum Einsatz von Positiv-/Whitelists mit Filtersoftware zu
> erfahren.
Mein Kommentar:
Grundsaetzlich ist es nicht Aufgabe von Bibliotheken, als Internetzensoren zu fungieren. Die Internetbesuche von Bibliothekskunden stehen unter dem Schutz der Informationsfreiheit (Art. 5 GG), jede Art von Bevormundung, soweit sie nicht klar rechtswidrige Inhalte betrifft, ist Bibliotheken verboten. Ich halte Ihr Projekt also für schlicht und einfach rechtswidrig und kann nur hoffen, dass sich Benutzer sich mit allen Mitteln dagegen wehren.
> Liebe Kolleginnen und Kollegen,
>
> unter der Adresse:
> http://web10.ub.uni-rostock.de/uploads/simanowski/ma/091119_whitelist3129.conf.txt
>
> finden Sie eine aktualisierte Positiv-/Whitelist für den
> Zugang zum Internet,
> die aus den angegebenen Sites (Linksammlungen) per
> Link-Checker generiert wurde.
>
> siehe auch:
> http://www.ub.uni-dortmund.de/listen/inetbib/msg37958.html
> http://web10.ub.uni-rostock.de/uploads/simanowski/ma/
>
> Nach wie vor besteht Interesse daran, mehr über ähnliche
> Ansätze
> zum Einsatz von Positiv-/Whitelists mit Filtersoftware zu
> erfahren.
Mein Kommentar:
Grundsaetzlich ist es nicht Aufgabe von Bibliotheken, als Internetzensoren zu fungieren. Die Internetbesuche von Bibliothekskunden stehen unter dem Schutz der Informationsfreiheit (Art. 5 GG), jede Art von Bevormundung, soweit sie nicht klar rechtswidrige Inhalte betrifft, ist Bibliotheken verboten. Ich halte Ihr Projekt also für schlicht und einfach rechtswidrig und kann nur hoffen, dass sich Benutzer sich mit allen Mitteln dagegen wehren.
http://www.wdr.de/mediathek/html/regional/rueckschau/2009/11/17/lokalzeit_koeln.xml (Beitrag steht dort nur noch 5 Tage zur Verfügung)
U. a. äußern sich Leo von Wittgenstein, als einer der Leihgeber, sowie Louis Peters als dessen Rechtsanwalt. Auch Winfried Schnepp, Anwalt der Stadt Köln, kommt zu Wort.
U. a. äußern sich Leo von Wittgenstein, als einer der Leihgeber, sowie Louis Peters als dessen Rechtsanwalt. Auch Winfried Schnepp, Anwalt der Stadt Köln, kommt zu Wort.
Wolf Thomas - am Donnerstag, 19. November 2009, 16:51 - Rubrik: Kommunalarchive
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KlausGraf - am Donnerstag, 19. November 2009, 02:02 - Rubrik: Open Access
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KlausGraf - am Donnerstag, 19. November 2009, 00:02 - Rubrik: Open Access
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KlausGraf - am Mittwoch, 18. November 2009, 22:48 - Rubrik: Digitale Bibliotheken
KlausGraf - am Mittwoch, 18. November 2009, 21:34 - Rubrik: Open Access
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KlausGraf - am Mittwoch, 18. November 2009, 20:17 - Rubrik: Webarchivierung
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KlausGraf - am Mittwoch, 18. November 2009, 20:10 - Rubrik: Digitale Bibliotheken
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KlausGraf - am Mittwoch, 18. November 2009, 19:19 - Rubrik: Datenschutz
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http://www.golem.de/0911/71279.html
Siehe auch deutsches Video:
http://www.gertis-pc-tipps.de/video-tutorials/gertis-video-tutorial-der-google-uebersetzer-kurz-erklart/
Siehe auch deutsches Video:
http://www.gertis-pc-tipps.de/video-tutorials/gertis-video-tutorial-der-google-uebersetzer-kurz-erklart/
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http://blog.iusmentis.com/2007/10/25/zijn-fotos-van-schilderijen-auteursrechtelijk-beschermd/
http://nl.wikipedia.org/wiki/Van_Dale/Romme-arrest
Zum Thema hier:
http://archiv.twoday.net/search?q=reproduktionsfoto
http://nl.wikipedia.org/wiki/Van_Dale/Romme-arrest
Zum Thema hier:
http://archiv.twoday.net/search?q=reproduktionsfoto
KlausGraf - am Mittwoch, 18. November 2009, 16:29 - Rubrik: Archivrecht
http://googleblog.blogspot.com/2009/11/finding-laws-that-govern-us.html
Die Texte liegen als E-Texte vor, z.B.
http://scholar.google.com/scholar_case?case=5068002142390131270 (Bridgeman v. Corel)
Andere Entscheidungen sind verlinkt, und man kann sich auch anzeigen lassen, welche anderen Urteile sie zitieren.
Update:
http://www.resourceshelf.com/2009/11/17/federal-and-state-legal-opinions-along-with-patent-info-added-to-google-scholar/
Die Texte liegen als E-Texte vor, z.B.
http://scholar.google.com/scholar_case?case=5068002142390131270 (Bridgeman v. Corel)
Andere Entscheidungen sind verlinkt, und man kann sich auch anzeigen lassen, welche anderen Urteile sie zitieren.
Update:
http://www.resourceshelf.com/2009/11/17/federal-and-state-legal-opinions-along-with-patent-info-added-to-google-scholar/
KlausGraf - am Mittwoch, 18. November 2009, 16:06 - Rubrik: Archivrecht
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http://www.timeshighereducation.co.uk/story.asp?storycode=409057
Is it right that academic research paid for by the taxpayer remains so unavailable to the people who are likely to make the most use of it?
Is it right that academic research paid for by the taxpayer remains so unavailable to the people who are likely to make the most use of it?
KlausGraf - am Mittwoch, 18. November 2009, 16:02 - Rubrik: English Corner
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Da http://www.aedph.uni-bayreuth.de/2003/0329.html offline und auch nicht im Internetarchiv greifbar ist, teile ich meinen Beitrag zur Mailingliste Mediaevistik vom 24. September 2003 hier mit.
***
Der folgende Vortrag sei nicht zuletzt aufgrund seiner mittelalterlichen Bezuege auch hier zur Diskussion gestellt.
Klaus Graf
***
Klaus Graf: Stadtpatrone in kleineren deutschen Städten
Vortrag auf der Tagung "Stadt und Heilige" des Amts für rheinische Landeskunde in Köln-Deutz am 22.9.2003
Die früheste Monographie zum Phänomen des deutschen Stadtpatrons ist heute ganz und gar vergessen. Es ist ein schmaler Gelegenheitsdruck aus dem Jahr 1754, verfaßt von dem Rektor der Lateinschule Schneeberg im Erzgebirge, Daniel Traugott Müller: "Von denen Schuz-Göttern und Schuz-Patronen derer Städte, und besonders derer Berg-Städte in unserm Gebürge". Er beginnt mit den antiken Schutzgöttern, um mit konfessioneller Polemik zu beklagen, daß die Römische Kirche diesen "Irrthum aus dem Heidenthum" fortgepflanzt habe. Der Autor gibt einige wenige historische Belege für erzgebirgische Stadtpatrone in vorreformatorischer Zeit, wobei natürlich die namengebende hl. Anna in Annaberg nicht fehlen darf und schließt mit einem Lob auf Johann-Georgen-Stadt, das keinen Schutzpatron brauche, sondern durch die Gnade Gottes und den Schutz des Landesfürsten aufgeblüht sei. Ein gewisses antiquarisches Interesse ist bei aller Knappheit der Ausführungen unverkennbar, aber es dominiert eindeutig der protestantische Abscheu vor der katholischen Heiligenverehrung.
Sehr viel eingehender beschäftigte sich zwei Jahrzehnte später Christian Knauthe, evangelischer Pfarrer in Friedersdorf in der Oberlausitz, mit den Patronen der oberlausitzischen Sechsstädte.
Im November 1775 erschien im Lausitzischen Magazin die erste Folge der "Hagiologia Lusatiae Superioris, d.i. Anzeige der Heiligen, welche die Oberlausitzer als Patronen geehret, und ihnen das Land, die Städte, die Kirchen und die Altäre gewiedmet haben". Hier wird die papistische Vergangenheit unvoreingenommener und quellennäher gesehen - durchaus mit bemerkenswerten Befunden. Neben den jeweiligen Kirchenpatronen als den ersten Stadtpatronen berücksichtigt Knauthe nämlich weitere Heilige, die später seiner Ansicht nach zu Stadtpatronen erwählt wurden. Im Fall der wichtigsten oberlausitzischen Stadt Görlitz verweist Knauthe auf den Kult des hl. Hippolyt: "Die alten papistischen Görlitzer schrieben ihm eine große Wohlthat zu, indem sie glaubten, er habe sie von den Feinden errettet". 1334 am Hippolytstag wurde Görlitz von einer Rotte Reiter überfallen. Sie gelobten künftig jährlich am betreffenden Freitag zu fasten und konnten die Feinde zurückschlagen. "Diesen Sieg schrieben nun die Görlitzer dem S. Hippolito zu, dahero sie ihn nicht allein zu ihrem Schutzherrn der Stadt annahmen, sondern auch ihr gethanes Gelübde mit Fasten jährlich hielten" (S. 356). Dieses Gelübde erscheint zwar nur in der frühneuzeitlichen Görlitzer Chronistik. Aber daß es eine besondere kommunale Verehrung des hl. Hippolyt gab, der übrigens in den mir bekannten älteren Görlitzer Quellen niemals ausdrücklich als Stadtpatron bezeichnet wurde, wird durch den Umstand belegt, daß der Görlitzer Rat 1386 eine Kapelle und einen Altar im Rathaus zu Ehren des Leichnams Christi und des Märtyrers Hippolyt stiftete.
Anders als Görlitz blieb das fuldische Brückenau (heute Bad Brückenau) katholisch. Als Stadtpatron gilt in der Kleinstadt heute der hl. Georg. Der Georgstag wird kirchlich mit einer eucharistischen Lichterprozession unter Teilnahme des Bürgermeisters mit Amtskette begangen. Er soll zurückgehen auf den gescheiterten Überfall von Adeligen, die am Georgstag des Jahres 1400 Bewaffnete, versteckt in Weinfässern, einschmuggeln wollten. Eine Schrift des jesuitischen Historikers Christoph Brower von 1612 behauptet, die Bürger hätten daraufhin St. Georg zum Patron der Stadt erwählt.
Man findet noch weitere Beispiele für Tagesheilige, die mittelalterlichen Bürgern hilfreich zur Seite gestanden sind. Ich möchte für Heilige, die aufgrund einer ihnen zugeschriebenen Schutzleistung bei einem bestimmten Ereignis verehrt werden, die Bezeichnung Votivpatron vorschlagen, wobei sich das Gelübde sowohl auf ein vor dem Ereignis gegebenes Versprechen als auch auf eine nachträgliche Stiftung beziehen kann.
Wäre Lübeck heute eine katholische Stadt, so würde man wohl die Heilige Maria Magdalena als Stadtpatronin betrachten. Ihre Schlachtenhilfe bei Bornhöved (1227) wurde in Lübeck nicht nur durch jährliches Gedenken an ihrem Festtag erinnert, sondern auch durch vor 1444 entstandene Historienbilder in der "Hörkammer" des Lübecker Rathauses. Das "Heiligenleben" des Lübecker Druckers Stefan Arndes gibt 1492 im Anschluß an die Legende von Maria Magdalena einen Abriß der städtischen Gründungsgeschichte, in dem es am Ende heißt: "Wy bidden de hyllighen vrouwen sunte Marien magdalenen, dat se god vor de stad Lubeke vnde vor ere ynwoners bidde". Die Heilige galt somit als Beschützerin und Fürbitterin der Stadt - nichts anderes meinte der Quellenbegriff "patrona"/"patronin".
In der Krise konnte eine bereits bestehende Heiligenverehrung erheblich intensiviert werden. Dies war beispielsweise in Neuss während der burgundischen Belagerung 1475 der Fall, als man sich Hilfe und Heil vom Stadtpatron Quirinus erhoffte.
In der frühen Neuzeit vermehrten sich kommunale Verlöbnisse, in Westfalen Lobe-Tage genannt, geradezu inflationär. Ein besonders instruktives Beispiel entnehme ich der Baselbieter Geschichte. Die Kleinstadt Laufen im Fürstbistum Basel wurde 1735 von einer verheerenden Viehseuche erschüttert. Im Februar 1736 versprach die Gemeinde, den Heiligen Fridolin zum Stadtpatron zu erheben. Nach dem Vorbild des Rats und der Geschworenen gelobte jeder Bürger der Stadt und Vorstadt Laufen, den Heiligen "für jetzt und zu Ewigen Zeithen" zum Stadt- und Gemeindepatron annehmen zu wollen. Der Fridolinstag sollte mit einer Prozession gefeiert werden, und bis man ein Bildnis des Stadtpatrons in der Stadtkirche hätte, wollten die Laufner zu einer Fridolinskapelle in Breitenbach wallfahren.
[ http://www.baselland.ch/3/blgeschichte/521vieh.html (eingesehen 14.9.2003)]
Heute noch begangen wird der Rochustag der Stadt Steinheim in Ostwestfalen. Dieser Bet- und Lobetag geht auf ein Gelübde aus dem Jahr 1637 zurück. Heute gilt Rochus allgemein als Stadtpatron seit 1637, aber eingehende Ermittlungen des Stadtarchivars Heinz Gellhaus ergaben, daß die Bezeichnung Stadtpatron erstmals auf der Steinheimer Bürgerfahne von 1908 erscheint. Und der heute noch allgemein bekannte Duderstadter Stadtpatron Laurentius, von mir näher untersucht, läßt sich bislang als solcher nicht vor 1800 nachweisen.
[Klaus Graf, St. Laurentius als Stadtpatron von Duderstadt,
Online: http://www.uni-freiburg.de/histsem/mertens/graf/dud.htm ]
Diese letzten beiden Beispiele verdeutlichen gut die allgemeine heuristische Problematik bei der Erforschung deutscher Stadtpatrone, der ich mich mehrere Jahre im Rahmen eines Bielefelder Forschungsprojekts gewidmet habe. Derzeit kenne ich um die 70 einigermaßen eindeutige Fälle von katholischen Städten, die in der Neuzeit einen Stadtpatron, der nicht mit dem Kirchenpatron identisch ist, verehrten oder verehren. In ganz wenigen Fällen ist die Quellenlage befriedigend.
Man müßte in den meisten Fällen aufwendige Archivstudien betreiben, um die Verehrungsgeschichte einigermaßen plausibel rekonstruieren zu können. Wenn es Erwähnungen des Stadtpatrons in der Literatur gibt, dominieren unbelegte Behauptungen, die überwiegend von der Tendenz geleitet werden, den Kult möglichst bis ins Mittelalter oder gar bis zur Stadtgründung zurückzuprojizieren. Solide wissenschaftlich verwertbare Nachweise sucht man meist vergebens. Ein gutes Beispiel ist der hl. Apollinaris in Düsseldorf, hinsichtlich dessen Stadtpatronat ich leider keine eigenen archivalischen Recherchen anstellen konnte. Aber dafür habe ich mich ergebnislos an diverse Autoritäten gewandt, auch an solche, die in Publikationen mit dem Brustton der Überzeugung, aber ohne die Spur eines quellenmäßiger Nachweises behauptet haben, der Heilige sei 1394 zum Stadtpatron erhoben worden. Nun war ich gespannt, was Manfred Becker-Huberti vom Erzbistum Köln in seinem dieses Jahr erschienenen Buch zum hl. Apollinaris dazu schreiben würde. Der Autor, ein anerkannter Wissenschaftler, verwies mich freundlicherweise auf eine sehr gelungene und empfehlenswerte Internetpräsentation, in der zu der mich interessierenden Frage zu lesen war, aufgrund uralter mündlicher Überlieferung wisse man, daß Apollinaris 1394 zum Stadtpatron erhoben worden sei - deutlicher kann man den Bankrott der historisch-kritischen Methode nicht formulieren, wenn es um historisierende Begründungen frommer Praxis geht.
[ http://www.sankt-apollinaris.de/index.html (eingesehen 24.9.2003]
Mein Ansatz ist ein terminologischer: als Stadtpatron darf bezeichnet werden, wer als solcher bezeichnet wird. Wenn einzelne Heimatbeflissene im Internet einen sonst unbekannten Stadtpatron kreieren (beispielsweise den hl. Rochus in Jülich), so darf das natürlich nicht für bare Münze genommen werden. Traditionelle städtische Heiligenkulte laufen in letzter Zeit überhaupt Gefahr, an kirchlichen Festlegungen vorbei als Stadtpatronate ausgegeben zu werden.
Vor einigen Tagen stieß ich im Internet auf die Angabe, Johannes Nepomuk sei Stadtpatron im oldenburgischen Vechta. Zwar konnte der langjährige katholische Pfarrer eine solche allgemeine Ansicht durchaus bestätigen, wußte aber nicht das geringste von einer kirchlich-liturgischen Verehrung.
Als gleichsam triviale Fälle werden von mir jene ausgeklammert, bei denen der Patron der städtischen Hauptkirche zugleich als Stadtpatron verehrt wird. Meistens ist das so, wenn der Heilige oder die Heilige im städtischen Wappen oder Siegel erscheint.
In einer Reihe von Fällen differieren Kirchenpatron und Siegel-Heiliger. Das ist insbesondere dann der Fall, wenn die Stadt den Patron des geistlichen Territoriums, dem sie angehörte, im Siegel führte. So erklärt sich das vermeintliche alte Stadtpatronat des hl. Martin sowohl in Aschaffenburg als auch in Erfurt, beides Städte des Erzstifts Mainz. Ich möchte Heiligensiegel als Pertinenzsymbole bezeichnen, mit denen eine Zugehörigkeit zum Ausdruck gebracht wird.
Der Heilige ist der himmlische Anführer, mit einem spätmittelalterlichen Quellenbegriff der "Hauptherr" der Stadt, sei es nun als Territorialpatron - beispielsweise der hl. Martin als geistlicher Herr des Erzstifts Mainz - oder als städtischer Kirchenpatron.
Von den Hoheitszeichen, die einen Heiligen als städtisches Pertinenzsymbol darstellen, ableitbar sind auch seine Bilder, die am Rathaus bzw. anderen städtischen Gebäuden und auf den Stadtbrunnen angebracht waren. Die meist im Hochmittelalter im Stadtsiegel angenommenen Heiligen als Pertinenzsymbole überstanden - anders als die Reliquienschreine der Stadtheiligen - in der Regel auch die Reformation. Die Heiligen waren so sehr zu Stadtsymbolen, zu städtischen Erkennungszeichen, geworden, daß sie auch von protestantisch gewordenen Städten als Hoheitszeichen weitergeführt und sogar mitunter reaktiviert wurden.
Als Beispiel nenne ich die vom Nürnberger Rat ab 1623 in Anknüpfung an die mittelalterliche Tradition geprägten Sebaldsgulden.
Es ist, denke ich, eine Sackgasse der Forschung, aus dem mittelalterlichen Heiligensiegel auf einen Stadtpatron zu schließen und diesen dann womöglich mit Attributen auszustatten, die man von italienischen Stadtpatronen zu kennen glaubt. Überhaupt wäre es vielleicht sinnvoll, für die deutschen Verhältnisse vor der Reformation einen Numerus clausus der Stadtpatrone einzuführen: Sebald in Nürnberg, Auctor in Braunschweig, Maria in Straßburg, Reinold in Dortmund, Patroklus in Soest und Quirin in Neuss. Nur in diesen sechs Städten ist die Belegdichte und die Qualität der Zeugnisse hoch genug, um die Parallele zu Italien mit einiger Berechtigung ziehen zu können; nur in diesen sechs Fällen steht ein einziger Heiliger in unverwechselbarer Weise dauerhaft für seine Stadt. In Nürnberg, Dortmund und Soest haben überdies die Kaufleute der Stadt den Kult ihres städtischen Heiligen auch außerhalb der Heimatstadt durch fromme Stiftungen gefördert - so wie Florentiner Kaufleute den Kult ihres Patrons Johannes des Täufers in der Fremde.
Maria ist ein Sonderfall, wie ich in einem eigenen Aufsatz zu zeigen versucht habe. Sie konnte als Patronin und Beschützerin jeder Stadt gelten.
[Klaus Graf: Maria als Stadtpatronin ...,
in: Frömmigkeit im Mittelalter, 2002, Zusammenfassung online:
http://web.archive.org/web/20080328060106/http://www.aedph.uni-bayreuth.de/2002/0229.html ]
Wenn man das rituelle Leben der mittelalterlichen Städte mit Heiligensiegel mit dem derjenigen ohne Heiligensiegel vergleicht, so stellt man keine signifikanten Unterschiede fest. Dieses Veto der Rituale ist durchaus ernstzunehmen. Man hat in allen Städten den Kirchenpatron gebührend gefeiert, aber beispielsweise waren stadtweite Prozessionen am Patronatstag eher unüblich. Kein Experte der Frankfurter Geschichte würde auf Anhieb den Stiftspatron, den heiligen Bartholomäus, als Stadtpatron benennen, wie es in Anbetracht vereinzelter Zeugnisse umgekehrt schwer fällt, dies strikt und bedingungslos zu leugnen.
Aber das Frankfurter Prozessionswesen spricht eine andere Sprache: Eindeutig im Mittelpunkt des rituellen Lebens stand die 1342 anläßlich des verheerenden Mainhochwassers gelobte Maria-Magdalena-Prozession.
[ http://www.geschichte.uni-freiburg.de/mertens/graf/e_fest.htm#_ednref7 ]
Natürlich kann es sinnvoll sein, im frühen, hohen und späten Mittelalter auch in Deutschland nach Bezeugungen für Stadtpatrone ("patronus civitatis", "houbetherre" usw.) zu suchen, nur erscheint mir die Ausbeute außerhalb der alten Bischofsstädte nach meinen Erfahrungen sehr gering. Jede Stadt hatte nicht nur einen Stadtpatron, sondern mehrere, die Patrone der Kirchen und Altäre, Patrone der Zünfte und besonders verehrte Heilige, unter ihnen die erwähnten Votivpatrone. Städtisches Leben war, um eine Formulierung Ernst Voltmers aufzugreifen, "Leben im Schutz der Heiligen". Dabei kommt es mir auf den Plural an: die Heiligen bildeten gleichsam ein himmlisches Schutzkollektiv ohne fixierte Hierarchie.
Eine Kollision zwischen der religiösen Orientierung von Rat und Bürgerschaft in Koblenz einerseits und dem bischöflichen Stadtherrn, dem Erzbischof von Trier, andererseits dokumentiert eine Urkunde aus dem Jahr 1383. In ihr beklagte sich der Trierer Oberhirte, daß die Koblenzer die Festtage der Stadtpatrone Florin und Castor nicht in gebührender Weise mit dem Besuch ihrer Gotteshäuser und der gebotenen Feiertagsruhe ehren würden. Er befahl den Gläubigen, die Feste künftig feierlich zu begehen und schrieb dazu einen vierzigtägigen Ablaß aus. Rat und Bürgerschaft hatten sich damals längst eher Maria, der Patronin der Hauptpfarrkirche Liebfrauen, zugewandt. Sie wird allerdings erst in der frühen Neuzeit explizit als Stadtpatronin bezeichnet. Erwähnenswert erscheint in diesem Zusammenhang, daß im 13. Jahrhundert die Repräsentanten der Stadt, nämlich Schultheiß, Ritter, Schöffen und Gemeinde, versucht hatten, den Kult der in der Kastorkirche beigesetzten Rizza, einer angeblichen Tochter Ludwigs des Frommen, unter Hinweis auf Wunder an ihrem Grab zu etablieren und sich deshalb 1265 an den Papst gewandt hatten. Die selige Rizza gilt heute vielleicht mitunter als Lokal- oder Stadtheilige, aber der stärker normativ besetzte Begriff Stadtpatronin ist mir in Koblenz noch nicht begegnet.
Rizza kann für einen zweiten wichtigen Typ neben dem des Votivpatrons stehen: für den Reliquienpräsenzpatron, der aufgrund der Präsenz seiner Reliquien als Schutzheiliger aufgefaßt wird. In den alten Bischofsstädten galten die Tumuluskulte am Heiligengrab natürlich solchen Reliquienpräsenzpatronen, deren ganzer Leib den Schutz verbürgte. Übertragungen von Heiligenleibern führten seit dem Spätmittelalter mitunter dazu, daß die betreffenden Heiligen als Stadtpatrone bezeichnet wurden. Daß die Bürger Heiligen, die mit wichtigen Reliquien in ihrer Stadt präsent waren, Schutzfunktionen für das Gemeinwesen zuschrieben, auch wenn die terminologische Fixierung mit dem Begriff Stadtpatron erst sehr viel später quellenmäßig dokumentierbar ist, möchte ich nicht bezweifeln. In das niederrheinische Geldern kamen 1476 die Reliquien der Märtyrer Galenus und Valenus, die heute als Stadtpatrone gelten. Es ist bezeichnend, daß der maßgeblichen Gelderner Stadtgeschichte mit keinem Wort zu entnehmen ist, seit wann diese Bezeichnung in den Quellen erscheint.
Im 17. und 18. Jahrhundert hat man menschliche Überreste aus den Katakomben Roms als frühchristliche Märtyrer angesehen, getauft, also mit einem wohlklingenden römischen Namen versehen und dann in den Norden exportiert, die sogenannten Katakombenheiligen. Viele katholische Stadtpfarrkirchen des deutschsprachigen Raums haben solche Heiligenleiber erhalten, aber nur in einem Teil dieser Städte spricht man von ihnen als Stadtpatronen. So wurde zwar der heilige Pankratius der dritte Patron der Schweizer Stadt Wil - dieses Jahr erschien eine Monographie über seinen Kult - aber der hl. Donatus keineswegs der dritte Patron der Stadt Münstereifel nach den Stiftspatronen Chrysantus und Daria, die damals schon als Stadtpatrone galten. An mangelnder volksfrommer Verehrung kann das nicht gelegen haben, denn Donatus wurde im Rheinland insbesondere als Wetterpatron intensiv verehrt. Allerdings hat die Stadt Linz am Rhein den Münstereifeler Katakombenheiligen Donatus nach dem Zweiten Weltkrieg zeitweilig als Stadtpatron verehrt. Sicher ein Katakombenheiliger ist auch der Stadtpatron von Monschau, der hl. Liberatus, dessen Gebeine seit 1760 in der Eifelstadt ruhen. Ein Katakombenheiliger ist der hl. Faustus, Stadtpatron in Dillingen an der Donau, und der hl. Prosper, Stadtpatron in Erding. Auch etwa der hl. Vincentius in Eger und die hl. Paulina in Olmütz sowie der hl. Placidus im österreichischen Retz zählen zu dieser Gruppe von Stadtpatronen.
Erst in der frühen Neuzeit begegnet ein weiterer Typ von Stadtpatronen, der allerdings in Deutschland auf wenige Beispiele beschränkt bleibt:
Heilige, die in der Stadt geboren wurden oder in ihr gelebt haben. So gilt seit dem 19. Jahrhundert der hl. Fidelis als Stadtpatron seiner Geburtsstadt Sigmaringen. Älter sind die Zeugnisse für Lauingen an der Donau, das Albertus Magnus verehrte und noch heute verehrt. Im Ratsprotokoll von 1768 wird er ausdrücklich großer Stadtpatron genannt und seine Verehrung als schuldige Pflicht der Stadt betrachtet.
Eine weitere Gruppe von frühneuzeitlichen Stadtpatronen stellen Nothelfer, die als Patrone gegen Pest und Feuersbrunst angerufen wurden, dar und lokal besonders, etwa als Bruderschaftspatrone verehrte Heilige. Manchmal wurde auch ein Nebenpatron der Pfarrkirche als Stadtpatron bezeichnet. Trennscharf läßt sich diese Gruppe nicht von den Votivpatronen abgrenzen, da es durchaus möglich ist, daß ein lokal besonders verehrter Heiliger aufgrund einer ihm zugeschriebenen Schutzleistung mit einem gelobten Fest geehrt wird. In meiner Liste der als Stadtpatrone verehrten Heiligen steht nicht von ungefähr der Pestpatron Sebastian an erster Stelle. Er gilt auch als Stadtpatron von Landshut, was bereits im 17. Jahrhundert bezeugt ist, doch intensivierte sich die Verehrung nach seinem Beistand bei einem Wassereinbruch von 1771, als das sogenannte "Wasseramt", ein jährlich begangenes Lobamt, gestiftet wurde. Die Landshuter Sebastiansbruderschaft behauptete übrigens in ihrem Bruderschaftsbrief, Sebastian sei 1493 feierlich als Stadtpatron erwählt worden - ein früher Fall jener Rückprojektionen, die demjenigen das Leben schwer machen, der es mit der Terminologie nun einmal genau nehmen will.
Mitunter lassen sich Jesuiten als Förderer des Kults von Stadtpatronen nachweisen. Dies gilt etwa für die Luxemburger Verehrung von Maria Trösterin der Betrübten als Stadtpatronin und die Wahl von Franz Xaver zum zweiten Stadtpatron von Luzern, aber auch für das besonders gut untersuchte Beispiel von Landsberg am Lech, in dem der hl. Sebastian heute als Stadtpatron gilt. Allerdings wurden im 17. und 18. Jahrhundert "nebeneinander Sebastian und Franz Xaver, früher dazu auch noch Ignatius, in Notsituationen als Beschützer der Stadt angerufen" (Lichtenstern S. 68).
Erwähnt sei auch noch, daß manchmal Fürsten bei der Erhebung eines Landespatrons auch ihrer Residenzstadt diesen als Stadtpatron verordneten. Ähnlich ist es zu bewerten, daß Kurfürst Josef Clemens von Köln 1716 aufgrund eines 1702 abgelegten Gelübdes Maria zur Schutzfrau seiner Residenzstadt Bonn erklärte. Die Kommune hatte zu gehorchen. Auf private Initiative eines kurpfälzischen Beamten ist es dagegen zurückzuführen, daß der 1751 zum Patron der kurpfälzischen Lande erhobene St. Joseph auch zum Patron der Stadt Frankenthal wurde.
Wenig bekannt ist, daß es vor allem in drei deutschen Diözesen - Freiburg, Paderborn und Würzburg - das verbreitete Phänomen ländlicher Ortspatrone gibt, also Gemeindepatrone neben den Kirchenpatronen. Mir ist es bei einer stichprobenhaften Recherche vor Ort im ehemals kurkölnischen Sauerland um Winterberg, wo die Ortspatrone besonders dicht gesät sind, nicht gelungen, sie als solche in der Zeit vor 1800 dingfest zu machen. Gewiß, eine Verehrung etwa als allgemeine Patrone gegen Pest oder Feuersbrunst oder ein Nebenpatronat der dörflichen Pfarrkirche ist dokumentierbar, aber eben nicht die Bezeichnung als Ortspatron. Da sich auch in den anderen beiden genannten Diözesen nichts anderes feststellen ließ, sehe ich in diesen Ortspatronen vor allem eine Erscheinung des 19. Jahrhunderts.
Frühneuzeitliche Stadtpatrone sind eine Frömmigkeitspraxis, deren Stellenwert im System der zeitgenössischen Praktiken keineswegs überschätzt werden darf. Wallfahrten, Bruderschaften, Kapellenstiftungen und gelobte Feiertage waren in Deutschland ungleich wichtiger. Es darf auch nicht übersehen werden, daß manche Stadtpatrone wohl nur kurzfristig als solche verehrt wurden, möglicherweise nur wenige Jahre oder daß von interessierter Seite die Etablierung eines solchen Kultes mißlang. Sie sind also ein eher sporadisches und peripheres Phänomen innerhalb der barocken Frömmigkeitsformen, dessen rituelle und visuellen Zeugnisse meist wenig faszinierend ausfallen. Das Fest eines Votivpatrons als Stadtpatron wurde auch nicht anders begangen als ein normales Votivfest. Nichts wäre falscher, als alle Heiligen, die in den Wolken über einer gemalten Stadtvedute als Fürbitter erscheinen, Stadtpatrone zu nennen. Und entsprechende Beschriftungen "Stadtpatron" etwa auf einer Sebastiansfigur begegnen meist erst im 19. oder 20. Jahrhundert.
Als kollektive Devotionsform reaktivierte der Stadtpatron das mittelalterliche Ideal der städtischen Sakralgemeinschaft, in der Klerus, Obrigkeit und Bürgerschaft sich zu gemeinsamem Heiligenkult verbanden. Der Barock brachte, formulierte Arnold Angenendt, "in Wahrheit den Triumph des mittelalterlichen Heiligenkultes".
Stadtpatronate sind Teil einer gegenreformatorisch akzentuierten Verehrungskultur, die den Patronatsgedanken, also die Fürbitte der Heiligen, für Individuen und Gemeinschaften als idealen Weg zum Heil empfahl:
Namenspatrone, Monatspatrone (vor allem von den Jesuiten gepflegt), Hauspatrone, Bruderschafts- und Kongregationspatrone, Landespatrone und eben auch Stadt- und Ortspatrone. In den romanischen Ländern hatte der Kult von Ortspatronen erheblich mehr Konjunktur. Hier war auch die römische Ritenkongregation anders als in Deutschland unmittelbar involviert, wenn sie beispielsweise die Frage zu entscheiden, ob eine italienische Gemeinde die Dornenkrone Christi als Stadtpatronin verehren dürfe. Sie durfte - theologisch einleuchtend - natürlich nicht, da die Aufgabe des Patrons die Fürbitte ist. Daher darf auch streng genommen Salvator nicht als Duisburger Stadtpatron im Mittelalter bezeichnet werden, da der Erlöser nicht bei sich selbst Fürbitte einlegen kann.
Weltweit gibt es erwählte Stadt- und Ortspatrone katholischer Gemeinwesen - selbst in China, wo im ehemals portugiesischen Macao Johannes der Täufer zum Stadtpatron proklamiert wurde. An seinem Festtag gelang es 1622, den Angriff der Holländer zurückzuschlagen.
[K. Maxwell, Macao ..., in: World Policy Journal 16:4, 1999/2000, Online:
http://web.archive.org/web/20011209055855/http://www.cfr.org/public/pubs/maxwell_macao_article.html#12a (eingesehen 24.9.2003) ]
Gefahr drohte der volksfromm-klerikalen Vielfalt der Patronate aus zweierlei Richtung: die Ritenkongregation hielt nichts von liturgischem Wildwuchs, ungeregelten Heiligenfesten und ewigen kommunalen Gelübden, und die Aufklärung sah in dergleichen vor allem eine Zeitverschwendung. Schon vor der Säkularisation verringerten rigide Feiertagsreduktionen in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts die Zahl der arbeitsfreien Tage. In Mühlheim an der Donau, wo es eine Reihe von gelobten Feiertagen, beispielsweise im Februar den Agathatag zur Abwendung von Feuersgefahr, gab, wandte man sich gegen das Dekret des Bischofs von Konstanz 1782, mit dem die meisten lokalen Feiertage abgeschafft wurden. Nur das Fest eines einzigen jeweiligen Orts- und Schutzpatrons sollte arbeitsfrei sein. 1787 konstatierte die Stadt in einem Schreiben an den Bischof, niemand halte sich an die Abschaffung der Feiertage. Man bat, die Aposteltage, Mariä Opferung, St. Sebastian und St. Agatha feiern zu dürfen. "Die beiden letzteren wären die Schutzpatrone der Stadt, die, wie uralte Dokumente bewiesen, in mehreren betrübten Fällen wundertätige Hilfe geleistet hätten". Man wählte also zwei gelobte Feste als Feste der Schutzpatrone der Stadt aus, setzte also einen Schwerpunkt, indem man die Rechtsfigur des Stadtpatrons bemühte.
Die Vorgaben der römischen Ritenkongregation zeitigten stärkere Wirkung erst im 19. und 20. Jahrhundert, als die liturgische Praxis in Deutschland mehr und mehr an den römischen Normen gemessen wurden. Es gibt natürlich Beispiele für frühere Einflüsse aus Rom - etwa die Erhebung der Bonner Stiftspatrone Cassius und Florentius 1643 zu Stadtpatronen, die auf die mit der päpstlichen Konstitution "Universa per orbem" von 1642 dekretierte Feiertagsreduktion antwortete. Das Fest eines gewählten Ortspatrons durfte der Konstitution zufolge als weiterer Feiertag begangen werden. Aber andererseits muß unterstrichen werden, daß, soweit mir bekannt, die erste kanonisch korrekte Wahl eines deutschen Ortspatrons nach den von der Kurie 1630 aufgestellten Grundsätzen im Jahr 1977 erfolgte, als Konrad von Parzham Stadtpatron von Bad Griesbach wurde.
Messerscharf bewies das Erzbischöfliche Generalvikariat zu Paderborn am 10. Januar 1938 dem Pfarrer der sauerländischen Kleinstadt Schmallenberg, daß der als Stadtpatron verehrte hl. Valentin keineswegs als solcher gelten dürfe. "Wir glauben nicht", führte die Kirchenbehörde aus, "daß Valentin Ortspatron in Schmallenberg ist. Es steht nicht fest, daß er vor dem 23.3.1630 als Ortspatron verehrt ist, desgl. nicht, ob er nach dem 23.3.1630 als Ortspatron rite gewählt und bestätigt ist." Aus einem päpstlichen Ablaßbrief von 1797, der am Sonntag nach dem Valentinstag einen Ablaß wie am Fest des Kirchenpatrons, des hl. Alexander, verlieh, zog das Generalvikariat den Schluß, daß damals der Valentinstag kein arbeitsfreier Tag gewesen sei. Weil damit auch das Kriterium nicht erfüllt sei, daß der Tag des Ortspatrons seit unvordenklichen Zeiten vom Volk als Feiertag begangen wurde, sei Valentin auch nicht Ortspatron. Die Schmallenberger ließen sich - wie andere sauerländische Städte mit Stadtpatron - davon nicht beirren. Heute feiert man den Valentinstag nicht nur im kirchlichen Raum. 1991 beschloß der Rat der Stadt, das Fest des Stadtpatrons als Tag des Gesprächs und der Begegnung wiederzubeleben.
Das liturgierechtliche Leitbild des "patronus principalis", der an die Stelle des himmlischen Schutzkollektivs trat, war aber weniger von Belang als die extremen Umwälzungen im Gefolge der Säkularisation. Barocke Frömmigkeitsformen wie Wallfahrten konnten sich im Sturmwind der Aufklärung kaum behaupten. Neue Landesherren akzeptierten den herkömmlichen Festkalender nicht mehr. Die im 19. Jahrhundert greifbaren Ortspatrone - sei es in den Städten als auch auf dem Land - antworteten auf diesen Säkularisierungsprozeß, indem sie Heiligenverehrung auf einen einzigen oder seltener wenige Heilige konzentrierten. Seine Verehrung war dann auch ein Akt katholischer Selbstbehauptung, war "Ausdruck lokaler Identität und religiöser Selbstvergewisserung" (wie es im Titel des Vortrags von Barbara Stambolis auf dieser Tagung heißt).
In den letzten Jahrzehnten kam es mancherorts zur Revitalisierung der Institution Stadtpatron. Im Jahr 2000 wurde Maria zur Patronin des Marienwallfahrtsort Kevelaer förmlich erhoben.
Andernorts scheiterten solche Versuche, etwa 1985 in Meerbusch, als eine Arbeitsgemeinschaft aufgrund einer angeblich unsachlichen öffentlichen Diskussion davon Abstand nahm, Hildegunde, die Gründerin des Prämonstratenserinnenklosters Meer, "zur Stadtpatronin von Meerbusch zu erheben, damit sie als Bindeglied zwischen sämtlichen Gemeinden fungiert".
Erwähnenswert erscheint mir noch die Entscheidung der 1969 gegründeten sauerländischen Stadt Lennestadt, 1995 den englischen Humanisten Thomas Morus als Stadtpatron anzunehmen und sich von diesem Märtyrer des Rechts auf Gewissensfreiheit, wie es in einer Broschüre heißt, herausfordern zu lassen.
Abschließend möchte ich betonen, daß eine laxe, methodisch nicht reflektierte Rede vom Stadtpatron einer deutschen Stadt mehr Schaden anrichtet als Nutzen stiftet. Die von mir vorgeschlagene Typologie - Reliquienpräsenzpatrone, Pertinenzsymbole und Votivpatrone - soll zu einer Kontextualisierung des Phänomens Stadtpatron beitragen.
In den alten Bischofsstädten, die ich nicht behandelt habe, dominierten im Mittelalter die Reliquienpräsenzpatrone, etwa die heiligen Bischöfe der Stadt. Ob es sinnvoll ist, sie unabhängig von quellenmäßiger Bezeugung Stadtpatrone zu nennen, mag dahingestellt bleiben.
Die Frage ihrer Verehrung ist jedenfalls im Zusammenhang mit einer Geschichte des Reliquienkults in der Stadt zu diskutieren. Wie bei der liturgischen Ordnung der Stadt dürfte auch bei der Heiligenverehrung der Konsens von Klerus und Kommune im Vordergrund gestanden haben. So deute ich die ältesten Heiligensiegel der deutschen Städte als Pertinenzsymbole, nicht als Aufbegehren gegen den geistlichen Stadtherrn. Nochmals sei in Erinnerung gerufen, daß der Schluß vom Heiligensiegel auf einen Stadtpatron mir als Fehlschluß erscheint.
Schließlich der Typ des Votivpatrons: Er verweist auf das noch kaum vergleichend erforschte kommunale Votivwesen, also auf gelobte Prozessionen, Wallfahrten und Feiertage.
In frühneuzeitlichen katholischen Städten führte das gegenreformatorische Revival des mittelalterlichen Patronatsgedankens zur Verehrung von Heiligen, die ausdrücklich als Stadtpatrone bezeichnet wurden. Diese vergleichend in den Blick zu nehmen, war das primäre Ziel meiner Ausführungen. Nichts spricht dagegen, Formen städtischer Heiligenverehrung zu untersuchen, die terminologisch nicht mit dem Begriff des Stadtpatrons verbunden wurden. Nur sollte man davon Abstand nehmen, neben dem Quellenbegriff des Stadtpatrons einen Forschungsbegriff des Stadtpatrons zu etablieren. Ein überzeitliches, ahistorisches Konstrukt Stadtpatron (oder Stadtheiliger), das nicht zurückgebunden ist an die zeitgenössische Terminologie, führt zur Konfusion. Fromme Praxis mag das anders sehen.
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Der folgende Vortrag sei nicht zuletzt aufgrund seiner mittelalterlichen Bezuege auch hier zur Diskussion gestellt.
Klaus Graf
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Klaus Graf: Stadtpatrone in kleineren deutschen Städten
Vortrag auf der Tagung "Stadt und Heilige" des Amts für rheinische Landeskunde in Köln-Deutz am 22.9.2003
Die früheste Monographie zum Phänomen des deutschen Stadtpatrons ist heute ganz und gar vergessen. Es ist ein schmaler Gelegenheitsdruck aus dem Jahr 1754, verfaßt von dem Rektor der Lateinschule Schneeberg im Erzgebirge, Daniel Traugott Müller: "Von denen Schuz-Göttern und Schuz-Patronen derer Städte, und besonders derer Berg-Städte in unserm Gebürge". Er beginnt mit den antiken Schutzgöttern, um mit konfessioneller Polemik zu beklagen, daß die Römische Kirche diesen "Irrthum aus dem Heidenthum" fortgepflanzt habe. Der Autor gibt einige wenige historische Belege für erzgebirgische Stadtpatrone in vorreformatorischer Zeit, wobei natürlich die namengebende hl. Anna in Annaberg nicht fehlen darf und schließt mit einem Lob auf Johann-Georgen-Stadt, das keinen Schutzpatron brauche, sondern durch die Gnade Gottes und den Schutz des Landesfürsten aufgeblüht sei. Ein gewisses antiquarisches Interesse ist bei aller Knappheit der Ausführungen unverkennbar, aber es dominiert eindeutig der protestantische Abscheu vor der katholischen Heiligenverehrung.
Sehr viel eingehender beschäftigte sich zwei Jahrzehnte später Christian Knauthe, evangelischer Pfarrer in Friedersdorf in der Oberlausitz, mit den Patronen der oberlausitzischen Sechsstädte.
Im November 1775 erschien im Lausitzischen Magazin die erste Folge der "Hagiologia Lusatiae Superioris, d.i. Anzeige der Heiligen, welche die Oberlausitzer als Patronen geehret, und ihnen das Land, die Städte, die Kirchen und die Altäre gewiedmet haben". Hier wird die papistische Vergangenheit unvoreingenommener und quellennäher gesehen - durchaus mit bemerkenswerten Befunden. Neben den jeweiligen Kirchenpatronen als den ersten Stadtpatronen berücksichtigt Knauthe nämlich weitere Heilige, die später seiner Ansicht nach zu Stadtpatronen erwählt wurden. Im Fall der wichtigsten oberlausitzischen Stadt Görlitz verweist Knauthe auf den Kult des hl. Hippolyt: "Die alten papistischen Görlitzer schrieben ihm eine große Wohlthat zu, indem sie glaubten, er habe sie von den Feinden errettet". 1334 am Hippolytstag wurde Görlitz von einer Rotte Reiter überfallen. Sie gelobten künftig jährlich am betreffenden Freitag zu fasten und konnten die Feinde zurückschlagen. "Diesen Sieg schrieben nun die Görlitzer dem S. Hippolito zu, dahero sie ihn nicht allein zu ihrem Schutzherrn der Stadt annahmen, sondern auch ihr gethanes Gelübde mit Fasten jährlich hielten" (S. 356). Dieses Gelübde erscheint zwar nur in der frühneuzeitlichen Görlitzer Chronistik. Aber daß es eine besondere kommunale Verehrung des hl. Hippolyt gab, der übrigens in den mir bekannten älteren Görlitzer Quellen niemals ausdrücklich als Stadtpatron bezeichnet wurde, wird durch den Umstand belegt, daß der Görlitzer Rat 1386 eine Kapelle und einen Altar im Rathaus zu Ehren des Leichnams Christi und des Märtyrers Hippolyt stiftete.
Anders als Görlitz blieb das fuldische Brückenau (heute Bad Brückenau) katholisch. Als Stadtpatron gilt in der Kleinstadt heute der hl. Georg. Der Georgstag wird kirchlich mit einer eucharistischen Lichterprozession unter Teilnahme des Bürgermeisters mit Amtskette begangen. Er soll zurückgehen auf den gescheiterten Überfall von Adeligen, die am Georgstag des Jahres 1400 Bewaffnete, versteckt in Weinfässern, einschmuggeln wollten. Eine Schrift des jesuitischen Historikers Christoph Brower von 1612 behauptet, die Bürger hätten daraufhin St. Georg zum Patron der Stadt erwählt.
Man findet noch weitere Beispiele für Tagesheilige, die mittelalterlichen Bürgern hilfreich zur Seite gestanden sind. Ich möchte für Heilige, die aufgrund einer ihnen zugeschriebenen Schutzleistung bei einem bestimmten Ereignis verehrt werden, die Bezeichnung Votivpatron vorschlagen, wobei sich das Gelübde sowohl auf ein vor dem Ereignis gegebenes Versprechen als auch auf eine nachträgliche Stiftung beziehen kann.
Wäre Lübeck heute eine katholische Stadt, so würde man wohl die Heilige Maria Magdalena als Stadtpatronin betrachten. Ihre Schlachtenhilfe bei Bornhöved (1227) wurde in Lübeck nicht nur durch jährliches Gedenken an ihrem Festtag erinnert, sondern auch durch vor 1444 entstandene Historienbilder in der "Hörkammer" des Lübecker Rathauses. Das "Heiligenleben" des Lübecker Druckers Stefan Arndes gibt 1492 im Anschluß an die Legende von Maria Magdalena einen Abriß der städtischen Gründungsgeschichte, in dem es am Ende heißt: "Wy bidden de hyllighen vrouwen sunte Marien magdalenen, dat se god vor de stad Lubeke vnde vor ere ynwoners bidde". Die Heilige galt somit als Beschützerin und Fürbitterin der Stadt - nichts anderes meinte der Quellenbegriff "patrona"/"patronin".
In der Krise konnte eine bereits bestehende Heiligenverehrung erheblich intensiviert werden. Dies war beispielsweise in Neuss während der burgundischen Belagerung 1475 der Fall, als man sich Hilfe und Heil vom Stadtpatron Quirinus erhoffte.
In der frühen Neuzeit vermehrten sich kommunale Verlöbnisse, in Westfalen Lobe-Tage genannt, geradezu inflationär. Ein besonders instruktives Beispiel entnehme ich der Baselbieter Geschichte. Die Kleinstadt Laufen im Fürstbistum Basel wurde 1735 von einer verheerenden Viehseuche erschüttert. Im Februar 1736 versprach die Gemeinde, den Heiligen Fridolin zum Stadtpatron zu erheben. Nach dem Vorbild des Rats und der Geschworenen gelobte jeder Bürger der Stadt und Vorstadt Laufen, den Heiligen "für jetzt und zu Ewigen Zeithen" zum Stadt- und Gemeindepatron annehmen zu wollen. Der Fridolinstag sollte mit einer Prozession gefeiert werden, und bis man ein Bildnis des Stadtpatrons in der Stadtkirche hätte, wollten die Laufner zu einer Fridolinskapelle in Breitenbach wallfahren.
[ http://www.baselland.ch/3/blgeschichte/521vieh.html (eingesehen 14.9.2003)]
Heute noch begangen wird der Rochustag der Stadt Steinheim in Ostwestfalen. Dieser Bet- und Lobetag geht auf ein Gelübde aus dem Jahr 1637 zurück. Heute gilt Rochus allgemein als Stadtpatron seit 1637, aber eingehende Ermittlungen des Stadtarchivars Heinz Gellhaus ergaben, daß die Bezeichnung Stadtpatron erstmals auf der Steinheimer Bürgerfahne von 1908 erscheint. Und der heute noch allgemein bekannte Duderstadter Stadtpatron Laurentius, von mir näher untersucht, läßt sich bislang als solcher nicht vor 1800 nachweisen.
[Klaus Graf, St. Laurentius als Stadtpatron von Duderstadt,
Online: http://www.uni-freiburg.de/histsem/mertens/graf/dud.htm ]
Diese letzten beiden Beispiele verdeutlichen gut die allgemeine heuristische Problematik bei der Erforschung deutscher Stadtpatrone, der ich mich mehrere Jahre im Rahmen eines Bielefelder Forschungsprojekts gewidmet habe. Derzeit kenne ich um die 70 einigermaßen eindeutige Fälle von katholischen Städten, die in der Neuzeit einen Stadtpatron, der nicht mit dem Kirchenpatron identisch ist, verehrten oder verehren. In ganz wenigen Fällen ist die Quellenlage befriedigend.
Man müßte in den meisten Fällen aufwendige Archivstudien betreiben, um die Verehrungsgeschichte einigermaßen plausibel rekonstruieren zu können. Wenn es Erwähnungen des Stadtpatrons in der Literatur gibt, dominieren unbelegte Behauptungen, die überwiegend von der Tendenz geleitet werden, den Kult möglichst bis ins Mittelalter oder gar bis zur Stadtgründung zurückzuprojizieren. Solide wissenschaftlich verwertbare Nachweise sucht man meist vergebens. Ein gutes Beispiel ist der hl. Apollinaris in Düsseldorf, hinsichtlich dessen Stadtpatronat ich leider keine eigenen archivalischen Recherchen anstellen konnte. Aber dafür habe ich mich ergebnislos an diverse Autoritäten gewandt, auch an solche, die in Publikationen mit dem Brustton der Überzeugung, aber ohne die Spur eines quellenmäßiger Nachweises behauptet haben, der Heilige sei 1394 zum Stadtpatron erhoben worden. Nun war ich gespannt, was Manfred Becker-Huberti vom Erzbistum Köln in seinem dieses Jahr erschienenen Buch zum hl. Apollinaris dazu schreiben würde. Der Autor, ein anerkannter Wissenschaftler, verwies mich freundlicherweise auf eine sehr gelungene und empfehlenswerte Internetpräsentation, in der zu der mich interessierenden Frage zu lesen war, aufgrund uralter mündlicher Überlieferung wisse man, daß Apollinaris 1394 zum Stadtpatron erhoben worden sei - deutlicher kann man den Bankrott der historisch-kritischen Methode nicht formulieren, wenn es um historisierende Begründungen frommer Praxis geht.
[ http://www.sankt-apollinaris.de/index.html (eingesehen 24.9.2003]
Mein Ansatz ist ein terminologischer: als Stadtpatron darf bezeichnet werden, wer als solcher bezeichnet wird. Wenn einzelne Heimatbeflissene im Internet einen sonst unbekannten Stadtpatron kreieren (beispielsweise den hl. Rochus in Jülich), so darf das natürlich nicht für bare Münze genommen werden. Traditionelle städtische Heiligenkulte laufen in letzter Zeit überhaupt Gefahr, an kirchlichen Festlegungen vorbei als Stadtpatronate ausgegeben zu werden.
Vor einigen Tagen stieß ich im Internet auf die Angabe, Johannes Nepomuk sei Stadtpatron im oldenburgischen Vechta. Zwar konnte der langjährige katholische Pfarrer eine solche allgemeine Ansicht durchaus bestätigen, wußte aber nicht das geringste von einer kirchlich-liturgischen Verehrung.
Als gleichsam triviale Fälle werden von mir jene ausgeklammert, bei denen der Patron der städtischen Hauptkirche zugleich als Stadtpatron verehrt wird. Meistens ist das so, wenn der Heilige oder die Heilige im städtischen Wappen oder Siegel erscheint.
In einer Reihe von Fällen differieren Kirchenpatron und Siegel-Heiliger. Das ist insbesondere dann der Fall, wenn die Stadt den Patron des geistlichen Territoriums, dem sie angehörte, im Siegel führte. So erklärt sich das vermeintliche alte Stadtpatronat des hl. Martin sowohl in Aschaffenburg als auch in Erfurt, beides Städte des Erzstifts Mainz. Ich möchte Heiligensiegel als Pertinenzsymbole bezeichnen, mit denen eine Zugehörigkeit zum Ausdruck gebracht wird.
Der Heilige ist der himmlische Anführer, mit einem spätmittelalterlichen Quellenbegriff der "Hauptherr" der Stadt, sei es nun als Territorialpatron - beispielsweise der hl. Martin als geistlicher Herr des Erzstifts Mainz - oder als städtischer Kirchenpatron.
Von den Hoheitszeichen, die einen Heiligen als städtisches Pertinenzsymbol darstellen, ableitbar sind auch seine Bilder, die am Rathaus bzw. anderen städtischen Gebäuden und auf den Stadtbrunnen angebracht waren. Die meist im Hochmittelalter im Stadtsiegel angenommenen Heiligen als Pertinenzsymbole überstanden - anders als die Reliquienschreine der Stadtheiligen - in der Regel auch die Reformation. Die Heiligen waren so sehr zu Stadtsymbolen, zu städtischen Erkennungszeichen, geworden, daß sie auch von protestantisch gewordenen Städten als Hoheitszeichen weitergeführt und sogar mitunter reaktiviert wurden.
Als Beispiel nenne ich die vom Nürnberger Rat ab 1623 in Anknüpfung an die mittelalterliche Tradition geprägten Sebaldsgulden.
Es ist, denke ich, eine Sackgasse der Forschung, aus dem mittelalterlichen Heiligensiegel auf einen Stadtpatron zu schließen und diesen dann womöglich mit Attributen auszustatten, die man von italienischen Stadtpatronen zu kennen glaubt. Überhaupt wäre es vielleicht sinnvoll, für die deutschen Verhältnisse vor der Reformation einen Numerus clausus der Stadtpatrone einzuführen: Sebald in Nürnberg, Auctor in Braunschweig, Maria in Straßburg, Reinold in Dortmund, Patroklus in Soest und Quirin in Neuss. Nur in diesen sechs Städten ist die Belegdichte und die Qualität der Zeugnisse hoch genug, um die Parallele zu Italien mit einiger Berechtigung ziehen zu können; nur in diesen sechs Fällen steht ein einziger Heiliger in unverwechselbarer Weise dauerhaft für seine Stadt. In Nürnberg, Dortmund und Soest haben überdies die Kaufleute der Stadt den Kult ihres städtischen Heiligen auch außerhalb der Heimatstadt durch fromme Stiftungen gefördert - so wie Florentiner Kaufleute den Kult ihres Patrons Johannes des Täufers in der Fremde.
Maria ist ein Sonderfall, wie ich in einem eigenen Aufsatz zu zeigen versucht habe. Sie konnte als Patronin und Beschützerin jeder Stadt gelten.
[Klaus Graf: Maria als Stadtpatronin ...,
in: Frömmigkeit im Mittelalter, 2002, Zusammenfassung online:
http://web.archive.org/web/20080328060106/http://www.aedph.uni-bayreuth.de/2002/0229.html ]
Wenn man das rituelle Leben der mittelalterlichen Städte mit Heiligensiegel mit dem derjenigen ohne Heiligensiegel vergleicht, so stellt man keine signifikanten Unterschiede fest. Dieses Veto der Rituale ist durchaus ernstzunehmen. Man hat in allen Städten den Kirchenpatron gebührend gefeiert, aber beispielsweise waren stadtweite Prozessionen am Patronatstag eher unüblich. Kein Experte der Frankfurter Geschichte würde auf Anhieb den Stiftspatron, den heiligen Bartholomäus, als Stadtpatron benennen, wie es in Anbetracht vereinzelter Zeugnisse umgekehrt schwer fällt, dies strikt und bedingungslos zu leugnen.
Aber das Frankfurter Prozessionswesen spricht eine andere Sprache: Eindeutig im Mittelpunkt des rituellen Lebens stand die 1342 anläßlich des verheerenden Mainhochwassers gelobte Maria-Magdalena-Prozession.
[ http://www.geschichte.uni-freiburg.de/mertens/graf/e_fest.htm#_ednref7 ]
Natürlich kann es sinnvoll sein, im frühen, hohen und späten Mittelalter auch in Deutschland nach Bezeugungen für Stadtpatrone ("patronus civitatis", "houbetherre" usw.) zu suchen, nur erscheint mir die Ausbeute außerhalb der alten Bischofsstädte nach meinen Erfahrungen sehr gering. Jede Stadt hatte nicht nur einen Stadtpatron, sondern mehrere, die Patrone der Kirchen und Altäre, Patrone der Zünfte und besonders verehrte Heilige, unter ihnen die erwähnten Votivpatrone. Städtisches Leben war, um eine Formulierung Ernst Voltmers aufzugreifen, "Leben im Schutz der Heiligen". Dabei kommt es mir auf den Plural an: die Heiligen bildeten gleichsam ein himmlisches Schutzkollektiv ohne fixierte Hierarchie.
Eine Kollision zwischen der religiösen Orientierung von Rat und Bürgerschaft in Koblenz einerseits und dem bischöflichen Stadtherrn, dem Erzbischof von Trier, andererseits dokumentiert eine Urkunde aus dem Jahr 1383. In ihr beklagte sich der Trierer Oberhirte, daß die Koblenzer die Festtage der Stadtpatrone Florin und Castor nicht in gebührender Weise mit dem Besuch ihrer Gotteshäuser und der gebotenen Feiertagsruhe ehren würden. Er befahl den Gläubigen, die Feste künftig feierlich zu begehen und schrieb dazu einen vierzigtägigen Ablaß aus. Rat und Bürgerschaft hatten sich damals längst eher Maria, der Patronin der Hauptpfarrkirche Liebfrauen, zugewandt. Sie wird allerdings erst in der frühen Neuzeit explizit als Stadtpatronin bezeichnet. Erwähnenswert erscheint in diesem Zusammenhang, daß im 13. Jahrhundert die Repräsentanten der Stadt, nämlich Schultheiß, Ritter, Schöffen und Gemeinde, versucht hatten, den Kult der in der Kastorkirche beigesetzten Rizza, einer angeblichen Tochter Ludwigs des Frommen, unter Hinweis auf Wunder an ihrem Grab zu etablieren und sich deshalb 1265 an den Papst gewandt hatten. Die selige Rizza gilt heute vielleicht mitunter als Lokal- oder Stadtheilige, aber der stärker normativ besetzte Begriff Stadtpatronin ist mir in Koblenz noch nicht begegnet.
Rizza kann für einen zweiten wichtigen Typ neben dem des Votivpatrons stehen: für den Reliquienpräsenzpatron, der aufgrund der Präsenz seiner Reliquien als Schutzheiliger aufgefaßt wird. In den alten Bischofsstädten galten die Tumuluskulte am Heiligengrab natürlich solchen Reliquienpräsenzpatronen, deren ganzer Leib den Schutz verbürgte. Übertragungen von Heiligenleibern führten seit dem Spätmittelalter mitunter dazu, daß die betreffenden Heiligen als Stadtpatrone bezeichnet wurden. Daß die Bürger Heiligen, die mit wichtigen Reliquien in ihrer Stadt präsent waren, Schutzfunktionen für das Gemeinwesen zuschrieben, auch wenn die terminologische Fixierung mit dem Begriff Stadtpatron erst sehr viel später quellenmäßig dokumentierbar ist, möchte ich nicht bezweifeln. In das niederrheinische Geldern kamen 1476 die Reliquien der Märtyrer Galenus und Valenus, die heute als Stadtpatrone gelten. Es ist bezeichnend, daß der maßgeblichen Gelderner Stadtgeschichte mit keinem Wort zu entnehmen ist, seit wann diese Bezeichnung in den Quellen erscheint.
Im 17. und 18. Jahrhundert hat man menschliche Überreste aus den Katakomben Roms als frühchristliche Märtyrer angesehen, getauft, also mit einem wohlklingenden römischen Namen versehen und dann in den Norden exportiert, die sogenannten Katakombenheiligen. Viele katholische Stadtpfarrkirchen des deutschsprachigen Raums haben solche Heiligenleiber erhalten, aber nur in einem Teil dieser Städte spricht man von ihnen als Stadtpatronen. So wurde zwar der heilige Pankratius der dritte Patron der Schweizer Stadt Wil - dieses Jahr erschien eine Monographie über seinen Kult - aber der hl. Donatus keineswegs der dritte Patron der Stadt Münstereifel nach den Stiftspatronen Chrysantus und Daria, die damals schon als Stadtpatrone galten. An mangelnder volksfrommer Verehrung kann das nicht gelegen haben, denn Donatus wurde im Rheinland insbesondere als Wetterpatron intensiv verehrt. Allerdings hat die Stadt Linz am Rhein den Münstereifeler Katakombenheiligen Donatus nach dem Zweiten Weltkrieg zeitweilig als Stadtpatron verehrt. Sicher ein Katakombenheiliger ist auch der Stadtpatron von Monschau, der hl. Liberatus, dessen Gebeine seit 1760 in der Eifelstadt ruhen. Ein Katakombenheiliger ist der hl. Faustus, Stadtpatron in Dillingen an der Donau, und der hl. Prosper, Stadtpatron in Erding. Auch etwa der hl. Vincentius in Eger und die hl. Paulina in Olmütz sowie der hl. Placidus im österreichischen Retz zählen zu dieser Gruppe von Stadtpatronen.
Erst in der frühen Neuzeit begegnet ein weiterer Typ von Stadtpatronen, der allerdings in Deutschland auf wenige Beispiele beschränkt bleibt:
Heilige, die in der Stadt geboren wurden oder in ihr gelebt haben. So gilt seit dem 19. Jahrhundert der hl. Fidelis als Stadtpatron seiner Geburtsstadt Sigmaringen. Älter sind die Zeugnisse für Lauingen an der Donau, das Albertus Magnus verehrte und noch heute verehrt. Im Ratsprotokoll von 1768 wird er ausdrücklich großer Stadtpatron genannt und seine Verehrung als schuldige Pflicht der Stadt betrachtet.
Eine weitere Gruppe von frühneuzeitlichen Stadtpatronen stellen Nothelfer, die als Patrone gegen Pest und Feuersbrunst angerufen wurden, dar und lokal besonders, etwa als Bruderschaftspatrone verehrte Heilige. Manchmal wurde auch ein Nebenpatron der Pfarrkirche als Stadtpatron bezeichnet. Trennscharf läßt sich diese Gruppe nicht von den Votivpatronen abgrenzen, da es durchaus möglich ist, daß ein lokal besonders verehrter Heiliger aufgrund einer ihm zugeschriebenen Schutzleistung mit einem gelobten Fest geehrt wird. In meiner Liste der als Stadtpatrone verehrten Heiligen steht nicht von ungefähr der Pestpatron Sebastian an erster Stelle. Er gilt auch als Stadtpatron von Landshut, was bereits im 17. Jahrhundert bezeugt ist, doch intensivierte sich die Verehrung nach seinem Beistand bei einem Wassereinbruch von 1771, als das sogenannte "Wasseramt", ein jährlich begangenes Lobamt, gestiftet wurde. Die Landshuter Sebastiansbruderschaft behauptete übrigens in ihrem Bruderschaftsbrief, Sebastian sei 1493 feierlich als Stadtpatron erwählt worden - ein früher Fall jener Rückprojektionen, die demjenigen das Leben schwer machen, der es mit der Terminologie nun einmal genau nehmen will.
Mitunter lassen sich Jesuiten als Förderer des Kults von Stadtpatronen nachweisen. Dies gilt etwa für die Luxemburger Verehrung von Maria Trösterin der Betrübten als Stadtpatronin und die Wahl von Franz Xaver zum zweiten Stadtpatron von Luzern, aber auch für das besonders gut untersuchte Beispiel von Landsberg am Lech, in dem der hl. Sebastian heute als Stadtpatron gilt. Allerdings wurden im 17. und 18. Jahrhundert "nebeneinander Sebastian und Franz Xaver, früher dazu auch noch Ignatius, in Notsituationen als Beschützer der Stadt angerufen" (Lichtenstern S. 68).
Erwähnt sei auch noch, daß manchmal Fürsten bei der Erhebung eines Landespatrons auch ihrer Residenzstadt diesen als Stadtpatron verordneten. Ähnlich ist es zu bewerten, daß Kurfürst Josef Clemens von Köln 1716 aufgrund eines 1702 abgelegten Gelübdes Maria zur Schutzfrau seiner Residenzstadt Bonn erklärte. Die Kommune hatte zu gehorchen. Auf private Initiative eines kurpfälzischen Beamten ist es dagegen zurückzuführen, daß der 1751 zum Patron der kurpfälzischen Lande erhobene St. Joseph auch zum Patron der Stadt Frankenthal wurde.
Wenig bekannt ist, daß es vor allem in drei deutschen Diözesen - Freiburg, Paderborn und Würzburg - das verbreitete Phänomen ländlicher Ortspatrone gibt, also Gemeindepatrone neben den Kirchenpatronen. Mir ist es bei einer stichprobenhaften Recherche vor Ort im ehemals kurkölnischen Sauerland um Winterberg, wo die Ortspatrone besonders dicht gesät sind, nicht gelungen, sie als solche in der Zeit vor 1800 dingfest zu machen. Gewiß, eine Verehrung etwa als allgemeine Patrone gegen Pest oder Feuersbrunst oder ein Nebenpatronat der dörflichen Pfarrkirche ist dokumentierbar, aber eben nicht die Bezeichnung als Ortspatron. Da sich auch in den anderen beiden genannten Diözesen nichts anderes feststellen ließ, sehe ich in diesen Ortspatronen vor allem eine Erscheinung des 19. Jahrhunderts.
Frühneuzeitliche Stadtpatrone sind eine Frömmigkeitspraxis, deren Stellenwert im System der zeitgenössischen Praktiken keineswegs überschätzt werden darf. Wallfahrten, Bruderschaften, Kapellenstiftungen und gelobte Feiertage waren in Deutschland ungleich wichtiger. Es darf auch nicht übersehen werden, daß manche Stadtpatrone wohl nur kurzfristig als solche verehrt wurden, möglicherweise nur wenige Jahre oder daß von interessierter Seite die Etablierung eines solchen Kultes mißlang. Sie sind also ein eher sporadisches und peripheres Phänomen innerhalb der barocken Frömmigkeitsformen, dessen rituelle und visuellen Zeugnisse meist wenig faszinierend ausfallen. Das Fest eines Votivpatrons als Stadtpatron wurde auch nicht anders begangen als ein normales Votivfest. Nichts wäre falscher, als alle Heiligen, die in den Wolken über einer gemalten Stadtvedute als Fürbitter erscheinen, Stadtpatrone zu nennen. Und entsprechende Beschriftungen "Stadtpatron" etwa auf einer Sebastiansfigur begegnen meist erst im 19. oder 20. Jahrhundert.
Als kollektive Devotionsform reaktivierte der Stadtpatron das mittelalterliche Ideal der städtischen Sakralgemeinschaft, in der Klerus, Obrigkeit und Bürgerschaft sich zu gemeinsamem Heiligenkult verbanden. Der Barock brachte, formulierte Arnold Angenendt, "in Wahrheit den Triumph des mittelalterlichen Heiligenkultes".
Stadtpatronate sind Teil einer gegenreformatorisch akzentuierten Verehrungskultur, die den Patronatsgedanken, also die Fürbitte der Heiligen, für Individuen und Gemeinschaften als idealen Weg zum Heil empfahl:
Namenspatrone, Monatspatrone (vor allem von den Jesuiten gepflegt), Hauspatrone, Bruderschafts- und Kongregationspatrone, Landespatrone und eben auch Stadt- und Ortspatrone. In den romanischen Ländern hatte der Kult von Ortspatronen erheblich mehr Konjunktur. Hier war auch die römische Ritenkongregation anders als in Deutschland unmittelbar involviert, wenn sie beispielsweise die Frage zu entscheiden, ob eine italienische Gemeinde die Dornenkrone Christi als Stadtpatronin verehren dürfe. Sie durfte - theologisch einleuchtend - natürlich nicht, da die Aufgabe des Patrons die Fürbitte ist. Daher darf auch streng genommen Salvator nicht als Duisburger Stadtpatron im Mittelalter bezeichnet werden, da der Erlöser nicht bei sich selbst Fürbitte einlegen kann.
Weltweit gibt es erwählte Stadt- und Ortspatrone katholischer Gemeinwesen - selbst in China, wo im ehemals portugiesischen Macao Johannes der Täufer zum Stadtpatron proklamiert wurde. An seinem Festtag gelang es 1622, den Angriff der Holländer zurückzuschlagen.
[K. Maxwell, Macao ..., in: World Policy Journal 16:4, 1999/2000, Online:
http://web.archive.org/web/20011209055855/http://www.cfr.org/public/pubs/maxwell_macao_article.html#12a (eingesehen 24.9.2003) ]
Gefahr drohte der volksfromm-klerikalen Vielfalt der Patronate aus zweierlei Richtung: die Ritenkongregation hielt nichts von liturgischem Wildwuchs, ungeregelten Heiligenfesten und ewigen kommunalen Gelübden, und die Aufklärung sah in dergleichen vor allem eine Zeitverschwendung. Schon vor der Säkularisation verringerten rigide Feiertagsreduktionen in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts die Zahl der arbeitsfreien Tage. In Mühlheim an der Donau, wo es eine Reihe von gelobten Feiertagen, beispielsweise im Februar den Agathatag zur Abwendung von Feuersgefahr, gab, wandte man sich gegen das Dekret des Bischofs von Konstanz 1782, mit dem die meisten lokalen Feiertage abgeschafft wurden. Nur das Fest eines einzigen jeweiligen Orts- und Schutzpatrons sollte arbeitsfrei sein. 1787 konstatierte die Stadt in einem Schreiben an den Bischof, niemand halte sich an die Abschaffung der Feiertage. Man bat, die Aposteltage, Mariä Opferung, St. Sebastian und St. Agatha feiern zu dürfen. "Die beiden letzteren wären die Schutzpatrone der Stadt, die, wie uralte Dokumente bewiesen, in mehreren betrübten Fällen wundertätige Hilfe geleistet hätten". Man wählte also zwei gelobte Feste als Feste der Schutzpatrone der Stadt aus, setzte also einen Schwerpunkt, indem man die Rechtsfigur des Stadtpatrons bemühte.
Die Vorgaben der römischen Ritenkongregation zeitigten stärkere Wirkung erst im 19. und 20. Jahrhundert, als die liturgische Praxis in Deutschland mehr und mehr an den römischen Normen gemessen wurden. Es gibt natürlich Beispiele für frühere Einflüsse aus Rom - etwa die Erhebung der Bonner Stiftspatrone Cassius und Florentius 1643 zu Stadtpatronen, die auf die mit der päpstlichen Konstitution "Universa per orbem" von 1642 dekretierte Feiertagsreduktion antwortete. Das Fest eines gewählten Ortspatrons durfte der Konstitution zufolge als weiterer Feiertag begangen werden. Aber andererseits muß unterstrichen werden, daß, soweit mir bekannt, die erste kanonisch korrekte Wahl eines deutschen Ortspatrons nach den von der Kurie 1630 aufgestellten Grundsätzen im Jahr 1977 erfolgte, als Konrad von Parzham Stadtpatron von Bad Griesbach wurde.
Messerscharf bewies das Erzbischöfliche Generalvikariat zu Paderborn am 10. Januar 1938 dem Pfarrer der sauerländischen Kleinstadt Schmallenberg, daß der als Stadtpatron verehrte hl. Valentin keineswegs als solcher gelten dürfe. "Wir glauben nicht", führte die Kirchenbehörde aus, "daß Valentin Ortspatron in Schmallenberg ist. Es steht nicht fest, daß er vor dem 23.3.1630 als Ortspatron verehrt ist, desgl. nicht, ob er nach dem 23.3.1630 als Ortspatron rite gewählt und bestätigt ist." Aus einem päpstlichen Ablaßbrief von 1797, der am Sonntag nach dem Valentinstag einen Ablaß wie am Fest des Kirchenpatrons, des hl. Alexander, verlieh, zog das Generalvikariat den Schluß, daß damals der Valentinstag kein arbeitsfreier Tag gewesen sei. Weil damit auch das Kriterium nicht erfüllt sei, daß der Tag des Ortspatrons seit unvordenklichen Zeiten vom Volk als Feiertag begangen wurde, sei Valentin auch nicht Ortspatron. Die Schmallenberger ließen sich - wie andere sauerländische Städte mit Stadtpatron - davon nicht beirren. Heute feiert man den Valentinstag nicht nur im kirchlichen Raum. 1991 beschloß der Rat der Stadt, das Fest des Stadtpatrons als Tag des Gesprächs und der Begegnung wiederzubeleben.
Das liturgierechtliche Leitbild des "patronus principalis", der an die Stelle des himmlischen Schutzkollektivs trat, war aber weniger von Belang als die extremen Umwälzungen im Gefolge der Säkularisation. Barocke Frömmigkeitsformen wie Wallfahrten konnten sich im Sturmwind der Aufklärung kaum behaupten. Neue Landesherren akzeptierten den herkömmlichen Festkalender nicht mehr. Die im 19. Jahrhundert greifbaren Ortspatrone - sei es in den Städten als auch auf dem Land - antworteten auf diesen Säkularisierungsprozeß, indem sie Heiligenverehrung auf einen einzigen oder seltener wenige Heilige konzentrierten. Seine Verehrung war dann auch ein Akt katholischer Selbstbehauptung, war "Ausdruck lokaler Identität und religiöser Selbstvergewisserung" (wie es im Titel des Vortrags von Barbara Stambolis auf dieser Tagung heißt).
In den letzten Jahrzehnten kam es mancherorts zur Revitalisierung der Institution Stadtpatron. Im Jahr 2000 wurde Maria zur Patronin des Marienwallfahrtsort Kevelaer förmlich erhoben.
Andernorts scheiterten solche Versuche, etwa 1985 in Meerbusch, als eine Arbeitsgemeinschaft aufgrund einer angeblich unsachlichen öffentlichen Diskussion davon Abstand nahm, Hildegunde, die Gründerin des Prämonstratenserinnenklosters Meer, "zur Stadtpatronin von Meerbusch zu erheben, damit sie als Bindeglied zwischen sämtlichen Gemeinden fungiert".
Erwähnenswert erscheint mir noch die Entscheidung der 1969 gegründeten sauerländischen Stadt Lennestadt, 1995 den englischen Humanisten Thomas Morus als Stadtpatron anzunehmen und sich von diesem Märtyrer des Rechts auf Gewissensfreiheit, wie es in einer Broschüre heißt, herausfordern zu lassen.
Abschließend möchte ich betonen, daß eine laxe, methodisch nicht reflektierte Rede vom Stadtpatron einer deutschen Stadt mehr Schaden anrichtet als Nutzen stiftet. Die von mir vorgeschlagene Typologie - Reliquienpräsenzpatrone, Pertinenzsymbole und Votivpatrone - soll zu einer Kontextualisierung des Phänomens Stadtpatron beitragen.
In den alten Bischofsstädten, die ich nicht behandelt habe, dominierten im Mittelalter die Reliquienpräsenzpatrone, etwa die heiligen Bischöfe der Stadt. Ob es sinnvoll ist, sie unabhängig von quellenmäßiger Bezeugung Stadtpatrone zu nennen, mag dahingestellt bleiben.
Die Frage ihrer Verehrung ist jedenfalls im Zusammenhang mit einer Geschichte des Reliquienkults in der Stadt zu diskutieren. Wie bei der liturgischen Ordnung der Stadt dürfte auch bei der Heiligenverehrung der Konsens von Klerus und Kommune im Vordergrund gestanden haben. So deute ich die ältesten Heiligensiegel der deutschen Städte als Pertinenzsymbole, nicht als Aufbegehren gegen den geistlichen Stadtherrn. Nochmals sei in Erinnerung gerufen, daß der Schluß vom Heiligensiegel auf einen Stadtpatron mir als Fehlschluß erscheint.
Schließlich der Typ des Votivpatrons: Er verweist auf das noch kaum vergleichend erforschte kommunale Votivwesen, also auf gelobte Prozessionen, Wallfahrten und Feiertage.
In frühneuzeitlichen katholischen Städten führte das gegenreformatorische Revival des mittelalterlichen Patronatsgedankens zur Verehrung von Heiligen, die ausdrücklich als Stadtpatrone bezeichnet wurden. Diese vergleichend in den Blick zu nehmen, war das primäre Ziel meiner Ausführungen. Nichts spricht dagegen, Formen städtischer Heiligenverehrung zu untersuchen, die terminologisch nicht mit dem Begriff des Stadtpatrons verbunden wurden. Nur sollte man davon Abstand nehmen, neben dem Quellenbegriff des Stadtpatrons einen Forschungsbegriff des Stadtpatrons zu etablieren. Ein überzeitliches, ahistorisches Konstrukt Stadtpatron (oder Stadtheiliger), das nicht zurückgebunden ist an die zeitgenössische Terminologie, führt zur Konfusion. Fromme Praxis mag das anders sehen.
KlausGraf - am Mittwoch, 18. November 2009, 00:09 - Rubrik: Landesgeschichte
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KlausGraf - am Dienstag, 17. November 2009, 21:47 - Rubrik: Archivrecht
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Wie den "Neuigkeiten"des Handschriftencensus zu entnehmen ist, befinden sich unter den digitalisierten Manuskripten auch zwei deutsche Handschriften des Mittelalters:
http://dla.library.upenn.edu/dla/medren/index.html

http://dla.library.upenn.edu/dla/medren/index.html

KlausGraf - am Dienstag, 17. November 2009, 21:31 - Rubrik: Digitale Bibliotheken
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http://www.perlentaucher.de/feuilletons/2009-11-17.html
Wenns schon mal vorgekommen sein sollte, ist es mir nicht aufgefallen. Ausgezahlt hat es sich laut Twoday-Referrern nicht: 10 Besucher kamen von da. Aber nett ist es trotzdem.
Wenns schon mal vorgekommen sein sollte, ist es mir nicht aufgefallen. Ausgezahlt hat es sich laut Twoday-Referrern nicht: 10 Besucher kamen von da. Aber nett ist es trotzdem.
KlausGraf - am Dienstag, 17. November 2009, 19:39 - Rubrik: Allgemeines
KlausGraf - am Dienstag, 17. November 2009, 18:52 - Rubrik: Archivrecht
Erb Gut Kunst - unter diesem Titel lädt der Deutsche Kunstrat zu einer öffentlichen Tagung ein, die anlässlich der EXPONATEC COLOGNE, der internationalen Fachmesse für Museen, Konservierung und Kulturerbe (17.-20.11.2009), stattfindet. Auf zwei Podien diskutieren Kunstexperten, Künstler und Wissenschaftler über den gesellschaftlichen Umgang mit dem kulturellen Erbe im Allgemeinen und der Archivierung von Künstlernachlässen im Besonderen.
Die Teilnahme ist für Besucher der EXPONATEC COLOGNE und der gleichzeitig stattfindenden Cologne Fine Art & Antiques kostenlos.
.....
26 Regalkilometer Akten, 65.000 Urkunden, 104.000 Karten und Pläne, 50.000 Plakate sowie 800 Nachlässe und Sammlungen verschüttet - so lautete die Schadensmeldung nach dem Einsturz des Kölner Stadtarchivs. Infolge der Katastrophe ist die Debatte nach dem Umgang mit dem kulturellen Erbe weit über die Domstadt hinaus neu entflammt. Gleichzeitig haben weitere Entwicklungen bildgebender Verfahren die Diskussion über die Bedeutung von Original versus Reproduktion verstärkt. Braucht der Betrachter das Original, wenn er eine digitale Version oder Reproduktionen mit nach Hause nehmen oder auf dem Bildschirm abrufen kann? Oder schafft der digitale Zugriff gar eine neue Sehnsucht, ein neues Bewusstsein für Originale und deren Werte?
Vor diesem Hintergrund befasst sich das von Thomas Wulffen moderierte Podium mit der Frage nach neuen Formen der Rezeption und mit der gesellschaftlichen Verantwortung für das kulturelle Erbe. Seine Gesprächspartner sind Dr. Holger Simon (Verband Deutscher Kunsthistoriker), Dr. Ursel Berger (Georg-Kolbe-Museum, Berlin) und Ingo Terrumanum (Ver.di / Künstler, Köln).
Welche Kriterien entscheiden über die Bewahrung von Kunst- und Kulturgut? Mit dem Thema Archivierung und Präsentation am Beispiel von Künstler- bzw. Kunstvermittler-Nachlässen beschäftigen sich Dr. Birgit Jooss (Deutsches Kunstarchiv, Nürnberg), Prof. Dr. Günter Herzog (ZADIK - Zentralarchiv des internationalen Kunsthandels, Köln) und der Künstler Ingo Ronkholz (Krefeld). Die Moderation übernimmt Kathy Kaaf.
Den Podiumsdiskussionen vorangestellt ist ein Eröffnungsvortrag von Dr. Katharina Corsepius über den Einsturz des Kölner Stadtarchivs und seine Folgen.
Organisation: Birgit Maria Sturm, Sprecherin des Deutschen Kunstrats.
Link zum Flyer (PDF)
Wolf Thomas - am Dienstag, 17. November 2009, 18:26
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Die Dokumentationsstelle der Stiftung Sächsische Gedenkstätten Dresden hat zwei Datenbanken freigeschaltet, die eine Recherche nach vermissten Opfern des Zweiten Weltkrieges ermöglichen.
Eine Datenbank zu ehemaligen sowjetischen Kriegsgefangenen mit 700.000 Datensätzen und eine Datenbank zu von sowjetischen Kriegstribunalen verurteilten Deutschen mit 10.000 Daten.
www.dokst.de
via sachsen.de
Eine Datenbank zu ehemaligen sowjetischen Kriegsgefangenen mit 700.000 Datensätzen und eine Datenbank zu von sowjetischen Kriegstribunalen verurteilten Deutschen mit 10.000 Daten.
www.dokst.de
via sachsen.de
Cherubinos - am Dienstag, 17. November 2009, 17:35 - Rubrik: Staatsarchive
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KlausGraf - am Dienstag, 17. November 2009, 13:03 - Rubrik: Open Access
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KlausGraf - am Dienstag, 17. November 2009, 12:52 - Rubrik: Landesgeschichte
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" ....Die Stadt muss sparen. Auch im kulturellen Bereich. Angesichts der drohenden Preiserhöhungen in den meisten städtischen Kulturtreffs spricht die im Rat vertretene „Soziale Liste” schon von „kultureller Eiszeit”. Aber auch in den anderen Parteien herrschen kollektive Bauchschmerzen. .....Massive Veränderungen drohen dagegen dem Stadtarchiv: Das hatte erst 2007 u.a. wegen Schimmelpilz das Gebäude an der Kronenstraße geräumt und war in das BP/Aral-Gebäude an der Wittener Straße gezogen. Doch Miete und Nebenkosten belaufen sich dort auf 1,9 Millionen Euro jährlich, wobei allein die Klimaanlage mit 700 000 Euro zu Buche schlägt. Die Idee der Stadtverwaltung: Neubau eines Magazingebäudes ohne Flächen für ein stadthistorische Museum. Der Bau würde etwa 9,5 Mio Euro kosten, die jährlichen Belastungen dabei bei rund 700 000 Euro liegen. Somit könnten 1,13 Mio laufende Kosten jährlich einge-spart werden. Wo dabei die Kosten für die Klimaanlage abgeblieben sind, geht aus den Unterlagen allerdings nicht hervor. Weitere 250 000 Euro Einsparung soll die Schließung der Außenstelle Wattenscheid und die Aufgabe der Lagerräume für kontaminiertes Archivmaterial bringen. Außerdem sind Gebühren (25,50 Euro) für Einsicht in Archivarien geplant. ....."
Stadtarchivbezogene Kommentare:
#8 (Sublimer): " ... Bei anderem, wie dem Stadtarchiv fasse ich mir nur an den Kopf, wer hatte denn die Idee bei den Preisen überhaupt jemals da einzuziehen? Manche der Sparideen beim Archiv allerdings empfinde ich dann schon als eine Vernachlässigung des städtischen Kulturauftrags. ...."
#22 (BochuminNot): "Gott sei Dank, jetzt werden die hochtrabenen Pläne von Wölk, Pätzold & Co. vom Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte - sprich Stadtarchiv - endlich in die Ecke verwiesen. Das geschwollene Gelaber zur Pflege persönlicher Interessen geht fast jedem Bochumer seit Wagners Zeiten gehörig auf den Wecker. Was dabei herauskommt konnte jede in der merkwürdigen Ausstellung besichtigen. Das Stadtarchiv sollte sich auf seine genuinen Aufgaben beschränken und nicht Katapult für Großmanns/frausträume sein."
Quelle: derwesten.de
Stadtarchivbezogene Kommentare:
#8 (Sublimer): " ... Bei anderem, wie dem Stadtarchiv fasse ich mir nur an den Kopf, wer hatte denn die Idee bei den Preisen überhaupt jemals da einzuziehen? Manche der Sparideen beim Archiv allerdings empfinde ich dann schon als eine Vernachlässigung des städtischen Kulturauftrags. ...."
#22 (BochuminNot): "Gott sei Dank, jetzt werden die hochtrabenen Pläne von Wölk, Pätzold & Co. vom Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte - sprich Stadtarchiv - endlich in die Ecke verwiesen. Das geschwollene Gelaber zur Pflege persönlicher Interessen geht fast jedem Bochumer seit Wagners Zeiten gehörig auf den Wecker. Was dabei herauskommt konnte jede in der merkwürdigen Ausstellung besichtigen. Das Stadtarchiv sollte sich auf seine genuinen Aufgaben beschränken und nicht Katapult für Großmanns/frausträume sein."
Quelle: derwesten.de
Wolf Thomas - am Dienstag, 17. November 2009, 09:46 - Rubrik: Kommunalarchive
" .... Gut acht Monate nach dem Einsturz des Kölner Stadtarchivs kommt es zum ersten Prozess. Das Landgericht in Köln befasst sich am Dienstag (17.11.09) mit der Forderung nach Schadenersatz dreier Leihgeber, die dem Archiv Materialien überlassen hatten. .....Dazu zählte auch der "Bestand 1577", hinter dem sich der Nachlass des 1995 verstorben amerikanischen Baritons William Pearson verbirgt. Der Regisseur Franz-Josef Heumannskämper hatte dem Archiv 1998 insgesamt 47 Kartons mit Noten, Briefen und Fotos des in der deutschen und Kölner Musikszene bekannten US-Musikers übergeben. Neben Heumannskämper fordern auch die Gebrüder König und die Familie von Wittgenstein Schadenersatz von der Stadt. Die Wittgensteins hatten bereits 1952 das gesamte Familienarchiv an die Stadt gegeben. Zum Bestand des Historischen Archivs gehörte auch der Nachlass des Soziologen René König. Er zählt neben Helmut Schelsky und Theodor W. Adorno zu den führenden deutschen Soziologen der Nachkriegszeit. Die Familie übertrug in Abstimmung mit der René-König-Gesellschaft 2001 die Archivierung und Betreuung des Nachlasses dem Kölner Stadtarchiv....."
Quelle: http://www.wdr.de/themen/panorama/26/koeln_hauseinsturz/091117.jhtml
Nachtrag: Frank Überall twittert: "Richter am Landgericht scheint die Stadt in Schutz zu nehmen"
2. Nachtrag:Frank Überall twittert: "Prozess Stadtarchiv-Einsturz vertagt: Urteil geplant am 12.1.2010"
Quelle: http://www.wdr.de/themen/panorama/26/koeln_hauseinsturz/091117.jhtml
Nachtrag: Frank Überall twittert: "Richter am Landgericht scheint die Stadt in Schutz zu nehmen"
2. Nachtrag:Frank Überall twittert: "Prozess Stadtarchiv-Einsturz vertagt: Urteil geplant am 12.1.2010"
Wolf Thomas - am Dienstag, 17. November 2009, 09:34 - Rubrik: Kommunalarchive
KlausGraf - am Dienstag, 17. November 2009, 01:17 - Rubrik: Open Access
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http://www.internet-law.de/2009/11/bild-darf-foto-eines-berliner.html
http://www.kanzleikompa.de/2009/08/31/kollege-e-the-man-without-a-face/
http://www.eisenberg-koenig.de/entscheidung.php?id=34
In der Google-Bildsuche habe ich ein Bild des bildscheuen Rechtsanwalts gefunden, das ich hier exklusiv präsentiere:

http://www.kanzleikompa.de/2009/08/31/kollege-e-the-man-without-a-face/
http://www.eisenberg-koenig.de/entscheidung.php?id=34
In der Google-Bildsuche habe ich ein Bild des bildscheuen Rechtsanwalts gefunden, das ich hier exklusiv präsentiere:

KlausGraf - am Dienstag, 17. November 2009, 00:27 - Rubrik: Archivrecht
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KlausGraf - am Montag, 16. November 2009, 23:48 - Rubrik: Open Access
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http://www.perlentaucher.de/blog/64_schutzlos_ausgeliefert_im_internet%3f
Das Kräftegleichgewicht zwischen Urhebern und Verwertern droht sich durch die Einführung eines Leistungsschutzrechts für Verleger zu verschieben. Zu diesem Ergebnis kommt ein im Auftrag des Bayerischen Journalistenverbands verfasstes Gutachten, das am 3. Dezember 2009 in der Zeitschrift Kommunikation und Recht erscheinen und ab dem 14. Dezember auch online zur Verfügung stehen wird.
Zum Vorschlag:
Der § 38 des Urheberrechtsgesetzes sollte nach Ansicht der Autoren zu zwingendem Recht werden. Das würde bedeuten, dass der heutzutage gängigen Buyout-Praxis, die dazu führt, dass Autoren alle Rechte an ihren Texten an den Verlag verlieren, ein Riegel vorgeschoben würde.
Siehe dazu auch meinen Kommentar "Urheberrechtsfibel" http://www.contumax.de zu § 38 UrhG. Wäre § 38 UrhG zwingendes Recht, könnte man sich Sonderregelungen für öffentlich geförderte Publikationen, wie sie in der Diskussion sind, sparen.
Update:
http://www.irights.info/index.php?id=81&tx_ttnews[tt_news]=439&cHash=bcbdee822d
http://futurezone.orf.at/stories/1632090/
http://carta.info/18439/leistungsschutzrecht-alter-wein-in-alten-schlaeuchen/
Das Kräftegleichgewicht zwischen Urhebern und Verwertern droht sich durch die Einführung eines Leistungsschutzrechts für Verleger zu verschieben. Zu diesem Ergebnis kommt ein im Auftrag des Bayerischen Journalistenverbands verfasstes Gutachten, das am 3. Dezember 2009 in der Zeitschrift Kommunikation und Recht erscheinen und ab dem 14. Dezember auch online zur Verfügung stehen wird.
Zum Vorschlag:
Der § 38 des Urheberrechtsgesetzes sollte nach Ansicht der Autoren zu zwingendem Recht werden. Das würde bedeuten, dass der heutzutage gängigen Buyout-Praxis, die dazu führt, dass Autoren alle Rechte an ihren Texten an den Verlag verlieren, ein Riegel vorgeschoben würde.
Siehe dazu auch meinen Kommentar "Urheberrechtsfibel" http://www.contumax.de zu § 38 UrhG. Wäre § 38 UrhG zwingendes Recht, könnte man sich Sonderregelungen für öffentlich geförderte Publikationen, wie sie in der Diskussion sind, sparen.
Update:
http://www.irights.info/index.php?id=81&tx_ttnews[tt_news]=439&cHash=bcbdee822d
http://futurezone.orf.at/stories/1632090/
http://carta.info/18439/leistungsschutzrecht-alter-wein-in-alten-schlaeuchen/
KlausGraf - am Montag, 16. November 2009, 23:20 - Rubrik: Archivrecht
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http://www.sueddeutsche.de/computer/307/494641/text/
Die SZ geht anlässlich der Vorstellung des überarbeiteten Settlement auch auf Libreka ein.
Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels fordert bekanntlich die "Schaffung einer Deutschen Digitalen Bibliothek." Das klingt sinnvoll. Wer aber die bestehenden Projekte aus deutscher Hand im Netz kennt, zweifelt am Erfolg eines solchen Modells. Einerseits, weil die Konkurrenz übermächtig ist: Google ist mit schier unendlichen Bargeldreserven ausgestattet. Andererseits aber auch deshalb, weil deutsche Verlage und öffentliche Einrichtungen nach wie vor das Netz als Ort für den erweiterten Abverkauf begreifen - aber nicht als Chance für mediengerechte Innovationen.
Sinnfreie Volltext-Suche
Deutlich wird dies am Projekt Libreka des Börsenvereins, das oft zum Google-Books-Konkurrenten ernannt wurde. Die Webseite ist aber nichts als eine schlichte Plattform für den Buchverkauf, auf der man in ein paar digitalisierten Buchseiten blättern kann.
Die gepriesene Volltext-Suche, mit der man gelistete Bücher durchsuchen kann, funktioniert zwar, bleibt aber aufgrund der begrenzten Funktion des Angebotes sinnfrei. Was hat der Suchende davon, zu wissen, dass Mephisto zwar in Goethes "Faust" zu finden ist, solange er den eigentlichen Treffer seiner Suche nicht sehen kann, weil Libreka von "Faust" nur das Vorspiel auf dem Theater bereit hält.
Die SZ geht anlässlich der Vorstellung des überarbeiteten Settlement auch auf Libreka ein.
Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels fordert bekanntlich die "Schaffung einer Deutschen Digitalen Bibliothek." Das klingt sinnvoll. Wer aber die bestehenden Projekte aus deutscher Hand im Netz kennt, zweifelt am Erfolg eines solchen Modells. Einerseits, weil die Konkurrenz übermächtig ist: Google ist mit schier unendlichen Bargeldreserven ausgestattet. Andererseits aber auch deshalb, weil deutsche Verlage und öffentliche Einrichtungen nach wie vor das Netz als Ort für den erweiterten Abverkauf begreifen - aber nicht als Chance für mediengerechte Innovationen.
Sinnfreie Volltext-Suche
Deutlich wird dies am Projekt Libreka des Börsenvereins, das oft zum Google-Books-Konkurrenten ernannt wurde. Die Webseite ist aber nichts als eine schlichte Plattform für den Buchverkauf, auf der man in ein paar digitalisierten Buchseiten blättern kann.
Die gepriesene Volltext-Suche, mit der man gelistete Bücher durchsuchen kann, funktioniert zwar, bleibt aber aufgrund der begrenzten Funktion des Angebotes sinnfrei. Was hat der Suchende davon, zu wissen, dass Mephisto zwar in Goethes "Faust" zu finden ist, solange er den eigentlichen Treffer seiner Suche nicht sehen kann, weil Libreka von "Faust" nur das Vorspiel auf dem Theater bereit hält.
KlausGraf - am Montag, 16. November 2009, 23:17 - Rubrik: Digitale Bibliotheken
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http://www.inf.uni-konstanz.de/netethicsblog/?p=181
Auf dem “First Forum on Free culture and access to knowledge: Organization and action”, das in Barcelona vom 20. Oktober bis zum 1. November mit Teilnehmern aus 20 Ländern durchgeführt wurde, wurde die “Charter for Innovation, Creativity and Access to Knowledge. Citizens’ and artists’ human rights in the digital age” verabschiedet.
Auf dem “First Forum on Free culture and access to knowledge: Organization and action”, das in Barcelona vom 20. Oktober bis zum 1. November mit Teilnehmern aus 20 Ländern durchgeführt wurde, wurde die “Charter for Innovation, Creativity and Access to Knowledge. Citizens’ and artists’ human rights in the digital age” verabschiedet.
KlausGraf - am Montag, 16. November 2009, 23:16 - Rubrik: Open Access
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Die berühmte Walberberger Dominikanerbibliothek mit über 140.000 Bänden wurde nicht in alle Winde zerstreut, sondern als Depositum der Dom- und Diözesanbibliothek Köln übergeben, die nun eine Auswahl aus den Schätzen im Rahmen einer Ausstellung zeigt. Die Website enthält auch einige Beiträge aus der Sekundärliteratur zur Walberberger Bibliothek als Volltexte:
http://www.dombibliothek-koeln.de/index1.html?/veranstaltung/fest_alb_09/index.html

http://www.dombibliothek-koeln.de/index1.html?/veranstaltung/fest_alb_09/index.html

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http://www.lib.colum.edu/archives/mss_fischetti/
Via
http://blog.scad.edu/vrc/2009/11/13/the-john-fischetti-editorial-cartoon-sketchbook-project/

Via
http://blog.scad.edu/vrc/2009/11/13/the-john-fischetti-editorial-cartoon-sketchbook-project/

KlausGraf - am Montag, 16. November 2009, 23:01 - Rubrik: English Corner
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KlausGraf - am Montag, 16. November 2009, 20:13 - Rubrik: Open Access
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Von meinem Buch "Sagen der Schwäbischen Alb"
http://www.amazon.de/Sagen-Schw%C3%A4bischen-Alb-Klaus-Graf/dp/3871810312
http://archiv.twoday.net/stories/5401895/
http://archiv.twoday.net/search?q=sagen+schw%C3%A4bischen+alb
stehen 24 Seiten, nämlich das Kapitel "Auf der rauhen Alb" (S. 147-170) auf der Verlagswebsite zur Verfügung:
http://www.drw-verlag.de/buch/download/sagenderschwalb/Leseprobe.pdf

http://www.amazon.de/Sagen-Schw%C3%A4bischen-Alb-Klaus-Graf/dp/3871810312
http://archiv.twoday.net/stories/5401895/
http://archiv.twoday.net/search?q=sagen+schw%C3%A4bischen+alb
stehen 24 Seiten, nämlich das Kapitel "Auf der rauhen Alb" (S. 147-170) auf der Verlagswebsite zur Verfügung:
http://www.drw-verlag.de/buch/download/sagenderschwalb/Leseprobe.pdf

KlausGraf - am Montag, 16. November 2009, 16:05 - Rubrik: Landesgeschichte
Dank des freundlichen Entgegenkommens des Verlegers konnte ich meine "Sagen rund um Stuttgart" (Braun Verlag: Karlsruhe 1995) durch GINDOK scannen und einstellen lassen:
http://edocs.ub.uni-frankfurt.de/volltexte/2009/13809/
Das PDF ist mit unkorrigierter OCR versehen.

Einige Kostproben aus
http://www.histsem.uni-freiburg.de/mertens/graf/sagslg.htm
Stuttgart: Das mutige Heer in Stuttgart
(1785 aufgezeichnet vom Gymnasiasten Hegel,
dem späteren Philosophen)
Samstags den 9 Julii. Hat je der Aberglaube ein schrökliches unter aller Menschen-Vernunfft dummes Abentheuer ausgebrütet, so ist es gewiß das sogenannte Muthes Heer (muthige Heer). Am vergangenen Sonntag Nachts um 1 oder 2 haben viele Leute behauptet sie haben es [gesehen], sogar (pudendum dictu) Leute, von denen man mehr Aufklärung erwartet, und die in offentlichen Amtern stehen. Dieses alte Weib will einen feurigen Wagen mit Menschen gesehen haben, jene wieder was anders. Gemeiniglich sagt man, es seye der Teufel in einem feurigen Wagen, vornen daraus fliege ein Engel Gottes, und rufe jedermann zu: Aus dem Weg das mutige Heer kommt, wer dieser göttlichen Warnung nicht folge werde von Herrn Teufel in seine Residenz geschleift.
Sonntags den 10 Julii. Doch auf das Mutige Heer von Sonntag zu kommen, so erzält man es mit den nemliche Umstände, und verschiedene Personen sind mir genannt worden, die es gesehen oder gehört haben (es ist nemlich ein abscheuliches Gerassel). Einige Tage hernach klärte es sich auf, daß es -- (o Schande! Schande!) Gutschen waren. Herr von Türkheim gab nemlich ein Concert, das sehr zalreich war; es dauerte bis um 2; um nun die Gäste nicht in der Finsterniß heimtappen zu lassen, ließ [er] alle mit Gutschen und Faklen heimfüren. Und das war dieß Muthige Heer. Ha! Ha! Ha! O tempora! o mores! geschehen Anno 1785. O! O!
Monntags den 11 Julii. Bei diesem Vorfall trug sich noch folgende Anekdote zu. Burgersleute kamen auf die Hauptwacht, und erzählten diesen Vorfall, batten zugleich den kommandierenden Officier, er möchte Acht geben lassen, ob denn das muthige Heer wiederkomme. Der Lieutenant gab der Wacht den Befel, er sollte Acht geben. Der Soldat, der villeicht noch nichts davon gehört hatt fragte: Wenn es kommt, befelen Ewr Gnade der Herr Lieutenant, daß ich es anhalten soll. Ja, ja, sagte der Lieutenant, halt er es nur an. Es blieb aber aus.
Dienstags den 12 Julii. Eine änliche Geschichte ereignete sich neulich. 4 Frauenzimmer furen von ChausséeHaus, auf der Ludwigsburger Strasse hieher (man kommt am Galgen vorbei) und es war um 12 Uhr Nachts. Bei ChausséeHaüslein seye nun ein reutender Postknecht OHNE KOPF zu inen gekommen, und immer bald neben bald vor bald hinter der Gutsche mit inen geritten. Der Gutscher wollte ausweichen allein der Postknecht folgte immer, bis er endlich am Thor verschwand. Dies beruhte doch auf der Aussage von 5 oder 6 Personen. Erst etliche Tage nachher erklärte ein Officier, daß er gerade an dem Ort und zu der Zeit zu einer Gutsche gekommen, und mitgeritten sey, er habe aber nicht durch dieses Thor hinein mögen, seye also da von inen hinweg und einen andern Weg geritten. Er sagte dabei, Er habe nicht begriffen können, warum ihm der Gutscher immer habe ausweichen wollen. (1)
***
Stuttgart: Das Muotisheer über Stuttgart
Das "Muotisheer" nimmt manchmal in der Nacht seinen Weg über die Stadt Stuttgart hin, und wenn das geschieht, kann man sich darauf verlassen, daß es am folgenden Tage brennt. Oft wird ein solcher Brand freilich nicht offenbar, weil ihn die Hausbewohner vertuschen; aber mit der Sache hat es nichts desto weniger seine Richtigkeit. Einmal wird das Muotisheer auch wieder den Weg über die Stadt hin machen und diese dann ganz in Feuer aufgehn. (2)
***
Stuttgart: Die weiße Frau zu Stuttgart
Es ist bekannt, daß sich, bevor eine fürstliche Person unseres Landes stirbt, in dem alten Schlosse eine weiße Frau sehen läßt. So viel ich gehört habe, steigt sie dann allemal aus der Gruft in der Stiftskirche und wandelt über den sogenannten Schillersplatz dorthin. Vor etwa 60 Jahren bekam der hiesige Kaufmann M. einen Schlaganfall. Die Magd mußte sogleich in die Apotheke und zwar in die Hofapotheke. Wie sie beim alten Canzleigebäude hineingehen will, versperrt ein riesiges Weib ihr den Weg. Alles mögliche versucht sie, hinein zu gelangen, ohne sich im Geringsten zu fürchten. Vergebens! Sie muß wieder umkehren. Bei ihrer Herrschaft angelangt, erzählt sie das Vorgefallene. Man hält sie für eine furchtsame Träumerin und schickt den Knecht fort. Aber diesem widerfuhr dasselbe: eine Gestalt huscht immer vor ihm her, so daß er unmöglich hinein kommen kann. Er geht weg und in den König von England, wo sein Kamerade als Hausknecht dient. Er sagt ihm, was er gesehen hat: "Hä", ruft dieser "das ist nichts so Seltenes! Gieb Acht, da ruft der Tod Jemand vom Hofe wieder ab!" Er wartet bei ihm ein wenig, und geht dann wieder hinüber. Alles ist ruhig, und er gelangt ungefährdet in die Apotheke und von da zurück. Wenige Tage darauf starb eine Herzogin; welche? kann ich nicht angeben. (3)
***
Stuttgart: Das Bettelhaus zu Stuttgart
In einem der Gebäude, welche den Bebenhäuser Hof zu Stuttgart bilden, im sogenannten Bettelhause, muß zu einer gewissen Zeit des Jahres Brot an die Armen gereicht werden. Unterbleibt es, so entsteht in dem Haus ein solcher Unfug, daß es niemand aushalten kann. (6)

***
Hohengehren (Schurwald): Hexenwald und Teufelsbrücke
Im Hexenwald und an der Teufelsbrücke spukts. Die Eltern haben uns verboten, da durchzugehen. Aber wir sind mit zwölf als Mutprobe durch den Hexenwald gegangen. An der Teufelsbrücke hat man vor ungefähr 20 Jahren Kinder umgebracht. (114)
***
Plochingen: Der Mann ohne Kopf (eine Anti-Sage)
Zwischen Plochingen und Altbach an der Straße konnte man bei Nacht einen Mann ohne Kopf mit feurigem Schwert in der Hand sehen.
Der Vater einer Gewährsfrau ging der Sache nach und stellte fest, daß es ein Baum ist mit "Schein". Dieser Mann hat nicht an Gespenster geglaubt. (128)
***
Ludwigsburg: Das Vehmgericht
Einst, so erzählt die Sage, als das Vehmgericht noch in Deutschland waltete, hauste in der Gegend der heutigen Stadt Ludwigsburg ein Graf namens Emich, welcher von Raubzügen lebte und beinahe zu einem gemeinen Straßenräuber herabgesunken war. Er hatte schon manche Mordthat an armen Reisenden begangen und seine Strafe sollte auch nicht ausbleiben. Als er einst wieder durch den Wald zog und auf der Lauer stand, nahten sich ihm einige Männer; eben wollte er sie anhalten, als sie sich für Schöffen des Vehmgerichts ausgaben, welche gesandt seyen, um ihn vor die heilige Vehme zu laden. Der Graf, welcher wohl wußte, daß er nichts gewinnen würde, wenn er dem Aufgebot nicht Folge leisten würde, gieng willig mit ihnen und gelangte so auf manchen Umwegen und durch verworrene Gänge zu einer tief im Wald verborgenen Höhle. Als er eingetreten war, erblickte er in einem scharz ausgeschlagenen, schwach beleuchteten Raum 12 vermummte schwarze Richter vor einem Tisch, auf welchem Schädel und Kreuz standen. Einer der Richter erhob sich und las die Beschuldigung und das Urtheil vor, welches auf Tod lautete. Ruhig hörte der Graf zu; als aber die Henker, welche auf einen Wink des obersten Richters herbeieilten, ihn greifen wollten, zog er kurz besonnen sein so oft erprobtes Schwert, wand sich aus den Händen der Henker und legte mit Einem Schlag einem der Richter den Kopf vor die Füsse. Gleiches Schicksal theilten mit ihm noch 10 der Richter, lauter starke und handfeste Leute; den 12ten aber ließ er wie aus Zufall entspringen und indem er sich stets an seinem langen Gewand hielt, gelangte er so wieder ins Freie, was ihm ohne diese List schwerlich gelungen wäre. Natürlich hatte der Ritter von dieser Zeit an weder Ruh noch Rast und wandelt noch jetzt als Gespenst in jenem Walde. (246)
Kaum ein Text aus den "Sagen rund um Stuttgart" demonstriert deutlicher den Einfluß der Ritterromane und populären Vorstellungen über das Mittelalter auf die vermeintlichen "Volkssagen". In der Ludwigsburger Emichsburg, einer Nachbildung einer zerfallenen Ritterburg, saß Ritter Emich, der angebliche Stammvater des württembergischen Hauses, der uns bereits in Beutelsbach begnete, mit seinem Beichtvater an einem Tisch. Noch größeren Eindruck muß damals eine Grotte bei Schloß Monrepos auf ihre Besucher gemacht haben. Dargestellt war ein Vehmgericht. Zwölf Ritter saßen an einem Tisch, auf dem - wie in der Erzählung angegeben - ein Kruxifix und ein Totenkopf lagen.
Nachweise
(1) G. W. F. Hegel, Tagebuch, in: Gesammelte Werke Bd. 1, 1989, S. 8f.
(2)Württembergische Landesbibliothek Stuttgart Cod. poet. et phil. qt. 134 (=Schott) II, Bl. 236.
(3) Schott II, Bl. 240-240v (Mühlbach VIII. 1847).
(6) Schott II, Bl. 242 ("Mündlich v. Hauptm. Dürrich").
(114) Erzählerin (28.8.1993): Anhalterin aus Hohengehren, ca. 20.
(128) O. Wurster, Heimat-Geschichte Plochingen, 1949, S. 479
(246) Schott I, Bl. 339-340v (Häring IX. 1847, "Mündlich aus der Gegend von Ludwigsburg"). Emichsburg: J.D.G. Memminger, Stuttgart und Ludwigsburg, 1817, S. 433f. Vehmgericht: Zs. württ. Landesgesch. 51 (1992) S. 284.
http://edocs.ub.uni-frankfurt.de/volltexte/2009/13809/
Das PDF ist mit unkorrigierter OCR versehen.

Einige Kostproben aus
http://www.histsem.uni-freiburg.de/mertens/graf/sagslg.htm
Stuttgart: Das mutige Heer in Stuttgart
(1785 aufgezeichnet vom Gymnasiasten Hegel,
dem späteren Philosophen)
Samstags den 9 Julii. Hat je der Aberglaube ein schrökliches unter aller Menschen-Vernunfft dummes Abentheuer ausgebrütet, so ist es gewiß das sogenannte Muthes Heer (muthige Heer). Am vergangenen Sonntag Nachts um 1 oder 2 haben viele Leute behauptet sie haben es [gesehen], sogar (pudendum dictu) Leute, von denen man mehr Aufklärung erwartet, und die in offentlichen Amtern stehen. Dieses alte Weib will einen feurigen Wagen mit Menschen gesehen haben, jene wieder was anders. Gemeiniglich sagt man, es seye der Teufel in einem feurigen Wagen, vornen daraus fliege ein Engel Gottes, und rufe jedermann zu: Aus dem Weg das mutige Heer kommt, wer dieser göttlichen Warnung nicht folge werde von Herrn Teufel in seine Residenz geschleift.
Sonntags den 10 Julii. Doch auf das Mutige Heer von Sonntag zu kommen, so erzält man es mit den nemliche Umstände, und verschiedene Personen sind mir genannt worden, die es gesehen oder gehört haben (es ist nemlich ein abscheuliches Gerassel). Einige Tage hernach klärte es sich auf, daß es -- (o Schande! Schande!) Gutschen waren. Herr von Türkheim gab nemlich ein Concert, das sehr zalreich war; es dauerte bis um 2; um nun die Gäste nicht in der Finsterniß heimtappen zu lassen, ließ [er] alle mit Gutschen und Faklen heimfüren. Und das war dieß Muthige Heer. Ha! Ha! Ha! O tempora! o mores! geschehen Anno 1785. O! O!
Monntags den 11 Julii. Bei diesem Vorfall trug sich noch folgende Anekdote zu. Burgersleute kamen auf die Hauptwacht, und erzählten diesen Vorfall, batten zugleich den kommandierenden Officier, er möchte Acht geben lassen, ob denn das muthige Heer wiederkomme. Der Lieutenant gab der Wacht den Befel, er sollte Acht geben. Der Soldat, der villeicht noch nichts davon gehört hatt fragte: Wenn es kommt, befelen Ewr Gnade der Herr Lieutenant, daß ich es anhalten soll. Ja, ja, sagte der Lieutenant, halt er es nur an. Es blieb aber aus.
Dienstags den 12 Julii. Eine änliche Geschichte ereignete sich neulich. 4 Frauenzimmer furen von ChausséeHaus, auf der Ludwigsburger Strasse hieher (man kommt am Galgen vorbei) und es war um 12 Uhr Nachts. Bei ChausséeHaüslein seye nun ein reutender Postknecht OHNE KOPF zu inen gekommen, und immer bald neben bald vor bald hinter der Gutsche mit inen geritten. Der Gutscher wollte ausweichen allein der Postknecht folgte immer, bis er endlich am Thor verschwand. Dies beruhte doch auf der Aussage von 5 oder 6 Personen. Erst etliche Tage nachher erklärte ein Officier, daß er gerade an dem Ort und zu der Zeit zu einer Gutsche gekommen, und mitgeritten sey, er habe aber nicht durch dieses Thor hinein mögen, seye also da von inen hinweg und einen andern Weg geritten. Er sagte dabei, Er habe nicht begriffen können, warum ihm der Gutscher immer habe ausweichen wollen. (1)
***
Stuttgart: Das Muotisheer über Stuttgart
Das "Muotisheer" nimmt manchmal in der Nacht seinen Weg über die Stadt Stuttgart hin, und wenn das geschieht, kann man sich darauf verlassen, daß es am folgenden Tage brennt. Oft wird ein solcher Brand freilich nicht offenbar, weil ihn die Hausbewohner vertuschen; aber mit der Sache hat es nichts desto weniger seine Richtigkeit. Einmal wird das Muotisheer auch wieder den Weg über die Stadt hin machen und diese dann ganz in Feuer aufgehn. (2)
***
Stuttgart: Die weiße Frau zu Stuttgart
Es ist bekannt, daß sich, bevor eine fürstliche Person unseres Landes stirbt, in dem alten Schlosse eine weiße Frau sehen läßt. So viel ich gehört habe, steigt sie dann allemal aus der Gruft in der Stiftskirche und wandelt über den sogenannten Schillersplatz dorthin. Vor etwa 60 Jahren bekam der hiesige Kaufmann M. einen Schlaganfall. Die Magd mußte sogleich in die Apotheke und zwar in die Hofapotheke. Wie sie beim alten Canzleigebäude hineingehen will, versperrt ein riesiges Weib ihr den Weg. Alles mögliche versucht sie, hinein zu gelangen, ohne sich im Geringsten zu fürchten. Vergebens! Sie muß wieder umkehren. Bei ihrer Herrschaft angelangt, erzählt sie das Vorgefallene. Man hält sie für eine furchtsame Träumerin und schickt den Knecht fort. Aber diesem widerfuhr dasselbe: eine Gestalt huscht immer vor ihm her, so daß er unmöglich hinein kommen kann. Er geht weg und in den König von England, wo sein Kamerade als Hausknecht dient. Er sagt ihm, was er gesehen hat: "Hä", ruft dieser "das ist nichts so Seltenes! Gieb Acht, da ruft der Tod Jemand vom Hofe wieder ab!" Er wartet bei ihm ein wenig, und geht dann wieder hinüber. Alles ist ruhig, und er gelangt ungefährdet in die Apotheke und von da zurück. Wenige Tage darauf starb eine Herzogin; welche? kann ich nicht angeben. (3)
***
Stuttgart: Das Bettelhaus zu Stuttgart
In einem der Gebäude, welche den Bebenhäuser Hof zu Stuttgart bilden, im sogenannten Bettelhause, muß zu einer gewissen Zeit des Jahres Brot an die Armen gereicht werden. Unterbleibt es, so entsteht in dem Haus ein solcher Unfug, daß es niemand aushalten kann. (6)

***
Hohengehren (Schurwald): Hexenwald und Teufelsbrücke
Im Hexenwald und an der Teufelsbrücke spukts. Die Eltern haben uns verboten, da durchzugehen. Aber wir sind mit zwölf als Mutprobe durch den Hexenwald gegangen. An der Teufelsbrücke hat man vor ungefähr 20 Jahren Kinder umgebracht. (114)
***
Plochingen: Der Mann ohne Kopf (eine Anti-Sage)
Zwischen Plochingen und Altbach an der Straße konnte man bei Nacht einen Mann ohne Kopf mit feurigem Schwert in der Hand sehen.
Der Vater einer Gewährsfrau ging der Sache nach und stellte fest, daß es ein Baum ist mit "Schein". Dieser Mann hat nicht an Gespenster geglaubt. (128)
***
Ludwigsburg: Das Vehmgericht
Einst, so erzählt die Sage, als das Vehmgericht noch in Deutschland waltete, hauste in der Gegend der heutigen Stadt Ludwigsburg ein Graf namens Emich, welcher von Raubzügen lebte und beinahe zu einem gemeinen Straßenräuber herabgesunken war. Er hatte schon manche Mordthat an armen Reisenden begangen und seine Strafe sollte auch nicht ausbleiben. Als er einst wieder durch den Wald zog und auf der Lauer stand, nahten sich ihm einige Männer; eben wollte er sie anhalten, als sie sich für Schöffen des Vehmgerichts ausgaben, welche gesandt seyen, um ihn vor die heilige Vehme zu laden. Der Graf, welcher wohl wußte, daß er nichts gewinnen würde, wenn er dem Aufgebot nicht Folge leisten würde, gieng willig mit ihnen und gelangte so auf manchen Umwegen und durch verworrene Gänge zu einer tief im Wald verborgenen Höhle. Als er eingetreten war, erblickte er in einem scharz ausgeschlagenen, schwach beleuchteten Raum 12 vermummte schwarze Richter vor einem Tisch, auf welchem Schädel und Kreuz standen. Einer der Richter erhob sich und las die Beschuldigung und das Urtheil vor, welches auf Tod lautete. Ruhig hörte der Graf zu; als aber die Henker, welche auf einen Wink des obersten Richters herbeieilten, ihn greifen wollten, zog er kurz besonnen sein so oft erprobtes Schwert, wand sich aus den Händen der Henker und legte mit Einem Schlag einem der Richter den Kopf vor die Füsse. Gleiches Schicksal theilten mit ihm noch 10 der Richter, lauter starke und handfeste Leute; den 12ten aber ließ er wie aus Zufall entspringen und indem er sich stets an seinem langen Gewand hielt, gelangte er so wieder ins Freie, was ihm ohne diese List schwerlich gelungen wäre. Natürlich hatte der Ritter von dieser Zeit an weder Ruh noch Rast und wandelt noch jetzt als Gespenst in jenem Walde. (246)
Kaum ein Text aus den "Sagen rund um Stuttgart" demonstriert deutlicher den Einfluß der Ritterromane und populären Vorstellungen über das Mittelalter auf die vermeintlichen "Volkssagen". In der Ludwigsburger Emichsburg, einer Nachbildung einer zerfallenen Ritterburg, saß Ritter Emich, der angebliche Stammvater des württembergischen Hauses, der uns bereits in Beutelsbach begnete, mit seinem Beichtvater an einem Tisch. Noch größeren Eindruck muß damals eine Grotte bei Schloß Monrepos auf ihre Besucher gemacht haben. Dargestellt war ein Vehmgericht. Zwölf Ritter saßen an einem Tisch, auf dem - wie in der Erzählung angegeben - ein Kruxifix und ein Totenkopf lagen.
Nachweise
(1) G. W. F. Hegel, Tagebuch, in: Gesammelte Werke Bd. 1, 1989, S. 8f.
(2)Württembergische Landesbibliothek Stuttgart Cod. poet. et phil. qt. 134 (=Schott) II, Bl. 236.
(3) Schott II, Bl. 240-240v (Mühlbach VIII. 1847).
(6) Schott II, Bl. 242 ("Mündlich v. Hauptm. Dürrich").
(114) Erzählerin (28.8.1993): Anhalterin aus Hohengehren, ca. 20.
(128) O. Wurster, Heimat-Geschichte Plochingen, 1949, S. 479
(246) Schott I, Bl. 339-340v (Häring IX. 1847, "Mündlich aus der Gegend von Ludwigsburg"). Emichsburg: J.D.G. Memminger, Stuttgart und Ludwigsburg, 1817, S. 433f. Vehmgericht: Zs. württ. Landesgesch. 51 (1992) S. 284.
KlausGraf - am Montag, 16. November 2009, 15:19 - Rubrik: Landesgeschichte
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Ab sofort ist die überarbeitete Seite von "SHERPA/RoMEO deutsch" mit neuen Funktionen freigeschaltet.
Sie erreichen die Datenbank, in der Sie Informationen zu den Open Access Policies von Verlagen finden,
unter der altbekannten Adresse oder wenn Sie dem Link
http://www.dini.de/sherparomeo/
folgen.
Im Rahmen des Projektes "Open Access Policies" wurde eine deutsche Seite auf Grundlage der englischen SHERPA/RoMEO-Datenbank entwickelt. Bereits bisher war es möglich, sich über die Standardbedingungen der Verlage bei Open Access-Publikationen zu informieren. Es konnte sowohl über Zeitschriften als auch über Verlage recherchiert werden. Durch die Zusammenarbeit mit der EZB wurde nun die Datenbasis für die Zeitschrifteninformationen erheblich erweitert und die Suche über Abkürzungen möglich. Neu hinzugekommen sind zudem Links (PDFs) zu Informationen über Copyright-Bedingungen und über Paid-Access-Optionen, sofern diese von den Verlagen bereitgestellt werden. Neben der schon bisher möglichen Vorauswahl der Verlage nach den RoMEO-Farben, wurde das Angebot um einen alphabetischen Index aller gelisteten Verlage erweitert.
Die Zusammenarbeit mit der EZB führte darüber hinaus dazu, daß jetzt auch die EZB Informationen hinsichtlich der Open Access Bedingungen der Verlage zur Verfügung stellt.
Sie erreichen die Datenbank, in der Sie Informationen zu den Open Access Policies von Verlagen finden,
unter der altbekannten Adresse oder wenn Sie dem Link
http://www.dini.de/sherparomeo/
folgen.
Im Rahmen des Projektes "Open Access Policies" wurde eine deutsche Seite auf Grundlage der englischen SHERPA/RoMEO-Datenbank entwickelt. Bereits bisher war es möglich, sich über die Standardbedingungen der Verlage bei Open Access-Publikationen zu informieren. Es konnte sowohl über Zeitschriften als auch über Verlage recherchiert werden. Durch die Zusammenarbeit mit der EZB wurde nun die Datenbasis für die Zeitschrifteninformationen erheblich erweitert und die Suche über Abkürzungen möglich. Neu hinzugekommen sind zudem Links (PDFs) zu Informationen über Copyright-Bedingungen und über Paid-Access-Optionen, sofern diese von den Verlagen bereitgestellt werden. Neben der schon bisher möglichen Vorauswahl der Verlage nach den RoMEO-Farben, wurde das Angebot um einen alphabetischen Index aller gelisteten Verlage erweitert.
Die Zusammenarbeit mit der EZB führte darüber hinaus dazu, daß jetzt auch die EZB Informationen hinsichtlich der Open Access Bedingungen der Verlage zur Verfügung stellt.
KlausGraf - am Montag, 16. November 2009, 14:50 - Rubrik: Open Access
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KlausGraf - am Sonntag, 15. November 2009, 22:42 - Rubrik: Digitale Bibliotheken
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schlagen auch in den Kommentaren hier auf:
http://archiv.twoday.net/stories/5434966/#6044778
Siehe dazu (Danke, AP):
http://erdferkel.supersized.org/archives/442-Mehr-zu-El-Naschie,-mit-Kleinigkeiten-von-meinem-Schreibtisch.html#c1696
http://archiv.twoday.net/stories/5434966/#6044778
Siehe dazu (Danke, AP):
http://erdferkel.supersized.org/archives/442-Mehr-zu-El-Naschie,-mit-Kleinigkeiten-von-meinem-Schreibtisch.html#c1696
KlausGraf - am Sonntag, 15. November 2009, 22:17 - Rubrik: Open Access
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KlausGraf - am Sonntag, 15. November 2009, 18:38 - Rubrik: Wahrnehmung
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http://www.evlka.de/content.php?contentTypeID=4&id=11662
Emden (epd). Die seit einem Jahr geschlossene Emder Johannes-a-Lasco-Bibliothek soll im Januar wieder den wissenschaftlichen Betrieb aufnehmen. Der Chefjurist der Evangelisch-reformierten Kirche, Johann Weusmann, sagte am Donnerstag vor der in Emden tagenden Synode, dass die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) zusätzliche Haushaltsmittel für das laufende Geschäft im Jahr 2010 in Aussicht gestellt habe.
Die Bibliothek gilt als die weltweit bedeutendste Bibliothek des reformierten Protestantismus. Das Haus musste im Dezember 2008 geschlossen werden, nachdem das Stiftungskapital unter der Leitung des inzwischen entlassenen und wegen Untreue verurteilten Bibliotheksdirektors Walter Schulz um 6,2 Millionen Euro auf heute noch 1,6 Millionen Euro abgeschmolzen war.
Inzwischen sind Weusmann zufolge nach Untersuchungen der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Curacon weitere Details zum Kapitalverlust bekanntgeworden. Die Kirche habe zudem eine renommierte Rechtskanzlei in Hannover beauftragt. Sie solle feststellen, ob und inwieweit das Kuratorium, der damalige Stiftungsvorstand Schulz und das kirchenleitende Moderamen als Stiftungsaufsicht für den Verlust haften muss.
Schulz habe 2001 rund 80 Prozent des Stiftungskapitals in hochspekulativen Aktien angelegt, berichtete Weusmann. Laut Curacon habe es sich dabei um Wertpapiere mit dem Warnhinweis des Bundesfinanzministers gehandelt, dass der Anleger bereit und in der Lage sein muss, den Verlust des Kapitals bis hin zum Totalverlust hinzunehmen. Durch diese nicht vom Kuratorium genehmigten Geschäfte seien 1,2 Millionen Euro verloren gegangen.
Weiter habe Schulz dem Curacon-Bericht zufolge zwischen 2001 und 2008 große Teile des Personals unerlaubt mit Geldern aus dem Stiftungskapital bezahlt. Aus den Erträgen des Kapitals hätte die Bibliothek sechs Vollzeitstellen finanzieren sollen und können, sagte Weusmann. Schulz habe dagegen über Jahre bis zu 12,5 Vollzeitstellen eingerichtet. Insgesamt seien so 3,2 Millionen aus dem Stiftungskapital verschwunden.
Auch Bücher und Kunstgegenstände hätte die Bibliothek nur aus den Erlösen des Stiftungskapitals oder mit Zustiftungen finanzieren dürfen, betonte Weusmann. Curacon habe festgestellt, dass mehr als 2,13 Millionen Euro für den Ankauf von Literatur, Gemälden und Silber unerlaubt aus dem Stiftungskapital entnommen wurden. Gutachter sollen prüfen, ob die angekauften Archive, Bücher und Kunstgegenstände mit dem Auftrag der Bibliothek übereinstimmen.
Die Bibliothek solle künftig zu einem Kompetenzzentrum des deutschen Protestantismus ausgebaut werden, erläuterte der Jurist. Die EKD und die Landeskirchen werden dazu sechs Millionen Euro in das Stiftungskapital der Bibliothek einzahlen. Zusammen mit einer weiteren Million Euro der reformierten Kirche und dem noch vorhandenem Rest von 1,6 Millionen Euro sei das Stiftungskapital etwa wieder so hoch wie am Anfang. Das Geld werde jedoch künftig von der EKD angelegt und die Erträge an die Bibliothek ausgezahlt.
Das Gemeinsame kirchliche Verwaltungsgericht der reformierten Kirche und der lippischen Landeskirche in Detmold habe in den vergangenen Wochen Schulz "der groben Pflichtverletzung" nach dem Niedersächsischen Stiftungsgesetz für schuldig befunden, sagte Weusmann. Es verwies dabei auf den Curacon-Bericht. Die fristlose Kündigung von Walter Schulz sei somit rechtmäßig.
S.a.
http://jeversches-wochenblatt.de/Redaktion/tabid/146/Default.aspx?ArtikelID=326797
Gegen das vor zwei Wochen ergangene Urteil – der Pastor und Ex-Bibliotheksdirektor war am 13. Oktober vor dem Landgericht Aurich wegen Untreue in acht Fällen zu einer Geldstrafe von 2600 Euro verurteilt worden – haben die Verteidigung und die Staatsanwaltschaft Revision vor dem Bundesgerichtshof in Karlsruhe eingelegt.
Zu Schulz in Archivalia:
http://archiv.twoday.net/stories/5612857/
Emden (epd). Die seit einem Jahr geschlossene Emder Johannes-a-Lasco-Bibliothek soll im Januar wieder den wissenschaftlichen Betrieb aufnehmen. Der Chefjurist der Evangelisch-reformierten Kirche, Johann Weusmann, sagte am Donnerstag vor der in Emden tagenden Synode, dass die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) zusätzliche Haushaltsmittel für das laufende Geschäft im Jahr 2010 in Aussicht gestellt habe.
Die Bibliothek gilt als die weltweit bedeutendste Bibliothek des reformierten Protestantismus. Das Haus musste im Dezember 2008 geschlossen werden, nachdem das Stiftungskapital unter der Leitung des inzwischen entlassenen und wegen Untreue verurteilten Bibliotheksdirektors Walter Schulz um 6,2 Millionen Euro auf heute noch 1,6 Millionen Euro abgeschmolzen war.
Inzwischen sind Weusmann zufolge nach Untersuchungen der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Curacon weitere Details zum Kapitalverlust bekanntgeworden. Die Kirche habe zudem eine renommierte Rechtskanzlei in Hannover beauftragt. Sie solle feststellen, ob und inwieweit das Kuratorium, der damalige Stiftungsvorstand Schulz und das kirchenleitende Moderamen als Stiftungsaufsicht für den Verlust haften muss.
Schulz habe 2001 rund 80 Prozent des Stiftungskapitals in hochspekulativen Aktien angelegt, berichtete Weusmann. Laut Curacon habe es sich dabei um Wertpapiere mit dem Warnhinweis des Bundesfinanzministers gehandelt, dass der Anleger bereit und in der Lage sein muss, den Verlust des Kapitals bis hin zum Totalverlust hinzunehmen. Durch diese nicht vom Kuratorium genehmigten Geschäfte seien 1,2 Millionen Euro verloren gegangen.
Weiter habe Schulz dem Curacon-Bericht zufolge zwischen 2001 und 2008 große Teile des Personals unerlaubt mit Geldern aus dem Stiftungskapital bezahlt. Aus den Erträgen des Kapitals hätte die Bibliothek sechs Vollzeitstellen finanzieren sollen und können, sagte Weusmann. Schulz habe dagegen über Jahre bis zu 12,5 Vollzeitstellen eingerichtet. Insgesamt seien so 3,2 Millionen aus dem Stiftungskapital verschwunden.
Auch Bücher und Kunstgegenstände hätte die Bibliothek nur aus den Erlösen des Stiftungskapitals oder mit Zustiftungen finanzieren dürfen, betonte Weusmann. Curacon habe festgestellt, dass mehr als 2,13 Millionen Euro für den Ankauf von Literatur, Gemälden und Silber unerlaubt aus dem Stiftungskapital entnommen wurden. Gutachter sollen prüfen, ob die angekauften Archive, Bücher und Kunstgegenstände mit dem Auftrag der Bibliothek übereinstimmen.
Die Bibliothek solle künftig zu einem Kompetenzzentrum des deutschen Protestantismus ausgebaut werden, erläuterte der Jurist. Die EKD und die Landeskirchen werden dazu sechs Millionen Euro in das Stiftungskapital der Bibliothek einzahlen. Zusammen mit einer weiteren Million Euro der reformierten Kirche und dem noch vorhandenem Rest von 1,6 Millionen Euro sei das Stiftungskapital etwa wieder so hoch wie am Anfang. Das Geld werde jedoch künftig von der EKD angelegt und die Erträge an die Bibliothek ausgezahlt.
Das Gemeinsame kirchliche Verwaltungsgericht der reformierten Kirche und der lippischen Landeskirche in Detmold habe in den vergangenen Wochen Schulz "der groben Pflichtverletzung" nach dem Niedersächsischen Stiftungsgesetz für schuldig befunden, sagte Weusmann. Es verwies dabei auf den Curacon-Bericht. Die fristlose Kündigung von Walter Schulz sei somit rechtmäßig.
S.a.
http://jeversches-wochenblatt.de/Redaktion/tabid/146/Default.aspx?ArtikelID=326797
Gegen das vor zwei Wochen ergangene Urteil – der Pastor und Ex-Bibliotheksdirektor war am 13. Oktober vor dem Landgericht Aurich wegen Untreue in acht Fällen zu einer Geldstrafe von 2600 Euro verurteilt worden – haben die Verteidigung und die Staatsanwaltschaft Revision vor dem Bundesgerichtshof in Karlsruhe eingelegt.
Zu Schulz in Archivalia:
http://archiv.twoday.net/stories/5612857/
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KlausGraf - am Sonntag, 15. November 2009, 00:19 - Rubrik: Miscellanea
http://blog.fefe.de/?ts=b403305a
Na, wenn das der Führer wüsste ...
Fefe und Juliana im Gespräch, Foto Ralf Roletschek.
Na, wenn das der Führer wüsste ...
E. Steinhauers Beitrag vom Februar 2009 ist nach wie vor aktuell.
http://www.bibliotheksrecht.de/2009/02/17/scannen-originale-5594501/
http://www.bibliotheksrecht.de/2009/02/17/scannen-originale-5594501/
KlausGraf - am Samstag, 14. November 2009, 23:56 - Rubrik: Open Access
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KlausGraf - am Samstag, 14. November 2009, 23:38 - Rubrik: Open Access
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http://www.lawblog.de/index.php/archives/2009/11/13/gute-presse-per-kleingedrucktem/
Udo Vetter meint - zurecht -, dass es nicht zulässig sei, dass die Bundesagentur für Arbeit durch AGB die Presse dazu zwingen will, für die Presse vorgefertigte Themenartikel unverändert zu übernehmen.
Udo Vetter meint - zurecht -, dass es nicht zulässig sei, dass die Bundesagentur für Arbeit durch AGB die Presse dazu zwingen will, für die Presse vorgefertigte Themenartikel unverändert zu übernehmen.
KlausGraf - am Samstag, 14. November 2009, 22:23 - Rubrik: Archivrecht
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http://www.digizeitschriften.de
Zum Wochenende haben wir eine Lucéne Volltextsuche freigeschaltet. Um genauer abschätzen zu können wie sich diese neue Funktion auf die Performance der Seite auswirkt haben wir derzeit nur einen Teilbestand von 1.300 Bänden indexiert. Wenn das Angebot stabil läuft werden wir kontinuierlich auch die weiteren Bände hinzufügen.
Nach jeder Suche findet man nun rechts die Filtermöglichkeit Metadaten Volltext", "Volltext" und "Metadaten". Mit diesen drei Optionen kann man den Suchraum bestimmen.
Volltexttreffer laden ferner den Zeilenkontext der gefundenen Textpassage nach. Ein Klick auf das dort rot hinterlegte Suchwort öffnet das Digitalisat, in dem ebenfalls die Suchworte farbig hinterlegt sind.
Phrasensuche scheint zu funktionieren. OCR ist eher schlecht, daher auch die Suchergebnisse.
Zum Wochenende haben wir eine Lucéne Volltextsuche freigeschaltet. Um genauer abschätzen zu können wie sich diese neue Funktion auf die Performance der Seite auswirkt haben wir derzeit nur einen Teilbestand von 1.300 Bänden indexiert. Wenn das Angebot stabil läuft werden wir kontinuierlich auch die weiteren Bände hinzufügen.
Nach jeder Suche findet man nun rechts die Filtermöglichkeit Metadaten Volltext", "Volltext" und "Metadaten". Mit diesen drei Optionen kann man den Suchraum bestimmen.
Volltexttreffer laden ferner den Zeilenkontext der gefundenen Textpassage nach. Ein Klick auf das dort rot hinterlegte Suchwort öffnet das Digitalisat, in dem ebenfalls die Suchworte farbig hinterlegt sind.
Phrasensuche scheint zu funktionieren. OCR ist eher schlecht, daher auch die Suchergebnisse.
KlausGraf - am Samstag, 14. November 2009, 21:43 - Rubrik: Digitale Bibliotheken
Harnadianische Orthodoxie wird nicht müde, den grünen Weg als wichtigsten Weg zu Open Access herauszustellen.
http://epublishingtrust.blogspot.com/2009/11/oa-priority.html
bläst nun ins gleiche Horn.
Traditionell gelten der goldene Weg (OA-Zeitschriften) und der grüne Weg (Repositorien) als Marschrouten, die man beide verfolgen sollte. Harnads Trommelfeuer gegen den goldenen Weg beschädigt die OA-Community.
Wer libre OA als wichtig ansieht, kommt um den goldenen Weg nicht herum, da IRs kaum einmal die Vergabe von CC-Lizenzen ermöglichen.
http://epublishingtrust.blogspot.com/2009/11/oa-priority.html
bläst nun ins gleiche Horn.
Traditionell gelten der goldene Weg (OA-Zeitschriften) und der grüne Weg (Repositorien) als Marschrouten, die man beide verfolgen sollte. Harnads Trommelfeuer gegen den goldenen Weg beschädigt die OA-Community.
Wer libre OA als wichtig ansieht, kommt um den goldenen Weg nicht herum, da IRs kaum einmal die Vergabe von CC-Lizenzen ermöglichen.
KlausGraf - am Samstag, 14. November 2009, 21:20 - Rubrik: Open Access
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http://www.buchreport.de/nachrichten/online/online_nachricht/datum/2009/11/14/google-verzichtet-auf-deutsche-buecher.htm
http://irights.info/blog/arbeit2.0/2009/11/14/amended-google-book-settlement/#more-1613
Googles Zusammenfassung: http://tinyurl.com/yzylfkw
Der Vergleich wird bezüglich der urheberrechtlich geschützten Bücher, die außerhalb der USA verlegt wurden, nur diejenigen mitabdecken, die entweder beim U.S. Copyright Office (das die Urheberrechte in den USA verwaltet) registriert oder in Großbritannien, Australien oder Kanada veröffentlicht wurden.
Ergo werden Bücher aus Deutschland oder sonstigen europäischen Ländern (außer GB) nicht mehr vom Vergleich abgedeckt. Internationale Bücher, die noch von den Verlagen vertrieben werden und also noch verfügbar sind, werden zunächst nicht von Google in Auszügen dargestellt, es sei denn auf Wunsch der Rechteinhaber/Verlage.
Wer die Stümper von Libreka kennt, weiß, dass von dort kein vollgültiger Ersatz zu erwarten ist.
Laut FAQ-PDF gilt allerdings:
"Outside the United States, the users’ experience with Google Books will be the same as it is today."
Dies könnte bedeuten, dass auch geschützte deutschsprachige Werke weiterhin im Volltext durchsuchbar sind und in Schnipselform angezeigt werden.
Eine kostenlose auszugsweise teilweise Darstellung eines Buchs wird es für US-Nutzer nur dann geben, wenn das Buch in den USA erschienen oder registriert ist oder wenn es im UK, in Kanada und Australien erschienen ist. Dies gilt auch für die kostenpflichtige Möglichkeit, ganze Bücher zu kaufen oder ein institutionelles Abonnement der kompletten Volltexte (oder von Teilsammlungen) zu erwerben.
Hinfällig ist erst einmal die Möglichkeit, für Nicht-mehr-Mitglieder des Settlements (also fast alle deutschen Autoren/Rechteinhaber) den Preis im Rahmen des Settlements auf Null zu setzen und damit eine weltweit kostenlose Anzeige zu bewirken:
http://archiv.twoday.net/stories/5908654/
http://iuwis.de/blog/zwischenbericht-des-sprechers-des-aktionsb%C3%BCndnisses-zu-den-direkten-verhandlungen-mit-google-mo
Die künftig bestehenden Optionen werden unter
http://books.google.com/support/partner/bin/answer.py?answer=166297
bekannt gegeben.
Es heißt dazu in dem Gerichtsdokument
"The Amended Settlement provides that the Registry will facilitate Rightsholders’ wishes to allow their works to be made available through alternative licenses for Consumer Purchase, including through a Creative Commons license…The Amended Settlement also clarifies that Rightsholders are free to set the Consumer Purchase price of their Books at zero."
Zitiert nach: http://www.resourceshelf.com/2009/11/13/press-review-google-book-search-revised-settlement-settlement-2-0-released/ (s.a. S. 59 im Settlement 2.0-PDF http://tinyurl.com/ylztkb8 )
Update:
Gute Linksammlung unter http://www.univie.ac.at/voeb/blog/?p=3252
Update 2:
Antwort von Google. Bei Teilnahme am Partnerprogramm muss das Buch nochmals erfasst werden, auch wenn es im Rahmen des Bibliotheksprogramms bereits gescannt wurde. Hier der Wortlaut der Antwort vom 17.11.2009:
Zu diesem Zeitpunkt ist es leider noch nicht möglich, Bücher, die durch
das Bibilotheksprogramm in unserem Index angezeigt werden und noch unter
Urheberrecht stehen, freizugeben.
Sie können allerdings in diesem Fall dem Google Buch Partner-Programm
beitreten und uns Informationen zu Ihrem Buch zur Verfügung stellen.
Folgen Sie bitte hierzu diesen Schritten:
1. Besuchen Sie die Startseite der Google Bücher unter
http://books.google.de/partner.
2. Klicken Sie auf "Anmeldung für Neukunden".
3. Füllen Sie den Antrag aus und senden Sie ihn an uns. Sie erhalten dann
von uns eine E-Mail, in der Sie zur Bestätigung Ihrer E-Mail-Adresse
aufgefordert werden.
Nachdem Sie Ihre E-Mail-Adresse bestätigt haben, werden wir Ihren Antrag
überprüfen und Ihnen innerhalb weniger Tage eine Antwort per E-Mail
zuschicken. Sie können sich dann bei Ihrem Google Bücher-Konto mit der
E-Mail-Adresse und dem Passwort, die Sie mit Ihrem Antrag für Google
Bücher an uns gesendet haben, anmelden und uns Informationen zu Ihrem Buch
übermitteln. Sie können uns dann Ihr Buch zuschicken oder als PDF-Datei
hochladen. Nachdem wir Ihr Buch erhalten und verarbeitet haben, werden die
gescannten Seiten in Google-Suchergebnissen angezeigt.
http://irights.info/blog/arbeit2.0/2009/11/14/amended-google-book-settlement/#more-1613
Googles Zusammenfassung: http://tinyurl.com/yzylfkw
Der Vergleich wird bezüglich der urheberrechtlich geschützten Bücher, die außerhalb der USA verlegt wurden, nur diejenigen mitabdecken, die entweder beim U.S. Copyright Office (das die Urheberrechte in den USA verwaltet) registriert oder in Großbritannien, Australien oder Kanada veröffentlicht wurden.
Ergo werden Bücher aus Deutschland oder sonstigen europäischen Ländern (außer GB) nicht mehr vom Vergleich abgedeckt. Internationale Bücher, die noch von den Verlagen vertrieben werden und also noch verfügbar sind, werden zunächst nicht von Google in Auszügen dargestellt, es sei denn auf Wunsch der Rechteinhaber/Verlage.
Wer die Stümper von Libreka kennt, weiß, dass von dort kein vollgültiger Ersatz zu erwarten ist.
Laut FAQ-PDF gilt allerdings:
"Outside the United States, the users’ experience with Google Books will be the same as it is today."
Dies könnte bedeuten, dass auch geschützte deutschsprachige Werke weiterhin im Volltext durchsuchbar sind und in Schnipselform angezeigt werden.
Eine kostenlose auszugsweise teilweise Darstellung eines Buchs wird es für US-Nutzer nur dann geben, wenn das Buch in den USA erschienen oder registriert ist oder wenn es im UK, in Kanada und Australien erschienen ist. Dies gilt auch für die kostenpflichtige Möglichkeit, ganze Bücher zu kaufen oder ein institutionelles Abonnement der kompletten Volltexte (oder von Teilsammlungen) zu erwerben.
Hinfällig ist erst einmal die Möglichkeit, für Nicht-mehr-Mitglieder des Settlements (also fast alle deutschen Autoren/Rechteinhaber) den Preis im Rahmen des Settlements auf Null zu setzen und damit eine weltweit kostenlose Anzeige zu bewirken:
http://archiv.twoday.net/stories/5908654/
http://iuwis.de/blog/zwischenbericht-des-sprechers-des-aktionsb%C3%BCndnisses-zu-den-direkten-verhandlungen-mit-google-mo
Die künftig bestehenden Optionen werden unter
http://books.google.com/support/partner/bin/answer.py?answer=166297
bekannt gegeben.
Es heißt dazu in dem Gerichtsdokument
"The Amended Settlement provides that the Registry will facilitate Rightsholders’ wishes to allow their works to be made available through alternative licenses for Consumer Purchase, including through a Creative Commons license…The Amended Settlement also clarifies that Rightsholders are free to set the Consumer Purchase price of their Books at zero."
Zitiert nach: http://www.resourceshelf.com/2009/11/13/press-review-google-book-search-revised-settlement-settlement-2-0-released/ (s.a. S. 59 im Settlement 2.0-PDF http://tinyurl.com/ylztkb8 )
Update:
Gute Linksammlung unter http://www.univie.ac.at/voeb/blog/?p=3252
Update 2:
Antwort von Google. Bei Teilnahme am Partnerprogramm muss das Buch nochmals erfasst werden, auch wenn es im Rahmen des Bibliotheksprogramms bereits gescannt wurde. Hier der Wortlaut der Antwort vom 17.11.2009:
Zu diesem Zeitpunkt ist es leider noch nicht möglich, Bücher, die durch
das Bibilotheksprogramm in unserem Index angezeigt werden und noch unter
Urheberrecht stehen, freizugeben.
Sie können allerdings in diesem Fall dem Google Buch Partner-Programm
beitreten und uns Informationen zu Ihrem Buch zur Verfügung stellen.
Folgen Sie bitte hierzu diesen Schritten:
1. Besuchen Sie die Startseite der Google Bücher unter
http://books.google.de/partner.
2. Klicken Sie auf "Anmeldung für Neukunden".
3. Füllen Sie den Antrag aus und senden Sie ihn an uns. Sie erhalten dann
von uns eine E-Mail, in der Sie zur Bestätigung Ihrer E-Mail-Adresse
aufgefordert werden.
Nachdem Sie Ihre E-Mail-Adresse bestätigt haben, werden wir Ihren Antrag
überprüfen und Ihnen innerhalb weniger Tage eine Antwort per E-Mail
zuschicken. Sie können sich dann bei Ihrem Google Bücher-Konto mit der
E-Mail-Adresse und dem Passwort, die Sie mit Ihrem Antrag für Google
Bücher an uns gesendet haben, anmelden und uns Informationen zu Ihrem Buch
übermitteln. Sie können uns dann Ihr Buch zuschicken oder als PDF-Datei
hochladen. Nachdem wir Ihr Buch erhalten und verarbeitet haben, werden die
gescannten Seiten in Google-Suchergebnissen angezeigt.
KlausGraf - am Samstag, 14. November 2009, 19:58 - Rubrik: Digitale Bibliotheken
KlausGraf - am Samstag, 14. November 2009, 16:45 - Rubrik: English Corner
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Eichstätter Kurier 12.11.2009
Berufung gegen Reich-Freispruch
http://www.donaukurier.de/lokales/eichstaett/Berufung-gegen-Reich-Freispruch;art575,2208734
Eichstätt/Ingolstadt (EK) Mit dem Freispruch vor dem Amtsgericht am 23. September ist der Untreue-Vorwurf gegen die Leiterin der Eichstätter Universitäts-Bibliothek, Angelika Reich, doch noch nicht vom Tisch: Die Staatsanwaltschaft hat Berufung eingelegt.
Das bestätigte der Leitende Oberstaatsanwalt in Ingolstadt, Dr. Helmut Walter, gestern auf Anfrage: "Wir gehen davon aus, dass es zu einer Verurteilung hätte kommen müssen." (...)
Die Staatsanwaltschaft Ingolstadt wartet laut Walter nun auf die schriftliche Urteilsbegründung vom September. Wenn die vorliegt, dann wird das gesamte Verfahren vor dem Landgericht neu aufgerollt: Mit Zeugenaussagen und Beweisaufnahmen. "Das wird dann noch mal voll umfänglich verhandelt", bestätigt der Leitende Oberstaatsanwalt Helmut Walter. (...)
Vgl. auch http://archiv.twoday.net/stories/5960023/
Berufung gegen Reich-Freispruch
http://www.donaukurier.de/lokales/eichstaett/Berufung-gegen-Reich-Freispruch;art575,2208734
Eichstätt/Ingolstadt (EK) Mit dem Freispruch vor dem Amtsgericht am 23. September ist der Untreue-Vorwurf gegen die Leiterin der Eichstätter Universitäts-Bibliothek, Angelika Reich, doch noch nicht vom Tisch: Die Staatsanwaltschaft hat Berufung eingelegt.
Das bestätigte der Leitende Oberstaatsanwalt in Ingolstadt, Dr. Helmut Walter, gestern auf Anfrage: "Wir gehen davon aus, dass es zu einer Verurteilung hätte kommen müssen." (...)
Die Staatsanwaltschaft Ingolstadt wartet laut Walter nun auf die schriftliche Urteilsbegründung vom September. Wenn die vorliegt, dann wird das gesamte Verfahren vor dem Landgericht neu aufgerollt: Mit Zeugenaussagen und Beweisaufnahmen. "Das wird dann noch mal voll umfänglich verhandelt", bestätigt der Leitende Oberstaatsanwalt Helmut Walter. (...)
Vgl. auch http://archiv.twoday.net/stories/5960023/
BCK - am Samstag, 14. November 2009, 14:28 - Rubrik: Kulturgut
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Im Wiener Dorotheum gelangt ein Archivinventar des Schlosses Erpeldingen zu Versteigerung, Lot Nr. 43. Beschrieben wird sie folgendermassen: Handschrift, knapp 180 Seiten, Pergamenteinband. Ausrufungspreis € 80,-.
Zu Erpeldinge siehe in der Wikipedia unter http://de.wikipedia.org/wiki/Erpeldange#Das_Schloss
Da ich sowieso einige Sachen, die bei dieser Versteigerung angeboten werden, vorher ansehen muss, kann ich bei Interesse, auch einen Blick auf dieses Stück werfen.
["Das vorliegende Inventar verzeichnet in erster Linie Archivalien der Freiherren Du Prel, die sich von 1691 bis 1840 im Besitz des Schlosses befanden, aber auch einige ältere, die Herren von Gondersdorf betreffende Urkunden." Zoombare Abb. - Zusatz Klaus Graf]
Zu Erpeldinge siehe in der Wikipedia unter http://de.wikipedia.org/wiki/Erpeldange#Das_Schloss
Da ich sowieso einige Sachen, die bei dieser Versteigerung angeboten werden, vorher ansehen muss, kann ich bei Interesse, auch einen Blick auf dieses Stück werfen.
["Das vorliegende Inventar verzeichnet in erster Linie Archivalien der Freiherren Du Prel, die sich von 1691 bis 1840 im Besitz des Schlosses befanden, aber auch einige ältere, die Herren von Gondersdorf betreffende Urkunden." Zoombare Abb. - Zusatz Klaus Graf]
ThomasJust - am Samstag, 14. November 2009, 12:20 - Rubrik: Herrschaftsarchive
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Garnicht erst ignorieren, sowas. Nirgendwo wird da Kritik geäußert, die irgendwie zutrifft. Dies kommt aber, weil die Kritiker überhaupt keine Ahnung von Wikipedia haben - sie wollen nur herumkrakeelen Daher empfehle ich eine "Vogel-Strauß-Politik", also den Kopf metaphorisch in den Sand zu stecken und sich so solch unliebsamer Wahrnehmungen und Eindrücke einfach zu entledigen. Wahlweise auch die berühmten drei Affen: nichts hören, nichts sehen, nichts sagen. Bald haben die paar Blogger dann ihre Sau durchs Dorf getrieben, und dann wird schon wieder Ruhe einkehren. Der Sturm im Wasserglas kann abgewettert, ausgesessen werden. Ein wenig Positives Denken kann auch nicht schaden: "Es ist alles okay. Es ist alles okay." Wir sollten nur Geschlossenheit zeigen, und lieber nach vorne schauen, als uns immer in selbstquälerischen Diskussionen zu ergehen. Wikipedia ist sehr gut aufgestellt, wir haben ein starkes Team, und unsere Leser wählen uns zur Nummer eins, weil sie wissen, dass Wikipedia für höchste Qualität und besten Service steht.
IP in: http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia_Diskussion:Kurier#Es_klingelt_in_der_Kasse
Siehe auch den sehr lesenswerten Beitrag "Communitygift":
http://blog.koehntopp.de/archives/2675-Communitygift.html
IP in: http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia_Diskussion:Kurier#Es_klingelt_in_der_Kasse
Siehe auch den sehr lesenswerten Beitrag "Communitygift":
http://blog.koehntopp.de/archives/2675-Communitygift.html

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