http://walt.lishost.org/2015/10/youre-a-ppppredator-youre-a-ppppredator-youre-all-ppppredators/

https://www.springer.com/us/about-springer/media/press-releases/corporate/max-planck-society-researchers-to-benefit-from-open-access-agreement-with-springer--/835358
***
Da manche Sponsoren die lebenslange Mitgliedsgebühr bei PeerJ nicht unterstützen wollen, gibt es dort jetzt eine vergleichsweise niedrige APC von knapp 700 US Dollar.
https://www.mysciencework.com/news/12223/peerj-has-a-new-way-to-pay-one-low-fee-to-publish-in-full-open-access
***
SCOAP3 - Open Access in der Hochenergiephysik. Bereits fast 8000 Artikel frei zugänglich: https://t.co/5KGhsRk3HY #oaweek #openaccess
— TIB/UB Hannover (@tibub) 21. Oktober 2015
***
Zum Start der internationalen Open Acces Week startet das Institutionelle Repositorium der Leibniz Universität Hannover. Es ist nur für Wissenschaftler und ehemalige Wissenschaftler der Uni gedacht.
http://blogs.tib.eu/wp/tib/2015/10/19/das-institutionelle-repositorium-der-leibniz-universitaet-hannover-startet/
http://www.repo.uni-hannover.de/
Philosophische fakultät: nur 1 Upload (aus PLoS One)
***
Open Access mit Verlagen verhandeln: Worauf ist zu achten?
http://blogs.tib.eu/wp/tib/2015/10/21/open-access-mit-verlagen-verhandeln-worauf-ist-zu-achten/
Es geht nicht um individuelle Tipps an Autoren, sondern um ein Positionspapier, das sich an wissenschaftliche Einrichtungen und Bibliotheken wendet.
***
***
Mehr Kosten-Transparenz beim DOAJ!
Marco Tullney unterstützt meine Forderung:
http://wisspub.net/2015/10/19/wer-finanziert-das-doaj/ (Kommentar)
Zum DOAJ habe ich hier schon viel, überwiegend Kritisches geschrieben:
http://archiv.twoday.net/search?q=doaj
***
Nature Publishing Group publishes 63% of research articles via open access models; 96% of authors choose CC BY
http://www.nature.com/press_releases/open-access-week.html
***
Thomas Hapke: Zur Geschichte der Offenheit von Wissen
https://www.tub.tuhh.de/blog/2015/10/21/zur-geschichte-der-offenheit-von-wissen/
***
FWF-Rundschau zur OA-Woche: Open Access: FWF Policy als Rollenmodell, Weihnachten ist vorbei und eine Rebellion wird ausgerufen
http://www.fwf.ac.at/de/news-presse/news/nachricht/nid/20151019-2149/

Dank diesem Mist-PC hier in Freiburg sehe ich auf Tumblr gerade keine Bilder und kann daher auch keines einbinden.
http://archiv.twoday.net/stories/1022462011/
Die gute Nachricht: Das Arbeitsplatzproblem hat sich inzwischen entspannt. Man findet in der Bibliothek inzwischen einen Arbeitsplatz. Die schlechte Nachricht: Man findet keine Benutzer-PCs! Diese befinden sich nämlich außerhalb des Sicherheitsbereichs im 4. Stock auf der anderen Seite. Ein Arbeiten mit Bibliotheksbüchern (soweit nicht ausgeliehen) ist also NICHT möglich. Ich halte das für ein Unding. Die Information versicherte, das Problem sei bekannt und Benutzer würden es wiederholt thematisieren. Abhilfe sei vorgesehen - aber wann?
Bei einem nigelnagelneuen System, bei dem man zwischen verschiedenen Betriebssystemen nach dem Login wählen kann, befremdet die Meldung von Gmail: "Diese Version von Firefox wird nicht länger unterstützt".
Ältere Semester wie ich haben auch Probleme mit den Garderobenschränken. Ich musste erst mehrere Studierende ansprechen, bevor ich es kapiert habe.

http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:14-qucosa-160760
Vorgesehen war 2011:
http://archiv.twoday.net/stories/14672196/

Interessant ...
1999 meldete der SPIEGEL: "Die Stasi hatte Beweise dafür gesammelt, daß US-Agenten die Bundesregierung ausspionierten. Doch nach der Wende ließ das Bonner Innenministerium die belastenden Akten von bewaffneten Grenzschützern abholen und nach Washington bringen."
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-14010746.html
http://www.univie.ac.at/voeb/blog/?p=38420
Sollte die Studie
http://othes.univie.ac.at/37511/
nichts taugen, bitte bei Josef Pauser beschweren!
Ein neues Blog - ArchPhant Archäologische Phantastereien - auf hypotheses bietet "Bullshit-Kritik" der archäologischen Parawissenschaften, meldet
http://archaeologik.blogspot.de/2015/10/archaologische-phantastereien.html
http://blog.arthistoricum.net/beitrag/2015/10/20/open-access-und-die-neue-kunstgeographie/

http://www.dortmund.de/de/leben_in_dortmund/nachrichtenportal/alle_nachrichten/nachricht.jsp?nid=381817
http://www.foerderverein.baukunstarchiv-nrw.de/index.htm
Auszüge aus dem Interview:
Das ist ein komisches Geschäft: Die Wissenschafter machen die Forschung, sie schreiben die Papers, sitzen in Editorial Boards, beurteilen die Papers von anderen Wissenschaftern und sorgen dafür, dass sie verbessert werden. Wenn dann aber dieselben Wissenschafter ihre eigenen Papers wieder lesen wollen, müssen sie den Verlagen Geld dafür bezahlen. Ein ehemaliger Präsident der holländischen Akademie der Wissenschaften hat das mit einem Supermarkt verglichen, wo man Produkte kauft, die man zuvor selbst gepflanzt und geerntet hat.
[...] Letzte Woche hat die League of European Research Universities ein Statement mit dem Titel "Christmas is over" veröffentlicht. Über 400 Wissenschafter und Institutionen haben das bereits unterschrieben. Der Titel sagt genau, wie die Gefühlslage unter den Wissenschaftern ist. Sie sind zornig, und langsam realisieren sie, dass sie sich besser organisieren müssen. Ich kann jedes Land nur dazu aufrufen, besonders auch Österreich, dasselbe zu tun wie wir in den Niederlanden, oder etwas Besseres. Die Verlage haben sehr viel verdient und sich wie unter dem Weihnachtsbaum gefühlt, das ist vorbei. Dass wir alle die Geheimhaltungsklauseln unterschrieben haben und nicht gemeinsam vorgegangen sind, ist Wahnsinn. Wir alle haben es getan. Das sollten wir radikal ändern und uns komplett verweigern.
STANDARD: Wie reagieren die Verlage darauf?
Meijer: Die Verlage drohen, vor Gericht zu gehen, auch mir ist das angedroht worden, wenn ich die Geheimhaltung verweigere. Ich fände das prima. Das wäre ein schöner Prozess, wenn man angeklagt wird, weil man offenlegt, wofür man Steuerzahlergelder benutzt.
Von der LERU-Petition hatte ich noch nichts mitbekommen:
http://www.leru.org/index.php/public/extra/signtheLERUstatement/
"Support our campaign on social media with the hashtag: #Christmasisover"

http://mlr.baden-wuerttemberg.de/de/unser-service/presse-und-oeffentlichkeitsarbeit/pressemitteilung/pid/verbraucherinteressen-muessen-im-urheberrecht-verankert-werden-reimer-zeitgemaesses-urheberrec/
http://dx.doi.org/10.5281/zenodo.32427
(Scan mit unkorrigierter OCR. Farbige Abbildungen.)
Der Beitrag widmet sich in Fortführung von Klaus Graf: Sieben Schwaben. In: Enzyklopädie des Märchens 12 (2007), Sp. 649-654
https://books.google.de/books?id=wh228bd8KNQC&pg=PR341 (komplett einsehbar)
dem Ursprung des Schwanktyps (Dummenschwank ATU 1231) von den Sieben Schwaben. Als frühester Beleg wird eine Anspielung in einem lateinischen Siegesgedicht eines Johann von Lochkirchen auf die Schlacht bei Giengen 1462 präsentiert, in dem dieser die Schwaben mit fliehenden Hasen vergleicht. Die Geschichte, die zum bis heute populären Stoff avancierte, verdankt sich wohl dem landsmannschaftlichem Spott der bayerischen Kriegsleute gegen die als feige geschmähten Schwaben.
#erzählforschung
http://dx.doi.org/10.6094/UNIFR/10310
Mit der Online-Stellung dieses umfangreichen Beitrags ist eine der wichtigsten Lücken in meiner Publikationsliste geschlossen, was Open Access angeht:
http://archiv.twoday.net/stories/4974627/
Ich hatte mir schon vor Jahren die Rechte rückübertragen lassen, als der Verlag ohne meine Zustimmung eine Karte nachgenutzt hatte.
Der Beitrag zur Stadtgeschichte von Schwäbisch Gmünd behandelt alle wichtigen Aspekte der Schwäbisch Gmünder Geschichte von der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts bis etwa 1500. Hervorzuheben sind die sozialgeschichtlichen Studien zu Familien der Führungs- und Oberschicht. Bemerkungen zur Quellenlage: S. 589f. Beigegeben ist, da die Literatur abgekürzt zitiert wird, das Literaturverzeichnis des gesamten Bandes (S. 616-636).
Inhaltsverzeichnis
Bemerkung
A König, Adel und Städte
- Der König als Stadtherr
- Die Stadt als zentraler Ort des Adels
B Die Bürgerschaft
- I. Verfassung, Verwaltung und Recht
-- 1. Die Verfassung der Stadt
--- a) Schultheiß und Rat
--- b) Die Zunftverfassung
--- c) Zunftautonomie und Ratsobrigkeit
-- 2. Ämter und Aufgabenbereiche des Stadtregiments
- II. Sozialgeschichtliche Studien
-- Die Geschlechter
-- Bürgertrinkstube und Stadtadel
-- Kaufleute und Handwerker
-- Frauen, Unterschichten und Randgruppen
- III. Wirtschaft
C Kirchen, Klöster und Spitäler
- Die Pfarrkirchen und ihre Gemeinden
- Die Klöster der Stadt
- Das Spital zum Heiligen Geist und das Sondersiechenhaus St. Katharina
D Stadtkultur
- Alltag und Feste
- Bildung
- Das Stadtbild
Die in den sozialgeschichtlichen Skizzen behandelten Familien habe ich in meine Zusammenstellung zu Personen und Familien
http://archiv.twoday.net/stories/1022465028/
http://archiv.twoday.net/stories/1022465029/
aufgenommen.


http://archiv.twoday.net/stories/1022470150/
signalisiert, dass ich nicht sonderlich glücklich mit Freidok bin. Als Lehrbeauftragter der Universität Freiburg im Breisgau habe ich die Möglichkeit, dort den "grünen Weg" von Open Access auszuprobieren.
Uploads von mir gibt es in den institutionellen (nur: Freidok) und disziplinären Repositorien:
https://www.freidok.uni-freiburg.de/pers/11733 (64 Eprints)
http://archiv.ub.uni-heidelberg.de/artdok/ (= Artdok: 26 Eprints seit 2008)
http://publikationen.ub.uni-frankfurt.de/solrsearch/index/search/searchtype/authorsearch/author/Klaus+Graf (Gindok, 14 Eprints seit 2009)
http://eprints.rclis.org/ (=E-LIS, 3 Eprints seit 2006)
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-63164 (SSOAR, 1 von mir veranlasster Upload vermutlich 2009)
http://sammelpunkt.philo.at:8080/340/ (1 Eprint, schon 2002)
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0111-opus-16641 (= Pedocs, 1 Eprint von 2009)
Ich habe erst in letzter Zeit begonnen, URL-Änderungen in meiner Publikationliste mit Durchstreichung zu markieren:
http://archiv.twoday.net/stories/4974627/
Solche Änderungen sind ein No-Go im Bereich von Open-Access-Repositorien, da sie die den Wissenschaftlern zu Recht wichtige Illusion der Dauerhaftigkeit zerstören. Diese Todsünde haben begangen ohne Weiterleitung E-LIS und Gindok siehe
http://archiv.twoday.net/stories/1022435578/
Mit Weiterleitung: Freidok.
Meine Publikationsliste zu pflegen ist aufgrund der Änderungen (nicht nur im Bereich kommerzieller Anbieter wie Amazon, Google usw.) recht aufwändig. Die Freidok-Stücke auf URNs umzustellen habe ich beispielsweise noch nicht geschafft. Dass meine Freiburger Website mit mehr als 10 dort verlinkten Volltexten ohne mich zu informieren aus dem Netz verschwunden ist, ist nicht meine Schuld. Hinsichtlich der prinzipiell möglichen Wiederbelebung bin ich etwas unschlüssig. Es gibt die Inhalte aber im Internet Archive und - leider ohne die Möglichkeit, einzelne Seiten zu verlinken - bei Edoweb
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:hbz:929:01-3930
Wenige Preprints habe ich bei Academia.edu und ResearchGate untergebracht. Bei diesen kommerziellen Anbietern gibt es keine dauerhaften Links und auch keine Garantie für dauerhafte Speicherung. Sie unterstützen auch nicht OAI-PMH, sind also z.B. in BASE nicht sichtbar.
Man kann seine Arbeit im Rahmen des "grünen Wegs" von Open Access gern auch bei Academia & Co., meinetwegen auch bei Yumpu & Co., unterbringen, wenn man mindestens eine dauerhafte Deponierung in einem Open-Access-Repositorium vornimmt.
Uni-Angehörige können häufig in dem disziplinären Repositorium ihre Eprints unterbringen. Was machen die anderen?
Wenig hilfreich ist wie häufig
https://www.open-access.net/informationen-zu-open-access/repositorien/
Zur Geschichtswissenschaft gibt es immer noch kein allgemeines Repositorium!
https://www.open-access.net/informationen-fuer-verschiedene-faecher/geschichtswissenschaften/
"Propylaeum-DOK, der Volltextserver der Virtuellen Fachbibliothek Altertumswissenschaft" wird dort fehlerhaft als "Dokumentenserver für das SSG (Sondersammelgebiet) Alter Orient" bezeichnet. So etwas darf nicht vorkommen! Selbstverständlich können Althistoriker dort publizieren.
Aber z.B. ein mediävistischer Landeshistoriker, der nicht sozialgeschichtlich oder kunst- oder bildungshistorisch arbeitet, nicht über den Beneluxraum - wo kann der seine Veröffentlichungen unterbringen?
Zu deutschsprachigen Repositorien habe ich 2011 eine Zusammenstellung gegeben:
http://archiv.twoday.net/stories/16571713/
Viel ist nicht hinzugekommen.
Das morgen eröffnete Portal Publisso der ZB MED beantwortet die Frage "Welches Repositorium eignet sich für die Publikation?"
http://www.publisso.de/open-access-beraten/faqs/welches-repositorium-eignet-sich-fuer-die-publikation/
unter anderem mit dem Hinweis auf Zenodo:
"Das übergreifende Repositorium ZENODO ist weder fachlich noch institutionell gebunden. Hier können nicht nur wissenschaftliche Publikationen eingestellt werden, sondern auch andere Formate sowie Forschungsdaten. Das Repositorium wird von CERN in Genf betreut und weiterentwickelt. Der Aufbau wurde durch EU-Gelder finanziert und ist Teil einer europaweiten Open-Access-Infrastruktur."
Zenodo hatte ich bislang nicht auf dem Schirm, denn die ersten Erfahrungen 2013 waren alles andere als positiv:
http://archiv.twoday.net/stories/404097938/
Bisher habe ich Qucosa empfohlen, das sich nicht nur auf Sachsen beschränkt:
http://archiv.twoday.net/search?q=qucosa
und zuletzt
Wie bekomme ich einen Sammelband Open Access ins Netz? In: Archivalia vom 5. Oktober 2014
http://archiv.twoday.net/stories/1022215466/
Ich habe mit Qucosa keine eigenen Erfahrungen, sehe aber durch meinen Selbstversuch mit Zenodo keinen Grund, von der Empfehlung Abstand zu nehmen.
OpenDepot ist für Zenodo keine wirkliche Konkurrenz:
http://opendepot.org/view/year/
Nun also Zenodo. Die Registrierung ging schnell mittels ORCID-ID. Ich musste da nur mein Passwort präsent haben.
https://zenodo.org/
Bevor man die Metadaten eingibt, muss man die Veröffentlichung hochladen. Bei Freidok ist es andersherum.
Auch wer nicht gut Englisch kann, findet sich bei den wenigen Pflichtangaben wohl zurecht.
Ein dicker fetter Bug ist, dass die STM-Macher des Portals beim Erscheinungsdatum nur ein Tagesdatum zulassen. Mein 2013 erschienener Beitrag wurde automatisch mit dem Erscheinungsdatum 1. Januar 2013 versehen. Es muss irgendwie anders gehen, wie andere Deposits zeigen, z.B. der deutschsprachige Sammelband "Bücher über Bücher" (2004)
http://dx.doi.org/10.5281/zenodo.31706
Aber ich habe es nicht hingekriegt.
Sodann gibt es anders als bei Freidok kein Quellenfeld. Ich habe zunächst im Feld "Book/Report/Chapter" die Angaben eingetragen, aber da diese nicht in den Metadaten sichtbar sind, habe ich sie wieder gelöscht und in die Beschreibung eingetragen.
Freidok bietet ein separates Anmerkungsfeld und die Möglichkeit, ein Inhaltsverzeichnis in einem eigenen Feld zu erfassen an.
Während Freidok auf die GND bei den Schlagworten setzt, gibt es bei Zenodo kein kontrolliertes Vokabular.
Ein Browsen nach Fachgebieten ist nicht möglich - ein ganz entschiedener Mangel des Portals! Wenn geisteswissenschaftliche Publikationen nicht ordentlich mit Schlagworten versehen werden, sind sie angesichts von 16936 Publikationen de facto nicht als solche auffindbar.
Das alte Freidok bot beim Browsen erheblich mehr Komfort! Wieso man Klassifikationen zu Eprints erfasst, dann aber nicht danach stöbern lässt, ist nicht nachvollziehbar.
Eine Volltextsuche bietet Zenodo nicht - auch dies ein schwerer Mangel.
Die von mir abgelehnten Dark deposits
http://archiv.twoday.net/stories/1022220766/
sind möglich, nicht aber Deposits ohne irgendeine der unzähligen im Menü aufgeführten Lizenzen. Voreingestellt ist CC-BY.
Dieser Zwang ist kritisch zu bewerten, da Verlage bei CC-Lizenzen eher geneigt sein könnten, die Genehmigung zu verweigern. CC-Lizenzen sind in der SHERPA-ROMEO-Liste nicht berücksichtigt. Nach meiner Rechtsauffassung kann nach der Jahresfrist des § 38 UrhG nach Abs. 1 unter CC-Lizenz deponiert werden, der umstrittene neue Absatz 4 (von 2013) dieser Vorschrift ermöglicht keine CC-Lizenz!
Das neue Freidok ermöglicht eine Lizenz-vergabe, schreibt diese aber richtigerweise nicht vor. Seither habe ich immer CC-BY 4.0 für meine Uploads gewählt, zuletzt
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:25-freidok-103100
So sehr ich libre OA auch in Repositorien befürworte, sollte man angesichts der rechtlichen Rahmenbedingungen davon absehen, eine Lizenz wie es Zenodo leider tut zwingend vorzusehen. Das benachteiligt eindeutig Retrodigitalisate und schließt Deposits nach § 38 Abs. 4 UrhG aus!
Eher positiv zu werten ist die Möglichkeit, über sein Profil rechts oben die Metadaten beliebig ändern zu können. Bei Freidok muss man sich an die eher unfreundliche Administration wenden, und mein Wunsch nach Eintragung von Personen-GND wurde am 24. September 2015 so beschieden: "wir werden die Schlagwörter in den betroffenen FreiDok-Einträgen eingeben; aufgrund der derzeit hohen Arbeitsbelastung können wir dies jedoch nur peu à peu leisten und bitten Sie dafür um Verständnis." Nein, habe ich nicht.
Nach dem ersten "Submit" erhält das Dokument einen sofort funktionierenden DOI und ist sofort im Netz präsent (aber nicht auf der Startseite sichtbar oder via Suche).
http://dx.doi.org/10.5281/zenodo.32427
Bei Freidok dauerte die Freigabe des letzten Dokuments vier Tage!
Angeboten wird bei dem PDF von Zenodo ein ordentlicher Viewer und ein Download. Freidok hat nur ein Thumbnail und Download.
Leider bezieht sich die Zitationsempfehlung anders als bei anderen Repositorien nicht auf die ursprüngliche Veröffentlichung, sondern nur auf das deponierte Dokument. Abrufstatistiken stehen nicht zur Verfügung (auch nicht bei Freidok).
Auch via BASE sind die Zenodo-Dokumente sichtbar (nicht jedoch wie bei Freidok im Südwestverbund und dann auch im KVK-Onlinefilter).
Fazit: Zenodo ist ein seriöses, aber noch unausgereiftes Repositorium mit erheblichen Mängeln. DOIs und vorgesehene Langzeitarchivierung sind große Pluspunkte. Der Lizenzzwang schadet OA derzeit mehr als dass er ihm nützt. Fehlendes fachliches Blättern und fehlende Volltextsuche sind aus meiner Sicht ein Unding. Es ist nachvollziehbar, dass führende OA-Advokaten wie Ulrich Herb auf Zenodo setzen, bei der normalen Klientel dieses Blogs bin ich eher skeptisch.


Und nun werfen wir einen Blick auf den unfähigen Auftritt von
https://www.open-access.net/
Die Startseite zeigt überhaupt keine Neuigkeiten, sondern winkt nur weiter: Informationen zu Open Access nach links, für verschiedene Zielgruppen nach rechts, in verschiedenen Fächer nach unten. Also gehen wir mal nach links:
https://www.open-access.net/informationen-zu-open-access/
Kein Hinweis auf die OA-Woche! (Nur indirekt über die eingebundenen Tweets). Die letzten News sind vom 7.9.2015. Ebenfalls inkompetent: Der Title-Tag wird verschenkt. "Informationsplattform" ist ohne Aussagewert, in den NL steht nur OA.
Da kann man wirklich nur den Kopf schütteln.

http://doi.org/10.16995/olh.30

https://en.wikipedia.org/wiki/BioMed_Central

http://blog.sbb.berlin/bestaende-der-st-nikolai-kirchenbibliothek-in-berlin-spandau-vollstaendig-im-vd-17-erfasst/
244 noch nicht in der VD-17-Datenbank enthaltene Drucke wurden digitalisiert und ins Netz gestellt.
#buchgeschichte

http://archivekod.hypotheses.org/507
https://plus.google.com/+PeterSuber/posts/4RetrjzvbwY
Für Deutschland:
https://www.open-access.net/startseite/
https://de.wikipedia.org/wiki/Open_Access (naja)
http://archiv.twoday.net/stories/1022221174/

https://rechtsgeschiedenis.wordpress.com/2015/10/17/roman-law-and-its-digital-life/
Via
http://zkbw.blogspot.de/2015/10/stuttgarter-gemineratsprotokolle.html
Von der Machart dilettantisch: Keine Permanentlinks, nicht immer hinreichende Auflösung, alberne Lupenfunktion usw.
Trotzdem ein Pionierangebot für die Erzählforschung.
#erzählforschung
http://www.hp.heimat-schoemberg.de/
Frankreich hat leider keine Panoramafreiheit, was unter anderem die Bebilderungsmöglichkeiten der französischen Wikipedia extrem einschränkt.
http://archiv.twoday.net/search?q=panoramafreiheit

„The Louvre Pyramid (7308371254)“ von Lies Thru a Lens - The Louvre, Paris. Lizenziert unter CC BY 2.0 über Wikimedia Commons.
https://www.flickr.com/photos/44133834@N02/7308371254
Curt Hallis, Geistlicher und Rektor der Stadtschule, ist überrascht: In den letzten Wochen des Jahres 1458 erreichen ihn insgesamt zwölf Briefe, in denen ihm Edelend Schreiber, Ehefrau des Hans Schreiber, mit glühenden Worten ihre Liebe bekundet. Auf zwei dieser Schreiben unterstreicht sie ihre Gefühle durch das auch heute noch in diesem Zusammenhang gebräuchliche pfeildurchbohrte Herz. Hallis ist aber auch - für einen Geistlichen eigentlich nicht statthaft - geschmeichelt. Nur so ist es zu erklären, dass er den gleich im ersten Brief erhobenen Geldforderungen nachkommt, so dass ihn die Affäre am Ende die stolze Summe von 18 Gulden und 40 böhmische Groschen kostet.
Das Ganze war natürlich ein ausgemachter Schwindel, auf den der offenbar etwas weltfremde Schulmann hereingefallen war. Übeltäter war Hermann Konemund, ebenfalls Geistlicher und als Unterlehrer an der Stadtschule tätig. Er hatte die Briefe im Namen der nichtsahnenden Frau schlichtweg gefälscht, war als Vermittler der "Liebenden" aufgetreten und hatte das Geld eingestrichen. Als der Betrug aufflog, wurde Konemund von der Stadtobrigkeit verhaftet und legte schließlich ein volles Geständnis ab. Da er indes als Geistlicher der Gerichtsbarkeit des Rates entzogen war, musste er einem Vertreter des Erzbischofs von Mainz ausgeliefert werden. Seitdem verliert sich seine Spur. Der Schulrektor Hallis aber war dem Spott seiner auch damals schon klatschfreudigen Mitbürger ausgesetzt.
Zu den Göttinger Liebesbriefen mit Links zu den Editionen:
http://www.handschriftencensus.de/werke/1228
http://beacon.findbuch.de/seealso/pnd-aks?format=sources&id=102836396
Fälschungen in Archivalia
http://archiv.twoday.net/stories/96987511/

http://blog.arthistoricum.net/beitrag/2015/10/17/das-deutsche-bildungsbuergertum-und-die-digitale-zukunft/
Meine Beiträge zu den früheren Open-Access-Wochen listet auf:
http://archiv.twoday.net/stories/1022221174/
Wieder einmal ist das Icon, das ich letztes Jahr eingebunden hatte, aus dem Netz verschwunden :-(
Ansonsten gibt es keinen Anlass, die früher geäußerte Kritik an den deutschen Akteuren zurückzunehmen.
* Es gibt keine zentrale Website (oder einen facebook-/Twitter-Auftritt) für die deutschen Aktivitäten, an denen sich längst nicht alle Hochschulbibliotheken beteiligen. Die Landesbibliotheken, die nicht zugleich Hochschulbibliotheken sind, dürften sich wie bisher vornehm zurückhalten.
Nur wenige Veranstaltungen wurden auf der internationalen Website gemeldet (glücklicherweise dürfte es etliche dort nicht verzeichnete Aktivitäten in D geben):
http://www.openaccessweek.org/
OA ist laut Karte gerade mal in acht deutschen Städten präsent!
Siehe auch die Google-Suche nach "Open Access Week" Bibliothek mit Zeitfilter letzte Woche und Sprachfilter Deutsch.
Link
* Einen deutlichen Hinweis auf der Startseite der jeweiligen UB-Website wird man in der Regel vergeblich suchen.
Beispiel für einen deutlichen Hinweis:
http://www.slub-dresden.de/
* Social Media oder überhaupt das Netz werden vernachlässigt. Man macht Veranstaltungsangebote (was ja richtig ist), setzt aber nicht auf Begleitung im Web 2.0 oder auf dauerhaft Zugängliches (z.B. Videos der Veranstaltungen).
* In der deutschen Blogosphäre wird die Woche wohl wieder kein Thema sein. (Von Archivalia mal abgesehen.)
* Es ist dumm damit zu argumentieren, dass die deutsche Community sich eben auf die OA-Tage konzentriert. Leute, das ist eine Fachveranstaltung, während die OA-Woche sich ans breite wissenschaftliche Publikum und womöglich auch an die interessierte Öffentlichkeit wendet!

"Der entdeckte Text wirft ein neues Licht auf die beiden Hauptfiguren der Erzählung. Im fünften Kapitel wollen Gilgamesch und Enkidu im Reich von Humbaba, dem Hüter des Zedernwalds, Bäume fällen. Viele Beschreibungen präsentieren Humbaba als löwengesichtiges Ungeheuer, doch in dem neuen Fragment wirkt das Wesen viel menschlicher: hier wird er als Herrscher eines fremden Landes dargestellt.
Als Gilgamesch und Enkidu schließlich den Zedernwächter töten und seine Bäume fällen, erkennen sie, dass sie ein Unrecht begannen hatten – diese geäußerte Reue fehlte in den bisher bekannten Varianten des Gilgamesch-Epos."
Friedrich Carl von Savigny (1903–1944)
Löschdiskussion
Ein informativer Artikel zur NS-Geschichte wurde wahnhaften "Relevanzkriterien" geopfert, wie man sich im
Marjorie-Wiki
überzeugen kann.
https://de.wikipedia.org/wiki/Enzyklop%C3%A4die_des_M%C3%A4rchens
Ein englischsprachiger Artikel von Kawan 1998 ist Open Access verfügbar:
http://hdl.handle.net/10400.1/2019
Ich habe meine Links von 2011 aktualisiert:
http://archiv.twoday.net/stories/16568765/
PaperC hat sich verabschiedet, Libreka gibt es nur noch ohne übergreifende Volltextsuche mit neuer URL. Hinzugekommen sind einige Google-Bände, die eine eingeschränkte Vorschau ermöglichen. Die ersten fünf Bände habe ich als Paperback. Nach Mitteilung von Herrn Uther soll es auch die weiteren Bände in dieser Form geben. Es haben wohl auch einige deutsche wissenschaftliche Bibliotheken (überwiegend unbedeutende Institutionen) die bei de Gruyter und EBSCOHOST verfügbare elektronische Ausgabe erworben.
Im letzten Band scheint die Volltextsuche von Amazon einigermaßen zu funktionieren.
http://www.amazon.de/Enzyklop%C3%A4die-M%C3%A4rchens-Vergeltung-Zypern-Nachtr%C3%A4ge/dp/3110402440
Zitiert werde ich von Bernd Steinbauer im Artikel "versinken" und in "Vorladung vor Gottes Gericht", von Jürgen Beyer in "Wahrheit", von Klaus Roth in "Zeit" und von Siegfried Becker in "Archive".
Ich habe aber auch zu weiteren Artikeln Forschungsbeiträge veröffentlicht, die unzitiert blieben. Zum Thema "Internet" habe ich mich in der "Urschel" am Beispiel von Sagen geäußert:
http://archiv.twoday.net/stories/156263358/
Bei Vulpius wären meine Fälschungsnachweise von Interesse gewesen:
Vulpius, Christian August (1762-1827)
Schriftsteller
GND
http://beacon.findbuch.de/seealso/pnd-aks?format=sources&id=118770489
Christian August Vulpius als Quellenfälscher. In: Archivalia vom 1. April 2012
http://archiv.twoday.net/stories/96984876/
+
Wer zuviel Vulpius liest ... In: Archivalia vom 3. April 2012
http://archiv.twoday.net/stories/96986355/
(Der Artikel Fälschung von Klaus Roth wird bei Amazon bei Eingabe von Fälschung nicht gefunden, er ist aber ohne den Anfang einsehbar, wenn man z.B. nach investiturprivilegien sucht.)
Bei "Genealogische Erzählungen" (ein schlechter Artikel) ist wohl verzichtbar
Genealogisches Herkommen bei Konrad von Würzburg und im
'Friedrich von Schwaben', in: Jahrbuch der Oswald von Wolkenstein
Gesellschaft 5 (1988/1989), S. 285-295
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:25-opus-52753
aber aus meiner Sicht nicht
Gerrit Walther/Klaus Graf: Genealogie, in: Enzyklopädie der Neuzeit, hrsg. von Friedrich Jäger, Bd. 4, Stuttgart 2006, Sp. 426-432
Da wir gerade von Eitelkeit sprechen: Ich halte die Entscheidung, lebende Autoren zu würdigen. für grundfalsch. Dass Sabine Wienker-Piepho einen Artikel erhielt, ist nicht einzusehen.
#erzählforschung

http://hdl.handle.net/2027/mdp.39015005637502 (PD in den USA)
Derzeit ganz einsehbar ist:
Dieter Richter: Schlaraffenland. In: Enzyklopädie des Märchens 12 (2007), Sp. 65-73
https://books.google.de/books?id=wh228bd8KNQC&pg=PR49
Fast komplett einsehbar
Nicolaas Boerma: Mit dem Schiff nach Schlaraffenland. In: Arbeitskreis Bild Druck Papier Tagungsband Budapest 2003 (2004), S. 37-49
https://books.google.de/books?id=HyjNi8MC2csC&pg=PA37
Ackermann-Zitate zeigen, dass diese US-Dissertation durchaus zu beachten ist:
https://scholar.google.de/scholar?q=schlaraffenland+ackermann
https://www.google.de/search?num=100&hl=de&tbm=bks&q=ackermann+schlaraffenland+%22german+literature%22
Sehr viele einschlägige Titel, die mit dieser Suche gefunden werden müssten, liefert stattdessen:
https://www.google.de/search?tbm=bks&hl=de&q=ackermann+schlaraffenland
(Zu diesem Phänomen:
http://archiv.twoday.net/stories/1022472520/ )
Darunter auch der Hinweis auf eine gute Darstellung aus mediävistischer Sicht:
Hans-Jörg Gilomen: Das Schlaraffenland und andere Utopien im Mittelalter. In: Basler Zeitschrift für Geschichte und Altertumskunde 104 (2004), S. 213-248
http://dx.doi.org/10.5169/seals-118483
Ackermann erscheint natürlich auch in der Bibliographia schlaraffica von Richter (Stand 1983), die ganz einsehbar ist:
https://books.google.de/books?id=EopoCQAAQBAJ&pg=PT107
Nur drei Titel (darunter den von Ackermann und die Erstausgabe von Richter 1984) kennt:
http://zs.gbv.de/motive/einfache.html
Um so unverständlicher ist die Auslassung des Titels durch Richter in der Enzyklopädie des Märchens.
Zu einer Bildserie des 19. Jahrhunderts:
http://www.goethezeitportal.de/index.php?id=maerchen_schlaraffenland
Mir liegt nicht vor:
José Manuel López de Abiada: Schlaraffenland. In: Müller, Ulrich; Wunderlich, Werner (Hrsg.) Burgen - Länder - Orte. Mittelalter-Mythen 5 (2008), S. 803-813.
#erzählforschung

Den Band gibt es Open Access.
Auszug aus dem Inhaltsverzeichnis:
"Wissens-Dinge: Eine Phänomenologie des Wissen organisierenden
Inventars im Library Life 99
Sebastian Brand
Analoge Organanten
Digitale Organanten
Komplexe Hybridsysteme: Analog-digitale Organanten"
Organanten hatte ich noch nie gehört ... Google kennt das Wort nicht, der Autor hat es erfunden.
"Das Organatum bzw. die Organata: Dies sind die Formen und Objekte des Wissens, die organisiert werden, z.B. Bücher, Exzerpte, Ordner, Textdateien, Datensätze oder Fotografien.
Das Organans bzw. die Organanten: Dies sind die Mittel, Hilfsmittel, Formen und Entitäten, mit deren Hilfe Wissen oder dessen Manifestation organisiert wird, z.B. Notizbücher, Bücherregale oder Literaturverwaltungsprogramme." (S. 100).
Via
http://onlinebooks.library.upenn.edu/new.html
https://de.wikipedia.org/wiki/R%C3%B6misches_Marschlager_von_Wilkenburg

"Römisches Marschlager von Wilkenburg Grabungsfläche Oktober 2015" by Römerfan Hannover - Own work. Licensed under CC BY-SA 4.0 via Wikimedia Commons.
http://library.leeds.ac.uk/special-collections-explore/37053
Compendium theologicae veritatis (Ulm o.J.) mit Besitzvermerk: "Sum Beatæ mariæ in Thennenbach... 1639. "
#inkunabel
"Sie haben hier kostenfreien Zugriff auf sämtliche Jahrgänge der Zeitschrift für Ostmitteleuropa-Forschung (bis 1994: Zeitschrift für Ostforschung), die älter als zwei Jahre sind." Mit Volltextsuche.
http://www.ub.uu.se/samlingar/verk-och-samlingar-i-urval/braniewo-jesuitbiblioteket/
Ob das Werk in den "Quellen" des GW verlinkt ist? Stümper wie ich werden das nie erfahren, da aus Zeitgründen das Belegen eines mehrjährigen Aufbaustudiums "Benutzen der GW-Datenbank" nicht in Betracht kommt, allenfalls nach der Pensionierung. Eine Volltextsuche gibt es für die "Quellen" nicht, unter Braniewo, Braunsberg, Trypucko, Uppsala finde ich nichts. Aber vielleicht ist es auch keine richtige "Quelle" im Sinne des GW und tarnt sich nur als Inkunabelkatalog? Das ist aber auch wurscht, wichtiger ist der Hinweis, dass Provenienzen erfasst sind.
#inkunabel

https://www.academia.edu/12204862/The_Incunabula_of_Parc_Abbey_Heverlee_Leuven_
#histmonast
#inkunabel
https://bibliostoria.wordpress.com/2015/10/16/biblioteca-augusta-di-perugia-biblioteca-digitale/
hinweist, gibt es schon lange. 2007 umfasste sie 135 Handschriften, aber man hat natürlich die Internetadresse geändert.
http://archiv.twoday.net/stories/4122419/
Sehr viel ist nicht hinzugekommen. Bei den Manoscritti diversi zähle ich nun 17 Stück (früher 14).

Der Trübnersche Katalog erinnert an einen üblen Kulturgut-Skandal, in den 1886 das Zisterzienserinnenkloster Lichtenthal verwickelt war. Die Nonnen brauchten Geld und verscherbelten ihre Handschriften an den jüngeren Mone, Fridegar, der sie gewinnbringend weiterverkaufte. Bei der Trübner-Auktion wurden viele Stücke von Baden zurückerworben und gelangten in die Badische Landesbibliothek, etliches wurde jedoch auch in alle Welt zerstreut. Ausführliche Darstellung bei Heinzer/Stamm 1987, S. 22ff. ("Affäre Mone").
http://digital.blb-karlsruhe.de/blbihd/content/pageview/66025
Bei welchen deutschsprachigen Handschriften im Handschriftencensus der Antiquariatskatalog zitiert wird, sagt
http://www.handschriftencensus.de/forschungsliteratur
"I suggest this disturbing article from the Atlantic, about the
disappearance from the web of an article that was a finalist for a
Pulitzer Prize as recently as 2007.
http://www.theatlantic.com/technology/archive/2015/10/raiders-of-the-lost-web/409210/" (James Weinheimer).
"A U.S. appeals court ruled on Friday that Google's massive effort to scan millions of books for an online library does not violate copyright law, rejecting claims from a group of authors that the project illegally deprives them of revenue.
The 2nd U.S. Circuit Court of Appeals in New York rejected infringement claims from the Authors Guild and several individual writers, and found that the project provides a public service without violating intellectual property law."
Text of the decision:
https://drive.google.com/file/d/0B-Jy9Sa8zPtaMW1DVm1XeUZBQXM/view
Update:
http://www.infodocket.com/2015/10/16/ruling-just-in-google-book-scanning-project-legal-says-u-s-appeals-court/
http://blogs.library.duke.edu/scholcomm/2015/10/18/google-books-fair-use-and-the-public-good/
http://kluwercopyrightblog.com/2015/10/16/switzerland-totenkopf-tattoo-skull-tattoo-commercial-court-of-the-canton-of-aargau-hsu-2014-68-5-january-2015/
"Ein bekannter englischer Tätowierer, bekannt unter dem Pseudonym "Xam*Tattooer", verlangte, einer Uhrenherstellerin vorsorglich zu verbieten, bestimmte Uhrenmodelle zu vertreiben und zu lagern, da auf deren Zifferblätter ein von ihm entworfenes Totenkopf-Motiv abgebildet sei. Das Handelsgericht heisst das Gesuch grösstenteils ... " (Ingresnews)
Siehe auch
http://the1709blog.blogspot.de/search?q=tattoo
http://www.transcript-verlag.de/978-3-8376-3310-8/Praxishandbuch-Online-Fundraising
http://meedia.de/2015/10/16/sascha-lobos-fake-rezension-im-literatur-spiegel-und-warum-sich-niemand-darueber-aufregt/
Lobos Fake-Rezi war schlicht gesagt zuviel Imitation und zu wenig Karikatur. Heutzutage ist es eben doch recht knifflig geworden, die Meute gepflegt reinzulegen. Macht man es zu überdreht, ruft jeder „Buuh, Fake“. Macht man es realistisch, juckt es keinen groß. Als Digital-Rebell hat man es auch nicht leicht.
Lobo: "Ha, #Cybris war nur ein Hoax!" Spiegel: "Wir wollten nur zeigen, dass man den Medien nicht alles glauben soll!" Menschheit: "Na gut."
— Philip Z. (@__philphil__) October 16, 2015
http://diglib.hab.de/?db=mss&list=ms&id=83-11-aug-2f (mit Digitalisat)
Ich möchte nicht wissen, wieviele Forscher sich auf die Fehlanzeige des verlinkten OPACs, der GRUNDSÄTZLICH NICHTS zu den Handschriften ausspuckt (während die ältere Dokumentation funktioniert), verlassen und so unnötig Rechercheaufwand betreiben müssen. Kürzt man die Signatur findet man den Hinweis auf die Münchner Schedel-Ausstellung "Welt des Wissens". Bevor ich das tat, erkannte ich Hartmann Schedels ziemlich unverwechselbare Schriftzüge und bemerkte bei einem Blick auf die Münchner Digitalisate den typischen Signaturzettel auf dem Titel. Das bemerkenswerte Familienbuch der Nürnberger Familie Grabner erscheint in der Liste von Schedels Büchern bei Stauber:
https://archive.org/stream/dieschedelscheb00hartgoog#page/n159/mode/2up
Die Handschriftendatenbank ist denkbar benutzerunfreundlich. Fürs Browsen nicht-digitalisierter Handschriften verwende ich in Unkenntnis eines besseren Zugriffs die URL.
Von Nutzen ist allerdings die Volltextsuche, die Trunkierung mit * ermöglicht.
Anmerkung zum Text (nach Hinweisen von K. Graf):
Der unerforschte und unedierte dingallegoretische Text wird sonst noch im Berliner mgq 657 (1467, aus Inzigkofen, Beschreibung im Handschriftencensus) überliefert, vgl. Werner Fechter, Deutsche Handschriften des 15. und 16. Jahrhunderts aus der Bibliothek des ehemaligen Augustinerchorfrauenstifts Inzigkofen (Arbeiten zur
Landeskunde Hohenzollerns 15), Sigmaringen 1997, S. 99 Nr. 26. In der Nähe von Medingen war der Text unter den Büchern Graf Wilhelms I. von Oettingen (gest. 1467) vertreten, MBK 3/1, S. 161. 1519 druckte der Basler Drucker auf Kosten des Johann Haselberg die Schrift (VD16 G 2545). Fechter weist Druck-Exemplare in der BSB München, der UB Freiburg, der BL London und der Kantonsbibliothek Luzern nach (zu ergänzen ist: Tübingen, UB). Eine Digitalisierung des Münchner Exemplars im BSB-DFG-Projekt ist vorgesehen.
Inzwischen sind zwei Exemplare der BSB München im Netz gelandet:
http://gateway-bayern.de/VD16+G+2545
Bekannt waren bisher eine Berliner und eine Straßburger Handschrift.
http://www.handschriftencensus.de/werke/5584
Der Text ist aber auch in HAB Wolfenbüttel Cod. Guelf. 15.3 Aug. 4°, Bl. 1v-104v überliefert.
http://diglib.hab.de/?db=mss&list=ms&id=15-3-aug-4f&catalog=Heinemann
Die Handschrift, von der anscheinend bisher nur die Ars moriendi beachtet wurde (glaubt man dem Handschriftencensus und der Wolfenbütteler Handschriftendokumentation), entstand um 1500 (Datierungen 1497 und 1503). Als Schreiber nennt sich am Ende ein Joachim Wetter aus St. Gallen: "Finis huius historie in vigilia Thome anno Domini 1503 per me Joachim Wetter de sancto Gallo", vielleicht ein Verwandter des 1536 gestorbenen St. Galler Predigers Wolfgang Wetter:
https://books.google.de/books?id=R4xWAgAAQBAJ&pg=PA348
"Auf dem hinteren Innendeckel stehen über einer Hausmarke die Worte: Das Buch ist der Hayerich Lingen. Darunter: Hairich Linghen." Ob Heinemann das richtig gelesen hat? Hairich ist in der Schweiz eine Form von Heinrich, aber Google hilft mir nicht weiter.
#forschung

https://tools.wmflabs.org/wlm-stats/
"228909 files by 6629 uploaders from 33 countries"
"Stift Altenburg Bibliothek 03" by Uoaei1 - Own work. Licensed under CC BY-SA 4.0 via Wikimedia Commons.
"San Juan de Busa, Oliván, Huesca, España, 2015-01-07, DD 13-20 PAN" by Diego Delso. Licensed under CC BY-SA 4.0 via Wikimedia Commons.
"2014 Prowincja Armawir, Wagharszapat, Trzy chaczkary na dziedzińcu przed seminarium duchownym" by Photo: Hons084 / Wikimedia Commons. Licensed under CC BY-SA 4.0 via Wikimedia Commons.
http://digital.ub.uni-paderborn.de/ihd/content/titleinfo/1701708
Hat die Universität ihr vertraglich eingeräumtes Erschließungsprivileg genutzt? Gibt es irgendeine nennenswerte, für die Allgemeinheit zugängliche Online-Datenbank zu den Corveyer Beständen? Stattdessen vermarktet eine Firma Digitalisate aus der einzigartigen Sammlung.
http://www.ub.uni-paderborn.de/lernen_und_arbeiten/bestaende/sammlungen/corvey.shtml
Hat man von den vielen Schriften auf
http://kw1.uni-paderborn.de/institute-einrichtungen/institut-fuer-germanistik-und-vergleichende-literaturwissenschaft/germanistik/projekte-der-literaturwissenschaft/corvey-institut/
auch nur eine einzige von Seiten des Instituts Open Access zugänglich gemacht?
Nur über die Kooperation des Fink-Verlags mit Digi20 kann man drei (in Zahlen: 3) Monographien kostenlos einsehen.
http://digi20.digitale-sammlungen.de/de/fs1/search/query.html?fulltext=corvey&action=Finden%21&mode=simple&hl=scan&ngram=true&prox=true&phone=true

„Höxter Germany Corvey-Abbey-01“ von Photo by CEphoto, Uwe Aranas / CC-BY-SA-3.0. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons.

flickr photo shared by flickingerbrad under a Creative Commons ( BY ) license
Peter Delin antwortet auf den Bericht über die neue Bibliothek in Aarhus:
http://archiv.twoday.net/stories/1022477601/
Hatten wir schon, aber mehrfach hält besser:
Via
https://vifabenelux.wordpress.com/2015/10/15/wir-stellen-vor-old-maps-online/

http://log.netbib.de/archives/2015/10/12/warum-bekommen-externe-keinen-zugriff-auf-die-e-books/
thematisieren das hier unter
http://archiv.twoday.net/search?q=remote+access
verhandelte Problem.
Die ULB Düsseldorf hat einen Druck (VD 16 ZV 3148) des Mainzer Druckers Heumann freundlicherweise ins Netz gebracht. Ich hatte über FWE Roths Studie zu Heumann gehandelt in:
http://archiv.twoday.net/stories/1022477529/
http://www.musee-orsay.fr/de/veranstaltungen/ausstellungen/im-musee-dorsay/ausstellungen-im-musee-dorsay/article/splendeurs-et-miseres-42671.html

Maßgebliche Beschreibung:
http://www.manuscripta-mediaevalia.de/hs/katalogseiten/HSK0600_0871_jpg.htm
Nachtrag
http://digital.bib-bvb.de/webclient/DeliveryManager?custom_att_2=simple_viewer&pid=7085514&childpid=7085524
Incipit: Testis consciencie est dominus
Die ältere Beschreibung von Jäck 1831 gibt Anderes zur gleichen Handschrift:
https://books.google.de/books?id=A6qrkrEUXqMC&pg=PA113
Da ist "Vestis (!) conscientie est Dominus" der Beginn eines Prologs, der mit "Eam secum collocavit in throno perenni" endet. Werkbeginn: "Tota pulchra es".
Arnold hat "Vota (!) pulchra es amica mea"
http://www.yumpu.com/de/document/fullscreen/26756704/arnold-trithemius-1991/125
Angesichts der Verbreitung der Wendung "Tota pulchra es amica mea" ist das völlig nutzlos. Beginnt ein Incipit mit einem verbreiteten Zitat muss man in Gottes Namen AUSFÜHRLICHER werden, sonst kann man es gleich sein lassen.
Vor lauter Marienfrömmigkeit trägt die Summa Mariana nur wenig zur Erhellung bei, bestätigt aber, dass das Werk ohne Verfassernamen überliefert ist.
https://books.google.de/books?id=cJKNKs7FVWoC&pg=PA277 (US)
Zunächst einmal ist festzuhalten, dass der kostbar auf Pergament wohl vom Michelsberger Frater Reinher geschriebene Band sonst anscheinend nur Druckabschriften enthält. Das betrifft den Wimpfeling-Text und den von der "Summa" hervorgehobenen Leontorius-Text. Phoebe wird bei dem Marienhuldiger zu "O hebe". Digitalisat:
http://tudigit.ulb.tu-darmstadt.de/show/inc-ii-195/0066
Zu den beiden weiteren Texten zum Immakulisten-Streit genügt es, auf
Trithemius, Johannes: De purissima et immaculata conceptione virginis Mariae et de festivitate sanctae Annae matris eius, mit Vorrede an den Leser, Sponheim 1494. Im Anhang Statutum et determinatio facultatis theologiae studii Parisiensis de immaculata conceptione virginis Mariae, Paris 17.9.1497, mit Revocatio des Johannes Veri, Paris 1496 und 16.9.1497, und Liste der Pariser Immakulisten, [Nürnberg], [nach 1497.09.17.] [BSB-Ink T-453 - GW M47523]. Digitalisat:
http://daten.digitale-sammlungen.de/bsb00032286/image_13
hinzuweisen. Ich fand noch einen späteren Druck der Revocatio 1728
https://books.google.de/books?id=hF5QAAAAcAAJ&pg=RA1-PA337
und, wie vom Bamberger Katalog versprochen, etwas Biographisches zu Johannes Veri bei Quetif et al.
https://books.google.de/books?id=2jSMV1xLFEkC&pg=PA29
Hemmerlis Polemik gegen die Mendikanten konnte gut im Immakulisten-Streit gegen die Gegner der Immaculata conceptio gebraucht werden. Die Anleitung über juristische Abkürzungen könnte sich auf die vorangegehende Abhandlung beziehen.
Jäck notierte
https://books.google.de/books?id=yVJEAAAAcAAJ&pg=PA32
dass die Magna bibliotheca ecclesiastica die Verfasserschaft des Michelsberger Abts bestritten habe.
https://books.google.de/books?id=OibPD2p__i4C&pg=PA444
[Siehe auch Lahnerts Klostergeschichte 1889:
http://hdl.handle.net/2027/hvd.32044098664261?urlappend=%3Bseq=259 ]
Ohne Kenntnis der Handschrift muss ich im Trüben fischen, aber ganz ohne Beweiskraft finde ich meine Google-Funde auch nicht.
Die Überschrift ähnelt allzu sehr dem Traktat Breitenbachs (1489)
http://daten.digitale-sammlungen.de/bsb00030382/image_5
der tatsächlich mit "Tota pulchra es amica mea" beginnt!
"Testis consciencie est dominus" steht am Anfang eines Kapitels in dem Mariale von Bernhardin von Busti
http://tudigit.ulb.tu-darmstadt.de/show/inc-iv-523/0206
Der erste Teil dieser Predigtsammlung über die Immaculata conceptio trägt wie unsere Abhandlung den Titel "Perpetuum silentium", ich zitiere einen etwas älteren Mailänder Druck:
http://daten.digitale-sammlungen.de/bsb00092275/image_35
Es war eine "Hauptstütze" der deutschen Immakulisten um 1500, so
https://books.google.de/books?id=9zNKAQAAMAAJ&pg=RA1-PA13
"Eam secum collocavit in throno perhenni" ist das Ende eines mariologischen Textes von Johannes de Segovia.
https://www.google.de/search?tbm=bks&q=%22secum+collocavit+in+throno%22
https://books.google.de/books?id=u4_p6aigwvoC&pg=PA163
https://books.google.de/books?id=Fx9KAQAAMAAJ&pg=PA95 (US)
Jäck verwies auf einen bei Legipont in Ziegelbauers Historia gedruckten Brief des Trithemius vom 7. Dezember 1494
http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10633343_00280.html
[Siehe auch Fassbinder ]
Diesen hat aber Klaus Arnold (S. 111 Anm. 45) als Fälschung verdächtigt. Als Fälscher kommt Oliver Legipont in Betracht, dessen Abschriftensammlung Darmstadt Cod. 2751 die einzige handschriftliche Überlieferung darstellt. [Klaus Arnold teilte freundlicherweise mit, dass er angesichts der Tatsache, dass das Latein des Briefs dem 18. Jahrhundert angehört, an der Erfindung durch Legipont festhält, Mail vom 16.10.2015.]
In dieser Handschrift findet sich übrigens auch Wimpfelings oben genanntes Gedicht abgeschrieben.
https://archive.org/stream/romanischeforsch06franuoft#page/262/mode/2up (Mitteilung von FWE Roth, Textbeginn: Candorem primum. Zu den Gedichten Wimpfelings ist jetzt Dieter Mertens im VL Humanismus heranzuziehen.)
Zu Legipont:
https://de.wikipedia.org/wiki/Oliver_Legipont
Erst Oppermann 1900 hat die systematische Verfälschung der Geschichte des Kölner Martinsklosters durch Legipont entlarvt:
http://archive.org/stream/WestdeutscheZeitschriftFuerGeschichteUndKunst1900/WestdeutscheZeitschriftFuerGeschichteUndKunst19#page/n307/mode/2up
Wenn unser Traktat 1497 datiert ist, wie konnte dann Abt Lang ihn schon Ende 1494 Trithemius ankündigen? Die Übereinstimmungen von Brief und Traktat stellen aber sicher, dass der Traktat des Abts Andreas über die jungfräuliche Empfängnis, den Legipont in Bamberg sah, identisch mit dem Text in Theol. 239 ist. Die Annahme liegt nahe, dass Legipont den Trithemius-Brief anhand der Informationen aus Theol. 239 gefälscht hat.
Ob dem Bamberger Prior Klitsch 1710 Theol. 239 vorlag?
https://books.google.de/books?id=2wjoBQAAQBAJ&pg=PA223
Dass Abt Andreas mit viel Mühe einen Traktat über die unbefleckte Empfängnis erstellt hat, die Reinher abgeschrieben habe, sagt freilich eine unverdächtige zeitgenössische Quelle, nämlich ein Eintrag eines engen Mitarbeiters des Abt, Nonnosus Stettfelder, im Bamberger RB Msc. 49, Bl. 57v
http://digital.bib-bvb.de/webclient/DeliveryManager?custom_att_2=simple_viewer&pid=5275076&childpid=5275194
Aber wieso muss das Theol. 239 sein? Stettfelder kann irrtümlich angenommen haben, dass die Abhandlung in Theol. 293 ein Werk des Abts darstellt. Wahrscheinlicher ist freilich, dass Reinher neben dem Immakulisten-Dossier (Theol. 239) eine verlorene Abhandlung des Abts kopiert hat. Denkbar ist aber auch, dass sich der Abt die Urheberschaft (als Bearbeiter?) des in Theol. 239 enthaltenen Textes anmaßte und Stettfelder sie ihm daher zulegte. Aber wieso steht dann in der Überschrift des Traktats "cuiusdam religiosi"?
Zum Immakulisten-Streit um 1500 gab ich einige Hinweise in:
http://archiv.twoday.net/stories/129656411/
Update: Eine Auskunft von Dr. Stefan Knoch (SB Bamberg) sorgte für Klarheit:
für Ihre Fragestellung einschlägig ist die Bamberger Disseration von Markus Huck aus dem Jahr 1991 ( https://katalog.ub.uni-bamberg.de/query/10/BV005431249 ). Er befaßt sich in Kap. 2.3 mit der Frage der Verfasserschaft des Immaculata-Traktats in Msc.Theol.239 und kommt dabei zu dem Ergebnis, daß es sich nicht um ein Werk Andreas Langs handelt, sondern vielmehr um
"eine Abschrift der neun Predigten Bernhardins von Busti 'De conceptione Mariae', die dieser unter dem Titel 'Perpetuum silentium' als pars I seines Mariale und daneben auch gesondert herausgegeben hatte. In der Michelsberger handschriftlichen Version wurden lediglich einige unbedeutende, den theologischen Inhalt nicht tangierende Veränderungen oder Kürzungen vorgenommen und wenige Wunderberichte ergänzt, viele andere dagegen ausgelassen. Abt Andreas hat nur den Prolog zu den Traktaten Bernhardins verfaßt, wobei er sich auch hier Passagen aus dem Mariale des Franziskaners auslieh." (Huck, S. 10f.).
Der Vollständigkeit halber hier noch ein ausführlicheres Incipit des Traktats auf fol. 3v (fol. 1r-3v enthält den Prolog):
"Tota pulchra es amica mea et macula non est in te. Canticorum IIII. Inconveniens michi [sic] satis incongruumque valde ac non parum reprehensibile prima facie videtur"
https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Abt_andreas_lang.jpg
