Durchsucht wurden die auf http://www.abgeordnetenwatch.de zur Verfügung gestellten Wahlprogramme nach den Begriffen Archiv, Bibliothek und Museum:
APPD: Fehlanzeige
Quelle: Wahlprogramm APPD (PDF)
CDU: ".... Zur Planung der Nachnutzung von Tempelhof brauchen wir einen internationalen öffentlichen Wettbewerb statt zufälligem und beliebigem Klein-Klein. Dabei muss die langfristige Nutzung große Freiflächen erhalten sowie das vorhandene städtische Umfeld und Bestandsflächen berücksichtigen. Bis dahin dürfen überteuerte Teilprojekte, die einer späteren ganzheitlichen Nutzung im Wege stehen - etwa ein sinnloser Neubau der Zentral- und Landesbibliothek - nicht ausgeführt werden. Die Zwischennutzungen müssen intensiviert werden, dazu soll der Betrieb durch die Messe Berlin GmbH ergebnisoffen geprüft werden. .... Die CDU fordert ein neues Gesamtkonzept zur Jugendarbeit, in dem Jugendfreizeitstätten in Zusammenarbeit mit den Jugendverbänden, Vereinen und freien Trägern moderne Freizeitkonzepte und außerschulische Bildungsangebote entwickeln.
Dazu gehören neue Kooperationsformen zwischen Schule und Jugendarbeit im Bereich der Nachmittagsbetreuung ebenso wie Unternehmen, die sich für die Erziehung und Bildung von Jugendlichen engagieren wollen. Das Konzept der lokalen Bündnisse
für Familien ist hierbei aktiv zu nutzen. Ebenso sind die Bildungsangebote von Bibliotheken, Musik- und Volkshochschulen sowie die der anderen Kultureinrichtungen in eine für Kinder und Jugendliche bereit zu stellende kommunale Bildungslandschaft einzubinden. .....An Wandertagen sollen gezielt Kultureinrichtungen besucht werden. Diese Besuche, als Ergänzung
zum Unterrichtsstoff und „Unterricht am anderen Ort“ müssen in den Ausführungsvorschriften für Exkursionen, Wander- und Projekttage der Schulverwaltung sowie den Rahmenlehrplänen
verankert werden. Das hat auch einen positiven Effekt im Bereich Integration, denn diese ist ohne Kenntnis unserer Kultur nicht möglich. Mit Künstlern, Regisseuren, Schriftstellern etc. sollen zur Gestaltung des Unterrichts direkte Kooperationen eingegangen werden. Ebenso wollen wir die Bildungsangebote von Bibliotheken, Musik- und Volkshochschulen sowie die der anderen Kultureinrichtungen in eine für Kinder und Jugendliche geeignete kommunale Bildungslandschaft einbinden. .....Die Standorte der Landes- und Zentralbibliothek in der Breiten Straße in Mitte und am Standort Amerika Gedenkbibliothek verfallen, aber ein Neubau auf dem Gelände des Tempelhofer Flugfeldes ist unsinnig und nicht zu finanzieren.
Lösung: Die bestehenden Standorte liegen zentral und sind verkehrstechnisch gut angebunden. Wir wollen sie baulich erneuern.
- Archive: Fehlanzeige
Quelle: Wahlprogramm CDU (PDF), S. 17, 71, 72, 73
DIE FREIHEIT: ".... Wir setzen uns für die verstärkte Pflege unserer Kultur ein. Dazu gehört die öffentliche Präsentati-on unserer Werte durch die Er-schließung der unerschöpflichen Wissens- und Kulturschätze in unseren Archiven, Bibliotheken und Museen. Wir fördern die Vernetzung der Museen und An-lagen/Denkmäler gemeinsam mit dem Land Brandenburg. In die-sem Zusammenhang lehnen wir die geplante „Auslieferung“ der Nofretete an Ägypten ab. ....
Quelle: Wahlprogramm DIE FREIHEIT (PDF), S. 32
DIE LINKE: Erweiterung des Bauhausarchivs (S. 58)
Quelle: Wahlprogramm DIE LINKE (PDF), S. 50-51, 58-59
FDP: ".... Wir brauchen ein zentrales Bibliothekskonzept für Berlin, das die faire Teilhabe aller Bürger ermöglicht. .... Das Kulturforum Tiergarten wollen wir durch eine städtebauliche Aufwertung stärken. Die Reserveflächen
am Kulturforum betrachten wir als Chance für zukunftsweisende Architektur und wollen sie im Falle von Museumsneubauten vorrangig nutzen.Für die Liegenschaften der Dahlemer Museen werden wir ein Nachnutzungskonzept entwickeln. Kurzfristig
werden wir die Bestände vor dem Verfall sichern. Wir unterstützen die Stiftung Preußischer Kulturbesitz in ihrem Bemühen, den Hamburger Bahnhof wieder stärker auf die junge zeitgenössische Kunst zu fokussieren. Den Bau und Unterhalt einer öffentlich finanzierten Kunsthalle werden wir nicht unterstützen. Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz wollen wir in ihren Bemühungen unterstützen, private Kunstsammlungen
nach Berlin zu holen. ..... Kulturelle Bildung muss vielfältig sein und frühzeitig beginnen, um schon Kindern künstlerische Ausdrucksformen nahezubringen. Insofern ist kulturelle Bildung Voraussetzung für die Zukunft der Kulturlandschaft Berlins. Künstlerische und musikalische Betätigung bereichern sowohl die individuelle Persönlichkeitsentwicklung als auch die Gesellschaft als Ganzes in vielfältiger Hinsicht.
Konkrete Maßnahmen:
• Wir wollen, dass Kunst- und Musikunterricht an Schulen von ausgebildeten Fachlehrern erteilt wird.
• Wir wollen Ausstattung und Status von Musikbibliotheken in ihrer Eigenart gegenüber den Bibliotheken, an die sie angeschlossen sind, stärken. ...."
- Archive: Fehlanzeige
Quelle: Wahlprogramm FDP (PDF), S. 46
Grüne: ".... Die Robert Havemann-Gesellschaft ist inzwischen das Archiv der DDR-Oppositionsbewegung und der Friedlichen Revolution von 1989. Wir wollen, dass dieses Archiv endlich einen neuen, den Erfordernissen angepassten und für alle Menschen zugänglichen Standort erhält. Dazu gehört auch, dass die Inhalte der großartigen Ausstellung zur Friedlichen Revolution, die zum 20. Jahrestag auf dem Alexanderplatz mit gut einer Million Besucherinnen und Besucher zu sehen war, wieder zugänglich sind. .... Den Bezirken sind in den letzten Jahren vielfach Aufgaben
zugewiesen worden, ohne für eine entsprechende Finanzierung zu sorgen. Damit wollen wir Schluss machen. Neue Aufgaben an die Bezirke wird es unter grüner Beteiligung nur zusammen mit der erforderlichen finanziellen Ausstattung geben. Für bezirkliche
Aufgaben sollen durch das Abgeordnetenhaus in Abstimmung mit den Bezirken qualitative und quantitative Standards plus einem Gestaltungsspielraum erstellt werden als Grundlage für die Zuweisung der bezirklichen Globalsummen. Strukturell eingesparte
Mittel werden wir den Bezirken zum Teil belassen für die dringend notwendige Sanierung von Schulen, für funktionsfähige Musikschulen, Volkshochschulen und Bibliotheken, für Jugendeinrichtungen, den öffentlichen Gesundheitsdienst, für
Grünflächen und serviceorientierte Bürgerdienste. Nur handlungsfähige Bezirke, die Schwerpunkte setzen können, sind
dazu in der Lage, einen Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern
zu führen und wirkliche Beteiligung umzusetzen. ... „Eine Stadt für alle“ heißt: Wir sehen uns in der Verantwortung für Kultur in der ganzen Stadt, von Spandau bis Köpenick und von Pankow bis Neukölln. Berlin als Deutschlands Kulturstadt Nummer 1 mit starkem und klarem Profil zu etablieren erfordert eine langfristige, gesamtstädtische Perspektive für das kulturpolitische Handeln. Diese kann nur in enger Abstimmung mit den Bezirken und VertreterInnen der verschiedenen Sparten des Berliner Kulturlebens entwickelt werden. Die kommunalen Kultureinrichtungen in den Bezirken sind integraler Bestandteil der städtischen Kulturlandschaft Berlins. Mit ihren Bibliotheken, Musikschulen, Volkshochschulen, mit ihren kommunalen Galerien, Bezirksmuseen und Veranstaltungsorten stellen die Bezirke die grundlegende, dezentrale kulturelle Infrastruktur für die Bevölkerung in den Stadtteilen bereit. Die Kultur- und Bildungsangebote der kommunalen Einrichtungen werden tagtäglich von tausenden von Menschen aller Altersgruppen in ihren Kiezen genutzt. Ihren Erhalt und ihre Weiterentwicklung betrachten wir als gesamtstädtische Aufgabe. ... 170 Museen gibt es in Berlin. Die staatlichen Museen als Teil der Stiftung Preußischer Kulturbesitz mit ihren großartigen Beständen sind weltberühmt und Anziehungsort für Menschen
aus der ganzen Welt. Die Landesmuseen, wie die Stiftung
Stadtmuseum, das Deutsche Technikmuseum oder die Berlinische
Galerie, haben eine Menge Entwicklungsmöglichkeiten.
Sie sollen Orte der Auseinandersetzung mit der Geschichte und
Kultur der Stadt sein. Dabei werden wir sie unterstützen.
Einwanderung als Teil deutscher Geschichte würdigen Die Geschichte und Kultur Berlins ist in starkem Maße durch Zuwanderung geprägt. Es ist an der Zeit, dies in einem angemessenen Rahmen darzustellen und zu würdigen. Es gilt, die
vielfältigen Facetten von Migration sowie die daraus resultierende
Dynamik und Veränderung unserer Stadtgesellschaft für eine breite Öffentlichkeit erlebbar zu machen. Wir werden uns deshalb dafür einsetzen, dass die Bedeutung der Migrationsgeschichte
für die Entwicklung und Veränderung Berlins bei der Stiftung Stadtmuseum als thematischer Schwerpunkt verankert, ein entsprechendes Ausstellungskonzept erarbeitet und in den Räumen des Stadtmuseums nachhaltig umgesetzt wird. ....
Bibliotheken für alle
Bibliotheken sind oft die ersten kulturellen Einrichtungen, die junge Menschen nutzen. Niedrigschwellige und wohnortnahe Angebote sind darum auch im Informationszeitalter notwendig.
Wir brauchen deshalb bezirksübergreifende Konzepte zur qualitativen und quantitativen Ausstattung. Eine bezirksübergreifende, gemeinsame Standortplanung ist ebenso wichtig wie die enge Verzahnung zwischen Schulen und Kinder- und
Jugendbibliotheken.
Der Zentral- und Landesbibliothek kommt in der Stadt eine immer größere Bedeutung zu. Sie ist die größte öffentliche Bibliothek
in Berlin. Dieser Bedeutung kann sie heute aufgrund der unzureichenden baulichen Situation an den verschiedenen Standorten kaum noch gerecht werden. Wir werden in der nächsten Legislaturperiode eine Lösung für einen zentralen, verkehrsgünstigen und urbanen Standort finden. .... Das Gelände des Berliner Schlosses ist ein zentraler Platz mit gesamtstaatlicher Bedeutung für die Geschichte Deutschlands. Ein Gebäude an diesem Ort beinhaltet hohe symbolische Bedeutung, der sich Berlin im nationalen und internationalen Kontext bewusst sein muss. Wir wollen das Humboldtforum nicht nur zu einem interkulturellen Dialog nutzen, sondern es zu einem Ort von internationaler Ausstrahlungskraft machen, an dem über die Globalisierung und ihren Einfluss auf die Kulturen weltweit diskutiert wird.
Wir wollen diesen Ort im Herzen der Stadt für die Auseinandersetzung mit der Kultur der außereuropäischen Länder nutzen. Wir sehen in der Präsentation der Sammlungen aus den
Dahlemer Museen einen idealen Beitrag zum Anstoß einer interkulturellen Verständigung über Geschichte, Gegenwart und
Zukunft unserer Gesellschaft.
Wir wollen die Idee eines Humboldtforums weiter konkretisieren
und eine konzeptionelle Debatte, an der sich die wissenschaftlichen
und kulturellen Einrichtungen in Berlin sowie die Zivilgesellschaft beteiligen. ...."
Quelle: Wahlprogramm Grüne (PDF), Sp. 108, 177, 204, 209-210, 211, 212
Piratenpartei: " .... Öffentliche Daten gehören den Berlinern, nicht den Archiven..... Wir werden die Berliner Verwaltung und Politik nach den Prinzipien von Open-Government umgestalten, um direkte demokratische Mitbestimmung sowie eine aktive Informationspolitik zu gewährleisten. Dies bedeutet:
• den freien Zugang zu öffentlichen Daten (OpenData),
• den freien Zugang zu öffentlich finanzierten Werken zur Wieder- und Weiterverwendung (OpenCommons)
• die Umsetzung von Wissensfreiheit durch die Veröffentlichung von Archiven, staatlich oder kommunal geförderter Forschung und Entwicklung (OpenAccess). .... Öffentliche Daten sind wertvoll, sie werden mit hohem Aufwand erhoben, stehen aber nur Wenigen zur Verfügung oder werden gar nicht genutzt. Dies lehnen wir ab. Wir wollen, dass alle nicht personenbezogenen Daten und Werke der Öffentlichkeit kostenfrei und unabhängig von einer Anfrage zur Verfügung gestellt werden. Es besteht keine Holschuld der Bürger, sondern eine Bringschuld der Verwaltung. Wir sehen dies als Teil der Umsetzung des Informationsfreiheitsgesetzes hinsichtlich des zu gewährenden Rechts auf Akteneinsicht an.
Freier Zugang zu öffentlichen Daten erleichtert den Bürgern die Mitwirkung und demokratische Beteiligung, ob Neubebauung von Arealen aufgrund von Raumordnungsdaten, die Nutzung von Geodaten für stadtweite Projekte, Budgetzahlen für die Analyse der Finanzkraft der Stadt oder Umwelt- und Verkehrsdaten. Diese öffentlichen Daten sind zu wertvoll, um sie in Archiven verstauben zu lassen. Die Kontrolle der parlamentarischen Vorgänge durch den Bürger ist ohne eine lückenlose Information über Beratungen, Verhandlungen und Entscheidungen nicht möglich, daher sind alle parlamentarischen Vorgänge, Berichte, Publikationen und Protokolle umgehend und vollständig zu veröffentlichen.
Wir setzen uns für eine umfassende Information über bereits bestehende Open-Data-Projekte in Berlin, wie z. B. „kiezatlas.de“ oder „meine-demokratie.de“ ein, um diese weiter auszubauen und mehr Bürger einzubeziehen. Wir wollen neue Projekte aufbauen, weil wir es als sinnvoll ansehen, wenn Berliner über Probleme in der Infrastruktur direkt online mit der Senats- oder Bezirksverwaltung kommunizieren und sich ständig über den Bearbeitungsstand informieren können. Eine Vernetzung der Open-Data-Projekte mit anderen Kommunen national und international wird von uns ausdrücklich befürwortet.
Zu den Grundforderungen von Open-Data gehört es, alle öffentlichen Daten an ihrem Ursprung unmittelbar, aufbereitet zur Verfügung zu stellen. Dafür muss eine stabile technische Infrastruktur möglichst vielen Bürgern die Nutzung gewährleisten. Zur Freigabe geeignete öffentliche Daten sind zu identifizieren, um sie in Verwaltungsabläufe integrieren zu können. Die Abwicklung der dezentralen Sammlung, die Aufbereitung und Veröffentlichung von öffentlichen Daten kann nur über einheitliche Open-Source-Prozesse erfolgen, um den Zugang zu diesen Standards nicht auf eine juristische Person zu begrenzen. Gleichberechtigter Zugang ermöglicht Innovation
Wir werden sämtliche öffentliche Daten in standardisierten Formaten bereitstellen, über die keine juristische Person die alleinige Kontrolle hat. Öffentliche Daten sind Gemeingut. Die Standards müssen eine Kombination und Integration der öffentlichen Daten mit anderen Quellen erlauben. Öffentliche Daten, allgemeine Information, Wissen und kulturelle Güter sind unter der Verwendung von freien Lizenzen online zugänglich zu machen.
Wir setzen uns dafür ein, dass Rohdaten von öffentlich finanzierten Werken zur Wieder- und Weiterverwendung frei zur Verfügung gestellt werden, um so den OpenCommons-Gedanken in Berlin zu verankern. Wissen, das sich auf einen engen Personenkreis begrenzt, kann sich nicht entfalten, wichtige Aspekte am Projekt Unbeteiligter werden nicht beachtet und führen zu Fehlentscheidungen und Verzögerungen, Weiterentwicklungen werden nicht vorangetrieben.
Wir werden den barrierefreien Zugang zu Wissen und Innovationen, die in öffentlich oder gemeinnützig geförderten Universitäten, Hoch- und Fachschulen entstanden sind, ermöglichen. Der Zugang zu Wissen darf nicht in Abhängigkeit zu Privilegien oder Wohlstand stehen, nur die Kompetenz des Nutzers ist für die Verwendung entscheidend.
Unter diesen Voraussetzungen kann die Hauptaufgabe der Universitäten und Hochschulen erfüllt werden, Wissen nicht nur zu vermitteln, sondern Wissen und Innovation auch zu erzeugen. Wir sind uns im Klaren darüber, dass der Aufbau entsprechender Strukturen einer Förderung bedarf. Die aus dem Austausch von Wissen folgende Innovation, gerade in der Interaktion mit internationalen Universitäten, bedeutet volkswirtschaftlich einen Zugewinn, der die entstehenden Kosten bei weitem übersteigen würde.
Bibliotheken in der herkömmlichen Form verfügen bereits über digitale Archive. Wir wollen diese Archive der Öffentlichkeit unentgeltlich zur Verfügung stellen und stufenweise erweitern, bis sämtliche Werke frei zugänglich sind.
Durch diese Maßnahmen wird virtuelles Gemeingut geschaffen, auf das jeder frei zugreifen kann. Abseits des öffentlichen Rechts und der Verwaltung zur Weiterverwendung der öffentlichen Güter wird eine Stärkung der wirtschaftlichen und kulturellen Innovation ermöglicht. Wir haben in unserer Generation diese Möglichkeiten uns national und international zu vernetzen, wir sollten sie nutzen, um Wissensfreiheit umzusetzen. .... Ein selbstbestimmter und aufgeklärter Umgang mit öffentlichen Inhalten ist für die PIRATEN Berlin Ziel des staatlichen Bildungsauftrags. Daher ist für die Teilnahme an öffentlichen Bildungsangeboten der Stadt Berlin - Schulen, Hochschulen, Bibliotheken sowie Einrichtungen kultureller Bildung - der uneingeschränkte Zugang zu Inhalten offener Datennetze unerlässlich. .....Die PIRATEN Berlin werden ein Bibliotheksgesetz in Berlin realisieren. Bei der Umsetzung orientieren wir uns am Gesetzesentwurf des Deutschen Bibliotheksverbandes."
Quelle: Wahöprogramm Piratenpartei (PDF), S. 2, 11, 12-14, 19, 22
Pro Deutschland: Fehlanzeige!
Quelle: Wahlprogramm Pro Deutschland (PDF)
SPD: "....Bibliotheken zählen – neben den Musikschulen – zu den wichtigsten außerschulischen Institutionen kultureller Bildung, die für uns einen hohen Stellenwert besitzt. Deshalb tritt die SPD ein für die Schaffung einer „Stadt des Wissens“ auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens Tempelhof. Als Kern dieses Campus werden wir einen Neubau für die Zentral- und Landesbibliothek (ZLB) errichten. Wir wollen einen Raum für das Gedächtnis der Stadt schaffen und die Bücherbestände des Landes Berlin schrittweise digitalisieren, damit sie weltweit und in Echtzeit nutzbar sind. In dieser „Stadt des Wissens“ sollen zudem kreative Wirtschafts- und Wissenschaftseinrichtungen angesiedelt werden. Die bisherigen Standorte der ZLB in der Breiten Straße und der Amerika-Gedenkbibliothek sollen auch weiterhin kulturell genutzt werden. Wir werden ein Bibliotheksgesetz beschließen, in dem Mindeststandards bei Medienetats und Betreuung sowie stärkere Kooperation in und zwischen den Bezirksbibliotheken geregelt sind, um eine qualitativ hochwertige Bibliotheksversorgung in allen Bezirken zu gewährleisten. Wir werden die Anzahl der Kooperationsvereinbarungen zwischen den Schulen und den Bibliotheken zur Leseförderung und zum Erwerb von Medienkompetenz erhöhen, indem wir die Rahmenbedingungen verbessern.
Pflege der Kunst- und Kulturlandschaft
Berlin hat in der vergangenen Legislatur durch Etaterhöhungen und umfangreiche bauliche Investitionen große Fortschritte bei der Stabilisierung und Förderung seiner kulturellen Leuchttürme erreicht. Keine andere Stadt in Deutschland hat eine solche Dichte qualitativ hochrangiger Opern, Theater, Museen, Literaturhäuser, Gedenkstätten, Chöre und Orchester sowie eine so dynamische Tanzszene wie Berlin. Unser Ziel bleibt es, diese einmalige Kulturlandschaft zu erhalten und zu pflegen.
Berlin gilt als weltweit anerkanntes Zentrum für zeitgenössische Kunst. Die Zahl der hier lebenden und arbeitenden bildenden, musizierenden und darstellenden Künstler aus aller Welt wächst weiter. Der Ruf der Stadt als internationale Kunstmetropole basiert ganz wesentlich auf ihrer lebendigen und innovativen freien Szene. Sie ist der Humus, auf dem auch die Hochkultur gedeiht. Sozialdemokratische Kulturpolitik muss sich deshalb verstärkt
der Verbesserung von Arbeits- und Lebensbedingungen der freien Szene zuwenden.
Hierzu zählt eine gezielte Infrastrukturförderung sowohl auf Landes- als auch auf Bezirksebene, auch um der Verdrängung von kulturellen Angeboten entgegenzuwirken. ..... Berlins kulturelle Attraktivität basiert ganz wesentlich auf seiner reichhaltigen Museums-, Gedenkstätten- und Erinnerungslandschaft. Mit zahlreichen Gedenkstätten erinnert Berlin an NS-Diktatur und Shoah. Sie leisten einen wichtigen Beitrag dazu, dass dieses finsterste Kapitel deutscher Geschichte nicht in Vergessenheit
gerät. Wir begrüßen die baldige Einweihung des Denkmals für die ermordeten Sinti und Roma.
Durch das Gesamtkonzept zur Erinnerung an die Berliner Mauer und den SED-Unrechtsstaat hat Berlin auch international hohes Ansehen erworben. Gemeinsam mit dem Bund werden wir den bewährten Kurs des staatlichen und bürgerschaftlichen Engagements zur aktiven Auseinandersetzung mit der Geschichte und dem Gedenken an die Opfer der beiden deutschen Diktaturen in Berlin fortsetzen und fördern.
Zur Erinnerungskultur der Hauptstadt gehört auch die Gestaltung eines postkolonialen Erinnerungsortes „Afrikanisches Viertel“. Nicht zuletzt aus dieser Verantwortung heraus bekennen wir uns zur Notwendigkeit einer Entwicklungspolitik auf Landesebene.Die Pflege des kulturellen Erbes gehört zu den Kernaufgaben sozialdemokratischer Kulturpolitik. Wir setzen uns in diesem Zusammenhang dafür ein, dass die Attraktivität des international hoch angesehenen Bauhaus-Archivs durch einen Erweiterungsbau gesichert wird.
Der Bau des Humboldt-Forums am Schlossplatz ist das bedeutendste kulturpolitische Projekt des Bundes in der deutschen Hauptstadt. Wir stehen zu den finanziellen Verpflichtungen,
die Berlin im Rahmen dieses Projektes in der historischen Mitte der Stadt übernommen hat, und erwarten von der Bundesregierung, dass noch in der laufenden Legislaturperiode des Bundestages mit den Bauarbeiten begonnen wird. An der inhaltlichen Gestaltung des
Humboldt-Forums werden wir uns verstärkt beteiligen. ...."
Quelle: Wahlprogramm SPD (PDF), S. 41-43
Fazit: Rot-Rot-Grün scheint sich der Verantwortung gegenüber der Berliner Archivlandschaft wenigstens in Ansätzen bewusst zu sein: Bauhaus-Archiv und Robert-Havemann-Archiv finden in den genannten Programmen Erwähnung.
Überraschend ist es m. E., dass das bürgerliche Lager aus CDU und FDP - wie ist DIE FREIHEIT einzuschätzen? - Archive gänzlich vernachlässigt.
Die PIRATEN - trotz guter Umfragewerte und einer hier im Blog nicht zu leugnenden Sympathie - fallen eher durch Archivstereotypen, als durch konstruktive Auseinandersetzung mit archivischen Problemen auf.
APPD: Fehlanzeige
Quelle: Wahlprogramm APPD (PDF)
CDU: ".... Zur Planung der Nachnutzung von Tempelhof brauchen wir einen internationalen öffentlichen Wettbewerb statt zufälligem und beliebigem Klein-Klein. Dabei muss die langfristige Nutzung große Freiflächen erhalten sowie das vorhandene städtische Umfeld und Bestandsflächen berücksichtigen. Bis dahin dürfen überteuerte Teilprojekte, die einer späteren ganzheitlichen Nutzung im Wege stehen - etwa ein sinnloser Neubau der Zentral- und Landesbibliothek - nicht ausgeführt werden. Die Zwischennutzungen müssen intensiviert werden, dazu soll der Betrieb durch die Messe Berlin GmbH ergebnisoffen geprüft werden. .... Die CDU fordert ein neues Gesamtkonzept zur Jugendarbeit, in dem Jugendfreizeitstätten in Zusammenarbeit mit den Jugendverbänden, Vereinen und freien Trägern moderne Freizeitkonzepte und außerschulische Bildungsangebote entwickeln.
Dazu gehören neue Kooperationsformen zwischen Schule und Jugendarbeit im Bereich der Nachmittagsbetreuung ebenso wie Unternehmen, die sich für die Erziehung und Bildung von Jugendlichen engagieren wollen. Das Konzept der lokalen Bündnisse
für Familien ist hierbei aktiv zu nutzen. Ebenso sind die Bildungsangebote von Bibliotheken, Musik- und Volkshochschulen sowie die der anderen Kultureinrichtungen in eine für Kinder und Jugendliche bereit zu stellende kommunale Bildungslandschaft einzubinden. .....An Wandertagen sollen gezielt Kultureinrichtungen besucht werden. Diese Besuche, als Ergänzung
zum Unterrichtsstoff und „Unterricht am anderen Ort“ müssen in den Ausführungsvorschriften für Exkursionen, Wander- und Projekttage der Schulverwaltung sowie den Rahmenlehrplänen
verankert werden. Das hat auch einen positiven Effekt im Bereich Integration, denn diese ist ohne Kenntnis unserer Kultur nicht möglich. Mit Künstlern, Regisseuren, Schriftstellern etc. sollen zur Gestaltung des Unterrichts direkte Kooperationen eingegangen werden. Ebenso wollen wir die Bildungsangebote von Bibliotheken, Musik- und Volkshochschulen sowie die der anderen Kultureinrichtungen in eine für Kinder und Jugendliche geeignete kommunale Bildungslandschaft einbinden. .....Die Standorte der Landes- und Zentralbibliothek in der Breiten Straße in Mitte und am Standort Amerika Gedenkbibliothek verfallen, aber ein Neubau auf dem Gelände des Tempelhofer Flugfeldes ist unsinnig und nicht zu finanzieren.
Lösung: Die bestehenden Standorte liegen zentral und sind verkehrstechnisch gut angebunden. Wir wollen sie baulich erneuern.
- Archive: Fehlanzeige
Quelle: Wahlprogramm CDU (PDF), S. 17, 71, 72, 73
DIE FREIHEIT: ".... Wir setzen uns für die verstärkte Pflege unserer Kultur ein. Dazu gehört die öffentliche Präsentati-on unserer Werte durch die Er-schließung der unerschöpflichen Wissens- und Kulturschätze in unseren Archiven, Bibliotheken und Museen. Wir fördern die Vernetzung der Museen und An-lagen/Denkmäler gemeinsam mit dem Land Brandenburg. In die-sem Zusammenhang lehnen wir die geplante „Auslieferung“ der Nofretete an Ägypten ab. ....
Quelle: Wahlprogramm DIE FREIHEIT (PDF), S. 32
DIE LINKE: Erweiterung des Bauhausarchivs (S. 58)
Quelle: Wahlprogramm DIE LINKE (PDF), S. 50-51, 58-59
FDP: ".... Wir brauchen ein zentrales Bibliothekskonzept für Berlin, das die faire Teilhabe aller Bürger ermöglicht. .... Das Kulturforum Tiergarten wollen wir durch eine städtebauliche Aufwertung stärken. Die Reserveflächen
am Kulturforum betrachten wir als Chance für zukunftsweisende Architektur und wollen sie im Falle von Museumsneubauten vorrangig nutzen.Für die Liegenschaften der Dahlemer Museen werden wir ein Nachnutzungskonzept entwickeln. Kurzfristig
werden wir die Bestände vor dem Verfall sichern. Wir unterstützen die Stiftung Preußischer Kulturbesitz in ihrem Bemühen, den Hamburger Bahnhof wieder stärker auf die junge zeitgenössische Kunst zu fokussieren. Den Bau und Unterhalt einer öffentlich finanzierten Kunsthalle werden wir nicht unterstützen. Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz wollen wir in ihren Bemühungen unterstützen, private Kunstsammlungen
nach Berlin zu holen. ..... Kulturelle Bildung muss vielfältig sein und frühzeitig beginnen, um schon Kindern künstlerische Ausdrucksformen nahezubringen. Insofern ist kulturelle Bildung Voraussetzung für die Zukunft der Kulturlandschaft Berlins. Künstlerische und musikalische Betätigung bereichern sowohl die individuelle Persönlichkeitsentwicklung als auch die Gesellschaft als Ganzes in vielfältiger Hinsicht.
Konkrete Maßnahmen:
• Wir wollen, dass Kunst- und Musikunterricht an Schulen von ausgebildeten Fachlehrern erteilt wird.
• Wir wollen Ausstattung und Status von Musikbibliotheken in ihrer Eigenart gegenüber den Bibliotheken, an die sie angeschlossen sind, stärken. ...."
- Archive: Fehlanzeige
Quelle: Wahlprogramm FDP (PDF), S. 46
Grüne: ".... Die Robert Havemann-Gesellschaft ist inzwischen das Archiv der DDR-Oppositionsbewegung und der Friedlichen Revolution von 1989. Wir wollen, dass dieses Archiv endlich einen neuen, den Erfordernissen angepassten und für alle Menschen zugänglichen Standort erhält. Dazu gehört auch, dass die Inhalte der großartigen Ausstellung zur Friedlichen Revolution, die zum 20. Jahrestag auf dem Alexanderplatz mit gut einer Million Besucherinnen und Besucher zu sehen war, wieder zugänglich sind. .... Den Bezirken sind in den letzten Jahren vielfach Aufgaben
zugewiesen worden, ohne für eine entsprechende Finanzierung zu sorgen. Damit wollen wir Schluss machen. Neue Aufgaben an die Bezirke wird es unter grüner Beteiligung nur zusammen mit der erforderlichen finanziellen Ausstattung geben. Für bezirkliche
Aufgaben sollen durch das Abgeordnetenhaus in Abstimmung mit den Bezirken qualitative und quantitative Standards plus einem Gestaltungsspielraum erstellt werden als Grundlage für die Zuweisung der bezirklichen Globalsummen. Strukturell eingesparte
Mittel werden wir den Bezirken zum Teil belassen für die dringend notwendige Sanierung von Schulen, für funktionsfähige Musikschulen, Volkshochschulen und Bibliotheken, für Jugendeinrichtungen, den öffentlichen Gesundheitsdienst, für
Grünflächen und serviceorientierte Bürgerdienste. Nur handlungsfähige Bezirke, die Schwerpunkte setzen können, sind
dazu in der Lage, einen Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern
zu führen und wirkliche Beteiligung umzusetzen. ... „Eine Stadt für alle“ heißt: Wir sehen uns in der Verantwortung für Kultur in der ganzen Stadt, von Spandau bis Köpenick und von Pankow bis Neukölln. Berlin als Deutschlands Kulturstadt Nummer 1 mit starkem und klarem Profil zu etablieren erfordert eine langfristige, gesamtstädtische Perspektive für das kulturpolitische Handeln. Diese kann nur in enger Abstimmung mit den Bezirken und VertreterInnen der verschiedenen Sparten des Berliner Kulturlebens entwickelt werden. Die kommunalen Kultureinrichtungen in den Bezirken sind integraler Bestandteil der städtischen Kulturlandschaft Berlins. Mit ihren Bibliotheken, Musikschulen, Volkshochschulen, mit ihren kommunalen Galerien, Bezirksmuseen und Veranstaltungsorten stellen die Bezirke die grundlegende, dezentrale kulturelle Infrastruktur für die Bevölkerung in den Stadtteilen bereit. Die Kultur- und Bildungsangebote der kommunalen Einrichtungen werden tagtäglich von tausenden von Menschen aller Altersgruppen in ihren Kiezen genutzt. Ihren Erhalt und ihre Weiterentwicklung betrachten wir als gesamtstädtische Aufgabe. ... 170 Museen gibt es in Berlin. Die staatlichen Museen als Teil der Stiftung Preußischer Kulturbesitz mit ihren großartigen Beständen sind weltberühmt und Anziehungsort für Menschen
aus der ganzen Welt. Die Landesmuseen, wie die Stiftung
Stadtmuseum, das Deutsche Technikmuseum oder die Berlinische
Galerie, haben eine Menge Entwicklungsmöglichkeiten.
Sie sollen Orte der Auseinandersetzung mit der Geschichte und
Kultur der Stadt sein. Dabei werden wir sie unterstützen.
Einwanderung als Teil deutscher Geschichte würdigen Die Geschichte und Kultur Berlins ist in starkem Maße durch Zuwanderung geprägt. Es ist an der Zeit, dies in einem angemessenen Rahmen darzustellen und zu würdigen. Es gilt, die
vielfältigen Facetten von Migration sowie die daraus resultierende
Dynamik und Veränderung unserer Stadtgesellschaft für eine breite Öffentlichkeit erlebbar zu machen. Wir werden uns deshalb dafür einsetzen, dass die Bedeutung der Migrationsgeschichte
für die Entwicklung und Veränderung Berlins bei der Stiftung Stadtmuseum als thematischer Schwerpunkt verankert, ein entsprechendes Ausstellungskonzept erarbeitet und in den Räumen des Stadtmuseums nachhaltig umgesetzt wird. ....
Bibliotheken für alle
Bibliotheken sind oft die ersten kulturellen Einrichtungen, die junge Menschen nutzen. Niedrigschwellige und wohnortnahe Angebote sind darum auch im Informationszeitalter notwendig.
Wir brauchen deshalb bezirksübergreifende Konzepte zur qualitativen und quantitativen Ausstattung. Eine bezirksübergreifende, gemeinsame Standortplanung ist ebenso wichtig wie die enge Verzahnung zwischen Schulen und Kinder- und
Jugendbibliotheken.
Der Zentral- und Landesbibliothek kommt in der Stadt eine immer größere Bedeutung zu. Sie ist die größte öffentliche Bibliothek
in Berlin. Dieser Bedeutung kann sie heute aufgrund der unzureichenden baulichen Situation an den verschiedenen Standorten kaum noch gerecht werden. Wir werden in der nächsten Legislaturperiode eine Lösung für einen zentralen, verkehrsgünstigen und urbanen Standort finden. .... Das Gelände des Berliner Schlosses ist ein zentraler Platz mit gesamtstaatlicher Bedeutung für die Geschichte Deutschlands. Ein Gebäude an diesem Ort beinhaltet hohe symbolische Bedeutung, der sich Berlin im nationalen und internationalen Kontext bewusst sein muss. Wir wollen das Humboldtforum nicht nur zu einem interkulturellen Dialog nutzen, sondern es zu einem Ort von internationaler Ausstrahlungskraft machen, an dem über die Globalisierung und ihren Einfluss auf die Kulturen weltweit diskutiert wird.
Wir wollen diesen Ort im Herzen der Stadt für die Auseinandersetzung mit der Kultur der außereuropäischen Länder nutzen. Wir sehen in der Präsentation der Sammlungen aus den
Dahlemer Museen einen idealen Beitrag zum Anstoß einer interkulturellen Verständigung über Geschichte, Gegenwart und
Zukunft unserer Gesellschaft.
Wir wollen die Idee eines Humboldtforums weiter konkretisieren
und eine konzeptionelle Debatte, an der sich die wissenschaftlichen
und kulturellen Einrichtungen in Berlin sowie die Zivilgesellschaft beteiligen. ...."
Quelle: Wahlprogramm Grüne (PDF), Sp. 108, 177, 204, 209-210, 211, 212
Piratenpartei: " .... Öffentliche Daten gehören den Berlinern, nicht den Archiven..... Wir werden die Berliner Verwaltung und Politik nach den Prinzipien von Open-Government umgestalten, um direkte demokratische Mitbestimmung sowie eine aktive Informationspolitik zu gewährleisten. Dies bedeutet:
• den freien Zugang zu öffentlichen Daten (OpenData),
• den freien Zugang zu öffentlich finanzierten Werken zur Wieder- und Weiterverwendung (OpenCommons)
• die Umsetzung von Wissensfreiheit durch die Veröffentlichung von Archiven, staatlich oder kommunal geförderter Forschung und Entwicklung (OpenAccess). .... Öffentliche Daten sind wertvoll, sie werden mit hohem Aufwand erhoben, stehen aber nur Wenigen zur Verfügung oder werden gar nicht genutzt. Dies lehnen wir ab. Wir wollen, dass alle nicht personenbezogenen Daten und Werke der Öffentlichkeit kostenfrei und unabhängig von einer Anfrage zur Verfügung gestellt werden. Es besteht keine Holschuld der Bürger, sondern eine Bringschuld der Verwaltung. Wir sehen dies als Teil der Umsetzung des Informationsfreiheitsgesetzes hinsichtlich des zu gewährenden Rechts auf Akteneinsicht an.
Freier Zugang zu öffentlichen Daten erleichtert den Bürgern die Mitwirkung und demokratische Beteiligung, ob Neubebauung von Arealen aufgrund von Raumordnungsdaten, die Nutzung von Geodaten für stadtweite Projekte, Budgetzahlen für die Analyse der Finanzkraft der Stadt oder Umwelt- und Verkehrsdaten. Diese öffentlichen Daten sind zu wertvoll, um sie in Archiven verstauben zu lassen. Die Kontrolle der parlamentarischen Vorgänge durch den Bürger ist ohne eine lückenlose Information über Beratungen, Verhandlungen und Entscheidungen nicht möglich, daher sind alle parlamentarischen Vorgänge, Berichte, Publikationen und Protokolle umgehend und vollständig zu veröffentlichen.
Wir setzen uns für eine umfassende Information über bereits bestehende Open-Data-Projekte in Berlin, wie z. B. „kiezatlas.de“ oder „meine-demokratie.de“ ein, um diese weiter auszubauen und mehr Bürger einzubeziehen. Wir wollen neue Projekte aufbauen, weil wir es als sinnvoll ansehen, wenn Berliner über Probleme in der Infrastruktur direkt online mit der Senats- oder Bezirksverwaltung kommunizieren und sich ständig über den Bearbeitungsstand informieren können. Eine Vernetzung der Open-Data-Projekte mit anderen Kommunen national und international wird von uns ausdrücklich befürwortet.
Zu den Grundforderungen von Open-Data gehört es, alle öffentlichen Daten an ihrem Ursprung unmittelbar, aufbereitet zur Verfügung zu stellen. Dafür muss eine stabile technische Infrastruktur möglichst vielen Bürgern die Nutzung gewährleisten. Zur Freigabe geeignete öffentliche Daten sind zu identifizieren, um sie in Verwaltungsabläufe integrieren zu können. Die Abwicklung der dezentralen Sammlung, die Aufbereitung und Veröffentlichung von öffentlichen Daten kann nur über einheitliche Open-Source-Prozesse erfolgen, um den Zugang zu diesen Standards nicht auf eine juristische Person zu begrenzen. Gleichberechtigter Zugang ermöglicht Innovation
Wir werden sämtliche öffentliche Daten in standardisierten Formaten bereitstellen, über die keine juristische Person die alleinige Kontrolle hat. Öffentliche Daten sind Gemeingut. Die Standards müssen eine Kombination und Integration der öffentlichen Daten mit anderen Quellen erlauben. Öffentliche Daten, allgemeine Information, Wissen und kulturelle Güter sind unter der Verwendung von freien Lizenzen online zugänglich zu machen.
Wir setzen uns dafür ein, dass Rohdaten von öffentlich finanzierten Werken zur Wieder- und Weiterverwendung frei zur Verfügung gestellt werden, um so den OpenCommons-Gedanken in Berlin zu verankern. Wissen, das sich auf einen engen Personenkreis begrenzt, kann sich nicht entfalten, wichtige Aspekte am Projekt Unbeteiligter werden nicht beachtet und führen zu Fehlentscheidungen und Verzögerungen, Weiterentwicklungen werden nicht vorangetrieben.
Wir werden den barrierefreien Zugang zu Wissen und Innovationen, die in öffentlich oder gemeinnützig geförderten Universitäten, Hoch- und Fachschulen entstanden sind, ermöglichen. Der Zugang zu Wissen darf nicht in Abhängigkeit zu Privilegien oder Wohlstand stehen, nur die Kompetenz des Nutzers ist für die Verwendung entscheidend.
Unter diesen Voraussetzungen kann die Hauptaufgabe der Universitäten und Hochschulen erfüllt werden, Wissen nicht nur zu vermitteln, sondern Wissen und Innovation auch zu erzeugen. Wir sind uns im Klaren darüber, dass der Aufbau entsprechender Strukturen einer Förderung bedarf. Die aus dem Austausch von Wissen folgende Innovation, gerade in der Interaktion mit internationalen Universitäten, bedeutet volkswirtschaftlich einen Zugewinn, der die entstehenden Kosten bei weitem übersteigen würde.
Bibliotheken in der herkömmlichen Form verfügen bereits über digitale Archive. Wir wollen diese Archive der Öffentlichkeit unentgeltlich zur Verfügung stellen und stufenweise erweitern, bis sämtliche Werke frei zugänglich sind.
Durch diese Maßnahmen wird virtuelles Gemeingut geschaffen, auf das jeder frei zugreifen kann. Abseits des öffentlichen Rechts und der Verwaltung zur Weiterverwendung der öffentlichen Güter wird eine Stärkung der wirtschaftlichen und kulturellen Innovation ermöglicht. Wir haben in unserer Generation diese Möglichkeiten uns national und international zu vernetzen, wir sollten sie nutzen, um Wissensfreiheit umzusetzen. .... Ein selbstbestimmter und aufgeklärter Umgang mit öffentlichen Inhalten ist für die PIRATEN Berlin Ziel des staatlichen Bildungsauftrags. Daher ist für die Teilnahme an öffentlichen Bildungsangeboten der Stadt Berlin - Schulen, Hochschulen, Bibliotheken sowie Einrichtungen kultureller Bildung - der uneingeschränkte Zugang zu Inhalten offener Datennetze unerlässlich. .....Die PIRATEN Berlin werden ein Bibliotheksgesetz in Berlin realisieren. Bei der Umsetzung orientieren wir uns am Gesetzesentwurf des Deutschen Bibliotheksverbandes."
Quelle: Wahöprogramm Piratenpartei (PDF), S. 2, 11, 12-14, 19, 22
Pro Deutschland: Fehlanzeige!
Quelle: Wahlprogramm Pro Deutschland (PDF)
SPD: "....Bibliotheken zählen – neben den Musikschulen – zu den wichtigsten außerschulischen Institutionen kultureller Bildung, die für uns einen hohen Stellenwert besitzt. Deshalb tritt die SPD ein für die Schaffung einer „Stadt des Wissens“ auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens Tempelhof. Als Kern dieses Campus werden wir einen Neubau für die Zentral- und Landesbibliothek (ZLB) errichten. Wir wollen einen Raum für das Gedächtnis der Stadt schaffen und die Bücherbestände des Landes Berlin schrittweise digitalisieren, damit sie weltweit und in Echtzeit nutzbar sind. In dieser „Stadt des Wissens“ sollen zudem kreative Wirtschafts- und Wissenschaftseinrichtungen angesiedelt werden. Die bisherigen Standorte der ZLB in der Breiten Straße und der Amerika-Gedenkbibliothek sollen auch weiterhin kulturell genutzt werden. Wir werden ein Bibliotheksgesetz beschließen, in dem Mindeststandards bei Medienetats und Betreuung sowie stärkere Kooperation in und zwischen den Bezirksbibliotheken geregelt sind, um eine qualitativ hochwertige Bibliotheksversorgung in allen Bezirken zu gewährleisten. Wir werden die Anzahl der Kooperationsvereinbarungen zwischen den Schulen und den Bibliotheken zur Leseförderung und zum Erwerb von Medienkompetenz erhöhen, indem wir die Rahmenbedingungen verbessern.
Pflege der Kunst- und Kulturlandschaft
Berlin hat in der vergangenen Legislatur durch Etaterhöhungen und umfangreiche bauliche Investitionen große Fortschritte bei der Stabilisierung und Förderung seiner kulturellen Leuchttürme erreicht. Keine andere Stadt in Deutschland hat eine solche Dichte qualitativ hochrangiger Opern, Theater, Museen, Literaturhäuser, Gedenkstätten, Chöre und Orchester sowie eine so dynamische Tanzszene wie Berlin. Unser Ziel bleibt es, diese einmalige Kulturlandschaft zu erhalten und zu pflegen.
Berlin gilt als weltweit anerkanntes Zentrum für zeitgenössische Kunst. Die Zahl der hier lebenden und arbeitenden bildenden, musizierenden und darstellenden Künstler aus aller Welt wächst weiter. Der Ruf der Stadt als internationale Kunstmetropole basiert ganz wesentlich auf ihrer lebendigen und innovativen freien Szene. Sie ist der Humus, auf dem auch die Hochkultur gedeiht. Sozialdemokratische Kulturpolitik muss sich deshalb verstärkt
der Verbesserung von Arbeits- und Lebensbedingungen der freien Szene zuwenden.
Hierzu zählt eine gezielte Infrastrukturförderung sowohl auf Landes- als auch auf Bezirksebene, auch um der Verdrängung von kulturellen Angeboten entgegenzuwirken. ..... Berlins kulturelle Attraktivität basiert ganz wesentlich auf seiner reichhaltigen Museums-, Gedenkstätten- und Erinnerungslandschaft. Mit zahlreichen Gedenkstätten erinnert Berlin an NS-Diktatur und Shoah. Sie leisten einen wichtigen Beitrag dazu, dass dieses finsterste Kapitel deutscher Geschichte nicht in Vergessenheit
gerät. Wir begrüßen die baldige Einweihung des Denkmals für die ermordeten Sinti und Roma.
Durch das Gesamtkonzept zur Erinnerung an die Berliner Mauer und den SED-Unrechtsstaat hat Berlin auch international hohes Ansehen erworben. Gemeinsam mit dem Bund werden wir den bewährten Kurs des staatlichen und bürgerschaftlichen Engagements zur aktiven Auseinandersetzung mit der Geschichte und dem Gedenken an die Opfer der beiden deutschen Diktaturen in Berlin fortsetzen und fördern.
Zur Erinnerungskultur der Hauptstadt gehört auch die Gestaltung eines postkolonialen Erinnerungsortes „Afrikanisches Viertel“. Nicht zuletzt aus dieser Verantwortung heraus bekennen wir uns zur Notwendigkeit einer Entwicklungspolitik auf Landesebene.Die Pflege des kulturellen Erbes gehört zu den Kernaufgaben sozialdemokratischer Kulturpolitik. Wir setzen uns in diesem Zusammenhang dafür ein, dass die Attraktivität des international hoch angesehenen Bauhaus-Archivs durch einen Erweiterungsbau gesichert wird.
Der Bau des Humboldt-Forums am Schlossplatz ist das bedeutendste kulturpolitische Projekt des Bundes in der deutschen Hauptstadt. Wir stehen zu den finanziellen Verpflichtungen,
die Berlin im Rahmen dieses Projektes in der historischen Mitte der Stadt übernommen hat, und erwarten von der Bundesregierung, dass noch in der laufenden Legislaturperiode des Bundestages mit den Bauarbeiten begonnen wird. An der inhaltlichen Gestaltung des
Humboldt-Forums werden wir uns verstärkt beteiligen. ...."
Quelle: Wahlprogramm SPD (PDF), S. 41-43
Fazit: Rot-Rot-Grün scheint sich der Verantwortung gegenüber der Berliner Archivlandschaft wenigstens in Ansätzen bewusst zu sein: Bauhaus-Archiv und Robert-Havemann-Archiv finden in den genannten Programmen Erwähnung.
Überraschend ist es m. E., dass das bürgerliche Lager aus CDU und FDP - wie ist DIE FREIHEIT einzuschätzen? - Archive gänzlich vernachlässigt.
Die PIRATEN - trotz guter Umfragewerte und einer hier im Blog nicht zu leugnenden Sympathie - fallen eher durch Archivstereotypen, als durch konstruktive Auseinandersetzung mit archivischen Problemen auf.
Wolf Thomas - am Sonntag, 4. September 2011, 20:21 - Rubrik: Wahrnehmung
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Bd. 1 A-K ist komplett online
http://paperc.de/2909-deutscher-humanismus-a---k-9783110213874
Bd. 2 Lief. 2 Murner-Rhagius
http://paperc.de/20317-murner-thomas-rhagius-johannes-9783110266900
Bd. 1 Lief. 2 Bd. 2 Lief. 1 fehlt!
Update 1.10.2010: Alle nun offline.
http://paperc.de/2909-deutscher-humanismus-a---k-9783110213874
Bd. 2 Lief. 2 Murner-Rhagius
http://paperc.de/20317-murner-thomas-rhagius-johannes-9783110266900
Update 1.10.2010: Alle nun offline.
KlausGraf - am Sonntag, 4. September 2011, 17:12 - Rubrik: Digitale Bibliotheken
Dass PaperC dauerhafte Links hat, nützt wenig, wenn die Bücher aus dem Angebot entfernt werden. Die Volltextsuche ist seit geraumer Zeit völlig unbrauchbar, das kann man vielleicht noch akzeptieren. Aber dass kommentarlos Bücher verschwinden wie Borries' Schwesternspiegel könnte davon abhalten, das Angebot zu verlinken.
Das Schwesternspiegel-Buch stammt von de Gruyter, einem der Hauptlieferanten hochwertigen Contents in PaperC. Sind womöglich alle de Gruyter-Bücher nur befristet einsehbar?
http://archiv.twoday.net/stories/11561810/
Aus den AGB:
PaperC übernimmt keine Gewähr
- für die jederzeitige Abrufbarkeit aller Inhalte – vollständig oder in Teilen – des gesamten Inhalte Angebots;
- dafür, dass solche Inhalte, wie diese z.B. im – Zeitpunkt des Vertragsschlusses über die Nutzung des Online-Dienstes gemäß dieser AGB im Online-Dienst verfügbar sind, auch danach noch – vollständig oder in Teilen – verfügbar sind;
- dafür, dass solche bestellten Inhalte, die der Nutzer in der Funktion „Meine Bibliothek“ des Online-Dienstes abgelegt hat, dauerhaft zum wiederholten Abruf durch den Nutzer bereit stehen.
PaperC übernimmt die Gewähr für die Abrufbarkeit nur, soweit der vom Nutzer ausgewählte konkrete Inhalt im Zeitpunkt der Bestellung zum Abruf angeboten ist und der Abruf unmittelbar mit der Bestellung durch den Nutzer auf dessen Endgerät zum Zwecke der nach diesen AGB zulässigen Speicherung erfolgt.
7.2
PaperC behält sich vor, die über den Online-Dienst angebotenen Inhalte jederzeit zu ändern und einzelne Inhalte – vollständig oder in Teilen – ohne Vorankündigung aus dem Angebot heraus zu nehmen.
Wichtig zu wissen ist auch, dass Guthaben nach einem Jahr verfällt, wenn keine kostenpflichtige Transaktion erfolgt.
Insgesamt ist PaperC kein rundum empfehlenswertes Angebot.
Das Schwesternspiegel-Buch stammt von de Gruyter, einem der Hauptlieferanten hochwertigen Contents in PaperC. Sind womöglich alle de Gruyter-Bücher nur befristet einsehbar?
http://archiv.twoday.net/stories/11561810/
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7.2
PaperC behält sich vor, die über den Online-Dienst angebotenen Inhalte jederzeit zu ändern und einzelne Inhalte – vollständig oder in Teilen – ohne Vorankündigung aus dem Angebot heraus zu nehmen.
Wichtig zu wissen ist auch, dass Guthaben nach einem Jahr verfällt, wenn keine kostenpflichtige Transaktion erfolgt.
Insgesamt ist PaperC kein rundum empfehlenswertes Angebot.
KlausGraf - am Sonntag, 4. September 2011, 16:38 - Rubrik: Digitale Bibliotheken
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Bei dem noch bis 15.9.2011 laufenden Meinungsbild zeichnet sich eine überwältigende Mehrheit gegen Bildfilter ab:
http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Meinungsbilder/Einf%C3%BChrung_pers%C3%B6nlicher_Bildfilter
Die vorläufige Auswertung des Wikimedia-Referendums, bei dem es keine Möglichkeit gab, sich gegen die Board-Entscheidung über die Einführung eines Filters auszusprechen, liegt vor:
http://meta.wikimedia.org/wiki/Image_filter_referendum/Results/en
Arachnophobiker können keine Spinnenbilder sehen
http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Meinungsbilder/Einf%C3%BChrung_pers%C3%B6nlicher_Bildfilter
Die vorläufige Auswertung des Wikimedia-Referendums, bei dem es keine Möglichkeit gab, sich gegen die Board-Entscheidung über die Einführung eines Filters auszusprechen, liegt vor:
http://meta.wikimedia.org/wiki/Image_filter_referendum/Results/en
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http://archivbib.twoday.net/
ArchivBib ist ein seit 4 Tagen bestehendes Weblog mit dem Untertitel Archive und Bibliotheken. Die Beiträge sind in Plan3t.info enthalten, als Autorin nennt sich Claudia Nospers.
Angesichts des hohen Outputs mag man an ein Testprojekt denken. Von Archivalia wurden nicht nur die Kategorien "geklaut", sondern auch viele Themen, wobei natürlich Archivalia verschwiegen und direkt auf die Archivalia-Quelle verlinkt wird. Test hin oder her, dieses Blog ist dubios.
Ein Vorgängerprojekt archiv.antville.org ist nicht mehr online. Im Google-Cache zeigt sich aber, dass auch hier die Kategorien-Anleihe bei Archivalia bereits gegeben war.
Das Impressum vom 19. August 2011 sagte:
ARCHIV ist ein privates nichtgewerbliches Projekt von Claudia Nospers (CN).
Ein Weblog das Einträge rund um Archive und Bibliotheken mit angrenzenden Fachgebieten aufnimmt.
Jeder registrierte Nutzer darf Einträge verfassen.
Das stimmt überein mit
http://archivbib.twoday.net/stories/impressum/

ArchivBib ist ein seit 4 Tagen bestehendes Weblog mit dem Untertitel Archive und Bibliotheken. Die Beiträge sind in Plan3t.info enthalten, als Autorin nennt sich Claudia Nospers.
Angesichts des hohen Outputs mag man an ein Testprojekt denken. Von Archivalia wurden nicht nur die Kategorien "geklaut", sondern auch viele Themen, wobei natürlich Archivalia verschwiegen und direkt auf die Archivalia-Quelle verlinkt wird. Test hin oder her, dieses Blog ist dubios.
Ein Vorgängerprojekt archiv.antville.org ist nicht mehr online. Im Google-Cache zeigt sich aber, dass auch hier die Kategorien-Anleihe bei Archivalia bereits gegeben war.
Das Impressum vom 19. August 2011 sagte:
ARCHIV ist ein privates nichtgewerbliches Projekt von Claudia Nospers (CN).
Ein Weblog das Einträge rund um Archive und Bibliotheken mit angrenzenden Fachgebieten aufnimmt.
Jeder registrierte Nutzer darf Einträge verfassen.
Das stimmt überein mit
http://archivbib.twoday.net/stories/impressum/

Wieso sie so wichtig ist, erläutert mit Hinweisen auf weitere Quellen:
http://infobib.de/blog/2011/09/04/zur-anonymitat-im-web/
http://infobib.de/blog/2011/09/04/zur-anonymitat-im-web/
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KlausGraf - am Sonntag, 4. September 2011, 00:53 - Rubrik: Landesgeschichte
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kauf bei netten Leuten, die Bücher verschenken statt wegwerfen.

12356 Leser fand bis heute der zu den meistgelesenen Beiträgen dieses Blogs zählende:
http://archiv.twoday.net/stories/3351291/

12356 Leser fand bis heute der zu den meistgelesenen Beiträgen dieses Blogs zählende:
http://archiv.twoday.net/stories/3351291/
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Can public libraries sell or capture the rights of the public?
http://paigrain.debatpublic.net/?p=3448&lang=en
http://paigrain.debatpublic.net/?p=3448&lang=en
KlausGraf - am Samstag, 3. September 2011, 14:19 - Rubrik: Digitale Bibliotheken
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http://www.augias.net/index.php?ref=inc_7481.html
Äußerlich fallen am Archiv die weitgehend geschlossenen, großen Fensterläden aus grünem Stahlblech auf. Bis auf das spätbarocke Portal wirkt das schnörkellose Gebäude mit den klaren Linien auf den Betrachter ungewöhnlich streng. Trotzdem wurde das Archiv mit sehr hohem Aufwand erbaut und war in der Herstellung erheblich teurer als beispielsweise die benachbarte Hofbibliothek, die äußerlich einen großzügigeren Eindruck hinterlässt. Hinter den schlichten Fassaden des Archivs verbirgt sich dagegen ein für seine Zeit äußerst innovatives Gebäude.
Als es der Fürstlich Fürstenbergische Baudirektor und Architekt Franz-Josef Salzmann in den Jahren 1756 bis 1763 entwarf und erbaute, richtete er alles konsequent auf ein Ziel aus: die sichere Aufbewahrung von Urkunden, Akten und Bücher. Es entstand eines der ersten selbständigen Archivgebäude im Deutschen Reich überhaupt, ein Gebäude, in dem zum Schutz vor Feuer und Eindringlingen moderne bauliche Maßnahmen wie Brandschutztüren und feuerbeständige Tragkonstruktionen Anwendung fanden. Der Architekt Salzmann antwortete auf seine Aufgabenstellung mit genau den gleichen bautechnischen Mitteln, wie sie auch heute noch in ähnlicher Form zum Einsatz kommen.
Update: http://www.suedkurier.de/region/schwarzwald-baar-heuberg/donaueschingen/Einblicke-in-F-F-Geschichte;art372512,5104656
Äußerlich fallen am Archiv die weitgehend geschlossenen, großen Fensterläden aus grünem Stahlblech auf. Bis auf das spätbarocke Portal wirkt das schnörkellose Gebäude mit den klaren Linien auf den Betrachter ungewöhnlich streng. Trotzdem wurde das Archiv mit sehr hohem Aufwand erbaut und war in der Herstellung erheblich teurer als beispielsweise die benachbarte Hofbibliothek, die äußerlich einen großzügigeren Eindruck hinterlässt. Hinter den schlichten Fassaden des Archivs verbirgt sich dagegen ein für seine Zeit äußerst innovatives Gebäude.
Als es der Fürstlich Fürstenbergische Baudirektor und Architekt Franz-Josef Salzmann in den Jahren 1756 bis 1763 entwarf und erbaute, richtete er alles konsequent auf ein Ziel aus: die sichere Aufbewahrung von Urkunden, Akten und Bücher. Es entstand eines der ersten selbständigen Archivgebäude im Deutschen Reich überhaupt, ein Gebäude, in dem zum Schutz vor Feuer und Eindringlingen moderne bauliche Maßnahmen wie Brandschutztüren und feuerbeständige Tragkonstruktionen Anwendung fanden. Der Architekt Salzmann antwortete auf seine Aufgabenstellung mit genau den gleichen bautechnischen Mitteln, wie sie auch heute noch in ähnlicher Form zum Einsatz kommen.
Update: http://www.suedkurier.de/region/schwarzwald-baar-heuberg/donaueschingen/Einblicke-in-F-F-Geschichte;art372512,5104656
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http://www.mt-online.de/start/top_news/4903265_Volkszaehlungslisten_gehen_online.html
https://familysearch.org/search/collection/show#uri=http://hr-search-api:8080/searchapi/search/collection/1646446
https://familysearch.org/search/collection/show#uri=http://hr-search-api:8080/searchapi/search/collection/1646446
KlausGraf - am Samstag, 3. September 2011, 04:24 - Rubrik: Genealogie
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http://www.bibliothek.tu-chemnitz.de/lehnert_bibliothek/nutzung.html
Für Recherche und Studium der in Kalliope aufgenommenen Einträge des Teilnachlasses Lehnert muss sich der Interessent an die Universitätsbibliothek Chemnitz (UBC) wenden. Eine Voranmeldung unter service@bibliothek-tu-chemnitz.de oder Tel. 0371/531-13183 ist erforderlich.
Der Zugang zu den Materialien ist ausschließlich in den Räumen der CampusBibliothek I der UBC, Mo – Fr zwischen 9.00 und 19.00 Uhr, Sa zwischen 10.00 und 13.00 Uhr möglich.
Der Interessent muss sich als Bibliotheksbenutzer anmelden. Er erhält eine aktenkundige Personenrechtsbelehrung zum Umgang mit den Daten und das benötigte Tagespasswort für den Rechercheeinstieg.
Rechtsbelehrung zum Ausdrucken
Diese Niederschrift ist 2fach auszufüllen - ein Exemplar der Niederschrift erhält der Nutzer und ein Exemplar verbleibt in der Bibliothek.
Text der Rechtsbelehrung (Auszug aus dem Strafgesetzbuch)
Auszug aus der Rechtsbelehrung:
Ich wurde heute auf die gewissenhafte Erfüllung meiner Obliegenheiten verpflichtet
und insbesondere darauf hingewiesen, dass das Gelesene nicht weiter gegeben
oder unanonymisiert publiziert werden darf. Ebenso ist es mir untersagt, mit
Personen, deren Namen in den unanonymisierten Unterlagen genannt sind, Kontakt
aufzunehmen. Mir wurde der Inhalt der folgenden Strafvorschriften des
Strafgesetzbuches bekannt gegeben:
§ 133 Abs. 3 - Verwahrungsbruch,
§ 201 Abs. 3 - Verletzung der Vertraulichkeit des Wortes.
§ 203 Abs. 2, 4, 5 - Verletzung von Privatgeheimnissen,
§ 204 - Verwertung fremder Geheimnisse,
§§ 331, 332, 335, 336 - Vorteilsannahme und Bestechlichkeit,
§ 353 b - Verletzung des Dienstgeheimnisses und einer
besonderen Geheimhaltungspflicht,
§ 97b Abs. 2
i.V.m.
(§§ 94 bis 97, 101) - Verrat in irriger Annahme eines illegalen Geheimnisses,
§ 357 - Verleitung eines Untergebenen zu einer Straftat,
§ 358 - Nebenfolgen.
Auf die strafrechtlichen Folgen einer Pflichtverletzung bin ich hingewiesen worden.
Eine Ausfertigung dieser Niederschrift und einen Abdruck der oben genannten
Vorschriften habe ich erhalten.
Der vorstehende Text ist mir vorgelesen *) - von mir durchgesehen *) - und von mir
genehmigt worden.
Passwort erhalten; Weitergabe nicht erlaubt.
Ein Ausdrucken der Images ist nicht gestattet.
Es geht wohlgemerkt um einen Wissenschaftlernachlass, nicht um Staatsgeheimnisse des BND.
Für Recherche und Studium der in Kalliope aufgenommenen Einträge des Teilnachlasses Lehnert muss sich der Interessent an die Universitätsbibliothek Chemnitz (UBC) wenden. Eine Voranmeldung unter service@bibliothek-tu-chemnitz.de oder Tel. 0371/531-13183 ist erforderlich.
Der Zugang zu den Materialien ist ausschließlich in den Räumen der CampusBibliothek I der UBC, Mo – Fr zwischen 9.00 und 19.00 Uhr, Sa zwischen 10.00 und 13.00 Uhr möglich.
Der Interessent muss sich als Bibliotheksbenutzer anmelden. Er erhält eine aktenkundige Personenrechtsbelehrung zum Umgang mit den Daten und das benötigte Tagespasswort für den Rechercheeinstieg.
Rechtsbelehrung zum Ausdrucken
Diese Niederschrift ist 2fach auszufüllen - ein Exemplar der Niederschrift erhält der Nutzer und ein Exemplar verbleibt in der Bibliothek.
Text der Rechtsbelehrung (Auszug aus dem Strafgesetzbuch)
Auszug aus der Rechtsbelehrung:
Ich wurde heute auf die gewissenhafte Erfüllung meiner Obliegenheiten verpflichtet
und insbesondere darauf hingewiesen, dass das Gelesene nicht weiter gegeben
oder unanonymisiert publiziert werden darf. Ebenso ist es mir untersagt, mit
Personen, deren Namen in den unanonymisierten Unterlagen genannt sind, Kontakt
aufzunehmen. Mir wurde der Inhalt der folgenden Strafvorschriften des
Strafgesetzbuches bekannt gegeben:
§ 133 Abs. 3 - Verwahrungsbruch,
§ 201 Abs. 3 - Verletzung der Vertraulichkeit des Wortes.
§ 203 Abs. 2, 4, 5 - Verletzung von Privatgeheimnissen,
§ 204 - Verwertung fremder Geheimnisse,
§§ 331, 332, 335, 336 - Vorteilsannahme und Bestechlichkeit,
§ 353 b - Verletzung des Dienstgeheimnisses und einer
besonderen Geheimhaltungspflicht,
§ 97b Abs. 2
i.V.m.
(§§ 94 bis 97, 101) - Verrat in irriger Annahme eines illegalen Geheimnisses,
§ 357 - Verleitung eines Untergebenen zu einer Straftat,
§ 358 - Nebenfolgen.
Auf die strafrechtlichen Folgen einer Pflichtverletzung bin ich hingewiesen worden.
Eine Ausfertigung dieser Niederschrift und einen Abdruck der oben genannten
Vorschriften habe ich erhalten.
Der vorstehende Text ist mir vorgelesen *) - von mir durchgesehen *) - und von mir
genehmigt worden.
Passwort erhalten; Weitergabe nicht erlaubt.
Ein Ausdrucken der Images ist nicht gestattet.
Es geht wohlgemerkt um einen Wissenschaftlernachlass, nicht um Staatsgeheimnisse des BND.
KlausGraf - am Samstag, 3. September 2011, 04:16 - Rubrik: Datenschutz
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http://www.ruhrnachrichten.de/nachrichten/kultur/kudo/art1541,1391701
Eine Ausnahme ist das Frankfurter Museum für moderne Kunst
Die Sammlung des MMK, mit ihren mehr als 4.500 Werken internationaler Kunst, ist nicht nur sehr umfangreich, sondern auch extrem vielfältig und qualitätvoll. Mit einer solchen Konzentration an hervorragenden Werken der Gegenwartskunst kann kaum ein anderes Museum in Deutschland aufwarten und auch international gilt das MMK als eines der führenden Museen für moderne und zeitgenössische Kunst. Das zwanzigjährige Bestehen des Hauses in diesem Jahr bietet nun den Anlass, die Sammlung in vollem Umfang zu digitalisieren und der Öffentlichkeit auch online zugänglich zumachen. Den Anfang machen die in der Ausstellung MMK 1991-2011 - 20 Jahre Gegenwart gezeigten Werke. In den kommenden Monaten soll der Online-Katalog sukzessive erweitert und um weitere Materialien wie Texte und kurze Videos zu den Künstlern und Werken ergänzt werden.
http://www.mmk-frankfurt.de/de/sammlung/die-sammlung/
Vergleichsweise viel zeigt im Netz das Museum Folkwang:
http://sammlung-online.museum-folkwang.de
Eine Ausnahme ist das Frankfurter Museum für moderne Kunst
Die Sammlung des MMK, mit ihren mehr als 4.500 Werken internationaler Kunst, ist nicht nur sehr umfangreich, sondern auch extrem vielfältig und qualitätvoll. Mit einer solchen Konzentration an hervorragenden Werken der Gegenwartskunst kann kaum ein anderes Museum in Deutschland aufwarten und auch international gilt das MMK als eines der führenden Museen für moderne und zeitgenössische Kunst. Das zwanzigjährige Bestehen des Hauses in diesem Jahr bietet nun den Anlass, die Sammlung in vollem Umfang zu digitalisieren und der Öffentlichkeit auch online zugänglich zumachen. Den Anfang machen die in der Ausstellung MMK 1991-2011 - 20 Jahre Gegenwart gezeigten Werke. In den kommenden Monaten soll der Online-Katalog sukzessive erweitert und um weitere Materialien wie Texte und kurze Videos zu den Künstlern und Werken ergänzt werden.
http://www.mmk-frankfurt.de/de/sammlung/die-sammlung/
Vergleichsweise viel zeigt im Netz das Museum Folkwang:
http://sammlung-online.museum-folkwang.de
KlausGraf - am Samstag, 3. September 2011, 04:01 - Rubrik: Museumswesen
Nachdem Peter Suber sein Blog aufgegeben hatte und nur noch einen monatlichen Artikel im Newsletter geschrieben hatte, dem eine Übersicht (Roundup) über die wichtigsten OA-Entwicklungen beigegeben waren, reduziert er nun die Erscheinungsweise des Newsletters auf viermal jährlich. Der Roundup fällt ersatzlos weg.
Das ist einerseits schade, denn so wurde man in der Flut der OATP-Links auf die wichtigen Links aufmerksam gemacht. Andererseits gibt es den ru.ps-Tag:
Since January 2011 or so, I've tagged "roundup-worthy" items with "ru.ps" and will continue to do so.
Here's the feed of all new OA-related developments (thanks to all participating OATP taggers, including yourself if you're willing).
--HTML version
http://www.connotea.org/tag/oa.new
--RSS version
http://www.connotea.org/rss/tag/oa.new
Here's the subset of new OA-related developments I find "roundup-worthy".
--HTML version
http://www.connotea.org/user/petersuber/tag/ru.ps
--RSS version
http://www.connotea.org/rss/user/petersuber/tag/ru.ps
Schön wäre, wenn man monatlich einen automatischen Digest dieser Einträge beziehen könnte ...
Dass Subers Stimme weniger häufig zu vernehmen sein wird, ist zu bedauern. So bleibt das Feld weitgehend dem Scharlatan Harnad überlassen ...
Das ist einerseits schade, denn so wurde man in der Flut der OATP-Links auf die wichtigen Links aufmerksam gemacht. Andererseits gibt es den ru.ps-Tag:
Since January 2011 or so, I've tagged "roundup-worthy" items with "ru.ps" and will continue to do so.
Here's the feed of all new OA-related developments (thanks to all participating OATP taggers, including yourself if you're willing).
--HTML version
http://www.connotea.org/tag/oa.new
--RSS version
http://www.connotea.org/rss/tag/oa.new
Here's the subset of new OA-related developments I find "roundup-worthy".
--HTML version
http://www.connotea.org/user/petersuber/tag/ru.ps
--RSS version
http://www.connotea.org/rss/user/petersuber/tag/ru.ps
Schön wäre, wenn man monatlich einen automatischen Digest dieser Einträge beziehen könnte ...
Dass Subers Stimme weniger häufig zu vernehmen sein wird, ist zu bedauern. So bleibt das Feld weitgehend dem Scharlatan Harnad überlassen ...
KlausGraf - am Samstag, 3. September 2011, 01:45 - Rubrik: Open Access
http://www.efa.gr/Documentation/Arch_man/doc_arch_man_ligne.htm
Digitalisiert von der École Française D'Athènes.
Digitalisiert von der École Française D'Athènes.
KlausGraf - am Samstag, 3. September 2011, 01:32 - Rubrik: Digitale Bibliotheken
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KlausGraf - am Samstag, 3. September 2011, 01:23 - Rubrik: Bestandserhaltung
Von http://www.tribur.de/blog/?p=16248
Zugleich ein Beitrag gegen die Knoppisierung der Geschichte.
Geschichte - das Frühstückchen, Bild Richardfabi, PD ex Wikipedia
Zugleich ein Beitrag gegen die Knoppisierung der Geschichte.
KlausGraf - am Samstag, 3. September 2011, 01:15 - Rubrik: Geschichtswissenschaft
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Unter dem Berg Infomüll, den Karl Dietz in diversen Listen verbreitet, ist alle paar Monate auch ein Nugget verborgen. Das Gedicht von Edo Leitner
http://de.wikipedia.org/wiki/Edo_Leitner
war mir neu:
Eine Hexe kam nach Gmünd,
wo viele fromme Leute sind,
dort hat man, kaum angekommen,
ihr den Besen fortgenommen.
Seitdem hat die arme Hexe
Gmünderwertigkeitskomplexe.
Aus: Galgenlieder, Reimereien. dipa-Verlag 1989
http://de.wikipedia.org/wiki/Edo_Leitner
war mir neu:
Eine Hexe kam nach Gmünd,
wo viele fromme Leute sind,
dort hat man, kaum angekommen,
ihr den Besen fortgenommen.
Seitdem hat die arme Hexe
Gmünderwertigkeitskomplexe.
Aus: Galgenlieder, Reimereien. dipa-Verlag 1989
KlausGraf - am Samstag, 3. September 2011, 01:09 - Rubrik: Unterhaltung
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http://blog.wikimedia.de/2011/09/02/wiki-loves-monuments-2000-bilder-in-24-stunden/
Bilder:
http://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Images_from_Wiki_Loves_Monuments_2011
Herrenhaus Kürbitz - Foto: Conscius http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.en
Bilder:
http://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Images_from_Wiki_Loves_Monuments_2011
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KlausGraf - am Freitag, 2. September 2011, 23:52 - Rubrik: Open Access
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http://blog.wikimedia.de/2011/09/02/projekte-aktivitaten-von-wikimedia-deutschland-im-august-2011/
Jeder kennt ihn: den Klassiker aus der Geschichte der Wahlplakate. Text: “Alle Wege des Marxismus führen nach Moskau”, suggestiv bebildert und eingesetzt von der CDU anlässlich der Bundestagswahlen 1953. Ein Digitalisat dieses Plakats, zusammen mit vielen anderen Preziosen aus der Adenauer-Zeit, ist nun für jedermann nachnutzbar. Es freut uns außerordentlich, dass das Archiv für Christlich-Demokratische Politik der Konrad-Adenauer-Stiftung in einer ersten Lieferung 129 Fotos und Plakate unter der Lizenz Creative Commons cc-by-sa 3.0 freigegeben hat. Dies soll der Auftakt sein für Kooperationen mit anderen parteinahen Stiftungen, um interessante Bereiche der jüngeren Zeitgeschichte (Kalter Krieg, Entspannungspolitik, Wiedervereinigung, Neue Soziale Bewegungen, etc.) schrittweise zu erschließen. Die Bilder der Konrad-Adenauer-Stiftung sind bereits auf Wikimedia Commons hochgeladen worden
http://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Images_from_the_Konrad-Adenauer-Stiftung
Bild: Archiv für Christlich-Demokratische Politik (ACDP) http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en
Jeder kennt ihn: den Klassiker aus der Geschichte der Wahlplakate. Text: “Alle Wege des Marxismus führen nach Moskau”, suggestiv bebildert und eingesetzt von der CDU anlässlich der Bundestagswahlen 1953. Ein Digitalisat dieses Plakats, zusammen mit vielen anderen Preziosen aus der Adenauer-Zeit, ist nun für jedermann nachnutzbar. Es freut uns außerordentlich, dass das Archiv für Christlich-Demokratische Politik der Konrad-Adenauer-Stiftung in einer ersten Lieferung 129 Fotos und Plakate unter der Lizenz Creative Commons cc-by-sa 3.0 freigegeben hat. Dies soll der Auftakt sein für Kooperationen mit anderen parteinahen Stiftungen, um interessante Bereiche der jüngeren Zeitgeschichte (Kalter Krieg, Entspannungspolitik, Wiedervereinigung, Neue Soziale Bewegungen, etc.) schrittweise zu erschließen. Die Bilder der Konrad-Adenauer-Stiftung sind bereits auf Wikimedia Commons hochgeladen worden
http://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Images_from_the_Konrad-Adenauer-Stiftung
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KlausGraf - am Freitag, 2. September 2011, 23:39 - Rubrik: Allgemeines
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http://www.zeit.de/digital/internet/2011-09/wikileaks-openleaks-transparenz
Wikileaks und OpenLeaks mögen sich im Kampf gegenseitiger Beschuldigungen zerlegt haben und weiter zerlegen. Die Überzeugung, dass Transparenz wichtig ist – und dass das Internet das mächtigste Instrument ist, um mehr Transparenz zu schaffen –, diese Idee geht nicht mehr weg.
Wikileaks und OpenLeaks mögen sich im Kampf gegenseitiger Beschuldigungen zerlegt haben und weiter zerlegen. Die Überzeugung, dass Transparenz wichtig ist – und dass das Internet das mächtigste Instrument ist, um mehr Transparenz zu schaffen –, diese Idee geht nicht mehr weg.
KlausGraf - am Freitag, 2. September 2011, 17:24 - Rubrik: Informationsfreiheit und Transparenz
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Cartoon:
http://blog.hubspot.com/blog/tabid/6307/bid/4579/New-Facebook-Terms-Allows-Confiscating-Furniture-cartoon.aspx
Via
http://blog.hubspot.com/blog/tabid/6307/bid/23861/10-Social-Media
http://blog.hubspot.com/blog/tabid/6307/bid/4579/New-Facebook-Terms-Allows-Confiscating-Furniture-cartoon.aspx
Via
http://blog.hubspot.com/blog/tabid/6307/bid/23861/10-Social-Media
KlausGraf - am Freitag, 2. September 2011, 17:19 - Rubrik: Unterhaltung
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Findbuch zum Bestand 623 (Stadt Koblenz), "Verwaltungsarchiv", Akten und Amtsbücher 1814-1945 - PDF-Datei, 1,15 MB.
Den Anstoß gab http://archiv.twoday.net/stories/29744752/.
Den Anstoß gab http://archiv.twoday.net/stories/29744752/.
Koelges Michael - am Freitag, 2. September 2011, 16:20 - Rubrik: Erschließung
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Zum Thema historisches Lexikon Bayern verweise ich nur auf
http://archiv.twoday.net/stories/28712184/
Der 650. Artikel
Joachim Schneider, Turniere (Mittelalter/Frühe Neuzeit), in: Historisches Lexikon Bayerns, URL: http://www.historisches-lexikon-bayerns.de/artikel/artikel_45629 (01.09.2011)
ist leider mangelhaft. Kaum Weblinks (digitalisierte Turnierbücher fehlen), der Landshuter Katalogband wird ignoriert, in dem ich über Rüxner (von Schneider aus unerfindlichen Gründen Rixner genannt) schrieb und in dem Franz Niehoff eine wichtige Studie zu einer Turnierdarstellung vorlegte: Herzog Georg von Bayern-Landshut auf dem Heidelberger Vier-Lande-Turnier des Jahres 1481: Eine Skizze zur Kunst im Kontext (Ritterwelten im Spätmittelalter 2009, S. 49-70).
http://archiv.twoday.net/stories/28712184/
Der 650. Artikel
Joachim Schneider, Turniere (Mittelalter/Frühe Neuzeit), in: Historisches Lexikon Bayerns, URL: http://www.historisches-lexikon-bayerns.de/artikel/artikel_45629 (01.09.2011)
ist leider mangelhaft. Kaum Weblinks (digitalisierte Turnierbücher fehlen), der Landshuter Katalogband wird ignoriert, in dem ich über Rüxner (von Schneider aus unerfindlichen Gründen Rixner genannt) schrieb und in dem Franz Niehoff eine wichtige Studie zu einer Turnierdarstellung vorlegte: Herzog Georg von Bayern-Landshut auf dem Heidelberger Vier-Lande-Turnier des Jahres 1481: Eine Skizze zur Kunst im Kontext (Ritterwelten im Spätmittelalter 2009, S. 49-70).
KlausGraf - am Donnerstag, 1. September 2011, 23:14 - Rubrik: Landesgeschichte
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Auf dem Screenshot sieht man sehr hübsch den Schwachsinn der SLUB Dresden.
Mit RSS kommen die Nachrichten gesammelt zu dir, du musst sie nicht mehr selbst aufsuchen.
Wenn der Eintrag gelesen ist, verschwindet er aus den Neuigkeiten.
Zur Einführung:
http://www.techfacts.net/rss-was-genau-ist-das-eigentlich
http://de.wikipedia.org/wiki/RSS

Mit RSS kommen die Nachrichten gesammelt zu dir, du musst sie nicht mehr selbst aufsuchen.
Wenn der Eintrag gelesen ist, verschwindet er aus den Neuigkeiten.
Zur Einführung:
http://www.techfacts.net/rss-was-genau-ist-das-eigentlich
http://de.wikipedia.org/wiki/RSS
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Durchsucht wurden die auf http://www.abgeordnetenwatch.de zur Verfügung gestellten Wahlprogramme nach den Begriffen Archiv, Bibliothek und Museum:
AUF Arbeit. Umwelt. Familie. Christen für Deutschland: Fehlanzeige
Quelle: Wahlprogramm AUF (PDF)
CDU: " ....Museen und Bibliotheken sind ein wichtiger Bestandteil, unserer Kultur- und Bildungslandschaft. Viele regionale Museen und Bibliotheken initiieren Projekte zur Bildenden Kunst und zur Literatur an Schulen oder unterbreiten allgemeinbildende Angebote. Wir wollen einen monatlichen Familientag einführen, an dem sich Kultureinrichtungen des Landes beteiligen, so dass alle unabhängig von ihrem finanziellen Budget diese Einrichtungen kostenfrei nutzen können. ...."
-Archive: Fehlanzeige
Quelle: CDU Wahlprogramm, S. 24 (PDF)
Die Linke: " ..... Kein Rückbau der Kultur
Notwendig ist ein Umdenken für die Kultur. Mehr als zwei Jahrzehnte des Schrumpfens und Ausblutens des Landes haben einem Geist des Rückbaus und des bloßen Erhalts nach Kassenlage
zur Verbreitung geholfen. Wir sagen: Nicht bloßes Festschreiben der gegenwärtigen Kulturausstattung unseres Landes von den Schulen bis zu den Museen, der Freien Szene und Soziokultur,
den Theatern, Bibliotheken und Medien darf Ziel sein. Eine Diskussion unter dem Motto „Rettet, was zu retten ist“ geht an den kulturellen langfristigen Bedürfnissen vorbei. Nicht allein Bestandssicherung, sondern kulturelles Wachstum, Weltoffenheit, Neugier, Schöpfer- und Unternehmergeist, Mut und Kühnheit, Freiheit des Gedankens und Ausdrucks, sind gefragt. .... Erinnern und lernen
So wie Kultur den Geist und die Gesellschaft der Zukunft hin öffnet, so bewahrt sie unsere Vergangenheit. Eine demokratische Erinnerungskultur als Bestandteil der kulturellen und politischen Bildung ist wesentlich für die Gestaltung von Gegenwart und Zukunft. Museen, Heimatstuben, Gedenkstätten bedürfen unserer besonderen Aufmerksamkeit. Die Auseinandersetzung mit und das Gedenken an die Verbrechen und die Millionen Opfer in den Jahren
1933 bis 1945 muss im Mittelpunkt stehen. Dabei begreifen wir antifaschistische Kultur als Befreiungskultur und grundlegend im Kampf gegen alte und neue Nazi-Bestrebungen. Auch mehr als 20 Jahre nach der Wende fühlen wir uns der Auseinandersetzung mit der Geschichte der DDR und ihrem Scheitern verpflichtet. Entgegen den herrschenden Deutungen, auch unserer Geschichte in Mecklenburg-Vorpommern, als einem Leben in der zweiten Diktatur
bestehen wir darauf, wissenschaftlich fundiert uns selbst immer wieder neu ein Bild vom Leben in der DDR zu machen, das nichts auslässt, aber auch nichts beschönigt oder verzerrt. Nur ein solches Geschichtsbild kann den Bürgerinnen und Bürgern in unserm Land, die ihr Leben (auch) in der DDR gelebt haben, ihre ebensleistungen und ihre Würde lassen.
Bibliotheken, Musikschulen und Theater
Nach Überzeugung der LINKEN würden Kulturfachgesetze zur Sicherung der kulturellen Infrastruktur auf entscheidenden Gebieten von Kunst und Kultur im Land beitragen. So sollen in Mecklenburg-Vorpommern die Rahmenbedingungen z. B. für die Bibliotheken, die Musikschulen und die Theater gesetzlichen Schutz erhalten, Finanzierung und Personalausstattung neu regeln. ...."
-Archive: Fehlanzeige
Quelle: Wahlprogramm Die Linke, S. 19-20 (PDF)
FDP: ".... "Kultur für alle" bedeutet nicht "alle in die Oper". Die enorme Steigerung der Wahlmöglichkeiten im Kulturangebot erfordert ein Umdenken im Kulturverständnis und bietet Chancen für neue Ideen und Entwicklungen. Dabei müssen auf der einen Seite die kulturellen Leuchttürme weiterhin weit
über die Landesgrenzen hinaus strahlen können. Freie Kulturschaffende, Laienkultur und insbesondere ehrenamtliches Engagement, z. B. in Form von privaten Museen, bilden in Mecklenburg-Vorpommern bereits ein Fundament, welches es zu stärken gilt, denn kulturelles Leben lebt vor allem vom bürgerlich-privaten Engagement. Das Land kann unterstützend eingreifen, um die Grundversorgung für ein kulturell vielfältiges Leben auch in der Fläche zu ermöglichen. ...."
-Archive: Fehlanzeige
Quelle: Wahlprogramm FDP, S. 50
Freie Wähler: ".... 3. Bildung und Kultur
Die Politik der etablierten Parteien führt seit Jahren in eine verhängnisvolle Sackgasse: Immer höhere Sozialleistungen werden auf die Kommunen abgewälzt. Gleichzeitig streichen die Kommunen ihre Budgets für Kultur und Bildung, für Theater, für Sport, Jugendeinrichtungen, Vereine etc. immer weiter zusammen.
Der „Erfolg“ dieser jahrelangen Politik der etablierten Parteien: Zunehmend fehlende Möglichkeiten, durch Bildungseinrichtungen wie Bibliotheken, Betreuungsangeboten in Schule, Sport und Kultur Werte zu vermitteln. Gerade Bildungs- und Kulturstätten in Dörfern und Kleinstädten sind oft von Schließung bedroht.
Die FREIEN WÄHLER sind der Überzeugung, dass die Investitionen in die Bildung unserer Gesellschaft eine der wichtigsten Herausforderungen für die Zukunft darstellt. Wissen und Bildung sind die wichtigsten Grundlagen zur Ausbildung von sozialer Kompetenz und des Respekts vor Menschen, Tieren und Umwelt.
Wo soziale Defizite drohen und durch familiäre Vorbilder nicht aufgefangen werden, ist es die Pflicht der Gesellschaft, frühzeitig korrigierend einzugreifen. Eine Gesellschaft, die es nicht schafft, klare Werte weiterzugeben, wird an der Aufarbeitung der Schäden scheitern. .... Kulturpolitik
Kultur ist ein Standortvorteil und Wirtschaftsfaktor. Mecklenburg-Vorpommern nutzt aber seinen kulturellen Reichtum weit unter seinen Möglichkeiten. Als Land mit der größten Anzahl an Schlössern, Guts- und Herrenhäusern in Europa, als Land der Hanse und als Heimat bedeutender Kunstwerke verharrt es dennoch in einem rückständigen Image. Die Landesregierungen haben es bisher nicht verstanden, die kulturelle Vielfalt und Einmaligkeit im Landesmarketing entsprechend darzustellen. Die Vernachlässigung des kulturellen Erbes setzt sich in einer stiefmütterlichen Behandlung des zeitgenössischen Kulturangebots fort.
Kleine und große Theaterbühnen, Festivals, Museen, Bibliotheken, Ausstellungen und andere Kulturangebote sind wesentliche Faktoren für die Lebensqualität und zugleich Standort und Wirtschaftsfaktor. Sie brauchen deshalb eine völlig neue Unterstützung.
Die FREIEN WÄHLER sind der Überzeugung:
- ein breites Spektrum an kulturellen Angeboten ist unverzichtbar für die Persönlichkeitsentwicklung der Menschen und für eine erfolgreiche Bildungspolitik,
- Kultur bringt die Menschen zusammen, schafft Gesellschaft und geistige Auseinandersetzung mit Inhalten jenseits des eigenen Alltags,
- Kultur ist Bereicherung für jeden Menschen,
- Kultur schafft für jede Kommune einen Mittelpunkt bzw. Schwerpunkte gesellschaftlichen Handelns und Begegnens,
- kulturelle Angebote sind Voraussetzung für die Entwicklung von Wirtschaft, Wissenschaft, Bildung, Tourismus und Gesundheitswesen,
- Kultur und kulturelle Betätigung ist ein Grundbedürfnis des Menschen und kann wichtige gesellschaftliche Anerkennung verschaffen.
Diesen Überzeugungen folgen die politischen Ziele der FREIEN WÄHLER:
- Das kulturelle Angebot muss gerade in Zeiten finanzieller Engpässe erhalten bleiben,
- daher gehört die gesetzliche Verankerung von Kultur als eine Art „Daseinsvorsorge“ in der Landesverfassung.
- Aufbau einer landesweiten Koordinationsstelle zur Erfassung und überregionalen Vermarktung der vorhandenen kulturellen Angebote im Land als Marke mit der Aufgabe der internationalen Präsentation.
- Kulturförderung unterliegt demokratischen Grundsätzen und muss Kriterien wie Transparenz und öffentlicher Kontrolle folgen.
- Enge Verbindung zwischen kulturellen Angeboten und Schulen sowie Ausbildungsstätten zur Erweiterung der Persönlichkeitsbildung. ...."
Quelle: Wahlprogramm Freie Wähler, S. 11, 13
- Archive: Fehlanzeige
Grüne: ".... Open Access in Lehre und Forschung
Der freie Zugang zu Informationen ist gerade im Hochschulbereich von besonderer Bedeutung. Dabei wollen wir mit den Hochschulen Wege und Mittel finden, wie dieser freie Zugang ausgebaut werden kann. Für Lehrzwecke muss es auch weiterhin möglich sein, Kopien, Textauszüge, Präsentationen, Tabellen und andere Informationsträger einzusetzen, ohne Gefahr zu laufen, mit dem Urheberrecht in Konflikt zu geraten. Z. B. können landesweit transparente Lizenzierungsstandards für elektronische Medien
gefunden werden, die Rechtssicherheit unter den DozentInnen im
Umgang mit diesen Medien schaffen. Das Land muss sich aber auch auf Bundesebene für eine Lösung einsetzen, die sicherstellt, dass Hochschulen für Lehrzwecke auch weiterhin frei Informationen zusammenstellen können.
Es ist nur konsequent, Zugangsbarrieren im Bereich der Wissenschaftnicht nur im Bereich der technischen Verfügbarkeit abzubauen, sondern auch Zugangsbarrieren im Bereich der Kosten zu hinterfragen. Gerade da, wo wissenschaftliches Arbeiten und Forschen öffentlich finanziert wird, ist es nicht einsehbar, dass die Allgemeinheit für den Zugang zu den Ergebnissen dieser Arbeiten noch einmal bezahlen soll. Viele Bibliotheken konnten sich schon in der Vergangenheit viele internationale Journale mit hoher wissenschaftlicher Reputation kaum noch leisten, und die Kosten
für die öffentliche Hand im Zusammenhang mit der Anschaffung wissenschaftlicher Publikationen sind zunehmend explodiert.
Kein Wunder also, dass die Forderung nach Open Access immer
lauter wird. Wir BÜNDNISGRÜNEN sind dafür, diesen Prozess politisch zu unterstützen und nach Lösungen zu suchen. Dies reicht von anderen Bezahlmodellen, die nicht die NutzerInnen belasten, über wissenschaftsgeleitete Open-Access-Plattformen bis zur Verpflichtung der Open-Access-Veröffentlichung im Zusammenhang mit der öffentlichen Forschungsfinanzierung. Viele WissenschaftlerInnen fühlen sich von den wissenschaftlichen Verlagen zunehmend ausgebeutet, weil ein Großteil der Arbeit für die elektronische Publikationsfähigkeit von den AutorInnen selbst erbracht werden muss. Auch die notwendigen Peer-Review-Verfahren werden in der Regel kostenlos von der Scientific Community selbst geleistet. Gleichzeitig werden den AutorInnen alle oder fast alle Rechte an ihren eigenen Beiträgen genommen. Viele WissenschaftlerInnen machen heute geltend, dass diese Quasi-Enteignung in keinem angemessenen Verhältnis zu den tatsächlich erbrachten Leistungen der Verlage steht.
Gleichzeitig gibt es aber auch die Warnung vor einem möglichen Verlust von Publikationsmöglichkeiten, wenn die Arbeit von Verlagen nicht mehr angemessen honoriert würde oder es in der Folge der Open-Access-Bewegung zu einem noch stärkeren Konzentrationsprozess kommen sollte. Gerade in den Fachrichtungen, in denen die Buchform immer noch eine gewisse Bedeutung hat, wird vor dem Verschwinden kleiner spezialisierter
Verlage zu Recht gewarnt. Wir fordern deshalb den sogenannten „grünen Weg“, das heißt die kostenlose elektronische Zweitveröffentlichung nach einer vereinbarten Embargofrist ergänzend zur Verlagsversion, z. B. auf einem fachspezifischem Institutsserver oder auf anderen geeigneten Open-Access-Plattformen. .... „Open Access“ für Forschung und staatliche Datenbestände
Wir wollen, dass Ergebnisse öffentlicher Forschung nach einer Embargofrist im Rahmen eines geeigneten Open-Access-Modells kostenfrei im Internet allen zugänglich gemacht werden. Dieses Modell soll ebenso für die Ressortforschung der Ministerien und für Gutachten und Studien, die von Ministerien und Landesbehörden
direkt in Auftrag gegeben werden, Anwendung finden.
Die Institutionen des Landes Meckenburg-Vorpommern sollen dazu
verpflichtet werden, ihre Datenbestände über das Internet kostenlos zur uneingeschränkten Nutzung zur Verfügung zu stellen, sofern dem keine höheren Rechtsgüter entgegenstehen. Dazu gehören insbesondere Statistiken und Geodaten, Wetterdaten sowie digitale Reproduktionen von Gegenständen im Besitz von Sammlungen und Bibliotheken des Landes. Freie, quelloffene Software (Open-Source-Software) kann zur Demokratisierung
in der Informationsgesellschaft beitragen und finanzielle
Zugangshürden senken. Die weitere Verbreitung freier und quelloffener Software wird daher von uns unterstützt. Die öffentliche Verwaltung als Anwenderin kann hier als Vorreiterin und Vorbild dienen. Wir wollen den Anteil von Open-Source-Software im öffentlichen Sektor schrittweise deutlich erhöhen, mit dem mittelfristigen Ziel einer vollständigen Umstellung auf Open-Source-Software in den Ämtern und Behörden des Landes. .... ...Kultur braucht Engagement: Für eine Kultur der Partizipation
Die Kulturinstitutionen in Mecklenburg-Vorpommern – von Theatern und Kinos über Museen, Orchester, Bibliotheken, Denkmäler sowie Festivals bis hin zu Kulturinitiativen, Kunst- und Musikschulen – sind Bürgerforen, in denen wir uns spielerisch miteinander an die Vergangenheit erinnern, Gegenwart verhandeln und Zukunft entwickeln. Neben die konventionelle Präsentation von Kunstwerken treten Workshopformen und Festereignisse, in denen Interessierte die Art und den Grad ihrer Teilhabe an der Gestaltung und Verwirklichung des Kunstwerks selbst mitbestimmen können.
Wir BÜNDNISGRÜNEN engagieren sich für die Förderung eines breiten Spektrums partizipatorischer Kunstprojekte in Mecklenburg-Vorpommern. .... Für uns BÜNDNISGRÜNE sind Architektur und Stadtplanung nicht nur etwas für Fachleute, wir wollen die Entwicklung unseres Lebensumfeldes in enger Zusammenarbeit von PlanerInnen und BürgerInnen entwickeln.
Vermehrt sollten auch in Mecklenburg-Vorpommern moderne Wege
beschritten werden, die sich in anderen Orten bereits bewährt haben und zur Lösung städtebaulicher und sozialer Probleme in einem Dorf oder einem städtischen Quartier beitragen können. Dies sind z. B. Wohnprojekte (Zusammenschlüsse von Bauherren), Bauteam-Modelle (gleichberechtigte projektbezogene Zusammenschlüsse von Baufirmen) oder bürgerschaftlich getragene Einrichtungen (z. B. zur Finanzierung des Betriebes von Museen oder zur Belebung eines Gutshauses). Diese sollten vom Land in der
Pilotphase gefördert werden."
- Archive: Fehlanzeige
Quelle: Wahlprogramm Grüne, S. 61-62, 92, 101, S. 136
SPD: "Mecklenburg-Vorpommern ist ein Land, das reich an Kultur ist. Viele Bürgerinnen und Bürger nutzen die Angebote von Kunst- und Musikschulen, besuchen Festivals, Konzerte, Theateraufführungen, Ausstellungen, Museen. Auch viele unserer Gäste kommen wegen kultureller Angebote in unser Land. Kultur bereichert unser Leben und ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Die SPD würdigt die Arbeit der Künstlerinnen und Künstler, der vielen ehren- und hauptamtlichen Kulturarbeiter in den Kommunen, Vereinen und Verbänden als unverzichtbar für die zukunftsfähige Gestaltung unseres Bundeslandes. Wir werden die regionale Kulturpolitik als Gemeinschaftsaufgabe zwischen Land, Kommunen, Regionen, Verbänden, Wirtschaft und Zivilgesellschaft stärken und ihr neue Impulse geben.Wir treten ein für die Freiheit von Kunst und Kultur..... Die Unterstützung von Kinder- und Jugendkunstschulen, Musikschulen und Bibliotheken war und ist für uns Sozialdemokraten von besonderer Bedeutung, weil sie im Flächenland Mecklenburg-Vorpommern eine wichtige Säule der kulturellen Grundversorgung darstellen. Wir haben daher dafür gesorgt, dass die landesseitige Förderung dieser Kultureinrichtungen stabil geblieben ist. .... Die vier Theater- und Orchester-Standorte sowie die Landesmuseen in Mecklenburg-
Vorpommern sind Herzstücke unserer kulturellen Tradition und haben besondere touristische Anziehungskraft. Es ist daher wichtig, effiziente Strukturen weiterzuentwickeln und diese Standorte
als Kulturzentren des Landes zu stärken. Die Festivalkultur im Lande hat sich ebenso bewährt und gehört weiterhin zu den Leuchttürmen, mit denen viele Gäste angezogen werden können."
- Archive: Fehlanzeige
Quelle: Regierungsprogramm SPD, S. 38-39
Stellungnahme des VdA-Landesverbandes zu dieser breiten Nichtbeachtung: Fehlanzeige!
AUF Arbeit. Umwelt. Familie. Christen für Deutschland: Fehlanzeige
Quelle: Wahlprogramm AUF (PDF)
CDU: " ....Museen und Bibliotheken sind ein wichtiger Bestandteil, unserer Kultur- und Bildungslandschaft. Viele regionale Museen und Bibliotheken initiieren Projekte zur Bildenden Kunst und zur Literatur an Schulen oder unterbreiten allgemeinbildende Angebote. Wir wollen einen monatlichen Familientag einführen, an dem sich Kultureinrichtungen des Landes beteiligen, so dass alle unabhängig von ihrem finanziellen Budget diese Einrichtungen kostenfrei nutzen können. ...."
-Archive: Fehlanzeige
Quelle: CDU Wahlprogramm, S. 24 (PDF)
Die Linke: " ..... Kein Rückbau der Kultur
Notwendig ist ein Umdenken für die Kultur. Mehr als zwei Jahrzehnte des Schrumpfens und Ausblutens des Landes haben einem Geist des Rückbaus und des bloßen Erhalts nach Kassenlage
zur Verbreitung geholfen. Wir sagen: Nicht bloßes Festschreiben der gegenwärtigen Kulturausstattung unseres Landes von den Schulen bis zu den Museen, der Freien Szene und Soziokultur,
den Theatern, Bibliotheken und Medien darf Ziel sein. Eine Diskussion unter dem Motto „Rettet, was zu retten ist“ geht an den kulturellen langfristigen Bedürfnissen vorbei. Nicht allein Bestandssicherung, sondern kulturelles Wachstum, Weltoffenheit, Neugier, Schöpfer- und Unternehmergeist, Mut und Kühnheit, Freiheit des Gedankens und Ausdrucks, sind gefragt. .... Erinnern und lernen
So wie Kultur den Geist und die Gesellschaft der Zukunft hin öffnet, so bewahrt sie unsere Vergangenheit. Eine demokratische Erinnerungskultur als Bestandteil der kulturellen und politischen Bildung ist wesentlich für die Gestaltung von Gegenwart und Zukunft. Museen, Heimatstuben, Gedenkstätten bedürfen unserer besonderen Aufmerksamkeit. Die Auseinandersetzung mit und das Gedenken an die Verbrechen und die Millionen Opfer in den Jahren
1933 bis 1945 muss im Mittelpunkt stehen. Dabei begreifen wir antifaschistische Kultur als Befreiungskultur und grundlegend im Kampf gegen alte und neue Nazi-Bestrebungen. Auch mehr als 20 Jahre nach der Wende fühlen wir uns der Auseinandersetzung mit der Geschichte der DDR und ihrem Scheitern verpflichtet. Entgegen den herrschenden Deutungen, auch unserer Geschichte in Mecklenburg-Vorpommern, als einem Leben in der zweiten Diktatur
bestehen wir darauf, wissenschaftlich fundiert uns selbst immer wieder neu ein Bild vom Leben in der DDR zu machen, das nichts auslässt, aber auch nichts beschönigt oder verzerrt. Nur ein solches Geschichtsbild kann den Bürgerinnen und Bürgern in unserm Land, die ihr Leben (auch) in der DDR gelebt haben, ihre ebensleistungen und ihre Würde lassen.
Bibliotheken, Musikschulen und Theater
Nach Überzeugung der LINKEN würden Kulturfachgesetze zur Sicherung der kulturellen Infrastruktur auf entscheidenden Gebieten von Kunst und Kultur im Land beitragen. So sollen in Mecklenburg-Vorpommern die Rahmenbedingungen z. B. für die Bibliotheken, die Musikschulen und die Theater gesetzlichen Schutz erhalten, Finanzierung und Personalausstattung neu regeln. ...."
-Archive: Fehlanzeige
Quelle: Wahlprogramm Die Linke, S. 19-20 (PDF)
FDP: ".... "Kultur für alle" bedeutet nicht "alle in die Oper". Die enorme Steigerung der Wahlmöglichkeiten im Kulturangebot erfordert ein Umdenken im Kulturverständnis und bietet Chancen für neue Ideen und Entwicklungen. Dabei müssen auf der einen Seite die kulturellen Leuchttürme weiterhin weit
über die Landesgrenzen hinaus strahlen können. Freie Kulturschaffende, Laienkultur und insbesondere ehrenamtliches Engagement, z. B. in Form von privaten Museen, bilden in Mecklenburg-Vorpommern bereits ein Fundament, welches es zu stärken gilt, denn kulturelles Leben lebt vor allem vom bürgerlich-privaten Engagement. Das Land kann unterstützend eingreifen, um die Grundversorgung für ein kulturell vielfältiges Leben auch in der Fläche zu ermöglichen. ...."
-Archive: Fehlanzeige
Quelle: Wahlprogramm FDP, S. 50
Freie Wähler: ".... 3. Bildung und Kultur
Die Politik der etablierten Parteien führt seit Jahren in eine verhängnisvolle Sackgasse: Immer höhere Sozialleistungen werden auf die Kommunen abgewälzt. Gleichzeitig streichen die Kommunen ihre Budgets für Kultur und Bildung, für Theater, für Sport, Jugendeinrichtungen, Vereine etc. immer weiter zusammen.
Der „Erfolg“ dieser jahrelangen Politik der etablierten Parteien: Zunehmend fehlende Möglichkeiten, durch Bildungseinrichtungen wie Bibliotheken, Betreuungsangeboten in Schule, Sport und Kultur Werte zu vermitteln. Gerade Bildungs- und Kulturstätten in Dörfern und Kleinstädten sind oft von Schließung bedroht.
Die FREIEN WÄHLER sind der Überzeugung, dass die Investitionen in die Bildung unserer Gesellschaft eine der wichtigsten Herausforderungen für die Zukunft darstellt. Wissen und Bildung sind die wichtigsten Grundlagen zur Ausbildung von sozialer Kompetenz und des Respekts vor Menschen, Tieren und Umwelt.
Wo soziale Defizite drohen und durch familiäre Vorbilder nicht aufgefangen werden, ist es die Pflicht der Gesellschaft, frühzeitig korrigierend einzugreifen. Eine Gesellschaft, die es nicht schafft, klare Werte weiterzugeben, wird an der Aufarbeitung der Schäden scheitern. .... Kulturpolitik
Kultur ist ein Standortvorteil und Wirtschaftsfaktor. Mecklenburg-Vorpommern nutzt aber seinen kulturellen Reichtum weit unter seinen Möglichkeiten. Als Land mit der größten Anzahl an Schlössern, Guts- und Herrenhäusern in Europa, als Land der Hanse und als Heimat bedeutender Kunstwerke verharrt es dennoch in einem rückständigen Image. Die Landesregierungen haben es bisher nicht verstanden, die kulturelle Vielfalt und Einmaligkeit im Landesmarketing entsprechend darzustellen. Die Vernachlässigung des kulturellen Erbes setzt sich in einer stiefmütterlichen Behandlung des zeitgenössischen Kulturangebots fort.
Kleine und große Theaterbühnen, Festivals, Museen, Bibliotheken, Ausstellungen und andere Kulturangebote sind wesentliche Faktoren für die Lebensqualität und zugleich Standort und Wirtschaftsfaktor. Sie brauchen deshalb eine völlig neue Unterstützung.
Die FREIEN WÄHLER sind der Überzeugung:
- ein breites Spektrum an kulturellen Angeboten ist unverzichtbar für die Persönlichkeitsentwicklung der Menschen und für eine erfolgreiche Bildungspolitik,
- Kultur bringt die Menschen zusammen, schafft Gesellschaft und geistige Auseinandersetzung mit Inhalten jenseits des eigenen Alltags,
- Kultur ist Bereicherung für jeden Menschen,
- Kultur schafft für jede Kommune einen Mittelpunkt bzw. Schwerpunkte gesellschaftlichen Handelns und Begegnens,
- kulturelle Angebote sind Voraussetzung für die Entwicklung von Wirtschaft, Wissenschaft, Bildung, Tourismus und Gesundheitswesen,
- Kultur und kulturelle Betätigung ist ein Grundbedürfnis des Menschen und kann wichtige gesellschaftliche Anerkennung verschaffen.
Diesen Überzeugungen folgen die politischen Ziele der FREIEN WÄHLER:
- Das kulturelle Angebot muss gerade in Zeiten finanzieller Engpässe erhalten bleiben,
- daher gehört die gesetzliche Verankerung von Kultur als eine Art „Daseinsvorsorge“ in der Landesverfassung.
- Aufbau einer landesweiten Koordinationsstelle zur Erfassung und überregionalen Vermarktung der vorhandenen kulturellen Angebote im Land als Marke mit der Aufgabe der internationalen Präsentation.
- Kulturförderung unterliegt demokratischen Grundsätzen und muss Kriterien wie Transparenz und öffentlicher Kontrolle folgen.
- Enge Verbindung zwischen kulturellen Angeboten und Schulen sowie Ausbildungsstätten zur Erweiterung der Persönlichkeitsbildung. ...."
Quelle: Wahlprogramm Freie Wähler, S. 11, 13
- Archive: Fehlanzeige
Grüne: ".... Open Access in Lehre und Forschung
Der freie Zugang zu Informationen ist gerade im Hochschulbereich von besonderer Bedeutung. Dabei wollen wir mit den Hochschulen Wege und Mittel finden, wie dieser freie Zugang ausgebaut werden kann. Für Lehrzwecke muss es auch weiterhin möglich sein, Kopien, Textauszüge, Präsentationen, Tabellen und andere Informationsträger einzusetzen, ohne Gefahr zu laufen, mit dem Urheberrecht in Konflikt zu geraten. Z. B. können landesweit transparente Lizenzierungsstandards für elektronische Medien
gefunden werden, die Rechtssicherheit unter den DozentInnen im
Umgang mit diesen Medien schaffen. Das Land muss sich aber auch auf Bundesebene für eine Lösung einsetzen, die sicherstellt, dass Hochschulen für Lehrzwecke auch weiterhin frei Informationen zusammenstellen können.
Es ist nur konsequent, Zugangsbarrieren im Bereich der Wissenschaftnicht nur im Bereich der technischen Verfügbarkeit abzubauen, sondern auch Zugangsbarrieren im Bereich der Kosten zu hinterfragen. Gerade da, wo wissenschaftliches Arbeiten und Forschen öffentlich finanziert wird, ist es nicht einsehbar, dass die Allgemeinheit für den Zugang zu den Ergebnissen dieser Arbeiten noch einmal bezahlen soll. Viele Bibliotheken konnten sich schon in der Vergangenheit viele internationale Journale mit hoher wissenschaftlicher Reputation kaum noch leisten, und die Kosten
für die öffentliche Hand im Zusammenhang mit der Anschaffung wissenschaftlicher Publikationen sind zunehmend explodiert.
Kein Wunder also, dass die Forderung nach Open Access immer
lauter wird. Wir BÜNDNISGRÜNEN sind dafür, diesen Prozess politisch zu unterstützen und nach Lösungen zu suchen. Dies reicht von anderen Bezahlmodellen, die nicht die NutzerInnen belasten, über wissenschaftsgeleitete Open-Access-Plattformen bis zur Verpflichtung der Open-Access-Veröffentlichung im Zusammenhang mit der öffentlichen Forschungsfinanzierung. Viele WissenschaftlerInnen fühlen sich von den wissenschaftlichen Verlagen zunehmend ausgebeutet, weil ein Großteil der Arbeit für die elektronische Publikationsfähigkeit von den AutorInnen selbst erbracht werden muss. Auch die notwendigen Peer-Review-Verfahren werden in der Regel kostenlos von der Scientific Community selbst geleistet. Gleichzeitig werden den AutorInnen alle oder fast alle Rechte an ihren eigenen Beiträgen genommen. Viele WissenschaftlerInnen machen heute geltend, dass diese Quasi-Enteignung in keinem angemessenen Verhältnis zu den tatsächlich erbrachten Leistungen der Verlage steht.
Gleichzeitig gibt es aber auch die Warnung vor einem möglichen Verlust von Publikationsmöglichkeiten, wenn die Arbeit von Verlagen nicht mehr angemessen honoriert würde oder es in der Folge der Open-Access-Bewegung zu einem noch stärkeren Konzentrationsprozess kommen sollte. Gerade in den Fachrichtungen, in denen die Buchform immer noch eine gewisse Bedeutung hat, wird vor dem Verschwinden kleiner spezialisierter
Verlage zu Recht gewarnt. Wir fordern deshalb den sogenannten „grünen Weg“, das heißt die kostenlose elektronische Zweitveröffentlichung nach einer vereinbarten Embargofrist ergänzend zur Verlagsversion, z. B. auf einem fachspezifischem Institutsserver oder auf anderen geeigneten Open-Access-Plattformen. .... „Open Access“ für Forschung und staatliche Datenbestände
Wir wollen, dass Ergebnisse öffentlicher Forschung nach einer Embargofrist im Rahmen eines geeigneten Open-Access-Modells kostenfrei im Internet allen zugänglich gemacht werden. Dieses Modell soll ebenso für die Ressortforschung der Ministerien und für Gutachten und Studien, die von Ministerien und Landesbehörden
direkt in Auftrag gegeben werden, Anwendung finden.
Die Institutionen des Landes Meckenburg-Vorpommern sollen dazu
verpflichtet werden, ihre Datenbestände über das Internet kostenlos zur uneingeschränkten Nutzung zur Verfügung zu stellen, sofern dem keine höheren Rechtsgüter entgegenstehen. Dazu gehören insbesondere Statistiken und Geodaten, Wetterdaten sowie digitale Reproduktionen von Gegenständen im Besitz von Sammlungen und Bibliotheken des Landes. Freie, quelloffene Software (Open-Source-Software) kann zur Demokratisierung
in der Informationsgesellschaft beitragen und finanzielle
Zugangshürden senken. Die weitere Verbreitung freier und quelloffener Software wird daher von uns unterstützt. Die öffentliche Verwaltung als Anwenderin kann hier als Vorreiterin und Vorbild dienen. Wir wollen den Anteil von Open-Source-Software im öffentlichen Sektor schrittweise deutlich erhöhen, mit dem mittelfristigen Ziel einer vollständigen Umstellung auf Open-Source-Software in den Ämtern und Behörden des Landes. .... ...Kultur braucht Engagement: Für eine Kultur der Partizipation
Die Kulturinstitutionen in Mecklenburg-Vorpommern – von Theatern und Kinos über Museen, Orchester, Bibliotheken, Denkmäler sowie Festivals bis hin zu Kulturinitiativen, Kunst- und Musikschulen – sind Bürgerforen, in denen wir uns spielerisch miteinander an die Vergangenheit erinnern, Gegenwart verhandeln und Zukunft entwickeln. Neben die konventionelle Präsentation von Kunstwerken treten Workshopformen und Festereignisse, in denen Interessierte die Art und den Grad ihrer Teilhabe an der Gestaltung und Verwirklichung des Kunstwerks selbst mitbestimmen können.
Wir BÜNDNISGRÜNEN engagieren sich für die Förderung eines breiten Spektrums partizipatorischer Kunstprojekte in Mecklenburg-Vorpommern. .... Für uns BÜNDNISGRÜNE sind Architektur und Stadtplanung nicht nur etwas für Fachleute, wir wollen die Entwicklung unseres Lebensumfeldes in enger Zusammenarbeit von PlanerInnen und BürgerInnen entwickeln.
Vermehrt sollten auch in Mecklenburg-Vorpommern moderne Wege
beschritten werden, die sich in anderen Orten bereits bewährt haben und zur Lösung städtebaulicher und sozialer Probleme in einem Dorf oder einem städtischen Quartier beitragen können. Dies sind z. B. Wohnprojekte (Zusammenschlüsse von Bauherren), Bauteam-Modelle (gleichberechtigte projektbezogene Zusammenschlüsse von Baufirmen) oder bürgerschaftlich getragene Einrichtungen (z. B. zur Finanzierung des Betriebes von Museen oder zur Belebung eines Gutshauses). Diese sollten vom Land in der
Pilotphase gefördert werden."
- Archive: Fehlanzeige
Quelle: Wahlprogramm Grüne, S. 61-62, 92, 101, S. 136
SPD: "Mecklenburg-Vorpommern ist ein Land, das reich an Kultur ist. Viele Bürgerinnen und Bürger nutzen die Angebote von Kunst- und Musikschulen, besuchen Festivals, Konzerte, Theateraufführungen, Ausstellungen, Museen. Auch viele unserer Gäste kommen wegen kultureller Angebote in unser Land. Kultur bereichert unser Leben und ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Die SPD würdigt die Arbeit der Künstlerinnen und Künstler, der vielen ehren- und hauptamtlichen Kulturarbeiter in den Kommunen, Vereinen und Verbänden als unverzichtbar für die zukunftsfähige Gestaltung unseres Bundeslandes. Wir werden die regionale Kulturpolitik als Gemeinschaftsaufgabe zwischen Land, Kommunen, Regionen, Verbänden, Wirtschaft und Zivilgesellschaft stärken und ihr neue Impulse geben.Wir treten ein für die Freiheit von Kunst und Kultur..... Die Unterstützung von Kinder- und Jugendkunstschulen, Musikschulen und Bibliotheken war und ist für uns Sozialdemokraten von besonderer Bedeutung, weil sie im Flächenland Mecklenburg-Vorpommern eine wichtige Säule der kulturellen Grundversorgung darstellen. Wir haben daher dafür gesorgt, dass die landesseitige Förderung dieser Kultureinrichtungen stabil geblieben ist. .... Die vier Theater- und Orchester-Standorte sowie die Landesmuseen in Mecklenburg-
Vorpommern sind Herzstücke unserer kulturellen Tradition und haben besondere touristische Anziehungskraft. Es ist daher wichtig, effiziente Strukturen weiterzuentwickeln und diese Standorte
als Kulturzentren des Landes zu stärken. Die Festivalkultur im Lande hat sich ebenso bewährt und gehört weiterhin zu den Leuchttürmen, mit denen viele Gäste angezogen werden können."
- Archive: Fehlanzeige
Quelle: Regierungsprogramm SPD, S. 38-39
Stellungnahme des VdA-Landesverbandes zu dieser breiten Nichtbeachtung: Fehlanzeige!
Wolf Thomas - am Donnerstag, 1. September 2011, 20:24 - Rubrik: Wahrnehmung
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Bisher habe ich um Wikibooks einen großen Bogen gemacht, aber von den vergleichsweise wenigen (68) vollständigen deutschsprachigen Büchern (seit 2004!)
http://de.wikibooks.org/wiki/Wikibooks:Buchkatalog
macht der Burgenführer einen guten Eindruck:
http://upload.wikimedia.org/wikibooks/de/9/92/BurgenfuehrerEssenUndUmgebung1.2.pdf

http://de.wikibooks.org/wiki/Wikibooks:Buchkatalog
macht der Burgenführer einen guten Eindruck:
http://upload.wikimedia.org/wikibooks/de/9/92/BurgenfuehrerEssenUndUmgebung1.2.pdf
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Richard Ponder untersucht den Big Deal, also den Erwerb von E-Journals in großen Paketen durch Konsortien von Forschungs- und Hochschulbibliotheken:
http://www.infotoday.com/it/sep11/The-Big-Deal-Not-Price-But-Cost.shtml
Es kann nicht so bleiben, wie es ist. Wir brauchen eine Reform des wissenschaftlichen Publikationswesens und die kann nur Open Access heißen!
http://www.infotoday.com/it/sep11/The-Big-Deal-Not-Price-But-Cost.shtml
Es kann nicht so bleiben, wie es ist. Wir brauchen eine Reform des wissenschaftlichen Publikationswesens und die kann nur Open Access heißen!
KlausGraf - am Donnerstag, 1. September 2011, 17:55 - Rubrik: Open Access
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Eine Bilddatenbank der irischen Chester Beatty Library
http://www.cbl.ie/islamicseals/Home.aspx
#sphragistik

http://www.cbl.ie/islamicseals/Home.aspx
#sphragistik

KlausGraf - am Donnerstag, 1. September 2011, 15:08 - Rubrik: Bildquellen
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[Mit] dem kürzlich abgeschlossenen Projekt ‹Informatisierung III› (2008–2011) setzt das Staatsarchiv Basel-Stadt einen weiteren Meilenstein auf dem Weg zum zeitgemässen Archiv. Erste zentrale Archivbestände sind digitalisiert, die Originale werden geschont. Die Möglichkeiten zur Online-Recherche und -Lektüre von Archivgut sind ausgebaut. Für die Langzeitarchivierung digitaler Unterlagen stehen Infrastrukturen bereit.
Ab sofort ist eine neue Tranche digitalisierter Archivalien im Online-Archivkatalog einsehbar. Das aktuelle Online-Angebot des Staatsarchivs umfasst insgesamt ca. 40 000 Bilddokumente und rund 420 000 Seiten Schriftdokumente. Digitalisiert wurden im Projekt ‹Informatisierung III› rund 59 Laufmeter Akten. Im Archiv lagern insgesamt ca. 18,5 Laufkilometer Dokumente.
Das Staatsarchiv Basel-Stadt steht mit seiner Informatisierungsstrategie im schweizerischen und internationalen Vergleich in vorderster Reihe. Auch andere Archive wie etwa das Staatsarchiv Zürich oder das Landesarchiv Baden-Würtemberg investieren systematisch in Infrastruktur und Benutzungsangebote, um für die Herausforderungen des digitalen Zeitalters gerüstet zu sein.
Digitalisierung von Archivalien
Das Staatsarchiv Basel-Stadt liess im Rahmen des Projekts ‹Informatisierung III› folgende Dokumente als Bilder scannen:
ausgewählte Stadt-, Hochbau-, Vermessungspläne (994 Stück)
ausgewählte Urkunden (85 Stück)
Protokolle des Grossen Rats 1690-1993 (154 Bände) (Protokolle: Grosser Rat)
Protokolle des Kleinen Rats resp. des Regierungsrats 1587-1918 (290 Bände) (Protokolle: Kleiner Rat, ab 1875 Regierungsrat)
Rats- oder Urfehdebücher 1387-1789 (43 Bände) (Ratsbücher O 1-41: Urfehdebücher)
Repertorien zu den Geburts-, Ehe- und Totenregistern 1876-1928 (108 Bände) (Civilstand L 3.1 - N 4.2)
Register zu den Kirchenbüchern 1529–1869 (59 Bände) (JD-REG 6e 1 1 - 4 7)
Tonprotokolle des Verfassungsrats 1999-2005 (53 VHS-Kassetten) (VR-REG 2a)
Tonprotokolle des Grossen Rats 1989-2005 (770 VHS-Kassetten) (Protokolle: Grosser Rat: Tonbänder)
Kataloge zu den Bild-Beständen des Stadt- und Münstermuseums und der Negativsammlung (Karteikarten)
Krankengeschichten Kinderspital 1862-1864 (1 Band)
Dozentenkartei Universität 1820-1963 (Karteikarten)
Filme aus verschiedenen Beständen (420 Filmrollen)
Benutzung
Zu finden sind die digitalisierten Archivalien im Online-Archivkatalog. Dazu wird in der erweiterten Volltextsuche einfach der gesuchte Begriff eingegeben und weiter unten die gewünschte Archivalienart (Bild, Akte, Plan, Urkunde) ausgewählt. In der Resultatliste sind die digitalisierten Dokumente hervorgehoben.
Mit der Feldsuche erhält man einen Überblick über alle digitalisierten Dokumente, wenn man beim Feld ‹Digitalisat vorhanden› die Option ‹Ja› und weiter unten die gewünschte Archivalienart auswählt.
Die digitalisierten Archivalien lassen sich im Online-Archivkatalog mittels des integrierten Bildbetrachters ‹StABS-Viewer› durchblättern, vergrössern, als PDF-Datei speichern und ausdrucken.
Die digitalisierten Tonprotokolle sind nicht online verfügbar, die digitalisierten Filme nur zum Teil. Diese Dateien können vorerst nur im Lesesaal eingesehen werden.
Die digitalisierten Protokolle von Kleinem Rat und Regierungsrat können aus technischen Gründen erst später online geschaltet werden.
Für die Reproduktion digitalisierter Archivalien ist eine Bewilligung einzuholen.
Archivierung von digitalen Akten
Das Staatsarchiv entwickelte spezielle Software-Teile und definierte die nötigen Arbeitsabläufe, um elektronische Akten übernehmen und archivieren zu können. Dazu gehört zum Beispiel der Aufbau einer Speicher-Infrastruktur oder die Anpassung der Ablieferungsprozesse. Als Pilotprojekt wurden mit den neu geschaffenen Werkzeugen elektronische Daten der Polizei ins Staatsarchiv übernommen. Zudem besteht nun eine Abfrageschnittstelle für Adressdaten im Kantonalen Datenmarkt.
Gesamtstrategie
Das Staatsarchiv setzt mit dem Projekt ‹Informatisierung III› (2008–2011) seine im ausgehenden 20. Jahrhundert begonnenen Modernisierungsschritte fort. 1999 wurde das Archivinformationssystem scopeArchiv entwickelt; es folgte die Website mit Informationen über das Archiv. In einem nächsten Schritt wurde 2005 der Archivkatalog online zugänglich, mit ersten digitalisierten Bilddokumenten. Die allgemeine Informatisierung der Verwaltungstätigkeit und die wachsende Bedeutung der Online-Nutzung erforderten 2008 dann den jüngsten Schritt.
Das Staatsarchiv wird sich in den kommenden Jahren mit Folgeprojekten weiter für den Schutz von originalem, oft gefährdetem Archivgut wie auch für die einfachere Benutzbarkeit von Akten einsetzen. Eine vollständige Digitalisierung der Archivbestände ist aus Kostengründen undenkbar.
31. August 2011

Copyfraud: Eigentlich sollte das Staatsarchiv Basel wissen, dass nach Schweizer Recht kein Urheberrecht an Digitalisaten gemeinfreier Werke besteht. Das Copyright (c) ist daher irreführend. Ob eine Rechtsgrundlage für die erzwungene Einverständniserklärung besteht, bezweifle ich. Tipp: Hochauflösende Scans mit Anonymisierungsdienst herunterladen und anderweitig anonym veröffentlichen! Geschähe dem Staatsarchiv Basel ganz recht. Wer Copyfraud begeht, darf nicht auf Verständnis hoffen.
Der Viewer bietet (versteckt) URLs für Einzelseiten an, weist aber nicht die von Zoomify bekannte Möglichkeit auf, den dargestellten Teil mit der Maus bequem zu verschieben.
Die PDF-Funktion für Einzelseiten (!) kann man aufgrund der mangelhaften Auflösung vergessen.
Mit der Feldsuche erhält man einen Überblick über alle digitalisierten Dokumente, wenn man beim Feld ‹Digitalisat vorhanden› die Option ‹Ja› und weiter unten die gewünschte Archivalienart auswählt.
Das ist selten dämlich gelöst. man hätte doch einfach den Haken bei den Online-Bildern anbringen können. Die Feldauswahl "Digitalisat vorhanden" steht ja nicht auf dem Bildschirm, sondern muss erst gefunden werden, was Nutzer, die den Hilfetext nicht zur Kenntnis nehmen, erst einmal nicht realisieren.
Aus dem Mittelalter (Zeiteingrenzung 1200-1500) gibt es 53 Dokumente online, bis auf das Urfehdebuch Urkunden.
Seite aus dem Urfehdebuch
http://dokumente.stabs.ch/view/2010/Ratsbuecher_O_1/#7
Ab sofort ist eine neue Tranche digitalisierter Archivalien im Online-Archivkatalog einsehbar. Das aktuelle Online-Angebot des Staatsarchivs umfasst insgesamt ca. 40 000 Bilddokumente und rund 420 000 Seiten Schriftdokumente. Digitalisiert wurden im Projekt ‹Informatisierung III› rund 59 Laufmeter Akten. Im Archiv lagern insgesamt ca. 18,5 Laufkilometer Dokumente.
Das Staatsarchiv Basel-Stadt steht mit seiner Informatisierungsstrategie im schweizerischen und internationalen Vergleich in vorderster Reihe. Auch andere Archive wie etwa das Staatsarchiv Zürich oder das Landesarchiv Baden-Würtemberg investieren systematisch in Infrastruktur und Benutzungsangebote, um für die Herausforderungen des digitalen Zeitalters gerüstet zu sein.
Digitalisierung von Archivalien
Das Staatsarchiv Basel-Stadt liess im Rahmen des Projekts ‹Informatisierung III› folgende Dokumente als Bilder scannen:
ausgewählte Stadt-, Hochbau-, Vermessungspläne (994 Stück)
ausgewählte Urkunden (85 Stück)
Protokolle des Grossen Rats 1690-1993 (154 Bände) (Protokolle: Grosser Rat)
Protokolle des Kleinen Rats resp. des Regierungsrats 1587-1918 (290 Bände) (Protokolle: Kleiner Rat, ab 1875 Regierungsrat)
Rats- oder Urfehdebücher 1387-1789 (43 Bände) (Ratsbücher O 1-41: Urfehdebücher)
Repertorien zu den Geburts-, Ehe- und Totenregistern 1876-1928 (108 Bände) (Civilstand L 3.1 - N 4.2)
Register zu den Kirchenbüchern 1529–1869 (59 Bände) (JD-REG 6e 1 1 - 4 7)
Tonprotokolle des Verfassungsrats 1999-2005 (53 VHS-Kassetten) (VR-REG 2a)
Tonprotokolle des Grossen Rats 1989-2005 (770 VHS-Kassetten) (Protokolle: Grosser Rat: Tonbänder)
Kataloge zu den Bild-Beständen des Stadt- und Münstermuseums und der Negativsammlung (Karteikarten)
Krankengeschichten Kinderspital 1862-1864 (1 Band)
Dozentenkartei Universität 1820-1963 (Karteikarten)
Filme aus verschiedenen Beständen (420 Filmrollen)
Benutzung
Zu finden sind die digitalisierten Archivalien im Online-Archivkatalog. Dazu wird in der erweiterten Volltextsuche einfach der gesuchte Begriff eingegeben und weiter unten die gewünschte Archivalienart (Bild, Akte, Plan, Urkunde) ausgewählt. In der Resultatliste sind die digitalisierten Dokumente hervorgehoben.
Mit der Feldsuche erhält man einen Überblick über alle digitalisierten Dokumente, wenn man beim Feld ‹Digitalisat vorhanden› die Option ‹Ja› und weiter unten die gewünschte Archivalienart auswählt.
Die digitalisierten Archivalien lassen sich im Online-Archivkatalog mittels des integrierten Bildbetrachters ‹StABS-Viewer› durchblättern, vergrössern, als PDF-Datei speichern und ausdrucken.
Die digitalisierten Tonprotokolle sind nicht online verfügbar, die digitalisierten Filme nur zum Teil. Diese Dateien können vorerst nur im Lesesaal eingesehen werden.
Die digitalisierten Protokolle von Kleinem Rat und Regierungsrat können aus technischen Gründen erst später online geschaltet werden.
Für die Reproduktion digitalisierter Archivalien ist eine Bewilligung einzuholen.
Archivierung von digitalen Akten
Das Staatsarchiv entwickelte spezielle Software-Teile und definierte die nötigen Arbeitsabläufe, um elektronische Akten übernehmen und archivieren zu können. Dazu gehört zum Beispiel der Aufbau einer Speicher-Infrastruktur oder die Anpassung der Ablieferungsprozesse. Als Pilotprojekt wurden mit den neu geschaffenen Werkzeugen elektronische Daten der Polizei ins Staatsarchiv übernommen. Zudem besteht nun eine Abfrageschnittstelle für Adressdaten im Kantonalen Datenmarkt.
Gesamtstrategie
Das Staatsarchiv setzt mit dem Projekt ‹Informatisierung III› (2008–2011) seine im ausgehenden 20. Jahrhundert begonnenen Modernisierungsschritte fort. 1999 wurde das Archivinformationssystem scopeArchiv entwickelt; es folgte die Website mit Informationen über das Archiv. In einem nächsten Schritt wurde 2005 der Archivkatalog online zugänglich, mit ersten digitalisierten Bilddokumenten. Die allgemeine Informatisierung der Verwaltungstätigkeit und die wachsende Bedeutung der Online-Nutzung erforderten 2008 dann den jüngsten Schritt.
Das Staatsarchiv wird sich in den kommenden Jahren mit Folgeprojekten weiter für den Schutz von originalem, oft gefährdetem Archivgut wie auch für die einfachere Benutzbarkeit von Akten einsetzen. Eine vollständige Digitalisierung der Archivbestände ist aus Kostengründen undenkbar.
31. August 2011
Copyfraud: Eigentlich sollte das Staatsarchiv Basel wissen, dass nach Schweizer Recht kein Urheberrecht an Digitalisaten gemeinfreier Werke besteht. Das Copyright (c) ist daher irreführend. Ob eine Rechtsgrundlage für die erzwungene Einverständniserklärung besteht, bezweifle ich. Tipp: Hochauflösende Scans mit Anonymisierungsdienst herunterladen und anderweitig anonym veröffentlichen! Geschähe dem Staatsarchiv Basel ganz recht. Wer Copyfraud begeht, darf nicht auf Verständnis hoffen.
Der Viewer bietet (versteckt) URLs für Einzelseiten an, weist aber nicht die von Zoomify bekannte Möglichkeit auf, den dargestellten Teil mit der Maus bequem zu verschieben.
Die PDF-Funktion für Einzelseiten (!) kann man aufgrund der mangelhaften Auflösung vergessen.
Mit der Feldsuche erhält man einen Überblick über alle digitalisierten Dokumente, wenn man beim Feld ‹Digitalisat vorhanden› die Option ‹Ja› und weiter unten die gewünschte Archivalienart auswählt.
Das ist selten dämlich gelöst. man hätte doch einfach den Haken bei den Online-Bildern anbringen können. Die Feldauswahl "Digitalisat vorhanden" steht ja nicht auf dem Bildschirm, sondern muss erst gefunden werden, was Nutzer, die den Hilfetext nicht zur Kenntnis nehmen, erst einmal nicht realisieren.
Aus dem Mittelalter (Zeiteingrenzung 1200-1500) gibt es 53 Dokumente online, bis auf das Urfehdebuch Urkunden.
Seite aus dem Urfehdebuch
http://dokumente.stabs.ch/view/2010/Ratsbuecher_O_1/#7
KlausGraf - am Donnerstag, 1. September 2011, 14:30 - Rubrik: Staatsarchive
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http://www.heise.de/newsticker/meldung/Wikileaks-will-gegen-Tageszeitung-Guardian-vorgehen-1334880.html
Nach Darstellung der New York Times hat Victoria Nuland, die Specherin des US-Außenministeriums, die Zirkulation des unredigierten Materials verurteilt. Die Zeitung berichtet davon, dass amerikanische Botschaftsmitarbeiter inzwischen mit Galgenhumor auf die Nachrichten reagieren. "Bitte zitier mich korrekt, damit es gut klingt, wenn es geleakt wird", sei zu einer Standard-Floskel geworden.
Siehe auch
http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,783694,00.html
Eine Verkettung von Schusseligkeiten, Zufällen, Indiskretionen und Schlampereien hat dazu geführt, dass sich kein potentieller Whistleblower derzeit mit einem guten Gefühl an eine Leaking-Plattform wenden kann.
Nach Darstellung der New York Times hat Victoria Nuland, die Specherin des US-Außenministeriums, die Zirkulation des unredigierten Materials verurteilt. Die Zeitung berichtet davon, dass amerikanische Botschaftsmitarbeiter inzwischen mit Galgenhumor auf die Nachrichten reagieren. "Bitte zitier mich korrekt, damit es gut klingt, wenn es geleakt wird", sei zu einer Standard-Floskel geworden.
Siehe auch
http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,783694,00.html
Eine Verkettung von Schusseligkeiten, Zufällen, Indiskretionen und Schlampereien hat dazu geführt, dass sich kein potentieller Whistleblower derzeit mit einem guten Gefühl an eine Leaking-Plattform wenden kann.
KlausGraf - am Donnerstag, 1. September 2011, 14:22 - Rubrik: Informationsfreiheit und Transparenz
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In-den-Reader-Einspeis-Befehl!
http://plan3t.info
BibliothekarIn + Blog = Biblioblog
Biblioblogs — ist das nicht, wenn Bibliotheken ein eigenes Weblog betreiben?
Nein, mit Biblioblogs sind (hier jedenfalls) Weblogs von BibliothekarInnen gemeint. Manchmal werden die zwar auch für Informationseinrichtungen, Berufsverbände etc. geschrieben. Bei den meisten handelt es sich jedoch um unabhängige, eigene Medien von BerufskollegInnen, die sich über bibliothekarische und andere Themen austauschen wollen. Unabhängig von den AGBs eines Plattform-Eigentümers, unabhängig von Redaktionspolitik, Anzeigenkunden, Abogebühren, Erscheinungsdatum etc. einer Branchenzeitschrift.
Was, 100 Blogs?? Seid ihr, ja seid ihr denn… — Ja, wir sind!
Biblioblogs machen niemanden berühmt, aber sie machen auch niemanden arm: Blog aufrufen, neue Beiträge überfliegen, wenn was gefällt länger lesen — das war’s. Das war’s jedenfalls im Jahr 2001, da gab es ca. ein deutschsprachiges Biblioblog, Netbib. Im Jahr 2011 gibt’s ca. 100 davon. Um es so einfach zu haben wie früher, gibt es einen Aggregator, einen sogenannten Planet. Hier kann man alle Neuigkeiten aus allen Blogs einer Community (hier eben: deutschsprachiger BiblioblogautorInnen) überfliegen, durchsuchen, lesen und weiterempfehlen.
Drei Wünsche frei
Die Zahl im Namen deutet es an, es handelt sich hier um den dritten Anlauf bei dem Versuch, mit einem “Planet Aggregator” Überblick über die deutschsprachigen Biblioblogs zu geben. (Näheres zu dieser Idee und ihrer Geschichte unter Was ist das hier?)
Darüber hinaus wollen wir aber auch ein paar Schlussfolgerungen aus der Diskussion über bibliothekarische Fachkommunikation in die Praxis umsetzen. Dazu werden nun verschiedene KollegInnen aus der Bibliotheks-Sphäre ihre Stimme ergreifen. Jeweils eine “Stimme” pro (Werk)Tag wird lesenswerte Bücher, Blogs, Artikel, Podcasts, Videoclips, Vorträge ansagen, vielleicht auch von Erfahrungen mit kommerzieller und nichtkommerzieller Bibliothekssoftware berichten oder was auch immer die Stimme für empfehlenswert oder diskussionswürdig hält.
http://plan3t.info
BibliothekarIn + Blog = Biblioblog
Biblioblogs — ist das nicht, wenn Bibliotheken ein eigenes Weblog betreiben?
Nein, mit Biblioblogs sind (hier jedenfalls) Weblogs von BibliothekarInnen gemeint. Manchmal werden die zwar auch für Informationseinrichtungen, Berufsverbände etc. geschrieben. Bei den meisten handelt es sich jedoch um unabhängige, eigene Medien von BerufskollegInnen, die sich über bibliothekarische und andere Themen austauschen wollen. Unabhängig von den AGBs eines Plattform-Eigentümers, unabhängig von Redaktionspolitik, Anzeigenkunden, Abogebühren, Erscheinungsdatum etc. einer Branchenzeitschrift.
Was, 100 Blogs?? Seid ihr, ja seid ihr denn… — Ja, wir sind!
Biblioblogs machen niemanden berühmt, aber sie machen auch niemanden arm: Blog aufrufen, neue Beiträge überfliegen, wenn was gefällt länger lesen — das war’s. Das war’s jedenfalls im Jahr 2001, da gab es ca. ein deutschsprachiges Biblioblog, Netbib. Im Jahr 2011 gibt’s ca. 100 davon. Um es so einfach zu haben wie früher, gibt es einen Aggregator, einen sogenannten Planet. Hier kann man alle Neuigkeiten aus allen Blogs einer Community (hier eben: deutschsprachiger BiblioblogautorInnen) überfliegen, durchsuchen, lesen und weiterempfehlen.
Drei Wünsche frei
Die Zahl im Namen deutet es an, es handelt sich hier um den dritten Anlauf bei dem Versuch, mit einem “Planet Aggregator” Überblick über die deutschsprachigen Biblioblogs zu geben. (Näheres zu dieser Idee und ihrer Geschichte unter Was ist das hier?)
Darüber hinaus wollen wir aber auch ein paar Schlussfolgerungen aus der Diskussion über bibliothekarische Fachkommunikation in die Praxis umsetzen. Dazu werden nun verschiedene KollegInnen aus der Bibliotheks-Sphäre ihre Stimme ergreifen. Jeweils eine “Stimme” pro (Werk)Tag wird lesenswerte Bücher, Blogs, Artikel, Podcasts, Videoclips, Vorträge ansagen, vielleicht auch von Erfahrungen mit kommerzieller und nichtkommerzieller Bibliothekssoftware berichten oder was auch immer die Stimme für empfehlenswert oder diskussionswürdig hält.
http://www.bundesarchiv.de/oeffentlichkeitsarbeit/meldungen/02583/index.html.de
" Fragen, die die Arbeit des Bundesarchivs betreffen, können nun in den 115-Servicecentern sofort beantwortet oder per E-Mail direkt an das Bundesarchiv weitergeleitet werden."
Wer testet?
" Fragen, die die Arbeit des Bundesarchivs betreffen, können nun in den 115-Servicecentern sofort beantwortet oder per E-Mail direkt an das Bundesarchiv weitergeleitet werden."
Wer testet?
KlausGraf - am Donnerstag, 1. September 2011, 13:02 - Rubrik: Staatsarchive
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http://www.slub-dresden.de/sammlungen/digitale-sammlungen/kollektionen/
Nach etwa einem Dreivierteljahr gibt es wieder RSS-Feeds, wobei es aber völlig daneben ist, wenn bei vielen alten Drucken im allgemeinen Feed (alle Sammlungen) nur NEU: [Kein Titel] steht!
Nach etwa einem Dreivierteljahr gibt es wieder RSS-Feeds, wobei es aber völlig daneben ist, wenn bei vielen alten Drucken im allgemeinen Feed (alle Sammlungen) nur NEU: [Kein Titel] steht!
KlausGraf - am Donnerstag, 1. September 2011, 12:10 - Rubrik: Digitale Bibliotheken
Erst jetzt gesehen:
http://commons.wikimedia.org/wiki/User_talk:Bundesarchiv-B6#Reverts_of_Imagen_clean_ups
Wenn Nachnutzer gegen die Lizenzbedingungen verstoßen, ist das nicht das Problem von Wikimedia Commons. Die Rechteinhaber müssen gegen die nicht lizenzkonforme Nutzung vorgehen, basta. Dass Wikimedia-Inhalte nicht lizenzkonform genutzt werden, ist seit vielen Jahren bekannt.
http://commons.wikimedia.org/wiki/User_talk:Bundesarchiv-B6#Reverts_of_Imagen_clean_ups
Wenn Nachnutzer gegen die Lizenzbedingungen verstoßen, ist das nicht das Problem von Wikimedia Commons. Die Rechteinhaber müssen gegen die nicht lizenzkonforme Nutzung vorgehen, basta. Dass Wikimedia-Inhalte nicht lizenzkonform genutzt werden, ist seit vielen Jahren bekannt.
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Non vidi: Kopitzsch, Franklin: Die Schularchive des Christianeums in (Hamburg-)Altona und der Gelehrtenschule in Meldorf. Quellenhinweise und -beispiele. In: ders. (Hrsg.): Erziehungs- und Bildungsgeschichte Schleswig-Holsteins von der Aufklärung bis zum Kaiserreich. Theorie, Fallstudien, Quellenkunde, Bibliographie. Neumünster 1981, S. 213-223 [zum Christianeum S. 214-218]
Siehe auch
http://archiv.twoday.net/stories/38760702/
KlausGraf - am Mittwoch, 31. August 2011, 21:33 - Rubrik: Staatsarchive
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M. J. F. Lucht, Nachrichten über die Bibliothek des Gymnasiums und die in derselben befindlichen Handschriften, in: Bericht über das
Königliche Christianeum in dem Schuljahre von Ostern 1877 bis Ostern 1878, Altona 1878, S. 1-22
Ist online:
http://www.archive.org/details/BerichtUeberDasKoeniglicheChristianeum1877-1878
http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Bericht_ueber_das_Koenigliche_Christianeum_1877-1878.pdf
Dr. Marx Johann Friedrich Lucht wurde 1804 geboren in Rendsburg, er war Rektor der gelehrten Schule in Kiel und von 1853 bis 1882 Direktor des Christianeums in Altona. Er starb am 2. Juli 1891 (freundliche Mitteilung von Frau Bibliothekarin Felicitas Noeske, Hamburg).
[ http://de.wikipedia.org/wiki/Marx_Johannes_Friedrich_Lucht ]
Zur Bibliothek der Anstalt:
http://agfnz.historikerverband.de/?p=503
http://de.wikipedia.org/wiki/Christianeum#Bibliothek
http://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Ex_Bibliotheca_Gymnasii_Altonani_(Hamburg)
http://134.76.163.162/fabian?Lehrerbibliothek_Des_Gymnasium_Christianeum
http://www.christianeum.org/ (ganz unten)
Speziell zu den Handschriften:
http://www.handschriftencensus.de/15810
http://books.google.de/books?id=MrkA3682xkYC&pg=PA209&&dq="Marx+Johannes+Friedrich+Lucht"
Foto von Lucht
Nachtrag
Auf ein hübsches Detail zu Lucht machte mich F. Noeske aufmerksam. Auf einer Seite des berühmten Dante-Codex des Christianeums, mit dem sich Lucht befasst hat, steht bei einem Verdammten ganz klein von einer Hand des 19. Jahrhunderts der Name Lucht. Dass Lucht selbst sich hier verewigt hat, ist nicht anzunehmen - war es womöglich ein Schüler, der seinen Lehrer hier verspottete?

Königliche Christianeum in dem Schuljahre von Ostern 1877 bis Ostern 1878, Altona 1878, S. 1-22
Ist online:
http://www.archive.org/details/BerichtUeberDasKoeniglicheChristianeum1877-1878
http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Bericht_ueber_das_Koenigliche_Christianeum_1877-1878.pdf
Dr. Marx Johann Friedrich Lucht wurde 1804 geboren in Rendsburg, er war Rektor der gelehrten Schule in Kiel und von 1853 bis 1882 Direktor des Christianeums in Altona. Er starb am 2. Juli 1891 (freundliche Mitteilung von Frau Bibliothekarin Felicitas Noeske, Hamburg).
[ http://de.wikipedia.org/wiki/Marx_Johannes_Friedrich_Lucht ]
Zur Bibliothek der Anstalt:
http://agfnz.historikerverband.de/?p=503
http://de.wikipedia.org/wiki/Christianeum#Bibliothek
http://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Ex_Bibliotheca_Gymnasii_Altonani_(Hamburg)
http://134.76.163.162/fabian?Lehrerbibliothek_Des_Gymnasium_Christianeum
http://www.christianeum.org/ (ganz unten)
Speziell zu den Handschriften:
http://www.handschriftencensus.de/15810
http://books.google.de/books?id=MrkA3682xkYC&pg=PA209&&dq="Marx+Johannes+Friedrich+Lucht"
Nachtrag
Auf ein hübsches Detail zu Lucht machte mich F. Noeske aufmerksam. Auf einer Seite des berühmten Dante-Codex des Christianeums, mit dem sich Lucht befasst hat, steht bei einem Verdammten ganz klein von einer Hand des 19. Jahrhunderts der Name Lucht. Dass Lucht selbst sich hier verewigt hat, ist nicht anzunehmen - war es womöglich ein Schüler, der seinen Lehrer hier verspottete?
http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/krauss1971
Krauß, Werner: Die Reutlinger Frischlin-Chronik: Bearbeitung - Vergleich mit der Fitzion-Chronik - Forschungen über M. Jakob Frischlin
Reutlingen, 1971
aus: Reutlinger Geschichtsblätter NF 9 (1971), S. 69-199
Zu Frischlin siehe
http://archiv.twoday.net/search?q=frischlin
Zu seinen Arbeiten über Reutlingen
http://archiv.twoday.net/stories/11897243/
Zur Fizion-Chronik:
http://de.wikisource.org/wiki/Reutlingen
Mein Dank gilt dem Autor, dem Stadtarchiv Reutlingen und der UB Heidelberg, die die Online-Stellung unbürokratisch ermöglichten.
Krauß ediert den Abschnitt über Reutlingen (1613) aus der (nicht namentlich gekennzeichneten) Frischlin-Handschrift Stuttgart, WLB, Cod. hist. fol. 138, eine Landesbeschreibung Württembergs, die 1715 für den Sammler Uffenbach abgeschrieben wurde.
http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/ihd/content/pageview/264843? (Handschriftenkatalog von Heyd I, S. 59)
Der Vermerk des Notars Hans Georg Anns zu Winnenden 1622 bezieht sich nicht auf die Autorschaft, sondern auf die Abschrift des Werks.
http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/krauss1971/0020
Bislang nicht bekannt war, dass eine weitere Überlieferung mit dem Vermerk von Anns 1622 in der Schönborn'schen Bibliothek zu Pommersfelden als Cod. 244 verwahrt wird (mir bekannt aus dem masch. Katalog von Schonath, Exemplar MGH-Bibliothek). Möglicherweise ist die Pommersfeldener Handschrift das Anns'sche Original?
Krauß, Werner: Die Reutlinger Frischlin-Chronik: Bearbeitung - Vergleich mit der Fitzion-Chronik - Forschungen über M. Jakob Frischlin
Reutlingen, 1971
aus: Reutlinger Geschichtsblätter NF 9 (1971), S. 69-199
Zu Frischlin siehe
http://archiv.twoday.net/search?q=frischlin
Zu seinen Arbeiten über Reutlingen
http://archiv.twoday.net/stories/11897243/
Zur Fizion-Chronik:
http://de.wikisource.org/wiki/Reutlingen
Mein Dank gilt dem Autor, dem Stadtarchiv Reutlingen und der UB Heidelberg, die die Online-Stellung unbürokratisch ermöglichten.
Krauß ediert den Abschnitt über Reutlingen (1613) aus der (nicht namentlich gekennzeichneten) Frischlin-Handschrift Stuttgart, WLB, Cod. hist. fol. 138, eine Landesbeschreibung Württembergs, die 1715 für den Sammler Uffenbach abgeschrieben wurde.
http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/ihd/content/pageview/264843? (Handschriftenkatalog von Heyd I, S. 59)
Der Vermerk des Notars Hans Georg Anns zu Winnenden 1622 bezieht sich nicht auf die Autorschaft, sondern auf die Abschrift des Werks.
http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/krauss1971/0020
Bislang nicht bekannt war, dass eine weitere Überlieferung mit dem Vermerk von Anns 1622 in der Schönborn'schen Bibliothek zu Pommersfelden als Cod. 244 verwahrt wird (mir bekannt aus dem masch. Katalog von Schonath, Exemplar MGH-Bibliothek). Möglicherweise ist die Pommersfeldener Handschrift das Anns'sche Original?
KlausGraf - am Mittwoch, 31. August 2011, 19:32 - Rubrik: Kodikologie
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http://motherboard.tv/2011/8/29/the-copyright-nightmare-of-i-have-a-dream--2
If you weren’t alive to witness Martin Luther King’s “I Have a Dream” speech on the Washington Mall 48 years ago this week, you might try to switch on the old YouTube and dial it up. But you won’t find it there or anywhere else; rights to its usage remain with King and his family.
Update (German)
https://plus.google.com/u/0/117546351384071338747/posts/e6TS31dQqLd
If you weren’t alive to witness Martin Luther King’s “I Have a Dream” speech on the Washington Mall 48 years ago this week, you might try to switch on the old YouTube and dial it up. But you won’t find it there or anywhere else; rights to its usage remain with King and his family.
Update (German)
https://plus.google.com/u/0/117546351384071338747/posts/e6TS31dQqLd
KlausGraf - am Mittwoch, 31. August 2011, 16:44 - Rubrik: English Corner
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Das Bundesarchiv hat sie digitalisiert und mit einem Kommentar online gestellt:
http://www.bundesarchiv.de/oeffentlichkeitsarbeit/bilder_dokumente/02581/index.html.de
Es steht nicht zweifelsfrei fest, dass das Bundesarchiv keine Einwilligung der Angehörigen eingeholt hat, aber ich gehe davon aus, dass eine solche nicht vorliegt.
Soweit eine Geheimhaltung nach § 2 Abs. 4 Bundesarchivgesetz zu erwägen wäre, die ich nicht sehe, beseitigt § 5 Abs. 3 die starre 60-Jahresfrist, da die Unterlagen vor 1949 entstanden sind. Eine Benutzung (und Veröffentlichung) ist bei "Wahrnehmung berechtigter Belange" möglich.
Für die Verkürzung der langen 30-Jahresfrist nach dem Tod der Person gilt § 5 Abs. 5: " Liegt die Einwilligung des Betroffenen nicht vor, können die Schutzfristen nach Absatz 1 Satz 1 und Absatz 2 verkürzt werden, wenn die Benutzung für ein wissenschaftliches Forschungsvorhaben oder zur Wahrnehmung berechtigter Belange unerlässlich ist, die im überwiegenden Interesse einer anderen Person oder Stelle liegen, und eine Beeinträchtigung schutzwürdiger Belange durch angemessene Maßnahmen, insbesondere durch Vorlage anonymisierter Reproduktionen, ausgeschlossen werden kann. Für Personen der Zeitgeschichte und Amtsträger in Ausübung ihres Amtes können die Schutzfristen nach Absatz 1 Satz 1 und Absatz 2 verkürzt werden, wenn die schutzwürdigen Belange des Betroffenen angemessen berücksichtigt werden."
Loriot kann als Person der Zeitgeschichte angesprochen werden, schutzwürdige Belange ergeben sich aus der Art der Unterlage und des langen Zeitablaufs aus meiner Sicht nicht. Ein Vergleich mit dem Fall Kinski geht daher in die Irre:
http://archiv.twoday.net/stories/5102928/#5710025
Das Bundesarchiv darf das Archivgut wissenschaftlich verwerten (§ 1 BArchG)und sich selbstverständlich auch auf die Kommunikationsgrundrechte des Art. 5 GG berufen. Die Veröffentlichung der Militärakte vor Ablauf der 30-Jahresfrist stellt angesichts des deutlich gewordenen überragenden öffentlichen Interesses an der Person Loriots aus meiner Sicht keine Rechtsverletzung dar.

http://www.bundesarchiv.de/oeffentlichkeitsarbeit/bilder_dokumente/02581/index.html.de
Es steht nicht zweifelsfrei fest, dass das Bundesarchiv keine Einwilligung der Angehörigen eingeholt hat, aber ich gehe davon aus, dass eine solche nicht vorliegt.
Soweit eine Geheimhaltung nach § 2 Abs. 4 Bundesarchivgesetz zu erwägen wäre, die ich nicht sehe, beseitigt § 5 Abs. 3 die starre 60-Jahresfrist, da die Unterlagen vor 1949 entstanden sind. Eine Benutzung (und Veröffentlichung) ist bei "Wahrnehmung berechtigter Belange" möglich.
Für die Verkürzung der langen 30-Jahresfrist nach dem Tod der Person gilt § 5 Abs. 5: " Liegt die Einwilligung des Betroffenen nicht vor, können die Schutzfristen nach Absatz 1 Satz 1 und Absatz 2 verkürzt werden, wenn die Benutzung für ein wissenschaftliches Forschungsvorhaben oder zur Wahrnehmung berechtigter Belange unerlässlich ist, die im überwiegenden Interesse einer anderen Person oder Stelle liegen, und eine Beeinträchtigung schutzwürdiger Belange durch angemessene Maßnahmen, insbesondere durch Vorlage anonymisierter Reproduktionen, ausgeschlossen werden kann. Für Personen der Zeitgeschichte und Amtsträger in Ausübung ihres Amtes können die Schutzfristen nach Absatz 1 Satz 1 und Absatz 2 verkürzt werden, wenn die schutzwürdigen Belange des Betroffenen angemessen berücksichtigt werden."
Loriot kann als Person der Zeitgeschichte angesprochen werden, schutzwürdige Belange ergeben sich aus der Art der Unterlage und des langen Zeitablaufs aus meiner Sicht nicht. Ein Vergleich mit dem Fall Kinski geht daher in die Irre:
http://archiv.twoday.net/stories/5102928/#5710025
Das Bundesarchiv darf das Archivgut wissenschaftlich verwerten (§ 1 BArchG)

KlausGraf - am Mittwoch, 31. August 2011, 16:00 - Rubrik: Archivrecht

http://www.literaturcafe.de/warnhinweis.gif
Zum Thema:
http://www.boersenverein.de/de/portal/index.html?meldung_id=453808
http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,782756,00.html
Die Verbände dagegen interpretierten augenscheinlich die meisten Downloads, die nicht "kostenpflichtig" waren, als illegal. Die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) erklärte, wenn die Befragten als Quellen "Tauschbörsen / Sharehoster/ private Websites / Blogs / Foren / ftp-Server / Newsgroups" angegeben hätten, seien diese Downloads als illegal gezählt worden. Dabei gibt es selbstverständlich gewaltige Mengen an völlig legalen Buch-Downloads in PDF, ePub oder einem anderen Format.
KlausGraf - am Mittwoch, 31. August 2011, 15:47 - Rubrik: Unterhaltung
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Dass man zu älteren Tweets in Twitter nicht zurückblättern kann und auch die Twitter-Suchmaschine diese nicht zuverlässig und vollständig dokumentiert, hat mich immer geärgert. 2010 wurde bekannt, dass die Library of Congress Twitter archivieren will:
http://archiv.twoday.net/stories/6291039/
Von Google+ bin ich ja begeistert, aber in Sachen Archivierung ist es vielleicht noch weniger zuverlässig. Es ist zwar immer noch nicht öffentlich zugänglich, aber es steht nicht zu erwarten, dass die im folgenden geschilderte unerfreuliche Sachlage sich bei dem offiziellen Start des Netzwerks "für alle" - wann immer der erfolgen wird - ändern wird. (Wer eingeladen werden will, teilt mir bitte seine Mail mit.)
Schon seit längerem war mir klar, dass Google sein eigenes Produkt nur lückenhaft in der Websuche erfasst (und da selbstverständlich auch nur die öffentlichen Meldungen). Eine G+-eigene Suchmaschine existiert nicht.
Nun fand Arun Shroff heraus:
"Google+ limits Viewing to the last 250 posts for any profile"
https://plus.google.com/u/0/107797841320768724118/posts/TPGWetmLkeF
Das sei ein Bug, beschwichtigte Vic Gundotra von Google.
Aber Bernhard Assmann fragte mich nach den Auswirkungen auf Google-Takeout, also die Möglichkeit, die Inhalte des eigenen Streams (und einiger anderer Angebote) lokal zu sichern. Und richtig: Es werden offenbar immer nur 250 Einträge des Streams gesichert.
Seit Anfang Juli dabei
http://archiv.twoday.net/stories/31624054/
machte ich als Test einen Takeout am 28.7.2011, der hinsichtlich des Streams 250 Dateien umfasst. Ein Teil (mutmaßlich die älteren) trägt im Dateinamen ein Datum, das älteste ist der 18.7., der Rest den Textbeginn der Meldung. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich schon sicher erheblich mehr als 250 Meldungen abgesetzt. Der Takeout bietet aber immer nur 250 Meldungen auf einmal an.
Wer seinen Stream im Augenblick sichern möchte, muss also alle 250 G+Meldungen einen Takeout vornehmen!
http://archiv.twoday.net/stories/6291039/
Von Google+ bin ich ja begeistert, aber in Sachen Archivierung ist es vielleicht noch weniger zuverlässig. Es ist zwar immer noch nicht öffentlich zugänglich, aber es steht nicht zu erwarten, dass die im folgenden geschilderte unerfreuliche Sachlage sich bei dem offiziellen Start des Netzwerks "für alle" - wann immer der erfolgen wird - ändern wird. (Wer eingeladen werden will, teilt mir bitte seine Mail mit.)
Schon seit längerem war mir klar, dass Google sein eigenes Produkt nur lückenhaft in der Websuche erfasst (und da selbstverständlich auch nur die öffentlichen Meldungen). Eine G+-eigene Suchmaschine existiert nicht.
Nun fand Arun Shroff heraus:
"Google+ limits Viewing to the last 250 posts for any profile"
https://plus.google.com/u/0/107797841320768724118/posts/TPGWetmLkeF
Das sei ein Bug, beschwichtigte Vic Gundotra von Google.
Aber Bernhard Assmann fragte mich nach den Auswirkungen auf Google-Takeout, also die Möglichkeit, die Inhalte des eigenen Streams (und einiger anderer Angebote) lokal zu sichern. Und richtig: Es werden offenbar immer nur 250 Einträge des Streams gesichert.
Seit Anfang Juli dabei
http://archiv.twoday.net/stories/31624054/
machte ich als Test einen Takeout am 28.7.2011, der hinsichtlich des Streams 250 Dateien umfasst. Ein Teil (mutmaßlich die älteren) trägt im Dateinamen ein Datum, das älteste ist der 18.7., der Rest den Textbeginn der Meldung. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich schon sicher erheblich mehr als 250 Meldungen abgesetzt. Der Takeout bietet aber immer nur 250 Meldungen auf einmal an.
Wer seinen Stream im Augenblick sichern möchte, muss also alle 250 G+Meldungen einen Takeout vornehmen!
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Wie immer ausgezeichnet Otto Vervaart:
http://rechtsgeschiedenis.wordpress.com/2011/08/30/comparing-legal-history-portals/
http://rechtsgeschiedenis.wordpress.com/2011/08/30/comparing-legal-history-portals/
KlausGraf - am Mittwoch, 31. August 2011, 14:52 - Rubrik: Geschichtswissenschaft
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Aber kein Hinweis in den Metadaten:
http://tudigit.ulb.tu-darmstadt.de/show/Hs-752
Wirklich gutes digitales Anschauungsmaterial für einen Codex rescriptus sähe anders aus. Ob es möglich gewesen wäre, die überschriebenen Teile mit besonderen Aufnahmetechniken wiederzugeben? Richtig ist, dass man bei der Digitalisierung nur die oberflächliche Textebene in den Blick genommen und die komplexe Tiefenstruktur des Bandes völlig ignoriert hat. Aber was will man auch von einer Bibliothek erwarten, die unendlich lange braucht, bereits lange vorliegende Digitalisate ins Netz zu bringen?
http://tudigit.ulb.tu-darmstadt.de/show/Hs-752
Wirklich gutes digitales Anschauungsmaterial für einen Codex rescriptus sähe anders aus. Ob es möglich gewesen wäre, die überschriebenen Teile mit besonderen Aufnahmetechniken wiederzugeben? Richtig ist, dass man bei der Digitalisierung nur die oberflächliche Textebene in den Blick genommen und die komplexe Tiefenstruktur des Bandes völlig ignoriert hat. Aber was will man auch von einer Bibliothek erwarten, die unendlich lange braucht, bereits lange vorliegende Digitalisate ins Netz zu bringen?
KlausGraf - am Mittwoch, 31. August 2011, 14:35 - Rubrik: Kodikologie
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Das erste Heft (mit ganz viel Werbung) gibts kostenlos - zum Anfixen, wie der Drogenrechtler sagt.
http://rsw.beck.de/rsw/upload/ZD/ZD_01-2011.pdf
Zu den Mitherausgebern zählt Thomas Hoeren, von dem ich mehr Verständnis für Open Access erwartet hätte.
http://rsw.beck.de/rsw/upload/ZD/ZD_01-2011.pdf
Zu den Mitherausgebern zählt Thomas Hoeren, von dem ich mehr Verständnis für Open Access erwartet hätte.
KlausGraf - am Mittwoch, 31. August 2011, 13:46 - Rubrik: Datenschutz
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Exploring the Participatory Archives
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Wolf Thomas - am Mittwoch, 31. August 2011, 13:32 - Rubrik: Web 2.0
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What's Next? A Preview of Archives 3.0
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Wolf Thomas - am Mittwoch, 31. August 2011, 11:43 - Rubrik: Web 2.0
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http://www.landesarchiv-bw.de/web/notfallverbund_der_karlsruher_kultureinrichtungen_gegruendet/52810
Auf Initiative des Generallandesarchivs Karlsruhe haben sich die Badische Landesbibliothek, das Stadtarchiv, das Kreisarchiv, das Landeskirchliche Archiv mit der Landeskirchlichen Bibliothek, das Karlsruhe Institut für Technologie mit seinem Archiv, dem Südwestdeutschen Archiv für Architektur und Ingenieursbau sowie der Bibliothek, das Oberrheinische Literaturarchiv des Museums für Literatur am Oberrhein, die Staatliche Kunsthalle und das Badische Landesmuseum zum Karlsruher Notfallverbund zusammengeschlossen.
Auf Initiative des Generallandesarchivs Karlsruhe haben sich die Badische Landesbibliothek, das Stadtarchiv, das Kreisarchiv, das Landeskirchliche Archiv mit der Landeskirchlichen Bibliothek, das Karlsruhe Institut für Technologie mit seinem Archiv, dem Südwestdeutschen Archiv für Architektur und Ingenieursbau sowie der Bibliothek, das Oberrheinische Literaturarchiv des Museums für Literatur am Oberrhein, die Staatliche Kunsthalle und das Badische Landesmuseum zum Karlsruher Notfallverbund zusammengeschlossen.
KlausGraf - am Mittwoch, 31. August 2011, 00:49 - Rubrik: Bestandserhaltung
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KlausGraf - am Mittwoch, 31. August 2011, 00:43 - Rubrik: Staatsarchive
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Farbdigitalisat des Deutschen Schiffahrtmuseums:
http://ww2.dsm.museum/seebuch/
Der Codex stammt aus dem 15. Jahrhundert.
Zu
http://www.handschriftencensus.de/4869
http://ww2.dsm.museum/seebuch/
Der Codex stammt aus dem 15. Jahrhundert.
Zu
http://www.handschriftencensus.de/4869
KlausGraf - am Dienstag, 30. August 2011, 19:49 - Rubrik: Kodikologie
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Richard Poynders neues Interview:
http://poynder.blogspot.com/2011/08/open-access-interviews-wellcome-trusts.html
http://poynder.blogspot.com/2011/08/open-access-interviews-wellcome-trusts.html
KlausGraf - am Dienstag, 30. August 2011, 18:45 - Rubrik: Open Access
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http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,782873,00.html
Zur Hege der Rebstöcke zogen mit Hacken und Spaten im Jahr 1563 die Bediensteten des Reichsritters Anton Waldbott von Bassenheim in dessen üppige Weinberge. Plötzlich stieß einer der Arbeiter auf ein Römergrab. Darin lagen Münzen und eine schwarze Urne mit Gebeinen. Dem Adligen reichte der schaurige Anblick nicht. Er ließ den Knochentopf mit einer pompösen Silberfassung verzieren. Nach dem Verschönern prahlte er, das "Gefes" sei echt.
Was es ja nun nicht mehr war.
Der Totenbehälter ist Teil einer Ausstellung im schweizerischen Neuchâtel, die erstaunliche Schwindeleien aus der Geschichte zeigt. Pharaonenbüsten, hergestellt in den verwinkelten Gassen Kairos, sind im Museum "Laténium" ebenso zu sehen wie etruskische Imitat-Vasen und vergoldete Druidensicheln, gefertigt in listiger Absicht.
"L'âge du Faux" - das Zeitalter der Fälschungen - führt in eine Schattenwelt aus kriminellen Künstlern, Hehlern und vom Ehrgeiz besessenen Forschern, die sich nur allzu leicht hinters Licht führen ließen.
Siehe auch
http://www.latenium.ch/flashblocks/data/pdf/age_du_faux_A4.pdf
Zur Hege der Rebstöcke zogen mit Hacken und Spaten im Jahr 1563 die Bediensteten des Reichsritters Anton Waldbott von Bassenheim in dessen üppige Weinberge. Plötzlich stieß einer der Arbeiter auf ein Römergrab. Darin lagen Münzen und eine schwarze Urne mit Gebeinen. Dem Adligen reichte der schaurige Anblick nicht. Er ließ den Knochentopf mit einer pompösen Silberfassung verzieren. Nach dem Verschönern prahlte er, das "Gefes" sei echt.
Was es ja nun nicht mehr war.
Der Totenbehälter ist Teil einer Ausstellung im schweizerischen Neuchâtel, die erstaunliche Schwindeleien aus der Geschichte zeigt. Pharaonenbüsten, hergestellt in den verwinkelten Gassen Kairos, sind im Museum "Laténium" ebenso zu sehen wie etruskische Imitat-Vasen und vergoldete Druidensicheln, gefertigt in listiger Absicht.
"L'âge du Faux" - das Zeitalter der Fälschungen - führt in eine Schattenwelt aus kriminellen Künstlern, Hehlern und vom Ehrgeiz besessenen Forschern, die sich nur allzu leicht hinters Licht führen ließen.
Siehe auch
http://www.latenium.ch/flashblocks/data/pdf/age_du_faux_A4.pdf
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Gerd Schwerhoff und Mareike König haben dazu Stellung genommen:
http://archiv.twoday.net/stories/38750409/#38759577
Update: Auch K. H. Schneider
http://archiv.twoday.net/stories/38750409/#38759577
Update: Auch K. H. Schneider
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http://netzpolitik.org/2011/borsenverein-geht-mit-urheberrechtsverletzung-gegen-diese-vor/
Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels hat heute zusammen mit der GVU und der Musikindustrie den Nachfolger der Brennerstudie vorgestellt. Darüber hatte bereits Linus kurz berichtet. Das Bündnis fordert u.a. die Wiedereinführung der Vorratsdatenspeicherung, den Versand von Warnhinweisen an Urheberrechtsverletzer (2-Strikes) und zumindest die GVU fordert heute auch wieder die Errichtung einer Netzzensur-Infrastruktur. Weil Urheberrechtsverletzungen müssen streng bestraft werden.
Interessant ist aber ein anderes kleines Detail, auf das Heise zwischen den Zeilen verweist.
Um die eigene Pressemitteilung mit einem Smartphone zu illustrieren und damit etwas hip zu wirken, hat der Börsenverein des Deutschen Buchhandels im Internet gesucht. Gefunden hat man ein Bild auf Flickr und den Urheber selbstverständlich verlinkt und genannt. Nur: Das mit der Creative Commons Lizenz und die Nennung dieser bei Verwendung des Fotos hat man offensichtlich nicht verstanden, sonst hätte man diese angegeben. Damit hat der Börsenverein des Deutschen Buchhandels eine Urheberrechtsverletzung begangen.
Ist es denn so schwierig??? Das sollten doch selbst die Deppen von den Rechteverwertern kapieren.
Erstens: den Fotografen (oder die Fotografin) nennen.
Zweitens: die Lizenz angeben (Link zur jeweiligen Creative Commons-Lizenz).
Wir üben das jetzt noch mal:
Foto: Cristian Eslavan
http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/

Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels hat heute zusammen mit der GVU und der Musikindustrie den Nachfolger der Brennerstudie vorgestellt. Darüber hatte bereits Linus kurz berichtet. Das Bündnis fordert u.a. die Wiedereinführung der Vorratsdatenspeicherung, den Versand von Warnhinweisen an Urheberrechtsverletzer (2-Strikes) und zumindest die GVU fordert heute auch wieder die Errichtung einer Netzzensur-Infrastruktur. Weil Urheberrechtsverletzungen müssen streng bestraft werden.
Interessant ist aber ein anderes kleines Detail, auf das Heise zwischen den Zeilen verweist.
Um die eigene Pressemitteilung mit einem Smartphone zu illustrieren und damit etwas hip zu wirken, hat der Börsenverein des Deutschen Buchhandels im Internet gesucht. Gefunden hat man ein Bild auf Flickr und den Urheber selbstverständlich verlinkt und genannt. Nur: Das mit der Creative Commons Lizenz und die Nennung dieser bei Verwendung des Fotos hat man offensichtlich nicht verstanden, sonst hätte man diese angegeben. Damit hat der Börsenverein des Deutschen Buchhandels eine Urheberrechtsverletzung begangen.
Ist es denn so schwierig??? Das sollten doch selbst die Deppen von den Rechteverwertern kapieren.
Erstens: den Fotografen (oder die Fotografin) nennen.
Zweitens: die Lizenz angeben (Link zur jeweiligen Creative Commons-Lizenz).
Wir üben das jetzt noch mal:
Foto: Cristian Eslavan
http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/

KlausGraf - am Dienstag, 30. August 2011, 17:10 - Rubrik: Archivrecht
Am 28. August spät abends in Düsseldorf zur Digitalisierung vorgeschlagen und heute schon online: Felix Schloemps Stilblütenlese. Eine Kostprobe:
http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/ihd/content/pageview/3123226
Herzlichen Dank für die rasche Bereitstellung an die ULB!
http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/ihd/content/pageview/3123226
Herzlichen Dank für die rasche Bereitstellung an die ULB!
KlausGraf - am Dienstag, 30. August 2011, 11:09 - Rubrik: Digitale Bibliotheken
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Wolf Thomas - am Dienstag, 30. August 2011, 10:28 - Rubrik: Bibliothekswesen
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http://kug1.ub.uni-koeln.de/portal/opac?view=kapsel
35.000 Artikel aus der Zeit von ca. 1840 bis 1969 zu Themen und Personen rund um Köln und das Rheinland sind zwar im Netz, aber extrem umständlich benutzbar, da der Viewer keine direkte Adressierung der betreffenden Seite zulässt. Ein nicht verlinkbares Angebot ist zwar besser als gar kein Online-Angebot, aber weit entfernt von best practice!
Unter 1,33a ff. gibt es einen Artikel zur Kanonenkugelpost bei der Neusser Belagerung 1475:
http://www.ub.uni-koeln.de/cdm4/document.php?CISOROOT=/zas&CISOPTR=874&REC=1
35.000 Artikel aus der Zeit von ca. 1840 bis 1969 zu Themen und Personen rund um Köln und das Rheinland sind zwar im Netz, aber extrem umständlich benutzbar, da der Viewer keine direkte Adressierung der betreffenden Seite zulässt. Ein nicht verlinkbares Angebot ist zwar besser als gar kein Online-Angebot, aber weit entfernt von best practice!
Unter 1,33a ff. gibt es einen Artikel zur Kanonenkugelpost bei der Neusser Belagerung 1475:
http://www.ub.uni-koeln.de/cdm4/document.php?CISOROOT=/zas&CISOPTR=874&REC=1
KlausGraf - am Montag, 29. August 2011, 23:51 - Rubrik: Digitale Bibliotheken
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Das Wort von Adeligen gilt nichts mehr. Die 2003 erzielte Zusicherung, dass die Darmstädter Madonna, Eigentum des Hauses Hessen, in Darmstadt bleiben soll, wird von den einstigen Feudalherren und Unterdrückern kaltschnäuzig gebrochen, weil Schrauben-Würth, Aufkäufer der Donaueschinger altdeutschen Gemälde, mit dem Scheckbuch winkte.
http://www.echo-online.de/nachrichten/kunstundkultur/holbeinmadonna./Ein-Bild-und-seine-Geschichte;art1161,2004092
http://www.echo-online.de/nachrichten/kunstundkultur/Landesregierung-Holbein-Verkauf-ist-kein-Vertragsbruch;art1161,2040278
http://renegadenation.wordpress.com/2011/07/14/holbein-madonna-wird-verkauft/
http://www.echo-online.de/nachrichten/kunstundkultur/holbeinmadonna./Haus-Hessen-verkauft-Darmstadts-Holbein-Madonna;art1161,2000323
"der Kauf wurde durch den Kunstberater Christoph Graf Douglas vermittelt"
In der FAZ schleimt denn auch Frau Gropp
http://www.faz.net/artikel/C30997/holbein-madonna-deutschlands-teuerstes-kunstwerk-30462688.html
http://www.faz.net/artikel/C30840/begehrtes-kunstwerk-keine-hoffnung-auf-verbleib-der-holbein-madonna-in-hessen-30487679.html
http://www.faz.net/artikel/C30745/holbein-madonna-unsere-moeglichkeiten-sind-einfach-gering-30486905.html
Danke an Peter Brunner:
https://plus.google.com/u/0/117546351384071338747/posts/a2DLK6GyT5C

http://de.wikipedia.org/wiki/Darmst%C3%A4dter_Madonna
http://www.echo-online.de/nachrichten/kunstundkultur/holbeinmadonna./Ein-Bild-und-seine-Geschichte;art1161,2004092
http://www.echo-online.de/nachrichten/kunstundkultur/Landesregierung-Holbein-Verkauf-ist-kein-Vertragsbruch;art1161,2040278
http://renegadenation.wordpress.com/2011/07/14/holbein-madonna-wird-verkauft/
http://www.echo-online.de/nachrichten/kunstundkultur/holbeinmadonna./Haus-Hessen-verkauft-Darmstadts-Holbein-Madonna;art1161,2000323
"der Kauf wurde durch den Kunstberater Christoph Graf Douglas vermittelt"
In der FAZ schleimt denn auch Frau Gropp
http://www.faz.net/artikel/C30997/holbein-madonna-deutschlands-teuerstes-kunstwerk-30462688.html
http://www.faz.net/artikel/C30840/begehrtes-kunstwerk-keine-hoffnung-auf-verbleib-der-holbein-madonna-in-hessen-30487679.html
http://www.faz.net/artikel/C30745/holbein-madonna-unsere-moeglichkeiten-sind-einfach-gering-30486905.html
Danke an Peter Brunner:
https://plus.google.com/u/0/117546351384071338747/posts/a2DLK6GyT5C
http://de.wikipedia.org/wiki/Darmst%C3%A4dter_Madonna
Mit der Karlsruher Handschrift St. Peter pap. 23 ist nun eine der beiden vollständigen Handschriften der deutschsprachigen Exempelsammlung "Der Seelen Wurzgarten" online:
http://digital.blb-karlsruhe.de/blbhsl/content/titleinfo/256781
Grundlegende Erkentnisse zu dem Werk werden Werner Williams-Krapp verdankt. Sein zusammenfassender (wenngleich nicht von Fehlern freier) Artikel im Verfasserlexikon - Werner Williams-Krapp, 'Der Seelen Wurzgarten', in: 2VL 8 (1992), Sp. 1027-1029 - ist bei Libreka einsehbar:
http://www.libreka.de/9783110126907/522
Werner Williams-Krapp, Exempla im heilsgeschichtlichen Kontext. Zum 'Seelenwurzgarten', in: Exempel und Exempelsammlungen, hg. von Walter Haug und Burghart Wachinger (Fortuna vitrea 2), Tübingen 1991, S. 208-222 und
Heike Annette Burmeister, Der 'Judenknabe'. Studien und Texte zu einem mittelalterlichen Marienmirakel in deutscher Überlieferung (Göppinger Arbeiten zur Germanistik 654), Göppingen 1998
http://books.google.de/books?id=4apbAAAAMAAJ&q=jakob+f%C3%BCrst+widmann+georg
liegen mir derzeit nicht vor.
An online einsehbarer Sekundärliteratur nenne ich Niesner 2007
http://www.uni-salzburg.at/pls/portal/docs/1/1165210.PDF
und den Abschnitt bei Duntze 2007, S. 156-159
http://books.google.de/books?id=iochsYU1g9UC&pg=PA157&dq="Exempla+im+heilsgeschichtlichen+Kontext"
1. Zur Karlsruher Handschrift
Anders als die Metadaten des Digitalisats in Übernahme der Angaben des Katalogs von Klaus Niebler 1969 suggerieren
http://digital.blb-karlsruhe.de/blbihd/content/pageview/67987
wurde die Handschrift wohl nicht 1467 im Kloster Comburg geschrieben, denn es gibt keinen Anhaltspunkt, dass es sich um die "Urhandschrift" handelt. Ermittlungen zu den Wasserzeichen liegen nicht vor. Beigebunden ist der üblicherweise um 1474 datierte Melusinendruck GW 12656
http://gesamtkatalogderwiegendrucke.de/docs/GW12656.htm
Möglicherweise ist die Karlsruher Handschrift erst in den 1470er Jahren niedergeschrieben worden. Williams-Krapp datiert laut Handschriftencensus "nach 1469".
2. Handschriftliche Überlieferung
http://www.handschriftencensus.de/werke/2301 enthält nicht alle von Williams-Krapp nachgewiesenen Exzerpte. Man muss ergänzend die Liste der Handschriften, die auf die Überlieferungsliste von Williams-Krapp verweisen, heranziehen:
■Augsburg, Universitätsbibl., Cod. III.1.2° 14
■Breslau / Wrocław, Universitätsbibl., Cod. I D 41a
■Heidelberg, Universitätsbibl., Cpg 109
(Bl. 145r-147r, der Handschriftenkatalog ohne Erwähnung des Seelenwurzgartens:
http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/zimmermann2003/0321 )
■Karlsruhe, Landesbibl., Cod. Donaueschingen 120
■Karlsruhe, Landesbibl., Cod. Donaueschingen 245
■Karlsruhe, Landesbibl., Cod. St. Peter pap. 23
■München, Staatsbibl., Cgm 275
■München, Staatsbibl., Cgm 286
■München, Staatsbibl., Cgm 371
■München, Staatsbibl., Cgm 523
■München, Staatsbibl., Cgm 8108
■Solothurn, Zentralbibl., Cod. S 398
Der Häberlin'sche Handschriftenkatalog der Bibliothek des Ulmer Bürgermeisters Raymund Krafft - Franz Dominicus Häberlin, Catalogus Bibliothecae [...] Raymundo Krafft de Delmensingen, Ulm 1739 - steht mir nicht zur Verfügung [2012 online, siehe unten], aber es sieht nicht danach aus, dass die Krafftsche Handschrift des Seelenwurzgartens, die wie die Karlsruher Handschrift und Cgm 275 den lateinischen Einleitungsvermerk hatte, mit einer der beiden identisch ist. Dieser Vermerk wird zitiert in Schelhorns Amoenitates 1725 Bd. 3, S. 56
http://books.google.de/books?id=19EpAAAAYAAJ&pg=PA56
und in der verbesserten Zweitauflage von 1730:
http://books.google.com/books?id=UrkTAAAAQAAJ&pg=PA56
3. Digitalisate der Inkunabeln und Frühdrucke
Digitalisate der Inkunabeln weist nach:
http://www.gesamtkatalogderwiegendrucke.de/docs/SEELENW.htm
Die Ulmer Ausgabe vom 26. Juli 1483 ist mit 134 Holzschnitten geschmückt:
http://daten.digitale-sammlungen.de/bsb00031609/image_6
Die Augsburger Ausgabe von 1504:
http://daten.digitale-sammlungen.de/bsb00001872/image_3
Straßburger Ausgabe von 1515:
http://daten.digitale-sammlungen.de/bsb00001887/image_7
VD 16 S 5277 ist vom MDZ noch nicht digitalisiert worden.
4. Quellenanalyse
Diese wurde von Karin Schneider in zwei ihrer Münchner Handschriftenkataloge weitgehend geleistet:
http://www.manuscripta-mediaevalia.de/hs/katalogseiten/HSK0043_a217_JPG.htm zur anderen vollständigen Handschrift Cgm 275
http://www.manuscripta-mediaevalia.de/hs/katalogseiten/HSK0044_b082_JPG.htm zu Cgm 371 aus Rebdorf
5. Entstehungskontext
Es gibt offenbar keine Handschriften, die sicher vor 1467, dem Datum des Einleitungsvermerks, zurückreichen. Die Wasserzeichen der Handschrift der UB Augsburg weisen auf den Zeitraum 1464-1469:
http://www.manuscripta-mediaevalia.de/hs/katalogseiten/HSK0148_a171_JPG.htm
Das Werk muss jedenfalls sehr schnell von der Komburg nach Ostschwaben gelangt sein, wenn man an der Zuverlässigkeit des Einleitungsvermerks für das gesamte Werk festhalten will.
Die zu weitgehenden, methodisch fragwürdigen Angaben von Williams-Krapp habe ich mit der in einer Fußnote gebotenen Kürze bereits 1995 zurückgewiesen:
http://www.freidok.uni-freiburg.de/volltexte/5242/pdf/Graf_ordensreform.pdf (S. 155)
Williams-Krapp stilisiert den Komburger Abt zu einem Reformanhänger hoch, aber der maßgeblichen Arbeit von Jooß kann man geradezu das Gegenteil entnehmen. Anders als im ²VL angegeben waren die beiden allzu hypothetisch in die Runde geworfenen Personen Fürst und Widman keine Konventualen, und "ob complacenciam" möchte ich nicht als Auftrag werten. Mit Niebler gehe ich von "geschrieben mit Erlaubnis des Abtes [...] aus Vorlagen der Bibliothek" aus. Das im Werk vorhandene Zeugnis eines Tückelhäuser Kartäusers verweist auf das Bistum Würzburg und den monastischen Bereich, zugegeben. Aber ansonsten bleiben Verfasserschaft und Entstehungskontext im Dunkeln.
Unsinnig ist es wenn Duntze S. 167f. die Laienbrüder als Primärpublikum des Seelenwurzgartens anspricht, und absurd wird es, wenn er die auf dem Titelblatt des Hupfuff-Drucks bei den Weltlichen zunächst an die Laienbrüder denken will.
Ich wiederhole meine These von 1995: Entscheidend war die Allianz von reformgesinnten Mönchen, Weltgeistlichen und Laien für die Verbreitung religiöser Literatur in der Volkssprache - in Handschrift und Druck.
Durch das Medium des Drucks ist die von Williams-Krapp behauptete Dominanz der Verbreitungswege der Ordensreform spätestens ab dem vierten Viertel des 15. Jahrhunderts nicht mehr gegeben. 1475 ist dabei keine wirkliche Zäsur, vielmehr orientiert sich die Zeitangabe an den üblichen Datierungsspielräumen der Handschriftenkataloge. Für die Verbreitung gedruckter Literatur - auch in den Klöstern - war der Buchhandel entscheidend, wenngleich nach wie vor Bücher zwischen den Klöstern ausgetauscht wurden.
Für die zweite Hälfte des 15. Jahrhunderts bestreite ich also die These von der Dominanz der Verbreitung religiöser Werke durch die Ordensreform.
Für die Zeit um 1500 ist auch bei der Produktion religiöser Literatur mit anderen Einflüssen zu rechnen, wie ich im Fall des Thomas Finck gezeigt habe:
http://www.freidok.uni-freiburg.de/volltexte/4798/
Die Drucküberlieferung hat den Seelenwurzgarten über den monastischen Bereich hinaus als Erbauungsbuch auch in Laienkreisen populär gemacht. Dies mag man auch den drei folgenden Zeugnissen entnehmen.
6. Rezeption
Zur Popularität der Drucke notiere ich:
Nennung bei Werner Steiner im 16. Jh.
http://retro.seals.ch/digbib/view?rid=szg-004:1885:4::419&id=hitlist
Nennung bei Ulrich Zwingli
http://books.google.de/books?id=UW0uAAAAYAAJ&pg=RA1-PA132
1515 schrieb der Freiburger (CH) Peter Falk aus Venedig an seine Tochter:
"Du findest in miner libery der heiligen und der alten vätter läben. So ist der granatöpfel und die vierundzwentzig alten, ouch der seelenwurzgarten vorhanden, darin laß diner seelen wol sin."
http://books.google.de/books?pg=RA1-PA144 (US-Proxy)
Offenkundig wurde das Digitalisat gegen ein besseres ausgetauscht, der im Internet Archive gespiegelte Scan ist nicht brauchbar:
http://www.archive.org/stream/freiburgergesch01freigoog#page/n427/mode/2up
[Siehe jetzt:
http://www.archive.org/details/FreiburgerGeschichtsblaetter11-1905 ]
Nachtrag: Falk Eisermann sah freundlicherweise für mich im Haeberlin'schen Katalog nach (Mail vom 5.9.2011): Er nennt S.40f. 39f. Nr. 17 die besagte Seelenwurzgarten-Hs. und zitiert im Wesentlichen die bei Schelhorn (den er auch nennt) zitierte Stelle m. d. Bemerkung: "In initio hujus Codicis leguntur sequentia".
Am Ende heißt es dann noch: "Sub finem denique hujusque Scripti leguntur quaedam Historiae de patratis â Deipara aliisque Sanctis miraculis, itemque aliae materiae Theologicae, v. gr. de Purgatorio, XV. Signis, judicium supremum antecessuris, &c."
Juni 2012: Der Häberlin-Katalog ist seit 2011 online:
http://resolver.staatsbibliothek-berlin.de/SBB00005BF300000000
Daraus ergibt sich, dass die Handschrift nicht wie Eisermann mitteilte auf S. 40f. beschrieben ist, sondern auf S. 39f.
Nachtrag: Ein Bamberger Druck von 1493 ist ein Auszug aus dem Seelenwurzgarten.
http://archiv.twoday.net/stories/1022218904/
Und noch ein anderer Bamberger Druck 1493:
http://archiv.twoday.net/stories/1022466551/
#forschung

http://digital.blb-karlsruhe.de/blbhsl/content/titleinfo/256781
Grundlegende Erkentnisse zu dem Werk werden Werner Williams-Krapp verdankt. Sein zusammenfassender (wenngleich nicht von Fehlern freier) Artikel im Verfasserlexikon - Werner Williams-Krapp, 'Der Seelen Wurzgarten', in: 2VL 8 (1992), Sp. 1027-1029 - ist bei Libreka einsehbar:
http://www.libreka.de/9783110126907/522
Werner Williams-Krapp, Exempla im heilsgeschichtlichen Kontext. Zum 'Seelenwurzgarten', in: Exempel und Exempelsammlungen, hg. von Walter Haug und Burghart Wachinger (Fortuna vitrea 2), Tübingen 1991, S. 208-222 und
Heike Annette Burmeister, Der 'Judenknabe'. Studien und Texte zu einem mittelalterlichen Marienmirakel in deutscher Überlieferung (Göppinger Arbeiten zur Germanistik 654), Göppingen 1998
http://books.google.de/books?id=4apbAAAAMAAJ&q=jakob+f%C3%BCrst+widmann+georg
liegen mir derzeit nicht vor.
An online einsehbarer Sekundärliteratur nenne ich Niesner 2007
http://www.uni-salzburg.at/pls/portal/docs/1/1165210.PDF
und den Abschnitt bei Duntze 2007, S. 156-159
http://books.google.de/books?id=iochsYU1g9UC&pg=PA157&dq="Exempla+im+heilsgeschichtlichen+Kontext"
1. Zur Karlsruher Handschrift
Anders als die Metadaten des Digitalisats in Übernahme der Angaben des Katalogs von Klaus Niebler 1969 suggerieren
http://digital.blb-karlsruhe.de/blbihd/content/pageview/67987
wurde die Handschrift wohl nicht 1467 im Kloster Comburg geschrieben, denn es gibt keinen Anhaltspunkt, dass es sich um die "Urhandschrift" handelt. Ermittlungen zu den Wasserzeichen liegen nicht vor. Beigebunden ist der üblicherweise um 1474 datierte Melusinendruck GW 12656
http://gesamtkatalogderwiegendrucke.de/docs/GW12656.htm
Möglicherweise ist die Karlsruher Handschrift erst in den 1470er Jahren niedergeschrieben worden. Williams-Krapp datiert laut Handschriftencensus "nach 1469".
2. Handschriftliche Überlieferung
http://www.handschriftencensus.de/werke/2301 enthält nicht alle von Williams-Krapp nachgewiesenen Exzerpte. Man muss ergänzend die Liste der Handschriften, die auf die Überlieferungsliste von Williams-Krapp verweisen, heranziehen:
■Augsburg, Universitätsbibl., Cod. III.1.2° 14
■Breslau / Wrocław, Universitätsbibl., Cod. I D 41a
■Heidelberg, Universitätsbibl., Cpg 109
(Bl. 145r-147r, der Handschriftenkatalog ohne Erwähnung des Seelenwurzgartens:
http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/zimmermann2003/0321 )
■Karlsruhe, Landesbibl., Cod. Donaueschingen 120
■Karlsruhe, Landesbibl., Cod. Donaueschingen 245
■Karlsruhe, Landesbibl., Cod. St. Peter pap. 23
■München, Staatsbibl., Cgm 275
■München, Staatsbibl., Cgm 286
■München, Staatsbibl., Cgm 371
■München, Staatsbibl., Cgm 523
■München, Staatsbibl., Cgm 8108
■Solothurn, Zentralbibl., Cod. S 398
Der Häberlin'sche Handschriftenkatalog der Bibliothek des Ulmer Bürgermeisters Raymund Krafft - Franz Dominicus Häberlin, Catalogus Bibliothecae [...] Raymundo Krafft de Delmensingen, Ulm 1739 - steht mir nicht zur Verfügung [2012 online, siehe unten], aber es sieht nicht danach aus, dass die Krafftsche Handschrift des Seelenwurzgartens, die wie die Karlsruher Handschrift und Cgm 275 den lateinischen Einleitungsvermerk hatte, mit einer der beiden identisch ist. Dieser Vermerk wird zitiert in Schelhorns Amoenitates 1725 Bd. 3, S. 56
http://books.google.de/books?id=19EpAAAAYAAJ&pg=PA56
und in der verbesserten Zweitauflage von 1730:
http://books.google.com/books?id=UrkTAAAAQAAJ&pg=PA56
3. Digitalisate der Inkunabeln und Frühdrucke
Digitalisate der Inkunabeln weist nach:
http://www.gesamtkatalogderwiegendrucke.de/docs/SEELENW.htm
Die Ulmer Ausgabe vom 26. Juli 1483 ist mit 134 Holzschnitten geschmückt:
http://daten.digitale-sammlungen.de/bsb00031609/image_6
Die Augsburger Ausgabe von 1504:
http://daten.digitale-sammlungen.de/bsb00001872/image_3
Straßburger Ausgabe von 1515:
http://daten.digitale-sammlungen.de/bsb00001887/image_7
VD 16 S 5277 ist vom MDZ noch nicht digitalisiert worden.
4. Quellenanalyse
Diese wurde von Karin Schneider in zwei ihrer Münchner Handschriftenkataloge weitgehend geleistet:
http://www.manuscripta-mediaevalia.de/hs/katalogseiten/HSK0043_a217_JPG.htm zur anderen vollständigen Handschrift Cgm 275
http://www.manuscripta-mediaevalia.de/hs/katalogseiten/HSK0044_b082_JPG.htm zu Cgm 371 aus Rebdorf
5. Entstehungskontext
Es gibt offenbar keine Handschriften, die sicher vor 1467, dem Datum des Einleitungsvermerks, zurückreichen. Die Wasserzeichen der Handschrift der UB Augsburg weisen auf den Zeitraum 1464-1469:
http://www.manuscripta-mediaevalia.de/hs/katalogseiten/HSK0148_a171_JPG.htm
Das Werk muss jedenfalls sehr schnell von der Komburg nach Ostschwaben gelangt sein, wenn man an der Zuverlässigkeit des Einleitungsvermerks für das gesamte Werk festhalten will.
Die zu weitgehenden, methodisch fragwürdigen Angaben von Williams-Krapp habe ich mit der in einer Fußnote gebotenen Kürze bereits 1995 zurückgewiesen:
http://www.freidok.uni-freiburg.de/volltexte/5242/pdf/Graf_ordensreform.pdf (S. 155)
Williams-Krapp stilisiert den Komburger Abt zu einem Reformanhänger hoch, aber der maßgeblichen Arbeit von Jooß kann man geradezu das Gegenteil entnehmen. Anders als im ²VL angegeben waren die beiden allzu hypothetisch in die Runde geworfenen Personen Fürst und Widman keine Konventualen, und "ob complacenciam" möchte ich nicht als Auftrag werten. Mit Niebler gehe ich von "geschrieben mit Erlaubnis des Abtes [...] aus Vorlagen der Bibliothek" aus. Das im Werk vorhandene Zeugnis eines Tückelhäuser Kartäusers verweist auf das Bistum Würzburg und den monastischen Bereich, zugegeben. Aber ansonsten bleiben Verfasserschaft und Entstehungskontext im Dunkeln.
Unsinnig ist es wenn Duntze S. 167f. die Laienbrüder als Primärpublikum des Seelenwurzgartens anspricht, und absurd wird es, wenn er die auf dem Titelblatt des Hupfuff-Drucks bei den Weltlichen zunächst an die Laienbrüder denken will.
Ich wiederhole meine These von 1995: Entscheidend war die Allianz von reformgesinnten Mönchen, Weltgeistlichen und Laien für die Verbreitung religiöser Literatur in der Volkssprache - in Handschrift und Druck.
Durch das Medium des Drucks ist die von Williams-Krapp behauptete Dominanz der Verbreitungswege der Ordensreform spätestens ab dem vierten Viertel des 15. Jahrhunderts nicht mehr gegeben. 1475 ist dabei keine wirkliche Zäsur, vielmehr orientiert sich die Zeitangabe an den üblichen Datierungsspielräumen der Handschriftenkataloge. Für die Verbreitung gedruckter Literatur - auch in den Klöstern - war der Buchhandel entscheidend, wenngleich nach wie vor Bücher zwischen den Klöstern ausgetauscht wurden.
Für die zweite Hälfte des 15. Jahrhunderts bestreite ich also die These von der Dominanz der Verbreitung religiöser Werke durch die Ordensreform.
Für die Zeit um 1500 ist auch bei der Produktion religiöser Literatur mit anderen Einflüssen zu rechnen, wie ich im Fall des Thomas Finck gezeigt habe:
http://www.freidok.uni-freiburg.de/volltexte/4798/
Die Drucküberlieferung hat den Seelenwurzgarten über den monastischen Bereich hinaus als Erbauungsbuch auch in Laienkreisen populär gemacht. Dies mag man auch den drei folgenden Zeugnissen entnehmen.
6. Rezeption
Zur Popularität der Drucke notiere ich:
Nennung bei Werner Steiner im 16. Jh.
http://retro.seals.ch/digbib/view?rid=szg-004:1885:4::419&id=hitlist
Nennung bei Ulrich Zwingli
http://books.google.de/books?id=UW0uAAAAYAAJ&pg=RA1-PA132
1515 schrieb der Freiburger (CH) Peter Falk aus Venedig an seine Tochter:
"Du findest in miner libery der heiligen und der alten vätter läben. So ist der granatöpfel und die vierundzwentzig alten, ouch der seelenwurzgarten vorhanden, darin laß diner seelen wol sin."
http://books.google.de/books?pg=RA1-PA144 (US-Proxy)
Offenkundig wurde das Digitalisat gegen ein besseres ausgetauscht, der im Internet Archive gespiegelte Scan ist nicht brauchbar:
http://www.archive.org/stream/freiburgergesch01freigoog#page/n427/mode/2up
[Siehe jetzt:
http://www.archive.org/details/FreiburgerGeschichtsblaetter11-1905 ]
Nachtrag: Falk Eisermann sah freundlicherweise für mich im Haeberlin'schen Katalog nach (Mail vom 5.9.2011): Er nennt S.
Am Ende heißt es dann noch: "Sub finem denique hujusque Scripti leguntur quaedam Historiae de patratis â Deipara aliisque Sanctis miraculis, itemque aliae materiae Theologicae, v. gr. de Purgatorio, XV. Signis, judicium supremum antecessuris, &c."
Juni 2012: Der Häberlin-Katalog ist seit 2011 online:
http://resolver.staatsbibliothek-berlin.de/SBB00005BF300000000
Daraus ergibt sich, dass die Handschrift nicht wie Eisermann mitteilte auf S. 40f. beschrieben ist, sondern auf S. 39f.
Nachtrag: Ein Bamberger Druck von 1493 ist ein Auszug aus dem Seelenwurzgarten.
http://archiv.twoday.net/stories/1022218904/
Und noch ein anderer Bamberger Druck 1493:
http://archiv.twoday.net/stories/1022466551/
#forschung
KlausGraf - am Montag, 29. August 2011, 18:28 - Rubrik: Kodikologie
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http://fragdenstaat.de/anfrage/einsatz-privater-sicherheitskrafte-gegen-piratenangriffe-gutachten-des-wissenschaftlichen-dienstes/
PDF des Gutachtens von Oberregierungsrätin Anne Hawxwell:
http://augengeradeaus.net/wp-content/uploads/2011/08/20110804_WD_Piraten.pdf
Der ablehnende Bescheid war schon deshalb rechtswidrig, weil es nicht um Urheberrechte Dritter ging. Werden Mitarbeiter von Behörden tätig, rechtfertig das keine Informationsblockade. Zum Thema IFG und UrhG gibt es hier viele Beiträge:
http://archiv.twoday.net/stories/6087772/
http://archiv.twoday.net/stories/5195574/
http://archiv.twoday.net/search?q=urhg+ifg
PDF des Gutachtens von Oberregierungsrätin Anne Hawxwell:
http://augengeradeaus.net/wp-content/uploads/2011/08/20110804_WD_Piraten.pdf
Der ablehnende Bescheid war schon deshalb rechtswidrig, weil es nicht um Urheberrechte Dritter ging. Werden Mitarbeiter von Behörden tätig, rechtfertig das keine Informationsblockade. Zum Thema IFG und UrhG gibt es hier viele Beiträge:
http://archiv.twoday.net/stories/6087772/
http://archiv.twoday.net/stories/5195574/
http://archiv.twoday.net/search?q=urhg+ifg
KlausGraf - am Montag, 29. August 2011, 13:39 - Rubrik: Informationsfreiheit und Transparenz
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http://blogs.ch.cam.ac.uk/pmr/2011/08/29/iucr2011-foi-request-for-details-of-cifs-deposited-by-publishers-with-ccdc/
Er hat sich dabei
http://www.whatdotheyknow.com/
bedient, des britischen Äquivalents/Vorbilds von http://fragdenstaat.de/
Er hat sich dabei
http://www.whatdotheyknow.com/
bedient, des britischen Äquivalents/Vorbilds von http://fragdenstaat.de/
KlausGraf - am Montag, 29. August 2011, 13:33 - Rubrik: Open Access
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Blogs und anderes stellt zusammen:
http://archaeologik.blogspot.com/2011/08/internetressourcen-zu-kulturgutraub-und.html
Eigenartig, dass die zwei hochwertigen englischsprachigen (wenngleich eher juristisch ausgerichteten) Blogs, die zum Thema seit langem meinen eigenen Feedreader bevölkern, fehlen:
http://illicit-cultural-property.blogspot.com/
http://theartlawblog.blogspot.com/
Ich empfehle diese nachdrücklich, ohne mir ein Urteil über die mir nicht bekannten anderen Ressourcen, die Schreg nennt, erlauben zu können.
http://archaeologik.blogspot.com/2011/08/internetressourcen-zu-kulturgutraub-und.html
Eigenartig, dass die zwei hochwertigen englischsprachigen (wenngleich eher juristisch ausgerichteten) Blogs, die zum Thema seit langem meinen eigenen Feedreader bevölkern, fehlen:
http://illicit-cultural-property.blogspot.com/
http://theartlawblog.blogspot.com/
Ich empfehle diese nachdrücklich, ohne mir ein Urteil über die mir nicht bekannten anderen Ressourcen, die Schreg nennt, erlauben zu können.
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Archives Départementales (Centre de Marseille) from Love Maps on Vimeo.
Les Archives conservent des documents reflétant l'activité des institutions civiles, religieuses, administratives, politiques ou judiciaires des Bouches-du-Rhône du IXe au XXIe siècle. L'usage et le fonction du bâtiment (la préservation et l'étude) en a déterminé la forme imaginée par l'architecte Corinne Vezzoni. Depuis les passerelles longeant le littoral cet édifice a la particularité de d'offrir deux apparence différentes selon qu'il est vu de jour ou de nuit.Wolf Thomas - am Montag, 29. August 2011, 07:54 - Rubrik: Archivbau
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Edlef Stabenau erinnern die Geschäftspraktiken mancher Verlage an mafiöse Strukturen:
http://plan3t.info/2011/08/24/ebooks-und-standardprobleme/
http://plan3t.info/2011/08/24/ebooks-und-standardprobleme/
KlausGraf - am Montag, 29. August 2011, 02:59 - Rubrik: Bibliothekswesen
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http://www.leibnizopen.de/blaettern/
Via
http://idw-online.de/de/news437143
Nur wenige Fächer sind bislang vertreten, die Inhalte speisen sich wohl vollständig aus anderen Repositorien. Zum Thema vergleiche man immer noch
http://archiv.twoday.net/stories/4113065/ de a. 2007
Entscheidende Fortschritte sehe ich NICHT!
Via
http://idw-online.de/de/news437143
Nur wenige Fächer sind bislang vertreten, die Inhalte speisen sich wohl vollständig aus anderen Repositorien. Zum Thema vergleiche man immer noch
http://archiv.twoday.net/stories/4113065/ de a. 2007
Entscheidende Fortschritte sehe ich NICHT!
KlausGraf - am Montag, 29. August 2011, 02:52 - Rubrik: Open Access
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http://www.boehlau-verlag.com/newbuchliste.aspx?id=90
Es gibt nur noch einen weiteren aus der Kunstgeschichte, zu dem es jedoch keinen Download gibt.
Es gibt nur noch einen weiteren aus der Kunstgeschichte, zu dem es jedoch keinen Download gibt.
KlausGraf - am Montag, 29. August 2011, 02:45 - Rubrik: Open Access
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Wie klingt ein Gebetsruf in Tirana?
http://turbulence.org/soundtransit/mp3/1944.Kamen_Nedev.Tirana_Albania.Call_to_prayer_Tirana_20070807.mp3
http://turbulence.org/soundtransit ist ein Tonarchiv unter Creative Commons Attribution-Lizenz.
Via
http://resourcelinkbce.wordpress.com/2011/06/03/creative-commons-a-virtual-treasure-chest-of-content/
http://turbulence.org/soundtransit/mp3/1944.Kamen_Nedev.Tirana_Albania.Call_to_prayer_Tirana_20070807.mp3
http://turbulence.org/soundtransit ist ein Tonarchiv unter Creative Commons Attribution-Lizenz.
Via
http://resourcelinkbce.wordpress.com/2011/06/03/creative-commons-a-virtual-treasure-chest-of-content/
KlausGraf - am Montag, 29. August 2011, 01:43 - Rubrik: Musikarchive
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8. Jahrhundert