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http://ub-goobi-pr2.ub.uni-greifswald.de/viewer/image/PPN81977152X/1/

http://archiv.twoday.net/search?q=flores+temporum+meuschen

http://othes.univie.ac.at/37177/

Nicht geprüft!

http://www.ns-zeit.uni-greifswald.de/

Via
https://idw-online.de/de/news638067

"Der noch umfangreichere Abschlussbericht erscheint als Monographie und wird am 17. Oktober 2015 in der Universität der breiten Öffentlichkeit vorgestellt." Wer ahnt, wieso ich das unsinnig finde?

Es war nicht ganz einfach, an das freundlicherweise kostenlos zur Verfügung gestellte PDF eines Besitzeintrags zu gelangen, da das Researcher-Registrations-Formular zickte.

http://search.lib.unc.edu/search?R=UNCb4373146&t=tab8

(Inkunabel-Provenienzen finden sich im OPAC, aber man muss jeweils den Full Record aufrufen.)

Es handelt sich um die Summa Angelica von Angelo Carletti. Nürnberg 1488

Notes: Capital spaces, guide letters.
Gift of the Hanes Foundation 1932.
Part of the Incunabula.
RBC Incunabula 143 c.1: a Capital spaces, guide letters. caps. and other hand decoration in red or blue. Ms. notes, 16th cent., on first printed leaf and at end. Lacks blank leaf at beginning. In blind-stamped pigskin over wooden boards. From the library
RBC Incunabula 144 c.1: Capitals and other hand decoration in red or blue. Lacks first and last leaves (blank), also d ii, v (num. 21, 24) replaced in 16th?-cent. ms. In ms. at head of l. 1: Monasterii B.V.M. in Ludensdorf?. Quarter vellum over sprinkled boards. From the lib. of the Rev. A.B. Hunter.
Notes: Cited in: BM 15th cent., II, p. 432 (IB.7397)
Cited in: GW 1927
Cited in: Goff A-717


Natürlich dachte ich bei der Fehllesung sofort an Indersdorf und richtig lautet der Besitzeintrag: "Monasterii B V M in Vndenstorff 1647".

Needhams IPI hat zu Indersdorf:

"INDERSDORF / Vndenstorff / Vnderstorff (OBay.): OSA, BMV (Canoniae Undenstorff – Monasterii BVM in Undenstorff 1647); fd. 1126, 1783 incorp. w. Munich OSA, BMV, Rhodes: ‘Many books from this library now in British Library, five in Bodleian.’ [HDM 372; Backmund Chorh. Bay. 93] (s.a. Dachauer, Augustin): Munich SB; Oxf. Coll. 1079b, 1504; Harv. 86, 889; Thacher 11, 12 (donum Conradus Ansarg, can. Ratisponensis, 1478), 128; Ger.Mus. 480, 689, 807(?), 824; Stockh 107, 623, 657; Fkft/M (as Undensdorf); CatRég V 659; Freib/Br 3078 (1647); EPhG no. 28, 28a (bdgs w.armorial stamp); FMG (Undersdorff); Oslo 60; JHUL D-380 + D-394, G-360; Deckel 201 (T-530); Soth. 25 Nov 1980: 323 (S-308); SocAnt 51 (V-324); Harper 1000: 92 (G-311); Bod-inc.; Paris BNF; EPG 1 (Apr. 1926): 78 (P-520), 91 (S-5)"

http://ipi.cerl.org/cgi-bin/search.pl

Zur Bestandsaufnahme 1647:

https://www.google.de/search?tbm=bks&hl=de&q=undenstorff+1647

#provenienz

Torsten Hiltmann, Der Vandalismus des Hanns Hawsner? Heraldische Selbstdarstellung auf Schloss Runkelstein (1494), in: Heraldica Nova. Medieval and Early Modern Heraldry from the Perspective of Cultural History (blog on Hypotheses.org), September, 23th, 2015, online: http://heraldica.hypotheses.org/3582.


http://heise.de/-2823940
http://www.spiegel.de/netzwelt/web/affen-selfie-tierschuetzer-von-peta-reichen-klage-fuer-makaken-ein-a-1054281.html

Nach deutschem Recht sind Tiere keine Urheber und das ist gut so.


https://www.datenschutz-notizen.de/herausgabe-von-durchwahlnummern-mal-ja-mal-nein-3812544/

http://www.bayern-fichtelgebirge.de/heimatkunde/

"Hier haben Heimatforscher die Möglichkeit, ihre Forschungsergebnisse kostenlos zu veröffentlichen.
Bitte senden Sie uns eine e-Mail an folgende Adresse: info@fichtelgebirgsverein.de

Die Aufsätze sollten nicht größer als 4 Seiten DIN A 4 sein und sie sollten nicht mehr als 2 Fotos enthalten. Bei größeren Abhandlungen gibt es die Möglichkeit zur Veröffentlichung in der Schriftenreihe "Das Fichtelgebirge", die vom Fichtelgebirgsverein herausgegeben wird."

#histverein

Wolfgang Mieder wies mich zu meinen Sprichwörterstudien

http://archiv.twoday.net/stories/1022465888/ (Anm. 2)

freundlicherweise auf

Tokofsky, Peter. "'Das Hornberger Schiessen': Proverbial Expression, Narrative, and Drama." Proverbium, 10 (1993), 321-330

hin. In der ZDB/EZB und via Google fand ich zunächst nicht die Serie von frei zugänglichen Bänden auf:

http://catalog.hathitrust.org/Record/006930797

Zum Hornberger Schießen siehe auch die Versionen bei Konrad Heck 1953:

http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/ortenau1953/0200

Oder korrekter: "A judge grants summary judgment to a filmmaker challenging Warner/Chappell's copyright to a song more than a century old."

http://www.hollywoodreporter.com/thr-esq/happy-birthday-copyright-ruled-be-826528

Sicher nur ein Zwischensieg.

http://archiv.twoday.net/search?q=happy+birthday

Update:
http://orf.at/stories/2300403/2300407/

Offenkundig wurde 2011 der Beitrag von

Völker, Christoph: Rumeschöttel. In: Christoph Völker (Hrsg.), Heimatbuch des Kreises Höxter. Bd. 2. Paderborn 1927, S. 152-153

nachgedruckt. Er steht online unter:

http://www.hvv-hoexter.de/wp-content/uploads/2011/08/Rumesch%C3%B6ttel.pdf

Im wesentlichen stützt sich Völker auf einen Aufsatz von Paul Wigand in seinem "Archiv" Bd. 1 Heft 3 (1826)

https://books.google.de/books?id=Bo0AAAAAcAAJ&hl=de&pg=RA2-PA87

Einen Fehdebrief der Rumschöttel 1324 (?) druckt das Westfälische Urkundenbuch Nr. 2380.

https://books.google.de/books?id=exQEAQAAIAAJ&q="so+unter+dem+koterberg+**"

An die Wiedergabe des Fehdebriefs schließt die Corveyer Chronik des 18. Jahrhunderts im Staatsarchiv Münster Manuskripte I, Nr. 245, S. 516f. die (von Wigand benutzte) Notiz an, diese Rumschöttel seien von der Stadt hingerichtet worden.

http://www.archive.nrw.de/LAV_NRW/jsp/findbuch.jsp?archivNr=1&verzguid=Vz_86b4996a-d89d-4860-9002-70c2f01a0deb

Digitalisat

Kurze lateinische Notiz zu 1324 auch ebd. Nr. 251 S. 90 (Digitalisat).

1354 versöhnten sich Mitglieder der Familie mit dem Kloster Corvey, der Stadt Höxter und zwei Bauerndörfern "umme die schicht", die ihren Freunden (Verwandten) vor der Stadt Höxter geschah (Wigand druckt die Urkunde). Ob sich das auf die gleiche Fehde bezieht, ist nicht klar.

Wohl nur auf Wigands Aufsatz beruht Anton Fahnes Eintrag zu Rumschötel:

https://books.google.de/books?id=ZJtfAAAAcAAJ&pg=PA344

Vielleicht finden Kundigere etwas zur Familie in

http://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/urkunden_datenbank/suche/haupt.php?sucheNeu=j

Ohne Möglichkeit zur Trunkierung gestaltet sich die Suche zu schwierig.

Die frühneuzeitliche Corveyer Chronik bezieht jene fünf Kreuze vor dem Nikolaustor zu Höxter auf die Hinrichtung, denen die Sage Nr. 164 (Erstausgabe 1816) in den Deutschen Sagen der Brüder Grimm galt.

https://de.wikisource.org/wiki/Die_f%C3%BCnf_Kreuze

Vor dem Klausthor in Höxter, welches nach Pyrmont führt, gleich linker Hand stehen an dem Wege fünf alte Steine, welche die fünf Kreuze heißen, vermuthlich weil es versunkene Kreuze sind. Nun geht die Sage, es seyen fünf Hühnen dabei erschlagen worden; nach andern fünf Grafen von Reischach; wieder nach andern sind fünf Bürger von Tilly im dreißigjährigen Krieg aufgehängt worden.

Die Grimms erhielten diese Überlieferung sicher von ihrem Freund Paul Wigand, der in seinem Aufsatz den falschen Namen Reischach korrigiert (es muss Rischenau heißen).

Völker schreibt:

Gerade die Rumeschöttel müssen ganz berüchtigte und gefürchtete Räuber gewesen sein. Ihr Name hat sich, wie anderswo der des "Schinderhannes", tief dem Volksbewußtsein der Gegend am Köterberge eingeprägt und ist mit der Zeit ein Gattungsbegriff geworden. Werner von Heesen (geb. 1830 in Albaxen, gest.
1892 als Kaplan in Marienmünster) schreibt im Jahre 1886 in seiner
handschriftlichen Chronik des Dorfes Albaxen: "Noch ist der Name im
Volksmunde. Will man in Albaxen einen ungeschlachten, groben Menschen, einen Verschwender, Mörder oder Totschläger bezeichnen, so sagt man: Das ist ein wahrer Rumeschöttel. Ich habe diesen Namen als Kind oft gehört."


Einen Zusammenhang mit der Sage vom Ritter Ruhmeschöttel in Colenfeld bei Hannover

https://books.google.de/books?id=tCYKAQAAIAAJ&q=ruhmesch%C3%B6ttel

sehe ich nicht. Dort hat sich die Überlieferung - eventuell aufgrund historischen Wissens - an einen lokalen Adeligen geknüpft. Albaxen aber gehörte zu den zwei Dörfern, mit denen sich die Rumschöttel 1354 versöhnten. Es ist nicht gesichert, dass die sprichwörtliche Bezeichnung eines schlechten Menschen in Albaxen über Jahrhunderte im Volksmund lebte, auch wenn dieser Schluss naheliegen mag. Die Überlieferung kann auch einen Umweg püber das Stadtgedächtnis von Höxter genommen haben, wo - womöglich unterstützt durch schriftliche Quellen - im 17. Jahrhundert eine Tradition zu der Rumschöttel-Fehde des 14. Jahrhunderts bestand. Man hat damals die (heute nicht mehr vorhandenen) fünf Steinkreuze damit in Verbindung gebracht, was aber keinesfalls bedeutet, dass dies tatsächlich die Sühnekreuze von fünf hingerichteten Rumschötteln waren (wie Völker glaubt).

Die Tradition gehört meines Erachtens in den Kontext der vielen Erzählungen zur Konfliktgeschichte Adel vs. Städte, siehe dazu etwa meine Aufsätze

http://nbn-resolving.de/urn/resolver.pl?urn:nbn:de:hebis:30-1145495
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:25-opus-87584

Bei der Bewahrung der Erinnerung an die spätmittelalterlichen Fehden hatten die Städte allemal die besseren Karten. Sie behaupteten die "Erinnerungshoheit", wenn in ihnen die Geschichten von den Angriffen auf die städtische Freiheit erzählt wurden.

***

Weitere Beiträge zu Sprichwörtern:

http://archiv.twoday.net/stories/1022465888/
http://archiv.twoday.net/search?q=sprichw%C3%B6rtliches

#erzählforschung
#forschung



Der Minneroman ‘Friedrich von Schwaben’ ist 1314 entstanden, allerdings lässt sich für ihn keine durchgehende Quelle ausfindig machen. Eine erste Überlieferung des Romans stammt von Ludwig Voss, der dies im Zuge seiner
Dissertation aus dem Jahr 1895 tut. Die Handschrift J unterscheidet er als Ja und Jb. Dann gibt es auch noch die Wolfenbüttler Handschrift W. Die einzig verfügbare Ausgabe ist allerdings die von Max Hermann Jellinek, derer er die Handschrift S
zugrundelegt. Über den Autor kann man eigentlich nichts sagen, da jegliche Hinweise auf einen solchen fehlen.


http://othes.univie.ac.at/28727/

Bislang drei Beiträge von Marcel Oeben:

Teil 1:
http://liparchiv.hypotheses.org/297

Teil 2:
http://liparchiv.hypotheses.org/319

Teil 3:
http://liparchiv.hypotheses.org/327

http://dx.doi.org/10.5281/zenodo.31234

Ulrich Herbs Dissertation gibt es bei Zenodo auch Open Access.

Fazit: "Die Kultur des offenen Wissens ist in der Soziologie nicht verbreitet".

Via
http://www.scinoptica.com/pages/topics/open-science-in-der-soziologie---eine-interdisziplinaere-bestandsaufnahme-zur-offenen-wissenschaft-und-eine-untersuchung-ihrer-verbreitung-in-der-soziologie.php

Leider geben die Agenturmeldungen nicht an, wann (15. Jahrhundert?) die seltenen Wandmalereien im Mittelalter entstanden sind.

http://www.lr-online.de/nachrichten/vermischtes/Boulevard-Verkehrte-Welt-nbsp-Mittelalterliche-Wandmalereien-entdeckt;art747,5177945

Die Vekehrte Welt hat jüngst einen Artikel in der Enzyklopädie des Märchens (t. 14)

https://books.google.de/books?id=IxtfCAAAQBAJ&pg=PT42

erhalten, der mir nicht sonderlich gelungen erscheint. Ich selbst habe vor allem Bildmaterial dazu gesammelt, wie hervorgeht aus

http://archivalia.tumblr.com/tagged/hares
und
https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Hares_hunting_the_hunter mit zwei in der "EM" schmerzlich vermissten Literaturangaben

Update: Video
http://www.pirna-tv.de/2015/10/02/verkehrte-welt-in-pirna/

pirna

Meint Christian Gutknecht:

http://wisspub.net/2015/09/22/nationallizenzen-und-open-access-passen-nicht-zusammen/

Das Sonderheft der Near Eastern Archeology ist frei zugänglich auf JSTOR:

http://www.jstor.org/stable/10.5615/neareastarch.78.issue-3

Via
http://archaeologik.blogspot.de/2015/09/near-eastern-archaeology-special-issue.html

http://www.perspectivia.net/publikationen/qfiab/93-2013

Darin u.a.

Christiane Schuchard, Die Rota-Notare aus den Diözesen des deutschen Sprachraums 1471–1527. Ein biographisches Verzeichnis

Was für ein beknackter Viewer, man muss in der Vollansicht bei jeder Seite den Zoom neu einstellen!

http://www.authorsalliance.org/2015/09/11/robert-darnton-and-authors-alliancea-rights-reversion-success-story/

"Most authors lose little revenue by making old or out-of-print books available for free on a Creative Commons license. And they gain a great deal: access to readers."

Zur deutschen Rechtslage:

http://archiv.twoday.net/stories/41794350/

http://digibus.ub.uni-stuttgart.de/viewer/

Wie lange hat man darauf gewartet und wie mager ist noch der Inhalt!


http://www.macleans.ca/news/canada/vanishing-canada-why-were-all-losers-in-ottawas-war-on-data/

"The situation has descended into farce: Library and Archives Canada (LAC), entrusted with preserving historic papers, books, photographs, paintings, film and artifacts, was so eroded by cuts that, a few years ago, author Jane Urquhart was unable to access her own papers, donated to LAC in the 1990s."

Radl, Anna (2015) Armer böser Flüchtling.
Masterarbeit, Universität Wien. Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät

http://othes.univie.ac.at/37141/

Georg Gänser verfasste zu dem Bestand seine Masterarbeit bei Heinrich Berg:

http://othes.univie.ac.at/37236/

"Diese Arbeit dokumentiert die Aufgabe, die Unterlagen des sogenannten „Gauarchivs der NSDAP Wien“ nach der Übernahme in das Wiener Stadt- und Landesarchiv gemäß modernen archivwissenschaftlichen Anforderungen zu erschließen. Der erste Teil der Masterarbeit stellt eine historische Kontextualisierung des „Gauarchivs“ dar. Dieses wurde 1942 in Wien gegründet. Die „Gauarchive“ wurden in Anlehnung und in Kooperation mit dem „Hauptarchiv der NSDAP“ in München aufgebaut, um die Geschichte der NSDAP, insbesondere die sogenannte „Kampfzeit“ zu dokumentieren. Diese Aufgabe wurde durch die Sammlung von Unterlagen verschiedener, heterogener Art und Provenienzen verfolgt.
Der zweite Teil der Masterarbeit fasst die archivischen Arbeiten, die notwendig waren, um aus den übernommenen Unterlagen den für die historische Forschung benutzbaren Archivbestand „Gauarchiv“ zu machen, zusammen."

Bisher 7 Titel:

http://numismatics.org/digitallibrary/

Via
http://www.coinweek.com/education/ans-introduces-digital-library/

Digitale Bibliothek zur Geschichte der Stadt Pilsen:

http://www.pilsna-digitalis.eu/

Via
http://www.univie.ac.at/voeb/blog/?p=38046

Schlachtengedenken Pilsen:

http://archiv.pilsna-digitalis.eu/KT/Monographien/C_II_c1_96/#35/z

Publiziert - leider nicht OA! - im Recueil des Historiens de la France, Obituaires, vol. VIII/4
Recueil des rouleaux des morts. 1453-vers 1536

http://www.aibl.fr/publications/collections/recueil-des-historiens-de-la-285/article/recueil-des-historiens-de-la-1698?lang=fr

Das GEWISS Konsortium lädt herzlich ein, sich an der Konsultation des Rahmenpapiers der Citizen Science Strategie 2020 für Deutschland zu beteiligen.
Vom 19. September bis 19. Oktober 2015 können daran Interessierte online Ihre Kommentare und Vorschläge einbringen:
http://www.konsultation.buergerschaffenwissen.de
Es besteht zusätzlich die Möglichkeit, Positionspapiere bis zum 9. November einzusenden:
http://www.konsultation.buergerschaffenwissen.de/positionspapiere
Die Konsultation des Rahmenpapiers soll der Stärkung und des Ausbaus von Citizen Science Aktivitäten und Initiativen in Deutschland dienen und wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Hierzu werden alle an Bürgerwissenschaften Interessierte in Deutschland eingeladen, Maßnahmen zur Stärkung von Citizen Science in Deutschland zu bewerten, zu kommentieren und Vorschläge einzubringen.

Jahrbuch kirchliches Buch- und Bibliothekswesen NF 2, 2014. Im Auftrag der Arbeitsgemeinschaft katholisch-Theologischer Bibliotheken (AKThB) und des Verbandes kirchlich-wissenschaftlicher Bibliotheken (VkwB) in der Arbeitsgemeinschaft kirchlicher Archive und Bibliotheken in der evangelischen Kirche hrsg. von Jochen Bepler u.a. Regensburg: Schnell & Steiner 2015. 240 S., zahlreiche überwiegend SW-Abbildungen. Gebunden. ISBN 978-3795429324. 27.50 EUR.

Dass ich bei meiner Rezension von Band 1 unter dem Titel "Böcke im Garten des Herrn"

http://archiv.twoday.net/stories/453138938/

ins Schwarze getroffen habe, beweist der Link von Klaus Schreiber:

http://ifb.bsz-bw.de/bsz094147051rez-2.pdf

Die vergreisten Kirchenbibliothekare, die aktuell noch nicht einmal die skandalösen Verkäufe aus der Himmeroder Klosterbibliothek verhindern können (die zugesagte Stellungnahme der AKThB liegt mir bis jetzt nicht vor

http://archiv.twoday.net/stories/1022473672/ ), haben es natürlich noch nicht geschafft, zu dem im März erschienenen zweiten Band ein Inhaltsverzeichnis ins Netz zu stellen. Allein der Schwerpunkt zur Barther Kirchenbibliothek, eingeleitet mit einem Grußwort von Angela Merkel, ist im Web mit seinem Inhalt präsent:

• Falk Eisermann: Barth, Greifswald, Wolgast: Die Wiederauferstehung der vorpommerschen Kirchenbibliotheken
• Jan Simonsen: Gedanken zum Kirchenbau und zur Kirchenbauerhaltung in der Nordkirche
• Gerd Albrecht: Die Kirchenbibliothek im Barther Kulturverbund
• Ulrike Volkhardt: Suche nach musikalischen Quellen als Impuls für die Barther Bibliotheksrestaurierung
• Christian Heitzmann: Die mittelalterlichen Handschriften der Barther Kirchenbibliothek
• Jochen Bepler: Aus Schaden klug
• Christine Johannsen: Sanierung und Umgestaltung der Bibliothek der St. Marien Kirche in Barth
http://www.schnell-und-steiner.de/artikel_8475.ahtml

Dieser Teil umfasst die Seiten 7-74, vier weitere Aufsätze stehen auf den Seiten 77-126. Kleine Beiträge, Berichte und Projekte: S. 129-159; vier Rezensionen S. 163-172. Wem nützt eigentlich die im Druck aus meiner Sicht völlig wertlose Bibliographie 2010/12, die zu den einzelnen Institutionen (ohne jegliches Register oder andere Sacherschließung) die Veröffentlichungen auflistet (S. 173-239). Was sagt es über einen Zeitschriftenjahrgang aus, wenn etwa ein Viertel davon nutzlos ist?

Herausragende wissenschaftliche Beiträge sind mir wieder nicht begegnet. Noch am ehesten brauchbar sind aus dem ersten Teil, der sich der sehr begrüßenswerten, aber singulären Revitalisierung der Kirchenbibliothek in Barth widmet,

http://archiv.twoday.net/search?q=kirchenbibliothek+barth

Falk Eisermanns Überlegungen zu den evangelischen Kirchenbibliotheken in Vorpommern. Neben den bekannten Beispielen Barth, Greifswald und Wolgast gibt es weitere wichtige kleine Sammlungen, um die man sich weit weniger gut kümmert. Eisermann erwähnt - obwohl sie keine Kirchenbibliothek betrifft - die Causa Stralsund S. 23. Dass die Stadt Stralsund "in hohem Maße verantwortliches Handeln für ihre Bibliothek zeigt" ist in Anbetracht der Machenschaften der Stadt, die dokumentiert sind in:

https://kulturgut.hypotheses.org/category/bibliotheken/stralsund

eine offenkundig politisch motivierte dreiste Falschdarstellung durch den GW-Leiter, der ja durch seinen Hinweis an mich die Aufdeckung des Skandals ausgelöst hatte.

Zu dem Barther Schwerpunkt passen aus den "Berichten" die Gedanken zur Zukunft der historischen Goslarer Marktkirchen-Bibliothek und der Hinweis auf die Planung einer Reformationsgeschichtlichen Forschungsbibliothek in Wittenberg, die die Bestände von Lutherhalle und Predigerseminar 2016 zusammenführen soll.

Der vor kurzem verstorbene Jochen Bepler nähert sich in amüsanter Weise dem Thema "Kirche und Comics" an. Michael Brandt ediert aus den C-Akten der Hildesheimer Dombibliothek Aufzeichnungen des Hildesheimer Advokats Franz Engelke (1778-1856) über mittelalterliche Emailkunst in Hildesheim. Der Obertitel "Nachlasswege und -umwege" gehorcht einem überaus ärgerlichen Trend der Wissenschaftskommunikation, sehr spezielle Miszellen und Aufsätze mit möglichst weiten, aufgeblasenen Obertiteln zu versehen. Hier widmen sich nur wenige Zeilen dem Aspekt "Nachlasswege und -umwege".

Wieso die beiden Beiträge zu protestantischen Bibeldrucken des 16. Jahrhunderts nicht nebeneinander stehen, erschließt sich mir nicht. Klaas-Dieter Voß fragt nach der Entstehungsgeschichte der von Gillis van der Ervens in Emden gedruckten sogenannten Deux-Aes-Bibel von 1562. Gern hätte man erfahren, dass diese digitalisiert einsehbar ist unter:

http://www.bijbelsdigitaal.nl/view/?bible=deuxa1562 (Faksimile)
http://www.dbnl.org/tekst/_deu001deux01_01/colofon.php (E-Text)

Anette Pelizaeus, die 2012 laut Rezension S. 166f. ein eher konfuses Buch über die für Herzog Christoph von Württemberg in Frankfurt 1564 gedruckte Bibel geschrieben hat, darf diese breit (S. 99-115) nun auch im Jahrbuch vorstellen, wobei man sich fragt, was bitteschön den Druck dieses Aufsatzes rechtfertigt, der noch nicht einmal die VD 16-Nummer

http://gateway-bayern.de/VD16+B+2759

nennt und nicht in der Lage ist, das Titelblatt korrekt wiederzugeben ("Das ist: //" statt "Das ist:"; "Schrifft" statt "Schrift" usw.).

Vielleicht wäre mein Urteil günstiger ausgefallen, wenn man dem Band wenigstens ein Register spendiert hätte.


Der Heimat- und Verkehrsverein Höxter hat nichts begriffen.

http://www.hvv-hoexter.de/das-aktuelle-monatsheft/

#histverein


http://www.skyscanner.de/nachrichten/die-22-schoensten-buchlaeden-der-welt

Via
http://www.univie.ac.at/voeb/blog/?p=38003


flickr photo shared by Bert Kaufmann under a Creative Commons ( BY ) license

http://archivologo.blogspot.de/2015/09/mercedes-vega-situacion-actual-de-los.html

http://www.nzz.ch/feuilleton/kunst_architektur/zerstoerte-vergangenheit-verlorene-zukunft-1.18609127

Die Archäologin Iris Gerlach schreibt:

Jede Zerstörung kulturellen Erbes ist unwiederbringlich und betrifft die gesamte Menschheit. Jemen verliert bei diesem Krieg Teile seiner eigenen kulturellen Identität, Symbole und Träger eines gemeinsamen kulturellen Gedächtnisses gehen für immer verloren. Gleichzeitig beraubt die Verwüstung archäologischer Fundplätze, die Zerstörung historischer Monumente das Land einer gerade in der Zukunft dringend notwendigen Einnahmequelle: Kulturtourismus zählte trotz allen Rückschlägen zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen. Notwendig ist eine Sensibilisierung der Öffentlichkeit über diese auch in Jemen täglich stattfindenden Zerstörungen, blickte man doch bisher fassungslos vor allem in Richtung Irak und Syrien.

Siehe auch
http://archiv.twoday.net/stories/1022442536/

https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Sana%27a

Update:
http://archaeologik.blogspot.de/2015/09/der-vergessene-jemen.html

Afternoon Sun, Sana'a (12670789394).jpg
Afternoon Sun, Sana'a (12670789394)“ von Rod Waddington from Kergunyah, Australia - Afternoon Sun, Sana'a. Lizenziert unter CC BY-SA 2.0 über Wikimedia Commons.


Das 2014 erschienene wichtige Buch von Marco Rainini: Corrado di Hirsau e il “Dialogus de cruce”. Per la ricostruzione del profilo di un autore monastico del XII secolo, SISMEL - Edizioni del Galluzzo, Firenze 2014: xxvi + 436 (70 Euro) ist leider in deutschen Bibliotheken kaum verbreitet (im HBZ-Verbund ein einziger Nachweis in Düsseldorf!), was seiner Rezeption definitiv im Wege stehen dürfte. Open Access wäre in so einem Fall die bessere Lösung.

Die Gliederung des Buchs entnimmt man dem Inhaltsverzeichnis:

https://www.gbv.de/dms/casalini/2958335.pdf

Die Rezension in der Revue Bénédictine

http://dx.doi.org/10.1484/J.RB.5.107617

ist mir nicht zugänglich.

Rainini hat drei frühere Studien (2008, 2009, 2010) in überarbeiteter Form in die Monographie aufgenommen, die sich vor allem mit dem im Clm 14159 überlieferten "Dialogus de cruce" befasst, den Rainini überzeugend dem von mir Peregrinus Hirsaugiensis genannten, als Konrad von Hirsau bekannten Autor zuweisen kann.

Digitalisat der Handschrift:

http://daten.digitale-sammlungen.de/bsb00018415/image_1

Der erste Teil widmet sich der Zuschreibung des Werks, dem Autor und der Chronologie seiner Werke, während im zweiten Teil die wichtigsten theologischen Konzepte des Dialogus erörtert werden. Der dritte Teil behandelt die Quellen des Autors und versucht eine Einordnung in das theologische Spektrum des 12. Jahrhunderts. Als Ganzes ist Raininis Studie ein sehr willkommener Beitrag zur monastischen Literatur des 12. Jahrhunderts und in Sachen "Konrad von Hirsau" ein entscheidender Fortschritt.

Eine Würdigung des theologiegeschichtlichen Ertrags muss Berufeneren vorbehalten bleiben. Ich muss mich auf eine Anmerkung zur Autorenfrage und einige kleinere ergänzende bzw. korrigierende Notizen beschränken.

S. XIII Das Siglum VI (De veritatis inquisitione) ist unpassend für die Sentenzensammlung, die man als "Sententiae morales" (SM) bezeichnen sollte.

S. 6 Anm. 3: Das Stammheimer Missale befindet sich seit 1997 im Getty-Museum
http://archiv.twoday.net/stories/629755469/

S. 52 Die Signatur der wichtigen Leipziger Handschrift lautet "Ms. 148" nicht "Cod. Theol. 148".
http://www.manuscripta-mediaevalia.de/dokumente/html/obj31560845

S. 55 Die Neustifter Handschrift des Dialogus super autores hat sehr wohl eine Signatur, nämlich "Cod. 360".
http://manuscripta.at/?ID=35471

S. 217-220 Zu Werner von St. Blasien habe ich eine ausführliche Korrektur veröffentlicht
http://archiv.twoday.net/stories/1022414583/

S. 238f. Zum Diagramm "Homo constat ex carne": Bei der handschriftlichen Überlieferung ist ULB Darmstadt, Hs. 812 nicht berücksichtigt. Abbildung:
http://archivalia.tumblr.com/post/73965301565/peregrinus-conradus-hirsaugiensis-homo-constat

S. 395 Im Literaturverzeichnis ist ein bedeutender Aufsatz von Bernards "Um den Zusammenhang" fälschlich Bultot zugewiesen worden (korrekt in den Fußnoten).

Nun zur Autorenfrage.

Rainini hätte die Aufgabe gehabt, alle Indizien für die Ordenszugehörigkeit des Autors zusammenzutragen, was er aber unterlassen hat. Er weist darauf hin (S. 36, 75), dass im Dialogus de mundi contemptu, einem Dialog zwischen Mönch und Kanoniker, die monastische Lebensform als überlegen gewertet wird, nennt aber nicht das von Seyfarth (Einleitung zum Speculum virginum, CCCM V, S. 43*) leichthin weggewischte Zeugnis, dass im Speculum virginum (SV) Benedikt als sanctus pastor noster genannt und die Dialogpartnerin Theodora als Benediktinerin gedacht wird.
http://archiv.twoday.net/stories/1022473555/

Soll ich das wirklich tadeln? Es gibt mir doch Gelegenheit, erstmals den Befund aus dem Dialogus super auctores in diesen Strang der Konrad-Literatur einzubringen. Die Sekundärliteratur zu Konrads "Literaturgeschichte" hat - ohne die Debatten um die Autorschaft groß zur Kenntnis zu nehmen - den Dialogus super auctores (DSA) in einer benediktinischen Klosterschule, insbesondere in Hirsau situiert. Der Schüler lebt nach den Worten des Textes (wie Theodora) nach der Benediktsregel, da auf eine Übernahme aus Terenz "in Regula tua" verwiesen wird (ed. R. B. C. Huygens: Accessus ad auctores, 1970. S. 117 Zeile 1418). Diese Stelle registrierten Leslie G. Whitbread: Conrad of Hirsau as Literary Critic. In: Speculum 47 (1972), S. 235 und Terence O. Tunberg: Conrad of Hirsau and His Approach to the Autores. In: Mediaevalia et Humanistica NF 15 (1987), S. 67. Beide machten zusätzlich darauf aufmerksam, dass das Interesse des Autors an den Todesdaten von Petrus und Paulus mit dem Patrozinium der Hirsauer Klosterkirche erklärt werden könnte (Whitbread S. 235; Tunberg S. 80). Nicht ohne Gewicht erscheint mir die Beobachtung von Rainer Kurz: Zu Konrads von Hirsau "Dialogus super auctores" 590 über das Leben des Sedulius. In: Mittellateinisches Jahrbuch 14 (1979), S. 265-272, dass der Autor eine Reichenauer Handschrift oder eine Abschrift davon benutzt hat. Literarische Beziehungen Hirsaus zu Reichenau spiegeln sich im Hochmittelalter etwa in einer hypothetischen Überlieferungskette Reichenau-Hirsau-Schaffhausen bei einer Schaffhausener Handschrift, auf die Felix Heinzer hinwies:

https://books.google.de/books?id=DCKY2941XFQC&pg=PA99

Sowohl das Interesse an Petrus und Paulus als auch der Reichenauer Bezug können natürlich nicht beweisen, dass "Peregrinus" tatsächlich in Hirsau schrieb; das argumentative Gewicht dieser Indizien ist zwar nicht zu vernachlässigen, aber gering.

Das gilt auch für wörtliche Übernahmen aus der Benediktsregel (laut Register zu Benedetto da Norcia von Rainini S. 71, 300 angesprochen).

Auf die monastische Situierung des Dialogus de cruce und eine Erwähnung der Mainzer Kirchenprovinz (zu der z.B. Andernach definitiv nicht gehörte) weist Rainini S. 36f. hin.

Sowohl im Speculum virginum als auch im Dialogus super auctores beruft sich "Peregrinus" in einer Weise auf die Benediktsregel, die einen Schluss auf die eigene Ordenszugehörigkeit erlaubt. Im Dialog zwischen Mönch und "Matricularius" steht er auf der Seite des Mönchs. Angesichts dieses Befunds ist es aus meiner Sicht nicht zulässig, Seyfarths Vermutung, ein rheinischer Regularkanoniker sei "Peregrinus", als ernsthafte Möglichkeit weiter in Betracht zu ziehen.

(Ob man aus dem Autorenbild, das einen Mönch oder einen Kanoniker zeigt, siehe etwa "L":

http://archivalia.tumblr.com/post/59673364631/peregrinus-conradus-hirsaugiensis-speculum

Schlüsse ziehen kann, müssen Spezialisten für klösterliche Tracht entscheiden. Eine Mail-Anfrage von mir bei Frau Professorin Nilgen blieb unbeantwortet.)

Alles deutet daher auf einen Benediktinermönch, wenngleich auch die Zisterzienser nach der Benediktsregel lebten und Benedikt als Vater des Mönchtums verehrten.

Die älteste Überlieferung der Vollhandschriften des Speculum virginum hat ein deutliches zisterziensisches Profil, benediktinische und Regularkanoniker-Provenienzen treten deutlich zurück.

Von einer der beiden hochmittelalterlichen Handschriften des DSA kennt man den mutmaßlichen Schreibort St. Stephan in Würzburg OSB.
http://www.manuscripta-mediaevalia.de/hs/katalogseiten/HSK0084_b006_jpg.htm

Der Dialogus de cruce stammt aus Regensburg St. Emmeram OSB, und im Regensburger Benediktinerkonvent in Prüfening befand sich, worauf Rainini S. 12 hinweist, im 14. Jahrhundert eine Handschrift des Speculum virginum.

Eine Schriftensammlung des Peregrinus nannte man in Eberbach OCist "Peregrinus minor" (Rainini S. 34). Der Peregrinus maior war dann sicher das Speculum virginum, dessen älteste (Londoner) Handschrift aus Eberbach stammt.

S. 202-204 erwägt Rainini, Felix Heinzer folgend, ob das Schaubild "Lamm Gottes" im ca. 1140/60 zu datierenden Kollektarium aus Zwiefalten OSB (WLB Stuttgart Cod. brev. 128, Bl. 10r) ebenfalls von Konrad oder einem Schüler stammt. Digitalisat:

http://digital.wlb-stuttgart.de/purl/bsz33972076X/page/21

Auch im Kapitelsoffiziumbuch (um 1162) dieser Hirsauer Gründung wollte Heinzer eine Abbildung auf das Speculum virginum zurückführen.

http://www.persee.fr/web/revues/home/prescript/article/ccmed_0007-9731_2001_num_44_176_2809 (S. 339)
https://www.freidok.uni-freiburg.de/data/8216 (S. 139)
http://digital.wlb-stuttgart.de/purl/bsz349406464/page/179 (Digitalisat)

Wenn man also den Blick weitet und nicht nur das SV einbezieht (wobei bei De fructibus - FCS - meine diesbezügliche Zusammenstellung noch nicht veröffentlicht ist), kann man von der frühen Verbreitung einen benediktinischen Entstehungskontext nicht ausschließen. Eher unwahrscheinlich sind die Regularkanoniker. Allerdings sollte man unterstreichen, dass aus Verbreitungsdaten methodisch schlüssig nicht auf den Entstehungskontext geschlossen werden darf. Sie liefern allenfalls einen gewissen Anhaltspunkt.

Könnte "Peregrinus" nicht ein Zisterzienser gewesen oder in diesen Orden übergetreten sein? Schließlich schrieb um 1140 Papst Innozenz II. Zisterzienseräbten im Einzugsbereich von Hirsau, dass sich der Hirsauer Abt Volmar beklagt hätte, sie hätten aus Hirsau entlaufenen Mönchen Zuflucht gewährt.

https://books.google.de/books?id=DCKY2941XFQC&pg=PA409 (Heinzer)

Ein Gegenargument sind die Datierungen seines Werks, wenn man sie mit der Ausbreitung des Zisterzienserordens korreliert. Wenn De fructibus (FCS) tatsächlich nicht später als 1133 entstanden ist, war das in der Überlieferungsgeschichte so wichtige Kloster Eberbach (Gründung 1136) noch gar nicht gegründet. Das niederrheinische Kamp wurde schon 1123 gegründet, aber man scheut trotzdem vor der Annahme zurück, dass ein monastischer Autor in der aufregenden Gründungsphase der deutschen Zisterzen die Muße für seine theologischen Schriften gefunden haben könnte.

Mit der Datierung der Werke befasst sich Rainini S. 51-56. Die Probleme liegen auf der Hand: die frühen Pergamenthandschriften sind nur ausnahmsweise hinreichend genau datierbar, zeitgeschichtliche Anspielungen und Textrezeptionen sind vielfach nicht hinreichend eindeutig anzunehmen. Daher beurteile ich die diesbezüglichen Resultate Raininis nicht so optimistisch wie er selbst. Der Befund gibt zu oft nur "weiche" Daten her.

Bei FCS kommt Rainini zu dem Schluss, dass die Hypothese einer Entstehung vor dem August 1133 plausibel bleibe - wie gern würde man ihm glauben und hätte dann einen festen Anker! Ganz sicher ist es natürlich nicht, dass man nachträglich und zeitgleich im August 1133 eine Sonnenfinsternis in das Leipziger Ms. 148 (aus Pegau OSB) eingetragen hat. [ http://archiv.twoday.net/stories/1022493888/ ] Die Salzburger Handschrift wird in der "offiziellen" Beschreibung mit Fragezeichen in das zweite Drittel des 12. Jahrhunderts datiert.
http://www.ubs.sbg.ac.at/sosa/handschriften/mi32txt.htm

Bei DMC und den anderen kleinen Schriften aus dem Eberbacher "Peregrinus minor" um 1200 ist eine nähere Datierung nicht möglich.

Die Benutzung von Werken Hugos von St. Viktor (S. 312-315) möchte Rainini bei dem DSA und der Altercatio (ASE) sowie dem DDC in einen terminus post quem ca. 1135 ummünzen. Bei der ASE überzeugt mich nicht, dass eine Anspielung auf den Kreuzzug 1147/48 vorliegen soll. Für den Dialogus de cruce (DDC) soll eine Benutzung eines Werks von Petrus Venerabilis einen Terminus post quem 1144 sichern.

Eine gewisse Sicherheit bei dem SV liefert allein die durch Cohen-Mushlin angenommene Datierung von Pal. lat. 565 auf ca. 1150/55. Mit Seyfarths paläographischer Datierung von Arundel 44 ca. 1140/50 fängt man nicht viel an. Übernahmen aus Bernhard von Clairvaux, die eine Datierung nach 1139 nahelegen (S. 62), sind wohl nicht hinreichend gesichert. Wie Seyfarth datiert Rainini das Speculum virginum in die beginnenden 1140er Jahre.

Nach der Tabelle S. 72 entstand De fructibus wahrscheinlich vor 1133 und das Speculum virginum vor 1150/55. Mit Vorbehalt akzeptiere ich auch die Datierungen für DSA nach 1135 und DDC nach 1144. "Peregrinus" wirkte also nachweislich im zweiten Viertel des 12. Jahrhunderts, was gut zur Aussage des Trithemius passt: "Claruit sub Conrado imperatore tertio. Anno Domini 1140" (Scr. eccl., zitiert von Rainini S. 28, 51). Zunächst hatte Trithemius aber die Zeit um 1100 angesetzt. Angesichts der Übereinstimmung mit den einigermaßen gesicherten Daten wird man das Zeugnis des Trithemius nicht ohne weiteres verwerfen dürfen.

Zu den Nennungen von Peregrinus bzw. "Konrad von Hirsau" bei Trithemius hätte Rainini (S. 27) nicht darauf verzichten dürfen, die Erörterungen und Textmitteilungen Valentin Roses 1893 zu zitieren:

http://www.manuscripta-mediaevalia.de/hs/katalogseiten/HSK0709_c0137_jpg.htm

Rainini zitiert zwar S. 38 meinen Beitrag von 2013 zu den Hirsauer Inschriften

http://ordensgeschichte.hypotheses.org/5502 (= Graf 2013)

zu dem Basellius-Zeugnis, aber weder hat er meine Argumentation erschöpfend verwertet noch kann der Leser seinem Zitat entnehmen, dass ich mich dort umfangreich mit dem Konrad-Problem auseinandersetzt habe. Ich muss also nochmals die Sachlage erörtern, wobei ich für Belege weitgehend auf den Beitrag von 2013 und Raininis Monographie verweise.

(Meine Konrad-Studien entstanden in den frühen 1990er Jahren. Von Raininis bahnbrechendem Aufsatz von 2009 erfuhr ich erst - dank der liebenswürdigen Zusendung durch Pater Rainini, dem ich auch für das Exemplar seines Buches zu danken habe - nach der Veröffentlichung meines Beitrags von 2013 mit dem Konrad-Exkurs.)

Die textimmanenten Hinweise auf einen benediktinischen Autor passen gut zur Hirsauer Tradition, die einen geistlichen Schriftsteller Peregrinus als Mönch des eigenen Klosters kennt - und zwar schon vor Trithemius.

1. Hieß Peregrinus Konrad?

Seyfarth hat in ihre SV-Ausgabe die sich auf den Autor, der sich sonst mit dem Pseudonym Peregrinus bezeichnet, beziehende Initiale C gesetzt (Erörterung bei Rainini S. 38-41). Von C auf Conradus zu kommen, ist außerordentlich naheliegend. Diesen Schluss zu ziehen darf man Trithemius nicht anlasten - vorausgesetzt, er hatte keine anderen alten Informationen zu Konrad von Hirsau.

Rainini legt zuviel Wert auf den Eintrag "Hhunradus" in der Salzburger Handschrift M I 32 (S. 41-43). Dass sich das auf den Autor von FCS bezieht, ist nur eine von mehreren Möglichkeiten und scheint mir auch nicht notwendigerweise die wahrscheinlichste - für mich kein wirklich tragfähiges Argument.

Ein von Trithemius unabhängiges Zeugnis, dass "Peregrinus" Konrad hieß, existiert nicht (bzw. das Salzburger Zeugnis wiegt zu leicht). Da Trithemius sich geirrt haben kann oder den Namen lediglich aus der Initiale C abgeleitet, bevorzuge ich weiterhin den Namen Peregrinus Hirsaugiensis. Ich meine aber, darin Rainini zustimmend, dass man den Autor des SV und der weiteren Werke wahrscheinlich Konrad von Hirsau nennen darf.

2. Der Hirsauer Bibliothekskatalog aus dem Hochmittelalter

Johannes Parsimonius schrieb den alten Bibliothekskatalog aus der verlorenen Handschrift A ab, die nicht nur Mittelalterliches enthielt (Graf 2013 zu Nr. 213). Viel Staat ist mit den 37 Nummern nicht zu machen

http://archive.org/stream/catalogibibliot00beckgoog#page/n230/mode/2up
nach Lessing
http://digitale.bibliothek.uni-halle.de/vd18/content/pageview/4023022

Eine Auswertung versucht Rainini S. 283-285. Die tradierte Datierung um 1165 ist natürlich Unsinn. Sie stützt sich auf die mit dem 1165 verstorbenen Abt Mangold endende Liste der Äbte in der Vorbemerkung. Die Formulierung "sub praedicto patre Wilhelmo" zeigt aber, dass sie von dem Redaktor des Codex A oder sogar von Parsimonius stammt, also für die Datierung des eigentlichen Bibliotheksverzeichnisses streng genommen nicht das geringste besagt. Die Erwähnung von Hugo von St. Viktor De sacramentis liefert auch hier einen Terminus post quem 1135 für das offensichtlich im 12. oder 13. Jahrhundert zusammengestellte Bücherverzeichnis, das wir nur in kursorischer Zusammenfassung haben, da der Redaktor am Ende sagt, er habe von vielen Büchern Titel und Autoren nicht aufzeichnen wollen ("nolui huc scribere").

Natürlich ist es angesichts der nach-trithemianischen Datierung denkbar, dass der Peregrinus später interpoliert wurde, aber konkrete Anhaltspunkte gibt es nicht. Man darf also getrost davon ausgehen, dass ein hochmittelalterliches Hirsauer Zeugnis einen Hirsauer Mönch Peregrinus belegt, der schriftstellerisch tätig war.

3. Zeugnisse für Peregrinus in Hirsau vor Trithemius

Rainini zitiert S. 38 das von mir beigebrachte Testimonium aus dem Bonner Cod. S 310 Bl. 154r: "omnes uiri insignes, ab eorum collegio nequaquam retraendus est Peregrinus, uir utique egregius: hic eleganti tum Veteris tumque Novi Testamenti dogmate decorauit eram" (anders lese ich die Stelle auf meiner Kopie auch nicht). Rainini gibt aber nicht die von mir begründete genauere Datierung des Werks des Nikolaus Basellius, das Trithemius zur Verfügung gestellt wurde: 1490/95 (Wasserzeichen: 1488/92). Der Eintrag zeigt, dass man schon vor Trithemius von einem Hirsauer Mönch Peregrinus wusste, der Bibelstudien betrieben hatte. Außerhalb von Hirsau wusste der Augsburger Benediktiner (und Thierhauptener Abt) Petrus Wagner (sein Name fehlt leider im Namensregister von Rainini), dass ein Hirsauer Mönch Peregrinus viel geschrieben habe. Die Datierung ist unsicher, vermutlich 1493 (S. 35).

Das alles beweist nicht, dass der Hirsauer Schriftsteller Peregrinus auch jener Autor Peregrinus war, der das SV und die weiteren Werke verfasste.

Entscheidend ist nun - auch dafür interessiert sich Rainini S. 35f. nicht - die von mir 2013 angesprochene Datierung der Dormitoriums-Balken in das Jahr 1480. Sie wiesen ja unzweifelhaft Zitate eines "Peregrinus", der der SV-Peregrinus sein muss, auf - laut der Abschrift des Parsimonius in der Wolfenbütteler Handschrift und auch im Tübinger Mh 164 (aus dieser Handschrift von Bernards ediert). Ich sah keinen Anlass, Neumüllers-Klauser zu widersprechen, die bei Nr. 131 ihres Inschriftenbandes 1480 datierte, eine Jahreszahl, die auf Trithemius zurückgeht.

Bezweifelt man (ohne stichhaltigen Grund) die Datierung des Dormitoriums auf 1480 durch Trithemius oder die gleichzeitige Anbringung der Inschriften in diesem Innenraum, so entfiele dieses entscheidende vor-trithemianische Zeugnis, dass der Peregrinus des SV und der Peregrinus der Hirsauer Tradition in Hirsau als identisch angesehen wurden. Dem Ersteller der Inschriften lag das SV und ein nicht identifiziertes Werk des Peregrinus vor.

4. Texte und Bilder des Peregrinus in Hirsau

Neben den SV-Zitaten in den Dormitoriumsinschriften (samt einem Zitat aus einem unbekannten Peregrinus-Werk) ist vor allem die Abschrift der ASE durch den Hirsauer Mönch Johannes Rapolt 1511 zu nennen (S. 45f.). Sie würdigt Konrad von Hirsau nach Trithemius und soll einer Matricularius genannten Handschrift entnommen worden sein. Die Bezeichnung Matricularius ist der Titel von DMC. Wenn keine Verwechslung vorliegt, war also auch DMC in Hirsau vorhanden. Ich stellte mir die Frage, wie Rapolt überhaupt wissen konnte, dass ASE ein Werk von Conradus alias Peregrinus sei, denn in den gedruckten und ungedruckten Werklisten des Trithemius (S. 27 ab Anm. 13 zitiert) fehlt ASE. Es erscheint erst in den auf Trithemius zurückgehenden Inschriften des Sommerrefektoriums von 1517/21 (zitiert S. 47 Anm. 105 aber nicht nach der Wolfenbütteler Handschrift, sondern nach Lessings Wiedergabe derselben, die ich nach dem Erstdruck verlinke

http://digitale.bibliothek.uni-halle.de/vd18/content/pageview/4023033 ).

Außerdem gab es im nach 1543 mit Wandgemälden ausgestatteten Hirsauer Abtshaus Bäume der superbia und der humilitas, die womöglich auf das SV oder ein anderes Peregrinus-Werk zurückgingen (Graf 2013 nach Neumüllers-Klauser Nr. 219).

Gab es im Hochmittelalter mehrere Werke des SV-Peregrinus und trifft die Datierung der Dormitoriums-Inschriften auf 1480 zu, so erscheint der Schluss berechtigt, dass der Peregrinus des Hirsauer Bibliothekskatalogs aus dem Hochmittelalter mit dem SV-Peregrinus identisch ist, also Peregrinus Hirsaugiensis das Speculum virginum, den Dialogus de cruce und die weiteren Schriften verfasste.

Dass es in der Hirsauer Bibliothek Schriften des SV-Verfassers Peregrinus und daneben Schriften eines Hirsauer Mönchs Peregrinus gab, die man womöglich am Ende des 15. Jahrhunderts zusammengeworfen hat, halte ich für höchst unwahrscheinlich.

Wenn aber nun Trithemius im Rheinland auf die Schriften des Augustinerchorherrn (?), der nach Bernards und Seyfarth das SV verfasst haben soll, stieß und diese in Abschrift nach Hirsau verfrachtete, da er überzeugt war, dass der Hirsauer Peregrinus und der SV-Peregrinus identisch seien? Dann müsste man nur die Datierung der Dormitoriums-SV-Zitate auf 1480 beseitigen. Die fälschende Interpolation des Bibliothekskatalogs wäre unnötig, denn der dort genannte Peregrinus hat ja nicht notwendigerweise etwas mit dem SV-Verfasser zu tun.

Für eine solche finstere Machenschaft fehlen jegliche konkreten Anhaltspunkte! Ich bin niemand, der dazu neigt, die Fälschungen des Trithemius zu beschönigen und teile mit Blick auf "Haymo von Halberstadt" auch nicht Klaus Arnolds optimistische Einschätzung, die literaturgeschichtliche Arbeit des Sponheimer Abts sei "sauber". Aber des Trithemius Angaben zu Peregrinus und ab 1495 Konrad von Hirsau sind bemerkenswert präzise. Seine Textanfänge ermöglichten ab dem Ende des 19. Jahrhunderts die Identifizierung der handschriftlichen Texte. Nur den Trithemius unbekannten Dialogus erkannte erst Rainini als Peregrinus-Werk.

Rätselhaft ist, wie Trithemius (eventuell unterstützt durch Hirsauer Mitarbeiter) die einzelnen Werke aus dem Peregrinus-Oeuvre zusammenführen konnte. Es wäre doch etwas naiv anzunehmen, dass es in einer alten Klosterbibliothek eine Reihe von Bänden gab, in denen die einzelnen Werke ein "Explicit liber Peregrini monachi" o.ä. trugen. In Eberbach konnte er das SV und die Texte des "Peregrinus minor" einander zuordnen. Vermutlich stammen auch die anderen Zuweisungen aus solchen heute verlorenen Autorensammlungen. Möglicherweise lag Rapolt in Hirsau 1511 eine solche Sammlung vor, die außer dem abgeschriebenen ASE auch den Matricularius = DMC enthielt.

Insgesamt ergibt sich eine Bestätigung der These von Rainini, wonach der Benediktiner Konrad von Hirsau, der - wie Trithemius angab - um 1140 lebte, das Speculum virginum, den Dialogus de cruce und die weiteren Werke verfasst habe. Die 1480 zu datierenden SV-Zitate im Hirsauer Dormitorium sichern neben der wohl auf eine hochmittelalterliche Hirsauer Handschrift zurückgehenden Altercatio-Abschrift Rapolts von 1511 die Gleichsetzung des im hochmittelalterlichen Bibliothekskatalog erwähnten Hirsauer Mönch Peregrinus mit dem Verfasser des Speculum virginum ab.

Deutlicher als Rainini kann ich die Zugehörigkeit des Peregrinus, der das SV und die anderen Texte verfasste, zum Benediktinerorden plausibel machen. Die von Rainini nicht berücksichtigten handschriftlichen Überlieferungsverhältnisse widersprechen dieser Zuweisung keineswegs - wenn man nicht nur das SV berücksichtigt. Dass Peregrinus Regularkanoniker war, darf man - gegen Seyfarth - wohl ausschließen. Nur weil das SV in Zisterzen gern gelesen wurde, muss er kein Zisterzienser gewesen sein. Stammt das Lamm-Schaubild in der sehr frühen Zwiefalter Handschrift tatsächlich von Peregrinus, so verweist das mit Nachdruck auf den nächsten Umkreis Hirsaus.

Als Peregrinus schrieb, hatte die Hirsauer Reform deutlich an Vitalität und Attraktivität verloren. Die Mühen der Forschung mit seinem Werk beweisen eines: Von einer spezifisch "hirsauischen" Geistigkeit kann bei Peregrinus überhaupt keine Rede sein. Die theologischen Konzepte von Benediktinern, Regularkanonikern und Zisterziensern unterschieden sich damals nicht in einer Weise, die es dem Forscher ermöglicht, einen theologischen Text klar und zweifelsfrei zuzuweisen. Peregrinus stand den theologischen Positionen nah, die in allen drei Gruppen vertreten wurden (auf Raininis Studien zu den "moderni" S. 303-341 sei verwiesen).

#forschung


Der Aufsatz von Rüthing 2012

http://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/txt/wz-8887.pdf

zeigt wenig Kenntnis seriöser Sagenforschung. Ich habe ihn trotzdem eingetragen auf der Wikisource-Seite zum "Ritter Gottfried":

https://de.wikisource.org/wiki/Ritter_Gottfried#Stofftradition

Zum "Ritter Gottfried" hat (ohne die westfälische Überlieferung) durchaus gründlich Eichenberger 2015 gearbeitet, weitgehend online unter:

https://books.google.de/books?id=5hJfCAAAQBAJ&pg=PA457

#erzählforschung

http://www.oeaw.ac.at/vid/research/histortslexikon.shtml

"Das Historische Ortslexikon ist eine statistische Dokumentation zur
österreichischen Bevölkerungs- und Siedlungsgeschichte und enthält Angaben über Bevölkerungs- und Häuserzahlen."

http://www.landesmuseum.at/datenbanken/digilit/?litnr=38707

Ein Aufsatz von Beatrix Bastl 1998 in den Wissenschaftlichen Arbeiten aus dem Burgenland, die weitgehend online zur Verfügung stehen.

http://www.landesmuseum.at/datenbanken/digilit/?serienr=6631

Das Imperial College zahlt durchschnittlich 1850 Pfund APC für Open-Access-Artikel, erläutert T. Reimer:

http://www.ub.uni-dortmund.de/listen/inetbib/msg56433.html

Zu APCs weltweit siehe aber:

http://walt.lishost.org/2015/09/the-gold-oa-landscape-are-facts-irrelevant/

"1,899 journals publishing 198,996 articles in 2014" nehmen weniger als 1000 Pfund APC.

Die Auszeichnung geht an die Irish Medical Times, die einen Bericht zu einem OA-Projekt zur Medizingeschichte denjenigen vorenthält, die - womöglich wahrheitsgemäß - beteuern, keine Mediziner zu sein.

http://practitioners.exeter.ac.uk/

Via
https://plus.google.com/+RichardPoynder/posts/hR8QTmd7Lit

medical_times

http://wjw-digital.de/blog/

Firmenblog

http://id.lib.harvard.edu/aleph/012777396/catalog

https://legacy.countway.harvard.edu/menuNavigation/aboutCountway/cooper.html

http://harvardcooper.blogspot.de/


Wien will ein neues historisches Museum:

http://www.nzz.ch/feuilleton/haus-der-unendlichen-vorgeschichte-1.18614904

https://siegelblog.hypotheses.org/158

#sphragistik

Die Briefe aus den Jahren 1559-1562:

http://edoc.unibas.ch/37866
http://edoc.unibas.ch/38297

Siehe auch
http://www.ub.unibas.ch/ub-hauptbibliothek/wir-ueber-uns/weiteres/amerbach-edition/
http://archiv.twoday.net/stories/1022432278/


Bonner Dissertation von Sarah Brasack 2015.

http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:hbz:5-40139

http://nbn-resolving.de/urn/resolver.pl?urn=urn:nbn:de:bvb:355-epub-323977

Dissertation (2015) von Deml, Isabell: "Die Arbeit befasst sich mit sprachlichen und textuellen Merkmalen der deutschen Wissenschaftssprache und zeigt ihre Entwicklung seit dem 18. Jahrhundert anhand einer Analyse der Textsorte „wissenschaftlicher Artikel“. Die untersuchten Artikel stammen aus vier wissenschaftlichen Disziplinen: Chemie, Physik, Deutsche Philologie und Geschichtswissenschaft."

Der Aufsatz von Andreas H. Zajic in MIÖG 2007 ist nun online:

http://documents.icar-us.eu/documents/2015/09/paper-vorbemerkungen-zu-einer-fruhgeschichte-des-dominikanerinnenklosters-imbach.pdf

Ellen Widders Aufsatz von 1991 ist online:

http://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/txt/wz-9087.pdf

Digitalisate von

Rolevinck, Werner: De laude antiquae Saxoniae nunc Westphaliae dictae. [Köln: Arnold ter Hoernen, um 1475].

weist der GW nach via GND

http://beacon.findbuch.de/seealso/pnd-aks?format=sources&id=118749536

http://www.otz.de/web/zgt/politik/detail/-/specific/Behoerden-sollen-Akten-oeffnen-Thueringer-Datenschuetzer-will-Transparenzgesetz-1717433389

Fünf Bundesländer haben noch kein IFG. In Bayern ist überhaupt kein Gesetz geplant.

http://www.welt.de/politik/deutschland/article146051142/Wie-Buergern-Informationsrechte-vorenthalten-werden.html

Mit dem Gesetzentwurf für Baden-Württemberg zeigt sich (nicht nur) Transparency International unzufrieden:

http://www.verbaende.com/news.php/Baden-Wuerttemberg-Mehr-Informationsfreiheit-wagen-Transparency-kritisiert-Gesetzentwurf-der-Landesregierung?m=105742

Entwurf:

https://im.baden-wuerttemberg.de/fileadmin/redaktion/m-im/intern/dateien/pdf/LIFG_GE.pdf

Update zu BW:

https://www.datenschutz.de/news/detail/?nid=7424


http://www.heise.de/tp/artikel/46/46032/1.html

#gema

In den USA hat ein Gericht die Sorgfaltspflichten von Rechteinhabern unterstrichen, wenn diese Take-down-Forderungen erheben. Sie müssen im Einzelfall prüfen, ob "fair use" vorliegt. Viele halten die Entscheidung für weitreichend, andere nicht.

http://www.deutschlandradiokultur.de/lenz-vs-universal-music-das-dancing-baby-und-der-alltag-im.2156.de.html?dram:article_id=331506 m.w. N.

Urteilstext Lenz vs. Universal Music
http://www.scribd.com/doc/280946517/Opinion-From-United-States-Court-of-Appeals-9th-Circuit-Lenz-vs-Universal-Music

Die SZ porträtierte am 18. August 2015 das Münchner Wirtschaftsarchiv.

http://www.sueddeutsche.de/muenchen/firmen-geschichte-knopfhaendler-und-kunstschaetze-1.2612224

rassenhunde

http://www.kreis-anzeiger.de/lokales/wetteraukreis/buedingen/dokumente-sind-gedaechtnis-buedingens_16063415.htm

Interview mit Vogel, der mit anderen zu Recht nicht locker lässt:

In den Teilen „Landesarchiv“ der Rentkammerarchive der drei Schlösser Büdingen, Meerholz und Wächtersbach, die vermutlich größten Teils im Bandhaus im Büdingen liegen, befindet sich die staatliche Überlieferung von etwa 60 Ortschaften im Wetteraukreis und Main-Kinzig-Kreis aus der Zeit von etwa 1680 bis etwa 1830. Es sind zum Beispiel Akten über Gemeindeangelegenheiten, Kirchen, Gemarkungen und so weiter, die mit Familienangelegenheiten nichts zu tun haben. Es handelt sich daher um die wichtigste Überlieferung aus älteren Zeiten von 60 Orten, darunter auch die Stadt Büdingen, ohne die deren ältere Geschichte nicht geschrieben werden kann.

Das Ministerium ignoriert augenscheinlich wichtige historische Fakten und behauptet weiterhin, dass die Landesarchive Privateigentum seien. Sie widerlegen das im Detail. Wo bleibt der öffentliche Aufschrei?

Die Ausführungen des Ministeriums sind schlicht Unsinn. Ein Rentkammerarchiv konnte bereits von seinem Begriff her kein Privateigentum sein. Die Archive der Rentkammern gehörten entweder zum Vermögen des Standesherrlichen Hauses oder des Staates.

Dass ein solcher Schwachsinn einem Landtag unterbreitet werden kann, ohne dass dies zu einem öffentlichen Aufschrei führt, ist in der Tat irritierend.

Der zynische Untertitel Ihres Buches lautet „Fortsetzung der Monarchie ins Hessen des 21. Jahrhunderts“. Ein Stück Einführung der Republik stünde noch aus, schreiben Sie. Was muss passieren, dass dies geschieht?

Die Monarchie wurde 1919 abgeschafft. Es wird aber so getan, als wenn dies für die vormals standesherrlichen Archive nicht gilt. Die „Landesarchive“ in den vormals standesherrlichen Archiven sind jetzt direktes Eigentum des Landes Hessen. Das Land hat die Pflicht, seine historischen Unterlagen der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Hierfür ist das Ministerium für Wissenschaft und Kunst zuständig und hat sich entsprechend zu betätigen, statt Unsinn zu verbreiten. Punktum.


Siehe hier:
http://archiv.twoday.net/stories/1022438158/

Norman Ohlers These ist überzogen, findet:

http://www.welt.de/print/die_welt/kultur/article146544205/Wir-brettern-bis-alles-zusammenfaellt.html

Günstiger ist die FAZ dem Autor gestimmt:

"Norman Ohlers Buch ist aus allein schon militärgeschichtlicher Perspektive eines der interessantesten Bücher der letzten Jahre. Es ist deshalb so interessant, weil der Autor in Archiven Materialien gefunden, durchgesehen und miteinander in Beziehung gesetzt hat, die der Forschung bisher zum Teil nicht bekannt waren oder in ihr immer nur am Rande vorkamen. Im Militärarchiv in Freiburg hat er einen ganzen Ordner mit sanitätsdienstlichen Berichten über das Doping der Soldaten gefunden, genauer gesagt: den Methamphetamingebrauch beim Angriff auf Polen am 1. September 1939. Er hat Dokumente gefunden, die schon im April und Mai 1939 die ersten systematischen Drogenversuche der Militärgeschichte belegen. Im Bundesarchiv in Koblenz sah er den Nachlass von Hitlers Leibarzt Morell durch, darunter ein akribisches Verzeichnis der täglich verabreichten Medikamente. In Washington Protokolle der Verhöre, die der amerikanische Geheimdienst mit Morell führte."

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/themen/rezension-der-totale-rausch-drogen-im-dritten-reich-von-norman-ohler-13799639.html

Siehe auch:

http://www.taz.de/!5232124/

http://www.deutschlandradiokultur.de/drogen-waehrend-der-nazizeit-mit-amphetaminen-in-den.1270.de.html?dram:article_id=331025

u.a.m.

http://www.br.de/radio/bayern2/bayern/bayernchronik/wuerzburger-staatsarchiv-verlegung-kitzingen-wider-willen-100.html

Siehe auch
http://www.mainpost.de/regional/wuerzburg/Festung-Marienberg-Stadtarchive-Universitaetsarchive-Universitaetsbibliotheken;art735,8876217

"Mit jedem Tag, an dem am Waidmarkt weiter nach der Ursache für den Einsturz mehrerer Häuser gesucht wird, schwindet die Chance, jemanden zur Rechenschaft ziehen zu können. Denn wenn am 3. März 2019 kein Urteil gesprochen ist, bleibt ein schuldhaftes Vorgehen, das den Tod zweier Menschen nach sich zog, Bauten zerstörte sowie Geschichtszeugnisse von unglaublichem wissenschaftlichen Wert beschädigte, ungesühnt."

http://www.rundschau-online.de/koeln/koelner-stadtarchiv-anklagebehoerde-unter-zeitdruck,15185496,31838870.html

http://pic.vicinity.nl/w/1673/0f50617bbbef46e630f03d627e54ce9e/0/0

Aber niemand will sie lesen:

http://www.focus.de/politik/deutschland/terrorismus-olympia-attentat-von-1972-kein-interesse-an-geheimakten_id_4956379.html

http://www.hr-lavater.ch/2015/09/18/eidgenoessische-tagsatzung-zu-baden-sitzordnung-um-1675/


Gute Qualität, wasserzeichenfrei.

http://sammlung-online.kunsthalle-mannheim.de/eMuseumPlus

Kein Sharing, keine Nachnutzung, keine Feedback-Funktion usw.


Nachtrag zum Homo Naledi: Bei der Frühmenschenforschung sitzen Wissenschaftler nicht selten zu lange auf ihren Daten. Es "schade der Wissenschaft, wenn selbst die grundsätzlichen Erkenntnisse jahrzehntelang geheim blieben".

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/homo-naledi-wie-der-fund-unter-anthropologen-einen-streit-entfachte-a-1053162.html

Update:
http://archaeologik.blogspot.de/2015/09/homo-naledi-warnt.html

http://artincrisis.hypotheses.org/1318


https://filstoria.hypotheses.org/12418

http://digital.lb-oldenburg.de/ihd/periodical/pageview/293825

Ein Aufsatz aus dem Heimatkalender für das Oldenburger Münsterland 1952.

http://www.bibliometrie-pf.de/

Via
http://log.netbib.de/archives/2015/09/17/oa-zeitschrift-bibliometrie-praxis-und-forschung/

http://medienportal.univie.ac.at/uniview/forschung/detailansicht/artikel/open-access-publizieren-in-ueber-1600-springer-zeitschriften/

"Springer und das Bibliothekskonsortium in Österreich haben ein weitreichendes, neues Lizenzmodell "Springer Compact" mit dreijähriger Laufzeit ab Jänner 2016 vereinbart. Springer Compact verbindet die Nutzung von Inhalten auf SpringerLink mit der Möglichkeit, Open Access zu publizieren. Mitglieder erhalten Zugriff auf über 2.000 Springer- Zeitschriften und können in über 1.600 Springer Hybrid-Zeitschriften Open Access publizieren."

Update:
http://scilog.fwf.ac.at/artikel/2826/open-access-bei-springer-publizieren

https://netzpolitik.org/2015/wikimedia-und-mannheimer-museum-fuehren-musterprozess-um-digitalisierung-gemeinfreier-bilder/

Kaum Neues für Leser von Hilgers Blog.

https://wiki.bsz-bw.de/doku.php?id=fl-team:publikationen:dialog83-html

http://zkbw.blogspot.de/2015/09/portal-zur-agrargeschichte.html

"Bis jetzt hat das Deutsche Landwirtschaftsmuseum fünf seiner Sammlungen digitalisiert. Neben einer Traktorensammlung widmen sich die vier anderen digitalisierten Sammlungen der Agrargeschichte der DDR (Prospekte, Ersatzteilkataloge, Broschüren, Betriebsanleitungen und Prüfberichte). Insgesamt sind über 15.000 Seiten online abrufbar."

http://www.museum-digital.de/agrargeschichte/

Beispiel für so ein DDR-Prospekt-Schätzchen:

http://www.museum-digital.de/data/agrargeschichte/resources/documents/201408/03111611705.pdf

http://archaeologik.blogspot.de/2015/09/japan-fordert-seine-universitaten-auf.html

20100727 Nikko Tosho-gu Three wise monkeys 5965.jpg
20100727 Nikko Tosho-gu Three wise monkeys 5965“ von Jakub Hałun - Eigenes Werk. Lizenziert unter GFDL über Wikimedia Commons.


http://www.lto.de/recht/feuilleton/f/dissertation-plagiat-juristen-glanz-und-elend/ (Roland Schimmel, lesenswert auch zu weiteren Fällen
[ http://www.jurabilis.de/2015/09/17/Die-Tuecken-der-modernen-Doktoranden-IT-/ ]).

http://www.pnp.de/region_und_lokal/stadt_und_landkreis_passau/passau_stadt/1808714_Uni-Passau-Plagiats-Vorwurf-gegen-Jura-Professorin.html

Dass es sich um Unsinn hinsichtlich von OA handelt, stützt sich auf eigene Lektüre des inkriminierten urheberrechtlichen (!) Aufsatzes*. Dazu vielleicht demnächst mehr.

* "Ein Knauf als Tür": Open-Access-Verpflichtung durch Forschungsförderung vs. Gemeinfreiheitsgrenzen digitaler Wissenschaftskommunikation. In: JZ 2015, 221-232

Aus dem Abstract:

Die technisch noch nicht machbare ,,Ewigkeitsgarantie“
der open data ist die Achillesferse der Open Access-Bemühungen. Gerade den geisteswissenschaftlichen artibus ingenuis bleiben daher gute Bücher und gedruckte Nachschlagewerke unverzichtbar.


Da ist es müßig zu fragen, wie die Achillesferse der Autorin beschaffen ist ...

Ihre Vorlage hinsichtlich des inkriminierten Satzes: "Der urheberrechtliche Begriff der Wissenschaft hat mit methodengerechter Wahrheitssuche und intrinsischer Wahrheitsliebe nichts zu tun."
http://www.jipitec.eu/issues/jipitec-4-2-2013/3747/peukert-urheberrecht.pdf

Von der Fachöffentlichkeit offenbar weitgehend unbemerkt ist MALVINE (malvine.org) nach 15 Jahren Betrieb vom Netz genommen worden, wie mir die SBB bestätigte. In anderer Zusammensetzung von Katalogen könne man aktuell im CERL-Portal übergreifend recherchieren:
http://cerl.epc.ub.uu.se/sportal/

BNF Lat. 3503

http://gallica.bnf.fr/ark:/12148/btv1b10721197s/f5.item

Zu diesem Werk siehe meine Miszelle:

Klaus Graf: Der Zisterzienser Adam von Perseigne und das Speculum virginum. In: Ordensgeschichte vom 8. September 2013
http://ordensgeschichte.hypotheses.org/5570

Perseigne, Adam von (OCist)
GND
http://beacon.findbuch.de/seealso/pnd-aks?format=sources&id=100935265

http://www.glossaria.eu/ngml/

BLB Karlsruhe St. Blasien 77

http://digital.blb-karlsruhe.de/id/3007002

Johann Georg Estor führte in seiner Liste von Schutzpatronen auch einige "echte" Stadtpatrone, die nicht zugleich Kirchenpatrone sind, auf. Etwa die Märtyrer Galenus und Valenus in Geldern oder in Aachen Karl den Großen.


 

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