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http://bibliotecadigital.rah.es/dgbrah/i18n/consulta/registro.cmd?id=5942

Alphabetum Tironianum seu Notas tironis explicandi methodus (1747)

Buch von ca. 1649 in toller Qualität digitalisiert

http://bibliotecadigital.rah.es/dgbrah/i18n/consulta/registro.cmd?id=5946


http://bibliotecadigital.rah.es/dgbrah/i18n/catalogo_imagenes/grupo.cmd?path=1000134&posicion=5&presentacion=pagina

Real Academia de la Historia Madrid, cod. 90

Weitere Handschriften der Bibliothek online
http://bibliotecadigital.rah.es/dgbrah/i18n/consulta/resultados_navegacion.cmd?cadena_busqueda=SEC%3A+3&descrip_busqueda=C%C3%B3dices&idTema=3&idRoot=1

Andere spanische Handschrift
http://bvpb.mcu.es/es/catalogo_imagenes/grupo.cmd?path=7

Hinzuweisen ist auch auf Bob Jones University Library MS 1, komplett online
http://digital.tcl.sc.edu/cdm4/document.php?CISOROOT=/pfp&CISOPTR=1351

1. Wo finde ich das Impressum?

Rechts im MENU unter IMPRESSUM:

http://archiv.twoday.net/topics/IMPRESSUM/

2. Wie kann ich Kontakt mit dem Betreiber Dr. Klaus Graf aufnehmen?

Siehe Impressum (vgl. Frage 1)

3. Wo finde ich Beiträge über Archivalia in Archivalia?

Überwiegend in

http://archiv.twoday.net/topics/Allgemeines/

4. Wo stehen die Regeln für die Mitarbeit (Beiträge, Kommentare)?

Ebenda (Frage 3).

Zur Einsortierung der Beiträge in die Kategorien:

http://archiv.twoday.net/stories/8419122/

5. Wieso sieht Archivalia so besch*** aus?

Fefes Blog sieht noch weniger toll aus und hat sicher erheblich mehr Besucher.

Von Hofrat Trinius o.J. (wohl 1913)

http://dlib.rsl.ru/view.php?path=/rsl01004000000/rsl01004439000/rsl01004439319/rsl01004439319.pdf


http://www.netzpolitik.org/2011/google-art-project-das-nicht-wirklich-offene-museum/

Der Beitrag vom 9. Februar 2011, der mir erst jetzt bekannt wurde, gießt Wasser in den Wein des überschwänglichen Lobs für das Google Art Projekt (siehe http://archiv.twoday.net/stories/11889664/ )

Auf der Seite des Google Art Projekts wird explizit jegliche Nutzung der Werke, außer natürlich einer Betrachtung im Netz, verboten. Auf der FAQ-Seite des Google Art Projekts kann man lesen:
The high resolution imagery of artworks featured on the art project site are owned by the museums, and these images are protected by copyright laws around the world. The Street View imagery is owned by Google. All of the imagery on this site is provided for the sole purpose of enabling you to use and enjoy the benefit of the art project site, in the manner permitted by Google’s Terms of Service.

Und das betrifft auch die Gemälde, die zum Gemeingut gehören. Denn selbst wenn der Schutz nach dem Urheberrecht abgelaufen ist, muss dies nicht unbedingt auf Fotos oder Reproduktionen gemeinfreier Vorlagen zutreffen. Diese These, und vor allem dieser Zustand, findet nicht nur Befürworter. So ist auch der Historiker Klaus Graf Gegner der Vermarktung durch Museen und meint, dass Kulturgut ein frei nutzbares Allgemeingut sei. In einem Artikel der Kunstchronik schreibt er:
Dass bei der originalgetreuen Wiedergabe von zweidimensionalen Vorlagen nach herrschender juristischer Lehre (die der Fotografenlobby natürlich nicht genehm ist) kein Schutzrecht nach § 72 Urheberrechtsgesetz entsteht, ignoriert man.

Auch bei der Wikimedia Foundation gibt es Widerstand gegen das Projekt. In der Kategorie „Google Art Project“ des Wikimedia Commons findet man bereits mehrere Werke in hochauflösendem Format. Auch der französische Blogger Bohwaz hat jetzt eine simple (aber legal fragwürdige) Antwort gefunden: Die Werke ganz einfach runterladen.
Und so geht’s:
- Unter Linux ImageMagick installieren (apt-get install php5-cli imagemagick)
- Dann das Skript dort http://paste.balbinus.org/765 runterladen und beispielsweise unter “gap_download.php” abspeichern.
- Schließlich folgenden Befehl mit der URL des gewünschten Gemäldes eingeben (zum Beispiel No Woman No Cry von Chris Ofili) :
$ php gap_download.php http://www.googleartproject.com/museums/tate/no-woman-no-cry




http://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Google_Art_Project

http://www.mz-web.de/servlet/ContentServer?pagename=ksta/page&atype=ksArtikel&aid=1299312710194 (Thomas Wübker, in anderen Medien ohne Namen als dapd-Meldung)

«Bewegliche Denkmale, die herrenlos oder so lange verborgen gewesen sind, dass ihr Eigentümer nicht mehr zu ermitteln ist, werden mit der Entdeckung Eigentum des Landes Niedersachsen, wenn sie bei staatlichen Nachforschungen entdeckt werden», heißt es in § 18 des niedersächsischen Denkmalschutzgesetzes. Der letzte Halbsatz soll ersatzlos gestrichen werden.

Historiker fürchten weniger Funde

Finder sollen laut der Gesetzes-Novellierung zukünftig eine Belohnung im Rahmen der verfügbaren Mittel des Landeshaushalts erhalten. «Das ist eine Katastrophe und ein Versuch, eine Enteignung durchzusetzen», sagte der Osnabrücker Münzhändler Ulrich Künker. Die Praxis zeige, dass weniger gesucht und weniger Funde gemeldet werden, wenn es keine angemessene Wertentschädigung gebe, sagt er.

Die gleiche Auffassung vertritt auch der Historiker Klaus Graf von der Rheinisch-Westfälische Technischen Hochschule Aachen. Er sieht zudem eine andere Motivation für die Einführung eines großen Schatz-Regals: Das Geld.

In Hessen, wo eine ähnliche Novellierung des Denkmalschutzgesetzes wie in Niedersachsen angestrebt wird, habe die Landesregierung viel Geld für den Ankauf von archäologischen Funden ausgeben müssen, so Graf. Er schlägt deshalb eine Entschädigung in Höhe von 25 bis 30 Prozent des Verkehrswerts vor.

Graf, der sich Ende Februar wie einige andere Experten bei einer Anhörung im Wiesbadener Landtag gegen die dortige Einführung eines großen Schatz-Regals wandte, stellt eine weitere Frage: «Wer garantiert, dass der Staat die gefundenen Schätze nicht einfach verscherbelt?» Doch das Land Niedersachsen will diese Ängste ausräumen. «Ein Verkauf von Funden ist seitens des Landes nicht geplant», sagt Rüdiger Fischer, Sprecher des niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur.

Funde sollen in Museen gelagert werden

Die Funde sollen angemessen in Museen oder beim Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege gelagert werden. Durch das große Schatzregal sollen bedeutsame Funde für die Forschung und Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden, so Fischer. Dies diene dem Schutz des kulturellen Erbes und dessen wissenschaftlicher Erforschung, Dokumentation und öffentlicher Präsentation. Gleichzeitig solle das große Schatzregal illegalen Raubgrabungen entgegenwirken.

Etwa 300 Fundmeldungen werden pro Jahr in Niedersachsen verzeichnet, sagt Landesarchäologe Henning Haßmann. Dies seien hauptsächlich Metalle. «Es ist wichtig, dass die Funde gemeldet werden», sagt er. Wichtiger sei aber, sie unberührt an den Fundorten zu belassen, da die Archäologen so besser Auskünfte über die Geschehnisse an den Fundorten erhalten könnten. «Wenn das Land die Verantwortung für die Funde übernimmt, müssen sie auch sachgemäß konserviert werden», sagt er. Das sei aber momentan finanziell und personell nicht möglich. Am besten sei es, die Funde im Boden zu belassen, so Haßmann.

Er sieht das Land in der Pflicht, dass die Funde fachgerecht in klimatisierten Depots gelagert werden können, da es nun die Verantwortung für das kulturelle Gut im Boden übernehme. «Wer A sagt, muss auch B sagen.» Die Novellierung des Denkmalschutzgesetzes sei eine Anpassung an die Konvention von Malta, so Haßmann. Darin sei EU-weit das archäologische Erbe als Allgemeingut geregelt. «Wenn jemand einen Schatz findet und ihn für sich behält, vergreift er sich am kulturellen Erbe des Landes», glaubt der Archäologe. Durch die Änderung des Denkmalschutzgesetzes bedürfen die archäologischen Suchen zukünftig einer Genehmigung. Zudem sollen die Sammler geschult und zertifiziert werden, so Haßmann.


Zum Thema Schatzregal
http://archiv.twoday.net/search?q=schatzregal

http://archivesandinformation.com/quantum/?p=365

Excerpt:

As they have for centuries, libraries can remain standing at the nexus of scholarly communication if they can pursue traditional services in modern ways. Winston Tabb of Johns Hopkins University recently made the point that “data centers are the new library stacks.” As more published information is available electronically from cloud-based providers, local libraries can become the stewards of unique scholarly data (and by scholarly data we mean all the resources used to create scholarship and new knowledge) created by faculty, and students, that contribute to the growth of knowledge. Libraries have the organizational structure and ability to potentially support long term preservation of not only the digital content, but the permanence of access that is required for scholarship. Additionally, libraries, with their understanding of copyright and ethical values of information exchange, can support Open Access publishing in its own right by leading the movement in both thought and action by becoming not only the stewards of scholarly content, but the distributors of that content as well.

It seems to me that this approach to thinking about the library, and increasing the visibility and prominence of its special and unique collections, will help libraries, especially Special Collections libraries, not only avoid the fate of Blockbuster Video, but remain relevant and important in the world of scholarship.

Erklärt auf Französisch

http://goo.gl/uTIzx = libertic.wordpress.com

Meint die FAZ

http://goo.gl/AD1sF

http://larc.tulane.edu/exhibits/carnival

377 items


http://filosofiastoria.wordpress.com/2011/03/04/lopera-omnia-di-vico-nelledizione-laterza-con-database-di-ricerca-delle-parole/

http://151.100.146.63/DirVico/BookReader/html/application.html

Langes Interview der Wiener Zeitung mit Robert Darnton, unter anderem zu Google Books:

http://www.wienerzeitung.at/default.aspx?tabID=4664&alias=wzo&cob=547875

http://www.kleist2011.de/

Aus gegebenem Anlaß weisen wir darauf hin, daß Anlage und Inhalt urheberrechtlich geschützt sind und daß Verlinkungen nur nach vorheriger schriftlicher Genehmigung erfolgen dürfen. Siehe dazu auch Mt 6,26 und UWG § 3.

Tipp: Librarymistress via Twitter

Der Schwachsinn muss hier nicht kommentiert werden, oder? Aber der Seitenbetreiber freut sich sicher über ein paar höflich formulierte Hassmails ...



Was soll man eigentlich verlinken? wird von befreundeter Seite zu Recht eingewendet. Etwa die kaum lesbaren Theaterzettel?


Aus INETBIB:

ERROR: Database Connection Status is -3

Eigentlich wurde schon beim letzten Vorkommnis dieser Art
im November 2009 deutlich, dass angesichts der Bedeutung
der URNs das Nichtbereithalten eines stabilen,
ausfallsicheren Servers eine Unverschaemtheit darstellt.
Ich verlinke nur die Entschuldigung der DNB von damals:

http://www.ub.uni-dortmund.de/listen/inetbib/msg40922.html

Senden Sie hoeflich formulierte Protestschreiben an Herrn
Reinhard Altenhöner r.altenhoener@d-nb.de ...

Update: Samstag 14:16 nein, es wurde kein ganzes WE, er geht wieder, aber mindestens einige Stunden war er offline

Die beschuldigte Martina Nolte legt den Sachverhalt dar:

http://de.wikipedia.org/wiki/Benutzer:Martina_Nolte

Die Anzeige ist hahnebüchen. Bei einem solchen Mini-Artikel liegt ganz gewiss keine Urheberrechtsverletzung vor.

Update:
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Wikipedia-Strafanzeige-wegen-fehlendem-Quellennachweis-1202760.html

Der Regensburger katholische Bischof Müller musste vor dem Bayerischen Verwaltungsgerichtshof eine Schlappe einstecken. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass Müller in der Auseinandersetzung mit dem Philosophen Schmidt-Salomon die „Pflicht zur Sorgfalt, Sachlichkeit und Wahrhaftigkeit“ nicht erfüllt hat.

http://hpd.de/node/11227

Materialien
http://www.schmidt-salomon.de/mss-mueller.htm

Volltext des VGH-Urteils
http://www.schmidt-salomon.de/bvgh2011.pdf

http://irights.info/blog/arbeit2.0/2011/03/03/e-books-mit-ablaufdatum-bibliothekare-fordern-boykott/

Update zu
http://archiv.twoday.net/stories/14654510/


Dass der VdA ein Hort von inkompetenten Internetausdruckern ist, die keine Ahnung von neuen Medien haben (aber umso lieber darüber reden), das konnte schon länger klar sein. Als VdA-Mitglied erhielt ich gerade eine Mail mit einem PDF, auf dem ich drei Vorschläge für das Motto des Tags der Archive 2012 ankreuzen darf. Auszufüllen sind: Name/Vorname, Dienststelle/Archiv, Datum/Unterschrift. Das Formular ist dann per Fax oder Post zurückzusenden. Die Vorschläge wurden vom Gesamtvorstand aus Mitgliedervorschlägen ausgewählt:

O Echt Original
O Große Gefühle
O Feuer, Wasser, Krieg und andere Katastrophen

Eine unglaublich wichtige Entscheidung, die wirklich nur VdA-Mitglieder treffen dürfen. Sie entspricht der Wahl zwischen

O Echt Cholera
O Große Pest
O Typhus und andere Katastrophen

Ist man in Fulda nicht in der Lage, eine Internetumfrage auf der VdA-Website durchzuführen? Angesichts der völligen Belanglosigkeit der Entscheidung wäre es völlig unschädlich, wenn auch Benutzer oder Internetnutzer mitentscheiden dürften. Stattdessen entfesselt man eine völlig überflüssige Bürokratie, wie gesagt aus nichtigem Anlass.



Symbolbild: Neubauer Fritz Karkutsch, der Vorsitzende der Produktionsgenossenschaft (rechts) diskutiert mit dem Altbauern Emil Hermann (Mitte) und Wilhelm Simon, Arbeiter der Zuckerraffinerie Magdeburg, der zur Erntehilfe aufs Land gekommen ist. Foto: Biscan via Bundesarchiv, Bild 183-16039-0006 / CC-BY-SA

Sagt der Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen in einem Interview zum Skandalmanagement in der Causa Guttenberg:

http://meedia.de/nc/details-topstory/article/er-steckte-in-der-medialen-zwangsjacke_100033506.html

Meint Anthony Grafton

http://www.historians.org/Perspectives/issues/2011/1103/1103pre1.cfm

http://www.archief20.org/forum/topics/speel-mee-met-monk-het

Monk - Search & annotation tools for handwritten manuscripts
http://application01.target.rug.nl/monk/demo.html

Update:
http://www.digitalearchivaris.nl/2011/03/monk-ocr-voor-oude-handschriften.html

http://goo.gl/HTsmA = faz.net

Hätte Goethe einen Facebook-Account?
Die Antwort ist: vermutlich. Unbefangen nutzen würde er ihn aber nicht. Denn auch der Dichter kannte schon die Überforderung des Geistes durch fortlaufende Neuigkeiten. So mied er phasenweise bewusst seine Lieblingszeitungen.

http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/thema/1402696/

In dem Gespräch geht es vor allem darum, dass junge Geisteswissenschaftler kaum Chancen auf eine Festanstellung haben.

http://matadornetwork.com/trips/photo-essay-amazing-libraries-around-the-world

Tolle Bibliotheksbauten und Interieurs (fast alle modern). Schreit nach einem "Best of" unserer Archivbauhighlights, zu ermitteln durch eine repräsentative Umfrage ...

http://www.fes.de/hfz/forschung/inhalt/projekte.htm#projekt_woyke

"Ziel des Projekts ist es, die in der Enzyklopädie zu findenden Einträge über die Geschichte der Arbeiterbewegung systematisch zu überprüfen, gegebenenfalls zu korrigieren und zu erweitern sowie kontinuierlich zu pflegen. Darüber hinaus sollen neue Artikel zu besonders einschlägigen Personen, Organisationen, Dokumenten oder Ereignissen verfasst werden."

http://textundblog.de/?p=3994 mit anklickbaren Links

1 BILDblog
2 netzwertig.com
3 Stefan Niggemeier
4 Indiskretion Ehrensache
5 taz Hausblog
6 Glaserei
7 medialdigital
8 Archivalia (Februar: # 14)
9 Netzpiloten.de
10 JakBlog
11 Extra 3 Blog
12 Text & Blog
13 Digitale Notizen
14 avatter
15 :Freischreiber
16 Notizblog
17 turi2.de
18 blog.tagesschau.de
19 talkabout
20 The Lunatic Fringe
Ranking erstellt von Wikio

Oben ist die Luft dünn, wie Trapp zu Recht feststellt. Archivalia im Bereich Medien ein A-Blog? - bei aller Eitelkeit, dazu fehlt noch unendlich viel.

Siehe auch meine Anmerkungen am 6. Mai 2010
http://archiv.twoday.net/stories/6325979/

(Band 1): Bestehend aus den Sammlungen des Nürnberger Humanisten und Stadtarztes Hieronymus Münzer (Monetarius), 1440 - 1508, dessen Schwiegersohn und Erbe Hieronymus Holzschuher, Freund Albrecht Dürer's 81469 - 1529), und des Ferdinand Hoffman, Freiher auf Grünpühel und Strechau (1540 - 1607): Versteigerung in Luzern: Dienstag, den 21., und Mittwoch, den 22. November 1933 (Katalog Nr. 11)
http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/gilhofer_ranschburg_luzern1933_11_21bd1

Das Vorwort enthält eine gedrängte Bibliotheksgeschichte der Nikolsburger Bibliothek.

S. 77 Nr. 389 ist nach Ott: -Rechtspraxis und Heilsgeschichte S. 338 heute Cgm 7879.

Siehe auch
http://www.handschriftencensus.de/3851
http://www.handschriftencensus.de/hss/Nikolsburg
http://books.google.com/books?id=66wSAAAAYAAJ

http://commons.wikimedia.org/wiki/Commons:Deletion_requests/File:Cover_KT_Diss_Print.png#File:Cover_KT_Diss_Print.png


1933 in Luzern versteigert:

http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/gilhofer_ranschburg_luzern1933_06_20/0074

Ob der Abt Wolfgang Wolfgang Marius von Aldersbach, der Freund von Celtis ist? [Siehe Kommentar]

Zur Bibliothek des Erzhumanisten:

http://archiv.twoday.net/stories/6035315/ (Quelle derzeit wieder offline)

Needhams IPI
Celtes, / Celtis, Conradus, 1459-1508, “arch-humanist” (Con. Cel. pro. poete sum; woodcut shield w. device): Seil 92 (P-1021), Harv. 2635; BMaz 929; U Pa [Abkürzung kann ich nicht auflösen] B-1190
00010578

Update: Siehe den Kommentar von Klaus Arnold!

U Pa = UPenn Im OPAC http://www.franklin.library.upenn.edu findet man die Breydenbach-Ausgabe 1490 Folio Inc B-1190 mit der Notiz Penn Libraries copy has ms. ownership inscription of Konrad Celtis on leaf a1r (the autograph "Con. Cel. pro. poete" [i.e. Conradi Celtis poete protucii]; an asymmetrical shield with the monogram CCPP [Conradus Celtis Protucius Poeta], the letters paired as mirror images, surrounded by three stars; and a motto in Greek characters) and his monogram alone at foot of leaf p10v. Cf. Nikolaus Henkel, "Bücher des Konrad Keltis" in Bibliotheken und Bücher im Zeitalter der Renaissance (Wolfenbüttel, 1997), p. 134-135. Occasional marginal annotations, apparently in Celtis’s hand, appear in text.


http://openbiomed.info/2011/03/hita-hita-soft-power-oa/

“The term “hita-hita” was employed to signify something that penetrates gently and smoothly. As of 2011, a total of 760,000 research papers are accessible through IRs across Japan. Open Access (OA) is not politically forced at state level or institution level. Instead, we have built repository manager-level lateral solidarity to share experience, exchange various creative ideas, add improvements and disseminate our ideas, thereby highly developing respective IRs.”

Kritische Stimmen:

http://www.boersenblatt.net/417418/

http://www.iar.ie/

This web site contains information about archival collections open for public research in Ireland. Its purpose is to aid researchers in finding collections relevant to their studies.

http://131.175.88.146/portale/index.php?id=20

Mit historischen Karten.


The Scientifica project, places online, French language works from The Old Books Collection of The Library for Science and Industry, published from the end of the 18th century to the beginning of the 20th.

http://www.cite-sciences.fr/bsi/scientifica

Atlas d'histoire naturelle

http://www.openimages.eu/blog/2011/03/03/looking-back-on-2010/

Open Images is now responsible for almost 12% of the video content available on Wikimedia Commons, hence being one of the biggest contributors of video that is reusable on Wikipedia.

http://bottledmonsters.blogspot.com/2011/03/pr-nlm-adds-rare-persian-manuscript-to.html

The National Library of Medicine announces the release of a new Turning the Pages virtual book on its Web site (http://archive.nlm.nih.gov/proj/ttp/books.htm. The new book is the Kitab Aja'ib al-makhluqat wa Gharaib al-Mawjudat, literally "The Wonders of Creation," compiled in the middle 1200s in what is now Iran or Iraq. [...] The manuscript copy itself consists of 335 leaves of paper with more than 150 illustrations, in opaque watercolors and ink, of constellations, mythical figures, and various plants and animals placed throughout the text. The Web exhibition contains a selection of these pages, accompanied by explanatory text. Hervorhebung von mir.

http://www.nlm.nih.gov/news/turn_pages_persian.html

http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex-iv.pl (da man in Österreich von Usability und intiutivem Bedienen noch nie etwas gehört hat, darf angemerkt werden, dass man erst etwas in das Suchfeld schreiben darf, wenn man ein Häkchen vor eine Quelle gesetzt hat)

Via
http://www.univie.ac.at/voeb/blog/?p=12102
http://www.univie.ac.at/voeb/blog/?p=12099

http://search.obvsg.at/OBV

Via
http://www.univie.ac.at/voeb/blog/?p=12129

Wer auf die Idee kommt, das knallige orange Feld Suche müsse bei der erweiterten Suche gedrückt werden (so wie auf der Startseite), ist rasch irritiert. Es tut sich nichts. Bevor aber einer die restlichen 150 Browser ausprobiert, obs vielleicht an Chrome liegt, sei ihm gesagt: Das Zauberwörtlein heißt ENTER.

Auch sonst fielen noch etliche Bugs auf, die hoffentlich bald verbessert werden.

Am ärgerlichsten ist, dass lizenzpflichtige Quellen z.B. des Oldenbourg-Verlags als "Freie Volltexte" erscheinen.

http://wonder-tonic.com/zombie/

Die Zombies schauen kindisch aus und man braucht Chrome als Browser, aber dann kommt Bewegung in die Map. Als Spieler versucht man in Streetview Zombie Apokalyse hungrigen Zombies zu entkommen, die einem mehr oder weniger nah kommen. Dazu bewegt man sich in gewohnter Manier auf Google Streetview und hat netterweise eine Übersichtskarte neben sich, die verhindert, dass man in einen solchen Fresskopf hineinläuft. Das wäre dann das Ende. Für einen selbst. Der Zombie grunzt nur Mahlzeit. Nächste Runde.
http://www.heise.de/tp/blogs/4/149368

Zum Thema
http://archiv.twoday.net/search?q=streetview (114 Treffer)

nach so viel Guttenberg ein paar sehenswerte japanische Monster

http://pinktentacle.com/2011/03/monsters-from-the-kaibutsu-ehon/


http://www.wdr.de/themen/panorama/koeln/ubahn_stadtarchiv/archiveinsturz/110302.jhtml

Auszüge:

Auch zwei Jahre nach dem Einsturz können die Verantwortlichen kaum verbindliche Zeitpläne für die Aufräumarbeiten aufstellen. Zu wenig ist über die genauen Gegebenheiten in der Tiefe der Baugrube bekannt. Zuletzt musste der Zeitrahmen für die letzte Phase der Archivalien-Bergung immer wieder ausgeweitet werden, weil in der Baugrube große Trümmer im Weg lagen. Im Moment wird daran gearbeitet, die wassergefüllte Grube erneut zu sichern, so dass weitere Archivalien geborgen werden können. Rund fünf Prozent des Archivbestandes werden noch in der Tiefe vermutet.

Im August 2011 soll dann mit der Errichtung eines Besichtigungsbauwerks begonnen werden. [...]

Ein Schuldiger wird aber frühestens benannt werden können, wenn die Gutachter der Staatsanwaltschaft 2012 mit dem Besichtigungsbauwerk die Schlitzwand genauer untersuchen können.
[...]

Archivleiterin Bettina Schmidt-Czaia erklärte am Montag (28.02.11), sie hoffe, dass etwa 95 Prozent der Archivalien geborgen werden können. Die restlichen fünf Prozent seien vermutlich zermalmt worden oder bei den Aufräumarbeiten nicht als Archivalien zu erkennen gewesen. Allerdings schränkt sie ein: "Geborgen heißt nicht gerettet." Etwa 85 Prozent des geborgenen Materials sei in mittel bis schwer beschädigtem Zustand. 200 Restauratoren hätten mit der Aufarbeitung der geborgenen Archivalien 30 bis 50 Jahre Arbeit. [...]

Alles in allem erwartet die Stadt Köln Kosten in Höhe von rund einer Milliarde Euro. Darin enthalten sind Entschädigungen, die Bergung und Restaurierung der Archivalien und die zusätzlichen Kosten, die den KVB entstehen. Die Stadt hofft, das Geld von den Versicherungen erstattet zu bekommen, sobald ein Schuldiger gefunden wurde.

http://www.wdr.de/themen/global/webmedia/webtv/getwebtv.phtml?ref=3286 (Achtung, nur 7 Tage online)

Sendung vom 02.03.2011 - Guttenberg: Geht da ein Lügner oder ein Märtyrer?

Mathias Schindler (Projektleiter Wikimedia) wurde von Frank Plasberg zur Internet-Resonanz interviewt. Sein Statement ist links oben gesondert ansteuerbar. Auf die Frage, wie Schindler von dem Aufruf zur Schuh-Demo erfahren habe, sagte er, er habe das aus seinem Lieblingsweblog - Felix von Leitner schreibt das - also

http://blog.fefe.de/

Man habe auf Facebook diskutiert. Es war aber auch Thema, sagte Schindler (ca. 68:05) in den klassischen wissenschaftlichen Weblogs Archivalia, Sciencelogs, die über viele Themen diskutieren und sich unterhalten und eben auch über die Causa Guttenberg aus wissenschaftlicher Sicht.

Über 150 Einträge zur Zeichenfolge guttenberg bei Archivalia
http://archiv.twoday.net/search?q=guttenberg

> Unbestätigten Gerüchten zufolge haben sich am heutigen Donnerstag
> (Weiberfastnacht) bereits in den frühen Morgenstunden vor einigen deutschen
> Bibliotheken lange Schlangen von Benutzern gebildet. Alle wollen das Gleiche.
> Sie wollen so schnell wie möglich zwei vergilbte, mit Zentimetern von Staub
> bedeckte, völlig unschaubare Privatdrucke aus längst vergangenen Zeiten
> ausleihen. Das Bibliothekspersonal zeigt sich von der plötzlichen Nachfrage
> völlig überrascht; niemand kann sich den Vorgang erklären. Ob es an den Titeln
> der beiden eher dünnen Dissertationen liegt? Die eine untersucht irgendeinen
> Vorgang beim Bundeskartellamt, die andere behandelt Testamentvollstreckung. Was
> ist da los? Werden diese Titel für Büttenreden benötigt?
> Recht ratlos rätselt
> Dr. Harald Müller

nette Ironie und Karnevalsscherz von Herrn Mueller, denn natuerlich weiss er das:
http://www.morgenpost.de/printarchiv/seite3/article1563051/Der-loyale-Intellektuelle-mit-dem-Merkel-Bonus.html
http://de.plagipedi.wikia.com/wiki/Thomas_de_Maizi%C3%A8re:_Die_Praxis_der_informellen_Verfahren_beim_Bundeskartellamt

Eberhard Hilf in INETBIB

http://cma.gbv.de/z/2011

Beiträge zur Kolloquium “Lordship and Castle landscapes – Franconian and international studies in comparison”.

Außerdem:Dieter Brosius rezensiert
Die Inschriften der Lüneburger Klöster (Ebstorf, Isenhagen, Lüne, Medingen, Walsrode, Wienhausen), gesammelt und bearbeitet von SABINE WEHKING
Die Deutschen Inschriften 76, Göttinger Reihe 13
Wäre schön, wenn das PDF lesbar wäre!

Gilhofer & Ranschburg Katalog 209 1932 S. 58 Nr. 98 ist heute
Chicago (Illinois), University Libr., Ms. P.A. 2361 f. V 8

http://www.handschriftencensus.de/4641

Ohne Nennung des 1419 datierten Schreibervermerks "Jacobi Grunewalt".

Der Katalog ist auf Scribd komplett einsehbar:
http://www.scribd.com/doc/33522570/Catalogue-no-209

Es bleibt abzuwarten, wann diese Ermittlungen vom Handschriftencensus wieder ohne korrekte Attribution gestohlen werden.

Eine frühe alchemistische Sammelhandschrift wurde 1938 bei Karl und Faber verkauft.

Katalog XVI Nr. 14 mit Datierung 1451
http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/karl_und_faber1938_12_06/0012

Sie kann mit Frankfurt a. M., Freies Deutsches Hochstift, Hs. B/67 identifiziert werden:

http://www.handschriftencensus.de/16735

Anscheinend gibt es keine neuere Beschreibung der gesamten Handschrift, die im ²VL 2, 1108; 4, 726; 6, 237 und 10, 301 (datiert Mitte 15. Jh.) erwähnt wird.

Es bleibt abzuwarten, wann diese Ermittlungen vom Handschriftencensus wieder ohne korrekte Attribution gestohlen werden.

http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/karl_und_faber1938_12_06/0012

Katalog XVI Nr. 13 Konrad von Megenberg: Deutsche Sphaera ist jetzt Cgm 7962, siehe

http://www.mr1314.de/5863
und den handschriftlichen Katalog
http://daten.digitale-sammlungen.de/bsb00035972/image_113

Der Handschriftencensus erwähnt nicht die Familiennotizen des 15. Jh. (Karl & Faber: 1454-1482) des Vorbesitzers Hans Hocherstat und seiner Ehefrau Elsy Fischerin (Namensformen nach Francis B. Brévart, Zur Überlieferungsgeschichte der 'Deutschen Sphaera' Konrads von Megenberg, in: Beiträge zur Geschichte der deutschen Sprache und Literatur 102 (Tübingen 1980), S. 189-214, hier S. 195).

Es bleibt abzuwarten, wann diese Ermittlungen vom Handschriftencensus wieder ohne korrekte Attribution gestohlen werden.

Karl Heinz Keller (Wien) hat sie identifiziert:

Eichstätt, UB, cod. st 760

http://www.handschriftencensus.de/19357 (Eintrag vom Februar 2011)

Sie fehlt in der Zusammenstellung der Finck-Überlieferung, die ich 2008 vorlegte:

http://www.freidok.uni-freiburg.de/volltexte/4798/

Sie wurde 1507 von Schwester Barbara von Rottenburg im Dominikanerinnenkloster Maria-Reut(h)in geschrieben und überliefert von Finck:

Bl. 230r-250r = Thomas Finck: Übersetzung von 'De beatitudine'
Bl. 250v-259v = Thomas Finck: Übersetzung von 'De fine religiosae perfectionis' (früher: 'De adhaerendo Deo') des Johannes von Kastl

Eine Mitteilung an mich ist weder durch Keller noch durch den Handschriftencensus erfolgt (obwohl von Seiten des Handschriftencensus zu vernehmen war, Interessenten würden über Neufunde persönlich in Kenntnis gesetzt - von RSS haben diese Leute ja keine Ahnung), ich stieß auf den Eintrag, als ich nach Überlieferungen der Ps.-Hieronymus Epistola ad Demetriadem dt. suchte.

Offenbar hat Walther Adam
http://de.wikipedia.org/wiki/Walther_Adam
eine ganze Reihe der bei Karl & Faber 1938 angebotenen Handschriften erworben, siehe
http://archiv.twoday.net/stories/14660007/

Die Nr. 11 des Katalogs 1938 ist die Nr. 32 des Tenner-Katalogs von 1980:
http://www.handschriftencensus.de/22893

Digitalisat des Katalogs von 1938
http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/karl_und_faber1938_12_06/0011

Ruh erwähnt sie ²VL 3, 1228 als "bair." Hs. 1490-1493. Da ich den Tenner-Katalog nicht vorliegen habe, gebe ich die im Handschriftencensus natürlich fehlenden Angaben nach Karl und Faber: Bl. 197r vom Rubrikator die Jahreszahl 1490, Bl. 255r Schreibervermerk vigilia Petri et Pauli 1493 "per fratrem Conradum Fibulatorem de Külßhem" (wieder Külsheim in Nordbaden).

Die beiden anderen bekannten Handschriften http://www.handschriftencensus.de/werke/6315 (Eichstätt, siehe oben, und Cgm 6940) überliefern Finck-Werke.

Glaubt man
http://dla.library.upenn.edu/cocoon/dla/schoenberg/record.html?id=SCHOENBERG_850
tauchte die Handschrift 1990 bei Zisska & Kistner wieder auf: 1990/05/07 Nr. 24 [recte: 124 - Bei der früher verschollenen Hs. handelt es sich, wie Bettina Wagner im März 2011 feststellte, um Cgm 8627, siehe auch http://archiv.twoday.net/stories/19460514/]

Es bleibt abzuwarten, wann diese Ermittlungen vom Handschriftencensus wieder ohne korrekte Attribution gestohlen werden.

Die deutschsprachige Handschrift, geschrieben 1491 von einem Bernhard Ditterich zu Külsheim (badisches Frankenland), wurde im Katalog XVI (1938) von Karl und Faber als Nr. 9 aufgeführt:

http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/karl_und_faber1938_12_06/0011

Sie wurde zuvor sehr viel ausführlicher von Gilhofer & Ranschburg Katalog 209 1932 S. 54f. Nr. 94 beschrieben
http://dla.library.upenn.edu/cocoon/dla/schoenberg/search.html?q=irrung
Der Katalog ist auf Scribd komplett einsehbar:
http://www.scribd.com/doc/33522570/Catalogue-no-209

Die Handschrift gelangte in die von dem Nazi-Bibliothekar Günter Schlichting aufgebaute berüchtigte Judaica-Bibliothek des Reichsintituts für die Geschichte des neuen Deutschlands in München. Schlichting erwähnt sie in der HZ 162 (1940), S. 570. Sie wird auch genannt in Heibers Monographie zu Walter Frank
http://books.google.de/books?ei=yqFuTcuCI4GhOuD-yYQJ&ct=result&id=OTDRAAAAMAAJ&dq=irrung+juden+schlichting+heiber&q=irrung+#search_anchor

Krämers Scriptores vermittelte mir den modernen Standort. Wann die Handschrift zum Cgm 8108 wurde, geht aus
http://daten.digitale-sammlungen.de/bsb00035972/image_140
nicht hervor.

http://www.handschriftencensus.de/21701 verweist darauf, dass Elisabeth Wunderle den Schreiber Ditterich mit dem Schreiber von Medical Center Ms. 2 der U of Alabama von 1489 gleichsetzt; ob Schriftgleichheit vorliegt, lässt sich aus der ungenauen Notiz nicht entnehmen.

Dass die Scans der Handschrift in Birmingham (Alabama)
http://www.handschriftencensus.de/18218
ins Netz kamen, geht auf meine Bitte zurück, der Peggy Balch im August 2009 nachkam. Inzwischen ist die URL - vom Handschriftencensus unbemerkt - geändert worden:
http://www.uab.edu/reynolds/manuscripts/practica

Der Handschriftencensus gibt übrigens auf der Seite der Handschrift in Alabama (wie Krämer) das falsche Datum 1490 statt richtig 1491 für die Münchner Handschrift.

Der antijüdische Text ist nicht etwa von Dietrich verfasst, es handelt sich um Buch I von "Der Seelen Wurzgarten", von Georg Steer, 'Bewährung, daß die Juden irren', in: ²VL 1 (1978), Sp. 840f. als eigener Traktat angesetzt.

Es bleibt abzuwarten, wann diese Ermittlungen vom Handschriftencensus wieder ohne korrekte Attribution gestohlen werden. [Archivalia ist zitiert in:
http://www.handschriftencensus.de/21701 ]

Update: Elisabeth Wunderle hat mir weitere Angaben aus ihrer Beschreibung der Handschrift zur Verfügung gestellt, aus denen hervorgeht, dass die Handschrift 1953 als Geschenk in die BSB kam. Für den Verbleib 1945-1953 fehlen Hinweise. Zur Bibliothek des Reichsinstituts vgl. auch online
http://archiv.ub.uni-heidelberg.de/artdok/volltexte/2007/399/

Es besteht in der Tat Identität der Schriftzüge. Die US-Bibliothek hat freundlicherweise noch eine Abbildung des Schreibervermerks ins Netz gestellt:

http://www.uab.edu/reynolds/manuscripts/practica/colophon

Nachtrag August 2104: Die ganze Handschrift in Alabama ist nun online.

http://archiv.twoday.net/stories/948992413/

#forschung

Hs. in Alabama

Kolophon

Ich werfe dem Handschriftencensus bekanntlich schwerwiegende Verstöße gegen die Grundsätze guten wissenschaftlichen Arbeitens vor.

http://archiv.twoday.net/stories/14630400/

Besonders schäbig: Bei der Einarbeitung von Hinweisen musste ich bis zu einem Dreivierteljahr warten, aber wenn man sich den Fund eines Wissenschaftlers in widerwärtiger Weise ohne Kennzeichnung zu eigen machen kann, dann geht das schon am nächsten Tag!

Sigrid Krämer: Bibliothecae codicum medii aevi (lizenzpflichtige Datenbank: Dr. Erwin Rauner Verlag 2009-2010) hat dazu:

Würzburg, Karmeliter, 1252-1806.

LITERATUR
Deckert, Karmeliter, S. 18f.
G. baier, Geschichte der beiden Karmelitenklöster in Würzburg, Würzburg 1902.

Goslar, privat Sammlung Adam, 2166 (Dann Berkely, CA, Antiquar. Bernard M. Rosenthal, s.n.) a. 1450. Augustinus, Speculum peccatorum; etc.post. Lit: *Kristeller, Iter 5, S. 388.
1450
Würzburg, Karmeliter, 1 a. 1494 Aegidius de Baillieul, Opera; etc. s Joh. Joncherre de Furnis. Lit: *Stegmüller, RB 2, S. 881-902.
1494
(0), , a. 1471 Valerius Maximus, Factorum et dictorum memorabilium libri undecim; etc. p Samlung Adam, Nr. 25.
1471
(0; Div. Hss. Antiq. Karl & Faber, Auktion 15, München Nov. 1937, Nrr. 5, 7, 9-11, 26, 36, 38, 39, 40?, 56, 61, u. a.), ,
0


Wie üblich ist der ganze Eintrag fehler- und höchst lückenhaft.

"1252-1806" ist nicht die korrekte Lebenszeit des von 1627 bis heute bestehenden Konvents der unbeschuhten Karmeliten St. Barbara in Würzburg. Die Klosterbibliothek wurde 1945 zerstört, doch sind bereits vorher zahlreiche Handschriften in den Antiquariatshandel gelangt.

Seite des Klosters zur Bibliothek
http://www.reuerer.de/?page_id=639

Eintrag im Handbuch der historischen Buchbestände
http://www.vifabbi.de/fabian?Bibliotheca_Carmelitana


St. Barbara der beschuhten Karmeliten wurde in der Säkularisation aufgehoben.

Vermutlich wurde Cod. 1 nach 1945 aus dem Handel erworben.

Krämer unterschlägt die von Thurn 1990 S. 116ff. beschriebenen Handschriften der UB Würzburg, die überwiegend aus dem Handel erworben wurden:

http://www.manuscripta-mediaevalia.de/hs/katalogseiten/HSK0243_b116_jpg.htm

An mittelalterlichen Codices sind das:

M.ch.q.387, geschrieben von dem Würzburger Karmeliten Johannes Dasen. Wie angesichts der extrem lückenhaften Erfassung der Kataloge nicht anders zu erwarten findet Manuscripta Mediaevialia bei der Suche nach Dasen nicht diese Würzburger Handschrift, sondern nur die ebenfalls von ihm geschriebene Handschrift München Clm 28517
http://www.manuscripta-mediaevalia.de/obj90352875,T.html
Zu Dasen siehe auch
http://goo.gl/ZzeLD = books.google.com (Wiener Immatrikulation!)

M.ch.q.432 - 1980 bei Tenner aus Sammlung Adam Goslar erworben. Es handelt sich um Karl & Faber XVI, 1938 Nr. 8, der Katalog gerade digitalisiert in Heidelberg
http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/karl_und_faber1938_12_06/0010

M.ch.q.433 - 1980 bei Tenner erworben. Es handelt sich um Karl & Faber XVI, 1938 Nr. 7

M.ch.o.35

Außerdem eine Handschrift, an eine Inkunabel angebunden, und ein Fragment des Nibelungenlieds, ausgelöst aus einem Druck.

Clm 28517 wurde ebenfalls bei Karl und Faber 1938 angekauft, es ist die Nr. 5 des zitierten Katalogs.

Karl und Faber Nr. 21 (aus dem Würzburger Karmelitenkloster) ist eine lateinische Sermones-Handschrift von 1396. Verschollen?

Nr. 24 ist der von Krämer nachgewiesene Valerius Maximus von 1471. Verschollen
http://dla.library.upenn.edu/cocoon/dla/schoenberg/search.html?q=valerius+maximus+1471 hat nur den Tenner-Verkauf

Halten wir fest: Krämer hat nur die Auktion von 1937 (noch nicht online), nicht die von 1938, obwohl auch dort einige Stücke aus dem karmelitenkloster zum Verkauf kamen.

Zu erwähnen ist noch eine Augsburger (Oettingen-Wallerstein) Handschrift mit Einband aus dem Kloster St. Barbara, bei der die Provenienz aufgrund inhaltlicher Indizien wahrscheinlich ist:
http://www.manuscripta-mediaevalia.de/obj90621532,T.html

http://www.andreashofmann.eu/links.php

Mäßig brauchbar. Bei den Zeitschriften hätte auf

http://archiv.twoday.net/stories/239778/

hingewiesen werden müssen.

Die lesenswerte Studie zur Geschichte der Archäologie von Dietrich Hakelberg von 2003 ist online:

http://www.freidok.uni-freiburg.de/volltexte/7992/

Axel Schaper meint nein, Kommentatoren meinen ja. Man mag zu dem Buch stehen wie man will: Bibliotheken haben sich nicht als Zensoren aufzuspielen.

http://log.netbib.de/archives/2011/03/01/bitte-nicht/

http://digital.blb-karlsruhe.de/blbhs/content/titleinfo/101664

Ausnahmsweise war der Handschriftencensus schneller als ich und hat das Digitalisat bereits:
http://www.mr1314.de/5020


Ohne auf bibliotheksrechtliche (z.B. Künzle, Schweiz. Bibl. u. DokR 1992 S. 135) und sonstige juristische Literatur zum Thema Bezug zu nehmen, erörtert Steinhauer diese Frage:

http://www.bibliotheksrecht.de/2011/03/02/guttenberg-aussondern-10740355/

Die geschädigten Urheber müssen den Anspruch aus § 98 UrhG gegen jede einzelne Bibliothek geltend machen. Vorher besteht grundsätzlich keine Handlungspflicht. Im Interesse der Bestandsschonung sollte Guttenbergs Arbeit gleichwohl rarifiziert bzw. auf eine Präsenznutzung beschränkt werden. In jedem Fall aber ist von einer Aussonderung der Arbeit abzusehen.

§ 98 UrhG enthält aber keinen grundsätzlichen Vorbehalt zugunsten der Bewahrung eines Plagiats als historischer Quelle z.B. in den Pflichtexemplarbibliotheken. Es ist also durchaus denkbar, dass ein gerichtlicher Vernichtungsanspruch Erfolg hat. Die Bewahrung historischer Quellen ist nach herrschender Meinung grundrechtlich nicht geschützt, während ich auf das Kulturstaatsprinzip i.V. mit Art. 5 GG verweisen möchte.

Steinhauer hätte anmerken müssen, dass eine Präsenzbenutzung in Bibliotheken üblicherweise nicht als Verbreitungsakt gesehen wird. In Präsenzbibliotheken findet also keine Rechtsverletzung statt.

The University of Glasgow possesses over 1,000 fifteenth-century imprints, the largest number owned by any one Library in Scotland; around half of these are from the collection of Dr William Hunter, the distinguished 18th century anatomist.

You can see what has been achieved so far by visiting the website:
http://www.gla.ac.uk/services/specialcollections/incunabulaproject/

So far, 150 books have been described (with particular attention being paid to copy specific details) on a dedicated website with images and indexes. Additionally, each book is being fully catalogued and records may also be retrieved via the Library's rare books search: http://eleanor.lib.gla.ac.uk/search~S15/

Please note that this is a work in progress. This is a long term project that will take several years to complete, and more records will be added regularly. We will be providing updates on the Library blog: http://universityofglasgowlibrary.wordpress.com/


Unter den ausführlich dokumentierten Provenienzen sind auch nicht wenige deutsche, beispielsweise die - hier neulich bereits erwähnten http://archiv.twoday.net/stories/14630410/ - Kreuzherren von Helenenberg

http://goo.gl/zooYD = gla.ac.uk

(Needhams IPI hat nur WELSCHBILLIG (N. of Trier), OCrucif, Helenberg: Paris BNF R-195)

Die Bilder liegen auf Flickr.

Ownership inscription in Zacharias Chrysopolitanus: Unum ex quatuor seu Concordantia evangelistarum

http://www1.uni-hamburg.de/COMST/COMSt_Newsletter_1_2011.pdf

You can subscribe to the Newsletter at https://mailman.rrz.uni-hamburg.de/mailman/listinfo/comst

http://googledocs.blogspot.com/2011/02/optical-character-recognition-ocr-in-34.html

Live-Ticker:
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,748328,00.html

Kommentar: Guttenberg hat die richtige Konsequenz gezogen. Angesichts des Medienechos, der vehementen Proteste aus der Wissenschaft und nicht zuletzt zunehmender Kritik aus der Koalition musste ihm klar sein, dass er mehr und mehr zur Belastung für die Regierung wird. Das voraussehbare Ergebnis der Prüfung des Täuschungsvorwurfs durch die Universität Bayreuth und die daran wohl anschliessenden staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen wird der Politiker als tickende Zeitbombe empfunden haben. Er war nach eigenen Angaben am Ende seiner Kräfte. Ich zolle ihm für den schweren Schritt Respekt.

http://archiv.twoday.net/search?q=guttenberg

Update: 2. Zwischenbericht des GuttenPlag-Wiki
http://de.guttenplag.wikia.com/wiki/2._Zwischenbericht

Wordle: Guttenberg Wordle der Rücktrittsrede

From Exlibris List:

I have been in touch with a friend from University of Canterbury special collections. The campus remains closed, so she has yet to see what state the collection is in. The special collections weathered the September earthquake rather well, due to the type of shelving and location on the ground floor. We can only hope it is the same this time. Thankfully, and most importantly, no staff were injured.

The James L. Logie Memorial Collection of Greek and Roman antiquities (also held by the University) has been packed away since being damaged in the September quake. No news, but hopefully the packing has protected the objects.

There was an article published in 'The Press' about the Art Gallery, which also mentions the Canterbury Museum collections:

'Christchurch Art Gallery Built to Highest Standards' (26.2.11)
http://tinyurl.com/6h26c8y


I will post an update as more information becomes available.

Best regards,

Anthony

Anthony Tedeschi
Rare Books Librarian
Heritage Collections, Dunedin Public Libraries
Dunedin City Council

Beachtlich!

http://www.scilogs.de/artikel/1064849

Liste der Original-Rezensionen

http://archiv.twoday.net/stories/4941756/


Album-Cover

Link zu amazon mit Audio-Beispiel des Liedes

Wikipedia-Artikel Schorsch Kamerun

Hat jemand den vollständigen Text?

Bremisches Jahrbuch Bd. 89, 2010 Selbstverlag des Staatsarchivs Bremen. 356 S.

Der neue Jahrgang hat als Schwerpunkt die internationalen Beziehungen Bremens im Spätmittelalter und in der frühen Neuzeit.



Zuvor erläutert jedoch Sylvelin Wissmann das "Titelbild": Ihrer geliebten Vaterstadt eine neue Zierde – Das Gustav-Adolf-Standbild in Bremen (S. 11-28). Von 1846 bis 1942 stand auf der Domsheide in Bremen ein Standbild des Schwedenkönigs.

Adolf E. Hofmeister: Der Holk der Königin von Frankreich. Ein hansisch-französischer Konflikt und ein Bremer Seeheld im 15. Jahrhundert (S. 29-51) stellt die Probleme dar, die sich aus der Kaperung eines Schiffs der Königin von Frankreich 1446 ergaben. Der Kaperkapitän war Herger Rotermund.

Konrad Elmshäuser: Die Schatzkisten des Königs Heinrich von Navarra. Bremen im Kontext einer europäischen protestantischen Konföderation 1583 (S. 52-92) gibt seinem Beitrag einen umfangreichen Quellenanhang bei, das lateinische Inventar der von Jacques de Ségur, Legat König Heinrichs von Navarra dem Bremer Rat anvertrauten Kleinodien vom 3. Dezember 1583 (S. 82-92).

Markéta Růčková: Das Bremer Gymnasium Illustre und seine Beziehung zu den Studenten der Brüderunität aus Böhmen und Mähren zu Anfang des 17. Jahrhunderts (S. 93-127) enthält einen kurzen Quellenanhang aus böhmischen Ausgabenregistern (S. 124-127).

Die weiteren Beiträge stehen nicht mehr in Verbindung mit dem Schwerpunktthema.

Jan Osmers: Der schwedische Schriftsteller Carl Jonas Love Almqvist in Bremen 1865/66 (S. 128-143) schildert den Aufenthalt aufgrund der schwedischen Sekundärliteratur.

Thomas Begerow: 200 Jahre Theaterleben in Vegesack (S. 144- 166). Der älteste Beleg für eine Theateraufführung ist ein Theaterzettel für eine Vorstellung vom 18. März 1810.

Eine Firmengeschichte bietet Lena Fellmann: 200 Jahre Wilkens Bremer Silberwaren. Zur Geschichte eines bremischen Familienunternehmens (S. 167-229).

Dass die Traumatisierung von Soldaten durch den Krieg kein modernes Phänomen darstellt, lernt man aus Maria Hermes:
»Wird nachmittags elektrisiert … sodass Erbrechen erfolgt« Psychiatrie im Bremer St. Jürgen-Asyl im Ersten Weltkrieg (S. 230-242)

Gabriele Hoffmann: Die vergessenen Akten – Max Warburg und die Allgemeine Treuhandstelle für die jüdische Auswanderung GmbH (S. 243-261) Die Biographin des bedeutenden jüdischen Bankiers Max Warburg schildert die Organisation der jüdischen Auswanderung aus Deutschland in den Jahren nach 1933 durch Warburg. Die 2007 gegründete Stiftung Warburg Archiv (nicht zu verwechseln mit dem Aby Warburg, dem Bruder von Max, gewidmeten Hamburger Warburg-Archiv) enthält zahlreiche bislang unbekannte Akten, über die die Autorin am Anfang und Ende ihrer lesenswerten Studie kursorisch berichtet.

Eine empirische Studie zur Geschichte der NS-Erinnerungskultur legt Julia Pörtner vor: »Was wird aus dem Bunker Valentin?« Der geschichtspolitische Umgang mit dem ehemaligen U-Boot-Bunker Valentin in Bremen von 1946 bis 1989 (S. 262-283)

Das vom Staatsarchiv Bremen übernommene, 15 lfd. m umfassende Firmenarchiv der Bremer Wollkämmerei stellt vor Jörn Brinkhus:
Lohnkämmerei und Wollhandel – Zur Überlieferung der Bremer Wollkämmerei im Staatsarchiv Bremen (S. 284-295).

Die Reihe der Aufsätze beschließt Ulrich Tadday: Strukturbedingungen der Musikgeschichte der Freien Hansestadt Bremen (S. 296-305).

Die Rezensionen sind aufgelistet:
http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/zeitschriften/ausgabe=6018

"Der Kölner Albrecht Fabri machte sich in der Nachkriegszeit mit mehreren Essay-Bänden rasch einen Namen. 1948 erschien die Sammlung „Der schmutzige Daumen“, 1952 das „Interview mit Sisyphos“ und 1959 „Variationen“. Er war ein Schriftsteller, der die Sprache selbst zur Sprache brachte und auf vielfältige Weise – auch durch seine Übersetzungen – zur Reflexion über Sprache anregte. An diesem Abend soll der Meister der kleinen Form, der am 20. Februar 2011 einhundert Jahre alt geworden wäre, zu Wort kommen.

Das Historische Archiv der Stadt Köln verwahrt den Nachlass des Literaten Albrecht Fabri und zeigt im Rahmen der Veranstaltung einige der nach dem Archiveinsturz geborgenen Stücke aus seinem Nachlass.

23. Februar 2011 – 18:30 Uhr
Historisches Archiv der Stadt Köln
Heumarkt 14, 50667 Köln

Programm:
Begrüßung durch Dr. Bettina Schmidt-Czaia, Leiterin des Historischen Archivs
Albrecht Fabri – ein Porträt von Prof. Dr. Jürgen Egyptien, Germanist an der RWTH Aachen"


Wikipedia-Artikel Albrecht Fabri

Das Blog http://rudiraschke.wordpress.com/ ertappt eine Redakteurin der Badischen Zeitung beim Abschreiben.

http://rudiraschke.wordpress.com/2011/02/24/ein-mindestmas-an-bildung-kistlergate-iii/
http://rudiraschke.wordpress.com/2011/02/23/die-schnelle-nummer-kistlergate-vol-2/
http://rudiraschke.wordpress.com/2011/02/22/baroness-petra-das-abschreiberbiest/

Update: Die BZ gibt sich zerknirscht
http://www.badische-zeitung.de/wir-ueber-uns-4/wir-ueber-uns-xu33om6ax

http://chronicle.com/article/Its-Time-for-a-National/126489/

Piece by David H. Rothman.

Update:
What Scholars Want from the Digital Public Library of America
By Dan Cohen
http://www.dancohen.org/2011/03/01/what-scholars-want-from-the-digital-public-library-of-america/



"Der Schweizer Kunsthistoriker Beat Wyss verdankt sein neuestes Werk "einem Fehler in der Aktenablage", wie er sagt. Denn im Stadtarchiv von Luzern stieß er unvermutet auf eine Zeitschrift, die in 80 Ausgaben über die Weltausstellung in Paris berichtete.

Da Fotografien Ende des 19. Jahrhunderts noch nicht massenhaft reproduziert werden konnten, versammelte das Journal Druckgrafiken "nach einer Fotografie". Über hundert Jahre später betrachtet, zeigen sie sehr viel mehr als ursprünglich intendiert. Sie geben nicht nur einen visuellen Eindruck dieser außerordentlich erfolgreichen Weltausstellung, sondern legen zudem ein ganz eigenes und in ihrer Mischung aus Foto und Grafikkunst auch eigenartiges Zeugnis der Befindlichkeit einer Epoche ab.

Es sind denn auch weniger die technischen Errungenschaften dieser Zeit, die Beat Wyss interessieren, als vielmehr deren Mentalitätsgeschichte. Ihr ist er auf der Spur entlang der Bilder und ihrer Botschaften. Etwa 100 Drucke hat Wyss dafür ausgewählt. Auf den ersten Blick künden sie von einem fröhlichen Unterhaltungsbedürfnis. Sie zeigen "exotische" Spektakel (Kamelreiten oder Bauchtanz), ethnologische Dörfer, die berühmte Amüsiermeile auf der Straße von Kairo und - natürlich - (bau-)technische Wunderwerke wie Edisons Phonografen und den alles überragenden Eiffelturm. Darüber hinaus illustrieren sie die Träume einer fortschrittsverliebten Epoche, "die getrieben von ihrem Machtwillen, ihren Hoffnungen und Illusionen, die Welt von heute vorbereitete".

Wyss fokussiert viele verschiedene Aspekte der Pariser Weltausstellung. Er beleuchtet unter anderem die "Anthropologie als Herrschaftswissen", etwa wenn er die Meile der Architekturgeschichte entlang des Quai d'Orsay beschreibt, die selbstverständlich nur als Geschichte der weißen Kultur zu lesen war. Bestechend ist auch seine Charakterisierung der Expo als Massenevent und "Pflanzstätte der globalisierten Freizeitgesellschaft".

Die größten Erfolge feierten schließlich die Imbissbudenbesitzer. Massenkonsum und Unterhaltung gingen eine bis heute innige Verbindung ein. Denn nichts liebten die Besucher mehr als ein Picknick am Quai d'Orsay, weswegen schließlich sogar die Höhle der Steinzeitmenschen geschlossen werden musste. Sie wurde als Toilette missbraucht. Das hätte man unseren Vorfahren in Gehrock und bodenlangem Kleid gar nicht zugetraut!

Beat Wyss ist ein schönes Kunststück gelungen. Er bietet eine anschauliche Darstellung der Pariser Weltausstellung und zeigt, was aus den Träumen unserer Urururgroßeltern wurde. Wenn Wyss etwa die Teilnehmer der Völkerschauen als Vorhut heutiger Migranten bezeichnet, zeigt sich das ganze, oftmals auch fatale Erbe dieser frühen Globalisierungsfantasien."

Quelle: DeutschlandradioKultur, Besprochen von Eva Hepper



Der erste Teil zeigt die Annäherung an ein Künstleratelier. Es ist wie ein Käfig versperrt, der „Bewohner" ist unsichtbar. Dafür sind „typische" Utensilien eines Studios zu sehen. Von vorbereiten Papieren bis hin zum Holzsessel, der wie ein Zitat aus einem Van Gogh Bild wirkt. Dieser Besuch wird von Grillenzirpen und Stimmübungen einer Opernsängerin begleitet. Der zweite Teil des Films zeigt das leere Atelier von Innen. Die Namen von Künstlern und anderen Personen werden eingeblendet. Sie sind in drei Archiven geordnet. Die Namen stehen für gedanklich-assoziative Prozesse, die während der Arbeit im Atelier abgelaufen sind. Die Archive sind das Reservoir aus dem man schöpfen kann. Doch in der Tonspur wird der Gesang durch aggressives Hundegebell abgelöst. Ein Hinweis darauf , dass im persönlichen Archiv Dinge und Ideen geweckt werden mit denen es sich respektvoll - abgrenzend auseinanderzusetzen gilt.

http://www.podcast.de/episode/2083636/Archivar

"Zahlreiche Briefe des deutschen Schriftstellers Hans Fallada sind zufällig in der israelischen Nationalbibliothek gefunden worden. In den Briefen beschreibe der NS-Gegner Fallada seine Einsamkeit, seine Krankheit und seine Ängste, schrieb die israelische Zeitung "Haaretz" am 28. Februar 2011.
Viele der Briefe seien an den jüdisch-österreichischen Schriftsteller Carl Ehrenstein adressiert gewesen. Ehrensteins Nachlass, darin auch die Briefe, war vor Jahren an die Nationalbibliothek übergeben worden. Seitdem lagerten sie dort unentdeckt. Insgesamt seien in Jerusalem 25 von Fallada geschriebene und 28 an ihn adressierte Briefe gefunden worden. Sie stammten aus den Jahren 1934 bis 1938.

Der schon in jungen Jahren alkohol- und drogensüchtige Fallada, der eigentlich Rudolf Ditzen hieß, starb mit 53 Jahren am 5. Februar 1947 an Herzversagen. Sein Anti-Nazi-Buch "Jeder stirbt für sich allein" hatte zuletzt - mehr als 60 Jahre nach seinem Erscheinen - im englischsprachigen Raum einen Riesenerfolg verzeichnet. Auch in Israel wurde die hebräische Übersetzung zum Bestseller. In Deutschland brachte der Aufbau-Verlag am 28. Februar 2011 "Jeder stirbt für sich allein" erstmals ungekürzt in Originalfassung auf den Markt"

Quelle: 3sat, Kulturzeit-News, 28.2.2011

http://agfnz.historikerverband.de/?p=694


Gemeinsam bewahren oder einzeln untergehen?
Zur Situation der Freien Archive,
Artikel von Jürgen Bacia in Graswurzelrevolution, hier online

"Der Umgang mit Schutzfristen erfordert von Archivarinnen und Archivaren besondere Kenntnisse. Bei der Festsetzung oder Verkürzung der Schutzfristen ist im jeweiligen Einzelfall eine Entscheidung zu treffen, die sowohl die archivgesetzlichen als auch die verwaltungsrechtlichen Normen berücksichtigt. Da es nur wenige
Verfahrensmuster und Handreichungen gibt, müssen sich Archivarinnen und Archivare in die Materie einarbeiten.
Diese Problematik greift die Archivschule Marburg mit ihrem Workshop auf. Nach der Verortung der Schutzfristen im Kontext des Archivrechts und einer Betrachtung ihrer historischen Entwicklung werden die beiden zentralen Fragenkomplexe in Impulsreferaten vorgestellt:
Im ersten Beitrag wird das Problem aufgegriffen, dass die Archivgesetze die Festlegung von Schutzfristen zwar eindeutig regeln, die Anwendung der Gesetze auf die jeweils vorliegende Akte aber nicht immer zweifelsfrei ist. Im zweiten Referat werden Inhalt und Form der zur Verkürzung der Schutzfristen erforderlichen rechtlichen Prüfung thematisiert. Im zweiten Teil des Workshops
werden zwei Arbeitsgruppen ausgehend von den beiden Impulsreferaten Vorgaben für die Festlegung von Schutzfristen diskutieren und Begründungen formulieren. Außerdem soll ein Musterverfahren für die Verkürzung von Schutzfristen entwickelt werden. Die Publikation der Ergebnisse als Handreichung für die Praxis ist vorgesehen.

10:00 Begrüßung
Dr. Irmgard Christa Becker, Archivschule
Marburg
10:15 Eröffnung
Die Bedeutung der Schutzfristen im archivrechtlichen
Kontext
Arnd Vollmer, Sächsisches Staatsarchiv, Dresden
Die historische Entwicklung der Schutzfristendiskussion
Prof. Dr. Rainer Polley, Archivschule Marburg
Impulsreferate:
11:30
1. Festsetzung von Schutzfristen
Julia Brüdegam, Staatsarchiv Hamburg
12:00
2. Prüfung der Verkürzung von Schutzfristen
Jenny Kotte, Staatsarchiv Hamburg

12:30 Arbeitsgruppen
1. Arbeitsgruppe
Diskussion von Vorgaben und Begründungen für
die Festsetzung von Schutzfristen
Moderation: Dr. Volker Hirsch, Archivschule
Marburg
2. Arbeitsgruppe
Erarbeitung eines Musterverfahrens für die Verkürzung
von Schutzfristen
Moderation: Dr. Irmgard Christa Becker
13:30 Pause
14:00 Fortsetzung der Arbeit in Gruppen
15:00 Präsentation der Arbeitsgruppenergebnisse
16:00 Zusammenfassung und Ausblick
Dr. Irmgard Christa Becker"


Über eine gesetzliche Verkürzung der allgemeinen SperrSchutzfrist - wie z. B. in Großbritannien - wird wohl nicht diskutiert?

Am 3. März 2009 um 13.58 Uhr sackte das siebengeschossige Archivgebäude in der Kölner Südstadt in sich zusammen und riss zwei benachbarte Wohnhäuser mit. Zwei junge Männer starben in den Ruinen. Gleichzeitig wurden 30 Regalkilometer mit den Beständen eines der bedeutendsten kommunalen Archive Europas in die Tiefe gerissen.

"Das Gedächtnis der Stadt schien verloren", blickte Roters am Montag zurück. Ganz so schlimm ist es dann nicht gekommen: 90 Prozent der damals verschütteten Archivalien sind inzwischen geborgen, weitere fünf Prozent werden noch im Grundwasser an der Einsturzstelle vermutet, die restlichen fünf Prozent wurden allerdings vermutlich schon bei dem Einsturz zerstört.

Laut Archivleiterin Bettina Schmidt-Czaia ist der überwiegende Teil der geborgenen Unterlagen restaurierbar. Allerdings werden 200 ausgebildete Restauratoren mit dieser Aufgabe 30 bis 50 Jahre beschäftigt sein. Auch die finanziellen Folgen des Unglücks wiegen schwer: Roters bezifferte die Gesamtkosten durch den Einsturz auf rund eine Milliarde Euro.


http://www.koeln.de/koeln/koelner_stadtarchiv_einsturz_verursacht_milliardenschaden_440782.html


© Raimond Spekking / Wikimedia Commons / CC-BY-SA-3.0 & GFDL

Auch heute eine Auswahl von Guttenberg-Meldungen.

http://www.zeit.de/politik/deutschland/2011-02/guttenberg-plagiat-merkel-wissenschaftler-kritik
http://www.fr-online.de/politik/alle-wundern-sich-ueber-merkel/-/1472596/7504840/-/index.html

Franz Walter erklärt, warum es für Guttenberg jetzt richtig eng wird
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,748079,00.html

Ein Strahlemann düpiert seine Antipoden, Altvordere aus der eigenen Partei, verbissene Oppositionspolitiker und verknöcherte Generäle mit seinem Charme. Ja, filmreif wäre diese Felix-Krull-Geschichte allemal. Die SZ bespricht die soeben erschienene Guttenberg-Biographie
http://www.sueddeutsche.de/politik/guttenberg-biographie-auf-dem-sonnendeck-der-titanic-1.1066174
FR-rezension:
http://www.fr-online.de/politik/klaviatur-des-quereinsteigers/-/1472596/7504740/-/index.html

Verteidigungsminister zu Guttenberg konnte nur mit einer Ausnahmegenehmigung promovieren, weil er in seinem Examen nur die Note „befriedigend“ erreichte. Die Genehmigung erteilte neben anderen der damalige Dekan, der Vorsitzender der Jungen Union der CSU war.
http://goo.gl/Klxqf = faz.net

Das Verteidigungsministerium gibt knapp 5,7 Millionen Euro für „personalwerbliche Anzeigen“ aus, wie aus seiner Antwort auf eine Anfrage der Linkspartei hervorgeht. Ein großer Teil des Geldes fließt dabei an die Medien des Axel-Springer-Konzerns.
http://goo.gl/bfQps = fr-online.de

Inzwischen ist eine siebte Expertise der Wissenschaftlichen Dienste im Deutschen Bundestag aufgetaucht, die Guttenberg in seiner Arbeit freizügig abgekupfert hat, ohne sie als Quelle zu nennen. Dabei handelt es sich um eine 13-seitige Ausarbeitung vom 21. Oktober 2003 mit dem Titel "Der Gottesbezug in den Verfassungen der EU-Mitgliedstaaten, der EU-Beitrittskandidaten und in den Verfassungen der 16 Bundesländer". Ein Hinweis auf das Papier ist weder in der Fußnote zu finden noch im Literaturverzeichnis.
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,748209,00.html

Wie die Frankfurter Allgemeinen Zeitung berichtet, begeht ein Soldat, der während seines von der Armee finanzierten Studiums eine Hausarbeit abschreibt, ein Dienstvergehen. Dafür kann er sogar degradiert werden. So hat das Bundesverwaltungsgericht 2001 in einem Urteil einen Oberleutnant zum Leutnant herabgestuft.

Indem der Offizier die Hausarbeit eines Kameraden nahezu wörtlich abgeschrieben habe, habe er „in soldatischen Kernpflichten versagt“, heißt es in dem Urteil. Mit dem Plagiat störe er das dienstliche Vertrauensverhältnis und „begründet damit ernsthafte Zweifel an seiner Zuverlässigkeit, Integrität und Treuebereitschaft“. Durch dieses Fehlverhalten disqualifiziere sich der Plagiator als Vorgesetzter. Der Verteidigungsminister ist nicht nur für die beiden Bundeswehr-Unis zuständig, er ist als Dienstherr der Armee in Friedenszeiten auch der oberste Vorgesetzte aller Soldaten.

http://www.fr-online.de/fr-online/politik/alle-wundern-sich-ueber-merkel/-/1472596/7504840/-/index.html
Dazu aus dem Beck-Blog der Nachweis:
„Ein Offizier der Bundeswehr, der im Rahmen der universitären Diplomvorprüfung einen Leistungsnachweis dadurch erschleicht, dass er dem Prüfungsausschuss keine eigenständig erstellte Hausarbeit, sondern eine nahezu wörtlich übereinstimmende Abschrift (Plagiat) einer thematisch vergleichbaren Arbeit eines Kameraden vorlegt, um auf diese Weise einen Leistungsschein zu erhalten, der Voraussetzung für sein Vordiplom und damit auch für seine Beförderung zum Oberleutnant ist, begeht ein schwer wiegendes Dienstvergehen, das grundsätzlich mit einer gravierenden gerichtlichen Disziplinarmaßnahme (Degradierung) zu ahnden ist.”
BVerwG, Urteil vom 14.11.2001 - 2 WD 30/01 (Link: http://www.hsu-hh.de/download-1.4.1.php?brick_id=xfoF33Mgt52OBMPa )

Eine gute juristische Würdigung der Causa bietet (ausnahmsweise) die LTO
http://www.lto.de/de/html/nachrichten/2646/guttenberg_affaere_der_ueberforderte_nicht_wissenschaftler_ohne_vorsatz/

Doktorvater Häberle distanziert sich
http://archiv.twoday.net/stories/14655977/

Enormer Zulauf für Erklärung von HochschullehrerInnen
http://archiv.twoday.net/stories/14655042/ (verlinktes PDF anklicken!)

Unterhaltsames
http://archiv.twoday.net/stories/14655894/

Derzeit steht der Zähler für Beiträge mit der Zeichenfolge guttenberg in Archivalia auf 143, rund 130 davon seit Beginn der Affäre
http://archiv.twoday.net/search?q=guttenberg

Update:

Guttenberg will um Vertrauen kämpfen
Die harsche Kritik von Professoren, er sei ein Betrüger, habe er "zur Kenntnis zu nehmen. Ich glaube, es wäre übermenschlich, wenn einen so harte Vorwürfe nicht innerlich beschäftigen würden." Auf die Frage nach Rücktrittsgedanken sagte er: "Sie sehen mich hier sitzen."
http://www.op-online.de/nachrichten/politik/guttenberg-will-vertrauen-kaempfen-zr-1142370.html

Zum offenen Brief der DoktorandInnen (derzeit über 30.000 Unterschriften) ein Interview
http://www.jungewelt.de/2011/03-01/050.php


http://epistolae.ccnmtl.columbia.edu/

Epistolæ is a collection of letters to and from women in the Middle Ages, from the 4th to the 13th century. The letters, written in Latin, are linked to the names of the women involved, with English translations and, where available, biographical sketches of the women and some description of the subject matter or the historic context of the letter.

Neues von den österreichischen Ordensarchiven und -bibliotheken:

* STUDIENTAG ERSCHLIESSUNG
Rückblick auf den Studientag „Perspektiven und Standards der Erschließung in kirchlichen Archiven“ am 21. Jänner 2011 in Salzburg
Impulsreferat von Helga Penz zum Download

* TREFFEN DER BIBLIOTHEKARE
Rückblick auf das Treffen der Ordensbibliothekarinnen und –bibliothekare am 22. Februar 2011 im Stift Herzogenburg
Tagungsmappe zum Download

* BUCHEMPFEHLUNGEN
Neuerscheinungen zur Ordensgeschichte

http://www.ordensarchive.at

http://www.tagesspiegel.de/politik/guttenbergs-doktorvater-erklaert-sich-zu-guttenbergs-doktorarbeit/3892590.html

Erklärung von Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Peter Häberle

Mit sehr großem Bedauern habe ich zur Kenntnis nehmen müssen, dass die Umstände der von mir betreuten Promotion von Herrn K.-T. zu Guttenberg den Ruf der Universität Bayreuth in der öffentlichen Diskussion in Misskredit zu bringen geeignet sind. Die in der Promotionsschrift von Herrn zu Guttenberg entdeckten, mir unvorstellbaren Mängel sind schwerwiegend und nicht akzeptabel. Sie widersprechen dem, was ich als gute wissenschaftliche Praxis seit Jahrzehnten vorzuleben und auch gegenüber meinen Doktoranden zu vermitteln bemüht war. Die Aberkennung des Doktortitels war die notwendige Folge.

In meiner ersten spontanen und letztlich zu vorschnellen Reaktion konnte ich – ohne Detailkenntnis der konkreten Vorwürfe – das Ausmaß nicht absehen. Im Blick auf die Originalität der Fragestellung und die Intensität der inhaltlichen Ausarbeitung hielt ich jede Form eines Vorwurfs für ausgeschlossen – zumal Herr zu Guttenberg stets zu meinen besten Seminarstudenten gehörte. Ich habe den Werdegang seiner Arbeit, wie bei all meinen Doktoranden ohne jede äußere Beeinflussung nach besten Kräften betreut. Ich werde auch weiterhin als Wissenschaftler alles mir Mögliche zur erforderlichen Aufklärung der Umstände durch die Gremien der Universität beitragen.

gez. Peter Häberle


Siehe auch
http://archiv.twoday.net/search?q=h%C3%A4berle
http://archiv.twoday.net/search?q=guttenberg



Siehe auch
http://archiv.twoday.net/search?q=guttenberg

FAZ-Pressecollage - Leben in Fußnoten
http://goo.gl/RTiZh

Unterhaltsames vom STERN
http://bit.ly/hKghTw

http://www.medievalgenealogy.org.uk/updates/update.shtml

Important for new English medieval source material on the Internet.

http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/aktuell/die_diebische_sippe_des_landesvaters_1.9687906.html

Ihre Paläste schmückten sie mit römischen Marmorsäulen, Statuen und wertvollen arabischen Fayencen. Sie bedienten sich auch bei Museen und liessen Villen auf dem Perimeter des Unesco-Weltkulturerbes von Karthago errichten.

Siehe auch
http://archiv.twoday.net/stories/14643302/ (en)

Amphiteater von El Jem, einem Zentrum der illegalen Machenschaften - Foto Cimoi http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.en

http://www.stern.de/politik/deutschland/plagiatsaffaere-guttenberg-falscher-doktor-harte-strafe-der-fall-kasper-1657950.html

Andreas Kasper, 35, Parteimitglied der CDU, ist vorbestraft. Im Mai 2010 brummte ihm die Staatsanwaltschaft Göttingen 90 Tagessätze zu je 100 Euro auf. Ein Gutachter hatte im Verfahren zu Protokoll gegeben, Kaspers juristische Doktorarbeit sei passagenweise ein "Flickenteppich aus den Texten anderer Autoren". Es waren genau 11 Fremdautoren, sagt ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Göttingen zu stern.de. Wegen der hohen Anzahl sei die Staatsanwaltschaft von Vorsätzlichkeit ausgegangen. Das sei wie beim Autofahren, erklärt der Sprecher: Wer ein Schild mit dem Tempolimit 80 nicht beachte, mache einen Fehler. Wer das dritte Schild ignoriere, handele vorsätzlich. Karl-Theodor zu Guttenberg ist laut Guttenplag durch einen ganzen Schilderwald geheizt.

Und:

"Andreas Kasper hat in seiner Tätigkeiten als Vorsteher des Landesverband Lippe tolle Arbeit geleistet", sagt Reiner Brinkmann, Geschäftsführer des SPD-Kreisverbandes Lippe zu stern.de. Fachlich sei der Mann tiptop gewesen.

Er verlor trotzdem seinen Job.

Update:

http://www.lawblog.de/index.php/archives/2011/03/02/abschreiben-ist-auch-ein-fall-fr-den-staatsanwalt/

http://archiv.twoday.net/search?q=kasper

3.3.2011
http://www.zeit.de/politik/deutschland/2011-03/guttenberg-staatsanwalt-ermittlungen-anzeigen
Die Staatsanwaltschaft Hof sieht bei dem zurückgetretenen Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg den Anfangsverdacht einer Straftat als gegeben an. Deshalb solle nun ein offizielles Ermittlungsverfahren gegen den CSU-Politiker eröffnet werden. "Das wird eingeleitet, da gibt es kein Wenn und kein Aber", sagte der Sprecher der Behörde, Oberstaatsanwalt Reiner Laib.

Guten Tag,

können Sie zu

http://archiv.twoday.net/stories/14653422/

etwas ergänzen?

Besten Dank und Grüße
Dr. Klaus Graf


Antwort

Sehr geehrter Herr Graf,

ich klicke nicht auf Links.

Mit freundlichem Gruß
Im Auftrag
Hubert Krandick


S T A D T V R E D E N,
Fachabteilung II.2
Schule, Jugend, Sport, Kultur
Burgstraße 14
48691 Vreden

Internet:
www.vreden.de

Email:
info@vreden.de

http://www.universityworldnews.com/article.php?story=20110225205335307

A decision by the Hungarian government to return secret service files to people investigated by communist regimes before 1990 has drawn international protests from archivists and historians on the grounds that it is a threat to archival integrity.

See also
http://archiv.twoday.net/stories/11598738/

http://www.hausdorff-research-institute.uni-bonn.de/mkreck/Erklaerung.pdf

Die unterzeichnenden Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer haben mit Sorge zur Kenntnis
genommen, dass die Universität Bayreuth die Aberkennung des Doktorgrades von Herrn zu Guttenberg nicht mit
vorsätzlicher Täuschung begründet hat. Dabei sieht die Promotionsordnung der Rechts- und Wirtschaftswissenschaftlichen
Fakultät der Universität Bayreuth (*) als einzige Möglichkeit für die Aberkennung einer
Promotion nach deren Bestehen den Nachweis einer Täuschungsabsicht vor (§ 16, Abs. (1) und (2)) und
unterstreicht dies, indem in Absatz (3) explizit gesagt wird, dass ein späterer Nachweis von nicht erbrachter
Leistung, bei der keine Täuschungsabsicht erkennbar ist, nicht zur Aberkennung des Titels führen kann. Die
Promotionsordnungen anderer Fächer und an anderen Universitäten lauten ähnlich.
Die Universität Bayreuth begründet ihr Vorgehen (für das sie sich statt auf die Promotionsordnung auf
Artikel 48 des Verwaltungsverfahrensgesetzes beruft) mit dem Verstoss gegen wissenschaftliche Pflichten in
erheblichem Umfang durch Herrn zu Guttenberg. Sie lässt die Frage eines möglichen Täuschungsvorsatzes
dahingestellt. Inzwischen soll die Frage im Rahmen einer Kommission "Selbstkontrolle der Wissenschaft" in
größerem Rahmen weiter geprüft werden, die Universität weist aber darauf hin, dass dies lange dauern kann.
Wir sind überrascht, dass die Klärung der Täuschungsfrage im vorliegenden Fall nicht innerhalb weniger
Tage erfolgen kann. Es ist klar, dass an sehr vielen Stellen seitenlang geistiges Eigentum anderer verwendet
wird, ohne dass ordnungsgemäß zitiert wird, und dass dies teilweise (und ebenfalls in vielen Fällen) mit dem
Austausch einiger Worte kombiniert wird. Es fällt bei dieser Sachlage, die nicht in Einklang mit der auch von zu
Guttenberg gegebenen Eigenständigkeitserklärung steht, keine als die angegebenen Quellen benutzt zu haben,
schwer, nicht an eine umfängliche vorsätzliche Täuschung zu glauben.
Wir melden uns zu Wort, weil wir großen Wert darauf legen, dass unsere Studierenden sowie
Doktorandinnen und Doktoranden den Rahmen, in welchem wissenschaftlich gearbeitet wird, kennen. Wenn
Mängel wie die der zu Guttenbergschen Arbeit lediglich handwerkliche Fehler darstellen sollen, sehen wir die
Gefahr, dass die bewährten Standards wissenschaftlicher Arbeit verkommen. Deshalb ist es wichtig, dass mit
dem Fall zu Guttenberg kein negativer Präzedenzfall geschaffen wird.
Darüber hinaus bringen wir unser Befremden darüber zum Ausdruck, dass führende Politiker - an der Spitze
die Bundeskanzlerin - Wissenschaft und wissenschaftlicher Redlichkeit insgesamt den Stellenwert von
Nebensächlichkeiten geben. Die Aufspaltung einer Persönlichkeit in einen gesellschaftlich irrelevanten
wissenschaftlichen Teil und einen relevanten politischen Teil ist nicht akzeptabel. Ein solches Schubladendenken
ist einer modernen Gesellschaft, deren Reichtum, sowohl kultureller wie materieller, in hohem Maße auf
Wissenschaft beruht, unwürdig und könnte gefährlichen Entwicklungen den Weg bereiten.
*)http://www.uni-bayreuth.de/universitaet/leitung_und_organe/Universitaetsverwaltung/abt1/amtliche-bekanntmachungen/konsolidierteFassungen/2010/2010-058-kF.pdf
Erstunterzeichner:
Prof. Dr. Ingrid Bauer (Mathematisches Institut, Universität Bayreuth)
Prof. Dr. Martin Carrier (Abteilung Philosophie, Universität Bielefeld)
Prof. Dr. Fabrizio Catanese (Mathematisches Institut, Universität Bayreuth)
Prof. Dr. Eckhard Freise (Historisches Seminar, Universität Wuppertal)
Prof. Dr. Gerhard Huisken (Direktor am Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik, Golm)
Prof. Dr. Dr.h.c. Matthias Kreck (Direktor, Hausdorff-Research-Inst. for Mathematics, Universität Bonn)
Prof. Dr. Werner Nahm (Director, School of Theoretical Physics, DIAS, Dublin)
Prof. Dr. Ulrich Nortmann (Lehrstuhl für theoretische Philosophie, Universität Saarbrücken)
Kontakt: Prof. Dr. Matthias Kreck,
Hausdorff-Research-Institute for Mathematics, Universität Bonn, Poppelsdorfer Allee 45, 55116 Bonn

Wenn Sie diese Erklärung unterschreiben wollen, senden Sie bitte eine entsprechende Mail mit Namen
und Titel sowie Angabe Ihres Faches sowie Instituts/Fakultät an:

kreck.er (klammeraffe) him.uni-bonn.de [Mailadresse auf Bitte seines Sekretariats geändert, da die frühere Adresse "überschwemmt" wurde, KG]

Bitte schicken Sie mails mit Hinweis auf diese Erklärung an ihre Kollegen, möglichst auch aus
benachbarten Fächern, damit im Schneeballsystem eine hohe Unterstützung erreicht wird.

Weitere Unterschriften:
PD. Dr. Marcel von Ackeren (Philosophisches Seminar, Universität Köln)
Prof. Dr. Erdmute Alber (Lehrstuhl für Sozialanthropologie, Vice-Dean der Bayreuth International Graduate School
of African Studies (BIGSAS), Universität Bayreuth)
Prof. Dr. Bruce Allen (Direktor am Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik, Honorar Prof. Universität Hannover,
Adjunct Prof. University of Wisconsin-Milwaukee, USA)

http://manuscrits.nice.fr/

In guter Qualität.


Der SPIEGEL 8/2011 S. 136 berichtete über Versuche von Museumsrestauratoren, den Zerfall von Plastikgegenständen zu stoppen.

Artikel bis 1984 sind online unter

http://doc.rero.ch/collection/VALLESIA_cs?ln=de

http://www.heise.de/tp/r4/artikel/34/34269/1.html

Am 18. Februar schrieb Ulf Poschardt in der Tageszeitung Die Welt einen mittlerweile gelöschten Artikel, in dem er Karl Theodor von und zu Guttenberg damit zu verteidigen versucht, dass er dessen Vorgehen beim Schreiben seiner Doktorarbeit mit dem aus der Musik bekannten Sampling vergleicht, welches eine "Kulturtechnik" sei und etwa im Bastard Pop unbestritten großartige Schöpfungen hervorgebracht habe. Genauso müsse man die "virtuose Quellenrecherche" Guttenbergs als Teil der Qualität einer Arbeit sehen.

Siehe auch
http://archiv.twoday.net/search?q=guttenberg (137 Einträge in diesem Blog)

Erfreulich, die bisherigen Links waren doch sehr lang. Beispiel für einen Permalink:

http://www.zeno.org/nid/20004600177

Das Norfolk Graffiti-Projekt hat einen Preis gewonnen:

http://www.medievalists.net/2011/02/27/norfolk-graffiti-project-wins-national-award/

Ich kann das nicht verstehen, denn die Dokumentation der Graffiti findet nicht im Medium des Internets statt:

http://www.medieval-graffiti.co.uk/

Auch historische Graffiti berücksichtigt die Linksammlung:
http://www.graffitieuropa.org/links/wissen.htm

Von den Arbeiten des Paravicini-Schülers Kraack ist online:
http://edoc.hu-berlin.de/conferences/conf2/Kraack-Detlev-2002-09-08/HTML/



http://bostonathenaeum.org/node/150

http://de.wikipedia.org/wiki/Edward_Gorey

http://www.google.de/images?hl=de&q=edward+gorey

http://www.youtube.com/watch?v=wrq3Vugxqqo

http://www.youtube.com/watch?v=HFqYtz7exBs

http://weblog.hist.net/archives/5085

Peter Haber gebraucht den Plural majestatis (oder modestiae?): Unsere Position ist klar: Solange man bei Wikipedia anonym schreiben kann, ist eine Teilnahme für Wissenschafterinnen und Wissenschafter nicht sinnvoll. Auch wenn man selbst mit dem richtigen Namen schreibt, risikiert man, von anonymen Querulanten torpediert und in nicht immer sehr zivilisierter Weise gemassregelt zu werden. Mit anderen Worten: für Wissenschafter ist eine aktive Teilnahme an Wikipedia reine Zeitverschwendung.

Ich halte das für Unsinn.

Wer die Rubrik Wikis in diesem Blog verfolgt

http://archiv.twoday.net/topics/Wikis/

weiß, dass ich mich nicht scheue, Mängel und Klima der Wikipedia scharf anzugreifen. Seit 2004 dabei, habe ich meine Mitarbeit drastisch reduziert, da es genügend menschlich unangenehme Erfahrungen gab, die mir den Spaß verdarben. Die Anonymität war für mich nie ein wirkliches Problem, denn die unysympathischen Oberlehrer und Besserwisser können auch Klarnamen tragen.

Auch wenn alle Wikipedianer mit Klarnamen agierten, würde das nicht sicherstellen, dass sich eine wissenschaftsnähere Hierarchie ergäbe, die es verhindert, dass der jugendliche Admin oder die Oberlehrerin den Professor kujoniert oder in endlos öde Diskussionen verwickelt.

Meine These lautet: Mitarbeit in der Wikipedia ist für Fachwissenschaftler allzu oft eine masochistische Übung oder ein Exercitium in Demut, aber keine Zeitverschwendung.

Die Mitarbeit lohnt, da Wikipedia-Artikel aufgrund ihres Google-Rankings mehr Impact haben als alle anderen Veröffentlichungen. Auch wenn quantitativ gesehen die sehr guten oder auch nur guten Artikel nur einen kleinen Bruchteil des Gesamtbestands ausmachen, ist es möglich und sinnvoll "Inseln der Qualität" zu schaffen. Diese bleiben, wenn es sich um entlegenere Themen handelt, in der Regel auch von Verschlimmbesserungen verschont.

Mit der Mitarbeit in der Wikipedia kann man zwar keine akademische Meriten erlangen (Habers Außensicht ist da eher karrierefördernd und soll es wohl auch sein), aber Zeitverschwendung ist sie gewiss nicht.

http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,747408,00.html

Dirk Matten meint, in den USA wäre eine Affäre Guttenberg undenkbar. Er klagt die Gutachter an und auch den Verlag:

Wenn Guttenberg jetzt ziemlich lächerlich dasteht, dann umso mehr auch sein Verlag Duncker & Humblot. Unter deutschen Juristen eine Prestigeadresse, kann man davon ausgehen, dass Guttenberg einen heftigen Druckkostenzuschuss berappt hat. Das ist bei Dissertationen in Deutschland üblich. Darüber hinaus jedenfalls hat der Verlag und seine Lektoren jedoch wenig unternommen. Renommierte internationale Verlage wie zum Beispiel Oxford- oder Cambridge University Press lassen nichts in Druck, was nicht von ein paar Fachkollegen von anderen Universitäten blind begutachtet wurde. Der Fall macht wieder einmal deutlich, warum das deutsche Wissenschaftssystem, jedenfalls in den Sozial- und Geisteswissenschaften, immer noch international ein Treppenwitz ist.

Matten fordert:

Erstens, das System, in welchem der Betreuer einer Dissertation zugleich der Prüfer/Gutachter (und, im Falle eines Assistenten, auch der Linienvorgesetzte) ist, entspricht keinem denkbaren Standard für die unabhängige Erstellung und Prüfung wissenschaftlicher Arbeit. Es lädt ein zu Nepotismus, Ausbeutung und Gefälligkeitsgutachten. Kein ernstzunehmendes Wissenschaftssystem im internationalen Raum erlaubt diese absurde Konstellation.

Zweitens, der Betreuungsprozess eines Doktoranden kann nicht nur darin bestehen, nach sieben Jahren sein Manuskript zu lesen. Im angloamerikanischen System liest der Betreuer zig Entwürfe der Dissertation, und die Fehler des Guttenberg würden somit schon viel früher sichtbar. In Deutschland gibt es kein System, welches den/die Doktorvater/-mutter dazu verpflichtet, einen wirklichen Betreuungsprozess ernst zu nehmen.

Drittens, Veröffentlichungen von wissenschaftlicher Arbeit müssen in jedem Fall einem Blind-Begutachtungsprozess unterzogen werden. Das gilt sowohl für Bücher als auch für Aufsätze. Beides steckt in Deutschland, jedenfalls in den Sozial-, Wirtschafts- und Geisteswissenschaften, in den Kinderschuhen.


Bei 1 und 2 kann ich zustimmen, zum Thema Peer Review und Blind-Begutachtung kann man auch der Ansicht sein, dass das kein Allheilmittel ist.

Zu Peer Review:
http://archiv.twoday.net/search?q=peer+review

Update:
http://digireg.twoday.net/stories/14654942/

Stefan Weber weist auf einen Fall hin, bei dem eine österreichische Wissenschaflerin, die 2006 ein Plagiat als Diplomarbeit vorgelegt hatte, nun nach erneuter Diplomarbeit und Promotion Professorin an einer deutschen Fachhochschule ist:

http://plagiatsgutachten.de/blog.php/professur-auch-nach-plagiierter-diplomarbeit-und-widerrufenem-grad/

Versuch einer Kurzdefinition:

http://jakoblog.de/2011/02/26/metadaten-versuch-einer-kurzdefiniton/

"Titus Malms und Bad Pyrmont haben sich bei den Hessen einen Korb geholt. Das Staatsarchiv in Marburg hat die Bitte aus der Kurstadt, Pyrmonter Archivgut zum Hauptstaatsarchiv Niedersachsen in Hannover zu überstellen, grundsätzlich abgelehnt.
Aus der Feder von Titus Malms stammt der entsprechende Antrag der CDU-Ratsfraktion. Für Historiker und Heimatforscher sei die derzeitige Situation unbefriedigend, hatte der ausgewiesene Kenner Pyrmonter Historie festgestellt. Es gebe viele unerforscht gebliebene Archivalien. „Wenn die ausgewertet werden können, dann könnte dadurch ein neues Bild von Bad Pyrmont entstehen.“
Dass das historische Pyrmonter Archivgut immer noch im hessischen Marburg und nicht in Hannover aufbewahrt, wird, hat mit den historischen Verbindungen der Kurstadt mit dem hessischen Fürstentum Waldeck-Pyrmont zu tun. Die Grafschaft Pyrmont gelangte 1625 an Waldeck, das 1929 an Preußen überging und in die Provinz Hessen-Nassau eingegliedert wurde. Das Staatsarchiv Marburg übernahm die historische Überlieferung.
Mit dem Ausscheiden des für die Pyrmonter Materialien zuständigen Archivars Prof. Dr. Gerhard Menk im März dieses Jahres sah Malms eine gute Gelegenheit gekommen, einen erneuten Vorstoß zu unternehmen, die Pyrmonter Bestände nach Niedersachsen überstellen zu lassen, denn nach seinen Informationen sollte die Stelle von Menk nicht neu besetzt werden.
Doch Marburg widersprach. Die Stelle sei bereits vor Weihnachten 2010 ausgeschrieben worden, für die Betreuung der Waldecker Bestände werde künftig ein langjährig tätiger und in der waldeckschen Geschichte ausgewiesener Archivoberrat im Staatsarchiv Marburg zuständig sein. Und auch aus Gründen der Archivarbeit will sich Marburg auf nichts einlassen. Eine Herauslösung von Archivgut aus seinem historischen Entstehungszusammenhang und seiner Aufteilung gemäß aktuellen Verwaltungsgrenzen allgemein anerkannten fachlichen Standards wiesen die Hessen die Bitte aus Bad Pyrmont ab. "

Quelle: Deister- und Weserzeitung, 27.2.2011

Marburg bleibt richtigerweise resolut. Dennoch hätte man eine kostenträchtige Verfilmung anbieten können, oder ?



"The Rare Books and Special Collections Library (RBSCL) at the American University in Cairo has been working hard to gather information, including news coverage and personal accounts, of the events on and following January 25, 2011. From the first day of the demonstrations to the protests of post-Mubarak Egypt, RBSCL has archived over 150,000 videos, audio files, Twitter feeds, blogs, Facebook pages, and other websites.
So far, RBSCL has archived 105,993 different web pages, 35,817 photographs, 51 videos, 276 sound recordings, and 376 PDFs. Additionally, we have collected 2,013 Twitter feeds, 1,721 Facebook pages, and 1,406 YouTube pages. Other popular websites archived include personal blogs, Egypt Daily News, Flickr photo albums, and CNN Arabic.
If you have suggestions for sites to archive, email Digital Collections Archivist, Carolyn Runyon, at cfrunyon@aucegypt.edu."


Link: Blog AUC, 27.2.2011

Riiyaki: "Frage mich, wie geheim das "Preußische geheime Staatsarchiv" wirklich ist, wenn der Name draußen dran steht."

#guttbye beliebter Twitter-Hashtag von Guttenberg-Gegnern.

Bislang unterzeichneten den offenen Brief von Doktoranden über 15.000 Personen
http://offenerbrief.posterous.com/

Der SPIEGEL befragte Experten zum Plagiatsvorwurf: Aus wissenschaftlicher Sicht ist Guttenberg ein Plagiator. Wenn er suggeriert, ohne Vorsatz könne es kein Plagiat geben, dann blufft er. Juristisch gibt es keine klare Definition - aber die akademischen Zitierregeln sind hinreichend klar.
http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,747956-4,00.html

Heribert Prantl hat ein rührendes Stück in der SZ über die Verzweiflung von Guttenbergs Doktorvater Peter Häberle
http://www.sueddeutsche.de/karriere/peter-haeberle-guttenbergs-verzweifelter-doktorvater-1.1065414

Die entfernte Verwandtschaft des stellvertretenden Chefs vom Dienst der BILD-Bundesausgabe Karl Ludwig Freiherr von und zu Guttenberg mit dem Verteidigungsminister überprüfte
http://danielbroeckerhoff.de/2011/02/27/gecheckt-die-guttenberg-bild-connection/

Das Geschäft mit falschen Doktorhüten beleuchtet
http://www.mopo.de/hamburg/panorama/die-doktor-macher/-/5067140/7414050/-/index.html

Unterhaltsames: Guttenberg besucht Dinge
http://zuguttenberglookingatthings.tumblr.com/

M. Trapp stellte Links zur Affäre zusammen, http://textundblog.de/?p=3981#more-3981 überging aber - ebenso solipsistisch wie Kuhlen - die Guttenbergiana in Archivalia
http://archiv.twoday.net/search?q=guttenberg


http://www.iuwis.de/pm_ab_0211

Das Aktionsbündnis "Urheberrecht für Bildung und Wissenschaft" sieht in dem Fall Guttenberg und in der Reaktion eines Teils der aktuellen Regierung darauf eine bedrohliche Aushöhlung vor allem der im Urheberrecht verankerten Persönlichkeitsrechte auch der wissenschaftlich Tätigen.

Die Politik muss weiter zu ihrer Position stehen, "dass sowohl Erfindungen als auch künstlerische Leistungen einen besonderen Respekt in unserer Gesellschaft verdienen - ihr Diebstahl nicht etwa ein Bagatelldelikt ist, sondern ein sorgfältiger Umgang mit diesen Leistungen in unserer Gesellschaft verankert werden muss" (Bundeskanzlerin Merkel in ihrem Podcast [1] zum Welttag des Schutzes des geistigen Eigentums am 26. April 2008).

Zu diesen Persönlichkeitsrechten gehört das Recht der WissenschaftlerInnen, über die Veröffentlichung ihrer Werke zu entscheiden, das Recht, als VerfasserInnen ihrer Werke oder Teile von ihnen genannt und vor Entstellungen ihrer Werke geschützt zu werden. Wenn das von der Politik nicht mehr geschützt wird, ist Wissenschaft bedroht.

Wissenschaft kann und muss sich dagegen wehren. Das Aktionsbündnis unterstützt daher die Initiative des Offenen Briefes [2] von Doktoranden an die Bundeskanzlerin vom 24.2.2011 mit der zentralen Aussage: "Wenn der Schutz von Ideen in unserer Gesellschaft kein wichtiger Wert mehr ist, dann verspielen wir unsere Zukunft." Diese Initiative sollte nicht auf die DoktorandInnen beschränkt sein. Ihr sollten sich alle wissenschaftlich Arbeitenden, insbesondere auch die
Unterzeichner der Göttinger Erklärung [3], anschließen können, unbeschadet dessen, ob jede einzelne Aussage in dem offenen Brief geteilt wird.

Das Aktionsbündnis Urheberrecht für Bildung und Wissenschaft teilt die Besorgnis des Vorsitzenden des Wissenschaftsrates, Professor Wolfgang Marquardt, "wie in Folge der Diskussionen um die Doktorarbeit von Karl-Theodor zu Guttenberg das gesellschaftliche Ansehen der Wissenschaft Schaden zu nehmen droht" (Wissenschaftsrat, 25.2.2011 [4]). Das Aktionsbündnis ist wie der Deutsche Hochschulverband (DHV) empört darüber, "wie die Bedeutung der Wissenschaft und ihrer ehernen Gesetze", so Professor Dr. Bernhard Kempen, Präsident des DHV "politisch kleingeredet wird". Plagiieren sei "kein Bagatelldelikt" (DHV, 25.2.2011 [5]).

Ebenso wie der DHV fordert das Aktionsbündnis, dass wissenschaftliche Arbeiten "in digitaler Form abzugeben sind, damit Texte besser und schneller mittels sogenannter 'Plagiats-Software' auf Übereinstimmungen mit fremden Texten abgeglichen werden können." Das Aktionsbündnis erweitert diese Forderung dahin, dass Dissertationen in der elektronischen Version grundsätzlich frei zugänglich gemacht werden müssen, am besten auch über einen zentralen Nachweis.

Der Fall Guttenberg zeige, so der Sprecher des Aktionsbündnisses Prof. Dr. Rainer Kuhlen, "dass eine Open-Access-Zugänglichkeit von wissenschaftlichen Werken nicht nur für alle Nutzer - auch in der Wirtschaft - von hohem Nutzen ist, sondern auch die Produzenten und Gutachter in der Wissenschaft schützt. Der unabdingbare Schutz der Persönlichkeitsrechte auch der WissenschaftlerInnen müsse zusammengehen mit dem möglichst freien Zugang zu dem vor allem überwiegend mit öffentlichen Mitteln und in öffentlicher Umgebung produzierten Wissen".

Das Aktionsbündnis fordert die Politik weiter auf, bei den anstehenden Urheberrechtsregulierungen diesem Zusammenhang von Schutz der Rechte der Wissenschaftler als Autoren und dem Recht der Wissenschaftler und der Öffentlichkeit als Nutzer stärker als bislang Rechnung zu tragen.

Prof. Dr. Rainer Kuhlen
Sprecher des Aktionsbündnisses "Urheberrecht für Bildung und Wissenschaft"

[1] Merkel: Mehr für Schutz geistigen Eigentums tun (Podcast):
http://www.bundesregierung.de/Content/DE/Archiv16/Podcasts/2008/2008-04-26-Video-Podcast/2008-04-26-video-podcast.html
[2] Offener Brief von Doktoranden an die Bundeskanzlerin: http://offenerbrief.posterous.com/causa-guttenberg-offener-brief-von-doktorande
[3] Göttinger Erklärung zum Urheberrecht für Bildung und Wissenschaft vom 5. Juli 2004: http://www.urheberrechtsbuendnis.de
[4] Pressemitteilung des Wissenschaftsrates Nr. 10 vom 25. Februar 2011 "Standards müssen eingehalten werden": http://www.wissenschaftsrat.de/index.php?id=355&print=1&L=
[5] Pressemitteilung des Deutschen Hochschul-Verbandes vom 25. Februar 2011 "DHV empört über Verharmlosung von Plagiaten": http://www.hochschulverband.de/cms1/pressemitteilung+M55f181284f8.html


Wieso nur Dissertationen? Siehe

http://archiv.twoday.net/stories/14645329/

Update: Zur Position von Eberhard Hilf
http://www.zugang-zum-wissen.de/journal/archives/165-Plagiatsdissertation-zu-Guttenberg-was-ist-zu-tun.html

http://www.heatherbraum.info/libraries/discriminating-against-libraries-26-ebook-circs-at-a-time/

The situation is simply this:

In the first significant revision to lending terms for ebook circulation, HarperCollins has announced that new titles licensed from library ebook vendors will be able to circulate only 26 times before the license expires.


Update:
http://log.netbib.de/archives/2011/02/27/haltbarkeit-von-ebooks-stark-gesunken/

http://archiv.twoday.net/stories/14664232/

les archives from Cécile Chevalier on Vimeo.


Zimoun : 105 prepared dc-motors, cotton balls, cardboard boxes 53x53x80cm, 2011 from ZIMOUN VIDEO ARCHIVE on Vimeo.


so Max Hollein, Museumsdirektor in Frankfurt, in einem Interview mit der Presse, 27.2.2011:
" ... Wird man in 100 Jahren noch ins Museum gehen?

Die Frage ist vielmehr, wie erreiche ich mein Publikum heute und was kann ich tun, um die unmittelbar nächsten Generationen an das Museum heranzuführen. Große Bedeutung für die Vermittlungs- und Kommunikationsarbeit kommt neben den Programmen vor Ort den neuen Medien und dem Web 2.0 zu. Gerade für Kultureinrichtungen birgt die Nutzung von sozialen Netzwerken wie Facebook oder Twitter großes Potenzial, indem sie neue Zielgruppen eröffnet und einen spontanen und direkten Kontakt mit dem Publikum ermöglicht. Das Publikum kann sich im Netz über die Aktivitäten des Museums informieren, Videos von den Ausstellungen oder zu Kunstwerken ansehen, auf dem Weblog des Städel kommentieren oder im Schirn Magazin online Hintergrundberichte zu den Ausstellungen oder Interviews mit Künstlern lesen. Ich sehe in der intensiven Nutzung des Internets eine Weiterdefinition dessen, wo und wie Museum stattfinden kann. Das Museum wird transparenter, es zählt nicht nur der physische Museumsbesuch, sondern eine Sammlung, ein ganzes Museum und seine Aufgaben als Bildungs- und Vermittlungsinstitution können auch im Netz erlebt werden. Die Begegnung mit dem Original bleibt zwar immer noch einzigartig, ist aber nur eine von mehreren Formen der Auseinandersetzung mit Kunst. ..."


Wann wird ein solcher Satz von einen deutschen Archivdirektor gesagt werden - nehmen wir M. Glauert einmal aus?

http://www.ifz-muenchen.de/archiv/zs/Verzeichnis_der_digitalisierten_ZS-Bestaende.pdf mit anklickbaren Link zu den einzelnen Digitalisaten - jede Seite ist mit einem ärgerlichen Wasserzeichen geschmückt

Es handelt sich hierbei um gut
2.800 Kleinstbestände, die aus Zeugenbefragungen in der Zeit nach dem
Zweiten Weltkrieg entstanden und die sowohl aufgrund ihres Inhaltes
als auch aufgrund ihrer Genese in Deutschland einmalig sind. Weil viele
Quellen zum Nationalsozialismus verloren, verschollen oder von den
Besatzungsmächten beschlagnahmt und außer Landes gebracht worden
waren, begann das IfZ damit, systematisch Zeitzeugen zu befragen oder
Befragungsunterlagen Dritter zu sammeln. Ausgangspunkt dieser
Sammlung waren die Nürnberger Prozessakten und die dazugehörigen
Beweisdokumente, welche Zeugenaussagen und eidestattliche Erklärungen
enthielten. Das Material wurde mit Interviewprotokollen und
Beratungskorrespondenzen zusammengefasst, die die Institutsmitarbeiter
für Forschungszwecke angelegt hatten, und noch dazu mit Sammlungen
von Befragungsergebnissen ergänzt, die das Institut von Dritten erhielt.
In vielen Fällen bietet diese Überlieferung Auskünfte zu Einzelheiten, die in
den staatlichen oder parteiamtlichen Quellen nicht zu finden sind. Die
Befragten stammten vor allem aus Politik und Militär. Es finden sich z. B.
Unterlagen über Heinrich Brünning, Joseph Wirth, Hans Luther, Otto
Strasser, Herrmann Göring, Julius Streicher, Arthur Seyss-Inquart, Joachim
von Stülpnagel und Franz Halder. Wenn diese Beständegruppe auch
besonderen quellenkritisch ausgewertet werden sollte, so ist sie doch ein
einzigartiger Fundus an Informationen für die Erforschung der Geschichte
des Nationalsozialismus.

http://www.geschichte-bayerns.de/mailingliste/geschichte-bayernsAlists.lrz-muenchen.de/msg01647.html

http://digital.staatsbibliothek-berlin.de/dms/werkansicht/?PPN=PPN625869400&PHYSID=PHYS_0005

Derzeit sind 15 Inkunabeln der SB zu Berlin online.

http://retro.seals.ch/digbib/vollist?UID=zfk-001&id=browse&id2=browse4

Von 1907 bis 2003. Ihr folgte nach: Schweizerische Zeitschrift für Religions- und Kulturgeschichte. Diese ist bis 2009 online.

http://s2w.visuallibrary.net/

Es dürfte einiges dabei sein, was anderweitig noch nicht digital einsehbar ist.

Einen kleinen Test dazu bietet

http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Hilfe_Diskussion:Gesichtete_und_gepr%C3%BCfte_Versionen&oldid=85809793

 

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