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Ziesemer ZWestprG 1912, S. 228f.
http://dlibra.bibliotekaelblaska.pl/Content/18943/10494.djvu (Seite 828 im Djvu) druckte zwei Reihen von deutschen Monatsversen aus einer verschollenen Königsberger und einer Danziger Handschrift. Einige hastig hingerotzte Google-Funde dazu:

Pickel: Dankgrotzheim S. 66ff.
http://books.google.de/books?id=cboOAQAAMAAJ&pg=PA66 (US)

Schmidt in: Alemannia 29 (1901), S. 77ff.
http://books.google.de/books?id=HYUKAAAAIAAJ&pg=PA77 (US) =
http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Alemannia_XXIX_077.jpg
bringt uns auf den Katalog von Karin Schneider zu den nun Augsburger Handschriften (der UB):
http://www.manuscripta-mediaevalia.de/hs/katalogseiten/HSK0148_a090_JPG.htm
Schneider hat die Publikation von Schmidt aus der Hs. übersehen, gibt aber Parallelhandschriften für den Kalender Johanns von Gmunden an.

Morel aus einer Einsiedler Hs.
http://books.google.de/books?id=yz8FAAAAQAAJ&pg=PA215 (US)

Birlinger in Pfeiffers Germania 1863: Alte Monatsreime aus Cgm 28
http://books.google.de/books?id=RZRKAAAAcAAJ&pg=PA107

Überlieferung und Drucke zu den Monatsreimen Genner bin ich genannt
http://books.google.de/books?id=za0LAAAAIAAJ&pg=PA584 (US) Metadaten irreführend, daher lohnt sich das Hervorkramen des Commons-Spiegels, damit auch diejenigen armseligen Archivalia-Leser, die es immer noch nicht mit dem US-Proxy gerafft haben, sich nicht endlos selbst bemitleiden, weil die Haimonskinder ersichtlich irrelevant sind:
http://commons.wikimedia.org/w/index.php?title=File%3ABLV_207_Hans_Sachs_Band_23.pdf&page=588

Der Solothurner Cisiojanus
http://www.handschriftencensus.de/14017
wurde ediert von Kully 1974:
http://dx.doi.org/10.5169/seals-117000
Hier finden sich wichtige weiterführende Hinweise.

Die Verse stehen auch im Heidelberger Schicksalsbuch Cpg 832
http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/cpg832/0012
Haage, ZfdA 1981, S. 148 bezieht sich auf Keil, AfdA 1965, S. 110f., der die modernen Abdrucke listet und die Wiener Überlieferungen aus Menhardt zusammenträgt (Menhardt S. 608, 676 Anm. 1, 860, 964, 1098, 1307).

Keil nennt auch den Abdruck von Klug, Gmunden S. 27aus einer Wilheringer Hs.
http://www.archive.org/stream/55Jahres-berichtDesKkGymnasiumsZuLinz1906#page/n561/mode/2up/search/gmunden
Dazu siehe auch
http://archiv.twoday.net/stories/31623120/

Die Januarverse edierte H. E. Sigerist in Sudhoffs Archiv 17 (1925), S. 230:
http://books.google.de/books?id=2OsaAQAAMAAJ&q=%22jenner+bin+ich%22

Suche nach dem Inciptit "jenner bin ich" genant in GBS führt dann zu den Münchner Katalogen
http://www.manuscripta-mediaevalia.de/hs/katalogseiten/HSK0189_a464_JPG.htm
zu Cgm 3898
Wolfgang Kersken edierte die Verse in seinem Oswald-Buch Genner beschnaid, 1975, S. 264-266
http://books.google.de/books?id=L9ARAAAAMAAJ&q=%22pin+ich%22

Bei Cgm 727 wird auf Cgm 349 zurückverwiesen
http://www.manuscripta-mediaevalia.de/hs/katalogseiten/HSK0043_a380_JPG.htm
Nachweise auch bei Kornrumpf (UB München):
http://www.manuscripta-mediaevalia.de/hs/katalogseiten/HSK0051_b183_jpg.htm

Bei solchen Kleintexten ist der Handschriftencensus selbstverständlich überhaupt keine Hilfe.

Update: Zum 'Iatromathematischen Hausbuch' siehe etwa
http://www.handschriftencensus.de/5408
London University College aus dem Besitz des berüchtigten Guglielmo Libri, über den
http://www.finebooksmagazine.com/issue/201004/guglielmo_libri-1.phtml
handelt
Schorbach, Lucidarius
http://www.archive.org/stream/quellenundforsc03unkngoog#page/n227/mode/2up
und der Auktionskatalog erwähnen die Verse
http://books.google.de/books?id=qqZFAAAAcAAJ&pg=PA177 (die Identifizierung des heutigen Aufbewahrungsorts gelang nur mit Hilfe von Krämer: Scriptores)

Auch Heinrich Stegmüllers Kalender (ehemals Hofbibliothek Donaueschingen) hat die Verse:
http://dla.library.upenn.edu/dla/medren/pageturn.html?id=MEDREN_4842563&rotation=0&currentpage=7
http://archiv.twoday.net/stories/8418200/

Cpg 557
http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/cpg557/0017

#forschung

Stegmüllers Kalender (Buchau 1443)

Liste der Digitalisate:

http://www.rambow.de/landeskunde-westpreussen.html

Dort fehlt der Link zum Inhaltsverzeichnis:

http://www.fordham.edu/mvst/magazinestacks/zwestprgv.html

#histverein


Wien Cod. 2908 ist online (anscheinend mindestens seit Sept. 2011):
http://www.handschriftencensus.de/11177

http://data.onb.ac.at/rec/AL00156040
http://archiv.onb.ac.at:1801/webclient/DeliveryManager?pid=2605281

Zur zweiten Hs. Gießen Hs. 352
http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2007/4899/pdf/352.pdf

[Die Hs. ist ONLINE: http://digisam.ub.uni-giessen.de/diglit/hs-352 ]

Zum Werk
http://www.repfont.badw.de/C.pdf unter Chronicon austriacum

Edition der Wiener Hs. durch Rauch
http://digital.slub-dresden.de/id352759437 (URN nicht registriert)

Edition der Gießener Hs. durch Senckenberg
http://books.google.de/books?id=DZ9GAAAAcAAJ&pg=RA1-PA1

http://data.onb.ac.at/rec/AL00147692

Vgl. zu den Handschriften Gabriel Sattlers meine einflussreiche Intervention, die in mindestens zwei gedruckten Werken aufgegriffen wurde:
http://www.aedph-old.uni-bayreuth.de/2004/0004.html

Nach dem Muster der Handschriftencensus-Links ergibt sich für das Digitalisat

http://archiv.onb.ac.at:1801/webclient/DeliveryManager?pid=2553132

Nachtrag: "Melerantz von Frankreich" - Der Meleranz des Pleier, hrsg. von Markus Steffen, Berlin 2011, S. XXVII-XXXVII nimmt sich das Sattler-Problem nochmals vor. S. XXX Anm. 99 wird mein Einwurf zitiert. Es bestehe die Gefahr einer Überinterpretation (S. XXXV). Steffen formuliert vorsichtig für seinen eigenen Text: Die Vorstellung eines produktiv-gestaltend eingreifenden Schreibers für Ka reiche zu weit (S. XXXVI). Codex unicus ist eine ehemals Donaueschinger Handschrift, die als SW-Digitalisat von Steffen ins Netz gestellt wurde:
http://markussteffen.esv.info/

Der zweite Beitrag, der auf mich eingeht, ist Neudeck, Otto: Der ›verkehrte‹ Text. Zum grotesken Überlieferungsstil des Schreibers Gabriel Sattler. In: Wolfram-Studien 19 (2006), S. 425--447, hier S. 426f.

Sattlers Handschriften:

Karlsruhe, Landesbibl., Cod. Donaueschingen 87
[Farbig: http://digital.blb-karlsruhe.de/urn/urn:nbn:de:bsz:31-36672 ]
Wien, Österr. Nationalbibl., Cod. 2793
Wien, Österr. Nationalbibl., Cod. 2794
Wien, Österr. Nationalbibl., Cod. 2796
Wien, Österr. Nationalbibl., Cod. 2823
Wien, Österr. Nationalbibl., Cod. 3035
Wien, Österr. Nationalbibl., Cod. 3049

http://archiv.onb.ac.at:1801/webclient/DeliveryManager?pid=2759142

Der Eintrag im Handschriftencensus
http://www.handschriftencensus.de/4213
datiert vom November 2011, der Codex ist also schon seit einiger Zeit online, ohne dass mir dies bekannt war. Es ist, wie ein Blick auf
http://www.handschriftencensus.de/abbildungen#W
zeigt, keineswegs die einzige mittelalterliche Handschrift der Bibliothek, die digitalisiert zur Verfügung steht. Während der Handschriftencensus gern unter seinen extrem willkürlich ausgesuchten "Neuigkeiten"meldet, wenn in Straßburg ein Sack Reis umfällt, hat man hier keine Notwendigkeit gesehen, auf diese wichtigen Digitalisate aufmerksam zu machen.

Cod. 162, 271, 358, 482, 510, 806, 1815 usw.

Selbstverständlich sucht man auf der Website der ÖNB vergeblich nach einer solchen Meldung.

Und es ist auch unklar, wie der Handschriftencensus herausgefunden hat, welche Handschriften digitalisiert sind, da der Primo-Katalog nichts hergibt (obwohl er das sollte). Im HANNA-Katalog finde ich obige Handschriften nicht.

Nachtrag: Suche im HANNA-Katalog mit Volldigitalisat hilft weiter.

Few physical scientists use blogs, Twitter, Open Notebook Science, social networks, public wikis or other "public-facing" technologies to share research information, the report finds, although some particle physicists and astrophysicists use internal, private wikis. Most physical scientists view these services as "distractions" from their communications with key colleagues – the only exception being researchers involved in "citizen-science" projects such as Galaxy Zoo, which rely on close collaboration with members of the public. Indeed, three-quarters of particle physicists still use e-mail lists to find new information.

http://physicsworld.com/cws/article/news/48446

Via
http://infobib.de/blog/2012/02/04/informationsverhalten-von-physikern/

http://www.historians.org/Perspectives/issues/2012/1202/Scholarly-Authority-in-a-Wikified-World.cfm

William Cronon ist der Präsident der American Historical Association und schrieb in einem lesenswerten Beitrag zur Wikipedia:

Long, complicated interpretations exploring subtly interacting historical causes in carefully contextualized analyses or beautifully flowing narratives—these one will never find on Wikipedia.
What one will find is a breadth and intellectual scope that put even the largest traditional encyclopedias to shame. Unsurprisingly, Wikipedia blows away most competitors for topics involving scientific or technical information, not only because it attracts volunteers especially knowledgeable in these areas, but because it can give such topics all the space they need and revise them literally by the minute. Compare Wikipedia with Britannica on "Fermat's Last Theorem" and you'll see what I mean. On topics of current interest, including many environmental subjects central to my own work, Wikipedia has a nimbleness that even newspapers have trouble matching. [...]

If you can't beat 'em, join 'em.

Natürlich habe ich bei dem Elsevier-Boykott selbst unterzeichnet:

http://thecostofknowledge.com/

3865 Wissenschaftler haben dort unterschrieben. Die meisten wollen weder als Autor noch als Reviewer/Editor für Elsevier tätig werden.

Martin Ballaschk schreibt:

Das Verlagswesen praktiziert eine Kultur des Diebstahls. Die Verlage stehlen die Arbeitszeit der Editoren und Referees. Sie stehlen der Bevölkerung die Ergebnisse der Arbeit, die sie selbst aus eigener Tasche bezahlt haben. Und natürlich stehlen sie mit ihrer Geschäftspraxis Steuergeldern aus den Kassen der Bibliotheken. Dieses Geld wird wiederum in das Lobbying investiert, damit die Pfründe der Großen geschützt werden.
http://www.scilogs.de/wblogs/blog/detritus/sonstiges/2012-02-01/boykottiert-elsevier-unterst-tzt-open-access

Ergänzend empfehle ich:
http://archiv.twoday.net/search?q=elsevier

Zur Resonanz auf den Elsevier-Boykott:
http://michaelnielsen.org/polymath1/index.php?title=Journal_publishing_reform

Stevan Harnad kommt natürlich mit seiner alten Leier:
http://openaccess.eprints.org/index.php?/archives/869-Pogo-Why-Are-Researchers-Yet-Again-Boycotting-Instead-of-Keystroking.html

Wen will er damit noch beeindrucken? Er verschweigt wohlweislich, dass Elsevier aktiv gegen die von ihm favorisierten Open-Access-Mandate einschreitet:

In Schweden lesen wir einen aktuellen Beitrag dazu:

http://openaccess.kb.se/?p=637

Elsevier obviously is trying to block institutions from adopting open access mandates by its policy of demanding separate agreements. The kind of agreements with Higher Education Institutions (HEIs) proposed by Elsevier represent a huge step backwards concerning author rights.

Antwort der schwedischen akademischen Institutionen auf die Vorschläge von Elsevier:

”The main objection is that the embargo times – varying from 12 to 48 months – in the proposal will severely restrict and deteriorate the rights of authors to deposit copies of their articles in their institutional repositories.”

”We want researchers at all HEIs – irrespective of their institution having an OA mandate or not – to have the right to post at least the accepted author version of their articles in Elsevier journals in their institutional repository immediately after publication.”

”When other publishers try to adapt their policies to OA mandates Elsevier instead seems to have chosen the alternative of trying to block OA mandates. We do not think this is a wise policy in the long run.”


Mit dem Robert-Koch-Institut des Bundes hat Elsevier eine Vereinbarung abgeschlossen, die mir nach einem IFG-Antrag vorliegt, nicht aber die angeblich geheimen Informationen über die Embargo-Perioden für die einzelnen Journale! Und ich soll neben den Kosten für die Kopien 30 Euro für die Auskunft bezahlen, wogegen ich nach Zurückweisung meines Widerspruchs Klage vor dem VG Berlin eingereicht habe [und nach einem Hinweis des Gerichts 2012 zurückgezogen].
http://archiv.twoday.net/stories/19480160/

Für die Wissenschaftler des RKI bedeutet die Vereinbarung eine generelle Verschlechterung ihrer Möglichkeiten für grünen OA, da Elsevier für das IR des RKI sich eben nicht als grüner OA-Publisher gemäß ROMEO darstellt:

http://www.sherpa.ac.uk/romeo/search.php?id=30&fIDnum=|&mode=simple&la=en

Im RKI-Repositorium dürfen die Verlags-PDFs von Elsevier ebenfalls nicht verwendet werden. Warum schliesst ein Bundesinstitut einen Knebelvertrag mit Elsevier, der die Möglichkeiten des an sich erlaubten grünen OA einschränkt??

Im gewöhnlich verlegerfreundlichen Blog Scholarly Kitchen wird kritisch hinterfragt, wieso ausgerechnet Elsevier zum Ziel des Protests geworden ist:

http://scholarlykitchen.sspnet.org/2012/02/02/mysteries-of-the-elsevier-boycott/

Richtig ist: Auch andere Verlage zocken ihre Kunden ab, bieten den "Big deal" an und unterstützen den RWA. Aber da Elsevier nun einmal der größte wissenschaftliche Zeitschriftenverlag ist, steht er pars pro toto. Und seine Versuche, über Vereinbarungen grünen OA zahnlos zu machen (siehe oben), zeigen ihn als aktiven Feind von OA. Darum

Boykottiert Elsevier und unterstützt Open Access!

http://paidcontent.org/article/419-the-unglued-model-crowdfunding-to-make-e-books-free/

The newly launched Unglue.it, now in alpha, is a place for individuals and institutions to join together to liberate specific e-books and other types of digital content by paying rights holders to relicense their works under Creative Commons licenses.

Here’s how the site will work when it is fully up and running: A book’s digital rights holder sets the price for which he or she is willing to make a book as a Creative Commons, DRM-free e-book. (Under Creative Commons, the rights holder’s copyright is protected and the rights holder can still enter into commercial agreements for other versions of the work, such as film and translation; he or she can also continue selling it in print and digital formats.)

Then Unglue.it begins a Kickstarter-like crowdfunding campaign to raise money to set the book “free.” Users make pledges that are pre-authorized using PayPal. Once the money is raised—the practical limit of a campaign is about six months, says Hellman—the book is released and Unglue.it takes a commission.


https://unglue.it/

Update:
http://plan3t.info/2012/02/08/unglue-it-was-ware-wenn/

Update zu:
http://archiv.twoday.net/stories/59203845/

"COMMUNIA thinks that explicitly including public domain content held by libraries, museums and archives in the re-use obligation of the amended PSI Directive will strengthen the Commission’s position with regard to access and re-use of public domain content."

http://creativecommons.org/weblog/entry/31466

Eine Monographie von 1979 dazu ist jetzt online verfügbar:

http://www.archivi.beniculturali.it/DGA-free/Quaderni/Quaderno_50.pdf

Via
http://filosofiastoria.wordpress.com/2012/02/04/gli-archivi-italiani-durante-la-seconda-guerra-mondiale/

"Das am Institut für Österreichische Geschichtsforschung angesiedelte Projekt Die Fuggerzeitungen. Ein frühneuzeitliches Informationsmedium und seine Erschließung ist gerade dabei, in Kooperation mit der Österreichischen Nationalbibliothek die Fuggerzeitungen zu digitalisieren und zu erschließen. Die ersten zehn Bände können bereits im HANNA Katalog der ÖNB eingesehen werden, eine bequemere Recherchemöglichkeit im Rahmen von ANNO wird in den nächsten Monaten zur Verfügung gestellt. Aktuelle Informationen über das Projekt gibt's per Newsletter und RSS."

http://adresscomptoir.twoday.net/stories/64966349/

Die unglaubliche Stümperei der ÖNB in Sachen dauerhafte Links wird hier wieder einmal deutlich, da der ALEPH-Link sowohl des Weblogbeitrags als auch Tantners nun ins Leere geht. Weder durch Eingabe von Fugger noch durch novellae kann man dem Primo-Katalog die von mir selbst gesehenen Fuggerzeitungen entlocken. Man darf sich nicht zum Primo-Katalog locken lassen, sondern muss den HANNA-Katalog ausfindig machen und in diesem suchen, wobei die Metadaten der Fuggerzeitung von 1578 hilfreich sein mögen:

http://data.onb.ac.at/rec/AL00169821

http://adresscomptoir.twoday.net/stories/64966853/

[Es geht um Tantner, Anton: Die Frag- und Kundschaftsämter in Prag und Brünn. Informationsvermittlung im frühneuzeitlichen Böhmen und Mähren, in: Folia Historica Bohemica, 26.2011/2, S. 479–506. (PDF) ]

Das ist ja eine außerordentlich erfreuliche Nachricht von Anton Tantner. Für die aktuelle Literaturversorgung (hier und jetzt, Februar 2012) ist es mehr oder minder wurscht, wo ein PDF liegt (Mendeley, persönlicher Webspace, Institutshomepage usw.). Je mehr Exemplare existieren, um so höher ist die Chance auf Sichtbarkeit durch Suchmaschinen (Google/Google Scholar).

Welche Vorteile bringen demgegenüber Open-Access-Repositorien, seien es institutionelle (siehe meine Artikelfolge IRrweg) wie hier (Phaidra ist das Wiener IR) oder disziplinäre? Tantner käme mit seinen Fragestellungen wohl auch bei SSOAR unter, aber nach wie vor existiert kein geschichtswissenschaftliches disziplinäres Repositorium:

http://archiv.twoday.net/stories/16571713/

Die Vorteile sind:

* Repositorien sichern die langfristige Verfügbarkeit (Langzeitarchivierung). Persönlicher Webspace kann aufgegeben werden (oder anbieterseitig wegfallen wie bei Geocities), bei dem Ausscheiden aus einem Institut werden auch die persönlichen Inhalte gelöscht, Mendeley oder Scribd können ihren Service einstellen usw.

* Repositorien ermöglichen spezifische wichtige Formen der Sichtbarkeit über OAI-PMH z.B. in BASE.

* Repositorien sind ausbaufähiger als die anderen Angebote hinsichtlich des Einsatzes von Literaturverwaltungen, Zitatanalysen usw.

Natürlich liegt noch vieles bei den drei Punkten im argen, aber die Entscheidung, NEBEN womöglich sichtbareren Internetfundorten auch ein Repositorium zu bedenken, ist in jedem Fall sehr zu begrüßen.

Update http://archiv.twoday.net/stories/75242380/

http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/lilla

"Mit über 500 Biogrammen - vom Ministerpräsidenten bis zu den Direktoren der Bayerischen Staatsbibliothek - erschließt die von Joachim Lilla erarbeitete Datenbank die Amtsinhaber nahezu aller Zweige der staatlichen Verwaltung Bayerns zwischen November 1918 und Mai 1945. Sie schließt damit direkt an Walter Schärls 1955 vorgelegte Untersuchung "Die Zusammensetzung der bayerischen Beamtenschaft von 1806 bis 1918" an. Die bewusst kurz gehaltenen Biogramme halten den momentanen Wissensstand über die jeweiligen Personen fest und wollen damit Grundlage und Anreiz für weitere Forschungen geben."

Leiter des Allg. Reichsarchivs bzw. der Staatlichen Archive:
http://verwaltungshandbuch.bayerische-landesbibliothek-online.de/register-vi#g

Mangelhaft gelöst ist die Vernetzung innerhalb der BLO. Bei Jochner fehlt in
http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/personen/person.html?PND=117146307 ein Hinweis auf Lilla. Die PND sollte ja genau solche Vernetzungen automatisiert leisten.

Gewohnt angewidert stellt man fest, dass die Wikipedia nicht verlinkt wurde z.B. bei dem NS-Ministerpräsidenten
http://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Giesler

Die dort verlinkte Datenbank der Reichstagsabgeordneten (mit Link zu einem Porträt) ist bei Lilla nicht angegeben.

http://www.vierprinzen.com/2012/02/depositalvertrag-mit-nichtexistenter.html

http://www.dw.de/dw/article/0,,15711899,00.html

Europeana ist eine Art digitales Gedächtnis Europas. Über das Internetportal www.europeana.eu sind derzeit mehr als 15 Millionen Objekte verfügbar. Ständig werden es mehr. Bibliotheken und Archive haben nämlich das sogenannte "Crowdsourcing" entdeckt. Der Begriff stammt aus dem längst zum Mitmachweb gewordenen Internet. Vor allem über soziale Netzwerke wie Facebook & Co. konsumieren die User nicht mehr nur passiv Informationen, sondern generieren aktiv Inhalte.

Neu ist, dass sich zunehmend auch die Geschichtsschreibung des Crowdsourcing bedient, in dem sie User-Massen motiviert, selbst Quellen ins Netz zu stellen. Diese Erschließung digitaler Schwarmintelligenz liegt voll im Trend, sagt Britta Woldering von der Deutschen Nationalbibliothek, die das Projekt Europeana 1914-1918 für Deutschland koordiniert. "Die Erfahrungen mit Crowdsourcing sind durchweg positiv."


Hinweis A. Job.

Über Brechtel (PND [nun GND] 121117987) weiß man nicht allzu viel. Bosls
bayerische Biographie gibt eine Kurzbiographie:

http://rzblx2.uni-regensburg.de/blo/boslview/boslview.php?pnd=121117987

Johann Sigmund Brechtel (Brecht, Prechtl u.ä.) wurde um 1560/70 in Kirchensittenbach geboren (wohl eher: um 1575) und starb nach 1637 in Regensburg. Er diente als Schreiber und Beamter verschiedenen Regensburger Institutionen. Unter anderem war er fürstbischöflicher Registrator.

Wenn die von Neumann benutzte Handschrift von 1639 (siehe unten zu Wolfenbüttel) nicht später abgeschrieben wurde, könnte er damals noch gelebt haben.

Am ausführlichsten hat Herbert W. Wurster über ihn gehandelt (in den Verhandlungen HV Oberpfalz 120, 1980, S. 144-147
http://bvbm1.bib-bvb.de/webclient/DeliveryManager?pid=982961&custom_att_2=simple_viewer ). Für das Biographische stützte er sich auf eine Reihe von Notizen in der gleichen Vereinszeitschrift, wobei vor allem die kurze Mitteilung
von Otto Fürnrohr ebd. 100, 1959, S. 195
http://bvbm1.bib-bvb.de/webclient/DeliveryManager?pid=1074024&custom_att_2=simple_viewer
zu nennen ist. S. 196 sagt Fürnrohr, dass schon Johann Brechtel, der
Vater Johann Sigmunds, eine Beschreibung bayerischer Klöster verfasst habe (nach Bühler, Zs. für bayer. Kirchengeschichte 4, 1929, S. 224:
http://books.google.de/books?hl=de&id=-L3jAAAAMAAJ&q=klöster+beschreibung
- offenbar erwähnte Brechtel selbst dieses Werk seines Vaters in seiner Mallersdorfer Chronik).

Zu einem Regensburger Wappen Prechtl:
http://goo.gl/9LVit
http://books.google.de/books?id=4Fk-AQAAIAAJ&q=sittenbach

[ Ludwig Morenz handelt in den Verhandlungen 1957, S. 225ff. ebenfalls kurz über Brechtel

http://bvbm1.bib-bvb.de/webclient/DeliveryManager?pid=1383291&custom_att_2=simple_viewer

S. 228 Anm. 45 erwähnt er das Wappen eines Dr. Proechtl in Hylmairs Regensburger Wappenbuch von 1560 Cgm 2015, S. 79 (digitalisiert April 2013):

http://daten.digitale-sammlungen.de/bsb00082261/image_92

Auf dieses Wappen bezieht sich der neue Siebmacher:

http://books.google.de/books?id=4Fk-AQAAIAAJ&q=%22Wappen+Prechtl%22

Es dürfte sich um den Mediziner Ambrosius Prechtl handeln:
http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/cpg210 ]

Brechtel verfasste mehrere historiographische Werke zum Regensburger Raum und zur Genealogie bayerischer Adelsfamilien.

An gedruckten Werken ist zu nennen:
"Bayrischer Thurnier Geschlechter Register oder verzeichnuß/ Die als Chur: und Fürsten/ Graven/ Freyherrn/ Ritter/ Edle dem löblichen Alten Adelichen Ritterspil der Thurnier/ vor disem in dem Heyl: Röm: Reich/ seit An[n]o Christi 938. piß 1487. gehalten/ Respective beygewonth/ Mit ihren Alten Angebornen Ainfachen Schilt unnd Helmen : Dann ander Graven/ Herrn/ Ritter unnd Adelichen Stammens unnd Herkommens Nämen/ bederseits/ so wol Abgestorbenen/ als noch ubrigen/ die mit der zeit thails/ in höhern standt erhebt/ theiles seithero in Adel erwachsen sein" (Regensburg 1625), im VD 17 in zwei Varianten, auf Rüxner basierend:
http://gso.gbv.de/DB=1.28/PPNSET?PPN=004420330
Dass es ein Auszug aus Rüxner zum bayerischen Adel ist, sagt die
Vorrede, diese Seite digitalisiert als Schlüsselseite:
http://www.gbv.de/vd17-cms/vd17_image_full_view?zuid=5be5f507-cb48-489d-8573-582c7afbe693

Ein schön Catholisch Gebett : Zu dem H. Bischoff S. Erhardo. Zu Ehren der Hochwürdigen in Gott Frawen, Frawen ANNE MARIE, Aebbtissin deß ... Stiffts unnd Klosters Niderminster in Regenspurg / Durch Johan Sigismund Brechtel (Straubing 1619), nicht im VD 17
DIGITALISAT (Exemplar der UB Frankfurt):
http://nbn-resolving.de/urn/resolver.pl?urn:nbn:de:hebis:30-91132
Nachgedruckt Ingolstadt 1667, nicht im VD 17:
http://gateway-bayern.de/BV015428635

In einer Altdorfer lateinischen Gelegenheitsschrift von 1592 (VD16 ZV 3814) erscheint Johann Sigmund Brecht als Beiträger. [Zur Altdorfer Immatrikulation siehe den Nachtrag, Hinweis Bertold von Haller]

Handschriften

Wurster listete 1980 die ihm bekannten Handschriften auf. Außer
Regensburg (Hist. Verein) R 15 und London Egerton 1931 kannte er nur die Cgm 1295, 1783 und 2275. Dank des Internets kann ich diese Liste erheblich erweitern.

Auersperg - Dresser, Matthäus: Genealogie der Herren von Auersperg von 1165 bis 1573, fortgeführt bis circa 1632 von Johann Sigmund Brechtel
München, Staatsbibliothek, Cod. icon. 324 bzw. - unbebildert - Cgm 1295
http://codicon.digitale-sammlungen.de/inventiconCod.icon.%20324.html
DIGITALISAT (Cod. icon 324):
http://codicon.digitale-sammlungen.de/Blatt_bsb00002540,00001.html

Berlichingen, Genealogie des Geschlechts (1624)
München, Staatsbibliothek, Cgm 2275
http://books.google.de/books?id=N0gPAAAAIAAJ&pg=PA277

Dollinger, Beschreibung des ritterlichen Kampfs von Hans Dollinger
Wolfenbüttel, Herzog August Bibliothek, 86.3 Extrav., Bl. 88r-90v (?
Endseite erschlossen)
Vom Katalog Otte gibts leider nur Schnipsel
http://books.google.de/books?id=OXMsAAAAYAAJ&q=sittenbach
"Angehängt sind Verse über den Zweikampf", also eine weitere
Überlieferung des Dollingerlieds? (siehe unten)
Carl Woldemar Neumann kannte 1862 eine 1639 datierte Handschrift Prechtls zum Dollingerkampf:
http://books.google.de/books?id=D09EAAAAcAAJ&pg=PT119
Neumann gab das Dollingerlied nach Brechtel wieder:
http://books.google.de/books?id=D09EAAAAcAAJ&pg=PT130
Varianten legen den Schluss nahe, dass es sich um eine andere Brechtel-Handschrift gehandelt haben muss als die Regensburger Chronik R 15 (siehe unten).
[Ebenso in der Monographie Neumanns:
http://bavarica.digitale-sammlungen.de/resolve/display/bsb10388053.html ]
Die von Brechtel angeblich 1621 veranlassten Abbildungen der Figuren im Dollingerhaus
http://books.google.de/books?id=b5VBAAAAcAAJ&pg=PA127
wurden nach Göller/Wurster (siehe unten) S. 20 von Johann Peihel in Auftrag gegeben.

Freyberg, Beschreibung des Geschlechts (1633)
- Gotha, Forschungsbibliothek, Cod. A 377
"Bl. 2r Freyberg
Bl. 3r-80r: DEDVCTIO Und gründliche Beschreibung, des von
den Römern entsprossenen (...) Thurnier Adel deren von
Freyberg Mann u. Weibstammens aller Linien des gantzen
Geschlechtes, (...) Auß des Geschlechts Brieflichen Urkunden, bewehrten
Documenten, (...) biß auf das MDCXXXIII.
Jahr, (...) zusammengetragen
Darunter von späterere Hand ergänzt: Von Sigmund Brechtl
von Sichtenbach und Oberlindorf. Vid. das Kap. XV. befindl. Vidimus [Bl. 69r].
Papier. 75 Bl. 34,8 x 21 cm
Text koloriert, 8 teilweise ausklappbare kolorierte
Stammbäume (Bl. 19r, 28r, 32r, 45r, 50r, 53r, 60r, 70r);
blauer Papiereinband auf Pappe." (Mail der Bibliothek vom 30. Juli 2008)
(Die Turnierreime Hollands sind übrigens nicht enthalten.)
- Göttweig, Benediktinerstift, Cod. 613, 614
Die Suche von manuscripta.at findet
Brechtl von Sissenbach, Ioh. Sigm.: Beschreibung des Adels derer von Freyberg - Göttweig, Benediktinerstift, 613 und Göttweig,
Benediktinerstift, 614
- Johann David Köhler besaß eine Handschrift des Werks, von der er in seiner Münz-Belustigung Bd. 4, 1732, S. 116-118 ausführliche Nachricht gibt (mit Kapitelverzeichnis):
http://books.google.de/books?id=t08VAAAAQAAJ&hl=de&pg=PA116

Gruenthal, Beschreibung des Geschlechts (um 1630)
Wien, ÖNB, Cod. 8764
http://manuscripta.at/?ID=16764
[’Beschreibunge des alten adelichen Geschlechts derer von Gruenthal, welche in Bayern Grüenthal und Göbelkhoven besessen .. aus einer Chronica des Stifts Nidermünsters in Regenspurg’ ]

Gumppenberg, Genealogie der Familie (1628)
Nach Ludwig Albert Freiherr von Gumppenberg 1856 existierte davon (wohl im Familienbesitz) nur noch ein Auszug:
http://books.google.de/books?id=K81AAAAAcAAJ&pg=PR7

Leublfing, Turnierbuch für die Freiherren (1617)
- München, Bayerisches Hauptstaatsarchiv, Nothaft-Archiv Literalien Nr. 1073
Von Joachim Schneider, Spätmittelalterlicher deutscher Niederadel,
2003, S. 55 genannt:
http://books.google.de/books?id=VZG1AAAAIAAJ&q="sigmund+prechtel"
Nach ebd. S. 100 Anm. 35 überliefert dieses Werk die Turnierreime
Johann Hollands:
http://de.wikisource.org/wiki/Johann_Holland
Schon Heinz Lieberich, Landherren und Landleute, 1964, S. 25 wies auf die Hs. hin:
http://books.google.de/books?id=RbEEAQAAIAAJ&q=leublfing+prechtel
Zur Hs. vgl. auch Heide Stamm, Das Turnierbuch des Ludwig von Eyb, 1986, S. 301 Anm. 26 (Hinweis auf ein Turnierbuch des Vaters, nach Lieberich)
- London, British Library, Ms. Egerton 1931, Bl. 227-261 (Endseite erschlossen)
Abschrift des 17. Jahrhunderts aus der Bibliothek des Johann Wilhelm Kress von Kressenstein zu Nürnberg
http://searcharchives.bl.uk
Priebsch, Handschriften II:
http://www.archive.org/stream/priebschhandschr02goog#page/n93/mode/2up/search/brechtel
- Stuttgart, Hauptstaatsarchiv, P 10 Bü 462
"3. Genealogie der Familie Leublfing (Leibelfing). Alter Titel:
"Deductio oder kurze Beschreibung des uralten rittermäßigen
Tunieradels derer von Leubelfing, anietzo zum Teil im Freiherrenstand, aus des Geschlechts brieflichen Urkunden und anderen Documentis bei Stiften und Klöstern, alda sie ihre Begräbnus haben, colligirt und in diese Form gebracht zu Ehren ... Herrn Johann Christoph Freiherrn von Leubelfing ... des durch Johann Sigmund Brechtel von Sittenbach zu Niderlindhard. 1617"
1 Heft, 54 S."
http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=1-564256
- Im Archiv Thurn- und Taxis Rain befand sich eine verschollene, 53
Seiten starke Pergamenthandschrift des Werks, von der Neumann (HV Regensburg R 391) Nachricht gibt laut Emmi Böck, Regensburger Stadtsagen, 1982, S. 506 (Dollingerlied-Kontext)
http://www.libreka.de/9783791706948/506
Aus welcher Handschrift Karl Winkler, Die Schlacht bei Hiltersried im
Jahre 1433, 1939 die Leublfingergenealogie Brechtels kannte, weiß ich nicht.

Mallersdorf, Chronik des Klosters und der Grafen Heinrich und Ernst
von Kirchberg (1617)
München, Staatsbibliothek, Cgm 1783
http://books.google.de/books?id=N0gPAAAAIAAJ&pg=PA231
Zur Chronik siehe insbesondere Bühler (wie oben):
http://books.google.de/books?id=-L3jAAAAMAAJ&q=brecht+kl%C3%B6ster

Notthafft,Chronik der Wernberger Linie (1625)
München, Bayerisches Hauptstaatsarchiv München, Notthafft-Lit. 902b
DIGITALISAT: http://notthafft.de/archiv/chronik1625.htm
Notthafft, Chronik der Bodensteiner und Weissensteiner Linie (1628)
Familienbesitz Notthafft
DIGITALISAT: http://notthafft.de/archiv/chronik1628.htm
Hinweis auf zwei Kopien im HStA München im Kunstdenkmälerband s.v. Weissenstein:
http://hdl.handle.net/2027/njp.32101061802433?urlappend=%3Bseq=121 (US) =
http://www.archive.org/stream/diekunstdenkmle00kultgoog#page/n121/mode/2up
http://notthafft.de/archiv/chroniken.htm nennt aber nur
Notthafft-Archiv Lit. 1066

Regensburg, Chronik (bald nach 1637)
Regensburg, Historischer Verein (im Stadtarchiv), Ms. R 15
Zur Chronik ausführlich Wurster S. 144-147. Bei Peter Wolf, Bilder und Vorstellungen vom Mittelalter, 1999, finde ich zwar S. 415 die Wiener Bischofs-Chronik Brechtels erwähnt, und R 15 steht auch in der Quellenliste, aber das Register nennt Brechtel nicht.
Karl Heinz Göller/Herbert W. Wurster, Das Regensburger Dollingerlied, 1980, S. 70-75 druckten das Dollingerlied und die Dollingersage aus dieser Quelle. Die Wolfenbütteler Handschrift war ihnen unbekannt. Das Dollingerlied S. 70f. auch auf Commons:
http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Dollingerlied_brechtel.jpg

[Göller/Wurster 1980 online:
http://epub.uni-regensburg.de/26630/ (Nachtrag 2014)]

Regensburg, Bischöfliche Chronik (1627)
Wien, ÖNB, Cod. 8760, Bl. 90r-197v
http://manuscripta.at/?ID=16760

Wer kennt weitere Brechtel-Handschriften?

Nachtrag 5.2.2011: Hartmut Bock schrieb mir: "Ebenfalls als DIGITALISAT vorliegend unter http://www.hartmut-bock.de/Notthafft/N-Text/n-text.html der vollständige Text mit Links zu allen Bildern meines Aufsatzes betr. die
Familiengeschichtsschreibung der Notthafft, 2006 (Drucknachweis hierzu unter http://www.hartmut-bock.de/Notthafft/notthafft.html ); darin mehrfach zu Johann Sigmund Prechtl im Zusammenhang mit den von ihm (mit-)verfassten Notthafft-Chroniken von 1625 und 1628 (nach dem ersten Autor Johann Wolfgang
Freimann setzt Prechtl gemäß zweitem Titelblatt fort)."

Bertold von Haller war so freundlich, ebenfalls eine wichtige Ergänzung beizusteuern:

"Die Gleichsetzung Sittenbach = Kirchensittenbach glaube ich aus mehreren Gründen nicht:

1. wurde Kirchensittenbach (Lkr. Nürnberger Land, früher Hersbruck) in Abgrenzung zu anderen benachbarten Orten (Alten- und Steinensittenbach) schon seit ca. 1500 so (früher auch als Obersittenbach) und nicht bloß als Sittenbach bezeichnet.

2. wurde K. mit dem Nürnberger Landgebiet bald nach 1525 protestantisch, Brechtel scheint aber doch eher katholisch gewesen zu sein (ein Konfessionswechsel ist zumindest nicht bekannt).

3. Wird der 1592 in Altdorf nachgewiesene Johann Sigmund Brechtel bei seiner Immatrikulation am 29. August 1592 als Regensburger ("Ratisbon.") bezeichnet (Elias von Steinmeyer: Die Matrikel der Univ. Altdorf [Würzburg 1912] Nr. 1325). Das paßt übrigens mit dem angenommenen Geburtsdatum "um 1560/70" nicht sehr gut zusammen."

Altdorfer Matrikel online:
http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/ihd/content/pageview/3545038

Ca. 1639 soll Brechtel Nachträge zu Hundts Wappenbuch geschrieben haben, Auszüge:

http://books.google.de/books?id=RJMaAQAAIAAJ&pg=RA1-PA297

Nachtrag 27.1.2015: BSB München Cgm 5885 enthält aus dem 19. Jahrhundert ein Verzeichnis von Turniergeschlechtern, zusammengetragen von Georg (!) Prechtl von Sittenbach.

http://daten.digitale-sammlungen.de/bsb00026274/image_151

Titelblatt der Notthafft-Handschrift 1625
http://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Sigmund_Brechtel

#forschung

#fnzhss

DIScovering Music ARChives from Andreas Heins on Vimeo.


Nupepa Type Scripting Project from R3IMAGE on Vimeo.

R3 had the wonderful opportunity to work on this project to create this call for support in completing a searchable archive for thousands of pages of Hawaiian newspapers.



A re-working of the Pete Seeger classic, "Little Boxes" (yes, I know it was written by Malvina Reynolds, but I'm only familiar with the Seeger version) for the amusement, hopefully, of my friends in the archives and information science community. I've been playing guitar for about a year, and I humbly welcome any constructive criticism or suggestions. I also seem to have managed to cut the top of my head off. I'm sure I'll get better at it.


"Die Fraktion Die Linke setzt sich 40 Jahre nach Beschluss des sogenannten Radikalenerlasses für eine Rehabilitierung der Betroffenen ein. In einem Antrag (17/8376) verlangen die Abgeordneten, "dass Verfassungsschutzakten, die auf dem Radikalenerlass beruhen, den Verfassungsschutzbehörden entzogen, vollständig im Bundesarchiv erschlossen und den Betroffenen und der Wissenschaft zugänglich gemacht werden". Zudem müssten "gesetzliche Regelungen zur materiellen Entschädigung der Betroffenen geschaffen werden". Am 28. Januar 1972 hatten die Regierungschefs der Länder zusammen mit Bundeskanzler Willy Brandt (SPD) beschlossen, Beschäftigte des öffentlichen Dienstes auf ihre Verfassungstreue zu überprüfen. Ziel des umstrittenen Erlasses war es, Menschen mit radikaler Gesinnung nicht im öffentlichen Dienst arbeiten zu lassen. Der Vorlage zufolge wurden 3,5 Millionen Bewerber für den öffentlichen Dienst aufgrund der sogenannten Regelanfrage an den Verfassungsschutz überprüft. Dies habe zu 11.000 offiziellen Berufsverbotsverfahren, 2.200 Disziplinarverfahren, 1.256 Ablehnungen von Bewerbungen und 265 Entlassungen aus dem öffentlichen Dienst geführt, heißt es in dem Antrag. "
Quelle: Das Parlament Nr. 05-06 / 30.1.2012



Das Oldenburger Staatsarchiv hat Dokumente aus dem 19. Jahrhundert überreicht bekommen - Deichbauregister aus Bockhorn (Friesland), eine wichtige Quelle auch für Familienforscher.

Dank an Mr. Darcy87!

".... Es gibt in Köln Besetzungen, die von Stadt und Politik geduldet werden. Am Eifeltor ist so ein Fall. Vor sechs Jahren hat der Friedensaktivist KeTaN die städtische Brachfläche in Beschlag genommen, um eine Künstlerkolonie aufzubauen. Jetzt sorgen Neu-Besetzer für Aufruhr. ..... „Die Stadt kann hier nicht Schiedsrichter spielen: gute Besetzer, schlechte Besetzer.“ Was bleibt? Hupke: „Ich fordere alle auf, einen Weg des Miteinanders zu finden.“ Ansonsten drohen Konsequenzen, die das Projekt gefährden. ... Mit dem Areal rund um die Künstlerkolonie hat die Stadt große Pläne. Am Eifelwall soll das neue Historische Stadtarchiv gebaut werden. Nebenan ist studentisches Wohnen geplant. So schnell wie möglich sollen die Bagger anrollen. Die Tage der Kolonie scheinen gezählt. ...."
Quelle: Express, 1.2.12

Mit URNs gibt es ständig Ärger, von daher kann man verstehen, wenn Institutionen auf DOIs setzen.

Nach Stichproben

https://portal.dnb.de/opac.htm?method=moveDown&currentResultId=jhr%3D1912%26any&categoryId=online

scheinen alle Springer-URNs auf nicht existierende Adressen zu weisen.

Nachtrag: Die Pointe hinsichtlich von DOIs ist mir entgangen.

http://d-nb.info/1018588841

enthält auch eine DOI und diese führt zwar nicht auf eine 404-Seite wie der URN, sondern immerhin auf die Startseite, aber auch nicht zur Ressource.

Frau Ackermann von der DNB pflegt einen eigenartigen Kuschelkurs gegenüber den pflichtvergessenen URN-Anwendern. Diese können machen, was sie wollen, sie erhalten allenfalls eine nette Mail von der DNB.

Kann

http://de.wikisource.org/wiki/Siegen

erweitert werden und wieso nutzen Archivare nie die Möglichkeit der Mitarbeit an Wikisource?

From: Catherine Eagleton
To: MONEY-MUSEUMS@JISCMAIL.AC.UK

Dear all,
Many of you will already have heard the sad news about budget cuts and job losses at the Geldmuseum Utrecht, in the Netherlands. This museum has had financial difficulties since its creation in 2004 from a merger of the Royal Coin Cabinet, the Dutch Mint Museum, and the collection of the Dutch Central Bank, most recently in 2008 resulting in 6 collections management staff losing their jobs. Now, despite the efforts of all who work there, and the new director (who was faced with this problem as soon as she arrived in 2009), the financial challenges remain.
The result of this is that a reorganization and refocusing of the museum is in progress. The main activity of the museum will now be financial education, and while there is still an internationally-important collection there, it will now be looked after by just two curators, who will focus mostly on doing exhibitions. The collections- and research-related activity will be dramatically scaled back, meaning that nine of our colleagues in the Collections and Research Department at Geldmuseum Urecht will lose their jobs, and while there are plans to keep the library open for limited hours each week, this will be run by volunteers.
I’m sorry to have to bring this sad news to you all – my thoughts are with our colleagues in Utrecht.
Catherine Eagleton
Dr. Catherine Eagleton
The British Museum
Curator of Modern Money
Great Russel Street
WC 1B 3 DG London

http://the1709blog.blogspot.com/2012/02/protection-of-photographs-in-french.html

Interessant:

Finally, in 1985 the distinction beween the two categores was abandoned and photographs were simply said to be eligible for copyright protection provided the standard requirement of originality was satisfied, an original work being one in which the author has "stamped his personality". This approach leads to the exclusion from protection of photographs that merely reproduce reality (e.g., a picture of a painting that merely renders the painting as is).

An interesting issue that sometimes comes up is whether the photograph is an original work or merely the result of know-how on the part of the photographer (this distinction between originality and know-how is also evident in cases dealing with potential copyright protection for perfumes). In a recent ruling by the Cour de cassation (Supreme Court), protection was denied, with the Court approving the lower court's finding that the photograph was not a protected work in the following terms:

« ... the photograph at issue did not reveal, in its various constituent elements, any esthetic pursuit and that it was merely the result of know-how underlying a technical service… »


Zur angesprochenen Entscheidung:
http://blog.droit-et-photographie.com/originalite-bouillabaisse-et-contrefacon/

Zum Schutz der Reproduktionsfotografie siehe hier
http://archiv.twoday.net/search?q=reproduktionsfo


http://infobib.de/blog/2012/01/26/linked-data-der-dnb-nun-linked-open-data/

"2010 hat die Deutsche Nationalbibliothek damit begonnen, Normdaten als Linked Data zu veröffentlichen. Der bestehende Linked Data Service der DNB [1] wird nun um Titeldaten erweitert. In diesem Zuge wird auch die Nutzungslizenz für Linked Data auf “Creative Commons Zero” [2] umgestellt."

[1] https://wiki.dnb.de/display/LDS/
[2] http://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/

Ausgezeichnet!

Ein jahreszeitlich passendes Fotoalbum des Stadtarchivs Speyer...
http://www.flickr.com/photos/stadtarchiv_speyer/sets/72157629142574897/

3010-Winter-1929

Foto Dr. jur. Eric Steinhauer via
http://bibliothekarisch.de/blog/2012/02/01/analoges-digital-rights-management/

* Texte und Bilder sollten unter einer freien Lizenz (am besten CC-BY) stehen.

* Archivalienabbildungen sollten in exzellenter Auflösung und ohne Wasserzeichen/Copyfraud zur Verfügung stehen. Regelmäßig sollten auch kleinere mehrseitige Digitalisate angeboten werden.

* Alle Beiträge sollten ihre Quellen korrekt nachweisen und auf einschlägige Materialien im Netz verlinken.

* Das Blog sollte Heimatforschern die Möglichkeit bieten, kurze miszellenartige Beiträge mit wissenschaftlichem Anspruch zu veröffentlichen (wie man sie z.B. in Heimatkalendern lesen kann).



http://www.archivinformationssystem.at/detail.aspx?ID=1799082

The Fantastic Flying Books of Mr. Morris Lessmore from Moonbot Studios on Vimeo.

Inspired, in equal measures, by Hurricane Katrina, Buster Keaton, The Wizard of Oz, and a love for books, “Morris Lessmore” is a story of people who devote their lives to books and books who return the favor. Morris Lessmore is a poignant, humorous allegory about the curative powers of story. Using a variety of techniques (miniatures, computer animation, 2D animation) award winning author/ illustrator William Joyce and Co-director Brandon Oldenburg present a new narrative experience that harkens back to silent films and M-G-M Technicolor musicals. “Morris Lessmore” is old fashioned and cutting edge at the same time.

“The Fantastic Flying Books of Mr. Morris Lessmore” is one of five animated short films that will be considered for outstanding film achievements of 2011 in the 84th Academy Awards ®.

Film Awards Won by “The Fantastic Flying Books of Mr. Morris Lessmore”
To date, “The Fantastic Flying Books of Mr. Morris Lessmore” film has drummed up fans all over the world taking home the following awards:
· Cinequest Film Fest: Best Animated Short
· Palm Springs International ShortFest: Audience Favorite Award
· SIGGRAPH: Best in Show

diese Frage stellte Hanns Georg Rodek in der Welt: "Sie sind judenfeindlich, verherrlichen das Hitler-Regime: Viele Filme aus der NS-Zeit dürfen nicht gezeigt werden. Das Interesse für "Vorbehaltsfilme" ist groß. .... Unmittelbar nach der deutschen Kapitulation 1945 beschlagnahmten die Alliierten sämtliche Kopien sämtlicher seit 1933 produzierten deutscher Spielfilme, 1240 an der Zahl. Nach einer oberflächlichen Sichtung, in der es viel mehr um sichtbare Symbole als um psychologische Wirkung ging, wurden sie entweder ohne Auflagen wieder freigegeben (Kategorie A) oder mit Schnitten (B) oder gar nicht (C).

In die Kategorie C fielen 219 Filme, welche nach alliierter Meinung die NS-Ideologie, den Militarismus oder die Wehrmacht verherrlichten, Geschichte verfälschten, religiöse Gefühle verletzten, deutsche Rachegedanken förderten oder die Alliierten verachteten. Dort landeten auch einige vor 1933 gedrehten Filme, manchmal nur wegen verdächtiger Titel („Im Geheimdienst“, „Die letzte Kompanie“) oder Männern in schneidigen Uniformen, darunter einer der schönsten deutschen Filme überhaupt, die Schnitzler-Verfilmung „Liebelei“ durch den späteren Emigranten Max Ophüls.

Diese Liste schrumpfte im Lauf der Jahrzehnte erheblich. ..... Wir sollten die Liste mit dem Selbstbewusstsein einer gewachsenen Demokratie durchkämmen und prüfen, wie viel Gift wirklich noch in ihr steckt. "

Wikipedia-Artikel Vorbehaltsfilm

„Vor dem Schaden klug sein“: Unter dieser Devise hat der Notfallverbund von Archiven und Bibliotheken in Münster seine Ausstattung für Bergung, Erstversorgung und Sicherung von Kulturgut nach Katastrophen erheblich erweitert. Waren bisher schon in allen beteiligten Einrichtungen Notfallboxen vorhanden, so wurden jetzt sieben Rollcontainer beschafft und mit Materialien bestückt, die gerade bei größeren Schadensereignissen erforderlich sind, aber nicht sinnvoll in jeder Einrichtung selbst vorgehalten werden können.

Ein Szenario: Wenn durch Starkregen in einem ganzen Stadtviertel Keller überflutet werden, können trotz aller baulichen Sicherungsmaßnahmen auch Magazine von Archiven und Bibliotheken davon betroffen sein. Für das dort gelagerte Kulturgut besteht dann höchster Handlungsbedarf, um rasch fortschreitende Schäden durch Wasser und möglichen Schimmelbefall zu stoppen oder zu vermeiden. Doch was tun, wenn infolge des Starkregens im ganzen Stadtviertel der Strom ausfällt und das Wasser Kniehoch im Magazin steht? Auch für ein solches Szenario ist der Notfallverbund Münster nunmehr gewappnet: Mit einem eigenen Notstromaggregat, Kabeltrommeln, Halogenflutern, Handscheinwerfern und Stirnleuchten, umfangreicher Schutzbekleidung wie Sicherheitsstiefel, Eimern, Gummiwischern und Nasssauger, Transportbehältern, Arbeitstischen, an denen die durchnässten Bücher und Akten in Stretchfolie eingewickelt werden können, um sie anschließend einzufrieren und später mittels Gefriertrocknung und ggf. weitere restauratorische Maßnahmen wieder nutzbar zu machen.

Für insgesamt rund 28.000 € hat der Notfallverbund Container und Material beschafft. Möglich wurde dies durch Fördermittel der Koordinierungsstelle für die Erhaltung des schriftlichen Kulturerbes in Höhe von 20.000 €. Die Arbeit der 2010 eingerichteten Koordinierungsstelle wird finanziert aus Mitteln des Staatsministers für Kultur und Medien, Bernd Neumann, und der Kulturstiftung der Länder. Die weiteren Mittel stellten die am Notfallverbund Münster beteiligten Einrichtungen bereit.

Dem Münsteraner Notfallverbund von Archiven und Bibliotheken gehören aktuell das Bistumsarchiv, die Fachhochschulbibliothek, das Landesarchiv Nordrhein-Westfalen, das LWL-Archivamt für Westfalen, das Stadtarchiv Münster, das Universitätsarchiv sowie die Universitäts- und Landesbibliothek an. Hauptziel ist es, bei einer akuten, umfangreichen Gefährdung oder Schädigung von Kulturgut etwa durch Brand, Wasser, Unwetter, technische Defekte usw., personelle und sachliche Ressourcen zu bündeln und gegenseitig Unterstützung zur Sicherung des Kulturguts zu leisten.

In Anwesenheit zahlreicher Medienvertreter wurden die Notfallcontainer heute, am 1. Februar 2012, der Feuerwehr der Stadt Münster übergeben. Die Feuerwehr hat sich bereit erklärt, die Container gemeinsam mit den dort vorgehaltenen Katastrophenschutzmaterialien zu lagern und im Ernstfall zum Einsatzort zu transportieren. Damit ist gewährleistet, dass unabhängig vom betroffenen Objekt das Material rasch und vollständig verfügbar ist. Die offene Kooperationsbereitschaft der Feuerwehr bei der Unterbringung und Bereitstellung der Notfallcontainer ist Ausdruck einer in den letzten Jahren intensivierten Zusammenarbeit zwischen dem Notfallverbund und der Feuerwehr. Sie zeigt sich etwa auch bei der Entwicklung und Fortschreibung gebäudespezifischer Gefahrenabwehrpläne für die Liegenschaften der beteiligten Einrichtungen und beim Aufbau von Organisationsstrukturen innerhalb des Notfallverbunds für die Bewältigung von Großschadenslagen. Hier erweisen sich die Erfahrungen der Feuerwehr für die Arbeit in Stäben beim Katastrophenschutz als besonders wertvoll.

Zudem unterstützt die Feuerwehr die Arbeit des Notfallverbunds auch bei der gemeinsamen Planung und Durchführung praktischer Notfallübungen. Eine solche Übung zur Bergung und Sicherung von Schriftgut führen Notfallverbund und Feuerwehr auch anlässlich des Tags der Archive am Sonntag, 4. März 2012, 12-14 Uhr in der Speicherstadt in Münster-Coerde durch. Hier haben Interessierte die Möglichkeit, auch selbst einmal Erfahrungen im Umgang mit derart geschädigten Objekten zu sammeln und sich über die Möglichkeiten zu informieren, wie man bei der Restaurierung solcher Unterlagen vorgeht. Insgesamt präsentieren sich an diesem Tag (12-18 Uhr) Bistumsarchiv, Landesarchiv, LWL-Archivamt für Westfalen, Stadtarchiv und Universitätsarchiv Münster mit einem attraktiven Programm rund um das Leitthema „Feuer, Wasser, Krieg und andere Katastrophen“.


Ansprechpartner (als Vorsitzender der Notfallverbunds Münster):

Dr. Johannes Kistenich
Landesarchiv Nordrhein-Westfalen
Fachbereich Grundsätze – Grundsätze der Bestandserhaltung / Technisches Zentrum
An den Speichern 11, 48157 Münster
Tel.: 0251 / 620 650 65 – E-Mail: johannes.kistenich@lav.nrw.de

Wenke Bönisch in der OA-Liste von open-access.net:

Christian Reinboth hat auf der von der Bundesregierung geführten Onlineplattform dialog-ueber-deutschland.de den Vorschlag "Open Access in der Wissenschaft" eingebracht. Mit Klicks und Kommentaren kann man den Vorschlag unterstützen und ihn auf den Bildschirm der Bundesregierung im Idealfall bringen.
Mehr Infos gibt es in seinem Blog: http://www.scienceblogs.de/frischer-wind/2012/02/helft-mit-open-access-auf-die-agenda-der-bundesregierung-zu-bringen.php.

Hier der Link direkt zum Vorschlag auf Zukunftsdialog: https://www.dialog-ueber-deutschland.de/SiteGlobals/Forms/Vorschlaege/vorschlag_abstimmung_formular.html

enthält der unter

http://www.uni-kassel.de/hrz/db4/extern/dbupress/publik/abstract.php?978-3-86219-182-6

OA einsehbare Sammelband "Repräsentation - Wissen - Öffentlichkeit
Bibliotheken zwischen Barock und Aufklärung" (2011):

Bepler, Jill: Inventare lesen. Quellen zu Fürstinnenbibliotheken des 17. Jahrhunderts und ihrer Erschließung
Tiggesbäumker, Günter: Die Fürstliche Bibliothek Corvey
Böning, Holger: Die Bedeutung von Periodika, insbesondere von Intelligenzblättern, fürdie Verbreitung der Aufklärung
Dickhaut, Eva-Maria: Leichenpredigten in hessischen Bibliotheken und Archiven. Ergebnisse und Perspektiven
Adam, Wolfgang: Bibliotheken als Speicher von Expertenwissen. Zur Bedeutung von Privatbibliotheken für die interdisziplinäre Frühneuzeit-Forschung
Luber, Susanne: Fürstenbibliothek, Forschungszentrum und Kostenfaktor: die Eutiner Landesbibliothek zwischen Repräsentation, Wissenschaft und Lobbyarbeit

http://www.iuwis.de/blog/buyout-klausel-nach-agb-kontrolle-unwirksam

Von Verlagen vorformulierte Nutzungsrechtsvereinbarungen enthalten oftmals so genannte Rechte-Buyout-Klauseln. Solche sind charakterisiert durch die (all-)umfassende Einräumung der Urheberverwertungsrechte in Verbindung mit einer pauschalen Abgeltung der Vergütungsansprüche der Autorinnen und Autoren. Ein Beispiel dafür:

"(...) sämtliche Nutzungsrechte (...) umfassend, ausschließlich, räumlich, zeitlich und inhaltlich unbeschränkt abgegolten".

Das Landgericht Mannheim hat nun in einem Urteil festgestellt, dass derartige AGB-Bestimmungen eines Verlags ein "Übermaß an Rechtsübertragung" darstellten und in unangemessener Weise von dem urheberrechtlichen Leitbild, dass Urheberinnen und Urheber (im Fall hier: Journalistinnen und Journalisten) angemessen an den Werkerlösen zu beteiligen sind, abweichten.
Abweichten klingt aber schon sehr unschön, Herr Thomas Hartmann!

Urteilsvolltext:

http://www.damm-legal.de/lg-mannheim-zur-unwirksamkeit-der-buy-out-klausel-saemtliche-nutzungsrechte-abgegolten-gegenueber-journalisten

Die GEMA ist weiterhin der Ansicht, dass sich ihr Verwertungsmodell und das alternative Lizenzierungssystem Creative Commons (CC) nicht unter einen Hut bringen lassen. Die Musikverwertungsgesellschaft will so vorerst Pilotprojekten ihrer Pendants in Dänemark, Frankreich und den Niederlanden nicht folgen, in deren Rahmen Mitglieder spezielle Werke für nicht-kommerzielle Nutzungen über CC-Lizenzen freigeben können. Dies geht aus einer Stellungnahme (PDF-Datei) hervor, die die Treuhänderin den rechtspolitischen Telemedicus-Bloggern auf Anfrage zu einem jüngst gestarteten Versuch der französischen Verwertungsgesellschaft SACEM zukommen ließ.

http://www.heise.de/newsticker/meldung/GEMA-bleibt-beim-Nein-zu-Creative-Commons-Lizenzen-1425869.html

Siehe auch
http://archiv.twoday.net/search?q=gema+musik

#gema

Der Blogger Hardy Prothmann will einen Verein gründen, um Blogger und freie Journalisten gegen die massenhaften Abmahnungen von Prominenten und Politikern schützen.

http://www.berliner-zeitung.de/medien/mehr-schutz-fuer-blogger-kampf-gegen-den-abwahnwahn,10809188,11542006.html

Siehe Klaus Graf: Wird das Blog der Archive des Kreises Siegen-Wittgenstein beispielgebend? In: Redaktionsblog vom 1. Februar 2012, online
http://redaktionsblog.hypotheses.org/243


Der FB Informationswissenschaften der FH Potsdam veranstaltet am 06. März den 6. I-Science-Tag, in diesem Jahr mit dem Schwerpunkt Records Management. Das Programm gibt zum einen einen grundlegenden Überblick über Bedeutung, Sinn und Zweck bzw. Benefit von Records Management und enthält zum anderen branchenbezogene Vorträge zum Records Management in öV und Privatwirtschaft. Klein aber fein dürfte m.E. die beste Umschreibung für die Tagung sein.

Nähere Informationen finden sich hier: http://iw.fh-potsdam.de/5574.html

Die EuroSDR Working Group on Geographic Data Archiving, an der Experten aus Archiven und Vermessungsbehörden aus 7 Ländern Europas teilnehmen, hat Empfehlungen zur Bewertung, Übernahme, dauerhaften Erhaltung und Nutzung von Geodaten erarbeitet.

Das Papier steht auf http://www.eurosdr.net/archiving/, unter der Überschrift "Publications". Sie sind herzlich eingeladen, den Text zu kommentieren (an carsten.roensdorf((AT))ordnancesurvey.co.uk).

Aus anglozentrischer Persopektive:

http://dougsarchaeology.wordpress.com/2012/01/24/informative-archaeology-blogs/

Welches ist das älteste Schriftstück in einem der im Landkreis Siegen-Wittgenstein beheimateten Archive?

http://www.siwiarchiv.de/2012/01/aeltestesschriftstuckkreisarchivssiwi/

http://einestages.spiegel.de/static/topicalbumbackground/24306/so_klang_bismarck.html

Stattdessen sagte er vor dem Phonographen spontan das auf, was ihm gerade einfiel", so Puille. Offenbar in dem Bestreben, möglichst polyglott zu wirken, äußerte sich Otto von Bismarck bei seinem 73-Sekünder gleich in vier Sprachen: Englisch, Lateinisch, Französisch und Deutsch. In den ersten Sekunden rezitierte er das damals in den USA sehr populäre Volkslied "In Good Old Colony Times" - laut Puille vermutlich ein Gruß an Erfinder Edison. Daran schließen sich der Anfang der berühmten Heldenballade "Schwäbischer Kunde" von Ludwig Uhland sowie eine Strophe aus dem lateinischen Studentenlied "Gaudeamus igitur" an.

Ab Sekunde 44 folgt die große Überraschung: "Allons, enfants, de la Patrie, le jour de gloire est arrivé. Contre nous de la tyrannie, l'étendard sanglant est levé". In lupenreinem Französisch rezitierte der Reichskanzler die ersten Zeilen der "Marseillaise".

http://www.urheberrecht.org/news/4499/

Der SPIEGEL durfte über die frühere Zugehörigkeit einer Frau, die im Hamburger Babyklappenstreit 2009 ins Gerede kam, zum Kommunistischen Bund berichten. "Im Streitfall ergibt sich aber die
Zuordnung zur Sozialsphäre daraus, dass die Klägerin der AG Frauen, dem leitenden Gremium und der so genannten Frauenleitung des Kommunistischen Bundes angehörte. Die Funktionen eines leitenden Gremiums und der Frauenleitung sind in einer politischen Gruppierung, die naturgemäß darauf ausgerichtet ist, ihre Ziele im politischen Raum durchzusetzen und Anhänger für ihre Überzeugung zu gewinnen, notwendigerweise auf Außenwirkung angelegt. Es reicht mithin für die Zuordnung zur Sozialsphäre aus, dass die Klägerin aufgrund dieser Funktionen für die Frauenpolitik des Kommunistischen Bundes mitverantwortlich war, ohne dass es darauf ankommt, ob sie selbst öffentlichkeitswirksam aufgetreten ist."

Volltext-PDF:
http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&Art=en&Datum=Aktuell&Sort=12288&nr=59029&pos=20&anz=617&Blank=1.pdf

LG Berlin
http://www.buskeismus.de/urteile/27O90609.pdf

Siehe auch:
http://www.bild.de/regional/hamburg/lage/woher-das-geld-fuer-so-feine-villen-2-7437556.bild.html

http://www.datenschutz.de/news/detail/?nid=5253

Nachdem der Landtag am 14.12.2011 per Sammeldrucksache das
Landesdatenschutzgesetz (LDSG) und am 15.12.2011 das
Informationszugangsgesetz (IZG) jeweils ohne Aussprache beschlossen hat,
sind diese beiden Gesetz nach Veröffentlichung im Gesetzes- und
Verordnungsblatt Schleswig-Holstein am 26.01.2012 in Kraft getreten
(GVBl. 2012, 78 ff. und 89 ff.). Das LDSG regelt den Datenschutz bei
öffentlichen Stellen in Schleswig-Holstein, also vor allem bei
Landesbehörden und Kommunen. Das IZG gibt den Bürgerinnen und Bürgern
einen Anspruch auf Einsicht in Verwaltungsakten, wenn dem keine
überwiegenden Geheimhaltungsinteressen entgegenstehen.

Nach rein organisationsrechtlichen Regelungen im LDSG durch Beschluss
des Landtags am 24.08.2011 und Inkrafttreten am 30.09.2011 (GVBl. 2011,
252) erfolgte nun eine zweite LDSG-Novelle. Mit der ersten Novelle wurde
den Anforderungen eines Urteils des Europäischen Gerichtshofes genügt,
wonach die Unabhängigkeit der Landesdatenschutzbehörden festgeschrieben
werden musste. Die zweite Novelle brachte einige materiell- und
verfahrensrechtliche Veränderungen, die in erster Linie Anpassungen des
LDSG an neue technische Gegebenheiten bewirken. Wesentliche Auswirkungen
auf das allgemeine Datenschutzniveau im Land Schleswig-Holstein wird die
Novelle voraussichtlich nicht haben.

Dies sind die wichtigsten im Jahr 2011 beschlossenen Änderungen des LDSG:
• In der Regelung zu den technisch-organisatorischen Maßnahmen (§ 5
LDSG) werden moderne Datenschutzziele festgelegt.
• In § 7 LDSG wurde die bisher weitgehend wirkungslose Regelung zu den
Verfahrensverzeichnissen geändert. Diese werden künftig durch das ULD im
Internet allgemein zugänglich gemacht.
• Durch eine Änderung des § 8 Abs. 2 LDSG wurde für gemeinsame Verfahren
und Abrufverfahren erstmals eine einheitliche datenschutzrechtliche
Verfahrensverantwortlichkeit eingeführt.
• Die Normierung der Videoüberwachung wurde an die neueren Regelungen im
Bundesdatenschutzgesetz und in anderen Ländern angepasst (§ 20 LDSG).
• Erstmals ins LDSG eingeführt wurde eine materiellrechtliche Regelung
zur Veröffentlichung von Daten im Internet (§ 21).
• Ebenfalls neu im LDSG ist die Regelung zu Informationspflichten bei
unrechtmäßigen Übermittlungen (sog. Breach Notification, § 27a).
• Die Rechtsstellung des/der Landesbeauftragten für Datenschutz (LfD)
und seiner/ihrer Dienststelle, also des ULD, wurde geändert: Der/die LfD
unterliegt nun keinerlei Rechts- und Fachaufsicht mehr. Eine
Abwahlmöglichkeit durch zwei Drittel des Landtags ist vorgesehen (§ 35
Abs. 3 LDSG). Der Tätigkeitsbericht des ULD ist nur noch alle zwei Jahre
zu erstellen (§ 39 Abs. 5 LDSG). Die Serviceaufgaben des ULD wurden
erweitert. Eine Behörde kann jetzt auch ohne ein Behördenaudit ihre
technisch-organisatorischen Verfahren durch das ULD prüfen lassen. Führt
das ULD für Behörden des Landes Schleswig-Holstein Vorabprüfungen durch,
so sind diese gebührenfähig (§ 43 Abs. 4 LDSG).

Mit dem neuen Informationszugangsgesetz (IZG) werden die bisher getrennt
geregelten Materien des vorher bestehenden Informationsfreiheitsgesetzes
(IFG) und des Umweltinformationsgesetzes (UIG) des Landes
zusammengeführt. Zielsetzung dieser Zusammenführung ist eine
Vereinfachung und Vereinheitlichung der Verfahren und eine Vermeidung
von Abgrenzungsproblemen bei Informationsgesuchen von Bürgerinnen und
Bürgern gegenüber der schleswig-holsteinischen Verwaltung. Kommt es zu
Konflikten, kann das ULD angerufen werden und zur Konfliktklärung beitragen.


Völlig idiotisch: Das Archivrecht wurde nicht einbezogen, obwohl hier ein realer Konflikt besteht und eine Vereinheitlichung wesentlich dringlicher wäre als beim UIG.

IZG-Text:
https://www.datenschutzzentrum.de/gesetze/izg.html

Beispiel: Stadtarchiv Hof

http://www.hof.de/hof/hof_deu/leben/findbuecher.php

Dass man sich alle PDFs in ein Verzeichnis auf der eigenen Festplatte herunterladen kann und mittels der erweiterten Suche des Acrobat Reader ALLE PDFs gleichzeitig durchsuchen kann, wissen leider nur wenige.

Es muss neben den PDFs immer eine Suchmöglichkeit über alle Inhalte geben, da Google die PDFs nicht zuverlässig komplett erfasst. Wenn man keine eigene Suchmaschine installieren will, kann man die Inhalte parallel in einer Datenbank anbieten oder - was am wenigsten aufwendig ist - in einem Textformat (TXT, RTF). Also zu Suchzwecken alle PDFs zusammenkopieren, heutige Computer können auch mit sehr großen Textdateien umgehen. Formatierungen sind für die Suche unwichtig.

Auszug:
http://www.neues-deutschland.de/artikel/217032.wes-brot-ich-ess-des-lied-ich-sing.html

Im Kanon der Aufarbeitung der NS-Wurzeln von Bundeskriminalamt, Verfassungsschutz, Justiz- und Finanzministerium trägt die BND-Variante das fragwürdige Alleinstellungsmerkmal einer weitgehenden Anonymisierung von Täteridentitäten. Ihr Instrument besteht in der Konstruktion von drei Kriterien für die Überlieferungswürdigkeit von Personalakten. Neben herausragenden Einzelschicksalen werden solche Dokumente erst ab der Besoldungsstufe A 13 relevant.

Ist ein Kriegsverbrecher erst nennenswert, wenn er im BND zum Regierungsrat aufsteigen konnte? Laut BND war der SS-Hauptsturmführer »G. G.« mutmaßlich Angehöriger eines Einsatzkommandos in Mühlhausen. Die Identität von »G. G.« erschließt sich bereits aus den Dienstalterslisten der SS und es bleibt ein Rätsel, weshalb die BND-Historiker so grundsätzliche Findmittel nicht als jedermann zugängliche Quelle in Rechnung stellen.

Leicht zu ergründen ist auch, welche Funktion Georg Grimm, der bis zum Erreichen der Altersgrenze im September 1964 im BND diente, ab April 1951 in der Org hatte: Wie die meisten SS-Offiziere war er bei der Generalvertretung L in Karlsruhe angesiedelt, war zunächst in Konstanz zur Aufklärung sowjetischer Nachrichtenlinien aus der Schweiz eingesetzt und fungierte ab 1953 als Filialleiter der GV L in Mainz vornehmlich gegen die KPD in Hessen.

Als drittes Kriterium für die Archivwürdigkeit gilt eine stichprobenartige Auswahl von Geburtsjahrgängen: Die Jahrgänge vor 1851 (also von Gehlen-Mitarbeitern, die mit 95 Lebensjahren oder älter in dessen Organisation eingetreten waren), 1873 mit einem Eintrittsalter von mindestens 73 Jahren, 1880 mit 66 Jahren, 1895 mit 51, 1915 mit 31 und 1927 mit 19 Jahren.


Wie bereits unter
http://archiv.twoday.net/stories/55772226/
dargelegt, waren die Kassationen 2007 rechtswidrig. Aber es hat ja niemand die Eier, den BND wegen Verwahrungsbruchs anzuzeigen. Auch nicht Herr Wolf.

Wordle: Archivalwhoisit

Archive (work in progress) from oj on Vimeo.




.... Am 11. September 1957 wurde in Thomas Alva Edisons Bibliothek hinter seinem Bett, das er während der Woche meist benutzte, eine hölzerne Kiste mit Phonographenwalzen gefunden, wovon einige zerbrochen waren. Die ehemals abschließbare Kiste mit fehlendem Henkel war schon zum Zeitpunkt der Auffindung an der Vorderseite stark beschädigt, offenbar wurde sie aufgebrochen. Auf dem Deckel ist das Wort „Edison“ sowie, kleiner und schwer zu erkennen „Wangemann“ etwas ungelenk eingeritzt. In der Kiste befindet sich oberhalb eines Hohlraumes für Zubehör ein Brett, auf dem in gleichmäßigem Abstand drei Reihen zu je sieben Zylinder aus Holz befestigt sind. Die Stirnseiten dieser Zylinder sind von 1 bis 21 durchgehend nummeriert und zusätzlich nahezu unleserlich bekritzelt. Die Walzen selbst sind nicht gekennzeichnet, offenbar erfolgte die Unterscheidung ursprünglich durch die Beschriftung der Zylinder, worauf die Walzen gesteckt waren. Laut der bei der Auffindung von 1957 angelegten Karteikarte mutmaßte man schon damals dass die Aufnahmen deutschsprachig wären.

Knapp 50 Jahre lang kümmerte sich niemand weiter darum. Erst im Jahr 2005 wurde die Kiste samt Inhalt erneut untersucht, die Walzen archivsicher verpackt und in die Sammlung des Edison National Historic Park in West Orange, New Jersey aufgenommen. Insgesamt katalogisierte man siebzehn Walzen, wovon aber nur zwölf zumindest teilweise abspielbar sind. Im Frühjahr 2011 überspielte und digitalisierte Gerald Fabris, Kurator am Edison National Historic Park diese zwölf Walzen und fragte den Medienhistoriker Patrick Feaster ob er ihm bei der Identifikation behilflich sein könnte.

Kurz darauf, am 20. Mai 2011, erhielt ich Nachricht von Patrick ob ich Interesse hätte, mir einige Phonographenwalzen, die in Europa zwischen 1889 und 1890 aufgenommen wurden, genauer anzuhören. Natürlich hatte ich das! Ich beschäftige mich wie Patrick schon seit Jahren mit frühen Aufnahmen und ihrer Geschichte. Fünf Tage später erhielt ich die Tondateien, zusammen mit einer ersten Übersicht des Inhaltes. Patrick war es anhand der Ansage auf den Walzen gelungen, zwei Sprachaufnahmen von Graf Helmuth von Moltke und eine Klavieraufnahme von dem österreichischen Pianisten Alfred Grünfeld zu identifizieren. In einigen zeitgenössischen Quellen ist der Inhalt der Aufnahmen von Moltkes auszugsweise wiedergegeben und war auch Patrick bekannt. Welchen Wortlaut die Moltke-Walzen jedoch tatsächlich hatten musste anhand der Tonaufnahme selbst geklärt werden, und auch die Identifikation und Transkription der neun übrigen Walzen, deren gesprochener beziehungsweise gesungener Inhalt zum Teil sehr schwer verständlich war, stand noch aus.

Nach dem ersten Durchhören konzentrierte ich mich zunächst auf eine Walze die laut Ansage in Friedrichsruh, dem Altersruhesitz von Fürst Otto von Bismarck, aufgenommen worden war. Der von mir transkribierte Inhalt deckte sich mit zeitgenössischen Presseberichten, so dass ich sicher bin die seit über einhundert Jahren verschollen geglaubte Walze von Fürst Bismarck identifiziert zu haben! Es ist seine einzige Tonaufnahme und von unschätzbarer historischer Bedeutung. Noch am 25. Mai 2011 schickte ich die Nachricht, dass ich Bismarck identifiziert hatte, zusammen mit einer ersten Transkription an Patrick Feaster.

In den folgenden Wochen und Monaten identifizierte und transkribierte ich den Inhalt der Walzen wie er in meinem folgenden Beitrag, der wichtige Stationen von Wangemanns Aufnahmereise durch Europa schildert, nachzulesen ist. Sie können elf der in der Kiste sicher gestellten Aufnahmen an der chronologisch richtigen Stelle hören. Eine zwölfte, Wangemanns Aufnahme von Johannes Brahms vom 2. Dezember 1889, im Jahr 1935 in Berlin von Walze auf Schallplatte kopiert, stammt aus meiner Sammlung.

Ich möchte an dieser Stelle ganz besonders Norman Bruderhofer danken, einem Experten für die Überspielung früher Tonaufnahmen. Dank seiner Nachbearbeitung einiger Tondateien war es mir erst möglich den Inhalt, soweit möglich, zu transkribieren. ...."

Verwendung des Materials nur unter vollständiger Nennung dieser
Quelle mit Link (The Cylinder Archive - [ http://www.cylinder.de ])
Quelle: The cylinder archive, 30.01.2012 mit vielen O-Tönen.

SpON berichtete auch

Peter Payer erforscht unter anderem Lärm und Geruch in Städten des 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Drei Fragen über Großstadtlärm richt die Zeit an den Historiker und Stadtforscher.


Internet TV


Internet TV


"Das Stadtarchiv bewahrt den historischen Nachlass der Stadt St.Gallen auf."

BOOKBINDINGS on INCUNABLES in American Library Collections

Eine Bilder-Galerie
http://www.bibsocamer.org/BibSite/Husby/Selection.html

http://www.bibsocamer.org/BibSite/Husby/PrinUL/PrinUL%20J-190/PrinUL%20J-190.html stammt aus Donaueschingen und ist Needham 1994 Nr. 175 (= Donaueschingen Inc. 494, 495). Zuvor gehörte sie der geistlichen Institution, die Needham unter "Monstrance group" führte. Schlechter/Ries 2009 sprechen in ihrem Heidelberger Katalog Nr. 1272 von einem unbekannten Kloster bei Ulm. Ich erinnere mich gut daran, dass Peter Amelung bei einem Telefonat mit mir seinerzeit prahlte, diese Institution sei in Wirklichkeit gut bekannt.



Nouvelle exposition aux Archives qui accueillent les oeuvres de Marc Giai-Miniet, peintre & "emboîteur". Des oeuvres sous la forme de fabuleuses boîtes qui s'inscrivent dans le temps sur les traces de la mémoire.
Jusqu'au 21 mars, entrée libre.
du lundi au vendredi de 9 h à 17 h.
PDF



"Der Präsident des Bundesarchivs, Dr. Michael Hollmann, hat an den vergangenen beiden Tagen erstmals das Archiv vom Internationalen Suchdienst (ITS/International Tracing Service) in Bad Arolsen besucht, das etwa 30 Millionen Dokumente zur nationalsozialistischen Verfolgung umfasst. Ab Januar 2013 wird das Bundesarchiv „institutioneller Partner“ der Einrichtung. Dies sehen die kürzlich unterzeichneten internationalen Abkommen zu den Aufgaben und der Administration des ITS vor. „Ich wollte mir ein Bild davon verschaffen, was auf uns zukommen wird“, sagte Hollmann. „Das Bundesarchiv wird dem ITS als künftiger Partner vor allem in archivarischen Fragen mit Rat und Tat zur Seite stehen.“

Die bisherige Hauptaufgabe des ITS, die Suche und Schicksalsklärung, werde in den kommenden Jahren voraussichtlich zurückgehen, erklärte Hollmann. „Stattdessen wird die wissenschaftliche Nutzung der Dokumente in den Fokus rücken. Dafür wird sich der ITS noch stärker zu einem Archiv entwickeln müssen.“ Bei der Erschließung, Konservierung, Lagerung, Magazinverwaltung und Bereitstellung der Dokumente könne das Bundesarchiv seine Erfahrungen einbringen, kündigte Hollmann an.

Während seines zweitägigen Besuchs lernte der Präsident des Bundesarchivs die verschiedenen Bereiche des Archivs kennen. Er machte sich vertraut mit den heutigen Aufgaben des ITS, insbesondere dem Stand der Digitalisierung, Konservierung und Erschließung der Dokumente. „Ich bin beeindruckt“, äußerte Hollmann. „In Arolsen ist die Opferperspektive wesentlich präsenter als im Bundesarchiv. Dank der Schicksalsklärungen und Familienzusammenführungen hat der ITS auch ein Stück Heilung herbeiführen können für die Leidtragenden des NS-Regimes.“

Die Einzelheiten der künftigen Partnerschaft würden sich in den kommenden Monaten konkretisieren, äußerte ITS-Direktor Jean-Luc Blondel. „Ich freue mich über den Austausch. Unsere Zusammenarbeit wird sich durch Kreativität und Verantwortung auszeichnen.“ Ausdrücklich zerstreute der Präsident des Bundesarchivs alle Befürchtungen, es könne eine „Übernahme“ des ITS geben. Auch die bisherigen Zugangsregeln würden durch die Partnerschaft nicht berührt. „Das bundesdeutsche Archivrecht findet in Bad Arolsen keine Anwendung. Die Zugangsregeln legt allein der Internationale Ausschuss fest“, versicherte Hollmann."

Quelle: Pressemitteilung ITS, 31.1.2012

Nachdem das Archiv von 2011 längere Zeit nicht verfügbar war, erfolgte heute die Mitteilung, es sei wieder online, aber, bedingt durch Serverabstürze, ohne die Nachrichten vom Oktober und November 2011 (gab es im Dezember keine Mails?):

http://lists.spline.inf.fu-berlin.de/pipermail/ipoa_forum/

Dieses unglaubliche Organisationsversagen sollte nicht mit dem Hinweis "Ist ja nur eine Mailingliste" vom Tisch gewischt werden. Heutzutage sollte grundsätzlich alles wissenschaftlich Relevantes so gesichert werden, dass es dauerhaft zur Verfügung steht (Langzeitarchivierung).

Mindestens seit Februar 2011 gibt es die digitale Sammlung DigiTü:

http://archiv.twoday.net/stories/14643392/

Aber die einzelnen Digitalisate sind im SWB-Verbundkatalog nicht recherchierbar und damit auch nicht mit dem Online-Filter des KVK. Von dem nicht existierenden OAI-PMH-Service ganz zu schweigen.

"Seit Anfang des Jahres 2012 präsentiert sich die Digitalisierungsplattform der Universitätsbibliothek ( http://www.uni-weimar.de/digitalesammlungen ) in neuer Optik und zum Teil mit erweiterten bzw. neuen Funktionen. Bei der Suche fällt auf, dass wir jetzt eine Volltextsuche über den gesamten Datenbestand von mittlerweile mehr als 800 digitalisierten Werken mit insgesamt ca. 260.000 Seiten anbieten können. So ist es möglich, nach Details und Facetten zu suchen, die in den Titeldaten oder sonstigen Beschreibungsdaten nicht vorkommen. Testen Sie es einfach einmal mit einem beliebigen Begriff (z.B. „Wilhelmsthal“ => 29 Treffer) aus! In der Anzeige eines einzelnen Titels kann der Nutzer jetzt auf einen stufenlosen Zoom zugreifen und sich so beispielsweise Details von Abbildungen anschauen. Im Hinblick auf das Zitieren bzw. Verlinken der von uns zur Verfügung gestellten Daten freuen wir uns, dass wir jetzt auf der Ebene der einzelnen Seiten eine dauerhafte Adresse (URN) angeben können. Probieren Sie es einfach aus, z.B. mit http://goobipr2.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-2476945 ."
http://www.uni-weimar.de/cms/universitaet/zentrale-einrichtungen/universitaetsbibliothek/aktuell/newsletter/newsletter-2012/news-2012-01.html

Würden wir gern ausprobieren, wenn der Server nicht offline wäre ...

http://www.ub.uni-koeln.de/sammlungen/vorlesung/index_ger.html

Digitalisate liegen für die Kölner Uni bisher ab 1919 vor.

Von der Neuen Folge sind zahlreiche (42) Bände digitalisiert:

http://adw-goe.de/forschung/forschungsprojekte-akademienprogramm/germania-sacra/veroeffentlichungen/germania-sacra-neue-folge/

Beispielsweise Theil (Archivar!): Buchau
http://hdl.handle.net/11858/00-001S-0000-0003-16F3-0

Die Digitalisate liegen auf dem Dokumenterserver der Göttinger Akademie "res doctae": "res doctae ist die erste akademieeigene Plattform zur digitalen Herausgabe von Forschungsergebnissen."

Wer kauft eigentlich Liebesgötter?

Erbärmlich, dass man in Tübingen noch nicht einmal eine normalisierte Namensform für die Familie von Emershofen übrig hat:

http://www.inka.uni-tuebingen.de/cgi-bin/msst?idt=3813&form=lang

Digitalisat der Chronik des Neresheimer Konventualen Johannes Schwartz 1630:

http://idb.ub.uni-tuebingen.de/diglit/Mh822

Zur Familie:
Kindler von Knobloch http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/kindlervonknobloch1898bd1/0298
Sattler http://books.google.de/books?id=DoYAAAAAcAAJ&pg=PA348
Neues Württemb. Dienerbuch § 1127 (non vidi)

Update: Wappen Emershofen im Wappenbuch des Anton Tirol um 1500
: http://daten.digitale-sammlungen.de/bsb00001649/image_123

https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Emershofen_family

#fnzhss

Die Handschrift UB Tübingen Md 162 ist online:

http://idb.ub.uni-tuebingen.de/diglit/Md162

Übrigens sind im Rahmen der Zipser Digitalisate die Statuten der Stadt Köln aus dem 15. Jahrhundert online:

http://www.ub.uni-bielefeld.de/diglib/kesmark/felixcolonia/

In Heidelberg:

http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/dehio1905ga

"Im Gerhard Richter Archiv in Dresden sind 150 bisher unveröffentlichte Fotografien des Künstlers Gerhard Richter gefunden worden. Es sind nach Angaben des Archivleiters Aufnahmen von Gemälden, die der in Köln lebende Künstler später zerstört hat. Darunter auch Fotografien der bedeutenden Schaffensphase zwischen 1962 und 1965.
Nach Schätzung des Archivs haben allein die 60 Werke heute einen Wert von etwa 180 Millionen Euro. Richter zerschnitt die Gemälde mit einem Messer, weil sie ihm nicht gefielen.''"

Quelle: WDR-Text, S. 146 (30.1.2012)

http://archivalia.tumblr.com/post/16765463522/kalligraphische-schriftvorlagen-von-johann-hering

Peacay war auch nicht in der Lage, etwas über Hering herauszufinden, hat also den folgenden Online-Artikel übersehen:

http://frankenland.franconica.uni-wuerzburg.de/login/data/1985_3.pdf

Update: Er bestreitet den Vorwurf
https://twitter.com/#!/BibliOdyssey/status/164035407443542016

Kalligraphische Schriftvorlagen von Johann Hering zu Kulmbach - Johann Hering 1624-1634 (Bamberg) d


Erst heute sah ich beim Aufräumen einen ungeöffneten Brief des bayerischen Landtags, der ohne nähere Begründung meine Beschwerde über die Bayerische Staatsbibliothek als Betreiberin des Historischen Lexikons Bayerns zurückgewiesen hat:

http://archiv.twoday.net/stories/28712184/

Der Landtag nimmt also trotz Guttenberg keinen Anstoß an einem glasklaren Verstoß gegen alle wissenschaftliche regeln, indem substantielle Hinweise ohne Kennzeichnung des Urhebers für das Lexikon vereinnahmt wurden.

Dass dieses Lexikon als Online-Edition nichts als Murks ist, habe ich zur Genüge belegt:
http://archiv.twoday.net/search?q=lexikon+bayer+

B. Majerus kritisiert die geplante Enzyklopädie 1914-1918:

http://majerus.hypotheses.org/150
via
http://schneeschmelze.wordpress.com/2012/01/30/how-to-write-an-encyclopaedia/

http://kurier.at/nachrichten/oberoesterreich/4482779-gutachten-bestaetigt-betrug-bei-doktortitel.php

Eine im Jahr 2002 an der Johannes Kepler Universität Linz eingereichte Doktorarbeit dürfte in erheblichem Ausmaß abgeschrieben worden sein. Diesen Schluss lässt zumindest das abschließende Gutachten eines renommierten Experten zu, das der Uni am Freitag vorgelegt wurde. „Der Plagiatsverdacht hat sich erhärtet“, bestätigt Herbert Kalb, Vizerektor für Lehre im KURIER-Gespräch. [...]
Der erste Verdacht keimte vor knapp zwei Jahren auf, als der Wiener Historiker Manfried Rauchensteiner bei Recherchen auf die Linzer Jus-Dissertation stieß. Ihm fielen bemerkenswerte Ähnlichkeiten zu einer Diplomarbeit auf, die rund sechs Jahre zuvor an der Universität Wien verfasst wurde. Besonders bemerkenswert: Der Autor kopierte blindlings auch die Rechtschreibfehler in sein Werk.

Die Doktorarbeit liegt – wie die meisten älteren Arbeiten – nur in Papierform vor. Das ist auch der Grund, warum das Plagiat so lange unentdeckt blieb. Damit das nicht mehr passiert, sollen künftig alle Masterarbeiten und Dissertationen auf der Homepage veröffentlicht werden. „Auf diese Weise wird mehr Öffentlichkeit hergestellt und die Arbeiten können digital leichter überprüft werden“, betont Kalb.


Gut so!

Frdl. Hinweis Franz Gstättner.

Update:
http://www.univie.ac.at/voeb/blog/?p=19990

HTWK-Studierende haben ihr Portal um die Archive erweitert:

http://bibliotheken-leipzig.de/

Was das soll? "Das Archiv des Leipziger Zoos ist ein reines Dienstarchiv und damit für die Öffentlichkeit nicht zugänglich." Reine Dienstarchive hat jedes Unternehmen und jede Behörde, wir nennen sie in unserem Fachjargon Registraturen und kämen nicht auf die Idee, sie in ein Archivverzeichnis aufzunehmen. Die Leipziger Zoo-GmbH ist übrigens eine 100%ige Tochter der Stadt Leipzig. Zuständig wäre also das Stadtarchiv.



Aus dem Inhalt:
THEMA: Archive - Gedächtnis der Region

Lernort Archiv für Schüler: Geschichte hautnah. Ein Besuch im Landesarchiv Detmold, Leseprobe von diesem Beitrag

Interview mit Dr. Marcus Stumpf: »Katastrophen vorbeugen«
zur Diskussion eines Stumpf-Zitates s. http://archiv.twoday.net/stories/64961463/

Restaurierungswerkstatt: »Ein bisschen Wunder können wir«

Rettet die Bilder:Gefährdete Filmschätze

Link zur Inhaltsübersicht des Heftes

Das Staatsarchiv Hamburg gibt ab heute halbjährlich einen Newsletter „Archivjournal- Neuigkeiten aus dem Staatsarchiv Hamburg“ heraus (nächster Erscheinungstermin am 1. August 2012). Der Newsletter erscheint als Online-Publikation unter dieser Adresse:

http://www.hamburg.de/archivjournal/3255730/archivjournal-top.html

Archivalia sucht archivisch verfremdete Filmtitel. Zur Verdeutlichung mag folgendes Beispiel dienen, das Rebecca Goldman unlängst twitterte:

"EAD Pray Love"

Ihre/Eure Vorschläge erwarten wir mit Spannung in den Kommentaren

"PRESSEKONFERENZ: 31. Januar, 11 Uhr, Heine-Institut, Düsseldorf, Bilker Str. 12-14
TeilnehmerInnen:
Alice Schwarzer, Vorstandsvorsitzende des FrauenMediaTurm
Barbara Schneider-Kempf, Vorstandsmitglied und Generaldirektorin der Staatsbibliothek zu Berlin
Dr. Friedrich Bode, Ministerialrat i.R. des Wissenschaftsministeriums NRW (und bis 2010 fachlich zuständig für den FMT im Auftrag der Landesregierung NRW)

Im Jahr 2008 sagte der NRW-Ministerpräsident die Förderung über 210.000 € im Jahr des im Kölner Bayenturm angesiedelten FrauenMediaTurm für die nächsten zehn Jahre zu, also bis 2017. Im März 2011 erfuhr der Vorstand der gemeinnützigen Stiftung überraschend, dass die NRW-Frauenministerin ihren Anteil von 70.000 € rückwirkend zum 1.1.2011 gestrichen hatte. Im Dezember 2011 ließen die Ministerinnen für Wissenschaft und Kultur mitteilen, dass sie ihren Anteil von je 70.000 € für 2012 auf die Hälfte kürzen. Es bleiben also nur noch 70.000 € - diese Summe deckt gerade mal die Betriebskosten.

Gefragt nach dem Warum, gab es keine oder unwahre Antworten – wie die Behauptung, die Kürzung hätte Budgetgründe. Nachweisbar jedoch wurden die für den FMT im Haushalt reservierten Gelder einem anderen Frauenprojekt angewiesen.

Das feministische Archiv und Dokumentationszentrum war 1984 auf Initiative von Alice Schwarzer gegründet worden, und konnte dank einer großzügigen Anschubfinanzierung von Jan Philipp Reemtsma über 20 Jahre nach modernsten wissenschaftlichen Standards aufgebaut werden. Seit seinem Einzug 1994 in den Kölner Bayenturm – den die gemeinnützige Stiftung auf eigene Kosten komplett ausbaute – nennt das Archiv sich FrauenMediaTurm. Alles in allem wurden bis 2008 von privaten Kräften rund acht Millionen Euro in das Projekt investiert.

Dank seiner frühen Gründung, privaten Förderungen und des ehrenamtlichen Engagements eines hochqualifizierten Vorstands und Beirates ist der FMT heute weit über die Grenzen Deutschlands hinaus eine einmalige Einrichtung. Seit 2008 kooperiert der FMT mit dem Hochschulbibliothekszentrum in Köln (Online-Datenbank und Fernleihe). Die Kürzung würde auch diese von der Fachwelt sehr geschätzte Kooperation mit der Wissenschaft gefährden.

Nimmt NRW die Kürzung der Förderung nicht zurück, ist die Existenz des in dieser Form weltweit einmaligen Frauenarchivs bedroht. Alle Versuche des FMT-Vorstandes sowie seiner wissenschaftlichen Kooperationspartner, die Ministerpräsidentin und die Ministerinnen über die Bedeutung des FMT für die Geschichte der Frauen und die Zukunft zu informieren, stießen auf taube Ohren.

Übrigens: Im gleichen Jahr, in dem die rotgrüne „Frauenregierung“ von NRW das bedeutendste Frauenarchiv seines Landes zu Tode kürzt, erhöht die schwarzgelbe Regierung von Hessen die Förderung des in Kassel ansässigen „Archiv der deutschen Frauenbewegung“ auf 202.000 € im Jahr."

Quelle: Pressemitteilung des FMT

Kommentar: Auszug aus einer Pressemitteilung des Verbandes deutscher Archivarinnen und Archivare, 8.10.2010:
" .... Nahezu alle Archive, die sich der Aufgabe gestellt haben, die Unterlagen der Neuen Sozialen Bewegungen zu sichern, sind in mehr oder weniger bedrohlichen Situationen. Sie archivieren seit Jahrzehnten Dokumente, Plakate, Ton- und Bildaufzeichnungen der Frauenbewegung, von Umweltschutz- und Friedensbewegung, von Bürgerrechtsbewegung und Stadtteilinitiativen oder von Dritte-Welt-Gruppen. Einige haben sich geradezu als Kompetenzzentren für diese Archivsparte profiliert. Diese Archive werden im Wesentlichen durch privates Engagement unterhalten, durch Spendensammlungen, Stiftungsgründungen oder Fundraising. Nur wenige dieser Archive werden durch einzelne Bundesländer oder Kommunen gefördert. Um diesen Archive dauerhaft zu sichern und damit kulturelle Identität für kommende Generationen zu bewahren, ist dringend eine zuverlässige und dauerhafte Förderung durch die öffentliche Hand auf kommunaler, Landes- und Bundesebene vonnöten. Der VdA weist daher auf diese drohende Überlieferungslücke hin, die entstehen wird, wenn Bewegungsarchive .... ihre Arbeit einstellen müssen.
Der Verband selber hat den Kontakt seit einigen Jahren ausgebaut und wirkt z.B. durch einen Arbeitskreis für die Überlieferungen der Neuen Sozialen Bewegungen, aber auch durch Fortbildungen und Fachaustausch auf Tagungen auf eine weitere Professionalisierung dieser Archive hin. Das kann allerdings nur in Zusammenarbeit mit den zuständigen politischen Stellen und durch Bereitstellung entsprechender Mittel erfolgreich sein. Der VdA bietet den politisch Verantwortlichen Gespräche an."

Link zur vollständigen Pressemitteilung des VdA

Am 07. Februar 2012 wird der im nichtöffentlichen Teil der Tagesordnung des Unterausschusses Landesbetriebe und Sondervermögen unter TOP 7. "BLB NRW: Sachstand Bauvorhaben Landesarchiv NRW in Duisburg" erneut über das Landesarchiv debattiert. Die Einladung avisierte eine vertrauliche Vorlage.

Warum diese Geheimniskrämerei?



"Between 1933 and 1945, the Nazi German regime promoted racial health policies that sought to eliminate all sources of biological corruption to its dominant “Aryan” race. Among the groups persecuted as threats to the national health were Germany’s homosexual men. Believing them to be carriers of a “degeneracy” that weakened society and hindered population growth, the Nazi state arrested and incarcerated in prisons and concentration camps tens of thousands of German men as a means of terrorizing them into social conformity.
Nazi Persecution of Homosexuals 1933–1945 examines the Nazi regime’s attempt to eradicate homosexuality, which left thousands dead and shattered the lives of many more."

Link

"Abstract: Shortly after the 2003 American invasion of Iraq, Kanan Makiya, a long time Iraqi dissident and professor of Middle East studies at Brandeis University, uncovered a major trove of documents belonging to Saddam Hussein’s Baath Party and his security forces. The documents proved highly important in reflecting the inner workings of the Baath Party system in his final years in power. Soon after the discovery of the documents, the Iraq Memory Foundation (IMF), a private Washington, D.C.–based group founded by Makiya, took custody of the records, later depositing them with the Hoover Institution at Stanford University to provide a safe haven for them. The deal ignited immediate international controversy and charges of pillage from some Iraqi officials, archival organizations, scholars, and others who also demanded their immediate return to the Iraq National Library and Archive in Baghdad. On the surface, these charges of theft and plunder appear plausible enough, but on examination, a different and complicated narrative emerges in light of the conventions of war, U.S. law, and the Iraqi penal code, as well as the chain of events surrounding their taking and removal by nonstate actors in the Iraqi theatre of war and occupation."
Full Text: International Journal of Cultural Property (2011), p. 309 ff (PDF)

" .... Jurist Douglas Cox of the City University of New York School of Law says that the Kuwaiti national archives, which were taken by Iraqi forces in 1990, have still not been returned and keep the post-Saddam Iraq under a UN Security Council resolution aimed at having the documents returned..."
Douglas Cox, Finding Kuwait's Missing National Archives, JURIST - Forum, Jan. 23, 2012, http://jurist.org/forum/2012/01/douglas-cox-kuwait-archives.php.

For more: http://www.docexblog.com/2012/01/more-on-finding-kuwaits-missing.html

"Die analoge Fotografie hat mit der digitalen Wende ausgedient, der Bestand an analogen Aufnah­men wird zukünftig nur noch geringfügig wachsen. Damit ändert sich der Blick auf die analoge Fotografie: Einerseits entledigen sich Fotografen und insbesondere Firmen der platzintensiven Fotoarchive - was digital nicht vorhanden ist, wird nicht mehr gebraucht. Andererseits erfährt die analoge Fotografie eine grosse Aufmerksamkeit von Seiten der Sammler und der an alten Aufnah­men interessierten Laien, aber auch der Forschung.
Museen, Bibliotheken und Archive, die den Grossteil der erhaltenen analogen Fotografien aufbe­wahren, stehen daher seit einiger Zeit vor einer grossen Herausforderung: Ihre Sammlungen wachsen stetig und teilweise exponentiell an. Und zugleich steigt die Nachfrage nach Digitalisie­rungen, um die Bilder besser zugänglich zu machen. Es ist die Aufgabe dieser Institutionen, die Fotografien in ihren unterschiedlichen Verwendungsweisen und Entstehungskontexten zu erhalten und der Wissenschaft und dem interessierten Publikum zugänglich zu machen. Mit der massenhaf­ten Produktion von Fotografien im 20. Jahrhundert ist die Bewahrung und Erschließung der Foto­grafie in ihrer gesamten Bandbreite zu einer kostspieligen Aufgabe geworden, der in Zukunft nur über eine Bewertung der Archivwürdigkeit beizukommen ist.
Es stellt sich daher die Frage, welche Fotografien archivwürdig und somit erhaltenswert sind und welche nicht. Sie ist nicht einfach zu beantworten, da die Fotografie nicht nur als ästhetisches Produkt erfasst werden darf, sondern ebenso als Medium der Kommunikation und des Wissens­transfers zu gelten hat. Die Bewertung von Fotografien ist ein komplexes Unternehmen und auch abhängig von den Zielsetzungen und den Möglichkeiten der aufbewahrenden Institutionen, die den Schwerpunkt oft entweder auf den dokumentarischen oder auf den künstlerischästhetischen Aspekt legen. Zudem wirken sich konservatorische Zwänge massgeblich auf die Kosten aus, wes­halb die technischen Aspekte der Bewertungsfrage nicht zu vernachlässigen sind.

Ziele der Veranstaltung
In den Bildagenturen ist die Triage und Kassation von Bildern Alltag; in Museen, Bibliotheken und Archiven werden solche Massnahmen intern diskutiert und teilweise umgesetzt, doch öffentlich ist die Bewertung von Fotografien ein „heisses Eisen“. Die Forschenden würden am liebsten nichts und die Finanzchefs am liebsten fast alles wegwerfen.
Ziel der Veranstaltung ist es, das Tabu der Bewertung von Fotografien aufzubrechen und die Chancen und Risiken, Möglichkeiten und Grenzen der Bildarchive auszuloten und zu diskutieren. Dabei stehen mögliche Kriterien für die Bewertung von grossen Fotoarchiven im Vordergrund der Diskussion. Die Veranstaltung dient damit der Schaffung von Grundlagen für die Fotoarchivierung. Dafür wird das Gespräch mit Forschenden aus verschiedenen Fächern und Fachleuten aus Archiven, Museen und Bibliotheken gesucht. Für das Gelingen der Veranstaltung ist das Zusammenbringen von Wissenschaft und Praxis entscheidend.

Tagungssprachen sind Deutsch und Französisch. Eine Simultanübersetzung ist vorhanden."

Quelle: Tagungsblog

PressPausePlay from House of Radon on Vimeo.

"The digital revolution of the last decade has unleashed creativity and talent in an unprecedented way, with unlimited opportunities.

But does democratized culture mean better art or is true talent instead drowned out? This is the question addressed by PressPausePlay, a documentary film containing interviews with some of the world's most influential creators of the digital era. http://presspauseplay.com @presspauseplay Facebook: http://on.fb.me/y4gEK1

If you like the film you can support us by rating it on IMDB - http://imdb.to/jUqhFn. Thanks!

We're a creative agency based in Stockholm, Sweden.
If you want to know more about us and our other work, check out our website:
http://houseofradon.com"

".... "Der Benutzerraum ist bis auf Weiteres nur noch am Dienstag von 9 - 13 Uhr und 14 - 18 Uhr geöffnet!" klärt das Internet diejenigen auf, die im Archiv nach Fotos, Akten und anderen Unterlagen suchen wollen. Regelmäßige Nutzer sind entsetzt.

Franz Greiwe etwa aus der Redaktion von "Rheine-gestern-heute-morgen". "Wir sind mit der neuesten Ausgabe unserer Zeitschrift bereits im Rückstand", klagt der Mesumer und schüttelt nur den Kopf über die Einschränkung die gilt, seit die langjährige Assistentin des Stadtarchivars, Barbara Varel, in den Ruhestand gegangen ist. Das war im November.

Dr. Thomas Gießmann hatte die Notbremse gezogen. Der Stadtarchivar hatte zwar eine junge Kraft ausgebildet, diese war jedoch nicht übernommen worden. Diese Vakanz war nur durch eine Einschränkung des Angebots aufzufangen: statt drei Öffnungstagen nur noch einer.

Rudi Marciniak, regelmäßiger Nutzer des Archivs, ist sauer: "Das kann doch nicht sein, dass man zunächst jemanden ausbildet und den dann einfach ziehen lässt", macht er seinem Ärger Luft. Als "Ding der Unmöglichkeit" bezeichnet er den aktuellen Zustand und legt noch eines drauf: "Die Streichung der Stelle ist die größte Dummheit, die man machen kann."

Moderater, aber in der Sache nicht weit entfernt von Marciniak, argumentiert auch der Stadtarchivar: "Die Stelle von Frau Varel ist im Prioritätenplan auf der Stufe 1. Das heißt: Ohne Überprüfung der Organisation sofort neu zu besetzen." Das Verfahren für die Wiederbesetzung der Vollzeitstelle sei indes gestoppt worden. Drei Bewerberinnen habe es für den Job gegeben.
Gießmann ist bemüht, den Spagat zwischen seiner ureigenen Arbeit, nämlich der Erforschung und wissenschaftlichen Bearbeitungen der Archivalien und dem Besuchsdienst hinzubekommen. Ein Unterfangen, das nicht gelingen kann und unter dem der Ruf des Archivs leidet.

Die Klagen der Nutzer haben dazu geführt, dass sich Verwaltungsvorstand am Montag mit dem Archiv beschäftigte. Bürgermeisterin Angelika Kordfelder versprach auf Anfrage unserer Zeitung eine "zeitnahe Umsetzung" einer personellen Maßnahme für das Archiv. "Das organisieren wir gerade." Kordfelder erklärte, dass die Vakanz im Archiv auch das Resultat von Personaleinsparungen sei, welche die Verwaltung zu organisieren habe. Das führe eben zu Standard-Absenkungen. "

Quelle: Ruhr Nachrichten, 24.1.2012

Erfreuliches Crowdsourcing-Transskriptionsprojekt der US-amerikanischen Kolleginnen und Kollegen. Die Nutzenden können Archivalien in drei Schwierigkeitsstufen transskribieren - ein Win-Win-Situation für das Archiv, das vollständige Transskripte erhälte und für die Nutzenden, die so ihre paläographischen Kenntnisse vertiefen können. M. E. nachahmenswert!

Link zum Projekt.



Link zu allen Plakaten der Aktion auf der Facebook-Seite des Uniarchivs

Wo anders als in Düsseldorf hätte eine solche Kampagne gestartet werden können?



"An der HSR Hochschule für Technik in Rapperswil befindet sich das Archiv für Schweizer Landschaftsarchitektur. Dort lagern Pläne aus der Vergangenheit, einzigartige Quellen der Gartenkultur, welche den angehenden Landschaftsarchitekten als Ideenlieferanten dienen können."

"Das 105 Jahre alte Stadtarchiv Kiel wechselt von Karteikarten zum Internet und hat seinen Katalog zur Online-Recherche freigeschlatet ( http://www.kiel.de/stadtarchiv oder http://www.stadtarchiv-kiel.de ). Damit ist der Start in die Recherche nach stadtgeschichtlich wichtigen Daten und Texten schon zu Hause am Computer möglich.

Die Online-Recherche ist ein Meilenstein in der Geschichte des Kieler Stadtarchivs. Seit mehr als zehn Jahren arbeitet das Archiv intensiv daran, die Bestände digital neu zu erfassen. Bisher mussten die Besucherinnen und Besucher des Stadtarchivs in schriftlichen Verzeichnissen und Karteien selbst heraussuchen, welche Dokumente sie im Lesesaal einsehen wollten. Nun können mehr als 60.000 Datensätze bequem von zu Hause aus recherchiert werden. Bei der Einsichtnahme im Lesesaal sparen die Besucherinnen und Besucher Zeit und Wege.

Die Öffentlichkeit kann sich damit erstmals einen umfassenden Überblick über die reichen Bestände des Stadtarchivs Kiel verschaffen. Das Archiv verwahrt auf rund 3500 Regalmetern Akten, Amtsbücher, Urkunden, Karten und Fotos zur Kieler Stadtgeschichte. Diese historischen Originale können im Lesesaal von allen Interessierten eingesehen werden. Der Online-Katalog schafft einen ersten Zugang. Künftig können alle neu erschlossenen Akten sofort im Internet recherchiert werden.

Im ersten Schritt wurden die Akten und Amtsbücher in der Datenbank online recherchierbar gemacht. Doch das Angebot im Internet wird weiter wachsen: In weiteren Schritten werden auch die Fotobestände und die Kartendatenbank im Netz präsentiert."


Link zur Online-Recherche (FAUST-basiert ?)

Quelle: Pressemitteilung der Stadt Kiel, 23.1.2012

Anm.: Von Digitalisaten kein Wort - leider.

 

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