Aus Anlass von http://archiv.twoday.net/stories/1022476766/ wäre ich für Benutzungshilfe dankbar, denn ich komme mit dem Viewer nicht zurecht. Kann mir jemand verraten, wie man schnell zu einer bestimmten Seite kommt?
KlausGraf - am Mittwoch, 14. Oktober 2015, 22:30 - Rubrik: Digitale Bibliotheken
KlausGraf - am Mittwoch, 14. Oktober 2015, 19:26 - Rubrik: Archivrecht
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KlausGraf - am Mittwoch, 14. Oktober 2015, 18:47 - Rubrik: Musikarchive
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KlausGraf - am Mittwoch, 14. Oktober 2015, 18:39 - Rubrik: Geschichtswissenschaft
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Online-Angebot für Niederländisch als Fremdsprache
http://www.nedbox.be/
Edukative Webplattform zu Sprachvarianten innerhalb des Niederländischen veröffentlicht: Dialectloket
http://www.dialectloket.be/
Via
https://vifabenelux.wordpress.com/
http://www.nedbox.be/
Edukative Webplattform zu Sprachvarianten innerhalb des Niederländischen veröffentlicht: Dialectloket
http://www.dialectloket.be/
Via
https://vifabenelux.wordpress.com/
KlausGraf - am Mittwoch, 14. Oktober 2015, 18:32 - Rubrik: Miscellanea
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Folge 1 ist verfügbar
http://www.lisa.gerda-henkel-stiftung.de/gotland_die_einzigartige_insel?nav_id=5818
Siehe auch
http://archiv.twoday.net/stories/948992663/

Gotland Runic Inscription 181. Photo: Berig https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de
http://www.lisa.gerda-henkel-stiftung.de/gotland_die_einzigartige_insel?nav_id=5818
Siehe auch
http://archiv.twoday.net/stories/948992663/

Gotland Runic Inscription 181. Photo: Berig https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de
KlausGraf - am Mittwoch, 14. Oktober 2015, 18:25 - Rubrik: Geschichtswissenschaft
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http://digital.blb-karlsruhe.de/blbhs/content/titleinfo/3068925
Schlampigkeiten:
Online: Einmal Wurtisen statt Wurstisen.
Im gedruckten Katalog:
Sieht man davon ab, dass eine bibliographische Recherche ohne Kenntnis des Artikeltitels, der eben NICHT Basler Münster- und Turmbüchlein lautet, erschwert ist, so hätte der Druckfehler 1988 statt richtig 1888 unbedingt vermieden werden müssen.
Laut dem Herausgeber Rudolf Wackernagel gibt es von dem Werk Wurstisens nur Abschriften aus dem 18. Jahrhundert:
http://retro.seals.ch/digbib/view2?pid=bzg-001:1888:12=2::454
Eine saubere (Wasserzeichen-)Datierung des Karlsruher Codex (Katalog 17./18. Jh., laut dem Nachtrag nicht nach 1732) hat die DFG mit ihren unsachgemäßen Vorgaben zur Katalogisierung neuzeitlicher Handschriften verboten.
#fnzhss
Schlampigkeiten:
Online: Einmal Wurtisen statt Wurstisen.
Im gedruckten Katalog:
Sieht man davon ab, dass eine bibliographische Recherche ohne Kenntnis des Artikeltitels, der eben NICHT Basler Münster- und Turmbüchlein lautet, erschwert ist, so hätte der Druckfehler 1988 statt richtig 1888 unbedingt vermieden werden müssen.
Laut dem Herausgeber Rudolf Wackernagel gibt es von dem Werk Wurstisens nur Abschriften aus dem 18. Jahrhundert:
http://retro.seals.ch/digbib/view2?pid=bzg-001:1888:12=2::454
Eine saubere (Wasserzeichen-)Datierung des Karlsruher Codex (Katalog 17./18. Jh., laut dem Nachtrag nicht nach 1732) hat die DFG mit ihren unsachgemäßen Vorgaben zur Katalogisierung neuzeitlicher Handschriften verboten.
#fnzhss
KlausGraf - am Mittwoch, 14. Oktober 2015, 18:07 - Rubrik: Kodikologie
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http://digital.bib-bvb.de/R/8SUFPU28DEHHLGP52KFL83CY1H76CKYV6YSJ6978H96FAP68IS-02548?local_base=SUSTBA&pds_handle=GUEST
Bisher wenig online. Sammlungen:
Periodika
Peutingeriana
Bibliothekskataloge
In statu nascendi, wie man folgendem netten Text entnimmt:
"Hier kommt ein Erläuterungstext zu den Peutingeriana
Sie können hier eigentlich alles hineinschreiben. Auch Links. Vergessen Sie das Bild nicht :-)
In dieser Variante (nach UB Augsburg) werden die Untersammlungen automatisch angezeigt.
Sie können auch mit flachen Sammlungen arbeiten, deren Unterstrukturierung Sie erst im Text vornehmen. So macht es die SBG."
Bisher wenig online. Sammlungen:
Periodika
Peutingeriana
Bibliothekskataloge
In statu nascendi, wie man folgendem netten Text entnimmt:
"Hier kommt ein Erläuterungstext zu den Peutingeriana
Sie können hier eigentlich alles hineinschreiben. Auch Links. Vergessen Sie das Bild nicht :-)
In dieser Variante (nach UB Augsburg) werden die Untersammlungen automatisch angezeigt.
Sie können auch mit flachen Sammlungen arbeiten, deren Unterstrukturierung Sie erst im Text vornehmen. So macht es die SBG."
KlausGraf - am Mittwoch, 14. Oktober 2015, 17:59 - Rubrik: Digitale Bibliotheken
Das Bundesverwaltungsgerichts kippt mirnichts dirnichts die jahrzehntelange Praxis, dass Bundesbehörden dem Auskunftsanspruch der Landespressegesetze genügen und das Bundesverfassungsgericht nimmt eine dagegen gerichtete Beschwerde nicht an, unter anderem da sie keine grundsätzliche Bedeutung habe. Was bitteschön hat dann noch grundsätzliche Bedeutung? Und dann lässt das Gericht es auch dahingestellt sein, ob es einen verfassungsunmittelbaren Anspruch gibt und ob das BVerwG Recht hat. Nicht weniger erbärmlich: Dass es sich bei der Frage "Wie viele hauptamtliche Mitarbeiter hatte der BND bzw. die Organisation Gehlen in den Jahren 1950, 1955, 1960, 1970, 1980?" um Informationen handelt, die dem BND nicht vorliegen würden. Es mag ja sein, dass bei den anderen Fragen eine Antwort schwierig oder unmöglich ist, aber wenn diese Frage nicht beantwortet werden kann, dann kann man sich bei jeder einigermaßen komplexen Informationsanfrage an eine Behörde darauf gefasst machen, dass diese Karte gezogen wird. Nachtrag: Ich habe http://www.bverwg.de/200213U6A2.12.0 nachgelesen, aber die Argumentation des BND überzeugt nicht. Wenn ein Bundestagsabgeordneter oder ein parlamentarisches Gremius so etwas wie eine Mitarbeiterzahl wissen wollte, dann wäre eine Antwort alles andere als unmöglich!
Zu langer Link
Via
https://netzwerkrecherche.org/blog/auskunftsanspruch-gegenueber-bundesbehoerden-netzwerk-recherche-fordert-schnelle-gesetzliche-regelung/
Zu langer Link
Via
https://netzwerkrecherche.org/blog/auskunftsanspruch-gegenueber-bundesbehoerden-netzwerk-recherche-fordert-schnelle-gesetzliche-regelung/
KlausGraf - am Mittwoch, 14. Oktober 2015, 17:23 - Rubrik: Archivrecht
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http://derstandard.at/2000023658839/Die-Republik-und-ihr-Gedaechtnis
Nächster Schritt wäre dann: Haus der Geschichten.
In der Akademie der Wissenschaften diskutierten Historiker und Museumsfachleute des Landes über Sinn und Unsinn des Projekts für die Neue Burg [...]
Kulturpessimistisch äußerte sich der Historiker und Archivar Michael Hochedlinger. In seiner unterhaltsamen Polemik mit dem Titel "Geschichtsvernutzung im Zeitalter von Kulturkapitalismus und Moralismus" kritisierte er die Popularisierung der Geschichte. "Wird etwas gut besucht, erübrigt sich die Sinnfrage." Wie die Politik sei auch der Kulturbetrieb zutiefst populistisch geworden. Der Kulturkapitalist spreche überhaupt "nur noch in Zahlen".
Nächster Schritt wäre dann: Haus der Geschichten.
In der Akademie der Wissenschaften diskutierten Historiker und Museumsfachleute des Landes über Sinn und Unsinn des Projekts für die Neue Burg [...]
Kulturpessimistisch äußerte sich der Historiker und Archivar Michael Hochedlinger. In seiner unterhaltsamen Polemik mit dem Titel "Geschichtsvernutzung im Zeitalter von Kulturkapitalismus und Moralismus" kritisierte er die Popularisierung der Geschichte. "Wird etwas gut besucht, erübrigt sich die Sinnfrage." Wie die Politik sei auch der Kulturbetrieb zutiefst populistisch geworden. Der Kulturkapitalist spreche überhaupt "nur noch in Zahlen".
KlausGraf - am Mittwoch, 14. Oktober 2015, 17:20 - Rubrik: Geschichtswissenschaft
RAin Diercks äußert sich kritisch zur Stellungnahme des Unabhängigen Datenschutzzentrums Schleswig-Holstein:
http://www.socialmediarecht.de/2015/10/14/safe-harbor-die-erste-stellungnahme-des-unabhaengigen-landeszentrums-fuer-datenschutz-s-h-uld-und-die-damit-verbundenen-konsequenzen-fuer-unternehmen/
Sie schreibt KLARTEXT:
Abschalten. Verbindungen in die USA kappen. Datenverkehr einstellen. (Außer Sie buchen einen Flug. Dann mag das okay sein.). Jedenfalls so lange bis die US endlich mal das Schutzniveau angehoben haben, dem einzelnen wirksamen Rechtschutz gewähren und ein “wirksames” Datenschutzabkommen getroffen wurde.
Bis dahin prüft nun das ULD, ob es nicht Anordnungen gegen Unternehmen trifft, wonach diese die Datenübermittlung einstellen müssen und ob nicht bereits Ordnungswidrigkeitentatbestände verwirklicht haben. Als maximales Bußgeld stehen dabei 300.000 EUR auf der Uhr (vgl. 43 Abs. 2 Nr. 1 BDSG).
Wohl also dem, der seinen Firmensitz nicht in Schleswig-Holstein hat. Schließlich ist der Datenschutz Ländersache. Und diejenigen, die in den übrigen 15 Bundesländern sitzen, können jetzt erstmal abwarten, was denn “ihre” Datenschutzbehörde so meint. Toll, oder?
Fazit
Es ist Wahnsinn. Einfach nur Wahnsinn. Da wird ewige Zeiten verschlafen, sich grundlegend um Datenschutz bzw. internationale Datenschutzniveaus zu kümmern (ist ja auch nicht so wichtig, geht ja eben “nur” um den Datenschutz) und wundert sich dann über ein Urteil, dessen zu Grunde liegende Tatsachen nicht erst seit gestern bekannt sind.
Nun kann es aber doch nicht wirklich sein, dass eine von 16 (!) Datenschutzbehörde/n (!) dieses Urteil zum Anlass nimmt, ernsthaft zu sagen “Wir stellen wirksame Einwilligungen von Betroffenen in Abrede. Es gibt damit quasi keine datenschutzkonforme Möglichkeit der Übermittlung von personenbezogenen Daten in die USA. Im Zweifel müssen Sie die Datenübermittlung einstellen andernfalls überziehen wie Sie mit Anordnungen und Bußgeldbescheiden – jedenfalls in Schleswig-Holstein.”
http://www.socialmediarecht.de/2015/10/14/safe-harbor-die-erste-stellungnahme-des-unabhaengigen-landeszentrums-fuer-datenschutz-s-h-uld-und-die-damit-verbundenen-konsequenzen-fuer-unternehmen/
Sie schreibt KLARTEXT:
Abschalten. Verbindungen in die USA kappen. Datenverkehr einstellen. (Außer Sie buchen einen Flug. Dann mag das okay sein.). Jedenfalls so lange bis die US endlich mal das Schutzniveau angehoben haben, dem einzelnen wirksamen Rechtschutz gewähren und ein “wirksames” Datenschutzabkommen getroffen wurde.
Bis dahin prüft nun das ULD, ob es nicht Anordnungen gegen Unternehmen trifft, wonach diese die Datenübermittlung einstellen müssen und ob nicht bereits Ordnungswidrigkeitentatbestände verwirklicht haben. Als maximales Bußgeld stehen dabei 300.000 EUR auf der Uhr (vgl. 43 Abs. 2 Nr. 1 BDSG).
Wohl also dem, der seinen Firmensitz nicht in Schleswig-Holstein hat. Schließlich ist der Datenschutz Ländersache. Und diejenigen, die in den übrigen 15 Bundesländern sitzen, können jetzt erstmal abwarten, was denn “ihre” Datenschutzbehörde so meint. Toll, oder?
Fazit
Es ist Wahnsinn. Einfach nur Wahnsinn. Da wird ewige Zeiten verschlafen, sich grundlegend um Datenschutz bzw. internationale Datenschutzniveaus zu kümmern (ist ja auch nicht so wichtig, geht ja eben “nur” um den Datenschutz) und wundert sich dann über ein Urteil, dessen zu Grunde liegende Tatsachen nicht erst seit gestern bekannt sind.
Nun kann es aber doch nicht wirklich sein, dass eine von 16 (!) Datenschutzbehörde/n (!) dieses Urteil zum Anlass nimmt, ernsthaft zu sagen “Wir stellen wirksame Einwilligungen von Betroffenen in Abrede. Es gibt damit quasi keine datenschutzkonforme Möglichkeit der Übermittlung von personenbezogenen Daten in die USA. Im Zweifel müssen Sie die Datenübermittlung einstellen andernfalls überziehen wie Sie mit Anordnungen und Bußgeldbescheiden – jedenfalls in Schleswig-Holstein.”
KlausGraf - am Mittwoch, 14. Oktober 2015, 17:11 - Rubrik: Datenschutz
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Genügt wohl nicht, wenn ich es kritisiere?
Pechenick EA, Danforth CM, Dodds PS (2015) Characterizing the Google Books Corpus: Strong Limits to Inferences of Socio-Cultural and Linguistic Evolution. PLoS ONE 10(10): e0137041
http://dx.doi.org/10.1371/journal.pone.0137041
"Overall, our findings call into question the vast majority of existing claims drawn from the Google Books corpus, and point to the need to fully characterize the dynamics of the corpus before using these data sets to draw broad conclusions about cultural and linguistic evolution."
Via
http://www.slate.com/articles/technology/future_tense/2015/10/research_suggests_google_books_isn_t_as_helpful_as_some_believed.html
Pechenick EA, Danforth CM, Dodds PS (2015) Characterizing the Google Books Corpus: Strong Limits to Inferences of Socio-Cultural and Linguistic Evolution. PLoS ONE 10(10): e0137041
http://dx.doi.org/10.1371/journal.pone.0137041
"Overall, our findings call into question the vast majority of existing claims drawn from the Google Books corpus, and point to the need to fully characterize the dynamics of the corpus before using these data sets to draw broad conclusions about cultural and linguistic evolution."
Via
http://www.slate.com/articles/technology/future_tense/2015/10/research_suggests_google_books_isn_t_as_helpful_as_some_believed.html
KlausGraf - am Mittwoch, 14. Oktober 2015, 17:01 - Rubrik: Digitale Bibliotheken
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http://wisspub.net/2015/10/14/berliner-senat-beschliesst-open-access-strategie/
Wieso ist das Strategiepapier nicht Open Access zugänglich??
Wieso ist das Strategiepapier nicht Open Access zugänglich??
KlausGraf - am Mittwoch, 14. Oktober 2015, 16:41 - Rubrik: Open Access
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http://ausstellungen.deutsche-digitale-bibliothek.de/ka300/exhibits/show/vom-privilegienbrief-zum-bundesverfassungsgericht/einleitung
Gewohnt langweilige Machart, gewohntes Copyfraud.
Via
http://zkbw.blogspot.de/2015/10/virtuelle-ausstellung-zur.html

Gewohnt langweilige Machart, gewohntes Copyfraud.
Via
http://zkbw.blogspot.de/2015/10/virtuelle-ausstellung-zur.html

KlausGraf - am Mittwoch, 14. Oktober 2015, 16:36 - Rubrik: Kommunalarchive
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ProQuest frisst Ex Libris
http://www.tagesspiegel.de/advertorials/ots/proquest-proquest-und-ex-libris-gehen-partnerschaft-ein-um-innovation-fuer-bibliotheken-weltweit-voranzutreiben/12422204.html
und De Gruyter schluckt nun Lucius & Lucius
http://zkbw.blogspot.de/2015/10/de-gruyter-ubernimmt-lucius-lucius.html
http://www.tagesspiegel.de/advertorials/ots/proquest-proquest-und-ex-libris-gehen-partnerschaft-ein-um-innovation-fuer-bibliotheken-weltweit-voranzutreiben/12422204.html
und De Gruyter schluckt nun Lucius & Lucius
http://zkbw.blogspot.de/2015/10/de-gruyter-ubernimmt-lucius-lucius.html
KlausGraf - am Mittwoch, 14. Oktober 2015, 16:33 - Rubrik: Wissenschaftsbetrieb
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KlausGraf - am Mittwoch, 14. Oktober 2015, 16:32 - Rubrik: Wissenschaftsbetrieb
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Ein prachtvoller Ausstellungskatalog von "Les Enluminures":
http://www.textmanuscripts.com/enlu-assets/catalogues/tm/tm5-women-s-book-final.pdf
Update: http://intersex.hypotheses.org/1186
http://www.textmanuscripts.com/enlu-assets/catalogues/tm/tm5-women-s-book-final.pdf
Update: http://intersex.hypotheses.org/1186
KlausGraf - am Dienstag, 13. Oktober 2015, 23:25 - Rubrik: Kodikologie
Digitalisat von Wolfenbüttel, Herzog August Bibliothek Cod. 16.17 Aug. 4°, einer vermutlich in Straßburg wohl bald nach 1415 entstandenen Handschrift, der man wohl aufgrund eines Kochbuchs Hausbuch-Charakter attestiert:
http://diglib.hab.de/mss/16-17-aug-4f/start.htm
Unzuverlässig ist die Beschreibung im Handschriftencensus:
http://www.handschriftencensus.de/6669
Alte Beschreibung Heinenanns:
http://diglib.hab.de/drucke/f4f-539-7/start.htm?image=00212
Es fehlen im Census die Twinger-Auszüge Bl. 1r-44v, obwohl er sonst viel Wert auf die Twinger-Überlieferung legte. Der Census hat immer noch 88 Twinger-Handschriften, meine Ergänzungen stehen bei 95
http://archiv.twoday.net/stories/410259401/
Wolfenbüttel ist somit Nr. 96.
[Nr. 97 sind dann die Exzerpte zu 1386 in Haus-, Hof- und Staatsarchiv Cod. W 0288 (Böhm 593), Bl. 73r-83r, 16. Jahrhundert.
https://books.google.de/books?id=QfwUAAAAQAAJ&pg=PA186
Die in der Handschrift folgende Straßburger Chronik erwähnt Franz in: Landesgeschichte und Reichsgeschichte (1995), S. 272 laut
https://books.google.de/books?id=EflnAAAAMAAJ&q=%22marquardus+de+husenn%22 ]
Die Schillersche Ausgabe bei Heinemann ist natürlich die Schilter'sche.
https://epub.ub.uni-muenchen.de/11726/
bzw.
http://archive.thulb.uni-jena.de/hisbest/rsc/viewer/HisBest_derivate_00007177/VD17-236118242_0358.tif?x=-965.6150845253578&y=0&scale=0.21921322690992018&rotation=0&layout=singlePageLayout
Hegel hat in seiner Ausgabe die Wolfenbütteler Auszüge nicht berücksichtigt, aber die Texte sind trotzdem bei Hegel verfügbar, wenngleich die Schiltersche Fassung der Wolfenbütteler näher steht.
https://archive.org/stream/diechronikender00kommgoog#page/n336/mode/2up (S. 832 Z. 17 ff.)
Bl. 17r unten endet mit Hegel S. 854 Z. 11; Bl. 17v beginnt das sechste Buch, in Wirklichkeit vor allem ein aphabetisches Ereignis-Register (Hegel S. 871-910). Dass dieses durchaus als historiographisches Kompendium Anklang fand, zeigt die Handschrift des Eikhart Arzt, der das 6. Buch für seine Zwecke anpasste.
http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/cpg116
Wer wie Heinemann riesige Handschriftenmassen rasch beschreiben musste, musste vielfach hastig und liederlich arbeiten. Man mag darüber streiten, ob er hätte bemerken müssen, dass Bl. 45r-48r der Anfang von Buch 1 von Twinger ist: Hegel S. 233-239 Z. 1.
https://books.google.de/books?id=UWAbAAAAMAAJ&pg=PA233
bzw. bei Schilter
http://archive.thulb.uni-jena.de/hisbest/rsc/viewer/HisBest_derivate_00007177/VD17-236118242_0026.tif?x=-965.6150845253578&y=0&scale=0.21921322690992018&rotation=0&layout=singlePageLayout
Die Unterwerfungsurkunde Herzog Friedrichs von Tirol ("Friedel mit der leeren Tasche") Bl. 48v-50v von 1415 Mai 7 hätte Heinemann nach dem jüngeren Druck bei Janssen anführen sollen:
https://books.google.de/books?id=ojJAAQAAIAAJ&pg=PA290
Der Rest von Bl. 50v ist leer, das 'Streitgespräch zwischen Christ und Jude' beginnt laut Digitalisat eindeutig auf Bl. 51r und nicht wie Heinemann will auf Bl. 50v. Während der Census die falsche Blattangabe hat, nennt Eichenberger (wie unten) die richtige.
Zu Bl. 85v-87r = 'Die drei Lebenden und die drei Toten', dt. Reimfassung I: Die im Census fehlenden Ausführungen von Eichenberger sind nicht komplett bei GBS einsehbar:
https://books.google.de/books?id=5hJfCAAAQBAJ&pg=PA545
Ebenso fehlt im Census die Dissertation von Christine Kralik (Toronto 2013):
http://hdl.handle.net/1807/68951
Bl. 97r-98r "von dem strite zu+o franckrich" ist ein Bericht über die Kriegsereignisse des Hundertjährigen Kriegs 1415, beginnend mit dem Tod des Herzogs von Brabant in der Schlacht von Azincourt.
https://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_von_Azincourt
[ http://archiv.twoday.net/stories/1022485149/ ]
Der Verfasser befand sich in Brabant, als die Nachricht von der Niederlage kam, hat aber keinen Menschen dort angetroffen, dem es um den Herzog von Brabant leid war.
Falsche Blattangaben hat Heinemann auch bei dem im Census nur in den Literaturangaben präsenten Kochbuch Bl. 99r-115v.
Die groteske Fehllesung Heinemanns "Sabinenn Wekerlinn" des späteren Besitzeintrags (wohl schon 16. Jahrhundert) Bl. 98ar hat erst Eichenberger (sie ist Handschriftenbeschreiberin!) S. 545 Anm. 146 einigermaßen berichtigt. Sie transkribiert auch jene Teile, die Heinemann ungekennzeichnet ausgelassen hat.
"Dyß bu+och jst junckfrow Sabinenn Wetzlenn (?) vonn Marssylenn, ein jn wonernyn zu+o Stroßburg"
(Euling las: Salniggin Wetzlarin
http://www.archive.org/stream/germanistischea09mlgoog#page/n34/mode/2up )
Sabinenn steht definitiv nicht da, eher Salmenn. Wetzlerin kommt inhaltlich besser hin, paläographisch passt -enn nur wenig besser. Also mein Vorschlag: Salmenn Wetzlerin (?). Dass es sich um die bekannte Straßburger Familie Wetzel von Marsilien handelt, hätte Eichenberger durchaus hinzufügen können.
Salme (Salome)
[Socin:
http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs3/object/display/bsb10930484_00113.html ]
kommt nicht nur im "Friedrich von Schwaben", sondern auch im "Salman und Morolf" (gedruckt in Straßburg [1499]) als Frauenname vor. 1548 war Jungfrau Salome Wetzelin die Schwester von Martin Wetzel von Marsilien.
https://books.google.de/books?id=HJOcjWtimq8C&pg=PA171
Angeblich wurde sie 1530 geboren:
https://www.genealogieonline.nl/de/west-europese-adel/I1073830186.php
Würdigt man die volkssprachige Handschrift als Ganzes, so ist neben ein wenig Weltlichem (Minnereden) vor allem Religiöses vertreten. Vielleicht darf man hypothetisch an einen Straßburger Bürger als Erstbesitzer denken. Auf Straßburg verweisen nicht nur der spätere Besitzeintrag, sondern auch die Twinger-Auszüge und die Überlieferung [einzige vollständige Handschrift!] von Kunz Kisteners Jakobsbrüdern, das als Straßburger Gedicht gilt.
Müller, Ulrich, "Kistener, Kunz" in: Neue Deutsche Biographie 11 (1977), S. 688 [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd118568116.html
[Ingo Reiffenstein, in: ²VL 4 (1983), Sp. 1157-1160
http://beacon.findbuch.de/seealso/pnd-aks?format=sources&id=118568116 ]
Der Zusammensteller der Handschrift lässt ein deutliches historisches Interesse erkennen. Bei den Twinger-Auszügen fällt auf, dass ihn anscheinend der Kampf zwischen den Städten und Fürsten in Schwaben beschäftigte. Auch die Unterwerfung Friedrichs von Tirol 1415 war über die Vorlande hinaus von großer Bedeutung für den ganzen südwestdeutschen Raum. Ob er selbst der Verfasser des Kriegsberichts zu 1415 war oder ihn von einem anderen - eventuell einem Straßburger Kaufmann - bekam, lässt sich natürlich nicht sagen.
#forschung
Bl. 86v
http://diglib.hab.de/mss/16-17-aug-4f/start.htm
Unzuverlässig ist die Beschreibung im Handschriftencensus:
http://www.handschriftencensus.de/6669
Alte Beschreibung Heinenanns:
http://diglib.hab.de/drucke/f4f-539-7/start.htm?image=00212
Es fehlen im Census die Twinger-Auszüge Bl. 1r-44v, obwohl er sonst viel Wert auf die Twinger-Überlieferung legte. Der Census hat immer noch 88 Twinger-Handschriften, meine Ergänzungen stehen bei 95
http://archiv.twoday.net/stories/410259401/
Wolfenbüttel ist somit Nr. 96.
[Nr. 97 sind dann die Exzerpte zu 1386 in Haus-, Hof- und Staatsarchiv Cod. W 0288 (Böhm 593), Bl. 73r-83r, 16. Jahrhundert.
https://books.google.de/books?id=QfwUAAAAQAAJ&pg=PA186
Die in der Handschrift folgende Straßburger Chronik erwähnt Franz in: Landesgeschichte und Reichsgeschichte (1995), S. 272 laut
https://books.google.de/books?id=EflnAAAAMAAJ&q=%22marquardus+de+husenn%22 ]
Die Schillersche Ausgabe bei Heinemann ist natürlich die Schilter'sche.
https://epub.ub.uni-muenchen.de/11726/
bzw.
http://archive.thulb.uni-jena.de/hisbest/rsc/viewer/HisBest_derivate_00007177/VD17-236118242_0358.tif?x=-965.6150845253578&y=0&scale=0.21921322690992018&rotation=0&layout=singlePageLayout
Hegel hat in seiner Ausgabe die Wolfenbütteler Auszüge nicht berücksichtigt, aber die Texte sind trotzdem bei Hegel verfügbar, wenngleich die Schiltersche Fassung der Wolfenbütteler näher steht.
https://archive.org/stream/diechronikender00kommgoog#page/n336/mode/2up (S. 832 Z. 17 ff.)
Bl. 17r unten endet mit Hegel S. 854 Z. 11; Bl. 17v beginnt das sechste Buch, in Wirklichkeit vor allem ein aphabetisches Ereignis-Register (Hegel S. 871-910). Dass dieses durchaus als historiographisches Kompendium Anklang fand, zeigt die Handschrift des Eikhart Arzt, der das 6. Buch für seine Zwecke anpasste.
http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/cpg116
Wer wie Heinemann riesige Handschriftenmassen rasch beschreiben musste, musste vielfach hastig und liederlich arbeiten. Man mag darüber streiten, ob er hätte bemerken müssen, dass Bl. 45r-48r der Anfang von Buch 1 von Twinger ist: Hegel S. 233-239 Z. 1.
https://books.google.de/books?id=UWAbAAAAMAAJ&pg=PA233
bzw. bei Schilter
http://archive.thulb.uni-jena.de/hisbest/rsc/viewer/HisBest_derivate_00007177/VD17-236118242_0026.tif?x=-965.6150845253578&y=0&scale=0.21921322690992018&rotation=0&layout=singlePageLayout
Die Unterwerfungsurkunde Herzog Friedrichs von Tirol ("Friedel mit der leeren Tasche") Bl. 48v-50v von 1415 Mai 7 hätte Heinemann nach dem jüngeren Druck bei Janssen anführen sollen:
https://books.google.de/books?id=ojJAAQAAIAAJ&pg=PA290
Der Rest von Bl. 50v ist leer, das 'Streitgespräch zwischen Christ und Jude' beginnt laut Digitalisat eindeutig auf Bl. 51r und nicht wie Heinemann will auf Bl. 50v. Während der Census die falsche Blattangabe hat, nennt Eichenberger (wie unten) die richtige.
Zu Bl. 85v-87r = 'Die drei Lebenden und die drei Toten', dt. Reimfassung I: Die im Census fehlenden Ausführungen von Eichenberger sind nicht komplett bei GBS einsehbar:
https://books.google.de/books?id=5hJfCAAAQBAJ&pg=PA545
Ebenso fehlt im Census die Dissertation von Christine Kralik (Toronto 2013):
http://hdl.handle.net/1807/68951
Bl. 97r-98r "von dem strite zu+o franckrich" ist ein Bericht über die Kriegsereignisse des Hundertjährigen Kriegs 1415, beginnend mit dem Tod des Herzogs von Brabant in der Schlacht von Azincourt.
https://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_von_Azincourt
[ http://archiv.twoday.net/stories/1022485149/ ]
Der Verfasser befand sich in Brabant, als die Nachricht von der Niederlage kam, hat aber keinen Menschen dort angetroffen, dem es um den Herzog von Brabant leid war.
Falsche Blattangaben hat Heinemann auch bei dem im Census nur in den Literaturangaben präsenten Kochbuch Bl. 99r-115v.
Die groteske Fehllesung Heinemanns "Sabinenn Wekerlinn" des späteren Besitzeintrags (wohl schon 16. Jahrhundert) Bl. 98ar hat erst Eichenberger (sie ist Handschriftenbeschreiberin!) S. 545 Anm. 146 einigermaßen berichtigt. Sie transkribiert auch jene Teile, die Heinemann ungekennzeichnet ausgelassen hat.
"Dyß bu+och jst junckfrow Sabinenn Wetzlenn (?) vonn Marssylenn, ein jn wonernyn zu+o Stroßburg"
(Euling las: Salniggin Wetzlarin
http://www.archive.org/stream/germanistischea09mlgoog#page/n34/mode/2up )
Sabinenn steht definitiv nicht da, eher Salmenn. Wetzlerin kommt inhaltlich besser hin, paläographisch passt -enn nur wenig besser. Also mein Vorschlag: Salmenn Wetzlerin (?). Dass es sich um die bekannte Straßburger Familie Wetzel von Marsilien handelt, hätte Eichenberger durchaus hinzufügen können.
Salme (Salome)
[Socin:
http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs3/object/display/bsb10930484_00113.html ]
kommt nicht nur im "Friedrich von Schwaben", sondern auch im "Salman und Morolf" (gedruckt in Straßburg [1499]) als Frauenname vor. 1548 war Jungfrau Salome Wetzelin die Schwester von Martin Wetzel von Marsilien.
https://books.google.de/books?id=HJOcjWtimq8C&pg=PA171
Angeblich wurde sie 1530 geboren:
https://www.genealogieonline.nl/de/west-europese-adel/I1073830186.php
Würdigt man die volkssprachige Handschrift als Ganzes, so ist neben ein wenig Weltlichem (Minnereden) vor allem Religiöses vertreten. Vielleicht darf man hypothetisch an einen Straßburger Bürger als Erstbesitzer denken. Auf Straßburg verweisen nicht nur der spätere Besitzeintrag, sondern auch die Twinger-Auszüge und die Überlieferung [einzige vollständige Handschrift!] von Kunz Kisteners Jakobsbrüdern, das als Straßburger Gedicht gilt.
Müller, Ulrich, "Kistener, Kunz" in: Neue Deutsche Biographie 11 (1977), S. 688 [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd118568116.html
[Ingo Reiffenstein, in: ²VL 4 (1983), Sp. 1157-1160
http://beacon.findbuch.de/seealso/pnd-aks?format=sources&id=118568116 ]
Der Zusammensteller der Handschrift lässt ein deutliches historisches Interesse erkennen. Bei den Twinger-Auszügen fällt auf, dass ihn anscheinend der Kampf zwischen den Städten und Fürsten in Schwaben beschäftigte. Auch die Unterwerfung Friedrichs von Tirol 1415 war über die Vorlande hinaus von großer Bedeutung für den ganzen südwestdeutschen Raum. Ob er selbst der Verfasser des Kriegsberichts zu 1415 war oder ihn von einem anderen - eventuell einem Straßburger Kaufmann - bekam, lässt sich natürlich nicht sagen.
#forschung
Bl. 86vKlausGraf - am Dienstag, 13. Oktober 2015, 19:39 - Rubrik: Kodikologie
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https://www.elephind.com/
Suche nach herr:
Australia (375,586)
United States (200,020)
Singapore (55)
New Zealand (16)
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Australia (375,586)
United States (200,020)
Singapore (55)
New Zealand (16)
KlausGraf - am Dienstag, 13. Oktober 2015, 18:51 - Rubrik: Digitale Bibliotheken
http://grossstadtgeschichten-berlin.de/
Die Bilder stehen erfreulicherweise unter liberalen CC-Lizenzen, aber bei verlangter Namensnennung etwa bei dem in jedem Fall urheberrechtlich geschützten modernen Foto
“Die letzte Sektflasche vom Hotel Adlon?,” Berliner Grossstadtgeschichten, accessed 13. Oktober 2015, http://www.grossstadtgeschichten-berlin.de/items/show/81
geht es nicht an, den Fotografen nicht zu nennen. Verlangt man eine Namensnennung für einen Rechteinhaber, muss man diesen angeben! Ist eine besondere Urheberangabe (z.B. Link zur Quelle) erforderlich, muss die Formulierung eindeutig sein.
Fotograf bzw. Rechteinhaber nicht angegeben. http://www.grossstadtgeschichten-berlin.de/nutzungs-lizenzen#explain-copyright-cc-by-sa
Die Bilder stehen erfreulicherweise unter liberalen CC-Lizenzen, aber bei verlangter Namensnennung etwa bei dem in jedem Fall urheberrechtlich geschützten modernen Foto
“Die letzte Sektflasche vom Hotel Adlon?,” Berliner Grossstadtgeschichten, accessed 13. Oktober 2015, http://www.grossstadtgeschichten-berlin.de/items/show/81
geht es nicht an, den Fotografen nicht zu nennen. Verlangt man eine Namensnennung für einen Rechteinhaber, muss man diesen angeben! Ist eine besondere Urheberangabe (z.B. Link zur Quelle) erforderlich, muss die Formulierung eindeutig sein.
Fotograf bzw. Rechteinhaber nicht angegeben. http://www.grossstadtgeschichten-berlin.de/nutzungs-lizenzen#explain-copyright-cc-by-saKlausGraf - am Dienstag, 13. Oktober 2015, 18:37 - Rubrik: Fotoueberlieferung
Zu den Bereichen Medizin, Gesundheitswesen, Ernährungs-, Umwelt- und Agrarwissenschaften:
http://www.zbmed.de/publizieren/uebersicht/
Das Portal Publisso wird wohl in der Open-Access-Woche eröffnet.
"Mit PUBLISSO bietet ZB MED jetzt alle Services im Bereich Open-Access-Publizieren unter einem Dach an. Auf den Seiten von PUBLISSO haben die Nutzerinnen und Nutzer die Möglichkeit, Bücher, Journals, Kongressbeiträge oder Forschungsdaten zu publizieren. Darüber hinaus finden sich unter www.publisso.de umfangreiche Informationen in Form von FAQs und Tutorials zum Thema Open Access in den Lebenswissenschaften sowie die Möglichkeit einer persönlichen Beratung zu den verschiedenen Themenbereichen. "
http://www.zbmed.de/publizieren/uebersicht/
Das Portal Publisso wird wohl in der Open-Access-Woche eröffnet.
"Mit PUBLISSO bietet ZB MED jetzt alle Services im Bereich Open-Access-Publizieren unter einem Dach an. Auf den Seiten von PUBLISSO haben die Nutzerinnen und Nutzer die Möglichkeit, Bücher, Journals, Kongressbeiträge oder Forschungsdaten zu publizieren. Darüber hinaus finden sich unter www.publisso.de umfangreiche Informationen in Form von FAQs und Tutorials zum Thema Open Access in den Lebenswissenschaften sowie die Möglichkeit einer persönlichen Beratung zu den verschiedenen Themenbereichen. "
KlausGraf - am Dienstag, 13. Oktober 2015, 18:29 - Rubrik: Open Access
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Scott Gwara ist Dr Jekyll und Mr Hyde. Einerseits ein renommierter Handschriftenforscher und Professor an der Universität von South Carolina.
http://artsandsciences.sc.edu/engl/scott-gwara
Als solcher betreibt er manuscriptlink, eine Website, die zerlegte mittelalterliche Handschriften virtuell wieder zusammenführen soll.
http://lichen.csd.sc.edu/manuscriptlink/
Er plant auch eine Website zu datierten Handschriften in den USA:
http://www.sc.edu/about/offices_and_divisions/provost/faculty/grants/finalreports/humanities2010gwaraenglishfinalreport.pdf
Andererseits ein umtriebiger Handschriftenhändler, der Handschriften und zerlegte Handschriften in seinen Firmen
Dr. Scott Gwara, President
King Alfred's Notebook LLC
De Brailes Medieval Art LLC
De Brailes Publishing
verscherbelt und damit aktiv am Handschriftenzerstörungs-Business mitwirkt. Siehe hier:
http://archiv.twoday.net/search?q=zerleg+handschrift
sowie
http://kulturgut.hypotheses.org/286
Nur weil es einen Markt für Handschrifteneinzelblätter gibt, werden diese zerlegt und Geschichtsquellen somit zerstört. Da verhält es sich nicht viel anders als bei dem verbotenen Elfenbeinhandel oder dem schmutzigen Geschäft mit Antiken:
http://archiv.twoday.net/stories/1022476664/
Gwaras Verkaufskataloge weisen anders als die seiner Konkurrenten (Günther, Enluminures, Auktionshäuser) meistens keinerlei wissenschaftliche Einordnung auf. Es fehlen in der Regel Literaturangaben. (Abgesehen davon ist die Zoomfunktion gelinde gesagt gewöhnungsbedürftig.)
Exzellente Geographiekenntnisse lässt der Eintrag
"Romanesque breviary from Germany.
Single fragment on vellum. Northwest Germany, possibly from Alsace"
erkennen.
Über ein ottonisches Lektionarfragment erfährt man nichts als:
"Ottonian lectionary.
Single fragment on vellum. Germany, ca. 1050: 118 x 85 mm, approx. text dimensions being 75 x 55 mm. Text: recto, Genesis 27.36-38 (on Esau); verso, Luke 15.14-15 (on the Prodigal Son), both readings about the relationship of brothers, read at Mass on the third Sunday in Lent. Provenance: archives of the princes of Idenburg at Schloss Büdingen in Hesse, between Frankfurt and Fulda. Affordable examples of eleventhcentury script are seldom found.
Price: $950"
Noch nicht einmal Isenburg kann Gwara richtig schreiben!
Die Büdinger Fragmente hat Jörn Günther aufgrund eines skandalösen Urteils des Frankfurter Fideikommissenats verkaufen dürfen.
http://archiv.twoday.net/stories/4841768/
http://archiv.twoday.net/stories/1808038/
http://archiv.twoday.net/stories/692500/
Dass der Handschriftencensus vom Verkauf der Büdinger Fragmente z.B. des Thomasin-Fragments
http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/privatslg_o-sig
keine Notiz nimmt, ist ein Unding!
http://www.handschriftencensus.de/hss/Buedingen
Völlig unzureichend ist Gwaras Beschreibung eines oberdeutsch-lateinischen Gebetbuchs ("Diminutive Prayer Book in German and Latin. 124 folios on paper, incomplete", bereits verkauft), das nicht vor 1456 entstand:
http://www.kingalfredsnotebook.com/available/item?id=83
Ohne Provenienzangabe ist das Fragment der Buch'schen Sachsenspiegel-Glosse von ca. 1450, das 2700 Dollar kosten soll.
http://www.kingalfredsnotebook.com/available/item?id=87
[Keineswegs die Buchsche Glosse, sondern der 'Schlüssel des Sächischen Landrechts', zuvor versteigert bei Bloomsbury
http://www.dreweatts.com/cms/pages/lot/36180/33
und dank Identifizierung durch Ulrich-Dieter Oppitz und Frank-Michael Kaufmann im Handschriftencensus verzeichnet:
http://www.handschriftencensus.de/25554 ]
"Latin Homilies in a German Manuscript on Paper, ca. 1400". Frühneuzeitliche Provenienz "Johannes Barthen".
http://www.kingalfredsnotebook.com/available/item?id=94
"Sermons of Simon of Cremona (d. ca. 1390) from Buxheim Charterhouse, copied by the scribe Caspar of Meissen and dated 1434. Single folio on paper. Central Germany, possibly Buxheim, dated 1434: 302 mm x 211 mm (justification 210 mm x 140 mm). [...] Provenance: This is one of very few manuscript examples still available from the famous Buxheim charterhouse. The library was sold in Munich on 20 September 1883 (this manuscript was lot 2756). The American Charles F. Gunther (d. 1920) acquired the book, which was sold with his collection (New York, 11 November 1926 lot 268) and subsequently broken for a portfolio of illustrative leaves by the Society of Foliophiles."
http://www.kingalfredsnotebook.com/available/item?id=125
Frühere Kataloge Gwaras sind nicht mehr online erreichbar - ein Ärgernis für Handschriftenforscher, die auch im "Reich der Finsternis", also des kommerziellen Handels, dauerhaft zugängliche Beschreibungen und Bilder brauchen. Abgespeichert habe ich mir "ENCHIRIDION 18: Medieval Manuscripts for University Teaching & Research" (angekündigt in EXLIBRIS-L am 8. Juli 2014). Da ich mich mit retrospektiven Tendenzen in der Buchmalerei nur im deutschsprachigen Raum beschäftigt habe
http://archiv.ub.uni-heidelberg.de/artdok/395/
waren die Ausführungen zu Poissy neu.
"A Manuscript Leaf Made to Look Ancient
2A. Processional from the Royal Abbey of St. Louis at Poissy. Single folio on vellum. Paris or possibly Poissy, ca. 1490: 133 x
94 mm (justification 77 x 49 mm). Single column, 18 lines. Decoration: four bright gold, red and blue bar borders terminating in
colored stems with gold ivy leaves; a single two-line initial in blue with white highlights on gold grounds infilled with foliate designs. [...] This unusual and rare fragment is the earliest known evidence of the production of archaized manuscripts for the Royal
Dominican Abbey of St. Louis, Poissy.
Joan Naughton has written, “the [Poissy] nuns were adept at matching older text and decoration so that alterations or additions to their finer quality, and presumably much valued, older books would not be obvious” (“Manuscripts from the Dominican Monastery
of Saint-Louis de Poissy,” unpubl. PhD thesis, University of Melbourne, 1995, p. 139). She then calls attention to a manuscript leaf from the Office of St. Dominic recorded only in a catalogue of Bruce Ferrini (ibid., fig. 97, said to have belonged to Otto F. Ege, d. 1951; see S. Gwara, Otto Ege’s Manuscripts (Cayce, SC), Handlist 246 and fig. 93), remarking that the leaf “is the earliest indication we have that the nuns re-created the scribal and decorative styles—and the mise-en-page—of a complete book already in their possession in order to furnish a new volume” (139). The Poissy nuns came to extend this tradition, producing the most famous and recognizable group of archaized manuscripts ever identified. These were largely liturgical, and chiefly Processionals if not Books of Hours. Naughton herself traces the origin of this later tradition, which emerged in the early sixteenth century as part of a
restoration of monastic discipline (see Naughton, Poissy, pp. 140, 285, and fig. 97). However, it seems clear that production of such
books was centered in a Parisian workshop. This is the only example of this fragment that we have ever encountered."
Die Arbeit von Naughton ist online einsehbar:
http://hdl.handle.net/11343/39437
[Das Stück ist mit anderen Fragmenten Gwaras in Kanada gelandet:
https://lib-ldap.library.mun.ca/groups/thedogstooth/ ]
Vor allem auf Einzelblätter spezialisiert hat sich Gwaras Unternehmen
http://debrailes.com/inventory/index
Auch hier vermisst man die üblichen wissenschaftlichen Angaben z.B. zu einem Blatt aus einem "Psalter for use by the abbots and priors of SS Ulfric [sic!] and Afra in Augsburg."
Grundsätzlich bin ich der Auffassung: Wissenschaftler, die über Handschriften forschen, haben auf dem kommerziellen Handschriftenmarkt nichts zu suchen. Gwara hält sich nicht daran und bietet in seinen Katalogen der Wissenschaft zu wenig Informationen. Es fehlt an allem, was der Wissenschaftler im 21. Jahrhundert vom Handschriftenhändler sich wünscht: eindeutige Identifikatoren für jedes Stück und dauerhafte Zugänglichkeit der Beschreibungen und Bilder möglichst unter freier Lizenz.
Update: Mich erreichte freundlicherweise die Mitteilung, dass "mehrere Fragmente und Handschriften, die Sie erwähnen, von der Bloomsbury Auktion vom 8. Juli stammen ( http://goo.gl/oO9iLJ )".
Büdinger Fragment
http://artsandsciences.sc.edu/engl/scott-gwara
Als solcher betreibt er manuscriptlink, eine Website, die zerlegte mittelalterliche Handschriften virtuell wieder zusammenführen soll.
http://lichen.csd.sc.edu/manuscriptlink/
Er plant auch eine Website zu datierten Handschriften in den USA:
http://www.sc.edu/about/offices_and_divisions/provost/faculty/grants/finalreports/humanities2010gwaraenglishfinalreport.pdf
Andererseits ein umtriebiger Handschriftenhändler, der Handschriften und zerlegte Handschriften in seinen Firmen
Dr. Scott Gwara, President
King Alfred's Notebook LLC
De Brailes Medieval Art LLC
De Brailes Publishing
verscherbelt und damit aktiv am Handschriftenzerstörungs-Business mitwirkt. Siehe hier:
http://archiv.twoday.net/search?q=zerleg+handschrift
sowie
http://kulturgut.hypotheses.org/286
Nur weil es einen Markt für Handschrifteneinzelblätter gibt, werden diese zerlegt und Geschichtsquellen somit zerstört. Da verhält es sich nicht viel anders als bei dem verbotenen Elfenbeinhandel oder dem schmutzigen Geschäft mit Antiken:
http://archiv.twoday.net/stories/1022476664/
Gwaras Verkaufskataloge weisen anders als die seiner Konkurrenten (Günther, Enluminures, Auktionshäuser) meistens keinerlei wissenschaftliche Einordnung auf. Es fehlen in der Regel Literaturangaben. (Abgesehen davon ist die Zoomfunktion gelinde gesagt gewöhnungsbedürftig.)
Exzellente Geographiekenntnisse lässt der Eintrag
"Romanesque breviary from Germany.
Single fragment on vellum. Northwest Germany, possibly from Alsace"
erkennen.
Über ein ottonisches Lektionarfragment erfährt man nichts als:
"Ottonian lectionary.
Single fragment on vellum. Germany, ca. 1050: 118 x 85 mm, approx. text dimensions being 75 x 55 mm. Text: recto, Genesis 27.36-38 (on Esau); verso, Luke 15.14-15 (on the Prodigal Son), both readings about the relationship of brothers, read at Mass on the third Sunday in Lent. Provenance: archives of the princes of Idenburg at Schloss Büdingen in Hesse, between Frankfurt and Fulda. Affordable examples of eleventhcentury script are seldom found.
Price: $950"
Noch nicht einmal Isenburg kann Gwara richtig schreiben!
Die Büdinger Fragmente hat Jörn Günther aufgrund eines skandalösen Urteils des Frankfurter Fideikommissenats verkaufen dürfen.
http://archiv.twoday.net/stories/4841768/
http://archiv.twoday.net/stories/1808038/
http://archiv.twoday.net/stories/692500/
Dass der Handschriftencensus vom Verkauf der Büdinger Fragmente z.B. des Thomasin-Fragments
http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/privatslg_o-sig
keine Notiz nimmt, ist ein Unding!
http://www.handschriftencensus.de/hss/Buedingen
Völlig unzureichend ist Gwaras Beschreibung eines oberdeutsch-lateinischen Gebetbuchs ("Diminutive Prayer Book in German and Latin. 124 folios on paper, incomplete", bereits verkauft), das nicht vor 1456 entstand:
http://www.kingalfredsnotebook.com/available/item?id=83
Ohne Provenienzangabe ist das Fragment der Buch'schen Sachsenspiegel-Glosse von ca. 1450, das 2700 Dollar kosten soll.
http://www.kingalfredsnotebook.com/available/item?id=87
[Keineswegs die Buchsche Glosse, sondern der 'Schlüssel des Sächischen Landrechts', zuvor versteigert bei Bloomsbury
http://www.dreweatts.com/cms/pages/lot/36180/33
und dank Identifizierung durch Ulrich-Dieter Oppitz und Frank-Michael Kaufmann im Handschriftencensus verzeichnet:
http://www.handschriftencensus.de/25554 ]
"Latin Homilies in a German Manuscript on Paper, ca. 1400". Frühneuzeitliche Provenienz "Johannes Barthen".
http://www.kingalfredsnotebook.com/available/item?id=94
"Sermons of Simon of Cremona (d. ca. 1390) from Buxheim Charterhouse, copied by the scribe Caspar of Meissen and dated 1434. Single folio on paper. Central Germany, possibly Buxheim, dated 1434: 302 mm x 211 mm (justification 210 mm x 140 mm). [...] Provenance: This is one of very few manuscript examples still available from the famous Buxheim charterhouse. The library was sold in Munich on 20 September 1883 (this manuscript was lot 2756). The American Charles F. Gunther (d. 1920) acquired the book, which was sold with his collection (New York, 11 November 1926 lot 268) and subsequently broken for a portfolio of illustrative leaves by the Society of Foliophiles."
http://www.kingalfredsnotebook.com/available/item?id=125
Frühere Kataloge Gwaras sind nicht mehr online erreichbar - ein Ärgernis für Handschriftenforscher, die auch im "Reich der Finsternis", also des kommerziellen Handels, dauerhaft zugängliche Beschreibungen und Bilder brauchen. Abgespeichert habe ich mir "ENCHIRIDION 18: Medieval Manuscripts for University Teaching & Research" (angekündigt in EXLIBRIS-L am 8. Juli 2014). Da ich mich mit retrospektiven Tendenzen in der Buchmalerei nur im deutschsprachigen Raum beschäftigt habe
http://archiv.ub.uni-heidelberg.de/artdok/395/
waren die Ausführungen zu Poissy neu.
"A Manuscript Leaf Made to Look Ancient
2A. Processional from the Royal Abbey of St. Louis at Poissy. Single folio on vellum. Paris or possibly Poissy, ca. 1490: 133 x
94 mm (justification 77 x 49 mm). Single column, 18 lines. Decoration: four bright gold, red and blue bar borders terminating in
colored stems with gold ivy leaves; a single two-line initial in blue with white highlights on gold grounds infilled with foliate designs. [...] This unusual and rare fragment is the earliest known evidence of the production of archaized manuscripts for the Royal
Dominican Abbey of St. Louis, Poissy.
Joan Naughton has written, “the [Poissy] nuns were adept at matching older text and decoration so that alterations or additions to their finer quality, and presumably much valued, older books would not be obvious” (“Manuscripts from the Dominican Monastery
of Saint-Louis de Poissy,” unpubl. PhD thesis, University of Melbourne, 1995, p. 139). She then calls attention to a manuscript leaf from the Office of St. Dominic recorded only in a catalogue of Bruce Ferrini (ibid., fig. 97, said to have belonged to Otto F. Ege, d. 1951; see S. Gwara, Otto Ege’s Manuscripts (Cayce, SC), Handlist 246 and fig. 93), remarking that the leaf “is the earliest indication we have that the nuns re-created the scribal and decorative styles—and the mise-en-page—of a complete book already in their possession in order to furnish a new volume” (139). The Poissy nuns came to extend this tradition, producing the most famous and recognizable group of archaized manuscripts ever identified. These were largely liturgical, and chiefly Processionals if not Books of Hours. Naughton herself traces the origin of this later tradition, which emerged in the early sixteenth century as part of a
restoration of monastic discipline (see Naughton, Poissy, pp. 140, 285, and fig. 97). However, it seems clear that production of such
books was centered in a Parisian workshop. This is the only example of this fragment that we have ever encountered."
Die Arbeit von Naughton ist online einsehbar:
http://hdl.handle.net/11343/39437
[Das Stück ist mit anderen Fragmenten Gwaras in Kanada gelandet:
https://lib-ldap.library.mun.ca/groups/thedogstooth/ ]
Vor allem auf Einzelblätter spezialisiert hat sich Gwaras Unternehmen
http://debrailes.com/inventory/index
Auch hier vermisst man die üblichen wissenschaftlichen Angaben z.B. zu einem Blatt aus einem "Psalter for use by the abbots and priors of SS Ulfric [sic!] and Afra in Augsburg."
Grundsätzlich bin ich der Auffassung: Wissenschaftler, die über Handschriften forschen, haben auf dem kommerziellen Handschriftenmarkt nichts zu suchen. Gwara hält sich nicht daran und bietet in seinen Katalogen der Wissenschaft zu wenig Informationen. Es fehlt an allem, was der Wissenschaftler im 21. Jahrhundert vom Handschriftenhändler sich wünscht: eindeutige Identifikatoren für jedes Stück und dauerhafte Zugänglichkeit der Beschreibungen und Bilder möglichst unter freier Lizenz.
Update: Mich erreichte freundlicherweise die Mitteilung, dass "mehrere Fragmente und Handschriften, die Sie erwähnen, von der Bloomsbury Auktion vom 8. Juli stammen ( http://goo.gl/oO9iLJ )".
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http://www.stern.de/panorama/test--koennen-wir-ihr-alter-anhand-ihres-allgemeinwissens-erraten--6496206.html
Ich bin angeblich 55 (richtig: 57).
Ich bin angeblich 55 (richtig: 57).
KlausGraf - am Dienstag, 13. Oktober 2015, 16:37 - Rubrik: Unterhaltung
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"Rechtzeitig zum Tag der Deutschen Einheit und dem in Gotha stattfindenden 67. Deutschen Genealogentag gewährt Ancestry.de bis zum 31. Oktober 2015 jedermann kostenlosen Zugriff auf die deutsche Webseite."
http://www.ancestry.de/
http://www.ancestry.de/
KlausGraf - am Dienstag, 13. Oktober 2015, 16:19 - Rubrik: Genealogie
http://wiki-de.genealogy.net/Computergenealogie/2015/10#ICARUS_und_DAGV
"ICARUS und DAGV gehen eine zukunftsweisende Allianz ein. Im Rahmen des 67. Deutschen Genealogentages in Gotha besiegelten die Deutsche Arbeitsgemeinschaft Genealogischer Vereine (DAGV) und ICARUS ihre künftige Kooperation. Die DAGV als Netzwerk von genealogischen Vereinen vertritt insgesamt mehr als 22.000 Mitglieder. ICARUS ist ein gemeinnütziger Verein nach österreichischem Recht und besteht aus mehr als 160 archivarischen und anverwandten Institutionen aus mehr als 30 europäischen Ländern, Kanada und den USA."
Archivarische Institutionen??
Wer kennt ganz viele archivische Adjektive?
archivalisch
archivarisch
archivförmig
archivisch
archivmäßig
usw.
"ICARUS und DAGV gehen eine zukunftsweisende Allianz ein. Im Rahmen des 67. Deutschen Genealogentages in Gotha besiegelten die Deutsche Arbeitsgemeinschaft Genealogischer Vereine (DAGV) und ICARUS ihre künftige Kooperation. Die DAGV als Netzwerk von genealogischen Vereinen vertritt insgesamt mehr als 22.000 Mitglieder. ICARUS ist ein gemeinnütziger Verein nach österreichischem Recht und besteht aus mehr als 160 archivarischen und anverwandten Institutionen aus mehr als 30 europäischen Ländern, Kanada und den USA."
Archivarische Institutionen??
Wer kennt ganz viele archivische Adjektive?
archivalisch
archivarisch
archivförmig
archivisch
archivmäßig
usw.
KlausGraf - am Dienstag, 13. Oktober 2015, 16:15 - Rubrik: Wahrnehmung
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Ohne Bd. 3:
http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/id/8771419
Den gibt es wie die beiden ersten Bänden laut
http://wiki-de.genealogy.net/Albertus-Universit%C3%A4t_K%C3%B6nigsberg/Matrikel
in Polen:
http://dlibra.bibliotekaelblaska.pl/dlibra/docmetadata?id=18530
Was soll das, Bücher zu digitalisieren, die von anderen europäischen Bibliotheken schon ins Netz gestellt wurden?
http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/id/8771419
Den gibt es wie die beiden ersten Bänden laut
http://wiki-de.genealogy.net/Albertus-Universit%C3%A4t_K%C3%B6nigsberg/Matrikel
in Polen:
http://dlibra.bibliotekaelblaska.pl/dlibra/docmetadata?id=18530
Was soll das, Bücher zu digitalisieren, die von anderen europäischen Bibliotheken schon ins Netz gestellt wurden?
KlausGraf - am Dienstag, 13. Oktober 2015, 16:08 - Rubrik: Universitaetsarchive
Ergänzend zu:
http://archiv.twoday.net/search?q=ortenburg
Vom Ortenburger Prognostiker nun auch Hdschr. 384d, e, f, h, i.
Ortenburger Losbuch Hdschr. 386.
http://www.handschriftencensus.de/8784

http://archiv.twoday.net/search?q=ortenburg
Vom Ortenburger Prognostiker nun auch Hdschr. 384d, e, f, h, i.
Ortenburger Losbuch Hdschr. 386.
http://www.handschriftencensus.de/8784
KlausGraf - am Dienstag, 13. Oktober 2015, 16:00 - Rubrik: Kodikologie
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Tobias Wulf beklagt zurecht den Mangel an Open Access in der Geschichtswissenschaft:
http://ccaa.hypotheses.org/142
Siehe dazu auch hier:
http://archiv.twoday.net/stories/528987964/
http://ccaa.hypotheses.org/142
Siehe dazu auch hier:
http://archiv.twoday.net/stories/528987964/
KlausGraf - am Dienstag, 13. Oktober 2015, 15:54 - Rubrik: Open Access
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KlausGraf - am Dienstag, 13. Oktober 2015, 15:51 - Rubrik: Open Access
noch kein Kommentar - Kommentar verfassen
Dem Perlentaucher verdanke ich den Hinweis auf ein Fundstück Herbert Grönemeyers aus dem bayerischen Wahlkampf 1946.
http://www.tz.de/muenchen/stadt/muenchen-gratiskonzert-fluechtlingshelfer-koenigsplatz-groenemeyer-sportfreunde-stiller-meta-5629420.html
#refhum, siehe
http://archiv.twoday.net/stories/1022479737/

https://www.hdg.de/lemo/bestand/objekt/plakat-csu-landtagswahl-1946.html
http://www.tz.de/muenchen/stadt/muenchen-gratiskonzert-fluechtlingshelfer-koenigsplatz-groenemeyer-sportfreunde-stiller-meta-5629420.html
#refhum, siehe
http://archiv.twoday.net/stories/1022479737/

https://www.hdg.de/lemo/bestand/objekt/plakat-csu-landtagswahl-1946.html
KlausGraf - am Dienstag, 13. Oktober 2015, 15:39 - Rubrik: Geschichtswissenschaft
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... und den Besitzer eines Einblattdrucks nicht vermerkt, dessen Foto in einer "Restemappe" auftauchte. Nun soll es die Crowd richten.
http://blog.sbb.berlin/urkundenfrage/
#inkunabel
http://blog.sbb.berlin/urkundenfrage/
#inkunabel
KlausGraf - am Dienstag, 13. Oktober 2015, 15:04 - Rubrik: Hilfswissenschaften
Über die Digitisation on demand unterrichtet
http://zkbw.blogspot.de/2015/10/british-library-ethos-e-theses-online.html
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KlausGraf - am Dienstag, 13. Oktober 2015, 15:04 - Rubrik: Open Access
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Christian Gutknecht in INETBIB:
Die Niederländer übernehmen ab Januar 2016 die EU-Ratspräsidentschaft. Die Chancen stehen gut, dass der aktuelle Drive in NL bezüglich Open Access auch in der EU Politik Niederschlag findet. Die League of European Research Universities (LERU) - darunter die Universitäten von Freiburg und Heidelberg, sowie die LMU München - hat nun ein Statement verfasst um dem Nachdruck zu verleihen.
Das vierseitige-Statement ( http://www.leru.org/files/general/LERU%20Statement%20Moving%20Forwards%20on%20Open%20Access(1).pdf ) beinhaltet auch das hier bereits mehrfach erwähnte „Offsetting“, also das Verrechnen von Subskriptionskosten mit OA Article Processing Charges (APCs):
„LERU calls on all stakeholders in the publishing process – researchers, research funders, universities, publishers, libraries and national governments – to convene together in a summit to tackle the issues of Business Models for Open Access publishing and embargo periods for Green OA. LERU recognises the importance of reaching clarity on these issues. LERU notes that some publishers have adopted new Business Models which enable universities and their libraries to offset APCs against subscription costs. This in effect lessens the danger that universities will pay twice for the same content – once for the subscription and once for an APC.
LERU calls on all stakeholders to discuss such offsetting models and to identify principles by which such offsetting agreements can be reached between universities, procurement bodies, and publishers. The following issues should be included in future discussions and agreements:
The existing spend of a customer (or a consortium) should be taken as a starting point in negotiations;
The customer can use the current spending level to “offset” against payment for APCs for journal articles in hybrid journals;
As part of any agreement, publishers should permit all papers published by university researchers taking up the deal to be made Open Access for no extra charge. „
Wer sich dem Statement anschliessen möchte, kann hier unterschreiben: http://www.leru.org/index.php/public/extra/signtheLERUstatement http://www.leru.org/index.php/public/extra/signtheLERUstatement
Übrigens: De Gruyter offeriert neuerdings von sich aus Offsetting: http://www.degruyter.com/dg/newsitem/148/de-gruyter-prsentiert-neues-openaccesspreismodell-zur-vermeidung-von-doubledipping
Die Niederländer übernehmen ab Januar 2016 die EU-Ratspräsidentschaft. Die Chancen stehen gut, dass der aktuelle Drive in NL bezüglich Open Access auch in der EU Politik Niederschlag findet. Die League of European Research Universities (LERU) - darunter die Universitäten von Freiburg und Heidelberg, sowie die LMU München - hat nun ein Statement verfasst um dem Nachdruck zu verleihen.
Das vierseitige-Statement ( http://www.leru.org/files/general/LERU%20Statement%20Moving%20Forwards%20on%20Open%20Access(1).pdf ) beinhaltet auch das hier bereits mehrfach erwähnte „Offsetting“, also das Verrechnen von Subskriptionskosten mit OA Article Processing Charges (APCs):
„LERU calls on all stakeholders in the publishing process – researchers, research funders, universities, publishers, libraries and national governments – to convene together in a summit to tackle the issues of Business Models for Open Access publishing and embargo periods for Green OA. LERU recognises the importance of reaching clarity on these issues. LERU notes that some publishers have adopted new Business Models which enable universities and their libraries to offset APCs against subscription costs. This in effect lessens the danger that universities will pay twice for the same content – once for the subscription and once for an APC.
LERU calls on all stakeholders to discuss such offsetting models and to identify principles by which such offsetting agreements can be reached between universities, procurement bodies, and publishers. The following issues should be included in future discussions and agreements:
The existing spend of a customer (or a consortium) should be taken as a starting point in negotiations;
The customer can use the current spending level to “offset” against payment for APCs for journal articles in hybrid journals;
As part of any agreement, publishers should permit all papers published by university researchers taking up the deal to be made Open Access for no extra charge. „
Wer sich dem Statement anschliessen möchte, kann hier unterschreiben: http://www.leru.org/index.php/public/extra/signtheLERUstatement http://www.leru.org/index.php/public/extra/signtheLERUstatement
Übrigens: De Gruyter offeriert neuerdings von sich aus Offsetting: http://www.degruyter.com/dg/newsitem/148/de-gruyter-prsentiert-neues-openaccesspreismodell-zur-vermeidung-von-doubledipping
KlausGraf - am Dienstag, 13. Oktober 2015, 14:59 - Rubrik: Open Access
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Am 4.9.2014 teilte die BSB zu den Oefeleana mit:
"Falls Sie etwas Konkretes in diesem Nachlass suchen, natürlich schlagen wir gern für Sie im Verzeichnis nach."
Siehe auch
http://archiv.twoday.net/stories/983319148/
Ich fragte dann nach den (sicher nicht übermäßig vielen) mittelalterlichen Handschriften und erhielt jetzt die übliche arrogante Abfuhr:
"leider ist der Nachlass noch nicht so weit erschlossen, dass das Verzeichnis des gesamten Nachlasses online gestellt werden könnte. Wir sind aber gerade dabei, die Teile, die erschlossen sind, für eine Onlinestellung herzurichten. Eine Auflistung der HSS vor 1500 gibt es leider nicht. Sie müssten in die BSB kommen, um selbst im Nachlass zu recherchieren."
"Falls Sie etwas Konkretes in diesem Nachlass suchen, natürlich schlagen wir gern für Sie im Verzeichnis nach."
Siehe auch
http://archiv.twoday.net/stories/983319148/
Ich fragte dann nach den (sicher nicht übermäßig vielen) mittelalterlichen Handschriften und erhielt jetzt die übliche arrogante Abfuhr:
"leider ist der Nachlass noch nicht so weit erschlossen, dass das Verzeichnis des gesamten Nachlasses online gestellt werden könnte. Wir sind aber gerade dabei, die Teile, die erschlossen sind, für eine Onlinestellung herzurichten. Eine Auflistung der HSS vor 1500 gibt es leider nicht. Sie müssten in die BSB kommen, um selbst im Nachlass zu recherchieren."
KlausGraf - am Dienstag, 13. Oktober 2015, 14:52 - Rubrik: Kodikologie
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KlausGraf - am Montag, 12. Oktober 2015, 21:32 - Rubrik: Hilfswissenschaften
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"The editorial boards of various academic journals in
linguistics are in the process of leaving their publishers or are
renegotiating their collaboration. They will soon be publishing their
articles on a universal free access basis at extremely low costs.
Supported by universities, this unique initiative will be launched under
the name of LingOA and is a significant step on the road towards open
access."
http://documents.library.maastrichtuniversity.nl/open/cb8bfa82-e2ac-4412-b07c-5d0085c2b8b8
https://about.openlibhums.org/2015/10/12/olh-partners-with-lingoa-and-ubiquity-press-to-provide-long-term-sustainability-for-flipped-journals/
linguistics are in the process of leaving their publishers or are
renegotiating their collaboration. They will soon be publishing their
articles on a universal free access basis at extremely low costs.
Supported by universities, this unique initiative will be launched under
the name of LingOA and is a significant step on the road towards open
access."
http://documents.library.maastrichtuniversity.nl/open/cb8bfa82-e2ac-4412-b07c-5d0085c2b8b8
https://about.openlibhums.org/2015/10/12/olh-partners-with-lingoa-and-ubiquity-press-to-provide-long-term-sustainability-for-flipped-journals/
KlausGraf - am Montag, 12. Oktober 2015, 21:12 - Rubrik: Open Access
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KlausGraf - am Montag, 12. Oktober 2015, 20:58 - Rubrik: Archivrecht
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KlausGraf - am Montag, 12. Oktober 2015, 20:57 - Rubrik: Open Access
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http://pid.volare.vorarlberg.at/
Es ist von einem Landesrepositorium die Rede, aber in Wirklichkeit geht es nur um Bilder, nicht um Texte.
Es gibt Permalinks z.B.
http://pid.volare.vorarlberg.at/o:1921
und auch die maximale Auflösung ist in Ordnung (aber die Ansichtsmöglichkeiten ohne Herunterladen sind z.B. beim Bodensee-Panorama unzureichend), aber die Lizenz CC-BY-NC-SA ist für Public-Domain-Materialien wie alte Karten nicht akzeptabel.
Via
http://www.univie.ac.at/voeb/blog/?p=38239

Es ist von einem Landesrepositorium die Rede, aber in Wirklichkeit geht es nur um Bilder, nicht um Texte.
Es gibt Permalinks z.B.
http://pid.volare.vorarlberg.at/o:1921
und auch die maximale Auflösung ist in Ordnung (aber die Ansichtsmöglichkeiten ohne Herunterladen sind z.B. beim Bodensee-Panorama unzureichend), aber die Lizenz CC-BY-NC-SA ist für Public-Domain-Materialien wie alte Karten nicht akzeptabel.
Via
http://www.univie.ac.at/voeb/blog/?p=38239

KlausGraf - am Montag, 12. Oktober 2015, 20:38 - Rubrik: Bildquellen
KlausGraf - am Montag, 12. Oktober 2015, 20:36 - Rubrik: Digitale Bibliotheken
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Von Hiltibold:
http://hiltibold.blogspot.de/2015/10/campus-galli-klosterkaff-kritik.html
Der Beitrag weist eine Anmerkung auf:
"Dieser Blogbeitrag wurde vor Veröffentlichung von meinem Rechtsschutz überprüft und als juristisch wasserdicht befunden. Eine Maßnahme, die bedauerlicherweise nötig ist, da in der Vergangenheit einige Personen aus dem Umfeld des Campus Galli zu verstehen gegeben haben, dass sie mit der Meinungs- bzw. Pressefreiheit auf Kriegsfuß stehen..."
http://hiltibold.blogspot.de/2015/10/campus-galli-klosterkaff-kritik.html
Der Beitrag weist eine Anmerkung auf:
"Dieser Blogbeitrag wurde vor Veröffentlichung von meinem Rechtsschutz überprüft und als juristisch wasserdicht befunden. Eine Maßnahme, die bedauerlicherweise nötig ist, da in der Vergangenheit einige Personen aus dem Umfeld des Campus Galli zu verstehen gegeben haben, dass sie mit der Meinungs- bzw. Pressefreiheit auf Kriegsfuß stehen..."
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http://kristinoswald.hypotheses.org/1683
Das Thema Flüchtlinge wurde hier schon mehrfach aufgegriffen:
http://archiv.twoday.net/search?q=fl%C3%BCchtling
In Archivalia können natürlich passende Beiträge ohne vorherige Abstimmung mit mir (nach Registrierung bei Twoday) publiziert werden.
Das Thema Flüchtlinge wurde hier schon mehrfach aufgegriffen:
http://archiv.twoday.net/search?q=fl%C3%BCchtling
In Archivalia können natürlich passende Beiträge ohne vorherige Abstimmung mit mir (nach Registrierung bei Twoday) publiziert werden.
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Von Daniel Bernsen
https://geschichtsunterricht.wordpress.com/2015/10/11/checkliste-bildquellen/
https://geschichtsunterricht.wordpress.com/2015/10/12/pruefung-historischer-bildquellen-beispiel-foto-aus-kabul-von-1972/

https://geschichtsunterricht.wordpress.com/2015/10/11/checkliste-bildquellen/
https://geschichtsunterricht.wordpress.com/2015/10/12/pruefung-historischer-bildquellen-beispiel-foto-aus-kabul-von-1972/

KlausGraf - am Montag, 12. Oktober 2015, 20:11 - Rubrik: Bildquellen
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https://vifabenelux.wordpress.com/2015/10/12/utrecht-psalter-auf-der-liste-des-weltdokumentenerbes/
http://www.utrechtspsalter.nl/
http://www.utrechtspsalter.nl/
KlausGraf - am Montag, 12. Oktober 2015, 20:08 - Rubrik: Kodikologie
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http://www.mgh.de/datenbanken/diplomata-ergaenzungen/
Via
http://www.einsichten-online.de/2015/10/6178/
Via
http://www.einsichten-online.de/2015/10/6178/
KlausGraf - am Montag, 12. Oktober 2015, 20:03 - Rubrik: Geschichtswissenschaft
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http://youpronounce.it/search.jsp?q=archive
Via
http://log.netbib.de/archives/2015/10/11/youpronounce/
Via
http://log.netbib.de/archives/2015/10/11/youpronounce/
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https://wiedervereinigung.bundesarchiv.de/
Wie üblich: benutzerunfreundlicher Schrott.
Via
http://www.bundesarchiv.de/imperia/md/content/bundesarchiv_de/oeffentlichkeitsarbeit/2015-newsletter-herbst.pdf
Wie üblich: benutzerunfreundlicher Schrott.
Via
http://www.bundesarchiv.de/imperia/md/content/bundesarchiv_de/oeffentlichkeitsarbeit/2015-newsletter-herbst.pdf
KlausGraf - am Montag, 12. Oktober 2015, 18:51 - Rubrik: Staatsarchive
http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/stanford-aufenthalt-universitaet-nimmt-von-der-leyen-in-schutz-a-1057329.html
Auch auf die Gefahr hin, als vdL-Fan zu gelten: Die Verteidigungsministerin, angeschlagen durch eine Plagiatsaffäre
http://archiv.twoday.net/stories/1022477317/
wurde beschuldigt, durch Nennung von ohne Zertifikat abgeschlossenen Teilnahme an Veranstaltungen der Uni Stanford deren Namen missbraucht zu haben. Typisch arrogante Elite-Uni dachte ich, als ich das las. Seit wann ist es ein Missbrauch, wenn man wahrheitsgemäß eine Gasthörerschaft oder beispielsweise ein Praktikum an einer Universität in seinem Lebenslauf aufführt? Nun hat aber Stanford klargestellt:
Wie es die Universität versteht, hat die deutsche Ministerin Ursula von der Leyen eine Bestätigung dafür geliefert, dass sie im Jahr 1993 ein ,auditing guest' an der Stanford Graduate School of Business war und im Jahr 1995 für ein Projekt für die Stanford Health Services Hospital Administration arbeitete. Obwohl die Universität keine Unterlagen für diese Tätigkeiten besitzt, ist das sachgetreue Aufführen dieses Engagements durch eine Privatperson kein Missbrauch des Universitätsnamens. Wir bedauern jede Fehlkommunikation, die zu entsprechenden Berichten geführt hat.
Update:
https://causaschavan.wordpress.com/2015/10/12/durchbruch-in-stanford/
Auch auf die Gefahr hin, als vdL-Fan zu gelten: Die Verteidigungsministerin, angeschlagen durch eine Plagiatsaffäre
http://archiv.twoday.net/stories/1022477317/
wurde beschuldigt, durch Nennung von ohne Zertifikat abgeschlossenen Teilnahme an Veranstaltungen der Uni Stanford deren Namen missbraucht zu haben. Typisch arrogante Elite-Uni dachte ich, als ich das las. Seit wann ist es ein Missbrauch, wenn man wahrheitsgemäß eine Gasthörerschaft oder beispielsweise ein Praktikum an einer Universität in seinem Lebenslauf aufführt? Nun hat aber Stanford klargestellt:
Wie es die Universität versteht, hat die deutsche Ministerin Ursula von der Leyen eine Bestätigung dafür geliefert, dass sie im Jahr 1993 ein ,auditing guest' an der Stanford Graduate School of Business war und im Jahr 1995 für ein Projekt für die Stanford Health Services Hospital Administration arbeitete. Obwohl die Universität keine Unterlagen für diese Tätigkeiten besitzt, ist das sachgetreue Aufführen dieses Engagements durch eine Privatperson kein Missbrauch des Universitätsnamens. Wir bedauern jede Fehlkommunikation, die zu entsprechenden Berichten geführt hat.
Update:
https://causaschavan.wordpress.com/2015/10/12/durchbruch-in-stanford/
KlausGraf - am Montag, 12. Oktober 2015, 14:13 - Rubrik: Wissenschaftsbetrieb
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Die "umfassende Sammlung von Internetquellen mit Informationen zu deutschen und internationalen Bibliotheken, Verlagen, Auktionshäusern, Antiquariaten, Suchmaschinen, Nachschlagewerken, Bibliographien, Veranstaltungen und vielem mehr"
https://web.archive.org/web/20150227093239/http://www.hbz-nrw.de/recherche/linksammlung/
wurde jüngst vom Netz genommen. Nach dem Tod des Begründers und Bearbeiters Hans-Dieter Hartges im Jahre 2009 hätten die personellen Ressourcen zur redaktionellen Weiterführung gefehlt, die jährliche Nutzung hätte mittlerweile bei einem Bruchteil der ehemals 1,5 Millionen Aufrufe gelegen.
https://www.hbz-nrw.de/recherche/linksammlung/
https://web.archive.org/web/20150227093239/http://www.hbz-nrw.de/recherche/linksammlung/
wurde jüngst vom Netz genommen. Nach dem Tod des Begründers und Bearbeiters Hans-Dieter Hartges im Jahre 2009 hätten die personellen Ressourcen zur redaktionellen Weiterführung gefehlt, die jährliche Nutzung hätte mittlerweile bei einem Bruchteil der ehemals 1,5 Millionen Aufrufe gelegen.
https://www.hbz-nrw.de/recherche/linksammlung/
IngridStrauch - am Sonntag, 11. Oktober 2015, 16:17 - Rubrik: Bibliothekswesen
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"Johannes Lang betreibt mit Akribie und Spürsinn Heimatforschung", weiß das Ehinger Tagblatt in einem Bericht über die beiden Winckelhofer-Fenster im Ehinger Rathaus.
http://www.swp.de/ehingen/lokales/ehingen/Print-Sporthallenbau-Rathaussaal-Heimatforschung-Spuersinn-Akribie-Familie-Fenster-Johannes-Lang-erforscht-die-Geschichte-der-Winckelhofer;art4295,3075113
Zitate: "Die Winckelhoferstraße ist wegen des Sporthallenbaus derzeit im Gespräch. Diese lange Straße an der südlichen Peripherie der Stadt wurde nach Hieronymus Winckelhofer benannt, geboren 1469, gestorben 1538 in Ehingen. Hieronymus Winckelhofer war Jurist, Theologe, Kaplan am Ulmer Spital, Pfarrverweser in Berkach und ein prominenter Stifter in Ehingen. Der Ehinger Johannes Lang hat sich eingehend mit der Familie der Winckelhofer befasst und hielt bei der Museumsgesellschaft einen Vortrag zu den beiden Glasfenstern im Ehinger Rathaussaal".
"Ähnlich abenteuerlich ist die Geschichte des linken Bildes mit einem ähnlichen Motiv, allerdings im Hochformat. Auch davon gab es eine Nachbildung, die mit der Auswanderung der Familie 1530 nach Tirol kam. Ritter Hannibal von Winckelhofen hatte sich unweit von Brixen die Karlsburg gebaut, die 1850 an einen Bauern verkauft wurde. In der dortigen Kapelle fand Johannes Lang das fast gleiche Bild wie im Rathaussaal. Eine Innsbrucker Glaswerkstatt kopierte das Bild und ließ es dem Rottenburger Bischof Wilhelm Reiser zukommen. Die Schwester des Bischofs verkaufte das Bild dann nach Ehingen, wo es 1899 in das linke Fenster eingebaut wurde."
Dass Markus Otto schon 1982 in der "Schwäbischen Heimat" das Meiste recherchiert und auch das Brixener Bild ausführlich beschrieben hatte, wird unterschlagen.
http://www.schwaben-kultur.de/cgi-bin/getpix.pl?obj=000000533/00108266&typ=orig
Rüdiger Becksmann hat dann die Scheiben 1986 im CVMA (Schwaben Teil 2) dokumentiert (S. 40-41). Das in dem Zeitungsbericht erneut kolportierte Zusammenflicken durch den Glasermeister Kienle wird von Becksmann angezweifelt.
Folgt man dem Zeitungsartikel, so steht fest: Johannes Lang gibt also fremde Forschungsergebnisse für eigene aus! Oder aber: Er hat keinerlei Ahnung von der relevanten Literatur!
Über die Winkelhofer in Ehingen hat in älterer Zeit Hehle geforscht, der Aufsatz von 1880 ist online:
https://archive.org/stream/bub_gb_q7EOAAAAYAAJ#page/n59/mode/2up
https://archive.org/stream/bub_gb_q7EOAAAAYAAJ#page/n145/mode/2up
Aus historiographiegeschichtlicher Sicht besonders bemerkenswert ist die Familienchronik von 1520 "Der Winckelhofer herkommen".
Sie wird auch im kaum beachteten Wiener Cod. 12544 (195 Bll., 16. Jahrhundert) überliefert, der nach Hehle 1925 (wie unten), S. 100 Zusätze enthält, die im Original fehlen.
http://manuscripta.at/?ID=20290
(Eine Abschriftensammlung Hieronymus Winkelhofers liegt im Stadtarchiv Ulm A [8983/II], siehe das Findbuch:
https://www.ulm.de/sixcms/media.php/29/ARep14_1.pdf )
Das alte Herkommen der Familie rühmt auch ein lateinischer Eintrag in einer Inkunabel zu Besancon:
http://gallica.bnf.fr/ark:/12148/bpt6k3756117/f347.item.zoom
[Siehe auch
http://www.inka.uni-tuebingen.de/?inka=23003603 ]
Zur zerstreuten Winckelhofer-Bibliothek siehe meine Hinweise:
http://archiv.twoday.net/stories/15733148/
Hehle 1914 nach Gottlieb
http://hdl.handle.net/2027/uc1.a0002717031?urlappend=%3Bseq=294 (US)
Noch nicht zugänglich war mir: Armand Tif: Hieronymus Winkelhofer: Zur Bibliothek und Medienvielfalt in der Representation eines bibliophilen vorderösterreichischen Patriziers ab 1501. In: Codices manuscripti Bd. 87/88 (2013) S. 53-64
In Ehingen gibt es noch den Winkelhofer-Schrank sowie die Prachturkunde von 1509 mit angeheftetem Aquarell und Seidenstickerei.
Über ein epigraphisches Falsum schreibt Josef Hehle: Geschichtliche Forschungen über Ehingen und Umgegend (1925), S. 127-129. 1911 wurde in Ehingen ein jüdischer Grabstein von 1444 aufgefunden, der später zu einem Winckelhofer-Grabmal für den fiktiven Urahn Ernest Winckelhofer, der nach dem "Herkommen" von 1520 1028 von Augsburg in die Grafschaft Kirchberg umgesiedelt sei, umgewidmet wurde. Während die Vorderseite den Wappenschild der Familie mit der Lilie und eine weitgehend zerstörte deutschsprachige Umschrift "Dem ersam ... Winckelhofer, dem Gott ..." trug, befand sich auf der Rückseite eine lateinische, von Hehle leider nur in deutscher Übersetzung wiedergegebene lateinische Inschrift "Im Jahr des Herrn 1029 starb Ernest Winckelhofer als Bürger von Augsburg". Nach Hehle ähneln die Schriftformen denen des Grabsteins von Heinrich Winckelhofer 1526, früher Hirsau
http://ordensgeschichte.hypotheses.org/5502 (zu DI 30, Nr. 202).
Man hat also den erfundenen Stammvater mit einer Inschriften-Fälschung "belegt"! Dass die beiden im Winckelhofer-Herkommen wiedergegebenen Urkunden von 1028 (Latein) und 1203 (Deutsch) plumpe Fälschungen sind, hat schon Hehle 1880 ausführlich dargelegt.
Fälschungen in Archivalia:
http://archiv.twoday.net/stories/96987511/
Zur Zeit Hehles gehörte das Denkmal der Ehinger Altertümersammlung, ist dieser aber offenbar entfremdet worden, denn die höchst mäßige Tübinger Doktorarbeit von Ottfried Hauser: Die Inschriften der Kreise Münsingen und Ehingen (1972), S. 111 Nr. 161 zählt es zu den nicht mehr vorhandenen Stücken als "Ehingen: Privatbesitz".
Die Chronik (1520) mit den gefälschten Urkunden, der angebliche Grabstein des Ernest sowie die vielen Stiftungen des 1536 gestorbenen Priesters Hieronymus Winckelhofer, zu denen auch die Glasscheiben im Ehinger Rathaus gehören, sind als "Erinnerungswerk" für eine vornehme Familie aus einer vorderösterreichischen Landstadt außergewöhnlich.
Zur Familiengeschichte ist zu nennen: Franz Michael Weber: Ehingen (1955), S. 313-319, dessen keineswegs fehlerfreie Darstellung sich vor allem auf Hehles Forschungen stützt, und Peter-Johannes Schuler: Notare Südwestdeutschlands (1987), S. 517-519 Nr. 1515-1517 (mit Registerband S. 263, Stammtafel 20) mit einigen neuen Notizen, aber ebenfalls nicht fehlerfrei.
(Fehler Schulers, ergänzend zu
http://archiv.twoday.net/search?q=peter+johannes+schuler
1. Schuler referiert die Angaben der Familienchronik ganz unkritisch ohne jegliche Distanzierung.
2. Jodok starb 1480, nicht 1470.
3. Schuler leitet mit "Unklar ist, ob nachfolgende Personen zu dieser Familie zu zählen sind" eine Reihe von Regesten ein. Er hätte aber den Beleg zu Georg, Vikar zu Schönebürg nicht hier aufführen dürfen, da er in Nr. 1517 ausdrücklich angibt, dieser Georg sei der Vetter von Hieronymus gewesen!)
Ulrich Winkelhofer von Ehingen hatte zwei Söhne, wovon der eine, Jodokus, Mönch in Wiblingen und später (1477) Abt in Lorch wurde (gestorben 1480). Zu ihm siehe
http://archiv.twoday.net/stories/233325516/
Der andere, Heinrich, 1461 in Freiburg immatrikuliert,
http://www.rag-online.org/gelehrter/id/-254477386
war als Notar tätig und diente von 1479 bis zu seinem Tod 1485 der Reichsstadt Schwäbisch Hall (Wunder WGQ 25, S. 665). Foto seines Grabsteins in St. Michael in Schwäbisch Hall:
http://www.deutschefotothek.de/documents/obj/71294517
http://www.schwaebischhall.de/buergerstadt/geschichte/stadtarchiv/familienwappen/wappen-t-z.html
1468 übernahm er auf vier Jahre das Rektorat der Nördlinger Lateinschule.
https://books.google.de/books?id=HH9PAAAAcAAJ&pg=PA17
Schuler nimmt keine Notiz von Webers Angabe (S. 313), Heinrich sei vor 1475 Stadtschreiber in Kempten gewesen. Haggenmüller belegt Heinrich Winkelhofer 1474 als Abgeordneten der Stadt Kempten:
https://books.google.de/books?id=PlBZAAAAcAAJ&pg=PA355
Heinrich der Ältere hatte zwei Söhne, die ebenfalls Notare waren: Heinrich den Jüngeren und Hieronymus.
Heinrich der Jüngere war als Jurist und Dr. jur. utr. Professor in Tübingen. Er starb 1526 als württembergischer Kanzler und hat einen eigenen Wikipedia-Artikel, der sich auf das ausführliche Biogramm von Finke im Tübinger Professorenkatalog stützt.
http://beacon.findbuch.de/seealso/pnd-aks?format=sources&id=1017637296
Dort dürfte nicht fehlen:
http://www.rag-online.org/gelehrter/id/-1728387380
Der gelehrte Theologe Hieronymus soll nicht weniger als 33 Stiftungen vorgenommen haben. Zusammenfassend zu ihm:
http://www.mrfh.de/2827
http://beacon.findbuch.de/seealso/pnd-aks?format=sources&id=1025246713
Sein Notariatssignet 1520 online:
http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=2-2460898-1
Georg, Bruder des Hieronymus und Amtmann des Bischofs von Brixen in Anras, begründete die Tiroler Linie der Familie. Seine Söhne Christoph und Joachim wurden 1545 nobilitiert. Diese adelige Familie starb erst 1848 aus. Sterbebild des Ultimus:
http://sterbebilder.schwemberger.at/picture.php?/110674
Siehe auch
http://www.heraldik-leitfaden.de/Heraldik/aktuell/galerien3/galerie2230.htm (Bernhard Peter)
http://www.burgen-adi.at/ansitz_herbstenburg/herbstenburg_sehensw.htm
http://www.burgen-adi.at/ansitz_karlsburg/karlsburg_geschichte.htm
https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Winkelhofen_zu_Engles_-_Tyroff_AT.jpg
Eine recht ausführliche Familiengeschichte, beginnend mit den Herkommens-Fiktionen, enthält Zedlers Lexikon:
https://books.google.de/books?id=2Jg0AQAAMAAJ&pg=PA462
Nachtrag: Herr Tif hat mir freundlicherweise einen Sonderdruck seines oben genannten Beitrags übersandt und mitgeteilt, er habe noch eine weitere Inkunabel in der Bibliothek des Wiener Dominikanerklosters (Signatur: W 37) mit den gleichen Einträgen bzw. der Exlibris-Wappenzeichnung gefunden. Es wurde ein solches Exemplar aber schon von Hehle erwähnt:
http://hdl.handle.net/2027/uc1.a0002717031?urlappend=%3Bseq=295 (US)
Tif S. 58-61 findet sich das Verzeichnis der ihm bekannten Exemplare der Winkelhofer-Bibliothek:
Wien, ÖNB
Ink 5.A.11, 6.A.2, 8.A.12, 9.C.3, 12.A.12, 12.B.18, 12.C.6, 13.B.4, 17.B.1 Bd. 1 und 3, 20 A. 27, 23.A.7, 25.A.8, 25 D. 33
Laut einer Quelle von 1916
http://hdl.handle.net/2027/mdp.39015064510012?urlappend=%3Bseq=65 (US)
wurde aus 17.B.1 Bd. 2 das Exemplar herausgelöst und in die Kupferstichsammlung verbracht.
Freiburg, UB
http://www.inka.uni-tuebingen.de/?inka=23003603
London, BL, IC 22173
Ulm, Stadtbibliothek
http://www.inka.uni-tuebingen.de/?inka=53000210
Es fehlt also das hier genannte Exemplar in Besancon und die bei Needham aufgeführte Harvard-Inkunabel.
http://id.lib.harvard.edu/aleph/004523883/catalog (in HOLLIS Classic mehr zur Provenienz!)
Erst jetzt sah ich den Aufsatz von Friedrich Keidel in den BWKG 1895 zu Hieronymus Winkelhofer aus Ulmer Quellen:
http://www.digizeitschriften.de/dms/img/?PID=PPN720885019_0010|LOG_0049&physid=PHYS_0082#navi
In Weißenau hat man die "Privilegien des Klosters, damit sie auch die Laien lesen können, durch Hieronimus Winkelhofer, iuris pontificii licentiatus, ins Deutsche übersetzen lassen"
https://www.google.de/search?tbm=bks&q=%22**+die+Laien+lesen+k%C3%B6nnen+durch%22
Dank Paul Needham (Princeton) konnte ich den Aufsatz von Theodor Gottlieb der Allgemeinheit zugänglich machen:
https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Gottlieb-3_Alte_Buecherzeichen-1911.pdf
Gottlieb, Theodor: Drei alte Bücherzeichen. In: Jahrbuch der Österreichischen Exlibris-Gesellschaft 9 (1911), S. 38-59 handelt außer über Winckelhofer (S. 38-47) über den Wiener Bischof Georg Slatkonia und Nikolaus von Haunoldt.
Zu Winckelhofer bietet Gottlieb reiches Material:
S. 39 SW-Abbildung der kolorierten Federzeichnung mit Winckelhofer-Wappen
nach S. 40 zweites Wappenbild in Farbe mit Auszeichnungsschrift, die in der Epigraphik als frühhumanistische Kapitalis bekannt ist
S. 42-44 Auszug aus dem Stiftungsbrief von 1508 mit dem Bücherverzeichnis
S. 45 Liste der mit Winckelhofer-Provenienz von Hanthalers Lilienfelder Inkunabelkatalog angegebenen Stücke
S. 57-59 Lateinische Familiennotizen aus Wien Cod. 12544. Sie liefern etwa das Geburtsjahr des Hieronymus 1468 (geboren in Nördlingen). Ob auch unter den Personen des 15./16. Jahrhunderts Erfindungen sind, ist aufgrund der Quellenlage schwer zu sagen. Einen Jakob Winkelhofer Mönch zu Lorch kenne ich aus anderen Quellen nicht, was aber nicht bedeutet, dass es ihn nicht gab.
S. 59 Lateinischer Brief des Kaplans Johannes Cratter an Hieronymus Winckelhofer 1516 (aus dem Band des Wiener Dominikanerklosters)
Karl Konrad Finke: Die Professoren der Tübinger Juristenfakultät (1477-1535), 2011, S. 384-392 weist zu Heinrich Winckelhofer mindestens drei ärgerliche Lücken auf.
Erstens geht es nicht an, die oben indirekt zitierte maßgebliche Behandlung des Hirsauer Grabsteins in den "Deutschen Inschriften" nicht zur Kenntnis zu nehmen.
Zweitens: Trotz aller Mängel hätte er Schulers Notar-Prosopographie zitieren müssen.
Drittens hätte er Gottlieb S. 14 (Edition der Familiennotizen) entnehmen können, dass Heinrich am 2. September 1478 in Kempten geboren wurde.
#forschung

http://www.swp.de/ehingen/lokales/ehingen/Print-Sporthallenbau-Rathaussaal-Heimatforschung-Spuersinn-Akribie-Familie-Fenster-Johannes-Lang-erforscht-die-Geschichte-der-Winckelhofer;art4295,3075113
Zitate: "Die Winckelhoferstraße ist wegen des Sporthallenbaus derzeit im Gespräch. Diese lange Straße an der südlichen Peripherie der Stadt wurde nach Hieronymus Winckelhofer benannt, geboren 1469, gestorben 1538 in Ehingen. Hieronymus Winckelhofer war Jurist, Theologe, Kaplan am Ulmer Spital, Pfarrverweser in Berkach und ein prominenter Stifter in Ehingen. Der Ehinger Johannes Lang hat sich eingehend mit der Familie der Winckelhofer befasst und hielt bei der Museumsgesellschaft einen Vortrag zu den beiden Glasfenstern im Ehinger Rathaussaal".
"Ähnlich abenteuerlich ist die Geschichte des linken Bildes mit einem ähnlichen Motiv, allerdings im Hochformat. Auch davon gab es eine Nachbildung, die mit der Auswanderung der Familie 1530 nach Tirol kam. Ritter Hannibal von Winckelhofen hatte sich unweit von Brixen die Karlsburg gebaut, die 1850 an einen Bauern verkauft wurde. In der dortigen Kapelle fand Johannes Lang das fast gleiche Bild wie im Rathaussaal. Eine Innsbrucker Glaswerkstatt kopierte das Bild und ließ es dem Rottenburger Bischof Wilhelm Reiser zukommen. Die Schwester des Bischofs verkaufte das Bild dann nach Ehingen, wo es 1899 in das linke Fenster eingebaut wurde."
Dass Markus Otto schon 1982 in der "Schwäbischen Heimat" das Meiste recherchiert und auch das Brixener Bild ausführlich beschrieben hatte, wird unterschlagen.
http://www.schwaben-kultur.de/cgi-bin/getpix.pl?obj=000000533/00108266&typ=orig
Rüdiger Becksmann hat dann die Scheiben 1986 im CVMA (Schwaben Teil 2) dokumentiert (S. 40-41). Das in dem Zeitungsbericht erneut kolportierte Zusammenflicken durch den Glasermeister Kienle wird von Becksmann angezweifelt.
Folgt man dem Zeitungsartikel, so steht fest: Johannes Lang gibt also fremde Forschungsergebnisse für eigene aus! Oder aber: Er hat keinerlei Ahnung von der relevanten Literatur!
Über die Winkelhofer in Ehingen hat in älterer Zeit Hehle geforscht, der Aufsatz von 1880 ist online:
https://archive.org/stream/bub_gb_q7EOAAAAYAAJ#page/n59/mode/2up
https://archive.org/stream/bub_gb_q7EOAAAAYAAJ#page/n145/mode/2up
Aus historiographiegeschichtlicher Sicht besonders bemerkenswert ist die Familienchronik von 1520 "Der Winckelhofer herkommen".
Sie wird auch im kaum beachteten Wiener Cod. 12544 (195 Bll., 16. Jahrhundert) überliefert, der nach Hehle 1925 (wie unten), S. 100 Zusätze enthält, die im Original fehlen.
http://manuscripta.at/?ID=20290
(Eine Abschriftensammlung Hieronymus Winkelhofers liegt im Stadtarchiv Ulm A [8983/II], siehe das Findbuch:
https://www.ulm.de/sixcms/media.php/29/ARep14_1.pdf )
Das alte Herkommen der Familie rühmt auch ein lateinischer Eintrag in einer Inkunabel zu Besancon:
http://gallica.bnf.fr/ark:/12148/bpt6k3756117/f347.item.zoom
[Siehe auch
http://www.inka.uni-tuebingen.de/?inka=23003603 ]
Zur zerstreuten Winckelhofer-Bibliothek siehe meine Hinweise:
http://archiv.twoday.net/stories/15733148/
Hehle 1914 nach Gottlieb
http://hdl.handle.net/2027/uc1.a0002717031?urlappend=%3Bseq=294 (US)
Noch nicht zugänglich war mir: Armand Tif: Hieronymus Winkelhofer: Zur Bibliothek und Medienvielfalt in der Representation eines bibliophilen vorderösterreichischen Patriziers ab 1501. In: Codices manuscripti Bd. 87/88 (2013) S. 53-64
In Ehingen gibt es noch den Winkelhofer-Schrank sowie die Prachturkunde von 1509 mit angeheftetem Aquarell und Seidenstickerei.
Über ein epigraphisches Falsum schreibt Josef Hehle: Geschichtliche Forschungen über Ehingen und Umgegend (1925), S. 127-129. 1911 wurde in Ehingen ein jüdischer Grabstein von 1444 aufgefunden, der später zu einem Winckelhofer-Grabmal für den fiktiven Urahn Ernest Winckelhofer, der nach dem "Herkommen" von 1520 1028 von Augsburg in die Grafschaft Kirchberg umgesiedelt sei, umgewidmet wurde. Während die Vorderseite den Wappenschild der Familie mit der Lilie und eine weitgehend zerstörte deutschsprachige Umschrift "Dem ersam ... Winckelhofer, dem Gott ..." trug, befand sich auf der Rückseite eine lateinische, von Hehle leider nur in deutscher Übersetzung wiedergegebene lateinische Inschrift "Im Jahr des Herrn 1029 starb Ernest Winckelhofer als Bürger von Augsburg". Nach Hehle ähneln die Schriftformen denen des Grabsteins von Heinrich Winckelhofer 1526, früher Hirsau
http://ordensgeschichte.hypotheses.org/5502 (zu DI 30, Nr. 202).
Man hat also den erfundenen Stammvater mit einer Inschriften-Fälschung "belegt"! Dass die beiden im Winckelhofer-Herkommen wiedergegebenen Urkunden von 1028 (Latein) und 1203 (Deutsch) plumpe Fälschungen sind, hat schon Hehle 1880 ausführlich dargelegt.
Fälschungen in Archivalia:
http://archiv.twoday.net/stories/96987511/
Zur Zeit Hehles gehörte das Denkmal der Ehinger Altertümersammlung, ist dieser aber offenbar entfremdet worden, denn die höchst mäßige Tübinger Doktorarbeit von Ottfried Hauser: Die Inschriften der Kreise Münsingen und Ehingen (1972), S. 111 Nr. 161 zählt es zu den nicht mehr vorhandenen Stücken als "Ehingen: Privatbesitz".
Die Chronik (1520) mit den gefälschten Urkunden, der angebliche Grabstein des Ernest sowie die vielen Stiftungen des 1536 gestorbenen Priesters Hieronymus Winckelhofer, zu denen auch die Glasscheiben im Ehinger Rathaus gehören, sind als "Erinnerungswerk" für eine vornehme Familie aus einer vorderösterreichischen Landstadt außergewöhnlich.
Zur Familiengeschichte ist zu nennen: Franz Michael Weber: Ehingen (1955), S. 313-319, dessen keineswegs fehlerfreie Darstellung sich vor allem auf Hehles Forschungen stützt, und Peter-Johannes Schuler: Notare Südwestdeutschlands (1987), S. 517-519 Nr. 1515-1517 (mit Registerband S. 263, Stammtafel 20) mit einigen neuen Notizen, aber ebenfalls nicht fehlerfrei.
(Fehler Schulers, ergänzend zu
http://archiv.twoday.net/search?q=peter+johannes+schuler
1. Schuler referiert die Angaben der Familienchronik ganz unkritisch ohne jegliche Distanzierung.
2. Jodok starb 1480, nicht 1470.
3. Schuler leitet mit "Unklar ist, ob nachfolgende Personen zu dieser Familie zu zählen sind" eine Reihe von Regesten ein. Er hätte aber den Beleg zu Georg, Vikar zu Schönebürg nicht hier aufführen dürfen, da er in Nr. 1517 ausdrücklich angibt, dieser Georg sei der Vetter von Hieronymus gewesen!)
Ulrich Winkelhofer von Ehingen hatte zwei Söhne, wovon der eine, Jodokus, Mönch in Wiblingen und später (1477) Abt in Lorch wurde (gestorben 1480). Zu ihm siehe
http://archiv.twoday.net/stories/233325516/
Der andere, Heinrich, 1461 in Freiburg immatrikuliert,
http://www.rag-online.org/gelehrter/id/-254477386
war als Notar tätig und diente von 1479 bis zu seinem Tod 1485 der Reichsstadt Schwäbisch Hall (Wunder WGQ 25, S. 665). Foto seines Grabsteins in St. Michael in Schwäbisch Hall:
http://www.deutschefotothek.de/documents/obj/71294517
http://www.schwaebischhall.de/buergerstadt/geschichte/stadtarchiv/familienwappen/wappen-t-z.html
1468 übernahm er auf vier Jahre das Rektorat der Nördlinger Lateinschule.
https://books.google.de/books?id=HH9PAAAAcAAJ&pg=PA17
Schuler nimmt keine Notiz von Webers Angabe (S. 313), Heinrich sei vor 1475 Stadtschreiber in Kempten gewesen. Haggenmüller belegt Heinrich Winkelhofer 1474 als Abgeordneten der Stadt Kempten:
https://books.google.de/books?id=PlBZAAAAcAAJ&pg=PA355
Heinrich der Ältere hatte zwei Söhne, die ebenfalls Notare waren: Heinrich den Jüngeren und Hieronymus.
Heinrich der Jüngere war als Jurist und Dr. jur. utr. Professor in Tübingen. Er starb 1526 als württembergischer Kanzler und hat einen eigenen Wikipedia-Artikel, der sich auf das ausführliche Biogramm von Finke im Tübinger Professorenkatalog stützt.
http://beacon.findbuch.de/seealso/pnd-aks?format=sources&id=1017637296
Dort dürfte nicht fehlen:
http://www.rag-online.org/gelehrter/id/-1728387380
Der gelehrte Theologe Hieronymus soll nicht weniger als 33 Stiftungen vorgenommen haben. Zusammenfassend zu ihm:
http://www.mrfh.de/2827
http://beacon.findbuch.de/seealso/pnd-aks?format=sources&id=1025246713
Sein Notariatssignet 1520 online:
http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=2-2460898-1
Georg, Bruder des Hieronymus und Amtmann des Bischofs von Brixen in Anras, begründete die Tiroler Linie der Familie. Seine Söhne Christoph und Joachim wurden 1545 nobilitiert. Diese adelige Familie starb erst 1848 aus. Sterbebild des Ultimus:
http://sterbebilder.schwemberger.at/picture.php?/110674
Siehe auch
http://www.heraldik-leitfaden.de/Heraldik/aktuell/galerien3/galerie2230.htm (Bernhard Peter)
http://www.burgen-adi.at/ansitz_herbstenburg/herbstenburg_sehensw.htm
http://www.burgen-adi.at/ansitz_karlsburg/karlsburg_geschichte.htm
https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Winkelhofen_zu_Engles_-_Tyroff_AT.jpg
Eine recht ausführliche Familiengeschichte, beginnend mit den Herkommens-Fiktionen, enthält Zedlers Lexikon:
https://books.google.de/books?id=2Jg0AQAAMAAJ&pg=PA462
Nachtrag: Herr Tif hat mir freundlicherweise einen Sonderdruck seines oben genannten Beitrags übersandt und mitgeteilt, er habe noch eine weitere Inkunabel in der Bibliothek des Wiener Dominikanerklosters (Signatur: W 37) mit den gleichen Einträgen bzw. der Exlibris-Wappenzeichnung gefunden. Es wurde ein solches Exemplar aber schon von Hehle erwähnt:
http://hdl.handle.net/2027/uc1.a0002717031?urlappend=%3Bseq=295 (US)
Tif S. 58-61 findet sich das Verzeichnis der ihm bekannten Exemplare der Winkelhofer-Bibliothek:
Wien, ÖNB
Ink 5.A.11, 6.A.2, 8.A.12, 9.C.3, 12.A.12, 12.B.18, 12.C.6, 13.B.4, 17.B.1 Bd. 1 und 3, 20 A. 27, 23.A.7, 25.A.8, 25 D. 33
Laut einer Quelle von 1916
http://hdl.handle.net/2027/mdp.39015064510012?urlappend=%3Bseq=65 (US)
wurde aus 17.B.1 Bd. 2 das Exemplar herausgelöst und in die Kupferstichsammlung verbracht.
Freiburg, UB
http://www.inka.uni-tuebingen.de/?inka=23003603
London, BL, IC 22173
Ulm, Stadtbibliothek
http://www.inka.uni-tuebingen.de/?inka=53000210
Es fehlt also das hier genannte Exemplar in Besancon und die bei Needham aufgeführte Harvard-Inkunabel.
http://id.lib.harvard.edu/aleph/004523883/catalog (in HOLLIS Classic mehr zur Provenienz!)
Erst jetzt sah ich den Aufsatz von Friedrich Keidel in den BWKG 1895 zu Hieronymus Winkelhofer aus Ulmer Quellen:
http://www.digizeitschriften.de/dms/img/?PID=PPN720885019_0010|LOG_0049&physid=PHYS_0082#navi
In Weißenau hat man die "Privilegien des Klosters, damit sie auch die Laien lesen können, durch Hieronimus Winkelhofer, iuris pontificii licentiatus, ins Deutsche übersetzen lassen"
https://www.google.de/search?tbm=bks&q=%22**+die+Laien+lesen+k%C3%B6nnen+durch%22
Dank Paul Needham (Princeton) konnte ich den Aufsatz von Theodor Gottlieb der Allgemeinheit zugänglich machen:
https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Gottlieb-3_Alte_Buecherzeichen-1911.pdf
Gottlieb, Theodor: Drei alte Bücherzeichen. In: Jahrbuch der Österreichischen Exlibris-Gesellschaft 9 (1911), S. 38-59 handelt außer über Winckelhofer (S. 38-47) über den Wiener Bischof Georg Slatkonia und Nikolaus von Haunoldt.
Zu Winckelhofer bietet Gottlieb reiches Material:
S. 39 SW-Abbildung der kolorierten Federzeichnung mit Winckelhofer-Wappen
nach S. 40 zweites Wappenbild in Farbe mit Auszeichnungsschrift, die in der Epigraphik als frühhumanistische Kapitalis bekannt ist
S. 42-44 Auszug aus dem Stiftungsbrief von 1508 mit dem Bücherverzeichnis
S. 45 Liste der mit Winckelhofer-Provenienz von Hanthalers Lilienfelder Inkunabelkatalog angegebenen Stücke
S. 57-59 Lateinische Familiennotizen aus Wien Cod. 12544. Sie liefern etwa das Geburtsjahr des Hieronymus 1468 (geboren in Nördlingen). Ob auch unter den Personen des 15./16. Jahrhunderts Erfindungen sind, ist aufgrund der Quellenlage schwer zu sagen. Einen Jakob Winkelhofer Mönch zu Lorch kenne ich aus anderen Quellen nicht, was aber nicht bedeutet, dass es ihn nicht gab.
S. 59 Lateinischer Brief des Kaplans Johannes Cratter an Hieronymus Winckelhofer 1516 (aus dem Band des Wiener Dominikanerklosters)
Karl Konrad Finke: Die Professoren der Tübinger Juristenfakultät (1477-1535), 2011, S. 384-392 weist zu Heinrich Winckelhofer mindestens drei ärgerliche Lücken auf.
Erstens geht es nicht an, die oben indirekt zitierte maßgebliche Behandlung des Hirsauer Grabsteins in den "Deutschen Inschriften" nicht zur Kenntnis zu nehmen.
Zweitens: Trotz aller Mängel hätte er Schulers Notar-Prosopographie zitieren müssen.
Drittens hätte er Gottlieb S. 14 (Edition der Familiennotizen) entnehmen können, dass Heinrich am 2. September 1478 in Kempten geboren wurde.
#forschung

KlausGraf - am Sonntag, 11. Oktober 2015, 15:13 - Rubrik: Landesgeschichte
http://www.zeitzeugenarchiv-magdeburg.de/
Stimmt. Ein gewähnliches Archiv hätte den peinlichen Tippfehler schon längst von der Startseite verbannt. Das ändert aber nichts daran, dass es sich um ein wichtiges Angebot mit Zeitzeugenaufnahmen aus Magdeburg handelt.
Die historischen Fotos sind viel zu klein wiedergegeben.
#histverein

Stimmt. Ein gewähnliches Archiv hätte den peinlichen Tippfehler schon längst von der Startseite verbannt. Das ändert aber nichts daran, dass es sich um ein wichtiges Angebot mit Zeitzeugenaufnahmen aus Magdeburg handelt.
Die historischen Fotos sind viel zu klein wiedergegeben.
#histverein
KlausGraf - am Sonntag, 11. Oktober 2015, 14:15 - Rubrik: Landesgeschichte
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Haruo Shirane bespricht Minae Mizumuras Buch "The Fall of Language in the Age of English".
"The originality of Mizumura’s book for Western audiences is that it raises the issue of national and universal languages from the perspective of a major non-European, non-phonocentric literary language that existed in a bilingual state both in the premodern past and in the present. To this broad frame Mizumura has added the critical dimension of the fate of “national languages” in the age of English and the role of the modern novel, which, at least for a limited time, became a vehicle for contemplation of the local in a larger global context."
Am ausführlichsten habe ich zum Sprachenproblem mich geäußert in:
Klaus Graf: Open-Access und die Sprachbarriere der Wissenschaft. In: Archivalia vom 25. Dezember 2011
http://archiv.twoday.net/stories/59211934/
Weitere Hinweise, mit #sprache getaggt
http://archiv.twoday.net/search?q=%23sprache
"The originality of Mizumura’s book for Western audiences is that it raises the issue of national and universal languages from the perspective of a major non-European, non-phonocentric literary language that existed in a bilingual state both in the premodern past and in the present. To this broad frame Mizumura has added the critical dimension of the fate of “national languages” in the age of English and the role of the modern novel, which, at least for a limited time, became a vehicle for contemplation of the local in a larger global context."
Am ausführlichsten habe ich zum Sprachenproblem mich geäußert in:
Klaus Graf: Open-Access und die Sprachbarriere der Wissenschaft. In: Archivalia vom 25. Dezember 2011
http://archiv.twoday.net/stories/59211934/
Weitere Hinweise, mit #sprache getaggt
http://archiv.twoday.net/search?q=%23sprache
KlausGraf - am Sonntag, 11. Oktober 2015, 13:57 - Rubrik: Wissenschaftsbetrieb
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Dank der unermüdlichen Berichterstattung von Herrn Piggin über die neu ins Netz gestellten Digitalisate der Vaticana
http://macrotypography.blogspot.de/2015/10/french-picture-bible.html
kann ich mitteilen, dass das bereits in einer Faksimileausgabe von Lotto Kurras verfügbare Kraichgauer Turnierbuch der Rossiana nun online ist:
http://digi.vatlib.it/view/MSS_Ross.711
Das Kraichgauer Turnierbuch ist eine um 1600 erstellte Bearbeitung von Rüxners Turnierbuch. Zu seinen Handschriften:
http://archiv.twoday.net/stories/948995596/
#fnzhss
Zu Phantom-Handschriften, die wieder aus der Liste des Digitalisierungsprojekts verschwinden, hat Piggin ebenfalls Beobachtungen:
http://macrotypography.blogspot.de/2015/10/manuscripts-go-missing.html

http://macrotypography.blogspot.de/2015/10/french-picture-bible.html
kann ich mitteilen, dass das bereits in einer Faksimileausgabe von Lotto Kurras verfügbare Kraichgauer Turnierbuch der Rossiana nun online ist:
http://digi.vatlib.it/view/MSS_Ross.711
Das Kraichgauer Turnierbuch ist eine um 1600 erstellte Bearbeitung von Rüxners Turnierbuch. Zu seinen Handschriften:
http://archiv.twoday.net/stories/948995596/
#fnzhss
Zu Phantom-Handschriften, die wieder aus der Liste des Digitalisierungsprojekts verschwinden, hat Piggin ebenfalls Beobachtungen:
http://macrotypography.blogspot.de/2015/10/manuscripts-go-missing.html

KlausGraf - am Samstag, 10. Oktober 2015, 20:23 - Rubrik: Kodikologie
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Die SZ berichtet über Meik Michalkes GEMA-Alternative C3S
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/gema-schrille-toene-1.2685153
#gema
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/gema-schrille-toene-1.2685153
#gema
KlausGraf - am Samstag, 10. Oktober 2015, 20:08 - Rubrik: Archivrecht
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Hildesheim, Stadtarchiv, Best. 52 Nr. 119a
http://diglib.hab.de/?db=mss&list=ms&id=hi-sa-best-52-nr-191a&catalog=Stahl
#histmonast
http://diglib.hab.de/?db=mss&list=ms&id=hi-sa-best-52-nr-191a&catalog=Stahl
#histmonast
KlausGraf - am Samstag, 10. Oktober 2015, 19:57 - Rubrik: Kommunalarchive
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Werner Paravicini hat in der HZ 300 (2015), S. 491-494 den Band
Jean-Bernard de Vaivre / Laurent Vissière [Eds.], Tous des Deables d’enfer. Relations du siège de Rhodes par les Ottomans en 1480. Préface de Philippe Contamine. (Travaux d’Humanisme et Renaissance, 529.) Genève, Droz 2014. 878 S.
rezensiert. Auszug:
(I) Briefe, die während der Belagerung geschrieben wurden,
(II) das anonyme Tagebuch der Belagerung (Histoire journalière),
(III) Giacomo della Corte, Oratio oder De urbis Colossensis
obsidione a. 1480 a Turcis tentata,
(IV) die verschiedenen Berichte des Ordensvizekanzlers
Guillaume Caoursin; hierzu, nach BNF ms. lat. 6067, Abb.1–35, außerdem 36–39, 40–51 (nach dem Druck der Descriptio, Ulm 1496), und Nr.52f., seine Porträtmedaille
im Berliner Münzkabinett, außerdem S.479–486 seine genaue Instruktion für den Pariser Miniaturmaler des großmeisterlichen Dedikationsexemplars, S.348–373 seine Briefe an Kaiser Friedrich III. und Papst Sixtus IV.,
(V) Mary du Puis, Le Siege de Rhodes,
(VI) Kurze Berichte,
(VII) La Guerra del Turco contra Rhodi in seinen zwei
Versionen (ediert in Zusammenarbeit mit Andrea Martignoni), (VIII) „Échos occidentaux“, d.h. Briefe König Ludwigs XI. (Philippe Commynes begegnet in diesem Zusammenhang als Seneschall von Poitou, S.653–658), Beratungen des Domkapitels von Rouen und Mandate Herzog Renés II. von Lothringen, alle die Geldsammlungen
und die päpstlichen Ablasskampagnen zugunsten des Ordens betreffend,
(IX) Ottomanische Zeugnisse (zusammengestellt von Jean-Louis Bacqué-Grammont, S.683–705), und schließlich
(X) zweiundzwanzig Auszüge aus Pilgerberichten der Jahre
1479–1497, von denen zehn deutscher Herkunft sind: Hans Tucher, Sebald Rieter, Ludwig v. Eyb, Felix Fabri, Walther v. Guglingen, Bernhard v. Breidenbach, Conrad Grünenberg, Dietrich v. Schachten, Heinrich v. Zedlitz, Arnold v. Harff. Es schließen sich an eine unbelegte, aber genau datierende Liste der Großmeister des Johanniterordens auf Rhodos 1305–1534 (S.821) und eine Folge von Karten der Stadt und Insel und der Dodekanes (Nr.59–62 der Abbildungen, Nr.1–58 in Farbe sind S.320f. eingerückt,
die Liste siehe S.869–871); weiter ein Verzeichnis der ungedruckten Quellen in La Valetta, Paris (AN, BNF, Bibl. Sainte-Geneviève) und in Rom (Istituto nazionale di Architectura e storia dell’Arte), dann der gedruckten Quellen und der herangezogenen Forschungsliteratur (S.825–848). Ein Index der Orte und Personen beschließt den Band.
Siehe auch
Lydwine Scordia, « Jean-Bernard de Vaivre et Laurent Vissière,Tous les deables d’enfer. Relations du siège de Rhodes par les Ottomans en 1480 », Cahiers de recherches médiévales et humanistes [En ligne], 2014, mis en ligne le 29 octobre 2014, consulté le 10 octobre 2015. URL : http://crm.revues.org/13293
http://www.canalacademie.com/ida10811-Tous-les-Deables-d-enfer-les-relations-du-siege-de-Rhodes-par-les-Ottomans-en-1480.html
http://humanisme.hypotheses.org/239
BNF lat. 6067 gibt es leider nur SW im Netz:
http://gallica.bnf.fr/ark:/12148/btv1b9076643x

Jean-Bernard de Vaivre / Laurent Vissière [Eds.], Tous des Deables d’enfer. Relations du siège de Rhodes par les Ottomans en 1480. Préface de Philippe Contamine. (Travaux d’Humanisme et Renaissance, 529.) Genève, Droz 2014. 878 S.
rezensiert. Auszug:
(I) Briefe, die während der Belagerung geschrieben wurden,
(II) das anonyme Tagebuch der Belagerung (Histoire journalière),
(III) Giacomo della Corte, Oratio oder De urbis Colossensis
obsidione a. 1480 a Turcis tentata,
(IV) die verschiedenen Berichte des Ordensvizekanzlers
Guillaume Caoursin; hierzu, nach BNF ms. lat. 6067, Abb.1–35, außerdem 36–39, 40–51 (nach dem Druck der Descriptio, Ulm 1496), und Nr.52f., seine Porträtmedaille
im Berliner Münzkabinett, außerdem S.479–486 seine genaue Instruktion für den Pariser Miniaturmaler des großmeisterlichen Dedikationsexemplars, S.348–373 seine Briefe an Kaiser Friedrich III. und Papst Sixtus IV.,
(V) Mary du Puis, Le Siege de Rhodes,
(VI) Kurze Berichte,
(VII) La Guerra del Turco contra Rhodi in seinen zwei
Versionen (ediert in Zusammenarbeit mit Andrea Martignoni), (VIII) „Échos occidentaux“, d.h. Briefe König Ludwigs XI. (Philippe Commynes begegnet in diesem Zusammenhang als Seneschall von Poitou, S.653–658), Beratungen des Domkapitels von Rouen und Mandate Herzog Renés II. von Lothringen, alle die Geldsammlungen
und die päpstlichen Ablasskampagnen zugunsten des Ordens betreffend,
(IX) Ottomanische Zeugnisse (zusammengestellt von Jean-Louis Bacqué-Grammont, S.683–705), und schließlich
(X) zweiundzwanzig Auszüge aus Pilgerberichten der Jahre
1479–1497, von denen zehn deutscher Herkunft sind: Hans Tucher, Sebald Rieter, Ludwig v. Eyb, Felix Fabri, Walther v. Guglingen, Bernhard v. Breidenbach, Conrad Grünenberg, Dietrich v. Schachten, Heinrich v. Zedlitz, Arnold v. Harff. Es schließen sich an eine unbelegte, aber genau datierende Liste der Großmeister des Johanniterordens auf Rhodos 1305–1534 (S.821) und eine Folge von Karten der Stadt und Insel und der Dodekanes (Nr.59–62 der Abbildungen, Nr.1–58 in Farbe sind S.320f. eingerückt,
die Liste siehe S.869–871); weiter ein Verzeichnis der ungedruckten Quellen in La Valetta, Paris (AN, BNF, Bibl. Sainte-Geneviève) und in Rom (Istituto nazionale di Architectura e storia dell’Arte), dann der gedruckten Quellen und der herangezogenen Forschungsliteratur (S.825–848). Ein Index der Orte und Personen beschließt den Band.
Siehe auch
Lydwine Scordia, « Jean-Bernard de Vaivre et Laurent Vissière,Tous les deables d’enfer. Relations du siège de Rhodes par les Ottomans en 1480 », Cahiers de recherches médiévales et humanistes [En ligne], 2014, mis en ligne le 29 octobre 2014, consulté le 10 octobre 2015. URL : http://crm.revues.org/13293
http://www.canalacademie.com/ida10811-Tous-les-Deables-d-enfer-les-relations-du-siege-de-Rhodes-par-les-Ottomans-en-1480.html
http://humanisme.hypotheses.org/239
BNF lat. 6067 gibt es leider nur SW im Netz:
http://gallica.bnf.fr/ark:/12148/btv1b9076643x

KlausGraf - am Samstag, 10. Oktober 2015, 19:16 - Rubrik: Geschichtswissenschaft
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Werner Paravicini hat den Neuen Gotha in der FAZ rezensiert:
http://www.gotha-handbuecher.de/Downloads/artikel_faz.pdf
Von außen gesehen, ist der Gotha ein
soziokulturelles Studienobjekt europäischer Ethnologie, das Abbild einer seit
einhundert Jahren erstarrten Welt, gleichsam ein archäologischer Forschungsgegenstand, an dem die sich langsam verändernde Reproduktion eines winzigen,
aber bedeutenden Teils der Bevölkerung
sich beobachten lässt, dem es mit Hilfe
von Seniorat, guten Beziehungen, auch
Leistung immer wieder gelingt, oben zu
bleiben und die Gala und die Regenbogen-
presse mit Heiraten, Taufen und Skandalen zu füttern. Denn das blaue Blut lebt fort, sowohl in der Selbstwahrnehmung
als auch in dem, was der Nichtadel im
Adel sieht.
Mehr Presse:
http://www.gotha-handbuecher.de/presse.htm
http://www.gotha-handbuecher.de/Downloads/artikel_faz.pdf
Von außen gesehen, ist der Gotha ein
soziokulturelles Studienobjekt europäischer Ethnologie, das Abbild einer seit
einhundert Jahren erstarrten Welt, gleichsam ein archäologischer Forschungsgegenstand, an dem die sich langsam verändernde Reproduktion eines winzigen,
aber bedeutenden Teils der Bevölkerung
sich beobachten lässt, dem es mit Hilfe
von Seniorat, guten Beziehungen, auch
Leistung immer wieder gelingt, oben zu
bleiben und die Gala und die Regenbogen-
presse mit Heiraten, Taufen und Skandalen zu füttern. Denn das blaue Blut lebt fort, sowohl in der Selbstwahrnehmung
als auch in dem, was der Nichtadel im
Adel sieht.
Mehr Presse:
http://www.gotha-handbuecher.de/presse.htm
KlausGraf - am Samstag, 10. Oktober 2015, 18:52 - Rubrik: Geschichtswissenschaft
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Vortrag mit Anmerkungen von Dirk van Betteray
http://www.dirkvanbetteray.de/resources/Vortrag+G$C3$B6ttingen.pdf
#histmonast
http://www.dirkvanbetteray.de/resources/Vortrag+G$C3$B6ttingen.pdf
#histmonast
KlausGraf - am Samstag, 10. Oktober 2015, 17:44 - Rubrik: Kodikologie
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Zu http://archiv.twoday.net/stories/75221743/
Es bleibt dabei, dass die Forschungsmiszellen #forschung einen Link erhalten, der zu den anderen führt.
Bei den übrigen Tags entfällt die Verlinkung, soweit sie bisher durchgeführt wurde.
#beall (Predatory Open Access)
#erzählforschung
#fnzhss (Frühneuzeitliche Handschriften)
#gema (Verwertungsgesellschaft)
#heldensage
#histmonast (NEU)
#histverein
Hilfswissenschaftliche Teilbereiche:
#buchgeschichte (NEU)
#chronologie
#epigraphik
#inkunabel (NEU)
#numismatik
#sphragistik
Es bleibt dabei, dass die Forschungsmiszellen #forschung einen Link erhalten, der zu den anderen führt.
Bei den übrigen Tags entfällt die Verlinkung, soweit sie bisher durchgeführt wurde.
#beall (Predatory Open Access)
#erzählforschung
#fnzhss (Frühneuzeitliche Handschriften)
#gema (Verwertungsgesellschaft)
#heldensage
#histmonast (NEU)
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#buchgeschichte (NEU)
#chronologie
#epigraphik
#inkunabel (NEU)
#numismatik
#sphragistik
KlausGraf - am Samstag, 10. Oktober 2015, 17:35 - Rubrik: Allgemeines
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Das Buch von Franz Walliser 1969 ist im Gratis-Fernzugriff zu haben:
http://www.stift-heiligenkreuz-sammlungen.at/literatur/Walliser-1969.pdf
Siehe auch
http://www.scriptoria.at/cgi-bin/index.php
http://www.stift-heiligenkreuz-sammlungen.at/
#histmonast

http://www.stift-heiligenkreuz-sammlungen.at/literatur/Walliser-1969.pdf
Siehe auch
http://www.scriptoria.at/cgi-bin/index.php
http://www.stift-heiligenkreuz-sammlungen.at/
#histmonast

KlausGraf - am Samstag, 10. Oktober 2015, 17:26 - Rubrik: Kodikologie
http://rep.adw-goe.de/handle/11858/00-001S-0000-0023-9A08-4
"Das Offiziumsbuch des Hildesheimer Domkapitels, Herzog-August-Bibliothek Wolfenbüttel
Cod. Guelf 83.30 Aug. 2°, wurde Ende des 12. Jahrhunderts angelegt und mit Nachträgen bis
ins 15. Jahrhundert fortgeführt und ergänzt.
Das vorliegende Digitalisat beruht auf einer maschinenschriftlich vervielfältigen
Transkription, die Prof. Dr. Hans Goetting, Georg-August-Universität Göttingen, im Rahmen
eines Oberseminars anfertigte. Die Vorlage wird im Diplomatischen Apparat der Georg-
August-Universität Göttingen verwahrt. Alle Urheberrechte an der Transkription und am
Digitalisat liegen beim Apparatus Diplomaticus Gottingensis.
Die Transkription umfasst nicht das gesamte Hildesheimer Kapiteloffiziumsbuch, sondern
nur die bislang unedierten Passagen. Es fehlen außerdem diverse Vermerke, Nachträge und
Urkunden ab fol. 185r. Die bereits edierten Teile der Handschrift sind von Christian Popp und
Nathalie Kruppa in einer Übersicht unter Angabe der Editionsorte zusammengestellt
worden."
An einer Transkription besteht kein Urheberrecht.
"Das Offiziumsbuch des Hildesheimer Domkapitels, Herzog-August-Bibliothek Wolfenbüttel
Cod. Guelf 83.30 Aug. 2°, wurde Ende des 12. Jahrhunderts angelegt und mit Nachträgen bis
ins 15. Jahrhundert fortgeführt und ergänzt.
Das vorliegende Digitalisat beruht auf einer maschinenschriftlich vervielfältigen
Transkription, die Prof. Dr. Hans Goetting, Georg-August-Universität Göttingen, im Rahmen
eines Oberseminars anfertigte. Die Vorlage wird im Diplomatischen Apparat der Georg-
August-Universität Göttingen verwahrt. Alle Urheberrechte an der Transkription und am
Digitalisat liegen beim Apparatus Diplomaticus Gottingensis.
Die Transkription umfasst nicht das gesamte Hildesheimer Kapiteloffiziumsbuch, sondern
nur die bislang unedierten Passagen. Es fehlen außerdem diverse Vermerke, Nachträge und
Urkunden ab fol. 185r. Die bereits edierten Teile der Handschrift sind von Christian Popp und
Nathalie Kruppa in einer Übersicht unter Angabe der Editionsorte zusammengestellt
worden."
An einer Transkription besteht kein Urheberrecht.
KlausGraf - am Samstag, 10. Oktober 2015, 17:20 - Rubrik: Kodikologie
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http://hw.oeaw.ac.at/famos
Ein wissenschaftlich eher bescheiden angelegtes Nachschlagewerk. Kein Vergleich mit
http://archiv.twoday.net/stories/1022473191/
Ein wissenschaftlich eher bescheiden angelegtes Nachschlagewerk. Kein Vergleich mit
http://archiv.twoday.net/stories/1022473191/
KlausGraf - am Samstag, 10. Oktober 2015, 17:00 - Rubrik: Genealogie
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Wieso sich Wien mit der Reihe seiner "Deutschen Inschriften" nicht inschriften.nat anschließt, erschließt sich mir nicht. Aber gut, dass drei Bände kostenlos abrufbar sind unter:
http://hw.oeaw.ac.at/inschriften
Politischer Bezirk St. Veit an der Glan (Kärnten)
Politischer Bezirk Krems (NÖ)
Politische Bezirke Imst, Landeck und Reutte (Tirol)
#epigraphik

http://hw.oeaw.ac.at/inschriften
Politischer Bezirk St. Veit an der Glan (Kärnten)
Politischer Bezirk Krems (NÖ)
Politische Bezirke Imst, Landeck und Reutte (Tirol)
#epigraphik

KlausGraf - am Samstag, 10. Oktober 2015, 16:53 - Rubrik: Hilfswissenschaften
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http://www.pcwelt.de/news/Playmobil-Pirat-sorgt-fuer-Boykottaufruf-auf-Facebook-Sklavenring-9828312.html
Gegenüber der Washington Post verteidigte sich Playmobil: „Das Spielzeug solle das Leben auf einem Piratenschiff auf dem 17. Jahrhundert darstellen“. Und weiter: „Wenn man auf die Verkaufsverpackung schaue, dann sehe man, dass die Piratenfigur klar ein Mitglied der Piratenmannschaft sei und nicht ein Gefangener“. Playmobil fährt fort: „Die Figur soll in einem historischen Kontext einen Piraten darstellen, der früher mal ein Sklave gewesen war. Wir wollten damit niemanden beleidigen“.
Gegenüber der Washington Post verteidigte sich Playmobil: „Das Spielzeug solle das Leben auf einem Piratenschiff auf dem 17. Jahrhundert darstellen“. Und weiter: „Wenn man auf die Verkaufsverpackung schaue, dann sehe man, dass die Piratenfigur klar ein Mitglied der Piratenmannschaft sei und nicht ein Gefangener“. Playmobil fährt fort: „Die Figur soll in einem historischen Kontext einen Piraten darstellen, der früher mal ein Sklave gewesen war. Wir wollten damit niemanden beleidigen“.
KlausGraf - am Samstag, 10. Oktober 2015, 14:48 - Rubrik: Unterhaltung
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Manfred Tschaikner hat sein Buch von 1997 auf Academia.edu verfügbar gemacht:
https://www.academia.edu/16602922/Magie_und_Hexerei_im_s%C3%BCdlichen_Vorarlberg_zu_Beginn_der_Neuzeit
https://www.academia.edu/16602922/Magie_und_Hexerei_im_s%C3%BCdlichen_Vorarlberg_zu_Beginn_der_Neuzeit
KlausGraf - am Freitag, 9. Oktober 2015, 20:17 - Rubrik: Geschichtswissenschaft
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Bei e-codices.ch hat man kein Inhaltsverzeichnis der Chronik von Anton Haffner erfasst, aber mittels der Edition von 1849 und einem Dreisatz kommt man in die Nähe der gesuchten Stelle. (Aus der Endseite 58r für den ersten Teil mach 116 Seiten, S. 57 der Edition müsste dann gemäß 57*116/100 ungefähr bei Seite 66/Bl. 33 stehen, tatsächlich 32r.)
https://books.google.de/books?id=E0AvAAAAYAAJ&pg=PA57
bzw. im Handschriftendigitalisat
http://www.e-codices.unifr.ch/de/zbs/SI-0049/32r/0/Sequence-1489
Kaiser Heinrich III. habe zwei Versammlungen in Solothurn gehalten (in der Edition 1045, im Autograph 1405 angesetzt). Auf ein erstes Fürstentreffen folgte Pfingsten ein weiteres mit einem prächtigen Turnier. Die Teilnehmer hätten ihre Wappen am Rathaus abmalen lassen. Sie seien aber vom Schultheiß Urs Wielstein 1571 beim Kellerbau entfernt worden und aufgrund von dessen Tod nicht ersetzt worden, "weliches doch schad" in Anbetracht des nicht mehr existierenden alten Adels und Geschlechter.
1045 war Heinrich III. in der Tat in Solothurn:
https://books.google.de/books?id=D71w5I6zS8IC&pg=PA419
Haffner bezieht sich auf die Unterwerfung der burgundischen Rebellen Reginold und Gerold ("Geroldus", Edition: "Beroldus") in Solothurn Ende Januar 1045. Anton Haffners Großneffe Franz meldet in seinem "Schaw-Platz" ein Ritterspiel Heinrichs III. an Pfingsten nicht zu 1045, sondern zu 1048, freilich ohne die Rathaus-Bilder zu erwähnen.
https://books.google.de/books?id=felPAAAAcAAJ&pg=PA266
Auf die Gemälde zum angeblichen Turnier bezieht sich noch eine zweite Quelle, die im Solothurnerischen Wochenblatt 1819 mitgeteilt wurde.
https://books.google.de/books?id=VjRCAAAAcAAJ&pg=PA260
Schultheiß und Rat zu Solothurn stellten 1533 eine Urkunde zugunsten von Peter Tschäppeler von Bern aus, in dem sie diesem seinen adeligen Stand bescheinigten. Dieser hatte um Recherchen gebeten, die das Stadtregiment gern anstellte. Beim Seckelmeister Benedikt Mannsleib fanden sich alte Pergamenturkunden, in denen die von Tschäppelen Edelknechte genannt werden. Es seien "die Siegel mit dem Kränzlein, wie in dem alten Turnier, vor Zeiten in unserer Stadt (als man sagt) gehalten und unter unserm Rathhause gemalt, gegraben". (Tschäppele sind Kränzchen)
Eine Parallele zu dem Adelsnachweis (Schwäbisch Gmünd, Wolf von Wolfstal) behandelte ich 1984:
https://books.google.de/books?id=PoAgAAAAMAAJ&pg=PA133
Es stellte sich aber wohl heraus, dass die Angabe über das adelige Herkommen der Berner Tschäppeler falsch war, denn 1533 nehmen die Ratsprotokolle darauf Bezug.
http://retro.seals.ch/digbib/view2?pid=jsg-003:1944:17::64
Der Rat habe, so Haefliger 1944, die Sache humoristisch aufgefasst und von einer Strafe abgesehen, da der "adlige" Schneider in einem Berner Fastnachtsspiel "umgeführt" worden sei. Ein Peter Tschäppeler bewarb sich 1553 um die deutsche Knabenschule.
http://retro.seals.ch/digbib/view2?pid=jsg-003:1968:41::262
Ohne die Haffner-Stelle zu kennen, setzte Hans Morgenthal das 1533 genannte Gemälde hypothetisch ins 15. Jahrhundert.
http://retro.seals.ch/digbib/view2?pid=zak-002:1923:25::167
Natürlich gab es im 11. Jahrhundert noch keine Turniere. Eine solche Fiktion könnte wohl erst zur Zeit Rüxners um 1500 entstanden sein.
http://archiv.twoday.net/search?q=r%C3%BCxner
Näher liegt die Annahme, dass die Wappen ein spätmittelalterliches Turnier in Solothurn dokumentieren sollten, also zur Realienkunde der Turnierquellen des 15. Jahrhunderts gehören, siehe meine Hinweise
http://archiv.twoday.net/stories/129654990/ (Realien der Vierlandeturniere)
http://archiv.twoday.net/stories/133338469/ (Ingolstädter Wappenbuch)
Haffner hätte die Wappen dann auf die Zeit Heinrichs III. bezogen, vielleicht um mit dem von Rüxner erfundenen Turnier zu Zürich 1165 zu konkurrieren.
Einen vergleichbaren mitteleuropäischen monumentalen Wappenzyklus zu einem Turnier kenne ich aus dem Spätmittelalter nicht. Welche Turniere in Solothurn etwa im 15. Jahrhundert bezeugt sind, vermag ich nicht zu sagen. Ich habe im Netz keines gefunden.
NACHTRAG:
Für seine exzellente Auskunft vom 14. Oktober 2015, die ich zitieren darf, bin ich Dr. Silvan Freddi vom Staatsarchiv Solothurn außerordentlich dankbar.
"Ich bin Ihren Hinweisen (Zentralbibliothek Solothurn, Cod. S I 49, f. 32r [Originalhandschrift der Chronik des Anton Haffner]; Anton Haffner, Chronica [vollendet 1577], [gedruckt] Solothurn 1849, S. 57; Solothurner Wochenblatt 1819, S. 260f.; Hans Haefliger, Solothurn in der Reformation 1519-1534, in: Jahrbuch für Solothurnische Geschichte 17, 1944, S. 48; Hans Morgenthaler, Beiträge zur Bau- und Kunstgeschichte Solothurns im 15. Jahrhundert, in: Anzeiger für Schweizerische Altertumskunde Neue Folge 25, 1923, S. 156) nachgegangen. Anton Haffner schildert in seiner Chronik für das Jahr 1571 den Abbruch eines mittelalterlichen Wappenzyklus, den er selber als Augenzeuge noch gesehen hat. Die Existenz dieses Zyklus findet Bestätigung in einer Urkunde vom 21.2.1533 (Staatsarchiv Solothurn, Urkundensammlung, Urkunde vom 21.2.1533; Regest und Kopien ab Mikrofilm der Urkunde als Attachements), sowie in zwei diesbezüglichen Eintragungen in Solothurner Ratsmanualen von 1533 (Staatsarchiv Solothurn, Ratsmanual 1533-1534, A 1,23, Seite 55; Staatsarchiv Solothurn, Ratsmanual 1532-1534, A 1,24, Seite 330; Kopien der beiden Eintragungen ab Mikrofilm als Attachements).
Die in den Quellen immer wiederkehrende Lokalisierung des Wappenzyklus als „unter dem alten Rathaus“ führt etwas weiter. Hans Morgenthaler (Hans Morgenthaler, Beiträge zur Bau- und Kunstgeschichte Solothurns im 15. Jahrhundert, in: Anzeiger für Schweizerische Altertumskunde Neue Folge 25, 1923, S. 156) verbindet in seinem Aufsatz fälschlicherweise den Wappenzyklus mit dem heute noch bestehenden „neuen“ Rathaus (Barfüssergasse 24, heute Sitz der Regierung des Kantons Solothurn), das aber erst ab 1476 bezogen wurde. Tatsächlich befand sich der Wappenzyklus im Keller des ersten bekannten Solothurner Rathauses (Hauptgasse 57, heute ein Kino). 1369 wurde dieses Gebäude erstmals in einer Urkunde als Ratshaus bezeichnet. Nach dem Bezug des neuen Rathauses 1476 diente es als Gesellschaftshaus der Schützen (dazu: Benno Schubiger, Solothurns Stadtgestalt im Spätmittelalter, Versuch eines Überblicks an Hand der schriftlichen Quellen, in: Benno Schubiger (Red.), Solothurn, Beiträge zur Entwicklung der Stadt im Mittelalter, Kolloquium vom 13./14. November 1987 in Solothurn, Zürich 1990, S. 278f.; Karte auf 279 als Attachement beigefügt). Tatsächlich lässt sich dort im von Anton Haffner bezeichneten Jahr 1571 die Errichtung eines neuen Kellers nachweisen (Stefan Blank und Markus Hochstrasser, Die Kunstdenkmäler des Kantons Solothurn Band 2, Die Stadt Solothurn 2, Profanbauten, Bern 2008, Seite 38f.; Originalquellen für den Kellerumbau: Staatsarchiv Solothurn, Seckelmeisterrechnung 1570, BB 25,111, Seite 175; Staatsarchiv Solothurn, Seckelmeisterrechnung 1571, BB 25,112, Seite 219; Staatsarchiv Solothurn, Seckelmeisterrechnung 1572, BB 25,113, Seiten 179 und 182). Es stellt sich die Frage, ob die Datierung des Wappenzyklus ins 15. Jahrhundert nicht etwas spät ist. Bestimmenden Einfluss übte der städtische und regionale Ministerial- und Hochadel in Solothurn bis ins dritte Viertel des 14. Jahrhunderts aus, zumal viele Abkömmlinge aus diesen Familien vom 12.-14. Jahrhundert Chorherren im solothurnischen St. Ursenstift wurden (Silvan Freddi, St. Ursus in Solothurn, Vom königlichen Chorherrenstift zum Stadtstift (870-1527), Köln/Weimar/Wien 2014, S. 218-228). Ich werde mich noch bei der Denkmalpflege des Kantons Solothurn erkundigen, ob dort etwas über diesen Wappenzyklus bekannt ist.
Über ein mittelalterliches Turnier konnte in der einschlägigen Solothurner Fachliteratur nichts in Erfahrung gebracht werden. Entsprechende Anfragen wurden von vorangehenden Archivaren des Staatsarchivs Solothurn bereits negativ beantwortet. Allerdings kann ein solches Turnier im quellenmässig doch eher schlecht belegten 13. oder 14. Jahrhundert auch nicht ausgeschlossen werden. Schon einige Male brachten auswärtige Quellen ganz neue Erkenntnisse über die Geschichte der Stadt Solothurn in diesem Zeitraum. Interessant sind in diesem Zusammenhang die Ritzdarstellungen von Turnieren um 1300 in Schloss Spiez (Armand Baeriswyl, Eine Turnierdarstellung aus der Zeit um 1300 – Ritzzeichnungen im Schlossturm von Spiez, in Mittelalter, 19, 2014/1, Seite 8-14),
[ Link ergänzt KG:
http://www.spiezertagung.ch/images/file/Ritzzeichnungen_Armand_Baeriswyl_Mittelalter_Maerz_2014.pdf ]
da sich Solothurn zu dieser Zeit im gleichen Kulturraum, demjenigen der burgundischen Schweiz, befand, wo diese Turniere stattgefunden haben dürften. Einer der dargestellten Ritter trägt das Wappen der Grafen von Neuenburg-Nidau, die damals vor der Stadt Solothurn Güter besassen. Zwischen 1233 und 1343 leiteten Angehörige aus der Familie der Grafen von Neuenburg und deren Seitenlinien (darunter auch Neuenburg-Nidau) als Pröpste das St. Ursenstift in Solothurn (Silvan Freddi, St. Ursus in Solothurn, Vom königlichen Chorherrenstift zum Stadtstift (870-1527), Köln/Weimar/Wien 2014, S. 218-228)."
Die Denkmalpflege konnte nicht weiterhelfen.
Die drei Quellen habe ich mit freundlicher Genehmigung auf Commons hinterlegt:
Urkunde 1533
https://commons.wikimedia.org/wiki/File:StaatsarchivSolothurnUrkundevom21Februar1533.jpg
Ratsmanuale
https://commons.wikimedia.org/wiki/File:StaatsarchivSolothurnRatsmanual1533bis1534.jpg
https://commons.wikimedia.org/wiki/File:StaatsarchivSolothurnRatsmanual1532bis1534.jpg
Auf einem Stadtplan hat Herr Freddi die Stephanskapelle im Bereich des römischen Castrum, in der Heinrich III. 1038 zum König von Burgund gekrönt wurde, das Haus zum Esel (altes Rathaus) und das neue Rathaus eingezeichnet.
Castrum und Stephanskapelle sieht man auf
https://books.google.de/books?id=EuUj1OIJUK8C&pg=PA223
Auf dem Plan
http://www.hotel-solothurn.com/app/download/5899594362/stadtf%C3%BChrung+solothurn+2014.pdf?t=1435127667
ist das heutige Rathaus die Nr. 8, das alte liegt über der Nr. 11 (bezeichnet mit 57). Die Stephanskapelle ist in der Nähe von der Nr. 13 zu lokalisieren. Ein Foto des heutigen Aussehens des Zunfthauses zum Esel (Kino Palace):
http://www.soevent.ch/galerie400420_4.html?startImage%5B400420%5D=20 (Nr. 29)
Kommentar:
Die Umlokalisierung durch Herrn Freddi ist natürlich absolut schlüssig.
Nachträglich stieß ich auf den Aufsatz von Beate Falk: Das Ravensburger "Mohrenfresko" von 1417/31. Eine Verherrlichung des Konstanzer Konzils in der Firmenzentrale der Humpisgesellschaft? In: Schriften des Vereins für die Geschichte des Bodensees 132 (2014), S. 57-78. Sie bespricht das wertvollste mittelalterliche Stück im Museum Humpisquartier in Ravensburg, das etwa 5 m lange sogenannte Mohrenfresko. Unter Stände-Wappen (Papst aus dem Haus Colonna, König, Kurfürsten, Herzöge von Lothringen und Teck) sind Damen zu sehen, die einem Kolbenturnier zusehen, wobei von den kämpfenden Rittern nur die Helmzierden erhalten sind. Anhand von zeitgenössischen Wappenbüchern versucht Falk eine Identifizierung, die in den meisten Fällen auch geglückt sein dürfte. Ein ständegeschichtlicher Schnitzer ist freilich S. 69 Nr. 34 zu registrieren. Grafen von Hohenrechberg gab es erst seit dem 17. Jahrhundert!
Bilder von Andreas Praefcke auf Commons:
Commons

Siehe auch dessen Blog 2009:
http://mannigfaltigkeiten.twoday.net/stories/5919281/
Elmar Kuhn datiert die Darstellung bald nach 1418:
http://elmar-l-kuhn.de/fileadmin/redinh/pdf/Oberschwaben_und_das_Konzil_von_Konstanz_1414-1418.pdf
Die dort zitierte Arbeit von Sprenger 2014
Sprenger, Kai-Michael: Die reichsstädtische Elite tafelte unter Turnierszenen. Das sogenannte „Ravensburger Mohrenfresko“. In: Im Oberland 25, 2014, 2, S. 10-18
und den Katalog der Konzilsausstellung
http://mittelalter.hypotheses.org/4255#identifier_21_4255
habe ich nicht zur Hand.
[Das Konstanzer Konzil. Katalog (2014), S. 171 Nr. 89.]
Dass in Ravensburg ein konkretes Turnier dargestellt ist, ist nicht ausgemacht. Eher wollte die reichsstädtische Elite mit dem visuellen Verweis auf das Turnierwesen des schwäbischen Adels sich in die aristokratische Welt des Bodenseeraums integrieren. Das Bild zielte also auf die Harmonie zwischen Stadt und Adel ab.
Zum gespannten Verhältnis von Städten und Adeligen damals darf ich auf meine eigenen Studien verweisen:
Feindbild und Vorbild. Bemerkungen zur städtischen Wahrnehmung
des Adels, in: Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins 141 (1993), S. 121-154
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:25-opus-53662
"Der adel dem purger tregt haß". Feindbilder und Konflikte
zwischen städtischem Bürgertum und landsässigem Adel im späten
Mittelalter, in: Adelige und bürgerliche Erinnerungskulturen des
Spätmittelalters und der Frühen Neuzeit, hrsg. von Werner Rösener (= Formen der Erinnerung 8), Göttingen 2000, S. 191-204
http://nbn-resolving.de/urn/resolver.pl?urn:nbn:de:hebis:30-1145495
Adel als Leitbild - Zur Geschichte eines Grundwerts in
Spätmittelalter und früher Neuzeit, in: Gelungene Anpassung? Adelige Antworten auf gesellschaftliche Wandlungsvorgänge vom 14. bis zum 16. Jahrhundert, hrsg. von Horst Carl/Sönke Lorenz (= Schriften zur südwestdeutschen Landeskunde 53), Ostfildern 2005, S. 67-81
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:25-opus-56326
Die Fehde Diemars von Lindach gegen die Reichsstadt Schwäbisch
Gmünd (1543-1554), in: Gmünder Studien 7 (2005), S. 7-32
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:25-opus-54966
Die maßgebliche Studie zum Thema "Adel, Bürgertum und Turnier in deutschen Städten vom 13. bis 15. Jahrhundert" hat 1985 Thomas Zotz vorgelegt.
http://www.mgh-bibliothek.de/dokumente/a/a097856.pdf
Jünger und kürzer Derselbe: Stadt, Adel und Ritterturnier. In: Peter Jezler, Peter Niederhäuser und Elke Jezler (Hgg.), Ritterturnier. Geschichte einer Festkultur, Luzern 2014, S. 49–55.
Die von Zotz erwähnten Turnierszenen im Kölner Overstolzenhaus werden in die Zeit um 1300 datiert (man findet aber auch jüngere Datierungen). Am Ende des 13. Jahrhunderts entstanden die Bildplastiken im Regensburger Dollingerhaus (abgegangen), die ein (fiktives) Turnier zeigen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Dollingersage
Johannes Wilhelm: Augsburger Wandmalerei 1368-1530. Augsburg 1983, S. 164-168 setzt den Turnierkampf mit Keulen und Schwertern im Augsburger Stettenhaus vermutungsweise in das Jahr 1416. Siehe
http://archiv.twoday.net/stories/1022220124/ und zum Augsburger Turnierwesen
http://www.dhm.de/archiv/ausstellungen/kurzweil/iko3.htm
Wie ist vor diesem Hintergrund das Solothurner Zeugnis zu beurteilen? 1533 gab es im alten Rathaus einen Wappenzyklus, der wohl ähnlich wie in Ravensburg mit einer Turnierdarstellung verbunden war. Später hat Anton Haffner es mit einem Aufenthalt Heinrichs III. in der Stadt in Verbindung gebracht.
Ganz ausschließen kann man ein dann wohl eher am Ende des 15. Jahrhunderts einzuordnendes historisierendes Zeugnis nicht, aber weit näher liegt die Annahme, dass das Bild - entgegen der Urkunde von 1533 - kein gemaltes Teilnehmerzeichnis eines bestimmten Turniers war, sondern auf die Einbindung Solothurns in die aristokratische Geographie abzielte. Über die Datierung kann man nur spekulieren. Denkbar wäre es wohl schon in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts, aber ich möchte trotzdem vor einer Frühdatierung warnen, die natürlich immer interessanter ist als eine Spätdatierung. Von daher liegt die Beweislast bei dem Vertreter einer früheren zeitlichen Einordnung.
Nicht zwingend, aber durchaus wahrscheinlich ist eine Datierung vor dem Funktionswechsel des Hauses 1476. Dann hätten adelige Besucher des Solothurner Rathauses ein Bild sehen können, das sowohl städtisches Selbstbewusstsein als auch ein gutes Verhältnis zum Adel und seiner Kultur signalisierte.
Ulrich Meier hat seinen grundlegenden Aufsatz zur Rathausikonographie von 1996 auch online verfügbar gemacht, wofür ihm in alter Verbundenheit herzlich gedankt sei:
http://wwwhomes.uni-bielefeld.de/umeier/texte/Mythos.pdf
Meier hat zwar keine Turnierdarstellung, aber seine Warnung vor dem Etikett "bürgerlich" lässt sich auch auf unseren Kontext übertragen. Und angesichts des Umstands, dass man über die Datierung des Solothurner Zeugnisses eigentlich nichts sagen kann, verbieten sich auch Spekulationen über politische Hintergründe, die natürlich um 1300 anders aussahen als um 1500.
#forschung

https://books.google.de/books?id=E0AvAAAAYAAJ&pg=PA57
bzw. im Handschriftendigitalisat
http://www.e-codices.unifr.ch/de/zbs/SI-0049/32r/0/Sequence-1489
Kaiser Heinrich III. habe zwei Versammlungen in Solothurn gehalten (in der Edition 1045, im Autograph 1405 angesetzt). Auf ein erstes Fürstentreffen folgte Pfingsten ein weiteres mit einem prächtigen Turnier. Die Teilnehmer hätten ihre Wappen am Rathaus abmalen lassen. Sie seien aber vom Schultheiß Urs Wielstein 1571 beim Kellerbau entfernt worden und aufgrund von dessen Tod nicht ersetzt worden, "weliches doch schad" in Anbetracht des nicht mehr existierenden alten Adels und Geschlechter.
1045 war Heinrich III. in der Tat in Solothurn:
https://books.google.de/books?id=D71w5I6zS8IC&pg=PA419
Haffner bezieht sich auf die Unterwerfung der burgundischen Rebellen Reginold und Gerold ("Geroldus", Edition: "Beroldus") in Solothurn Ende Januar 1045. Anton Haffners Großneffe Franz meldet in seinem "Schaw-Platz" ein Ritterspiel Heinrichs III. an Pfingsten nicht zu 1045, sondern zu 1048, freilich ohne die Rathaus-Bilder zu erwähnen.
https://books.google.de/books?id=felPAAAAcAAJ&pg=PA266
Auf die Gemälde zum angeblichen Turnier bezieht sich noch eine zweite Quelle, die im Solothurnerischen Wochenblatt 1819 mitgeteilt wurde.
https://books.google.de/books?id=VjRCAAAAcAAJ&pg=PA260
Schultheiß und Rat zu Solothurn stellten 1533 eine Urkunde zugunsten von Peter Tschäppeler von Bern aus, in dem sie diesem seinen adeligen Stand bescheinigten. Dieser hatte um Recherchen gebeten, die das Stadtregiment gern anstellte. Beim Seckelmeister Benedikt Mannsleib fanden sich alte Pergamenturkunden, in denen die von Tschäppelen Edelknechte genannt werden. Es seien "die Siegel mit dem Kränzlein, wie in dem alten Turnier, vor Zeiten in unserer Stadt (als man sagt) gehalten und unter unserm Rathhause gemalt, gegraben". (Tschäppele sind Kränzchen)
Eine Parallele zu dem Adelsnachweis (Schwäbisch Gmünd, Wolf von Wolfstal) behandelte ich 1984:
https://books.google.de/books?id=PoAgAAAAMAAJ&pg=PA133
Es stellte sich aber wohl heraus, dass die Angabe über das adelige Herkommen der Berner Tschäppeler falsch war, denn 1533 nehmen die Ratsprotokolle darauf Bezug.
http://retro.seals.ch/digbib/view2?pid=jsg-003:1944:17::64
Der Rat habe, so Haefliger 1944, die Sache humoristisch aufgefasst und von einer Strafe abgesehen, da der "adlige" Schneider in einem Berner Fastnachtsspiel "umgeführt" worden sei. Ein Peter Tschäppeler bewarb sich 1553 um die deutsche Knabenschule.
http://retro.seals.ch/digbib/view2?pid=jsg-003:1968:41::262
Ohne die Haffner-Stelle zu kennen, setzte Hans Morgenthal das 1533 genannte Gemälde hypothetisch ins 15. Jahrhundert.
http://retro.seals.ch/digbib/view2?pid=zak-002:1923:25::167
Natürlich gab es im 11. Jahrhundert noch keine Turniere. Eine solche Fiktion könnte wohl erst zur Zeit Rüxners um 1500 entstanden sein.
http://archiv.twoday.net/search?q=r%C3%BCxner
Näher liegt die Annahme, dass die Wappen ein spätmittelalterliches Turnier in Solothurn dokumentieren sollten, also zur Realienkunde der Turnierquellen des 15. Jahrhunderts gehören, siehe meine Hinweise
http://archiv.twoday.net/stories/129654990/ (Realien der Vierlandeturniere)
http://archiv.twoday.net/stories/133338469/ (Ingolstädter Wappenbuch)
Haffner hätte die Wappen dann auf die Zeit Heinrichs III. bezogen, vielleicht um mit dem von Rüxner erfundenen Turnier zu Zürich 1165 zu konkurrieren.
Einen vergleichbaren mitteleuropäischen monumentalen Wappenzyklus zu einem Turnier kenne ich aus dem Spätmittelalter nicht. Welche Turniere in Solothurn etwa im 15. Jahrhundert bezeugt sind, vermag ich nicht zu sagen. Ich habe im Netz keines gefunden.
NACHTRAG:
Für seine exzellente Auskunft vom 14. Oktober 2015, die ich zitieren darf, bin ich Dr. Silvan Freddi vom Staatsarchiv Solothurn außerordentlich dankbar.
"Ich bin Ihren Hinweisen (Zentralbibliothek Solothurn, Cod. S I 49, f. 32r [Originalhandschrift der Chronik des Anton Haffner]; Anton Haffner, Chronica [vollendet 1577], [gedruckt] Solothurn 1849, S. 57; Solothurner Wochenblatt 1819, S. 260f.; Hans Haefliger, Solothurn in der Reformation 1519-1534, in: Jahrbuch für Solothurnische Geschichte 17, 1944, S. 48; Hans Morgenthaler, Beiträge zur Bau- und Kunstgeschichte Solothurns im 15. Jahrhundert, in: Anzeiger für Schweizerische Altertumskunde Neue Folge 25, 1923, S. 156) nachgegangen. Anton Haffner schildert in seiner Chronik für das Jahr 1571 den Abbruch eines mittelalterlichen Wappenzyklus, den er selber als Augenzeuge noch gesehen hat. Die Existenz dieses Zyklus findet Bestätigung in einer Urkunde vom 21.2.1533 (Staatsarchiv Solothurn, Urkundensammlung, Urkunde vom 21.2.1533; Regest und Kopien ab Mikrofilm der Urkunde als Attachements), sowie in zwei diesbezüglichen Eintragungen in Solothurner Ratsmanualen von 1533 (Staatsarchiv Solothurn, Ratsmanual 1533-1534, A 1,23, Seite 55; Staatsarchiv Solothurn, Ratsmanual 1532-1534, A 1,24, Seite 330; Kopien der beiden Eintragungen ab Mikrofilm als Attachements).
Die in den Quellen immer wiederkehrende Lokalisierung des Wappenzyklus als „unter dem alten Rathaus“ führt etwas weiter. Hans Morgenthaler (Hans Morgenthaler, Beiträge zur Bau- und Kunstgeschichte Solothurns im 15. Jahrhundert, in: Anzeiger für Schweizerische Altertumskunde Neue Folge 25, 1923, S. 156) verbindet in seinem Aufsatz fälschlicherweise den Wappenzyklus mit dem heute noch bestehenden „neuen“ Rathaus (Barfüssergasse 24, heute Sitz der Regierung des Kantons Solothurn), das aber erst ab 1476 bezogen wurde. Tatsächlich befand sich der Wappenzyklus im Keller des ersten bekannten Solothurner Rathauses (Hauptgasse 57, heute ein Kino). 1369 wurde dieses Gebäude erstmals in einer Urkunde als Ratshaus bezeichnet. Nach dem Bezug des neuen Rathauses 1476 diente es als Gesellschaftshaus der Schützen (dazu: Benno Schubiger, Solothurns Stadtgestalt im Spätmittelalter, Versuch eines Überblicks an Hand der schriftlichen Quellen, in: Benno Schubiger (Red.), Solothurn, Beiträge zur Entwicklung der Stadt im Mittelalter, Kolloquium vom 13./14. November 1987 in Solothurn, Zürich 1990, S. 278f.; Karte auf 279 als Attachement beigefügt). Tatsächlich lässt sich dort im von Anton Haffner bezeichneten Jahr 1571 die Errichtung eines neuen Kellers nachweisen (Stefan Blank und Markus Hochstrasser, Die Kunstdenkmäler des Kantons Solothurn Band 2, Die Stadt Solothurn 2, Profanbauten, Bern 2008, Seite 38f.; Originalquellen für den Kellerumbau: Staatsarchiv Solothurn, Seckelmeisterrechnung 1570, BB 25,111, Seite 175; Staatsarchiv Solothurn, Seckelmeisterrechnung 1571, BB 25,112, Seite 219; Staatsarchiv Solothurn, Seckelmeisterrechnung 1572, BB 25,113, Seiten 179 und 182). Es stellt sich die Frage, ob die Datierung des Wappenzyklus ins 15. Jahrhundert nicht etwas spät ist. Bestimmenden Einfluss übte der städtische und regionale Ministerial- und Hochadel in Solothurn bis ins dritte Viertel des 14. Jahrhunderts aus, zumal viele Abkömmlinge aus diesen Familien vom 12.-14. Jahrhundert Chorherren im solothurnischen St. Ursenstift wurden (Silvan Freddi, St. Ursus in Solothurn, Vom königlichen Chorherrenstift zum Stadtstift (870-1527), Köln/Weimar/Wien 2014, S. 218-228). Ich werde mich noch bei der Denkmalpflege des Kantons Solothurn erkundigen, ob dort etwas über diesen Wappenzyklus bekannt ist.
Über ein mittelalterliches Turnier konnte in der einschlägigen Solothurner Fachliteratur nichts in Erfahrung gebracht werden. Entsprechende Anfragen wurden von vorangehenden Archivaren des Staatsarchivs Solothurn bereits negativ beantwortet. Allerdings kann ein solches Turnier im quellenmässig doch eher schlecht belegten 13. oder 14. Jahrhundert auch nicht ausgeschlossen werden. Schon einige Male brachten auswärtige Quellen ganz neue Erkenntnisse über die Geschichte der Stadt Solothurn in diesem Zeitraum. Interessant sind in diesem Zusammenhang die Ritzdarstellungen von Turnieren um 1300 in Schloss Spiez (Armand Baeriswyl, Eine Turnierdarstellung aus der Zeit um 1300 – Ritzzeichnungen im Schlossturm von Spiez, in Mittelalter, 19, 2014/1, Seite 8-14),
[ Link ergänzt KG:
http://www.spiezertagung.ch/images/file/Ritzzeichnungen_Armand_Baeriswyl_Mittelalter_Maerz_2014.pdf ]
da sich Solothurn zu dieser Zeit im gleichen Kulturraum, demjenigen der burgundischen Schweiz, befand, wo diese Turniere stattgefunden haben dürften. Einer der dargestellten Ritter trägt das Wappen der Grafen von Neuenburg-Nidau, die damals vor der Stadt Solothurn Güter besassen. Zwischen 1233 und 1343 leiteten Angehörige aus der Familie der Grafen von Neuenburg und deren Seitenlinien (darunter auch Neuenburg-Nidau) als Pröpste das St. Ursenstift in Solothurn (Silvan Freddi, St. Ursus in Solothurn, Vom königlichen Chorherrenstift zum Stadtstift (870-1527), Köln/Weimar/Wien 2014, S. 218-228)."
Die Denkmalpflege konnte nicht weiterhelfen.
Die drei Quellen habe ich mit freundlicher Genehmigung auf Commons hinterlegt:
Urkunde 1533
https://commons.wikimedia.org/wiki/File:StaatsarchivSolothurnUrkundevom21Februar1533.jpg
Ratsmanuale
https://commons.wikimedia.org/wiki/File:StaatsarchivSolothurnRatsmanual1533bis1534.jpg
https://commons.wikimedia.org/wiki/File:StaatsarchivSolothurnRatsmanual1532bis1534.jpg
Auf einem Stadtplan hat Herr Freddi die Stephanskapelle im Bereich des römischen Castrum, in der Heinrich III. 1038 zum König von Burgund gekrönt wurde, das Haus zum Esel (altes Rathaus) und das neue Rathaus eingezeichnet.
Castrum und Stephanskapelle sieht man auf
https://books.google.de/books?id=EuUj1OIJUK8C&pg=PA223
Auf dem Plan
http://www.hotel-solothurn.com/app/download/5899594362/stadtf%C3%BChrung+solothurn+2014.pdf?t=1435127667
ist das heutige Rathaus die Nr. 8, das alte liegt über der Nr. 11 (bezeichnet mit 57). Die Stephanskapelle ist in der Nähe von der Nr. 13 zu lokalisieren. Ein Foto des heutigen Aussehens des Zunfthauses zum Esel (Kino Palace):
http://www.soevent.ch/galerie400420_4.html?startImage%5B400420%5D=20 (Nr. 29)
Kommentar:
Die Umlokalisierung durch Herrn Freddi ist natürlich absolut schlüssig.
Nachträglich stieß ich auf den Aufsatz von Beate Falk: Das Ravensburger "Mohrenfresko" von 1417/31. Eine Verherrlichung des Konstanzer Konzils in der Firmenzentrale der Humpisgesellschaft? In: Schriften des Vereins für die Geschichte des Bodensees 132 (2014), S. 57-78. Sie bespricht das wertvollste mittelalterliche Stück im Museum Humpisquartier in Ravensburg, das etwa 5 m lange sogenannte Mohrenfresko. Unter Stände-Wappen (Papst aus dem Haus Colonna, König, Kurfürsten, Herzöge von Lothringen und Teck) sind Damen zu sehen, die einem Kolbenturnier zusehen, wobei von den kämpfenden Rittern nur die Helmzierden erhalten sind. Anhand von zeitgenössischen Wappenbüchern versucht Falk eine Identifizierung, die in den meisten Fällen auch geglückt sein dürfte. Ein ständegeschichtlicher Schnitzer ist freilich S. 69 Nr. 34 zu registrieren. Grafen von Hohenrechberg gab es erst seit dem 17. Jahrhundert!
Bilder von Andreas Praefcke auf Commons:
Commons
Siehe auch dessen Blog 2009:
http://mannigfaltigkeiten.twoday.net/stories/5919281/
Elmar Kuhn datiert die Darstellung bald nach 1418:
http://elmar-l-kuhn.de/fileadmin/redinh/pdf/Oberschwaben_und_das_Konzil_von_Konstanz_1414-1418.pdf
Die dort zitierte Arbeit von Sprenger 2014
Sprenger, Kai-Michael: Die reichsstädtische Elite tafelte unter Turnierszenen. Das sogenannte „Ravensburger Mohrenfresko“. In: Im Oberland 25, 2014, 2, S. 10-18
und den Katalog der Konzilsausstellung
http://mittelalter.hypotheses.org/4255#identifier_21_4255
habe ich nicht zur Hand.
[Das Konstanzer Konzil. Katalog (2014), S. 171 Nr. 89.]
Dass in Ravensburg ein konkretes Turnier dargestellt ist, ist nicht ausgemacht. Eher wollte die reichsstädtische Elite mit dem visuellen Verweis auf das Turnierwesen des schwäbischen Adels sich in die aristokratische Welt des Bodenseeraums integrieren. Das Bild zielte also auf die Harmonie zwischen Stadt und Adel ab.
Zum gespannten Verhältnis von Städten und Adeligen damals darf ich auf meine eigenen Studien verweisen:
Feindbild und Vorbild. Bemerkungen zur städtischen Wahrnehmung
des Adels, in: Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins 141 (1993), S. 121-154
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:25-opus-53662
"Der adel dem purger tregt haß". Feindbilder und Konflikte
zwischen städtischem Bürgertum und landsässigem Adel im späten
Mittelalter, in: Adelige und bürgerliche Erinnerungskulturen des
Spätmittelalters und der Frühen Neuzeit, hrsg. von Werner Rösener (= Formen der Erinnerung 8), Göttingen 2000, S. 191-204
http://nbn-resolving.de/urn/resolver.pl?urn:nbn:de:hebis:30-1145495
Adel als Leitbild - Zur Geschichte eines Grundwerts in
Spätmittelalter und früher Neuzeit, in: Gelungene Anpassung? Adelige Antworten auf gesellschaftliche Wandlungsvorgänge vom 14. bis zum 16. Jahrhundert, hrsg. von Horst Carl/Sönke Lorenz (= Schriften zur südwestdeutschen Landeskunde 53), Ostfildern 2005, S. 67-81
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:25-opus-56326
Die Fehde Diemars von Lindach gegen die Reichsstadt Schwäbisch
Gmünd (1543-1554), in: Gmünder Studien 7 (2005), S. 7-32
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:25-opus-54966
Die maßgebliche Studie zum Thema "Adel, Bürgertum und Turnier in deutschen Städten vom 13. bis 15. Jahrhundert" hat 1985 Thomas Zotz vorgelegt.
http://www.mgh-bibliothek.de/dokumente/a/a097856.pdf
Jünger und kürzer Derselbe: Stadt, Adel und Ritterturnier. In: Peter Jezler, Peter Niederhäuser und Elke Jezler (Hgg.), Ritterturnier. Geschichte einer Festkultur, Luzern 2014, S. 49–55.
Die von Zotz erwähnten Turnierszenen im Kölner Overstolzenhaus werden in die Zeit um 1300 datiert (man findet aber auch jüngere Datierungen). Am Ende des 13. Jahrhunderts entstanden die Bildplastiken im Regensburger Dollingerhaus (abgegangen), die ein (fiktives) Turnier zeigen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Dollingersage
Johannes Wilhelm: Augsburger Wandmalerei 1368-1530. Augsburg 1983, S. 164-168 setzt den Turnierkampf mit Keulen und Schwertern im Augsburger Stettenhaus vermutungsweise in das Jahr 1416. Siehe
http://archiv.twoday.net/stories/1022220124/ und zum Augsburger Turnierwesen
http://www.dhm.de/archiv/ausstellungen/kurzweil/iko3.htm
Wie ist vor diesem Hintergrund das Solothurner Zeugnis zu beurteilen? 1533 gab es im alten Rathaus einen Wappenzyklus, der wohl ähnlich wie in Ravensburg mit einer Turnierdarstellung verbunden war. Später hat Anton Haffner es mit einem Aufenthalt Heinrichs III. in der Stadt in Verbindung gebracht.
Ganz ausschließen kann man ein dann wohl eher am Ende des 15. Jahrhunderts einzuordnendes historisierendes Zeugnis nicht, aber weit näher liegt die Annahme, dass das Bild - entgegen der Urkunde von 1533 - kein gemaltes Teilnehmerzeichnis eines bestimmten Turniers war, sondern auf die Einbindung Solothurns in die aristokratische Geographie abzielte. Über die Datierung kann man nur spekulieren. Denkbar wäre es wohl schon in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts, aber ich möchte trotzdem vor einer Frühdatierung warnen, die natürlich immer interessanter ist als eine Spätdatierung. Von daher liegt die Beweislast bei dem Vertreter einer früheren zeitlichen Einordnung.
Nicht zwingend, aber durchaus wahrscheinlich ist eine Datierung vor dem Funktionswechsel des Hauses 1476. Dann hätten adelige Besucher des Solothurner Rathauses ein Bild sehen können, das sowohl städtisches Selbstbewusstsein als auch ein gutes Verhältnis zum Adel und seiner Kultur signalisierte.
Ulrich Meier hat seinen grundlegenden Aufsatz zur Rathausikonographie von 1996 auch online verfügbar gemacht, wofür ihm in alter Verbundenheit herzlich gedankt sei:
http://wwwhomes.uni-bielefeld.de/umeier/texte/Mythos.pdf
Meier hat zwar keine Turnierdarstellung, aber seine Warnung vor dem Etikett "bürgerlich" lässt sich auch auf unseren Kontext übertragen. Und angesichts des Umstands, dass man über die Datierung des Solothurner Zeugnisses eigentlich nichts sagen kann, verbieten sich auch Spekulationen über politische Hintergründe, die natürlich um 1300 anders aussahen als um 1500.
#forschung
KlausGraf - am Freitag, 9. Oktober 2015, 19:11 - Rubrik: Geschichtswissenschaft
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https://digitalcollections.its-arolsen.org/
Via
http://derstandard.at/2000023370610/Internationaler-Suchdienst-stellt-erste-Nazi-Akten-online

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http://derstandard.at/2000023370610/Internationaler-Suchdienst-stellt-erste-Nazi-Akten-online
KlausGraf - am Freitag, 9. Oktober 2015, 18:46 - Rubrik: Digitale Bibliotheken
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http://www.ruhrnachrichten.de/staedte/bochum/Ausstellung-Ruhr-Uni-zeigt-Querschnitt-ihrer-Sammlungen;art932,2834795
"Ausschlaggebend war eine Untersuchung des Wissenschaftsrates der Bundesregierung zur Bedeutung der Hochschulsammlungen, sagt Stefan Schulz, Kustos der medizinhistorischen Sammlung der Ruhr-Universität. So auf das Thema aufmerksam gemacht, veranstaltete er 2012 eine Ring-Vorlesung zu Hochschulsammlungen – und legte damit den Grundstein für das Netzwerk Boscol (Bochum Scientific Collections), in dem sich die Sammlungen der Ruhr-Universität gemeinsam organisieren wollen."
http://www.ruhr-uni-bochum.de/boscol/boscol.html
"Ausschlaggebend war eine Untersuchung des Wissenschaftsrates der Bundesregierung zur Bedeutung der Hochschulsammlungen, sagt Stefan Schulz, Kustos der medizinhistorischen Sammlung der Ruhr-Universität. So auf das Thema aufmerksam gemacht, veranstaltete er 2012 eine Ring-Vorlesung zu Hochschulsammlungen – und legte damit den Grundstein für das Netzwerk Boscol (Bochum Scientific Collections), in dem sich die Sammlungen der Ruhr-Universität gemeinsam organisieren wollen."
http://www.ruhr-uni-bochum.de/boscol/boscol.html
KlausGraf - am Freitag, 9. Oktober 2015, 18:40 - Rubrik: Universitaetsarchive
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http://digitale-sammlungen.ulb.uni-bonn.de/ulbbnz/periodical/titleinfo/3853018
Via
http://www.honnef-heute.de/titel/uni-bibliothek-schaltet-digitalisierte-ausgabe-der-honnefer-volkszeitung-1889-bis-1942-frei/58629/

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http://www.honnef-heute.de/titel/uni-bibliothek-schaltet-digitalisierte-ausgabe-der-honnefer-volkszeitung-1889-bis-1942-frei/58629/

KlausGraf - am Freitag, 9. Oktober 2015, 18:38 - Rubrik: Digitale Bibliotheken
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Digitalisate in der Deutschen Digitalen Bibliothek unter CC-BY-NC-SA, aber mit ekelhaftem Wasserzeichen.


KlausGraf - am Freitag, 9. Oktober 2015, 18:30 - Rubrik: Digitale Bibliotheken
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http://www.dnb.de/DE/Aktuell/Presse/lizenzierungVergriffenerWerkeStart.html
Angegeben werden nur zwei Beispiele, aber nicht, wie man weitere findet.
Angegeben werden nur zwei Beispiele, aber nicht, wie man weitere findet.
KlausGraf - am Freitag, 9. Oktober 2015, 18:26 - Rubrik: Archivrecht
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http://www.landesarchiv-berlin.de/lab-neu/news_20151809
Via
http://forum.ahnenforschung.net/showthread.php?s=75eac2c749264aabbf9af230030852ee&t=125580
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http://forum.ahnenforschung.net/showthread.php?s=75eac2c749264aabbf9af230030852ee&t=125580
KlausGraf - am Freitag, 9. Oktober 2015, 18:22 - Rubrik: Genealogie
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KlausGraf - am Freitag, 9. Oktober 2015, 18:19 - Rubrik: Digitale Bibliotheken
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KlausGraf - am Freitag, 9. Oktober 2015, 18:07 - Rubrik: Archivrecht
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https://www.idiotikon.ch/index.php?option=com_content&view=article&id=147:hundenamen&catid=12&Itemid=225
Via
http://www.hr-lavater.ch/2015/10/09/hundenamen-um-1504/

Via
http://www.hr-lavater.ch/2015/10/09/hundenamen-um-1504/

KlausGraf - am Freitag, 9. Oktober 2015, 18:04 - Rubrik: Unterhaltung
Zum angeblichen Unterricht Philipps von Schwaben in Kloster Adelberg, zurecht als "Sage" bezeichnet von
http://www.stauferstelen.net/stele-adelberg.htm
hatte ich mir abgespeichert den Link zu Landaus Archipoeta-Schrift online.
http://www.badw-muenchen.de/digital/philhistpub/sitzungsberichte/2011/landau-archipoeta.pdf
Die von mir 2014 angezeigten Sitzungsberichte 2000-2011 sind wieder verschwunden.
http://archiv.twoday.net/stories/755788505/
Deutlicher kann die Akademie nicht zum Ausdruck bringen, dass ihr ganzes Gerede von Open Access nur hohles Gelaber ist.
Siehe auch 2015
http://docslide.de/education/open-access-im-akademienprogramm-anwendung-und-herausforderungen.html
http://www.stauferstelen.net/stele-adelberg.htm
hatte ich mir abgespeichert den Link zu Landaus Archipoeta-Schrift online.
http://www.badw-muenchen.de/digital/philhistpub/sitzungsberichte/2011/landau-archipoeta.pdf
Die von mir 2014 angezeigten Sitzungsberichte 2000-2011 sind wieder verschwunden.
http://archiv.twoday.net/stories/755788505/
Deutlicher kann die Akademie nicht zum Ausdruck bringen, dass ihr ganzes Gerede von Open Access nur hohles Gelaber ist.
Siehe auch 2015
http://docslide.de/education/open-access-im-akademienprogramm-anwendung-und-herausforderungen.html
KlausGraf - am Freitag, 9. Oktober 2015, 17:24 - Rubrik: Open Access
KlausGraf - am Freitag, 9. Oktober 2015, 16:51 - Rubrik: Digitale Bibliotheken
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KlausGraf - am Freitag, 9. Oktober 2015, 02:07 - Rubrik: Hilfswissenschaften
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Der Solothurner Stadtchronist Anton Haffner kopierte die Neue Zeitung aus dem Jahr 1577.
Ausgabe 1849:
https://books.google.de/books?id=E0AvAAAAYAAJ&pg=PA88
Nun auch zugänglich im Autograph Haffners:
http://www.e-codices.unifr.ch/de/zbs/SI-0049/52r/0/Sequence-1489
Zu dieser Vorstellung:
http://archiv.twoday.net/stories/1022405541/
https://books.google.de/books?id=FefYAAAAMAAJ&pg=PA78 (US)
#erzählforschung
Ausgabe 1849:
https://books.google.de/books?id=E0AvAAAAYAAJ&pg=PA88
Nun auch zugänglich im Autograph Haffners:
http://www.e-codices.unifr.ch/de/zbs/SI-0049/52r/0/Sequence-1489
Zu dieser Vorstellung:
http://archiv.twoday.net/stories/1022405541/
https://books.google.de/books?id=FefYAAAAMAAJ&pg=PA78 (US)
#erzählforschung
KlausGraf - am Freitag, 9. Oktober 2015, 01:42 - Rubrik: Geschichtswissenschaft
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http://www.e-codices.unifr.ch/de/list/all/LastUpdate
Gut 40 Handschriften.
ENDLICH online: Die St. Galler Nibelungenhandschrift B mit Nibelungenlied und „Klage“, „Parzival“ und „Willehalm“ von Wolfram von Eschenbach und mit Strickers „Karl der Grosse“.
Vertreten ist auch das Gemeindearchiv Urnäsch.
Das Sarner Benediktinerkollegium bietet das Fragment eines Traditionscodex aus Fulda.

Gut 40 Handschriften.
ENDLICH online: Die St. Galler Nibelungenhandschrift B mit Nibelungenlied und „Klage“, „Parzival“ und „Willehalm“ von Wolfram von Eschenbach und mit Strickers „Karl der Grosse“.
Vertreten ist auch das Gemeindearchiv Urnäsch.
Das Sarner Benediktinerkollegium bietet das Fragment eines Traditionscodex aus Fulda.

KlausGraf - am Freitag, 9. Oktober 2015, 00:57 - Rubrik: Kodikologie
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http://hamburger-note.de/
"Die „Hamburger Note zur Digitalisierung des kulturellen Erbes“ weist auf die komplizierte Rechtesituation bei der Digitalisierung von urheberrechtlich geschützten Werken in Archiven, Bibliotheken und Museen hin. Sie ist ein deutliches Plädoyer für eine Änderung der gesetzlichen Rahmenbedingungen."
"Die „Hamburger Note zur Digitalisierung des kulturellen Erbes“ weist auf die komplizierte Rechtesituation bei der Digitalisierung von urheberrechtlich geschützten Werken in Archiven, Bibliotheken und Museen hin. Sie ist ein deutliches Plädoyer für eine Änderung der gesetzlichen Rahmenbedingungen."
KlausGraf - am Freitag, 9. Oktober 2015, 00:48 - Rubrik: Digitale Bibliotheken
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Regensburger Stücken begegnet man bei Google Books ja eher häufig, aber nun sah ich auch eine am 25. Februar 2015 digitalisierte Mainzer Chronik von 1613 aus der Staats- und Stadtbibliothek Augsburg.
https://books.google.de/books?id=0xNhAAAAcAAJ

https://books.google.de/books?id=0xNhAAAAcAAJ
KlausGraf - am Freitag, 9. Oktober 2015, 00:16 - Rubrik: Digitale Bibliotheken
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Während im Spätmittelalter die Abgrenzung der Schreibsprachen dem Experten ein Authentizitäts-Kriterium in die Hand gibt, siehe etwa
http://archiv.twoday.net/stories/1022476575/ (Kommentar)
ist es bei frühneuhochdeutschen Texten des 16/17. Jahrhunderts sehr viel schwieriger, sprachlich eine moderne Fälschung plausibel zu machen. Als Nicht-Philologe werde ich im Folgenden vor allem dilettieren.
Es geht um Mainzer Aufzeichnungen von 1562 (mit Rückblick auf 1517 im ersten Abschnitt) bis 1590, also aus der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts.
http://www.archive.org/stream/zeitschriftfrku18unkngoog#page/n280/mode/2up (S. 271-279)
Ein sehr schwaches Argument stellt dar, wenn in einem seitenlangen Text auf Anhieb keine unverständlichen Stellen auftreten.
Ob "fureten vnser Singgesellen ein schön lustigs spiel vor dem Margraffen vff" bedenkenfrei ist, müssen andere entscheiden. Ich finde die Wendung verdächtig.
Leider sind Suchen wie "fureten * uff" bei Google Books (etwa mit dem Zeitfilter 1500-1700) ausgesprochen unzuverlässig.
http://archiv.twoday.net/stories/1022387313/
Auch "führten * auff" erbringt keine Parallele.
Trotz gravierender Einschränkungen (Fehldatierungen von Drucken, OCR-Fehler, nicht nachvollziehbares Weglassen von Treffern
http://archiv.twoday.net/stories/1022472520/ ) ist das riesige Google-Books-Corpus (Google-Suchen beziehen sich hier auf Google Books) besser geeignet als etwa die Wörterbücher
http://woerterbuchnetz.de/
wortgeschichtliche Überprüfungen durchzuführen.
Seite 272: "kam darab vnser Geselschaft ... in böß Verlümbdniß" - das Wort verlümbdniß findet Google nur zweimal, in unserer Quelle und einem sie zitierenden Aufsatz.
https://www.google.de/search?tbm=bks&q=verlümbdniß
Mit verlümbdnis, verlümdnis, verleumdnis sieht es nicht besser aus. Das Wort scheint es in der frühen Neuzeit nicht zu geben.
"nach langem vrlob" (nach langer Unterbrechung) - die Bedeutung finde ich im Grimmschen Wörterbuch nicht
http://woerterbuchnetz.de/cgi-bin/WBNetz/wbgui_py?sigle=DWB&lemid=GU14291
Für "lange urlob", "langer urlob", "langem urlob" hat Google nichts.
Bei "parreyen" (für die Mainzer Pfarreien) bietet Google anscheinend fast nur OCR-Fehler für parteyen. "emeransparrey" kennt es nur aus unserer Quelle, ebenso "quintinsparrey". Verdächtig ist die Zusammensetzung anstelle von pfarre St. Emeran o.ä.
Gehen wir nun auf die Seite 273 des Abdrucks der Quelle.
Zu "vorrang" bemerkt Grimm: "im 18. jh. geläufig, in den früheren wörterbüchern nicht verzeichnet". Vorrang haben findet Google (verifizierbar) vor 1700 nur 1692:
https://books.google.de/books?id=AiZLAQAAMAAJ&pg=PA33
Pinxten scheint eher niederländisch-niederdeutsch zu sein.
Seite 274: "herkompnuss" ist nur für die Quelle zu belegen, ebenso herkompnus, herkompnis. Ebenso Fehlanzeige für herkommnis vor 1800. Obwohl ich mich als Herkommens-Spezialist sehe, ist mir dieses Wort unvertraut.
Seite 275: Bequemhafftigkeit weist Google nur für die Quelle und ihre Rezeption nach:
https://www.google.de/search?tbm=bks&hl=de&q=%22bequemhafftigkeit%22
Ebenso bei Bequemhaftigkeit kein alter Beleg.
"verbonden" statt verbunden verweist sprachlich auf die Niederlande.
Seite 276: "einig" steht neben dem niederländischen "eenig".
Sich "verhalten vndt benemmen" - vor 1700 findet die Suche nach benemmen jedenfalls unter den ersten Treffern nichts zu "sich benehmen". Benemmen ist wegnehmen.
Seite 277: "vffgefurt" siehe oben.
"schwere der zeitleufft" - nur hier nachweisbar. Schwere zeitleuff erbringt nur eine Rezeption der Quelle:
https://books.google.de/books?id=6CsEAQAAMAAJ&q=schwere+zeitleuff
Seite 278: gegen Intraden ist nichts einzuwenden teste Google.
"vneenigkeyt" gibt es laut Google nur hier.
"wegen Vffnahm", "wegen der Vffnahm", "zur Vffnahm", "Vffnahmegeldts", "wiederuffnahm", "vffnahmgeldt", "Vffnahmgeldt" usw. - recht verdächtig. Bei Wiederaufnahme suggeriert das Grimmsche Wörterbuch, es gebe vor 1800 nichts, aber Google findet für die Bedeutung Wiederaufnahme in eine Gemeinde/Gemeinschaft einen Beleg zu 1681:
https://books.google.de/books?id=cVtYAAAAcAAJ&pg=PA71
Sonst dominiert aber eindeutig die Bedeutung "Wiederaufschwung".
"engebe des geldtes nit" ist für diese Zeit und Raum zumindest ungewöhnlich.
"erber vndt verlumbde Singschul" - wieso denn eine verleumdete??
Bei aller Vorsicht, die dem Nicht-Philologen gut ansteht: der Merkwürdigkeiten sind zu viele, als dass ich die Quelle für authentisch halten könnte.
http://archiv.twoday.net/stories/1022476575/ (Kommentar)
ist es bei frühneuhochdeutschen Texten des 16/17. Jahrhunderts sehr viel schwieriger, sprachlich eine moderne Fälschung plausibel zu machen. Als Nicht-Philologe werde ich im Folgenden vor allem dilettieren.
Es geht um Mainzer Aufzeichnungen von 1562 (mit Rückblick auf 1517 im ersten Abschnitt) bis 1590, also aus der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts.
http://www.archive.org/stream/zeitschriftfrku18unkngoog#page/n280/mode/2up (S. 271-279)
Ein sehr schwaches Argument stellt dar, wenn in einem seitenlangen Text auf Anhieb keine unverständlichen Stellen auftreten.
Ob "fureten vnser Singgesellen ein schön lustigs spiel vor dem Margraffen vff" bedenkenfrei ist, müssen andere entscheiden. Ich finde die Wendung verdächtig.
Leider sind Suchen wie "fureten * uff" bei Google Books (etwa mit dem Zeitfilter 1500-1700) ausgesprochen unzuverlässig.
http://archiv.twoday.net/stories/1022387313/
Auch "führten * auff" erbringt keine Parallele.
Trotz gravierender Einschränkungen (Fehldatierungen von Drucken, OCR-Fehler, nicht nachvollziehbares Weglassen von Treffern
http://archiv.twoday.net/stories/1022472520/ ) ist das riesige Google-Books-Corpus (Google-Suchen beziehen sich hier auf Google Books) besser geeignet als etwa die Wörterbücher
http://woerterbuchnetz.de/
wortgeschichtliche Überprüfungen durchzuführen.
Seite 272: "kam darab vnser Geselschaft ... in böß Verlümbdniß" - das Wort verlümbdniß findet Google nur zweimal, in unserer Quelle und einem sie zitierenden Aufsatz.
https://www.google.de/search?tbm=bks&q=verlümbdniß
Mit verlümbdnis, verlümdnis, verleumdnis sieht es nicht besser aus. Das Wort scheint es in der frühen Neuzeit nicht zu geben.
"nach langem vrlob" (nach langer Unterbrechung) - die Bedeutung finde ich im Grimmschen Wörterbuch nicht
http://woerterbuchnetz.de/cgi-bin/WBNetz/wbgui_py?sigle=DWB&lemid=GU14291
Für "lange urlob", "langer urlob", "langem urlob" hat Google nichts.
Bei "parreyen" (für die Mainzer Pfarreien) bietet Google anscheinend fast nur OCR-Fehler für parteyen. "emeransparrey" kennt es nur aus unserer Quelle, ebenso "quintinsparrey". Verdächtig ist die Zusammensetzung anstelle von pfarre St. Emeran o.ä.
Gehen wir nun auf die Seite 273 des Abdrucks der Quelle.
Zu "vorrang" bemerkt Grimm: "im 18. jh. geläufig, in den früheren wörterbüchern nicht verzeichnet". Vorrang haben findet Google (verifizierbar) vor 1700 nur 1692:
https://books.google.de/books?id=AiZLAQAAMAAJ&pg=PA33
Pinxten scheint eher niederländisch-niederdeutsch zu sein.
Seite 274: "herkompnuss" ist nur für die Quelle zu belegen, ebenso herkompnus, herkompnis. Ebenso Fehlanzeige für herkommnis vor 1800. Obwohl ich mich als Herkommens-Spezialist sehe, ist mir dieses Wort unvertraut.
Seite 275: Bequemhafftigkeit weist Google nur für die Quelle und ihre Rezeption nach:
https://www.google.de/search?tbm=bks&hl=de&q=%22bequemhafftigkeit%22
Ebenso bei Bequemhaftigkeit kein alter Beleg.
"verbonden" statt verbunden verweist sprachlich auf die Niederlande.
Seite 276: "einig" steht neben dem niederländischen "eenig".
Sich "verhalten vndt benemmen" - vor 1700 findet die Suche nach benemmen jedenfalls unter den ersten Treffern nichts zu "sich benehmen". Benemmen ist wegnehmen.
Seite 277: "vffgefurt" siehe oben.
"schwere der zeitleufft" - nur hier nachweisbar. Schwere zeitleuff erbringt nur eine Rezeption der Quelle:
https://books.google.de/books?id=6CsEAQAAMAAJ&q=schwere+zeitleuff
Seite 278: gegen Intraden ist nichts einzuwenden teste Google.
"vneenigkeyt" gibt es laut Google nur hier.
"wegen Vffnahm", "wegen der Vffnahm", "zur Vffnahm", "Vffnahmegeldts", "wiederuffnahm", "vffnahmgeldt", "Vffnahmgeldt" usw. - recht verdächtig. Bei Wiederaufnahme suggeriert das Grimmsche Wörterbuch, es gebe vor 1800 nichts, aber Google findet für die Bedeutung Wiederaufnahme in eine Gemeinde/Gemeinschaft einen Beleg zu 1681:
https://books.google.de/books?id=cVtYAAAAcAAJ&pg=PA71
Sonst dominiert aber eindeutig die Bedeutung "Wiederaufschwung".
"engebe des geldtes nit" ist für diese Zeit und Raum zumindest ungewöhnlich.
"erber vndt verlumbde Singschul" - wieso denn eine verleumdete??
Bei aller Vorsicht, die dem Nicht-Philologen gut ansteht: der Merkwürdigkeiten sind zu viele, als dass ich die Quelle für authentisch halten könnte.
KlausGraf - am Donnerstag, 8. Oktober 2015, 21:40 - Rubrik: Geschichtswissenschaft
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Der Jubiläumskatalog
http://guenther-rarebooks.com/fileadmin/user_upload/digital_publications/11/
Sündenregister:
http://archiv.twoday.net/search?q=j%C3%B6rn+g%C3%BCnther
Eine Volltextsuche ist möglich und offenbart, dass auch Stücke der Sammlung Otto Schäfer verscherbelt werden. Zu ihr:
http://archiv.twoday.net/search?q=sch%C3%A4fer+schweinfurt
http://guenther-rarebooks.com/fileadmin/user_upload/digital_publications/11/
Sündenregister:
http://archiv.twoday.net/search?q=j%C3%B6rn+g%C3%BCnther
Eine Volltextsuche ist möglich und offenbart, dass auch Stücke der Sammlung Otto Schäfer verscherbelt werden. Zu ihr:
http://archiv.twoday.net/search?q=sch%C3%A4fer+schweinfurt
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