KlausGraf - am Mittwoch, 4. November 2015, 22:14 - Rubrik: Veranstaltungen
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http://macrotypography.blogspot.de/2015/11/digita-vaticana-exceeds-3000.html
"Digita Vaticana, the manuscript digitization programme at the Biblioteca Apostolica Vaticana (BAV) in Rome, exceeded 3,000 items on its main index page on November 3, 2015, meaning that it is now the biggest digitization program in Italy, having overtaken the Biblioteca Medicea Laurenziana in Florence, where the Teca Digitale stalled at 3,000 after using up its grant four or five years ago."

"Digita Vaticana, the manuscript digitization programme at the Biblioteca Apostolica Vaticana (BAV) in Rome, exceeded 3,000 items on its main index page on November 3, 2015, meaning that it is now the biggest digitization program in Italy, having overtaken the Biblioteca Medicea Laurenziana in Florence, where the Teca Digitale stalled at 3,000 after using up its grant four or five years ago."

KlausGraf - am Mittwoch, 4. November 2015, 22:05 - Rubrik: English Corner
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Der Cgm 9220 steht nun im Netz:
http://daten.digitale-sammlungen.de/bsb00104095/image_1
Siehe
Klaus Graf: Fiktion und Geschichte: Die angebliche Chronik Wenzel Grubers, Greisenklage, Johann Hollands Turnierreime und eine Zweitüberlieferung von Jakob Püterichs Ehrenbrief in der Trenbach-Chronik (1590). In: Mittelalter. Medieval Studies Blog vom 28. Februar 2015
https://mittelalter.hypotheses.org/5283
http://archiv.twoday.net/search?q=p%C3%BCterich

http://daten.digitale-sammlungen.de/bsb00104095/image_1
Siehe
Klaus Graf: Fiktion und Geschichte: Die angebliche Chronik Wenzel Grubers, Greisenklage, Johann Hollands Turnierreime und eine Zweitüberlieferung von Jakob Püterichs Ehrenbrief in der Trenbach-Chronik (1590). In: Mittelalter. Medieval Studies Blog vom 28. Februar 2015
https://mittelalter.hypotheses.org/5283
http://archiv.twoday.net/search?q=p%C3%BCterich
KlausGraf - am Mittwoch, 4. November 2015, 22:00 - Rubrik: Kodikologie
https://torrentfreak.com/court-orders-shutdown-of-libgen-bookfi-and-sci-hub-151102/
Elsevier sollte sich lieber schämen.
http://archiv.twoday.net/search?q=elsevier
Elsevier sollte sich lieber schämen.
http://archiv.twoday.net/search?q=elsevier
KlausGraf - am Mittwoch, 4. November 2015, 21:57 - Rubrik: Open Access
Xenia von Tippelskirch, « L’échec d’une prophétesse », Archives de sciences sociales des religions [En ligne], 166 | Avril-Juin 2014, mis en ligne le 10 juillet 2017, consulté le 04 novembre 2015. URL : http://assr.revues.org/26004 ; DOI : 10.4000/assr.26004
KlausGraf - am Mittwoch, 4. November 2015, 21:52 - Rubrik: Unterhaltung
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"Katalog der Handschriften der Universitäts- und Landesbibliothek Tirol in Innsbruck, Teil 9: Cod. 801-950. Unter der Leitung von Walter Neuhauser bearbeitet von Petra Ausserlechner, Helmut Gritsch, Patrik Kennel, Walter Neuhauser, Alexandra Ohlenschläger, Claudia Schretter-Picker, Ursula Stampfer. Mit einem Beitrag von Maria Stieglecker. Katalog- und Registerband. (Österreichische Akademie der Wissenschaften, phil.-hist. Klasse, Denkschriften 479; Veröffentlichungen zum Schrift- und Buchwesen des Mittelalters II,4,9). Wien 2015.
Wie gewohnt finden Sie auf dem österreichischen Handschriftenportal manuscripta.at wieder ein Online-Verzeichnis der beschriebenen Handschriften mit Basisinformationen und Links zu online verfügbaren Beispielabbildungen."
In jüngster Zeit waren diese ÖAW-Publikationen dank der FWF-Förderung auch Open Access. Hat die Akademie eine andere Subventionierung gefunden, um Open Access zu umgehen?
Wie gewohnt finden Sie auf dem österreichischen Handschriftenportal manuscripta.at wieder ein Online-Verzeichnis der beschriebenen Handschriften mit Basisinformationen und Links zu online verfügbaren Beispielabbildungen."
In jüngster Zeit waren diese ÖAW-Publikationen dank der FWF-Förderung auch Open Access. Hat die Akademie eine andere Subventionierung gefunden, um Open Access zu umgehen?
KlausGraf - am Mittwoch, 4. November 2015, 21:37 - Rubrik: Kodikologie
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Richard Poynder macht mich auf eine Studie aufmerksam, wonach weniger als 5 % der Harvard-Autoren Waivers bezüglich der Open Access Policy ihrer Universität beanspruchen.
Wieso ist dann DASH so leer, was geisteswissenschaftliche Artikel angeht?
Zeit für etwas "anecdotical evidence", denn bei meinen Auszählungen der ersten 10 Leute (Akyeampong bis Clutario) auf der Seite mit der Liste der Professoren im History Department
http://history.fas.harvard.edu/faculty_alpha
habe ich Sven Beckert vergessen, was meine Ergebnisse natürlich komplett entwertet.
Neben DASH habe ich die verlinkten Personal Pages herangezogen, wenn es keine gab, kurz mal in Google Scholar und Historical Abstracts (lizenzpflichtig) nachgeschaut, ob ich Publikationen 2013/14 finde (=Pub). Berücksichtigt wurden nur Aufsätze in wissenschaftlichen zeitschriften und Beiträge in Sammelbänden, was insbesondere die Produktion von David Armitage betrifft, der allerlei renommierte Presseorgane bedient.
Akyeampong
Pub 5
DASH: 3, aber nur 2010/11
Amrith
HA hat 1 Aufsatz in P&P 2013, G Scholar einen Buchbeitrag und weiteren Aufsatz, also mindestens 3. Nichts in DASH.
Armitage
Auf seiner Website gibt es 9 Publikationen gemäß meinem Kriterium 2013/14, davon sind 8 mit einem PDF versehen:
http://scholar.harvard.edu/armitage/publications?page=1
Davon ist nur eine in DASH, bei einer weiteren liegt ein Metadatenfehler (falsches Datum 2015 statt wie angegeben 2014) vor. Insgesamt 14 Publikationen in DASH.
Siehe schon
http://archiv.twoday.net/stories/11543729/
Blair:
Pub: 4, davon 1 Lexikonartikel. In DASH 10, aber nur 1990-2010 (die Trefferübersicht gibt fälschlich eine Publikation zu 2011 aus, die 2010 erschien)
Bose
hat 2013/14 anscheinend nichts publiziert. Nicht in DASH.
Brown
Desgleichen. Nicht in DASH. PDFs früherer Publikationen:
http://scholar.harvard.edu/vbrown/publications
Brown-Nagin
Eine Juristin mit 11 Publikationen in DASH, anscheinend eine Waiver-Autorin, die 2014 2 von 4 Publikationen sperren ließ. Beide sind aber andernorts Open Access zugänglich. Alle 4 wären auch ohne DASH frei einsehbar. Generell sind juristische Fachzeitschriften in den USA eher OA. Brown-nagin nutzt dazu auch gern SSRN.
Chalhoub
Ist erst 2015 in Harvard. Kein Publikationsnachweis 2013/14 und auch nicht in DASH.
Chaplin
Pub: 4. Nicht in DASH.
Clutario
Hat erst 2014 promoviert. Pub 1, nicht in DASH.
ERGEBNISSE:
Von 10 AutorInnen sind nur vier in DASH.
Eine Autorin hat mutmaßlich einen Waiver erhalten.
Ermittelt habe ich für 2013/14 30 Artikel, macht 3 pro Person und 1,5 pro Jahr.
Aber allein Armitage schrieb 9. Klammert man ihn aus bleiben 21 Artikel von 9 AutorInnen, also 2,3 pro Person und 1,2 pro Jahr.
Der wissenschaftliche Output der angesehenen Harvard-HistorikerInnen ist also eher bescheiden, was auch daran liegt, dass neben wissenschaftlichen Artikeln auch prestigeträchtige Bücher geschrieben werden müssen.
Nur Armitage und die Juristin Brown-Nagin haben für 2013/14 etwas in Dash. Also 2 von 10.
Von (mutmaßlich mindestens) 30 Artikeln 2013/14 sind gerade einmal 5 in DASH, davon nur 3 (also 10 %) OA.
OHNE DASH WÄREN WIR NICHT SCHLECHTER DRAN, denn von allen drei Artikeln existieren weitere freie Versionen.
Armitage bietet allein für 2013/14 auf seiner persönlichen Seite bei Harvard Scholar 8 PDFs an!
Effekt von DASH bezüglich OA in dieser winzigen Auswahl: NULL. Wie armselig ist das denn?
Eine weitere Beobachtung: Ich habe mir natürlich die Personal Pages von etlichen weiteren Harvard-Geschichtsprofessoren angesehen, bin aber bisher nur bei James Hankins
http://history.fas.harvard.edu/people/james-hankins
auf einen expliziten Link zu DASH gestoßen.
Die Waiver sind somit nicht das Problem, dass DASH zu wenige Eprints der Harvard-Historiker aus 2013/14 aufweist. Obwohl die Professoren ihre Arbeiten an DASH abliefern müssten, tun sie es mehrheitlich einfach nicht. Wenn sie ihre Arbeiten frei verfügbar machen, dann nicht primär auf DASH, sondern eher auf ihren persönlichen Seiten.
Aus meiner kleinen Auswahl ist niemand auf
https://harvard.academia.edu/Departments/History
verzeichnet.
2010 habe ich bereits schon einmal einen kurzen Blick auf die Harvard-Historiker geworfen:
http://archiv.twoday.net/stories/11543702/
Der Fortschritt ist bescheiden. Chaplin war auch schon damals dabei, 2010 und jetzt: null Artikel in DASH.
Blair hatte damals 9 Artikel in DASH, nun sind es 10.
Smail: damals 3, nun 8 und zwei gesperrte.
McCormick damals 1, nun 4 Artikel in DASH. Auf
http://isites.harvard.edu/icb/icb.do?keyword=k40117&pageid=icb.page188194
reicht die Veröffentlichungsliste nur bis 2009, aber dafür gibt es 15 PDFs!
Während Kishlansky nicht mehr in Harvard ist, ist Kafadar noch dabei. Damals war er nicht in DASH, heute auch nicht.
Einigermaßen ordentlich nutzt nur James Hankins (siehe auch oben) DASH. Damals 14 Artikel, heute 26. Aber auch bei ihm gibt es ganz wenige gesperrte Artikel.
Fazit: Green OA ist bei den Harvard-Historikern noch nicht richtig angekommen. Der Anteil der Eprints ist völlig unbefriedigend.
Frühere Beiträge zu DASH:
http://archiv.twoday.net/search?q=harvard+dash

Wieso ist dann DASH so leer, was geisteswissenschaftliche Artikel angeht?
Zeit für etwas "anecdotical evidence", denn bei meinen Auszählungen der ersten 10 Leute (Akyeampong bis Clutario) auf der Seite mit der Liste der Professoren im History Department
http://history.fas.harvard.edu/faculty_alpha
habe ich Sven Beckert vergessen, was meine Ergebnisse natürlich komplett entwertet.
Neben DASH habe ich die verlinkten Personal Pages herangezogen, wenn es keine gab, kurz mal in Google Scholar und Historical Abstracts (lizenzpflichtig) nachgeschaut, ob ich Publikationen 2013/14 finde (=Pub). Berücksichtigt wurden nur Aufsätze in wissenschaftlichen zeitschriften und Beiträge in Sammelbänden, was insbesondere die Produktion von David Armitage betrifft, der allerlei renommierte Presseorgane bedient.
Akyeampong
Pub 5
DASH: 3, aber nur 2010/11
Amrith
HA hat 1 Aufsatz in P&P 2013, G Scholar einen Buchbeitrag und weiteren Aufsatz, also mindestens 3. Nichts in DASH.
Armitage
Auf seiner Website gibt es 9 Publikationen gemäß meinem Kriterium 2013/14, davon sind 8 mit einem PDF versehen:
http://scholar.harvard.edu/armitage/publications?page=1
Davon ist nur eine in DASH, bei einer weiteren liegt ein Metadatenfehler (falsches Datum 2015 statt wie angegeben 2014) vor. Insgesamt 14 Publikationen in DASH.
Siehe schon
http://archiv.twoday.net/stories/11543729/
Blair:
Pub: 4, davon 1 Lexikonartikel. In DASH 10, aber nur 1990-2010 (die Trefferübersicht gibt fälschlich eine Publikation zu 2011 aus, die 2010 erschien)
Bose
hat 2013/14 anscheinend nichts publiziert. Nicht in DASH.
Brown
Desgleichen. Nicht in DASH. PDFs früherer Publikationen:
http://scholar.harvard.edu/vbrown/publications
Brown-Nagin
Eine Juristin mit 11 Publikationen in DASH, anscheinend eine Waiver-Autorin, die 2014 2 von 4 Publikationen sperren ließ. Beide sind aber andernorts Open Access zugänglich. Alle 4 wären auch ohne DASH frei einsehbar. Generell sind juristische Fachzeitschriften in den USA eher OA. Brown-nagin nutzt dazu auch gern SSRN.
Chalhoub
Ist erst 2015 in Harvard. Kein Publikationsnachweis 2013/14 und auch nicht in DASH.
Chaplin
Pub: 4. Nicht in DASH.
Clutario
Hat erst 2014 promoviert. Pub 1, nicht in DASH.
ERGEBNISSE:
Von 10 AutorInnen sind nur vier in DASH.
Eine Autorin hat mutmaßlich einen Waiver erhalten.
Ermittelt habe ich für 2013/14 30 Artikel, macht 3 pro Person und 1,5 pro Jahr.
Aber allein Armitage schrieb 9. Klammert man ihn aus bleiben 21 Artikel von 9 AutorInnen, also 2,3 pro Person und 1,2 pro Jahr.
Der wissenschaftliche Output der angesehenen Harvard-HistorikerInnen ist also eher bescheiden, was auch daran liegt, dass neben wissenschaftlichen Artikeln auch prestigeträchtige Bücher geschrieben werden müssen.
Nur Armitage und die Juristin Brown-Nagin haben für 2013/14 etwas in Dash. Also 2 von 10.
Von (mutmaßlich mindestens) 30 Artikeln 2013/14 sind gerade einmal 5 in DASH, davon nur 3 (also 10 %) OA.
OHNE DASH WÄREN WIR NICHT SCHLECHTER DRAN, denn von allen drei Artikeln existieren weitere freie Versionen.
Armitage bietet allein für 2013/14 auf seiner persönlichen Seite bei Harvard Scholar 8 PDFs an!
Effekt von DASH bezüglich OA in dieser winzigen Auswahl: NULL. Wie armselig ist das denn?
Eine weitere Beobachtung: Ich habe mir natürlich die Personal Pages von etlichen weiteren Harvard-Geschichtsprofessoren angesehen, bin aber bisher nur bei James Hankins
http://history.fas.harvard.edu/people/james-hankins
auf einen expliziten Link zu DASH gestoßen.
Die Waiver sind somit nicht das Problem, dass DASH zu wenige Eprints der Harvard-Historiker aus 2013/14 aufweist. Obwohl die Professoren ihre Arbeiten an DASH abliefern müssten, tun sie es mehrheitlich einfach nicht. Wenn sie ihre Arbeiten frei verfügbar machen, dann nicht primär auf DASH, sondern eher auf ihren persönlichen Seiten.
Aus meiner kleinen Auswahl ist niemand auf
https://harvard.academia.edu/Departments/History
verzeichnet.
2010 habe ich bereits schon einmal einen kurzen Blick auf die Harvard-Historiker geworfen:
http://archiv.twoday.net/stories/11543702/
Der Fortschritt ist bescheiden. Chaplin war auch schon damals dabei, 2010 und jetzt: null Artikel in DASH.
Blair hatte damals 9 Artikel in DASH, nun sind es 10.
Smail: damals 3, nun 8 und zwei gesperrte.
McCormick damals 1, nun 4 Artikel in DASH. Auf
http://isites.harvard.edu/icb/icb.do?keyword=k40117&pageid=icb.page188194
reicht die Veröffentlichungsliste nur bis 2009, aber dafür gibt es 15 PDFs!
Während Kishlansky nicht mehr in Harvard ist, ist Kafadar noch dabei. Damals war er nicht in DASH, heute auch nicht.
Einigermaßen ordentlich nutzt nur James Hankins (siehe auch oben) DASH. Damals 14 Artikel, heute 26. Aber auch bei ihm gibt es ganz wenige gesperrte Artikel.
Fazit: Green OA ist bei den Harvard-Historikern noch nicht richtig angekommen. Der Anteil der Eprints ist völlig unbefriedigend.
Frühere Beiträge zu DASH:
http://archiv.twoday.net/search?q=harvard+dash

KlausGraf - am Mittwoch, 4. November 2015, 20:11 - Rubrik: Open Access
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This is a call for better preservation of our historical legacy and guides to organizing for future generations. Like everything else we humans touch, archives are political. At the heart of calls for preserving our past – recent and even further back – is a question of trust. Who are activists going to trust with telling the history of their movements, achievements, and defeats? Who will be able to tell that story if our memories are locked behind a paywall, discarded, or misplaced as the result of a change in ownership of the services we use daily?
Interessanter Text zur Überlieferungssicherung sozialer Bewegungen, v.a. von digitalen Quellen.
Volltext: https://viewpointmag.com/2015/10/31/radical-archives-and-the-new-cycles-of-contention/
Interessanter Text zur Überlieferungssicherung sozialer Bewegungen, v.a. von digitalen Quellen.
Volltext: https://viewpointmag.com/2015/10/31/radical-archives-and-the-new-cycles-of-contention/
Bernd Hüttner - am Mittwoch, 4. November 2015, 19:31 - Rubrik: Archive von unten
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Artikel von Jeffrey Hamburger in der FAZ vom 22. März 2014:
https://www.academia.edu/14362366/Warum_der_Welfenschatz_nicht_verstreut_werden_darf
https://www.academia.edu/14362366/Warum_der_Welfenschatz_nicht_verstreut_werden_darf
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http://www.sueddeutsche.de/digital/moeglicher-kopierschutz-fuer-jpeg-bilder-katzenbilder-in-gefahr-1.2710310
"Man müsse sich vorstellen, was passieren würde, schreibt EFF-Analyst Jeremy Malcolm, wenn der Computer es nicht mehr zuließe, Bilder zu kopieren. Der Computer würde den Nutzer davon abhalten, Bilder aus einem Onlinekatalog auf einem Pinterest-Account zu posten und Künstler daran hindern, ein digitales Foto als Grundlage für ein neues Kunstwerk zu nutzen.
Dabei ist es durchaus erlaubt, copyrightgeschützte Werke zu zitieren oder in Teilen wiederzuverwenden, etwa für Kunst oder Satire. Würden Bilder aber automatisch mittels DRM geschützt, wäre es deutlich schwieriger, eine Freigabe zu bekommen."
"Man müsse sich vorstellen, was passieren würde, schreibt EFF-Analyst Jeremy Malcolm, wenn der Computer es nicht mehr zuließe, Bilder zu kopieren. Der Computer würde den Nutzer davon abhalten, Bilder aus einem Onlinekatalog auf einem Pinterest-Account zu posten und Künstler daran hindern, ein digitales Foto als Grundlage für ein neues Kunstwerk zu nutzen.
Dabei ist es durchaus erlaubt, copyrightgeschützte Werke zu zitieren oder in Teilen wiederzuverwenden, etwa für Kunst oder Satire. Würden Bilder aber automatisch mittels DRM geschützt, wäre es deutlich schwieriger, eine Freigabe zu bekommen."
KlausGraf - am Mittwoch, 4. November 2015, 17:26 - Rubrik: Archivrecht
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http://www.golem.de/news/gratislizenz-fuer-google-die-streng-geheime-niederlage-der-vg-media-1511-117284.html
"Die Gratislizenz der VG Media für Google steht offenbar auf der Kippe. Doch die Verlage verhalten sich im Streit über das Leistungsschutzrecht so konspirativ wie die Regierung in Sachen BND."
"Die Gratislizenz der VG Media für Google steht offenbar auf der Kippe. Doch die Verlage verhalten sich im Streit über das Leistungsschutzrecht so konspirativ wie die Regierung in Sachen BND."
KlausGraf - am Mittwoch, 4. November 2015, 17:06 - Rubrik: Informationsfreiheit und Transparenz
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https://lit21.de/
Update: Kritik von
https://schneeschmelze.wordpress.com/2015/11/04/ein-intensiver-strom-literarisch-interessanter-neuer-inhalte-also/
Update: Kritik von
https://schneeschmelze.wordpress.com/2015/11/04/ein-intensiver-strom-literarisch-interessanter-neuer-inhalte-also/
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Der Konstanzer Historiker Harald Derschka hat im Zuge der Ausstellung zum Konstanzer Konzil in zwei kürzeren Arbeiten mit den Wandbildern (Ordensdarstellungen) in der heutigen Konstanzer Dreifaltigkeitskirche befasst.
Konstruierte Vergangenheit. Die Wandbilder in der Konstanzer Augustinerkirche. In: Badisches Landesmuseum (Hg.). Das Konstanzer Konzil 1414–1418. Weltereignis des Mittelalters. Katalog. Stuttgart 2014, S. 136–137.
Die Wandbilder in der Konstanzer Dreifaltigkeitskirche (Augustinerkirche) – Entstehung, Wiederentdeckung und Deutung. In: Braun, Karl-Heinz u. a. (Hgg.). Das Konstanzer Konzil 1414–1418. Weltereignis des Mittelalters. Essays. Stuttgart 2013, S. 204–209.
Mir liegt nicht vor vom gleichen Autor:
Die Ordensdarstellungen in der Konstanzer Augustinerkirche: eine Gesamtschau der Männerorden aus der Sicht der Augustinereremiten. In: Jakobs, Dörthe (Hg.). Dreifaltigkeitskirche Konstanz (Kulturdenkmale in Baden-Württemberg 6). Lindenberg 2007, S. 26–33.
[Mir freundlicherweise postwendend vom Autor übermittelt. S. 26 werden die beiden deutschen Handschriften in Berlin und London erwähnt. Der Beitrag enthält eine ganze Reihe von Bildern aus der Georgenberger Handschrift.]
Der Südkurier berichtete 2011 über Derschkas Forschungen:
http://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/Historiker-lueftet-Geheimnisse;art372448,4997744
[Derschka konnte Unterlagen des 2006 verstorbenen Karl Suso Frank verwerten, zu deren Publikation dieser nicht mehr kam.]
Zur Kirche mit Bildern: Wikipedia.
Über die heute nur in entstellter Form enthaltenen Wandgemälde, die 1417 König Sigismund persönlich in Auftrag gab, gibt es bereits ältere Literatur.
Wingenroth/Gröbner 1908:
http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/schauinsland1908/0082
Josef Gramm 1909 brachte Belege aus den Unterlagen des Reichserbkämmerers Konrad von Weinsberg bei.
https://archive.org/details/gramm_konstanz_augustiner
In Konstanz waren bis zu Derschkas Studien Hinweise auf zwei Danziger Handschriften Mar. F 286 und Mar. F 300
http://kpbc.umk.pl/dlibra/doccontent?id=52217&from=PIONIER%20DLF (Katalog der Handschriften der Marienkirche von Günther S. 379, 418)
durch Heinrich Finke
https://archive.org/stream/actaconciliicons04counuoft#page/n85/mode/2up
unbeachtet geblieben. Auch Adolar Zumkellner: Manuskripte von Werken der Autoren des Augustiner-Eremitenordens in mitteleuropäischen Bibliotheken (1966), S. 527 Nr. 1543 hatte auf die Danziger und die deutsche Fassung in London Arundel 6 aufmerksam gemacht.
Derschka beschreibt im Konstanzer Katalog wie oben S. 170 Nr. 85 die Handschrift in St. Georgenberg-Fiecht OSB in Tirol Cod. 133, die er nach 1417 datiert (eine genauere Datierung wäre wünschenswert, auf der Abbildung in den Essays S. 207 datiere ich die Bildunterschrift auf das 16. Jahrhundert). Bl. 85r-111r enthält 49 ganzseitige Abbildungen überwiegend von bendiktinischen und augustinischen Ordensgemeinschaften, die nach Derschka teilweise mit den Konstanzer Darstellungen übereinstimmen.
Die HMML-Beschreibung der Georgenberger Handschrift 133 findet man am schnellsten mit der Keyword-Suche genoalia auf
http://www.hmml.org/oliver.html
Die von Derschka nicht erwähnten Texte am Anfang der Handschrift auf Bischof Gebhard von Konstanz könnten auf eine Entstehung im Bodenseeraum hindeuten. Man habe anlässlich des Konstanzer Provinzialkapitels der Benediktiner 1417 in großer Schrift an das Petershauser Portal geschrieben, dass 6600 Benediktinerklöster existierten, referiert Derschka aus einem anderen Text des Codex (Bl. 74r-v). Ohne Kenntnis der Handschrift vermag ich nicht zu sagen, was es mit der Aufzählung der benediktinischen Gemeinschaften und ihres Habits "in der Reihenfolge der entsprechenden Abbildungen" auf sich hat. Bl. 74r-v gehört aber zu einem ganz anderen Text "De dignitate et magnificentia Ordinis Sancti Benedicti", den HMML etwas kryptisch Christoph Lieb abspricht. In neueren Katalogen gilt der Melker Benediktiner Lieb (aus Isny, nicht Isen!) aber sehr wohl als Autor.
http://archiv.twoday.net/stories/1022484972/
Literaturangaben und Abbildung der ersten Seite des Lieb-Texts in der Bonner Handschrift S 1966 bietet:
http://www.manuscripta-mediaevalia.de/dokumente/html/obj31275356
Jedenfalls mehr als die Analecta Bollandiana 1896:
https://archive.org/stream/analectabolland01bollgoog#page/n96/mode/2up
Abgesehen von den Melker Handschriften und der Bonner kenne ich Augsburg, StuSB, 2° Cod. 203 und ein Fragment in der UB Augsburg II. 1. 4°. 3.
Keine Erwähnung findet bei Derschka 2013/14 [wohl aber 2007!] die deutschsprachige Überlieferung in der bereits genannten Londoner Handschrift Arundel 6 und der von mir während der Vorbereitung meiner Promotion eingesehen Berliner Handschrift mgf 696, die der Londoner sehr nahe steht.
Derschka hätte die Studie von
Marie-Luise Heckmann, Der Deutsche Orden und die 'Goldene Bulle' Kaiser Karls IV. Mit einer Vorbemerkung zur Herkunft der Quaternionen, in: Jahrbuch für die Geschichte Mittel- und Ostdeutschlands 52 (2006), S. 173-226
nicht übergehen dürfen, die mir die Autorin freundlicherweise vor Jahren übersandt hat. Teilweise online:
https://books.google.de/books?id=H5AadO5iZEsC&pg=PA178
Heckmann neigt zu Überinterpretationen, eine Deutschordens-Provenienz beider Handschriften ist nicht glaubhaft gemacht. Sie nennt zum Martinus Polonus deutsch und zu den Flores temporum deutsch nicht die relevante Literatur, nämlich meine Dissertation 1987, S. 193
https://books.google.de/books?id=pcvWAAAAMAAJ&pg=PA193
Die Überlieferung des deutschen Martin von Troppau hatte ich 1994 zusammengestellt:
Klaus Graf, Rezension zu: Rudolf Kilian Weigand, Vinzenz von Beauvais. Scholastische Universalchronistik als Quelle volkssprachiger Geschichtsschreibung (Germanistische Texte und Studien 36), Hildesheim 1991, in: Beiträge zur Geschichte der deutschen Sprache und Literatur 116 (1994), S. 491-497, hier S. 496, Anm. 17
http://www.digizeitschriften.de/dms/resolveppn/?PID=PPN345203720_0116%7Clog83
Inzwischen überholt durch:
http://www.handschriftencensus.de/werke/981
Berlin, SB, mgf 696, Bl. 411ra-411va: "Hie hebt sich an die zal der gaistlichen orden die der romisch kunig Sigmund hat lassen malen zw Costnitz in der kirchen zu den augustinern".
Zur Handschrift:
http://www.handschriftencensus.de/4402
Degering
http://www.manuscripta-mediaevalia.de/hs/katalogseiten/HSK0603a_b077_jpg.htm
http://www.manuscripta-mediaevalia.de/dokumente/html/obj31250648,T
Der Einband legt eine Herkunft der im 3. Viertel 15. Jh. (nicht vor 1459) geschriebenen Handschrift aus Nürnberg nahe.
Im Textbestand stimmt mit Mgf 696 teilweise überein British Library Arundel 6, die auch das Konstanzer Stück enthält.
Arundel 6
http://www.handschriftencensus.de/5401
Priebsch
https://archive.org/stream/priebschhandschr02goog#page/n53/mode/2up
Handschriftenarchiv
http://www.bbaw.de/forschung/dtm/HSA/700379340006.html
Während mich selbst das Quaternionengedicht von 1422
https://de.wikisource.org/wiki/Spruch_vom_R%C3%B6mischen_Reich_aus_dem_Jahre_1422
am meisten fesselt, ist die übrige Forschung vor allem an dem Bericht über eine Kaufmannsreise von Venedig nach Beirut 1434 interessiert. Dies trug dem Schreiber der Handschrift, der am Ende dieses Berichts mit der Jahreszahl 1460 sich nennt ("per me Johannem Schumann de Lutzenburg") einen Artikel im Verfasserlexikon ein. Dietrich Huschenbett (²VL 8, 1992, Sp. 875f.) musste allerdings konzedieren, dass die große Zeitspanne zwischen Reise und Bericht eher gegen eine Verfasserschaft Schumanns spricht.
GND
http://beacon.findbuch.de/seealso/pnd-aks?format=sources&id=103130217
Digiberichte
http://www.digiberichte.de/travel.php?ID=24&N=D&suchen1=Anonymus&Vollname=Anonymus
Mehrfach ging Celestina Milani auf den Text ein, etwa
Celestina Milani: Seereise nach Beirut' (A. 1434): nomi e cose. In: Il nome nel testo 4 (2002), S. 137-155
http://riviste.edizioniets.com/innt/index.php/innt/article/viewFile/9/9
Schreibsprache ist bairisch oder nordbairisch. Huschenbett erwägt nach Meisch als Herkunftsort Schumanns Lutzenburg bei Neumarkt in der Oberpfalz, Lutzenburg bei Kirchheim/Schwaben oder auch Lützelburg nordwestlich von Augsburg. Auch ohne Frau Krämer zu fragen (die mir meiner Erinnerung nach den Hinweis auf die Metzer Handschrift gab) hätte Huschenbett in den "Colophons" einen zweiten Codex des gleichen Schreibers finden können. Bis es 1944 zerstört wurde, befand sich in der Stadtbibliothek Metz das Ms. 374 aus der Kartause Rettel (oder Rethel, zu ihr:
https://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Rettel
https://books.google.de/books?id=Q7Y5Z1RuOIgC&pg=PA472 ), eine Predigtsammlung, geschrieben 1470 von Schuman:
"Expliciunt sermones hyemales Cœserveldie prioris Hollandie, ordinis Chartusiensis, scripti per Johannem Schuman, in Lutzenburgo, anno Domini m. cccc. lxx., in die sancti Silvestris, circa horam nonam de mane."
Beschreibungen:
https://books.google.de/books?id=jqhLAAAAMAAJ&pg=PA275
http://ccfr.bnf.fr/portailccfr/jsp/index_view_direct_anonymous.jsp?record=eadcgm:EADC:D05011079
http://bm.metz.fr/iguana/www.main.cls?sUrl=search#RecordId=1.28495
Schreibsprache hin oder her, dieses Zeugnis spricht doch sehr dafür, dass Schumann aus Luxemburg und nicht aus Süddeutschland stammt.
Heckmann listet S. 178f. Anm. 20 den Inhalt in beiden Handschriften des "Index ordinum religiosorum deutsch" (Titelbildung in Anlehnung an Kunzelmann) auf:
"Nach: Berlin, Staatsbibliothek PK: Ms. germ. Fol. 696, fol. 406r (alt 407r); London, British Library; Arundel 6 Plutarch CLXI-IID, fol. 40r; waren unter anderem folgende Orden in der Augustinereremitenkirche dargestellt:
Templer, Spitalorden vom Heiligen Geist, Mönche von Saint-Jacques-de-Haut-Pap (dép. Marne; arr. Épernay), Kauliten, Mercedarier, Gilbertiner, Wilhelmiten, Benediktiner, Schottenklöster, Zisterzienser, Ambrosianer, Cölestiner, Kamaldulenser, Grammotenser, Kartäuser, Vallombrosaner, Mönche von Fontevrault, katholische Humiliaten, Ritterorden von Calatrava, evtl. Ritterorden von Alcántara, Floriazenser, Eremiten von Fonte Avellana, evtl. Reformzisterzienserinnen, Zisterzienserinnen, Olivetaner, Klarissen, (Franziskaner-) Spirituale oder (Franziskaner-) Observanten,
Karmeliter, orientalische Mönche (Antoniter), orientalische Mönche (Basilianer), Augustiner-Eremiten, Augustiner-Chorherren,
Dominikaner, Johanniter, Pauliner, Prämonstratenser, Spitalorden vom heiligen Antonius, Spitalorden vom heiligen Lazariten, evtl. abermals Mönche von Saint-Jacques-de-Haut-Pap, evtl. Magdalenen, Kreuzherren mit rotem Stern, Birgitten, Eremiten von Pulsano."
Mich hatte der von Sigismund direkt veranlasste Konstanzer Bilderzyklus auch deshalb interessiert, weil sowohl in der Berliner als auch in der Londoner Handschrift das Quaternionensystem der Reichsverfassung wiedergegeben wird, in dem ich ja 1993 eine historisierende Spekulation von Herolden aus der Zeit Sigismunds vermutete.
http://periodika.digitale-sammlungen.de/bdlg/Blatt_bsb00000333,00194.html
Was Heckmann über den Ursprung der Quaternionen schrieb, überzeugt mich nicht. Sowohl bei den Quaternionen als auch in der Auflistung der religiösen Gemeinschaften - visuell in der Augustinerkirche, literarisch in den Handschriften auf Latein und Deutsch - ist die Faszination von "Ursprung und Herkommen"
http://nbn-resolving.de/urn/resolver.pl?urn:nbn:de:hebis:30-1137987
deutlich zu greifen. "Sequitur de institucione religionum et exordio earundem", heißt es in Danzig Mar. F 286.
Der Konstanzer Ordenskatalog setzt ein intensives historisches Interesse voraus, auch wenn durch das Zusammenströmen von Kirchenvertretern aus der gesamten christlichen Welt während des Konzils die Recherche sicher erleichtert war. Der Konstanzer Ordenskatalog ist ein einzigartiges Zeugnis über die Gemeinschaftsbildung der religiösen Orden mit Blick auf ihre Ursprünge. Die Konstanzer Augustiner stellten nicht nur das Quartier des Königs, sie konnten ihre Regel auf hl. Augustinus zurückführen, der daher mehrfach prominent auf den Wandbildern erscheint. Das Denkmal feiert die Vielfalt der christlichen Orden, aber auch das "Herkommen" der augustinischen Familie.
Es wäre wünschenswert, wenn die hier genannten handschriftlichen Zeugnisse nicht nur ediert, sondern auch im Netz frei zugänglich präsentiert würden.
#forschung
histmonast
Konstruierte Vergangenheit. Die Wandbilder in der Konstanzer Augustinerkirche. In: Badisches Landesmuseum (Hg.). Das Konstanzer Konzil 1414–1418. Weltereignis des Mittelalters. Katalog. Stuttgart 2014, S. 136–137.
Die Wandbilder in der Konstanzer Dreifaltigkeitskirche (Augustinerkirche) – Entstehung, Wiederentdeckung und Deutung. In: Braun, Karl-Heinz u. a. (Hgg.). Das Konstanzer Konzil 1414–1418. Weltereignis des Mittelalters. Essays. Stuttgart 2013, S. 204–209.
Mir liegt nicht vor vom gleichen Autor:
Die Ordensdarstellungen in der Konstanzer Augustinerkirche: eine Gesamtschau der Männerorden aus der Sicht der Augustinereremiten. In: Jakobs, Dörthe (Hg.). Dreifaltigkeitskirche Konstanz (Kulturdenkmale in Baden-Württemberg 6). Lindenberg 2007, S. 26–33.
[Mir freundlicherweise postwendend vom Autor übermittelt. S. 26 werden die beiden deutschen Handschriften in Berlin und London erwähnt. Der Beitrag enthält eine ganze Reihe von Bildern aus der Georgenberger Handschrift.]
Der Südkurier berichtete 2011 über Derschkas Forschungen:
http://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/Historiker-lueftet-Geheimnisse;art372448,4997744
[Derschka konnte Unterlagen des 2006 verstorbenen Karl Suso Frank verwerten, zu deren Publikation dieser nicht mehr kam.]
Zur Kirche mit Bildern: Wikipedia.
Über die heute nur in entstellter Form enthaltenen Wandgemälde, die 1417 König Sigismund persönlich in Auftrag gab, gibt es bereits ältere Literatur.
Wingenroth/Gröbner 1908:
http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/schauinsland1908/0082
Josef Gramm 1909 brachte Belege aus den Unterlagen des Reichserbkämmerers Konrad von Weinsberg bei.
https://archive.org/details/gramm_konstanz_augustiner
In Konstanz waren bis zu Derschkas Studien Hinweise auf zwei Danziger Handschriften Mar. F 286 und Mar. F 300
http://kpbc.umk.pl/dlibra/doccontent?id=52217&from=PIONIER%20DLF (Katalog der Handschriften der Marienkirche von Günther S. 379, 418)
durch Heinrich Finke
https://archive.org/stream/actaconciliicons04counuoft#page/n85/mode/2up
unbeachtet geblieben. Auch Adolar Zumkellner: Manuskripte von Werken der Autoren des Augustiner-Eremitenordens in mitteleuropäischen Bibliotheken (1966), S. 527 Nr. 1543 hatte auf die Danziger und die deutsche Fassung in London Arundel 6 aufmerksam gemacht.
Derschka beschreibt im Konstanzer Katalog wie oben S. 170 Nr. 85 die Handschrift in St. Georgenberg-Fiecht OSB in Tirol Cod. 133, die er nach 1417 datiert (eine genauere Datierung wäre wünschenswert, auf der Abbildung in den Essays S. 207 datiere ich die Bildunterschrift auf das 16. Jahrhundert). Bl. 85r-111r enthält 49 ganzseitige Abbildungen überwiegend von bendiktinischen und augustinischen Ordensgemeinschaften, die nach Derschka teilweise mit den Konstanzer Darstellungen übereinstimmen.
Die HMML-Beschreibung der Georgenberger Handschrift 133 findet man am schnellsten mit der Keyword-Suche genoalia auf
http://www.hmml.org/oliver.html
Die von Derschka nicht erwähnten Texte am Anfang der Handschrift auf Bischof Gebhard von Konstanz könnten auf eine Entstehung im Bodenseeraum hindeuten. Man habe anlässlich des Konstanzer Provinzialkapitels der Benediktiner 1417 in großer Schrift an das Petershauser Portal geschrieben, dass 6600 Benediktinerklöster existierten, referiert Derschka aus einem anderen Text des Codex (Bl. 74r-v). Ohne Kenntnis der Handschrift vermag ich nicht zu sagen, was es mit der Aufzählung der benediktinischen Gemeinschaften und ihres Habits "in der Reihenfolge der entsprechenden Abbildungen" auf sich hat. Bl. 74r-v gehört aber zu einem ganz anderen Text "De dignitate et magnificentia Ordinis Sancti Benedicti", den HMML etwas kryptisch Christoph Lieb abspricht. In neueren Katalogen gilt der Melker Benediktiner Lieb (aus Isny, nicht Isen!) aber sehr wohl als Autor.
http://archiv.twoday.net/stories/1022484972/
Literaturangaben und Abbildung der ersten Seite des Lieb-Texts in der Bonner Handschrift S 1966 bietet:
http://www.manuscripta-mediaevalia.de/dokumente/html/obj31275356
Jedenfalls mehr als die Analecta Bollandiana 1896:
https://archive.org/stream/analectabolland01bollgoog#page/n96/mode/2up
Abgesehen von den Melker Handschriften und der Bonner kenne ich Augsburg, StuSB, 2° Cod. 203 und ein Fragment in der UB Augsburg II. 1. 4°. 3.
Keine Erwähnung findet bei Derschka 2013/14 [wohl aber 2007!] die deutschsprachige Überlieferung in der bereits genannten Londoner Handschrift Arundel 6 und der von mir während der Vorbereitung meiner Promotion eingesehen Berliner Handschrift mgf 696, die der Londoner sehr nahe steht.
Derschka hätte die Studie von
Marie-Luise Heckmann, Der Deutsche Orden und die 'Goldene Bulle' Kaiser Karls IV. Mit einer Vorbemerkung zur Herkunft der Quaternionen, in: Jahrbuch für die Geschichte Mittel- und Ostdeutschlands 52 (2006), S. 173-226
nicht übergehen dürfen, die mir die Autorin freundlicherweise vor Jahren übersandt hat. Teilweise online:
https://books.google.de/books?id=H5AadO5iZEsC&pg=PA178
Heckmann neigt zu Überinterpretationen, eine Deutschordens-Provenienz beider Handschriften ist nicht glaubhaft gemacht. Sie nennt zum Martinus Polonus deutsch und zu den Flores temporum deutsch nicht die relevante Literatur, nämlich meine Dissertation 1987, S. 193
https://books.google.de/books?id=pcvWAAAAMAAJ&pg=PA193
Die Überlieferung des deutschen Martin von Troppau hatte ich 1994 zusammengestellt:
Klaus Graf, Rezension zu: Rudolf Kilian Weigand, Vinzenz von Beauvais. Scholastische Universalchronistik als Quelle volkssprachiger Geschichtsschreibung (Germanistische Texte und Studien 36), Hildesheim 1991, in: Beiträge zur Geschichte der deutschen Sprache und Literatur 116 (1994), S. 491-497, hier S. 496, Anm. 17
http://www.digizeitschriften.de/dms/resolveppn/?PID=PPN345203720_0116%7Clog83
Inzwischen überholt durch:
http://www.handschriftencensus.de/werke/981
Berlin, SB, mgf 696, Bl. 411ra-411va: "Hie hebt sich an die zal der gaistlichen orden die der romisch kunig Sigmund hat lassen malen zw Costnitz in der kirchen zu den augustinern".
Zur Handschrift:
http://www.handschriftencensus.de/4402
Degering
http://www.manuscripta-mediaevalia.de/hs/katalogseiten/HSK0603a_b077_jpg.htm
http://www.manuscripta-mediaevalia.de/dokumente/html/obj31250648,T
Der Einband legt eine Herkunft der im 3. Viertel 15. Jh. (nicht vor 1459) geschriebenen Handschrift aus Nürnberg nahe.
Im Textbestand stimmt mit Mgf 696 teilweise überein British Library Arundel 6, die auch das Konstanzer Stück enthält.
Arundel 6
http://www.handschriftencensus.de/5401
Priebsch
https://archive.org/stream/priebschhandschr02goog#page/n53/mode/2up
Handschriftenarchiv
http://www.bbaw.de/forschung/dtm/HSA/700379340006.html
Während mich selbst das Quaternionengedicht von 1422
https://de.wikisource.org/wiki/Spruch_vom_R%C3%B6mischen_Reich_aus_dem_Jahre_1422
am meisten fesselt, ist die übrige Forschung vor allem an dem Bericht über eine Kaufmannsreise von Venedig nach Beirut 1434 interessiert. Dies trug dem Schreiber der Handschrift, der am Ende dieses Berichts mit der Jahreszahl 1460 sich nennt ("per me Johannem Schumann de Lutzenburg") einen Artikel im Verfasserlexikon ein. Dietrich Huschenbett (²VL 8, 1992, Sp. 875f.) musste allerdings konzedieren, dass die große Zeitspanne zwischen Reise und Bericht eher gegen eine Verfasserschaft Schumanns spricht.
GND
http://beacon.findbuch.de/seealso/pnd-aks?format=sources&id=103130217
Digiberichte
http://www.digiberichte.de/travel.php?ID=24&N=D&suchen1=Anonymus&Vollname=Anonymus
Mehrfach ging Celestina Milani auf den Text ein, etwa
Celestina Milani: Seereise nach Beirut' (A. 1434): nomi e cose. In: Il nome nel testo 4 (2002), S. 137-155
http://riviste.edizioniets.com/innt/index.php/innt/article/viewFile/9/9
Schreibsprache ist bairisch oder nordbairisch. Huschenbett erwägt nach Meisch als Herkunftsort Schumanns Lutzenburg bei Neumarkt in der Oberpfalz, Lutzenburg bei Kirchheim/Schwaben oder auch Lützelburg nordwestlich von Augsburg. Auch ohne Frau Krämer zu fragen (die mir meiner Erinnerung nach den Hinweis auf die Metzer Handschrift gab) hätte Huschenbett in den "Colophons" einen zweiten Codex des gleichen Schreibers finden können. Bis es 1944 zerstört wurde, befand sich in der Stadtbibliothek Metz das Ms. 374 aus der Kartause Rettel (oder Rethel, zu ihr:
https://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Rettel
https://books.google.de/books?id=Q7Y5Z1RuOIgC&pg=PA472 ), eine Predigtsammlung, geschrieben 1470 von Schuman:
"Expliciunt sermones hyemales Cœserveldie prioris Hollandie, ordinis Chartusiensis, scripti per Johannem Schuman, in Lutzenburgo, anno Domini m. cccc. lxx., in die sancti Silvestris, circa horam nonam de mane."
Beschreibungen:
https://books.google.de/books?id=jqhLAAAAMAAJ&pg=PA275
http://ccfr.bnf.fr/portailccfr/jsp/index_view_direct_anonymous.jsp?record=eadcgm:EADC:D05011079
http://bm.metz.fr/iguana/www.main.cls?sUrl=search#RecordId=1.28495
Schreibsprache hin oder her, dieses Zeugnis spricht doch sehr dafür, dass Schumann aus Luxemburg und nicht aus Süddeutschland stammt.
Heckmann listet S. 178f. Anm. 20 den Inhalt in beiden Handschriften des "Index ordinum religiosorum deutsch" (Titelbildung in Anlehnung an Kunzelmann) auf:
"Nach: Berlin, Staatsbibliothek PK: Ms. germ. Fol. 696, fol. 406r (alt 407r); London, British Library; Arundel 6 Plutarch CLXI-IID, fol. 40r; waren unter anderem folgende Orden in der Augustinereremitenkirche dargestellt:
Templer, Spitalorden vom Heiligen Geist, Mönche von Saint-Jacques-de-Haut-Pap (dép. Marne; arr. Épernay), Kauliten, Mercedarier, Gilbertiner, Wilhelmiten, Benediktiner, Schottenklöster, Zisterzienser, Ambrosianer, Cölestiner, Kamaldulenser, Grammotenser, Kartäuser, Vallombrosaner, Mönche von Fontevrault, katholische Humiliaten, Ritterorden von Calatrava, evtl. Ritterorden von Alcántara, Floriazenser, Eremiten von Fonte Avellana, evtl. Reformzisterzienserinnen, Zisterzienserinnen, Olivetaner, Klarissen, (Franziskaner-) Spirituale oder (Franziskaner-) Observanten,
Karmeliter, orientalische Mönche (Antoniter), orientalische Mönche (Basilianer), Augustiner-Eremiten, Augustiner-Chorherren,
Dominikaner, Johanniter, Pauliner, Prämonstratenser, Spitalorden vom heiligen Antonius, Spitalorden vom heiligen Lazariten, evtl. abermals Mönche von Saint-Jacques-de-Haut-Pap, evtl. Magdalenen, Kreuzherren mit rotem Stern, Birgitten, Eremiten von Pulsano."
Mich hatte der von Sigismund direkt veranlasste Konstanzer Bilderzyklus auch deshalb interessiert, weil sowohl in der Berliner als auch in der Londoner Handschrift das Quaternionensystem der Reichsverfassung wiedergegeben wird, in dem ich ja 1993 eine historisierende Spekulation von Herolden aus der Zeit Sigismunds vermutete.
http://periodika.digitale-sammlungen.de/bdlg/Blatt_bsb00000333,00194.html
Was Heckmann über den Ursprung der Quaternionen schrieb, überzeugt mich nicht. Sowohl bei den Quaternionen als auch in der Auflistung der religiösen Gemeinschaften - visuell in der Augustinerkirche, literarisch in den Handschriften auf Latein und Deutsch - ist die Faszination von "Ursprung und Herkommen"
http://nbn-resolving.de/urn/resolver.pl?urn:nbn:de:hebis:30-1137987
deutlich zu greifen. "Sequitur de institucione religionum et exordio earundem", heißt es in Danzig Mar. F 286.
Der Konstanzer Ordenskatalog setzt ein intensives historisches Interesse voraus, auch wenn durch das Zusammenströmen von Kirchenvertretern aus der gesamten christlichen Welt während des Konzils die Recherche sicher erleichtert war. Der Konstanzer Ordenskatalog ist ein einzigartiges Zeugnis über die Gemeinschaftsbildung der religiösen Orden mit Blick auf ihre Ursprünge. Die Konstanzer Augustiner stellten nicht nur das Quartier des Königs, sie konnten ihre Regel auf hl. Augustinus zurückführen, der daher mehrfach prominent auf den Wandbildern erscheint. Das Denkmal feiert die Vielfalt der christlichen Orden, aber auch das "Herkommen" der augustinischen Familie.
Es wäre wünschenswert, wenn die hier genannten handschriftlichen Zeugnisse nicht nur ediert, sondern auch im Netz frei zugänglich präsentiert würden.
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histmonast
„KN DFK Innenraum-02-Suedwand“ von User:Fb78 - Eigenes Werk. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons.
KlausGraf - am Mittwoch, 4. November 2015, 04:30 - Rubrik: Kodikologie
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Johannes Röhnelt (Schmunzelkunst: www.schmunzelkunst.de) weist mich auf
http://curia.europa.eu/juris/document/document.jsf?text=&docid=170741&pageIndex=0&doclang=DE&mode=req&dir=&occ=first&part=1
hin. Er lehnt die Entscheidung ab, ich auch.
Siehe auch (so Röhnelt)
http://archiv.twoday.net/stories/1022221777/
https://www.rechtambild.de/2014/11/bgh-verweist-an-eugh-sind-topographische-karten-datenbanken/
sowie ergänzende Links von mir
http://www.jurpc.de/jurpc/show?id=20150175
https://www.juris.de/jportal/portal/page/homerl.psml?nid=jnachr-JUNA151002401&cmsuri=%2Fjuris%2Fde%2Fnachrichten%2Fzeigenachricht.jsp
http://curia.europa.eu/juris/document/document.jsf?text=&docid=170741&pageIndex=0&doclang=DE&mode=req&dir=&occ=first&part=1
hin. Er lehnt die Entscheidung ab, ich auch.
Siehe auch (so Röhnelt)
http://archiv.twoday.net/stories/1022221777/
https://www.rechtambild.de/2014/11/bgh-verweist-an-eugh-sind-topographische-karten-datenbanken/
sowie ergänzende Links von mir
http://www.jurpc.de/jurpc/show?id=20150175
https://www.juris.de/jportal/portal/page/homerl.psml?nid=jnachr-JUNA151002401&cmsuri=%2Fjuris%2Fde%2Fnachrichten%2Fzeigenachricht.jsp
KlausGraf - am Dienstag, 3. November 2015, 21:55 - Rubrik: Archivrecht
https://www.insidehighered.com/news/2015/11/02/editors-and-editorial-board-quit-top-linguistics-journal-protest-subscription-fees
"All six editors and all 31 editorial board members of Lingua, one of the top journals in linguistics, last week resigned to protest Elsevier's policies on pricing and its refusal to convert the journal to an open-access publication that would be free online. As soon as January, when the departing editors' noncompete contracts expire, they plan to start a new open-access journal to be called Glossa."
Update:
http://www.kontakter.de/internationale_news/lingua_redaktion_legt_job_nieder_und_plant_eigenes_magazin
http://wisspub.net/2015/11/04/massenruecktritt-des-editorial-board-beim-elsevier-journal-lingua/
http://kaivonfintel.org/2015/11/05/lingua-roundup/
https://netzpolitik.org/2015/the-empire-strikes-back-grossverlag-elsevier-verleumdet-abtruennige-wissenschaftler/
"All six editors and all 31 editorial board members of Lingua, one of the top journals in linguistics, last week resigned to protest Elsevier's policies on pricing and its refusal to convert the journal to an open-access publication that would be free online. As soon as January, when the departing editors' noncompete contracts expire, they plan to start a new open-access journal to be called Glossa."
Update:
http://www.kontakter.de/internationale_news/lingua_redaktion_legt_job_nieder_und_plant_eigenes_magazin
http://wisspub.net/2015/11/04/massenruecktritt-des-editorial-board-beim-elsevier-journal-lingua/
http://kaivonfintel.org/2015/11/05/lingua-roundup/
https://netzpolitik.org/2015/the-empire-strikes-back-grossverlag-elsevier-verleumdet-abtruennige-wissenschaftler/
KlausGraf - am Dienstag, 3. November 2015, 21:07 - Rubrik: Open Access
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http://www.reformationsportal.de/
Wann wird man in Thüringen endlich begreifen, dass ein Permalink kurz sein muss?
http://archive.thulb.uni-jena.de/staatsarchive/rsc/viewer/stat_derivate_00009467/LHASA__MD__A_2__Nr_502__001a.tif?x=137.1924577373211&y=877.1999999999998&scale=0.43842645381984036&rotation=0&layout=singlePageLayout
Thulb, uni-jena.de, staatsarchive, ID, Signatur und Blattcodierung - mehr sollte nicht drin sein!
Daneben gibt es eigene Links:
Gleiß, Friedhelm: Nikolaus von Amsdorf dankt Friedrich dem Weisen für seine Entlassung nach Magdeburg. in: Digitales Archiv der Reformation, http://www.reformationsportal.de/index.php?id=153&tx_jomapservices_pi1002%5Baction%5D=detail&tx_jomapservices_pi1002%5BjoDetail%5D=stat_showcase_00000062&cHash=c05e23a302ea26578728de54f1e7a355 (aufgerufen am 03.11.2015)
Bei der "Recherche" kommt man nur auf eine Karte, mit der ich mich überhaupt nicht zurechtfinde! Murks! Die Einträge (schmale weiße Schrift in Schwarz) sind kaum lesbar!
Inhalt: überwiegend langweilige Akten. Von visueller Opulenz keine Spur.
Wann wird man in Thüringen endlich begreifen, dass ein Permalink kurz sein muss?
http://archive.thulb.uni-jena.de/staatsarchive/rsc/viewer/stat_derivate_00009467/LHASA__MD__A_2__Nr_502__001a.tif?x=137.1924577373211&y=877.1999999999998&scale=0.43842645381984036&rotation=0&layout=singlePageLayout
Thulb, uni-jena.de, staatsarchive, ID, Signatur und Blattcodierung - mehr sollte nicht drin sein!
Daneben gibt es eigene Links:
Gleiß, Friedhelm: Nikolaus von Amsdorf dankt Friedrich dem Weisen für seine Entlassung nach Magdeburg. in: Digitales Archiv der Reformation, http://www.reformationsportal.de/index.php?id=153&tx_jomapservices_pi1002%5Baction%5D=detail&tx_jomapservices_pi1002%5BjoDetail%5D=stat_showcase_00000062&cHash=c05e23a302ea26578728de54f1e7a355 (aufgerufen am 03.11.2015)
Bei der "Recherche" kommt man nur auf eine Karte, mit der ich mich überhaupt nicht zurechtfinde! Murks! Die Einträge (schmale weiße Schrift in Schwarz) sind kaum lesbar!
Inhalt: überwiegend langweilige Akten. Von visueller Opulenz keine Spur.
KlausGraf - am Dienstag, 3. November 2015, 20:50 - Rubrik: Digitale Bibliotheken
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https://sensmus.hypotheses.org/
Es geht um sensible Objekte in Museen, aber auf der Startseite sind nicht die einzelnen Einträge aufgelistet. Die thematische Gliederung enthält etliche Positionen, die noch nicht belegt sind (z.B., bezeichnenderweise, "Links und Verweise"), und bis man rechts das Monatsarchiv, das eine Ansicht in zeitlicher Reihenfolge ermöglicht, vergeht einige Zeit. Um nicht missverstanden zu werden: Nicht alle Blogs müssen so aussehen wie Archivalia, aber zu einem Blog gehört wesentlich dazu, dass man auf der Hauptseite bequem zu den Einträgen kommt. Der Standard ist nun einmal: Die jüngsten stehen oben.
Es geht um sensible Objekte in Museen, aber auf der Startseite sind nicht die einzelnen Einträge aufgelistet. Die thematische Gliederung enthält etliche Positionen, die noch nicht belegt sind (z.B., bezeichnenderweise, "Links und Verweise"), und bis man rechts das Monatsarchiv, das eine Ansicht in zeitlicher Reihenfolge ermöglicht, vergeht einige Zeit. Um nicht missverstanden zu werden: Nicht alle Blogs müssen so aussehen wie Archivalia, aber zu einem Blog gehört wesentlich dazu, dass man auf der Hauptseite bequem zu den Einträgen kommt. Der Standard ist nun einmal: Die jüngsten stehen oben.
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Steinhauer hat Recht:
http://esteinhauer.tumblr.com/post/132468658750/im-dom-zu-m%C3%BCnster-haben-digitalaffine-kunstfreunde

http://esteinhauer.tumblr.com/post/132468658750/im-dom-zu-m%C3%BCnster-haben-digitalaffine-kunstfreunde

KlausGraf - am Dienstag, 3. November 2015, 20:32 - Rubrik: Museumswesen
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KlausGraf - am Dienstag, 3. November 2015, 20:26 - Rubrik: Digitale Bibliotheken
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Christian Buggisch belegt, dass das Computermagazin des Bayerischen Rundfunks Social Media nur mit der Brille der Datenschützer sieht:
https://buggisch.wordpress.com/2015/11/02/instagram-maerchenstunde-im-bayerischen-rundfunk/
"Diese Brille färbt die Welt schwarz und weiß: Datenschutz ist gut, alles andere böse.
Wie, ist Datenschutz etwa nicht gut? Doch, natürlich. Total sinnvoll, wenn er mit Augenmaß und Pragmatismus betrieben wird. Doch Datenschutz kann auch zu weit gehen, er kann Innovationen hemmen, Nutzer nerven oder bevormunden, Teil einer politischen Agenda sein. Datenschutz per se ist weder gut noch böse, er ist ein interessanter Aspekt in einer zunehmend digitalen Welt."

https://buggisch.wordpress.com/2015/11/02/instagram-maerchenstunde-im-bayerischen-rundfunk/
"Diese Brille färbt die Welt schwarz und weiß: Datenschutz ist gut, alles andere böse.
Wie, ist Datenschutz etwa nicht gut? Doch, natürlich. Total sinnvoll, wenn er mit Augenmaß und Pragmatismus betrieben wird. Doch Datenschutz kann auch zu weit gehen, er kann Innovationen hemmen, Nutzer nerven oder bevormunden, Teil einer politischen Agenda sein. Datenschutz per se ist weder gut noch böse, er ist ein interessanter Aspekt in einer zunehmend digitalen Welt."
KlausGraf - am Dienstag, 3. November 2015, 20:20 - Rubrik: Datenschutz
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http://www.risiko-freiheit.de/
Via
http://www.lisa.gerda-henkel-stiftung.de/online_ausstellung_zum_thema_fluchthilfe_veroeffentlicht?nav_id=5923
Via
http://www.lisa.gerda-henkel-stiftung.de/online_ausstellung_zum_thema_fluchthilfe_veroeffentlicht?nav_id=5923
KlausGraf - am Dienstag, 3. November 2015, 20:17 - Rubrik: Geschichtswissenschaft
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KlausGraf - am Dienstag, 3. November 2015, 20:15 - Rubrik: Universitaetsarchive
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http://britishlibrary.typepad.co.uk/digitisedmanuscripts/2015/11/worcester-rental-acquired-by-the-british-library.html
"The British Library holds one of the largest collections of medieval monastic records from the British Isles. And we have just added to that, with the acquisition of an important 13th-century rental from Worcester Cathedral Priory. The whole manuscript has also been fully digitised, and is now available to view on our Digitised Manuscripts site (Add MS 89137)."
"The British Library holds one of the largest collections of medieval monastic records from the British Isles. And we have just added to that, with the acquisition of an important 13th-century rental from Worcester Cathedral Priory. The whole manuscript has also been fully digitised, and is now available to view on our Digitised Manuscripts site (Add MS 89137)."
KlausGraf - am Dienstag, 3. November 2015, 20:11 - Rubrik: English Corner
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http://cogdogblog.com/2015/11/01/old-style-bookmarking/
https://pinboard.in/ kostet 11 Dollar im Jahr.
https://pinboard.in/ kostet 11 Dollar im Jahr.
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Eine wissenschaftliche Suchmaschine, aber nur für die Computerwissenschaft
https://www.semanticscholar.org/
Was soll das, die Treffer ohne Metadaten und DOI auszugeben?
Via
http://www.technologyreview.com/news/542981/academic-search-engine-grasps-for-meaning/
https://www.semanticscholar.org/
Was soll das, die Treffer ohne Metadaten und DOI auszugeben?
Via
http://www.technologyreview.com/news/542981/academic-search-engine-grasps-for-meaning/
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ALLE dort genannten Aufsätze sind als PDFs verfügbar!
http://wwwhomes.uni-bielefeld.de/umeier/publikationen.html
http://wwwhomes.uni-bielefeld.de/umeier/publikationen.html
KlausGraf - am Dienstag, 3. November 2015, 01:48 - Rubrik: Open Access
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Dank Silvan Freddi und der Lektüre eines Aufsatzes über das Ravensburger sog. Mohrenfresko konnte ich meinen Beitrag
"Ein fiktives Turnier in Solothurn zur Zeit Kaiser Heinrichs III." erheblich erweitern.
http://archiv.twoday.net/stories/1022479330/

"Ein fiktives Turnier in Solothurn zur Zeit Kaiser Heinrichs III." erheblich erweitern.
http://archiv.twoday.net/stories/1022479330/
KlausGraf - am Dienstag, 3. November 2015, 01:42 - Rubrik: Geschichtswissenschaft
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Russia Today (sic) interviewt den Filmemacher von "Die dunkle Seite der Wikipedia":
https://deutsch.rt.com/35392/gesellschaft/interview-mit-filmemacher-markus-fiedler-die-dunkle-seite-der-wikipedia/
https://deutsch.rt.com/35392/gesellschaft/interview-mit-filmemacher-markus-fiedler-die-dunkle-seite-der-wikipedia/
KlausGraf - am Montag, 2. November 2015, 21:19 - Rubrik: Open Access
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Zum Abschluss der GEWISS-Dialogforen zu Citizen Science in Deutschland findet am 4./5. Dezember 2015 ein Barcamp in Berlin statt. Kooperationspartner und Gastgeber ist Wikimedia Deutschland e.V.
Die Veranstaltung soll Menschen, die sich in den verschiedensten Citizen Science-Projekten engagieren, eine Plattform bieten, um sich über ihre Erfahrungen auszutauschen, sich zu vernetzen und neue Projektideen zu entwickeln. Weitere Informationen unter http://www.buergerschaffenwissen.de/barcamp.
Die Veranstaltung soll Menschen, die sich in den verschiedensten Citizen Science-Projekten engagieren, eine Plattform bieten, um sich über ihre Erfahrungen auszutauschen, sich zu vernetzen und neue Projektideen zu entwickeln. Weitere Informationen unter http://www.buergerschaffenwissen.de/barcamp.
TKluttig - am Montag, 2. November 2015, 17:27 - Rubrik: Wissenschaftsbetrieb
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Ergänzend zu:
http://archiv.twoday.net/stories/1022489549/
Wer sich mit diesem Projekt, von eher deutschsprachigen und lateinischen alten Drucken her kommend, befasst, stellt zunächst einmal fest, dass EEBO (in D verfügbar als Nationallizenz auch für private Nutzer nach kostenloser Registrierung) mit seinen 125.000 Titel tatsächlich ein Monopol hat.
Die üblichen Wege, ein Nicht-EEBO-Digitalisat zu ermitteln, versagen weitgehend, soweit man nicht Google Books, HathiTrust oder das Internet Archive direkt benutzt. Der KVK ist mit EEBO zugemüllt, um ein mögliches anderes Digitalisat zu finden, ist die Übersicht der Trefferliste unbrauchbar. Das gleiche Bild in den OPACs: Da es nicht ohne nähere Befassung mit Expertensuchen nicht möglich ist, analoge Exemplare oder Nicht-EEBO-Digitalisate zu finden, sieht man bei Suchen z.B. nach London und der Eingrenzung 16. Jahrhundert auf Anhieb nur Links auf den kommerziellen Anbieter.
Die Datenbank ESTC (480.000 Titel) ist weit von Open Data entfernt:
http://estc.bl.uk/
Einen Nachweis anderer Digitalisate als EEBO darf man dort nicht erwarten:
http://estc.bl.uk/S106508
Der GW weist zu dieser Chaucer-Inkunabel ein Digitalisat in Leeds nach:
http://www.gesamtkatalogderwiegendrucke.de/docs/GW04576.htm
Er kennzeichnet aber nicht die lizenzpflichtige Ressource beim Londoner Digitalisat (=EEBO). Auch der USTC hat nur Proquest:
http://ustc.ac.uk/index.php/record/500026
Eine größere Anzahl englischer Drucke vor 1800 sind in Oxford (erreichbar auch via Europeana) und der British Library (nicht in der Europeana!) online, desgleichen natürlich in Google Books und HathiTrust.
Die Verfügbarkeit von EEBO via JISC im Vereinigten Königreich und ein Desinteresse an nicht-englischer Literatur mag auch erklären, wieso englische Altbestandsbibliotheken so zurückhaltend bei der Digitalisierung sind. Außer Oxford und London gibt es nur digitale Mini-Bestände.
http://archiv.twoday.net/stories/1022465258/
Instruktiv zur Geschichte von EEBO:
http://folgerpedia.folger.edu/History_of_Early_English_Books_Online
Abgesehen von einzelnen Cimelien fehlt auch in den USA eine Massendigitalisierung älterer englischsprachiger Drucke - wohl aus den gleichen Gründen wie im UK.
Von allen ESTC-Drucken sind nur über 10.000 in HathiTrust:
http://babel.hathitrust.org/cgi/mb?a=listis;c=247770968
http://dp.la/ gibt keine korrekten Ergebnisse beim Zeitfilter 1400-1800 und er Suche nach Chaucer. Abgesehen von zwei Handschriften in Harvard beschränken sich die Nachweise auf HathiTrust (23) und das Internet Archive (5).
Sinnvolle Ziele sind aus meiner Sicht:
(1) Erstellung eines Gesamtkatalogs digitalisierter alter Drucke vor 1800 als Linked Open Data
Zu den Quellen siehe etwa mein Beitrag "Large Digital Libraries of Pre-1800 Printed Books in Western Languages"
http://archiv.twoday.net/stories/6107864/
(2a) Definition eines Kernbestands von wichtigen Titeln, der bevorzugt recherchiert und digitalisiert werden sollte
(2b) Schließen von Lücken durch Digitalisierung
Dabei können auch EEBO-Digitalisate verwendet werden, denn diese genießen keinen rechtlichen Schutz.
http://archiv.twoday.net/stories/1022489549/
Wer sich mit diesem Projekt, von eher deutschsprachigen und lateinischen alten Drucken her kommend, befasst, stellt zunächst einmal fest, dass EEBO (in D verfügbar als Nationallizenz auch für private Nutzer nach kostenloser Registrierung) mit seinen 125.000 Titel tatsächlich ein Monopol hat.
Die üblichen Wege, ein Nicht-EEBO-Digitalisat zu ermitteln, versagen weitgehend, soweit man nicht Google Books, HathiTrust oder das Internet Archive direkt benutzt. Der KVK ist mit EEBO zugemüllt, um ein mögliches anderes Digitalisat zu finden, ist die Übersicht der Trefferliste unbrauchbar. Das gleiche Bild in den OPACs: Da es nicht ohne nähere Befassung mit Expertensuchen nicht möglich ist, analoge Exemplare oder Nicht-EEBO-Digitalisate zu finden, sieht man bei Suchen z.B. nach London und der Eingrenzung 16. Jahrhundert auf Anhieb nur Links auf den kommerziellen Anbieter.
Die Datenbank ESTC (480.000 Titel) ist weit von Open Data entfernt:
http://estc.bl.uk/
Einen Nachweis anderer Digitalisate als EEBO darf man dort nicht erwarten:
http://estc.bl.uk/S106508
Der GW weist zu dieser Chaucer-Inkunabel ein Digitalisat in Leeds nach:
http://www.gesamtkatalogderwiegendrucke.de/docs/GW04576.htm
Er kennzeichnet aber nicht die lizenzpflichtige Ressource beim Londoner Digitalisat (=EEBO). Auch der USTC hat nur Proquest:
http://ustc.ac.uk/index.php/record/500026
Eine größere Anzahl englischer Drucke vor 1800 sind in Oxford (erreichbar auch via Europeana) und der British Library (nicht in der Europeana!) online, desgleichen natürlich in Google Books und HathiTrust.
Die Verfügbarkeit von EEBO via JISC im Vereinigten Königreich und ein Desinteresse an nicht-englischer Literatur mag auch erklären, wieso englische Altbestandsbibliotheken so zurückhaltend bei der Digitalisierung sind. Außer Oxford und London gibt es nur digitale Mini-Bestände.
http://archiv.twoday.net/stories/1022465258/
Instruktiv zur Geschichte von EEBO:
http://folgerpedia.folger.edu/History_of_Early_English_Books_Online
Abgesehen von einzelnen Cimelien fehlt auch in den USA eine Massendigitalisierung älterer englischsprachiger Drucke - wohl aus den gleichen Gründen wie im UK.
Von allen ESTC-Drucken sind nur über 10.000 in HathiTrust:
http://babel.hathitrust.org/cgi/mb?a=listis;c=247770968
http://dp.la/ gibt keine korrekten Ergebnisse beim Zeitfilter 1400-1800 und er Suche nach Chaucer. Abgesehen von zwei Handschriften in Harvard beschränken sich die Nachweise auf HathiTrust (23) und das Internet Archive (5).
Sinnvolle Ziele sind aus meiner Sicht:
(1) Erstellung eines Gesamtkatalogs digitalisierter alter Drucke vor 1800 als Linked Open Data
Zu den Quellen siehe etwa mein Beitrag "Large Digital Libraries of Pre-1800 Printed Books in Western Languages"
http://archiv.twoday.net/stories/6107864/
(2a) Definition eines Kernbestands von wichtigen Titeln, der bevorzugt recherchiert und digitalisiert werden sollte
(2b) Schließen von Lücken durch Digitalisierung
Dabei können auch EEBO-Digitalisate verwendet werden, denn diese genießen keinen rechtlichen Schutz.
KlausGraf - am Montag, 2. November 2015, 16:24 - Rubrik: Digitale Bibliotheken
https://readingarchivestheacademy.wordpress.com/
Cox ist einer der führenden Archivtheoriker in den USA.
Cox ist einer der führenden Archivtheoriker in den USA.
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"Proquest unleashed a major storm of outrage this week, first canceling and then restoring the Renaissance Society of America's EEBO subscription. Ellen Wexler covered the story for the Chronicle, and her piece contains good comments by Bethany Nowviskie, among others. Wesley Raabe asked librarians or scholars to consider posting their institutional purchase costs, to provide some transparency in EEBO pricing. Mitch Fraas pointed out the Hathi Trust ESTC collection, which currently contains more than 10,000 scanned titles. John Overholt, writing on Medium, argues "Together, we can FrEEBO," maintaining—quite correctly—that even with the walkback, "we ought to take this as a wakeup call. There is literally no reason for these centuries-old books to be the monopoly of a commercial publisher who owns not a single one of them." Let's make it happen."
http://philobiblos.blogspot.de/2015/11/links-reviews.html
Die Aussicht auf ein FrEEBO fasziniert auf Twitter viele:
https://twitter.com/hashtag/freebo?f=tweets&vertical=default&src=hash
Update: Zu freien Alternativen siehe auch
http://hfroehli.ch/2015/10/29/ways-of-accessing-eebotcp/
http://archiv.twoday.net/stories/1022490217/
http://archiv.twoday.net/stories/1022495582/
http://philobiblos.blogspot.de/2015/11/links-reviews.html
Die Aussicht auf ein FrEEBO fasziniert auf Twitter viele:
https://twitter.com/hashtag/freebo?f=tweets&vertical=default&src=hash
Update: Zu freien Alternativen siehe auch
http://hfroehli.ch/2015/10/29/ways-of-accessing-eebotcp/
http://archiv.twoday.net/stories/1022490217/
http://archiv.twoday.net/stories/1022495582/
KlausGraf - am Montag, 2. November 2015, 00:49 - Rubrik: Digitale Bibliotheken
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http://rundfunkundgeschichte.de/artikel/zur-situation-der-rundfunkarchivierung-in-deutschland/
Siehe auch
Siehe auch
"Rundfunkarchive müssen öff. zugänglich sein", fordert Prof Gerhard Paul https://t.co/HVESJ5qNRU @leifkramp #Audiovisual
— SWR Archivradio (@SWRGeschichte) 27. Oktober 2015
KlausGraf - am Sonntag, 1. November 2015, 22:12 - Rubrik: Medienarchive
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Quellen zur Geschichte der Göppinger Oberhofenkirche (1439, 1447)
aus dem Lehenkopialbuch Konrads von Weinsberg und dem Weinsberger Archiv, in: Hohenstaufen/Helfenstein. Historisches Jahrbuch für den Kreis Göppingen 2 (1992), S. 55-73
Online (Scan mit OCR):
http://dx.doi.org/10.6094/UNIFR/10330
Der Artikel möchte auf fünf Schriftstücke aufmerksam machen, die dank der Überlieferungsbildung des bekannten Erbkämmerers Konrad von Weinsberg erhalten geblieben sind. Vier davon betreffen die Umwandlung eines weinsbergischen Lehens in Eigen, nämlich des Zehntanteils in Holzhausen bei Eschach (Ostalbkreis) im Jahr 1439; ein Schreiben von Vogt und Gericht zu Göppingen von 1447 bezieht sich auf den im Gegenzug für Konrad von Weinsberg auszurichtenden Jahrtag in Göppingen. Die fünf Schriftstücke sind im Anhang S. 65-69 aus dem Weinsberger Lehenkopialbuch Generallandesarchiv Karlsruhe 67/1663, Bl. 136v-138v ediert. Es wird auch auf die Genealogie des Gmünder Stadtgeschlechts von Rinderbach eingegangen und auf Lehenswesen und Schriftlichkeit der Herren von Weinsberg, die im Gmünder Raum über einigen Besitz verfügten (abzuleiten von ihrer Herkunft aus Lindach bei Schwäbisch Gmünd).
Zu Konrad von Weinsberg:
http://archiv.twoday.net/stories/11585501/
http://beacon.findbuch.de/seealso/pnd-aks?format=sources&id=100951279
aus dem Lehenkopialbuch Konrads von Weinsberg und dem Weinsberger Archiv, in: Hohenstaufen/Helfenstein. Historisches Jahrbuch für den Kreis Göppingen 2 (1992), S. 55-73
Online (Scan mit OCR):
http://dx.doi.org/10.6094/UNIFR/10330
Der Artikel möchte auf fünf Schriftstücke aufmerksam machen, die dank der Überlieferungsbildung des bekannten Erbkämmerers Konrad von Weinsberg erhalten geblieben sind. Vier davon betreffen die Umwandlung eines weinsbergischen Lehens in Eigen, nämlich des Zehntanteils in Holzhausen bei Eschach (Ostalbkreis) im Jahr 1439; ein Schreiben von Vogt und Gericht zu Göppingen von 1447 bezieht sich auf den im Gegenzug für Konrad von Weinsberg auszurichtenden Jahrtag in Göppingen. Die fünf Schriftstücke sind im Anhang S. 65-69 aus dem Weinsberger Lehenkopialbuch Generallandesarchiv Karlsruhe 67/1663, Bl. 136v-138v ediert. Es wird auch auf die Genealogie des Gmünder Stadtgeschlechts von Rinderbach eingegangen und auf Lehenswesen und Schriftlichkeit der Herren von Weinsberg, die im Gmünder Raum über einigen Besitz verfügten (abzuleiten von ihrer Herkunft aus Lindach bei Schwäbisch Gmünd).
Zu Konrad von Weinsberg:
http://archiv.twoday.net/stories/11585501/
http://beacon.findbuch.de/seealso/pnd-aks?format=sources&id=100951279

"Göppingen - Oberhofenkirche" by Anonymous - private collection of Wolfgang Sauber (Xenophon). Licensed under Public Domain via Wikimedia Commons.
KlausGraf - am Sonntag, 1. November 2015, 18:28 - Rubrik: Landesgeschichte
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Einhorn-Jahrbuch Schwäbisch Gmünd 1979, S. 142-155
http://dx.doi.org/10.6094/UNIFR/10328
Scan mit unkorrigierter OCR. Auf S. 155 befindet sich der Beitrag: Klaus Graf: Nochmals: Die Herren von Stubenberg (zu meinem Aufsatz im einhorn-Jahrbuch 1978).
Der Beitrag vermutet einen Herrenhof an der Stelle des Dominikanerklosters (heute: Prediger) in Schwäbisch Gmünd als mögliche Wurzel der Stadtwerdung. Neben der Auswertung der chronikalischen Überlieferung werden topographische Erwägungen angestellt. Später wurde die an das Kloster anknüpfende Jägerhaus-Tradition auf das Haus Marktplatz 34 übertragen.
Weitere Beiträge zur Topographie von Schwäbisch Gmünd von mir:
http://archiv.twoday.net/stories/16573888/
http://dx.doi.org/10.6094/UNIFR/10328
Scan mit unkorrigierter OCR. Auf S. 155 befindet sich der Beitrag: Klaus Graf: Nochmals: Die Herren von Stubenberg (zu meinem Aufsatz im einhorn-Jahrbuch 1978).
Der Beitrag vermutet einen Herrenhof an der Stelle des Dominikanerklosters (heute: Prediger) in Schwäbisch Gmünd als mögliche Wurzel der Stadtwerdung. Neben der Auswertung der chronikalischen Überlieferung werden topographische Erwägungen angestellt. Später wurde die an das Kloster anknüpfende Jägerhaus-Tradition auf das Haus Marktplatz 34 übertragen.
Weitere Beiträge zur Topographie von Schwäbisch Gmünd von mir:
http://archiv.twoday.net/stories/16573888/
KlausGraf - am Sonntag, 1. November 2015, 18:22 - Rubrik: Geschichtswissenschaft
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Hartmut Hegeler machte in der von mir administrierten Mailingliste Hexenforschung auf einen "Hexenteller" aufmerksam, der 2009 in der Sendung "Kunst & Krempel" präsentiert worden war.
http://www.listserv.dfn.de/cgi-bin/wa?A1=ind1510&L=hexenforschung
Detailreicher Zinnteller mit der Inschrift: "Anno Domini 1712, den 13. Aprilis, wurde in der freien Reichstadt Schwäbisch Gmünd Ursula Pfeiffer, genannt Messmer Ursel, dem peinlichen Gericht als Hexe übergeben und zum Feuer verurteilt." Im Tellerrund ist die eingravierte Darstellung einer Hexe, die auf einem Scheiterhaufen steht, neben ihr zwei Vertreter der Stadt. Die Hexenverbrennungen sind ein Phänomen der frühen Neuzeit um das sich bis heute viele Mythen ranken. Die Gravur wurde in der Mitte des 19. Jahrhunderts, als Porzellangeschirr in Mode kam, ergänzt, damit der Teller zur Zierde an die Wand gehängt werden konnte. Der Teller ist älter, die Marken sind verschlagen, er stammt vermutlich aus dem späten 18. Jahrhundert.
http://www.br.de/fernsehen/bayerisches-fernsehen/sendungen/kunst-und-krempel/schatzkammer/zinn/schatzkammer-zinn-hexenteller100.html (auch Bildquelle)
Ungeachtet der Einwände von Dietmar Nix zögere ich nicht, von einer Fälschung zu sprechen. Ein paralleles Stück wäre mir nicht bekannt. Wie auch das Stadtarchiv Schwäbisch Gmünd bestätigte, gab es eine solche Hinrichtung nicht. Die letzten Opfer forderte die Hexenverfolgung in Schwäbisch Gmünd am Ausgang des 17. Jahrhunderts (1684).
Mit den Quellen zur Schwäbisch Gmünder Hexenverfolgung habe ich mich seit mindestens 1980 befasst. Die erste Publikation zum Hexenthema von mir erschien vor 35 Jahren, in der Gmünder Tagespost Nr. 153 (S) v. 6. 7. 1980. Die bisher umfangreichste Studie zu den Gmünder Verfolgungen habe ich 1994
vorgelegt, die übrigens seit dieser Woche auch online einsehbar
ist:
Klaus Graf: Hexenverfolgung in Schwäbisch Gmünd. In:
Hexenverfolgung. Beiträge zur Forschung - unter besonderer
Berücksichtigung des südwestdeutschen Raumes, hrsg. von
Sönke Lorenz und Dieter R. Bauer (= Quellen und Forschungen
zur europäischen Ethnologie 15), Würzburg 1995, Seiten
123-139
http://dx.doi.org/10.6094/UNIFR/10331
Zusammenfassung 2004 in: Wider alle Hexerei und Teufelswerk (2004), S. 437-442
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:25-opus-80310
In der Gmünder Tageszeitung erschien 1834 eine Hexen-Fiktion,
siehe
Klaus Graf: Viergötterstein oder Bildstock? Ein angeblicher
"Hexenstein", bezeugt im Gmünder Intelligenz-Blatt 1834.
In: einhorn-Jahrbuch Schwäbisch Gmünd 2004, S. 161-168
Der Eintrag wird zitiert hier:
http://www.listserv.dfn.de/cgi-bin/wa?A2=ind0109&L=HEXENFORSCHUNG&P=R1885&I=-3

http://www.listserv.dfn.de/cgi-bin/wa?A1=ind1510&L=hexenforschung
Detailreicher Zinnteller mit der Inschrift: "Anno Domini 1712, den 13. Aprilis, wurde in der freien Reichstadt Schwäbisch Gmünd Ursula Pfeiffer, genannt Messmer Ursel, dem peinlichen Gericht als Hexe übergeben und zum Feuer verurteilt." Im Tellerrund ist die eingravierte Darstellung einer Hexe, die auf einem Scheiterhaufen steht, neben ihr zwei Vertreter der Stadt. Die Hexenverbrennungen sind ein Phänomen der frühen Neuzeit um das sich bis heute viele Mythen ranken. Die Gravur wurde in der Mitte des 19. Jahrhunderts, als Porzellangeschirr in Mode kam, ergänzt, damit der Teller zur Zierde an die Wand gehängt werden konnte. Der Teller ist älter, die Marken sind verschlagen, er stammt vermutlich aus dem späten 18. Jahrhundert.
http://www.br.de/fernsehen/bayerisches-fernsehen/sendungen/kunst-und-krempel/schatzkammer/zinn/schatzkammer-zinn-hexenteller100.html (auch Bildquelle)
Ungeachtet der Einwände von Dietmar Nix zögere ich nicht, von einer Fälschung zu sprechen. Ein paralleles Stück wäre mir nicht bekannt. Wie auch das Stadtarchiv Schwäbisch Gmünd bestätigte, gab es eine solche Hinrichtung nicht. Die letzten Opfer forderte die Hexenverfolgung in Schwäbisch Gmünd am Ausgang des 17. Jahrhunderts (1684).
Mit den Quellen zur Schwäbisch Gmünder Hexenverfolgung habe ich mich seit mindestens 1980 befasst. Die erste Publikation zum Hexenthema von mir erschien vor 35 Jahren, in der Gmünder Tagespost Nr. 153 (S) v. 6. 7. 1980. Die bisher umfangreichste Studie zu den Gmünder Verfolgungen habe ich 1994
vorgelegt, die übrigens seit dieser Woche auch online einsehbar
ist:
Klaus Graf: Hexenverfolgung in Schwäbisch Gmünd. In:
Hexenverfolgung. Beiträge zur Forschung - unter besonderer
Berücksichtigung des südwestdeutschen Raumes, hrsg. von
Sönke Lorenz und Dieter R. Bauer (= Quellen und Forschungen
zur europäischen Ethnologie 15), Würzburg 1995, Seiten
123-139
http://dx.doi.org/10.6094/UNIFR/10331
Zusammenfassung 2004 in: Wider alle Hexerei und Teufelswerk (2004), S. 437-442
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:25-opus-80310
In der Gmünder Tageszeitung erschien 1834 eine Hexen-Fiktion,
siehe
Klaus Graf: Viergötterstein oder Bildstock? Ein angeblicher
"Hexenstein", bezeugt im Gmünder Intelligenz-Blatt 1834.
In: einhorn-Jahrbuch Schwäbisch Gmünd 2004, S. 161-168
Der Eintrag wird zitiert hier:
http://www.listserv.dfn.de/cgi-bin/wa?A2=ind0109&L=HEXENFORSCHUNG&P=R1885&I=-3

KlausGraf - am Sonntag, 1. November 2015, 16:49 - Rubrik: Geschichtswissenschaft
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Das http://archiv.twoday.net/stories/6360759/ angezeigte PDF mit OCR ist aus dem Netz genommen worden und nur noch auf
http://web.archive.org/web/20131204141420/http://www.hlb-wiesbaden.de/media/File/altbestand/Zedler-Handschriften.pdf
zugänglich.
http://web.archive.org/web/20131204141420/http://www.hlb-wiesbaden.de/media/File/altbestand/Zedler-Handschriften.pdf
zugänglich.
KlausGraf - am Sonntag, 1. November 2015, 02:25 - Rubrik: Kodikologie
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http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/bav_pal_lat_964
Die Handschrift ist zwar kein Autograph, steht aber Trithemius sehr nahe, denn Rom, BAV, Cod. Vat. Pal. lat. 964, Bl. 3 r–189 r wurde 1528 abgeschrieben von Frater Petrus in Sponheim für Herzog Johann von Bayern.
Leider nicht verlinkt ist die moderne Beschreibung von 1999:
http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/walz1999/0137
Lehmann in seinen "Merkwürdigkeiten" 1961, S. 36 nennt die Handschrift irrig als Abschrift der Hirsauer Chronik des Trithemius.
http://www.mgh-bibliothek.de/dokumente/b/b004086.pdf
Als Abdruck liegt bisher nur vor die Ausgabe von Marquard Freher 1601 vor (Opera historica Bd. 2, S. 236-435).
http://www.dilibri.de/rlbdfg/content/pageview/385335
Eine deutsche Übersetzung legte Carl Velten 1969 vor (Selbstverlag).
Zum Inhalt der mit dem Jahr 1509 endenden Chronik des Klosters Sponheim ist zu vergleichen Klaus Arnold in seiner exzellenten Trithemius-Monographie (2. Auflage 1991), nun auch online:
http://www.yumpu.com/de/document/fullscreen/26756704/arnold-trithemius-1991/159
Siehe auch
http://www.geschichtsquellen.de/repOpus_04456.html
ÜBERLIEFERUNG NACH KLAUS ARNOLD
Klaus Arnold gibt im VL Humanismus 2 (2013), Sp. 1089-1121 die derzeit maßgebliche Überlieferungsübersicht. Zitiert nach der Verfasserdatenbank und angereichert mit eigenen Hinweisen, die jeweils unter dem Text von Arnold stehen. Weggelassen ist die bereits oben genannte vatikanische Handschrift. Die Nummerierung stammt von mir.
[1] Würzburg, UB, M. ch. f. 126, 4 r–124 r (Autograph; endet 1509 mit S. 432 der Opp. hist.)
Der Handschriftenkatalog
http://www.manuscripta-mediaevalia.de/hs/katalogseiten/HSK0083_b110_JPG.htm
registriert im letzten Teil erhebliche Unterschiede zur Druckausgabe.
[2] München, [BSB,] Cgm 2845 (um 1633)
Gern wüsste man, wo in dem 951 Seiten umfassenden Dossier zur pfälzischen Geschichte vom 15. bis zum 18. Jahrhundert (so Birgit Studt: Späte Handschriften, S. 284f.
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:25-opus-43922 ) das Werk des Trithemius steht. Unzulängliche Inhaltsangabe von Schmeller
http://daten.digitale-sammlungen.de/bsb00008214/image_327
[3] Giessen, UB, Cod. 573 (17./18. Jh.)
Nach Adrian S. 175
http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2006/3169/
auf Bl. 2r-21v nur ein Auszug (bis Ausgabe S. 248)
[4] Brno (Brünn), Státni Archív, Nemecky Historicky Spolek, Cod. 491 (17. Jh.)
Ich war nicht imstande, hier ohne tschechische Sprachkenntnisse etwas Näheres im Netz herauszufinden. Es scheint sich um einen Bestand eines historischen Vereins zu handeln.
[5] El Escorial, Real Monasterio de San Lorenzo el Escorial, Cod. G II 8 (Anfang 16. Jh.)
Katalog von 1911
http://www.archive.org/stream/catlogodelosc02escouoft#page/244/mode/2up
Wesentlich ergiebiger als der von Arnold: Trithemius 2. Auflage 1991 S. 245
http://www.yumpu.com/de/document/fullscreen/26756704/arnold-trithemius-1991/257
mit falscher Seitenzahl 258 genannte Dreizeiler im Neuen Archiv 6 (1880), S. 248.
http://www.digizeitschriften.de/dms/img/?PID=PPN345858530_0006|log27&physid=phys262#navi
Der moderne OPAC des Escorial hat keine Permalinks, enthält aber eine Beschreibung nach dem alten Katalog von 1911 und bestätigt die Datierung Anfang 16. Jahrhundert
http://rbme.patrimonionacional.es/ (Suche nach Trithemius)
Schon Paul Lehmann gab in seinen "Merkwürdigkeiten" 1961 die Datierung und vermutete mit Fragezeichen sogar ein Autograph (S. 30).
http://www.mgh-bibliothek.de/dokumente/b/b004086.pdf
[6] Karlsruhe, Bad. LB, Cod. R 4, 1r–325 r (16. Jh.)
Rastatt 4 ist noch nicht online. Der Einband ist 1573 datiert, was einen Terminus ante quem für die Entstehung der Handschrift liefert: nicht nach 1573.
http://digital.blb-karlsruhe.de/blbihd/content/pageview/4121
[7] Hamburg, SUB, Cod. hist. 60, 18 r–410 r (2. H. 16. Jh.)
Die Hamburger Handschriftenkataloge sind bekanntlich nicht online. Hier Brigitte Lohse 1968. Früher eine Uffenbach-Handschrift. Nachweise bei Kristeller:
https://books.google.de/books?id=5uNKg6KXbxsC&pg=PA553
[8] Stuttgart, Württ. LB, Cod. hist. fol. 398 (16. Jh., aus Großkomburg)
Katalog Heyd:
http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/ihd/content/pageview/264960
Die Datierung kann mittels der Wasserzeichen auf ca. 1576/78 präzisiert werden.
http://www.wasserzeichen-online.de/?ref=DE8100-CodHist2398_999
[9] Weimar, Herzogin Anna Amalia Bibl., Cod. Fol. 80, 1r–301r (17. Jh.)
Nach Bushey
http://www.manuscripta-mediaevalia.de/hs/katalogseiten/HSK0568_b205_jpg.htm
schon um 1600. Text weiche von der Ausgabe ab. Der Text endet nach dem Weimarer Katalog erst Bl. 301v.
[10] Darmstadt, ULB, Cod. 1406, 1r–67 r (17. Jh.)
Zu dieser Handschrift gibt es nichts online.
[11] Wien, ÖNB, Cod. 3381, 90 r–91v (16. Jh., Auszug)
Dies ist zweifellos das spannendste Exzerpt. Bei
http://manuscripta.at/?ID=12270
und in der Handschriftendokumentation fehlt die wichtigste Studie zu diesem Band, nämlich die von König in den Forschungen zur deutschen Geschichte 1880
https://archive.org/stream/ForschungenZurDeutschenGeschichte20/ForschungenZurDeutschenGeschichte20-1880#page/n63/mode/2up
Nicht wesentlich über König hinaus führt Markus Müller: Spätmittelalterliche Bistumsgeschichtsschreibung (1998), S. 19, 23f.
Unergiebig und fehlerhaft ist:
http://www.geschichtsquellen.de/repPers_100947298.html
Insbesondere der Hinweis auf FWE Roth, der nichts Eigenes beisteuert, ist verfehlt.
https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/a/a5/Roth_deutsche_geschichtsblaetter.pdf (S. 72)
Es wäre an der Zeit, den Codex ohne die Vorurteile des 19. Jahrhunderts zu beleuchten, denn der "Jacobus de Moguntia historiographus", der im wesentlichen den Band bis 1522 schrieb (nicht nur die Mainzer Chronik " Chronicon urbis Moguntinae ab a. 399 usque ad a. 1514" ist ein Autograph!), war einer der "reisenden Historiker" (Eheim über Sunthaim) der Maximilianszeit, denn er weilte offenbar zu Quellenstudien in den Benediktinerklöstern Ettal 1500 und Weingarten 1509. Schon die Übersicht aus den "Tabulae" zeigt die Fülle der alten Quellen, die er sich verschafft hatte. Die ÖNB folgt Krämers Handschriftenerbe hinsichtlich der Provenienz Mainz St. Jakob OSB.
Bei Krämer heißt es in der Rauner-Datenbank (erweitertes Handschriftenerbe):
s. XVI. Jacobus de Moguntia, Chronicon s Wolfgang Trefler. Lit: *Schillmann, S. 6; B. Bischoff, mündlich.
Schillmann führt nicht weiter:
https://archive.org/stream/BeihefteZumZentralblattFuerBibliothekswesen43#page/n13/mode/2up
Die Handschrift enthält ein Stück von Wolfgang Trefler, aber dieser 1521 gestorbene Bibliothekar und Literaturhistoriker des Mainzer Jakobsklosters kann ja nicht der Hauptschreiber sein. Ausgeschlossen ist es freilich nicht, dass er Einträge im Codex gemacht hat.
Die mündliche Mitteilung Bischoffs könnte sich auf die Provenienz oder den Schreiber Trefler bezogen haben. Mit dem Jakobsberg und der Zeit um 1520 kommen wir aber in allernächste Nähe des Jakobsberger Mönchs Hermann Piscator (gestorben 1526), der wie Jacobus historiographus an einer Chronik der Stadt Mainz schrieb. Uta Goerlitz hat in ihrer Studie "Humanismus und Geschichtsschreibung" den Wiener Cod. 3381 nur im Quellenverzeichnis genannt, aber nirgends sonst zitiert, obwohl diese Handschrift für ihre Arbeit außerordentlich wichtig gewesen wäre!
Nicht ausschließen möchte ich, dass "Jacobus" ein Pseudonym ist. Dass ein geschichtsbewusster Benediktiner des Jakobskloster der Sammler der Wiener Handschrift ist, ist eine Vermutung, die mich durchaus anspricht. Zu tollkühn wäre zum jetzigen Zeitpunkt ohne genauen Vergleich mit dem immer noch ungedruckten Werk von Piscator eine Identifizierung mit Piscator.
Goerlitz S. 243-245 stellt die Sponheimer Chronik des Trithemius als eine der Hauptquellen des Piscator vor und betont, dass es wohl schwierig gewesen sei, an ein Exemplar des Werks zu kommen. Angesichts der engen Beziehungen zwischen dem Mainzer und dem Sponheimer Kloster wird man diese Schwierigkeit nicht überschätzen dürfen. Nun war aber die Sponheimer Chronik nach Königs Feststellungen auch eine Hauptquelle für "Jakob von Mainz", der sogar den Prolog seines Werks von Trithemius geklaut hat.
Goerlitz hat zwar eine Reihe von Themen aus ihrer Piscator-Arbeit ausgebaut, aber auf Cod. 3381 ist sie meines Wissens nie zurückgekommen. Wenn die Hypothese zutrifft, dass die Wiener handschrift aus St. jakob stammt und "Jacobus" nicht identisch mit Hermannus ist, schrieben um 1500 zwei höchst quellenkundige Benediktiner in diesem Kloster gleichzeitig an einer Mainzer Geschichte. Weitere Erforschung ihres Verhältnisses ist dringend erwünscht!
[12] Karlsruhe, Generallandesarchiv, Abt. 65, Nr. 661 (17. Jh.: Extractus e Trithemii Chronico Sponheimensi, nach dem Druck).
Nach Klein S. 234 17./18. Jh.
https://books.google.de/books?id=W_BRwrSennUC&pg=PA234
[13] Dt. Übers.: München, Clm 1824, 43 r–90 v (Auszüge, 17. Jh.).
Alter Katalog:
http://daten.digitale-sammlungen.de/bsb00008251/image_303
NICHT BEI ARNOLD:
[14] Berlin, SB, Ms. lat. fol. 310
Johannes Trithemius: Chronicon Sponheimense. Mit Ergänzungen bis 1526 (Druckabschrift). 1. Drittel 17. Jh. · II + 290 Blatt · 33 × 20,5 · Rheinland. Provenienz: Franziskanerkloster Maria von den Engeln Brühl.
Beschreibung:
http://www.manuscripta-mediaevalia.de/dokumente/html/obj31278424
Zu den Wasserzeichen:
http://www.wasserzeichen-online.de/?ref=DE0960-Mlf310_Ir (und weitere)
[15] Karlsruhe, Generallandesarchiv, Abt. 65, Nr. 237, Bl. 27r-50v
Auszüge 18. Jahrhundert (wahrscheinlich Druckabschrift). Siehe Klein S. 226
https://books.google.de/books?id=W_BRwrSennUC&pg=PA226
[16] Zweibrücken, [Bipontina, Hs 12 B]
https://books.google.de/books?id=EfsVAQAAIAAJ&q=trithemius
(bzw. Suche nach Sponheimense)
Das PDF aus Svensson hat die Bipontina wieder aus dem Netz geworfen, und ich finde die alte URL nicht, um im Internet Archive danach zu fahnden. Die es ersetzende HANS-Datenbank ist offline!
[Nachträglich fand ich:
http://web.archive.org/web/20070610110758/http://217.198.244.66:8080/hans/bipontina-svensson-katalog.htm
Hs 12 B Johannes Trithemius: Chronicon Sponheimense, lat.
Abschrift, evt. im Auftrag des Pfalzgrafen Karl zu Birkenfeld. Druck: TRITHEMII OPERA HISTORICA, ED. MARQUARD FREHER. BD. 2. FRANKFURT A. M. 1601. S. 236-435. Letzter Paragraph dieser Hs unterscheidet sich vom Druck: (203r-203v) steht Anno 1526 Nicolaus abbas Sponheimensis […] praesentibus notariis & testibus incepere statt MDXXVI / De Johanne […] Dei nomine incepit. Zum Verf. Wegele, in: ADB 38 (1894) S. 626-630.
16. Jh., letztes Drittel · 203 Bl. · 31,5 × 21 · Mehrere Hände · Koperteinband d. Zeit, darin nicht identifizierbare hs Fragmente d. 16. Jh.s · Aus der Bibliothek des Pfalzgrafen Karl in Birkenfeld, (1r) undatierter Besitzeintrag, VD innen Zur furstl. bibliothec Birckenfeld gehorig. Z. T. antikatholische Randglossen (VD innen, fol. 70r, 159r). Katalog Birkenfeld Hist 2° 62, Katalog 1829 Nr. 821." ]
ZUSAMMENFASSENDE BEMERKUNGEN
Vom beginnenden 16. Jahrhundert bis zum 18. Jahrhundert wurde die Sponheimer Chronik aus landesgeschichtlichem und allgemein historischem Interesse abgeschrieben und exzerpiert. Es gab womöglich mehr Druckabschriften in der Überlieferung des 17./18. Jahrhundert, als oben vermerkt, denn Arnold dürfte nicht jeden Textzeugen daraufhin überprüft haben. Mit zunehmender Erschließung der stiefmütterlich behandelten frühneuzeitlichen Handschriften, die mir hier besonders am Herzen liegen, dürfte sich die Zahl der Handschriften (oben: 16) noch erhöhen lassen.
Textkritischen Wert haben neben dem Autograph wohl nicht nur die ältesten Handschriften im Escorial und in der Vaticana, wie der Hinweis auf Abweichungen vom Druck bei der um 1600 datierten Weimarer Handschrift nahelegt.
Besondere Aufmerksamkeit verdient die frühe Rezeption der Sponheimer Chronik um 1520 in Mainz bei Hermann Piscator und "Jakob von Mainz".
#forschung
#fnzhss

Die Handschrift ist zwar kein Autograph, steht aber Trithemius sehr nahe, denn Rom, BAV, Cod. Vat. Pal. lat. 964, Bl. 3 r–189 r wurde 1528 abgeschrieben von Frater Petrus in Sponheim für Herzog Johann von Bayern.
Leider nicht verlinkt ist die moderne Beschreibung von 1999:
http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/walz1999/0137
Lehmann in seinen "Merkwürdigkeiten" 1961, S. 36 nennt die Handschrift irrig als Abschrift der Hirsauer Chronik des Trithemius.
http://www.mgh-bibliothek.de/dokumente/b/b004086.pdf
Als Abdruck liegt bisher nur vor die Ausgabe von Marquard Freher 1601 vor (Opera historica Bd. 2, S. 236-435).
http://www.dilibri.de/rlbdfg/content/pageview/385335
Eine deutsche Übersetzung legte Carl Velten 1969 vor (Selbstverlag).
Zum Inhalt der mit dem Jahr 1509 endenden Chronik des Klosters Sponheim ist zu vergleichen Klaus Arnold in seiner exzellenten Trithemius-Monographie (2. Auflage 1991), nun auch online:
http://www.yumpu.com/de/document/fullscreen/26756704/arnold-trithemius-1991/159
Siehe auch
http://www.geschichtsquellen.de/repOpus_04456.html
ÜBERLIEFERUNG NACH KLAUS ARNOLD
Klaus Arnold gibt im VL Humanismus 2 (2013), Sp. 1089-1121 die derzeit maßgebliche Überlieferungsübersicht. Zitiert nach der Verfasserdatenbank und angereichert mit eigenen Hinweisen, die jeweils unter dem Text von Arnold stehen. Weggelassen ist die bereits oben genannte vatikanische Handschrift. Die Nummerierung stammt von mir.
[1] Würzburg, UB, M. ch. f. 126, 4 r–124 r (Autograph; endet 1509 mit S. 432 der Opp. hist.)
Der Handschriftenkatalog
http://www.manuscripta-mediaevalia.de/hs/katalogseiten/HSK0083_b110_JPG.htm
registriert im letzten Teil erhebliche Unterschiede zur Druckausgabe.
[2] München, [BSB,] Cgm 2845 (um 1633)
Gern wüsste man, wo in dem 951 Seiten umfassenden Dossier zur pfälzischen Geschichte vom 15. bis zum 18. Jahrhundert (so Birgit Studt: Späte Handschriften, S. 284f.
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:25-opus-43922 ) das Werk des Trithemius steht. Unzulängliche Inhaltsangabe von Schmeller
http://daten.digitale-sammlungen.de/bsb00008214/image_327
[3] Giessen, UB, Cod. 573 (17./18. Jh.)
Nach Adrian S. 175
http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2006/3169/
auf Bl. 2r-21v nur ein Auszug (bis Ausgabe S. 248)
[4] Brno (Brünn), Státni Archív, Nemecky Historicky Spolek, Cod. 491 (17. Jh.)
Ich war nicht imstande, hier ohne tschechische Sprachkenntnisse etwas Näheres im Netz herauszufinden. Es scheint sich um einen Bestand eines historischen Vereins zu handeln.
[5] El Escorial, Real Monasterio de San Lorenzo el Escorial, Cod. G II 8 (Anfang 16. Jh.)
Katalog von 1911
http://www.archive.org/stream/catlogodelosc02escouoft#page/244/mode/2up
Wesentlich ergiebiger als der von Arnold: Trithemius 2. Auflage 1991 S. 245
http://www.yumpu.com/de/document/fullscreen/26756704/arnold-trithemius-1991/257
mit falscher Seitenzahl 258 genannte Dreizeiler im Neuen Archiv 6 (1880), S. 248.
http://www.digizeitschriften.de/dms/img/?PID=PPN345858530_0006|log27&physid=phys262#navi
Der moderne OPAC des Escorial hat keine Permalinks, enthält aber eine Beschreibung nach dem alten Katalog von 1911 und bestätigt die Datierung Anfang 16. Jahrhundert
http://rbme.patrimonionacional.es/ (Suche nach Trithemius)
Schon Paul Lehmann gab in seinen "Merkwürdigkeiten" 1961 die Datierung und vermutete mit Fragezeichen sogar ein Autograph (S. 30).
http://www.mgh-bibliothek.de/dokumente/b/b004086.pdf
[6] Karlsruhe, Bad. LB, Cod. R 4, 1r–325 r (16. Jh.)
Rastatt 4 ist noch nicht online. Der Einband ist 1573 datiert, was einen Terminus ante quem für die Entstehung der Handschrift liefert: nicht nach 1573.
http://digital.blb-karlsruhe.de/blbihd/content/pageview/4121
[7] Hamburg, SUB, Cod. hist. 60, 18 r–410 r (2. H. 16. Jh.)
Die Hamburger Handschriftenkataloge sind bekanntlich nicht online. Hier Brigitte Lohse 1968. Früher eine Uffenbach-Handschrift. Nachweise bei Kristeller:
https://books.google.de/books?id=5uNKg6KXbxsC&pg=PA553
[8] Stuttgart, Württ. LB, Cod. hist. fol. 398 (16. Jh., aus Großkomburg)
Katalog Heyd:
http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/ihd/content/pageview/264960
Die Datierung kann mittels der Wasserzeichen auf ca. 1576/78 präzisiert werden.
http://www.wasserzeichen-online.de/?ref=DE8100-CodHist2398_999
[9] Weimar, Herzogin Anna Amalia Bibl., Cod. Fol. 80, 1r–301r (17. Jh.)
Nach Bushey
http://www.manuscripta-mediaevalia.de/hs/katalogseiten/HSK0568_b205_jpg.htm
schon um 1600. Text weiche von der Ausgabe ab. Der Text endet nach dem Weimarer Katalog erst Bl. 301v.
[10] Darmstadt, ULB, Cod. 1406, 1r–67 r (17. Jh.)
Zu dieser Handschrift gibt es nichts online.
[11] Wien, ÖNB, Cod. 3381, 90 r–91v (16. Jh., Auszug)
Dies ist zweifellos das spannendste Exzerpt. Bei
http://manuscripta.at/?ID=12270
und in der Handschriftendokumentation fehlt die wichtigste Studie zu diesem Band, nämlich die von König in den Forschungen zur deutschen Geschichte 1880
https://archive.org/stream/ForschungenZurDeutschenGeschichte20/ForschungenZurDeutschenGeschichte20-1880#page/n63/mode/2up
Nicht wesentlich über König hinaus führt Markus Müller: Spätmittelalterliche Bistumsgeschichtsschreibung (1998), S. 19, 23f.
Unergiebig und fehlerhaft ist:
http://www.geschichtsquellen.de/repPers_100947298.html
Insbesondere der Hinweis auf FWE Roth, der nichts Eigenes beisteuert, ist verfehlt.
https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/a/a5/Roth_deutsche_geschichtsblaetter.pdf (S. 72)
Es wäre an der Zeit, den Codex ohne die Vorurteile des 19. Jahrhunderts zu beleuchten, denn der "Jacobus de Moguntia historiographus", der im wesentlichen den Band bis 1522 schrieb (nicht nur die Mainzer Chronik " Chronicon urbis Moguntinae ab a. 399 usque ad a. 1514" ist ein Autograph!), war einer der "reisenden Historiker" (Eheim über Sunthaim) der Maximilianszeit, denn er weilte offenbar zu Quellenstudien in den Benediktinerklöstern Ettal 1500 und Weingarten 1509. Schon die Übersicht aus den "Tabulae" zeigt die Fülle der alten Quellen, die er sich verschafft hatte. Die ÖNB folgt Krämers Handschriftenerbe hinsichtlich der Provenienz Mainz St. Jakob OSB.
Bei Krämer heißt es in der Rauner-Datenbank (erweitertes Handschriftenerbe):
s. XVI. Jacobus de Moguntia, Chronicon s Wolfgang Trefler. Lit: *Schillmann, S. 6; B. Bischoff, mündlich.
Schillmann führt nicht weiter:
https://archive.org/stream/BeihefteZumZentralblattFuerBibliothekswesen43#page/n13/mode/2up
Die Handschrift enthält ein Stück von Wolfgang Trefler, aber dieser 1521 gestorbene Bibliothekar und Literaturhistoriker des Mainzer Jakobsklosters kann ja nicht der Hauptschreiber sein. Ausgeschlossen ist es freilich nicht, dass er Einträge im Codex gemacht hat.
Die mündliche Mitteilung Bischoffs könnte sich auf die Provenienz oder den Schreiber Trefler bezogen haben. Mit dem Jakobsberg und der Zeit um 1520 kommen wir aber in allernächste Nähe des Jakobsberger Mönchs Hermann Piscator (gestorben 1526), der wie Jacobus historiographus an einer Chronik der Stadt Mainz schrieb. Uta Goerlitz hat in ihrer Studie "Humanismus und Geschichtsschreibung" den Wiener Cod. 3381 nur im Quellenverzeichnis genannt, aber nirgends sonst zitiert, obwohl diese Handschrift für ihre Arbeit außerordentlich wichtig gewesen wäre!
Nicht ausschließen möchte ich, dass "Jacobus" ein Pseudonym ist. Dass ein geschichtsbewusster Benediktiner des Jakobskloster der Sammler der Wiener Handschrift ist, ist eine Vermutung, die mich durchaus anspricht. Zu tollkühn wäre zum jetzigen Zeitpunkt ohne genauen Vergleich mit dem immer noch ungedruckten Werk von Piscator eine Identifizierung mit Piscator.
Goerlitz S. 243-245 stellt die Sponheimer Chronik des Trithemius als eine der Hauptquellen des Piscator vor und betont, dass es wohl schwierig gewesen sei, an ein Exemplar des Werks zu kommen. Angesichts der engen Beziehungen zwischen dem Mainzer und dem Sponheimer Kloster wird man diese Schwierigkeit nicht überschätzen dürfen. Nun war aber die Sponheimer Chronik nach Königs Feststellungen auch eine Hauptquelle für "Jakob von Mainz", der sogar den Prolog seines Werks von Trithemius geklaut hat.
Goerlitz hat zwar eine Reihe von Themen aus ihrer Piscator-Arbeit ausgebaut, aber auf Cod. 3381 ist sie meines Wissens nie zurückgekommen. Wenn die Hypothese zutrifft, dass die Wiener handschrift aus St. jakob stammt und "Jacobus" nicht identisch mit Hermannus ist, schrieben um 1500 zwei höchst quellenkundige Benediktiner in diesem Kloster gleichzeitig an einer Mainzer Geschichte. Weitere Erforschung ihres Verhältnisses ist dringend erwünscht!
[12] Karlsruhe, Generallandesarchiv, Abt. 65, Nr. 661 (17. Jh.: Extractus e Trithemii Chronico Sponheimensi, nach dem Druck).
Nach Klein S. 234 17./18. Jh.
https://books.google.de/books?id=W_BRwrSennUC&pg=PA234
[13] Dt. Übers.: München, Clm 1824, 43 r–90 v (Auszüge, 17. Jh.).
Alter Katalog:
http://daten.digitale-sammlungen.de/bsb00008251/image_303
NICHT BEI ARNOLD:
[14] Berlin, SB, Ms. lat. fol. 310
Johannes Trithemius: Chronicon Sponheimense. Mit Ergänzungen bis 1526 (Druckabschrift). 1. Drittel 17. Jh. · II + 290 Blatt · 33 × 20,5 · Rheinland. Provenienz: Franziskanerkloster Maria von den Engeln Brühl.
Beschreibung:
http://www.manuscripta-mediaevalia.de/dokumente/html/obj31278424
Zu den Wasserzeichen:
http://www.wasserzeichen-online.de/?ref=DE0960-Mlf310_Ir (und weitere)
[15] Karlsruhe, Generallandesarchiv, Abt. 65, Nr. 237, Bl. 27r-50v
Auszüge 18. Jahrhundert (wahrscheinlich Druckabschrift). Siehe Klein S. 226
https://books.google.de/books?id=W_BRwrSennUC&pg=PA226
[16] Zweibrücken, [Bipontina, Hs 12 B]
https://books.google.de/books?id=EfsVAQAAIAAJ&q=trithemius
(bzw. Suche nach Sponheimense)
Das PDF aus Svensson hat die Bipontina wieder aus dem Netz geworfen, und ich finde die alte URL nicht, um im Internet Archive danach zu fahnden. Die es ersetzende HANS-Datenbank ist offline!
[Nachträglich fand ich:
http://web.archive.org/web/20070610110758/http://217.198.244.66:8080/hans/bipontina-svensson-katalog.htm
Hs 12 B Johannes Trithemius: Chronicon Sponheimense, lat.
Abschrift, evt. im Auftrag des Pfalzgrafen Karl zu Birkenfeld. Druck: TRITHEMII OPERA HISTORICA, ED. MARQUARD FREHER. BD. 2. FRANKFURT A. M. 1601. S. 236-435. Letzter Paragraph dieser Hs unterscheidet sich vom Druck: (203r-203v) steht Anno 1526 Nicolaus abbas Sponheimensis […] praesentibus notariis & testibus incepere statt MDXXVI / De Johanne […] Dei nomine incepit. Zum Verf. Wegele, in: ADB 38 (1894) S. 626-630.
16. Jh., letztes Drittel · 203 Bl. · 31,5 × 21 · Mehrere Hände · Koperteinband d. Zeit, darin nicht identifizierbare hs Fragmente d. 16. Jh.s · Aus der Bibliothek des Pfalzgrafen Karl in Birkenfeld, (1r) undatierter Besitzeintrag, VD innen Zur furstl. bibliothec Birckenfeld gehorig. Z. T. antikatholische Randglossen (VD innen, fol. 70r, 159r). Katalog Birkenfeld Hist 2° 62, Katalog 1829 Nr. 821." ]
ZUSAMMENFASSENDE BEMERKUNGEN
Vom beginnenden 16. Jahrhundert bis zum 18. Jahrhundert wurde die Sponheimer Chronik aus landesgeschichtlichem und allgemein historischem Interesse abgeschrieben und exzerpiert. Es gab womöglich mehr Druckabschriften in der Überlieferung des 17./18. Jahrhundert, als oben vermerkt, denn Arnold dürfte nicht jeden Textzeugen daraufhin überprüft haben. Mit zunehmender Erschließung der stiefmütterlich behandelten frühneuzeitlichen Handschriften, die mir hier besonders am Herzen liegen, dürfte sich die Zahl der Handschriften (oben: 16) noch erhöhen lassen.
Textkritischen Wert haben neben dem Autograph wohl nicht nur die ältesten Handschriften im Escorial und in der Vaticana, wie der Hinweis auf Abweichungen vom Druck bei der um 1600 datierten Weimarer Handschrift nahelegt.
Besondere Aufmerksamkeit verdient die frühe Rezeption der Sponheimer Chronik um 1520 in Mainz bei Hermann Piscator und "Jakob von Mainz".
#forschung
#fnzhss

KlausGraf - am Samstag, 31. Oktober 2015, 19:33 - Rubrik: Kodikologie
Fragt:
http://djgd.hypotheses.org/915
Weil das Göttinger DigiWunschbuch mit 35 Cent pro Seite überteuert ist, siehe
https://de.wikisource.org/wiki/Wikisource:Digitalisierungstarife
Weil die Göttinger Stümper immer noch nicht gelernt haben, wie OCR geht.
Weil das Schließen von Lücken im Gesamtbestand frei zugänglicher Digitalisate ein kostenloser Service sein sollte:
https://de.wikisource.org/wiki/Wikisource:Digitalisierungstarife#Kostenfreie_Digitalisierung
http://archiv.twoday.net/stories/434207182/
http://djgd.hypotheses.org/915
Weil das Göttinger DigiWunschbuch mit 35 Cent pro Seite überteuert ist, siehe
https://de.wikisource.org/wiki/Wikisource:Digitalisierungstarife
Weil die Göttinger Stümper immer noch nicht gelernt haben, wie OCR geht.
Weil das Schließen von Lücken im Gesamtbestand frei zugänglicher Digitalisate ein kostenloser Service sein sollte:
https://de.wikisource.org/wiki/Wikisource:Digitalisierungstarife#Kostenfreie_Digitalisierung
http://archiv.twoday.net/stories/434207182/
KlausGraf - am Samstag, 31. Oktober 2015, 17:32 - Rubrik: Digitale Bibliotheken
"If those of us interested in books (and other things) as artifacts, not just vessels for an abstract text (or other meaning) have learned, often by sad experience, it’s that we can’t tell what aspects of a physical object and its pieces and their relationship may turn out to be of value in reconstructing the historical record and better understanding what went on in the past.
One of the best examples of this is provided by a courageous publication by Nicholas Pickwoad, "Swaffham revisited: A review of the earlier conservation of books in the Swaffham Parish Library,” in which he examines work he had done twenty years previously and documents what rebinding and other conservation work had destroyed or obscured. The work he did was perfectly acceptable at the time, indeed recommended practice. The essay should be read by all curators who think of rebinding old books, or otherwise altering historical artifacts, as well as anyone else interested in the preservation of artifactual evidence. Happily, the essay is available on the internet: http://iada-home.org/ta99_097.pdf "
John Lancaster in EXLIBRIS-L
See also
https://www.academia.edu/1834228/_Physical_Evidence_and_Manuscript_Conservation_A_Scholars_Plea_
One of the best examples of this is provided by a courageous publication by Nicholas Pickwoad, "Swaffham revisited: A review of the earlier conservation of books in the Swaffham Parish Library,” in which he examines work he had done twenty years previously and documents what rebinding and other conservation work had destroyed or obscured. The work he did was perfectly acceptable at the time, indeed recommended practice. The essay should be read by all curators who think of rebinding old books, or otherwise altering historical artifacts, as well as anyone else interested in the preservation of artifactual evidence. Happily, the essay is available on the internet: http://iada-home.org/ta99_097.pdf "
John Lancaster in EXLIBRIS-L
See also
https://www.academia.edu/1834228/_Physical_Evidence_and_Manuscript_Conservation_A_Scholars_Plea_
KlausGraf - am Samstag, 31. Oktober 2015, 17:29 - Rubrik: English Corner
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KlausGraf - am Samstag, 31. Oktober 2015, 17:17 - Rubrik: Archivrecht
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Martin Haspelmath fordert diamantenen Open Access, der frei für Leser und Autoren ist, also ohne APCs:
http://www.frank-m-richter.de/freescienceblog/2015/10/28/how-to-switch-quickly-to-diamond-open-access-the-best-journals-are-free-for-authors-and-readers/
"So this is what scholars want, and what the world needs: diamond open access for the best journals, funded in a stable way by science funders, with private companies providing lower-level technical services."
ich unterstütze das, denn Grün OA ist zu wenig akzeptiert (Repositorien sind zu leer), er hat ein Zeitproblem (Embargos!) und ein Formatproblem (version of records sind kaum möglich). Bei OA geht es um wissenschaftliche Chancengleichheit. Goldener OA ist zu teuer und etabliert eine neue Ungleichheit. Vor allem in den geisteswissenschaften gibt es noch kaum renommierte Publikationsmöglichkeiten in der eigenen Sprache.
http://www.frank-m-richter.de/freescienceblog/2015/10/28/how-to-switch-quickly-to-diamond-open-access-the-best-journals-are-free-for-authors-and-readers/
"So this is what scholars want, and what the world needs: diamond open access for the best journals, funded in a stable way by science funders, with private companies providing lower-level technical services."
ich unterstütze das, denn Grün OA ist zu wenig akzeptiert (Repositorien sind zu leer), er hat ein Zeitproblem (Embargos!) und ein Formatproblem (version of records sind kaum möglich). Bei OA geht es um wissenschaftliche Chancengleichheit. Goldener OA ist zu teuer und etabliert eine neue Ungleichheit. Vor allem in den geisteswissenschaften gibt es noch kaum renommierte Publikationsmöglichkeiten in der eigenen Sprache.
KlausGraf - am Samstag, 31. Oktober 2015, 17:10 - Rubrik: Open Access
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Die British Library hat aus Anlass von Halloween in ihren prächtigen Handschriftenbeständen gekramt.
http://britishlibrary.typepad.co.uk/digitisedmanuscripts/2015/10/things-that-go-bump-in-the-night.html

http://britishlibrary.typepad.co.uk/digitisedmanuscripts/2015/10/things-that-go-bump-in-the-night.html
KlausGraf - am Samstag, 31. Oktober 2015, 17:01 - Rubrik: Kodikologie
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KlausGraf - am Samstag, 31. Oktober 2015, 16:45 - Rubrik: Bestandserhaltung
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http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/kunst/welfenschatz-raubkunst-oder-fehlinvestition-13885444.html
"Zwei Nachfahren Frankfurter Kunsthändler haben Ansprüche auf den Welfenschatz erhoben. Sie wollen die bedeutenden Reliquien nach Amerika holen und einzeln verkaufen. Der deutsche Staat wehrt sich." Zu Recht.
Die Stiftung habe in Washington schlechte Karten, unkt die WELT
http://www.welt.de/kultur/article148266658/Preussen-Stiftung-kaempft-weiter-um-den-Welfenschatz.html
http://archiv.twoday.net/search?q=welfenschatz
"Zwei Nachfahren Frankfurter Kunsthändler haben Ansprüche auf den Welfenschatz erhoben. Sie wollen die bedeutenden Reliquien nach Amerika holen und einzeln verkaufen. Der deutsche Staat wehrt sich." Zu Recht.
Die Stiftung habe in Washington schlechte Karten, unkt die WELT
http://www.welt.de/kultur/article148266658/Preussen-Stiftung-kaempft-weiter-um-den-Welfenschatz.html
http://archiv.twoday.net/search?q=welfenschatz

„Kuppelreliquiar 01 KGM“ von User:FA2010 - Eigenes Werk. Lizenziert unter Gemeinfrei über Wikimedia Commons.
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Eine etwas zu plakative Überschrift, zugegeben.
http://derstandard.at/2000024733326/Widerspruchsrecht-zur-Verwendung-von-Internet-Daten-verfassungswidrig?ref=rec
"Das geltende Recht, gegen eine Aufnahme von persönlichen Daten in eine Datenbank jederzeit ohne Begründung Widerspruch einlegen und eine Löschung der Daten verlangen zu können, ist verfassungswidrig. Der Verfassungsgerichtshof (VfGH) hat in einem am Donnerstag veröffentlichten Erkenntnis festgestellt, dass dieses Widerspruchsrecht gegen das Recht auf Meinungs- und Informationsfreiheit verstößt.
Der VfGH argumentiert, dass man damit nämlich auch unterbinden könnte, dass es beispielsweise zu einer kritischen Auseinandersetzung mit der Tätigkeit eines Politikers auf einer Internetseite kommt. Das Höchstgericht setzt ein Frist zur Reparatur des Gesetzes mit 31. 12. 2016."
Urteilstext:
https://www.vfgh.gv.at/cms/vfgh-site/attachments/1/6/7/CH0003/CMS1446106986139/widerspruch_daten_g264-2015.pdf
"§ 28 Abs. 2 DSG 2000 ist wegen Verstoßes gegen das Recht auf freie Meinungsäußerung gemäß Art. 10 EMRK als verfassungswidrig aufzuheben." Es gibt "Fallkonstellationen, in denen – mangels Anwendbarkeit des § 48 DSG 2000 – das Widerspruchsrecht gemäß § 28 Abs. 2 DSG 2000 ausgeübt werden kann und eine unbedingte Löschungsverpflichtung des Auftraggebers bewirkt, obwohl Art. 10 EMRK die Durchführung einer Interessenabwägung gebietet".
http://derstandard.at/2000024733326/Widerspruchsrecht-zur-Verwendung-von-Internet-Daten-verfassungswidrig?ref=rec
"Das geltende Recht, gegen eine Aufnahme von persönlichen Daten in eine Datenbank jederzeit ohne Begründung Widerspruch einlegen und eine Löschung der Daten verlangen zu können, ist verfassungswidrig. Der Verfassungsgerichtshof (VfGH) hat in einem am Donnerstag veröffentlichten Erkenntnis festgestellt, dass dieses Widerspruchsrecht gegen das Recht auf Meinungs- und Informationsfreiheit verstößt.
Der VfGH argumentiert, dass man damit nämlich auch unterbinden könnte, dass es beispielsweise zu einer kritischen Auseinandersetzung mit der Tätigkeit eines Politikers auf einer Internetseite kommt. Das Höchstgericht setzt ein Frist zur Reparatur des Gesetzes mit 31. 12. 2016."
Urteilstext:
https://www.vfgh.gv.at/cms/vfgh-site/attachments/1/6/7/CH0003/CMS1446106986139/widerspruch_daten_g264-2015.pdf
"§ 28 Abs. 2 DSG 2000 ist wegen Verstoßes gegen das Recht auf freie Meinungsäußerung gemäß Art. 10 EMRK als verfassungswidrig aufzuheben." Es gibt "Fallkonstellationen, in denen – mangels Anwendbarkeit des § 48 DSG 2000 – das Widerspruchsrecht gemäß § 28 Abs. 2 DSG 2000 ausgeübt werden kann und eine unbedingte Löschungsverpflichtung des Auftraggebers bewirkt, obwohl Art. 10 EMRK die Durchführung einer Interessenabwägung gebietet".
KlausGraf - am Samstag, 31. Oktober 2015, 16:25 - Rubrik: Archivrecht
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Die 24 lateinischen Verse (Vers 1: "Hic iacet albertus qui theutonus alter achilles") wurden in eine Inkunabel der UB Liverpool eingetragen, auf dem auf dem hinteren Buchdeckel eingeklebten Nachsatzblatt. Signatur: SPEC Inc.Ryl.59.
Beschreibung:
http://library.liv.ac.uk/record=b1482663~S3
Ich habe auf das Stück schon im Februar 2014 aufmerksam gemacht,
http://archiv.twoday.net/stories/706565980/
aber erst jetzt hat die Bibliothek freundlicherweise meine Anregung aufgenommen, einen Scan ins Netz zu stellen:
http://www.liv.ac.uk/library/sca/highlights/images/Inc.Ryl-59-6.jpg
Der Band kam über Thomas Glazebrook Rylands (1818 -1900) nach Liverpool und trägt sein Wappen und die Devise "Dum spero spiro". Abbildungen solcher Besitzkennzeichen von Rylands:
https://armorial.library.utoronto.ca/stamp-owners/RYL002
Zuvor gehörte die Inkunabel - Augustinus: Opuscula. Straßburg: Martin Flach 11. August 1491, GW 2868
http://www.gesamtkatalogderwiegendrucke.de/docs/GW02868.htm
nicht einem Eulemann, wie die Beschreibung der UB Liverpool liest ("'Ex libris J.G.H. Eulemann, Hannoviae 1840'"), sondern dem bekannten Inkunabelsammler Friedrich Culemann in Hannover. Die meisten seiner Inkunabeln wurden im Februar 1870 bei Sotheby's versteigert. Google hat ein Exemplar des Katalogs mit Angaben zu Ersteigerern und Preisangaben der Bodleiana ins Netz gestellt. Es handelt sich um die Nr. 149.
https://books.google.de/books?id=1WVbAAAAQAAJ&pg=PA15
Nachweise zu Culemanns einstigem Inkunabelbesitz finden sich bei Paul Needham:
http://ipi.cerl.org/cgi-bin/search.pl
In der frühen Neuzeit gehörte das Buch dem Benediktinerkloster St. Peter in Erfurt: "Liber regalis Monasterij S. Petri Erfordiae". (Auch zu dieser Provenienz siehe Needham).
Ohne Fotos lässt sich nicht sagen, was es mit dem Besitzeintrag A ...[?] Johanne Z[?]ermeza Abbate 1571' (?, Abt Johann Zenner vom Petersberg 1571-1584), weiteren handschriftlichen Einträgen, unter anderem ein Briefwechsel zwischen Charles VIII. von Frankreich (gestorben 1498) mit Venedig, und dem nicht identifizierten Blatt aus einem Druck des Leipziger Druckers Gregor Böttiger auf sich hat.
Vermutlich wurde das 24 Verse umfassende lateinische Epitaph, das sich laut Überschrift auf einen im Jahr [1]500 gestorbenen Dux Albertus von Sachsen bezieht, in Erfurt eingetragen. Albert der Beherzte wird als deutscher zweiter Achilles und "stupor orbis" gerühmt.
Als zweiter Achilles galt Enea Silvio Piccolomini Albrecht Achilles von Brandenburg:
https://books.google.de/books?id=CeUaAAAAYAAJ&pg=PA552
Daran erinnerte Konrad Wimpina 1513:
https://books.google.de/books?id=OS_Jm39gL6sC&pg=PA28
Erwähnt werden auch Kriegstaten Alberts (vor Neuss in den Burgunderkriegen gegen Karl den Kühnen) und in Ungarn.
Alberts GND
http://beacon.findbuch.de/seealso/pnd-aks?format=sources&id=118647717
Albert starb am 12. September 1500 in Emden, wo auch sein Herz bestattet ist. Sein Körper fand seine letzte Ruhestätte am 25. Januar 1501
https://books.google.de/books?id=81kw4pPrKN4C&pg=PA369
in der Fürstenkapelle im Dom zu Meißen. Der - freilich formelhafte - Beginn "Hic iacet" lässt daran denken, dass sich das Gedicht als Inschrift auf einer Tafel in der Nähe der heute noch vorhandenen Messingplatte an Alberts Grabstätte
https://secure-redaktion.tu-dresden.de/die_tu_dresden/fakultaeten/fakultaet_sprach_literatur_und_kulturwissenschaften/klassische_philologie/forschung/veterawettinensia/katalog/meissen/albrecht
befand. Der Text scheint sonst nicht bekannt zu sein (teste Google).
Es gibt aber eine Reihe anderer lateinischer Vers-Epitaphien auf Albert.
1. Heute noch vorhanden ist das in der Emdener Johannes a Lasco Bibliothek aufbewahrte Emdener Epitaph.
Abbildung:
https://books.google.de/books?id=3GUfBl7Ne7UC&pg=PA353
[alter Stich bei Johann Zacharias Hartmann 1726:
http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10959439_00015.html
Ebd., S. 15 Text der Inschrift]
Vers 1: "Siste precor gradum qui transis viator"
(Der Beginn greift eine traditionelle Formulierung von römischen Grabinschriften auf:
https://www.google.de/search?tbm=bks&hl=de&q=viator+siste+gradum
"Siste gradum precor" im Umkreis von Peter Luder 1462/63 in einer Stuttgarter Handschrift
http://www.manuscripta-mediaevalia.de/hs/katalogseiten/HSK0071_b093_JPG.htm )
Wiedergaben im Netz (Auswahl):
Arnold Buchelius 1617 in einer Utrechter Handschrift mit Wappenzeichnung. Digitalisat:
http://www.hetutrechtsarchief.nl/collectie/handschriften/buchelius/monumenta-quaedam/008
Den luyster ... 1699
https://books.google.de/books?id=GphMAAAAcAAJ&pg=RA2-PA50
Köhlers Münz-Belustigung 1731
https://books.google.de/books?id=VcNVAAAAcAAJ&pg=PA40
Harkenroht 1731 mit niederländischer Übersetzung
https://books.google.de/books?id=tFFgAAAAcAAJ&pg=PA160
Wiarda 1792
https://books.google.de/books?id=-MFfAAAAcAAJ&pg=PA179
Johann Friedrich Ursinus: Die Geschichte der Domkirche zu Meissen [...], 1798, S. 41
https://books.google.de/books?id=n79WAAAAcAAJ&pg=PA41
Johannes Holtmanns, in: Der deutsche Herold 6 (1875), S. 136-137
http://interactive.ancestry.de/34414/flhdeu2006a_0496919_4-00000 (Bild 94)
2. Ursinus (wie oben) und frühere Autoren schreiben ein zweites Epitaph von 16 Versen dem Leipziger Professor Konrad Wimpina (gestorben 1531) zu, das nach des Ursinus Angabe auch auf einer Tafel beim Meißener Grab stand:
Vers 1: "Saxoniae dux magnanimus virtute vel armis"
Weitere Abdrucke neben Ursinus (in Auswahl):
[Georg Fabricius: Rerum Misnicarum Libri VII, 1569
https://books.google.de/books?id=DRJTAAAAcAAJ&pg=PA167 ]
Mergenthal: Gründliche ... Beschreibung 1586
https://books.google.de/books?id=JjTBzM93SdQC&pg=PT16
David Chytraeus: Fortsetzung der Vandalia des Albert Krantz 1586
https://books.google.de/books?id=bpJYAAAAcAAJ&pg=PA118
Georg Fabricius bei Elias Reusner 1592
https://books.google.de/books?id=2gxEAAAAcAAJ&pg=PA299
Andreas Möller 1653
http://diglib.hab.de/drucke/196-24-hist-2s/start.htm?image=00167
Spener 1677 (mit Autorenangabe Fabricius)
https://books.google.de/books?id=fJxAAAAAcAAJ&pg=RA5-PT99
Monatliche Unterredungen 1692
https://books.google.de/books?id=ZSlFAQAAMAAJ&pg=PA802
Vogel 1714
https://books.google.de/books?id=74JDAQAAIAAJ&pg=PA71
Der Sammler 1837
http://hdl.handle.net/2027/chi.096973445?urlappend=%3Bseq=617
Joseph Negwer: Konrad Wimpina (1909), S. 44 gibt es als Gedicht Wimpinas wieder, sagt aber nicht, aus welchem der von ihm angeführten früheren Drucke:
https://archive.org/stream/kirchengeschich01seppgoog#page/n419/mode/2up
Im Schriftenverzeichnis gibt er keinen Abdruck in Wimpina-Frühdrucken an:
https://archive.org/stream/kirchengeschich01seppgoog#page/n577/mode/2up
1497 hatte Wimpina über Herzog Albrecht ein Heldengedicht publiziert (gedruckt in Leipzig).
http://daten.digitale-sammlungen.de/bsb00032630/image_4
3. Ursinus S. 42 und Theodor Distel im Neuen Archiv für sächsische Geschichte 1890, S. 154f. teilen ein weiteres Epitaph "Quantus erat dextra Pellides, Tullius ore" (12 Verse) mit.
Distel:
http://digital.slub-dresden.de/id32627959Z/159
Distel hatte den früheren Abdruck bei Ursinus übersehen. Seine Vorlage aus dem 17. Jahrhundert im Hauptstaatsarchiv Dresden (damals III, 1, fol. 4, Nr. 1, Bl. 24) bot auch eine deutsche Übersetzung. Aufgrund einer brieflichen Ankündigung von Georg Fabricius 1556, er wolle für die vornehmsten Personen Epitaphia machen, schreibt Distel ihm den Text zu. Ein wenig voreilig, wie sich zeigen wird. Ursinus gibt keinen Autor an, sagt aber, die Verse hätten auf einem Pergament auf einem "Täflein 19 Zoll lang und breit" gestanden.
Dieses Stück ist auch handschriftlich in einer Leipziger Inkunabel überliefert, ohne dass der Beschreibung in INKA zu entnehmen ist, aus welcher Zeit die Eintragung stammt:
http://www.inka.uni-tuebingen.de/?inka=43003133
Wenn sie aus der Zeit um 1500 stammt, kann Fabricius natürlich nicht der Autor gewesen sein.
Fabricius Verfasserschaft ist auch deshalb wenig wahrscheinlich, da dieser wohl kaum dreist einfach alle Verse aus einem Epitaph des italienischen Humanisten Philippus Beroaldus auf den Condottiere Roberto Sanseverino (gestorben 1487 in der Schlacht von Calliano) geklaut haben dürfte (ab Vers 11 der Vorlage). Dies blieb Distel verborgen.
Zu Sanseverino
https://it.wikipedia.org/wiki/Roberto_Sanseverino_d'Aragona
Abdrucke des Beroaldus-Texts:
Bologna 1491
http://daten.digitale-sammlungen.de/bsb00065950/image_156
Ca. 1515
http://www.uni-mannheim.de/mateo/itali/beroaldo2/jpg/cs028b.html
1731
https://books.google.de/books?id=nlpeAAAAcAAJ&pg=RA1-PA191
Sollte das Epitaph wenig nach dem Tod Albrechts entstanden sein, lag damals mindestens schon der Abdruck in der Ausgabe von 1491 vor. Schon die Liste der noch vorhandenen Exemplare legt den Schluss nahe, dass dieses Werk des berühmten Humanisten auch nördlich der Alpen rezipiert wurde.
http://gesamtkatalogderwiegendrucke.de/docs/BEROPHI.htm#OrationesEtPoemata
In Meißen schmückte man sich gern mit den fremden Federn, da die eleganten Verse voller Anspielungen auf die Antike waren. Und wieso sollte nicht auch auf Albert zutreffen, womit der italienische Humanist den Feldherr Sanseverino rühmte? (Heute würde man dagegen laut Plagiat rufen.)
Außerdem weiß Urisnus noch von 8 lateinischen Versen eines Albert Busch (ich konnte ihn nicht identifizieren), die aber nie in der Grabkapelle aufgestellt worden seien.
Vers 1: "Alberti sita sunt hic clari principis ossa"
FAZIT
Auch wenn Edition und Kommentierung des vierten, neu gefundenen Epitaphs in Liverpool noch zu leisten bleibt, waren die dank Google gewinnbaren Einblicke in die literarische Sepulchralkultur um 1500 nicht ohne Interesse.
Sowohl das Wimpina-Epitaph als auch das Beroaldus-Plagiat und der neu gefundene Hic-iacet-Text in Liverpool waren auch als epigraphische Zeugnisse realisiert. Sie standen wohl alle auf Tafeln nahe am Grab. (Das Emdener Epitaph ist ja noch als Objekt vorhanden.) Sie sind daher aus meiner Sicht bei den Inschriften der Stadt Meißen, die gerade bearbeitet werden
http://www.saw-leipzig.de/de/projekte/die-deutschen-inschriften-des-mittelalters-und-der-fruehen-neuzeit
zu berücksichtigen.
Die Epitaphien wurden in der frühen Neuzeit gern abgeschrieben und gedruckt. Das Beroaldus-Plagiat und der Liverpooler Text wurden jeweils in eine Inkunabel handschriftlich eingetragen.
Die vier Epitaphien dürften zeitgenössisch sein, auch wenn es dafür an klaren Beweisen mangelt. Unter dieser Voraussetzung sind die lateinischen Epitaphien auch ein Zeugnis für die Rezeption des Humanismus am sächsischen Hof. Wimpina gilt als Humanist, die Italien-Imitatio spricht für sich. Bei den beiden anderen Texten steht eine sprachliche Analyse noch aus, aber die lateinischen Verse sollten doch einen gewissen Anspruch signalisieren.
Beispielsweise für den 1496 gestorbenen Eberhard im Bart, Freund der Humanisten, ist unmittelbar Vergleichbares nicht nachweisbar.
Auch wenn noch weitere Studien nötig sind, hat sich doch bereits gezeigt, dass es sich lohnt, solchen "kleinen Formen" nachzuspüren.
Nachträge:
Etliche Epitaphien auf den unglücklichen Schlachtentod Karls des Kühnen 1477 sind bekannt:
https://de.wikisource.org/wiki/Burgunderkriege#Lateinische_Gedichte_auf_den_Tod_Karls_des_K.C3.BChnen
Herzog Albrecht als deutscher Achilles (ohne Einzelnachweis):
https://books.google.de/books?id=hJyAR8ZNkygC&pg=PA112
Die Bezeichnung findet sich bei Peckenstein 1597
http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10143369_00074.html
"Dr. Eckhart Leisering vom Sächsischen Staatsarchiv erteilte freundlicherweise am 4. November 2015 folgende Auskunft: "sowohl die Angabe bei Distel als auch die Nennung im Gesamtkatalog
deutschsprachiger Leichenpredigten beziehen sich offenbar auf folgende, in unserem Archiv noch vorhandene, Akte:
Sächsisches Staatsarchiv, Hauptstaatsarchiv, Dresden, 10024 Geheimer
Rat (Geheimes Archiv), Loc. 4381/12, Absterben der Herzoge zu Sachsen,
albertinischer Linie, 1486ff.
Dokumente zum Tod Herzog Albrechts befinden sich hier auf Bl. 4br
– 29v
.
Leichenpredigten oder andere Druckschriften sind nicht enthalten. Auf Blatt 24r befindet sich die von Theodor Distel angeführte Grabinschrift.
Bl. 24ar – 29v enthalten eine Beschreibung des Begräbnisses Herzog Albrechts mit folgendem Titel: „Nachricht in einem alten Aufsatz verzeichnet, wie das Begängnis Herzog Albrechts zu Sachsen des Heyligen Römischen Reichs Erblichen Gubernatoris in Frießland zu Meißen am Tage Pauli Bekehrung Anno 1501, damals Montags, geordnet und gehalten worden“. Dieses undatierte
Dokument könnte nach meinem ersten Eindruck vom Schriftbild aus
der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts stammen. Zu einer exakteren zeitlichen Einordnung wäre noch eine genauere Analyse der Schrift notwendig.
Darüber hinaus konnten wir folgende einschlägige Quelle ermitteln:
Sächsisches Staatsarchiv, Hauptstaatsarchiv, Dresden, 10004 Kopiale, Nr. 106, Ausgangsregister der herzoglichen Korrespondenz / Alte Aufschrift: "George Herzog zu Sachsen auszug der Copial" (Hand 16. Jh.), "Registratur oder Extract der brief und befehlich" (Hand 16. Jh.), 20. Aug. 1500 - 27. Aug. 1501
Auf Bl. 55r (nach älterer Foliierung 40r) befindet sich hier eine Schreibernotiz darüber, dass die Nachricht über Albrechts Tod am 17. September („Dornstags lamperti“) 1500 in Dresden eintraf. Auf Bl. 55r bis 56v sind Nachrichten Herzog Georgs über den Tod seines Vaters an verschiedene Empfänger enthalten.
Über aktuelle Forschungen zu Herzog Albrecht von Sachsen ist mir nichts bekannt. Ich kann nur auf folgenden Tagungsband von 2002 verweisen, in dem auch ein Beitrag von mir zur Väterlichen Ordnung vom 18. Februar 1499 enthalten ist: Herzog Albrecht der Beherzte (1443-1500). Ein sächsischer Fürst im Reich und in Europa, hrsg. v.
André Thieme, Köln/Weimar/Wien 2002. Der folgende Ausstellungskatalog in niederländischer Sprache enthält auf S. 34 bis 36 Beschreibungen der Epitaphe Albrechts in Emden und in Meißen: Saksers yn Fryslân. Saksisch bestuur in Fiesland 1498-1515.
Catalogus bij de tentoonstelling in het Fries Museum 30 mei tot 31 augustus 1998, Leeuwarden 1998. Die folgende ebenfalls niederländische Publikation enthält ein umfassendes
Inventar über die in Dresden vorhandenen Quellen zu den Herzögen Albrecht, Heinrich und Georg von Sachsen als Erbstatthaltern in Friesland mit Regesten zu den Einzeldokumenten: Paul Baks und andere, Inventarissen van de archieven van gewestelijke bestuursinstellingen van Friesland. Microfiches van stukken betreffende het bestuuur van Friesland 1498 – 1515 (Originelien in Dresden en Wenen), Ljouwert (Leeuwarden) 1998."
#forschung
#inkunabel
#epigraphik

Beschreibung:
http://library.liv.ac.uk/record=b1482663~S3
Ich habe auf das Stück schon im Februar 2014 aufmerksam gemacht,
http://archiv.twoday.net/stories/706565980/
aber erst jetzt hat die Bibliothek freundlicherweise meine Anregung aufgenommen, einen Scan ins Netz zu stellen:
http://www.liv.ac.uk/library/sca/highlights/images/Inc.Ryl-59-6.jpg
Der Band kam über Thomas Glazebrook Rylands (1818 -1900) nach Liverpool und trägt sein Wappen und die Devise "Dum spero spiro". Abbildungen solcher Besitzkennzeichen von Rylands:
https://armorial.library.utoronto.ca/stamp-owners/RYL002
Zuvor gehörte die Inkunabel - Augustinus: Opuscula. Straßburg: Martin Flach 11. August 1491, GW 2868
http://www.gesamtkatalogderwiegendrucke.de/docs/GW02868.htm
nicht einem Eulemann, wie die Beschreibung der UB Liverpool liest ("'Ex libris J.G.H. Eulemann, Hannoviae 1840'"), sondern dem bekannten Inkunabelsammler Friedrich Culemann in Hannover. Die meisten seiner Inkunabeln wurden im Februar 1870 bei Sotheby's versteigert. Google hat ein Exemplar des Katalogs mit Angaben zu Ersteigerern und Preisangaben der Bodleiana ins Netz gestellt. Es handelt sich um die Nr. 149.
https://books.google.de/books?id=1WVbAAAAQAAJ&pg=PA15
Nachweise zu Culemanns einstigem Inkunabelbesitz finden sich bei Paul Needham:
http://ipi.cerl.org/cgi-bin/search.pl
In der frühen Neuzeit gehörte das Buch dem Benediktinerkloster St. Peter in Erfurt: "Liber regalis Monasterij S. Petri Erfordiae". (Auch zu dieser Provenienz siehe Needham).
Ohne Fotos lässt sich nicht sagen, was es mit dem Besitzeintrag A ...[?] Johanne Z[?]ermeza Abbate 1571' (?, Abt Johann Zenner vom Petersberg 1571-1584), weiteren handschriftlichen Einträgen, unter anderem ein Briefwechsel zwischen Charles VIII. von Frankreich (gestorben 1498) mit Venedig, und dem nicht identifizierten Blatt aus einem Druck des Leipziger Druckers Gregor Böttiger auf sich hat.
Vermutlich wurde das 24 Verse umfassende lateinische Epitaph, das sich laut Überschrift auf einen im Jahr [1]500 gestorbenen Dux Albertus von Sachsen bezieht, in Erfurt eingetragen. Albert der Beherzte wird als deutscher zweiter Achilles und "stupor orbis" gerühmt.
Als zweiter Achilles galt Enea Silvio Piccolomini Albrecht Achilles von Brandenburg:
https://books.google.de/books?id=CeUaAAAAYAAJ&pg=PA552
Daran erinnerte Konrad Wimpina 1513:
https://books.google.de/books?id=OS_Jm39gL6sC&pg=PA28
Erwähnt werden auch Kriegstaten Alberts (vor Neuss in den Burgunderkriegen gegen Karl den Kühnen) und in Ungarn.
Alberts GND
http://beacon.findbuch.de/seealso/pnd-aks?format=sources&id=118647717
Albert starb am 12. September 1500 in Emden, wo auch sein Herz bestattet ist. Sein Körper fand seine letzte Ruhestätte am 25. Januar 1501
https://books.google.de/books?id=81kw4pPrKN4C&pg=PA369
in der Fürstenkapelle im Dom zu Meißen. Der - freilich formelhafte - Beginn "Hic iacet" lässt daran denken, dass sich das Gedicht als Inschrift auf einer Tafel in der Nähe der heute noch vorhandenen Messingplatte an Alberts Grabstätte
https://secure-redaktion.tu-dresden.de/die_tu_dresden/fakultaeten/fakultaet_sprach_literatur_und_kulturwissenschaften/klassische_philologie/forschung/veterawettinensia/katalog/meissen/albrecht
befand. Der Text scheint sonst nicht bekannt zu sein (teste Google).
Es gibt aber eine Reihe anderer lateinischer Vers-Epitaphien auf Albert.
1. Heute noch vorhanden ist das in der Emdener Johannes a Lasco Bibliothek aufbewahrte Emdener Epitaph.
Abbildung:
https://books.google.de/books?id=3GUfBl7Ne7UC&pg=PA353
[alter Stich bei Johann Zacharias Hartmann 1726:
http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10959439_00015.html
Ebd., S. 15 Text der Inschrift]
Vers 1: "Siste precor gradum qui transis viator"
(Der Beginn greift eine traditionelle Formulierung von römischen Grabinschriften auf:
https://www.google.de/search?tbm=bks&hl=de&q=viator+siste+gradum
"Siste gradum precor" im Umkreis von Peter Luder 1462/63 in einer Stuttgarter Handschrift
http://www.manuscripta-mediaevalia.de/hs/katalogseiten/HSK0071_b093_JPG.htm )
Wiedergaben im Netz (Auswahl):
Arnold Buchelius 1617 in einer Utrechter Handschrift mit Wappenzeichnung. Digitalisat:
http://www.hetutrechtsarchief.nl/collectie/handschriften/buchelius/monumenta-quaedam/008
Den luyster ... 1699
https://books.google.de/books?id=GphMAAAAcAAJ&pg=RA2-PA50
Köhlers Münz-Belustigung 1731
https://books.google.de/books?id=VcNVAAAAcAAJ&pg=PA40
Harkenroht 1731 mit niederländischer Übersetzung
https://books.google.de/books?id=tFFgAAAAcAAJ&pg=PA160
Wiarda 1792
https://books.google.de/books?id=-MFfAAAAcAAJ&pg=PA179
Johann Friedrich Ursinus: Die Geschichte der Domkirche zu Meissen [...], 1798, S. 41
https://books.google.de/books?id=n79WAAAAcAAJ&pg=PA41
Johannes Holtmanns, in: Der deutsche Herold 6 (1875), S. 136-137
http://interactive.ancestry.de/34414/flhdeu2006a_0496919_4-00000 (Bild 94)
2. Ursinus (wie oben) und frühere Autoren schreiben ein zweites Epitaph von 16 Versen dem Leipziger Professor Konrad Wimpina (gestorben 1531) zu, das nach des Ursinus Angabe auch auf einer Tafel beim Meißener Grab stand:
Vers 1: "Saxoniae dux magnanimus virtute vel armis"
Weitere Abdrucke neben Ursinus (in Auswahl):
[Georg Fabricius: Rerum Misnicarum Libri VII, 1569
https://books.google.de/books?id=DRJTAAAAcAAJ&pg=PA167 ]
Mergenthal: Gründliche ... Beschreibung 1586
https://books.google.de/books?id=JjTBzM93SdQC&pg=PT16
David Chytraeus: Fortsetzung der Vandalia des Albert Krantz 1586
https://books.google.de/books?id=bpJYAAAAcAAJ&pg=PA118
Georg Fabricius bei Elias Reusner 1592
https://books.google.de/books?id=2gxEAAAAcAAJ&pg=PA299
Andreas Möller 1653
http://diglib.hab.de/drucke/196-24-hist-2s/start.htm?image=00167
Spener 1677 (mit Autorenangabe Fabricius)
https://books.google.de/books?id=fJxAAAAAcAAJ&pg=RA5-PT99
Monatliche Unterredungen 1692
https://books.google.de/books?id=ZSlFAQAAMAAJ&pg=PA802
Vogel 1714
https://books.google.de/books?id=74JDAQAAIAAJ&pg=PA71
Der Sammler 1837
http://hdl.handle.net/2027/chi.096973445?urlappend=%3Bseq=617
Joseph Negwer: Konrad Wimpina (1909), S. 44 gibt es als Gedicht Wimpinas wieder, sagt aber nicht, aus welchem der von ihm angeführten früheren Drucke:
https://archive.org/stream/kirchengeschich01seppgoog#page/n419/mode/2up
Im Schriftenverzeichnis gibt er keinen Abdruck in Wimpina-Frühdrucken an:
https://archive.org/stream/kirchengeschich01seppgoog#page/n577/mode/2up
1497 hatte Wimpina über Herzog Albrecht ein Heldengedicht publiziert (gedruckt in Leipzig).
http://daten.digitale-sammlungen.de/bsb00032630/image_4
3. Ursinus S. 42 und Theodor Distel im Neuen Archiv für sächsische Geschichte 1890, S. 154f. teilen ein weiteres Epitaph "Quantus erat dextra Pellides, Tullius ore" (12 Verse) mit.
Distel:
http://digital.slub-dresden.de/id32627959Z/159
Distel hatte den früheren Abdruck bei Ursinus übersehen. Seine Vorlage aus dem 17. Jahrhundert im Hauptstaatsarchiv Dresden (damals III, 1, fol. 4, Nr. 1, Bl. 24) bot auch eine deutsche Übersetzung. Aufgrund einer brieflichen Ankündigung von Georg Fabricius 1556, er wolle für die vornehmsten Personen Epitaphia machen, schreibt Distel ihm den Text zu. Ein wenig voreilig, wie sich zeigen wird. Ursinus gibt keinen Autor an, sagt aber, die Verse hätten auf einem Pergament auf einem "Täflein 19 Zoll lang und breit" gestanden.
Dieses Stück ist auch handschriftlich in einer Leipziger Inkunabel überliefert, ohne dass der Beschreibung in INKA zu entnehmen ist, aus welcher Zeit die Eintragung stammt:
http://www.inka.uni-tuebingen.de/?inka=43003133
Wenn sie aus der Zeit um 1500 stammt, kann Fabricius natürlich nicht der Autor gewesen sein.
Fabricius Verfasserschaft ist auch deshalb wenig wahrscheinlich, da dieser wohl kaum dreist einfach alle Verse aus einem Epitaph des italienischen Humanisten Philippus Beroaldus auf den Condottiere Roberto Sanseverino (gestorben 1487 in der Schlacht von Calliano) geklaut haben dürfte (ab Vers 11 der Vorlage). Dies blieb Distel verborgen.
Zu Sanseverino
https://it.wikipedia.org/wiki/Roberto_Sanseverino_d'Aragona
Abdrucke des Beroaldus-Texts:
Bologna 1491
http://daten.digitale-sammlungen.de/bsb00065950/image_156
Ca. 1515
http://www.uni-mannheim.de/mateo/itali/beroaldo2/jpg/cs028b.html
1731
https://books.google.de/books?id=nlpeAAAAcAAJ&pg=RA1-PA191
Sollte das Epitaph wenig nach dem Tod Albrechts entstanden sein, lag damals mindestens schon der Abdruck in der Ausgabe von 1491 vor. Schon die Liste der noch vorhandenen Exemplare legt den Schluss nahe, dass dieses Werk des berühmten Humanisten auch nördlich der Alpen rezipiert wurde.
http://gesamtkatalogderwiegendrucke.de/docs/BEROPHI.htm#OrationesEtPoemata
In Meißen schmückte man sich gern mit den fremden Federn, da die eleganten Verse voller Anspielungen auf die Antike waren. Und wieso sollte nicht auch auf Albert zutreffen, womit der italienische Humanist den Feldherr Sanseverino rühmte? (Heute würde man dagegen laut Plagiat rufen.)
Außerdem weiß Urisnus noch von 8 lateinischen Versen eines Albert Busch (ich konnte ihn nicht identifizieren), die aber nie in der Grabkapelle aufgestellt worden seien.
Vers 1: "Alberti sita sunt hic clari principis ossa"
FAZIT
Auch wenn Edition und Kommentierung des vierten, neu gefundenen Epitaphs in Liverpool noch zu leisten bleibt, waren die dank Google gewinnbaren Einblicke in die literarische Sepulchralkultur um 1500 nicht ohne Interesse.
Sowohl das Wimpina-Epitaph als auch das Beroaldus-Plagiat und der neu gefundene Hic-iacet-Text in Liverpool waren auch als epigraphische Zeugnisse realisiert. Sie standen wohl alle auf Tafeln nahe am Grab. (Das Emdener Epitaph ist ja noch als Objekt vorhanden.) Sie sind daher aus meiner Sicht bei den Inschriften der Stadt Meißen, die gerade bearbeitet werden
http://www.saw-leipzig.de/de/projekte/die-deutschen-inschriften-des-mittelalters-und-der-fruehen-neuzeit
zu berücksichtigen.
Die Epitaphien wurden in der frühen Neuzeit gern abgeschrieben und gedruckt. Das Beroaldus-Plagiat und der Liverpooler Text wurden jeweils in eine Inkunabel handschriftlich eingetragen.
Die vier Epitaphien dürften zeitgenössisch sein, auch wenn es dafür an klaren Beweisen mangelt. Unter dieser Voraussetzung sind die lateinischen Epitaphien auch ein Zeugnis für die Rezeption des Humanismus am sächsischen Hof. Wimpina gilt als Humanist, die Italien-Imitatio spricht für sich. Bei den beiden anderen Texten steht eine sprachliche Analyse noch aus, aber die lateinischen Verse sollten doch einen gewissen Anspruch signalisieren.
Beispielsweise für den 1496 gestorbenen Eberhard im Bart, Freund der Humanisten, ist unmittelbar Vergleichbares nicht nachweisbar.
Auch wenn noch weitere Studien nötig sind, hat sich doch bereits gezeigt, dass es sich lohnt, solchen "kleinen Formen" nachzuspüren.
Nachträge:
Etliche Epitaphien auf den unglücklichen Schlachtentod Karls des Kühnen 1477 sind bekannt:
https://de.wikisource.org/wiki/Burgunderkriege#Lateinische_Gedichte_auf_den_Tod_Karls_des_K.C3.BChnen
Herzog Albrecht als deutscher Achilles (ohne Einzelnachweis):
https://books.google.de/books?id=hJyAR8ZNkygC&pg=PA112
Die Bezeichnung findet sich bei Peckenstein 1597
http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10143369_00074.html
"Dr. Eckhart Leisering vom Sächsischen Staatsarchiv erteilte freundlicherweise am 4. November 2015 folgende Auskunft: "sowohl die Angabe bei Distel als auch die Nennung im Gesamtkatalog
deutschsprachiger Leichenpredigten beziehen sich offenbar auf folgende, in unserem Archiv noch vorhandene, Akte:
Sächsisches Staatsarchiv, Hauptstaatsarchiv, Dresden, 10024 Geheimer
Rat (Geheimes Archiv), Loc. 4381/12, Absterben der Herzoge zu Sachsen,
albertinischer Linie, 1486ff.
Dokumente zum Tod Herzog Albrechts befinden sich hier auf Bl. 4br
– 29v
.
Leichenpredigten oder andere Druckschriften sind nicht enthalten. Auf Blatt 24r befindet sich die von Theodor Distel angeführte Grabinschrift.
Bl. 24ar – 29v enthalten eine Beschreibung des Begräbnisses Herzog Albrechts mit folgendem Titel: „Nachricht in einem alten Aufsatz verzeichnet, wie das Begängnis Herzog Albrechts zu Sachsen des Heyligen Römischen Reichs Erblichen Gubernatoris in Frießland zu Meißen am Tage Pauli Bekehrung Anno 1501, damals Montags, geordnet und gehalten worden“. Dieses undatierte
Dokument könnte nach meinem ersten Eindruck vom Schriftbild aus
der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts stammen. Zu einer exakteren zeitlichen Einordnung wäre noch eine genauere Analyse der Schrift notwendig.
Darüber hinaus konnten wir folgende einschlägige Quelle ermitteln:
Sächsisches Staatsarchiv, Hauptstaatsarchiv, Dresden, 10004 Kopiale, Nr. 106, Ausgangsregister der herzoglichen Korrespondenz / Alte Aufschrift: "George Herzog zu Sachsen auszug der Copial" (Hand 16. Jh.), "Registratur oder Extract der brief und befehlich" (Hand 16. Jh.), 20. Aug. 1500 - 27. Aug. 1501
Auf Bl. 55r (nach älterer Foliierung 40r) befindet sich hier eine Schreibernotiz darüber, dass die Nachricht über Albrechts Tod am 17. September („Dornstags lamperti“) 1500 in Dresden eintraf. Auf Bl. 55r bis 56v sind Nachrichten Herzog Georgs über den Tod seines Vaters an verschiedene Empfänger enthalten.
Über aktuelle Forschungen zu Herzog Albrecht von Sachsen ist mir nichts bekannt. Ich kann nur auf folgenden Tagungsband von 2002 verweisen, in dem auch ein Beitrag von mir zur Väterlichen Ordnung vom 18. Februar 1499 enthalten ist: Herzog Albrecht der Beherzte (1443-1500). Ein sächsischer Fürst im Reich und in Europa, hrsg. v.
André Thieme, Köln/Weimar/Wien 2002. Der folgende Ausstellungskatalog in niederländischer Sprache enthält auf S. 34 bis 36 Beschreibungen der Epitaphe Albrechts in Emden und in Meißen: Saksers yn Fryslân. Saksisch bestuur in Fiesland 1498-1515.
Catalogus bij de tentoonstelling in het Fries Museum 30 mei tot 31 augustus 1998, Leeuwarden 1998. Die folgende ebenfalls niederländische Publikation enthält ein umfassendes
Inventar über die in Dresden vorhandenen Quellen zu den Herzögen Albrecht, Heinrich und Georg von Sachsen als Erbstatthaltern in Friesland mit Regesten zu den Einzeldokumenten: Paul Baks und andere, Inventarissen van de archieven van gewestelijke bestuursinstellingen van Friesland. Microfiches van stukken betreffende het bestuuur van Friesland 1498 – 1515 (Originelien in Dresden en Wenen), Ljouwert (Leeuwarden) 1998."
#forschung
#inkunabel
#epigraphik

KlausGraf - am Freitag, 30. Oktober 2015, 16:29 - Rubrik: Hilfswissenschaften
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Die in der OA-Week erbetene Antwort der Gruppe Elektronisches Publizieren (EPU) der Universität Göttingen lief jetzt ein:
"In der Tat haben die geschlossenen Fragen (Ja/nein) des Census die korrekte Antwort erschwert. Hier wäre eine deskriptive Antwortmöglichkeit besser gewesen. Die Leitlinien für den GOEDOC-Server ( http://www.sub.uni-goettingen.de/elektronisches-publizieren/publizieren/goedoc/leitlinien/ ), die im Rahmen der DINI-Zertifizierung 2004 entstanden sind, beinhalten in puncto Zielgruppe eine sehr offene Formulierung. Da zum damaligen Zeitpunkt das Angebot an Repositorien noch sehr beschränkt war, bot die SUB laut Ihrer Leitlinie den Service an: „Im Rahmen der überregionalen Aufgaben stellt die SUB Göttingen den Server auch anderen Personen zur Veröffentlichung wissenschaftlich relevanter Dokumente zur Verfügung“. Insofern können in diesem Kontext auch Publikationen externer Personen bereitgestellt werden. Diese Option besteht. Daneben können auch Personen und Institutionen, die der Universität Göttingen verbunden sind, das Angebot nutzen. Das können also auch „Alumni“ sein. Insgesamt sind diese Fälle – solange ich mit dem Bereich befasst bin - von der Größenordnung absolut vernachlässigbar. Im Ergebnis beschränkt sich das auf ganz wenige Einzelfälle, da kein autorenseitiger Upload möglich ist, so dass jede Anfrage über die Redaktion in Zusammenarbeit mit den Fachreferenten laufen muss. Hierüber wurden keine konkreten Zahlen erhoben. Mittlerweile ist das Angebot an Dokumentenservern groß und insbesondere auch Fachrepositorien mit guten Infrastrukturen bieten ihre Dienste an. Daran orientiert sich auch unsere Beratung. Die Änderung der DFG-Richtlinien zu den Sondersammelgebieten, die Vielzahl bestehender Repositorien und das Aufkommen anstehender Aufgaben/Projekts, erfordert eine Fokussierung auf das institutionelle Repositorium für die Universität Göttingen. In dem Kontext ist auch eine Überarbeitung der Leitlinien angedacht.
Aus unserer Sicht ist es zukunftsweisend, dass eine Infrastruktureinrichtung wie CERN die Verantwortung für ein Repositorium wie Zenodo übernimmt und hier nicht nach dem Status der Beiträger differenzieren muss. Für Repository-Manager an Universitätsbibliotheken ist der Rechtfertigungszwang für den Personaleinsatz im Repositoriumsbetrieb leider häufig ein Grund für die Beschränkung auf bestimmte Statusgruppen."
"In der Tat haben die geschlossenen Fragen (Ja/nein) des Census die korrekte Antwort erschwert. Hier wäre eine deskriptive Antwortmöglichkeit besser gewesen. Die Leitlinien für den GOEDOC-Server ( http://www.sub.uni-goettingen.de/elektronisches-publizieren/publizieren/goedoc/leitlinien/ ), die im Rahmen der DINI-Zertifizierung 2004 entstanden sind, beinhalten in puncto Zielgruppe eine sehr offene Formulierung. Da zum damaligen Zeitpunkt das Angebot an Repositorien noch sehr beschränkt war, bot die SUB laut Ihrer Leitlinie den Service an: „Im Rahmen der überregionalen Aufgaben stellt die SUB Göttingen den Server auch anderen Personen zur Veröffentlichung wissenschaftlich relevanter Dokumente zur Verfügung“. Insofern können in diesem Kontext auch Publikationen externer Personen bereitgestellt werden. Diese Option besteht. Daneben können auch Personen und Institutionen, die der Universität Göttingen verbunden sind, das Angebot nutzen. Das können also auch „Alumni“ sein. Insgesamt sind diese Fälle – solange ich mit dem Bereich befasst bin - von der Größenordnung absolut vernachlässigbar. Im Ergebnis beschränkt sich das auf ganz wenige Einzelfälle, da kein autorenseitiger Upload möglich ist, so dass jede Anfrage über die Redaktion in Zusammenarbeit mit den Fachreferenten laufen muss. Hierüber wurden keine konkreten Zahlen erhoben. Mittlerweile ist das Angebot an Dokumentenservern groß und insbesondere auch Fachrepositorien mit guten Infrastrukturen bieten ihre Dienste an. Daran orientiert sich auch unsere Beratung. Die Änderung der DFG-Richtlinien zu den Sondersammelgebieten, die Vielzahl bestehender Repositorien und das Aufkommen anstehender Aufgaben/Projekts, erfordert eine Fokussierung auf das institutionelle Repositorium für die Universität Göttingen. In dem Kontext ist auch eine Überarbeitung der Leitlinien angedacht.
Aus unserer Sicht ist es zukunftsweisend, dass eine Infrastruktureinrichtung wie CERN die Verantwortung für ein Repositorium wie Zenodo übernimmt und hier nicht nach dem Status der Beiträger differenzieren muss. Für Repository-Manager an Universitätsbibliotheken ist der Rechtfertigungszwang für den Personaleinsatz im Repositoriumsbetrieb leider häufig ein Grund für die Beschränkung auf bestimmte Statusgruppen."
KlausGraf - am Freitag, 30. Oktober 2015, 16:18 - Rubrik: Open Access
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KlausGraf - am Freitag, 30. Oktober 2015, 15:54 - Rubrik: Unterhaltung
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http://www.lto.de/recht/hintergruende/h/bverfg-1bvr85715-handelsblatt-auskunft-urteil-pressefreiheit/
http://www.bverfg.de/e/rk20150914_1bvr085715.html
Kein großer Sieg für die Pressefreiheit, denn die unfähigen Richter haben einige Hintertürchen für die intransparente Klassenjustiz eingebaut. So besteht "grundsätzlich kein Anspruch auf Einsicht in Behördenakten". Entscheidungen können "vollständig unter Verschluss gehalten werden, wenn konkrete Anhaltspunkte die Gefahr einer Vereitelung, Erschwerung, Verzögerung oder Gefährdung der sachgemäßen Durchführung eines Strafverfahrens im Sinne des § 4 Abs. 2 Nr. 1 ThürPrG unmittelbar und dringend nahelegen". Wetten, dass sich das Richter-[...] an solche restriktive Aussagen halten wird?
Update:
http://www.verfassungsblog.de/oeffentlichkeit-hat-ein-recht-gerichtsurteile-zu-lesen/
http://holmputzke.de/index.php/veroeffentlichungen mit Autorenlink zur NJW
http://www.bverfg.de/e/rk20150914_1bvr085715.html
Kein großer Sieg für die Pressefreiheit, denn die unfähigen Richter haben einige Hintertürchen für die intransparente Klassenjustiz eingebaut. So besteht "grundsätzlich kein Anspruch auf Einsicht in Behördenakten". Entscheidungen können "vollständig unter Verschluss gehalten werden, wenn konkrete Anhaltspunkte die Gefahr einer Vereitelung, Erschwerung, Verzögerung oder Gefährdung der sachgemäßen Durchführung eines Strafverfahrens im Sinne des § 4 Abs. 2 Nr. 1 ThürPrG unmittelbar und dringend nahelegen". Wetten, dass sich das Richter-[...] an solche restriktive Aussagen halten wird?
Update:
http://www.verfassungsblog.de/oeffentlichkeit-hat-ein-recht-gerichtsurteile-zu-lesen/
http://holmputzke.de/index.php/veroeffentlichungen mit Autorenlink zur NJW
KlausGraf - am Freitag, 30. Oktober 2015, 01:01 - Rubrik: Archivrecht
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http://sapienzadigitallibrary.uniroma1.it/
was fängt man mit solchen Mini-Abbildungen wie auf
http://sapienzadigitallibrary.uniroma1.it/identifier/RMSDIP18_ABBAZIE_00010842
an???
Mehr zu ihr:
http://filstoria.hypotheses.org/12501
was fängt man mit solchen Mini-Abbildungen wie auf
http://sapienzadigitallibrary.uniroma1.it/identifier/RMSDIP18_ABBAZIE_00010842
an???
Mehr zu ihr:
http://filstoria.hypotheses.org/12501
KlausGraf - am Freitag, 30. Oktober 2015, 00:55 - Rubrik: Digitale Bibliotheken
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http://infobib.de/2015/10/29/weniger-sammelbaende-mehr-zeitschriftenartikel/
mit Hinweis auf
http://infobib.de/2013/06/11/how-to-bury-your-academic-writing/
mit Hinweis auf
http://infobib.de/2013/06/11/how-to-bury-your-academic-writing/
KlausGraf - am Freitag, 30. Oktober 2015, 00:54 - Rubrik: Wissenschaftsbetrieb
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https://www.durhampriory.ac.uk/
Via
http://www.medievalists.net/2015/10/28/medieval-monastic-library-to-be-recreated-online/
#histmonast

Via
http://www.medievalists.net/2015/10/28/medieval-monastic-library-to-be-recreated-online/
#histmonast

KlausGraf - am Freitag, 30. Oktober 2015, 00:49 - Rubrik: Kodikologie
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Behauptet Kompa:
http://www.heise.de/tp/artikel/46/46404/1.html
Hingewiesen wird auf einen Film über die "dunkle Seite der Wikipedia":
https://www.youtube.com/watch?v=wHfiCX_YdgA
http://www.heise.de/tp/artikel/46/46404/1.html
Hingewiesen wird auf einen Film über die "dunkle Seite der Wikipedia":
https://www.youtube.com/watch?v=wHfiCX_YdgA
KlausGraf - am Freitag, 30. Oktober 2015, 00:45 - Rubrik: Wissenschaftsbetrieb
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http://f.hypotheses.org/wp-content/blogs.dir/1762/files/2015/10/Heft_83_2015.pdf
Via
http://archivamt.hypotheses.org/2744
Via
http://archivamt.hypotheses.org/2744
KlausGraf - am Freitag, 30. Oktober 2015, 00:34 - Rubrik: Oeffentlichkeitsarbeit
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KlausGraf - am Freitag, 30. Oktober 2015, 00:34 - Rubrik: Kodikologie
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KlausGraf - am Freitag, 30. Oktober 2015, 00:30 - Rubrik: Universitaetsarchive
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Joachim Kemper teilt mit:
"zum November werde ich meine Tätigkeit bei der Abteilung Kulturelles Erbe/Stadtarchiv Speyer beenden und zum Institut für Stadtgeschichte in Frankfurt am Main wechseln.
Ich nutze die Gelegenheit, um mich für das in den letzten Jahren der Abteilung Kulturelles Erbe bzw. dem Speyerer Stadtarchiv und dessen Aktivitäten und Vorhaben entgegengebrachte Interesse zu bedanken – dies gilt erst recht für die vielfältigen Kooperationen in Speyer bzw. dessen Umland und darüber hinaus.
Ab November bin ich dienstlich am Institut für Stadtgeschichte erreichbar. "
Versinkt das Speyerer Stadtarchiv nun wieder im Dornröschenschlaf?
"zum November werde ich meine Tätigkeit bei der Abteilung Kulturelles Erbe/Stadtarchiv Speyer beenden und zum Institut für Stadtgeschichte in Frankfurt am Main wechseln.
Ich nutze die Gelegenheit, um mich für das in den letzten Jahren der Abteilung Kulturelles Erbe bzw. dem Speyerer Stadtarchiv und dessen Aktivitäten und Vorhaben entgegengebrachte Interesse zu bedanken – dies gilt erst recht für die vielfältigen Kooperationen in Speyer bzw. dessen Umland und darüber hinaus.
Ab November bin ich dienstlich am Institut für Stadtgeschichte erreichbar. "
Versinkt das Speyerer Stadtarchiv nun wieder im Dornröschenschlaf?
KlausGraf - am Donnerstag, 29. Oktober 2015, 15:48 - Rubrik: Kommunalarchive
Die FAZ berichtet über Forschungsdaten:
http://www.faz.net/aktuell/beruf-chance/campus/digitaler-campus-hochschulen-brauchen-datenmanager-13859169.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2
http://www.faz.net/aktuell/beruf-chance/campus/digitaler-campus-hochschulen-brauchen-datenmanager-13859169.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2
KlausGraf - am Donnerstag, 29. Oktober 2015, 14:51 - Rubrik: Wissenschaftsbetrieb
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Website zur (Motiv-)Philatelie im Zusammenhang mit Buch, Druck, Papier.
Unter
http://www.drucker-marken.de/lapidarium
einige Veröffentlichungen zum Buchdruck, bspw. eine zu Gutenberg-Denkmälern.
http://www.drucker-marken.de/swk-sammler
PDFs der Zeitschrift "Die schwarze und die weiße Kunst" (komplett).
Grüße
J.Paul
Unter
http://www.drucker-marken.de/lapidarium
einige Veröffentlichungen zum Buchdruck, bspw. eine zu Gutenberg-Denkmälern.
http://www.drucker-marken.de/swk-sammler
PDFs der Zeitschrift "Die schwarze und die weiße Kunst" (komplett).
Grüße
J.Paul
J. Paul - am Donnerstag, 29. Oktober 2015, 11:31 - Rubrik: Kulturgut
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